-
Die
Erfindung betrifft eine Steuervorrichtung für Haushaltsgeräte mit einer
Bedienvorrichtung, welche ein frontseitig bedienbares Touchcontrolfeld
aufweist und ein Haushaltsgerätesteuerungssystem
mit einer solchen Steuervorrichtung und einem fernsteuerbaren Haushaltsgerät.
-
Aus
der Druckschrift
DE
20 2008 00 135 U1 ist eine derartige Vorrichtung zum Herstellen
von Speisen oder Backwaren, wie z. B. ein Backofen, Dampfbackofen
oder dergleichen bekannt. Dabei weist die Tür informationsverarbeitungsmittel und/oder
eine Widergabevorrichtung und/oder eine Anzeigevorrichtung und/oder
Bedienmittel und/oder Kontrollvorrichtungen auf, die an der Tür angeordnet oder
in die Tür
integriert sind. Diese können
auch extern in der Wand eines Küchenschrankelementes oder
an der der Wand eines Küchenraumes
oder eines anderweitigen Raumes angeordnet sein oder extern und/oder
freibeweglich handhabbar sein.
-
EP 07 40 112 A1 offenbart
ein Bedienteil mit einem Bildschirm und zumindest zwei Eingabeorganen,
dessen Wirkung von festgelegten Optionen abhängt, die auf dem Bildchirm
angezeigt werden. Diese festgelegten Optionen werden durch vorhergehende
Einstellungen bestimmt.
-
Aus
der Druckschrift
DE
299 19 792 U1 ist eine Bedieneinheit zum Bedienen von im
Wesentlichen elektrisch bedienbaren Vorrichtungen und/oder Geräten bekannt,
wobei die Bedieneinheit wenigstens ein transparentes Druckschalterelement
enthält. Die
Bedienoberfläche
des Druckschaltelements ist aus einer Dünnglasscheibe gebildet.
-
WO 2007/054 773 A2 offenbart
ein modulares Bedienfeld für
Haushaltsgeräte,
wobei das Bedienfeld ein Modul ist, das getrennt von dem damit verbundenen
elektrischen Haushaltsgerät
ausgebildet ist.
-
DE 103 36 559 A1 offenbart
ein System zur Fernkommunikation mit Hausgeräten, wobei die Hausgeräte mit einer
Hauszentrale verbunden sind, die mit einer Basissoftware zur Abfrage
der Identifikation der Hausgeräte
ausgestattet ist und sich über
die ermittelte Identifikation die zum Zugriff auf die gerätespezifische
Schnittstelle erforderliche Buszugangssoftware aus einer Datenbank
besorgt und abspeichert und damit die Kommunikation über die
gerätespezifische
Schnittstelle des jeweiligen Hausgerätes ermöglicht.
-
DE 10116217 A1 offenbart
ein System und ein Verfahren zum Bedienen und räumlich verteilt angeordneten
technischen Vorrichtungen, welches die Anzahl der zum Bedienen der
Vorrichtungen erforderlichen Bedienkomponenten reduziert. Das System
zum Bedienen von räumlich
verteilt angeordneten technischen Vorrichtungen enthält Steuerungseinheiten
zum Steuern und/oder Regeln der technischen Vorrichtungen, erste
Empfangsmittel zur Umsetzung von ersten drahtlos übertragenden
Signalen in Daten der Steuerungseinheiten, eine oder mehrere als
Mensch-Maschine-Schnittstellen (HMI; ”Human Machine Interface) ausgebildete
mobile HMI-Einheiten mit Mitteln zum Bedienen durch einen Anwender und
mit zweiten Sendemitteln zur Umsetzung von Daten in die ersten drahtlos übertragenen
Signale, wobei die HMI-Einheiten zur drahtlosen Kommunikation mit
den technischen Vorrichtungen und zum Bedienen der technischen Vorrichtungen
durch den Anwender vorgesehen sind.
-
EP 1 282 032 A2 offenbart
eine Nutzerschnittstelle zur Verwendung mit einer Vielzahl von elektronischen
Vorrichtungen, wie PDAs, Notebooks, Pagern, Fernsehern, CD- und
DVD-Spielern usw., von
denen jede ein repräsentatives
Symbol und ein Anzeigenlayout und Anzeigeninhalt aufweist. Die Nutzerschnittstelle
umfasst einen Anzeigebildschirm, z. B. einen OLED-Bildschirm; ein
berührungsempfindliches
Sensorfeld, das über
dem Anzeigebildschirm liegt, eine drahtlose Kommunikationsschnittstelle
zum Kommunizieren mit den elektronischen Vorrichtungen; und einen
Controller, der mit der Kommunikationsschnittstelle, dem Sensorfeld
und dem Anzeigebildschirm verbunden ist, wobei der Controller ein
Mittel zum Empfangen und Anzeigen der Symbole umfasst, welche die
elektronischen Vorrichtungen auf dem Anzeigebildschirm repräsentieren,
zum Senden einer Mitteilung zu einer ausgewählten elektronischen Vorrichtung
als Antwort auf eine Auswahl eines der Symbole über das Sensorfeld, zum Empfangen
und Anzeigen des Bildschirmlayouts und des Inhalts der ausgewählten elektronischen
Vorrichtung und zum Kommunizieren von Nutzereingaben vom Sensorfeld
zu der ausgewählten
elektronischen Vorrichtung.
-
Es
ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Bedienungsmöglichkeit
für Haushaltsgeräte zu schaffen,
welche besonders preiswert und bedienerfreundlich ist.
-
Diese
Aufgabe wird mittels einer Steuervorrichtung und eines Haushaltsgerätesteuerungssystems
nach dem jeweiligen Patentanspruch gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen
sind insbesondere den abhängigen
Ansprüchen
entnehmbar.
-
Es
wird für
eine dezente Optik bevorzugt, wenn die Steuervorrichtung so eingerichtet
ist, dass die Bedienvorrichtung an einer Vorderseite einer Tür, insbesondere
Schranktür,
anbringbar ist und die Steuerelektronik an einer Rückseite
der Tür
anbringbar ist. Dadurch kann die Steuerelektronik einfach außer Sicht
gebracht werden und ihre Wärme
effektiv in den Schrank abführen.
Die Steuerelektronik ist in diesem Fall vorzugsweise mittels eines
um den Türrand
gelegten Flachbandkabels mit der Bedienvorrichtung verbunden, was
eine besonders einfache und preiswerte Installation erlaubt. Zur
optisch klaren Anordnung und ggf. zur Vermeidung eines Offenliegens
von Kabeln ist die Bedienvorrichtung vorzugsweise dazu vorgesehen,
mit einer Kante der Tür
bündig
abzuschließen.
-
Es
wird zur einfachen Befestigung bevorzugt, falls die Steuervorrichtung
eine Klemmvorrichtung oder eine Steckaufnahme zur Befestigung der Bedienvorrichtung
aufweist.
-
Die
Steuervorrichtung ist insbesondere zur Steuerung von ein oder – bevorzugt – mehreren Haushaltsgeräten vorgesehen,
und weist (mindestens) eine Bedienvorrichtung als Bedienerschnittstelle
auf. Die Bedienvorrichtung ist mit einer Steuerelektronik, z. B.
einem Mikrocontroller, verbunden. Die Steuervorrichtung weist vorzugsweise
eine oder mehrere drahtgebundene und/oder drahtlose Kommunikationsschnittstellen
zur Datenkommunikation mit einem oder mehreren Haushaltsgeräten auf.
Mittels einer solchen Steuervorrichtung kann ein Bediener bequem
zentral mehrere Haushaltsgeräte überwachen
und steuern. Zudem kann eine zentrale Steuervorrichtung die teuren
Einzel-Bedienvorrichtungen,
insbesondere Bedienblenden, der zentral gesteuerten Haushaltsgeräte ersetzen,
wie weiter unten genauer ausgeführt
wird.
-
Es
ist zur besonders einfachen, räumlich
flexiblen und preiswerten Montage bevorzugt, wenn die Steuervorrichtung
als Ganzes, also mit Bedienvorrichtung und Steuerelektronik, zur
externen Befestigung an einem Einrichtungsgegenstand eingerichtet ist.
Insbesondere ist es so möglich,
die Steuervorrichtung an vielen bisher dafür nicht nutzbaren Orten flexibel
nach Endkundenwünschen
zu platzieren.
-
Die
Bedienvorrichtung ist zur Bedienung von Haushaltsgeräten eingerichtet
und kann auch als Bedienerschnittstelle für Haushaltsgeräte angesehen werden.
Sie weist ein frontseitig bedienbares Touchcontrolfeld auf. Ein
typisches Touchcontrolfeld weist einen Bildschirm auf, auf dem ein
transparentes, berührungsempfindliches
Sensorfeld aufgebracht ist. Als Sensorfelder sind beispielsweise
resistive oder kapazitive Folien bekannt, z. B. auf der Grundlage von
Indiumzinnoxid (”Indium
Tin Oxide”;
ITO).
-
Der
Bildschirm ist als Flachbildschirm ausgestattet, d. h., als ein
Bildschirm mit einer Dicke von nicht mehr 2 cm, vorzugsweise nicht
mehr als 1 cm. Die Bedienvorrichtung ist ferner zur externen, also nicht
integrierten, Befestigung an einem Einrichtungsgegenstand eingerichtet.
Unter einem Einrichtungsgegenstand wird insbesondere ein Möbelstück oder
ein Haushaltsgerät
verstanden.
-
Dadurch
wird eine Bedienvorrichtung bereitgestellt, welche auf vielfältige Flächen frontal
aufgebracht werden kann, ohne die Optik zu stören. Insbesondere kann die
Bedienvorrichtung vielseitig nach Endkundenwünschen platziert werden. Der
Bildschirm weist zudem den Vorteil auf, dass er größer ausgeführt sein
kann als bei baulicher Integration in eine übergeordnete Vorrichtung (z.
B. eine Hausanlage, eine Bedienblende, z. B. eines Garraums, Kühlraums
usw.), wodurch eine besonders ergonomische Bedienbarkeit erreicht
wird.
-
Der
Flachbildschirm kann beispielsweise ein Plasmabildschirm oder Flüssigkristallbildschirm (LCD)
sein, z. B. ein TFT-Flüssigkristallbildschirm.
Es wird jedoch besonders bevorzugt, wenn der Bildschirm ein OLED-Flachbildschirm
ist. Mittels der OLED (”Organische
Leuchtdioden”)-Technik
ist es möglich,
besonders flache und kontrastreiche Bildschirme zu realisieren.
Ein derzeitiger Aufbau weist beispielsweise eine Dicke zwischen
lediglich 3 mm und 4 mm auf. Zusammen mit dem Sensorfeld bleibt die Dicke
des Touchcontrolfelds in einem Bereich von 5 mm. Da zudem ein OLED-Bildschirm
transparent sein kann, ist ein Touchcontrolfeld denkbar, bei dem sich
der berührungsempfindliche
Sensor unter dem OLED-Bildschirm befindet. Es zur unauffälligen Aufbringung
besonders bevorzugt, wenn das Touchcontrolfeld eine Dicke von nicht
mehr als 1 cm, speziell weniger als 5 mm, aufweist.
-
Die
Bedienvorrichtung kann zur Befestigung insbesondere eine rückseitige
Auflagefläche
zur Auflage an dem Einrichtungsgegenstand aufweisen. Die Bedienvorrichtung
kann beispielsweise auch eine vorderseitige Befestigungsfläche zur
Auflage einer Klemmhalterung aufweisen. Die Bedienvorrichtung kann
zusätzlich
oder alternativ Befestigungsmittel beispielsweise zur schraubenden,
klemmenden, rastenden oder haftenden Verbindung mit dem Einrichtungsgegenstand
aufweisen, z. B. Schraublöcher, Klemmen,
Rastnasen oder Magnete, ggf. an einem das Touchcontrolfeld haltenden
Trägerrahmen
der Bedienvorrichtung. Die Bedienvorrichtung kann aber auch zum
Einsatz in einen Halterahmen eingerichtet sein, z. B. mittels eines
passenden Adapters, z. B. einer Steckverbindung.
-
Es
wird zur gleichzeitigen Bedienung mehrerer Haushaltsgeräte bevorzugt,
wenn die Bedienvorrichtung in Aufsicht eine rechteckige Grundform
aufweist mit Abmessungen (Breite und/oder Höhe) zwischen 10 cm und 30 cm,
z. B. im Format von etwa DIN A4, oder mehr, da dies einen besonders
praktikablen Kompromiss zwischen einerseits einer sehr gute Auflösung und/oder
Größe und andererseits
einer ausreichenden Kompaktheit zur Aufbringung auf üblich breite
Einrichtungsgegenstände
ergibt. Der Bildschirm weist insbesondere Maße auf, die zur Darstellung
von Bildpunkten in einem VGA-Format (VGA oder deren Varianten, wie
SVGA, XVGA usw.) geeignet sind.
-
Zur
Vermeidung eines Wärmestaus
und zur Beibehaltung einer dünnen
Bauform wird es bevorzugt, wenn die Bedienvorrichtung eine Schnittstelle zu
einer davon getrennten Steuerelektronik aufweist. Die Schnittstelle
kann eine drahtgebundene Schnittstelle oder eine drahtlose Schnittstelle
oder beide Arten aufweisen.
-
Die
Steuervorrichtung oder die Steuerelektronik ist vorzugsweise zur
Steuerung von Küchengeräten, insbesondere
Einbauküchengeräten, vorgesehen,
da diese Geräte
bisher häufig
eine eigene Bedienblende mit einer Bedienvorrichtung aufweisen und zudem
in der Küche
räumlich
nahe beieinander stehen, was kurze Kabellängen und/oder preiswerte Datenübertragungseinrichtungen,
z. B. Transmitter, erlaubt. Ferner kann die Bedienvorrichtung so
nahe an die zu bedienenden Geräte
herangebracht werden, was eine besonders einfache und spontane Bedienung
ermöglicht.
Die Schranktür
ist dann vorzugsweise eine Tür
eines Küchenschranks.
-
Das
Haushaltsgerätesteuerungssystem weist
eine Steuereinrichtung zur Fernsteuerung mehrerer Haushaltsgeräte auf,
wobei vorzugsweise mindestens ein Haushaltsgerät ein Haushaltsgerät ohne oder
ohne vollständige
Bedienvorrichtung ist. Die Steuervorrichtung ist vorzugsweise eine
wie oben beschriebene Steuervorrichtung.
-
Das
Haushaltsgerät
ist zur Fernsteuerung mittels einer oben genannten Steuervorrichtung
eingerichtet und weist keine oder keine vollständige Bedienvorrichtung auf.
Da die Bedienvorrichtung, z. B. eingebaut in eine Bedienblende,
das kostenintensivste Element eines modernen Elektroeinbaugeräts ist,
kann eine besonders hohe Kosteneinsparung erreicht werden. Insbesondere
kann eine Bedienblende teilweise oder vollständig eingespart werden, was einen
einfacheren und optisch klareren Aufbau einer Gerätefront
und eine bessere Ausnutzung eines Bauraums ermöglicht. Es wird insbesondere
bevorzugt, wenn Backöfen,
Herde, Spülmaschinen,
Waschmaschinen, Kühlschränke und
Mikrowellen so ausgestaltet sind.
-
Das
Haushaltsgerätesteuerungssystem
ist vorzugsweise zur Steuerung von Haushaltsgeräten in einer Küche vorgesehen,
da hier eine besonders einfache und spontane Bedienung ermöglicht wird und
sich das höchste
Kosteneinsparpotenzial durch Wegfall der Bedienvorrichtung besonders
vieler Haushaltsgeräte
realisieren lässt.
Das Haushaltsgerätesteuerungssystem
ist jedoch nicht darauf beschränkt,
sondern kann beispielsweise auch so eingerichtet sein, dass es Haushaltsgeräte in verschiedenen
Räumen
steuern kann, z. B. auch eine Waschmaschine in einem Wäschekeller.
-
In
den folgenden Figuren wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels
schematisch genauer beschrieben. Dabei können zur besseren Übersichtlichkeit
gleiche oder gleichwirkende Elemente mit gleichen Bezugszeichen
versehen sein.
-
1 zeigt
in Schrägansicht
eine bestückte Küchenfront
mit einer an einer Tür
eines Küchenschranks
befestigten Steuervorrichtung;
-
2 zeigt
als Schnittdarstellung in Seitenansicht derjenigen Tür eines
der Küchenschränke aus 1,
die mit der Steuervorrichtung ausgerüstet ist.
-
1 zeigt
eine Einbauküchenfront 1 mit
einer Arbeitsplatte 2, in die ein Kochfeld 3 eingelassen ist.
Unter der Arbeitsplatte 2 ist beispielhaft ein Geschirrspüler 4 eingebaut.
Links von der Arbeitsplatte 2 befinden sich unterteilte
Küchenschränke 6,
wobei jedes Schrankfach eine eigene Tür 7 aufweist. In den rechten
Küchenschrank 6 sind
ferner ein Backofen 5 und eine Warmhalteschublade 20 eingebaut.
Eine der Schranktüren 7a weist
an ihrer Vorderseite 8 neben einem Griff 9 eine
Bedienvorrichtung 10 auf, die ein Teil einer in 2 genauer
dargestellten Steuervorrichtung ist und im Wesentlichen aus einem
frontseitig bedienbaren OLED-Touchcontrolfeld 11 besteht.
Das OLED-Touchcontrolfeld 11 weist einen OLED-Flachbildschirm 17 und
einen darauf angebrachten transparenten berührungsempfindlichen Flächensensor
(Touchsensor) 18 auf. Das OLED-Touchcontrolfeld 11 weist eine
Breite von 30 cm, eine Höhe
von 20 cm und eine Dicke von 5 mm auf. Die Bedienvorrichtung 10 liegt
rückseitig
mit einer in 2 dargestellten Auflagefläche 19 an
der Vorderseite 8 der Tür 7a auf
und ist daran befestigt.
-
2 zeigt
die Tür 7a mit
einer Steuervorrichtung 12 zur Steuerung der Haushaltsgeräte 3, 4, 5, 20,
welche das OLED-Touchcontrolfeld 11 an der Vorderseite 8 der
Tür 7a angebracht
und eine Steuerelektronik 14 an einer Rückseite 13 der Tür 7a angebracht
aufweist. Das OLED-Touchcontrolfeld 11 und die Steuerelektronik 14 sind über ein
dünnes
Flachbandkabel 15 (gepunktet eingezeichnet) von 0,5 mm Höhe miteinander
verbunden, das um die Unterkante der Küchenmöbeltür 7a herum geführt ist.
Ein solches Flachbandkabel 15 trägt an der unteren Türkante nahezu
nicht auf und ist somit ohne hohen Anpassungsaufwand verlegbar.
Zudem ist das Kabel bei geschlossener Tür 7a fast nicht sichtbar.
-
Das
OLED-Touchcontrolfeld 11 wird mittels einer Klemmhalterung 21 an
der Tür 7a befestigt, welche
um die Unterkante 16 der Tür 7a herumgelegt ist.
Die Klemmhalterung 21 passt dazu in einen Türspalt 25 zwischen
der das Touchcontrolfeld 11 tragenden oberen Tür 7a und
einer darunter vorhandenen, weiteren Tür 7a, dessen Spaltbreite
dS ca. 1 mm und 2 mm misst. Die Tür 7a schließt ein Schrankfach 26 mit
einem Fachboden 27. An der Vorderseite 8 greift
die Klemmhalterung 21 an einer dafür vorgesehenen Klemmaufsatzfläche 22 des
Touchcontrolfelds 11 an und drückt es flächig mit seiner Auflagefläche 19 gegen
die Tür 7a.
Um eine Bewegung des Touchcontrolfelds 11 bei Öffnen und
Schließen
der Tür 7a zu
verhindern, wird die Auflagefläche 19 zusätzlich mittels
Haftstreifen (nicht gezeigt) an der Vorderseite 8 Tür 7a gehalten,
welche insbesondere im Bereich des oberen Rands 23 des
Touchcontrolfelds 11 angebracht sind. Die Klemmhalterung 21 umfasst auch
das Flachbandkabel 15, so dass dieses vor Abrieb, Abreißen usw.
geschützt
ist. An der Rückseite 13 der
Tür ist
die Klemmhalterung 21 als Aufnahme 24 für die Steuerelektronik 14 ausgestaltet.
Das Flachbandkabel 15 wird dazu in die Aufnahme 24 eingeführt; an
seinem anderen Ende weist das Flachbandkabel 15 einen Stecker
(nicht dargestellt) als Anschluss an das OLED-Touchcontrolfeld 11 auf.
-
Die
Steuerelektronik 14 ist dazu eingerichtet, das OLED-Touchcontrolfeld 11 zu
betreiben und die Haushaltsgeräte 3, 4, 5, 20 fernzusteuern.
Logikbausteine, um das OLED-Touchcontrolfeld 11 zu
betreiben, können
insbesondere in der Bedienvorrichtung 10, in der Steuerelektronik 14 oder
teilweise in beiden integriert sein. Das OLED-Touchcontrolfeld 11 dient insbesondere
dazu, einem Bediener Informationen über eines oder mehrere der
ferngesteuerten Haushaltsgeräte 3, 4, 5, 20,
anzuzeigen und Steuer eingaben des Bedieners zur Steuerung der Haushaltsgeräte 3, 4, 5, 20 aufzunehmen.
Dabei kann das OLED-Touchcontrolfeld 11 sowohl zu Bedienung
nur eines als auch mehrerer der Haushaltsgeräte 3, 4, 5, 20 gleichzeitig
dienen. Die Steuerelektronik 14, die beispielsweise ein
mit einem Controller bestücktes Controllerboard
aufweist, dient genauer gesagt erstens dazu, mittels des OLED-Touchcontrolfelds 11 aufgenommene
Steuereingaben in Steuerbefehle für das jeweilige Haushaltsgerät 3, 4, 5, 20 umzusetzen und
die Steuerbefehle an das zugehörige
Haushaltsgerät 3, 4, 5, 20 weiterzuleiten.
Die Steuerelektronik 14 dient zweitens dazu, von den Haushaltsgeräten 3, 4, 5, 20 rückgemeldete
Informationen in einem geeigneten Format an das OLED-Touchcontrolfeld 11 weiterzuleiten.
Zum Datenaustausch mit den Haushaltsgeräten 3, 4, 5, 20 weist
die Steuervorrichtung 12 mindestens ein Datenkommunikationsmittel
auf; im gezeigten Ausführungsbeispiel
umfasst sie eine Funkschnittstelle mit einem Funktransmitter 28,
der auf der Grundlage eines WLAN-Standards arbeitet. Eine drahtlose
Schnittstelle reduziert den Implementierungsaufwand erheblich, da
keine Kabel verlegt zu werden brauchen. Die Haushaltsgeräte 3, 4, 5, 20 weisen
dazu kompatible Datenkommunikationsschnittstellen auf.
-
Die
Steuervorrichtung 12 zusammen mit den Haushaltsgeräten 3, 4, 5, 20 ergibt
ein Haushaltsgerätesteuerungssystem,
welches einem Bediener eine besonderes einfache, zentrale Steuerung
der angeschlossenen Haushaltsgeräte 3, 4, 5, 20 ermöglicht. Da
die Haushaltsgeräte 3, 4, 5, 20,
wie gezeigt, keine eigene Bedienblende mehr benötigen, ist das Haushaltsgerätesteuerungssystem 3, 4, 5, 20, 12 preiswert
und aufgrund des großen
OLED-Touchcontrolfelds 11 besonders einfach zu bedienen.
Die Haushaltsgeräte 3, 4, 5, 20,
können
jedoch grundsätzlich noch
Bedienelemente für
Grundfunktionen oder einen Notbetrieb bei Ausfall der Steuervorrichtung 12 aufweisen,
wie einen Hauptschalter, eine An/Aus-Leuchte, einen Reset-Knopf
und so weiter. Das Haushaltsgerätesteuerungssystem
ist insbesondere zur Verwendung im Küchenbereich geeignet, da dort
viele Haushaltsgeräte
konzentriert sind, welche bisher Bedienblenden aufweisen, und der
Küchenbereich
räumlich
kompakt ist. Dadurch wird insbesondere bei drahtloser Kommunikation
zwischen der Steuervorrichtung 12 und den Haushaltsgeräten 3, 4, 5, 20 eine
störungsfreie
Datenübertragung
bei geringer Sendeleistung ermöglicht.
-
Selbstverständlich ist
die vorliegende Erfindung nicht auf das gezeigte Ausführungsbeispiel
beschränkt.
So mag das OLED-Touchcontrolfeld auch an anderer Stelle positioniert
sein, z. B. an anderen Kanten einer Tür (insbesondere einer Oberkante
einer Tür),
von einer Türkante
beabstandet oder auch an anderen Trägern wie einer Wand, einem
Haushaltsgerät
usw. Auch können
die Steuervorrichtung und die Haushaltsgeräte drahtgebundene Datenkommunikationsmittel
aufweisen, wie z. B. eine LAN-Schnittstelle, insbesondere eine Ethernet-Schnittstelle.
Als weiteres oder alternatives drahtloses Datenkommunikationsmittel
können
die Steuervorrichtung und die fernsteuerbaren Haushaltsgeräte z. B.
eine Bluetooth-Schnittstelle aufweisen. Die Bedienvorrichtung oder
die Steuervorrichtung können
fest oder abnehmbar montiert sein. Die Bedienvorrichtung kann beispielsweise
an den Träger
geklemmt, gerastet, verschraubt, geklebt usw. werden, wobei die
Rückseite
mit einem Halter ausgestattet sein kann. Alternativ kann das Touchcontrolfeld
beispielsweise auch in eine Halterung, insbesondere Klemmhalterung,
eingesteckt werden, wobei die Klemmhalterung nicht das Touchcontrolfeld
gegen die Tür
drückt,
sondern in einem Steckeinschub hält.
-
- 1
- Küchenfront
- 2
- Arbeitsplatte
- 3
- Kochfeld
- 4
- Geschirrspüler
- 5
- Backofen
- 6
- Küchenschrank
- 7
- Tür
- 7a
- Tür
- 8
- Vorderseite
- 9
- Türgriff
- 10
- Bedienvorrichtung
- 11
- OLED-Touchcontrolfeld
- 12
- Steuervorrichtung
- 13
- Rückseite
der Tür
- 14
- Steuerelektronik
- 15
- Flachbandkabel
- 16
- Unterkante
der Tür
- 17
- OLED-Flachbildschirm
- 18
- Touchsensor
- 19
- Auflagefläche
- 20
- Warmhalteschublade
- 21
- Klemmhalterung
- 22
- Klemmaufsatzfläche
- 23
- oberer
Rands des Touchcontrolfelds
- 24
- Aufnahme
für die
Steuerelektronik
- 25
- Türspalt
- 26
- Schrankfach
- 27
- Fachboden
- 28
- Funktransmitter
- dS
- Spaltbreite