DE102008041515A1 - Pressanordnung - Google Patents
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- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21F—PAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
- D21F3/00—Press section of machines for making continuous webs of paper
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Pressanordnung zur Entwässerung einer Papier-, Karton-, Tissue- oder einer anderen Faserstoffbahn (1) in einer Maschine zur Herstellung und/oder Veredlung derselben, in der die Faserstoffbahn (1) durch zumindest einen Pressspalt gemeinsam mit beidseitig wenigstens einem luftdurchlässigen und wasseraufnehmenden Entwässerungsband (2, 3) läuft, das unter der Faserstoffbahn (1) laufende Entwässerungsband (3) nach diesem Pressspalt eine besaugte Umlenk-Leitwalze (5) umschlingt, das über der Faserstoffbahn (1) laufende Entwässerungsband (2) im Umschlingungsbereich der besaugten Umlenk-Leitwalze (5) von der Faserstoffbahn (1) weggeführt wird und danach eine Band-Leitwalze (6) umschlingt, wobei das untere Entwässerungsband (3) anschließend die Faserstoffbahn (1) bis zur Übergabe an ein luftdurchlässiges Band (4) einer folgenden Maschineneinheit führt und dieses Band (4) während der Bahnübernahme eine besaugte Übernahme-Leitwalze (7) umschlingt. Dabei soll die Bahnführung dadurch verbessert werden, dass der lichte Abstand zwischen der Band-Leitwalze (6) des oberen Entwässerungsbandes (2) und der Übernahme-Leitwalze (7) des übernehmenden Bandes (4) zwischen 0,2 und 20 mm liegt.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Pressanordnung zur Entwässerung einer Papier-, Karton-, Tissue- oder einer anderen Faserstoffbahn in einer Maschine zur Herstellung und/oder Veredlung derselben, in der die Faserstoffbahn durch zumindest einen Pressspalt gemeinsam mit beidseitig wenigstens einem luftdurchlässigen und wasseraufnehmenden Entwässerungsband läuft, das unter der Faserstoffbahn laufende Entwässerungsband nach diesem Pressspalt eine besaugte Umlenk-Leitwalze umschlingt, das über der Faserstoffbahn laufende Entwässerungsband im Umschlingungsbereich der besaugten Umlenk-Leitwalze von der Faserstoffbahn weggeführt wird und danach eine Band-Leitwalze umschlingt, wobei das untere Entwässerungsband anschließend die Faserstoffbahn bis zur Übergabe an ein luftdurchlässiges Band einer folgenden Maschineneinheit führt und dieses Band während der Bahnübernahme eine besaugte Übernahme-Leitwalze umschlingt.
- Derartige Pressanordnungen sind seit einiger Zeit im Einsatz und gewährleisten wegen der ständigen Abstützung der Faserstoffbahn überwiegend eine sichere Bahnführung.
- Jedoch kann es insbesondere bei verschmutzten Entwässerungsbändern und/oder hohen Maschinengeschwindigkeiten dennoch zu Ein- oder gar Abrissen bei der Faserstoffbahn kommen.
- Die Aufgabe der Erfindung ist es daher die Bahnführung mit möglichst geringem Aufwand zu verbessern.
- Erfindungsgemäß wurde die Aufgabe dadurch gelöst, dass der lichte Abstand zwischen der Band-Leitwalze des oberen Entwässerungsbandes und der Übernahme-Leitwalze des übernehmenden Bandes zwischen 0,2 und 20 mm liegt.
- Dabei wurde erkannt, dass das übernehmende Band bisher erhebliche Luftmengen in den Spalt zwischen diese beiden Walzen einschleppt, was Querströmungen zu beiden Maschinenseiten hin zur Folge hat. Durch diese Querströmungen sinkt der statische Druck über der Faserstoffbahn.
- Im Ergebnis entstehen Kräfte auf die Faserstoffbahn am unteren Entwässerungsband, weshalb es insbesondere an den Bahnrändern zum Ablösen der Faserstoffbahn vom Entwässerungsband kommen kann. Randeinrisse oder Bahnabrisse sind die Folge.
- Durch eine Minimierung des lichten Abstandes zwischen beiden Walzen lässt sich die Lufteinschleppung selbst bei hohen Maschinengeschwindigkeiten erheblich vermindern, so dass die Bahnführung noch besser, d. h. vollkommen stabil wird.
- Dabei hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn der lichte Abstand zwischen der Band-Leitwalze und der Übernahme-Leitwalze vorzugsweise zwischen 1 und 5 mm liegt.
- Der lichte Abstand zwischen den Leitwalzen wird hier als geringster Abstand zwischen den entsprechenden Bändern während ihrer Umschlingung angesehen.
- Die Lufteinschleppung durch das übernehmende Band kann noch weiter verringert werden, wenn die von diesem Band mitgeschleppte Luftgrenzschicht abgesaugt wird. Hierzu sollte das übernehmende Band unmittelbar vor dem Kontakt mit der Übernahme-Leitwalze an einer Saugeinrichtung, vorzugsweise in Form eines Saugkastens vorbeigeführt werden, wobei sich die Saugeinrichtung auf derselben Seite des Bandes wie die Übernahme-Leitwalze befindet. Die Saugeinrichtung saugt so zumindest einen Teil der Luftgrenzschicht durch das Band ab.
- Um einen Wiederaufbau der Luftgrenzschicht zu behindern, sollte diese Absaugung möglichst unmittelbar vor der Übernahme-Leitwalze erfolgen.
- Wegen des geringen Abstandes zwischen der Band-Leitwalze und der Übernahme-Leitwalze besteht eine erhebliche Gefahr einer Bandbeschädigung, insbesondere wenn Verunreinigungen vor allem in Form von Bahnresten in diesen Spalt gelangen.
- Daher ist es von Vorteil, wenn das übernehmende Band vor der Übernahme-Leitwalze eine Reinigungs-Leitwalze umschlingt, welche sich auf der, der Übernahme-Leitwalze gegenüber liegenden Seite des Bandes befindet. Eventuell an dem übernehmenden Band haftende Verunreinigungen werden wegen der glatten Oberfläche der Reinigungs-Leitwalze von dieser übernommen.
- Nach der Wegführung des übernehmenden Bandes können diese Verunreinigungen dann von einem Schaber der Reinigungs-Leitwalze entfernt werden.
- Dabei ist es vorteilhaft, wenn der Reinigungs-Leitwalze im nicht-umschlungenen Bereich eine Auffangrinne zugeordnet ist und das übernehmende Band in S-Form vor der Übernahme-Leitwalze geführt wird. Die Auffangrinne soll die von der Faserstoffbahn bzw. der Reinigungs-Leitwalze abfallenden Verunreinigungen bzw. Bahnreste aufnehmen und abführen.
- Nachfolgend soll die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In der beigefügten Zeichnung zeigt die Figur einen schematischen Querschnitt durch eine Pressanordnung.
- Die Pressanordnung besitzt zumindest einen, von zwei Presswalzen
10 ,11 gebildeten Pressspalt, durch den die Faserstoffbahn1 gemeinsam mit beidseitig je einem luftdurchlässigen, wasseraufnehmenden Entwässerungsband2 ,3 in Form eines Pressfilzes läuft. - Der hier von einer zylindrischen Presswalze
11 und einer Schuhpresswalze10 gebildete, verlängerte Pressspalt erlaubt wegen der längeren Verweilzeit der Faserstoffbahn1 im Pressspalt eine intensive und dennoch volumenschonende Entwässerung der Faserstoffbahn1 . Es kann jedoch stattdessen auch ein konventioneller Pressspalt vorgesehen sein. - Die Schuhpresswalze
10 besitzt einen flexiblen Walzenmantel, der von einem Anpresselement mit konkaver Pressfläche zur gegenüberliegenden Presswalze11 gedrückt wird. - Nach dem Pressspalt wird die Faserstoffbahn
1 über eine Führungsstrecke von beiden Entwässerungsbändern2 ,3 gestützt, geführt, was die Bahnführung sehr stabil macht. Am Ende der Führungsstrecke umschlingt das untere Entwässerungsband3 gemeinsam mit der außen liegenden Faserstoffbahn1 dann eine besaugte Umlenk-Leitwalze5 . - Durch den Unterdruck der Umlenk-Leitwalze
5 wird die Haftung der Faserstoffbahn1 am unteren Entwässerungsband3 verstärkt, so dass das obere Entwässerungsband2 problemlos von der Faserstoffbahn1 weggeführt werden kann. Nach dieser Wegführung wird das obere Entwässerungsband2 von einer Band-Leitwalze6 umgelenkt und zum Pressspalt-Einlauf zurückgeführt. - Das untere Entwässerungsband
3 führt die Faserstoffbahn1 nach der Umlenk-Leitwalze5 allein bis zur Übergabe an ein luftdurchlässiges Band4 einer folgenden Maschineneinheit. Bei dem Band4 kann es sich um ein Entwässerungsband eines in Bahnlaufrichtung14 folgenden, weiteren Pressspaltes oder aber um ein Trockensieb einer folgenden Trockengruppe handeln. - Wichtig ist dabei auch, dass der Abstand von der Trennung der Entwässerungsbänder
2 ,3 bis zur Übergabe an das Band4 möglichst kurz, maximal 1.500 mm lang ist. - Der ungestützte Lauf des unteren Entwässerungsbandes
3 zwischen der Umlenk-Leitwalze5 und der Übernahme-Leitwalze7 sollte maximal 1.000 mm, vorzugsweise weniger als 500 mm lang sein. - In der Trockengruppe wird die Faserstoffbahn
1 zur Trocknung, vom Trockensieb gestützt, über beheizte Trockenzylinder geführt. - Die Übernahme der Faserstoffbahn
1 wird dabei von einer vom Band4 umschlungenen, besaugten Übernahme-Leitwalze7 unterstützt. Der Unterdruck dieser Übernahme-Leitwalze7 saugt die Faserstoffbahn1 dabei an das Band4 . - Um die Menge der, in den Bereich zwischen der Band-Leitwalze
6 und der Übernahme-Leitwalze7 vom Band4 eingeschleppten Luft zu minimieren, ist der lichte Abstand zwischen der Band-Leitwalze6 und der Übernahme-Leitwalze7 inklusive ihrer Bänder2 ,4 sehr klein, d. h. zwischen 1 und 5 mm. - Außerdem befindet sich vor der Übernahme-Leitwalze
7 auf der gleichen Bandseite eine Saugeinrichtung9 in Form eines Saugkastens. - Durch den Unterdruck des Saugkastens wie auch der Übernahme-Leitwalze
7 wird zumindest einen Teil der von dem Band4 mitgeschleppten Luftgrenzschicht durch das Band4 abgesaugt. - Im Ergebnis kommt es nach der Umlenk-Leitwalze
5 im Auslauf-Zwickel zwischen den beiden Entwässerungsbändern2 ,3 zu keinen oder nur geringen Querströmungen der Luft. Damit ist auch die Gefahr des Randabhebens bei der Faserstoffbahn1 minimiert. - Zur Vermeidung von Bandbeschädigungen wird die Oberseite des Bandes
4 vor der Saugeinrichtung9 gereinigt. Dies erfolgt über den Kontakt der Oberseite des Bandes4 mit einer glatten Reinigungs-Leitwalze8 . Die Reinigungs-Leitwalze8 befindet sich folglich auf der, der Übernahme-Leitwalze7 gegenüberliegenden Seite des Bandes4 . Die infolge der starken Haftung an der Mantelfläche der Reinigungs-Leitwalze8 haftenden Verunreinigungen, insbesondere Bahnreste werden im nicht-umschlungenen Bereich durch einen Schaber12 von der Reinigungs-Leitwalze8 entfernt und in eine Abfuhrrinne13 geleitet. - Vor der Übernahme-Leitwalze
7 wird das Band4 in S-Form geführt. - Die besaugten Leitwalzen
5 ,6 besitzen einen perforierten Walzenmantel, dessen Innenraum direkt oder indirekt mit einer Unterdruckquelle verbunden ist.
Claims (8)
- Pressanordnung zur Entwässerung einer Papier-, Karton-, Tissue- oder einer anderen Faserstoffbahn (
1 ) in einer Maschine zur Herstellung und/oder Veredlung derselben, in der die Faserstoffbahn (1 ) durch zumindest einen Pressspalt gemeinsam mit beidseitig wenigstens einem luftdurchlässigen und wasseraufnehmenden Entwässerungsband (2 ,3 ) läuft, das unter der Faserstoffbahn (1 ) laufende Entwässerungsband (3 ) nach diesem Pressspalt eine besaugte Umlenk-Leitwalze (5 ) umschlingt, das über der Faserstoffbahn (1 ) laufende Entwässerungsband (2 ) im Umschlingungsbereich der besaugten Umlenk-Leitwalze (5 ) von der Faserstoffbahn (1 ) weggeführt wird und danach eine Band-Leitwalze (6 ) umschlingt, wobei das untere Entwässerungsband (3 ) anschließend die Faserstoffbahn (1 ) bis zur Übergabe an ein luftdurchlässiges Band (4 ) einer folgenden Maschineneinheit führt und dieses Band (4 ) während der Bahnübernahme eine besaugte Übernahme-Leitwalze (7 ) umschlingt, dadurch gekennzeichnet, dass der lichte Abstand zwischen der Band-Leitwalze (6 ) des oberen Entwässerungsbandes (2 ) und der Übernahme-Leitwalze (7 ) des übernehmenden Bandes (4 ) zwischen 0,2 und 20 mm liegt. - Pressanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der lichte Abstand zwischen der Band-Leitwalze (
6 ) und der Übernahme-Leitwalze (7 ) zwischen 1 und 5 mm liegt. - Pressanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das übernehmende Band (
4 ) unmittelbar vor dem Kontakt mit der Übernahme-Leitwalze (7 ) an einer Saugeinrichtung (9 ), vorzugsweise in Form eines Saugkastens vorbeigeführt wird, wobei sich die Saugeinrichtung (9 ) auf derselben Seite des Bandes (4 ) wie die Übernahme-Leitwalze (7 ) befindet. - Pressanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das übernehmende Band (
4 ) vor der Übernahme-Leitwalze (7 ) eine Reinigungs-Leitwalze (8 ) umschlingt, welche sich auf der, der Übernahme-Leitwalze (7 ) gegenüber liegenden Seite des Bandes (4 ) befindet. - Pressanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Reinigungs-Leitwalze (
8 ) zumindest ein Schaber (12 ) zugeordnet ist. - Pressanordnung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Reinigungs-Leitwalze (
8 ) im nicht-umschlungenen Bereich eine Auffangrinne (13 ) zugeordnet ist. - Pressanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand von der Trennung der Entwässerungsbänder (
2 ,3 ) bis zur Übergabe der Faserstoffbahn (1 ) an das Band (4 ) maximal 1.500 mm lang ist. - Pressanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der ungestützte Lauf des unteren Entwässerungsbandes (
3 ) zwischen der Umlenk-Leitwalze (5 ) und der Übernahme-Leitwalze (7 ) maximal 1.000 mm, vorzugsweise maximal 500 mm lang ist.
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2009
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| US20170081802A1 (en) * | 2012-02-16 | 2017-03-23 | International Paper Company | Methods and apparatus for forming fluff pulp sheets |
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Also Published As
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R119 | Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee |
Effective date: 20140301 |