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Einleitung
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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Wärmepumpe
oder Kältemaschine, bei dem ein Kältemittel mittels
eines Flüssigkeitskolbenverdichters verdichtet, anschließend
gekühlt und danach expandiert wird und in einem nächsten
Schritt erwärmt und schließlich wieder dem Flüssigkeitskolbenverdichter
zugeführt wird.
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Darüber
hinaus betrifft die Erfindung auch ein Verfahren zum Betreiben einer
Kraftmaschine und in vorrichtungstechnischer Hinsicht sowohl eine Wärmepumpe
oder Kältemaschine als auch eine Kraftmaschine.
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Stand der Technik
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Wärmepumpen
oder Kältemaschinenprozesse zählen bereits seit
geraumer Zeit zum allgemein bekannten Stand der Technik. Im Gegensatz
zu den weit verbreiteten mechanisch arbeitenden Kolbenverdichtern
wird durch die Verwendung von Flüssigkeitskolbenverdichtern
versucht, eine isotherme Verdichtung des Kältemittels in
dem geschlossenen Kreisprozess zu realisieren. Durch die Verwendung eines
Flüssigkeitskolbens können dem Verdichtungsraum
großzügig dimensionierte und in der Gestaltung sehr
freie Oberflächen zur Optimierung der Wärmeübertragung
gegeben werden, da es bei der Verwendung eines Fluids als ”Kolben” kein
Abdichtungsproblem gibt. Aus diesem Grunde lässt sich mit
Flüssigkeitskolbenverdichtern eine nahezu isotherme Verdichtung
erreichen. Ein weiterer Vorteil eines Flüssigkeitskolbenverdichters
ist darin zu sehen, dass ein Phasenübergang bei der Verdichtung
vom dampfförmigen zum flüssigen Zustand für
derartige Vorrichtungen unproblematisch ist, da der Flüssigkeitskolben
auch bei sogenannten ”Flüssigkeitsschlägen” keinen ”mechanischen” Schaden
nehmen kann. Vorraussetzung für das Funktionieren eines
Flüssigkeitskolbenverdichters ist jedoch die Verwendung nicht
mischbarer Fluide.
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Die
US 2,772,543 sowie die
US 1,766,998 beschreiben
Kältemaschinenprozesse unter Verwendung von Flüssigkeitskolbenverdichtern
und somit Verfahren der eingangs beschriebenen Art. Auch wenn mit
diesen Flüssigkeitskolbenverdichtern grundsätzlich
eine Annäherung an eine isotherme Verdichtung möglich
wäre, fehlt es den Zylindern der vorbekannten Verdichter
jedoch an einer besonderen Wärmetauschergeometrie, so dass
die Verdichtung bei den bekannten Verfahren in der Praxis mehr oder weniger
polytrop verlaufen dürfte.
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Aufgabe
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Betreiben
einer Wärmepumpe oder Kältemaschine so weiter
zu entwickeln, dass die Effizienz des Prozesses weiter erhöht
wird.
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Dieselbe
Aufgabe liegt der vorliegenden Erfindung auch in Bezug auf eine
Kraftmaschine und in vorrichtungstechnischer Hinsicht mit Bezug
auf eine Wärmepumpe und Kältemaschine bzw. Kraftmaschine
zugrunde.
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Lösung
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Im
Hinblick auf eine Wärmepumpe oder Kältemaschine
wird die vorgenannten Aufgabe, ausgehend von einem Verfahren der
eingangs beschriebenen Art, dadurch gelöst, dass Wärme
des nach der Verdichtung gekühlten Kältemittels
auf das Kältemittel übertragen wird, bevor dieses
wieder dem Flüssigkeitskolbenverdichter zugeführt
und somit der Kreisprozess geschlossen wird.
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Bei
dem erfindungsgemäßen Verfahren wird Wärme,
die nach dem Kühlen des verdichteten Kältemittels
noch zur Verfügung steht, auf das nach der Entspannung
wieder verdampfte Kältemittel übertragen. Durch
einen derartigen Vorgang der inneren Wärmeübertragung
wird ansonsten ungenutzte Energie nutzbar gemacht. Dieser Vorteil
wirkt sich insbesondere bei Wärmepumpen bzw. Kältemaschinen aus,
die mit CO2 als Kältemittel betrieben
werden. Die kritische Temperatur von CO2 liegt
bei 31°C. Oberhalb dieser Temperatur ist kein Phasenwechsel
zur flüssigen Phase hin mehr möglich, so dass
auch keine Fähigkeit des Kältemittels vorliegt,
bei gleichbleibender Temperatur allein bedingt durch den Phasenwechsel
Wärme abzugeben. Dies hat zur Folge, dass CO2 auf
eine sehr hohe Endtemperatur verdichtet werden muss, damit im weiteren
Verlauf des Kreisprozesses die Abwärme an eine Wärmequelle
mit festgelegter Temperatur abgegeben werden kann. Die abzugebende
Wärme stammt in diesem Fall allein von der Abkühlung
des heißen Gases und nicht von einem Phasenwechsel.
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Aufgrund
dieser thermodynamischen Eigenschaft des CO2 ist
die für die Verdichtung erforderliche Energie wesentlich
höher als bei konventionellen, jedoch umweltschädlicheren
Kältemitteln, die während des Kreisprozesses zweimal
einen Phasenwechsel durchlaufen. Dieser prinzipielle Nachteil des CO2 als Kältemittel wird durch die
Erfindung nunmehr deutlich abgemindert, da durch den Vorgang des
inneren Übergangs von Wärme und der isothermen Verdichtung
der Prozess thermodynamisch verbessert und somit die Leistungsziffer
der betreffenden Kältemaschine oder Wärmepumpe
vergrößert wird.
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Gemäß einer
Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens
ist vorgesehen, dass das Kältemittel abwechselnd von zwei
Flüssigkeitskolbenverdichtern mit jeweils einem Arbeitsraum
verdichtet wird, deren gemeinsames Arbeitsfluid alternierend von
dem Arbeitsraum des einen Flüssigkeitskolbenverdichters
in den Arbeitsraum des anderen Flüssigkeitskolbenverdichters
hin- und hergepumpt wird. Auf diese Weise kann eine Vergleichmäßigung
des Massenstroms in den übrigen Verfahrensschritten erreicht
werden.
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Eine
weitere Steigerung der Kontinuität lässt sich
dadurch erzielen, dass das Kältemittel in einem Hochdruckspeicher
zwischengespeichert wird, nachdem es gekühlt wurde und
weitere Wärme an das verdampfte Kältemittel übertragen
hat.
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Derselbe
Effekt einer Vergleichmäßigung des Prozesses im
Hinblick auf den Kältemittelstrom wird erzielt, wenn das
Kältemittel nach der Expansion in einem Niederdruckspeicher
zwischengespeichert wird, bevor es anschließend verdampft
wird.
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Wenn
das erfindungsgemäße Verfahren bei Kältemitteln
zur Anwendung kommt, die während des Kreisprozesses einen
Phasenwechsel durchlaufen, so kann das Kältemittel bereits
beim Kühlen während der Verdichtung und/oder beim
darauf folgenden Übertragen von Wärme auf das
verdampfte Kältemittel und/oder beim anschließenden
Kühlen – jeweils eventuell teilweise – kondensieren.
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Eine
weitere signifikante Effizienzsteigerung lässt sich bei
dem in Rede stehenden Verfahren dadurch erzielen, dass das Kältemittel
nach der Kühlung und der Wärmeübertragung
auf das wieder erwärmte Kältemittel unter Arbeitsleistung
in einer Kraftmaschine, insbesondere einer Expansionspumpe oder
einer Expansionsturbine, entspannt wird bevor es danach wieder verdampft
oder erwärmt wird.
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Während
bei der nach dem Stand der Technik isenthalp mit Hilfe einer Drossel
erfolgenden Entspannung des Kältemittels Energie verloren
geht, kann mit Hilfe einer Entspannungsmaschine die vormals ungenutzte
Expansionsarbeit genutzt werden. In Verbindung mit der Verdichtung
des Kältemittels in einem Flüssigkeitskolbenverdichter
lässt sich die von der Expansionsmaschine gewonnene Expansionsarbeit
vorteilhafterweise dazu verwenden, die als Arbeitsmedium verwendete
Flüssigkeit in den Flüssigkeitskolben zu pumpen.
Die aufzubringende Pumparbeit bei der Kältemittelverdichtung
wird hiermit reduziert und der Leistungsbedarf der Hydraulikpumpe bzw.
die von dieser zu erbringende Hydraulikarbeit vermindert.
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Durch
entsprechende Gestaltung der Oberflächen des Flüssigkeitskolbenverdichters
sowie durch entsprechende Steuerung des Verdichtungsvorgangs (Kompressionsgeschwindigkeit)
sollte dem Kältemittel während des Verdichtens
in dem Flüssigkeitskolbenverdichter die Wärme
derart entzogen werden, dass die Verdichtung isotherm erfolgt. Dabei kann
die mittels eines separaten Wärmeträgermediums
von dem Kältemittel aus dem Verdichter abgeführte
Wärme einer Wärmesenke, d. h. beispielsweise einem
Verbraucher in Form einer Fußbodenheizung, zugeführt
werden oder anderweitig als Prozesswärme mit niedrigem
Temperaturniveau bereitgestellt werden, wobei das Wärmeträgermedium nach
der Erwärmung im Flüssigkeitskolbenverdichter in
dem Gaskühler für das Kältemittel weiter
erwärmt wird.
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Im
Hinblick auf ein Verfahren zum Betreiben einer Kraftmaschine, bei
dem der Druck eines im flüssigen Zustand befindlichen Kältemittels
erhöht, das Kältemittel anschließend
erhitzt und in einem nächsten Schritt unter Arbeitsleistung
entspannt und dabei verdampft und schließlich in einem
Kondensator wieder kondensiert wird, wird die zugrundeliegende Aufgabe
dadurch gelöst, dass das Kältemittel nach der Erhitzung
in einem Flüssigkeitskolbenentspanner entspannt wird.
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Während
das Prinzip des Flüssigkeitskolbens bei Verdichtungsprozessen
schon seit über acht Jahrzehnten bekannt ist, wurde dieses
Prinzip bislang bei der Expansion von Wärmeträgermedien noch
nicht angewendet. Es zeigt aber auch hier beachtliche Vorteile,
da in Umkehrung der Verhältnisse beim Verdichtungsvorgang
bei der Entspannung des Wärmeträgermediums kontinuierlich
Wärme zugeführt werden sollte, um den Expansionsprozess
wiederum isotherm durchführen zu können. Im Vergleich mit
einem konventionellen polytropen Entspannungsprozess bedarf es somit
bei der vorzugsweise isothermen Entspannung in einem Flüssigkeitskolbenentspanner
der Zufuhr von Wärme, wobei hierdurch jedoch der Wirkungsgrad
des Gesamtprozesses deutlich verbessert wird.
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Die
Erfindung weiter ausgestaltend ist vorgesehen, dass das Wärmeträgermedium
in einem Flüssigkeitskolbenentspanner mit zwei Arbeitsräumen entspannt
wird, deren gemeinsames Arbeitsfluid alternierend von dem einen
Arbeitsraum in den anderen Arbeitsraum verdrängt wird.
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Zur
Vergleichmäßigung des Wärmeträgermedium-Massenstroms
in Verbindung mit den zyklisch arbeitenden Flüssigkeitskolbenentspannern sollte
sowohl vor als auch hinter den Flüssigkeitskolbenentspannern
jeweils ein Speicher zwischengeschaltet werden. Während
das Wärmeträgermedium in einem Hochdruckspeicher
zwischengespeichert werden sollte, nachdem sein Druck in flüssigem
Zustand erhöht worden ist, sollte das Wärmeträgermedium
nach der Kondensation in einem Niederdruckspeicher zwischengespeichert
werden, bevor dann der Druck in flüssigem Zustand wieder
erhöht wird.
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Das
Prinzip der inneren Wärmeübertragung, das weiter
oben für den Wärmepumpen- bzw. Kältemaschinenprozess
bereits erläutert wurde, lässt sich gewinnbringend
auch im Kraftmaschinenprozess einsetzen. In diesem Fall wird Wärme
von dem entspannten Arbeitsmedium vor dessen Kondensation auf das
zuvor in seinem Druck erhöhte Arbeitsmedium vor dessen
weiterer Erhitzung übertragen. Auch hierbei handelt es
sich um Wärme, die ansonsten nicht sinnvoll genutzt werden
könnte. Wiederum kann eine nicht unerhebliche Effizienzsteigerung durch
diese innere Wärmeübertragung erreicht werden.
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Bei
dem erfindungsgemäßen Kraftmaschinenprozess wird
dem Arbeitsmedium während der Expansion Wärme
in dem Maß zugeführt, dass die Expansion isotherm
erfolgt, wobei die von einer Wärmequelle gelieferte Wärme
mittels eines separaten Wärmeträgermediums dem
Arbeitsmedium zugeführt wird und das Wärmeträgermedium
nach der Abkühlung im Flüssig keitskolbenentspanner
in dem Erhitzer für das Arbeitsmedium weiter abgekühlt
und anschließend wieder der Wärmequelle zugeführt wird.
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Die
pro Stufe wirksame Druckdifferenz bei der Entspannung lässt
sich senken und damit der Kraftmaschinenprozess erfindungsgemäß vom
Wirkungsgrad her weiter optimieren, wenn das Arbeitsmedium in zwei
Stufen unter Verwendung zweier in Reihe hintereinander geschalteter
Flüssigkeitskolbenentspanner entspannt wird, wobei mit
den Hydraulikfluids der beiden Flüssigkeitskolbenentspanner
getrennte Hydraulikkreise betrieben werden, jedoch die mit dem jeweiligen
Hydraulikfluid betriebenen Kraftmaschinen miteinander, beispielsweise über
eine gemeinsame Welle, gekoppelt sind. Zur Vergleichmäßigung
des Massenstroms sollte auch hier pro Stufe jeweils ein Flüssigkeitskolbenverdichter
mit zwei Arbeitsräumen eingesetzt werden, so dass insgesamt
vier Arbeitsräume alternierend Verwendung finden.
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Ausgehend
von einer Wärmepumpe oder Kältemaschine mit einem
Flüssigkeitskolbenverdichter zur Verdichtung eines Kältemittels
unter Wärmeabgabe an ein von dem Kältemittel stofflich
getrenntes Wärmeträgermedium, einem Kühler
zur Absenkung der Temperatur des verdichteten Kältemittels, einer
Druckerniedrigungseinrichtung zur Entspannung des Kältemittels,
einem Erwärmer zur Anhebung der Temperatur des entspannten
Kältemittels sowie die vorgenannten Komponenten miteinander verbindenden
Leitungen, so dass das Kältemittel im Kreislauf führbar
ist, wird die erfindungsgemäße Aufgabe durch einen
Wärmeübertrager gelöst, mittels dessen
Wärme von dem den Kühler verlassenden Kältemittel
auf das den Erwärmer verlassenden Kältemittel übertragbar
ist.
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Mit
Hilfe eines derartigen sogenannten ”inneren Wärmeübertragers” lasst
sich die Effizienz des Kreisprozesses steigern, da ansonsten ungenutzte Energie
nutzbringend verwendet wird. Dies gilt insbesondere für
die Verwendung von CO2 als Kältemittel entsprechend
den bereits weiter oben geschilderten Vorteilen.
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Die
Erfindung weiter ausgestaltend wird vorgeschlagen, dass die Druckerniedrigungseinrichtung eine
Kraftmaschine, insbesondere eine Expansionspumpe oder Expansionsturbine
ist, die zwischen dem Kühler und dem Erwärmer
angeordnet ist. Der aparative Aufwand ist dabei besonders niedrig,
wenn als Expansionspumpe eine Freikolbenpumpe mit selbstschaltenden
Ventilen verwendet wird.
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Um
die von der Expansionsmaschine gewonnene Leistung unmittelbar zur
Durchführung des Kreisprozesses zu verwenden, kann eine
Wirkverbindung, insbesondere eine mechanische Kopplung beispielsweise über
eine Welle, zwischen der Kraftmaschine beim Entspannen des Kältemittels
und einer Hydraulikpumpe bestehen, mit der ein Hydraulikfluid in
einen Arbeitsraum des Flüssigkolbenverdichters pumpbar
ist.
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Wird
von einer Kraftmaschine mit einer Druckerniedrigungseinrichtung
für ein Arbeitsmedium, einem Kühler zur Absenkung
der Temperatur des Arbeitsmediums, einer Pumpe zur Erhöhung
des Drucks des Arbeitsmediums, einem Erwärmer zur Anhebung
der Temperatur des Arbeitsmediums mindestens bis zur Verdampfungstemperatur
und die vorgenannten Komponenten verbindenden Leitungen, so dass
das Arbeitsmedium in einen Kreislauf führbar ist, ausgegangen,
so wird die zugrunde liegende Aufgabe ferner auch dadurch gelöst,
dass die Druckerniedrigungseinrichtung ein Flüssigkeitskolbenentspanner
ist.
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Auf
diese Weise erfolgt eine Umsetzung des bereits weiter oben beschriebenen
erfindungsgemäßen Kraftmaschinenprozesses in einer
zu dessen Durchführung geeigneten Maschine.
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Wenn
zusätzlich zu einer isothermen Entspannung der Wirkungsgrad
der Kraftmaschine weiter gesteigert werden soll, kann ein innerer
Wärmeübertrager vorgesehen werden, mittels dessen
Wärme von dem die Druckerniedrigungseinrichtung verlassenden
Arbeitsmedium auf das die Pumpe verlassende Arbeitsmedium übertragbar
ist.
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Ausführungsbeispiele
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Die
Erfindung wird nachfolgend anhand mehrerer Ausführungsbeispiele,
anhand derer der Wärmepumpenprozess bzw. Kraftmaschinenprozess gemäß der
Erfindung dargestellt ist, näher erläutert.
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Es
zeigt:
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1 einen
Wärmepumpen-/Kältemaschinenprozess nach dem Stand
der Technik in einem T-s-Diagramm mit dem Kältemittel R
134 a und isothermer Verdichtung mittels eines Flüssigkolbenverdichters,
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2 wie 1,
jedoch mit dem Kältemittel CO2,
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3 einen
erfindungsgemäßen Prozess in einem T-s-Diagramm
mit dem Kältemittel R 134 a mit innerem Wärmeübertrager
und arbeitsleistender Expansion,
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4 wie 3,
jedoch mit dem Kältemittel CO2,
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5 eine
schematische Anlagendarstellung einer Wärmepumpe/Kältemaschine
mit innerem Wärmeübertrager und ohne Expansionspumpe,
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6 wie 5,
jedoch mit Expansionspumpe,
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7 einen
Kraftmaschinenprozess nach dem Stand der Technik in einem T-s-Diagramm,
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8 einen
erfindungsgemäßen Kraftmaschinenprozess in einem
T-s-Diagramm mit isothermer Entspannung mittels eines Flüssigkeitskolbenentspanners
und einem inneren Wärmeübertrager,
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9 eine
schematische Anlagendarstellung einer Kraftmaschine mit Flüssigkeitskolbenentspanner
und innerem Wärmeübertrager und
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10 wie 9,
jedoch mit zweistufiger Entspannung in zwei in Reihe geschalteten
Flüssigkeitskolbenentspannern.
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Eine
in dem Anlagenschaubild gemäß 5 schematisch
dargestellte Wärmepumpe/Kältemaschine 1 weist
in dem Kreislauf des Kältemittels (hier: CO2)
einen Flüssigkeitskolbenverdichter 2, einen Gaskühler 3/Kondensator
einen inneren Wärmeübertrager 4, einen
Hochdruckspeicher 5, ein elektronisches Expansionsventil 6,
einen Niederdruckspeicher 7, einen Verdampfer 8 sowie
Rückschlagventile 9 bis 12 auf. Folgender
Prozess läuft dabei in Form eines Kreislaufs durch die
vorgenannten Komponenten und die sie miteinander verbindenden Leitungen ab:
Das
in dem Flüssigkeitskolbenverdichter isotherm verdichtete
CO2, wird über eine Leitung 13 dem
Gaskühler 3 zugeführt, in dem es je nach
Verdichtungsendtemperatur des Kältemittels zu einer Kondensation
kommen kann. Aufgrund der vergleichsweise niedrigen kritischen Temperatur
des CO2 (31°C) findet jedoch typischerweise
weder bei der Verdichtung noch in dem nachgeschalteten Gaskühler 3/”Kondensator” eine
Kondensation statt, das heißt das Nassdampfgebiet wird
in diesen Prozessschritten nicht erreicht.
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Nachdem
also das gekühlte CO2 über
eine Leitung 1 den inneren Wärmeübertrager 4 erreicht hat,
wird dort Wärme auf das Kältemittel übertragen, nachdem
es den Verdampfer 8 verlassen hat. Über eine weitere
Leitung 15 gelangt das Kältemittel von dem inneren
Wärmeübertrager in einen Hochdruckspeicher 5,
von dem es durch eine Leitung 16 zu dem elektronischen
Expansionsventil gelangt, in dem eine isenthalpe Entspannung des
Kältemittels stattfindet, das während der Entspannung
in das Nassdampfgebiet eintritt. Über eine Leitung 17 gelangt
das entspannte Kältemittel in den Niederdruckspeicher 7, von
wo aus es über eine Leitung 18 in den Verdampfer
gelangt und dort unter Wärmeaufnahme verdampft. Anschließend
wird das Kältemittel über ein Leitung 18 zu
dem bereits zuvor erwähnten inneren Wärmeübertrager 4 geführt
und dort erwärmt, bevor es über die Leitung 19 wieder
zu dem Flüssigkeitskolbenverdichter 2 zurückströmt.
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Der
Flüssigkeitskolbenverdichter 2 besitzt zwei jeweils
einen Arbeitsraum definierenden Zylinder 20, 21 die
parallel zueinander geschaltet sind. Von der Leitung 19 zweigt
die Zuströmleitung 22 des Zylinders 20 ab,
in der das Rückschlagventil 10 angeordnet ist,
das lediglich einen Zustrom in den Zylinder 20 erlaubt. Über
die Leitung 23, in der sich das lediglich ein Abströmen
erlaubende Rückschlagventil 9 befindet, gelangt
das Kältemittel aus dem Zylinder 20 in die Leitung 13 und
somit wieder in den Gaskühler 3/Kondensator.
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Zylinder 21 ist über
eine dem Zuströmen dienende Leitung 24 an die
Leitung 19 angeschlossen und über die dem Abströmen
dienende Leitung 25 an die Leitung 13. Auch hier
erlauben die Rückschlagventile 11 und 12 lediglich
ein Zuströmen bzw. Abströmen des Kältemittels.
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An
der Unterseite der Zylinder 21 und 22 sind jeweils
Hydraulikleitungen 24 und 25 angeschlossen, die
in jeweils einen durch das Innere der Zylinder 20, 21 gebildeten
Arbeitsraum 26, 27 münden. Im Inneren
der Arbeitsräume 26, 27 befindet sich
unten jeweils das Hydraulikfluid, über dessen Spiegel S
sich das mehr oder weniger stark komprimierte Kältemittel befindet.
Das Hydraulikfluid ist so ausgewählt, dass es mit dem Kältemittel
weder mischbar ist noch sich darin löst.
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Die
Hydraulikleitungen 24 und 25 führen zu einem
Vier-Wege-Hydraulikventil 28, von dem wiederum zwei Hydraulikleitungen 29, 30 abgehen,
die auf der Saug- bzw. Druckseite einer Hydraulikpumpe 31 angeschlossen
sind. Je nach Schaltstellung des Vier-Wege-Hydraulikventils 28,
wird nunmehr Hydraulikfluid drucklos aus einem der beiden Zylinder 20, 21 entnommen
und unter Druck in den jeweils anderen der beiden Zylinder 20, 21 gepumpt,
wodurch in letzterem Zylinder ein Verdichtungshub ausgeführt wird,
wohingegen in dem anderen Zylinder das verdampfte und vorerwärmte
Kältemittel angesaugt wird.
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Beide
Zylinder 20, 21 sind an Ihrer Außenseite
von einem Doppelmantel 32 bis 33 umgeben und in
ihrem Innern mit einem Wärmetauscherbündel 34, 35 versehen.
Die Doppelmantel 32 bis 33 bzw. Wärmetauscherbündel 34, 35 sind
an Abführleitungen 36, 37 sowie Zufuhrleitungen 38, 39 angeschlossen.
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Das
beim Verdichtungsvorgang erwärmte Wärmeträgermedium
wird nach Passieren eines in der jeweiligen Schaltstellung befindlichen
Drei-Wege-Ventils 39 von einer Umwälzpumpe 40 zu
einem Verbraucher 41 geführt, bei dem es sich
beispielsweise um eine Fußbodenheizung oder um einen Verbraucher
von Prozesswärme auf niedrigem Temperaturniveau handeln
kann. Vom Verbraucher gelangt das abgekühlte Wärmeträgermedium
zu dem Gaskühler 3 von dem es bereits vorgewärmt
wird, um anschließend wieder dem Flüssigkeitskolbenverdichter 2 zugeführt
zu werden, wo es im Zuge der isothermen Verdichtung des Kältemittels
wieder erwärmt wird und sich sein Kreislauf somit schließt.
Das Wärmeträgermedium wird in Abhängigkeit
von der Schaltstellung des Drei-Wege-Ventils 39 jeweils
nur durch den jenigen Zylinder 20 bzw. 21 geleitet,
in dem gerade die isotherme Verdichtung des Kältemittels
stattfindet.
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Die
alternative Ausführungsform einer Wärmepumpe/Kältemaschine 1',
wie sie in 6 dargestellt ist, verfügt
zusätzlich zu den Komponenten der in 5 gezeigten
Wärmepum pe/Kältemaschine über eine Expansionspumpe 42,
die anstelle des Expansionsventils 6 verwendet wird. Das
aus dem Hochdruckspeicher 5 entnommene Kältemittel
wird mithilfe der als Freikolbenpumpe ausgeführten Expansionspumpe 42 entspannt,
bevor das entspannte Kältemittel wieder dem Niederdruckspeicher
zugeführt wird und der Prozess über die Verdampfung, Vorerwärmung
auf Kondensationstemperatur, isotherme Verdichtung und Kühlung
identisch abläuft wie in 5.
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Im
Gegensatz zum Expansionsventil, in dem eine isenthalpe Entspannung
stattfindet, wird bei der Entspannung in der Expansionspumpe Arbeit
frei, die beispielsweise dadurch genutzt werden kann, dass eine
Wirkverbindung zwischen der Expansionspumpe 42 und der
Hydraulikpumpe 31 hergestellt wird, um deren Leistungsbedarf
beim Pumpen des Hydraulikfluids zum Verdichten des Kältemittels
zu reduzieren. Insgesamt kann somit mithilfe der Expansionspumpe 42 die
Leistungszahl der Wärmepumpe/Kältemaschine 1' nochmals
verbessert werden.
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Der
Effekt des inneren Wärmetauschers 4 im Kältemittelkreislauf
soll anhand einer Gegenüberstellung der Kreisprozesse jeweils
in einem T-s-Diagramm veranschaulicht werden. 3,
die den Prozess in der Wärmepumpe/Kältemaschine 1, 1' gemäß den 5 und 6 veranschaulicht,
zeigt wie das Kältemittel ausgehend von Punkt A isotherm
bis zu Punkt B verdichtet wird. Dabei schneidet die idealisiert,
horizontal verlaufende Linie A-B die Nassdampflinie 43,
deren rechts des Maximums 44 gelegener Abschnitt als Taulinie 45 und
deren links des Maximums 44 gelegener Abschnitt 46 als
Siedelinie bezeichnet wird. Ab dem Schnittpunkt 47 zwischen Taulinie 45 und
Linie A-B befindet sich das Kältemittel somit im Nachdampfgebiet.
Ausgehend von Punkt B wird das Kältemittel in dem inneren
Wärmeübertrager 4 (5 und 6)
isobar entlang Siedelinie 46 abgekühlt bis Punkt
C erreicht wird. Im Falle der Expansionspumpe 42 (6)
wird das Kältemittel nunmehr polytrop entspannt und gelangt
somit zu Punkt D mit entsprechend erniedrigter Temperatur. Ohne Expansionspumpe,
das heißt was Drosselung über ein Expansionsventil
(5) wird entlang der gestrichelt dargestellten
Linie der Punkt D' erreicht, der sich durch eine größere
Entropie – bedingt durch die isenthalpe Entspannung – auszeichnet.
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Von
Punkt D oder D' findet eine Verdampfung des Kältemittels
(bei gleichbleibender Temperatur) statt, bis auf der Taulinie 45 der
Punkt E erreicht wird. Von diesem Punkt ausgehend wird das Kältemittel
im inneren Wärmetauscher 4 wiederum isobar erwärmt,
um schließlich wieder den Zustandspunkt A zu erreichen,
womit der Kreisprozess geschlossen ist.
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Demgegenüber
wird bei einem konventionellen Kältemaschinen-/Wärmepumpenprozess
mit isothermer Verdichtung, jedoch ohne inneren Wärmeübertrager,
das verdichtete Kältemittel, ausgehend von dem auf der
Siedelinie 46 liegenden Punkt b isenthalp entspannt. Anschließend
wird Punkt d auf derselben Isotherme erreicht, wie sie auch beim
Verdampfen vorliegt, wenn das Medium zuvor in einem inneren Wärmeübertrager
abgekühlt wurde. Darüber hinaus verläuft
der Prozess ohne inneren Wärmeübertrager ausgehend
von Punkt e auf der Taulinie steiler nach oben auf die ”obere
Isotherme” entlang der auch bei Existenz eines inneren
Wärmeübertragers bis zu Punkt b bzw. B verdichtet
würde. Um die beiden Prozesse besser vergleichbar zu machen, sind
auch in dem Diagramm gemäß 3 die Zustandspunkte
a, b, d, e eingetragen und gestrichelt, auch die Linien b-d sowie
e-a.
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Während
die 1 und 3 die Kreisprozesse mit R 134
A als Kältemittel zeigen, bilden die 2 und 4 eine
Gegenüberstellung der Prozesse bei Verwendung von CO2 als Kältemittel. Es wird deutlich,
dass durch den inneren Wärmeübertrager 4 (5 und 6)
die Entspannung von einem niedrigeren Temperaturniveau (Punkt C')
aus startet, als dies in b' ohne inneren Wärmetauscher
der Fall ist. Bei CO2 als Kältemittel
wird weder bei dem in 2 dargestellten Prozess gemäß dem
Stand der Technik noch bei dem in (4) dargestellten
erfindungsgemäßen Prozess während der
isothermen Verdichtung das Nassdampfgebiet erreicht. Die Linie A'-B'
sowie die Linie a'-b' befinden sich oberhalb der Nassdampflinie
des CO2. Das Nassdampfgebiet wird erst bei
der Entspannung erreicht, wobei ohne Nutzung der Expansionsarbeit
bei einer isenthalpen Entspannung der Punkt D'* erreicht wird, wohingegen bei
Verwendung einer Expansionspumpe eine polytrope Entspannung erzielt
wird, die steiler verläuft als die Linie C'-D'* und zu
Punkt D' auf derselben Isothermen führt. Der besseren Vergleichbarkeit
halber sind in 4 auch die Punkte a', b', d',
e' aus 2 eingetragen und in 3 auch die
Punkte a, b, d, e.
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In 9 ist
schematisch das Anlagenschaubild einer Kraftmaschine 50 dargestellt.
Diese besteht in dem Kreislauf des Arbeitsmediums (Arbeitsmedium
ist beispielsweise Wasser) aus den folgenden Komponenten: Eine Umwälzpumpe 51 für
das flüssige Wasser fördert dieses in einen Hochdruckspeicher 52,
von dem das Wasser in einem inneren Wärmeübertrager 53 vorerhitzt
wird, um anschließend in einem Erhitzer 54 weiter
erhitzt zu werden. Unter hohem Druck stehendes Wasser wird mithilfe eines
Flüssigkeitskolbenentspanners 55 auf einen niedrigen
Druck entspannt, wobei der Vorgang der Entspannung isotherm abläuft,
indem dem Wasser während des Entspannungsprozesses Wärme
zugeführt wird. Anschließend gelangt der entspannte, aber
noch heiße Wasserdampf in den inneren Wärmeübertrager 53,
um seine Wärme an das unter hohem Druck stehende Wasser
abzugeben. Nach dieser Wärmeübertragung wird der
Dampf in einem Kondensator 56 gekühlt und zumindest
teilweise kondensiert, bevor das Wasser in einen Niederdruckspeicher 57 gelangt,
von dem aus es wiederum von der Umwälzpumpe 51 angesaugt
wird, wodurch sich der Kreislauf schließt.
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Wie
im Falle des Flüssigkeitskolbenverdichters bei der Wärmepumpe/Kältemaschine
gemäß den 5 und 6 sind
auch bei dem Flüssigkeitskolbenentspanner 55 die
beiden Zylinder 58, 59 als Wärmetauscher
ausgebildet, das heißt jeweils mit inneren Rohrbündeln 60, 61 sowie
einem äußeren Doppelmantel 62, 63 versehen.
Durch die hohlen Bündel 60, 61 und die
Doppelmantel 63, 63 fließt während
des Entspannungsvorgangs ein Wärmeträgermedium, nämlich
Thermoöl in einem separaten Kreislauf. Die bei der isothermen
Entspannung benötigte Wärme wird von einer Wärmequelle 60 in
Form eines Brenners mit einem Kessel erzeugt und über eine
Umwälzpumpe 61 dem jeweiligen Zylinder 58 bzw. 59 des
Flüssigkeitskolbenentspanners 55 zugeführt.
In Abhängigkeit davon, in welchem der beiden Zylinder 58, 59 gerade
die Entspannung stattfindet, schaltet ein Drei-Wege-Ventil 62 den
gerade benötigten Strang des Thermoölkreislaufs
frei. Nach der Wärmeabgabe von dem Thermoöl an
den im Inneren der Zylinder 58, 59 befindliche
Wasserdampf wird das Thermoöl zu dem Erhitzer 4 geführt,
wo es nochmals Wärme an das unter hohem Druck stehende Wasser
abgibt, bevor es zurück zu der Wärmequelle 60 geführt
wird, wodurch auch der Thermoölkreislauf geschlossen wird.
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Ein
dritter fluidischer Kreislauf wird gebildet von einem Hydraulikfluid,
das sich jeweils im unteren Abschnitt der Zylinder 58, 59 befindet
und dort einen Flüssigkeitsspiegel S bildet, der als Flüssigkeitskolben
wirkt. Ausgehend von einem Zustand, in dem beispielsweise der gesamte
Innenraum des Zylinders 58 mit Hydraulikfluid gefüllt
ist, wird dieses nach Öffnen des Motorventils 63 durch
den Eintritt des erhitzten und unter hohem Druck stehenden Wassers
sukzessive nach unten verdrängt, wobei über den
Thermoölkreislauf fortlaufend Wärme auf den sich
bildenden Wasserdampf übertragen wird. Ein Vier-Wege-Hydraulikventil 67 ist
so geschaltet, dass das Hydraulikfluid durch eine Leitung 68 über
einen Wärmetauscher 69 und eine Leitung 70 zu
einer Turbine 71 geführt wird, wo Hydraulikfluid
unter Druckabbau Arbeit verrichtet, um unter niedrigerem Druck über
die Leitung 70 wiederum den Wärmetauscher 69 sowie die
Leitungen 73 und 74 in den anderen Zylinder 79 geführt
zu werden, um dort ein Ausschieben des im Zyklus zuvor in diesen
Zylinder 59 entspannten Wasserdampfes zu bewirken. Nach
einem Umschalten des Drei-Wege-Ventils 62 sowie sämtlicher
vier Motorventile 63 bis 66, sowie des Vier-Wege-Hydraulikventils 67 findet
die isotherme Entspannung in dem anderen Zylinder 59 statt
und das Hydraulikfluid strömt im quasi-drucklosen Zustand
in den anderen Zylinder 58 zurück. Die Turbine 71 ist
mit einem Generator 74 zur Erzeugung von elektrischem Strom gekoppelt.
Der Wärmetauscher 69 dient dazu, die erhöhte
Temperatur des Hydraulikfluids, das aus dem Zylinder kommt, in dem
gerade der Wasserdampf entspannt wird, noch vor der Turbine 71 an
das aus dieser zurück strömende Hydraulikfluid
zu übertragen, um die Wärmeverluste in der Turbine
gering zu halten und die Wärme möglichst nur von
einem Zylinder in den jeweils anderen Zylinder ”hin und
her zu schieben”.
-
Anhand
der 7 und 8 sollen nachfolgend jeweils
im T-s-Diagramm ein Kraftmaschinenprozess nach dem Stand der Technik
mit einer Entspannung des Wasserdampfes in einer Turbine mit dem
erfindungsgemäßen Kraftmaschinenprozess mit isothermer
Expansion sowie zusätzlich einem inneren Wärmeübertrager
verglichen werden. Bei dem in 7 gezeigten
konventionellen, einstufigen Kraftwerksprozess wird das Wasser,
ausgehend von dem auf der Siedelinie 75 liegenden Punkt
I, zunächst entlang der Siedelinie 75 bis zu dem
Punkt I' erwärmt, bei dem die Verdampfung beginnt. Bis
zum Punkt I'' erfolgt die Wärmezufuhr durch den Phasenwechsel isotherm,
wobei nach Verlassen des Nassdampfgebiets (Punkt I'') eine Überhitzung
bis zum Punkt II stattfindet. Von dort aus wird der heiße
Dampf in einer Turbine polytrop expandiert, wobei Punkt III im Nassdampfgebiet
erreicht wird. Im folgenden Kondensator gibt der kondensierende
Dampf bei gieichbleibender Temperatur Wärme ab, bis Punkt
IV auf der Siedelinie erreicht ist. Die anschließende Druckerhöhung
des wieder flüssigen Wassers hin zu Punkt I ist im Diagramm
nicht sichtbar.
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Dem
gegenüber wird bei dem erfindungsgemäßen
Kraftwerksprozess das erhitzte und unter hohem Druck stehende Wasser
ausgehend von dem auf der Siedelinie 75 liegenden Punkt
I isotherm entspannt, bis Punkt II erreicht wird. Von dort aus wird dem
noch sehr heißen Dampf in dem inneren Wärmeübertrager 53 (9)
die Wärme entzogen, bis Punkt III auf der Taulinie 76 erreicht
wird. Der Wasserdampf kondensiert nunmehr im Kondensator 56 vollständig
aus; das im flüssigen Zustand vorliegende Wasser wird durch
Punkt IV auf der Siedelinie 75 repräsentiert.
Die nunmehr erfolgende Druckerhöhung durch die Umwälzpumpe 51 ist
im T-s-Diagramm praktisch nicht sichtbar, da keine merkliche Änderung
der Temperatur bzw. der Entropie eintritt, weshalb die Punkte IV
und V beim vorliegenden Maßstab quasi zusammenfallen.
-
Ausgehend
von Punkt V wird das Wasser nunmehr im inneren Wärmeübertrager 53 isobar
entlang der Siedelinie erwärmt, bis Punkt VI erreicht ist. Von
hier aus sorgt der Erhitzer 54 für die weitere
Erwärmung des Wassers, bis sich der Kreislauf in Punkt I
auf der Siedelinie 75 wieder schließt. Das Integral unter
der Linie II-III entspricht dem Integral unter der Linie V-VI, sofern
im inneren Wärmeübertrager keine Verluste auftreten.
-
Schließlich
soll anhand der 10 noch ein schematisches Anlagenschaubild
erläutert werden, das einen Kraftmaschinenprozess mit zweistufiger Entspannung
repräsentiert. Um die wirksame Druckdifferenz pro Stufe
zu verringern, wird das in dem Erhitzer 54 erhitzte und
unter hohem Druck stehende Wasser zunächst in einem Hochdruck-Flüssigkeitskolbenentspanner 55' (geringeres
Bauvolumen) und anschließend in einem Niederdruck-Flüssigkeitskolbenentspanner 55'' (größeres
Bauvolumen) entspannt. Dabei wird dem entspannten Wärmeträgermedium
(Wasser) jeweils die erforderliche Wärme zugeführt,
um die Expansion isotherm ablaufen zu lassen. Die Arbeitsmedien
der beiden Flüssigkeitskolbenentspanner 55', 55'' befinden
sich in hydraulisch getrennten Kreisläufen und versorgen über
zwei Vier-Wege-Hydraulikventile zwei Turbinen 71', 71'', die über
gekoppelte Wellen auf einen gemeinsamen Generator 74 wirken.
-
- 1,
1'
- Wärmepumpe/Kältemaschine
- 2
- Flüssigkeitskolbenverdichter
- 3
- Gaskühler/Kondensator
- 4
- Innerer
Wärmeübertrager
- 5
- Hochdruckspeicher
- 6
- Expansionsventil
- 7
- Niederdruckspeicher
- 8
- Verdampfer
- 9
- Rückschlagventil
- 10
- Rückschlagventil
- 11
- Rückschlagventil
- 12
- Rückschlagventil
- 13
- Leitung
- 14
- Leitung
- 15
- Leitung
- 16
- Leitung
- 17
- Leitung
- 18
- Leitung
- 19
- Leitung
- 20
- Zylinder
- 21
- Zylinder
- 22
- Leitung
- 23
- Leitung
- 24
- Hydraulikleitung
- 25
- Hydraulikleitung
- 26
- Arbeitsraum
- 27
- Arbeitsraum
- 28
- Vier-Wege-Hydraulikventil
- 29
- Hydraulikleitung
- 30
- Leitung
- 31
- Hydraulikpumpe
- 32
- Doppelmantel
- 33
- Doppelmantel
- 34
- Wärmetauscherbündel
- 35
- Wärmetauscherbündel
- 36
- Abfuhrleitung
- 37
- Abfuhrleitung
- 38
- Zufuhrleitung
- 39
- Drei-Wege-Ventil
- 40
- Umwälzpumpe
- 41
- Verbraucher
- 42
- Expansionspumpe
- 43
- Nassdampflinie
- 44
- Maximum
- 45
- Taulinie
- 46
- Siedelinie
- 47
- Schnittpunkt
- 50,
50'
- Kraftmaschine
- 51
- Umwälzpumpe
- 52
- Hochdruckspeicher
- 53
- Innerer
Wärmeübertrager
- 54
- Erhitzer
- 55,
55', 55''
- Flüssigkeitskolbenentspanner
- 56
- Kondensator
- 57
- Niederdruckspeicher
- 58
- Zylinder
- 59
- Zylinder
- 60
- Wärmequelle
- 61
- Umwälzpumpe
- 62
- Drei-Wege-Ventil
- 63
- Motorventil
- 64
- Motorventil
- 65
- Motorventil
- 66
- Motorventil
- 67,
67', 67''
- Vier-Wege-Hydraulikventil
- 68
- Leitung
- 69
- Wärmetauscher
- 70
- Leitung
- 71,
71', 71''
- Turbine
- 72
- Leitung
- 73
- Leitung
- 74
- Generator
- 75
- Siedelinie
- 76
- Taulinie
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
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-
Zitierte Patentliteratur
-
- - US 2772543 [0004]
- - US 1766998 [0004]