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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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GEBIET DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein optisches Membranelement für
eine optische Vorrichtung in der Lithographie, insbesondere der
EUV (extreme ultraviolett)-Lithographie, mit mindestens einer Membranschicht
und einem Rahmen, der die Membranschicht zumindest teilweise umgibt
und an dem zumindest ein Teil des Randes der Membranschicht gelagert
ist, sowie eine Projektionsbelichtungsanlage, insbesondere für
die EUV-Lithographie, in welcher ein entsprechendes Membranelement
vorgesehen ist, sowie ein Verfahren zur Verwendung eines derartigen
Membranelements und ein Verfahren zur Herstellung eines derartigen
optischen Membranelements
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STAND DER TECHNIK
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Für
die Herstellung feinster Strukturen bei elektrotechnischen und/oder
mikromechanischen Bauteilen im Nanometerbereich ist es erforderlich, bei
der dem Herstellungsprozess zugrunde liegenden Lithographieverfahren
Licht bzw. allgemein elektromagnetische Strahlung mit immer kleineren
Wellenlängen einzusetzen. Entsprechend sind Projektionsbelichtungsanlagen
zur Beleuchtung und Abbildung eines die gewünschte Mikrostruktur
oder Nanostruktur enthaltenden Retikels bekannt, welche elektromagnetische
Strahlung im Bereich des extrem ultravioletten Lichts verwenden.
Für die als EUV-Lithographie bezeichnete Technik werden
optische Membranen eingesetzt, um beispielsweise als Spektralfilter
Verwendung zu finden, wie in der
US 7,154,666 B2 beschrieben. Darüber
hinaus gibt es weitere Anwendungen im Bereich der EUV-Lithographie,
wie sie beispielsweise in der
US
7153615 ,
US 6749968 ,
US 6683936 und
US 6150060 beschrieben sind.
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Da
die in diesen Dokumenten genannten Anwendungsgebiete potentielle
Einsatzgebiete für das optische Membranelement der vorliegenden
Erfindung darstellen, wird der Offenbarungsgehalt der genannten
Druckschriften durch Verweis vollständig hierin mit aufgenommen.
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Die
US 5068203 gibt weiterhin
an, wie beispielsweise eine dünne Siliziummembran hergestellt werden
kann. Auch deren Offenbarungsgehalt wird durch Verweis hierin mit
aufgenommen.
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Obwohl
somit bereits optische Membranen bekannt sind und verwendet werden,
besteht die Problematik bzgl. der Membranen darin, dass die Membranen,
welche üblicherweise eine sehr geringe Dicke im Bereich
von 50 bis 500 nm aufweisen, in einer ebenen und glatten Form vorliegen
müssen, um in der Optik eingesetzt werden zu können
und keine Aberrationen zu verursachen. Die Planität der
Membran stellt somit eine große Herausforderung dar, insbesondere
wenn man bedenkt, dass die flächige Erstreckung der Membranen
im Bereich von 0,5 mm Kantenlänge oder Durchmesser bis
zu einigen 100 mm Kantenlänge oder Durchmesser reichen
kann.
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GEGENSTAND DER ERFINDUNG
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AUFGABE DER ERFINDUNG
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Es
ist deshalb Aufgabe der Erfindung, eine optische Membran bzw. ein
optisches Membranelement bereitzustellen, welches für den
Einsatz in der Optik die erforderliche Planität, also Ebenheit
der Membran aufweist und insbesondere Knitterfalten oder dergleichen
vermeidet. Darüber hinaus soll das Membranelement einfach
herstellbar und einsetzbar sein und zugleich die erforderlichen
optischen Eigenschaften, wie Transmission etc. erfüllen.
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TECHNISCHE LÖSUNG
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Diese
Aufgabe wird gelöst durch ein optisches Membranelement
mit den Merkmalen des Anspruchs 1, eine Projektionsbelichtungsanlage
mit den Merkmalen des Anspruchs 24 sowie ein Verfahren zum Betrieb
eines Membranelements mit den Merkmalen des Anspruchs 28 und ein
Verfahren zur Herstellung eines Membranelements mit den Merkmalen
des Anspruchs 32. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der
abhängigen Ansprüche.
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Die
Erfindung geht aus von der Grundidee, dass eine ebene, glatte Anordnung
einer optischen Membran dann möglich ist, wenn die Membran
gezielt gespannt werden kann. Während bei optischen Membranen,
wie beispielsweise aus Silizium oder Zirkon, die von Haus aus auf grund
der Herstellung nur sehr geringe bis keine Membranspannungen aufweisen,
die Plänität bzw. Ebenheit dadurch gestört ist,
dass aufgrund der fehlenden Spannung Knitterfalten auftreten, ist
bei anderen Membranen, wie z. B. Siliziumnitrid, die hohe Membranspannungen
bei der Herstellung aufweisen, die Ungleichmäßigkeit
der Spannungen durch innere Spannungen oder durch die Anordnung
der Membran auf einer Tragstruktur nachteilhaft. All diese Probleme
können bei gezieltem Verspannen der Membran gelöst
werden. Beispielsweise können hier auch Knitterfalten,
die durch innere Spannungen aufgrund von Beschichtungen, z. B. Zirkon
auf Silizium, entstehen, durch gezieltes Spannen entfernt werden.
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Entsprechend
schlägt die Erfindung vor, ein optisches Membranelement
vorzusehen, welches mindestens eine Membranschicht und einen Rahmen
aufweist, der die Membranschicht zumindest teilweise umgibt und
an dem zumindest ein Teil des Randes der Membranschicht gelagert
bzw. befestigt ist. Durch Vorsehen mindestens eines Spannelementes,
welches auf die Membranschicht einwirken kann, kann ein gezieltes
Verspannen der Membranschicht erreicht werden.
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Vorzugsweise
können mehrere Spannelemente verteilt um den Umfang der
Membranschicht und/oder dem Rahmen vorgesehen sein, um einen ungleichmäßigen
Spannungszustand der Membranschicht durch entsprechende Betätigung
einzelner Spannelemente in jeder Richtung ausgleichen zu können.
Insbesondere ist es hier vorteilhaft, mindestens zwei Spannelemente
vorzusehen, die Zugkräfte in unabhängigen Raumrichtungen
in die Membranschicht einleiten können. Durch eine höhere
Anzahl von Spannelemente ist ein gezielteres und genaueres Verspannen
der Membranschicht möglich.
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Sofern
die Verspannung der Membranschicht über eine Verformung
des Rahmens erfolgt, an welchem die Membranschicht angeordnet ist,
ist es vorteilhaft, wenn der Rahmen entsprechend elastisch verformbar
ausgebildet ist.
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Alternativ
oder zusätzlich kann der Rahmen durch eine Vielzahl separater
Halteelemente gebildet sein oder diese umfassen, so dass durch eine
Bewegung von separaten, einzelnen Halteelementen die Membranschicht
verspannt werden kann.
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Der
Rahmen der Membranschicht kann in einer Fassung aufgenommen sein,
wobei zwischen Rahmen und Fassung die Spannelemente vorgesehen sein
können. Die Spannelemente können hierbei als längenverstellbare
Verbindungselemente zwischen Rahmen und Fassung aus gebildet sein,
so dass durch eine Längenänderung der Verbindungselemente
Kräfte erzeugt werden und die Spannung der Membranschicht
einstellbar ist. Als längenverstellbare Verbindungselemente
kommen insbesondere Verstellschrauben oder dergleichen in Betracht. Darüber
hinaus können jedoch auch andere Aktuatoren, wie Piezo-Elemente
oder dergleichen, vorgesehen sein. Die Spannelemente können
auch durch Federelemente, wie Zugfedern oder Linearfedern gebildet
werden.
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Bei
einer weiteren Ausführungsform können die notwendigen
Zugkräfte auf die Membranschicht statt durch direkte lineare
Bewegungen bzw. Verstellungen auch durch Erzeugung von Drehmomenten im
Zusammenhang mit Drehgelenken verwirklicht werden. Beispielsweise
kann zwischen einer Fassung einerseits und Rahmen bzw. Halteelementen andererseits
mindestens ein, vorzugsweise mehrere Drehgelenke vorgesehen sein,
die ein erzeugtes Drehmoment in eine lineare Kraft umsetzen. Das
erforderliche Drehmoment kann beispielsweise wiederum durch ein
längenverstellbares Abstandselement, insbesondere in Form
einer Stellschraube oder eines Piezo-Aktuators erzeugt werden. Auch
hier können andere Aktuatoren, die Drehmomente erzeugen
können, eingesetzt werden.
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Neben
einem Drehmoment, welches über eine Drehachse parallel
zur Ebene der Membranschicht in eine lineare Zugkraft auf die Membranschicht
umgesetzt wird, können auch andere Verformungen oder Arten
der Kraftaufbringung zur Spannungsbeaufschlagung in der Ebene der
Membranschicht genutzt werden. So kann beispielsweise der Rahmen
zweiteilig ausgebildet sein, wobei ein erster innerer Teil mit der
Membranschicht verbunden ist und der zweite äußere
Teil mit einer Fassung verbindbar ist. Die Verbindung der beiden
Rahmenteile kann über Federstege erfolgen, die bei elastischer Verformung
zu einer Aufweitung des inneren Rahmenteils führen und
somit wiederum Zugspannungen in der Ebene der Membranschicht erzeugen.
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Durch
die verschiedenen Möglichkeiten, Zugkräfte bzw.
Zugspannungen in der Ebene der Membranschicht zu erzeugen, ist es
möglich, die Membranschicht zu strecken und dadurch eine
glatte und ebene Form der Membranschicht zu erzeugen. Insbesondere
kann die Membranschicht des erfindungsgemäßen
Membranelements damit einstellbar gespannt werden, wobei die Einstellung
sowohl die Größe als auch die Richtung und somit
die örtliche Verteilung der Spannung betrifft. Damit können
Unebenheiten und Knitterfalten sowohl durch mangelnde oder zu geringe
Spannung als auch durch ungleichmäßig verteilte
(Eigen-)spannungen vermieden bzw. ausgeglichen werden.
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Das
erfindungsgemäße Membranelement mit entsprechenden
Spannelementen ermöglicht auch eine Nachstellung der Spannung
mit fortschreitender Zeit, beispielsweise wenn eine Relaxation eingetreten
ist oder wenn durch unterschiedliche Umgebungsbedingungen, wie beispielsweise
Erwärmung durch die Strahlung oder dergleichen, Veränderungen
erforderlich sind.
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Das
optische Membranelement der vorliegenden Erfindung kann insbesondere
durch ein lithographisches Herstellungsverfahren erzeugt werden, um
beispielsweise bei geringen Membranabmessungen mit 0,5 mm Kantenlänge
oder Durchmesser die entsprechend erforderlichen mikromechanischen Bauteile
für die Spannelemente herstellen zu können. Entsprechend
können die Membranschicht und der Rahmen als auch die Fassung
und der Rahmen sowie Fassung, Rahmen und Membranschicht einstückig
ausgebildet sein.
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Die
Membranschicht kann eine Dicke von 50 nm bis 500 nm, insbesondere
100 nm bis 250 nm aufweisen und Kantenlängen oder Durchmesser
im Bereich von 0,5 mm bis 200 mm, insbesondere 1 mm bis 100 mm besitzen.
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Die
Membranschicht kann mehrschichtig ausgebildet sein und/oder Funktionselemente,
wie Gitterstrukturen und dergleichen sowie Filterschichten umfassen.
Entsprechend kann ein erfindungsgemäßes optisches
Membranelement in einer Projektionsbelichtungsanlage, insbesondere
einer EUV-Projektionsbelichtungsanlage vorgesehen sein und dort als
Transmissionsretikel, Debris-Filter, Abschwächer, Spektralfilter,
Pellicle, Transmissionsgitter oder Transmissionsfilter zum Einsatz
kommen.
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Besonders
bevorzugt ist eine Verwendung entsprechender Membranelemente in
Verbindung mit Messeinrichtungen zur Erfassung der optischen Abbildungseigenschaften.
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Die
Membranschicht kann Silizium, Zirkon, Ruthenium, Rhodium, Niob,
Molybdän, Bor und/oder Siliziumnitrid umfassen.
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KURZBESCHREIBUNG DER FIGUREN
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Weitere
Vorteile, Kennzeichen und Merkmale der vorliegenden Erfindung werden
bei der nachfolgenden detaillierten Beschreibung von Ausführungsbeispielen
anhand der beigefügten Zeichnungen deutlich. Die Zeichnungen
zeigen hierbei in rein schematischer Weise in
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1 eine
Draufsicht auf eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
optischen Membranelements;
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2 eine
Draufsicht auf eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
optischen Membranelements;
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3 eine
Schnittdarstellung durch ein Membranelement gemäß den 1 oder 2;
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4 eine
Draufsicht auf eine dritte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
optischen Membranelements;
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5 eine
teilweise Schnittansicht durch das Membranelement der 4;
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6 eine
Draufsicht auf eine vierte Ausführungsform eines optischen
Membranelements;
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7 eine
teilweise Schnittansicht des Membranelements aus 6;
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8 in
den Teilbildern a) bis c) die Schrittfolge einer lithographischen
Herstellung einer Siliziummembran über einen SOI (Silicon
On Insulator) Wafer;
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9 eine
Schnittansicht einer mehrschichtigen Membranschicht;
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10 eine
Schnittansicht einer Membranschicht mit Funktionselementen;
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11 eine
Darstellung einer Projektionsbelichtungsanlage, in welcher ein erfindungsgemäßes Membranelement
eingesetzt wird;
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12 eine
Darstellung eines Teils eines Beleuchtungssystems für eine
Projektionsbelichtungsanlage mit erfindungsgemäßen
Membranelementen;
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13 eine
Projektionsbelichtungsanlage mit Einsatzorten für erfindungsgemäße
Membranelemente; und in
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14 einen
Teil einer Projektionsbelichtungsanlage im Bereich der Wafer-Stage
mit einem erfindungsgemäßen Membranelement.
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Die 1 zeigt
in einer Draufsicht eine erste Ausführungsform eines optischen
Membranelements 1, bei welchem die Membranschicht 2 eine
rechteckige Grundfläche bzw. Grundform aufweist, wenn man die
Schichtdicke vernachlässigt.
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Die
Membranschicht 2 ist an den Seiten der rechteckigen Grundform,
also den Stirnseiten, über Halteelemente 3, 4, 5 und 6,
die zusammen einen Rahmen 7 bilden, gehalten. In den Halteelementen 3, 4, 5, 6 ist
jeweils ein Kopplungselement in Form einer Öffnung 8, 9, 10, 11 vorgesehen,
in welche ein nicht näher dargestelltes Spannelement eingreifen
kann. Durch das Spannelement können gemäß der
bei den Öffnungen 8, 9, 10 und 11 dargestellten
Pfeile Kräfte erzeugt werden, welche die Membranschicht 2 unter Zugspannung
setzen.
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Um
die Kräfte erzeugen zu können, können die
Spannelemente in einer nicht dargestellten Fassung, welche beispielsweise
auch durch ein Gehäuse einer optischen Vorrichtung gebildet
sein kann, gegengelagert sein, um beispielsweise durch Verkürzung
der Spannelemente, beispielsweise in Form von Einstellschrauben
oder dergleichen, die Spannung in der Membranschicht 2 zu
erzeugen.
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Die 2 zeigt
in einer ähnlichen Darstellung wie die 1 eine
weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Membranelements 1, bei welchem ähnliche oder identische
Komponenten mit den selben Bezugszeichen versehen sind. Die Ausführungsform
des Membranelements der 2 unterscheidet sich von derjenigen
der 1 dadurch, dass die Membranschicht statt einer
rechteckigen Grundfläche eine achteckige Grundfläche
bzw. Grundform aufweist. Entsprechend sind anstelle der vier Halteelemente 3, 4, 5,
und 6 gemäß der Ausführungsform
der 1, Halteelemente 3 bis 6 sowie 17 bis 20 vorgesehen,
die je nach Dimension der Längserstreckung der Seite der
Membranschicht 2, an welcher sie angeordnet sind, ebenfalls
unterschiedlich ausgebildet sind. Allerdings weisen die Halteelemente 3 bis 6 sowie 17 bis 20 ebenfalls
entsprechende Kopplungselemente 8 bis 15 in Form
einer Öffnung zum Eingriff eines Spannelements auf, wie
die Halteelemente 3 bis 6 der Ausführungsform
der 1.
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Die 3 zeigt
in einer Schnittansicht schematisch die Funktionsweise der optischen
Membranelemente, wie sie in den 1 und 2 dargestellt sind.
Die 3 zeigt hierbei einen Schnitt durch die Halteelemente 3 und 5 und
zwar durch die entsprechenden Öffnungen 8 und 10,
die zum Eingriff der Spannelemente dienen. Wird beispielsweise durch Verkürzung
der Spannelemente (nicht gezeigt), die zwischen den Halteelementen 3, 5,
und einer umgebenden Fassung (nicht gezeigt) angeordnet sind, Kraft
entsprechend der Pfeile auf die Halteelemente 3 und 5 ausgeübt,
so führt dies zu einem Auseinanderbewegen der Halteelemente 3 und 5.
Da die Halteelemente 3 und 5 jedoch fest mit der
Membranschicht 2 verbunden sind, wird die Membranschicht 2 unter
Zugspannung gesetzt und auseinander gezogen bzw. elastisch und/oder
plastisch gedehnt. Üblicherweise sollte die Kraft nicht
so groß sein, dass eine plastische Dehnung der Membranschicht
auftritt, sondern lediglich eine ebene Glättung und elastische
Verspannung.
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Die
Anordnung der Membranschicht 2 an den Halteelementen 3 bis 6 bzw. 17 bis 20 kann durch
formschlüssige, kraftschlüssige oder stoffschlüssige
Verbindung erfolgen, insbesondere kann die Membranschicht durch
eine Klemmverbindung, eine Schweißverbindung oder eine
Klebeverbindung befestigt werden. Denkbar ist auch, die Halteelemente
einstückig mit der Membranschicht auszubilden, beispielsweise
bei einer lithographischen Herstellung von Siliziummembranen.
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Ferner
ist es auch denkbar, ein Membranelement gasdicht auszubilden, wobei
hierzu eine Fassung um die Membranschicht 2 und die Halteelemente 3 bis 6 vorgesehen
wird, wie sie beispielsweise bei der Ausführungsform der 4 vorgesehen
ist. Die Fassung (nicht gezeigt) ist so ausgebildet, dass die Fassung
gasdicht in einem Gehäuse der Projektionsbelichtungsanlage
aufgenommen werden kann. Die Membranschicht 2, wie sie
beispielsweise bei den Ausführungsformen der 1 bis 3 vorgesehen ist,
ist ebenfalls gasdicht an der Fassung angeordnet, so dass zwischen
den Angriffspunkten der Halteelemente 3 bis 6 bzw.
Spannelemente an der Membran und der Fassung kein membranfreier
Raum verbleibt. Die Spannelemente wirken so, dass ein innerer Bereich
der Membranschicht 2 durch die Spannelemente gespannt wird,
während der äußere Bereich der Membranschicht
gasdicht mit der Fassung 32 verbunden ist, aber nicht gespannt
ist, sondern vielmehr zur Aufnahme der gefalteten Teile der Membran dient.
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Die 4 zeigt
eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen,
optischen Membranelements, bei welchem die Membranschicht 2 eine kreisrunde
Grundfläche aufweist. Entsprechend ist auch der umgebende
Rahmen 7 als kreisrunder Ring ausgebildet. Der Rahmen 7 ist
von einer Fassung 32 umgeben, welche eine Vielzahl von
Spannelementen 30 umfasst, die äquidistant beabstandet
umlaufend um die Membranschicht 2 und den Rahmen 7 angeordnet
sind. Die mechanischen Spannelemente 30 weisen jeweils
ein Dreh- bzw. Biegegelenk 31 auf, welches als einstückiges
Festkörpergelenk in Form eines Filmscharniers die Fassung 32 mit
dem Rahmen 7 verbindet. Entsprechend wird das Drehgelenk 31 im
Wesentlichen durch einen dünnen, flexiblen Steg gebildet,
welcher den Rahmen 7 einstückig mit der Fassung 32 verbindet.
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Die
Fassung 32 ist ebenfalls als kreisrunder Ring ausgebildet,
wobei im Bereich der mechanischen Spannelemente 30 ein
Fortsatz 34 ausgebildet ist, um beabstandet von dem Drehgelenk 31 eine Stellschraube 33 anordnen
zu können, welche mit dem vom Drehgelenk entfernten Teil
des Rahmens 7 zusammenwirkt. Das Zusammenwirken erfolgt
hierbei so, dass die Stellschraube 33 durch ein Gewindeloch
im Fortsatz 34 hindurchgeführt ist und mit einem Ende
an dem vom Drehgelenk 31 beabstandeten Teil des Rahmens 7 anschlägt.
Durch Verdrehen der Stellschraube 33 kann der Abstand zwischen
dem Rahmenteil 7 und dem Fortsatz 34 der Fassung 32 verändert
werden, so dass ein Verschwenken um das Drehgelenk 31 erfolgt.
Wird somit das vom Drehgelenk 31 beabstandete Teil des
Rahmens 7 durch die Stellschraube in Richtung der Membranschicht 2 bewegt,
so bewegt sich das entgegengesetzte Teil des Rahmens 7,
an wel chem die Membranschicht 2 befestigt ist, nach Außen
und bewirkt somit eine Zugkraft, die auf die Membranschicht 2 wirkt.
Entsprechend kann eine Zugspannung auf die Membranschicht 2 ausgeübt
werden. Durch das Verstellen der Stellschraube 33 an den
umlaufend um die Membranschicht vorgesehenen mechanischen Spannelementen 30 kann
eine gewünschte Zugspannung eingestellt werden. Insbesondere
können die mechanischen Spannelemente individuell einzeln
derart eingestellt werden, dass eine ebene, glatte Ausbildung der
Membranschicht 2 gewährleistet ist.
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Die 6 zeigt
eine vierte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen,
optischen Membranelements 1, welches eine im Wesentlichen
rechteckförmige Membranschicht 2 aufweist. Die
Membranschicht 2 ist in einem Rahmen 7 gehalten,
der ein äußeres Rahmenteil 40 in Form
eines rechteckförmigen Ringes sowie ein inneres Rahmenteil 41 mit
einzelnen Halteelementen umfasst, welche mit der Membranschicht 2 fest
verbunden sind. Zwischen dem äußeren Rahmenteil 40 und
dem inneren Rahmenteil 41 bzw. den Halteelementen 41 sind
Federstege 42 vorgesehen, die, wie in 7 näher
dargestellt ist, elastisch verformbar ausgebildet sind.
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Die
Fassung 32 besteht ebenfalls aus einer rechteckförmigen
Ringstruktur, bei welcher Aufnahmeelemente 35 vorgesehen
sind, die das äußere Rahmenteil 40 klemmend
aufnehmen können. An der Innenseite des Fassungsrings 32 ist
ein umlaufender Steg 36 ausgebildet, der mit dem inneren Rahmenteil 41 bzw.
den Halteelementen derart zusammenwirkt, dass die Federstege 42 senkrecht
zur Ebene der Membranschicht 2 verbogen werden. Dadurch
kommt es zu einer Aufweitung der Membranschicht 2 und zum
Einbringen einer entsprechenden Zugspannung.
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Durch
entsprechende Wahl der Höhe des umlaufenden Stegs 36 kann
eine definierte Spannung eingestellt werden. Darüber hinaus
kann der umlaufende Steg 36 so ausgebildet werden, beispielsweise
durch schräge Gleitflächen oder dergleichen, dass
eine dauerhafte Aufrechterhaltung der Spannung gewährleistet
ist.
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Anstelle
des umlaufenden Steges 36 ist es auch vorstellbar, Stellschrauben
vorzusehen, die beispielsweise durch den Fassungsring senkrecht
zur Ebene der Membranschicht 2 hindurchgeführt
werden und bei Aufnahme in entsprechenden Gewindelöchern
einen definierten Anschlag für das innere Rahmenteil 41 bzw.
die einzelnen separaten Halteelemente bilden können.
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Die 8 zeigt
in den Teilbildern a) bis c) die Vorgehensweise bei der lithographischen
Herstellung einer dünnen Siliziummembran mit einer Schichtdicke
von beispielsweise 100 nm.
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Hierzu
wird zunächst in einem ersten Teilschritt, welcher der
Abbildung der 8a) entspricht, ein
sog. SOI-Wafer (Silicon On Insulator-Wafer) bereitgestellt, bei
dem zwei Siliziumteilschichten 50 und 52 durch
eine Siliziumdioxid-Teilschicht 51 getrennt sind. Auf der
Oberfläche der Siliziumteilschicht 52 ist ein
Fotoresist bzw. Fotolack 53 so aufgetragen, dass im Bereich 54 kein
Fotoresist vorgesehen ist, so dass hier in einem Teilschritt gemäß 8b) die Siliziumteilschicht 52 weggeätzt
werden kann. Die Struktur des Fotoresists mit dem freigelassenen
Bereich 54 wird durch entsprechende lithographische Beleuchtung
des Fotolacks und anschließende Entfernung des nicht ausgehärteten
Fotolacks hergestellt.
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Nach
Erreichen der Ätzstopschicht Siliziumdioxid 51 beim Ätzen
des Siliziums im Bereich 54 wird der Fotolack 53 und
die Siliziumdioxid-Teilschicht 51 im Fensterbereich 54 entfernt,
so dass eine frei stehende Siliziummembran im Bereich 54 verbleibt.
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In ähnlicher
Weise können in weiteren Schritten vor, nach und/oder während
der Membranherstellung in den Bereichen, die den Fensterbereich 54 umgeben
und die als Rahmen Verwendung finden können, Strukturierungen
vorgenommen werden, um mechanische Spannelemente zu erzeugen, wie
sie beispielsweise in der 5 dargestellt
sind.
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Die 9 und 10 zeigen
den grundsätzlichen Aufbau von Membranschichten, wie sie
gemäß der vorliegenden Erfindung eingesetzt werden können.
So ist in der 9 eine Zweischichtmembran 2 dargestellt,
die die Teilschichten 60 und 61 umfasst, die beispielsweise
aus Silizium und Zirkon bestehen.
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In
der 10 ist eine Membranschicht 2 gezeigt,
die eine Grundschicht 62, beispielsweise aus Silizium umfasst,
auf welcher Funktionselemente, wie Gitterstrukturen 63 und
dergleichen, aufgebracht sind.
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Die
erfindungsgemäßen optischen Membranelemente können
in Projektionsbelichtungsanlagen für die Mikrolithographie,
also in Beleuchtungssystemen oder Projektionsoptiken eingesetzt
werden, und zwar insbesondere in Projektionsbelichtungsanlagen,
die mit Licht, also elektromagnetischer Strahlung im extremen ultravioletten
Bereich arbeiten. Eine mögliche Wellenlänge ist
hier beispielsweise 13,5 nm. Die optischen Membranelemente können
hierbei als Transmissionsretikel 102 eingesetzt werden,
wobei ein strukturierter Absorber 112 auf einer frei tragenden
Membran 111 aus transmittierendem Material, beispielsweise
Silizium oder Silizium nitrid, aufgebracht ist (siehe 11).
Durch die absorbierende Struktur 112 kann eine auf einem
Wafer 104 zu erzeugende Struktur dargestellt werden, die mittels
einer Projektionsoptik 103 verkleinert auf dem Wafer abgebildet
wird. Die 11 zeigt weiterhin die EUV-Lichtquelle 100 sowie
das Beleuchtungssystem 101.
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Das
Transmissionsretikel 102 umfasst neben der Membran 111 und
dem darauf abgeschiedenen Absorber 112 eine Spannvorrichtung 110 gemäß der vorliegenden
Erfindung, die dafür sorgt, dass die Membran 111 glatt
und eben gespannt ist.
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Eine
andere Einsatzmöglichkeit besteht darin, entsprechende
optische Membranelemente als Debris-Filter einzusetzen, die dazu
dienen, einen Bereich einer Projektionsbelichtungsanlage, in welcher Kontaminationen
vorliegen oder entstehen können, von anderen Bereichen
abzutrennen. Beispielsweise könnte die Lichtquelle vom
Rest der Projektionsbelichtungsanlage durch einen entsprechenden
Debris-Filter abgegrenzt werden. Durch den Debris-Filter wird das
zur Abbildung benutzte Licht, beispielsweise EUV-Strahlung, hindurch
gelassen, aber Neutralteilchen oder Ionen können den Filter
nicht passieren.
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Eine
weitere Einsatzmöglichkeit der optischen Membranelemente
besteht darin, als Spektralfilter eingesetzt zu werden, um eine
bestimmte Wellenlänge des verwendeten Lichts bzw. allgemein
der elektromagnetischen Strahlung herauszufiltern.
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Entsprechende
Membranelemente können auch kombiniert eingesetzt werden,
beispielsweise als Debris-Filter und Spektralfilter. Dies ist in 12 anhand
eines Teils eines Beleuchtungssystems für ein EUV-Lithographiesystem
gezeigt. Das Licht einer EUV-Lichtquelle 100 wird über
einen sog. Wolterkollektor 150 gesammelt und auf einen
Spiegel 154 fokussiert, von wo es über ein Zwischenbild 155 auf
einen weiteren Spiegel 160 geleitet wird.
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Zur Überwachung
des Beleuchtungssystems sind einerseits ein Plasmapositionssensor 153 und andererseits
ein Zwischenbildpositionssensor 159 vorgesehen. Zum Schutz
derartiger Sensoren sind entsprechende Membranfilter 151 und 158 vorgesehen.
Darüber hinaus ist in der Nähe des Zwischenbildes
ein weiterer Debris-Filter 156 vorgesehen.
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Der
kombinierte Debris-Spektralfilter 151 ist vor einem Spiegel 152 angeordnet,
welcher einen Teil des von dem Wolterkollektor 150 gesammelten Lichts
der Lichtquelle 100 in Rich tung des Plasmapositionssensors 153 ausblendet.
Mittels des Plasmapositionssensors kann der Zustand der EUV-Lichtquelle 100 überwacht
und überprüft werden.
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Gleiches
gilt für den Zwischenbildpositionssensor 159,
mittels dem die Lage des Zwischenbildes überwacht werden
kann. Hierzu wird über den Spiegel 157 ein Teil
des Lichts aus dem Strahlengang ausgeblendet und auf den Zwischenbildpositionssensor 159 gelenkt.
Zwischen Spiegel 157 und Zwischenbildpositionssensor 159 ist
wiederum ein kombinierter Debris-Spektralfilter 158 vorgesehen.
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Durch
die kombinierten Debris-Spektralfilter 151 und 158 können
sowohl unerwünschte Kontaminationen beispielsweise davon
abgehalten werden, auf den Sensor zu gelangen und zudem kann ein
für den Sensor ungünstiger Wellenlängenbereich
des Lichts ausgeblendet werden.
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Der
Debris-Filter 156 übernimmt dagegen lediglich
die Funktion, Kontaminationen davon abzuhalten, sich entlang des
Strahlengangs auszubreiten.
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Die 13 zeigt
eine EUV-Projektionsbelichtungsanlage mit einer EUV-Lichtquelle 100,
deren Licht über die Spiegelelemente M0 bis M5, welche das
Beleuchtungssystem darstellen, auf ein Retikel 200 gelenkt
wird. Das Retikel 200, welches nicht als Transmissionsretikel
sondern als Reflexionsretikel ausgebildet ist, reflektiert das Beleuchtungslicht,
wobei über eine Projektionsoptik mit den Spiegelelementen
M6 bis M10 die an dem Retikel 200 vorgesehene Struktur
auf einen Wafer 300 abgebildet wird.
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In
der Projektionsbelichtungsanlage der 13 sind
verschiedene Membranelemente gemäß der vorliegenden
Erfindung in Form von Debris-Filtern, Verlaufsgraufiltern, Pellicle,
Spektralfiltern oder im Zusammenhang mit Inline-Messtechnik vorgesehen.
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So
ist gemäß 13 ein
erster Debris-Filter 201 bzgl. der Lichtquelle 100 angeordnet,
so dass in der Lichtquelle entstehende Teilchen, wie Ionen, Neutralteilchen
oder dergleichen nicht in den Rest der Projektionsbelichtungsanlage
gelangen können.
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Während
der Debris-Filter 201 lediglich im Bereich des Strahlengangs
angeordnet sein kann, ist es vorteilhaft, wenn der Debris-Filter 201 so
ausgebildet ist, dass eine gasdichte Abtrennung vorliegt. Entsprechend
kann eine gasdichte Anordnung der Membran mit ihrem Rahmen bzw.
ihrer Fassung in einem Gehäuse bzw. Gehäuseteil
vorgesehen sein.
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Da
die Membran üblicherweise sehr dünn ausgebildet
wird, ist die Wärmeleitfähigkeit der Membran an
sich gering, so dass die Membran bei entsprechender Absorption von
elektromagnetischer Strahlung sich erwärmt. Entsprechend
ist es vorteilhaft, die Filter bzw. Membranen dort zu platzieren,
wo die Lichtleistung pro Flächenelement möglichst
niedrig ist, um die Temperaturbelastung niedrig zu halten. Daraus
ergibt sich, dass die entsprechenden Membranen sehr großflächig
ausgebildet werden, was wiederum erfordert, dass die erfindungsgemäße
Zugspannung zur Erreichung einer glatten Membran besonders bedeutsam
ist.
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Obwohl
entsprechende Debris-Filter überall im System eingesetzt
werden können, wie bereits die 12 gezeigt
hat, ist ein Einsatz im Hinblick auf die Abtrennung der Lichtquelle,
wie durch den Debris-Filter 201, als auch eine Abtrennung
der Projektionsbelichtungsanlage gegenüber dem Wafer 300 mittels
eines Debris-Filters 206 bevorzugt.
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Durch
die Bestrahlung der fotoempfindlichen Schicht auf dem Wafer 300 kommt
es nämlich zur Freisetzung von unter Umständen
aggressiven chemischen Komponenten, die zu einer Beeinträchtigung
der optischen Komponenten des Projektionssystems führen
könnten. Diese freigesetzten chemischen Komponenten des
Wafers bzw. der darauf vorgesehenen Schichten verhindert der Debris-Filter 206.
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Darüber
hinaus kann ein erfindungsgemäßes optisches Membranelemente
auch als Pellicle 203 zum Schutz des Retikels eingesetzt
werden.
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Bei
der Verwendung der erfindungsgemäßen optischen
Membran als Pellicle 203 wird das Membranelement in Verbindung
mit dem Retikel vorgesehen, um dieses vor Partikeln zu schützen,
die insbesondere bei der Handhabung des Retikels, beispielsweise
beim Retikelwechsel oder beim Transport desselben auf das Retikel
gelangen könnten. Da das Pellicle beabstandet zum Retikel
und fest verbunden mit diesem angeordnet ist, können evtl.
Partikel lediglich auf dem Pellicle abgelagert werden, wobei durch die
Anordnung außerhalb der Retikelebene die Partikel nicht
in der gleichen Schärfe wie die Strukturen des Retikels
abgebildet werden und somit eine geringere schädliche Wirkung
entfalten können. Eine Pellicle-Membran könnte
beispielsweise aus Silizium oder Zirkon gebildet werden, da diese
eine möglichst hohe Transmission für das EUV-Licht
ermöglichen.
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Eine
weitere Anwendung für optische Membranelemente gemäß der
vorliegenden Erfindung ergibt die Verwendung als Verlaufs-Graufilter 202, 204 zur
Vergleichmäßigung der Ausleuchtung. Die Verlaufs-Graufilter
können hierbei entweder zur gleichmäßigen
Ausleuchtung des Feldes (Verlaufs-Graufilter 202) oder
der Pupille (Verlaufs-Graufilter 204) eingesetzt werden.
Bei den Verlaufs-Graufiltern 202, 204 wird auf
der Membran eine Absorberschicht mit einem Gradienten bzgl. der
Dicke der Schicht vorgesehen, so dass eine Ungleichmäßigkeit
der Intensitätsverteilung kompensiert wird. Auch Gitterstrukturen,
die durch die beugende Wirkung zu einer Vergleichmäßigung
der Intensität führen, sind vorstellbar. Die Absorberschicht
kann aus Aluminium, Chrom, Tantalnitrid, Kohlenstoff oder sonstigen
Elementen mit geringer Transmission für EUV-Licht gebildet
sein.
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Anstelle
einer Absorberschicht mit Dickengradienten oder mit Gitterstruktur
ist auch vorstellbar, dass eine Vergleichmäßigung
der Lichtintensität durch einen dynamischen Filter, der
verschiebbar ausgebildet ist, eingestellt werden kann.
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Ein
weiteres Einsatzgebiet ist durch den Spektralfilter 205 gegeben,
der Licht bestimmter Wellenlänge herausfiltern soll. Dies
gilt beispielsweise für sog. DUV-Strahlung im tiefen ultravioletten
Bereich, welche beispielsweise für die fotoempfindliche Schicht
des Wafers nachteilig ist. Der Spektralfilter kann prinzipiell überall
in der Projektionsbelichtungsanlage vorgesehen werden oder, wie
in der Ausführungsform der 12 gezeigt,
mit anderen Filtern kombiniert werden.
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Ferner
bestehen Einsatzmöglichkeiten im Zusammenhang mit Messtechnik,
wie bereits zu 12 beschrieben. Neben der Messtechnik
im Beleuchtungssystem, wie in 12 dargestellt,
können die erfindungsgemäßen optischen
Membranen auch im Bereich der sog. Inline-Messtechnik im Bereich des
Wafers eingesetzt werden, wie das Membranelement 216, welches
detailliert in 14 dargestellt ist, zeigt.
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Als
sog. Inline-Messtechnik im Bereich der Waferstage
212 kommen
Transmissionsbildsensoren (Transmission Image Sensors TIS) oder
sog. Ilias-Sensoren (Intigrated Lens Interferometers at Scanner
ILIAS) in Frage. Derartige Sensoren sind beispielsweise in der
EP 1 510 870 A1 beschrieben, welche
hiermit durch Verweis vollständig mit aufgenommen wird.
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Die 14 zeigt
in einer Schnittdarstellung die Anordnung eines entsprechenden Membranelements 216 mit
dem Rahmen bzw. der Spannvorrichtung 218 sowie der Membran 219 und
dem darauf abgeschiedenen Absorber 210. Unterhalb der Membran 219 im
Bereich der Waferstage 212 (Substrathalterung) ist beispielsweise
ein Intensitätssensor bzw. eine EUV-Kamera 217 vorgesehen.
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Durch
die Strukturierung des Absorbers 210 auf der Membran 219 in
Form eines Gitters kann beispielsweise die Wellenfrontabberation
der EUV-Strahlung 211 ermittelt werden.
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Über
die Anwendungsmöglichkeiten, die in Bezug auf die 11 bis 14 gezeigt
worden sind, hinaus sind weitergehende Anwendungen entsprechender
optischer Membranelemente möglich. Diese ergeben sich für
den Fachmann aus der Schilderung der beschriebenen Einsatzmöglichkeiten
und der angegebenen Vorteile der optischen Membranelemente.
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Obwohl
die vorliegende Erfindung anhand der Ausführungsbeispiele
detailliert beschrieben worden ist, ist für den Fachmann
selbstverständlich, dass die Erfindung nicht auf diese
Ausführungsformen beschränkt ist, sondern im Rahmen
der beigefügten Ansprüche Abwandlungen oder Abänderungen
möglich sind. Beispielsweise können unterschiedlichste
Kombinationen einzelner Merkmale der vorliegenden Erfindung verwirklicht
werden oder einzelne Merkmale weggelassen werden.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - US 7154666
B2 [0002]
- - US 7153615 [0002]
- - US 6749968 [0002]
- - US 6683936 [0002]
- - US 6150060 [0002]
- - US 5068203 [0004]
- - EP 1510870 A1 [0080]