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Die
vorliegende Erfindung betrifft modifizierte Polyolefine mit hohem
Erweichungspunkt und plastischer Verformbarkeit im unvernetzten
Zustand auf Basis von teilkristallinen Polyolefinpolymeren, die
einen bestimmten Anteil an isotaktischen Poly(propylen)-Kettenelementen
enthalten, wobei auf das Polymer bzw. die Polymere ein oder mehrere
Silane aufgepfropft sind, ein Verfahren zur Herstellung der Polyolefine
sowie deren Verwendung, insbesondere in oder als Klebstoff.
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Amorphe
Poly-alpha-Olefine dienen vielfach als Klebrohstoffe für
eine breite Palette von Anwendungen. Der Einsatzbereich erstreckt
sich vom Hygienesektor über Laminierungen und Verpackungskleber
bis zum konstruktiven Kleben und Verwendungen in der Holzverarbeitung.
Unmodifizierte amorphe Poly-alpha-Olefine (sog. APAOs) zeichnen
sich dabei durch eine rein physikalische Härtung aus, die
auf Grund ihres thermoplastischen Charakters beliebig reversibel
ist. Sie weisen allerdings nur begrenzte Zug- und Klebscherfestigkeiten
sowie eine relativ niedrige Wärmestandfestigkeit auf. Außerdem
lässt sich mit ihnen keine kovalente Einbindung reaktiver
Oberflächengruppen (wie z. B. -OH) in eine Verklebung erreichen.
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Die
beschriebenen Nachteile unmodifizierter APAOs lassen sich durch
eine nachträgliche Funktionalisierung (Modifizierung) beheben,
wobei vor allem Carbonsäuren bzw. Carbonsäurederivate
und/oder Silane zur Modifizierung eingesetzt werden.
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Die
Herstellung silanmodifizierter Polyolefine durch Umsetzung von Polyethylen
mit ungesättigten Silanen ist seit langem bekannt. Schon
in
EP 0 004 034 B1 wird
eine Methode zur Vernetzung von Poly(α-Olefinen) mit Hilfe
von Silanverbindungen beschrieben, wobei möglichst hohe
Vernetzungsgrade erzielt werden sollen. Die Vernetzung erfolgt unmittelbar
nach dem Pfropfen und führt zu steifen, hochfesten Materialien
mit niedriger Versprödungstemperatur, wie sie z. B für
die Herstellung von Kabelummantelungen und oder Formkörpern
verwendet werden. Als Klebstoffe lassen sich die beschriebenen Polymere
nicht einsetzten. In der
US 4,412,042 wird
ein Verfahren zur Herstellung von durch Silanverknüpfungen
vernetzten Polyolefinen beschrieben, dessen vernetzte Produkte eine
hohe mechanische Festigkeit, eine verbesserte Verformbarkeit und
eine verminderte permanente prozentuale Dehnung aufweisen sollen.
Als Polyolefine werden Ethylencopolymere niedriger Dichte eingesetzt,
die mittels Gasphasenpolymerisation hergestellt wurden. Die erfindungsgemäßen Polymere
werden als Überzugsmaterialien zur Herstellung von Drähten
oder Kabeln sowie zur Herstellung von Formkörpern, Rohren,
Platten oder Folien verwendet. Als Klebstoffe lassen sich die beschriebenen
Polymere nicht einsetzten.
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In
der
DE 196 35 71 , der
DE 23 53 783 und der
DE 24 06 844 werden Verfahren
zur Vernetzung von Polyethylenpolymeren bzw. Ethylen-Mischpolymerisaten,
die geringe Mengen an Propen und/oder 1-Buten enthalten, beschrieben.
Zielprodukte sind vernetzte Formkörper auf Polyethylenbasis.
In der
DE 25 54 525 und der
DE 26 42 927 werden Verfahren
zur Herstellung von stranggepressten Produkten inkl. der Silanfunktionalisierung
eines Polymers, der Einarbeitung eines Silanol-Kondensationskatalysators
sowie der Formgebung und Vernetzung des Polymers, in einem Arbeitsschritt,
durch Verwendung eines Extruders beschrieben. Als Endanwendungen
werden Kabel, Rohre und Schläuche genannt. Mit den auf
diese Weise hergestellten Polymeren sind keine Verklebungen möglich,
auch ist die gesamte Weiterverarbeitung auf Grund der unmittelbar nach
der Modifizierung durchgeführten Vernetzung nur sehr eingeschränkt
möglich.
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Ebenfalls
seit langem bekannt, ist die Möglichkeit durch das Einführen
von Silangruppen in Polyolefine die Haftung auf funktionellen Oberflächen
wie z. B. Glas zu verbessern. So werden bereits in der
US 3,075,948 Pfropfpolymere bestehend
aus ungesättigten Silanmonomeren und festen Poly(alpha-Olefinen)
mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen beschrieben, die einen verbesserten
Wärmestand und eine gute Haftung auf Glass aufweisen sollen.
Bei der beschriebenen Modifikation handelt es sich entweder um eine
reine Oberfächenmodifizierung fester Polymerpartikel, Polymerscheiben
oder Polymerformteile, oder besonders bevorzugt um eine Lösungsmodifikation,
in der das Polymer zumindest teilweise angelöst wird, oder
um eine Schmelzmodifikation die allerdings nicht bevorzugt ist.
Die erhaltenen modifizierten Polymere werden für die Herstellung
von Formteilen und Behältern sowie als Beschichtung von
Glasbehältern eingesetzt, für den Einsatz als
Schmelzklebstoffe eignen sie sich auf Grund des vollständig
unterschiedlichen Anforderungsprofils (Schmelzviskosität,
Materialsteifigkeit im unvernetzten Zustand usw.) nicht.
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Auch
der Einsatz von amorphen Polyalpha-Olefinen) für die Silanvernetzung
ist bereits bekannt. So werden beispielsweise in der
EP 0 260 103 B1 amorphe
silanmodifizierte Polymere mit gesättigtem Kohlenstoff-Gerüst
und niedrigem Molekulargewicht beschrieben, die als Beschichtungsmittel
zum Schutz vor Witterungseinflüssen eingesetzt werden.
Als Beispiele für solche Polymere werden Copolymere von
Ethylen und/oder α-Olefinen genannt, insbesondere EPM und
EPDM. Die beschriebenen Basispolymere sind amorph und gummiartig
und weisen eine hohe Elastizität auf. Auf Grund ihres amorphen
Charakters ist die Wärmestandfestigkeit im unvernetzten
Zustand schlecht. Für die in der vorliegenden Anmeldung
beabsichtigten Anwendungen im Kleb- und Dichtstoffbereich sind die
Produkte nicht geeignet.
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In
der
DE 40 00 695 wird
die Verwendung weitgehend amorpher Poly(alpha-Olefine) in einem
Verfahren beschrieben, in welchem die APAOs mit einem Radikalspender
und optional zusätzlich pfropffähigen Monomeren
(z. B. Vinylsilanen) bei gleichzeitiger Scherbelastung umgesetzt
werden. Die erhaltenen Produkte eignen sich für den Einsatz
als Teppichbeschichtungsmassen oder als Schmelzklebstoffe. Die Polymere
sind durch einen relativ niedrigen Erweichungspunkt von 70 bis 140°C
gekennzeichnet. Der Wärmestand der unvernetzten Klebverbindung
ist auf Grund des niedrigen Erweichungspunktes schlecht, eine plastische
Verformbarkeit unterhalb des Erweichungspunktes im unvernetzten
Zustand ist nicht gegeben, so dass ihnen Anwendungsbereiche, z.
B. im Automobilbereich, in denen ein hoher Anfangswärmestand
gefordert ist sowie im Bereich Strukturverklebung und der Dichtmassen,
in denen eine plastische Verformbarkeit unmittelbar nach dem Füge-/Abkühlvorgang
gefordert wird, verschlossen bleiben.
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In
der
JP 2003-002930A werden
Pfropfpolymere aus amorphen Poly(α-Olefin)en, ungesättigten
Carbonsäuren und optional zusätzlich ungesättigten
aromatischen Substanzen (z. B. Styrol) hergestellt. Die verwendeten
Polyolefine sind amorph und weisen in DSC-Messungen keine Kristallinität > 1 J/g auf. Feuchtigkeitsvernetztende
Monomer-Systeme wie z. B. Vinyl-Silane werden nicht diskutiert,
die gepfropften Polyolefine weisen auf Grund der Eigenschaften ihres
Basispolymers und der verwendeten Pfropfmonomere nicht die gewünschten
Materialparameter auf, insbesondere sind sie zu weich und zeigen
eine zu geringe Zugfestigkeit. In der
WO 03/070786 werden ein Verfahren
zur Herstellung modifizierter Poly(1-buten)-Polymere, die daraus erhältlichen
modifizierten Poly(1-buten)-Polymere sowie eine die modifizierten
Poly(1-buten)-Polymere enthaltende Klebstoffzusammensetzung beschrieben.
Dabei weist das für die Modifikation verwendete Poly(1-buten)-Basispolymer
einen Schmelzpunkt im Bereich von 0 bis 100°C, einen Isotaktizitätsindex
von < 20% sowie eine
Polydispersität von < 4.0
auf. Als Pfropfmonomere werden ungesättigte Carbonsäuren,
Carbonsäureanhydride bzw. entsprechende Derivate wie Amide,
Ester usw. genannt. Vinylsilane werden nicht beschrieben. Die hergestellten
modifizierten Polymere sind auf Grund ihrer geringen Kristallinität
relativ weich und eher wachsartiger Natur, die geringe Polydispersität
führt zu Schwierigkeiten bei der Verarbeitung. Der niedrige Schmelzpunkt
bewirkt eine schlechte Wärmestandfestigkeit der Klebverbindungen.
Die Polymere sind nicht für die in der vorliegenden Anmeldung
beabsichtigten Anwendungen geeignet.
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In
der
WO 2006/069205 werden
modifizierte Polyolefine auf Basis von niederviskosen Polypropylenpolymeren
mit einem Propylenanteil von > 50
ma-% und hohem Anteil an isotaktischen Propylensequenzen beschrieben,
die u. a. auch über eine radikalischen Pfropfpolymerisation
hergestellt werden können. Aufgrund der Materialeigenschaften
der verwendeten Basispolymere sind die erhalten Produkte nicht für
die in der vorliegenden Anmeldung beabsichtigten Einsatzgebiete
geeignet.
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In
der
WO 2007/067243 werden
durch Carbonsäuren funktionalisierte Polypropylenpolymere
mit hohem bis sehr hohem Propylenanteil beschrieben. Feuchtigkeitsvernetzende
Systeme wie z. B. auf Basis von Silanen werden nicht beschrieben.
Auf Grund der verwendeten Basispolymere und der verwendeten Pfropfmonomere
sind die beschriebenen Produkte nicht für die in der vorliegenden
Anmeldung beabsichtigten Einsatzgebiete geeignet.
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In
der
WO 91/06580 werden
silanmodifizierte ungesättigte amorphe Polymere beschrieben,
die im vernetzten Zustand z. B. als Formkörper eingesetzt
werden können. Als weitere Anwendungsbeispiele für
die silanmodifizierten Polymere werden Klebstoffzusammensetzungen,
auch von Schmelzklebstoffen genannt. Als Beispiele für
ungesättigte Basis-Polymere werden gummiartige Polymere,
wie z. B. Styrol-Butadien-Blockcopolymere (SBS), Styrol-Isopren-Blockcopolymere
(SIS), Styrol-Butadien-Rubber (SBR), Nitril-Rubber, Polychloropren-Rubber
und Butyl-Rubber genannt. Alle genannten Basispolymere weisen eine
Gummielastizität (d. h. auch schlechte Verarbeitbarkeit)
bzw. andere negative Materialeigenschaften (wie z. B. schlechte
Wärmestandfestigkeiten) auf, die sie für Schmelzkleberanwendungen
ungeeignet machen.
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Der
Einsatz silanmodifizierter Polymere in Heißschmelzklebstoffen
ist ebenfalls bekannt. So wird beispielsweise in der
WO 89/11513 eine Klebstoffzusammensetzung
beschrieben, die mindestens ein silanmodifiziertes bzw. silangepfropftes
teilkristallines Polymer enthält. Als Basispolymere werden
dabei insbesondere Homo-, Co- und Terpolymere von C
2-6 α-Olefinen
sowie isotaktischer Polypropylenpolymere und Elends von Polypropylenen,
insbesondere wenn sie auch ataktisches Polypropylen enthalten, genannt.
Beim Pfropfen von isotaktischem Polypropylen (iPP) kommt es auf
Grund der molekularen Struktur des iPP zu einem extrem schnellen
und vollständigen Polymerabbau, wobei nur sehr geringe
Pfropfraten erzielt werden können. Die Pfropfprodukte weisen
zudem einen stark wachsartigen Charakter und keinerlei plastische
Verformbarkeit im unvernetzten Zustand auf. Ataktisches Polypropylen
hingegen weist von sich aus einen sehr niedrigen Erweichungspunkt
auf [siehe z. B.:
H.-G. Elias; Makromoleküle; Bd.
III; Wiley-VCH: Weinheim; 2001]. Die in der
WO 89/11513 beschriebene Verfahrensweise
führt zu einer Addition dieser Nachteile, und zu einer
sehr schlechten Produktperformance. Die Einstellung von Viskosität,
Schmelzverhalten und „Tack” der Klebzusammensetzung wird
ursächlich auf die Verwendung längerkettiger (≥ 3
Verbindungsatome zwischen Si-Atom und der Polymerkette) Silanmonomere
zurückgeführt, die zu einer „offeneren
Struktur” führen sollen. Die Verwendung von längerkettigen
Silanmonomeren ist in sofern nachteilig, als sie zu einer schwächeren
Vernetzung durch einen höheren Polymerisationsgrad der
Netzketten (d. h. der monomeren Grundeinheiten zwischen zwei Vernetzungsstellen)
führt, was sich zusätzlich nachteilig auf die
Materialeigenschaften des Pfropfpolymers auswirkt.
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In
der
DE 195 16 457 wird
eine vernetzbare Klebstoffzusammensetzung bestehend aus mindestens 50
ma-% eines silangepfropften Polyolefins und zusätzlich
eines carbonsäuregepfopften Polyolefins beschrieben. Als
Basispolymere für die Pfropfung werden Poyl(ethylen-co-vinylacetat),
Polypropylen, Polyethylen, Polyethylen-co-methacrylat) und Poly(ethylen-co-methacrylsäure)
genannt. Auf Grund der verwendeten Basispolymere und der verwendeten
Pfropfmonomere sind die beschriebenen Produkte nicht für
die gewünschten Einsatzgebiete geeignet.
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In
der
EP 1 508 579 werden
(Silan-)modifizierte kristalline Polyolefinwachse beschrieben. Die
verwendeten Wachse werden mittels Metallocenkatalyse hergestellt
und weisen einen hohen Propylenanteil auf. Aufgrund ihrer wachsartigen
Eigenschaften und den daraus resultierenden schlechten Klebeigenschaften
sind die beschriebenen Polymere für die beabsichtigten
Einsatzgebiete nicht geeignet. Eine plastische Verformbarkeit unterhalb
des Erweichungspunktes im unvernetzten Zustand gemäß den
vorliegenden Anforderungsbedingungen liegt nicht vor.
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In
der
WO 2007/001694 werden
Klebstoffzusammensetzungen beschrieben, die funktionalisierte Polymere
(z. B. silangepfropfte- oder Maleinsäureanhydrid-gepfropfte
Propylenpolymere) enthalten. Die Basispolymere werden mit Metallocenkatalysatoren
hergestellt. Die Basispolymere werden mit Metallocenkatalysatoren
hergestellt, und weisen nicht die erforderlichen Materialeigenschaften,
die beispielsweise für das erreichen hoher Funktionalisierungsraten
benötigt werden, auf.
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In
der
WO 2007/002177 werden
Klebstoffzusammensetzungen auf Basis von Poly(propylen)-random-Copolymeren
und funktionalisierten Polyolefincopolymeren und nicht funktionalisierten
Klebharzen beschrieben, wobei die Poly(propylen)-random-Copolymere
eine Schmelzenthalpie von 0,5 bis 70 J/g und einen Anteil isotaktischer
Propylentriaden von mindestens 75% (besonders bevorzugt > 90%) aufweisen, und
die verwendeten funktionalisierten (syndiotaktischen) Polymere einen
Gehalt an funktionellen Monomereinheiten von mindestens 0,1% aufweisen.
Die beschriebenen Poly(propylen)-random-Copolymeren werden bevorzugt durch
Metallocenkatalyse hergestellt, wobei die Polydispersität
einerseits mit 1,5 bis 40 angegeben wird, andererseits mit 1,8 bis
5. Der erstgenannte Bereich weist eine für Metallocen-katalysierte
Polymere unüblich weite Spannbreite auf, die auf eine multimodale
Molmassenverteilung und die gleichzeitige Anwesenheit mehrere Katalysatorspezies
hindeuten. In die gleiche Richtung deutet der angegebene Schmelzbereich
von 25 bis 105°C der mehrere Schmelzpeaks unterschiedlicher
Intensität aufweist, wobei die angegebene Grenze von 105°C
einen für Polypropylenpolymere, insbesondere für
isotaktische Polypropylenpolymere unüblich niedrigen Wert
aufweist. Die funktionalisierten Polyolefincopolymeren umfassen
funktionalisierte Poly(propylen)-random-Copolymere, syndiotaktische
Polypropylencopolymere und sogenannte isotaktisch-ataktische Polypropylen-Pfropfpolymere.
Als funktionelle Monomereinheiten werden insbesondere Maleinsäureanhydrid und
Glycidylmethacrylate aber auch diverse andere funktionelle Gruppen
wie z. B. Vinylsilane genannt. Basispolymere mit geringen bis mittleren
Anteilen an isotaktischen Propylensegementen werden nicht beschrieben. Aufgrund
des teilweise sehr hohen Anteils an isotaktischen Polypropyleneinheiten
(mit starker radikalischen Polymerabbau) stellt sich ein schlechtes
Verhältnis von Pfropfung/Funktionalisierung zu Kettenspaltung
ein. Die genannte Obergrenze für den Schmelzbereich sorgt
für eine niedrige Wärmestandfestigkeit der entsprechenden
Verklebungen. Die beschriebenen syndiotaktischen Polypropylenpolymere
sind zudem teuer und am Markt kaum verfügbar.
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In
der
WO 2007008765 wird
der Einsatz von niedrigviskosen silangepfropften Polyethylen-co-1-olefin)-Polymeren
als Klebrohstoff beschrieben. Die Polymere welche zur Modifizierung
eingesetzt werden weisen einen Ethylengehalt von mindestens 50 mol-%
Ethylen auf sowie bevorzugt eine Polydispersität von 1
bis 3,5, wobei die gesamte Bandbreite mit 1 bis 5 angegeben wird.
Sie zeigen eine niedrige Schmelzviskosität von minimal
2 000 und maximal 50 000 cP bei 177°C. Als 1-Olefin-Comonomere
werden zahlreiche höhere 1-Olefin wie z. B. 1-Hexen und
1-Octen aber auch einige verzweigte 1-Olefine wie z. B. 3-Methyl-1-penten
sowie diverse weitere Monomere, wie z. B. Diene, Styrol usw. genannt,
die die vorherige Anforderung „1-Olefin” nicht erfüllen,
und somit zu Polymeren mit vollständig unterschiedlichen
Materialeigenschaften führen. Insbesondere Dienpolymere
neigen beim Einsatz in peroxidischen Prozessen zur Vernetzung und
Ausbildung von Gelteilchen. Dies wird verstärkt durch die
erfindungsgemäße Anwesenheit von Vinylendgruppen
in den Basispolymeren. Die silangepfropften Polymere weisen sehr
niedrige Versagenstemperaturen von lediglich > 43°C (PAFT)) bzw. > 60°C (SAFT)
auf. Die Verwendung von Polyolefinen mit hohem Ethylenanteil bedeutet
zwangsläufig das Vorhanden sein von langen Ethylenblöcken
im Polymer. Dies wiederum führt zu schlechten Benetzungs-
und Haftungseigenschaften auf vielen Kunststoffoberflächen,
so dass sehr viele Verklebungsprobleme nicht optimal gelöst
werden können. Die ungepfropften Basispolymere weisen eine
relativ geringe Molmasse und Schmelzviskosität von maximal
50 000 cP bei 177°C auf. Bekannter Weise wird die Molmasse
(und damit auch die Schmelzviskosität) bei einer peroxidisch
induzierten Pfropfreaktion durch Kettenspaltung abgebaut. Erfindungsgemäße
Polymere mit hohen Funktionalisierungsraten weisen daher zwangsläufig
sehr niedrige Molmassen/Schmelzviskositäten auf, und sind
für viele Applikationsbereiche nicht geeignet. Bekannter
Maßen wird durch peroxidisch induzierte Pfropfreaktionen
ebenfalls die Polydispersität der verwendeten Polymere weiter
reduziert. Demzufolge weisen die modifizierten Polymere eine Polydispersität
von deutlich kleiner 3,5 auf, was zu diversen Nachteilen vor allem
bei den Verarbeitungseigenschaften führt. Die Verwendung
relativ niedermolekularer Basispolymere führt generell
zu eher geringen Funktionalisierungsraten. Ebenfalls beschrieben
werden Harzzusammensetzungen die bereits vernetzte Poly(ethylen-co-1-olefin)-Polymere
enthalten. Derartige gummiartige Bestandteile enthaltende Zusammensetzungen
sind für optisch anspruchsvolle Anwendungen nicht geeignet
(schlechte Oberflächenstruktur) und können außerdem
auf vielen im Klebstoffbereich üblichen Applikationsanlagen
(z. B. Schmelzesprühen) nicht verarbeitet werden (Verstopfung
der Applikationsdüsen). Die als Anwendung beschriebenen
Schmelzkleber weisen hauptsächlich niedrige Schmelzviskositäten
auf. Ebenfalls beschrieben wird der Einsatz von kristallinen und
teilkristallinen Poly(propylen-co-1-olefin)polymeren, die sich ebenfalls
für die Pfropfung eignen sollen. Diese weisen einen Propylengehalt
von mindestens 50 mol-% sowie bevorzugt ebenfalls eine Schmelzviskosität
von maximal 50 000 cP bei 177°C (vor der Pfropfung und
nach der Pfropfung) sowie eine Polydispersität von 1 bis
3,5 auf. Die Kristallinität wird mit maximal 2 bis 60%
(d. h. 3 bis 100 J/g) angegeben und liegt damit im Wesentlichen
im Bereich hoher Kristallinität. Dies wiederum bewirkt
eine schlechte Benetzung von, bzw. eine schlechte Adhäsion
auf Polyolefinoberflächen und schließt zahlreiche
Applikationsfelder aus.
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In
der
EP 0 827 994 wird
die Verwendung von silangepfropften amorphen Polyalpha-Olefinen)
als feuchtigkeitsvernetztender Klebrohstrohstoff oder Klebstoff
beschrieben. Als Basispolymere werden ataktisches Polypropylen (aPP),
ataktisches Poly(1-buten) oder vorzugsweise Co- bzw. Terpolymere
aus C
4-C
10 alpha-Olefinen
(0 bis 95 ma-%), Propen (5 bis 100 ma-%) und Ethylen (0 bis 20 ma-%)
eingesetzt. Das in den Beispielen dargestellte silanmodifizierte
APAO weist einen sehr niedrigen Erweichungspunkt von 98°C,
eine Nadelpenetration von 15·0,1 mm sowie eine Schmelzviskosität
von 6 000 mPa·s auf. Die verwendeten ataktischen Polyolefine
und APAOs mit niedriger Kristallinität führen
bei der Modifizierung zu Produkten, die im unvernetzten Zustand
eine geringe Erweichungstemperatur aufweisen, und daher für
viele Anwendungen nicht geeignet sind. Eine plastische Verformbarkeit
unterhalb des Erweichungspunktes im unvernetzten Zustand ist nicht
gegeben.
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Bezüglich
der Löslichkeit von Polypropylenpolymeren in aromatischen
Lösungsmitteln und Ethern gibt es zahlreiche Publikationen
in der wissenschaftlichen Literatur.
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Der
Anteil von xylollöslichen Bestandteilen liegt bei isotaktischem
Poly(propylen)-Homopolymer, welches durch Metallocenkatalyse gewonnen
wurde, üblicher Weise bei deutlich < 1 ma-%, bei random-Copolymeren mit
Ethylen werden je nach Ethylenanteil xylollösliche Anteile
von maximal 5 ma-% gefunden (W. Spaleck in: „Metallocene
based Polyolefins"; J. Scheirs, W. Kaminsky (Hrsg.); J.
Wiley & Sons;
Weinheim; 1999).
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Da
die Löslichkeit von Polypropylen sowohl vom Molekulargewicht
als auch von seiner Kristallinität abhängt, kann über
Lösungsversuche ein entsprechende Fraktionierung erfolgen
[A. Lehtinen; Macromol. Chem. Phys.; 195(1994); 1539ff].
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Es
ist seit langem bekannt, dass sich mittels Extraktion mit Ether
amorphe ataktische Anteile [J. Boor; „Ziegler-Natta
Catalysts and Polymerization"; Academic Press; New York;
1979] und niedermolekulare Anteile mit geringer Kristallinität
[G. Natta, I. Pasquon, A. Zambelli, G. Gatti; Makromol.
Chem.; 70 (1964); 191ff] aus Polypropylenpolymeren erhalten
lassen. Hoch kristalline isotaktische Polymere haben hingegen eine
sehr geringe Löslichkeit, sowohl in aliphatischen Lösungsmitteln
wie auch in Ethern und zwar auch bei erhöhter Temperatur
[B. A. Krentsel, Y. V. Kissin, V. I. Kleiner, L. L. Stotskaya; „Polymers
and Copolymers of higher 1-Olefins"; S. 19/20; Hanser Publ.;
München; 1997]. Die löslichen Polymeranteile
weisen im Allgemeinen keine bzw. nur eine sehr geringe Kristallinität
auf, und zeigen keinen Schmelzpunkt [Y. V. Kissin; „Isospecific
polymerization of olefins"; Springer Verlag; New York;
1985]. In Tetrahydrofuran lösliche Polypropylenoligomere
weisen sehr geringe zahlenmittlere Molmassen von deutlich kleiner
als 1.500 g/mol auf [H. El Mansouri, N. Yagoubi, D. Scholler,
A. Feigenbaum, D. Ferrier; J. Appl. Polym. Sci.; 71 (1999); 371ff].
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Es
bestand somit ein Bedarf an funktionalisierten Polyolefinen, mit
verbesserten Materialeigenschaften, insbesondere an solchen Polyolefinen,
die im unvernetzten Zustand einen hohen Erweichungspunkt, gute Klebeigenschaften,
insbesondere auf Glas, Holz, unbehandeltem Polyethylen und unbehandeltem
Polypropylen sowie (im unvernetzten Zustand) eine hohe plastische
Verformbarkeit auch unterhalb ihres Erweichungspunktes aufweisen,
und durch einen hohen Funktionalisierungsgrad nach einer Vernetzung
eine sehr gute Materialkohäsion (Zugfestigkeit) besitzen. Überraschenderweise
wurde gefunden, dass Polyolefine gemäß der vorliegenden
Erfindung das komplexe Anforderungsprofil erfüllen und
somit insbesondere zum Einsatz in oder als Klebstoff geeignet sind.
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Demgemäß sind
ein erster Gegenstand der vorliegenden Erfindung modifizierte Polyolefine,
basierend auf mindestens einem Basispolyolefin, welches vorzugsweise
ausgewählt ist aus Polyethylen-co-propylen), Poly(propylen-co-1-buten)
und Polyethylen-co-propylen-co-1-buten), mit einem durch 13C-NMR-Spektroskopie bestimmten Gehalt an
Propylen zwischen 50 und 90 ma-% und mit einem durch 13C-NMR-Spektroskopie bestimmten
Gehalt an isotaktischen Poly(propylen)-Triaden von mindestens 40
ma-% und maximal 80 ma-%, bezogen auf die insgesamt detektierten
Propylentriaden, wobei das Basispolyolefin eine Löslichkeit
in Xylol (d. h. der Anteil der Polymerprobe, der sich in einem standardisierten
Lösungsversuch in Xylol löst) bei Raumtemperatur
von weniger als 96 ma-% und eine Löslichkeit in THF (d.
h. der Anteil der Polymerprobe, der sich in einem standardisierten
Lösungsversuch in Tetrahydrofuran löst) bei Raumtemperatur
von mindestens 10 ma-% und maximal 62 ma-% aufweisen, wobei auf
die Basispolyolefine (bzw. das Basispolyolefin) ein oder mehrere
Silane aufgepfropft sind. In einer weiteren Ausführungsform
können die erfindungsgemäßen modifizierten
Polyolefine auf Mischungen der oben genannten Basispolyolefine mit
kristallinen oder teilkristallinen Poly(propylen)polymeren basieren,
das heißt auf die oben genannten Basispolyolefine und die
kristallinen oder teilkristallinen Poly(propylen)polymere sind die
ein oder mehreren Silane aufgepfropft.
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Die
erfindungsgemäßen, speziell ausgewählten
Polyolefine eignen sich insbesondere und bevorzugt zur Herstellung
von Verklebungen und zeigen dort gegenüber den bekannten
Polymeren entscheidende Vorteile. So weisen die Polyolefine gemäß der
vorliegenden Erfindung bei der Applikation sowohl im unvernetzten als
auch im vernetzten Zustand höhere Erweichungspunkte und
damit eine höhere Wärmestandfestigkeit sowie auch
unterhalb ihres Erweichungspunktes eine plastische Verformbarkeit
im unvernetzten Zustand auf. Durch einen hohen Pfropfgrad wird nach
der Vernetzung eine hohe Materialkohäsion erzielt, was
erstmals eine Kombination aus plastischer Verformbarkeit im erkalteten
unvernetzten Zustand und hohem Kohäsionswert im erkalteten
vernetzten Zustand ermöglicht. Dadurch dass die erfindungsgemäßen
Polymere bereits im unvernetzten Zustand eine hohe Erweichungstemperatur
aufweisen, können sie in Verklebungen eingesetzt werden, die
bereits unmittelbar nach dem physikalischen Härten (Abkühlen)
hohe thermische Belastungen aushalten – d. h. einen hohen
Wärmestand aufweisen – müssen. Die hohe
Funktionalisierung ermöglicht zusätzlich eine verbesserte
Anbindung an funktionelle Oberflächen (z. B. OH-Gruppen
von Glas, Holz usw.).
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Wesentlich
für die positiven Eigenschaften der erfindungsgemäßen
Polyolefine ist/sind die spezielle Zusammensetzung bzw. die speziellen
Materialeigenschaften des eingesetzten Basispolymers und/oder der eingesetzten
Basispolymermischung. Diese(s) enthält zwischen 50 und
90 ma-% Propylen, bevorzugt 52 bis 85 ma-%, besonders bevorzugt
55 bis 80 ma-% und insbesondere bevorzugt 57 bis 75 ma-%, wobei
der durch 13CNMR-Spektroskopie bestimmte
Gehalt an isotaktischen Poly(propylen)triaden bei mindestens 40
ma-%, bevorzugt bei mindestens 50 ma-%, besonders bevorzugt zwischen
52 und 80 ma-% und insbesondere bevorzugt zwischen 53 und 75 ma-%
bezogen auf die insgesamt detektierten Propylentriaden liegt. Der
(ebenfalls durch 13C-NMR-Spektroskopie bestimmte)
Gesamtgehalt an Propylentriaden im erfindungsgemäßen
Basispolymer (bzw. der Basispolymermischung) liegt bei mindestens
40 ma-%, bevorzugt mindestens 43 ma-%, besonders bevorzugt zwischen
45 und 80 ma-% und insbesondere bevorzugt zwischen 47 und 78 ma-%
bezogen auf den detektierten Propylenanteil des Polymers.
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Der
Einsatz einer Polymermischung aus einem oder mehreren erfindungsgemäßen
Polyolefinen und/oder weiteren teilkristallinen und/oder kristallinen
Propylenpolymeren ist dann vorteilhaft, wenn aus anwendungstechnischen
Gründen eine Feinjustierung bestimmter Materialeigenschaften
des Basispolymers wie z. B. der Nadelpenetration notwendig ist,
oder besondere Konfektionierungsformen (z. B. Pulver) angestrebt werden.
So lässt sich beispielsweise die Nadelpenetration des Basispolymers
durch Zugabe eines kristallinen Polyolefinwachses verringern. Generell
sind bei der Verwendung von Polymermischungen zur Modifizierung die
kristallinen Polypropylenpolymere auf einen Anteil von maximal 20
ma-%, bevorzugt maximal 18 ma-%, besonders bevorzugt maximal 16
ma-% und insbesondere bevorzugt maximal 15 ma-% begrenzt, so dass
die dominierenden Materialeigenschaften des unmodifizierten und
des modifizierten Polymerblends ursächlich mit den Materialeigenschaften
des verwendeten erfindungsgemäßen teikristallinen
Polypropylenpolymers korrelieren. Als Blendpartner kommen generell
alle propylenbasierten Polyolefine, alle Polyolefinwachse und alle weiteren
Polyolefinpolymere in Betracht, die mit den erfindungsgemäßen
teilkristallinen unmodifizierten Polypropylenpolymeren (Basispolymere)
makroskopisch mischbar sind. Ein wichtiges Merkmal der erfindungsgemäßen
Basispolymere ist, dass – unabhängig davon, ob
ein einzelnes Polymer oder eine Polymermischung eingesetzt wird-
die durch Hochtemperatur-Gelpermeationschromatographie (ht-GPC)
bestimmte Molmassenverteilungskurve des/der Basispolymere(e) besonders
bevorzugt einen monomodalen Verlauf zeigt. Dies ist deshalb besonders
vorteilhaft, weil so Produkte mit definiertem Aufschmelz- und Abbindeverhalten
hergestellt werden können.
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Durch
den erfindungsgemäßen Anteil an isotaktischen
Polypropylenkettenelementen wird die hohe Erweichungstemperatur
sowohl des Basispolymers als auch des unvernetzten Pfropfpolymers
erzielt, durch den erfindungsgemäßen Anteil an
Propylentriaden wird während der Pfropfpolymerisation „in
situ” ein polymeres Plastifizierungsmittel gebildet, welches
die plastische Verformbarkeit der erfindungsgemäßen
Polymere bzw. Polymermischungen auch unterhalb der Erweichungstemperatur
im unvernetzten Zustand ermöglicht. Gleichzeitig wird über
die Begrenzung des Propylenanteils ein Polymer zur Verfügung
gestellt, welches in ausreichender Weise resistent gegenüber
der β-Scission (Kettenspaltung nach Wasserstoffabstraktion)
ist, und so zu einem Pfropfpolymer mit ausreichender Molmasse und
hohen Pfropfraten führt.
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Der
Gehalt an Comonomer ergibt sich für die erfindungsgemäßen
Polymere als 100 ma-% minus Propylengehalt, wobei sowohl ein als
auch zwei Comonomere verwendet werden können. Vorzugsweise
enthalten die erfindungsgemäßen Polymere als Olefinmonomere
neben Propylen auch Ethylen und/oder 1-Buten.
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In
einer besonders bevorzugten Ausführungsform handelt es
sich bei dem Basispolymer um ein Poly(ethylen-co-propylen) mit einem
Ethylengehalt von mindestens 10 ma-% bevorzugt von mindestens 12 ma-%,
besonders bevorzugt von 14 bis 20 ma-% und insbesondere bevorzugt
von 15 bis 19 ma-%. Diese Monomerkombination hat den Vorteil, dass
sich über den Ethylenanteil die Materialeigenschaften des
verwendeten Basispolymers besonders gut steuern lassen, da schon
geringe Ethylenanteile zu einer effektiven Störung der
Kristallinität der Propylenkettenelemente führen,
was die Herstellung von Basispolymeren mit höherer Flexibilität
ermöglicht.
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In
einer weiteren, besonders bevorzugten Ausführungsform handelt
es sich bei dem Basispolymer um ein Poly(propylen-co-1-buten) mit
einem 1-Butengehalt von mindestens 15 ma-% bevorzugt von mindestens 17
ma-%, besonders bevorzugt von 17 bis 50 ma-% und insbesondere bevorzugt
von 18 bis 40 ma-%. Diese Monomerkombination hat der Vorteil, dass über
den 1-Butenanteil des verwendeten Basispolymers eine sehr effektive
Steuerung der Tieftemperatureigenschaften des modifizierten Polymers
erfolgen kann, insbesondere sind tiefe Glasübergangstemperaturen
nur durch einen bestimmten 1-Butengehalt zu realisieren. Hinzu kommt,
dass auch weitere Materialeigenschaften wie z. B. die Reißdehnung
im unvernetzten Zustand durch das Comonomer 1-Buten positiv beeinflusst
werden können. In einer besonderen bevorzugten Ausführungsform
ist das Basispolymer ein Poly(ethylen-co-propylen-co-1-buten)-terpolymer.
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In
einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform handelt
es sich bei dem Basispolymer um ein Poly(ethylen-co-propylen-co-1-buten)
mit einem kombinierten Gehalt an Ethylen und 1-Buten von mindestens
10 ma-%, bevorzugt mindestens 12 ma-%, besonders bevorzugt zwischen
15 und 50 ma-% und insbesondere bevorzugt zwischen 17 und 45 ma-%,
wobei weitere besonders bevorzugte Ausführungsformen einen kombinierten
Gehalt an Ethylen und 1-Buten von 22 bis 37 ma-% bzw. 37 bis 43
ma-% aufweisen. Die eingesetzten unmodifizierten (ungepfropften)
Basispolymere bzw. ihre Mischungen mit teilkristallinen und/oder
kristallinen Propylenpolymeren zeichnen sich dadurch aus, dass ihre
Löslichkeit in Xylol (d. h. der Anteil der Polymerprobe,
welcher in einem standardisierten Lösungsversuch in Xylol
löslich ist) bei Raumtemperatur bei weniger als 96 ma-%,
bevorzugt bei maximal 95,5 ma-%, besonders bevorzugt bei maximal
95 ma-% und insbesondere bevorzugt bei maximal 94,5 ma-% liegt.
Dies hat den Vorteil, dass die erfindungsgemäßen
Polymere bzw. Polymermischungen ein ausgewogenes Verhältnis
aus kristallinen, teilkristallinen und nichtkristallinen Polymeranteilen
enthalten, die die besonderen Materialeigenschaften des erfindungsgemäßen
modifizierten Polymers erst ermöglichen.
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Die
eingesetzten unmodifizierten (ungepfropften) Basispolymere bzw.
ihre Mischungen mit teilkristallinen und/oder kristallinen Propylenpolymeren
zeichnen sich dadurch aus, dass ihre Löslichkeit in Tetrahydrofuran
(THF) (d. h. der Anteil der Polymerprobe, welcher in einem standardisierten
Lösungsversuch in Tetrahydrofuran löslich ist)
bei Raumtemperatur bei mindestens 10 ma-%, bevorzugt bei mindestens
11 ma-%, besonders bevorzugt zwischen 12 und 62 ma-% und insbesondere
bevorzugt zwischen 13 und 60 ma-% liegt, wobei weitere besondere
Ausführungsformen einen bei Raumtemperatur THF-löslichen
Polymeranteil zwischen 10 und 18 ma-% bzw. zwischen 22 und 38 ma-%
aufweisen. Dies hat den Vorteil, dass die erfindungsgemäßen Polymere
bzw. Polymermischungen eine ausreichende Menge an ataktischen Polymeranteilen
sowie an Polymermolekülen mit niedriger bis mittlerer Kettenlänge
enthalten, was für die Flexibilität des erfindungsgemäßen modifizierten
Polymers und seine Adhäsion auch vielen Polymersubstraten
wichtig ist.
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Die
eingesetzten unmodifizierten (ungepfropften) Basispolymere zeichnen
sich dadurch aus, dass ihre durch Oszillationsrheometrie bei einer
Schergeschwindigkeit von 1 Hz und einer Deformation von maximal
1% bestimmte Schmelzviskosität bei 190°C 50 000
bis 3 000 000 mPa·s, vorzugsweise 75 000 bis 1 500 000 mPa·s,
besonders bevorzugt 90 000 bis 1 000 000 mPa·s und insbesondere
bevorzugt 100 000 bis 750 000 mPa·s beträgt, wobei
des Weiteren die Bereiche von 100 000 bis 200 000 mPa·s,
von 175 000 bis 290 000 mPa·s, von 300 000 bis 450 000
mPa·s sowie von 400 000 bis 720 000 mPa·s insbesondere
bevorzugt sind.
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Der
Erweichungspunkt der unmodifizierten (ungepfropften) Basispolymere,
gemessen mittels Ring & Kugel-Methode,
beträgt 140 bis 170°C, bevorzugt 143 bis 168°C,
besonders bevorzugt 145 bis 166°C und insbesondere bevorzugt
von 148 bis 165°C.
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Die
Nadelpenetration der unmodifizierten (ungepfropften) Basispolymere
beträgt mindestens 10·0,1 mm, bevorzugt mindestens
13·0,1 mm, besonders bevorzugt zwischen 13 und 35·0,1
mm und insbesondere bevorzugt zwischen 14 und 33·0,1 mm,
wobei des Weiteren die Bereiche von 15 bis 19·0,1 mm, von
17 bis 25·0,1 mm und von 21 bis 35·0,1 mm insbesondere
bevorzugt sind.
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Die
durch DSC bestimmte Glasübergangstemperatur der unmodifizierten
(ungepfropften) Basispolymere beträgt maximal –20°C,
bevorzugt maximal –23°C, besonders bevorzugt maximal –25°C
und insbesondere bevorzugt weniger als –30°C.
Die erfindungsgemäßen Polymere eignen sich demnach
auch für den Einsatz bei sehr niedrigen Temperaturen und
weisen insbesondere eine gute Tieftemperaturflexibilität
auf, was sie z. B. von entsprechenden Polymeren mit hohem bis sehr
hohem Propylengehalt (Tg > –10°C)
unterscheidet.
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Auf
die oben genannten Basispolymere bzw. Mischungen aus den erfindungsgemäßen
Basispolymeren und weiteren teilkristallinen bzw. kristallinen Propylenpolymeren
sind bei den erfindungsgemäßen Polyolefinen ein
oder mehrere Silane aufgepfropft. Das aufzupfropfende Silan besitzt
vorzugsweise olefinische Doppelbindungen sowie eine bis drei direkt
mit dem Siliciumatom verbundene Alkoxygruppen. Insbesondere sind die
ein oder mehreren Silane ausgewählt aus der Gruppe umfassend
Vinyltrimethoxysilan (VTMO), Vinyltriethoxysilan, Vinyl-tris(2-methoxy-ethoxy)silan,
-3Methacryloxypropyltrimethoxysilan (MEMO; H2C=C(CH3)COO(CH2)3-Si(OCH3)3), 3-Methacryloxypropyltriethoxysilan, Vinyldimethylmethoxysilan
und/oder Vinylmethyldibutoxysilan. Ganz besonders bevorzugt ist
das Silan Vinyltrimethoxysilan. Über die Verwendung unterschiedlicher
Silanmonomere können die Materialeigenschaften der erfindungsgemäßen
modifizierten Polyolefine exakt an die jeweiligen Anforderungen
der vorliegenden Anwendung angepasst werden. So lassen sich z. B.
die Vernetzungsgeschwindigkeit und die Verträglichkeit
gegenüber anderen Polymeren (wie z. B. Formulierungsbestandteilen)
variieren.
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Die
mit den Silanen modifizierten Polymere weisen besondere Eigenschaften
auf, die bei deren Einsatz zu den oben genannten Vorteilen führen.
So beträgt die Schmelzviskosität des erfindungsgemäßen
modifizierten (gepfropften) Polyolefins bzw. der erfindungsgemäß modifizierten
Polyolefinmischung im unvernetzten Zustand, bestimmt mit Oszillationsrheometrie
bei 1 Hz und einer Deformation von maximal 1% bei 190°C 1
000 bis 50 000 mPa·s, vorzugsweise 2 000 bis 45 000 mPa·s,
besonders bevorzugt 2 500 bis 40 000 mPa·s und insbesondere
bevorzugt 3 000 bis 30 000 mPa·s. Es werden somit modifizierte
Polyolefine zur Verfügung gestellt, die sich auf Grund
ihrer variablen Schmelzviskosität im unvernetzten Zustand
für die unterschiedlichsten Applikationsverfahren eignen,
und dementsprechend auch in unterschiedlichsten Anwendungsbereichen (z.
B. Schmelzklebstoffe, Dichtmassen, Formmassen, Primer usw.) zum
Einsatz kommen können. Der Erweichungspunkt des unvernetzten
erfindungsgemäßen modifizierten (gepfropften)
Polyolefins, gemessen mittels Ring & Kugel-Methode, beträgt
140 bis 170°C, bevorzugt 145 bis 168°C, besonders
bevorzugt 147 bis 166°C und insbesondere bevorzugt 150
bis 165°C. Es werden somit modifizierte Polyolefine zur
Verfügung gestellt, die im Vergleich mit den bisher bekannten
modifizierten Polymeren einen hohen Erweichungspunkt aufweisen, und
somit auch im unvernetzten Zustand zu einer hohen Wärmestandfestigkeit
einer unter Verwendung der erfindungsgemäßen modifizierten
Polyolefine hergestellten Verklebung führen. Die Nadelpenetration
des unvernetzten erfindungsgemäßen modifizierten
Polyolefins beträgt mindestens 18·0,1 mm, bevorzugt
mindestens 20·0,1 mm, besonders bevorzugt zwischen 22 und
40·0,1 mm und insbesondere bevorzugt zwischen 24 und 38·0,1
mm. Es werden somit modifizierte Polyolefine zur Verfügung
gestellt, die im unvernetzten Zustand materialseitig die Voraussetzungen
für eine plastische Deformation mitbringen. Die Zugfestigkeit
der erfindungsgemäßen modifizierten Polyolefine
liegt (ohne weitere Zusätze) im unvernetzten Zustand bei
maximal 2 MPa, bevorzugt maximal 1,9 MPa, besonders bevorzugt maximal
1,8 MPa und insbesondere bevorzugt zwischen 0,5 und 1,75 MPa. Dadurch
wird insbesondere eine Grundkohäsion sowie die plastische
Verformbarkeit im unvernetzten Zustand gewährleistet. Die
im Zugversuch ermittelte Reißdehnung der erfindungsgemäßen, modifizierten
Polyolefine liegt (ohne weitere Zusätze) im unvernetzten
Zustand bei mindestens 75%, und vorzugsweise bei maximal 600%, bevorzugt
bei maximal 575%, besonders bevorzugt bei maximal 550% und insbesondere
bevorzugt zwischen 75 und 525%. Dadurch werden modifizierte Polyolefine
zur Verfügung gestellt, die über ein ausreichendes
Maß an Flexibilität verfügen, bei denen
aber gleichzeitig im unvernetzten Zustand die plastischen Materialeigenschaften
dominieren.
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Ohne
weitere Zusätze und nach einer Lagerdauer der Norm-Prüfkörper
von 40 Tagen im Klimaschrank bei 20°C und 65% relativer
Luftfeuchte liegt die Zugfestigkeit der erfindungsgemäßen
modifizierten Polyolefine im vernetzten Zustand um mindestens 50%
höher als im unvernetzten Zustand, bevorzugt um mindestens 100%,
besonders bevorzugt um mindestens 125% und insbesondere bevorzugt
um mindestens 150%, wobei als Zugfestigkeit ein Wert von mindestens
1,75 MPa, bevorzugt von mindestens 2,0 MPa, besonders bevorzugt von
mindestens 2,25 MPa und insbesondere bevorzugt von mindestens 2,35
MPa erreicht wird. In einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform
liegt die Zugfestigkeit der erfindungsgemäßen
modifizierten Polyolefine (ohne weitere Zusätze) im vernetzten
Zustand nach einer Lagerdauer des Normprüfkörpers
von 40 Tagen im Klimaschrank bei 20°C und 65% relativer
Luftfeuchte bei mindestens 3,5 MPa. Es werden somit modifizierte
Polyolefine zur Verfügung gestellt, die auf Grund ihrer
spezifischen Materialcharakteristika (wie z. B. einem sehr hohen
Pfropfgrad) im unvernetzten Zustand auch unterhalb ihres Erweichungspunktes
plastisch verformbar sind, und gleichzeitig durch Vernetzung der
reaktiven Gruppen zu Verbindungen mit sehr hoher Festigkeit aushärten
können. Ohne weitere Zusätze und nach einer Lagerdauer
von 40 Tagen im Klimaschrank bei 20°C und 65% relativer
Luftfeuchte liegt die im Zugversuch ermittelte Reißdehnung
der erfindungsgemäßen modifizierten Polyolefine
(Norm-Prüfkörper) im vernetzten Zustand bei maximal
700%, bevorzugt bei maximal 600%, besonders bevorzugt zwischen 75
und 550% und insbesondere bevorzugt zwischen 100 und 500%, wobei
weitere besonders bevorzugte Bereiche zwischen 125 und 325%, zwischen
330 und 400% und zwischen 410 und 490% liegen. Die erfindungsgemäßen
Polymere weisen also trotz der bei Lagerung eintretenden Vernetzung
und der damit verbundenen Erhöhung der Materialkohäsion
(siehe Zugfestigkeit) auch nach der Vernetzung eine hohe Flexibilität
auf. Eine Besonderheit der erfindungsgemäßen Polymere
ist, dass die Reißdehnung je nach Polymerzusammensetzung
des verwendeten erfindungsgemäßen teilkristallinen
Polyolefins bzw. je nach verwendetem Pfropfmonomer mit zunehmender
Vernetzung sowohl zu- als auch abnehmen kann, so dass hier eine
individuelle Anpassung an die anwendungstechnischen Gegebenheiten
möglich ist. Die erfindungsgemäßen modifizierten
Polyolefine weisen (nach vollständiger Abtrennung von unreagiertem Restmonomer)
einen durch RFA-Spektroskopie (Röntgenfluoreszenzspektroskopie)
bestimmten Siliziumgehalt von mindestens 0,3 ma-%, bevorzugt von
mindestens 0,35 ma-%, besonders bevorzugt von mindestens 0,4 ma-%
und insbesondere bevorzugt von 0,45 bis 2 ma-% auf, wobei weitere
besonders bevorzugte Bereiche zwischen 0,4 und 0,85 ma-%, zwischen
0,7 und 1,25 ma-%, zwischen 0,95 und 1,55 ma-% sowie zwischen 1,35
und 1,85 ma-% liegen.
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Polyolefine
mit den genannten bevorzugten Eigenschaften eignen sich in ganz
besonderer Weise für Verklebungen, insbesondere für
den Einsatz als oder in Heißschmelzklebstoffen und zeigen
vorteilhafte Eigenschaften gegenüber bekannten Systemen.
Dies gilt insbesondere für ihre ausgezeichnete Haftung
auf unbehandelten Polyolefinen, insbesondere auf unbehandeltem Polypropylen
sowie Papier/Pappe, Holz, Glas und oder Metallen, insbesondere Aluminium.
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Ein
weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind Verfahren zur Herstellung
eines erfindungsgemäßen modifizierten Polyolefins,
wobei mindestens ein Basispolyolefin mit einem durch 13C-NMR-Spektroskopie
bestimmten Gehalt an Propylen von mindestens 50 ma-% und maximal
90 ma-% und mit einem durch 13C-NMR-Spektroskopie
bestimmten Gehalt an isotaktischen Poly(propylen)Triaden von mindestens
40 ma-% und maximal 80 ma-%, bezogen auf die insgesamt detektierten
Propylentriaden sowie einer Löslichkeit in Xylol (d. h.
der Anteil der Polymerprobe, welcher in einem standardisierten Lösungsversuch
in Xylol löslich ist) bei Raumtemperatur von weniger als
96 ma-% und in THF (d. h. der Anteil der Polymerprobe, welcher in
einem standardisierten Lösungsversuch in Tetrahydrofuran
löslich ist) bei Raumtemperatur von mindestens 10 ma-% und
maximal 62 ma-%, mit mindestens einem Radikalstarter und einem oder
mehreren Silanen in Kontakt gebracht wird, woraufhin eine Pfropfreaktion
der ein oder mehreren Silane auf das mindestens eine Basispolyolefin
stattfindet.) Zur Herstellung der alternativen Ausführungsform
umfassend Mischungen der mindestens ein oben genannten Basispolyolefine
mit kristallinen oder teilkristallinen Poly(propylen)polymeren,
werden die genannten Mischungen gleichbedeutend in dem oben genannten
Verfahren eingesetzt.
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Die
Herstellung des erfindungsgemäßen Basispolymers
erfolgt durch Polymerisation der genannten Monomere in den genannten
Mengen.
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Die
erfindungsgemäßen Polymere sind beispielsweise
durch Polymerisation von Propylen wahlweise mit Ethylen und/oder
1-Buten mit einem TiCl3·(AlCl3)n-Mischkatalysator
(n = 0,2 bis 0,5) erhältlich, wobei eine Trialkylaluminiumverbindung
als Cokatalysator eingesetzt wird. Das Monomer Ethen wird gasförmig
eingesetzt, während die Monomere Propen und 1-Buten sowohl
gasförmig als auch flüssig eingesetzt werden können.
Als Molmassenregler kann beispielsweise gasförmiger Wasserstoff
verwendet werden. Die Polymerisation wird bevorzugt in einem inerten
Lösungsmittel durchgeführt, welches z. B. aus
der Gruppe der aliphatischen Kohlenwasserstoffe ausgewählt
ist. Eine Polymerisation im vorgelegten Monomer ist ebenfalls möglich.
Die Polymerisation wird entweder in einem Rührkessel oder
in einer Rührkesselkaskade durchgeführt. Die erfindungsgemäßen
Polymerisate können dem Stand der Technik entsprechend
entweder in Form ihrer Reaktionslösung oder zu einem späteren
Zeitpunkt chemisch stabilisiert werden, um sie vor dem schädigenden
Einfluss z. B. von Sonneneinstrahlung, Luftfeuchtigkeit und Sauerstoff
zu schützen. Dabei können beispielsweise Stabilisatoren,
die gehinderte Amine (HALS-Stabilisatoren), gehinderte Phenole,
Phosphite und/oder aromatische Amine (wie z. B. Tetrakis(methylen-(3,5-ditertbutyl-4-hydroxy)hydrocinnamat)
und/oder 2,4,8,10-Tetraoxa-3,9-diphosphaspiro-3,9.bis(octadecyloxy)[5,5]undecan)
enthalten, zum Einsatz kommen. Besonders bevorzugt werden solche
Stabilisatoren eingesetzt, die nur eine hydrolytisch aktive Endgruppe
enthalten. Die wirksame Menge an Stabilisatoren liegt dabei im Bereich
von 0,1 bis 2 Gew.-%, bezogen auf das Polymer.
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Geeignete
Silane zur Pfropfung sind vorab bei der Beschreibung der Olefine
genannt, vorzugsweise handelt es sich um jene aus der Gruppe umfassend
Vinyltrimethoxysilan, Vinyltriethoxysilan, Vinyl-tris(2-methoxy-ethoxy-)silan,
3-Methacryloxypropyltrimethoxysilan, 3-Methacryloxypropyltriethoxysilan,
Vinyldimethylethoxysilan und/oder Vinylmethyldibutoxysilan, insbesondere
Vinyltrimethoxysilan. Das Silan wird bei der Pfropfung üblicherweise
in Mengen von 0,1 bis 20 Gew.-%, vorzugsweise 0,5 bis 17 Gew.-%,
besonders bevorzugt von 0,75 bis 15 Gew.-% und insbesondere bevorzugt
von 1 bis 14 Gew.-%, bezogen auf das Basispolymer, eingesetzt, wobei
weitere besonders bevorzugte Bereiche zwischen 0,75 und 3,5 Gew.-%,
zwischen 3,0 und 8,5 Gew.-%, zwischen 7,5 und 10,75 Gew.-% und zwischen
10,0 und 13,75 Gew.-% liegen.
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Die
ein oder mehreren Silane können auf das Basispolymer nach
allen Methoden des Standes der Technik aufgepfropft werden, beispielsweise
in Lösung oder bevorzugt in der Schmelze, wobei ein oder
mehrere Radikalspender in ausreichender Menge eingesetzt werden.
Eine geeignete Arbeitsweise kann der
DE-OS
40 00 695 entnommen werden, auf die ausdrücklich
Bezug genommen wird. Beispielsweise können folgende Radikalspender
verwendet werden: Diacylperoxide wie z. B. Dilaurylperoxid oder
Didecanoylperoxid, Alkylperester wie z. B. tert-Butylperoxy-2-ethylhexanoat,
Perketale wie z. B. 1,1-Di(tert-butylperoxy)-3,3,5-trimethylcyclohexan
oder 1,1-Di(tert-butylperoxy)cyclohexan, Dialkylperoxide wie z.
B. tert-Butylcumylperoxid, Di(tert.butyl)peroxid oder Dicumylperoxid,
C-Radikalspender wie z. B. 3,4-Dimethyl-3,4-diphenylhexan oder 2,3-Dimethyl-2,3-diphenylbutan
sowie Azoverbindungen wie z. B. 2,2'-Azo-di(2-acetoxypropan). Das
Aufpfropfen erfolgt insbesondere bei einer Temperatur von 30 bis
250°C.
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In
einer besonderen Ausführungsform handelt es sich um ein
Lösungsverfahren, wobei aliphatische und/oder aromatische
Kohlenwasserstoffe sowie cyclische Ether als Lösungsmittel
eingesetzt werden können. Besonders bevorzugt wird als
Lösungsmittel mindestens ein aromatischer Kohlenwasserstoff
eingesetzt. Geeignete aromatische Kohlenwasserstoffe sind insbesondere
Trichlorbenzol, Dichlorbenzol, Toluol und Xylol, besonders bevorzugt
wird Xylol eingesetzt. Besonders bevorzugte aliphatische Kohlenwasserstoffe
sind beispielsweise Propan, n-Butan, Hexan, Heptan, Cyclohexan und
Octan. Besonders bevorzugter cyclischer Ether ist Tetrahydrofuran
(THF).
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Werden
Ether, insbesondere cyclische Ether als Lösungsmittel verwendet,
so müssen der verwendete Initiator sowie die Reaktionsbedingungen
mit besondere Sorgfalt ausgewählt werden, um die Bildung
von explosiven Peroxiden der verwendeten Ether zu unterbinden bzw.
zu kontrollieren. Insbesondere ist der zusätzliche Einsatz
spezieller Inhibitoren (z. B. IONOL) zu erwägen.
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Im
Fall eines Pfropfprozesses in Lösung liegt die Konzentration
des eingesetzten Basispolymers bei mindestens 10 ma-%, bevorzugt
bei mindestens 15 ma-%, besonders bevorzugt bei mindestens 20 ma-%
und insbesondere bevorzugt bei mindestens 22,5 ma-%. Die Reaktionstemperatur
des Pfropfprozesses in Lösung liegt bei 30 bis 200°C,
bevorzugt bei 40 bis 190°C, besonders bevorzugt bei 50
bis 180°C und insbesondere bevorzugt bei 55 bis 140°C.
Die Lösungspfropfung erfolgt entweder in diskontinuierlicher
oder in kontinuierlicher Weise. Im Fall einer diskontinuierlichen
Reaktionsführung wird zunächst das feste Polymer
(z. B. als Granulat, Pulver usw.) im verwendeten Lösungsmittel
gelöst. Alternativ dazu wird direkt eine konditionierte
Polymerisationslösung aus dem Herstellverfahren des Basispolymers
verwendet, und auf Reaktionstemperatur gebracht. Es folgt die Zugabe
des Monomers/der Monomeren und der/des Radikalstarter(s). In einer
besonders bevorzugten Ausführungsform werden Lösungsmittel
Basispolymere(e) und Monomer(e) vorgelegt und auf Reaktionstemperatur
gebracht, während der/die Radikalstarter über
einen definierten Zeitraum kontinuierlich zudosiert wird/werden.
Dies hat den Vorteil, dass die stationäre Radikalkonzentration
niedrig ist, und daher das Verhältnis von Pfropfreaktion
zu Kettenspaltung besonders günstig (d. h. mehr Pfropfreaktion
und weniger Kettenspaltung) ausfällt. In einer weiteren
besonders bevorzugten Ausführungsform werden Lösungsmittel
und Basispolymer(e) vorgelegt und auf Reaktionstemperatur gebracht,
während Monomer(e) und Radikalstarter–gemeinsam
(z. B. in Form einer Mischung) oder voneinander getrennt- über
einen definierten Zeitraum kontinuierlich zudosiert werden. Dies
hat den Vorteil, dass sowohl die stationäre Radikalkonzentration
als auch die Monomerkonzentration am Reaktionsort niedrig sind,
was sowohl die Kettenspaltung als auch die Bildung von Homopolymeren
zurückdrängt. Dies ist insbesondere bei der Verwendung
von Monomeren wichtig, die bei Reaktionstemperatur stark zur thermisch
initiierten (Homo)polymerisation neigen. Ganz besonders bevorzugt wird
im Anschluss an die unterschiedlichen definierten Zudosierungszeiträume
eine weitere Menge an Radikalstarter(n) zudosiert, um den Gehalt
an Restmonomeren in der Reaktionslösung zu minimieren.
Als Reaktor wird bevorzugt ein Rührkessel verwendet, die
Verwendung alternativer Reaktionsbehälter ist ebenfalls
möglich. Im Fall einer kontinuierlichen Reaktionsführung
wird zunächst in einem oder mehreren Vorlagebehältern (z.
B. Rührkesseln) das feste Polymer in mindestens einem Lösungsmittel
gelöst und anschließend kontinuierlich in den/die
Reaktionsbehälter dosiert. In einer alternativen, ebenfalls
besonders bevorzugten Ausführungsform, wird direkt eine
konditionierte Polymerlösung aus einem Herstellprozess
des Basispolymers verwendet. In einer weiteren ebenfalls besonders
bevorzugten Ausführungsform wird das feste Polymer (z.
B. in Form von Pulver, Granulat, Pellets usw.) zusammen mit mindestens
einem Lösungsmittel kontinuierlich in eine (ein- oder mehrwellige)
Schneckenmaschine oder einen Kontikneter dosiert, unter Einwirkung
von Temperatur und Scherung gelöst, und anschließend
kontinuierlich in den/die Reaktionsbehälter dosiert. Als
Reaktionsbehälter bzw. Reaktoren für die Durchführung
der kontinuierlichen Pfropfreaktion in Lösung kommen kontinuierliche
Rührkessel, Rührkesselkaskaden, Strömungsrohre,
Strömungsrohre mit Zwangsförderung (z. B. Schneckenmaschinen),
Reaktionskneter sowie deren beliebige Kombinationen in Frage. Werden
Strömungsrohre mit Zwangsförderung eingesetzt,
so handelt es sich dabei bevorzugt um Extruder, wobei sowohl ein-,
zwei- wie auch mehrwellige Extruder eingesetzt werden. Besonders
bevorzugt werden zwei- und/oder mehrwellige Extruder eingesetzt.
Insbesondere bevorzugt zur kontinuierlichen Herstellung der erfindungsgemäßen
modifizierten Polymere in Lösung ist die Verwendung einer
Reaktorkombination aus Strömungsrohr, Strömungsrohr
mit Zwangsförderung und kontinuierlichem Rührkessel
in beliebiger Reihenfolge, wobei bevorzugt entweder im Strömungsrohr
mit Zwangsförderung oder im kontinuierlichen Rührkessel
auch die Entfernung von Restmonomeren und flüchtigen Neben-/Abbauprodukten
erfolgt. Alternativ bevorzugt handelt es sich um ein Schmelzeverfahren,
wobei mindestens ein Radikalstarter direkt in die Schmelze dosiert
wird. Insbesondere liegt bei dieser Verfahrensvariante die Temperatur
der Polymermasse zum Zeitpunkt der Zudosierung mindestens eines Radikalstarters
oberhalb der SADT (Self accelerating decompositon temperature =
Temperatur oberhalb der eine selbstbeschleunigende Zersetzung einsetzen
kann) mindestens eines der zudosierten Radikalstarter. Die Reaktionstemperatur
des Pfropfprozesses in der Schmelze liegt bei 160 bis 250°C,
bevorzugt bei 165 bis 240°C, besonders bevorzugt bei 168
bis 235°C und insbesondere bevorzugt bei 170 bis 230°C.
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Die
Schmelzepfropfung erfolgt entweder in diskontinuierlicher oder in
kontinuierlicher Fahrweise. Im Fall einer diskontinuierlichen Reaktionsführung
wird das feste Polymer (z. B. als Granulat, Pulver, Pellets usw.) zunächst
aufgeschmolzen und gegebenenfalls homogenisiert. Alternativ wird
direkt eine konditionierte Polymerschmelze aus einem Polymerisationsprozess
verwendet und auf Reaktionstemperatur gebracht. Es folgt die Zugabe
von Monomere(en) und Radikalstarter(n).
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In
einer besonderen Ausführungsform werden Monomer(e) und
Polymerschmelze homogen durchmischt und auf Reaktionstemperatur
gebracht, während der/die Radikalstarter über
einen definierten Zeitraum kontinuierlich zudosiert werden. Dies
hat den Vorteil, dass die stationäre Radikalkonzentration
niedrig ist, und daher das Verhältnis von Pfropfreaktion
zu Kettenspaltung besonders günstig (d. h. mehr Pfropfreaktion
und weniger Kettenspaltung) ausfällt.
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In
einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform wird
die Polymerschmelze vorgelegt und homogenisiert, während
Monomer(e) und Radikalstarter gemeinsam (z. B. in Form einer Mischung)
oder getrennt über einen definierten Zeitraum kontinuierlich
zudosiert werden. Dies hat den Vorteil, dass sowohl die stationäre
Radikalkonzentration, als auch die Monomerkonzentration am Reaktionsort
niedrig bleibt, was sowohl die Kettenspaltung als auch die Bildung
von Homopolymer zurückdrängt. Letzteres ist besonders
bei der Verwendung von Monomeren wichtig, die bei der vorliegenden
Reaktionstemperatur zur thermischen (Homo)polymerisation neigen.
Als Reaktor wird bevorzugt ein Rührkessel mit wandgängigem
Rühraggregat oder ein Reaktionskneter verwendet.
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Im
Fall einer kontinuierlichen Reaktionsführung wird zunächst
in einem oder mehreren Vorlagebehältern (z. B. Rührkesseln)
das feste Polymer aufgeschmolzen und anschließend kontinuierlich
in den/die Reaktionsbehälter dosiert. In einer alternativen,
ebenfalls besonders bevorzugten Ausführungsform, wird direkt
eine konditionierte Polymerschmelze aus einem Polymerisationsprozess
verwendet. In einer weiteren ebenfalls besonders bevorzugten Ausführungsform
wird das feste Polymer (z. B. in Form von Pulver, Granulat, Pellets usw.)
kontinuierlich in eine (ein- oder mehrwellige) Schneckenmaschine
oder einen Kontikneter dosiert, unter Einwirkung von Temperatur
und Scherung aufgeschmolzen, und anschließend kontinuierlich
in den/die Reaktionsbehälter dosiert. Als Reaktionsbehälter
bzw. Reaktoren für die Durchführung der kontinuierlichen
Pfropfreaktion in der Schmelze kommen kontinuierliche Rührkessel,
Rührkesselkaskaden, Strömungsrohre, Strömungsrohre
mit Zwangsförderung (z. B. Schneckenmaschinen), Reaktionskneter
sowie deren beiliege Kombinationen in Frage. Werden Strömungsrohre
mit Zwangsförderung eingesetzt, so handelt es sich dabei
bevorzugt um Extruder, wobei sowohl ein-, zwei- wie auch mehrwellige
Extruder eingesetzt werden. Besonders bevorzugt werden zwei- und/oder
mehrwellige Extruder eingesetzt. Insbesondere bevorzugt zur kontinuierlichen
Herstellung der erfindungsgemäßen modifizierten
Polymere in der Schmelze ist die Verwendung einer Reaktorkombination
aus Strömungsrohr, Strömungsrohr mit Zwangsförderung
und kontinuierlichem Rührkessel in beliebiger Reihenfolge,
wobei bevorzugt entweder im Strömungsrohr mit Zwangsförderung
oder im kontinuierlichen Rührkessel auch die Entfernung
von Restmonomeren und flüchtigen Neben-/Abbauprodukten
erfolgt.
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Die
erfindungsgemäßen modifizierten Polymere eignen
sich im vernetzten oder unvernetzten Zustand für den Einsatz
in oder als Formmassen, Schutzmassen, Klebstoffe, Dichtungsmassen,
Markierungsmassen, Beschichtungsmassen, Dichtungsbahnen oder Dachbahnen,
Primer, Primerformulierungen, Haftvermittlerformulierungen, Dispersionen,
Suspensionen und/oder Emulsionen. Dementsprechend sind die Verwendung
der erfindungsgemäßen modifizierten Polyolefine
in den genannten Einsatzgebieten und entsprechende Formmassen, Schutzmassen,
Klebstoffe, Dichtungsmassen, Markierungsmassen, Beschichtungsmassen,
Dichtungsbahnen oder Dachbahnen, Primer oder Primerformulierungen,
Haftvermittlerformulierungen, Dispersionen, Suspensionen und/oder
Emulsionen enthaltend die erfindungsgemäßen Polyolefine
ebenfalls Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
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Die
erfindungsgemäßen Polyolefine eignen sich in besonderer
Weise zur Verwendung als und/oder in Formmassen. Darüber
hinaus können die Formmassen weitere Bestandteile enthalten.
Die weiteren Bestandteile können insbesondere andere Polymere
umfassen, wobei es sich bei diesen anderen Polymeren um ein oder
mehrere Ethylenpolymerisate, und/oder isotaktische Propylenpolymerisate
und/oder syndiotaktische Propylenpolymerisate und/oder isotaktische
Poly-1-buten-Polymerisate und/oder syndiotaktische Poly-1-buten-Polymerisate
handeln kann. Vorzugsweise handelt es sich dabei um Formmassen die
außer mindestens einem erfindungsgemäßen
Polymer ein weiteres modifiziertes und/oder unmodifiziertes Polyolefin,
insbesondere Polypropylen und/oder Füllstoffe und/oder
Verstärkungsmaterialien wie z. B. Glasfasern enthalten.
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Die
erfindungsgemäßen modifizierten Polyolefine eignen
sich in besonderer Weise zur Verwendung als und/oder in Schutzmassen.
Vorzugsweise handelt es sich dabei um Schutzmassen die außer
mindestens einem erfindungsgemäßen Polymer ein
weiteres modifiziertes und/oder unmodifiziertes Polyolefin, insbesondere
Polypropylen und/oder Füllstoffe und/oder Verstärkungsmaterialien
wie z. B. Glasfasern enthalten. Insbesondere handelt es sich bei
den erfindungsgemäßen Schutzmassen um solche,
die im Automobilbereich eingesetzt werden. Ganz besonders bevorzugt
handelt es sich um Unterbodenschutzmassen (PVC-Plastisol Ersatz).
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Die
erfindungsgemäßen modifizierten Polyolefine eignen
sich in besonderer Weise zur Verwendung als und/oder in Klebstoffen.
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Zur
Einstellung der für den Klebstoffanwender notwendigen Eigenschaften
wie Klebkraft, Anfangshaftung, Vernetzungsgeschwindigkeit, Vernetzungsdichte,
Viskosität, Härte, Elastizität, Temperatur-
und Oxidationsstabilität usw. können den erfindungsgemäßen
Polyolefinen weitere Substanzen zugesetzt werden, die üblicherweise
zur Einstellung der gewünschten Klebstoffeigenschaften
verwendet werden. Dabei ist naturgemäß darauf
zu achten, dass in den Zuschlagsstoffen enthaltenes Wasser die Vernetzungsgeschwindigkeit
des erfindungsgemäßen Klebstoffes erhöhen
kann. Besonders charakteristisch für die vorliegende Erfindung
ist, dass über die Silangruppen der erfindungsgemäßen
Polymere eine reaktive Anbindung an die verwendeten Zuschlagsstoffe
erfolgen kann. Insbesondere werden eingesetzte Füllstoffe
und/oder Verstärkungsmaterialien (z. B. Fasern) durch die
in den erfindungsgemäßen Polymeren enthaltenen
Silangruppen reaktiv an die Polymermatrix angebunden, was zu besonders
vorteilhaften Materialeigenschaften, insbesondere einer hohen Materialkohäsion
(Zugfestigkeit) und einer sehr hohen Ausreißfestigkeit
bei Faserverstärkungen führt.
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Ein
weiteres wesentliches Charakteristikum der erfindungsgemäßen
modifizierten Polyolefine ist, dass neben Füllstoffen auch
eine chemische Anbindung des Klebstoffes/Klebstoffbestandteils an
die zu verklebenden Oberflächen erfolgen kann. Dies führt
zu einer besonders guten Haftung und Klebkraft bei Oberflächen, die über
entsprechende reaktive Gruppen (z. B. -OH) verfügen. Neben
der reaktiven Anbindung ist weiterhin eine besonders hohe Klebkraft
auf Oberflächen zu erzielen, die über eine ähnliche
Oberflächenpolarität wie die erfindungsgemäßen
modifizierten Polyolefine verfügen (z. B. Poly(1-buten),
Polypropylen, Polyethylen usw.).
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In
den erfindungsgemäßen Klebstoffformulierungen
können neben den erfindungsgemäßen modifizierten
Polyolefinen weitere Bestandteile enthalten sein. Bei den weiteren
Bestandteilen kann es sich insbesondere bei Lösungsformulierungen
um cyclische und/oder lineare aliphatische und/oder aromatische
Kohlenwasserstoffe mit oder ohne Heteroatome handeln, auch um entsprechende
halogenierte Kohlenwasserstoffe. Vorzugsweise werden aber keine
halogenierten Kohlenwasserstoffe verwendet. In den bei Raumtemperatur flüssigen
Klebstoffformulierungen haben die genannten Kohlenwasserstoffe einen
Formulierungsanteil von maximal 90 ma-% bevorzugt maximal 80 ma-%,
besonders bevorzugt maximal 75 ma-%, und insbesondere bevorzugt
von maximal 50 ma-%.
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Ganz
besonders bevorzugt handelt es sich bei der erfindungsgemäßen
Klebstoffformulierung um eine Heißschmelzklebstoffformulierung,
die für alle dem Fachmann bekannten Arten von Verklebungen
eingesetzt werden kann.
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Die
erfindungsgemäße Heißschmelzklebstoffformulierung
kann weitere Bestandteile enthalten, die zur Erzielung spezieller
Eigenschaften wie z. B. Verformungsfähigkeit, Haftungsvermögen,
Verarbeitungsfähigkeit, Vernetzungsgeschwindigkeit, Vernetzungsdichte,
(Schmelz- bzw. Lösungs-) Viskosität, Festigkeit,
Kristallisationsgeschwindigkeit, Klebrigkeit, Lagerstabilität
usw. notwendig sind. Der Anteil der weiteren Bestandteile liegt
in einer besonderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
insbesondere bevorzugt bei maximal 10 ma-%. Dies hat den Vorteil,
dass die Materialeigenschaften der Klebstoffformulierung im Wesentlichen
die des verwendeten erfindungsgemäßen Polymers
sind. Eine solche Klebstoffformulierung lässt sich mit
sehr geringem Aufwand herstellen.
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Alternativ
kann in einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung der Anteil der weiteren Bestandteile> 10 ma-% betragen. In diesem Falle machen
die weiteren Bestandteile maximal 80 ma-% der Gesamtformulierung,
bevorzugt maximal 60 ma-%, besonders bevorzugt maximal 50 ma-%,
insbesondere bevorzugt maximal 40 ma-% aus.
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Bei
den weiteren Bestandteilen kann es sich um Vernetzungsbeschleuniger,
insbesondere um Silanolkondensationskatalysatoren, um anorganische
und/oder organische Füllstoffe, die wahlweise elektrisch
leitfähig oder isolierend sein können, anorganische
und/oder organische Pigmente, die wahlweise elektrisch leitfähig
oder isolierend sein können, synthetische und/oder natürliche
Harze, insbesondere Klebharze, synthetische und/oder natürliche Öle,
anorganische und/oder organische, synthetische und/oder natürliche
Polymere, die wahlweise elektrisch leitfähig oder isolierend
sein können, anorganische und/oder organische, synthetische
und/oder natürliche Fasern, die wahlweise elektrisch leitfähig
oder isolierend sein können, anorganische und/oder organische
Stabilisatoren und/oder anorganische und/oder organische Flammschutzmittel
handeln.
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Insbesondere
umfassen die weiteren Bestandteile Harze, wobei die Harze eingesetzt
werden, um bestimmte Eigenschaften der Klebschicht, insbesondere
die Klebrigkeit und/oder Haftung, das Fließ- und Kriechverhalten
der Klebschicht und/oder die Klebstoffviskosität an besondere
Anforderungen anzupassen. Es kann sich dabei um Naturharze und/oder
Kunstharze handeln. Im Falle von Naturharzen enthalten diese Naturharze als
Hauptbestandteil Abietinsäure (z. B. Kollophonium). Weiterhin
kann es sich bei den Harzen um Terpen- bzw. Polyterpenharze, Petroleumharze
und/oder Kumaron-Inden-Harze handeln, wobei es sich insbesondere um
sogenannte C5-Harze und/oder C9-Harze
und/oder um Mischpolymerisate aus C5-/C9-Harzen handelt. Der Anteil der Harze in
der erfindungsgemäßen Heißschmelzklebstoffformulierung
beträgt insbesondere maximal 45 ma-%, bevorzugt zwischen
1 und 40 ma-%, besonders bevorzugt zwischen 2 und 30 ma-% und insbesondere
bevorzugt zwischen 3 und 20 ma-%, bezogen auf die Gesamtformulierung.
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Weiterhin
können in den erfindungsgemäßen Heißschmelzklebstoffformulierungen
klassische amorphe (bzw. teilkristalline) Poly(α-Olefine)
(sog. APAOs) als weitere Bestandteile enthalten sein. Bei den genannten
amorphen (bzw. teilkristallinen) Poly(α-Olefinen) kann
es sich um Homo-/Co- und/oder Terpolymere aus Ethylen, Propylen,
1-Buten bzw. linearen und/oder verzweigten 1-Olefinen mit 5-20 Kohlenstoffatomen
handeln, welche z. B. durch klassische Ziegler-Natta-Katalyse oder
Metallocenkatalyse erhältlich sind. Der Anteil der amorphen
Poly(α-Olefine) liegt insbesondere bei maximal 50 ma-%
bevorzugt bei maximal 40 ma-% und besonders bevorzugt bei maximal
30 ma-%, bezogen auf die Gesamtformulierung. Vorzugsweise handelt
es sich bei den weiteren Bestandteilen um kristalline beziehungsweise
teilkristalline Polyolefine, die insbesondere isotaktisches Polypropylen,
syndiotaktisches Polypropylen, Polyethylen (HOPE, LDPE und/oder
LLDPE), isotaktisches Poly(1-buten), syndiotaktisches Poly(1-buten)
deren Copolymere und/oder deren Copolymere mit linearen und/oder verzweigten
1-Olefinen mit 5 bis 10 Kohlenstoffatomen umfassen. Weiterhin ist
bevorzugt, dass es sich bei den kristallinen bzw. teilkristallinen
Polyolefinen um chemisch modifizierte Polyolefine handelt, wobei
die chemische Modifizierung insbesondere solche durch Maleinsäureanhydrid,
Itaconsäureanhydrid, Acrylsäure, Acrylate, Methacrylate,
ungesättigte Epoxyverbindungen, Silanacrylate, Silane und
Hydroxyalkylsilane umfasst.
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Weiterhin
können die weiteren Bestandteile Polymere mit polaren Gruppen
umfassen. Polymere mit polaren Gruppen umfassen Polystyrolcopolymere
(z. B. mit Maleinsäureanhydrid, Acrylnitril usw.), Polyacrylate,
Polymethacrylate, (Co)polyester, Polyurethane, (Co)polyamide, Polyetherketone,
Polyacrylsäure, Polycarbonate sowie chemisch modifizierte
Polyolefine (wie z. B. Poly(propylen-graft-maleinsäureanhydrid)
oder Poly(propylen-graft-alkoxyvinylsilan). Dabei kann es bei der
Vermischung der erfindungsgemäßen Polymere mit den
polare Gruppen enthaltenden Polymeren zu einer sofortigen und/oder
zeitverzögerten reaktiven Anbindung der Polymerketten kommen,
die vorzugsweise dazu führt, dass eine verbesserte Verträglichkeit
zwischen den beiden Polymerphasen eintritt, was beispielsweise in
einer Verschiebung der Glasübergangstemperaturen der verwendeten
Polymere zu erkennen ist. Besonders bevorzugt führt die
reaktive Anbindung dazu, dass die Polymerphasen eine gemeinsame
Glasübergangstemperatur zeigen, also eine makroskopische
Mischbarkeit aufweisen.
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Weiterhin
können die weiteren Bestandteile Homo- und/oder Copolymere
(oder auch Oligomere) auf Basis von Ethylen, Propylen, Acrylnitril,
einem Dien und/oder einem cyclischen Dien, Butadien, Styrol und/oder Isopren
umfassen, insbesondere handelt es sich bei diesen Polymeren um Blockcopolymere,
insbesondere um Kautschuke wie z. B. Beispiel Natur- und Synthesekautschuk,
Poly(butadien), Poly(isopren), Styrol-Butadien-Kautschuk, Styrol-Isopren-Kautschuk
und Nitrilkautschuk. Der Anteil der Polymere auf Basis von Butadien,
Styrol, und/oder Isopren beträgt maximal 20 ma-%, bevorzugt
1 bis 15 ma-%, besonders bevorzugt 1,5 bis 10 ma-% und insbesondere
2 bis 9 ma-%, bezogen auf die Heißschmelzklebstoffformulierungen.
Bei Oligomeren handelt es sich bevorzugt um Butadienoligomere.
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Weiterhin
können die weiteren Bestandteile elastomere Polymere auf
Basis von Ethylen, Propylen, einem Dien und/oder cis,cis-1,5-Cyclooctadien,
exo-Dicyclopentadien, endo-Dicyclopentadien, 1,4-Hexadien und 5-Ethyliden-2-norbornen
umfassen, insbesondere handelt es sich hierbei um Ethylen-Propylen-Rubber, EPM
(doppelbindungsfrei, Ethylengehalt 40 bis 75 ma-%) und/oder EPDM.
Der Anteil der Polymere auf Basis von Ethylen, Propylen, einem Dien
und/oder cis,cis-1,5-CycIoocIadiθn, exo-Dicyclopentadien,
endo-Dicyclopentadien, 1,4-Hexadien und 5-Ethyliden-2-norbornen
beträgt üblicherweise maximal 20 ma-%, bevorzugt
1 bis 15 ma-%, besonders bevorzugt 1,5 bis 10 ma-% und insbesondere
2 bis 9 ma-%, bezogen auf die Heißschmelzklebstoffformulierungen.
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Alternativ
können die weiteren Bestandteile Wachse umfassen, insbesondere
modifizierte und unmodifizierte Wachse, wobei es sich bei diesen
vorzugsweise um kristalline, teilkristalline und/oder amorphe Polyolefinwachse
auf Basis von Polyethylen, Polypropylen und/oder Poly(1-buten),
Paraffinwachse, Metallocenwachse, Mikrowachse, Polyamidwachse, Polytetrafluorethylenwachse
und/oder Fischer-Tropsch-Wachse handelt. Der Anteil der Wachse beträgt
maximal 50 ma-%, bevorzugt 1 bis 40 ma-%, besonders bevorzugt 2 bis
30 ma-% und insbesondere bevorzugt 3 bis 20 ma-%, bezogen auf die
Heißschmelzklebstoffformulierungen.
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Weiterhin
können die weiteren Bestandteile Füllstoffe umfassen,
wobei die Füllstoffe eingesetzt werden, um spezielle Eigenschaftsprofile
der Klebschicht, wie z. B. den Temperaturanwendungsbereich, die
Festigkeit, die Schrumpfung, die elektrische Leitfähigkeit,
den Magnetismus und/oder die Wärmeleitfähigkeit
gezielt an spezifische Anforderungen anzupassen. Allgemein handelt
es sich bei den Füllstoffen um anorganische und/oder organische
Füllstoffe. Die anorganischen Füllstoffe sind
insbesondere ausgewählt aus Kieselsäuren (inkl.
hydrophobierte Kieselsäuren), Quarzmehl, Kreiden, Titandioxid,
Zinkoxid, Zirkonoxid (letztere drei bevorzugt in Form nanoskaliger
Partikel), Schwerspat, Glaspartikeln (insbesondere sphärischen
Partikeln zur Erhöhung der Lichtreflexion), Glasfasern,
Kohlefasern, Asbestpartikeln, Asbestfasern und/oder Metallpulvern. Organische
Füllstoffe sind beispielsweise Ruß, Bitumen, vernetztes
Polyethylen, vernetzte Kautschuk- bzw. Gummimischungen, synthetische
Fasern wie z. B. Polyethylenfasern, Polypropylenfasern, Polyesterfasern, Polyamidfasern,
Aramidfasern, Saranfasern, MP-Fasern oder Naturfasern wie Stroh,
Holz, Wolle, Baumwolle, Seide, Flachs, Hanf, Jute, und/oder Sisal.
Der Anteil der Füllstoffe beträgt maximal 80 ma-%,
bevorzugt 1 bis 60 ma-%, besonders bevorzugt 5 bis 40 ma-% und insbesondere
bevorzugt 7 bis 30 ma-%, bezogen auf die Heißschmelzklebstoffformulierungen.
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Ebenfalls
können die weiteren Bestandteile Vernetzungsbeschleuniger
umfassen. Dies ist besonders dann bevorzugt, wenn die erfindungsgemäßen
Polymere in einer Verklebung eingesetzt werden, die in kurzer Zeit
nach der Fügung ihre maximale Belastbarkeit erreichen soll.
Als Vernetzungsbeschleuniger eignen sich eine Vielzahl von chemischen
Verbindungen, insbesondere Brönstedt- und/oder Lewissäuren
wie z. B. Essigsäure, Itaconsäure, Zink(II)acetat,
Cadmiumacetat, Zinkoxid, Zinkstearat, Zink(II)chlorid, Zinn(IV)chlorid,
Dibutylzinnoxid, Dibutylzinndilaurat, Wismutcitrat, Wismut(III)oxid,
Wismuttitanat, Tetrabutylgermanium, Tetrabutylzinn, Titanborid,
Titan(IV)oxid, Titanacetylacetonat, Tributyltitanat, Natriumchlorid,
Magnesium(II)chlorid, Zinkacetylacetonat, Zinkmethacrylat, Zinkniobat,
Zinn(II)oxid, Zinn(IV)oxid, Zirkon(IV)acetylacetonat, Zirkon(IV)oxid
und/oder Zirkon(IV)silikat.
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Ebenfalls
können die weiteren Bestandteile Stabilisatoren umfassen,
wobei diese eingesetzt werden, um die Klebstoffformulierung vor
externen Einflüssen wie z. B. dem Einfluss von (Verarbeitungs-)Wärme, Scherbeanspruchung,
Sonneneinstrahlung, Luftfeuchtigkeit und Sauerstoff zu schützen.
Geeignete Stabilisatoren sind beispielsweise gehinderte Amine (HALS-Stabilisatoren),
gehinderte Phenole, Phosphite und/oder aromatische Amine, wie sie
z. B. unter den Produktnamen IRGANOX, KINOX, DOVERNOX, WESTON, IRGAPHOS,
DOVERPHOS und/oder IONOL kommerziell erhältlich sind. Besonders
bevorzugt enthalten die erfindungsgemäß eingesetzten
Stabilisatoren nur eine hydrolytisch aktive Gruppe pro Molekül.
In den genannten Formulierungen beträgt der Anteil der
Stabilisatoren maximal 3 ma-%, bevorzugt zwischen 0,05 und 2,5 ma-% und
insbesondere bevorzugt zwischen 0,1 und 2 ma-%, bezogen auf die
Heißschmelzklebstoffformulierungen. In einer besonderen
Ausführungsform erfolgt eine reaktive Anbindung des/der
Stabilisators/Stabilisatoren an das erfindungsgemäß modifizierte
Polymer, wodurch eine Stabilisatormigration aus der Klebverbindung
verhindert wird.
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Darüber
hinaus können die weiteren Bestandteile ein oder mehrere Öle
umfassen, wobei es sich um natürliche und/oder synthetische Öle
handeln kann. Diese ein oder mehreren Öle haben vorzugsweise
bei der Verarbeitungstemperatur eine Viskosität von 0,1
bis 1 000 mPa·s, bevorzugt von 1 bis 750 mPa·s,
am meisten bevorzugt von 2 bis 500 mPa·s. Geeignete Öle
sind beispielsweise Mineralöle, (medizinische) Weißöle,
Isobutenöle, Butadienöle, hydrierte Butadienöle
und/oder Paraffinöle. Der Anteil der ein oder mehreren Öle
beträgt maximal 50 ma-%, bevorzugt 1 bis 45 ma-%, besonders
bevorzugt 3 bis 40 ma-% und insbesondere 5 bis 38 ma-%, bezogen
auf die Heißschmelzklebstoffformulierungen.
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Weiterhin
können in den Heißschmelzklebstoffformulierungen
anorganische und/oder organische Pigmente, UV-aktive Substanzen,
organische und/oder anorganische Nukleierungsmittel, die die Kristallisation der
Polymere beschleunigen und damit die offene Zeit der Verklebung
reduzieren, enthalten sein.
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In
einer weiter bevorzugten Form der erfindungsgemäßen
Heißschmelzklebstoffformulierungen handelt es sich bei
den vorab beschriebenen Formulierungen um Multiphasenblends.
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Ein
weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind Verklebungen
enthaltend ein oder mehrere modifizierte Polyolefine der vorliegenden
Erfindung. Insbesondere handelt es sich bei den Verklebungen um Verpackungsverklebungen,
Verklebungen von Hygieneartikeln, Holzverklebungen, Verklebungen
und/oder Abdichtungen von Glasoberflächen, Etikettverklebungen
Laminierungsverklebungen, Teppich- oder Kunstrasenverklebungen,
Schuhverklebungen, druckempfindliche Verklebungen, Buchverklebungen
oder Textilverklebungen.
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Besonders
charakteristisch für die vorliegende Erfindung ist, dass
bei Verwendung der erfindungsgemäßen modifizierten
Polyolefine für Verklebungen auf bzw. von Polyolefinoberflächen
und oder Glasoberflächen auf eine energetische und/oder
chemische Vorbehandlung der Polyolefinoberflächen und/oder
Glasoberflächen, z. B. durch Beflammung, Plasmabehandlung,
Coronabehandlung, Sulfonierung, Ätzung, Primerauftrag usw.
verzichtet werden kann, und dennoch eine sehr gute Adhäsion
auf diesen Oberflächen erzielt wird.
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Im
Falle von Verpackungsverklebungen können die Verpackungsmaterialien
die Werkstoffe Holz, Pappe, Papier, Kunststoff, Metall, Keramik,
Glas, Kunst- und/oder Naturfasern und/oder Textilen umfassen. Bei den
Verpackungsmaterialien handelt es sich vorzugsweise um unpolare
Kunststoffe, insbesondere um Polyethylen, Polypropylen, Poly(1-buten)
oder ihre Copolymere mit linearen und/oder verzweigten C2-20 1-Olefinen, beispielsweise unvernetztes
Polyethylen wie z. B. LDPE, LLDPE und/oder HDPE, und/oder um (z.
B. silan-)vernetztes Polyolefin, insbesondere um silanvernetzes
Polyethylen. Weiterhin kann es sich bei den unpolaren Kunststoffen
insbesondere um Polystyrol-, Polybutadien-, Polyisopren- Homo- und/oder
Copolymere, und/oder ihre Copolymere mit linearen und/oder verzweigten
C2-20 1-Olefinen bzw. Dienen, wie z. B.
EPDM, EPM oder EPR, und/oder Synthese- bzw. Naturkautschuk handeln.
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Die
erfindungsgemäßen modifizierten Polymere zeichnen
sich dadurch aus, dass sie (ohne weitere Zusätze) nach
einer Lagerdauer von mindestens 14 Tagen im Klimaschrank in einer
reinen Polypropylenverklebung (Material: unbehandeltes isotaktisches
Polypropylen) eine Klebscherfestigkeit von mindestens 0,75 N/mm2, bevorzugt von mindestens 1 N/mm2 und besonders bevorzugt von mindestens
1,25 N/mm2 aufweisen. Nach einer Lagerdauer
von 42 Tagen werden (ohne weitere Zusätze) Klebscherfestigkeiten
auf unbehandeltem Polypropylen von mindestens 1 N/mm2,
bevorzugt mindestens 1,25 N/mm2, besonders
bevorzugt von mindestens 1,5 N/mm2 und insbesondere
bevorzugt von mindestens 1,75 N/mm2 erreicht.
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Im
Falle von polaren Kunststoffen handelt es sich insbesondere um Polyacrylate,
insbesondere Polyalkylmethacrylate, um Polyvinylacetat, um Polyester
und/oder Copolyester, insbesondere um Polyethylentherephthalat und/oder
Polybutylenterephthalat, um Polyamide und/oder (Co)polyamide, um
Acrylnitrilcopolymere, insbesondere um Acylnitril/Butadien/Styrol-Copolymere
und/oder Styrol/Acrylnitril-Copolymere, um Maleinsäureanhydridcopolymere,
insbesondere um S/MSA-Copolymere und/oder MSA-gepfropfte Polyolefine
wie z. B. Polypropylen und/oder Polyethylen, um Polyvinylchlorid
und/oder um Polycarbonate.
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Generell
können die Verpackungsmaterialien als Schachtel, Box, Container,
Blatt, Scheibe, Film und/oder Folie vorliegen. Beispielsweise können
entsprechende Kunststofffolien über Extrusion, Kalander, Blasformen,
Gießtechnik, Lösungsziehen, Tiefziehen oder einer
Kombination aus mehreren dieser Techniken hergestellt werden. Beispielsweise
handelt es sich bei den Kunststofffolien um Einschichtfolien, die
orientiert oder nicht orientiert sind. Im Falle einer Orientierung
der Einschichtfolie kann eine ein-, zwei- oder multiachsiale Orientierung
vorliegen, wobei die Orientierungsachsen in beliebigem Winkel zur
Folien-Abzugsrichtung stehen können.
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Alternativ
kann es sich bei den Kunststofffolien um Mehrschichtfolien handeln,
wobei die Folienschichten sowohl aus dem gleichen wie auch aus unterschiedlichem
Material gefertigt sein können. Die erfindungsgemäßen modifizierten
Polymere eignen sich insbesondere dafür die Haftung auf
Polyolefinfolien zu verbessern. Dabei ist sowohl die Verbesserung
der Haftung zwischen zwei Polyolefinschichten als auch die Verbesserung
der Haftung der obersten Polyolefinschicht (z. B. für eine
Beschichtung/Lackierung usw.) durch die erfindungsgemäßen
modifizierten Polymere insbesondere möglich. Mehrschichtfolien
können orientiert oder nicht orientiert sein. Im Falle
einer Orientierung der Mehrschichtkunststofffolien kann eine ein-,
zwei- oder multiachsiale Orientierung vorliegen, wobei die Orientierungsachsen
in beliebigem Winkel zur Folien-Abzugsrichtung stehen können.
In einer besonderen Ausführungsform handelt es sich bei
der Mehrschichtkunststofffolie um eine Verbundfolie. Die erfindungsgemäßen
modifizierten Polymere eignen sich dabei hervorragend um die Haftung
zwischen Polymerfolie und Verbundmaterial herzustellen und/oder
zu verbessern. Insbesondere sind hervorragende Haftungseigenschaften
bei Polyolefin-Aluminium-, Polyolefin-Glas, Polyolefin-Papier/Pappe-, und
Polyolefin/Naturfaser-Verbunden zu realisieren. Bei der Verklebung
von Verbundfolien können eine oder mehrere der Folienschichten
aus Verbundmaterial bestehen, wobei die Verbundmaterialien in kontinuierlicher Form
(z. B. Papier, Aluminiumfolie o. ä.) und/oder diskontinuierlicher
Form (z. B. Partikel und/oder Fasern) vorliegen können.
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Insbesondere
sind bei der Verklebung von Kunststoff-Verpackungsmaterialien gemäß der
vorliegenden Erfindung in der Regel keine chemischen und/oder energetischen
Vorbehandlungen der Kunststoffoberflächen (z. B. Plasma,
Coronabehandlung, Ätzung, Sulfonierung usw.) für
die Erzielung einer Haftung notwendig.
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Im
Falle von Verklebungen von Holz-Verpackungsmaterialien kann es sich
bei der Holzverpackung um massives Echtholz, um Echtholzlaminate,
um Kunststofflaminate, um MDF-Platten und/oder ähnliche
holzartige Stoffe handeln. Dabei können sowohl harz- beziehungsweise ölarme
Hölzer wie z. B. Buche, Eiche usw., aber auch harz- beziehungsweise ölreiche
Hölzer wie Teak, Kiefer usw. verwendet werden. Insbesondere
werden Verklebungen durch die Diffusion von Ölen und/oder
Harzen bzw. deren Bestandteilen aus dem Holz an die Klebgrenzschicht
zum erfindungsgemäßen Polymer nicht signifikant
geschwächt, weisen also auch nach einer langen Lagerdauer
noch hohe Klebscherwerte auf. Durch die in den meisten gängigen
Holzarten enthaltene natürliche Feuchtigkeit wird (in Abhängigkeit
von der Dicke der Klebschicht) eine schnelle und vollständige
Vernetzung der Klebschicht erreicht, was zu besonders hohen Klebscherfestigkeiten
bei Holzverklebungen unter Verwendung der erfindungsgemäßen
Polymere führt.
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Bei
den Verklebungen von Hygieneartikeln gibt es grundsätzlich
keine Einschränkungen, beispielsweise kann es sich hier
um Windeln, Binden usw. handeln. Im Regelfall wird durch die erfindungsgemäße
Verklebung eine mehrschichtige Struktur aufgebaut, die unterschiedliche
Materialien wie z. B. Polymerfolien und Nonwoven umfasst. Darüber
hinaus können feuchtigkeitsabsorbierende Substanzen, wie
z. B. Polyacrylsäurepartikel (insbesondere unvernetzte
oder teilvernetzte), in der Verklebung enthalten sein, die durch
die erfindungsgemäßen modifizierten Polyolefine
auch reaktiv an die Klebschicht angebunden werden können.
Insbesondere eignen sich die erfindungsgemäßen
modifizierten Polyolefine auch als Matrix und oder Basisschicht für
Absorberschichten.
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Ein
weiteres Anwendungsgebiet der erfindungsgemäßen
Verklebungen sind strukturelle Holzverklebungen, insbesondere Kantenumleimungen
und/oder Dekorpapierummantelungen und/oder Dekorfolienlaminierungen
und/oder Montageverklebungen (z. B. im Möbelbau). Dabei
sind durch die Vernetzung der erfindungsgemäßen
Polymere im Gegensatz zu unmodifizierten Polyolefinen auch solche
Verklebungen möglich, die einer hohen Temperaturbelastung
widerstehen müssen (z. B. Laminierte Arbeitsflächen
im Küchenbereich). Im Falle von Holzverklebungen kann es
sich bei den verwendeten Holzarten um massives Echtholz, um Echtholzlaminate,
um Kunststofflaminate, um MDF-Platten und/oder ähnliche
holzartige Stoffe handeln. Dabei können sowohl harz- beziehungsweise ölarme
Hölzer wie z. B. Buche, Eiche usw., aber auch harz- beziehungsweise ölreiche
Hölzer wie Teak, Kiefer usw. verwendet werden. Insbesondere
werden Verklebungen durch die Diffusion von Ölen und/oder
Harzen bzw. deren Bestandteilen aus dem Holz an die Klebgrenzschicht zum
erfindungsgemäßen Polymer nicht signifikant geschwächt,
weisen also auch nach einer langen Lagerdauer noch hohe Klebscherwerte
auf. Durch die naturgemäß in Holz vorhandene Feuchtigkeit
gelingt bei den Verklebungen unter Beteiligung von Holz eine besonders
vollständige Vernetzung, was zu äußerst
widerstandsfähigen Verklebungen führt.
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Die
erfindungsgemäßen modifizierten Polymere zeichnen
sich dadurch aus, dass sie (ohne weitere Zusätze) in einer
reinen Holzverklebung (Holzart: unbehandelte Buche) nach mindestens
14 Tagen Lagerung eine Klebscherfestigkeit von mindestens 0,75 N/mm2, bevorzugt von mindestens 1 N/mm2, besonders bevorzugt von mindestens 1,25
N/mm2 und insbesondere bevorzugt von mindestens
1,5 N/mm2 aufweisen. Nach einer Lagerdauer
von 42 Tagen werden (ohne weitere Zusätze) Klebscherfestigkeiten
auf unbehandelten Holzprüfkörpern (Buche) von
mindestens 1 N/mm2, bevorzugt mindestens
1,25 N/mm2, besonders bevorzugt von mindestens
1,5 N/mm2 und insbesondere bevorzugt von
mindestens 2 N/mm2 erreicht.
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Ein
weiteres wesentliches Anwendungsgebiet der erfindungsgemäßen
Verkiebungen sind Verkiebungen unter Beteiligung einer Glasoberfläche.
Dabei kann die Verklebung feuchtigkeitsabsorbierende Substanzen
wie z. B. Kieselgel, Molsieb, Polyacrylsäurepartikel usw.
enthalten. Vorzugsweise handelt es sich hierbei um einen Mehrscheibenisolierglasverbund.
Hierzu eignen sich alle dem Fachmann bekannten Arten von Mehrscheibenisolierglasverbunden,
unabhängig vom einzelnen Aufbau, beispielsweise mit oder
ohne weiteren Abstandshalter.
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Weiterhin
kann bei erfindungsgemäßen Verkiebungen unter
Beteiligung einer Glasoberfläche eine Laminierung durchgeführt
werden.
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Darüber
hinaus kann es sich bei der Glasoberfläche um die Oberfläche
von Glasfasern handeln, beispielsweise die Oberfläche eines
Glasfaserkabels, wie es z. B. für Daten- und/oder Telefonleitungen
verwendet wird.
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Aufgrund
ihrer plastischen Verformbarkeit im unvemetzten Zustand lassen sich
die erfindungsgemäßen modifizierten Polyolefine
besonders gut in bzw. als Dichtungsmassen einsetzten, insbesondere
in solchen Dichtungsmassen, die ganz oder teilweise auf eine Glasoberfläche
aufgetragen werden.
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In
einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
handelt es sich bei dem zu verklebenden Gegenstand um ein Etikett.
Das Etikett kann hierbei aus einer Papier-, Kunststoff-, Metall-
und/oder Mehrschichtfolie bestehen und insbesondere für
die Kennzeichnung von lackierten, beschichteten, eloxierten und/oder
auf anderer Weise oberflächenbehandelten Metall- insbesondere
Weißblechdosen sowie Glas- oder Kunststoff(insbesondere
PET-)-Flaschen verwendet werden. Insbesondere kann es sich bei dem
Klebstoff für Etikettenverklebungen um einen sogenannten „druckempfindlichen” Klebstoff
(PSA) handeln.
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In
einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
handelt es sich bei den Verklebungen um eine Laminierung, wobei
es sich bei der zu laminierenden Oberfläche um die Oberfläche
einer anorganischen und/oder organischen Substanz handeln kann,
vorzugsweise aus Metallen (z. B. Stahl, Aluminium, Messing, Kupfer,
Zinn, Zink, Email), aus Glas, aus Keramiken und/oder anorganischen
Baustoffen, wie z. B. offen- oder geschlossenporigen Beton. Darüber
hinaus kann es sich bei der Oberfläche um Holz, Papier,
Pappe und/oder Kunststoffe handeln. Die Oberfläche kann
selbst ein Verbundwerkstoff aus anorganischen und organischen Materialien
(z. B. Glasfaserverbundwerkstoffe) sein. Dabei kann das gegenkaschierte
Laminiermaterial anorganischer und/oder organischer Natur sein.
Beispiele gegenkaschierter anorganischer Laminiermaterialien sind
ultradünne Glasscheiben, Keramikmembranen und/oder Metallfolien
(z. B. Aluminiumfolie). Entsprechende Beispiele gegenkaschierter
organischer Laminiermaterialien sind Papier, Pappe, Holzfurnier, Kunststoffe
(z. B. als Folie), natürliche und/oder synthetische Textilien,
Nonwoven, Kunstleder und/oder Naturleder.
-
Insbesondere
handelt es sich bei den erfindungsgemäßen Verklebungen
um Verklebungen im Kfz-Innenraum (z. B. Sichtblenden, Dachhimmel,
Gepäckraumabdeckung, Innenraumverkleidung usw.).
-
In
einer weiteren besonderen Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung handelt es sich um Verklebungen zur Herstellung von Teppichen
und/oder Kunstrasen. Insbesondere wird die Verklebung zur Noppen- und
Filamenteinbindung eingesetzt. Dabei kann es sich bei den einzubindenden
Fasern bzw. Faserverbunden um natürliche und/oder synthetische
Fasern handeln. Beispiele natürlicher Fasern bzw. Faserverbunde
sind Wolle, Baumwolle, Sisal, Jute, Stroh, Hanf, Flachs, Seide und/oder
Mischungen aus diesen Fasern.
-
Beispiele
einzubindender synthetischer Fasern bzw. Faserverbunde sind (Co)Polyamidfasern,
Polyethylenfasern, Co(polyesterfasern), Polypropylenfasern und/oder
Mischungen aus diesen Fasern. Im Falle von Kunstrasenverklebungen
sind die durch die Verklebung eingebundenen Filamente ausgewählt
aus Polypropylenfilamenten, Polyethylenfilamenten, Polyamidfilamenten,
Polyesterfilamenten oder Mischfilamenten der aufgeführten
Kunststoffe. Besonders bevorzugt handelt es sich um Polyethylenfilamente.
Im Bereich der Kunstrasenverklebung ist insbesondere die gute Haftung
der erfindungsgemäßen modifizierten Polyolefine
auf unbehandeltem Polyethylen und/oder Polypropylen zusammen mit
einer hohen Ausreißfestigkeit der Filamente auch bei geringem
Auftragsgewicht und einer hohen Flexibilität sowohl der
unvernetzten als auch der vernetzten Polymere als besonderer Vorteil
zu nennen.
-
Vorzugsweise
wie die Verklebung zur Teppichrückenbeschichtung eingesetzt.
Darüber hinaus kann zusätzlich ein textiles Substrat
gegenlaminiert werden. Ein besonderes Charakteristikum der erfindungsgemäßen
modifizierten Polyolefine ist dabei eine Kombination aus niedriger
Schmelzviskosität und hoher Flexibilität. Bei
den erhaltenen Teppichelementen handelt es sich beispielsweise um
sogenannte Meterware, um Teppichfliesen oder um einen nachträglich
verformbaren Autoteppich. In den genannten Anwendungen zur Noppen- und
Filamenteinbindung weist das enthaltene erfindungsgemäße
modifizierte Polyolefin eine Schmelzviskosität bei 190°C
von maximal 10 000 mPa·s, bevorzugt von maximal 8 000 mPa·s,
besonders bevorzugt von 1 000 bis 7 000 mPa·s und insbesondere
bevorzugt von 1 250 bis 6 500 mPa·s auf. Das Auftragsgewicht
beträgt insbesondere 20 bis 1500 g/m2.
Der Auftrag der Schmelzklebermasse erfolgt dabei bevorzugt als Sprüh-,
Rakel- und/oder Rollenauftrag, besonders bevorzugt als Rollenauftrag.
Weitere Beispiele liegen im fachmännischen Können
eines Fachmanns.
-
Weiterhin
kann es sich bei den erfindungsgemäßen Verklebungen
um Schuhverklebungen handeln, die beispielsweise im Bereich der
Sportschuhe und/oder zur Herstellung von sog. Spaltleder eingesetzt
werden können.
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Ebenfalls
erfindungsgemäße Verklebungen sind sogenannte „druckempfindliche
Verklebungen” (PSA). Hierbei ist es vorteilhaft wenn mindestens
eines der enthaltenen Polymere und/oder Formulierungsbestandteile
einen „kalten Fluss” (das heißt keinen
Schmelzpunkt oder einen Schmelzpunkt unterhalb der Raumtemperatur)
aufweist. Formulierungsbestandteile mit kaltem Fluss sind beispielsweise
Poly(1-hexen), Poly(1-octen), Poly(1-hexen-co-1-octen), Polyacrylate
usw. Durch die Vernetzung der erfindungsgemäßen
modifizierten Polyolefine innerhalb der entsprechenden druckempfindlichen
Klebstoffformulierungen werden besonders elastische Klebverbunde
hergestellt. Ein besonderes Charakteristikum der erfindungsgemäßen
modifizierten Polyolefine ist dabei, dass auf Grund ihrer hohen
Flexibilität sowie der plastischen Verformbarkeit, der Anteil
an zusätzlichen Formulierungsbestandteilen mit „kaltem
Fluss” sehr gering gewählt werden kann. In einer
besonderen, bevorzugten Ausführungsform liegt der Anteil
an weiteren Formulierungsbestandteilen bei < 25 ma-%, besonders bevorzugt bei < 15 ma-% und insbesondere
bevorzugt bei < 10
ma-%.
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Im
Falle von Buchverklebungen handelt es sich in der Regel um eine Verklebung
die beim Vorgang des Buchbindens vorgenommen wird.
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Bei
Textilverklebungen können mehrere textile Schichten punktuell
oder flächig miteinander verbunden werden, wobei zu verklebenden
Textilelemente natürliche oder synthetische Materialien
umfassen können. Insbesondere handelt es sich bei den natürlichen
Textilelementen um Wolle, Rosshaar, Baumwolle, Leinengewebe, Hanf,
Jute, Sisal, Flachs, Stroh und/oder Leder. Bevorzugte synthetische
Textilelemente enthalten als Bestandteile Polypropylen, Polyethylen,
(Co)polyamide, (Co)polyester, Nylon, Perlon und/oder Keflar®. Insbesondere kann es sich bei
einem oder mehreren der zu verklebenden Elemente um eine Einlage
handeln. In einer besonderen Ausführungsform wird die erfindungsgemäße
Klebstoffformulierung in Form eines Pulvers zwischen die zu verklebenden
textilen Schichten eingebracht und durch thermische Energie (z.
B. mit Hilfe einer Bügelpresse) aktiviert.
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In
einer ebenfalls erfindungsgemäßen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung können die erfindungsgemäßen
modifizierten Polyolefine in Markierungsmassen, Beschichtungsmassen,
Dichtungsbahnen oder Dachbahnen eingesetzt werden.
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Die
erfindungsgemäßen Markierungsmassen können
die bereits bei der Beschreibung der Formmassen bzw. Klebstoffformulierungen
genannten weiteren Bestandteile enthalten. Beispielsweise können
die erfindungsgemäßen Markierungsmassen als Straßenmarkierungsmassen
eingesetzt werden.
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Im
Falle von Beschichtungsmassen kann es sich beispielsweise um eine
Beschichtungsmasse zur Pappe- bzw. Papierbeschichtung handeln sowie
um eine Beschichtung eines Pappe bzw. Papier enthaltenden Verbundwerkstoffes,
der als weitere Komponenten z. B. Metallfolien bzw. Metallschichten
(z. B. auf Aluminiumbasis) und/oder Kunststofffolien enthalten kann.
-
Weiterhin
eignen sich die erfindungsgemäßen Polymere zur
Verwendung in Dichtungsbahnen. Neben den erfindungsgemäßen
Polymeren können in den Dichtungsbahnen weitere Bestandteile
enthalten sein, insbesondere handelt es sich bei den weiteren Bestandteilen
um andere Polymere, Füllstoffe und Bitumen. Im Falle der
Dichtungsbahnen liegt der Anteil der erfindungsgemäßen
modifizierten Polymere bei maximal 30 ma-%, bevorzugt bei maximal
27 ma-%, besonders bevorzugt bei maximal 25 ma-% und insbesondere
bevorzugt bei maximal 22 ma-%, bezogen auf die Dichtungsbahn. Insbesondere
handelt es sich bei den Dichtungsbahnen um Dachbahnen.
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Weiterhin
eignen sich die erfindungsgemäßen modifizierten
Polyolefine zur Verwendung als Primer, Haftvermittler bzw. in Primerformulierungen
und/oder in Haftvermittlerformulierungen, wobei insbesondere das Fehlen
halogenierter organischer Bestandteile von Vorteil ist. Insbesondere
werden Primer- und Haftvermittlungsformulierungen, welche die erfindungsgemäßen
Polymere enthalten eingesetzt, um eine Haftung von organischen Beschichtungen
und/oder Klebstoffen auf unbehandelten Polyolefinoberflächen,
insbesondere auf unbehandeltem Polyethylen, unbehandeltem Polypropylen
sowie auf Glasoberflächen zu erzielen. In einem speziellen
Fall werden die Primer- und/oder Haftvermittlerformulierungen als
Grundierung auf Polypropylenformteilen wie z. B. Kfz-Stoßfängern
und/oder Verkleidungsteilen aufgebracht, um eine bessere Haftung
der anschließenden Lackierung zu erzielen.
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In
den erfindungsgemäßen Primern bzw. Primerformulierungen
können neben den erfindungsgemäßen modifizierten
Polyolefinen weitere Bestandteile enthalten sein. Insbesondere sind
in den bei Raumtemperatur flüssigen Primern/Primerformulierungen
cyclische und/oder lineare aliphatische und/oder aromatische Kohlenwasserstoffe
mit oder ohne Heteroatome enthalten, auch die Verwendung der entsprechenden
halogenierten Kohlenwasserstoffe ist möglich. Vorzugsweise
werden aber keine halogenierten Kohlenwasserstoffe verwendet. In
den bei Raumtemperatur flüssigen Primern/Primerformulierungen
haben die genannten Kohlenwasserstoffe einen Formulierungsanteil
von maximal 95 ma-% bevorzugt maximal 93 ma-%, besonders bevorzugt
maximal 90 ma-%, und insbesondere bevorzugt von maximal 85 ma-%.
-
Weiterhin
eignen sich die erfindungsgemäßen modifizierten
Polyolefine zur Verwendung in Dispersionen, Suspensionen und/oder
Emulsionen. In den genannten Dispersionen, Suspensionen und/oder
Emulsionen beträgt der Anteil der erfindungsgemäßen
Polyolefine bevorzugt mehr als 10 ma-% bezogen auf die Gesamtformulierung.
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Der
Auftrag des erfindungsgemäßen modifizierten Polyolefins
geschieht als Reinsubstanz oder in Form der oben angegebenen Formulierungen
(im Falle von Formulierungen, die bei Raumtemperatur fest sind)
auf die zu verklebenden Substrate bevorzugt in Form einer Schmelze
bei Temperaturen zwischen 50°C und 300°C, vorzugsweise
zwischen 100°C und 200°C, besonders bevorzugt
zwischen 130°C und 180°C. Während des
Aufheizens bzw. Aufschmelzens empfiehlt sich eine Überlagerung/Beschleierung
mit Schutzgas (z. B. Stickstoff, Argon usw.) um die Ausbildung von
Gelpartikeln an der Oberfläche zu verhindern. Dazu kann man
sich verschiedenster Auftragstechniken wie z. B. Walzen- bzw. Rollenauftrag,
Breitschlitzdüse, Rakelauftrag, Punktauftrag, multiline-Auftrag,
Rototherm-Auftrag, Sprühauftrag im swirling-Verfahren oder
breitflächig mit melt blow- bzw. air assisted spray-Verfahren
bedienen. Bei der Verwendung der erfindungsgemäßen
modifizierten Polymere im Sprühauftrag ist insbesondere
die Verwendung von Schutzgasen (z. B. Stickstoff, Argon usw.) als
Sprühmedium bevorzugt. Die Substrate werden anschließend
innerhalb der sogenannten ”Offenen Zeit”, deren
Dauer von der Zusammensetzung der aufgetragenen Mischung abhängig
ist, zusammengefügt. Wird der aufgetragene Kleber durch
vorgeheizte Substrate, Walzen etc. oder Strahlung auf der Auftragstemperatur
gehalten, so steht für die Zusammenfügung der
Substrate naturgemäß eine längere Zeit
zur Verfügung.
-
Die
Vernetzung des Systems erfolgt durch Wasser; dies geschieht je nach
Erfordernissen des Anwenders und Eigenschaften der Substrate mittels Wasserdampf
aus der Umgebungsluft, durch Dampf- bzw. Heißwasserbehandlung
oder durch Wasser, welches in den Formulierungsbestandteilen und/oder
Substraten enthalten ist.
-
Auch
ohne weitere Ausführungen wird davon ausgegangen, dass
ein Fachmann die obige Beschreibung im weitesten Umfang nutzen kann.
Die bevorzugten Ausführungsformen und Beispiele sind deswegen lediglich
als beschreibende, keinesfalls als in irgendeiner Weise limitierende
Offenbarung aufzufassen.
-
Nachfolgend
wird die vorliegende Erfindung anhand von Beispielen näher
erläutert. Alternative Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung sind in analoger Weise erhältlich.
-
Analytik:
-
a) Hochtemperatur-13C-NMR
-
Die
Polymerzusammensetzung, die (Co)Monomertaktizität sowie
die Anzahl und Beschaffenheit der (Co)monomerblöcke werden über
Hochtemperatur-13C-NMR bestimmt. Die 13C-NMR-Spektroskopie von Polymeren ist beispielsweise
in folgenden Publikationen beschrieben:
- [1] S. Berger,
S. Braun, H. -O. Kalinowski, 13C-NMR-Spektroskopie, Georg Thieme
Verlag Stuttgart 1985
- [2] A. E. Tonelli, NMR Spectroscopy and Polymer Microstructure,
Verlag Chemie Weinheim 1989
- [3] J. L. Koenig, Spectroscopy of Polymers, ACS Professional
Reference Books, Washington 1992
- [4] J. C. Randall, Polymer Sequence Determination, Academic
Press, New York 1977
- [5] A. Zambelli et al: Macomolecules, 8, 687 (1975)
- [6] A. Filho, G. Galland: J. Appl. Polym. Sci., 80,
1880 (2001)
-
c) Rheologie
-
Die
Schmelzviskosität wird durch Oszillationsrheometrie bestimmt,
wobei mit einer Schergeschwindigkeit von 1 Hz gearbeitet wird. Die
maximale Deformation der Probe wird so gewählt, dass sich
die Probe während der gesamten Messdauer im linear viskoelastischen
Bereich befindet. Die erfindungsgemäßen Polymere zeichnen
sich somit u. a. dadurch aus, dass ihre Schmelzen ein viskoelastisches
Verhalten zeigen. Viskoelastische Materialien zeichnen sich gegenüber
Hookschen Festkörpern durch die Fähigkeit aus,
aus einer Deformation resultierende Spannungen über eine
bestimmte Zeit dissipativ abzubauen (Relaxation). Im Gegensatz zu
Newtonschen Flüssigkeiten, die unter Einwirkung einer Scherung/Dehnung
einer ausschließlich irreversiblen Verformung unterliegen,
können viskoelastische Fluide einen Teil der Deformationsenergie
zurückgewinnen, nachdem die Scherkraft entfernt wurde (sog. „Memory
Effekt”) [
N. P. Cheremisinoff; "An Introduction
to Polymer Rheology and Processing"; CRC Press; London;
1993]. Ein weiteres Kennzeichen der Schmelzen der erfindungsgemäßen
Polymere ist das Auftreten einer sogenannten Strukturviskosität.
Als solche bezeichnet man ein Verhalten, bei dem die Schubspannung
als auftretende Kraft die Ausgangsstruktur des Materials in Abhängigkeit
von der Schergeschwindigkeit abbaut. Da dieser Abbauprozess eine
Mindestschergeschwindigkeit voraussetzt, fließt das Material
unterhalb dieser Schergeschwindigkeit wie eine Newtonsche Flüssigkeit. Eine
Erklärung liefert das Prinzip von Le Chatelier, wobei das „Ausweichen” der
strukturviskosen Flüssigkeit (vor der mechanischen Beanspruchung)
in der Ausrichtung entlang der Schubflächen zur Verminderung
des Reibungswiderstandes besteht. Letzteres führt zum Abbau
der Gleichgewichtsstruktur des Anfangszustandes und zum Aufbau einer
schuborientierten Struktur, was wiederum ein erleichtertes Fließen
(Viskositätsverminderung) zur Folge hat. In Polymerschmelzen
ist der Newtonsche Bereich nur bei sehr kleinen Schergeschwindigkeiten
bzw. kleinen Scheramplituden wahrnehmbar. Seine Bestimmung ist über
rheometrische Testmethoden (Amplituden-„Sweeps”,
d. h. Messung bei fester Frequenz in Abhängigkeit von der
Scheramplitude) möglich und notwendig, wenn die Messung
im reversiblen, d. h. reproduzierbaren Bereich durchgeführt
werden soll [
R. S. Lenk; "Rheologie der Kunststoffe";
C. Hanser Verlag; München; 1971; J. Meissner; "Rheologisches Verhalten
von Kunststoff-Schmelzen und -Lösungen" in: „Praktische
Rheologie der Kunststoffe'; VDI-Verlag; Düsseldorf; 1978;
J. -F. Jansson; Proc.8th.Int.Congr.Rheol.; 1980; Vo1. 3].
Die Schwingungsrheometrie ist auf Grund ihrer geringen Krafteinwirkung,
ihrer geringen Deformation und der somit geringen Auswirkung auf
die Probenmorphologie besonders gut zur Untersuchung von Materialien
geeignet, die ein strukturviskoses Verhalten zeigen.
-
d) Nadelpenetration (PEN)
-
Die
Nadelpenetration wird gemäß DIN EN 1426 bestimmt.
-
e) DSC
-
Die
Bestimmung der Schmelzenthalpie, der Glasübergangstemperatur
und des Schmelzbereichs des kristallinen Anteils erfolgt über
Differentialkalorimetrie (DSC) gemäß DIN
53 765 aus der 2. Aufheizkurve bei einer Heizrate von 10
K/min. Der Wendepunkt der Wärmestromkurve wird als Glasübergangstemperatur
ausgewertet.
-
h) Zugfestigkeit und Reißdehnung
-
Die
Bestimmung der Zugfestigkeit und Reißdehnung erfolgt nach DIN
EN ISO 527–3.
-
i) Erweichungspunkt (Ring&Kugel)
-
Die
Bestimmung des Erweichungspunktes nach der Ring- und Kugelmethode
erfolgt nach DIN EN 1427.
-
j) Klebscherfestigkeit
-
Die
Bestimmung der Klebscherfestigkeit erfolgt nach DIN EN 1465.
-
k) RFA-Spektroskopie
-
Die
in Alu – Schalen gegossenen und ausgehärteten
Proben werden mit einem Stanzeisen (Durchmesser 30 mm) ausgestanzt.
Die Bestimmung erfolgt als Doppelbestimmung. Die Schichtdicke der
Polymerproben beträgt > 5
mm. Die Proben werden im Probenhalter platziert und vermessen (Messgerät:
PANalytical PW 2404). Die quantitative Bestimmung erfolgt gegen
eine externe Kalibrierung von Si in Borax-Tabletten.
-
l) Xylollöslichkeit
-
Es
wird ein Xylol-Isomerengemisch verwendet, wobei das Polymer unter
Rückfluss gelöst und dann die Lösung
auf Raumtemperatur abgekühlt wird. 2 g Polyolefin werden
in 250 ml Xylol unter Rühren und Heizen bis zum Siedepunkt
von Xylol gelöst. Nachdem 20 min unter Rückfluss
gekocht wurde, lässt man die Polymerlösung auf
25°C abkühlen. Ungelöstes bzw. ausgefallenes
Polyolefin wird abfiltriert (15 cm-Nutsche, Sartorius 390-Filterpapier)
und getrocknet. Die überbleibende Polymerlösung
wird in einem 5fachen Überschuss an Methanol (mit einem
Tropfen 37-prozentiger wässriger HCl versetzt) ausgefällt.
Der entstehende Niederschlag wird abfiltriert und bei 80°C
im Trockenschrank (Vakuum) getrocknet.
-
m) Löslichkeit in THF
-
Die
Löslichkeit in THF ist ein Kennzeichen teilkristalliner
Polyolefine. Die Durchführung erfolgt analog zu den Lösungsversuchen
in Xylol.
-
Die
beschriebenen Messmethoden beziehen sich dabei auf jede Vermessung
im Rahmen der vorliegenden Erfindung, unabhängig davon
ob es sich um das zu pfropfende Basispolymer oder um das erfindungsgemäße
Polyolefin handelt.
-
Beispiele:
-
1. Erfindungsgemäße
Basispolymere und nicht erfindungsgemäße Vergleichsbeispiele
-
Die
Herstellung der Basispolymere (erfindungsgemäße
Bsp. Nr. 3 bis 6) erfolgt unter Verwendung eines Mischkontaktes
aus einem kristallinen Titantrichlorid in Form eines mit Aluminium
reduzierten TiCl4 (TiCl3·0,33
AlCl3) und Aluminiumtriisobutyl (im Gewichtsverhältnis
1:4). Die in Tabelle 1 angegebenen Monomere werden im Lösungsmittel
n-Butan bei 70°C in einem Laborautoklaven polymerisiert,
wobei je nach Zielmolmasse unterschiedliche Mengen an Wasserstoff
als Molmassenregler eingesetzt werden. Es treten Drücke von
10 bis 36 bar auf. Die Monomere Ethen und Propen werden während
der Reaktionszeit von 3 h kontinuierlich zudosiert, das Monomer
1-Buten wird zusammen mit dem verwendeten Lösungsmittel
vorgelegt. Nach 3 h wird die Reaktionsmischung mit Isopropanol versetzt,
wodurch die Reaktion abgestoppt wird. In einem Verdampfer werden
nicht umgesetzte Monomere sowie das Lösungsmittel n-Butan
verdampft. Das Polymer wird aufgeschmolzen und bei einer Temperatur
von 190°C abgefüllt.
-
-
2. Erfindungsgemäße
modifizierte Polymere:
-
Herstellung der erfindungsgemäßen
modifizierten Polyolefine in der Schmelze:
-
Ein
teilkristallines Polyolefin (Zusammensetzung und Materialparameter
siehe Tabelle 1) wird in einem Doppelschneckenextruder (Berstorff
ZE40) mit dem Monomer Vinyltrimethoxysilan und dem Initiator Dicumylperoxid
(Menge siehe Tabelle 2) bei einer bestimmten Reaktionstemperatur
(siehe Tabelle 2) für ca. 90 Sekunden (VWZ) vermischt.
Das überschüssige Monomer wird in der letzten
Zone des Extruders bei einem Vakuum von ca. 20 mbar verdampft. Anschließend
erfolgt eine Stabilisierung durch ca. 0,3 ma-% IRGANOX 1076.
-
-
Herstellung der erfindungsgemäßen
modifizierten Polyolefine in Lösung
-
150
g eines teilkristallines Polyolefin (Zusammensetzung und Materialparameter
siehe Tabelle 1) werden in einem Laborreaktor in 750 g eines Lösungsmittels
(Art siehe Tabelle 3) gelöst, und auf eine bestimmte Reaktionstemperatur
(Tabelle 3) gebracht. Anschließend werden 1,85 g Dicumylperoxid
sowie 18,75 g Vinyltrimethoxysilan für eine Reaktionszeit
von 120 Minuten kontinuierlich zudosiert. Im Anschluss an die Zudosierung
folgt eine 30minütige Nachreaktionsphase. Lösungsmittel
und Restmonomere werden über einen Verdampfer abgetrennt.
| | Bsp.
15 | Bsp.
16 |
| Basispolymer
It. Bsp. | 3 | 4 |
| Lösungsmittel | Xylol | Toluol |
| Reaktionstemp.
[°C] | 130 | 130 |
| η190°C [mPa·s] | 54
000 | 46
000 |
| PEN
[0,1 mm] | 21 | 27 |
| TErw.
[°C] | 159 | 160 |
| Si
[ma-%] | 0,33 | 0,38 |
| Zugfestigkeit „0” [MPa]* | 1,85 | 1,7 |
| Zugfestigkeit „40” [MPa]** | 2,9 | 3,1 |
| Reißdehnung „0” [%]* | 370 | 550 |
| Reißdehnung „40” [%]** | 310 | 460 |
- *: Im unvernetzten Zustand ohne Lagerung.
- **: Im vernetzten Zustand nach 40 Tagen Lagerung (20°C/65%
rel. Luftfeuchte).
-
3. Verklebungen:
-
a) Holzverklebungen
-
Die
erfindungsgemäß modifizierten Polyolefine werden
bei 190°C im Trockenschrank unter Schutzgasatmosphäre
(z. B. Stickstoff, Argon usw.) eine Stunde aufgeschmolzen und anschließend
bei einer Temperatur von 170°C (mit Hilfe eines Thermofühlers)
auf einen Holzprüfkörper (Holzart: Buche massiv)
appliziert. Dieser wird innerhalb von 20 Sekunden mit einem weiteren
Holzprüfkörper (Holzart: Buche massiv) auf einer Fläche
von 4 cm2 einfach überlappend zusammengefügt
und 5 Minuten mit einem Gewicht von 2 kg aneinandergepresst. Überstehendes
Klebpolymer wird entfernt. Anschließend lagert das Verklebungsmuster
eine bestimmte Anzahl von Tagen bei 20°C/65% rel. Luftfeuchte
im Klimaschrank und wird anschließend mittels Zugprüfung
auf seine mechanischen Eigenschaften hin getestet.
-
b) Polypropylenverklebungen:
-
Die
erfindungsgemäß modifizierten Polyolefine werden
bei 190°C im Trockenschrank unter Schutzgasatmosphäre
(z. B. Stickstoff, Argon usw.) eine Stunde aufgeschmolzen und anschließend
bei einer Temperatur von 170°C (mit Hilfe eines Thermofühlers)
auf einen Polypropylenprüfkörper (isotaktisches
Polypropylen, ”PP-DWST/Hersteller: Simona AG) appliziert.
Dieser wird innerhalb von 20 Sekunden mit einem weiteren Polypropylenprüfkörper
(isotaktisches Polypropylen, ”PP-DWST/Hersteller: Simona
AG) auf einer Fläche von 4 cm2 einfach überlappend
zusammengefügt und 5 Minuten mit einem Gewicht von 2 kg
aneinandergepresst. Überstehendes Klebpolymer wird entfernt.
Anschließend lagert das Verklebungsmuster eine bestimmte
Anzahl von Tagen bei 20°C/65% rel. Luftfeuchte im Klimaschrank
und wird anschließend mittels Zugprüfung auf seine mechanischen
Eigenschaften hin getestet.
-
1 und 2 zeigen
Ergebnisse entsprechender Klebscheruntersuchungen an verschiedenen Probenkörpern.
-
Die
Ergebnisse zeigen, dass bei Einsatz der erfindungsgemäßen
Polyolefine Verklebungen höherer Stabilität erreicht
werden können. So zeigen erfindungsgemäße
Verklebungen eine höhere Klebscherfestigkeit als Verklebungen
mit aus dem Stand der Technik bekannten Polymeren. Dies gilt insbesondere
für Verklebungen mit einer Lagerdauer von mehr als 10 Tagen.
Somit zeigen Verklebungen unter Einsatz der erfindungsgemäßen
Polymere eine größere Langzeitstabilität.
-
6. Beispielformulierungen für
Klebstoffe/Dichtungsmassen mit erfindungsgemäßen
Polymeren.
-
Vorgehensweise:
-
Nach
Aufschmelzen des erfindungsgemäßen modifizierten
Polyolefins bei 190°C im Trockenschrank unter Schutzgasatmosphäre
(z. B. Stickstoff, Argon usw.) für eine Stunde werden die
Formulierungsbestandteile zugegeben, gegebenenfalls aufgeschmolzen
und dann mit einem geeigneten Mischapparat (z. B. auf einer Heizplatte
mit einem IKA-Rührer mit Kneter) homogen vermischt:
-
Unverstärkte Formmasse
-
- 54,8 Gewichtsanteile erfindungsgemäßes
modifiziertes Polyolefin nach Bsp. 11
- 5 Gewichtsanteile DBTL-Masterbatch (98 ma-% VESTOPLAST® 708, 2 ma-% Dibutylzinndilaurat)
- 40 Gewichtsanteile isotaktisches Polypropylen (z. B. SABIC PP
520 P)
- 0,2 Gewichtsanteile IRGANOX 1076 (Octadecyl-3,5-di-(tertbutyl)-4-hydroxyhydrocinnamat)
-
Faserverstärkte Formmasse
-
- 49,8 Gewichtsanteile erfindungsgemäßes
modifiziertes Polyolefin nach Bsp. 11
- 5 Gewichtsanteile Glasfasern (z. B. Owen Corning CS429YZ)
- 5 Gewichtsanteile DBTL-Masterbatch (98 ma-% VESTOPLAST® 708, 2 ma-% Dibutylzinndilaurat)
- 40 Gewichtsanteile isotaktisches Polypropylen (z. B. SABIC PP
520 P)
- 0,2 Gewichtsanteile IRGANOX 1076 (Octadecyl-3,5-di-(tertbutyl)-4-hydroxyhydrocinnamat)
-
Die
Glasfasern werden vor der Verwendung bei 550°C im Ofen
für eine Stunde pyrolytisch entschlichtet.
-
Schutzmasse (Kfz-Unterbodenschutz)
-
- 40 Gewichtsanteile erfindungsgemäß modifiziertes
Polyolefin nach Bsp. 3
- 44,3 Gewichtsanteile teilkristallines Polyolefin (z. B. VESTOPLAST
708)
- 5 Gewichtsanteile DBTL-Masterbatch (98 ma-% VESTOPLAST® 708, 2 ma-% Dibutylzinndilaurat)
- 5 Gewichtsanteile niederviskoses Polybutadienöl (z.
B. Polyöl 110)
- 5 Gewichtsanteile Glasfasern (z. B. Owen Corning CS429YZ)
- 0,5 Gewichtsanteile Carbon Black (z. B. Printex 60)
- 0,2 Gewichtsanteile IRGANOX 1076 (Octadecyl-3,5-di-(tertbutyl)-4-hydroxyhydrocinnamat)
-
Dichtungsmasse Isolierglas
-
- 41,3 Gewichtsanteile erfindungsgemäß modifiziertes
Polyolefin nach Bsp. 11
- 5 Gewichtsanteile DBTL-Masterbatch (98 ma-% VESTOPLAST® 708, 2 ma-% Dibutylzinndilaurat)
- 20 Gewichtsanteile Butylrubber
- 20 Gewichtsanteile Zeolith, 3A
- 10 Gewichtsanteile teilkristallines Polyolefin (z. B. VESTOPLAST® 750)
- 3 Gewichtsanteile Carbon Black (z. B. Printex 60)
- 0,5 Gewichtsanteile Organisches Silan (z. B. Dynasilan GLYMO)
- 0,2 Gewichtsanteile IRGANOX 1076 (Octadecyl-3,5-di-(tertbutyl)-4-hydroxyhydrocinnamat)
-
Schmelzkleber für KfZ-Innenraum
-
- 72,8 Gewichtsanteile erfindungsgemäß modifiziertes
Polyolefin nach Bsp. 4
- 5 Gewichtsanteile DBTL-Masterbatch (98 ma-% VESTOPLAST® 708, 2 ma-% Dibutylzinndilaurat)
- 15 Gewichtsanteile Kohlenwasserstoffharz (z. B.: ESCOREZ 5300)
- 2 Gewichtsanteile Rosinester (z. B. FORAL 105)
- 5 Gewichtsanteile Poly(ethylen-co-vinylacetat) (z. B. ESCORENE
MV02514)
- 0,2 Gewichtsanteile IRGANOX 1076 (Octadecyl-3,5-di-(tertbutyl)-4-hydroxyhydrocinnamat)
-
Schmelzkleber für Schuhverklebungen
-
- 39,8 Gewichtsanteile erfindungsgemäß modifiziertes
Polyolefin nach Bsp. 3
- 5 Gewichtsanteile DBTL-Masterbatch (98 ma-% VESTOPLAST® 708, 2 ma-% Dibutylzinndilaurat)
- 35 Gewichtsanteile teilkristallines Polyolefin (z. B. VESTOPLAST® 408)
- 10 Gewichtsanteile Kohlenwasserstoffharz (z. B.: ESCOREZ 5300)
- 5 Gewichtsanteile Poly(ethylen-co-vinylacetat) (z. B. ESCORENE
UL15028)
- 2 Gewichtsanteile Polyethylenwachs (z. B. VESTOWAX® A227)
- 3 Gewichtsanteile Calcit
- 0,2 Gewichtsanteile IRGANOX 1076 (Octadecyl-3,5-di-(tertbutyl)-4-hydroxyhydrocinnamat)
-
Schmelzkleber für Buchverklebungen
-
- 45,7 Gewichtsanteile VESTOPLAST 408®
- 30 Gewichtsanteile erfindungsgemäß modifiziertes
Polyolefin nach Bsp. 9
- 5 Gewichtsanteile DBTL-Masterbatch (98 ma-% VESTOPLAST® 708, 2 ma-% Dibutylzinndilaurat)
- 10 Gewichtsanteile gesättigtes Kohlenwasserstoffharz
(z. B. ARKON P90)
- 7 Gewichtsanteile Polyolefinwachs (z. B. LICOWAX PP230)
- 2 Gewichtsanteile MSA-gepfropftes Polypropylenwachs (z. B. LICOMONT
TPAR504)
- 0,3 Gewichtsanteile IRGANOX 1076 (Octadecyl-3,5-di-(tertbutyl)-4-hydroxyhydrocinnamat)
-
Schmelzkleber für Verpackungen
(Material: Polypropylen)
-
- 54,7 Gewichtsanteile teilkristallines Polyolefin (z. B.
VESTOPLAST 828®)
- 30 Gewichtsanteile erfindungsgemäß modifiziertes
Polyolefin nach Bsp. 11
- 5 Gewichtsanteile DBTL-Masterbatch (98 ma-% VESTOPLAST® 708, 2 ma-% Dibutylzinndilaurat)
- 10 Gewichtsanteile Kohlenwasserstoffharz (z. B.: ESCOREZ 1102)
- 0,3 Gewichtsanteile IRGANOX 1076 (Octadecyl-3,5-di-(tertbutyl)-4-hydroxyhydrocinnamat)
-
Universal-Schmelzkleber mit breitem Anwendungsprofil
-
- 84,7 Gewichtsanteile erfindungsgemäß modifiziertes
Polyolefin nach Bsp. 14
- 5 Gewichtsanteile DBTL-Masterbatch (98 ma-% VESTOPLAST® 708, 2 ma-% Dibutylzinndilaurat)
- 2 Gewichtsanteile MSA-gepfropftes Polypropylencopolymer (z.
B. EXXELOR PO1015)
- 3 Gewichtsanteile Polyolefinwachs (z. B. VESTOWAX A616)
- 5 Gewichtsanteile Kohlenwasserstoffharz (z. B.: ESCOREZ 1102)
- 0,3 Gewichtsanteile IRGANOX 1076 (Octadecyl-3,5-di-(tertbutyl)-4-hydroxyhydrocinnamat)
-
Schmelzklebstoff für Kantenumleimungen
-
- 20,7 Gewichtsanteile erfindungsgemäß modifiziertes
Polyolefin nach Bsp. 9
- 5 Gewichtsanteile DBTL-Masterbatch (98 ma-% VESTOPLAST® 708, 2 ma-% Dibutylzinndilaurat)
- 19 Gewichtsanteile teilkristallines Polyolefin VESTOPLAST 891®
- 10 Gewichtsanteile teilkristallines Polyolefin VESTOPLAST 792®
- 3 Gewichtsanteile isotaktisches Polypropylen (z. B. SABIC PP
579S)
- 2 Gewichtsanteile MSA-gepfropftes Polypropylenwachs (z. B. LICOMONT
TPAR504)
- 12 Gewichtsanteile hydriertes aliphatisches Kohlenwasserstoffharz
(z. B. EASTOTAC H-130)
- 4 Gewichtsanteile aromatisches Kohlenwasserstoffharz (z. B.
NOVARES TN150)
- 12 Gewichtsanteile Poly(ethylen-co-vinylacetat)-Copolymer (z.
B. ELVAX210) 12 Gewichtsanteile Calcit
- 0,3 Gewichtsanteile IRGANOX 1076 (Octadecyl-3,5-di-(tertbutyl)-4-hydroxyhydrocinnamat)
-
Primer für Polypropylen/Polyethylen
(Rezeptur 1)
-
- 80 Gewichtsanteile Xylol
- 20 Gewichtsanteile erfindungsgemäß modifiziertes
Polyolefin nach Bsp. 10
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
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-
Zitierte Patentliteratur
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