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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Spielzeug mit optisch und/oder
akustisch wahrnehmbaren Effektfunktionalitäten, umfassend
eine Anzeigeeinheit zur Wiedergabe von akustischen und/oder optischen
Informationen, eine Eingabeeinheit zur Erfassung von akustischen
und/oder optischen Informationen, wenigstens einer Speichereinheit
zum Speichern von digitalen Daten in Bezug auf wenigstens eine Effektfunktionalität,
eine Steuer- und Kontrolleinheit zur Steuerung von Effektfunktionalitäten
und eine Steuereingabeeinheit zur Erfassung von Eingaben zur Steuerung
von Funktionen der Steuer- und Kontrolleinheit.
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Ein
Spielzeug im Sinne der vorliegenden Erfindung ist ein Objekt, welches
in der Regel von Kindern, Erwachsenen aber auch von Haustieren zum Spielen
verwendet wird, insbesondere auch zum Erwerb, Erlernen und/oder Üben
von Fertigkeiten und/oder Fähigkeiten.
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Entsprechende
Spielzeuge sind im Stand der Technik in zahlreichen Ausgestaltungen
und Ausführungsformen bekannt, beispielsweise in Form von Stoff-
beziehungsweise Plüschtieren, Spielzeugrobotern und/oder
dergleichen Spielfiguren. Die entsprechenden Spielzeuge sind dabei
unter anderem mit insbesondere von dem Spielenden optisch und/oder akustisch
wahrnehmbaren Effektfunktionalitäten versehen, die das
entsprechende Spielzeug beziehungsweise zumindest Teile von selbigem
wiedergeben beziehungsweise ausführen kann. So ist im Stand
der Technik beispielsweise aus der
DE 299 04 916 U1 , deren Offenbarungen hiermit
explizit referenziert werden, ein interaktives Spielzeug bekannt,
welches eine lebensnahe Interaktion mit dem Spielenden ermöglicht.
Dazu kann das Spielzeug beziehungsweise zumindest ein Teil des Spielzeugs
sprechen, singen und/oder sich bewegende Teile aufweisen, welche
dem Spielzeug optisch und/oder akustisch wahrnehmbare Effektfunktionalitäten
im Sinne der vorliegenden Erfindung geben.
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Es
besteht ein fortwährender Bedarf an neuartigen und nützlichen
Spielzeugen, insbesondere hinsichtlich weiterer Effektfunktionalitäten
und/oder Kombinationen von Effektfunktionalitäten, besonders bevorzugt
im Hinblick auf eine Intensivierung des Spielerlebnisses und/oder
der Versehung des Spielzeugs mit weiteren, insbesondere über
das Spielerlebnis hinausgehenden Funktionalitäten.
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Um
dem fortwährend gegebenen Bedarf an neuartigen und/oder
nützlichen Spielzeugen nachkommen zu können, wird
mit der vorliegenden Erfindung ein Spielzeug mit optisch und/oder
akustisch wahrnehmbaren Effektfunktionalitäten, umfassend eine
Anzeigeeinheit zur Wiedergabe von akustischen und/oder optischen
Informationen, eine Eingabeeinheit zur Erfassung von akustischen
und/oder optischen Informationen, wenigstens einer Speichereinheit
zum Speichern von digitalen Daten in Bezug auf wenigstens eine Effektfunktionalität,
eine Steuer- und Kontrolleinheit zur Steuerung von Effektfunktionalitäten
und eine Steuereingabeeinheit zur Erfassung von Eingaben zur Steuerung
von Funktionen der Steuer- und Kontrolleinheit, vorgeschlagen, welches
dadurch gekennzeichnet ist, dass die Steuereingabeeinheit eine mit
einem Zugriff auf ein Mobilfunknetz, insbesondere ein Mobilfunknetz
gemäß einem GSM-, GPRS- und/oder UMTS-Funknetzstandard,
ermöglichenden Mobilfunkteilnehmeridentifikationsmodul (SIM)
in einem Mobilfunknetz betreibbare Einrichtung zum Empfang und/oder
zum Senden von Daten in Bezug auf wenigstens eine Effektfunktionalität über das
Mobilfunknetz aufweist.
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Die
Erfindung macht sich die Erkenntnis zunutze, dass sich durch eine
erfindungsgemäße Integration einer in einem Mobilfunknetz
betreibbaren Sende- und/oder Empfangseinrichtung zum Empfang und/oder
zum Senden von Daten in Bezug auf wenigstens eine Effektfunktionalität
des Spielzeugs über das Mobilfunknetz ein verbessertes
und umfangreicheres Spielerlebnis erzielbar ist und darüber hinaus
Sonderfunktionalitäten realisierbar sind, insbesondere
hinsichtlich der Möglichkeit einer Fernüberwachung,
-betreuung und/oder -unterhaltung des mit dem Spielzeug Spielenden.
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Durch
erfindungsgemäße Nutzung einer ein Mobilfunkteilnehmeridentifikationsmodul – auch
SIM genannt (SIM: Subscriber Identification Module) – nutzenden
Einrichtung zum Empfang und/oder zum Senden von Daten über
das Mobilfunknetz ist vorteilhafterweise aktiv auf Effektfunktionalitäten
eines erfindungsgemäßen Spielzeugs Einfluss nehmbar.
So können über das Mobilfunknetz insbesondere
Eingaben zur Steuerung von Funktionen der Steuer- und Kontrolleinheit
zur Steuerung von Effektfunktionalitäten des Spielzeugs übertragen
und so das Spielzeug bezüglich entsprechender Effektfunktionalitäten
ferngesteuert werden, beispielsweise von Eltern, Spielpartnern und/oder
dergleichen in einem Verhältnis zu dem mit dem erfindungsgemäßen
Spielzeug spielenden Personen. Vorteilhafterweise sind Effektfunktionalitäten
des Spielzeugs über das Mobilfunknetz fernsteuerbar, vorzugsweise
mittels einer empfangenen Nachricht eines Nachrichtendienstes des
Mobilfunknetzes.
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Eine
vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die in
einem Mobilfunknetz betreibbare Einrichtung zum Empfang und/oder
zum Senden von Daten eine Sprach- und/oder Datenkommunikation in
beziehungsweise über das Mobilfunknetz ermöglicht,
vorzugsweise mittels eines Nachrichtendienstes des Mobilfunknetzes.
Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht die
Nutzung von SMS (SMS: Short Message Service), MMS (MMS: Multimedia
Messaging Service) und/oder E-Mail vor.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die
Steuereingabeeinheit ausgebildet und/oder eingerichtet, den Empfang
beziehungsweise den Eingang einer Nachricht gemäß einem Nachrichtendienst
des Mobilfunknetzes und/oder die Nachricht selbst zu signalisieren,
vorzugsweise über die Anzeigeeinheit.
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Gemäß einem
weiteren vorteilhaften Vorschlag der Erfindung ist die Steuereingabeeinheit ausgebildet
und/oder eingerichtet, aus über das Mobilfunknetz empfangenen
Daten wenigstens eine Eingabe zur Steuerung von Funktionen der Steuer- und
Kontrolleinheit zu extrahieren und/oder zu erzeugen. Die erfindungsgemäße
Ausgestaltung erlaubt vorteilhafterweise ein hinsichtlich des Volumens
zu übertragender Daten reduziertes Übertragen
von Steuer- und Funktionsdaten, welche seitens des Spielzeugs in
zur Steuerung von Funktionen der Steuer- und Kontrolleinheit umzusetzende
Steuer- und/oder Funktionseingaben. Entsprechende Steuer- und/oder
Funktionseingaben können so besonders einfach mittels einer
SMS, MMS oder E-Mail an das Spielzeug übertragen und in
entsprechende Steuereingaben umgesetzt werden.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind akustische
wiederzugebende Inhalte von über das Mobilfunknetz empfangener
Daten in einer hinsichtlich der Stimmphysiologie veränderten
Form wiedergebbar. Vorteilhafterweise ist dabei wenigstens ein Aspekt
beziehungsweise Parameter der Stimmphysiologie, insbesondere Umfang, Klangfarbe,
Beweglichkeit, Volumen, Tragfähigkeit, Stimmlage und dergleichen
Aspekte beziehungsweise Parameter veränder- beziehungsweise
verfremdbar. Eine bevorzugte Ausgestaltung ist gekennzeichnet durch
eine Stimmverzerreinheit zur Veränderung der akustisch
wiederzugebenden Inhalte von über das Mobilfunknetz empfangener
Daten, welche vorzugsweise hinsichtlich der Stimmverzerrung einstellbar
ist, besonders bevorzugt mittels einer über das Mobilfunknetz
erfolgenden Eingabe. Dem mit dem Spielzeug Spielenden können
so mit verfremdeter Stimme und/oder mit einer bezogen auf das Spielzeug
gleichbleibenden Stimme akustisch wiederzugebende Inhalte, welche
von einem Interaktionspartner dem Spielzeug übertragen
wurden, wiedergegeben werden. Der Spielende erhält dabei
zum einen den Eindruck, das Spielzeug selbst habe beziehungsweise
nutze diese Stimme. Ferner kann der Spielende so nicht unmittelbar
anhand der Stimme erkennen, dass nicht das Spielzeug sondern der
Interaktionspartner spricht. Hieraus ergeben sich vorteilhafterweise
weitere Verbesserungen hinsichtlich möglicher Effektfunktionalitäten
des Spielzeugs.
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Eine
weitere besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist gekennzeichnet
durch wenigstens eine Speichereinrichtung zum Speichern von über
das Mobilfunknetz empfangenen Daten und/oder zum Speichern von aus über
das Mobilfunknetz empfangenen Daten extrahierten und/oder erzeugten
Daten, besonders bevorzugt Daten in Bezug auf wenigstens eine Effektfunktionalität
des erfindungsgemäßen Spielzeugs. Erfindungsgemäß können
so vorteilhafterweise von beziehungsweise mit dem Spielzeug zu verwendende
Daten von einer Administrationseinrichtung und/oder -person vorgegeben
und seitens des Spielzeugs hinterlegt werden. Eine entsprechende
Administrationseinrichtung umfasst vorteilhafterweise eine Recheneinrichtung
in Form eines sogenannten Personalcomputers (PCs). Ferner kann das
erfindungsgemäße Spielzeug so empfangene Daten,
vorzugsweise über das Mobilfunknetz empfangene Nachrichten
gemäß einem Nachrichtendienst des Mobilfunknetzes,
gespeichert und als weitere Effektfunktionalität wiedergegeben beziehungsweise
mit solchen zumindest teilweise genutzt werden. Bei Verwendung einer
Recheneinrichtung (PC) ist vorteilhafterweise eine Nutzung eines
entsprechenden Nachrichtendienstes über das Internet und/oder
das Mobilfunknetz vorgesehen. Dazu weist die Recheneinrichtung (PC)
vorteilhafterweise einen Zugang zum Internet und/oder Mobilfunknetz
auf. Der Nachrichtendienst des Mobilfunknetzes, insbesondere das
Versenden von SMS, ist dann vorteilhafterweise auch über
das Internet nutzbar.
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Eine
weitere vorteilhafte Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen
Spielzeugs ist dadurch gekennzeichnet, dass dieses über
das Mobilfunknetz mit wenigstens einem weiteren erfindungsgemäßen Spielzeug
zur Realisierung wenigstens einer Effektfunktionalität
verbindbar ist, wobei Eingaben zur Steuerung von Effektfunktionalitäten
vorzugsweise wechselseitig seitens des einen Spielzeugs erzeugt, über
das Mobilfunknetz übertragen und seitens des anderen Spielzeugs
umgesetzt werden. Vorteilhafterweise können entsprechend
miteinander in Interaktion versetzte Spielzeuge automatisiert miteinander kommunizieren,
beispielsweise singen, tanzen, leuchten, sprechen sowie nachrichtengemäß einem Nachrichtendienst
des Mobilfunknetzes, vorzugsweise SMS oder MMS, versenden und/oder
empfangen.
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Eine
weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist gekennzeichnet
durch eine Einrichtung, welche ein zumindest automatisches Interagieren der
wenigstens zwei Spielzeuge in Angängigkeit wenigstens einen
einstellbaren Parameters ermöglicht. Durch die erfindungsgemäßen
Ausgestaltungen, einzeln und/oder in Kombination, wird die Möglichkeit geschaffen,
erfindungsgemäße Spielzeuge hinsichtlich ihrer
Interaktion miteinander weiter zu verbessern. Erfindungsgemäß können
so Spielzeuge quasi miteinander „befreundet” werden,
das heißt als weitere Effektfunktionalität wird
eine vorgebbare Interaktion und/oder eine Reihe von vorgebbarer
Interaktionen zwischen den entsprechend „befreundeten” Spielzeugen
geschaffen. In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung
erkennen sich erfindungsgemäß „befreundete” Spielzeuge
anhand einer eindeutigen, zwischen den Spielzeugen auszutauschenden
Kennung. Eine besonders bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht
vor, dass die eindeutige Kennung die MSISDN (MSISDN: Mobile Subscriber
ISDN; ISDN: Integrated Services Digital Network) und/oder der IMSI
(IMSI: International Mobil Subscriber Identity) ist, welche dem
von der Einrichtung zum Empfang und/oder zum Senden von Daten in
Bezug auf wenigstens eine Effektfunktionalität über
das Mobilfunknetz benutzten Mobilfunkteilnehmeridentifikationsmodul
(SIM) von dem Mobilfunknetzbetreiber im Mobilfunknetz zugeordnet
beziehungsweise bereitgestellt ist.
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In
einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist die Anzeigeeinheit
eines erfindungsgemäßen Spielzeugs vorteilhafterweise
wenigstens ein Display für eine optische Wiedergabe von
Informationen und/oder wenigstens einen Lautsprecher für
eine akustische Wiedergabe von Informationen auf.
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Eine
weitere bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
dass die Eingabeeinheit des erfindungsgemäßen
Spielzeugs wenigstens eine wenigstens eine Taste aufweisende Tastatur
zur Erfassung von Eingaben, ein Mikrofon zur Erfassung akustischer
Informationen und/oder wenigstens eine digitale Kamera zur Erfassung
von optischen Informationen aufweist. Eine besonders bevorzugte
Ausgestaltung der Erfindung ist gekennzeichnet durch eine mit der
Kamera verbindbare Einrichtung zur vorzugsweise automatischen Erkennung von
Objekten, sogenannte Objekterkennung, besonders bevorzugt von sich
bewegenden Objekten. Hierdurch sind vorteilhafterweise weitere Effektfunktionalitäten
seitens eines erfindungsgemäßen Spielzeugs generierbar
und/oder nutzbar.
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Eine
weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist gekennzeichnet
durch eine Einrichtung, welche aus einer mittels eines Nachrichtendienstes des
Mobilfunknetzes empfangenen Nachricht eine Sprachnachricht erzeugt,
welche seitens der Anzeigeeinheit in akustischer Form wiedergebbar
ist.
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Eine
besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass
das Spielzeug über das Mobilfunknetz mit einem E-Mail-Postfach
im Internet verbindbar ist, wobei über das E-Mail-Postfach
Daten und/oder Anwendungsprogramme bezogen auf Effektfunktionalitäten
des Spielzeugs auf das Spielzeug übertragbar sind.
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Gegenstand
der vorliegenden Erfindung ist ferner ein Verfahren zur Steuerung
und/oder Beeinflussung von Effektfunktionalitäten eines
erfindungsgemäßen Spielzeugs, wobei die mit einem
einen Zugriff auf das Mobilfunknetz ermöglichenden Mobilfunkteilnehmeridentifikationsmodul
(SIM) in einem Mobilfunknetz betreibbarer Einrichtung zum Empfang
und/oder zum Senden von Daten in Bezug auf wenigstens eine Effektfunktionalität
Daten über das Mobilfunknetz empfängt, aus den
empfangenen Daten wenigstens eine Eingabe zur Steuerung von Funktionen
der Steuer- und Kontrolleinheit extrahiert und/oder erzeugt wird
und die extrahierte und/oder erzeugte Eingabe zur Steuerung von
Funktionen der Steuer- und Kontrolleinheit genutzt wird, vorzugsweise
zur Steuerung von Funktionen der Steuer- und Kontrolleinheit in
Bezug auf wenigstens eine Effektfunktionalität.
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Weitere
Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung werden nachfolgend
anhand des in der Figur der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
der Erfindung näher erläutert. Dabei zeigt:
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1 in
einer schematischen Prinzipdarstellung ein Ausführungsbeispiel
eines Anwendungsszenarios mit erfindungsgemäßen
Spielzeugen.
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1 zeigt
zwei erfindungsgemäß ausgebildete Spielzeuge 1 und 2,
welche vorliegend in Form einer Spielpuppe 1 beziehungsweise
eines Spielroboters 2 ausgestaltet sind. Die Spielzeuge 1 und 2 sind
mit optisch und/oder akustisch wahrnehmbaren Effektfunktionalitäten
versehen, wozu die Spielzeuge 1 und 2 einen Lautsprecher
zur Wiedergabe von akustischen Informationen, Leuchtdioden oder
ein Display zur Wiedergabe von optischen Informationen, eine wenigstens
eine Taste aufweisende Tastatur zur Erfassung von Eingaben, ein
Mikrofon zur Erfassung akustischer Informationen, wenigstens eine Speichereinheit
zum Speichern von digitalen Daten in Bezug auf wenigstens eine Effektfunktionalität, vorzugsweise
umfassend wenigstens ein Anwendungsprogramm zur Steuerung von Effektfunktionalitäten,
eine Steuer- und Kontrolleinheit zur Steuerung von Effektfunktionalitäten
entsprechend wenigstens einem seitens der Speichereinheit gespeicherten
Anwendungsprogramm, eine Steuereingabeeinheit zur Erfassung von
Eingaben zur Steuerung von Funktionen der Steuer- und Kontrolleinheit,
welche eine mit einem ein Zugriff auf ein Mobilfunknetz 3,
insbesondere ein Mobilfunknetz 3 gemäß einem
GSM-, GPRS- und/oder UMTS-Funknetzstandard, ermöglichenden
Mobilfunkteilnehmeridentifikationsmodul (SIM) in dem Mobilfunknetz 3 betreibbare
Einrichtung zum Empfang und/oder zum Senden von Daten in Bezug auf
wenigstens eine Effektfunktionalität der Spielzeuge 1 beziehungsweise 2 über
das Mobilfunknetz 3 aufweist. Die einzelnen Komponenten
der erfindungsgemäßen Spielzeuge 1 beziehungsweise 2, nämlich
Steuer- und Kontrolleinheit, Steuereingabeeinheit, Anzeigeeinheit,
Eingabeeinheit, Speichereinheit, im Mobilfunknetz 3 betreibbare
Sende- und/oder Empfangseinrichtungen sowie Mobilfunkteilnehmeridentifikationsmodul
als auch elektrische Motoren zum Bewegen von Teilen der Spielzeuge,
vorliegend insbesondere Kopf, Augen, Mund und/oder Gliedmaßen,
sind vorliegend aus Gründen der Übersichtlichkeit
in 1 nicht explizit dargestellt. Das Mobilfunknetz 3 und
die dieses ausbildenden Einrichtungen und/oder Systeme sind in 1 symbolisch
durch die mit dem Bezugszeichen 3 gekennzeichnete Wolke
dargestellt. Der Betrieb der Spielzeuge 1 und 2 im Mobilfunknetz 3 ist
in 1 symbolisch durch die strichpunktierten Doppelpfeile
dargestellt.
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Durch
die in dem Mobilfunknetz 3 betreibbare Einrichtung zum
Empfang und/oder zum Senden von Daten, welche vorliegend als ein GSM/GPRS/3G-Modul
ausgebildet ist, wird erfindungsgemäß über
das Mobilfunknetz 3 eine Kommunikation mit einem der Spielzeuge 1 und/oder 2 als auch
eine Kommunikation unter den Spielzeugen 1 und 2 selbst
ermöglicht. So können beispielsweise Eltern (Person
bzw. Anrufer 4) das Spielzeug 1 beziehungsweise 2 anrufen.
Die über das Mobilfunknetz 3 erfolgende Kommunikation
zwischen den Spielzeugen 1 und 2 beziehungsweise
dem Mobilfunktelefon 5 der Person 4 und dem Spielzeug 1 und/oder
Spielzeug 2 ist in 1 durch
entsprechende, vorliegend blockhaft ausgebildeten Pfeile dargestellt.
Der integrierte Lautsprecher und das Mikrofon des jeweiligen Spielzeugs 1 bzw. 2 erlauben
so eine direkte Telefonkommunikation mit dem mit dem jeweiligen
Spielzeug 1 und/oder 2 Spielenden, in der Regel
einem Kind. In 1 ist symbolisch eine Person 4 dargestellt,
welche mit einem in dem Mobilfunknetz 3 betreibbaren Mobilfunktelefon 5 vorliegend
das Spielzeug 1 anruft, wobei im Rahmen des Anrufs übertragene
Sprachdaten seitens des Spielzeugs 1 über den Lautsprecher
akustisch wiedergegeben werden. Der Betrieb des Mobilfunktelefons 5 im
Mobilfunknetz 3 ist in 1 symbolisch
durch den strichpunktierten Doppelpfeil dargestellt. Dem mit dem
Spielzeug 1 spielenden Kind erscheint das Spielzeug 1 dabei
so, als ob dieses mit dem Kind interagiert. Der Anrufer 4 kann
dabei ebenfalls bestimmen, ob die Stimme, die seitens des Spielzeugs 1 beziehungsweise 2 wiedergegeben
wird, verändert werden soll oder nicht. Hierzu weist das
Spielzeug 1 beziehungsweise 2 vorteilhafterweise
eine Stimmverzerreinheit auf (in 1 nicht
explizit dargestellt).
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Durch
die in dem Mobilfunknetz 3 betreibbare Einrichtung zum
Empfang und/oder zum Senden von Daten, welche vorliegend als ein GSM/GPRS/3G-Modul
ausgebildet ist, wird erfindungsgemäß über
das Mobilfunknetz 3 eine Kommunikation mit einem der Spielzeuge 1 und/oder 2 als auch
eine Kommunikation unter den Spielzeugen 1 und 2 selbst
ermöglicht. So können beispielsweise Eltern (Person 6) über
eine Recheneinrichtung (PC) 7 mit Internetzugang (hier
nicht explizit dargestellt) an das Spielzeug 1 beziehungsweise 2 eine
SMS oder MMS schicken. Die entsprechende dann über das
Internet (hier nicht explizit dargestellt) und das Mobilfunknetz 3 erfolgende
Kommunikation zwischen den Spielzeugen 1 und 2 beziehungsweise
der Recheneinrichtung (PC) 7 der Person 6 und
dem Spielzeug 1 und/oder Spielzeug 2 ist in 1 durch
entsprechende, vorliegend blockhaft und schraffiert ausgebildeten
Pfeile dargestellt.
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Vorteilhafterweise
weist das Spielzeug 1 beziehungsweise 2 ferner
eine Speichereinrichtung auf, seitens welcher ausgewählte
Rufnummern speicherbar sind, die den mit dem Spielzeug 1 bzw. 2 Spielenden
durch eine Eingabe, beispielsweise durch Drücken einer
Taste oder durch akustische Eingabe, ein Rufaufbau zu seitens der
Speichereinrichtung gespeicherter ausgewählter Rufnummern
erlaubt, beispielsweise zu den Eltern, der Großmutter,
dem Babysitter, Freunden, welche über ein entsprechendes erfindungsgemäßes
Spielzeug verfügen, erlauben.
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Über
das Mobilfunknetz 3 können ferner die erfindungsgemäßen
Spielzeuge 1 und 2 automatisiert miteinander in
Interaktion treten. Die Spielzeuge 1 und 2 können
dann über das Mobilfunknetz 3 miteinander kommunizieren,
beispielsweise singen, tanzen, leuchten, sprechen, SMS- und/oder
MMS-Nachrichten versenden und/oder empfangen und dergleichen.
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Vorteilhafterweise
wird durch die in dem Mobilfunknetz betreibbare Einrichtung zum
Empfang und/oder zum Senden von Daten der erfindungsgemäßen
Spielzeuge 1 beziehungsweise 2 die Möglichkeit
einer Positionsbestimmung des Spielzeugs 1 beziehungsweise 2 und
damit des mit dem Spielzeug 1 beziehungsweise 2 Spielenden über
das Mobilfunknetz ermöglicht. Die Positionsbestimmung erfolgt
dabei vorteilhafterweise mittels standortbezogener Dienste des Mobilfunknetzes,
sogenannten Location Based Services (LBS: Location Based Services).
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Das
in 1 als Roboter 2 ausgebildete Spielzeug 2 kann
mittels der im Mobilfunknetz 3 betreibbaren Einrichtung
zum Empfang und/oder zum Senden von Daten vorliegend mit einem in
einem Mobilfunknetz betreibbaren Mobilfunktelefon oder aber auch
mit einem E-Mail-Postfach verknüpft werden. Der Spielroboter 2 kann
dabei, je nach Einstellung, auf lautlose oder geräuschvolle
Art und Weise auf den Eingang von SMS-Nachrichten, MMS-Nachrichten
und/oder E-Mails hinweisen, beispielsweise durch leuchtende und/oder
blinkende Leuchtelemente, Bewegungen von Gliedmaßen, beispielsweise Armbewegungen,
oder gesprochene Ankündigungen wie beispielsweise „Oma
schreibt dir eine Nachricht”. Entsprechende Nachrichten
können vorteilhafterweise von dem Spielzeug 2 dann
auch vorgelesen werden, wozu das Spielzeug 2 vorliegend
wenigstens eine Einrichtung aufweist, die aus einer mittels eines Nachrichtendienstes
des Mobilfunknetzes 3 empfangenen Nachricht eine Sprachnachricht
erzeugt, welche seitens des Lautsprechers des Spielzeugs 2 wiedergegeben
wird. Das Spielzeug 2 liest dem mit dem Spielzeug 2 Spielenden
die Nachricht damit dann vor. Ferner kann das Spielzeug 1 beziehungsweise
Spielzeug 2 über das Mobilfunknetz 3 mit
einem Mobilfunktelefon – beispielsweise von der Person 4 mit dem
Mobilfunktelefon 5 und/oder der Person 6 mit der
Recheneinrichtung (PC) 7, beispielsweise mittels SMS oder
durch eine spezielle Softwareapplikation auch zu bestimmten Aktionen
(Effektfunktionalität) gebracht werden, beispielsweise
mit dem Arm winken, sich verbeugen oder dergleichen. Das Spielzeug 1 beziehungsweise 2 wird
damit über das Mobilfunknetz 3 bzw. das Internet
(hier nicht dargestellt) und das Mobilfunknetz 3 zumindest
bezüglich der Effektfunktionalitäten fernsteuerbar.
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Der
Spielroboter 2 weist vorliegend weiter eine digitale Kamera
auf, welche vorteilhafterweise mit einer Einrichtung zur vorzugsweise
automatischen Erkennung von Objekten, besonders bevorzugt von sich
bewegenden Objekten versehen ist. So kann beispielsweise der Spielroboter 2 in
einem bestimmten Spielmodus beziehungsweise Spielzustand von dem
mit dem Spielzeug 2 Spielenden spielerisch aufgefordert
werden, bestimmte Gegenstände zu suchen und/oder von einem
Ort zu einem anderen Ort zu bewegen. Die Kamera des Spielroboters 2 ist
vorteilhafterweise über das Mobilfunknetz 3 beispielsweise
von der Person 4 derart steuerbar, dass der Spielroboter 2 Aufnahmen
seiner Umgebung macht, welche der Person 4 über
das Mobilfunknetz 3 auf das Mobilfunktelefon 5 übermittelt bzw. übertragen
und wiedergegeben werden bzw. wiedergebbar sind. Entsprechend kann
auch eine Übertragung bzw. Übermittlung an die
Person 6 über das Mobilfunknetz 3 und
das Internet (hier nicht dargestellt) erfolgen. Eltern können
so beispielsweise auch optisch überprüfen, was
ihr mit dem Spielzeug 2 spielendes Kind gerade macht und/oder
wo es ist und/oder wer bei diesem ist.
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Die
erfindungsgemäßen Spielzeuge und Anwendungsszenarien
weisen insbesondere folgende Vorteile auf:
- – Die
Spielzeuge erlauben dem Spielenden ein einfaches und alters- bzw.
fähigkeitsgerechtes Telefonieren, insbesondere durch Verwendung
unterschiedlicher Spielzeuge für verschiedene Altersgruppen
von Kindern;
- – hoher Spaßfaktor für Kinder, da
das Spielzeug mit ihm sprechen kann, besonders vorteilhaft bei veränderter
Stimme von Eltern oder dergleichen Bezugspersonen;
- – Möglichkeit zum Spielen auf Entfernung mit Freunden,
die ein entsprechendes Spielzeug haben, über das Mobilfunknetz;
- – ortsunabhängige Interaktion zwischen Spielzeugen
gleicher Art ist vorteilhafterweise über das Mobilfunknetz
ermöglicht, so dass entsprechende über das Mobilfunknetz
miteinander interagierende Spielzeuge in Interaktion treten können,
insbesondere singen, tanzen, leuchten, sprechen und/oder Nachrichten
versenden und/oder empfangen können;
- – einfache Bedienung;
- – komfortable Befehlserteilung mittels Mobilfunktelefon
und/oder Rechner (PC) über das Mobilfunknetz 3;
- – automatische Benachrichtigung über den Eingang
von Nachrichten, wie SMS, MMS und/oder E-Mail, letztere insbesondere
auch wenn der Speilende nicht gerade im Internet erreichbar ist (online
ist);
- – Nachrichten wie SMS, MMS und/oder E-Mail können
von dem Spielzeug dem Spielenden vorgelesen werden.
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Das
in der Figur der Zeichnung dargestellte und die in Zusammenhang
mit dieser beschriebenen Ausführungsbeispiele und Anwendungsszenarien der
Erfindung dienen lediglich der Erläuterung der Erfindung
und sind für diese nicht beschränkend.
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- 1
- Spielzeug
(Puppe)
- 2
- Spielzeug
(Roboter)
- 3
- Mobilfunknetz
- 4
- Person/Anrufer
- 5
- Mobilfunktelefon
- 6
- Person
- 7
- Recheneinrichtung
(PC)
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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