-
Technisches Gebiet
-
Die
Erfindung betrifft eine elektromotorische Antriebseinheit für Stellantriebe
in Kraftfahrzeugen, insbesondere eine Antriebseinheit einer elektrischen Feststellbremse,
die ein Gehäuse
und eine in dem Gehäuse
angeordnete Steuerplatine aufweist, wobei das Gehäuse zumindest
eine Durchgangsausnehmung zur elektrischen Kontaktierung der Steuerplatine
aufweist.
-
Stand der Technik
-
Antriebseinheiten
der eingangs genannten Art sind im Stand der Technik vielfach bekannt
und werden häufig
in Kraftfahrzeugen verwendet, insbesondere als Feststellbremsaggregate,
mit deren Hilfe eine Feststellbremse des Kraftfahrzeugs elektromotorisch
betätigbar
ist.
-
Derartige
elektromotorische Antriebseinheiten weisen zumeist staub- und feuchtigkeitsdichte Gehäuse auf
und sind mit einer Steuer- und Regelelektronik ausgestattet, die üblicherweise
mit einem elektromotorischen Antrieb zusammen in dem Gehäuse untergebracht
ist. Der elektromotorische Antrieb weist üblicherweise einen Elektromotor,
ein hiermit wirkverbundendes Getriebe sowie einen Linearantrieb
auf, beispielsweise in Form eines Spindeltriebes. Der Linearantrieb
ist mit einem Betätigungszug verbunden,
der auf die zu betätigende
Bremse wirkt.
-
Die
elektrische Kontaktierung zu einem externen Signalgeber, welcher
ein Betätigungssignal für den elektromotorischen
Stellantrieb abgibt, erfolgt über
ein Kabel, das mittels einer Steckverbindung mit der elektromotorischen
Antriebseinheit verbindbar ist. Ein derartiger Signalgeber kann
ein Steuergerät des
Kraftfahrzeuges sein oder beispielsweise ein Schalter oder ein anderes Bedienelement.
Zur Verbindung des Kabels mit dem elektromotorischen Stellantrieb
ist am Gehäuse
des elektromotorischen Stellantriebs regelmäßig eine Steckerbuchse oder ein
Stecker ausgebildet, welche mit der auf einer Steuerplatine untergebrachten
Steuer- und/oder Regelelektronik elektrisch gekoppelt ist.
-
Bei
bekannten Steuerplatinen wird ein Stecker oder eine Steckerbuchse
als separate Einheit gefertigt und mit der Platine verbunden, beispielsweise
indem in der Platine Ausnehmungen vorgesehen sind, in die eine Stecker-
oder Steckerbuchseneinheit mit dafür vorgesehenen elektrischen
Kontakten eingesetzt und rückseitig
verlötet
wird.
-
Das
aus dem Stand der Technik bekannte System weist den Nachteil auf,
dass die Herstellung einer entsprechenden Steuerplatine durch die
aufwendige Montage des Steckers bzw. der Steckerbuchse auf der Steuerplatine
teuer herzustellen sind, da die Montage eine Vielzahl von Arbeitsschritten
benötigt.
Darüber
hinaus muss beim Verlöten
des Steckers bzw. der Steckerbuchse dafür besondere Sorge getragen
werden, dass sämtliche
Lötverbindungen
einwandfrei ausgeführt
sind, da die Steuerplatine andernfalls unbrauchbar ist.
-
Des
Weiteren haben sich gelötete
Verbindungen, insbesondere im Kraftfahrzeugbereich, als Quelle von
Defekten erwiesen, da die Lötverbindungen
aufgrund der im Fahrzeugbetrieb unvermeidlichen Vibrationen durch
die dabei auftretenden mechanischen Belastungen reißen können, was
zum Ausfall des elektromotorischen Stellantriebs führt.
-
Feststellbremsantriebe
sind darüber
hinaus in einem staub- und spritzwassergefährdeten Bereich im Fahrzeugaußenraum
montiert. Die bekannten Systeme lassen sich nur schwer abdichten,
sodass die Funktionsfähigkeit
des Stellantriebes gefährdender
Schmutz und Feuchtigkeit über
die Abdichtung des Steckers oder der Steckerbuchse ins Innere des
Gehäuses
eindringen können.
-
Aufgabe
-
Aufgabe
der Erfindung ist es somit, einen elektromotorischen Stellantrieb
der eingangs genannten Art dahingehend zu verbessern, dass dieser preisgünstiger
herstellbar und weniger defektanfällig ist.
-
Darstellung der Erfindung
-
Diese
Aufgabe wird gelöst
durch eine elektromotorische Antriebseinheit für Stellantriebe in Kraftfahrzeugen
gemäß Anspruch
1. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
-
Eine
erfindungsgemäße elektromotorische Antriebseinheit
für Stellantriebe
in Kraftfahrzeugen weist ein Gehäuse
und eine in dem Gehäuse
angeordnete Steuerplatine auf, wobei das Gehäuse zumindest eine Durchgangsausnehmung
zur elektrischen Kontaktierung der Steuerplatine besitzt. Eine erfindungsgemäße elektromotorische
Antriebseinheit eignet sich insbesondere als Antriebseinheit einer
elektrischen Feststellbremse.
-
Dabei
sind Kontaktelemente vorgesehen, die von der Steuerplatine abstehen
und derart dimensioniert sind, dass sie das Gehäuse in montiertem Zustand durchsetzen.
Auf diese Weise wird eine besonders einfache Kontaktierung erlaubt,
da die Kontaktelemente der Steuerplatine in montiertem Zustand durch
das Gehäuse
hindurchragen und von außen kontaktierbar
sind.
-
Des
Weiteren ist in oder an dem Gehäuse eine
Buchse oder ein Steckerkragen für
einen auf die Kontaktelemente aufzusteckenden Stecker ausgebildet.
Auf diese Weise lässt
sich eine Vorpositionierung des Steckers relativ zu den Kontaktelementen
erreichen und eine Fehlkontaktierung sowie eine Beschädigung der
Kontaktelemente beim Aufstecken des Steckers verhindern.
-
Buchse
im Sinne der Erfindung ist jede Art von Aufnahme- oder Führungsvorrichtung
zur Aufnahme eines entsprechend ausgestalteten Steckers.
-
Die
Kontaktelemente können
dabei bevorzugt die Form von Stiften aufweisen, die von der Steuerplatine
abstehen.
-
Da
die Kontaktelemente aus dem Gehäuse herausragen,
indem sie die Durchgangsausnehmungen durchgreifen, wird regelmäßig ein
Stecker verwendet, der Aufnahmen aufweist für die Kontaktelemente, im Übrigen dennoch
als Stecker ausgebildet ist. Die Buchse oder der Steckerkragen kann
in diesem Fall den Stecker vollständig oder teilweise umgreifen,
beispielsweise als Führungswand
oder -wände.
-
Die
Buchse oder der Steckerkragen ist einstückig mit dem Gehäuse ausgebildet
oder stoffschlüssig
mit dem Gehäuse
verbunden. Eine einstückige
Ausbildung bewirkt, dass die Relativposition von Durchgangsausnehmung
oder Durchgangsausnehmungen und Buchse bzw. Steckerkragen bei der Fertigung
des Gehäuses
eindeutig zueinander festgelegt sind. Insbesondere, wenn das Gehäuse aus Kunststoff
besteht und in einem Urformverfahren, beispielsweise Spritzgießen, hergestellt
ist, lassen sich niedrige Toleranzen und damit sichere Kontaktierung
eines in die Buchse aufzusteckenden Steckers erreichen.
-
Wenn
die Buchse oder der Steckerkragen zweistückig mit dem Gehäuse ausgebildet
ist und mit dem Gehäuse
stoffschlüssig
verbunden ist, lassen sich damit mehr Freiheiten hinsichtlich der
Gestaltungsmöglichkeit
des Gehäuses.
Eine zweistückige Ausbildung
von Buchse oder Steckerkragen und Gehäuse erlaubt die Vorsehung von
Buchsen oder Steckerkragen unterschiedlicher Materialien, die angepasste
Eigenschaften haben. So kann für
das Gehäuse
ein besonders robustes Material gewählt werden und für die Buchse
oder Steckerkragen ein demgegenüber
flexibleres Material, welches eine bessere Abdichtung des Gehäuses bei
aufgestecktem Stecker erreichen.
-
Stoffschlüssige Verbindungen
von Buchse oder Steckerkragen und Gehäuse können beispielsweise durch Verkleben
oder Ultraschallschweißen vorgenommen
werden.
-
Nach
einer vorteilhaften Weiterbildung weist die Buchse oder der Steckerkragen
Rastmittel auf, die mit entsprechend gestalteten Gegenrastmitteln des
Steckers bei eingestecktem Stecker sicherstellen, dass der Stecker
nicht ungewollt abrutscht. Dies verhindert Fehlfunktionen der elektromotorischen Antriebseinheit.
-
Eine
bevorzugte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass pro Kontaktelement
eine Durchgangsausnehmung im Gehäuse
vorhanden ist. Dadurch lässt
sich die notwendige Gehäuseöffnung auf das
kleinstmögliche
Maß reduzieren,
da die Durchgangsausnehmungen auf die Ausdehnungen der Kontaktelemente
angepasst werden können. Übliche Durchgangsausnehmungen
müssen
so groß sein, dass
sämtliche
Kontaktelemente durch die Durchgangsausnehmung hindurchragen. Die
freie Öffnung ist
wesentlich größer und
birgt daher eine größere Gefahr
von eindringendem Wasser oder eindringendem Schmutz.
-
Auf
diese Weise lässt
sich eine besonders hohe Dichtheit des Gehäuses und damit geringe Schmutzanfälligkeit
erreichen. Durch die an die Geometrie der Kontaktelemente anpassbaren
Durchgangselemente werden die Kontaktelemente darüber hinaus
seitlich stabilisiert, was die Gefahr von Beschädigungen der Kontaktelemente
beim Aufstecken eines Steckers verringert.
-
Ein
weiterer Vorteil ergibt sich, wenn in dem Gehäuse ein Rücksprung bzw. eine Einbuchtung oder
Einziehung ausgebildet ist und die Durchgangsausnehmung oder die
Durchgangsausnehmungen im Bereich des Rücksprungs angeordnet sind.
Auf diese Weise kann ein Stecker zum Kontaktieren der elektromotorischen
Antriebseinheit im Bereich des Rücksprungs
angeordnet werden, was einen kompakten Aufbau im Kraftfahrzeug ermöglicht, da
der Stecker innerhalb der Gehäuseausdehnungen anordenbar
ist. Des Weiteren lässt
sich auf diese Weise die Steuerplatine im Gehäuseinneren günstig anordnen,
sodass die notwendige Länge
der Kontaktelemente klein gehalten werden kann.
-
Gemäß einer
weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist das Gehäuse eine
Montagefläche
auf und die Durchgangsausnehmung oder die Durchgangsausnehmungen
sind auf einer der Montagefläche
gegenüberliegenden
Fläche
angeordnet.
-
Montagefläche im Sinne
der Erfindung ist nicht zwangsläufig
eine Fläche,
mit der die elektromotorische Antriebseinheit an dem Kraftfahrzeug oder
Teilen des Kraftfahrzeuges festgelegt wird, sondern eine Fläche, die
einer Gegenfläche
des Kraftfahrzeuges benachbart oder anliegend angeordnet ist.
-
Durch
die Anordnung der Durchgangsausnehmungen auf einer der Montagefläche gegenüberliegenden
Fläche
des Gehäuses
wird eine besonders leichte Montage und elektrische Kontaktierung
der elektromotorischen Antriebseinheit gewährleistet, da der Stecker dann
bei bereits montierter elektromotorischer Antriebseinheit zugänglich ist.
-
Zur
Befestigung können
unterschiedliche Befestigungsvarianten verwendet werden, beispielsweise
Schrauben oder dergleichen.
-
Bevorzugt
ist die elektromotorische Antriebseinheit mit einem wenigstens zweiteiligen
Gehäuse mit
einem Gehäusedeckel
ausgestattet, in dem die Durchgangsausnehmung oder die Durchgangsausnehmungen
eingearbeitet sind.
-
Im
Falle eines Rücksprungs
bzw. einer Einbuchtung im Gehäuse
kann der Rücksprung
bevorzugt im Gehäusedeckel
ausgebildet sein, was eine Fertigung des Gehäusedeckels und der übrigen Gehäuseteile,
beispielsweise eines Gehäusebodens,
im Urformverfahren, beispielsweise im Spritzgussverfahren, ermöglicht.
-
Wenn
des Weiteren die Durchgangsausnehmung oder die Durchgangsausnehmungen
im Gehäusedeckel
ausgebildet sind, lässt
sich die elektromotorische Antriebseinheit leicht montieren, indem zum
Beispiel in einem als Gehäuseboden
ausgebildeten Gehäuseteil
sämtliche
Antriebsbauteile sowie die Steuerplatine eingebaut und miteinander
entsprechend verbunden werden und anschließend der Gehäusedeckel
mit Durchgangsausnehmungen aufgesetzt wird, sodass bei den die Durchgangsausnehmungen
durchgreifenden Kontaktelementen der Deckel auf die Kontaktelemente
aufgeschoben und anschließend
montiert werden kann.
-
Gemäß einer
weiteren vorteilhaften Weiterbildung bzw. Variante der Erfindung
sind die Kontaktelemente in das Gehäuse eingepresst und die Durchgangsausnehmungen
durch das Einpressen der Kontaktelemente erzeugt. Dies bewirkt einen
besonders dichten Abschluss, da die Durchgangsausnehmungen mit den
Kontaktelementen eine Presspassung, Nullpassung oder allenfalls
minimale Spielpassung bilden, sodass das Eindringen von Feuchtigkeit
in das Gehäuse
wirksam verhindert ist. Darüber
hinaus wird die Herstellung sowie der Transport der Steuerplatine
vereinfacht, da dort keine herausragenden Kontaktelemente vorgesehen
werden müssen.
-
Bei
dieser Variante ist mit Vorzug vorgesehen, dass die Steuerplatine
Durchgangsausnehmungen aufweisen, in oder durch die die Kontaktelemente
in montiertem Zustand ein- oder durchgreifen. Dies ermöglicht eine
sichere Kontaktierung der Steuerplatine ohne die Notwendigkeit des
Verlötens
der Verbindung.
-
Die
Abmessungen der Durchgangsausnehmungen der Steuerplatine entsprechen
bevorzugt denen der Kontaktelemente senkrecht zur Einschubrichtung,
wodurch eine besonders sichere Kontaktierung erreichbar ist.
-
Die
Steuerplatine der erfindungsgemäßen elektromotorischen
Antriebseinheit weist alternativ dazu von ihr abstehende Kontaktelemente
auf. Die Kontaktelemente können
dabei bevorzugt die Form von Stiften aufweisen, die von der Steuerplatine
abstehen. Die Kontaktelemente können
durch Durchstecken durch entsprechende Durchgangsausnehmungen mit
der Steuerplatine verbunden werden.
-
Auf
diese Weise lässt
sich eine einfachere Verbindung eines signalgebenden Kabels mit
der elektromotorischen Antriebseinheit verwirklichen, da die Montage
eines separaten Steckers oder einer separaten Steckerbuchse auf
der Steuerplatine durch von der Steuerplatine abstehende Kontaktelemente überflüssig wird.
-
Darüber hinaus
ist damit die Betriebssicherheit erhöht und die Defektanfälligkeit
der Antriebseinheit vermindert, da von der Steuerplatine abstehende Kontaktelemente
keine Lötverbindung
benötigen.
-
Eine
erste vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die
von der Steuerplatine abstehenden Kontaktelemente integraler Bestandteil der
Steuerplatine sind, beispielsweise als in Leiterbahnen der Steuerplatine übergehende
Stifte. Steuerplatinen mit integralen, abstehenden Kontaktelementen
lassen sich kostengünstig
herstellen, da für die
Herstellung derartiger integraler Kontaktelemente weniger Arbeitsschritte
erforderlich sind als für
die Herstellung einer Steuerplatine mit separatem Stecker bzw. separater
Steckerbuchse.
-
Die
Kontaktelemente stehen bevorzugt im Wesentlichen senkrecht von einer
Steuerplatinenebene ab. Steuerplatinen sind in aller Regel flächig ausgebildet,
mit einer wesentlich geringeren Dicke als Länge und Breite. Senkrecht abstehende
Kontaktelemente weisen den Vorteil auf, dass sie eine einfache Montage
der Steuerplatine im Gehäuse
sowie eines Steckers auf den Kontaktelementen erlauben. Darüber hinaus
wird die Montage der elektromotorischen Antriebseinheit vereinfacht,
da eine Kontaktierung durch die wenigstens eine Durchgangsausnehmung
hindurch bei senkrecht stehenden Kontaktelementen einfacher möglich ist.
-
Weitere
Ziele, Merkmale sowie vorteilhafte Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung ergeben sich
aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der
Zeichnungen. Dabei bilden sämtliche
beschriebenen und/oder bildlich dargestellten Merkmale in ihrer
sinnvollen Kombination den Gegenstand der vorliegenden Erfindung, auch
unabhängig
von den Patentansprüchen
und deren Rückbezügen.
-
Kurzbeschreibung der Figuren
-
Die
Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispiels
erläutert.
Dabei zeigen schematisch:
-
1 eine
erfindungsgemäße elektromotorische
Antriebseinheit in montiertem Zustand;
-
2 die
elektromotorische Antriebseinheit aus 1 mit abgenommenem
Deckel und ohne sonstige Antriebskomponenten;
-
3a eine
Steuerplatine für
die erfindungsgemäße Antriebseinheit
sowie
-
3b ein
Gehäuseboden
mit montierter Steuerplatine.
-
4 ein
vergrößerter Ausschnitt
einer erfindungsgemäßen elektromotorischen
Antriebseinheit gemäß einer
ersten Variante sowie
-
5 ein
vergrößerter Ausschnitt
einer erfindungsgemäßen elektromotorischen
Antriebseinheit gemäß einer
zweiten Variante.
-
Darstellung der Erfindung
-
1 zeigt
eine erfindungsgemäße elektromotorische
Antriebseinheit 2, welche als Antriebseinheit einer elektrischen
Feststellbremse eines Kraftfahrzeugs ausgebildet ist, in schematischer
perspektivischer Darstellung.
-
Die
Antriebseinheit 2 weist ein Gehäuse 4 mit einem Gehäuseboden 6 und
einem Gehäusedeckel 8 auf.
Der Gehäusedeckel 8 ist
durch eingebrachte Wabenstrukturen verstärkt.
-
Der
Gehäuseboden 6 dient
zur Aufnahme und Festlegung der meisten Antriebskomponenten der
elektromotorischen Antriebseinheit 2, unter anderem eines
Motors, eines Getriebes, eines Stelltriebes sowie einer Steuerplatine.
-
Der
Gehäuseboden 6 weist
des Weiteren einen Seilabgang 10 auf, durch den der entsprechend angeordnete
Stelltrieb mit dem Seil verbindbar ist. Gegebenenfalls kann ein
Außenzug
im Bereich des Seilabgangs 10 aufgenommen sein.
-
Die
erfindungsgemäße Antriebseinheit
wird mit einer in 1 nicht sichtbaren unterangeordneten
Montagefläche 12 an
einem Kraftfahrzeug montiert. Hierzu sind in dem Gehäuseboden 6 Montagelaschen 14 mit
Bohrungen vorgesehen.
-
Das
Gehäuse 4 weist
des Weiteren einen in einer Ecke des Gehäuses angeordneten Rücksprung bzw.
Einbuchtung 16 auf, der im dargestellten Ausführungsbeispiel
quaderförmig
ausgebildet ist. In dem Rücksprung 16 ist
eine Steckerbuchse bzw. ein Steckerkragen 18 zur Aufnahme
und Führung
eines Steckers, der zur elektrischen Kontaktierung der erfindungsgemäßen Antriebseinheit
dient, vorgesehen.
-
Steckerbuchse 18 und
Gehäusedeckel 8 sind
zweistückig
ausgebildet und formschlüssig
miteinander verbunden, zum Beispiel durch Kleben. Dadurch ergibt
sich ein dichter Abschluss zwischen Steckerbuchse 18 und
Gehäusedeckel 8,
sodass durch den Anlagebereich zwischen Steckerbuchse 18 und Gehäusedeckel 8 keine
Feuchtigkeit und kein Schmutz eindringen können.
-
Die
Steckerbuchse 18 ist aus einem Kunststoff mit gegenüber dem
Gehäuse 4 höherem Elastizitätskoeffizienten
ausgebildet, sodass diese sich um den Stecker anschmiegt und einen
dichten Abschluss ergibt.
-
Im
Innenraum der Steckerbuchse 18 sind mehrere Kontaktelemente 20 zu
sehen, die von der im Inneren der Antriebseinheit 2 montierten
Platine abstehen, wie in 3a dargestellt.
Durch je eine Durchgangsausnehmung 22 in dem Gehäusedeckel 8 pro
Kontaktelement 20 durchgreifen die Kontaktelemente 20 das
Gehäuse 4 der
Antriebseinheit 2.
-
Die
Durchgangsausnehmungen 22 sind auf einer der Montagefläche 12 gegenüberliegenden
Fläche 24 angeordnet.
-
2 zeigt
die erfindungsgemäße Antriebseinheit 2 mit
abgenommenem Deckel 8. Der Rücksprung 16 ist vollständig im
Gehäusedeckel 8 ausgebildet.
-
Der
Gehäuseboden 6 weist
Montagepunkte 26 zur Montage einer Steuerplatine mit abstehenden Kontaktelementen
auf, die eine exakte Positionierung der Steuerplatine in dem Gehäuseboden 6 erlaubt.
Des Weiteren sind in dem Gehäuseboden 6 Positionier-
und Montageelemente 28 vorgesehen, die zur Montage der
elektrischen und mechanischen Bauteile, wie Motor, Getriebe und
Spindeltrieb dienen.
-
Durch
Aufsetzen des Deckels 8 auf den Gehäuseboden 6 lässt sich
ein dichter Abschluss des Innenraums des Gehäuses erreichen.
-
3a zeigt
eine Steuerplatine 30 zur Montage in dem Gehäuse 4 bzw.
in dem Gehäuseboden 6.
Die Steuerplatine weist (nicht dargestellte) elektrische Steuerelemente,
wie beispielsweise Mikroprozessoren, Kondensatoren etc. auf. Auf
der sichtbaren Oberseite 32 der Steuerplatine 30 stehen
eine Mehrzahl von Kontaktelementen 20 im Wesentlichen senkrecht
zur Oberfläche 32 ab.
Die Kontaktelemente 20 führen zu (nicht dargestellten)
Leiterbahnen der Steuerplatine 30.
-
Zur
Befestigung der Platine 30 in dem Gehäuseboden 6 sind in
der Platine 30 mehrere Bohrungen 36 vorgesehen.
-
3b zeigt
die Platine 30 in montiertem Zustand in dem Gehäuseboden 6.
-
4 zeigt
eine vergrößerte Explosionsansicht
der erfindungsgemäßen Antriebseinheit 2 in
einer gegenüber
den 1 bis 3b auf den Kopf gestellte Explosionsdarstellung.
Die Kontaktelemente 20 sind durch die Steuerplatine 30 durchgesteckt und
kontaktieren auf der Steuerplatine 30 angeordnete Leiterbahnen.
Gehäuseboden 6 und
Gehäusedeckel 8 werden
durch Rastmittel 40 und entsprechend ausgebildete Gegenrastmittel
miteinander verrastet.
-
An
der Steckerbuchse 18 sind weitere Rastmittel 42 angeordnet,
mit denen ein auf die Steckerbuchse aufzusteckender Stecker ebenfalls
verrastet werden kann.
-
5 zeigt
eine alternative Variante einer erfindungsgemäßen Antriebseinheit 2'. Gleiche oder gleichwirkende
Bauteile werden der Einfachheit halber mit gleichen Bezugszeichen
versehen. Im Unterschied zu der vorangegangenen beschriebenen Ausführungsform
sind die Kontaktelemente 22 hier im Deckel 8 eingebracht.
In der Steuerplatine 30' sind Durchgangsausnehmungen 44 vorgesehen,
durch die die Kontaktelemente 22 bei der Montage durchgreifen.
Die Durchgangsausnehmungen 44 sind von Ihren Dimensionen
derart gehalten, dass die Kontaktelemente 20 leicht in
die Durchgangsausnehmungen 44 ausgepresst werden müssen.
-
Die
Kontaktelemente 20 kommen im Bereich des Rücksprungs 16 zum
Liegen. Bei der Montage des Gehäusedeckels 8 werden
die in dem Gehäusedeckel 8 im
Bereich des Rücksprungs 16 angeordneten
Durchgangsausnehmungen 22 über die Kontaktelemente 20 geschoben.
-
- 2,
2'
- Antriebseinheit/Feststellbremseinheit
- 4
- Gehäuse
- 6
- Gehäuseboden
- 8
- Gehäusedeckel
- 10
- Seilabgang
- 12
- Montagefläche
- 14
- Montagelasche
- 16
- Rücksprung/Einziehung/Einbuchtung
- 18
- Steckerbuchse
- 20
- Kontaktelemente
- 22
- Durchgangsausnehmungen
- 24
- Fläche
- 26
- Montagepunkte
- 28
- Positionier-
und Montageelemente
- 30,
30'
- Steuerplatine
- 32
- Oberseite
der Steuerplatine
- 36
- Bohrungen
- 40
- Rastmittel
- 42
- Rastmittel
- 44
- Durchgangsausnehmung