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Die
Erfindung betrifft die Verortung von Geräten, die in einem Gebäude verbaut
sind. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung eine Vorrichtung, ein
System, ein Verfahren und eine Funketikette zur Verortung von in
einem Gebäude
verbauten Geräten. Ferner
betrifft die vorliegende Erfindung entsprechend zur Verortung von
in einem Gebäude
verbauten Geräten
ausgestaltete Computerprogrammprodukte und Datenträger.
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Im
Zweckbau oder in der Gebäudeautomatisierung
allgemein werden zahlreiche Gewerke (häufig auch Aktoren bezeichnet)
und Sensoren verbaut. Diese können
dabei teilweise oder vollständig
mit einander verbunden werden, drahtlos oder z. B. über ein
Bussystem (z. B. KNX/EIB, BACnet usw.). Eine integrierte Anwendung,
z. B. durch das Verbinden einzelner Geräte mit einem gemeinsamen Bus,
erlaubt eine flexible Steuerung dieser einzelnen Geräte und/oder
mehrerer Geräteverbunde,
sowie eine komplexe Regelung von Gewerken in Abhängigkeit von deren Sensorik
oder weiteren Kontextinformationen.
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Ferner
existieren Geräte,
die nicht einer Gebäudeautomatisierung
zuzuordnen sind (z. B. ein Beamer in einem Konferenzraum), aber
dennoch Teil einer Installation sein können und in einem Gebäude verbaut
werden.
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Ein
konkretes Beispiel von Geräten,
die in Gebäuden
verbaut bzw. installiert werden, stellen Steuerungen von Jalousien
oder von Türen
dar. Insbesondere diese Geräte
werden oft verdeckt verbaut bzw. installiert.
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Allgemein
gibt es eine Vielzahl verschiedener Geräte mit verschiedenen Einsatzmöglichkeiten, die
in Gebäuden
verbaut bzw. installiert werden.
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Im
Nachfolgenden wird der Begriff „Gerät” allgemein für solche
Geräte,
Vorrichtungen, Einheiten, Komponenten, Systeme oder Module verwendet,
die zum Verbauen bzw. Installieren in einem Gebäude bestimmt sind. Dabei stellt
die Möglichkeit
des Verbindens der Geräte
eine mögliche
Option und keine zwingende Voraussetzung dar. Ferner können die Geräte sichtbar
oder verdeckt verbaut bzw. installiert sein, wobei das verdeckte
Verbauen in der Regel Wände,
Decken und/oder Fußböden der
Gebäude betrifft.
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Beim
Installieren, Einstellen, Programmieren und Warten solcher Geräte treten
eine Vielzahl von Problemen auf. Einige dieser Probleme werden im Nachfolgenden
kurz skizziert:
- – Es ist nicht immer möglich eine
korrekte Vorgabenkontrolle durchzuführen. Dabei sollte möglichst
schon bei der Installation sichergestellt sein, dass die Geräte gemäß dem jeweiligen
Typ und Verbauungs- bzw. Installationsort und/oder entsprechend
den Vorgaben des Architekten und/oder des Bauträgers verbaut wurden.
- – Bei
einer Bestandskontrolle gilt es festzustellen, ob alle (bestellten)
Geräte
tatsächlich
verbaut wurden und ob alle verbauten Geräte tatsächlich in der vorliegenden
Form bestellt wurden. Eine Bestandskontrolle ist immer mit einem
großen Aufwand
verbunden, wobei das Vorkommen von Fehlern nicht ausgeschlossen
werden kann.
- – Das
Festhalten von Daten zu den Geräten
ist ebenfalls mit einem sehr hohen Aufwand verbunden. Solche Daten
können
beispielsweise Typ, Eigenschaften, Konfigurationen usw. umfassen.
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Alle
diese Probleme treten insbesondere dadurch auf, dass das Erfassen
der Geräte
bislang nur manuell durchgeführt
wird, höchstens
mit einer eher behelfsweisen Unterstützung von technischen Komponenten,
wobei die meisten von diesen hin sichtlich ihrer Einsatzgebiete sehr
spezifisch und hinsichtlich ihrer Funktionen nur sehr beschränkt ausgestaltet sind.
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Die
Vorgabenkontrolle wird zum Beispiel durch manuelle Sichtung durchgeführt, wobei überprüft wird,
ob Geräte
korrekten Typs an der korrekten bzw. vorbestimmten Position verbaut
wurden. Dieses wird in der Regel durch Abgleich mit Vorgaben bei
einer Listenführung
verrichtet.
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Die
Bestandskontrolle kann in bestimmten Fällen, beispielsweise in der
Beleuchtungsbranche, durch Unterstützung von Barcodelesern durchgeführt werden.
Anhand mit Barcodeleser eingelesener Codes bzw. Kennzeichnungen
wird überprüft, an welchem
Ort ein Leuchtstoffkörper
verbaut wurde. Dabei kann jedoch nur ein Vergleich des Ist-Bestands
mit dem Soll-Bestand
durchgeführt
werden, wobei das Wissen über
alle Leuchtstoffkörper
eine notwendige Voraussetzung ist.
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Sollen
Daten zu den Geräten
festgehalten werden, so wird das oft unter Verwendung einer Steuerfunktion
durchgeführt,
die z. B. mittels einer Taste oder eines sonstigen Aktivierungsmittels
initiiert werden kann. Softwareseitig wird dabei für das jeweilige
Gerät der
Programmiermodus angeregt. Dabei wird die Hardware-Adresse auf dem
Bus versandt und das Gerät
einer angeschlossenen Installationssoftware bekannt gemacht. Das
konkrete Gerät
kann auf diese Weise mit einer Entität im System verknüpft und
später
wieder referenziert werden. Ob die Eigenschaften (z. B. ein Applikationsprogramm)
tatsächlich mit
der referenzierten Entität
vereinbar sind, kann erst in einer späteren Phase, der tatsächlichen
Programmierphase festgestellt werden. Bei diesem Verfahren findet
allerdings keine Verortung statt. Meistens werden lediglich bestimmte
Adressmuster zur ungefähren
Zuordnung auf typische Hausinfrastrukturen verwendet, es wird z.
B. lediglich ein Verweis auf ein Konferenzzimmer festgehalten.
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Sollen
Daten zu den verbauten oder zu verbauenden Geräten festgehalten werden, so
werden derzeit verschiedene Vorgehensweisen angewendet.
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Bei
einer herkömmlichen
Vorgehensweise werden mögliche
Programme und Einstellmöglichkeiten
eines Gerätes
von dem Installateur vorausgesetzt. Dabei weist ein Gerät in der
Regel einen nicht möglichen
Befehl oder eine nicht unterstützte
Applikationsprogrammierung erst dann ab, wenn eine entsprechende
Anforderung über
eine Busverbindung an das Gerät
gestellt wird.
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Gemäß einer
weiteren herkömmlichen
Vorgehensweise werden Geräte
manuell in die Gebäudetopologie
eingetragen. Dies kann durch Übertragen
einer entsprechenden Information in einen konventionellen Gebäudeplan
geschehen (z. B. durch Einzeichnen beim Verbauen, oder durch Verwenden von
Vorgaben), oder durch direktes Eintragen in eine digitale Anwendung
(z. B. eine CAD-Anwendung
auf einem Notebook). Dabei entsteht für ein System aber das Problem
der Identifizierung und der Unterscheidung der tatsächlich verbauten
Geräte.
Dazu werden oft manuelle Eingaben getätigt, welche aber fehleranfällig sind
und bei denen nicht immer sichergestellt werden kann, ob tatsächlich alle
installierten oder zu installierenden Geräte berücksichtigt worden sind. Dabei
kann insbesondere nicht gewährleistet
werden, dass sowohl die zusätzlichen
manuellen Eingaben als auch die manuelle Eintragungen in der Gebäudetopologie
tatsächlich
vorgenommen werden, und wenn doch so sind diese in der Regel nicht
konsistent und/oder redundant.
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Für die herkömmlichen
Vorgehensweisen gilt in der Regel allgemein, dass mit steigender
Anzahl der zu installierenden bzw. zu verbauenden Geräten der
ohnehin hohe Aufwand für
die manuell vorzunehmenden Vorgänge
eine immer weiter zunehmende Steigerung erfährt.
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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine verbesserte
Lösung
zum Verorten bzw. zur Verortung von Gerä ten bereitzustellen, die in Gebäuden verbaut
bzw. installiert werden.
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Die
Aufgabe wird gelöst
durch eine Vorrichtung zur Verortung von in einem Gebäude verbauten Geräten mit
den Merkmalen des Anspruchs 1, durch ein Funketikett mit den Merkmalen
des Anspruchs 7, durch ein System zur Verortung von in einem Gebäude verbauten
Geräten
mit den Merkmalen des Anspruchs 9, durch ein Computerprogrammprodukt
mit den Merkmalen des Anspruchs 10, durch einen Datenträger mit
den Merkmalen des Anspruchs 11, durch ein Verfahren zur Verortung
von in einem Gebäude
verbauten Geräten
mit Merkmalen des Anspruchs 12, durch ein Computerprogrammprodukt mit
Merkmalen des Anspruchs 16, und/oder durch einen Datenträger mit
Merkmalen des Anspruchs 17.
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Die
Unteransprüche
geben weitere Ausgestaltungen der vorliegenden Erfindung an.
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Die
Aufgabe wird mittels einer Vorrichtung zur Verortung von in einem
Gebäude
verbauten Geräten
gelöst,
wobei die Vorrichtung aufweist:
- – ein Empfangsmodul,
das konfiguriert ist, von einem Funketikett Daten zu einem Gerät zu empfangen,
wobei das Funketikett an das Gerät
angebracht ist, wobei das Gerät
in einem Raum des Gebäudes
verbaut ist;
- – ein
Positionsdatenerfassungsmodul, das konfiguriert ist, nach dem Empfangen
der Daten zu dem Gerät
Position des Geräts
in dem Raum zu erfassen; und
- – ein
Datenverwaltungsmodul, das konfiguriert ist, die Position des Geräts als zumindest
eine Koordinate eines Koordinatensystems zu kennzeichnen und die
gekennzeichnete Position mit den Daten zu dem Gerät zu speichern,
wobei das Koordinatensystem auf zumindest eine Fläche des Raums
bezogen ist. Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird unter einer Verortung bzw. unter Verorten von Geräten, die
in einem Gebäude
verbaut bzw. installiert werden, ein Feststellen oder Festhalten
von Positionen der Geräte
im Gebäude (bzw.
in den einzelnen Räu men
von Gebäuden) und,
wenn Daten zu den Geräten
vorliegen, auch das Erfassen von Daten zu den Geräten verstanden.
Dabei können
die Daten zu den Geräten
eine Vielzahl verschiedenartiger Informationen aufweisen, z. B.
den Kontext der Verbauung bzw. Installation, mögliche Verbindungen zu weiteren
Geräten,
gerätespezifische
Informationen (z. B. Typ, Ausstattung, Kompatibilität zu weiteren
Geräten usw.)
usw.
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Auf
diese Weise erlaubt die vorliegende Erfindung eine vielseitige Lösung zum
Verorten von Geräten,
die in verschiedenen Kontexten einsetzbar ist, z. B. bei der Vorgabenkontrolle,
Bestandskontrolle, Feststellung von Daten zu den installierten bzw.
verbauten Geräten
usw. Gemäß der vorliegenden
Erfindung kann eine Verortung von Geräten sowohl bei der Installation
als auch danach erfolgen. Somit können die Geräte bei Bedarf
auch nachträglich
verortet werden, wobei sowohl eine vollständige als auch eine ergänzende oder
berichtigende Verortung durchgeführt
werden kann. Im letzteren Fall können
die Informationen zu den Geräten
samt der Positionen neu erfasst, ergänzt, beim Nichteintreffen oder
Nichtvorliegen gelöscht
und/oder modifiziert bzw. berichtigt werden. Ferner wird eine konsistente
Verortung von Geräten
durchgeführt.
D. h. es wird eine konsistente Erfassung von Daten (einschließlich Positionen)
zu den Geräten
ermöglicht,
wobei zugleich auch die Korrektheit bzw. Richtigkeit von Informationen,
Daten sichergestellt ist. Ferner ermöglicht die vorliegende Erfindung
eine schnelle, umfassende und effiziente Verortung von Geräten.
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Gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung kann die Position des Geräts eine
genaue Positionsangabe sein.
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Gemäß einem
weiteren Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung kann Position des Geräts eine relative Positionsangabe
sein.
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In
beiden Fällen
gibt die Position des Geräts eine
(möglichst
genaue oder eine relative) Koordinate eines Koordinatensys tems an,
das auf zumindest eine Fläche
des Raums bezogen ist. Die Fläche
des Raums kann z. B. eine Wand, Decke oder der Boden sein. Das Koordinatensystem
kann ein eindimensionales, zweidimensionales oder dreidimensionales Koordinatensystem
sein, d. h. die Koordinaten werden auch entsprechend eindimensionaler,
zweidimensionaler oder dreidimensionaler Angaben dargestellt.
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Ist
das Koordinatensystem z. B. eindimensional und auf eine Wand bezogen,
so kann die Koordinate z. B. eine Angabe darstellen, die besagt,
dass das verortete Gerät
2,3 m von der linken Ecke der Wand aus an oder in der Wand angebracht
ist. Diese Angabe kann eine möglichst
genaue oder relative Angabe sein.
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Auf
diese Weise erlaubt die vorliegende Erfindung eine flexible Ausgestaltung
der Verortung von Geräten.
Dabei wird auch eine schnelle Erfassung von Positionen der Geräte gewährleistet.
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Die
Positionsangaben können
ferner verwendet werden, um eine Markierung der Positionen der Geräte in einem
weiteren, späteren
Schritt auf einem digitalen Plan des Raums zu markieren. Dieses kann
z. B. durch Übertragen
der erfassten Positionsangaben an eine entsprechende Anwendung in
einem anderen Gerät
oder in demselben Gerät
erfolgen. Hier sind verschiedene Ausgestaltungen möglich.
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Gemäß einem
Ausführungsbeispiel
ist das Funketikett (ein RFID (Radio Frequency Identification bzw.
Identifizierung per Funk)-Tag) konfiguriert, nur in einem vorbestimmten
Bereich abzustrahlen, wobei das Empfangsmodul die Daten zu dem Gerät dann empfängt, wenn
die Vorrichtung in dem vorbestimmten Bereich positioniert ist.
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Auf
diese Weise wird ein Abstrahlen in andere Räume verhindert. An verbaute
bzw. installierte Geräte
angebrachte Funketiketten strahlen somit nur in eine Richtung ab,
welche der Installations- bzw. Verbauungsrichtung entspricht. Dies
ist insbesondere in Zweckbauten vom großen Vorteil, da in solchen Gebäuden dünne (also
nicht abschirmende) Trennwände
zum Einsatz kommen können,
und andernfalls Geräte
aus anderen Räumen
fälschlicherweise erfasst
werden könnten.
Darüber
hinaus können
Geräte
präziser
in der horizontalen und/oder vertikalen Richtung verortet werden.
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So
empfängt
das Empfangsmodul gemäß einem
Ausführungsbeispiel
die Daten zu dem Gerät, wenn
die Vorrichtung eine im Wesentlichen frontale Position bzw. Positionierung
zu dem Gerät
aufweist.
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Gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung weist die Vorrichtung zumindest eines
der folgenden Module auf:
- – ein Anzeigemodul, das konfiguriert
ist, anzuzeigen, dass das Empfangsmodul die Daten zu dem Gerät empfängt; und
- – ein
Signalisierungsmodul, das konfiguriert ist, zu signalisieren, dass
das Empfangsmodul die Daten zu dem Gerät empfängt.
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Auf
diese Weise wird bekannt gegeben, dass ein verbautes Gerät identifiziert
wurde und dass eine Datenübertragung
seitens des Funketiketts aktiviert worden ist. Dieses ist insbesondere
dann vorteilhaft, wenn das Gerät
nicht sichtbar installiert bzw. verbaut ist (z. B. sich in der Wand,
Decke oder im Boden eines Raums befindet).
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Gemäß einem
Ausführungsbeispiel
weist die Vorrichtung ein Eingabemodul auf, das zum Eingeben der
Position des Geräts
konfiguriert ist. Dabei wird die Position im Bezug auf das Koordinatensystem,
das auf zumindest eine Fläche
des Raums bezogen ist, angegeben. Auf diese Weise kann eine schnelle
und informative Verortung von Geräten durchgeführt werden.
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Gemäß einem
weiteren Ausführungsbeispiel ist
das Datenverwaltungsmodul konfiguriert, einen digitalen Plan des
Raums des Gebäudes
zu verwalten und die Position des Geräts auf dem digitalen Plan zu kennzeichnen
und zu speichern. Dabei wird die Position im Bezug auf den digitalen
Plan angegeben. Wie bereits erläutert,
kann diese Position eine relative Position sein, die einen ungefähren Ort
des Geräts
im Plan angibt, oder eine genaue bzw. möglichst genaue Position sein,
d. h. eine Abweichung von der exakten Position ist erlaubt. Auf
diese Weise wird eine schnelle und visuell informative Verortung
von Geräten durchgeführt werden.
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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird auch durch ein Funketikett
gelöst,
das zum Bereitstellen von Daten zu einem Gerät konfiguriert ist, wobei das
Funketikett zum Anbringen an das Gerät vorbestimmt ist und konfiguriert
ist, nur in einem vorbestimmten Bereich abzustrahlen, und wobei
das Funketikett ein Sendemodul aufweist, das konfiguriert ist, die
Daten zu dem Gerät
zu senden, wenn das Gerät in
einem Gebäude
verbaut ist und wenn eine zum Empfangen der Daten ausgestaltete
Vorrichtung in dem vorbestimmten Bereich positioniert ist.
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Vorzugsweise
wird das Funketikett so an das Gerät angebracht sein, dass es
in die Richtung abstrahlt, von der aus das Gerät installiert bzw. verbaut wurde
und von der aus das Gerät
zugänglich
ist.
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Auf
diese Weise wird eine Möglichkeit
der Erfassung oder der Verortung bzw. der Verortung von Geräten in Räumen eines
Gebäudes
geboten. Dabei können
auch verdeckt installierte bzw. verbaute Geräte identifiziert und erfasst
werden.
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Betrachtet
man die Möglichkeit
einer Verortung von Geräten
mittels Barcodes, so können
nur sichtbare Geräte
erfasst werden.
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GPS(Global
Positioning System)-basierte Systeme zur Verortung bzw. Verortung
von Objekten, sind oft nicht einsetzbar, da ein GPS-Signal nicht
immer innerhalb von Gebäuden
empfan gen werden kann. Lösungen,
die ein GPS-basiertes System innerhalb von Gebäuden durch Satelliten-Simulation verwenden
(engl. „Indoor-GPS”), erfordern
wiederum einen viel zu hohen Installationsaufwand für das Verortungssystem
selbst.
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Anwendungsunabhängige Verfahren,
die Triangulation in einem Funknetzwerk zur Verortung bzw. Verortung
von Objekten nutzen, haben den Nachteil, dass sie zu ungenaue Positionen
liefern. Eine auf ad-hoc Netzwerke basierte Triangulation könnte zwar
präzisere
Positionsangaben ermöglichen,
dabei müsste
jedoch eine Funktechnologie zum Einsatz kommen, die immun gegen
Reflexionen ist. Eine solche Vorgehensweise ist jedoch sehr aufwändig und
nicht effizient. Weiterhin ist auch hierbei u. U. zuvor eine zusätzliche
Installation des Funknetzwerks notwendig.
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Somit
erlaubt die vorliegende Erfindung eine genaue Positionserfassung
von Geräten,
welche dabei auch effizient und effektiv durchgeführt werden kann.
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Gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung entspricht die zum Empfangen der Daten
ausgestaltete Vorrichtung der bereits oben skizzierten und unten
genauer erläuterten
Vorrichtung zur Verortung von in einem Gebäude verbauten Geräten.
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Die
Aufgabe wird auch mittels eines Systems zur Verortung von in einem
Gebäude
verbauten Geräten
gelöst,
wobei das System aufweist:
- – ein Empfangsmodul, das konfiguriert
ist, von einem Funketikett Daten zu einem Gerät zu empfangen, wobei das Funketikett
an ein Gerät
angebracht ist, wobei das Gerät
in einem Raum des Gebäudes
verbaut ist;
- – ein
Positionsdatenerfassungsmodul, das konfiguriert ist, nach dem Empfangen
der Daten zu dem Gerät
Position des Geräts
in dem Raum zu erfassen; und
- – ein
Datenverwaltungsmodul, das konfiguriert ist, die Position des Geräts als zumindest
eine Koordinate eines Koordina tensystems zu kennzeichnen und die
gekennzeichnete Position mit den Daten zu dem Gerät zu speichern,
wobei das Koordinatensystem auf zumindest eine Fläche des Raums
bezogen ist.
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Ferner
wird die Aufgabe mittels eines Computerprogrammprodukts gelöst, das
eine Kodierung aufweist, die konfiguriert ist, das oben skizzierte
und unten genauer beschriebene System zu implementieren (und zu
betreiben). Dabei kann die Kodierung in zumindest einem Datenträger enthalten
sein.
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Gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung ist das Computerprogrammprodukt konfiguriert,
das System zu betreiben, wenn das Computerprogrammprodukt mittels
einer rechnenden Einheit wie z. B. eines Prozessors ausgeführt wird.
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Die
oben genannte Aufgabe wird auch mittels zumindest eines Datenträgers gelöst, wobei
der Datenträger
das vorstehend beschriebene Computerprogrammprodukt aufweist.
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Hier
ist anzumerken, dass das System zur Verortung von in einem Gebäude verbauten
Geräten auf
der Vorrichtung zur Verortung von in einem Gebäude verbauten Geräten installiert
sein kann. D. h. das System kann im Wesentlichen solche Module aufweisen,
die konfiguriert sind, Funktionen durchzuführen, die denen der Module
der Vorrichtung entsprechen. Die Module des Systems können als
Module gesehen werden, die Module der Vorrichtung steuern oder diesen
entsprechen. Dabei können
die Module des Systems physischer und/oder virtueller Art sein.
D. h. das System kann als ein die Vorrichtung (zur Verortung von
in einem Gebäude
verbauten Geräten)
steuerndes System gesehen werden. Daher weist das System ähnlich konfigurierte
Module auf wie die der Vorrichtung zur Verortung von in einem Gebäude verbauten
Geräten,
auch wenn diese in der Beschreibung nicht immer explizit benannt
sein sollten.
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Die
oben genannte Aufgabe wird mittels eines Verfahrens zur Verortung
von in einem Gebäude verbauten
Geräten
gelöst,
wobei das Verfahren aufweist:
- – Empfangen
von Daten zu einem Gerät
von einem Funketikett, wobei das Funketikett an das Gerät angebracht
ist, wobei das Gerät
in einem Raum des Gebäudes
verbaut ist;
- – Erfassen
einer Position des Geräts
in dem Raum des Gebäudes
nach dem Empfangen der Daten zu dem Gerät;
- – Kennzeichnen
der Position des Geräts
als zumindest eine Koordinate eines Koordinatensystems, wobei das
Koordinatensystem auf zumindest eine Fläche des Raums bezogen ist;
und
- – Speichern
der gekennzeichneten Position mit den Daten zu dem Gerät.
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Es
ist anzumerken, dass die Schritte des Verfahrens als zur Arbeitsweise
der Vorrichtung zur Verortung von in einem Gebäude verbauten Geräten korrespondierend
gesehen werden können.
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So
zum Beispiel weist das Verfahren gemäß einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung zumindest einen der folgenden Schritte
auf:
- – Anzeigen,
dass die Daten zu dem Gerät
empfangen werden; und
- – Signalisieren,
dass die Daten zu dem Gerät empfangen
werden.
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Ferner
kann das Verfahren gemäß einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung ein Kennzeichnen der Position des Geräts auf einem
digitalen Plan des Raums des Gebäudes
aufweisen.
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Die
oben genannte Aufgabe wird mittels eines Computerprogrammprodukts
gelöst,
das eine Kodierung aufweist, die konfiguriert ist, das vorstehend
skizzierte und unten genauer erläuterte
Verfahren zu implementieren (und durchzuführen). Dabei kann die Kodierung
in zumindest einem Datenträger enthalten
sein.
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Gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung ist das Computerprogrammprodukt konfiguriert,
das Verfahren durchzuführen,
wenn das Computerprogrammprodukt mittels einer rechnenden Einheit
wie z. B. eines Prozessors ausgeführt wird.
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Ferner
wird die oben genannte Aufgabe mittels zumindest eines Datenträgers gelöst, wobei
der Datenträger
das vorstehende Computerprogrammprodukt aufweist.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft somit die Verortung von in einem
Gebäude
verbauten Geräten. Dabei
werden die Geräte
mit Funketiketten versehen, auf denen Daten zu den Geräten gespeichert sind
und die nur in einen vorbestimmten Bereich ausstrahlen. Eine Verortungsvorrichtung
weist auf: ein Empfangsmodul zum Empfangen von Daten zu einem Gerät von einem
Funketikett, wobei das Funketikett an das Gerät angebracht ist und das Gerät in einem
Raum des Gebäudes
verbaut ist; ein Positionsdatenerfassungsmodul zum Erfassen der
Position des Geräts
in dem Raum; und ein Datenverwaltungsmodul zum Kennzeichnen der
Position des Geräts als
zumindest eine Koordinate eines Koordinatensystems und zum Speichern
der gekennzeichneten Position mit den Daten zu dem Gerät. Das Koordinatensystem
ist dabei auf zumindest eine Fläche
des Raums bezogen. Die vorliegende Erfindung erlaubt eine flexible,
umfassende und schnelle Verortung von Geräten, die in einem Gebäude verbaut
sind, und kann beispielsweise im Hinblick auf Installation, Wartung
und Bestandspflege solcher Geräte
verwendet werden.
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Im
Folgenden werden Ausführungsformen der
vorliegenden Erfindung detailliert mit Bezug auf die unter beigefügten Figuren
beschrieben.
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Es
zeigen:
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1 eine
Vorrichtung und ein System zur Verortung von in einem Gebäude verbauten
Geräten gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung;
-
2 eine
Funketikette gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung;
-
3 ein
Zusammenwirken der Vorrichtung zur Verortung von in einem Gebäude verbauten
Geräten
und der Funketikette gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung;
-
4 eine
Ausgestaltung der Vorrichtung zur Verortung von in einem Gebäude verbauten
Geräten
gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung; und
-
5 eine
weitere Ausgestaltung der Vorrichtung zur Verortung von in einem
Gebäude
verbauten Geräten
gemäß einem
weiteren Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung.
-
Wie
bereits erwähnt,
zeigt 1 eine Vorrichtung 1 und ein System 1a zur
Verortung von in einem Gebäude
verbauten Geräten
gemäß einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung.
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Gemäß dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel
ist das System 1a in der Vorrichtung 1 installiert und
weist Module 11a, 12a, 13a, 14a, 15a, 16a, 17a, 18a auf,
deren Funktionalität
der Funktionalität
der jeweiligen Module 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18 der
Vorrichtung 1 entsprechen. Dabei kann jedes der Module 11a, 12a, 13a, 14a, 15a, 16a, 17a, 18a des
Systems 1a das jeweilige Modul 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18 der
Vorrichtung 1 steuern oder diesem entsprechen.
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Die
Vorrichtung 1 weist ein Sendemodul 11 auf, das
konfiguriert ist, eine Funketikette oder einen RFID-Tag zum Übertragen
von Daten zu aktivieren. Dabei ist die Funketikette oder der RFID-Tag
an ein Gerät
aufgebracht, das in einem Raum eines Gebäudes verbaut bzw. installiert
ist. Die Daten betreffen das jeweilige Gerät. Die Art und Weise der Aktivierung
einer Funketikette bzw. eines RFID-Tags ist allgemein bekannt und
kann unter Verwendung konventioneller Vorgehensweisen durchgeführt werden.
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Ferner
weist die Vorrichtung 1 ein Empfangsmodul 12 auf,
das konfiguriert ist, die Daten zu dem Gerät von der (aktivierten) Funketikette
zu empfangen. Das Sendemodul 11 und das Empfangsmodul 12 können zwei
separate Module darstellen oder in einem Sende-Empfangsmodul integriert
sein.
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Ferner
weist die Vorrichtung 1 gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
ein Anzeigemodul 17 (z. B. eine Lampe, die aufleuchten
kann) und ein Signalmodul 18 (z. B. ein Modul zum Erzeugen
und Abgeben von akustischen Signalen) auf. Werden die Daten durch
das Empfangsmodul 12 empfangen und/oder wird die Funketikette
durch das Sendemodul 11 aktiviert, so kann dieses durch
das Anzeigemodul 17 angezeigt und/oder durch das Signalmodul 18 signalisiert
werden. Zu diesem Zweck sind das Anzeigemodul 17 und das
Signalmodul 18 mit dem Sendemodul 11 und mit dem
Empfangsmodul 12 verbunden. Beim Ausführen der jeweiligen Funktion können das
Sendemodul 11 und/oder das Empfangsmodul 12 das
Anzeigemodul 17 und/oder das Signalmodul 18 entsprechend
aktivieren (z. B. durch Übermitteln
eines entsprechenden Signals). Beim Beenden der jeweiligen Funktion
können
das Sendemodul 11 und/oder das Empfangsmodul 12 das
Anzeigemodul 17 und/oder das Signalmodul 18 entsprechend deaktivieren
(z. B. durch Übermitteln
eines entsprechenden Signals), woraufhin das Anzeigemodul 17 und/oder
das Signalmodul 18 das Anzeigen bzw. das Signalisieren
beenden.
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Ferner
weist die Vorrichtung 1 ein Datenverwaltungsmodul 13 auf,
das konfiguriert ist, die Position des Geräts 21 als zumindest
eine Koordinate eines Koordinatensystems zu kennzeichnen und die gekennzeichnete
Position mit den Daten zu dem Gerät 21 zu speichern,
wobei das Koordinatensystem auf zumindest eine Fläche (z.
B. Wand, Decke und/oder Boden) des Raums bezogen ist.
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Dabei
kann das Datenverwaltungsmodul 13 auch konfiguriert sein,
einen digitalen Plan zumindest eines Raums des Gebäudes zu
verwalten, in dem Geräte
zu verorten sind. Das Kennzeichnen der Position kann dann auf dem
digitalen Plan durchgeführt werden.
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Das
Datenverwaltungsmodul 13 ist gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
auch konfiguriert, Daten zu dem Gerät zu verwalten. Die Funktionalität des Verwaltens
kann sich dabei auf alle oder die meisten Funktionalitäten zur
Handhabung von Daten beziehen, z. B. auf Bereitstellen, Modifizieren, Einfügen, Ändern, Löschen und
Speichern von Daten und auf Austauschen von Daten mit weiteren externen
und/oder internen Komponenten, Modulen oder Vorrichtungen.
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Die
Vorrichtung 1 weist gemäß dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel
auch ein Positionsdatenerfassungsmodul 14 auf, das nach
dem Empfangen der Daten von dem Funketikett und/oder nach der Aktualisierung
des Funketiketts die Position des Geräts erfasst. Die Position gibt
dann eine möglichst genaue
oder relative Koordinate eines Koordinatensystems an, das auf zumindest
eine Fläche
(z. B. Wand, Decke und/oder Boden) des Raums bezogen ist. Das Positionsdatenerfassungsmodul 14 reicht dann
die Daten zu der Position an das Datenverwaltungsmodul 12 weiter,
woraufhin das Datenverwaltungsmodul 12 die Position des
Geräts
im Bezug auf das Koordinatensystem kennzeichnet oder mit diesem
verknüpft.
Anschließend
speichert das Datenverwaltungsmodul 12 die erstellte Kennzeichnung oder
Verknüpfung
mit der Position entsprechend.
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Ist
das Datenverwaltungsmodul 12 konfiguriert, einen digitalen
Plan des Raums im Gebäude
zu verwalten, so kann die Position auf den digitalen Plan bezogen
sein. Das Datenverwaltungsmodul 12 kann dann die Position
des Geräts
direkt auf dem digitalen Plan kennzeichnen oder mit diesem verknüpfen.
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Ferner
ist das Datenverwaltungsmodul 12 konfiguriert, die Daten
zu dem Gerät
von dem Empfangsmodul 12 zu erhalten und zu sammen mit der Position
des Geräts
(erstellte Kennzeichnung oder Verknüpfung mit dem digitalen Plan)
zu speichern.
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Gemäß dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel
weist die Vorrichtung 1 ein Eingabemodul 15 auf,
das zum Eingeben der Position des Geräts konfiguriert ist. Dabei
ist das Eingabemodul 15 konfiguriert, die eingegebene Position
an das Positionsdatenerfassungsmodul 14 zur weiteren Handhabung wie
oben beschrieben zu reichen.
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Ferner
weist die Vorrichtung 1 gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
ein Schnittstellenmodul 16 auf, das konfiguriert ist, Daten
zwischen einer externen Komponente oder Vorrichtung und dem Datenverwaltungsmodul 13 auszutauschen.
Dabei kann das Datenverwaltungsmodul 13 Daten (Positionen
der verorteten Geräte
und Informationen zu den Geräten)
an eine externe Komponente über
das Schnittstellenmodul 16 übertragen. Ferner kann das Datenverwaltungsmodul 13 auch
digitale Pläne
von zumindest einem Raum eines Gebäudes von der externen Komponente über das
Schnittstellenmodul 14 erhalten, wenn das Datenverwaltungsmodul 13 dazu ausgestaltet
ist, solche digitalen Pläne
zu verwalten.
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Die
Vorrichtung 1 erlaubt somit eine Weiterbearbeitung der
durch Verortung von Geräten
gewonnenen Daten. Ferner ist die Vorrichtung 1 flexibel auf
verschiedene Räume
verschiedener Gebäude einstellbar.
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2 zeigt
eine Funketikette oder einen RFID-Tag 20 gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung. Dabei ist die Funketikette 20 an
ein Gerät 21 angebracht
und weist ein Datenmodul 202 zum Speichern und Verwalten
von Daten zu dem Gerät 21 und
ein Sende-Empfangsmodul 201 auf. Sende-Empfangsmodule von Funketiketten sind allgemein
bekannt, daher kann ein konventioneller Sende-Empfangsmodul 201 in
der Funketikette 20 verwendet werden.
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Die
Funketikette 20 kann mit einer eindeutigen ID bzw. Kennzeichnung
versehen werden, welche z. B. im Datenmodul 202 gespeichert
werden kann. Die ID bzw. die Kennzeichnung oder Teile der bzw. der
Kennzeichnung können
derart ausgestaltet sein, dass sie auf bestimmte Geräteeigenschaften
(z. B. Typ, Programmiermodi usw.) hinweisen.
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Um
ein Abstrahlen in andere Räume
zu verhindern, ist die Funketikette 20 oder ihr Sende-Empfangsmodul 201 derart
ausgestaltet, dass die Funketikette 20 nur in eine Richtung
oder in einen vorbestimmten Bereich abstrahlt. Der maximale Abstrahlungsbereich 22 bzw.
der maximale Sende-Empfangsbereich 22 der Funketikette 20 ist
in 2 angedeutet und entspricht einer Halbkugel. Dabei
ist der Abstrahlungsbereich der Funketikette 20 justierbar,
wobei je enger der Abstrahlungsbereich der Funketikette eingestellt
bzw. vorbestimmt ist, desto präziser
wird das Gerät 21 in
der horizontalen und/oder in der vertikalen Richtung verortet werden.
Beispiele für eingeengte,
schmälere
vorbestimmte Abstrahlungsbereiche sind in 2 durch
Bereiche zwischen den unterbrochenen Linien 23, 24, 25 in
dem maximalen Abstrahlungsbereich 22 angedeutet.
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In 3 ist
ein Zusammenwirken der Vorrichtung 1 zur Verortung von
in einem Gebäude
verbauten Geräten
und der Funketikette 20 gemäß einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung gezeigt. Dabei kann auch ein Zusammenwirken
eines Systems zur Verortung von in einem Gebäude verbauten Geräten und
der Funketikette 20 entsprechend der 3 entnommen
werden.
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Gemäß dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel
wird die Funketikette 20 oder ihr Sende-Empfänger 201 durch
das Sendemodul 11 der Vorrichtung 1 aktiviert.
Das Durchführen
einer solchen Aktivierung ist allgemein bekannt. Ferner übermittelt
die Funketikette 20 die im Datenmodul 202 gespeicherten
Daten zu dem Gerät 21 (nach
ihrer Aktivierung) an die Vorrichtung 1, wobei das Empfangsmodul 12 der
Vorrichtung 1 für
den Empfang der Daten zu dem Gerät 21 verantwortlich
ist.
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Nachfolgend
wird die vorliegende Erfindung beispielhaft hinsichtlich dreier
möglichen
Phasen erläutert.
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In
einer Produktionsphase können
alle Geräte 21,
die später
als Teil einer Installation der Gebäudetechnik verwendet werden,
mit einer Funketikette 21 oder einem RFID-Tag 21 versehen
werden. Somit kann bereits durch die Produktionsphase eine Verortung
der Geräte
gemäß der vorliegenden
Erfindung sichergestellt werden.
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Dieses
ist aber keine zwingende Voraussetzung, eine entsprechende Ausgestattung
der Geräte 21 mit
Funketiketten oder RFID-Tags kann auch nachträglich erfolgen, z. B. bei der
Installation von Geräten
oder bei der Bestandsaufnahme.
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In
einer Planungs- und Installationsphase kann ein Gebäudeplan
z. B. vom Architekten oder Bauträger
erstellt werden. Dieser dient als Grundlage für die spätere Positionierung und Verortung
bzw. Verortung der zu verbauenden Geräte. Dieser Plan ist in digitaler
Form bereitzustellen und sollte eine geeignete Schnittstelle besitzen,
um später
die Geräte auf
dem Plan erfindungsgemäß verteilen
zu können und
ein Ausführen
weiterer (bestimmungsspezifische) Anwendungen basierend auf dem
Plan und/oder den durch die Verortung gewonnenen Daten zu ermöglichen.
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Die
Geräte 21 (z.
B. Schalter, Aktuatoren, Vorschaltgeräte, Relais, und beliebig andere
relevante mit Funketiketten 20 ausgestattete Einheiten)
werden vom Installationspersonal verbaut. Dies kann zum Beispiel
nach konkreten Vorgaben geschehen.
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In
einer logischen Verknüpfungsphase
wird die Verortung der Geräte
durchgeführt.
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Die
Erfassung der Geräte
kann dabei raumweise erfolgen. Wird die Erfassung bzw. die Verortung
der Geräte
raumweise durchgeführt,
kann die Reihenfolge vorher für
alle Räume
festgelegt werden, sonst kann die Überführung der Daten zu den verbauten
bzw. installierten Geräten
in den Plan auch nach der Erfassung der Daten explizit unter Auswahl eines
Raums erfolgen. Hier sind verschiedene Variationen möglich.
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Bei
einer raumweisen Durchführung
wird die Erfassung bzw. die Verortung von Geräten innerhalb eines Raums von
einem gewählten
Startpunkt aus in einer vorgegebenen Reihenfolge erfolgen. Dies könnte z.
B. von der Tür
aus im Uhrzeigersinn sein, dann könnte die Erfassung bzw. die
Verortung an der Decke und abschließend auf dem Boden durchgeführt werden.
Auch hier sind verschiedene Variationen der Vorgehensweise möglich.
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Die
jeweilige Teilfläche
(der Wand, der Decke oder des Bodens zum Beispiel) wird vollständig mit
der Verortungsvorrichtung, wie oben dargestellt, abgefahren. Wird
dabei ein Gerät
gefunden, zeigt dies die Verortungsvorrichtung an, beispielsweise durch
ein Anzeigemodul wie eine Light Emitting Diode bzw. lichtemittierende
Diode (LED) und/oder durch einen Signalton, der durch ein Signalmodul
erzeugt wird.
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Gegebenenfalls
können
auf einer weiteren Anzeigekomponente, z. B. auf einem zusätzlichen Display,
Parameter und Geräteeigenschaften
angezeigt werden, die von einer auf dem Gerät angebrachten Funketikette
an die Verortungsvorrichtung übertragen
wurden.
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Ferner
können
beispielsweise die folgenden zwei Möglichkeiten für das weitere
Vorgehen zur Verfügung
stehen:
Es kann eine relative Positionierung des gefundenen bzw.
des verorteten Geräts
durchgeführt
werden. Dabei kann der Nutzer die relative Position innerhalb des
aktuellen Abschnitts eingeben. Dabei kann ein Eingabemodul einen
Balken anzeigen, wobei z. B. durch Antippen oder durch Drücken des
Balkens die relative Position eingegeben werden kann. Drückt man
beispielsweise in der Mitte des Balkens, so bedeutet dies, dass
sich das aktuelle Gerät
in der Mitte des aktuellen Abschnitts befindet, z. B. in der Mitte der
gerade zu erfassenden Wand. Dabei entspricht die Eingabe der Eingabe
einer genauen oder relativen Koordinate des Geräts an. Die Koordinate wird im
Falle einer Eingabe über
den Balken eine eindimensionale Koordinate sein, die auf ein Koordinatensystem
weist, das auf die zu erfassende Wand bezogen ist. Da ein eindimensionales
Koordinatensystem im vorliegenden Beispiel betrachtet wird, wird
sich das Koordinatensystem auf die Länge oder auf die Höhe der zu
erfassenden Wand beziehen.
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Ferner
kann auch eine absolute Positionierung durchgeführt werden. Dabei wird dem
Nutzer ein Eingabemodul mit einer genaueren Eingabemöglichkeit
zur Verfügung
gestellt. So kann zum Beispiel eine Nummerntastatur als Eingabemodul
der Verortungsvorrichtung zur Verfügung gestellt werden, durch
das die genaue Position (z. B. in Metern von links) innerhalb des
Abschnitts angegeben werden kann.
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Ferner
ist auch eine automatische Erfassung der Position eines Geräts möglich. So
zum Beispiel kann eine Laserabstandmessung unter Verwendung eines
entsprechenden Positionsdatenerfassungsmoduls durchgeführt werden. Über die
Laserabstandmessung wird eine Strecke auf der zu erfassenden Fläche erhalten.
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Einen
Sonderfall stellen bei der Verortung die Decke und der Boden dar.
Hier kann erst der relative oder absolute Abstand zur Ausgangsposition
erfasst werden. Danach kann ein Moduswechsel erfolgen, eingeleitet
durch einen Knopfdruck oder einen vergleichbaren Vorgang. Nachfolgend
kann der Abstand zur Raumbegrenzung auf der Orthogonalen zur vorherigen
Messung eingegeben werden.
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Eine
solche zweistufige Erfassung kann auch für die präzisiere Verortung an Wänden genutzt werden,
etwa wenn neben der horizontalen Position auch die vertikale Position
erfasst werden soll.
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Prinzipiell
können
Geräte
bezüglich
der Raumperipherie verortet werden, d. h. in einer oder zwei Dimensionen
bezüglich
einer Seitenfläche (Wand,
Decke oder Boden).
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Sind
alle Geräte
einer Wand (gleichbedeutend mit einem Abschnitt innerhalb des gerade
zu verknüpfenden
Raums) erfasst bzw. verortet, so wird durch Knopfdruck oder andere
Eingabe ein Abschnittswechsel signalisiert. Nun werden Geräte der nachfolgenden
Wand wie vorstehend beschrieben erfasst.
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Die
Daten zu den verorteten bzw. erfassten Geräten können während der Eingabe sofort, nach jedem
Raum, oder bei gegeben Raumreihenfolge mit dem Abschluss der Erfassung
bzw. Verortung sämtlicher
im Gebäudekomplex
befindlicher Geräte
an eine den Plan verwaltende Software geschickt bzw. übermittelt
werden, um die Daten zu den Geräten dort
entsprechend einzupflegen. In letzteren Fällen können die Daten auf der Verortungsvorrichtung
zwischengespeichert werden. Hier sind allgemein verschiedene Umsetzungswege
möglich.
Die obige Ausführung
dient einer beispielhaften Ausführung.
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Anschließend nach
dem Abschluss des Verortungsprozesses können die zu den Geräten gesammelten
Daten (z. B. Gerätetyp,
Geräteeigenschaften,
logische Ortsinformationen) in weiteren Prozessen und Anwendungen
verwendet werden, welche beispielsweise die Installation der Geräte verwalten
oder die Wartung der Geräte
unterstützen.
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4 und 5 zeigen
beispielhaft zwei mögliche
Ausgestaltungen der Vorrichtung 1 zur Verortung von in
einem Gebäude
verbauten Geräten bzw.
der Verortungsvorrichtung.
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Gemäß der in 4 und
in 5 präsentierten
Ausführungsbeispiele
sind die Vorrichtungen 1 stabförmig ausgestaltet. Sie können aber
auch andere Formen aufweisen.
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Zunächst bietet
eine der Seitenflächen
der Vorrichtung 1 Raum für Eingabemodule, hier Eingabetasten 19a, 19b.
Diese können
beispielsweise konfiguriert sein, einen Wechsel des Eingabemodus, eines
Abschnitts oder den Wechsel des Raumes beim Verorten der Geräte auszulösen. Eine
weitere Seitenfläche
der Vorrichtung 1 bietet Raum für ein Eingabemodul 15,
hier ein skalenförmiges
Eingabefeld, um das Erfassen einer relativen Position eines Geräts in einem
Raum zu ermöglichen.
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Dabei
kann das Eingabemodul 15 (z. B. als eine Skale) auch bei
einer integrierten absoluten Lasererfassung für die Eingabe sinnvoll sein,
z. B. wenn architektonisch keine absolute Erfassung zu einer Kante
aufgrund von Kurven, stumpfen Winkeln etc. gegeben ist. Dieses würde eine
Zusatzoption beim Bestimmen der Position eines Geräts darstellen.
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Gemäß dem in 4 dargestellten
Ausführungsbeispiels
wird das Eingabemodul 15 als ein kapazitives Eingabefeld
bereitgestellt, um eine Eingabe einer relativen Position zu ermöglichen.
Eine Rückmeldung
der erfassten Position wird gemäß diesem Ausführungsbeispiel
mittels LEDs angegeben, die unter dem Gehäuse der Vorrichtung 1 platziert
sind. Wenn ein Gerät
mit einer Funketikette bzw. mit einem RFID-Tag gefunden bzw. identifiziert
wird, kann die komplette Abstandanzeige in anderer Farbe aufleuchten.
Durch Berühren
einer Position auf den LEDs verbleiben nur noch die LEDs bis zur
selektierten bzw. berührten
Stelle deutlich sichtbar (z. B. leuchtend).
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Gemäß dem in 5 dargestellten
Ausführungsbeispiels
wird das Eingabemodul 15 ebenfalls als ein kapazitives
Eingabefeld bereitgestellt, dabei handelt es sich um ein Touchscreen,
Tastschirm bzw. Sensorbildschirm. Eine Rückmeldung nach der Eingabe
der Position erfolgt gemäß diesem
Ausführungsbeispiel über eine
Anzeige auf einem LCD (englisch Liquid Crystal Display, deutsch
Flüssigkristallbildschirm
oder Flüssigkristallanzeige),
wobei die relative Position durch rechteckig gestaltete LCDs erfasst
und angezeigt wird.
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Die
Granularität
der Skalen ist sowohl in 4 als auch in 5 nur
beispielhaft dargestellt und kann z. B. auch deutlich feingranularer
ausgestaltet werden.
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Hinsichtlich
der Daten, die von einer auf einem Gerät angebrachten Funketikette
an die Vorrichtung zum Verorten von Geräten übertragen werden und das Gerät betreffen,
ist anzumerken, dass hier eine Vielzahl an Informationen möglich ist.
Es können beispielsweise
Informationen zum Hersteller, zur Produktfamilie, zum Produkttyp,
zur eingesetzten Bustechnologie (wenn eine Verbindung zu anderen Geräten möglich ist),
mögliche
Kommunikationsobjekte, Parameter usw. auf der Funketikette gespeichert
werden und an die Verortungsvorrichtung übertragen werden. Der Umfang
und die Art der Daten wird je nach Gerät, Anwendungsfall und Installationssituation
unterschiedlich ausfallen.
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Die
vorliegende Erfindung bietet eine Reihe verschiedener Vorteile.
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So
zum Beispiel, im Gegensatz zu etwa Barcode-basierten Verfahren,
wird keine Sichtfläche
zu den installierten Geräten
benötigt.
Die vorliegende Erfindung kann auch hinsichtlich verdeckt installierter Geräte angewendet
werden. Ferner bietet eine werksseitig installierte Funketikette
Wartungsfreiheit und ist optisch neutral.
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In
der Gebäudeautomatisierung
bedeutet dies konkret, dass bei ausreichender Reichweite Funketiketten
von im Unterputz verbauten Geräten registriert
werden können,
als auch dass sichtbare Geräte
(etwa Schalter) nicht oberflächlich
beeinträchtigt
werden (z. B. durch Klebereste von Barecodeaufklebern). Durch die
Abschirmung oder Ausrichtung der Antenne bzw. des Sende-Empfangsmoduls der
Funketikette in eine vorbestimmte Richtung bzw. in einem vorbestimmten
Bereich, kann sichergestellt werden, dass die Funketiketten und
somit auch die entsprechenden Geräte nicht im falschen Raum geortet
werden.
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Ferner
werden im Gegensatz zu tatsächlich verortenden
Verfahren keine Ortungsverfahren (z. B. GPS, Indoor-GPS, Triangulation
und weitere Verortungsverfahren) benötigt. Eine Installation einer
weiteren Infrastruktur ist somit hierfür nicht nötig. Die anhand der logischen
Verortung zu erwartende Genauigkeit entspricht in etwa einem gewöhnlichen
nicht für den
Standort optimierten Verfahren zur Verortung für den Innenbereich. Darüber hinaus
ist für
die Gebäudeautomatisierung
eine präzise
Verortung (auf einen Meter genau) nicht zwingend notwendig. Hierfür können auch
nur Feststellung des Raums, der Wand oder der ungefähren Ausrichtung
auf dieser aus ausreichen. Im Gegenzug können keine missverständlichen
Zuordnungen bei dicht aneinander stehenden Wänden entstehen, wie es bei
Funk-basierten Verfahren zur Verortung möglich wäre.
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Da
im Rahmen des Erfassungsvorgangs von der Installation der Geräte an einer
konkreten Wand ausgegangen werden kann (durch den vorgegebenen Plan),
wird auch die Ausrichtung des installierten Gerätes klar ersichtlich. Bei einer
relativ dünnen Wand
wie sie in Zweckbauten zum Einsatz kommt, könnte die Ausrichtung eines
Geräts
bei einem rein funkbasierten Verfahren zur Verortung nicht ohne weiteres
ermittelt werden. Dabei würde
nicht ersichtlich werden, auf welcher Seite der Wand Messwerte erfasst
werden. Zusätzliche
Schritte zur Ermittlung dieses Faktors wären notwendig, was zu einem
hohen Aufwand führen
würde.
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Die
vorliegende Erfindung bietet somit eine genaue, schnelle, effiziente
und umfassende Verortung von Geräten,
die in einem Gebäude
verbaut bzw. installiert sind.
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Obwohl
die Erfindung oben mit Bezug auf die Ausführungsbeispielen gemäß der beiliegenden Zeichnungen
erklärt
wird, ist es ersichtlich, dass die Erfindung nicht auf diese beschränkt ist,
sondern innerhalb des Bereichs der oben und in den an hängigen Ansprüchen offenbarten
erfinderischen Idee modifiziert werden kann. Es versteht sich von
selbst, dass es noch weitere Ausführungsbeispiele geben kann,
die den Grundsatz der Erfindung darstellen und äquivalent sind, und dass somit
verschiedene Modifikationen ohne Abweichen vom Umfang der Erfindung
implementiert werden können.
So können
die Module der Vorrichtung oder des Systems zum Verorten von Geräten, die
in Gebäuden
installiert bzw. verbaut sind, verschiedenartig gestaltet werden,
wobei ein Modul mehrere erfindungsgemäße Funktionen durchführen kann
und/oder eine erfindungsgemäße Funktion
von mehreren Modulen durchgeführt werden
kann. Die Module können
dabei Hardware- und/oder Softwaremodule sein. Ferner kann die Vorgehensweise
beim Verorten der Geräte
wie oben dargestellt im Rahmen der vorliegenden Erfindung verschiedenartig
ausgestaltet werden. Zusätzlich
ist die Form der Vorrichtung variabel gestaltbar, es sind verschiedene
Eingabemodule zum Eingeben einer (relativen) Position eines Geräts möglich. Ebenfalls
kann der Erhalt einer absoluten Position unter Verwendung verschiedener
geeigneter Messverfahren durchgeführt werden.