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DE102008055940B4 - Sattel - Google Patents

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DE102008055940B4 DE200810055940 DE102008055940A DE102008055940B4 DE 102008055940 B4 DE102008055940 B4 DE 102008055940B4 DE 200810055940 DE200810055940 DE 200810055940 DE 102008055940 A DE102008055940 A DE 102008055940A DE 102008055940 B4 DE102008055940 B4 DE 102008055940B4
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    • B68SADDLERY; UPHOLSTERY
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    • B68C1/00Saddling equipment for riding- or pack-animals
    • B68C1/02Saddles
    • B68C1/025Saddle-trees

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  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Finger-Pressure Massage (AREA)

Abstract

Sattel zum Auflegen auf ein Reittier, insbesondere ein Pferd, wobei der Sattel ein formgebendes Gerüst, den Sattelbaum (1; 201) aufweist, der im vorderen Bereich seitliche und jeweils mit einer Abwärtskomponente verlaufende und in aufgelegter Stellung den vorderen Rücken des Reittieres im oberen Bereich seitlich umgreifende Ausleger, die Ortspitzen (2; 202) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Ortspitzen (2; 202) des Sattelbaums (1; 201) jeweils eine gegenüber dem umgebenden Verlauf (2o; 2u) der Ortspitzen (2; 202) aufwärts und/oder quer seitlich gerichtete Auswölbung (6; 206) aufweisen.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Sattel zum Auflegen auf ein Reittier, insbesondere ein Pferd, wobei der Sattel ein formgebendes Gerüst, den Sattelbaum aufweist, der im vorderen Bereich seitliche und jeweils mit einer Abwärtskomponente verlaufende und in aufgelegter Stellung den vorderen Rücken des Reittieres im oberen Bereich seitlich umgreifende Ausleger, die Ortspitzen umfasst, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 oder des Anspruchs 2.
  • Es ist bekannt, den Sattelbaum eines Sattels mit einem in aufgelegter Stellung vorderem Querträger, dem Vorderzwiesel zu versehen, der zu beiden Querseiten hin abwärtsgekrümmte Ortspitzen aufweist und mit diesen um den oberen Teil des Rückens des Reittieres greift. Der Vorderzwiesel zeigt dann in Ansicht von vorne einen zum Beispiel halbrunden oder halbelliptischen oder parabelförmigen Verlauf. Er kann über einen oder mehrere nach hinten weisende Längsträger (bars) mit einem hinteren Querträger (häufig als Hinterzwiesel bezeichnet) verbunden sein, der in seinem oberen Bereich wie eine Halbschale aufwärts gekrümmt sein kann, so dass der Sattel dadurch seine grundlegende Form erhält.
  • Die Ortspitzen liegen in aufgelegter Stellung des Sattels nur wenig hinter dem sog. Kapuzenmuskel eines Reittieres. Dabei ergibt sich die Schwierigkeit, dass sich die Schulterblattspitzen oder Muskeln des Reittieres während seiner Bewegung gegen die anliegenden und nach unten weisenden Ortspitzen schieben können, die dadurch eine Hemmung der Bewegung, u. U. mit Schmerzen für das Tier verbunden, bewirken können. Diese Problematik ergibt sich insbesondere daraus, dass beim Abfußen des Reittieres sich die Schulterblattspitze rotierend um eine Hochachse nach hinten bewegt und diese Rotationsbewegung dadurch Freiraum nach hinten und außen benötigt, der bei bekannten Sätteln nicht gegeben ist.
  • Die DE 29 23 002 A1 offenbart bereits einen verstellbaren Sattelbaum, bei welchem der in die Ortspitzen übergehende Vorderzwiesel geteilt, gelenkig miteinander verbunden und über eine Schraubverstellung anstellbar ist. Dadurch lassen sich die Ortspitzen spreizen bzw. aufeinander zu bewegen, so dass eine Einstellung des Sattelbaums auf die Breite des Widerristes des Reittiers möglich ist. Angaben über die Ausformung der Ortspitzen sind hier jedoch nicht gemacht.
  • Die GB 190 917 298 A offenbart einen Reitsattel mit einem Sattelbaum, dessen Ortspitzen durch einen zurückgesetzten Vorderzwiesel miteinander verbunden sind. Durch die zurückgeschrittene Kammer wird für die Widerristlänge mehr Platz geboten. Über die Ausgestaltung der Ortspitzen, welche auf die Schulterblattspitzen bzw. die Muskeln des Bewegungsapparates des Reittiers drücken, wird nichts ausgesagt.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Optimierung des Sattels unter Vermeidung der o. g. Nachteile zu erreichen.
  • Die Erfindung löst diese Aufgabe durch einen Sattel insbesondere einen Sattelbaum mit der Bezeichnung Free Rotation Tree (FRT) mit den Merkmalen des Anspruchs 1 oder durch einen Sattel/Sattelbaum mit den Merkmalen des Anspruchs 2, die einzeln oder in Kombination miteinander verwirklicht sein können. Hinsichtlich vorteilhafter Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung wird auf die weiteren Ansprüche 3 bis 11 verwiesen.
  • Erfindungsgemäß ist der Sattel in seiner hemmenden Wirkung auf Schulterblätter und/oder Schultermuskeln des Reittieres, insbesondere Pferdes, entschärft. Diesen wird mehr Raum gegeben, so dass ein Einengen oder gar Scheuern der Ortspitzen vermieden werden kann.
  • Wenn die Ortspitzen gemäß Anspruch 1 jeweils eine gegenüber dem umgebenden Verlauf der Ortspitzen aufwärts und/oder seitwärts gerichtete Auswölbung aufweisen, ist an jeder Seite ein zusätzlicher Raum zur Seite und nach oben für insbesondere die Schulterblätter und/oder Muskeln des Reittieres eröffnet.
  • Wenn die Ortspitzen gemäß Anspruch 2 jeweils einen derart ausgewölbten Bereich aufweisen, dass dieser in aufgelegter Stellung des Sattels mit einer Komponente heckwärts weist, ist der Abstand der Ortspitzen zu den Schulterblättern und/oder Muskeln dadurch längs am Rücken nach hinten hin vergrößert, so dass wiederum die Bewegungsfreiheit vergrößert und die Gefahr von Bewegungseinschränkungen vermindert ist.
  • Vorteilhaft kann die nach oben und/oder seitlich weisende Auswölbung mit der Heckwärtsauswölbung der Ortspitzen kombiniert werden, um damit durch zwei Maßnahmen, die jede für sich relativ klein gehalten werden können, die Bewegungsfreiheit zu erhöhen.
  • Bei beiden Ausführungen wie auch bei einer Kombination der Ausführungen können die Ortspitzen ober- und unterhalb der Auswölbungen einen herkömmlichen Verlauf aufweisen und somit eine gute Anlage an den Tierrücken und einen sicheren Halt des Sattels gewährleisten.
  • Vorteilhaft ist der Sattelbaum in sich zumindest nahezu starr, also von nur vergleichsweise geringer Elastizität, so dass er einen stabilen Grundrahmen zum Aufbau eines Sattels bildet.
  • Ein solcher Sattelbaum kann trotz einer hohen Stabilität auch eine gewisse Federungs- und Dämpfungswirkung haben und hierfür vorteilhaft zum Beispiel aus Holz, Leichtmetall oder einem faserverstärkten Kunststoff, einem Kunststoff, Leder oder einem anderen zur Herstellung des Sattelbaums geeigneten Werkstoff gebildet sein. Dabei kommt auch ein Aufbau mit Profilen oder anderen Hohlstrukturen zur Verbesserung von Federung und Dämpfung und zur Gewichtsersparnis in Betracht.
  • Auch kann der Vorderzwiesel zumindest bereichsweise stahlverstärkt, etwa mit Kopfeisen oberhalb und/oder unterhalb der Sattelkammer ausgestattet sein.
  • Um einen sanften Verlauf der Übergänge der Ortspitzen in die Auswölbungen ohne scharfe Kanten zu ermöglichen, können die Auswölbungen in einem linksgekrümmten Verlauf aus dem oberen Ende der Ortspitze herausgeformt sein, dann im Nahbereich ihrer höchsten Position einen rechtsgekrümmten Verlauf einneh men und anschließend in einem linksgekrümmten Verlauf in das untere Ende der Ortspitze übergehen.
  • Für eine in jeder Bewegungssituation merkbare Verbesserung der Bewegungsfreiheit von Schulterblatt und/oder Muskeln können die Auswölbungen dabei in ihrer maximal ausgeformten Stelle, also in ihrer höchsten bzw. am weitesten heckwärts weisenden Position, einen ausreichenden Abstand (z. B. zumindest fünf Zentimeter) gegenüber einer gedachten Verbindung zwischen dem oberen und dem unteren Endbereich der Ortspitzen aufweisen.
  • Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus in der Zeichnung dargestellten und nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispielen des erfindungsgemäßen Sattelbaums.
  • In der Zeichnung zeigt:
  • 1 eine schematische Ansicht eines erfindungsgemäß ausgebildeten Sattelbaums mit nach seitlich außen/oben weisende Auswölbungen gemäß Anspruch 1 in Ansicht von vorne,
  • 2 den Sattelbaum nach 1 in Ansicht von hinten,
  • 3 den Sattelbaum nach 1 in Seitenansicht,
  • 4 den Sattelbaum nach 1 in Ansicht von oben,
  • 5 den Sattelbaum nach 1 in perspektivischer Ansicht von schräg vorne,
  • 6 eine schematische Ansicht eines alternativen, erfindungsgemäß ausgebildeten Sattelbaums mit nach hinten weisenden Auswölbungen gemäß Anspruch 2 in Ansicht von vorne,
  • 7 den Sattelbaum nach 6 in Ansicht von hinten,
  • 8 den Sattelbaum nach 6 in Seitenansicht,
  • 9 den Sattelbaum nach 6 in Ansicht von oben,
  • 10 den Sattelbaum nach 6 in perspektivischer Ansicht von schräg vorne,
  • 11 eine schematische Ansicht eines weiteren alternativen, erfindungsgemäß ausgebildeten Sattelbaums mit nach hinten und seitlich auswärts weisenden Auswölbungen in Kombination gemäß Anspruch 3 in Ansicht von vorne,
  • 12 den Sattelbaum nach 11 in Ansicht von hinten,
  • 13 den Sattelbaum nach 11 in Seitenansicht,
  • 14 den Sattelbaum nach 11 in Ansicht von oben,
  • 15 den Sattelbaum nach 11 in perspektivischer Ansicht von schräg vorne,
  • 16 eine schematische Ansicht eines herkömmlichen, nicht erfindungsgemäß ausgebildeten Sattelbaums in Ansicht von vorne,
  • 17 den Sattelbaum nach 16 in Ansicht von hinten,
  • 18 den Sattelbaum nach 16 in Seitenansicht,
  • 19 den Sattelbaum nach 16 in Ansicht von oben,
  • 20 den Sattelbaum nach 16 in perspektivischer Ansicht von schräg vorne.
  • Von einem erfindungsgemäßen Sattel zum Auflegen auf ein Reittier, insbesondere ein Pferd, ist in 1 bis 5 ein erstes Ausführungsbeispiel eines formgebenden Sattelbaums 1 schematisch dargestellt. Der Sattelbaum ist zur Ausbildung eines Reitsattels u. a. noch mit einem Sattelsitz inklusive kleiner und großer Satteltaschen, sowie einem Unterbau, die hier nicht gezeigt sind zu versehen.
  • Der Sattelbaum 1 weist in seinem bezüglich der Orientierung in aufgelegter Stellung vorderen Bereich einen Vorderzwiesel 3 auf, an den sich seitliche und jeweils mit einer Abwärtskomponente verlaufende und in aufgelegter Stellung den vorderen Rücken des Reittieres im oberen Bereich seitlich umgreifende Ortspitzen 2 anschließen. Die Ortspitzen 2 zeigen in Ansicht von vorne (1) über einen Teil ihres Verlaufs einen zum Beispiel halbrunden oder halbelliptischen oder parabelförmigen Verlauf. Im hinteren Bereich ist ein weiterer Querträger vorhanden, der häufig auch als Hinterzwiesel 4 bezeichnet wird und über einen oder mehrere (hier zwei) Längsträger (bars) 5 mit dem Vorderzwiesel 3 verbunden ist.
  • Der Sattelbaum 1 ist in sich zumindest nahezu starr und dadurch für den Sattel formgebend, kann jedoch eine Restelastizität und Anpassungsfähigkeit an den Tierrücken aufweisen. Hierfür ist der Sattelbaum 1, welcher ein- oder mehrstückig aufgebaut sein kann, häufig aus Holz, Leichtmetall, Leder, Kunststoff oder dergleichen, oder einer Kombination dieser Werkstoffe gebildet. Insbesondere können für die gewünschte Restelastizität bei gleichzeitig hoher Stabilität auch Hohlkörper, wie etwa Profile, Verwendung finden.
  • Auch kann der Vorderzwiesel 3 zumindest bereichsweise stahlverstärkt zum Beispiel mit Kopfeisen oberhalb und/oder unterhalb der Sattelkammer ausgeführt sein.
  • In der Ausbildung nach den 1 bis 5 ist der Verlauf der Ortspitzen 2 in Ansicht von vorne nicht durchgehend geradlinig oder halbrund, halbelliptischen, parabelförmig oder sonst gleichmäßig gekrümmt, sondern die Ortspitzen 2 zeigen jeweils innerhalb ihres Verlaufs gegenüber umgebenden Bereichen 2 oben bzw. 2o und 2 unten bzw. 2u aufwärts und/oder quer seitlich ausgreifende Auswölbungen 6.
  • Dabei weisen die Ortspitzen 2 gemäß der Zeichnung in ihren Bereichen 2o oberhalb und 2u unterhalb der jeweiligen Auswölbung 6 einen herkömmlichen Verlauf auf, der auch an einem nicht erfindungsgemäß ausgebildeten Sattelbaum, der zum Vergleich in den 16 bis 20 schematisch gezeigt ist, erkennbar ist.
  • Aus dem oberen Bereich 2o der in 1 rechten Ortspitze 2 sind die Auswölbungen 6 in einem zunächst sanft übergehenden, linksgekrümmten Verlauf aus der Ortspitze 2 herausgeformt sind gehen dann im Nahbereich ihres Maximums 7 in einen rechtsgekrümmten Verlauf über und münden anschließend unterhalb dieses Maximums wieder in einem linksgekrümmten, abgerundeten Verlauf in das untere Ende 2u der Ortspitze 2.
  • Das Maximum 7 der Auswölbung 6 liegt in einem Abstand 8 oberhalb einer gedachten Verbindung zwischen dem oberen 2o und dem unteren Endbereich 2u des Auslegers 2, wobei der Abstand ausreichend bemessen sein soll. Die gedach te Linie würde dabei einer herkömmlichen Ausbildung (16 bis 20) entsprechen.
  • Dadurch schaffen die Auswölbungen 6 in aufgelegter Stellung einen zusätzlichen Freiraum für Schultergelenke, Schulterblatt (Scapula), Schulterblattspitze und Kapuzenmuskel des Reittieres, insbesondere beim Abfußen und der dabei auftretenden Rotationsbewegung. Diese kann dadurch ungestört verlaufen.
  • In einer alternativen Ausbildung nach den 6 bis 10 ist im Sattelbaum 101 der Verlauf der Ortspitzen 102 in Ansicht von vorne durchgehend geradlinig oder halbrund, halbelliptisch, parabelförmig oder sonst gleichmäßig gekrümmt (6), jedoch zeigen die Ortspitzen 102 in Seitenansicht (8) jeweils innerhalb ihres Verlaufs gegenüber umgebenden Bereichen 102 oben bzw. 102o und 102 unten bzw. 102u bezüglich des Reittieres mit einer Komponente heckwärts ausgreifende Auswölbungen 106.
  • Dabei weisen wiederum die Ortspitzen 102 gemäß der Zeichnung in ihren Bereichen 102o oberhalb und 102u unterhalb der jeweiligen Auswölbung 106 einen herkömmlichen Verlauf auf.
  • Auch hier sind die Übergänge wiederum fließend, indem aus dem oberen Bereich 102o die Ortspitze 106 in einem zunächst sanft linksgekrümmten Verlauf aus der Ortspitze 102 herausgeformt sind und im Nahbereich ihres Maximums 107 in einen rechtsgekrümmten Verlauf übergehet und anschließend unterhalb dieses Maximums 107 wieder in einem linksgekrümmten, abgerundeten Verlauf in das untere Ende 102u der jeweiligen Ortspitze 102 einmünden (8).
  • Das Maximum 107 der Auswölbung 106 liegt in einem ausreichenden Abstand 108 von z. B. einigen Zentimetern hinter einer gedachten Verbindung zwischen dem oberen 102o und dem unteren Endbereich 102u der Ortspitze 102. Diese gedachte Linie würde wiederum einer herkömmlichen Ausbildung (16 bis 20) entsprechen.
  • Auch in dieser Version schaffen somit die Auswölbungen 106 in aufgelegter Stellung einen zusätzlichen Freiraum für Schultergelenke, Schulterblätter, Schulterspitze und Kapuzenmuskeln des Reittieres, insbesondere beim Abfußen und der dabei auftretenden Rotationsbewegung.
  • In einer weiteren alternativen Ausbildung nach den 11 bis 15 sind die schräg seitlich nach oben ausgreifenden Auswölbungen 6 mit den nach hinten ausgreifenden Auswölbungen 106 zu in drei Raumrichtungen ausgreifenden Auswölbungen 206 gemäß Anspruch 3 kombiniert. Dadurch ist in diesem Sattelbaum 201 der Verlauf der Ortspitzen 202 weder in Ansicht von vorne durchgehend geradlinig oder halbrund, halbelliptisch, parabelförmig oder sonst gleichmäßig gekrümmt (11), noch ergibt sich in Seitenansicht (13) ein gleichmäßig durchgehender Verlauf.
  • Auch hier sind die Übergänge wiederum fließend, indem aus dem oberen Bereich 202 oben bzw. 202o die Auswölbungen 206 in einem zunächst sanft linksgekrümmten Verlauf aus der Ortspitze 202 herausgeformt sind und im Nahbereich ihres Maximums 207 in einen rechtsgekrümmten Verlauf übergehen und anschließend unterhalb dieses Maximums 207 wieder in einem linksgekrümmten, abgerundeten Verlauf in das untere Ende 202 unten bzw. 202u der jeweiligen Ortspitze 202 einmünden (11, 13). Dieser Übergang findet jetzt jeweils in einer zusätzlichen Dimension statt.
  • Das Maximum 207 der Auswölbung 206 soll wiederum in einem ausreichenden Abstand 208 hinter einer gedachten Verbindung zwischen dem oberen 202o und dem unteren Endbereich 202u der Ortspitze 202 liegen. Aufgrund der weiteren Dimension kann die Gesamtdistanz in jeder einzelnen Dimension zur gedachten konventionellen Linie jedoch auch etwas kleiner ausfallen. Dennoch könnten auch dann mit dem dreidimensionalen Ausweichen der Ortspitzen 202 die Auswölbungen 206 in aufgelegter Stellung einen erheblichen zusätzlichen Freiraum für Schultergelenke, Schulterspitze und Kapuzenmuskeln des Reittieres schaffen. Die Auswölbungen 206 müssen also keine exakte Addition der Auswölbungen 6 und 106 sein.
  • Die Form und Größe der Auswölbungen 6, 106, 206 sind je nach Reittier und Sattelart sowie Sattelgröße wählbar. U. U. ist auch eine Verstellung der Auswölbungen möglich, zum Beispiel durch eine mehrteilige Ausbildung der Ortspitzen oder durch Verwendung von Verstellelementen, die eine Restelastizität der Ortspitzen 2, 102, 202 nutzen und diese in leicht unterschiedlichen Positionen einstellen können. Unter Auswölbungen sind daher verschiedenartige Ausformungen oder sonstige Abweichungen vom konventionellen Verlauf der Ortspitzen 2, 102, 202 zu verstehen. Die Auswölbungen 6, 106, 206 müssen nicht aus einem einteiligen Körper herausgearbeitet sein. Mit der Flexibilität der Auswölbungen kann eine individuelle Anpassung an ein jeweiliges Reittier, zum Beispiel verschiedene Pferderassen, ermöglicht sein.
  • Auch ist es möglich, einen ansonsten im Wesentlichen baugleichen Sattel in Versionen mit verschiedenen Auswölbungen 6, 106, 206 vorzusehen.
  • Da die Abbildungen nach den 16 bis 20 einen herkömmlichen Sattelbaum ohne erfindungsgemäße Auswölbungen zeigen, sind diese nicht mit Bezugszeichen versehen.
  • 1, 101, 201
    Sattelbaum,
    2, 102, 202
    Ortspitzen,
    3
    Vorderzwiesel,
    4
    Hinterzwiesel,
    5
    Längsträger,
    6, 106, 206
    Auswölbung,
    7, 107, 207
    Maximum der Auswölbung,
    8, 108, 208
    Abstand des Maximums zur gedachten herkömmlichen Linie,

Claims (11)

  1. Sattel zum Auflegen auf ein Reittier, insbesondere ein Pferd, wobei der Sattel ein formgebendes Gerüst, den Sattelbaum (1; 201) aufweist, der im vorderen Bereich seitliche und jeweils mit einer Abwärtskomponente verlaufende und in aufgelegter Stellung den vorderen Rücken des Reittieres im oberen Bereich seitlich umgreifende Ausleger, die Ortspitzen (2; 202) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Ortspitzen (2; 202) des Sattelbaums (1; 201) jeweils eine gegenüber dem umgebenden Verlauf (2o; 2u) der Ortspitzen (2; 202) aufwärts und/oder quer seitlich gerichtete Auswölbung (6; 206) aufweisen.
  2. Sattel zum Auflegen auf ein Reittier, insbesondere ein Pferd, wobei der Sattel ein formgebendes Gerüst, der Sattelbaum (101; 201) aufweist, der im vorderen Bereich seitliche und jeweils mit einer Abwärtskomponente verlaufende und in aufgelegter Stellung den vorderen Rücken des Reittieres im oberen Bereich seitlich umgreifende Ausleger, die Ortspitzen (102; 202) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Ortspitzen (102; 202) des Sattelbaums (101; 201) jeweils einen derart ausgewölbten Bereich (106; 206) aufweisen, dass dieser in aufgelegter Stellung des Sattels mit einer Komponente heckwärts weist.
  3. Sattel mit einer Kombination der Merkmale der Ansprüche 1 und 2.
  4. Sattel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ortspitzen (2; 102; 202) ober- und unterhalb der jeweiligen Auswölbung (6; 106; 206) einen herkömmlichen Verlauf aufweisen.
  5. Sattel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Sattelbaum (1; 101; 201) in sich zumindest nahezu starr ist.
  6. Sattel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Sattelbaum (1; 101; 201) aus Holz und/oder Leichtmetall und/oder Kunststoff und/oder Leder und/oder einem faserverstärkten Kunststoff gebildet ist.
  7. Sattel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Ortspitzen (2; 102; 202) über den Vorderzwiesel (3) in Verbindung stehen.
  8. Sattel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorderzwiesel (3) zumindest bereichsweise stahlverstärkt ist.
  9. Sattel nach einem der Ansprüche 1 bis 8 dadurch gekennzeichnet, dass die Auswölbungen (6; 106; 206) oder die ausgeformten Bereiche der Ortspitzen (2; 102; 202) in aufgelegter Stellung einen zusätzlichen Freiraum für Schultergelenke, Schulterspitze (Scapula) und Kapuzenmuskel des Reittieres belassen.
  10. Sattel nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswölbungen (6; 106; 206) in einem linksgekrümmten Verlauf aus dem oberen Ende (2o) der Ortspitze (2; 102; 202) herausgeformt sind, dann im Nahbereich ihrer höchsten Position (7; 107; 207) einen rechtsgekrümmten Verlauf einnehmen und anschließend in einem linksgekrümmten Verlauf in das untere Ende (2u) der Ortspitze (2; 102; 202) übergehen.
  11. Sattel nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswölbungen (6; 106; 206) in ihrem Maximum (7; 107; 207) einen Abstand von zumindest fünf Zentimetern gegenüber einer gedachten Verbindung zwischen dem oberen (2o; 102o: 202o) und dem unteren Endbereich (2u; 102u; 202u) der Ortspitzen (2; 102; 202) aufweisen.
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