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Die
Erfindung geht aus von einer Wischerleiste für ein Wischerblatt
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Stand der Technik
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Wischerleisten
bekannter Bauart für
Wischerblätter
von Scheibenwischanlagen haben in ihrem Querschnitt einen dünn ausgebildeten
Steg, einen sogenannten Kippsteg. Ein derartiges Wischerblatt 1 ist
in 1a und 1b im
Querschnitt näher dargestellt. Über einen
Kippsteg 4 wird eine Wischlippe 6 einer Wischerleiste 2 bei
Richtungsumkehr der Wischbewegung um ca. 45 bis 90 Grad gekippt,
so dass je nach Wischrichtung nur jeweils eine rechte oder eine
linke Kante der Wischlippe 6 auf einer Scheibe 5 aufliegt
und so für
ein einwandfreies Abstreifen des auf der Scheibe 5 befindlichen
Wassers und Schmutzes sorgt. Die Wischlippe 6 selbst ist über einen
Befestigungssteg 7 an einen quer verlaufenden Stützabschnitt 8 der
Wischerleiste 1 verbunden. Über den Stützabschnitt 8 und
den Kippsteg 4 erfolgt eine pendelnde Bewegung der Wischlippe 6. Je
nach Wischrichtung kommt es jedoch zu einem seitlichen Anschlag
endseitig des Stützabschnitts 8 an
eine Kopfleiste 9 eines Kopfteils 10 der Wischerleiste 2.
Der Kopfteil 10 hat zwei Längsnuten 14, in welchen
Federschienen 3 aufgenommen sind. Der Anschlag des Stützabschnitts 8 der
Wischerleiste 2 an die Kopfleiste 9 ist mit einem
schlagartigen Geräusch
beim Umlegen der Wischlippe 6 am Umkehrpunkt der Wischerleiste 2 verbunden.
Das Umlegen der Wischlippe 6 erfolgt über den dünnen biegsamen Kippsteg 4 und
wird am Ende durch den Stützabschnitt 8 rechts
und links begrenzt. Enden 11 des Stützabschnitts 8 wirken
jeweils als Anschläge
beim Umlegen der Wischlippe 6 beim Wechsel der Wischrichtung.
Der Anschlag der Enden 11 des Stützabschnitts 8 an
der Kopfleiste 9 des Kopfteils 10 der Wischerleiste 2 verursacht
ein Geräusch,
das durch die Resonanz auf der Scheibe 5 im Inneren des
Fahrzeugs verstärkt
wird.
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Vorteile der Erfindung
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Die
erfindungsgemäße Wischerleiste
hat demgegenüber
den Vorteil, dass das Umlegen der Wischlippe nicht mehr schlagartig
erfolgt, sondern stetig bzw. kontinuierlich durchgeführt wird.
Vorteilhafterweise lässt
sich so das Anschlagen der Enden des Stützabschnitts an der Kopfleiste
des Kopfteils der Wischlippe gänzlich
vermeiden und durch eine Abrollbewegung ersetzen. Dies ermöglicht vorteilhafterweise,
ein ansonsten beim Anschlagen erzeugtes, oftmals als störend empfundenes
Geräusch
vollständig
zu vermeiden.
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Weitere
Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben
sich aus den Unteransprüchen
und der Beschreibung.
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Eine
vorteilhafte Ausgestaltung wird erreicht, indem die sich berührenden
Flächen
von Kopfleiste und Stützabschnitt
gekrümmt
ausgebildet werden.
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Ein
gutes Abrollen der Wischlippe mit ihrem Stützabschnitt an der Kopfleiste
ist erzielbar, indem ein Befestigungssteg von Wischlippe zum Stützabschnitt
kurz ausgebildet ist.
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Eine
weitere Verbesserung des Abrollverhaltens ist erzielbar, indem für das Kopfteil
und für
den Stützabschnitt
unterschiedliche Gummisorten mit unterschiedlich elastischem Verhalten
eingesetzt werden.
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Sehr
vorteilhaft ist es, einen Zwischenraum zwischen der Kopfleiste und
dem Stützabschnitt
mit einem sehr weichen Gummi, beispielsweise mit Schaum, auszufüllen. Dies
ermöglicht,
ohne das elastische Verhalten des Gesamtsystems der Wischerleiste
wesentlich zu verändern,
insbesondere den dünnen
Kippsteg durch die zweite weiche Gummikomponente vor dem Zutritt
von Wasser oder UV-Strahlung zu schützen.
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Zeichnung
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Ein
Ausführungsbeispiel
der Erfindung ist in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert und anhand
der Zeichnung weiter verdeutlicht.
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Es
zeigen:
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1a ein
herkömmliches
Wischerblatt mit seiner Wischerleiste dargestellt in seiner Wischrichtung
von rechts nach links,
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1b ein
herkömmliches
Wischerblatt mit seiner Wischerleiste dargestellt in seiner Wischrichtung
von links nach rechts,
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2a ein
Wischerblatt mit erfindungsgemäß gestalteter
Wischerleiste dargestellt in ihrer Wischrichtung von rechts nach
links,
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2b ein
Wischerblatt mit erfindungsgemäß gestalteter
Wischerleiste dargestellt in ihrer Wischrichtung von links nach
rechts,
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3a zeigt
ein Wischerblatt an einer ersten Position bei einer Wischrichtung
von rechts nach links,
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3b zeigt
das Wischerblatt bei einer Wischrichtung von rechts nach links in
einer zeitlich nachfolgenden zweiten Position,
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4a zeigt
eine weitere Ausführungsform eines
Wischerblattes in einer ersten Position bei einer Wischrichtung
von rechts nach links,
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4b zeigt
das weitere Wischerblatt bei einer Wischrichtung von rechts nach
links an einer zweiten Position, die zeitlich der ersten Position nachfolgt.
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5 zeigt
eine weitere Ausführungsform
eines Wischerblattes.
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Ausführungsform der Erfindung
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In 2a und 2b ist
eine erfindungsgemäße Wischerleiste 2 eines
Wischerblatts 1 für
eine Scheibenwischanlage, insbesondere für ein Kraftfahrzeug, gezeigt.
Das Wischerblatt 1 weist zum Beispiel ein bandartig langgestrecktes,
federelastisches Trägerelement
auf, das in bekannter Weise aus zwei Federschienen 3 aufgebaut
ist, die zueinander parallel angeordnet sind und in einer gemeinsamen
Ebene liegen. Die zwei voneinander beabstandeten Federschienen 3 sind
federelastisch und vorzugsweise aus Metall gebaut. Das Trägerelement 3 dient
in bekannter Weise zur Halterung der gummielastischen Wischerleiste 2 mit
seiner leicht beweglichen Wischlippe 6. Dabei baut sich
im vorzugsweise aus Metall gefertigten, federelastischen Trägerelement 3 eine Spannung
auf, welche für
eine ordnungsgemäße Anlage
der Wischerleiste 2 bzw. der Wischlippe 6 über deren
gesamten Länge
an einer Scheibe 5 sowie für eine gleichmäßige Verteilung
des Anpressdrucks sorgt. Die Federschienen 3 sind in Längsnuten 14 eines
Kopfteils 10 der Wischerleiste 2 aufgenommen. Zwischen
den Längsnuten 14 verläuft entsprechend ein
Verbindungssteg 12.
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Es
ist auch möglich,
die Federschienen 3 nicht wie dargestellt in Längsnuten 14 unterzubringen,
sondern in entsprechenden Schlitzen innen liegend im Kopfteil 10 auszuführen. Ferner
ist es möglich,
auch nur eine einzige innen liegende Federschiene 3 innerhalb
des Kopfteils 10 vorzusehen.
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Die
Wischerleiste 2 ist aus einem gummielastischen Material
gefertigt. Neben der Wischlippe 6 weist die Wischerleiste 2 einen
an der Wischlippe 6 über
einen Befestigungssteg 7 angebundenen, quer verlaufenden
Stützabschnitt 8 auf.
Der Stützabschnitt 8 ist über einen
Kippsteg 4 an eine Kopfleiste 9 des Kopfteils 10 der
Wischerleiste 2 angebunden. Im Kopfteil 10 der
Wischerleiste 2 sind die zwei Längsnuten 14 ausgenommen,
in welchen die Federschienen 3 geführt bzw. aufgenommen sind.
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Um
das Umlegen der Wischlippe 6 nicht mehr schlagartig erfolgen
zu lassen, ist erfindungsgemäß vorgesehen,
den Stützabschnitt 8 und
die gegenüberliegende
Kopfleiste 9 so auszubilden, dass beim Umlegen der Wischlippe 6 ein
Abrollen des Stützabschnitts 8 an
der Kopfleiste 9 erfolgt. Dies erfolgt durch eine gekrümmte oder
gebogene Ausbildung des Stützabschnitts 8,
der dann mit seiner dem Kopfteil 10 zugewandten, gekrümmten Stützabschnittsfläche 22 auf
einer entsprechend korrespondierend gekrümmt ausgebildeten, gegenüberliegenden
Kopfleistenfläche 23 der
Kopfleiste 9 bei einer Richtungsumkehr der Wischrichtung
dann abrollt. Die Stützabschnittsfläche 22 ist
konvex gekrümmt und
die Aufnahmefläche 23 der
Kopfleiste 9 entsprechend konkav. Aufgrund der Krümmung der
Oberfläche 23 der
Kopfleiste 9 vergrößert sich
der Querschnitt der Kopfleiste 9 zu den Seiten der Wischerleiste 2 hin.
Der Stützabschnitt 8 hat
eine pilzförmige Form,
wobei der Befestigungssteg 7 und die Wischlippe 6 den
Stiel bilden.
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Das
Umlegen der Wischlippe 6 ist in 2a in
einer Wischrichtung gemäß einem
eingezeichneten Pfeil 20 von rechts nach links und in 2b entgegengesetzt
gemäß Pfeil 21 von
links nach rechts dargestellt. Es ist erkennbar, dass das Umlegen
der Wischlippe 6 nicht mehr schlagartig erfolgt, indem wie
in 1a und 1b der
Stützabschnitt 8 mit seinen
Enden 11 gegen einen Anschlag, und zwar dem eben ausgeführten Kopfteil 10 bzw.
der Kopfleiste 9 anschlägt,
sondern stetig bzw. abrollend erfolgt. Dies wird erreicht, indem
einerseits der Befestigungssteg 7 sehr kurz ausgebildet
ist und anderseits, dass die bei Umlegen der Wischlippe 6 sich
berührenden
Flächen 22, 23 von
Stützabschnitt 8 und Kopfleiste 9 ähnlich gekrümmt ausgeführt sind,
so dass ein Abrollen des Stützabschnitts 8 möglich ist. Außerdem kann
durch Gleitvorgänge
und elastische Deformation im Stützabschnittsbereich 7, 8 die
Umlegebewegung der Wischlippe 6 mit dem Stützabschnitt 8 gedämpft und
begrenzt werden.
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Das
stetige bzw. kontinuierliche, geräuscharme Umlenken der Wischlippe 6 mit
dem Stützabschnitt 8 bei
Richtungsumkehr der Wischbewegung wird dadurch erreicht, dass die
Wischlippe 6 nicht mehr über den Kippsteg 4,
mit dem sie mit dem Kopfteil 10 verbunden ist, abkippt,
sondern das Umlegen über
eine Abrollbewegung einer Rückseite
des Stützabschnitts 8 an
der Kopfleiste 9 erfolgt. Dazu ist es vorteilhaft, den
Befestigungssteg 7 der Wischlippe 6 am Stützabschnitt 8 gegenüber dem
Stand der Technik kürzer
auszubilden. Außerdem
sind die einander berührenden
Oberflächen 22; 23 von
Stützabschnitt 8 und
Kopfleiste 9 gewölbt
bzw. gekrümmt
auszuführen.
Dies ermöglicht
das Umlegen der Wischlippe 6 bei Richtungswechsel der Wischerbewegung
durch sanftes Abrollen und Deformation dieser beiden zueinander
stehenden Flächen 22, 23 zu
ersetzen. Das sanfte Umlegen der Wischlippe 6 mit dem Stützabschnitt 8 kann
nicht nur durch die besondere Gestaltung des betroffenen Wischgummiabschnitts
erfolgen, sondern auch durch den Einsatz verschiedener Gummisorten
mit unterschiedlich elastischem Verhalten erreicht und unterstützt werden.
So können
für das
Kopfteil 10 und für
den Stützabschnitt 8 unterschiedliche
Gummisorten mit unterschiedlich elastischem Verhalten zum Einsatz
kommen.
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Wenn
beispielsweise offene Hohlräume
bzw. Zwischenräume 26 zwischen
dem Stützabschnitt 8 und
der Kopfleiste 9 mit einem sehr weichen Gummi, insbesondere
Schaum, ausgefüllt
werden, ändert sich
das elastische Verhalten des Gesamtsystems nur unwesentlich. Dadurch
kann insbesondere der dünne
Kippsteg 4 durch eine zweite weiche Gummikomponente 25,
zum Beispiel vor dem Zutritt von Wasser oder UV-Strahlung, geschützt werden.
Ein derart mit sehr weichem Gummi 25 ausgefüllter Hohlraum
bzw. Zwischenraum 26 ist in 2b rechts
vom Kippsteg 4 exemplarisch eingezeichnet.
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Das
Wischerblatt 1 mit der erfindungsgemäßen Wischerleiste 2 ist
zum Reinigen von Scheiben 5, insbesondere von Kraftfahrzeugen,
vorgesehen.
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3a zeigt
ein Wischerblatt 1, bei dem der Stützabschnitt 8 und
die gegenüberliegende
Kopfleiste 9 in der Weise ausgebildet sind, dass beim Umlegen
der Wischlippe 6 ein Abrollen des Stützabschnitts 8 an
der Kopfleiste 9 von außen nach innen erfolgt. In
der dargestellten Position, die kurz nach dem Umlegen der Wischlippe 9 vorliegt,
berührt
die rechte Endkante des Stützabschnitts 8 die
entsprechend zugeordnete rechte Endkante der Kopfleiste 9. Die
Wischerleiste bewegt sich dabei von rechts nach links.
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In 3b ist
eine zeitlich nachfolgende Position dargestellt, bei der sich der
Berührungspunkt zwischen
dem Stützabschnitt 8 und
der Kopfleiste 9 weiter nach innen bewegt hat bzw. eine
größere Berührungsfläche mit
einem Fortschreiten der Berührungsfläche nach
innen vorliegt. Somit rollt in dieser Ausführungsform der Stützabschnitt 8 an
der Kopfleiste 9 von außen nach innen ab.
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4a zeigt
eine weitere Ausführungsform einer
Wischerleiste 1, die so ausgebildet ist, dass beim Umlegen
der Wischlippe 6 ein Abrollen des Stützabschnitts 8 an
der Kopfleiste 9 von innen nach außen erfolgt. 4a zeigt
die Wischerleiste kurz nach dem Umlegen der Wischlippe bei einer
Bewegung von rechts nach links. Dabei berührt der Stützabschnitt 8 nahe
dem Kippsteg 4 die Kopfleiste 9.
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Bei
einer weiteren Bewegung, wie in 4b dargestellt
ist, verschiebt sich der Berührungsbereich zwischen
dem Stützabschnitt 8 und
der Kopfleiste 9 nach außen in Richtung auf die Endkante
des Stützabschnitts 8.
Abhängig
von der gewählten
Ausführungsform
kann auch die Berührungsfläche von
innen nach außen
zunehmen. Somit zeigen die 4a und 4b ein
Ausführungsbeispiel
für ein
Wischerblatt, bei dem nach dem Umlegen der Wischlippe 6 ein
Abrollen des Stützabschnitts
an der Kopfleiste von innen nach außen erfolgt.
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5 zeigt
eine weitere Ausführungsform
eines Wischerblattes 1, bei der die einander zugeordnete
Stützabschnittsfläche 22 und
die Kopfleistenfläche 23 jeweils
eine gekrümmte
Oberfläche
aufweisen, die eine konvexe Form aufweist. Die Krümmungsradien
R1, R2 der gekrümmten
Oberflächen können abhängig von
der Steifigkeit des verwendeten Materials unterschiedlich gewählt werden.