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Die Erfindung betrifft eine elektrische Schaltung mit Übertemperaturschutz, der insbesondere durch eine rein mechanische Trennung der elektrischen Verbindung erfolgt.
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Der Defekt eines elektrischen Bauteils einer Schaltung, beispielsweise eines Treibertransistors, kann einen unkontrollierten überhöhten Stromfluss verursachen, der eine lokale Überhitzung zur Folgen haben kann. Die Überhitzung beschädigt nicht nur das Bauteil selbst, sondern auch andere Komponenten der Leiterkarte. Zur Vermeidung von Beschädigungen infolge überhöhten Stromflusses wird im Regelfall eine Schmelzsicherung in die zu schützende Schaltung eingesetzt.
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Die Schmelzsicherung wird thermisch zerstört, wenn übermäßig große Ströme fließen, was beispielsweise im Falle eines Defekts eines Bauteils der Fall sein kann. Damit kann das Bauteil vor einer Zerstörung geschieht werden. Herkömmliche thermische Sicherung nutzt also die Selbsterwärmung des durch ein Sicherungselement fließenden Stroms, um das Sicherungselement durchzuschmelzen und somit den Stromfluss zu unterbrechen. Problematisch dabei ist, dass sich mit diesen Schmelzsicherungen kein optimaler Schutz der Leiterbahnen von Schaltungen erreichen lässt. Beispielsweise kann beim Auftreten kurzzeitig anliegender Überströme eine übliche elektrische Leitung im Fahrzeug wesentlich mehr Strom tragen als die Schmelzsicherung, so dass für kurzzeitige Überströme eine übliche Schmelzsicherung unterdimensioniert ist. Im Bereich länger andauernder Überströme schaltet die Sicherung dagegen zu spät ab, so dass in diesem Fall eine elektrische Leitung und/oder ein elektrischer Verbraucher nicht ausreichend geschützt ist.
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In der Praxis wird normalerweise noch ein zusätzliches Heizelement zum Betreiben der Schmelzsicherung eingesetzt. Mit Hilfe eines Stromsensors und einer Auswerteeinheit wird dabei der Strom im zu schützenden Schaltkreis bestimmt. In der Auswerteeinheit ist ein Stromreferenzwert abgespeichert. Übersteigt der aktuelle Stromwert diesen Referenzwert, so schaltet die Einheit das Heizelement ein, so dass ein Strom durch das Heizelement fließt und dieses sehr schnell erwärmt. Die Schmelzsicherung wird nahezu ebenso schnell durch die thermische Last des Heizelements erhitzt und die Sicherung löst als Folge davon aus. Beispiele für derartige Schutzschaltungen finden sich in
DE 197 35 546 A1 und
DE 100 49 071 A1 . Derartige Schutzschaltungen stellen in der Regel jedoch einen erhöhten Aufwand dar, da sie einerseits eine Schmelzsicherung mit aktivem Heizelement benötigen, die einen ausreichenden elektrischen Widerstand haben muss, damit sie auslösen kann. Andererseits ist eine Auswerteinheit zum Bestimmen des Stroms und zum Aktivieren des Heizelements notwendig.
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Weiter werden in einigen technischen Gebieten, beispielsweise im Automotive-Bereich, elektrische Verbraucher mitunter über Halbleiterschalter bzw. -treiber, d.h. Leistungstransistoren, angesteuert. Diese Transistoren oder anderen elektrischen Schaltelemente können im Fehlerfall durchlegieren oder auf andere Weise einen Nebenschluss aufweisen, was zu einem erhöhten Stromfluss führt, wobei dieser erhöhte Stromfluss aber noch nicht den Stromschwellwert überschreitet, ab dem das Heizelement eingeschaltet wird und/oder die Schmelzsicherung auslöst. Der erhöhte Stromfluss kann zu einer thermischen Überhitzung des durchlegierten Schaltelements führen, was nicht unerhebliche Folgeschäden bis zur Entstehung eines Brandes haben kann.
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In
DE 698 01 482 T2 ist eine thermische Auslöseanordnung in elektrischen Schaltungen beschrieben. Bei dieser Anordnung erstreckt sich ein elektrisches Bauelement durch einen Schlitz einer Leiterplatte, wobei seine Anschlusselemente elektrisch mit der Leiterkarte verbunden sind. Im montierten Zustand drückt von einer Seite der Leiterplatte aus ein vorgespanntes Federelement gegen das Bauelement. Wenn sich das Bauelement bis oberhalb einer vorbestimmten Temperatur erwärmt, schmilzt das Lötzinn, so dass das Bauelement aus dem Schlitz gedrückt wird und seine elektrische Verbindung unterbrochen wird. Eine ähnliche Vorrichtung ist aus
JP H04 - 209 557 A bekannt.
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In
DE 10 2004 014 660 A1 wird ein Leistungsmodul für ein Kraftfahrzeug aus einem auf dem Trägerkörper angeordneten Leistungshalbleiterelement beschrieben. Dabei ist zur Vermeidung von Folgeschäden bei einem das Leistungshalbleiterelement unzulässigerweise aufheizenden Defekt vorgesehen, dass das Lötmaterial an den Kontaktierungsstellen des Leistungshalbleiterbauelements einen derartigen Schmelzpunkt erreicht, dass es erweicht und den elektrischen Kontakt unterbricht. Hierdurch wird ein Ablösen des Leistungshalbleiterbauelements infolge der Schwerkraft und der Federkraft orthogonal zur Leiterplatte bewerkstelligt.
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In der gattungsbildenden
EP 1 467 603 A1 und in der
JP 2007 -
251 134 A werden elektrische Schaltungen mit Übertemperaturschutz offenbart, wobei infolge einer Erhitzung des Bauteils eine Verschiebung des Bauteils auf der Leiterkarte erfolgt.
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Aufgabe der Erfindung ist es, eine elektrische Schaltung mit Übertemperaturschutz zu schaffen, bei der Schäden der Schaltung bzw. anderer Komponenten infolge eines Überstroms ohne zusätzliche elektrische Mittel (und damit auf einfache Art und Weise) durch eine Unterbrechung der elektrischen Verbindung infolge einer Bewegung eines Bauteils über eine Leiterplatte verhindert werden können, wobei das Bauteil vor einem unbeabsichtigten Abfallen von der Leiterplatte gesichert ist.
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Zur Lösung dieser Aufgabe wird mit der Erfindung eine elektrische Schaltung mit Übertemperaturschutz vorgeschlagen, wobei die Schaltung versehen ist mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
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Nach der Erfindung ist also vorgesehen, dass die erfindungsgemäße elektrische Schaltung eine Leiterkarte mit mindestens einem ersten elektrischen Kontaktfeld und ein elektrisches Bauteil mit mindestens einem ersten elektrischen Anschlusselement aufweist, wobei das erste Anschlusselement mittels eines schmelzbaren, elektrisch leitenden Kontaktierungsmaterials mit dem ersten Kontaktfeld verbunden ist. Beispielsweise kann die Verbindung zwischen dem Anschlusselement des Bauteils und dem Kontaktfeld der Leiterkarte durch Lötmaterial erfolgen.
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Erfindungsgemäß weist die Schaltung ein Krafterzeugungselement zum Aufbringen einer Bewegungskraft auf, die auf das Bauteil wirkt. Durch das Krafterzeugungselement wird das Bauteil unter bestimmten Umständen (wenn nämlich keine feste Verbindung zwischen dem Bauteil und der Leiterkarte besteht) aus einer Verbindungsposition in eine Trennungsposition bewegt. In der Verbindungsposition sind die Anschlusselemente des Bauteils mit den zugehörigen Kontaktfeldern der Leiterkarte verbunden. In dieser Position ist das Bauteil in Betrieb und durch z.B. Lötmaterial auf der Leiterkarte befestigt. Während des normalen Betriebs des Bauteils ist das Krafterzeugungselement entweder deaktiviert oder seine Andruckkraft bewirkt keine Bewegung des auf der Leiterkarte fixierten Bauteils. Sobald infolge eines Bauteilsdefekts eine derart große Erhitzung entsteht, dass das Lötmaterial aufgeschmolzen ist, liegt das Bauteil lediglich noch lose an der Leiterkarte an. Nun kann das Krafterzeugungselement das Bauteil in die Trennungsposition bewegen. In dieser Position wird mindestens die elektrische Verbindung zwischen einem der Anschlusselemente des Bauteils und dem zugehörigen Kontaktfeld der Leiterkarte durch die Bewegung des Bauteils infolge der von dem Krafterzeugungselement erzeugten Kraft aufgetrennt.
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Normalerweise umfasst das Bauteil mehrere erste Anschlusselemente und die Leiterkarte mehrere erste Kontaktfelder für die Anschlusselemente. In der Trennungsposition des Bauteils sind dann zumeist sämtliche erste Anschlusselemente von den Kontaktfeldern der Leiterkarte, mindestens aber eine dieser Verbindung elektrisch und mechanisch getrennt.
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Zusätzlich zu dem oder den ersten Anschlusselementen weist das erfindungsgemäße Bauteil z. B. an seiner Unterseite mindestens ein zweites Anschlusselement auf, das mit einem zweiten Kontaktfeld der Leiterkarte verbunden ist. Das Lötmaterial zwischen dem zweiten Anschlusselement und dem zugehörigen Kontaktfeld braucht hier in erster Linie nicht der elektrischen Verbindung zu dienen, sondern fungiert hauptsächlich zur mechanischen Fixierung. In der Verbindungsposition des Bauteils wird das Bauteil durch das Lötmaterial, das auch der elektrischen Verbindung dient, zwischen dem Anschlusselement und dem Kontaktfeld auf der Leiterkarte fixiert. Bei der Erhitzung infolge des Überstroms wird das Lötmaterial geschmolzen; damit ist das Bauteil bewegbar. Durch die Aufbringung der Bewegungskraft durch das Krafterzeugungselement wird das Bauteil in seine Trennungsposition bewegt. Infolge der Oberflächenspannung des geschmolzenen Lötmaterials ist das Bauteil während seiner Bewegung zwischen der Verbindungsposition und der Trennungsposition gegen ein Abfallen von der Leiterkarte gesichert.
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Während das oder die ersten Anschlusselemente in der Trennungsposition von dem oder den ersten Kontaktfeldern elektrisch getrennt ist/sind, kann das zweite Anschlusselement des Bauteils mit dem zweiten Kontaktfeld der Leiterkarte elektrisch verbunden bleiben, da der Stromkreis durch die Auftrennung zwischen dem oder den ersten Anschlusselementen und dem oder den ersten Kontaktfeldern bereits untergebrochen ist. Zwischen den elektrisch und mechanisch nicht getrennten Anschlusselementen und zugehörigen Kontaktfeldern befindet sich immer noch Kontaktierungs- (Löt-) Material, das nach seiner Erstarrung der Fixierung des Bauteils auf der Leiterkarte dient.
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Zur Begrenzung der Bewegung des Bauteils aus der Verbindungsposition in die Trennungsposition kann die Leiterkarte ein Endanschlagelement aufweisen. Nach Unterbrechung der elektrischen Verbindung kühlen sich das Bauteil und das Kontaktierungsmaterial wieder ab und das Bauteil wird nach Erstarrung des Kontaktierungsmaterials durch den Endanschlag in einer neuen, unkritischen Position fixiert.
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Zweckmäßigerweise ist das Bauteil durch das Krafterzeugungselement translatorisch oder rotatorisch in die Trennungsposition bewegbar. Eine erste Möglichkeit der translatorischen Bewegung ist, dass das Bauteil auf der Leiterkarte verschoben wird. Diese seitliche Verschiebung kann durch eine an das Bauteil angreifende Druck- oder Zugkraft erfolgen. Eine weitere Bewegungsmöglichkeit des Bauteils in die Trennungsposition bezieht sich auf eine Drehung des Bauteils. In sämtlichen der vorgenannten Fällen sollte für eine sichere Fixierung des Bauteils in der Verschiebungsposition gesorgt werden.
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Es ist ferner beispielsweise möglich, dass es sich bei dem Krafterzeugungselement um ein Federelement oder um ein Bimetallelement handelt. Wenn das Krafterzeugungselement ein Federelement ist, wirkt auf das Bauteil bereits in dessen auf der Leiterkarte montierten und elektrisch angeschlossenen Zustand eine Vorspannkraft, die kleiner als die durch das erstarrte Kontaktierungsmaterial hervorgerufene Haltekraft ist. Bei aufgeschmolzenen Kontaktierungsmaterial ist diese Haltekraft nicht mehr gegeben und die auf das Bauteil einwirkende Vorspannkraft führt dann zur Bewegung des Bauteils aus der Verbindungsposition in die Trennungsposition.
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Wenn das Krafterzeugungselement ein Bimetallelement ist, so kann auf eine Vorspannung des Bauteils in der Verbindungsposition verzichtet werden. Das Bimetallelement wird mit dem Bauteil thermisch gekoppelt. Bei einer Erhitzung des Bauteils z.B. infolge eines Überstroms wird das Bimetallelement von dem Bauteil aufgrund der thermischen Kopplung erhitzt und durch die Erhitzung verformt. Dadurch bedarf es keiner zusätzlichen Wärmequelle für die Aktivierung und damit Verformung des Bimetallelements. Infolge dieser Verformung übt das Bimetallelement eine Kraft auf das defekte Bauteil aus. Dies bewirkt die Bewegung des Bauteils in die Trennungsposition.
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Die Erfindung wird nachfolgend anhand zweier Ausführungsbeispiele und unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Im Einzelnen zeigen dabei:
- 1 einen ersten Lösungsansatz für eine elektrische Schaltung mit Übertemperaturschutz im Normalbetrieb des Bauteils,
- 2 die elektrische Schaltung nach 1 nach einer Erhitzung des Bauteils, das nun nicht mehr betriebsmäßig elektrisch mit den Kontaktfeldern der Leiterkarte verbinden ist,
- 3 einen zweiten Lösungsansatz für eine elektrische Schaltung mit Übertemperaturschutz im Normalbetrieb des Bauteils und
- 4 die elektrische Schaltung nach 3 nach einer Erhitzung des Bauteils, das nun nicht mehr betriebsmäßig elektrisch mit den Kontaktfeldern der Leiterkarte verbinden ist.
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In den 1 und 2 ist eine elektrische Schaltung 10 mit Übertemperaturschutz in zwei verschiedenen Betriebszuständen dargestellt. Die elektrische Schaltung 10 weist eine Leiterkarte 12 mit beispielsweise zu zwei ersten elektrischen Kontaktfeldern 14 führenden Leiterbahnen 15 und ein Bauteil 16 mit beispielsweise zwei ersten elektrischen Anschlusselementen 18 auf. Außer seinen zwei ersten Anschlusselementen 18 weist das Bauteil 16 noch ein zweites Anschlusselement 20 auf seiner Unterseite auf. Entsprechend ist die Leiterkarte 12 mit einem zu dem zweiten Anschlusselement 20 des Bauteils 16 zugehörigen zweiten Kontaktfeld 22 versehen. Erfindungsgemäß weist die elektrische Schaltung 10 ein Krafterzeugungselement 24 zum Aufbringen einer auf das Bauteil 16 wirkenden Bewegungskraft auf. In der Schaltung 10 gemäß den 1 und 2 handelt es sich bei dem Krafterzeugungselement 24 beispielsweise um ein Federelement 26, das als Blattfeder ausgebildet ist. Durch das Federelement 26 wird das Bauteil 16 unter bestimmten Umständen von einer Verbindungsposition (1) aus in eine Trennungsposition (2) bewegt.
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In der Verbindungsposition des Bauteils 16 ist das erste Anschlusselement 18 mittels eines schmelzbaren, elektrisch leitenden Kontaktierungsmaterials 28 in Form z.B. eines Lötmaterials mit dem ersten Kontaktfeld 16 verbunden. Eine elektrische und mechanische Verbindung zwischen dem zweiten Anschlusselement 20 des Bauteils 16 und dem zweiten Kontaktfeld 22 der Leiterkarte 12 erfolgt auch durch das schmelzbare, elektrisch leitende Kontaktierungs- (Löt-)material 28. Mittels dieses Kontaktierungsmaterials 28 ist das Bauteil 16 auf der Leiterkarte 12 im Normalbetrieb sowohl elektrisch Kontaktiert als auch mechanisch fixiert.
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Wie anhand von 1 zu erkennen ist, ist das Federelement 26 an seinem einen Ende durch vier Fixierelemente 30 an dem Bauteil 16 festgelegt und übt mit seinem anderen Ende auf das Bauteil 16 bereits in dessen auf der Leiterkarte 12 fixierten und elektrisch angeschlossenen Zustand eine Vorspannkraft aus. Da diese Vorspannkraft kleiner als die durch das erstarrte Kontaktierungsmaterial 28 hervorgerufene Haltekraft ist, kann das Bauteil 16 im Normalbetrieb bzw. in der Verbindungsposition des Bauteils 16 nicht von dem Federelement 26 bewegt werden.
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In der 2 ist die elektrische Schaltung 10 in der Trennungsposition des Bauteils 16 gezeigt. Bei einer Erhitzung des Bauteils 16 infolge eines Überstroms wird das Kontaktierungsmaterial 28 aufgeschmolzen; nun ist das Bauteil 16 nicht mehr fixiert und somit bewegbar. Durch die Aufbringung der Bewegungskraft durch das Krafterzeugungselement 24 wird das Bauteil 16 in seine Trennungsposition bewegt. Infolge der Oberflächenspannung des geschmolzenen Kontaktierungsmaterials 28 ist das Bauteil 16 während seiner Bewegung zwischen der Verbindungsposition und der Trennungsposition gegen ein Abfallen von der Leiterkarte 12 gesichert.
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In der Trennungsposition des Bauteils 16 sind seine zwei ersten Anschlusselemente 18 von den zwei zugehörigen Kontaktfeldern 14 der Leiterkarte 12 mechanisch und elektrisch getrennt; dadurch ist der Stromkreis untergebrochen. Das zweite Anschlusselement 20 des Bauteils 16 mit dem zweiten Kontaktfeld 22 der Leiterkarte 12 bleibt in der Trennungsposition des Bauteils 16 noch verbunden. Zwischen den elektrisch und mechanisch nicht getrennten Anschlusselementen 20 des Bauteils 16 und zugehörigen Kontaktfeldern 22 befindet sich immer noch Kontaktierungsmaterial 28, das nach seiner Erstarrung der Fixierung des Bauteils 16 dient.
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Zur Begrenzung der Bewegung des Bauteils 16 aus der Verbindungsposition in die Trennungsposition weist die Leiterkarte 12 ein Endanschlagelement 32 auf. Nach Unterbrechung der elektrischen Verbindung kühlen sich das Bauteil 16 und das Kontaktierungsmaterial 28 wieder ab und das Bauteil 16 wird nach Erstarrung des Kontaktierungsmaterials 28 durch den Endanschlag 32 in einer neuen, unkritischen Position fixiert.
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In den 3 und 4 ist eine alternative elektrische Schaltung 10' mit einem Bimetallelement 34 als Krafterzeugungselement 24 in zwei verschiedenen Betriebszuständen dargestellt. Soweit die Teile der Schaltung 10' nach den 3 und 4 den Teilen des Schaltung 10 nach den 1 und 2 gleichen, sind sie in den 3 und 4 mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet.
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Wie man anhand von 3 erkennen kann, übt das Bimetallelement 34 keine Vorspannkraft auf dem Bauteil 16 in der Verbindungsposition aus. Im Normalbetrieb des Bauteils 16 ist das Bimetallelement 34 mit dem Bauteil 16 thermisch gekoppelt. Bei einer Erhitzung des Bauteils 16 z.B. infolge eines Überstroms wird das Bimetallelement 34 durch das Bauteil 16 aufgrund der thermischen Kopplung erhitzt und durch die Erhitzung verformt. Infolge dieser Verformung übt das Bimetallelement 34 eine Bewegungskraft auf das defekte Bauteil 16 aus. Dies bewirkt die Bewegung des Bauteils 16 in die Trennungsposition.
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Bezugszeichenliste
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- 10
- elektrische Schaltung mit Übertemperaturschutz
- 10'
- elektrische Schaltung mit Übertemperaturschutz
- 12
- Leiterkarte
- 14
- erstes elektrisches Kontaktfeld der Leiterkarte
- 15
- Leiterbahn
- 16
- Bauteil
- 18
- erstes elektrisches Anschlusselement des Bauteils
- 20
- zweites Anschlusselement des Bauteils
- 22
- zweites Kontaktfeld der Leiterkarte
- 24
- Krafterzeugungselement
- 26
- Federelement als Krafterzeugungselement
- 28
- Kontaktierungsmaterial
- 30
- Fixierelemente für das Krafterzeugungselement
- 32
- Endanschlagelemente
- 34
- Bimetallelement als alternatives Krafterzeugungselement