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Die
Erfindung betrifft einen Sattel zum Auflegen auf ein Reittier, insbesondere
ein Pferd, wobei der Sattel ein formgebendes Gerüst, den Sattelbaum aufweist,
der im vorderen Bereich seitliche und jeweils mit einer Abwärtskomponente
verlaufende und in aufgelegter Stellung den vorderen Rücken des Reittieres
im oberen Bereich seitlich umgreifende Ausleger, die Ortspitzen
umfasst, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 oder des Anspruchs
2.
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Es
ist bekannt, den Sattelbaum eines Sattels mit einem in aufgelegter
Stellung vorderem Querträger,
dem Vorderzwiesel zu versehen, der zu beiden Querseiten hin abwärtsgekrümmte Ortspitzen
aufweist und mit diesen um den oberen Teil des Rückens des Reittieres greift.
Der Vorderzwiesel zeigt dann in Ansicht von vorne einen zum Beispiel
halbrunden oder halbelliptischen oder parabelförmigen Verlauf. Er kann über einen
oder mehrere nach hinten weisende Längsträger (bars) mit einem hinteren Querträger (häufig als
Hinterzwiesel bezeichnet) verbunden sein, der in seinem oberen Bereich
wie eine Halbschale aufwärts
gekrümmt
sein kann, so dass der Sattel dadurch seine grundlegende Form erhält.
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Die
Ortspitzen liegen in aufgelegter Stellung des Sattels nur wenig
hinter dem sog. Kapuzenmuskel eines Reittieres. Dabei ergibt sich
die Schwierigkeit, dass sich die Schulterblattspitzen oder Muskeln des
Reittieres während
seiner Bewegung gegen die anliegenden und nach unten weisenden Ortspitzen schieben
können,
die dadurch eine Hemmung der Bewegung, u. U. mit Schmerzen für das Tier
verbunden, bewirken können.
Diese Problematik ergibt sich insbesondere daraus, dass beim Abfußen des
Reittieres sich die Schulterblattspitze rotierend um eine Hochachse nach
hinten bewegt und diese Rotationsbewegung dadurch Freiraum nach
hinten und außen benötigt, der
bei bekannten Sätteln
nicht gegeben ist.
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Die
DE 29 23 002 A1 offenbart
bereits einen verstellbaren Sattelbaum, bei welchem der in die Ortspitzen übergehende
Vorderzwiesel geteilt, gelenkig miteinander verbunden und über eine
Schraubverstellung anstellbar ist. Dadurch lassen sich die Ortspitzen
spreizen bzw. aufeinander zu bewegen, so dass eine Einstellung des
Sattelbaums auf die Breite des Widerristes des Reittiers möglich ist.
Angaben über
die Ausformung der Ortspitzen sind hier jedoch nicht gemacht.
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Die
GB 190 917 298 A offenbart
einen Reitsattel mit einem Sattelbaum, dessen Ortspitzen durch einen
zurückgesetzten
Vorderzwiesel miteinander verbunden sind. Durch die zurückgeschrittene Kammer
wird für
die Widerristlänge
mehr Platz geboten. Über
die Ausgestaltung der Ortspitzen, welche auf die Schulterblattspitzen
bzw. die Muskeln des Bewegungsapparates des Reittiers drücken, wird
nichts ausgesagt.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Optimierung des Sattels
unter Vermeidung der o. g. Nachteile zu erreichen.
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Die
Erfindung löst
diese Aufgabe durch einen Sattel insbesondere einen Sattelbaum mit
der Bezeichnung Free Rotation Tree (FRT) mit den Merkmalen des Anspruchs
1 oder durch einen Sattel/Sattelbaum mit den Merkmalen des Anspruchs
2, die einzeln oder in Kombination miteinander verwirklicht sein
können.
Hinsichtlich vorteilhafter Ausgestaltungen und Weiterbildungen der
Erfindung wird auf die weiteren Ansprüche 3 bis 11 verwiesen.
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Erfindungsgemäß ist der
Sattel in seiner hemmenden Wirkung auf Schulterblätter und/oder Schultermuskeln
des Reittieres, insbesondere Pferdes, entschärft. Diesen wird mehr Raum
gegeben, so dass ein Einengen oder gar Scheuern der Ortspitzen vermieden
werden kann.
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Wenn
die Ortspitzen gemäß Anspruch
1 jeweils eine gegenüber
dem umgebenden Verlauf der Ortspitzen aufwärts und/oder seitwärts gerichtete Auswölbung aufweisen,
ist an jeder Seite ein zusätzlicher
Raum zur Seite und nach oben für
insbesondere die Schulterblätter
und/oder Muskeln des Reittieres eröffnet.
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Wenn
die Ortspitzen gemäß Anspruch
2 jeweils einen derart ausgewölbten
Bereich aufweisen, dass dieser in aufgelegter Stellung des Sattels
mit einer Komponente heckwärts
weist, ist der Abstand der Ortspitzen zu den Schulterblättern und/oder
Muskeln dadurch längs
am Rücken
nach hinten hin vergrößert, so
dass wiederum die Bewegungsfreiheit vergrößert und die Gefahr von Bewegungseinschränkungen
vermindert ist.
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Vorteilhaft
kann die nach oben und/oder seitlich weisende Auswölbung mit
der Heckwärtsauswölbung der
Ortspitzen kombiniert werden, um damit durch zwei Maßnahmen,
die jede für
sich relativ klein gehalten werden können, die Bewegungsfreiheit
zu erhöhen.
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Bei
beiden Ausführungen
wie auch bei einer Kombination der Ausführungen können die Ortspitzen ober- und
unterhalb der Auswölbungen
einen herkömmlichen
Verlauf aufweisen und somit eine gute Anlage an den Tierrücken und
einen sicheren Halt des Sattels gewährleisten.
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Vorteilhaft
ist der Sattelbaum in sich zumindest nahezu starr, also von nur
vergleichsweise geringer Elastizität, so dass er einen stabilen
Grundrahmen zum Aufbau eines Sattels bildet.
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Ein
solcher Sattelbaum kann trotz einer hohen Stabilität auch eine
gewisse Federungs- und Dämpfungswirkung
haben und hierfür
vorteilhaft zum Beispiel aus Holz, Leichtmetall oder einem faserverstärkten Kunststoff,
einem Kunststoff, Leder oder einem anderen zur Herstellung des Sattelbaums
geeigneten Werkstoff gebildet sein. Dabei kommt auch ein Aufbau
mit Profilen oder anderen Hohlstrukturen zur Verbesserung von Federung
und Dämpfung
und zur Gewichtsersparnis in Betracht.
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Auch
kann der Vorderzwiesel zumindest bereichsweise stahlverstärkt, etwa
mit Kopfeisen oberhalb und/oder unterhalb der Sattelkammer ausgestattet
sein.
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Um
einen sanften Verlauf der Übergänge der Ortspitzen
in die Auswölbungen
ohne scharfe Kanten zu ermöglichen,
können
die Auswölbungen
in einem linksgekrümmten
Verlauf aus dem oberen Ende der Ortspitze herausgeformt sein, dann
im Nahbereich ihrer höchsten
Position einen rechtsgekrümmten
Verlauf einneh men und anschließend
in einem linksgekrümmten
Verlauf in das untere Ende der Ortspitze übergehen.
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Für eine in
jeder Bewegungssituation merkbare Verbesserung der Bewegungsfreiheit
von Schulterblatt und/oder Muskeln können die Auswölbungen
dabei in ihrer maximal ausgeformten Stelle, also in ihrer höchsten bzw.
am weitesten heckwärts weisenden
Position, einen ausreichenden Abstand (z. B. zumindest fünf Zentimeter)
gegenüber
einer gedachten Verbindung zwischen dem oberen und dem unteren Endbereich
der Ortspitzen aufweisen.
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Weitere
Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus in der Zeichnung
dargestellten und nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispielen des erfindungsgemäßen Sattelbaums.
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In
der Zeichnung zeigt:
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1 eine
schematische Ansicht eines erfindungsgemäß ausgebildeten Sattelbaums
mit nach seitlich außen/oben
weisende Auswölbungen
gemäß Anspruch
1 in Ansicht von vorne,
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2 den
Sattelbaum nach 1 in Ansicht von hinten,
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3 den
Sattelbaum nach 1 in Seitenansicht,
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4 den
Sattelbaum nach 1 in Ansicht von oben,
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5 den
Sattelbaum nach 1 in perspektivischer Ansicht
von schräg
vorne,
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6 eine
schematische Ansicht eines alternativen, erfindungsgemäß ausgebildeten
Sattelbaums mit nach hinten weisenden Auswölbungen gemäß Anspruch 2 in Ansicht von
vorne,
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7 den
Sattelbaum nach 6 in Ansicht von hinten,
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8 den
Sattelbaum nach 6 in Seitenansicht,
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9 den
Sattelbaum nach 6 in Ansicht von oben,
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10 den
Sattelbaum nach 6 in perspektivischer Ansicht
von schräg
vorne,
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11 eine
schematische Ansicht eines weiteren alternativen, erfindungsgemäß ausgebildeten
Sattelbaums mit nach hinten und seitlich auswärts weisenden Auswölbungen
in Kombination gemäß Anspruch
3 in Ansicht von vorne,
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12 den
Sattelbaum nach 11 in Ansicht von hinten,
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13 den
Sattelbaum nach 11 in Seitenansicht,
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14 den
Sattelbaum nach 11 in Ansicht von oben,
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15 den
Sattelbaum nach 11 in perspektivischer Ansicht
von schräg
vorne,
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16 eine
schematische Ansicht eines herkömmlichen,
nicht erfindungsgemäß ausgebildeten
Sattelbaums in Ansicht von vorne,
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17 den
Sattelbaum nach 16 in Ansicht von hinten,
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18 den
Sattelbaum nach 16 in Seitenansicht,
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19 den
Sattelbaum nach 16 in Ansicht von oben,
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20 den
Sattelbaum nach 16 in perspektivischer Ansicht
von schräg
vorne.
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Von
einem erfindungsgemäßen Sattel
zum Auflegen auf ein Reittier, insbesondere ein Pferd, ist in 1 bis 5 ein
erstes Ausführungsbeispiel
eines formgebenden Sattelbaums 1 schematisch dargestellt.
Der Sattelbaum ist zur Ausbildung eines Reitsattels u. a. noch mit
einem Sattelsitz inklusive kleiner und großer Satteltaschen, sowie einem
Unterbau, die hier nicht gezeigt sind zu versehen.
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Der
Sattelbaum 1 weist in seinem bezüglich der Orientierung in aufgelegter
Stellung vorderen Bereich einen Vorderzwiesel 3 auf, an
den sich seitliche und jeweils mit einer Abwärtskomponente verlaufende und
in aufgelegter Stellung den vorderen Rücken des Reittieres im oberen
Bereich seitlich umgreifende Ortspitzen 2 anschließen. Die
Ortspitzen 2 zeigen in Ansicht von vorne (1) über einen
Teil ihres Verlaufs einen zum Beispiel halbrunden oder halbelliptischen
oder parabelförmigen
Verlauf. Im hinteren Bereich ist ein weiterer Querträger vorhanden,
der häufig
auch als Hinterzwiesel 4 bezeichnet wird und über einen
oder mehrere (hier zwei) Längsträger (bars) 5 mit
dem Vorderzwiesel 3 verbunden ist.
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Der
Sattelbaum 1 ist in sich zumindest nahezu starr und dadurch
für den
Sattel formgebend, kann jedoch eine Restelastizität und Anpassungsfähigkeit an
den Tierrücken
aufweisen. Hierfür
ist der Sattelbaum 1, welcher ein- oder mehrstückig aufgebaut sein
kann, häufig
aus Holz, Leichtmetall, Leder, Kunststoff oder dergleichen, oder
einer Kombination dieser Werkstoffe gebildet. Insbesondere können für die gewünschte Restelastizität bei gleichzeitig
hoher Stabilität
auch Hohlkörper,
wie etwa Profile, Verwendung finden.
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Auch
kann der Vorderzwiesel 3 zumindest bereichsweise stahlverstärkt zum
Beispiel mit Kopfeisen oberhalb und/oder unterhalb der Sattelkammer ausgeführt sein.
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In
der Ausbildung nach den 1 bis 5 ist der
Verlauf der Ortspitzen 2 in Ansicht von vorne nicht durchgehend
geradlinig oder halbrund, halbelliptischen, parabelförmig oder
sonst gleichmäßig gekrümmt, sondern
die Ortspitzen 2 zeigen jeweils innerhalb ihres Verlaufs
gegenüber
umgebenden Bereichen 2 oben bzw. 2o und 2 unten
bzw. 2u aufwärts und/oder
quer seitlich ausgreifende Auswölbungen 6.
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Dabei
weisen die Ortspitzen 2 gemäß der Zeichnung in ihren Bereichen 2o oberhalb
und 2u unterhalb der jeweiligen Auswölbung 6 einen herkömmlichen
Verlauf auf, der auch an einem nicht erfindungsgemäß ausgebildeten
Sattelbaum, der zum Vergleich in den 16 bis 20 schematisch
gezeigt ist, erkennbar ist.
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Aus
dem oberen Bereich 2o der in 1 rechten
Ortspitze 2 sind die Auswölbungen 6 in einem
zunächst
sanft übergehenden,
linksgekrümmten Verlauf
aus der Ortspitze 2 herausgeformt sind gehen dann im Nahbereich
ihres Maximums 7 in einen rechtsgekrümmten Verlauf über und
münden
anschließend
unterhalb dieses Maximums wieder in einem linksgekrümmten, abgerundeten
Verlauf in das untere Ende 2u der Ortspitze 2.
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Das
Maximum 7 der Auswölbung 6 liegt
in einem Abstand 8 oberhalb einer gedachten Verbindung
zwischen dem oberen 2o und dem unteren Endbereich 2u des
Auslegers 2, wobei der Abstand ausreichend bemessen sein
soll. Die gedach te Linie würde
dabei einer herkömmlichen
Ausbildung (16 bis 20) entsprechen.
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Dadurch
schaffen die Auswölbungen 6 in aufgelegter
Stellung einen zusätzlichen
Freiraum für Schultergelenke,
Schulterblatt (Scapula), Schulterblattspitze und Kapuzenmuskel des
Reittieres, insbesondere beim Abfußen und der dabei auftretenden Rotationsbewegung.
Diese kann dadurch ungestört verlaufen.
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In
einer alternativen Ausbildung nach den 6 bis 10 ist
im Sattelbaum 101 der Verlauf der Ortspitzen 102 in
Ansicht von vorne durchgehend geradlinig oder halbrund, halbelliptisch,
parabelförmig
oder sonst gleichmäßig gekrümmt (6),
jedoch zeigen die Ortspitzen 102 in Seitenansicht (8)
jeweils innerhalb ihres Verlaufs gegenüber umgebenden Bereichen 102 oben
bzw. 102o und 102 unten bzw. 102u bezüglich des
Reittieres mit einer Komponente heckwärts ausgreifende Auswölbungen 106.
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Dabei
weisen wiederum die Ortspitzen 102 gemäß der Zeichnung in ihren Bereichen 102o oberhalb
und 102u unterhalb der jeweiligen Auswölbung 106 einen herkömmlichen
Verlauf auf.
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Auch
hier sind die Übergänge wiederum
fließend,
indem aus dem oberen Bereich 102o die Ortspitze 106 in
einem zunächst
sanft linksgekrümmten Verlauf
aus der Ortspitze 102 herausgeformt sind und im Nahbereich
ihres Maximums 107 in einen rechtsgekrümmten Verlauf übergehet
und anschließend unterhalb
dieses Maximums 107 wieder in einem linksgekrümmten, abgerundeten
Verlauf in das untere Ende 102u der jeweiligen Ortspitze 102 einmünden (8).
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Das
Maximum 107 der Auswölbung 106 liegt in
einem ausreichenden Abstand 108 von z. B. einigen Zentimetern
hinter einer gedachten Verbindung zwischen dem oberen 102o und
dem unteren Endbereich 102u der Ortspitze 102.
Diese gedachte Linie würde
wiederum einer herkömmlichen
Ausbildung (16 bis 20) entsprechen.
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Auch
in dieser Version schaffen somit die Auswölbungen 106 in aufgelegter
Stellung einen zusätzlichen
Freiraum für
Schultergelenke, Schulterblätter,
Schulterspitze und Kapuzenmuskeln des Reittieres, insbesondere beim
Abfußen
und der dabei auftretenden Rotationsbewegung.
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In
einer weiteren alternativen Ausbildung nach den 11 bis 15 sind
die schräg
seitlich nach oben ausgreifenden Auswölbungen 6 mit den nach
hinten ausgreifenden Auswölbungen 106 zu
in drei Raumrichtungen ausgreifenden Auswölbungen 206 gemäß Anspruch
3 kombiniert. Dadurch ist in diesem Sattelbaum 201 der
Verlauf der Ortspitzen 202 weder in Ansicht von vorne durchgehend
geradlinig oder halbrund, halbelliptisch, parabelförmig oder sonst
gleichmäßig gekrümmt (11),
noch ergibt sich in Seitenansicht (13) ein
gleichmäßig durchgehender
Verlauf.
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Auch
hier sind die Übergänge wiederum
fließend,
indem aus dem oberen Bereich 202 oben bzw. 202o die
Auswölbungen 206 in
einem zunächst
sanft linksgekrümmten
Verlauf aus der Ortspitze 202 herausgeformt sind und im
Nahbereich ihres Maximums 207 in einen rechtsgekrümmten Verlauf übergehen und
anschließend
unterhalb dieses Maximums 207 wieder in einem linksgekrümmten, abgerundeten Verlauf
in das untere Ende 202 unten bzw. 202u der jeweiligen
Ortspitze 202 einmünden
(11, 13). Dieser Übergang findet jetzt jeweils
in einer zusätzlichen
Dimension statt.
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Das
Maximum 207 der Auswölbung 206 soll wiederum
in einem ausreichenden Abstand 208 hinter einer gedachten
Verbindung zwischen dem oberen 202o und dem unteren Endbereich 202u der
Ortspitze 202 liegen. Aufgrund der weiteren Dimension kann
die Gesamtdistanz in jeder einzelnen Dimension zur gedachten konventionellen
Linie jedoch auch etwas kleiner ausfallen. Dennoch könnten auch
dann mit dem dreidimensionalen Ausweichen der Ortspitzen 202 die
Auswölbungen 206 in
aufgelegter Stellung einen erheblichen zusätzlichen Freiraum für Schultergelenke,
Schulterspitze und Kapuzenmuskeln des Reittieres schaffen. Die Auswölbungen 206 müssen also
keine exakte Addition der Auswölbungen 6 und 106 sein.
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Die
Form und Größe der Auswölbungen 6, 106, 206 sind
je nach Reittier und Sattelart sowie Sattelgröße wählbar. U. U. ist auch eine
Verstellung der Auswölbungen
möglich,
zum Beispiel durch eine mehrteilige Ausbildung der Ortspitzen oder
durch Verwendung von Verstellelementen, die eine Restelastizität der Ortspitzen 2, 102, 202 nutzen
und diese in leicht unterschiedlichen Positionen einstellen können. Unter
Auswölbungen
sind daher verschiedenartige Ausformungen oder sonstige Abweichungen
vom konventionellen Verlauf der Ortspitzen 2, 102, 202 zu
verstehen. Die Auswölbungen 6, 106, 206 müssen nicht
aus einem einteiligen Körper
herausgearbeitet sein. Mit der Flexibilität der Auswölbungen kann eine individuelle
Anpassung an ein jeweiliges Reittier, zum Beispiel verschiedene
Pferderassen, ermöglicht
sein.
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Auch
ist es möglich,
einen ansonsten im Wesentlichen baugleichen Sattel in Versionen
mit verschiedenen Auswölbungen 6, 106, 206 vorzusehen.
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Da
die Abbildungen nach den 16 bis 20 einen
herkömmlichen
Sattelbaum ohne erfindungsgemäße Auswölbungen
zeigen, sind diese nicht mit Bezugszeichen versehen.
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- 1,
101, 201
- Sattelbaum,
- 2,
102, 202
- Ortspitzen,
- 3
- Vorderzwiesel,
- 4
- Hinterzwiesel,
- 5
- Längsträger,
- 6,
106, 206
- Auswölbung,
- 7,
107, 207
- Maximum
der Auswölbung,
- 8,
108, 208
- Abstand
des Maximums zur gedachten herkömmlichen
Linie,