DE102008043278A1 - Transportsicherung für einen hydrodynamischen Drehmomentwandler - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Transportsicherung für einen in einem Getriebegehäuse (1) angeordneten hydrodynamischen Drehmomentwandler (Wandler 2), ausgebildet als Haltebügel (5), der einerseits am Getriebegehäuse (1) und andererseits am Wandler (2) abstützbar ist, wobei der Wandler (2) einen Führungszapfen (8) und das Getriebegehäuse (1) einen Flansch (3) mit Bohrungen (4) aufweisen. Es wird vorgeschlagen, dass der Haltebügel (5) an seinen äußeren Enden Zapfen aufweist, welche in etwa diametral zueinander angeordnete Bohrungen (4) des Flansches (3) einsteckbar sind.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Transportsicherung für einen in einem Getriebegehäuse angeordneten hydrodynamischen Drehmomentwandler – nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
- Hydrodynamische Drehmomentwandler, im Folgenden auch kurz Wandler genannt, sind in einer so genannten Wandlerglocke, Teil eines Getriebegehäuses, aufgenommen. Beim Einbau in das Fahrzeug wird die Wandlerglocke an den Motorblock angeflanscht, und die Motorausgangswelle wird mit dem Wandler verbunden. Die Drehmomentverbindung zwischen Motor und Wandler erfolgt über ein axial nachgiebiges Mitnahmeelement, eine so genannte Flexplate, welche einerseits am Wandler und andererseits an einem Flansch der Motorwelle befestigt ist. Da der Wandler fliegend gelagert ist, weist die Deckelschale des Wandlers eine Deckelnabe mit einem Führungszapfen auf, welcher in einer Bohrung des Motorflansches aufgenommen wird. Eine derartige Verbindung von Wandler und Motor ist in der
DE 32 22 119 C1 offenbart. - Es ist bekannt, dass der Wandler während seines Transportes gegen Herausfallen gesichert werden muss. Aus der
DE 100 24 282 A1 ist es bekannt, den Wandler durch einen am Getriebegehäuse befestigten Wandlerhaltebügel in Axialrichtung gegen Herausfallen zu sichern (vgl. Absatz [0005]). - Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Transportsicherung der eingangs genannten Art zu schaffen, welche einfach in der Handhabung und kostengünstig in der Herstellung ist.
- Die Aufgabe der Erfindung wird durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
- Erfindungsgemäß weist der Haltebügel an seinen äußeren Enden Zapfen auf, welche in sich etwa diametral gegenüber liegende Bohrungen im Getriebeflansch einsteckbar sind. Damit wird eine Fixierung des Haltebügels am Getriebegehäuse in Umfangsrichtung erreicht.
- In vorteilhafter Weiterbildung sind an den Enden des Haltebügels Rastelemente angeordnet, welche nach der Montage des Haltebügels eine axiale Fixierung des Haltebügels gegenüber dem Getriebegehäuse bewirken. Der Haltebügel kann damit durch axial gerichtetes Aufsetzen auf den Getriebeflansch ohne weitere Hilfsmittel verrastet und axial fixiert werden.
- Vorteilhaft sind die Rastelemente als federnde Nasen ausgebildet, welche den Flansch hintergreifen und somit die axiale Fixierung bewirken. Gemäß einer weiteren vorteilhaften Variante sind die Rastelemente als Spreizdübel an den Enden der Zapfen ausgebildet. Nach dem Aufsetzen des Haltebügels auf den Getriebeflansch und dem Einstecken der Zapfen in die Bohrungen schnappen die Spreizdübel auseinander und verriegeln somit den Haltebügel gegenüber dem Getriebegehäuse in axialer Richtung.
- In vorteilhafter Weiterbildung ist zur Aufnahme des Führungszapfens am Haltebügel eine zentrale Ausnehmung vorgesehen, in deren Bereich eine Rasteinrichtung zur axialen Fixierung des Wandlers gegenüber dem Haltebügel angeordnet ist. Damit wird der Wandler, der fliegend im Getriebegehäuse gelagert ist, einerseits am Haltebügel gelagert und zentriert und andererseits durch die Rasteinrichtung in axialer Richtung fixiert.
- In vorteilhafter Ausgestaltung kann die Rasteinrichtung als Halbschale mit Rastbügel ausgebildet sein, welcher den Führungszapfen formschlüssig umgreift. Der Führungszapfen weist generell einen Hinterschnitt auf, in wel chen der Rastbügel eingreift und damit die axiale Fixierung des Wandlers sicherstellt.
- In vorteilhafter Weiterbildung kann der Rastbügel durch ein Schnappelement ver- und entriegelt werden. Damit kann der Wandler durch einfaches Umlegen des Rastbügels axial fixiert und gesichert werden. Die Entriegelung kann einfach von Hand durch Zurückbiegen des Schnappelementes vorgenommen werden. Damit ist eine schnelle Montage und Demontage des Haltebügels möglich.
- Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind am Haltebügel Halteelemente zur tangentialen Ausrichtung des Wandlers vorgesehen, welche formschlüssig in den Wandler eingreifen. Vorzugsweise sind die Halteelemente als abragende Noppen ausgebildet, welche in entsprechende Öffnungen auf der Stirnseite des Wandlers, d. h. der Wandlerschale eingreifen. Damit kann der Wandler in einer bestimmten, gewünschten Winkelposition fixiert werden und kann nicht mehr rotieren. Dies ist insbesondere für die anschließende Verbindung des Wandlers mit der Motorwelle von Vorteil, da der Wandler für diesen Montagevorgang eine bestimmte Winkelposition einnehmen muss.
- Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im Folgenden näher beschrieben. Es zeigen
-
1 einen Wandler mit Getriebegehäuse und einen erfindungsgemäßen Haltebügel mit geöffneter Rasteinrichtung, -
2 einen Axialschnitt durch den Haltebügel mit Zapfen und Rastelementen, -
3 den Wandler mit Getriebegehäuse und den Haltebügel mit geschlossener Rasteinrichtung und -
4 einen Axialschnitt durch den Haltebügel mit Halteelementen zur tangentialen Ausrichtung des Wandlers. -
1 zeigt eine Ansicht in axialer Richtung (Stirnansicht) auf ein Getriebegehäuse1 , in welchem ein hydrodynamischer Drehmomentwandler2 , im Folgenden auch kurz Wandler2 genannt, angeordnet ist. Das Getriebegehäuse1 ist stirnseitig offen und weist einen Flansch3 mit diversen über den Umfang verteilten Bohrungen4 auf, welche der Befestigung an einem nicht dargestellten Motorblock dienen. Da der Wandler2 nach seiner Montage im Getriebegehäuse1 in axialer Richtung nicht fixiert ist, bedarf er während des Transportes bis zur Montage am Motor einer Transportsicherung, welche hier als Haltebügel5 ausgebildet ist. Der Haltebügel5 erstreckt sich diametral über den Wandler2 sowie das Getriebegehäuse1 und ist endseitig, was in1 nicht erkennbar ist, am Flansch3 befestigt. In der Mitte des Haltebügels5 ist eine zentrale Ausnehmung6 mit einer Rasteinrichtung7 angeordnet, welche einen am Wandler2 befestigten Führungszapfen8 aufnimmt. Die Rasteinrichtung7 umfasst eine Halbschale7a zur Aufnahme des Führungszapfens8 , einen Rastbügel7b zur axialen Fixierung des Wandlers2 sowie ein Schnappelement7c zur Verriegelung des Rastbügels7b . -
2 zeigt einen Axialschnitt durch einen Haltebüge5' , welcher gegenüber der Ausführungsform gemäß1 ohne die Rasteinrichtung7 und mit einem abgewandelten Führungszapfen8' dargestellt ist. An den äußeren Enden des Haltebügels5' sind abragende Zapfen9 ,10 angeordnet, welche in die Bohrungen4 des Getriebeflansches3 eingreifen und somit den Haltebügel5' in Umfangsrichtung sichern. Ferner sind an den Enden des Haltebügels5' Rastelemente angeordnet, welche in diesem Ausführungsbeispiel als federnde Nasen11 ,12 ausgebildet sind. Die Nasen11 ,12 hintergreifen den Flansch3 und bewirken somit eine axiale Fixierung des Haltebügels5' gegenüber dem Getriebegehäuse1 . -
3 zeigt das Ausführungsbeispiel gemäß1 in leicht abgewandelter Form, wobei für gleiche Teile gleiche Bezugszahlen verwendet werden. Die Rasteinrichtung7 ist hier geschlossen und verriegelt, d. h. der Rastbügel7b umfasst die obere Hälfte des Führungszapfens8 und wird durch das Schnappelement7c in seiner Position gesichert. Damit ist der Wandler2 in axialer Richtung gegenüber dem Getriebegehäuse1 fixiert. Der Wandlerbügel52 weist – in Abwandlung zu den vorherigen Ausführungsbeispielen – Halteelemente13 ,14 zur tangentialen Sicherung des Wandlers2 gegenüber dem Haltebügel52 und damit gegenüber dem Getriebegehäuse1 auf. Die Fixierung des Wandlers2 in Umfangsrichtung ist erforderlich, weil der Wandler2 für die anschließende Montage am Motorblock eine bestimmte Winkelposition einnehmen soll. Dies wird durch die tangentiale Fixierung mittels der in3 angedeutete Halteelemente13 ,14 erreicht. -
4 zeigt die Halteelemente13 ,14 , welche an einem abgewandelten Haltebügel53 angeordnet sind. Die Halteelemente13 ,14 sind als abragende Noppen ausgebildet, welche in Öffnungen einer am Wandler2 befestigten Mitnahmescheibe15 formschlüssig eingreifen. Der am Wandler2 befestigte Führungszapfen8 weist einen Hinterschnitt8a auf, in welchen der Rastbügel7b formschlüssig eingreift und damit die axiale Fixierung des Wandlers2 bewirkt. Der Haltebügel53 weist gegenüber der Ausführungsform gemäß2 eine weitere Ausgestaltung bezüglich der Bügelenden auf, an welchen Zapfen16 ,17 mit integrierten Spreizdübeln18 ,19 angeordnet sind. Die Spreizdübel18 ,19 , Äquivalente zu den Rastnasen11 ,12 in2 , bewirken eine axiale Fixierung des Haltebügels53 gegenüber dem Getriebeflansch3 . - Der Wandler
2 ist durch den erfindungsgemäßen Haltebügel5 ,51 ,52 ,53 einerseits in axialer Richtung und andererseits in Umfangsrichtung gegenüber dem Getriebegehäuse1 für den Transport gesichert. Der Haltebügel5 ,51 ,52 ,53 kann nach Ausrichten des Wandlers2 in die gewünschte Winkelposition durch Aufclipsen ohne weitere Hilfsmittel befestigt und gesichert werden – die Demontage ist ebenfalls ohne Hilfsmittel, d. h. von Hand möglich. -
- 1
- Getriebegehäuse
- 2
- Wandler
- 3
- Flansch
- 4
- Bohrung
- 5
- Haltebügel
- 51
- Haltbügel
- 52
- Haltebügel
- 53
- Haltebügel
- 6
- zentrale Ausnehmung
- 7
- Rasteinrichtung
- 7a
- Halbschale
- 7b
- Rastbügel
- 7c
- Schnappelement
- 8
- Führungszapfen
- 8'
- Führungszapfen
- 9
- Zapfen
- 10
- Zapfen
- 11
- Federnde Nase
- 12
- Federnde Nase
- 13
- Halteelement
- 14
- Halteelement
- 15
- Mitnahmescheibe
- 16
- Zapfen
- 17
- Zapfen
- 18
- Spreizdübel
- 19
- Spreizdübel
- ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 3222119 C1 [0002]
- - DE 10024282 A1 [0003]
Claims (9)
- Transportsicherung für einen in einem Getriebegehäuse (
1 ) angeordneten hydrodynamischen Drehmomentwandler (Wandler2 ), ausgebildet als Haltebügel (5 ), der einerseits am Getriebegehäuse (1 ) und andererseits am Wandler (2 ) abstützbar ist, wobei der Wandler (2 ) einen Führungszapfen (8 ) und das Getriebegehäuse (1 ) einen Flansch (3 ) mit Bohrungen (4 ) aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltebügel (5 ,51 ,52 ,53 ) an seinen äußeren Enden Zapfen (9 ,10 ,16 ,17 ) aufweist, welche in etwa diametral zueinander angeordnete Bohrungen (4 ) des Flansches (3 ) einsteckbar sind. - Transportsicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an den Enden der Haltebügel (
51 ,53 ) Rastelemente (11 ,12 ,18 ,19 ) zur axialen Fixierung des Haltebügels (51 ,53 ) am Getriebegehäuse (1 ) angeordnet sind. - Transportsicherung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastelemente als federnde Nasen (
11 ,12 ) ausgebildet sind, welche den Flansch (3 ) hitergreifen. - Transportsicherung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastelemente als Spreizdübel (
18 ,19 ) und einstückig mit den Zapfen (16 ,17 ) ausgebildet sind. - Transportsicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltebügel (
5 ,52 ,53 ) eine zentrale Ausnehmung (6 ) zur Aufnahme des Führungszapfens (8 ) aufweist und dass im Bereich der zentralen Ausnehmung (6 ) eine Rasteinrichtung (7 ,7a ,7b ,7c ) zur axialen Fixierung des Wandlers (2 ) am Haltebügel (5 ,52 ,53 ) angeordnet ist. - Transportsicherung nach Anspruch (
5 ), dadurch gekennzeichnet, dass die Rasteinrichtung (7 ) eine Halbschale (7a ) zur Aufnahme des Führungszapfens (8 ) und einen Rastbügel (7b ) umfasst, welcher formschlüssig in den Führungszapfen (8 ) eingreift. - Transportsicherung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Rastbügel (
7b ) durch ein Schnappelement (7c ) ver- und entriegelbar ist. - Transportsicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltebügel (
52 ,53 ) auf seiner dem Wandler (2 ) zugewandten Seite Halteelemente (13 ,14 ) zur tangentialen Ausrichtung des Wandlers (2 ) aufweist - Transportsicherung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteelemente als abragende Noppen (
13 ,14 ) ausgebildet sind, welche in Öffnungen am Wandler (2 ,15 ) eingreifen.
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| DE200810043278 DE102008043278A1 (de) | 2008-10-29 | 2008-10-29 | Transportsicherung für einen hydrodynamischen Drehmomentwandler |
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| DE200810043278 DE102008043278A1 (de) | 2008-10-29 | 2008-10-29 | Transportsicherung für einen hydrodynamischen Drehmomentwandler |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE102008043278A1 true DE102008043278A1 (de) | 2010-05-06 |
Family
ID=42062794
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE200810043278 Withdrawn DE102008043278A1 (de) | 2008-10-29 | 2008-10-29 | Transportsicherung für einen hydrodynamischen Drehmomentwandler |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE102008043278A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102009002789A1 (de) * | 2009-05-04 | 2010-11-11 | Zf Friedrichshafen Ag | Einrichtung zur axialen und radialen Sicherung zum Transport eines hydrodynamischen Wandlers |
| CN103398152A (zh) * | 2013-07-29 | 2013-11-20 | 天津博信汽车零部件有限公司 | 一种汽车变矩器安装组件及汽车 |
| DE202013001259U1 (de) | 2013-02-12 | 2014-05-14 | Viebahn Systemtechnik Gmbh | Wandlerhalteeinrichtung |
| DE202014005995U1 (de) | 2013-07-27 | 2014-11-13 | Viebahn Systemtechnik Gmbh | Wandlerhalteeinrichtung und Wandlerglocke mit darin angeordnetem Wandler und mit Wandlerhalteeinrichtunq |
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-
2008
- 2008-10-29 DE DE200810043278 patent/DE102008043278A1/de not_active Withdrawn
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