-
Die
Erfindung betrifft eine Haushalts-Geschirrspülmaschine
mit mindestens einer Spülflottenpumpe sowie mit mindestens
einer Sorptionstrocknungseinrichtung, deren ein oder mehreren elektrischen
Komponenten mit mindestens einer Kontroll-/Steuerungseinrichtung
ansteuerbar sind.
-
Bei
einer Haushalts-Geschirrspülmaschine mit einem Sorptionstrocknungssystem
wie z. B. der
DE 10
3535 77 A1 wird im Teilprogrammschritt „Trocknen” des
jeweiligen Geschirrspülprogramms zum Trocknen von Geschirrgut
feucht-heiße Luft aus dem Spülbehälter
der Geschirrspülmaschine mittels eines Gebläses
fortlaufend durch die Sorptionskolonne der Sorptionstrocknungseinrichtung
geleitet. Dabei wird deren reversibel dehydrierbarem Sorptionstrocknungsmaterial
Feuchtigkeit aus der hindurchgeführten Luft aufgrund von
Kondensation entzogen. Die derart getrocknete Luft wird in den Spülbehälter zurückgeführt,
wo sie mit Feuchtigkeit aus der vorhandenen feucht-heißen
Luft neu beladen und erneut dem Kreislaufsystem der Sorptionstrocknungseinrichtung
zugeführt wird. Zur Regenerierung des reversibel dehydrierbaren
Sorptionstrocknungsmaterials der Sorptionskolonne wird dieses getrocknet,
indem ihm während eines Desorptionsvorgangs gespeicherte
Flüssigkeit, insbesondere Wasser, durch Desorption entzogen
wird. Dazu wird Luft, die das Sorptionstrocknungsmaterial durchströmt,
mit Hilfe mindestens einer Heizungseinrichtung auf derart hohe Temperaturen
erhitzt, dass im Sorptionstrocknungsmaterial gespeicherte Flüssigkeit,
insbesondere Wasser, als heißer Dampf möglichst
vollständig austritt. Der ausgetriebene Wasserdampf wird
von der mittels des Gebläses erzeugten Luftströmung
in den Spülbehälter mitgenommen. Das derart getrocknete
Sorptionstrocknungsmaterial steht dann für den nächsten
Trocknungsschritt z. B. eines nachfolgenden Geschirrspülprogramms
wiederaufbereitet, d. h. regeneriert zur Verfügung. Die
während des jeweiligen Desorptionsvorgangs mittels der
Heizungseinrichtung aufgeheizte Luft kann zusätzlich dazu
verwendet werden, Spülflotte, Luft und/oder Spülgut
im Spülbehälter für mindestens einen
Spülvorgang und/oder Reinigungsvorgang wie z. B. eines
neu gestarteten Geschirrspülprogramms durch die für
den jeweiligen Desorptionsvorgang erzeugte warme Luftströmung
mit aufzuwärmen bzw. aufzuheizen. Dadurch ist eine energieeffiziente
Reinigung und Trocknung von Spülgut möglich.
-
Bei
einer derartigen Sorptionstrocknungseinrichtung einer Haushalts-Geschirrspülmaschine
werden in der Praxis hohe Anforderungen an deren Funktionssicherheit
gestellt, um einen einwandfreien Betrieb der Haushalts-Geschirrspülmaschine über deren
gewünschte Produkt-Lebensdauer sicherstellen zu können.
-
Der
Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen Weg aufzuzeigen, wie
eine Haushalts-Geschirrspülmaschine mit mindestens einer
Sorptionstrocknungseinrichtung weitgehend funktionssicher betrieben
werden kann. Diese Aufgabe wird bei einer Haushalts-Geschirrspülmaschine
der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass deren Kontroll-/Steuerungseinrichtung
aus dem jeweilig von der Spülflottenpumpe bewirkten Volumenstrom
mindestens ein Steuersignal zur Einstellung der ein oder mehreren
elektrischen Komponenten der Sorptionstrocknungseinrichtung ableitet.
-
Dadurch,
dass die Kontroll-/Steuerungseinrichtung aus dem jeweilig von der
Spülflottenpumpe bewirkten Volumenstrom mindestens ein
Steuersignal zur Einstellung der ein oder mehreren elektrischen
Komponenten der Sorptionstrocknungseinrichtung ableitet, ist es
ermöglicht, die Sorptionstrocknungseinrichtung beim jeweiligen
Sorptions- und/oder Desorptionsvorgang in funktionssicherer Weise
steuern bzw. einstellen zu können. Mit Hilfe dieses Steuersignals
können spezifische Anforderungen an zulässige
Betriebszustände der ein oder mehreren elektrischen Komponenten
der Sorptionstrocknungseinrichtung verbessert überwacht und/oder
umgesetzt werden. Insbesondere kann mit Hilfe des Steuersignals
das spezifische Zusammenspiel der ein oder mehreren Betriebsparameter
der ein oder mehreren elektrischen Komponenten der Sorptionstrocknungseinrichtung
derart aufeinander abgestimmt werden, dass die Sorptionstrocknungseinrichtung
während ihres jeweiligen Sorptionsvorgangs und/oder Desorptionsvorgangs
in einem gewünschten, zulässigen Arbeitsbereich
sicher betrieben werden kann.
-
Gemäß einer
ersten zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung
umfasst die Sorptionstrocknungseinrichtung mindestens einen Sorptionsbehälter
mit reversibel dehydrierbarem Sorptionstrocknungsmaterial. Dieser
erlaubt eine platz- und materialsparende Unterbringung von Sorptionstrocknungsmaterial,
das für einen einwandfreien Sorptionstrocknungsprozess
ausreicht. Die Sorptionstrocknungseinrichtung weist ferner in vorteilhafter
Weise mindestens eine Lüftereinheit sowie mindestens eine dem
Sorptionsbehälter zugeordnete Heizungseinrichtung, insbesondere
eine Luftheizung auf. Dadurch lässt sich eine weitgehend
einwandfreie, materialschonende Desorption des Sorptionstrocknungsmaterials
sicherstellen.
-
Gemäß einer
zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung kann
die Kontroll-/Steuerungseinrichtung den jeweilig von der Spülflottenpumpe
aufgenommenen elektrischen Strom als Messkriterium für den
jeweilig bewirkten Volumenstrom heranziehen und aus diesem von der
Spülflotte gezogenen elektrischen Strom mindestens ein
Steuersignal zur Einstellung der ein oder mehreren elektrischen
Komponenten der Sorptionstrocknungseinrichtung ableiten. Dieser
Messparameter ist in einfacher Weise in der Kontroll-/Steuerungseinrichtung
verfügbar. Insbesondere wird er bei einer Spülflottenpumpe
mit steuer- bzw. regelbarem Elektromotor, bevorzugt einer sogenannten
BLDC („brushless direct current”)-Spülflottenpumpe,
d. h. einer Pumpe mit bürstenlosem Gleichstrommotor, als
Einstellparameter verwendet. Da der von der jeweiligen Spülflottenpumpe
gezogene elektrische Strom vom geförderten Spülflottenvolumen,
d. h. Spülflottendurchsatz, als Betriebslast in eindeutiger
Weise, insbesondere im Wesentlichen in direkt proportionaler Weise
abhängt, ist durch den erfassten elektrischen Strom ein
Messkriterium für den durch die Spülflottenpumpe
hindurch gepumpten Spülflottenvolumenstrom und damit ggf.
indirekt auch für das Gesamtvolumen an Spülflotte
im Flüssigkeitszirkulationssystem der erfindungsgemäßen
Geschirrspülmaschine bereitgestellt. Es ist somit nicht
erforderlich, eigens einen Sensor zur Bestimmung des Spülflottenvolumens
im Zirkulationssystem oder des Spülflottendurchsatzes des
Spülflottenpumpe vorzusehen.
-
Wenn
die Überwachungslogik der Kontroll-/Steuerungseinrichtung
feststellt, dass die Stromaufnahme der Spülflottenpumpe
vor dem Beginn oder während des jeweiligen Desorptionsvorgangs
der Sorptionstrocknungseinrichtung unterhalb einer Mindeststromaufnahme
bleibt, die einen geforderten Mindestvolumenstrom durch die Spülflottenpumpe
repräsentiert, so schaltet die Kontroll-/Steuerungseinrichtung
gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung
die Sorptionstrocknungseinrichtung deren ein oder mehreren elektrischen
Komponenten, insbesondere alle deren elektrischen Komponenten, mittels
des Steuersignals ab. Ist z. B. aufgrund eines Fehlerfalls der Volumenstrom
an Spülflotte durch die Spülflottenpumpe oder
die Spülflottenmenge im Spülbehälter
für den jeweilig anstehenden Desorptionsvorgang zu gering,
so wird die Heizungseinrichtung und ggf. auch die Lüftereinheit
der Sorptionstrocknungseinrichtung gar nicht erst eingeschaltet.
Falls der Desorptionsvorgang schon gestartet wurde, wird in diesem
Fall der bereits gestartete Desorptionsvorgang deaktiviert und die
Heizungseinrichtung sowie ggf. auch die Lüftereinheit ausgeschaltet.
Durch die Deaktivierung insbesondere der Heizungseinrichtung können
in zuverlässiger Weise unzulässig hohe thermische
Beanspruchungen des Sorptionstrocknungsmaterials im Sorptionsbehälter der
Sorptionstrocknungseinrichtung, die beim Aufheizen des Sorptionstrocknungsmaterials
bei dessen Desorbieren auftreten könnten, weitgehend vermieden
werden. Damit ist eine thermische Absicherung des Sorptionsbehälters
mit dem Sorptionstrocknungsmaterial bereitgestellt. Weiterhin ist
somit auch eine unzulässig hohe Aufheizung des Spülbehälters der
derart ausgebildeten Haushalts-Geschirrspülmaschine, von
Bauteilen oder Komponenten wie z. B. Sprüharmn, Geschirrkörben,
Kunststoffteilen im oder unter dem Spülbehälter,
der Bodenbaugruppe unter dem Spülbehälter, und/oder
von Spülgut im Spülbehälter weitgehend
vermieden, da das Aufheizen von Luft, die in den Spülbehälter
von der Sorptionstrocknungseinrichtung ausgeblasen wird, durch die
Heizungseinrichtung rechtzeitig gestoppt bzw. abgebrochen oder gar
nicht erst gestartet wird. Auf diese Weise ist ein funktionssicherer
Betrieb der Haushalts-Geschirrspülmaschine verbessert gewährleistet.
Wird über den von der Spülflottenpumpe gezogenen
elektrischen Strom ein zu geringer Spülflottendurchsatz
registriert, der ein zu geringes Flüssigkeitsvolumen im
Spülflottenzirkulationssystem der Geschirrspülmaschine
indiziert, so wird durch das gezielte Abschalten oder Nichteinschalten
der Heizungseinrichtung weitgehend vermieden, dass es zu einer Überhitzung
im Innenraum des Spülbehälters und/oder des Sorptionstrocknungsmaterials
im Sorptionsbehälter der Sorptionstrocknungseinrichtung kommen
kann. Dadurch kann sicher überprüft werden, dass
im Spülflottenzirkulationssystem der Geschirrspülmaschine
eine derart große Spülflottenmenge vorhanden ist,
dass diese ausreicht, die in den Spülbehälter
aus dem Sorptionsbehälter der Sorptionstrocknungseinrichtung
beim jeweilig laufenden Desorptionsvorgang eingeblasene Luft soweit abzukühlen,
das unzulässige thermische Beanspruchungen oder gar Beschädigungen
von Komponenten des Spülbehälters der Geschirrspülmaschine, und/oder
von zu trocknendem Spülgut im Spülbehälter
weitgehend vermieden sind. Dadurch bleibt auch die Luft, die in
das Luftzirkulationssystem der Sorptionstrocknungseinrichtung beim
jeweiligen Desorptionsvorgang aus dem Inneren des Sorptionsbehälters angesaugt
wird, unterhalb einer kritischen Grenztemperatur, die bei Überschreiten
ansonsten zu einer unzulässigen thermischen Beanspruchung,
Schädigung oder gar Zerstörung des Sorptiontrocknungsmaterials
im Sorptionsbehälter der Sorptionstrocknungseinrichtung
aufgrund einer fortgesetzten Aufheizung mittels der Heizungseinrichtung
führen könnte. Auf diese Weise wird sichergestellt,
dass das Sorptionstrocknungsmaterial mittels der Heizungseinrichtung
der Sorptionstrocknungseinrichtung lediglich materialschonend aufgeheizt
wird. Auf diese Weise ist eine irreparable Materialschädigung
weitgehend vermieden.
-
In
der Praxis kann es insbesondere zweckmäßig sein,
wenn der Mindestvolumenstrom etwa gleich oder kleiner als die Hälfte
des Nennbetriebsvolumenstroms der Spülflottenpumpe, insbesondere zwischen
5 und 17 l/min, bevorzugt etwa 16 l/min, gewählt ist.
-
Gemäß eine
zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung ist als
Spülflottenpumpe eine Umwälzpumpe im Spülflottenzirkulationssystem
der Geschirrspülmaschine vorgesehen. Diese Umwälzpumpe
erlaubt es, in einfacher und zuverlässiger Weise indirekt über
den von ihr je nach Lastzustand gezogenen elektrischen Strom eindeutige
Informationen über den von ihr hindurchgepumpten Spülflotten-Volumenstrom
und damit ggf. auch insbesondere über das im Spülflottenzirkulationssystem
insgesamt vorhandene Gesamtvolumen an Spülflotte zu gewinnen.
-
Gemäß einer
weiteren zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung
weist die Kontroll-/Steuerungseinrichtung mindestens eine Hauptsteuerungseinrichtung
und mindestens eine Zusatzsteuerungseinheit auf, die über
mindestens eine Steuerleitung, insbesondere einen Datenbus, miteinander
verbunden sind. Die Zusatzsteuerungseinheit ist der Heizungseinrichtung
und/oder der Lüftereinheit der Sorptionstrocknungseinrichtung
spezifisch, d. h. eigens zugeordnet ist. Dadurch lassen sich die
Betriebsparameter dieser elektrischen Komponenten der Sorptionstrocknungseinrichtung
in einfacher und zuverlässiger Weise überwachen
und/oder einstellen.
-
Gemäß einer
weiteren zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung
kann es gegebenenfalls zweckmäßig sein, dass die
Zusatzsteuerungseinheit die Lüftereinheit der Sorptionstrocknungseinrichtung nach
dem Abschaltzeitpunkt der Heizungseinrichtung erst nach Ablauf einer
vorgebbaren Nachlaufzeitdauer abschaltet. Dadurch, dass die Lüftereinheit auch
noch nach dem Abschaltzeitpunkt der Heizungseinrichtung für
eine vorgebbare Zeitdauer weiterläuft, kann die Heizungseinrichtung
und/oder das Sorptionstrocknungsmaterial im Sorptionsbehälter der
Sorptionstrocknungseinrichtung weiterhin mit Luft durchströmt
werden. Durch diesen fortgesetzten Luftdurchsatz kann Hitze von
der Heizungseinrichtung und/oder aus dem Sorptionsbehälter
abtransportiert werden, so dass eine Überhitzung im Bereich der
Heizungseinrichtung und/oder des Sorptionsbehälters weitgehend
vermieden ist. Dieses Weiterbetreiben der Lüftereinheit
ist insbesondere vorteilhaft, weil das Sorptionstrocknungsmaterial
bei seinem Aufheizungsvorgang während des Desorbierens
aufgrund seiner Wärmespeicherkapazität träge
reagiert und Wärme speichert. Die Lüftereinheit
wird deshalb zweckmäßigerweise solange über
den Abschaltzeitpunkt der Heizungseinrichtung hinaus weiterbetrieben,
dass durch den fortgesetzten Luftdurchsatz genügend Wärmeenergie
aus dem Sorptionstrocknungsmaterial und dem Sorptionsbehälter
abtransportiert wird, so dass Materialschädigungen des Sorptionstrocknungsmaterials,
unzulässige Beanspruchungen der Heizungseinrichtung sowie
der sonstigen Komponenten des Sorptionsbehälters sowie
von den Sorptionsbehälter umgebenden Komponenten bzw. Bauteilen
der Geschirrspülmaschine weitgehend vermieden sind. Durch
die fortgesetzte Luftzirkulation mittels der Lüftereinheit
wird eine Abkühlung des Sorptionstrocknungsmaterials im
Sorptionsbehälter und/oder der Heizungseinrichtung beschleunigt
sichergestellt. Ohne den Fortlauf der Lüftereinheit könnte
es hingegen zu einem Hitzestau im Sorptionsbehälter kommen,
der zu unzulässig hohen Temperaturen führen könnte.
-
Die
Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Steuern der Sorptionstrocknungseinrichtung
einer Haushalts-Geschirrspülmaschine, die mindestens eine
Spülflottenpumpe aufweist, mit Hilfe mindestens einer Kontroll-/Steuerungseinrichtung,
welches dadurch gekennzeichnet ist, dass von der Kontroll-/Steuerungseinrichtung
aus dem jeweilig von der Spülflottenpumpe bewirkten Volumenstrom
mindestens ein Steuersignal zur Einstellung der ein oder mehreren
elektrischen Komponenten der Sorptionstrocknungseinrichtung abgeleitet
wird.
-
Sonstige
Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
wiedergegeben.
-
Die
Erfindung und ihre Weiterbildungen sowie deren Vorteile werden nachfolgend
anhand von Zeichnungen näher erläutert.
-
Es
zeigen:
-
1 in
schematischer Darstellung ein Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäß ausgebildeten Haushalts-Geschirrspülmaschine,
-
2 in
schematischer Darstellung ein Diagramm zur Veranschaulichung der Überwachung
des Spülflottenvolumens im Flüssigkeitszirkulationssystem
der Haushalts-Geschirrspülmaschine von 1 mit
Hilfe des elektrischen Stroms deren Umwälzpumpe, und
-
3 in
schematischer Darstellung ein Ein-/Ausschaltdiagramm für
die Heizungseinrichtung sowie die Lüftereinheit der Sorptionstrocknungseinrichtung
der Haushalts-Geschirrspülmaschine von 1,
wenn bei einem Desorptionsvorgang zu wenig Spülflottenvolumen
in deren Flüssigkeitszirkulationssystem vorhanden ist.
-
Elemente
mit gleicher Funktion und Wirkungsweise sind in den 1 mit
3 jeweils mit denselben Bezugszeichen versehen.
-
1 zeigt
in schematischer Darstellung ein Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäß ausgebildeten Haushalts-Geschirrspülmaschine.
Sie weist als Hauptkomponenten einen Spülbehälter
SPB, eine darunter angeordnete Bodenbaugruppe BG, sowie eine Sorptionstrocknungseinrichtung
STE als Luft-Trocknungsvorrichtung auf. Die Sorptionstrocknungseinrichtung
STE ist vorzugsweise extern, d. h. außerhalb des Spülbehälters
SPB teils an einer Seitenwand SW sowie teils in der Bodenbaugruppe
BG vorgesehen. Sie umfasst als Hauptbestandteile mindestens einen
Luftführungskanal LK mit mindestens einer in diesem eingefügten
Lüfter- bzw. Gebläseeinheit LT sowie mindestens
einen Sorptionsbehälter SB mit Sorptionstrocknungsmaterial
ZEO, insbesondere Zeolith oder dergleichen. Im Spülbehälter
SPB sind vorzugsweise ein oder mehrere Gitterkörbe GK zur Aufnahme
und zum Spülen von Spülgut wie z. B. Geschirrstücken
untergebracht. Zum Besprühen des zu reinigenden Spülguts
mit einer Flüssigkeit sind ein oder mehrere Sprüheinrichtungen
wie z. B. ein oder mehrere rotierende Sprüharme SA im Inneren
des Spülbehälters SPB vorgesehen. Hier im Ausführungsbeispiel
sind im Spülbehälter SPB sowohl ein unterer Sprüharm
als auch ein oberer Sprüharm rotierend aufgehängt.
-
Zur
Reinigung von Spülgut durchläuft die Geschirrspülmaschine
Spülprogramme, die eine Mehrzahl von Programmschritten
aufweisen. Das jeweilige Spülprogramm kann insbesondere
mindestens folgende, zeitlich nacheinander ablaufende Einzel-Programmschritte
umfassen:
- – mindestens einen Vorspülschritt
zur Entfernung grober Anschmutzungen mittels Klarwasser und/oder
ausreichend sauberem Brauchwasser,
- – mindestens einen nachfolgenden Reinigungsschritt
mit Reinigungsmittelzugabe zur Spülflottenflüssigkeit,
insbesondere Wasser,
- – mindestens einen nachfolgenden Zwischenspülschritt,
- – mindestens einen nachfolgenden Klarspülschritt mit
Aufbringen von mit Entspannungsmitteln, insbesondere Klarspüler,
versetzter Flüssigkeit, insbesondere Wasser, sowie
- – einen abschließenden Trocknungsschritt,
bei dem das gereinigte Spülgut getrocknet wird.
-
Je
nach Spülvorgang bzw. Reinigungsschritt eines gewählten
Geschirrspülprogramms wird dabei mit Reiniger versetztes
Frischwasser und/oder Brauchwasser z. B. für einen Reinigungsvorgang,
für einen Zwischenspülgang, und/oder für
einen Klarspülvorgang auf das jeweilig zu spülende
Spülgut aufgebracht. Hier im Ausführungsbeispiel
wird die jeweilig verwendete Flüssigkeit als sogenannte
Spülflotte bezeichnet.
-
Die
Lüftereinheit LT sowie der Sorptionsbehälter SB
sind hier im Ausführungsbeispiel in der Bodenbaugruppe
BG unterhalb des Bodens BO des Spülbehälters SPB
untergebracht. Der Luftführungskanal LK verläuft
von einer Auslassöffnung ALA, die oberhalb des Bodens BO
des Spülbehälters SPB in dessen Seitenwand SW
vorgesehen ist, außen an dieser Seitenwand SW mit einem
einlassseitigen Rohrabschnitt RA1 nach unten zur Lüftereinheit
LT in der Bodenbaugruppe BG. Über einen endseitigen Verbindungsabschnitt
VA des Luftführungskanals LK ist der Ausgang der Lüftereinheit
LT mit einer Eintrittsöffnung EO des Sorptionsbehälters
SB verbunden. Die Auslassöffnung ALA des Spülbehälters
SPB ist oberhalb dessen Bodens BO in einer derartigen Höhe
vorgesehen, dass das Eindringen von Spülflottenflüssigkeit
oder Reinigerschaum beim jeweiligen Spülschritt oder Reinigungsschritt
weitgehend vermieden ist.
-
Die
Lüftereinheit LT ist vorzugsweise als Axiallüfter
ausgebildet. Sie dient der Zwangsbeströmung einer Sorptionseinheit
SE im Sorptionsbehälter SB mit feucht-heißer Luft
aus dem Spülbehälter SPB beim jeweiligen Trocknungsvorgang.
Die Sorptionseinheit SE enthält reversibel dehydrierbares
Sorptionstrocknungsmaterial ZEO, insbesondere Zeolith oder dergleichen,
das Feuchtigkeit aus der durch sie hindurch geleiteten Luft LS2
aufnehmen und speichern kann. Der Sorptionsbehälter SB
weist im deckennahen Bereich seines Gehäuses auf der Oberseite
eine Ausströmöffnung AO auf, die über
ein Auslasselement AU, insbesondere einem Ausströmstutzen,
durch eine Durchstecköffnung im Boden BO des Spülbehälters
SPB mit dessen Innerem verbunden ist. Auf diese Weise kann während
des Trocknungsschritts des jeweiligen Geschirrspülprogramms
zum Trocknen von gereinigtem Spülgut feucht-heiße
Luft LS1 aus dem Inneren des Spülbehälters SPB
durch dessen Auslassöffnung ALA hindurch mittels der eingeschalteten
Lüftereinheit LT in den Luftführungskanal LK eingesaugt
werden und über den rohrförmigen Verbindungsabschnitt
VA zwischen der Lüftereinheit und dem Sorptionsbehälter
SB in dessen Inneres zur Zwangsbeströmung des dort in Form
der Sorptionseinheit SE gelagerten, reversibel dehydrierbaren Sorptionstrocknungsmaterials
ZEO transportiert werden. Das Sorptionstrocknungsmaterial ZEO, insbesondere
Zeolith oder ein sonstiger Werkstoff mit ähnlichen Eigenschaften,
der Sorptionseinheit SE zieht aus der durchströmenden,
feuchten Luft Flüssigkeitströpfchen, insbesondere
Wasserfeuchtigkeit heraus, so dass nach der Sorptionseinheit SE
durch das Sorptionstrocknungsmaterial getrocknete Luft LS2 über
das Auslasselement bzw. Ausblaselement AU in das Innere des Spülbehälters
SPB eingeblasen werden kann. Auf diese Weise ist ein geschlossenes Luftzirkulationssystem
durch diese Sorptionstrocknungseinrichtung STE bereitgestellt.
-
Im
Sorptionsbehälter SB ist in Strömungsrichtung
betrachtet vor dessen Sorptionseinheit SE mindestens eine Luft-Heizungseinrichtung
HZ1 zur Desorption und damit Regenerierung des Sorptionstrocknungsmaterials
ZEO angeordnet. Die Luft-Heizungseinrichtung HZ1 dient dabei zur
Aufheizung von Luft LS2, die mittels der Lüftereinheit
LT über den Luftführungskanal LK in den Sorptionsbehälter
SB hineingeleitet und dort durch das Sorptionstrocknungsmaterial
ZEO der Sorptionseinheit SE hindurchgeblasen wird. Diese zwangsaufgeheizte
Luft LS2 nimmt dabei gespeicherte Feuchtigkeit, insbesondere Wasser,
aus dem Sorptionstrocknungsmaterial ZEO beim Durchströmen
durch das Sorptionstrocknungsmaterial ZEO auf, das in diesem zuvor
bei einem vorausgehenden Trocknungsschritt eines abgelaufenen Geschirrspülprogramms
eingelagert worden ist. Dieses aus dem Sorptionstrocknungsmaterial
ZEO durch Aufheizen ausgetriebene Wasser wird durch die aufgeheizte
Luft LS2 über das Auslasselement AU des Sorptionsbehälters
SB in das Innere des Spülbehälters SB transportiert.
Dieser Desorptionsvorgang findet vorzugsweise dann statt, wenn die
Erwärmung bzw. das Aufheizen der Spülflotten-Flüssigkeit
zu Beginn eines Spülvorgangs, insbesondere Vorspülvorgangs,
und/oder eines sich daran anschließenden Reinigungsvorgangs
eines nachfolgenden Geschirrspülprogramms gefordert ist.
Dann kann in vorteilhafter Weise die für den Desorptionsvorgang
durch die Luft-Heizungseinrichtung HZ1 erhitzte Luft gleichzeitig
zur Erhitzung der Spülflotten-Flüssigkeit im Spülbehälter
SPB, zur Erhitzung dessen Innenwände, und/oder des Spülguts
im Spülbehälter herangezogen werden, was energiesparend
ist. Die Aufheizung der jeweiligen Spülflottenflüssigkeit
kann dabei ggf. bereits allein mit der Sorptionstrocknungseinrichtung durch
Desorption erfolgen. Zusätzlich oder unabhängig
hiervon kann eine separate Flüssigkeits-Heizungseinrichtung
wie z. B. ein Durchlauferhitzer zum Aufheizen der Spülflotte
vorgesehen sein.
-
Die
Geschirrspülmaschine GS weist ferner im Boden BO ihres
Spülbehälters SPB einen Pumpensumpf PS auf, der über
ein Siebsystem verfügt. Der Pumpensumpf PS dient zum Sammeln
der Spülflotte, die während des jeweiligen Spülvorgangs
von den Sprüharmen SA versprüht wird. Der Pumpensumpf
PS ist über ein Leitungssystem ZL mit dem oberen und dem
unteren Sprüharm SA verbunden. Dabei ist im Anschlussbereich
des Pumpensumpfes PS eine Umwälzpumpe UP vorgesehen, die
die Spülflottenflüssigkeit aus dem Pumpensumpf
PS in die Zuführleitungen des Zirkulationsleitungssystems
ZL einspeist. Weiterhin ist an dem Pumpensumpf PS eine Absaug- bzw.
Laugenpumpe LP angeschlossen, mit der eine verbrauchte Spülflotten-Flüssigkeit
aus dem Pumpensumpf PS teilweise oder vollständig in eine
Abwasserleitung EL abgepumpt werden kann.
-
Zum
Erwärmen der Spülflotte ist im Zirkulationsleitungssystem
ZL, hier im Ausführungsbeispiel in dessen Umwälzpumpe
UP, ggf. ein Durchlauferhitzer DLE oder ein Wärmetauscher
als zusätzliche Flüssigkeits-Heizungsvorrichtung
zur Sorptionstrocknungseinrichtung STE vorgesehen. Mit ihm kann
die jeweilige Spülflottenflüssigkeit zusätzlich
oder unabhängig zum Desorptions-Aufheizungsvorgang der Sorptionstrocknungseinrichtung
aufgeheizt werden. Die Umwälzpumpe UP sowie der Durchlauferhitzer DLE
werden jeweils gemeinsam oder getrennt voneinander über
mindestens eine elektrische Energieversorgungsleitung SVL5 von einer
Hauptsteuerungseinrichtung HE aus mit elektrischer Energie versorgt.
Insbesondere umfasst die elektrische Energieversorgungsleitung SVL5
mindestens eine erste Stromzuführleitung als spannungsführende
Phase und mindestens eine zweite Stromzuführleitung als Nullleiter.
Ferner ist die Laugenpumpe LP in analoger Weise wie die Umwälzpumpe
UP über eine Stromversorgungsleitung SVL6 mit der Hauptsteuerungseinrichtung
HE verbunden. Die Hauptsteuerungseinrichtung HE ist über
eine Anschlussenergieversorgungsleitung SVL1 an das öffentliche
Energieversorgungsnetz EN angeschlossen. Sie schaltet die Energieversorgungsleitung
SVL5 zum Durchlauferhitzer DLE und/oder der Umwälzpumpe
UP durch, wenn für den jeweiligen Spülvorgang
oder Reinigungsvorgang eine Erwärmung bzw. Erhitzung von
Spülflotte gewünscht ist und schaltet diese ab,
wenn keine Erwärmung von Spülflotte gefordert
ist. In analoger Weise schaltet die Hauptsteuerungseinrichtung HE
die Absaug- bzw. Laugenpumpe LP an, wenn in einem Spül-
oder Reinigungsschritt von der Hauptsteuerungseinrichtung HE gefordert
ist, dass eine verbrauchte Spülflotten-Flüssigkeit
aus dem Pumpensumpf PS teilweise oder vollständig in die
Abwasserleitung EL abgepumpt werden soll.
-
In
der 1 ist in der Bodenbaugruppe BG zusätzlich
zur Hauptsteuerungseinrichtung HE eine Zusatzsteuerungseinrichtung
ZE als Kontroll-/Steuereinrichtung vorgesehen, die der spezifischen
Steuerung bzw. Kontrolle sowie der Energieversorgung der Lüftereinheit
LT und der Luft-Heizungseinrichtung HZ1 der Sorptionstrocknungseinrichtung
STE dient. Dazu ist die Zusatzsteuerungseinrichtung ZE über eine
Energieversorgungsleitung SVL2 mit der Hauptsteuerungseinrichtung
HE verbunden. Zusätzlich wird die Zusatzsteuerungseinrichtung
ZE von der Hauptsteuerungseinrichtung HE aus über mindestens
eine Busleitung bzw. Signalleitung DB angesteuert. Von der Zusatzsteuerungseinrichtung
ZE ist mindestens eine Energieversorgungsleitung SVL3 zur Heizungseinrichtung
HZ1 des Sorptionsbehälters SB geführt. Sie umfasst
insbesondere mindestens eine erste Stromzuführleitung als
spannungsführende Phase sowie mindestens eine zweite Stromzuführleitung
als Nullleiter. Die Zusatzsteuerungseinrichtung ZE steuert über
eine Steuerleitung SLV4 auch die Lüftereinheit LT an. In
die Steuerleitung SLV4 kann insbesondere auch eine Stromversorgungsleitung
für die Lüftereinheit LT mit integriert sein.
-
Die
Zusatzsteuerungseinheit ZE ist hier im Ausführungsbeispiel
als separate Funktionskomponente ausgebildet und von der Hauptsteuerungseinrichtung
räumlich getrennt in einer Entfernung EF, d. h. mit einem
vorgebbaren räumlichen Lückenabstand angeordnet.
Dadurch lässt sich in vorteilhafter Weise die Funktionssicherheit
für die Zusatzsteuerungseinheit erhöhen, die für
die ein oder mehreren elektrischen Komponenten der Sorptionstrocknungseinrichtung
zuständig ist, falls es zu einem Fehlerfall in der Hauptsteuerungseinrichtung
käme. Umgekehrt lässt sich die Hauptsteuerungseinrichtung
von der Zusatzsteuerungseinheit entkoppeln, so dass sie ihr zugeordnete
Betriebsfunktionen weiterhin einwandfrei ausführen kann,
und zwar selbst dann, wenn die Zusatzsteuerungseinheit ausfällt
oder eine sonstige Fehlfunktion aufweist. Hier im Ausführungsbeispiel von 1 ist
die Zusatzsteuerungseinheit in vorteilhafter Weise an einem anderen
Ort in der Haushalts-Geschirrspülmaschine als die Hauptsteuerungseinrichtung
untergebracht. Dadurch lässt sich die Funktionssicherheit
sowohl für die Hauptsteuerungseinrichtung als auch für
die Zusatzsteuerungseinheit erhöhen.
-
Alternativ
kann es ggf. zweckmäßig und ausreichend sein,
die Steuerfunktionen der Zusatzsteuerungseinheit ZE für
die verschiedenen elektrischen Komponenten der Sorptionstrocknungseinrichtung STE
in der Hauptsteuerungseinrichtung HE unterzubringen. Diese bildet
dann alleine eine Kontroll-/Steuereinrichtung für die verschiedenen
elektrischen Komponenten der Haushalts-Geschirrspülmaschine.
-
Ferner
ist hier im Ausführungsbeispiel die Zusatzsteuerungseinheit
ZE in einem vorgebbaren Mindestabstand MA vom Sorptionsbehälter
SB der Sorptionstrocknungseinrichtung STE räumlich entfernt,
d. h. mit einer Distanzlücke angeordnet. Durch diesen einzuhaltenden
Mindestabstand können in zuverlässiger Weise unzulässig
hohe thermische Beanspruchungen der Zusatzsteuerungseinheit, die durch
das thermische Aufheizen von Sorptionstrocknungsmaterial im Sorptionsbehälter
der Sorptionstrocknungseinrichtung mittels mindestens einer Heizungseinrichtung
auftreten könnten, weitgehend vermieden werden. Ihr funktionssicherer
Betrieb ist somit gewährleistet.
-
Sobald
nun zum Abschluss eines Geschirrspülprogramms ein Trocknungsvorgang
mittels der Sorptionstrocknungseinrichtung STE gewünscht
ist, übermittelt die Hauptsteuerungseinrichtung HE über die
Steuerleitung DB ein Steuersignal SS1 an die Zusatzsteuerungseinrichtung
ZE dahingehend, dass diese über die Steuerleitung SLV4
die Lüftereinheit LT einschaltet, so dass feucht-heiße
Luft aus dem Spülbehälter in den Luftführungskanal
LK angesaugt und dem Sorptionsbehälter SB zur Trocknung
zugeführt werden kann. Die Trocknung von Spülgut
kann dabei allein durch die Sorptionseigenschaften des Sorptionstrocknungsmaterials
bewirkt werden. Dabei kann die Heizungseinrichtung HZ1 der Sorptionstrocknungseinrichtung
ausgeschaltet bleiben. Nur wenn die Trocknungswirkung des Sorptionsmaterials für
ein gewünschtes Trocknungsergebnis nicht ausreicht, kann
es ggf. zweckmäßig sein, zusätzlich den Durchlauferhitzer
DLE und/oder die Heizungseinrichtung HZ1 hinzuzuschalten.
-
Sobald
von der Hauptsteuerungseinrichtung HE jeweils ein Desorptionsvorgang
eingeleitet wird, übermittelt diese mittels des Steuersignals
SS1 an die Zusatzsteuerungseinrichtung ZE einen Einschaltbefehl
zum Einschalten der Heizungseinrichtung HZ1 des Sorptionsbehälters
SB sowie die Lüftereinheit LT. Daraufhin schaltet die Zusatzsteuerungseinheit
ZE diese beiden elektrischen Komponenten HZ1, LT der Sorptionstrocknungseinrichtung
STE ein.
-
Beim
jeweiligen Desorptionsvorgang, d. h. beim Dehydrieren des Sorptionstrocknungsmaterials ZEO
durch dessen Aufheizung mittels durchströmender heißer
Luft LS2, die mittels der Heizungseinrichtung HZ1 erwärmt
wird, wird die heiße Luft LS2 in den Spülbehälter
SPB über das Auslasselement AU ausgeblasen. Sie trägt
dazu bei oder wird sogar ausschließlich dazu genutzt, die
mittels der Umwälzpumpe UP umgewälzte Spülflotte
während eines Spül- oder Reinigungsvorgangs auf
eine gewünschte Aufheiztemperatur aufzuheizen. Da die durch
die Heizungseinrichtung HZ1 der Luftströmung während
der Desorptionszeitdauer des Desorptionsvorgangs zugeführte Heizungsenergie
im Wesentlichen konstant ist, steigt die Temperatur der Schüttung
des Sorptionstrocknungsmaterials im Sorptionsbehälter SB
an. Damit geht ein Anstieg der Ausblastemperatur der durch das Auslasselement
AU des Sorptionsbehälters SB ausgeblasenen Luft LS2 einher.
Durch die fortlaufende Zirkulation der Luft LS1 aus dem Inneren des
Spülbehälters SPB durch die Sorptionstrocknungseinrichtung
STE mit der Eintrittsöffnung ALA (= Auslassöffnung
des Spülbehälters SPB), dem Luftführungskanal
LK, dem Sorptionsbehälter SB und dem Auslasselement AU
kann schließlich die Einblas- bzw. Ansaugtemperatur der
angesaugten Luft LS1 sowie die Ausblastemperatur der ausgeblasenen
Luft über eine kritische Grenztemperatur ansteigen, je
länger die Desorption andauert, wenn die im Zirkulationskreislauf
ZL jeweilig vorhandene Spülflottenmenge eine zu geringe
spezifische Wärmeenergiemenge aufgrund ihrer begrenzten
Wärmespeicherkapazität aufnimmt.
-
Um
die Funktionssicherheit der Haushalts-Geschirrspülmaschine
GS beim jeweiligen Desorptionsvorgang im Fall sicherstellen zu können, dass
im Flüssigkeitszirkulationssystem ZL für eine ausreichende
Kühlung des Spülbehälters SPB, des Sorptionsbehälters
SB sowie der sonstigen Komponenten der Sorptionstrocknungseinrichtung
STE zu wenig Spülflotte vorhanden ist, ermittelt die Hauptsteuerungseinrichtung
HE den jeweilig von der Umwälzpumpe UP aufgenommenen elektrischen
Strom I (siehe 2) in Abhängigkeit
von ihrer Last und leitet aus der Stromverlaufskurve mindestens
ein Steuersignal zur Einstellung von ein oder mehreren elektrischen
Komponenten der Sorptionstrocknungsvorrichtung STE ab. Insbesondere
verläuft dabei der von der Umwälzpumpe aufgenommene
elektrische Strom I im Wesentlichen proportional, insbesondere direkt
proportional zum geförderten Volumendurchsatz bzw. Volumenstrom
Q. Die an der Umwälzpumpe UP jeweilig anliegende Last ist
also allgemein ausgedrückt maßgeblich durch den
durch sie hindurchgeförderten Volumenstrom bzw. Volumendurchsatz
Q an Spülflotte festgelegt. Der Volumenstrom Q ergibt sich
dabei aus dem durch die Umwälzpumpe UP hindurchgepumpten
Volumen V an Spülflotte pro Zeit t. 2 zeigt
schematisch ein Stromaufnahme-/Volumenstrom-Diagramm DI mit einer
mit dem Volumenstrom Q ansteigenden Stromaufnahmeverlaufskurve IQ
für die Umwälzpumpe UP. Entlang der Abszisse dieses
Diagramms DI ist dabei der Volumenstrom Q in Liter l pro Minute
min aufgetragen. Der Ordinaten ist der elektrische Strom I in Ampere
A zugeordnet, der von der Umwälzpumpe UP für den
jeweiligen Volumenstrom bzw. Volumendurchsatz Q aus dem Energieversorgungsnetz
EN gezogen bzw. aus diesem aufgenommen wird. In einem Anfangsbereich
FZ der Stromaufnahmeverlaufskurve IQ zwischen dem Anfangsstrom I0 und dem Mindeststromaufnahmewert Imin wird von der Umwälzpumpe UP
ein zugehöriger Volumenstrom Q zwischen dem Anfangsvolumenstromwert
Q0 und dem Mindestvolumenstromwert Qmin = Vmin/t gefördert.
Solange der Volumenstrom Q kleiner als der Mindestvolumenstromwert
Qmin ist, reicht die im Zirkulationssystem
ZL vorhandene Spülflotten-Flüssigkeitsmenge Q < Qmin für
eine ausreichende Kühlung des Spülbehälters,
dessen Komponenten wie z. B. Geschirrkörbe, Sprüharme
sowie sonstigen Bauteile, insbesondere Plastikbauteile, nicht aus,
d. h. es liegt eine Unterbefüllung des Spülbehälters
SPB vor. Stellt eine Überwachungslogik CL der Hauptsteuerungseinrichtung
HE eine solche Unterbefüllung dadurch fest, dass die Stromaufnahme
I der Umwälzpumpe UP vor dem Beginn oder während
des jeweiligen Desorptionsvorgangs der Sorptionstrocknungseinrichtung
STE unterhalb der Mindeststromaufnahme Imin bleibt,
die einen geforderten Mindestvolumenstrom (Vmin/t
= Qmin durch die Umwälzpumpe UP
repräsentiert, so schaltet sie die Heizungseinrichtung
HZ1 der Sorptionstrocknungseinrichtung STE gar nicht erst ein oder – wenn
der Desorptionsvorgang schon begonnen worden ist -ab. Dazu generiert
sie im letzteren Fall ein Steuersignal SS1 und übermittelt
mit diesem einen Abschaltbefehl über die Busleitung DB
an die Zusatzsteuerungseinheit ZE. Nach Empfang dieses Abschaltbefehls
deaktiviert die Zusatzsteuerungseinheit ZE die Heizungseinrichtung
HZ1.
-
Verallgemeinert
wird somit eine Nichteinschaltung der Heizungseinrichtung der Sorptionstrocknungseinrichtung
vor Beginn bzw. Start des jeweiligen Desorptionsvorgangs oder eine
Zwangsabschaltung dieser Heizungseinrichtung während des jeweiligen
Desorptionsvorgangs vorgenommen, wenn die Kontroll-/Steuerungseinrichtung
wie z. B. HE der Haushalts-Geschirrspülmaschine erfasst bzw.
feststellt, dass der von der Spülflottenpumpe umgewälzte
Volumenstrom Q und damit die im Zirkulationssystem ZL sowie im Spülbehälter
vorhandene Spülflottenmenge für eine ausreichende
Kühlungswirkung so gering ist, dass eine kritische Grenztemperatur
im Sorptionstrocknungssystem, insbesondere im Sorptionsbehälter,
und/oder im Spülbehälter überschritten
werden würde.
-
In
der Praxis ist zweckmäßigerweise ein Mindestvolumenstrom
Qmin gewählt, der etwa gleich oder kleiner
als die Hälfte des Nennbetriebsvolumenstroms QN der
Spülflottenpumpe UP, insbesondere zwischen 5 und 17 l/min,
bevorzugt bei etwa 16 l/min, ist.
-
Stellt
hier im Ausführungsbeispiel die Hauptsteuerungseinrichtung
HE während des jeweiligen Desorptionsvorgangs hingegen
fest, dass der von der Umwälzpumpe UP gezogene elektrische
Strom I größer als der Mindeststromaufnahmewert
Imin, oder insbesondere etwa dem Nennstromaufnahmewert
IN der Umwälzpumpe UP entspricht,
dem der Nennvolumenstrom QN zugeordnet ist,
so wird der Desorptionsvorgang und der damit einhergehende Aufheizungsvorgang
durch die Heizungseinrichtung HZ1 bis zum Ende der vorgegebenen
Desorptionszeitdauer fortgesetzt, bis eine ausreichende Dehydrierung
des Sorptionstrocknungsmaterials ZEO erreicht worden ist. Dieser
betriebssichere Bereich der Stromaufnahmekurve IQ oberhalb dem Mindeststromaufnahmewert
Imin ist in der 2 mit NZ
bezeichnet.
-
Um
im Fall einer Zwangsabschaltung der Heizungseinrichtung HZ1 zu vermeiden,
dass trotz ausgeschalteter Heizungseinrichtung HZ1 deren Restwärme
noch zu einem unzulässig hohen Anstieg der Temperaturen
im Sorptionstrocknungsmaterial ZEO führen kann, kann es
gegebenenfalls zweckmäßig sein, die Lüftereinheit
LT erst später als die Heizungseinrichtung HZ1 auszuschalten.
Dies veranschaulicht das Zustandsdiagramm von 3.
Der zeitliche Verlauf des Einschaltzustands der Heizungseinrichtung
HZ1 ist mit der Kurve CLT bezeichnet, während der Verlauf
des Einschaltzustands der Lüftereinheit LT mit CHZ gekennzeichnet
ist. Die Heizungseinrichtung HZ1 wird zum Zeitpunkt tEH eingeschaltet,
um einen Desorptionsvorgang zu starten. Sobald die Hauptsteuerungseinrichtung
HE eine Unterschreitung des Mindeststromaufnahmewerts Imin registriert
hat, schaltet sie die Heizungseinrichtung HZ1 zum Abschaltzeitpunkt
tAH ab, d. h. aus. Erst nach Ablauf nach einer vorgebbaren Nachlaufzeitdauer
NLZ schaltet die Zusatzsteuerungseinheit ZE auch die Lüftereinheit
LT ab. Dadurch, dass die Lüftereinheit LT auch nach dem
Abschaltzeitpunkt tAH der Heizungseinrichtung weiterhin einen Luftstrom LS2
durch den Sorptionsbehälter SB mit dem Sorptionstrocknungsmaterial
ZEO durchbläst, wird durch diesen aufrecht erhaltenen Luftdurchsatz
Wärmeenergie aus dem Sorptionsbehälter SB in den
Spülbehälter SPB abtransportiert. Auf diese Weise
kann vermieden werden, dass es aufgrund der Restwärme der
Heizungseinrichtung HZ1 und/oder des Sorptionstrocknungsmaterials
ZEO im Sorptionsbehälter SB auch nach dem Abschaltzeitpunkt
tAH zu einem Überschreiten einer Temperaturobergrenze kommen kann,
ab der eine unzulässige Materialbeanspruchung des Sorptionstrocknungsmaterials
einsetzen würde. Auf diese Weise kann das Sorptionstrocknungsmaterial
ZEO bei einem Störfall in besonders zuverlässiger
Weise materialschonend behandelt werden.
-
Die
Lüftereinheit LT kann von der Zusatzsteuerungseinheit entweder
vor dem Einschaltzeitpunkt tEH für die Heizungseinrichtung
HZ1, oder zeitgleich, oder etwas zeitversetzt danach eingeschaltet werden.
Hier im Ausführungsbeispiel von 4 wird die
Lüftereinheit LT zum Zeitpunkt tEL bereits vor dem Einschaltzeitpunkt
tEH der Heizungseinrichtung HZ1 in Betrieb gesetzt.
-
Ggf.
kann die Hauptsteuerungseinrichtung HE an die Zusatzsteuerungseinheit
ZE einen Abschaltbefehl senden, um die ein oder mehreren Komponenten
der Sorptionstrocknungseinrichtung, insbesondere deren Heizungseinrichtung
HZ1 und/Lüftereinheit LT abzuschalten, wenn eine kritische
Grenztemperatur im Innenraum des Spülbehälters
SPB der Haushalts-Geschirrspülmaschine GS und/oder im Bereich
des Sorptionsbehälters SB der Sorptionstrocknungseinrichtung überschritten
wird. Dadurch ist eine weitere thermische Absicherung insbesondere
beim Desorptionsbetrieb der Sorptionstrocknungseinrichtung STE bereitgestellt.
Die Temperatur im Innenraum des Spülbehälters
SPB kann beispielsweise mit Hilfe mindestens eines Temperatursensors
ermittelt werden, der z. B. an einer der Seitenwände des
Spülbehälters SPB der Geschirrspülmaschine angebracht
ist. In der 1 ist ein Temperatursensor TS
an der Seitenwand des Spülbehälters SPB über eine
Messleitung ML mit der Hauptsteuerungseinrichtung HE verbunden.
In entsprechender Weise kann zusätzlich oder unabhängig
hiervon die jeweilige Temperatur im Bereich des Sorptionsbehälters
mit Hilfe mindestens eines Temperatursensors bestimmt werden.
-
Allgemein
betrachtet kann durch die Hauptsteuerungseinrichtung unter Zuhilfenahme
der Zusatzsteuerungseinheit die Sorptionstrocknungseinrichtung,
insbesondere deren Heizungseinrichtung und/oder Lüftereinheit,
abgeschaltet werden, wenn eine kritische Kenngröße,
insbesondere ein Mindestvolumen an Spülflotte im Flüssigkeitszirkulationssystem
oder und/oder im Spülbehälter für oder
während eines Desorptionsvorgangs unterschritten werden würde.
Im Fall, dass eine solche Unterbefüllung mit Spülflotte
von der Hauptsteuerungseinrichtung vor dem Start eines anstehenden
Desorptionsvorgangs festgestellt wird, wird die Heizungseinrichtung zweckmäßigerweise
gar nicht erst eingeschaltet. Dadurch sind die Sorptionstrocknungseinrichtung,
der Spülbehälter und dessen Bauteile, und/oder
im Spülbehälter vorhandenes Spülgut gegenüber
unzulässig hohen Temperaturentwicklungen abgesichert. Insbesondere
kann dadurch im Fall einer unzulässig geringen Flüssigkeitsmenge
im Spülbehälter und/oder im Zirkulationssystem
sichergestellt werden, dass die Heizungseinrichtung der Sorptionstrocknungseinrichtung
von vornherein gar nicht erst eingeschaltet oder – wenn
ein anstehender Desorptionsvorgang bereits gestartet worden ist – rechtzeitig
ausgeschaltet wird, bevor die Heizungseinrichtung eine zu große Heizleistung
an das Sorptionstrocknungsmaterial des Sorptionsbehälters
abgibt.
-
Allgemein
ausgedrückt kann also durch die Hauptsteuerungseinrichtung
zusammen mit der Zusatzsteuerungseinheit sichergestellt werden,
dass ein unzulässig hohes Aufheizen des Sorptionstrocknungsmaterials
im Sorptionsbehälter der Sorptionstrocknungseinrichtung
weitgehend vermieden wird. Insbesondere wird das Überschreiten
einer kritischen Grenztemperatur unterbunden, die zu einer Materialschädigung
des Sorptionstrocknungsmaterials führen würde.
Auf diese Weise wird sichergestellt, dass das Sorptionstrocknungsmaterial
mittels der Heizungseinrichtung lediglich materialschonend aufgeheizt
wird. Auf diese Weise ist eine irreparable Materialschädigung
weitgehend vermieden.
-
Zusätzlich
wird dadurch auch vermieden, dass es zu einer unzulässig
hohen thermischen Beanspruchung oder gar Schädigung von
Teilen des Spülbehälters wie z. B. Geschirrkörben,
Kunststoffeinbauteilen wie z. B. Siebe im Spülbehälter,
Spülgut, Teilen der Sorptionstrocknungseinrichtung wie
z. B. des Luftführungskanals, oder sonstigen Bauteilen der
Geschirrspülmaschine im Bereich des Sorptionsbehälters
kommen kann. Insbesondere ist dadurch ein zuverlässiger
Brandschutz sichergestellt.
-
In
Verallgemeinerung kann es dadurch, dass die Kontroll-/Steuerungseinrichtung
den jeweilig von der Spülflottenpumpe bewirkten Volumenstrom
oder einen zu diesem korrespondierenden Betriebsparameter der Spülflottenpumpe
oder eines sonstigen Betriebsbauteils der Geschirrspülmaschine überwacht
bzw. kontrolliert und aus dem erfassten Volumenstrom oder einem
zu diesem korrespondierenden Betriebsparameter der Spülflottenpumpe
oder eines sonstigen Betriebsbauteils der Geschirrspülmaschine
mindestens ein Steuersignal zur Einstellung der ein oder mehreren
elektrischen Komponenten der Sorptionstrocknungseinrichtung ableitet,
ermöglicht werden, die Sorptionstrocknungseinrichtung beim
jeweiligen Sorptions- und/oder Desorptionsvorgang in funktionssicherer
Weise steuern bzw. einstellen zu können. Mit Hilfe dieses
Steuersignals können spezifische Anforderungen an zulässige
Betriebszustände der ein oder mehreren elektrischen Komponenten
der Sorptionstrocknungseinrichtung verbessert überwacht
und/oder umgesetzt werden. Insbesondere kann mit Hilfe des Steuersignals
das spezifische Zusammenspiel der ein oder mehreren Betriebsparameter
der ein oder mehreren elektrischen Komponenten der Sorptionstrocknungseinrichtung derart
aufeinander abgestimmt werden, dass die Sorptionstrocknungseinrichtung
während ihres jeweiligen Sorptionsvorgangs und/oder Desorptionsvorgangs
in einem gewünschten, zulässigen Arbeitsbereich
sicher betrieben werden kann.
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
Diese Liste
der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert
erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information
des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen
Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt
keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
-
Zitierte Patentliteratur
-