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DE102008059343B4 - Nietteil in einer Bauteilausnehmung - Google Patents

Nietteil in einer Bauteilausnehmung Download PDF

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DE102008059343B4
DE102008059343B4 DE102008059343A DE102008059343A DE102008059343B4 DE 102008059343 B4 DE102008059343 B4 DE 102008059343B4 DE 102008059343 A DE102008059343 A DE 102008059343A DE 102008059343 A DE102008059343 A DE 102008059343A DE 102008059343 B4 DE102008059343 B4 DE 102008059343B4
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Abstract

Nietteil (1) in einer Bauteilausnehmung (2), umfassend:
– ein Nietteil (1) mit einem Grundkörper (11) sowie einen an den Grundkörper (11) anschließenden und in einer ersten Vorzugsrichtung (V1) orientierten Schaft (12) mit einer Außenwand (13) und einem von dem Grundkörper (11) abweisenden, endständigen Abschlussrand (14), und
– eine Bauteilausnehmung (2) mit einer zweiten Vorzugsrichtung (V2) in einem mechanischen Bauteil (3) aus einem verformbaren Material, wobei eine zweite Querschnittsform (Q2) der Bauteilausnehmung (2) senkrecht zur zweiten Vorzugsrichtung (V2) umfänglich im Wesentlichen einer ersten Querschnittsform (Q1) der Außenwand (13) senkrecht zur ersten Vorzugsrichtung (V1) des Nietteils (1) entspricht,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Außenwand (13) des Nietteils (1) in Bezug auf die erste Vorzugsrichtung (V1) einen sich verjüngenden, den Schaft (12) umlaufenden Teilabschnitt (20) aufweist, welcher sich in Richtung zu dem endständigen Abschlussrand (14) hin verjüngt und eine dritte Querschnittsform (Q3) senkrecht zur ersten Vorzugsrichtung (V1) aufweist, die...

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Nietteil in einer Bauteilausnehmung, umfassend ein Nietteil mit einem Grundkörper sowie einen an den Grundkörper anschließenden und in einer ersten Vorzugsrichtung orientierten Schaft mit einer Außenwand und einem von dem Grundkörper abweisenden endständigen Abschlussrand, und eine Bauteilausnehmung mit einer zweiten Vorzugsrichtung in einem mechanischen Bauteil aus einem verformbaren Material, wobei eine zweite Querschnittsform der Bauteilausnehmung senkrecht zur zweiten Vorzugsrichtung umfänglich im Wesentlichen einer ersten Querschnittsform der Außenwand senkrecht zur ersten Vorzugsrichtung des Nietteils entspricht, gemäß dem Oberbegriff von Patentanspruch 1. Weiterhin betrifft die Erfindung ein Nietteil in einer Bauteilausnehmung gemäß Patentanspruch 16, sowie ein Verfahren zur Herstellung eines Nietteils in einer Bauteilausnehmung gemäß Patentanspruch 18.
  • Nietteile im Folgenden betreffen Verbindungselemente, welche zum Verpressen (Vernieten) mit einem Bauteil vorgesehen sind und infolge des Verpressens mit dem Bauteil mechanisch verbunden werden. Die Nietteile können bevorzugt so ausgeformt sein, dass sie Verbindungsabschnitte aufweisen, welche eine Verbindung des verpressten Nietteils mit einem weiteren Gegenstand über insbesondere einen mechanischen Verbindungsabschnitt erlauben. Typische solche Verbindungsabschnitte können Aufnahmen oder Aussparungen sein, welche zur Verbindung mit Gegenständen mit geeignetem Passbereich zur Einführung in die Aufnahme oder Aussparung vorgesehen sind. Die einfachste derartige Form einer Aufnahme oder einer Aussparung ist eine zylindrische Bohrung mit Innengewinde, in welches eine Schraube mit entsprechend ausgeformten Außengewinde eingedreht werden kann. Weiterhin können die Nietteile auch so ausgeformt sein, dass die Verbindungsabschnitte als stiftartige oder geeignet geformte Fortsätze ausgebildet sind, welche ihrerseits in Aufnahmen von zur Verbindung mit dem Nietteil vorgesehener Gegenstände eingefügt werden können. Die einfachste derartige Ausführungsform ist ein Nietteil mit einem stiftartigen Fortsatz, welcher ein Schraubenaußengewinde aufweist und in ein entsprechend passendes Innengewinde eines Gegenstandes eingeschraubt werden kann. Neben Schraubenverbindungen sind jedoch vorliegend auch noch Bajonettverbindungen, Clipverbindungen, Magnetverbindungen, Spreizverbindungen, Steckverbindungen, Hackenverbindungen, Klemmverbindungen sowie alle anderen Verbindungsformen, welche zur mechanischen Verbindung zweier Gegenstände geeignet sind, denkbar.
  • Insbesondere umfassen Nietteile im Folgenden Gewindeeinsätze, Einnietmuttern, Einpress-Muttern, Einpress-Gewindestifte, Clifa®-Verbindungselemente, Anchor-Verbindungselemente, Einpress-Abstandsbuchsen, Einpress-Gewindebuchsen, Einpress-Abstandshalter sowie Stanznieten.
  • Nietteile in einer Bauteilausnehmung werden bevorzugt zur Verbindung mehrerer mechanischer Bauteile verwendet, bei welchen eine direkte Verbindbarkeit etwa aufgrund mechanischer Einschränkungen nicht möglich ist. Insbesondere zur Erhöhung der Verbindbarkeit von dünnen, flächigen Bauteilen, über einen nur kleinen lokalen Bereich dieser Bauteile werden Nietteile bevorzugt eingesetzt. Die Verwendung von Nietteilen ermöglicht zudem eine kostengünstige Form der Verbindung, da durch das nachträgliche Einsetzen von Nietteilen in vorgeformte Bauteile eine einfache und in Bezug auf die Anzahl an hergestellten. Bauteilen zahlenmäßig hochvolumige Herstellung dieser vorgeformten Bauteile erlaubt wird, ohne jedoch während des Herstellungsverfahrens bereits möglicherweise technisch nur erschwert herzustellende Verbindungsbereiche in diesen Bauteilen vorzusehen. Nach dem Herstellungsprozess der Bauteile können vielmehr in einem problemlos auszuführenden Nietverfahren Nietteile in die Bauteile eingefügt werden, um deren Verbindbarkeit zu gewährleisten.
  • Aus dem Stand der Technik sind eine große Anzahl an unterschiedlichen Nietteilen wie auch unterschiedlichen Nietverfahren bekannt, welche die Verbindbarkeit der mit den Nietteilen versehenen Bauteile an konkrete Verbindungsanforderungen anpassen lässt. Typische Anforderungen an Nietteile in einer Bauteilausnehmung betreffen etwa die mechanische Belastbarkeit, insbesondere in Hinblick auf Zug, Druck sowie in Bezug auf das Nietteil einwirkende Drehmomente.
  • Derartige konventionelle Nietteile sind etwa in der DE 102 49 030 A1 beschreiben. Die dort offenbarten Nieteile weisen einen Kopfteil sowie einen Nietabschnitt mit einem konusförmigen Bereich auf, welcher in einen entsprechend vorgeformten Passbereich eines Blechteils mit einer Aussparung vollständig eingesetzt werden kann. Anschließend werden vorbestimmte Abschnitte des Nietabschnittes in einem konventionellen Formschritt umgeformt, um das Nietteil an dem Rand der Aussparung des Blechteils zu befestigen.
  • Ein weiteres, derartiges konventionelles Nietteil kann auch der DE 698 29 477 T2 entnommen werden, welches einen röhrenförmigen Nietabschnitt, einen radialen Flanschabschnitt sowie einen Befestigungsabschnitt umfasst. Zum Befestigen des Nietteils an einer Platte wird das freie Ende des röhrenförmigen Nietabschnitts nach vollständigem Einführen in eine Ausnehmung radial nach außen unter Eintreiben des Flanschabschnittes in die Randbereiche der Ausnehmung der Platte verformt.
  • Weiterhin wird ein derartiges konventionelles Nietteil auch in der DE 1 428 723 A beschrieben, welches ein Kopfteil und einen daran angebrachten Nietschaft aufweist, der nach vollständigem Einfügen in eine Aussparung einer Platte nach Aufweiten mit einem Werkzeug das Nietteil in der Platte klemmend befestigt.
  • Aufgrund der überaus universellen Einsetzbarkeit von Nietteilen werden diese jedoch auch zunehmend in technischen Randgebieten eingesetzt, weshalb sie auch zunehmend untypische Anforderungen in physikalischer wie möglicherweise auch chemischer Hinsicht erfüllen müssen. Die vorliegende Erfindung basiert auf Versuchen der Anwenderin, Nietteile in einer Bauteilausnehmung in mechanischen Bauteilen vorzusehen, die als Wandungen eines Fluidreservoirs eingesetzt werden sollten, ohne jedoch die Dichtigkeit des Fluidreservoirs unter ein technisch sinnvolles Maß zu verringern. Wie die Untersuchungen gezeigt haben, erlaubten jedoch herkömmliche Nietverbindungen nur eine sehr schlechte Fluiddichtigkeit. Insbesondere mit industrieüblichen Nietteilen erzeugte Verbindungen eines Nietteils in einer Bauteilausnehmung wiesen in dem Verbindungsbereich beider deutliche Defekte auf, die eine Fluiddichtigkeit nicht gewährleisten konnten.
  • Vor allem zeigte sich bei den durchgeführten Untersuchungsreihen der Anmelderin, dass leicht diffusive Stoffe mit einem starken Oberflächenkriechvermögen den Verbindungsbereich zwischen Nietteil und Bauteilausnehmung bei herkömmlichen Nietverbindungen eines Nietteiles in einer Nietverbindung leicht überwinden konnten.
  • Aus den zuvor beschriebenen Nachteilen vorbekannter Nietteile in einer Bauteilausnehmung sowie den technischen Anforderungen an Nietteile in den Wandungen eines Fluidreservoirs lässt sich folglich die technische Notwendigkeit ableiten, ein Nietteil in einer Bauteilausnehmung vorzuschlagen, welches die aufgezeigten Nachteile vermeidet. Insbesondere ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Nietteil in einer Bauteilausnehmung vorzuschlagen, die eine fluiddichte Verbindung beider gewährleistet. Diese Verbindung von Nietteil und Bauteilausnehmung soll zudem vor allem fluiddicht gegenüber dem Stofftransport von leicht diffusiven Stoffen mit einem hohen Oberflächenkriechverhalten gewährleisten.
  • Diese Aufgabe wird durch ein Nietteil in einer Bauteilausnehmung gemäß Patentanspruch 1 sowie Patentanspruch 16, als auch durch ein Verfahren zur Herstellung eines Nietteils in einer Bauteilausnehmung gemäß Patentanspruch 18 gelöst.
  • Insbesondere wird die Aufgabe durch ein Nietteil in einer Bauteilausnehmung gelöst, welche Folgendes umfasst: Ein Nietteil in einem Grundkörper sowie einen an den Grundkörper anschließenden und in einer ersten Vorzugsrichtung orientierten Schaft mit einer Außenwand und einem von dem Grundkörper abweisenden, endständigen Abschlussrand, und eine Bauteilausnehmung mit einer zweiten Vorzugsrichtung in einem mechanischen Bauteil aus einem verformbaren Material, wobei eine zweite Querschnittsform der Bauteilausnehmung senkrecht zur zweiten Vorzugsrichtung umfänglich im Wesentlichen einer ersten Querschnittsform der Außenwand senkrecht zur ersten Vorzugsrichtung des Nietteils entspricht, wobei die Außenwand des Nietteils in Bezug auf die erste Vorzugsrichtung einen sich verjüngenden, den Schaft umlaufenden Teilabschnitt aufweist, welcher sich in Richtung zu dem endständigen Abschlussrand hin verjüngt und eine dritte Querschnittsform senkrecht zur ersten Vorzugsrichtung aufweist, die umfänglich größer als die erste Querschnittsform der Bauteilausnehmung ist, wobei das Nietteil in die Bauteilausnehmung so eingeführt ist, dass der Schaft in die Bauteilausnehmung entlang der zweiten Vorzugsrichtung durch Kraftbeaufschlagung in die Bauteilausnehmung eingepresst ist, wobei die erste Vorzugsrichtung und die zweite Vorzugsrichtung gleich orientiert sind, und dass der sich verjüngende, den Schaft umlaufende Teilabschnitt umfänglich Material des mechanischen Bauteils verdrängt und dadurch eine fluiddichte Verbindung über einen umfänglichen Verbindungsbereich erzeugt.
  • Weiterhin wird die Aufgabe gelöst durch ein Nietteil in einer Bauteilausnehmung, welches folgendermaßen erhalten wird: Bereitstellen eines Nietteils mit einem Grundkörper sowie einem an den Grundkörper anschließenden und in einer ersten Vorzugsrichtung orientierten Schaft mit einer Außenwand und einem von dem Grundkörper abweisenden, endständigen Abschlussrand, wobei die Außenwand des Nietteils in Bezug auf die erste Vorzugsrichtung einen sich verjüngenden, den Schaft umlaufenden Teilabschnitt aufweist, welcher sich in Richtung zu dem endständigen Abschlussrand hin verjüngt und eine dritte Querschnittsform senkrecht zur ersten Vorzugsrichtung aufweist, die umfänglich größer als eine erste Querschnittsform der Bauteilausnehmung ist; Bereitstellen einer Bauteilausnehmung mit einer zweiten Vorzugsrichtung in einem mechanischen Bauteil aus einem verformbaren Material, wobei eine zweite Querschnittsform der Bauteilausnehmung senkrecht zur zweiten Vorzugsrichtung umfänglich im Wesentlichen der ersten Querschnittsform der Außenwand senkrecht zur ersten Querschnittsform des Nietteils entspricht; Einführen des Nietteils in die Bauteilausnehmung; Einpressen des Schaftes in die Bauteilausnehmung entlang der zweiten Vorzugsrichtung durch Kraftbeaufschlagung, wobei die erste Vorzugsrichtung und die zweite Vorzugsrichtung gleich orientiert sind, wobei der sich verjüngende, den Schaft umlaufende Teilabschnitt umfänglich Material des mechanischen Bauteils verdrängt und dadurch eine fluiddichte Verbindung über einen umfänglichen Verbindungsbereich erzeugt wird.
  • Weiterhin wird die Aufgabe gelöst durch ein Verfahren zur Herstellung eines Nietteiles in einer Bauteilausnehmung, welches folgende Schritte umfasst: Bereitstellen eines Nietteils mit einem Grundkörper sowie einen an den Grundkörper anschließenden und in einer ersten Vorzugsrichtung orientierten Schaft mit einer Außenwand und einem von dem Grundkörper abweisenden, endständigen Abschlussrand, wobei die Außenwand des Nietteils in Bezug auf die erste Vorzugsrichtung einen sich verjüngenden, den Schaft umlaufenden Teilabschnitt aufweist, welcher sich in Richtung zu dem endständigen Abschlussrand hin verjüngt und eine dritte Querschnittsform senkrecht zur ersten Vorzugsrichtung aufweist, die umfänglich größer als eine erste Querschnittsform der Bauteilausnehmung ist; Bereitstellen einer Bauteilausnehmung mit einer zweiten Vorzugsrichtung in einem mechanischen Bauteil aus einem verformbaren Material, wobei eine zweite Querschnittsform der Bauteilausnehmung senkrecht zur zweiten Vorzugsrichtung umfänglich im Wesentlichen der ersten Querschnittsform der Außenwand senkrecht zur ersten Vorzugsrichtung des Nietteils entspricht; Einführen des Nietteils in die Bauteilausnehmung; Einpressen des Schaftes in die Bauteilausnehmung entlang der zweiten Vorzugsrichtung durch Kraftbeaufschlagung, wobei die erste Vorzugsrichtung und die zweite Vorzugsrichtung gleich orientiert sind, und wobei der sich verjüngende, den Schaft umlaufende Teilabschnitt umfänglich Material des mechanischen Bauteils verdrängt und dadurch eine fluiddichte Verbindung über einen umfänglichen Verbindungsbereich erzeugt wird.
  • Hier und im Folgenden wird unter einer fluiddichten Verbindung eine flüssigkeitsdichte sowie gasdichte Verbindung von Nietteil und Bauteil verstanden. Die Gasdichtigkeit der Verbindung ist nach herkömmlichen mechanischen Gesichtspunkten zu beurteilen, und definiert sich etwa durch eine obere Grenze von wenigen hundert mbar oder darunter. Mindestens wird insoweit in einer abgewandelten Anschauung unter Fluiddichtigkeit aber eine Flüssigkeitsdichtigkeit verstanden.
  • Ein wesentlicher Gesichtspunkt der Erfindung liegt darin, dass der Schaft des Nietteiles eine sich zum Abschlussrand des Schaftes hin und in Bezug auf eine erste Vorzugsrichtung des Nietteils verjüngende Form aufweist. Beim Einpressen des Nietteils in die Bauteilausnehmung verdrängt der sich zum Abschlussrand hin verjüngende Teilabschnitt des Schaftes umfänglich Material des mechanischen Bauteils aus dem Randbereich der Bauteilausnehmung und erzeugt durch den so verursachten Materialfluss, eine fluiddichte Verbindung zwischen dem Nietteil und dem Rand der Bauteilausnehmung über den gesamten Umfang des Schaftes. Je nach relativer Härte des Schaftes des Nietteils sowie des Materials des Bauteils, in welchem sich die Bauteilausnehmung befindet, kommt es lediglich zu einem Materialfluss im Bereich des Randes der Bauteilausnehmung oder zu einem gleichzeitigen Materialfluss des Materiales des Schaftes wie auch des Materiales des Bauteils. Der während des Nietprozesses verursachte Materialfluss, sorgt für mikroskopische Verformungs- wie Anformungsprozesse, über den ganzen Umfang des Schaftes bzw. des erzeugten Verbindungsbereiches von Nietteil und Bauteilausnehmung, so dass ein Durchtritt von Fluid, auch von stark kriechfähigem Fluid, über den Verbindungsbereich verhindert werden kann. Der für die Fluiddichtigkeit verantwortliche Materialfluss kann durch eine Anzahl an physikalischen Parameter gesteuert werden. Als einer der am besten geeigneten Parameter hat sich die geeignete, sich zum Abschlussrand des Schaftes verjüngende Ausformung des Schaftes herausgestellt. Durch diese spezielle Ausformung kann das Ausmaß des Materialflusses durch eine geeignete Abstimmung des Grades der Verjüngung des Schaftes über den umlaufenden Teilabschnitt vorteilhaft beeinflusst und die Fluiddichtigkeit des Verbindungsbereiches ermöglicht werden. Weiterhin kann auch eine geeignete Auswahl an Materialien des Nietteils und der Bauteilausnehmung den erzeugten Materialfluss unterstützen.
  • In einer ersten vorteilhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist die Bauteilausnehmung eine Bohrung oder eine Stanzausnehmung in einem plattenförmigen Bauteil. Derartige Bauteilausnehmungen lassen sich einerseits besonders kostengünstig und in großen Stückzahlen herstellen, andererseits erlauben die Herstellungsverfahren auch die nötige Präzision, welche die Bauteilausnehmungen aufweisen müssen, um einen in Bezug auf die Querschnittsform der Bauteilausnehmung vollumfänglichen Materialfluss zur Darstellung eines fluiddichten Verbindungsbereiches zu gewährleisten.
  • In einer anderen Ausführungsform des Nietteils in einer Bauteilausnehmung ist das mechanische Bauteil ein plattenförmiges Metall, insbesondere ein plattenförmiger Edelstahl oder Aluminium, ein plattenförmiger Kunststoff oder ein plattenförmiger Faserverbundstoff. Insbesondere Metalle eignen sich zur Herstellung eines ausführungsgemäßen Nietteils in einer Bauteilausnehmung besonders gut, da sie bei hohen Drücken, wie etwa den zur Herstellung des ausführungsgemäßen Nietteils in einer Bauteilausnehmung vorherrschenden Nietdrücken, ein vorteilhaftes Fliesverhalten aufweisen. Das Fliesverhalten gewährleistet eine mikroskopisch besonders dichte Anformung des Randes der Bauteilausnehmung an den Schaft des Nietteils und erlaubt somit besonders hohe Fluiddichtigkeit. Auch Kunststoffe oder Faserverbundstoffe können ein geeignetes elastisches Verhalten bzw. eine geeignetes Fließverhalten aufweisen, um eine Fluiddichtigkeit zwischen einem in einer Bauteilausnehmung verpressten Nietteil und einem Bauteil zu gewährleisten.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Nietteils in einer Bauteilausnehmung ist weist der Grundkörper des Nietteils im Anschlussbereich des Schaftes wenigstens eine Aussparung auf, in welcher Materialumformungen des Bautteils aufgenommen sind. Dementsprechend können die bei dem Nietprozess auftretenden Materialflüsse des Bauteiles derart gelenkt werden, dass der Grundkörper des Nietteiles bündig mit der dem Grundkörper zugewandten Seite des Bauteiles abschließt und keine fluidundichte Lücken und Defekte entstehen lässt. Weiterhin wird dadurch auch ein gleichmäßigeres und mechanisch belastbares Nietergebnis unter gleichzeitiger Gewährleistung einer Fluiddichtigkeit der Verbindung von Nietteil 1 und Bauteil 3 erzielt.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Nietteils in einer Bauteilausnehmung ist das mechanische Bauteil von einem ein Fluid enthaltenden Gefäß, insbesondere einem Gefäß, welches einen flüssigen Kohlenwasserstoff oder eine Mischung mit einem flüssigen Kohlenwasserstoff enthält, umfasst. Kohlenwasserstoffe, insbesondere niedermolekulare Kohlenwasserstoffe zeichnen sich durch ein hohes Oberflächenkriechvermögen auf herkömmlichen Werkstoffen aus. Niedermolekulare Kohlenwasserstoffe werden etwa in der chemischen Industrie, der Petrochemie oder beispielsweise auch in der pharmazeutischen Industrie häufig als Lösungsmittel und Ausgangsstoff für weitere Produkte eingesetzt. Darüber hinaus umfassen auch Kraftstoffe und flüssige Brennstoffe, wie auch Schmierstoffe eine gut nachweisbare Menge an niedermolekularen Kohlenwasserstoffen. Ausführungsgemäß können insbesondere Aufbewahrungsbehälter sowie Reservoirbehälter zur Schmiermittelaufnahme das mechanische Bauteil, welches ein Nietteil in einer Bauteilausnehmung umfasst, aufweisen. Insbesondere Ölwannen mit einer Wanddicke von 2,0 mm oder 2,5 mm können das ausführungsgemäße Nietteil in einer Bauteilausnehmung umfassen.
  • In einer ebenfalls bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Nietteils in einer Bauteilausnehmung weist der Grundkörper des Nietteils eine Aufnahme, insbesondere eine einseitig offene Aufnahme, auf, in welcher ein Gegenstand passgenau aufgenommen werden kann. Die Aufnahme eines Gegenstandes erlaubt folglich die mechanische Befestigung mit Hilfe anderer mit dem Gegenstand in Wechselwirkung stehender Vorrichtungen. Insbesondere kann der Gegenstand ein Teil einer Haltevorrichtung sein, welche die mechanische Halterung des Bauteils mit einem Nietteil in einer Bauteilausnehmung erlaubt. Weiterhin insbesondere kann die Aufnahme zur Befestigung von Apparaten und Sensoren ausgebildet sein. Vor allem kann das Nietteil auch im Bereich eines ein Fluid enthaltenden Gefäßes, vorzugsweise einer Ölwanne, zur Befestigung von mechanischen und/oder messtechnischen Vorrichtungen, wie Füllstandmessern, vorgesehen sein.
  • In einer weiterführenden Ausführungsform des erfindungsgemäßen Nietteils in einer Bauteilausnehmung weist die Aufnahme eine geeignete Formgebung, insbesondere ein Schraubengewinde, auf, welche eine fest mechanische Verbindung mit dem Gegenstand erlaubt. Demgemäß können ohne Weiteres geeignete Verbindungsmittel wie Schrauben, Bajonettverschlüsse, Steckverschlüsse oder sonstige mechanische Verbindungsmittel und Gegenstände leicht in der Aufnahme des Nietteils aufgenommen und befestigt werden.
  • In einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, weist die Außenwand des Schaftes ein Rändel auf. Ein Rändel kennzeichnet sich durch eine Abfolge von einzelnen Zähnen sowie Vertiefungen zwischen benachbarten Zähnen, welche Zähne sich bei dem Verpressen des Nietteils in den Randbereich der Bauteilausnehmung schneiden und eine Verdrehung des verpressten Nietteils in der Bauteilausnehmung unterbinden. Durch ein Rändel wird folglich verhindert, dass bei unbeabsichtigter Beaufschlagung des Nietteils in der Bauteilausnehmung mit einem Drehmoment sich dieses von dem Bauteil löst oder in diesem auch nur geringfügig bewegt und die Fluiddichtigkeit der Verbindung von Nietteil und Bauteil verringert oder sogar zerstört wird.
  • In einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist die Materialhärte des Nietteils im Vergleich zur Materialhärte des mechanischen Bauteils größer. Der Unterschied der Materialhärte kann alternativ auch lediglich den Schaft des Nietteils bzw. den sich verjüngenden, und den Schaft umlaufenden Teilabschnitt des Schaftes betreffen. Durch den Unterschied der Materialhärten von Nietteil und mechanischen Bauteil wird einerseits gewährleistet, dass der Materialfluss, welcher für die Fluiddichtigkeit maßgeblich verantwortlich ist, hauptsächlich den Materialfluss des Randes der Bauteilausnehmung betrifft. Andererseits kann durch die größere Materialhärte des Nietteils bzw. des Schaftes des Nietteils auch gewährleistet werden, dass während des Nietprozesses, also dem Einfügen und Verpressen des Schaftes in die Bauteilausnehmung, der Materialfluss des mechanischen Bauteils gleichmäßig aufrecht erhalten wird. Hierbei ist auch darauf hinzuweisen, dass gerade durch die Form der Verjüngung des den Schaft umlaufenden Teilabschnittes ein gleichmäßiger Materialfluss während des gesamten Nietprozesses ermöglicht werden kann. Dennoch widerspricht die Anforderung an Fluiddichtigkeit des Verbindungsbereiches zwischen Nietteil und Bauteilausnehmung nicht einem begrenzten Materialfluss des Materials des Nietteils während des Nietprozesses.
  • In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist die fluiddichte Verbindung über den Verbindungsbereich bis zu einem Fluiddruck über dem Umgebungsdruck von bis zu 0,5 bar, insbesondere bis zu 2,0 bar und vorzugsweise bis zu 3,5 bar fluiddicht. Der Umgebungsdruck kann hierbei auf der nietteilzugewandten Seite des Bauteils sowie auf der nietteilabgewandten Seite des Bauteils vorliegen.
  • In einer anderen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Nietteils in einer Bauteilausnehmung ist das Nietteil wenigstens teilweise oberflächenbehandelt, insbesondere oberflächenbeschichtet. Die Oberflächenbehandlung kann einerseits mit der Fluiddichtigkeit des Verbindungsbereiches zwischen Nietteil und Bauteilausnehmung in Verbindung stehende Parameter betreffen, muss dies jedoch nicht. So kann die Oberflächenbehandlung beispielsweise die elektrische Leitfähigkeit und Korrosionsbeständigkeit des Nietteils betreffen, sie kann jedoch aber auch eine Verbesserung der Oberflächeneigenschaften des Schaftes des Nietteils betreffen, welche zu einer Verbesserung der Fluiddichtigkeit des Verbindungsbereiches beitragen. Insbesondere kann die Oberflächenbehandlung eine Härtung des Nietteils betreffen, die einen verbesserten Materialfluss des Randmaterials der Bauteilausnehmung herbeiführt, oder auch eine Oberflächenbehandlung in Form einer Oberflächenbeschichtung mit Substanzen, die bei den hohen auftretenden Nietdrücken während des Nietprozesses den Materialfluss zusätzlich fördern. Die Oberflächenbehandlung bzw. Oberflächenbeschichtung kann alle oder auch nur ausgewählte Nietflächen betreffen, d. h. Flächenabschnitte des Nietteils und/oder des Bauteils, welche nach dem Verpressen des Nietteils in dem Bauteil in Kontakt mit der jeweils anderen Komponente sind, insbesondere um eine gesteigerte Fluiddichtigkeit durch einen verbesserten Kontakt beider Komponenten herbeizuführen. Die Oberflächenbehandlung kann folglich auch selektiv vorgenommen sein.
  • In einer alternativen Abwandlung kann die Oberflächenbehandlung auch den Randbereich der Bauteilausnehmung des Bauteils betreffen. Weiter insbesondere kann die Oberflächenbehandlung eine Verbesserung oder Unterdrückung der thermischen und/oder elektrischen Leitfähigkeit des Schaftes des Nietteiles, der Aufnahme des Nietteils oder des gesamten Nietteils betreffen. Ferner kann die Oberflächenbehandlung eine Schmierung und/oder einen Korrosionsschutz auch unter Einfluss höher Temperaturen, etwa bis 200°C, betreffen. Eine solche Oberflächenbehandlung erweist sich vor allem auch dann als geeignet, wenn die Aufnahme in dem Grundkörper des Nietteils als Gewindeaufnahme ausgebildet ist, bzw. falls das Nietteil einen stiftförmigen Fortsatz aufweist, welcher zur Verbindung mit anderen Gegenständen vorgesehen ist. Solche stiftförmigen Fortsätze umfassen besonders vorzugsweise ein Außengewinde zur weiteren Befestigung anderer Gegenstände mit einem passenden Gegengewinde. In Gewindeaufnahmen bzw. bei stiftförmigen Fortsätzen mit Außengewinde erweist sich auch eine Beschichtung zur Verbesserung der Fluiddichtigkeit eines Verbindungsbereiches zwischen dem Gewinde und einem Gegenstand mit einem passenden Gegengewinde als besonders vorteilhaft, da somit auch die Fluiddichtigkeit einer Gesamtanordnung bestehend aus beidseitig Nietteil, Bauteil und Gegenstand mit passendem Gegengewinde gewährleistet werden kann. In anderen bevorzugten Ausführungsformen kann die Oberflächenbehandlung alle Arten von Gewindesicherungen und Gewindedichtungen oder isolierende Beschichtungen betreffen, vorzugsweise unter Verwendung von Nylon-Fleck-Beschichtungen, Kunststoff-Fleck-Beschichtungen, Fixierungen aus geschäumten Polyolefinen, PVC und/oder Plastiksolbeschichtungen, filmbildenden Dispersionen, Kunststoffklebern, Kunstoffklebern in Micorkapseln, insbesondere unter Verwendung von Tuflok®, Nytemp®, Nyseal®, Nystay®, Nyplast®, Nytorq®, Nycote® und Precote® 3M®.
  • In einer anderen Ausführungsform des vorliegenden Nietteils in einer Bauteilausnehmung ist die Wanddicke des Schaftes weniger als 1 mm, insbesondere zwischen 0,2 mm und 0,8 mm und vorzugsweise 0,35 mm. Einerseits erlaubt diese Wanddicke eine gute Nietbarkeit des Nietteils, das heißt eine gute Verformbarkeit unter hohen Drücken, andererseits gewährleisten diese Wanddicke ausreichende Stabilität des Schaftes beim Einfügen in eine Bauteilausnehmung während des Nietprozesses um einen Materialfluss, insbesondere einen Materialfluss des Randes der Bauteilausnehmung, zu ermöglichen.
  • In einer anderen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Nietteils in einer Bauteilausnehmung ist das Nietteil in der Bauteilausnehmung lehrenhaltig. Lehrenhaltig soll hier im herkömmlichen Sinne verstanden werden, also dass ein Istmaß eines Werkstückes innerhalb vorbestimmter, zulässiger Abweichungen vom festgelegten Nennmaß liegt. Die Lehrenhaltigkeit sichert sowohl die weitere problemlose Verarbeitung bzw. Verwendung des Nietteils mittels oder durch standardisierte Vorrichtungen, andererseits ist sie ein Maß für die Präzision des Nietprozesses bzw. des verpressten Nietteils in der Bauteilausnehmung. Gerade bei Nietprozessen unter hohen Drücken, vergleichbar der Drücke bei dem vorliegenden Nietprozess, kann die Lehrenhaltigkeit der Nietteile normalerweise nicht mehr gewährleistet werden. Dies ist insbesondere bei Handnietverfahren sowie bei pneumatischen Handnietverfahren oder einfachen Pressverfahren der Fall, da die für eine Lehrenhaltigkeit notwendige gleichmäßige Druckverteilung während des Nietprozesses nicht erbracht werden kann. Bei den erwähnten Untersuchungsreihen der Anmelderin hat sich jedoch herausgestellt, dass die Lehrenhaltigkeit speziell mittels Taumel-Nietverfahren weiterhin gewährleistet werden kann.
  • In einer weiterhin vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung steht der endständige Abschlussrand des Nietteils auf der nietteilabgewandten Seite, welcher der nietteilzugewandten Seite, von welcher das Nietteil in die Bauteilausnehmung eingefügt wird, gegenüber liegt, nach dem Einfügen über und ist durch das Einpressen des Nietteils in einem bündigen Abschluss mit der nietteilabgewandten Seite verformt. Demgemäß kann der fluiddichte Verbindungsbereich zwischen dem Schaft des Nietteils und dem Rand der Bauteilausnehmung zusätzlich noch dadurch verbessert werden, dass ein über die Bauteilausnehmung überstehender Schaftbereich zu einem bündigen Abschluss mit dem Randbereich der Bauteilausnehmung verpresst wird. Hierbei kann es insbesondere im Bereich des verpressten Abschlussrandes des Schaftes zu einem weiteren Materialfluss in Form einer Materialeinprägung in dem Bauteil, welches die Bauteilausnehmung aufweist, kommen. Dieser Materialfluss kann die Fluiddichtigkeit des Verbindungsbereiches zwischen Nietteil und Bauteilausnehmung noch verbessern. Der bündige Abschluss des verpressten Nietteils in der Bauteilausnehmung auf der nietteilabgewandten Seite des Bauteils reduziert zusätzlich die Verletzungsgefahr bei der Handhabung des Bauteils, und verbessert ist die Verarbeitungsfähigkeit des Bauteils.
  • In einer weiterhin bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Nietteils in einer Bauteilausnehmung weist der endständige Abschlussrand des Nietteils eine auf der Außenseite des Schaftes vorgesehene Abschrägung oder Abrundung auf, welche das Einfügen des Nietteils in die Bauteilausnehmung erleichtert. Insbesondere bei automatisierten Nietverfahren mit hohen Nietstückzahlen, können die vorgesehenen Abschrägungen oder Abrundungen der endständigen Abschlussränder von Nietteilen die Fehlerquote beim Ausführen der einzelnen Nietvorgänge deutlich vermindern.
  • Das Nietteil in einer Bauteilausnehmung kann sich ausführungsgemäß fernerhin auch dadurch auszeichnen, dass der endständige Abschlussrand durch ein Nietwerkzeug mit im Wesentlichen passgeformtem Werkzeugteil bzw. Nietwerkzeug verpresst wird, insbesondere weggesteuert oder kraftgesteuert verpresst wird und derart verformt wird, dass der endständige Abschlussrand zum bündigen Abschluss an der nietteilabgewandten Seite des mechanischen Bauteils, welcher der nietteilzugewandten Seite, von welcher das Nietteil in die Bauteilausnehmung eingeführt wird, gegenüberliegt, verformt wird. Durch die Verwendung von passgeformten Nietwerkzeugen bzw. Werkzeugteilen kann während des Nietprozesses die Druckverteilung derart gesteuert werden, dass ein vorteilhafter Materialfluss zur Erzeugung eines fluiddichten Verbindungsbereiches erfolgt. Andererseits gewährleistet ein passgeformtes Nietwerkzeug bzw. Werkzeugteil, dass die zum Anschluss bzw. zur Aufnahme weiterer Vorrichtungen durch das Nietteil nicht durch eine Verformung des Nietteils selbst verhindert bzw. unmöglich gemacht wird. Eine Wegsteuerung bzw. Kraftsteuerung beim Verpressen des Nietteils 1 erlaubt zudem auch noch die Fluiddichtigkeit über den Verbindungsbereich 5 zwischen Nietteil 1 und Bauteilausnhemung 2 in gewissen Grenzen zu beeinflussen, da das Verpressen des Nietteils 1 in besonderem Maße kontrolliert erfolgt.
  • Weitere Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
  • Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen beschrieben, die anhand der Abbildungen näher erläutert werden.
  • Hierbei zeigen:
  • 1 eine seitliche Schnittansicht durch ein Nietteil in einer Bauteilausnehmung gemäß dem Stande der Technik;
  • 2a eine seitliche Schnittansicht durch eine erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Nietteils in einer Bauteilausnehmung vor Verpressen des Nietteils;
  • 2b eine seitliche Schnittansicht durch eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Nietteils in einer Bauteilausnehmung vor dem Verpressen des Nietteils;
  • 3 eine seitliche Schnittansicht durch eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Nietteils in einer Bauteilausnehmung nach Verpressen des Nietteils;
  • 4 eine seitliche Schnittansicht durch eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Nietteils in einer Bauteilausnehmung nach dem Verpressen des Nietteils;
  • 5 eine seitliche Schnittansicht durch eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Nietteils in einer Bauteilausnehmung nach abschlussbündigem Verpressen des Nietteils;
  • 6 eine seitliche Schnittansicht durch eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Nietteils in einer Bauteilausnehmung nach abschlussbündigem Verpressen des Nietteils;
  • 7 eine seitliche Schnittansicht durch eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Nietteils in einer Bauteilausnehmung nach abschlussbündigem Verpressen des Nietteils;
  • 8 eine seitliche Schnittansicht durch eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Nietteils in einer Bauteilausnehmung nach abschlussbündigem Verpressen des Nietteils;
  • 9 eine seitliche Schnittansicht durch eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Nietteils in einer Bauteilausnehmung nach abschlussbündigem Verpressen des Nietteils;
  • 10 eine seitliche Schnittansicht durch eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Nietteils in einer Bauteilausnehmung während des abschlussbündigen Verpressens mit einem Nietwerkzeug;
  • 11 eine seitliche Schnittansicht durch eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Nietteils in einer Bauteilausnehmung; und
  • 12 eine seitliche Schnittansicht durch eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Nietteils für ein Nietteil in einer Bauteilausnehmung gemäß der vorliegenden Erfindung.
  • 13 eine seitliche Schnittansicht durch eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Nietteils als Nietstift in einer Bauteilausnehmung nach abschlussbündigem Verpressen;
  • 14 eine seitliche Schnittansicht durch eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Nietteils in einer Bauteilausnehmung noch vor dem abschlussbündigen Verpressen;
  • 1 zeigt eine seitliche Schnittansicht durch ein Nietteil 1 in einer Bauteilausnehmung 2 eines Bauteiles 3 gemäß dem Stande der Technik. Das Nietteil 1 umfasst neben einem Grundkörper 11, welcher auf der nietteilzugewandten Seite 40 aus dem Bauteil 3 übersteht, einen Schaft 12, welcher formschlüssig in der Bauteilausnehmung 2 aufgenommen ist. Zur Befestigung bzw. zum Verpressen des Nietteils 1 wurde vorliegend der Abschlussrand 14 des Schaftes 12 der nietteilabgewandten Seite 41 über den Durchmesser der Bauteilausnehmung 2, bzw. über die Ausdehnung der zweiten Querschnittsform Q2 der Bauteilausnehmung 2, aufgeweitet, wodurch ein Durchrutschen des Nietteils 1 auf die nietteilzugewandte Seite 40 verhindert wird.
  • Das vorliegend dargestellte Nietteil 1 zeichnet sich durch einen Schaft 12 aus, welcher in der dargestellten Schnittansicht eine gleichmäßige Dickenausdehnung aufweist. Das Verpressen des Nietteils 1 zur Befestigung im Bauteil 3 beschränkt sich vorliegend lediglich auf die Aufweitung des Abschlussrandes 14 des Schaftes 12, ohne jedoch den Verbindungsbereich 5 zwischen dem Schaft 12 des Nietteils 1 und dem Rand der Bauteilausnehmung 2 des Bauteils 3 zu betreffen. Gemäß dieser nur den Abschlussrand des Nietteils betreffenden Verbindungsart kann keine Fluiddichtigkeit im Bereich des Verbindungsbereiches 5 zwischen Nietteil 1 und Bauteil 3 erreicht werden.
  • Im Gegensatz zu dem in 1 dargestellten Nietteil in einer Bauteilausnehmung zeigt 2a eine erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Nietteils in einer Bauteilausnehmung, jedoch vor dem Verpressen des Nietteils 1 in der besagten Bauteilausnehmung 2. Das Nietteil 1, welches sich in der Bauteilausnehmung 2 des Bauteils 3 vorliegend bereits eingesetzt befindet, weist neben einem Grundkörper auf der nietteilzugewandten Seite 40 des Bauteils 3 einen Schaft 12 auf, welcher mit dem Grundkörper 11 einstückig verbunden ist. Der Schaft 12 wird auf der dem Grundkörper 11 abgewandten Seite durch den Abschlussrand 14 begrenzt. Das Nietteil 1 zeichnet sich ferner durch eine Vorzugsrichtung V1 aus, welche etwa einer Symmetrieachse, insbesondere einer Rotationssymmetrieachse, des Nietteils 1 entsprechen kann. Die Vorzugsrichtung V1 entspricht vorliegend einer Vorzugsrichtung V2 der Bauteilausnehmung 2 des Bauteils 3, welche ebenso einer Symmetrieachse der Bauteilausnehmung 2 entsprechen kann. Vorliegend stimmen beide Vorzugsrichtungen V1 und V2 überein, da das Nietteil 1 sich bereits in die Bauteilausnehmung 2 eingesetzt befindet. Es wird ferner darauf hingewiesen, dass sowohl das Nietteil 1 als auch die Bauteilausnehmung 2 bei entsprechender Ausformung eine Rotationssymmetrie aufweisen können, dies jedoch nicht müssen. Weiterhin umfasst das Nietteil 1 eine Aufnahme 15, welche innerhalb des Grundkörpers sowie teilweise innerhalb des Schaftes 12 angeordnet ist. Die Aufnahme 15 kann, wie vorliegend durch die gepunkteten Schräglinien dargestellt, einen Gewindeabschnitt 15 umfassen. Dieser ist etwa geeignet sein, weitere vorliegend nicht gezeigte Gegenstände 30, insbesondere Schrauben oder andere Verankerungsgegenstände mit einem entsprechend ausgebildeten Gegengewinde in einer mechanisch belastbaren Weise in der Aufnahme 15 aufzunehmen und zu befestigen.
  • Der Schaft 12 des Nietteils 1 weist zudem einen sich zum Abschlussrand 14 des Schaftes 12 verjüngenden Teilabschnitt 20 auf, welcher wenigstens teilweise die Außenwand 13 des Schaftes 12 definiert. Der sich verjüngende Teilabschnitt 20 reicht hierbei von einer umfänglichen Aussparung 17 in dem Grundkörper 11 des Nietteils 1 bis nahe an den Abschlussrand 14 des Schaftes 12. Aufgrund der sich verjüngenden Form ist gewährleistet, dass der etwa als rotationssymmetrisch angenommene Schaft 12 des Nietteils 1 eine erste Querschnittsform Q1 aufweist, welche im Wesentlichen einer zweiten, zu einer zweiten Vorzugsrichtung V1 senkrechte Querschnittsform Q2 der Bauteilausnehmung 2 des Bauteils 3 entspricht. Unter Annahme eines im Wesentlichen rotationssymmetrischen Nietteils 1 entspricht die erste, zu einer ersten Vorzugsrichtung V1 senkrechte Querschnittsform Q1 folglich einem Durchmesser des Schaftes 12 im Bereich des sich verjüngenden Teilabschnittes 20. Dieser Bereich liegt wie vorliegend dargestellt etwa auf halber Höhe der Schaftlänge. Aufgrund der sich zum Abschlussrand 14 verjüngenden Form des Teilabschnittes 20 des Schaftes 12, weisen die auf der nietteilzugewandten Seite 40 des Bauteils 3 befindlichen Bereiche des sich verjüngenden Teilabschnitts 20, also die in der Zeichnung über der Bauteilausnehmung 2 liegenden Bereiche des sich verjüngenden Teilabschnittes 20, eine dritte, zur ersten Vorzugsrichtung V1 senkrechte Querschnittsform Q3 auf, welche größer als die beiden Querschnittsformen Q1 und Q2 ist. Hierbei entspricht die dritte Querschnittsform Q3 unter der Annahme eines rotationssymmetrischen Nietteils 1 wiederum dem Durchmesser des sich verjüngenden Teilabschnitts 20 des Schaftes 12 in den zuvor beschriebenen Bereichen. Sollte hingegen das Nietteil 1 sowie die Bauteilausnehmung 2 keine Rotationssymmetrie aufweisen, können die Querschnittsformen Q1 bis Q3 auch andere geeignete Längen oder Flächenmaße, insbesondere Flächen mit fester Umfangsgeometrie, darstellen.
  • 2b zeigt eine weitere zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen Nietteils 1 in einer Bauteilausnehmung 2, welche sich von dem in 2a dargestellten Nietteil 1 in einer Bauteilausnehmung 2 lediglich dadurch unterscheidet, dass der Abschlussrand 14 des Schaftes 12 eine Abschrägung aufweist, die ein erleichtertes Einfügen des Nietteils 1 in die Bauteilausnehmung 2 des Bauteils 3 erlaubt. Die Abschrägung 16, welche alternativ auch als Abrundung bzw. jede andere geeignete Formgebung des Abschlussrandes 14 ausgebildet sein kann, vermindert aufgrund der Formgebung eine Verkantung des Nietteils 1 beim Einführen in die Bauteilausnehmung 2 des Bauteils 3 und vermindert dementsprechend die Fehlerhäufigkeit beim Einfügen des Nietteils 1 in die Bauteilausnehmung 2.
  • 3 stellt eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Nietteils in einer Bauteilausnehmung nach dem Verpressen des Nietteils 1 mit dem Bauteil 3 dar. Zur Darstellung eines fluiddichten Verbindungsbereiches 5 zwischen dem Schaft 12 des Nietteils 1 und dem Rand der Bauteilausnehmung 2 des Bauteils 3 ist ein in Bezug auf den Umfang des Schaftes 12 umfänglicher Materialfluss des Bauteils 3 erfolgt. Das Verpressen des Nietteils 1 mit dem Bauteil 3 in der Bauteilausnehmung 2 erfolgte dabei so, dass der beschriebene Materialfluss im Randbereich der Bauteilausnehmung 2 eine Materialumformung 50 ausgebildet hat, welche in der in dem Grundkörper 11 angeordneten Aussparung 17 des Nietteils 1 aufgenommen ist. In anderen Worten fließt das Material des Bauteiles 3 in die umfängliche Aussparung 17. Die Aussparung 17 ist hierbei etwa als umlaufende Nut in dem Grundkörper 11 des Nietteils 1 ausgeführt.
  • Demzufolge kommt es nach dem Verpressen des Nietteils 1 in der Bauteilausnehmung nicht lediglich zwischen der Außenwand 13 des Schaftes 12 und dem Randbereich der Bauteilausnehmung 2 des Bauteils 3 zur Ausformung eines Verbindungsbereiches 5 durch Materialfluss, sondern zudem kann dieser Verbindungsbereich 5 noch auf die Begrenzungen der Aussparung 17, in welche durch die Materialumformung 50 Material des Bauteils 3 eingeflossen ist, ausgedehnt seien. Da die Aussparung 17 wie der Schaft 12 umfänglich an dem Grundkörper 11 angeordnet ist, kann das in die Aussparung 17 eingeflossene Material der Materialumformung 50 ebenso zu einer umfänglichen Fluidabdichtung beitragen.
  • Eine verbesserte Fluiddichtigkeit des Verbindungsbereiches 5 kann zudem noch dadurch erreicht werden, dass durch das Verpressen des Nietteils 1 mit dem Bauteil 3 der Abschlussrand 14 des Schaftes 12 derart umgeformt wird, dass zu dem Abschlussrand 14 benachbart angeordnete Bereiche des Schaftes 12 auf der Oberfläche des Bauteils 3 auf der nietteilabgewandten Seite 41 umfänglich in engem mechanischem Kontakt anliegen.
  • 4 zeigt eine seitliche Schnittansicht durch eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Nietteils in einer Bauteilausnehmung, die sich von der in 3 dargestellten Ausführungsform lediglich dadurch unterscheidet, dass das Nietteil 1 mit dem Bauteil 3 derart verpresst wurde, dass Bereiche des Schaftes 12 eine oberflächliche Materialeinprägung 51 auf der Oberfläche des Bauteils 3 auf der nietteilabgewandten Seite 41 beim Verpressen bewirkt haben und mit diesen Bereichen in dichtem mechanischem Kontakt sind. Aufgrund der Materialeinprägung 51 kommt es zu einem dichten Kontakt zwischen der Außenwand 13 des Schaftes 12 und den Oberflächenbereichen auf der nietteilabgewandten Seite 41 des Bauteils 3 im Bereich der Materialeinprägung 51. Der dichte Kontakt vermag die Fluiddichtigkeit des Verbindungsbereiches 5 noch zu unterstützen und der Verbindungsbereich 5 kann sich bei geeigneter Kontaktierung auf diesen Verbindungsbereich zusätzlich mit erstrecken.
  • 5 zeigt eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Nietteils in einer Bauteilausnehmung in einer seitlichen Querschnittansicht, wobei das Verpressen des Nietteils 1 in dem Bauteil 3 derart erfolgt ist, dass sich auf der nietteilabgewandten Seite 41 des Bauteils 3 zwischen dem verpressten Schaft 12 und dem Bauteil ein bündiger Anschluss ausbildet. Hierbei sind in dem Bauteil 3 im Randbereich der Bauteilausnehmung 2 aus der nietteilabgewandten Seite 41 wiederum Materialeinprägungen 51 erkenntlich, welche jedoch im Vergleich zu denen in der Ausführungsform gemäß 4 tiefer in das Material des Bauteils 3 hineinreichen. Diese vorliegende Ausführungsform des Nietteils 1 in einer Bauteilausnehmung 2, welche durch ein im Vergleich zur Ausführungsform gemäß 4 stärkeres Verpressen, das heißt Verpressen bei höherem Druck, erfolgt ist, weist einen stärkeren Materialfluss des Materials des Bauteils 3 im Randbereich der Bauteilausnehmung 2 auf. Der verstärkte Materialfluss im Bereich der Materialeinprägung 51 kann wiederum zu einer verbesserten Fluiddichtigkeit des Verbindungsbereiches 5 zwischen Nietteil 1 und Bauteil 3 beitragen.
  • 6 zeigt eine seitliche Schnittansicht durch eine weitere Ausführungsform eines Nietteils 1 in einer Bauteilausnehmung 2, welches mit dem in 5 dargestellten Nietteil 1 in einer Bauteilausnehmung 2 weitgehend identisch ist. Der entscheidende Unterschied neben einer geringeren Schaftdicke des Schaftes 12 besteht in der Materialverformung 18 im Bereich zwischen der Aussparung 17 und dem Schaft 12 des Nietteils 1. Wie bereits ausgeführt, kann es in Folge des Nietprozesses sowohl beim Bauteil 3 sowie auch beim Nietteil 1 zu einem Materialfluss kommen. Der Materialfluss des Nietteiles 1 ist hierbei typischerweise deutlich geringer als der Materialfluss des Bauteils 3. Vorliegend ist dieser Sachverhalt durch die leichte Materialverformung 18 des Nietteils 1 dargestellt, welche einen geringen Materialfluss kennzeichnet. Trotz der dargestellten Materialverformung 18 behält der Schaft 12, welcher mit dem Bauteil 3 verpresst ist, weiterhin seine zum Abschlussrand 14 sich verjüngende konische Form bei, die für die Ausbildung des fluiddichten Verbindungsbereiches verantwortlich ist.
  • 7 zeigt eine seitliche Schnittansicht durch eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Nietteils 1 in einer Bauteilausnehmung 2 eines Bauteils 3, in welcher die Materialverformung des Bauteils 3 derart ausgebildet ist, dass die Randbereiche der Bauteilausnehmung 2 gegen den Schaft 12 zum Grundkörper 11 des Nietteils 1 in die Aussparung 17 verformt sind. Eine vollständige Ausfüllung der Aussparung 17 des Nietteils 1 durch die Materialumformungen 50 des Bauteils 3 ist hierbei nicht erfolgt. Die fluiddichte Verbindung von Nietteil 1 und Bauteil 3 erfolgt folglich hauptsächlich in dem Verbindungsbereich 5, welcher an den auf der nietteilabgewandten Seite 41 des zum Grundkörper 11 aufgebogenen bzw. umgeformten Randbereichen der Bauteilausnehmung 2 angeordnet ist. Die vorliegend dargestellten Verhältnisse zeigen typische in einem industriellen Nietvorgang erzielte Nietergebnisse.
  • 8 zeigt eine seitliche Schnittansicht durch eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Nietteils 1 in einer Bauteilausnehmung 2 nach abschlussbündigem Verpressen des Nietteils 1. Die Ausführungsform ist hierbei weitgehend mit der in 6 gezeigten Ausführungsform identisch, wobei jedoch das Nietteil 1 nicht nur einseitig offen sondern zweiseitig offen ausgeführt ist. Ferner weist der Grundkörper 11 des Nietteils 1 einen seitlichen Querkanal 80 auf, welcher auch als Bohrung ausgeführt sein kann, und sich von der äußeren Begrenzungsfläche des Grundkörpers 11 zur inneren Aufnahme 15 hin erstreckt. In alternativen Ausführungsformen kann der Querkanal 80 in einem vorbestimmten Winkel mit dem zum Bauteil 3 abgewandten Abschlussrand des Grundkörpers 11 im Querschnitt angeordnet sein. Der Winkel kann zudem auch weitgehend unbestimmt sein.
  • 9 zeigt eine seitliche Schnittansicht durch eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Nietteils 1 in einer Bauteilausnehmung 2 nach abschlussbündigem Verpressen des Nietteils 1. Die Ausführungsform ist hierbei weitgehend mit der in 6 gezeigten Ausführungsform identisch, wobei in der Aussparung 17 zusätzlich noch eine Dichtungsvorrichtung 90 vorgesehen ist. Eine solche Dichtungsvorrichtung 90 kann etwa vor dem Verpressen des Nietteils 1 in die Aussparung 17 eingesetzt werden und wird nach dem Verpressen durch die Materialumformung 50 des Bauteils 3 wenigstens zur Seite des Bauteiles 3 hin begrenzt. Die Dichtungsvorrichtung 90 ist im einfachsten Falle als O-Ring-Dichtung ausgeführt. Zudem kann das Material der Dichtungsvorrichtung 90 durch seine elastischen Eigenschaften bzw. seine Fließeigenschaften ein Abdichten des Nietteils 1 gegen das Bauteil 3 weiter unterstützen. Typischerweise umfasst das Material der Dichtungsvorrichtung 90 ein weiches Metall oder eine Metalllegierung. Weiterhin ist es auch denkbar, dass die Dichtungsvorrichtung nicht nur in der Aussparung 17 angeordnet ist, sondern in anderen technisch möglichen Weisen, welche ein zusätzliches Abdichten des Nietteils 1 gegen das Bauteil 3 unterstützen können.
  • 10 zeigt eine seitliche Schnittansicht durch ein bereits verpresstes Nietteil 1 in einer Bauteilausnehmung 2 zu einem Zeitpunkt gegen Ende des Verpressvorganges. Zum Verpressen wird der Grundkörper 11 des Nietteils 1 durch ein an den Grundkörper 11 entsprechend angepasstes Nietwerkzeug 60 beaufschlagt. Gleichzeitig wird ein Werkzeugteil 61, welches das Gegenwerkzeugteil zu dem Nietwerkzeug 60 darstellt, auf der dem Nietwerkzeug 60 gegenüberliegenden Seite teilweise in die Aufnahme 15 des Schaftes 12 eingeführt und der Schaft 12 des Nietteils 1 mit einer ausreichenden Kraft beaufschlagt, so dass der dem Abschlussrand 14 zugewandten Bereich des Schaftes 12 zum Grundkörper 11 hin verformt wird. Hierbei erfolgt einerseits ein Materialfluss in dem Randbereich der Bauteilausnehmung 2 des Bauteils 3, die eine fluiddichte Abdichtung von Nietteil 1 und Bauteil 3 in einem Verbindungsbereich 5 definiert, und andererseits wird aufgrund der Ausformung des Werkzeugteils 61 ein auf der nietteilabgewandten Seite 41 bündiger Abschluss zwischen Bauteil 3 und Nietteil 1 erzielt. Das durch dieses Nietverfahren hergestellte Nietteil 1 in einer Bauteilausnehmung 2 entspricht hierbei weitgehend dem in 5 dargestellten Nietteil 1 in einer Bauteilausnehmung 2.
  • Das Verpressen des Nietteils 1 in der Bauteilausnehmung 2 des Bauteils 3 kann ausführungsgemäß auch in zwei getrennten Nietschritten erfolgen. So kann etwa in einem ersten Schritt das Nietteil 1 zunächst in die Bauteilausnehmung 2 eingepresst werden, bis der Grundkörper 11 auf der Oberfläche der nietteilzugewandten Seite 40 des Bauteils 3 aufliegt. In einem zweiten Schritt kann folglich der Schaft 12 des Nietteils 1 mit dem Bauteil 3 verpresset werden. Erste Versuche der Anmelderin haben ergeben, dass zum Einpressen bzw. Verpressen im ersten Schritt vorteilhaft 14 kN und im zweiten Schritt 38 kN aufgewendet werden müssen, falls die Blechdicke 2,0 mm bis 2,5 mm beträgt und ein Nietteil mit 0,35 mm Schaftdicke verwendet wird. Die beiden Schritte können in einem Serienfertigungsverfahren auch mit einem entsprechenden Montagewerkzeug mit Niederhalter auf einem Montagehub zusammengefasst werden.
  • 11 zeigt eine seitliche Schnittansicht durch eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Nietteils 1 in einer Bauteilausnehmung 2. Die dargestellte Ausführungsform weist, ähnlich wie die in 3 dargestellte Ausführungsform, einen auf der nietteilabgewandten Seite 41 des Bauteils 3 überstehenden Abschlussrand 14 auf. Im Gegensatz zu der in 3 dargestellten Ausführungsform ist in dem Grundkörper 11 des Nietteils 1 jedoch keine Aussparung 17 angeordnet, in welche beim Verpressen des Nietteils 1 mit dem Bauteil 3 eine Materialumformung 50 (vorliegend nicht dargestellt) aufgenommen werden könnte. Vielmehr findet vorliegend der Materialfluss des Bauteils 3 während des Verpressens des Nietteils 1 dergestalt statt, dass lediglich die Randbereiche der Bauteilausnehmung 2 des Bauteils 3 sich an der Außenwand 13 des Schaftes 12 des Nietteils 1 in Richtung zur Bauteilausnehmung 2 hin anformen. Die Anformung ist hierbei ausreichend, um eine fluiddichte Verbindung des Nietteils 1 mit der Bauteilausnehmung 2 des Bauteils 3 im Bereich des Verbindungsbereiches 5 zu gewährleisten.
  • Weiterhin im Gegensatz zu der in 3 dargestellten Ausführungsform des Nietteils 1 in der Bauteilausnehmung 2 weist die vorliegende Ausführungsform kein lediglich einseitig offenes Nietteil 1 auf, sondern ein beidseitig offenes Nietteil 1. Die in dem Nietteil 1 angeordnete Aufnahme 15 kann folglich sowohl von in der Zeichnung dargestellten Orientierung von oben durch den Grundkörper 11 einen nicht weiter dargestellten Gegenstand 30 aufnehmen, als auch von in der vorliegenden Zeichnung dargestellten Orientierung von unten durch die Öffnung des Schaftes 12.
  • 12 zeigt eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Nietteils 1, wobei die Bauteilausnehmung 2 eines Bauteils 3 vorliegend nicht dargestellt ist. Das Nietteil 1 weist, wie die in 2 bis 7 dargestellten Nietteile 1, ein einseitig offenes Nietteil auf, welches einen Grundkörper 11 mit Aufnahme 15 und einen Schaft 12, welcher durch einen Abschlussrand 14 begrenzt ist, umfasst. Die Aufnahme 15 umfasst vorliegend ein Schraubeninnengewinde, insbesondere ein M6-Innengewinde. Der Schaft 12 zeichnet sich durch den sich zum Abschlussrand 14 verjüngenden Teilabschnitt 20 des Schaftes 12 aus, welcher dem Schaft 12 eine im Wesentlichen konische Form verleiht. Weiterhin ist auf der Außenwand 13 des Schaftes 12 im Bereich des Übergangs von dem Schaft 12 zum Abschlussrand 14 eine Abschrägung dargestellt, welche das mechanische Einfügen des vorliegend gezeigten Nietteils in eine vorliegend nicht dargestellte Bauteilausnehmung 2 erleichtert.
  • Um das Nietteil in mit einem Bauteil 3 verpressten Zustand vor ungewollten Drehbewegungen, etwa durch Beaufschlagung des Grundkörpers 11 mit einem Drehmoment, und folglich vor Auflösung einer fluiddichten Verbindung zwischen dem Nietteil 1 und einer Bauteilausnehmung 2 zu sichern, weist das vorliegende Nietteil ein Rändel 70 auf, welches sich in einem zum Abschlussrand 14 zugewandten Teilabschnittes des Schaftes 12 um den Schaft 12 umlaufend erstreckt. Das Rändel 70, welches als sich zueinander benachbarte und regelmäßig vom Grundkörper 11 zum Abschlussrand 14 sich erstreckende Zahnungen in der Außenwand 13 dargestellt ist, bewirkt beim Verpressen des Nietteils 1 einen Materialfluss des vorliegend nicht dargestellten Bauteils 3 derart, dass Material des Bauteils 3 in einzelne Ausnehmungen zwischen benachbarten Zähnen fließt und folglich das Nietteil 1 gegen ein ungewünschtes Verdrehen mechanisch sichert. Das Rändel 70 kann gemäß DIN-vorschrift 82 ausgeformt sein.
  • In einer alternativen Ausführungsform kann ein Rändel 70 auch auf einer Planfläche 71 angeordnet sein, welche beim Verpressen des Nietteils 1 mit dem Bauteil 3 Material im Randbereich der Bauteilausnehmung 2 geeignet verformt und eine Verdrehsicherung des Nietteils 1 ermöglicht. In einer weiter alternativen Ausführungsform kann ein Rändel 70 sowohl auf der Planfläche 71 als auch auf der Außenwand 13 des Schaftes 12 angeordnet sein.
  • 13 zeigt eine seitliche Schnittansicht durch eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Nietteils 1 in Form eines Nietstiftes in einer Bauteilausnehmung nach abschlussbündigem Verpressen. Entgegen der vorhergehenden Ausführungsformen des Nietteils 1, welche durch eine Aufnahme 15 gekennzeichnet sind, weist das vorliegende Nietteil 1 einen stiftförmigen Fortsatz 100 auf, welcher ein Außenschraubengewinde 101 hat. Eine Aufnahme 15 (vorliegend nicht bezeichnet) ist vorliegend nur rudimentär angedeutet, kann jedoch auch ausführungsgemäß weiterhin von dem Nietteil 1 voll umfasste sein. Alle weiteren Merkmale sind weitgehend mit denen der Ausführungsform gemäß 6 identisch.
  • 14 zeigt eine seitliche Schnittansicht durch eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Nietteils 1 in einer Bauteilausnehmung 2 noch vor dem Verpressen. Die gezeigte Ausführungsform ist weitgehend mit der Ausführungsform identisch, welche in 2a dargestellt ist. Der einzige Unterschied besteht darin, dass der dem Bauteil 3 zugewandte Abschnitt des Grundkörpers 11 eine Umlaufnut 19 aufweist, welche in dem Grundkörper 11 um den Schaft 12 verläuft, und in welcher ein verformbares Dichtungsmittel 91 aufgenommen ist. Bevorzugtermaßen ist das verformbare Dichtungsmittel 91 als O-Dichtungsring aus Kunststoff ausgeführt. Beim Verpressen des Nietteils 1 in dem Bauteil 3 wird das Dichtungsmittel 91 derart verformt, dass es auf einem Teilbereich der Oberfläche der nietteilzugewandten Seite 40 des Bauteils 3 dichtend anliegt und umfänglich um den verpressten Schaft 12 einen Dichtungsbereich definiert. Der mit dem Dichtungsbereich erzielte Dichtungseffekt kann die Fluiddichtung, welche nach dem Verpressen über den vorliegend nicht gezeigten Verbindungsbereich 5 zwischen Nietteil 1 und Bauteil 3 ausgebildet ist, noch unterstützen.
  • An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass alle oben beschriebenen Teile für sich alleine gesehen und in jeder Kombination, insbesondere die in den Zeichnungen dargestellten Details als erfindungswesentlich beansprucht werden. Abänderungen hiervon sind dem Fachmann geläufig.
  • 1
    Nietteil
    2
    Bauteilausnehmung
    3
    Bauteil
    5
    Verbindungsbereich
    11
    Grundkörper
    12
    Schaft
    13
    Außenwand
    14
    Abschlussrand
    15
    Aufnahme
    16
    Abschrägung/Abrundung
    17
    Aussparung
    18
    Materialverformung
    19
    Umlaufnut
    20
    sich verjüngender Teilabschnitt
    30
    Gegenstand
    40
    nietteilzugewandte Seite
    41
    nietteilabgewandte Seite
    50
    Materialumformung
    51
    Materialeinprägung
    60
    Nietwerkzeug
    61
    Werkzeugteil
    70
    Rändel
    71
    Planfläche
    80
    Querkanal
    90
    Dichtungsvorrichtung
    91
    Dichtungsmittel
    100
    Fortsatz
    101
    Außenschraubengewinde
    V1
    erste Vorzugsrichtung
    V2
    zweite Vorzugsrichtung
    Q1
    erste Querschnittsform
    Q2
    zweite Querschnittsform
    Q3
    dritte Querschnittsform

Claims (17)

  1. Nietteil (1) in einer Bauteilausnehmung (2), umfassend: – ein Nietteil (1) mit einem Grundkörper (11) sowie einen an den Grundkörper (11) anschließenden und in einer ersten Vorzugsrichtung (V1) orientierten Schaft (12) mit einer Außenwand (13) und einem von dem Grundkörper (11) abweisenden, endständigen Abschlussrand (14), und – eine Bauteilausnehmung (2) mit einer zweiten Vorzugsrichtung (V2) in einem mechanischen Bauteil (3) aus einem verformbaren Material, wobei eine zweite Querschnittsform (Q2) der Bauteilausnehmung (2) senkrecht zur zweiten Vorzugsrichtung (V2) umfänglich im Wesentlichen einer ersten Querschnittsform (Q1) der Außenwand (13) senkrecht zur ersten Vorzugsrichtung (V1) des Nietteils (1) entspricht, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenwand (13) des Nietteils (1) in Bezug auf die erste Vorzugsrichtung (V1) einen sich verjüngenden, den Schaft (12) umlaufenden Teilabschnitt (20) aufweist, welcher sich in Richtung zu dem endständigen Abschlussrand (14) hin verjüngt und eine dritte Querschnittsform (Q3) senkrecht zur ersten Vorzugsrichtung (V1) aufweist, die umfänglich größer als die erste Querschnittsform (Q1) der Außenwand (13) der Bauteilausnehmung (2) ist, wobei das Nietteil (1) in die Bauteilausnehmung (2) so eingeführt ist, dass der Schaft (12) in die Bauteilausnehmung (2) entlang der zweiten Vorzugsrichtung (V2) durch Kraftbeaufschlagung in die Bauteilausnehmung (2) eingepresst ist, wobei die erste Vorzugsrichtung (V1) und die zweite Vorzugsrichtung (V2) gleich orientiert sind, und dass durch den sich verjüngenden, den Schaft (12) umlaufenden Teilabschnitt (20) umfänglich Material des mechanischen Bauteils (3) verdrängt ist und dadurch eine fluiddichte Verbindung über einen umfänglichen Verbindungsbereich (5) erzeugt ist.
  2. Nietteil (1) in einer Bauteilausnehmung (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bauteilausnehmung (2) eine Bohrung oder eine Stanzausnehmung in einem plattenförmigen Bauteil (3) ist.
  3. Nietteil (1) in einer Bauteilausnehmung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mechanische Bauteil (3) ein plattenförmiges Metall, ein plattenförmiger Kunststoff oder ein plattenförmiger Faserverbundstoff ist.
  4. Nietteil (1) in einer Bauteilausnehmung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mechanische Bauteil (3) von einem ein Fluid enthaltenden Gefäß umfasst ist.
  5. Nietteil (1) in einer Bauteilausnehmung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (11) des Nietteils (1) im Anschlussbereich des Schaftes (12) wenigstens eine Aussparung (17) aufweist, in welcher Materialumformungen (50) des Bauteils (3) aufgenommen sind.
  6. Nietteil (1) in einer Bauteilausnehmung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (11) des Nietteils (1) eine Aufnahme (15) aufweist, in welcher ein Gegenstand (30) passgenau aufgenommen werden kann.
  7. Nietteil (1) in einer Bauteilausnehmung (2) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (15) eine geeignete Formgebung aufweist, welche eine feste mechanische Verbindung mit dem Gegenstand (30) erlaubt.
  8. Nietteil (1) in einer Bauteilausnehmung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenwand (13) des Schaftes (12) ein Rändel aufweist.
  9. Nietteil (1) in einer Bauteilausnehmung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialhärte des Nietteils (1) im Vergleich zur Materialhärte des mechanischen Bauteils (3) größer ist.
  10. Nietteil (1) in einer Bauteilausnehmung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die fluiddichte Verbindung über den Verbindungsbereich (5) bis zu einem Fluiddruck über dem Umgebungsdruck von bis zu 0,5 bar fluiddicht ist.
  11. Nietteil (1) in einer Bauteilausnehmung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Nietteil (1) wenigstens teilweise oberflächenbehandelt ist.
  12. Nietteil (1) in einer Bauteilausnehmung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wanddicke des Schaftes (14) zwischen 0,2 mm und 0,8 mm ist.
  13. Nietteil (1) in einer Bauteilausnehmung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Nietteil (1) in der Bauteilausnehmung (2) lehrenhaltig ist.
  14. Nietteil (1) in einer Bauteilausnehmung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der endständigen Abschlussrand (14) des Nietteils (1) auf der nietteilabgewandten Seite (41), welcher der nietteilzugewandten Seite (40), von welcher das Nietteil (1) in die Bauteilausnehmung (2) eingefügt wird, gegenüber liegt, nach dem Einfügen übersteht und durch das Einpressen des Nietteils (1) zu einem bündigen Abschluss mit der nietteilabgewandten Seite (41) verformt ist.
  15. Nietteil (1) in einer Bauteilausnehmung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der endständige Abschlussrand (14) des Nietteils (1) eine auf der Außenseite des Schaftes (12) vorgesehene Abschrägung (16) oder Abrundung (16) aufweist, welche das Einfügen des Nietteils (1) in die Bauteilausnehmung (2) erleichtert.
  16. Verfahren zur Herstellung eines Nietteils (1) in einer Bauteilausnehmung (2), welches folgende Schritte umfasst: – Bereitstellen eines Nietteils (1) mit einem Grundkörper (11) sowie einen an den Grundkörper (11) anschließenden und in einer ersten Vorzugsrichtung (V1) orientierten Schaft (12) mit einer Außenwand (13) und einem von dem Grundkörper (11) abweisenden, endständigen Abschlussrand (14), wobei die Außenwand (13) des Nietteils (1) in Bezug auf die erste Vorzugsrichtung (V1) einen sich verjüngenden, den Schaft (12) umlaufenden Teilabschnitt (20) aufweist, welcher sich in Richtung zu dem endständigen Abschlussrand (14) hin verjüngt und eine dritte Querschnittsform (Q3) senkrecht zur ersten Vorzugsrichtung (V1) aufweist, die umfänglich größer als eine erste Querschnittsform (Q1) der Außenwand (13) der Bauteilausnehmung (2) ist; – Bereitstellen einer Bauteilausnehmung (2) mit einer zweiten Vorzugsrichtung (V2) in einem mechanischen Bauteil (3) aus einem verformbaren Material, wobei eine zweite Querschnittsform (Q2) der Bauteilausnehmung (2) senkrecht zur zweiten Vorzugsrichtung (V2) umfänglich im Wesentlichen der ersten Querschnittsform (Q1) der Außenwand (13) senkrecht zur ersten Vorzugsrichtung (V1) des Nietteils (1) entspricht; – Einführen des Nietteils (1) in die Bauteilausnehmung (2); – Einpressen des Schaftes (12) in die Bauteilausnehmung (2) entlang der zweiten Vorzugsrichtung (V2) durch Kraftbeaufschlagung, wobei die erste Vorzugsrichtung (V1) und die zweite Vorzugsrichtung (V2) gleich orientiert sind, und wobei der sich verjüngende, den Schaft (12) umlaufende Teilabschnitt (20) umfänglich Material des mechanischen Bauteils (3) verdrängt und dadurch eine fluiddichte Verbindung über einen umfänglichen Verbindungsbereich (5) erzeugt wird.
  17. Verfahren zur Herstellung eines Nietteils (1) in einer Bauteilausnehmung (2) nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der endständige Abschlussrand (14) durch ein Nietwerkzeug (60) mit im Wesentlichen passgeformtem Werkzeugteil (61) bzw. Nietwerkzeug (60) weggesteuert oder kraftgesteuert verpresst wird, und derart verformt wird, dass der endständige Abschlussrand (14) zum bündigen Abschluss an der nietteilabgewandten Seite (41) des mechanischen Bauteils (3), welcher der nietteilzugewandten Seite (40), von welcher das Nietteil (1) in die Bauteilausnehmung (2) eingefügt wird, gegenüber liegt, verformt wird.
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