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Stand der Technik
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung gemäß Anspruch
1 sowie auf einen Zündkreis gemäß Anspruch
9.
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Zur
Auslösung von Airbags sehen Insassenschutzsysteme je einen
Zündkreis pro Auslösegerät oder Auslösestelle
vor. Eine Ausstattung der Oberklasse kann aktuell über
20 Zündkreise beinhalten.
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Eine
gängige Konfiguration eines einzelnen Zündkreises
ist in 3 gezeigt. Die Konfiguration weist eine Zündpille 101,
einen Highside-Schalter 102, einen Lowside-Schalter 103,
eine Energiequelle (ER) 105 und einen Masseanschluss (PGND) 106 auf.
Der Highside-Schalter 102 ist mit einer Stromregelung 312 und
der Lowside-Schalter 103 mit einem Treiber 313 (Lowside
Driver) gekoppelt. Die Stromregelung 312 des Highside-Schalters 102 weist
einen Treiber (Highside Driver) und eine Zündstromsteuerung
(Firing Current Control) auf.
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Der
Highside-Schalter 102 ist im Bereich der sogenannten „Highside
Power Stage” und der Lowside-Schalter 103 im Bereich
der sogenannten „Lowside Power Stage” angeordnet.
Die Zündpille 101 ist als elektrischer Widerstand
RSquib dargestellt und über einen
ersten Anschluss IGH mit dem Highside-Schalter 102 und über
einen zweiten Anschluss IGL mit dem Lowside-Schalter 103 verbunden.
Pro Zündkreis werden jeweils ein Highside-Schalter 102,
ein Lowside-Schalter 103 und eine Zündpille 101 benötigt.
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KR-591831-B1 befasst
sich mit einer Auslöseeinrichtung für Airbags.
Eine Mehrzahl von Schaltern zum Ansteuern der Airbags wird dabei
von einzelnen Diagnoseblöcken überwacht.
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Beschreibung der Erfindung
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Vor
diesem Hintergrund wird mit der vorliegenden Erfindung eine Vorrichtung
zum Betreiben einer Mehrzahl elektrischer Verbraucher sowie ein Zündkreis
gemäß den unabhängigen Patentansprüchen
vorgestellt. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den jeweiligen
Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung.
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Der
Kern der Erfindung besteht darin, dass Highside- und Lowside-Schalter
nur einmal realisiert werden. Diese können dann per Multiplex-Verfahren für
mehrere Zündkreise verwendet werden. Somit ist die Verwendung
mehrerer Zündkreise bei nur einem Highside- und/oder Lowside-Schalter
möglich.
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Die
vorliegende Erfindung schafft eine Vorrichtung zum Betreiben einer
Mehrzahl elektrischer Verbraucher, mit einem ersten Schaltelement
mit einem ersten Schaltelementkontakt und einem zweiten Schaltelementkontakt,
wobei der ersten Schaltelementkontakt geeignet ist, um das erste
Schaltelement mit einem ersten Spannungspotential zu verbinden und
mit einem ersten Multiplexer mit einem ersten Multiplexerkontakt
und einer Mehrzahl zweiter Multiplexerkontakte, wobei der erste
Multiplexerkontakt mit dem zweiten Schaltelementkontakt des ersten
Schaltelements verbunden ist und die Mehrzahl zweiter Multiplexerkontakte
jeweils geeignet sind, um den ersten Multiplexer mit jeweils einem
ersten Anschluss der Mehrzahl elektrischer Verbraucher zu verbinden.
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Die
erfindungsgemäße Vorrichtung kann im Zusammenhang
mit einem Insassenschutzsystems eines Fahrzeugs eingesetzt werden
und beispielsweise Teil eines Zündkreises für
das Insassenschutzsystem sein. Insbesondere kann die Vorrichtung
Teil eines Airbag-Systems sein und zur Ansteuerung von Airbags eingesetzt
werden. Die elektrischen Verbraucher können demnach Zündeinrichtungen
sein, die von der erfindungsgemäßen Vorrichtung
mit einer Zündspannung oder einem Zündstrom versorgt
werden können. Dazu kann es sich bei dem ersten Schaltelement
um einen Highside-Schalter oder einen Lowside-Schalter handeln.
Verbindungen zwischen einzelnen Elementen können als di rekte
elektrische Verbindungen oder unter Einbeziehung weiterer Schaltungselemente
ausgeführt sein.
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Erfindungsgemäß können
mehrere elektrische Verbraucher über ein einziges erstes
Schaltelement mit dem ersten elektrischen Potential verbunden werden.
Es ist nicht mehr erforderlich, dass für jeden elektrischen
Verbraucher ein eigenes Schaltelement bereitgestellt wird. Die Reduktion
der erforderlichen Schaltelemente weist mehrere Vorteile auf. Von
Vorteil ist zum einen die deutliche Einsparung von Siliziumfläche,
die stark in die Kosten des Insassenschutzsystems eingeht. Die deutliche
Einsparung der Siliziumfläche ergibt sich dadurch, dass
das Schaltelement einen großen Flächenbedarf aufweist. Der
große Flächenbedarf ergibt sich aus der erforderlichen
Dimensionierung des Schaltelements, die es dem Schaltelement im
Zündfall ermöglicht, eine hohe Zündspannung
und einen hohen Zündstrom bereitzustellen. Ein weiterer
Vorteil besteht darin, dass der Diagnoseaufwand in Software und
Hardware reduziert werden kann. Der Diagnoseaufwand fällt
für jedes Schaltelement an und ist erforderlich, um die Funktionsfähigkeit
eines jeden Schaltelements zu überprüfen. Da der
erfindungsgemäße Ansatz eine Reduktion der Anzahl
der erforderlichen Schaltelemente ermöglicht, reduziert
sich der Diagnoseaufwand entsprechend. Außerdem kann das
System durch den erfindungsgemäßen Ansatz eine
höhere Sicherheit erreichen, da nur ein Schaltelement,
also beispielsweise ein Highside-Schalter erforderlich ist.
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Der
erste Multiplexer kann ausgebildet sein, um ansprechend auf ein
Auswahlsignal, eine elektrische Verbindung zwischen dem zweiten
Schaltelementkontakt des ersten Schaltelements und einem durch das
Auswahlsignal definierten zweiten Multiplexerkontakt des ersten
Multiplexers bereitzustellen. Somit kann über den Multiplexer
ein bestimmter Zündkreis ausgewählt und angesteuert
werden. Wird der Trend zu kürzeren Zündzeiten
fortgesetzt, dann wird durch die vorliegende Erfindung eine sequentielle
Zündung möglich. Das Auswahlsignal kann beispielsweise
von einer Airbagsteuerung bereitgestellt werden. Alternativ können
durch das Auswahlsignal auch zwei oder mehr elektrische Verbraucher
ausgewählt werden. In diesem Fall kann der Multiplexer ausgebildet
sein, um zeitgleich eine elektrische Verbindung zwischen dem zweiten
Schaltelementkontakt des ersten Schaltelements und mehreren durch das
Auswahlsignal definierten zweiten Multiplexerkontakten des ersten
Multiplexers bereitzustellen.
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Gemäß einer
Ausgestaltung kann die Vorrichtung eine Mehrzahl zweiter Schaltelemente
mit jeweils einem ersten Schaltelementkontakt und einem zweiten
Schaltelementkontakt aufweisen, wobei die ersten Schaltelementkontakte
der Mehrzahl zweiter Schaltelemente jeweils geeignet sind, um die zweiten
Schaltelemente jeweils mit einem zweiten Anschluss der Mehrzahl
elektrischer Verbraucher zu verbinden und wobei die zweiten Schaltelementkontakte
der Mehrzahl zweiter Schaltelemente jeweils geeignet sind, um die
zweiten Schaltelemente jeweils mit einem zweiten Spannungspotential
zu verbinden. Somit kann ein Zündkreis geschaffen werden,
der beispielsweise eine der Anzahl der elektrischen Verbraucher
entsprechende Anzahl von Lowside-Schaltern aufweist, jedoch nur
einen einzigen Highside-Schalter aufweist.
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Gemäß einem
weiteren Ausführungsbeispiel kann die Vorrichtung einen
zweiten Multiplexer mit einer Mehrzahl erster Multiplexerkontakte
und einem zweiten Multiplexerkontakt aufweisen, wobei die Mehrzahl
erster Multiplexerkontakte des zweiten Multiplexers jeweils geeignet
sind, um den zweiten Multiplexer mit jeweils einem zweiten Anschluss
der Mehrzahl elektrischer Verbraucher zu verbinden und ein zweites
Schaltelement mit einem ersten Schaltelementkontakt und einem zweiten
Schaltelementkontakt aufweisen, wobei der ersten Schaltelementkontakt
des zweiten Schaltelements mit dem zweiten Multiplexerkontakt des
zweiten Multiplexers verbunden ist und der zweite Schaltelementkontakt
des zweiten Schaltelements geeignet ist, um das zweite Schaltelement
mit einem zweiten Spannungspotential zu verbinden. Somit können
die elektrischen Verbraucher über ein einziges zweites
Schaltelement mit dem zweiten elektrischen Potential verbunden werden.
Dies ist beispielsweise für einen Zündkreis vorteilhaft,
der bei einer Mehrzahl elektrischer Verbraucher nur einen einzigen
Lowside-Schalter und nur einen einzigen Highside-Schalter aufweisen
braucht.
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Erfindungsgemäß können
das erste Schaltelement und das zweite Schaltelement als Leistungstransistor
ausgebildet sind. Somit kann die erfindungsgemäße
Vorrichtung im Zusammenhang mit bekannten Zündstufen eingesetzt
werden.
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Vorteilhafterweise
kann die erfindungsgemäße Vorrichtung in integrierter
Halbleitertechnik gefertigt sein. Somit können das erste
und das zweite Schaltelement sowie der erste und der zweite Multiplexer
gemeinsam mit einer integrierten Schaltung bereitgestellt werden.
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Gemäß einer
Ausgestaltung kann die Vorrichtung ein weiteres erstes Schaltelement
mit einem ersten Schaltelementkontakt und einem zweiten Schaltelementkontakt
aufweisen, wobei der erste Schaltelementkontakt des weiteren ersten
Schaltelements geeignet ist, um das weitere erste Schaltelement
mit dem ersten Spannungspotential zu verbinden und der zweite Schaltelementkontakt
des weiteren ersten Schaltelements geeignet ist, um das weitere
erste Schaltelement mit einem ersten Anschluss eines weiteren elektrischer
Verbrauchers zu verbinden. Typischerweise sind auf einem Systemchip mehrere
Zündkreise, beispielsweise 10–12 Zündreise
angeordnet. Der erfindungsgemäße Ansatz kann für
Gruppen mit einer bestimmten Anzahl von Zündkreisen, z.
B. 3–4 Zündkreise eingesetzt werden. Die übrigen
Zündkreise können ohne Einsatz eines Multiplexers,
jeweils von einem eigenen Highside-Schalter und Lowside-Schalter
angesteuert werden.
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Die
vorliegende Erfindung schafft ferner einen Zündkreis mit
einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Betreiben
einer Mehrzahl elektrischer Verbraucher und mindestens einem elektrischen
Verbraucher. Ein solcher Zündkreis eignet sich beispielsweise
zur Auslösung mehrerer Airbags. Dazu kann mindestens ein
elektrischer Verbraucher eine Zündeinrichtung, beispielsweise
in Form einer Zündpille aufweisen.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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Die
Erfindung wird nachstehend anhand der beigefügten Zeichnungen
beispielhaft näher erläutert. Es zeigen:
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1 ein
Schaltbild eines Zündkreises gemäß einem
Ausführungsbeispiels der vorliegenden Erfindung;
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2 ein
Schaltbild eines Zündkreises gemäß einem
weiteren Ausführungsbeispiels der vorliegenden Erfindung;
und
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3 ein
Schaltbild eines Zündkreises gemäß dem
Stand der Technik.
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Gleiche
oder ähnliche Elemente können in den nachfolgenden
Figuren durch gleiche oder ähnliche Bezugszeichen versehen
sein. Ferner enthalten die Figuren der Zeichnungen, deren Beschreibung sowie
die Ansprüche zahlreiche Merkmale in Kombination. Einem
Fachmann ist dabei klar, dass diese Merkmale auch einzeln betrachtet
werden oder sie zu weiteren, hier nicht explizit beschriebenen Kombinationen
zusammengefasst werden können.
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1 zeigt
eine Vorrichtung zum Betreiben einer Mehrzahl elektrischer Verbraucher 101,
gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung. Die Vorrichtung weist ein erstes Schaltelement 102,
eine Mehrzahl zweiter Schaltelemente 103 und einen Multiplexer 104 auf.
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Das
erste Schaltelement 102 weist einen Kontakt zum Verbinden
des ersten Schaltelements 102 mit einem ersten elektrischen
Potential 105 auf. Das erste Schaltelement 102 weist
ferner einen Kontakt zum Verbinden des ersten Schaltelements 102 mit
dem Multiplexer 104 auf. Über einen Steuerkontakt
kann das erste Schaltelement 102 mit einer Stromregelung
verbunden sein.
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Der
Multiplexer 104 ist mit dem ersten Schaltelement 102 verbunden.
Ferner weist der Multiplexer 104 eine Mehrzahl von Kontakten
auf, die jeweils mit einem der elektrischen Verbraucher 101 verbunden
werden können. Gemäß diesem Ausführungsbeispiel
ist der Multiplexer 104 ausgebildet, um zeitlich nacheinander
jeweils einen der elektrischen Verbraucher 101 mit dem
ersten Schaltelement 102 zu verbinden. Dazu kann der Multiplexer 104 einen
Eingang zum Empfangen eines Auswahlsignals aufweisen, dass ausgebildet
ist, um einen ausgewählten elektrischen Verbraucher anzuzeigen.
Alternativ kann der Multiplexer 104 ausgebildet sein, um
gleichzeitig oder zumindest zeitlich überlappend mehrere oder
alle der elektrischen Verbraucher 101 mit dem ersten Schaltelement 102 zu
verbinden.
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1 zeigt
beispielhaft drei elektrische Verbraucher 101, die jeweils
als Widerstände dargestellt sind. Gemäß diesem
Ausführungsbeispiel kann der Multiplexer 104 mit
jeweils einem Anschluss der drei elektrischen Verbraucher 101 verbunden
werden. Somit können die drei elektrischen Verbraucher 101 über
ein einziges erstes Schaltelement 102 mit dem ersten elektrischen
Potential 105 verbunden werden.
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Die
zweiten Schaltelemente 103 weisen jeweils einen Kontakt
auf, über den die zweiten Schaltelemete 103 jeweils
mit einem weiteren Anschluss der elektrischen Verbraucher 101 verbunden
werden können. Ferner weisen die zweiten Schaltelemente 103 jeweils
einen Kontakt zum Verbinden der zweiten Schaltelemente 103 mit
einem zweiten elektri schen Potential 106 auf. Über
einen Steuerkontakt können die zweiten Schaltelemente 103 jeweils
mit einem Treiber verbunden sein.
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Die
erfindungsgemäße Vorrichtung kann als integrierte
Schaltung realisiert sein. Bei dem ersten elektrischen Potential 105 kann
es sich um eine, von einer Energiequelle (ER) bereitgestellte Versorgungsspannung
und bei dem zweiten elektrischen Potential 106 um einen
Masseanschluss (PGND) handeln. Das erste Schaltelement 102 und
die zweiten Schaltelemente 103 können jeweils
als Transistoren ausgebildet sein.
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Gemäß einem
Ausführungsbeispiel kann die in 1 gezeigte
Schaltung einen Highside-Schalter-Multiplex auf mehrere Zündkreise
darstellen. Somit kann es sich bei dem ersten Schaltelement 102 um
einen Higside-Schalter, bei den zweiten Schaltelementen 103 um
Lowside-Schalter und bei den elektrischen Verbrauchern 101 um
Zündpillen RSquib handeln. Die
dargestellten Zündkreise können als Loop 1, Loop
2 und Loop 3 bezeichnet werden und weisen jeweils den gemeinsamen
Higside-Schalter 102, eine Zündpille 101 und
einen separaten Lowside-Schalter 103 auf. Der Multiplexer 104 kann über
Kontakte (IGH) und die Lowside-Schalter 103 können über Kontakte
(IGL) mit den elektrischen Verbrauchern 101 verbunden werden.
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Gemäß dem
in 1 gezeigten Ausführungsbeispiel ist nur
ein Highside-Schalter vorgesehen, der über den ersten Multiplexer 104 die
elektrischen Verbraucher 101 ansteuern kann. Pro elektrischen
Verbraucher 101 ist ein Lowside-Schalter vorgesehen. Alternativ
kann nur ein einziger Lowside-Schalter vorgesehen sein, der über
einen Multiplexer die elektrischen Verbraucher ansteuern kann. Pro
elektrischen Verbraucher kann dann jeweils ein Highside-Schalter
vorgesehen sein.
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2 zeigt
eine Vorrichtung zum Betreiben einer Mehrzahl elektrischer Verbraucher 101,
gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung. Die Vorrichtung weist ein erstes Schaltelement 102,
eine zweites Schaltelemente 103 einen ersten Multiplexer 104 und
einen zweiten Multiplexer 204 auf.
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Das
erste Schaltelement 102 weist einen Kontakt zum Verbinden
des ersten Schaltelements 102 mit einem ersten elektrischen
Potential 105 auf. Das erste Schaltelement 102 weist
ferner einen Kontakt zum Verbinden des ersten Schaltelements 102 mit
dem Multi plexer 104 auf. Über einen Steuerkontakt
kann das erste Schaltelement 102 mit einer Stromregelung
verbunden sein.
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Der
erste Multiplexer 104 ist mit dem ersten Schaltelement 102 verbunden.
Ferner weist der erste Multiplexer 104 eine Mehrzahl von
Kontakten auf, die jeweils mit einem der elektrischen Verbraucher 101 verbunden
werden können. Gemäß diesem Ausführungsbeispiel
ist der erste Multiplexer 104 ausgebildet, um zeitlich
nacheinander jeweils einen der elektrischen Verbraucher 101 mit
dem ersten Schaltelement 102 zu verbinden. Dazu kann der
erste Multiplexer einen Eingang zum Empfangen eines Auswahlsignals
aufweisen, dass ausgebildet ist, um einen ausgewählten
elektrischen Verbraucher anzuzeigen. Alternativ kann der erste Multiplexer 104 ausgebildet sein,
um gleichzeitig oder zumindest zeitlich überlappend mehrere
oder alle der elektrischen Verbraucher 101 mit dem ersten
Schaltelement 102 zu verbinden.
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2 zeigt
beispielhaft drei elektrische Verbraucher 101, die jeweils
als Widerstände dargestellt sind. Gemäß diesem
Ausführungsbeispiel kann der erste Multiplexer 104 mit
jeweils einem Anschluss der drei elektrischen Verbrauchern 101 verbunden
werden. Somit können die drei elektrischen Verbraucher 101 über
ein einziges erstes Schaltelement 102 mit dem ersten elektrischen
Potential 105 verbunden werden.
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Der
zweite Multiplexer 204 ist mit dem zweiten Schaltelement 103 verbunden.
Ferner weist der zweite Multiplexer 204 eine Mehrzahl von
Kontakten auf, die jeweils mit einem der elektrischen Verbraucher 101 verbunden
werden können. Entsprechend zu dem ersten Multiplexer 104 kann
der zweite Multiplexer 204 ausgebildet sein, um jeweils
einen oder mehrere der elektrischen Verbraucher 101 mit
dem zweiten Schaltelement 103 zu verbinden.
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Das
zweite Schaltelement 103 weist einen Kontakt auf, über
den das zweite Schaltelement 103 mit dem zweiten Multiplexer 204 elektrisch
verbunden ist. Ferner weist das zweite Schaltelement 103 einen
Kontakt zum Verbinden des zweiten Schaltelements 103 mit
einem zweiten elektrischen Potential 106 auf. Über
einen Steuerkontakt kann das zweite Schaltelement 103 mit
einem Treiber verbunden sein. Somit können die drei elektrischen
Verbraucher 101 über ein einziges zweites Schaltelement 102 mit dem
zweiten elektrischen Potential 106 verbunden werden.
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Das
erste Schaltelement 102 und die zweiten Schaltelemente 103 können
jeweils als Transistoren ausgebildet sein. Die erfindungsgemäße
Vorrichtung kann als integrierte Schaltung realisiert sein. Bei
dem ersten elektrischen Potential 105 kann es sich um eine,
von einer Energiequelle (ER) bereitgestellte Versorgungsspannung
und bei dem zweiten elektrischen Potential 106 um einen
Masseanschluss (PGND) handeln.
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Gemäß einem
Ausführungsbeispiel kann die in 2 gezeigte
Schaltung einen Highside- und Lowside-Schalter-Multiplex auf mehrere
Zündkreise dar stellen. Somit kann es sich bei dem ersten
Schaltelement 102 um einen Higside-Schalter, bei den zweiten
Schaltelementen 103 um Lowside-Schalter und bei den elektrischen
Verbrauchern 101 um Zündpillen RSquib handeln.
Die dargestellten Zündkreise können als Loop 1,
Loop 2 und Loop 3 bezeichnet werden und weisen jeweils den gemeinsamen
Higside-Schalter 102, eine Zündpille 101 und
einen gemeinsamen Lowside-Schalter 103 auf. Der erste Multiplexer 104 kann über
Kontakte (IGH) und der zweite Multiplexer 204 kann über
Kontakte (IGL) mit den elektrischen Verbrauchern 101 verbunden
werden.
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Gemäß den
Ausführungsbeispielen können Highside- und Lowside-Schalter
sowie deren Ansteuerung in integrierter Halbleiterschaltungstechnik
in Form eines ASIC realisiert werden. Der Highside-Schalter ist
aufgrund seiner Stromregelfähigkeit verlustleistungsdimensioniert.
Der Lowside-Schalter ist dagegen bezüglich seines Einschaltwiderstands ausgelegt.
Infolgedessen wird für die Fläche des Highside-Schalters
mehr Siliziumsfläche benötigt als für
die Fläche des Lowside-Schalters.
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Die
Schaltelemente 102, 104 können als Leistungstransistoren,
beispielsweise als DMOS ausgeführt sein. Die Leistungstransistoren
sind ausgebildet, um eine große Verlustleistung aufzunehmen.
Im Zündfall ist der Highside Leistungstransistor ausgebildet,
um den Zündstrom zu liefern und zu regeln. Der Lowside
Leistungstransistor stellt im Zündfall einen Kurzschluss
nach Masse dar und ist ebenfalls zur Durchleitung hoher Ströme
und zur Aufnahme hoher Spannungen ausgelegt.
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Die
Multiplexer 104, 204 können eine Mehrzahl
von Transistoren aufweisen, um die erforderlichen Schaltvorgänge
innerhalb der Multiplexer 104, 204 durchführen
zu können. Die Transistoren müssen nicht als Leistungstransistoren
ausgebildet sein. Somit weisen die Transistoren der Multiplexer 104, 204 einen
wesentlich geringeren Flächenbedarf auf, als die Leistungstransistoren 102, 103.
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Mehrere
zu realisierende Zündkreise können in einzelne
Gruppen unterteilt werden. Die einzelnen Gruppen können
gemäß unterschiedlichen Ausführungsbeispielen
der vorliegenden Erfindung beschaltet werden. Zudem können
die beschriebenen Ausführungsbeispiele mit Einzelschaltungen
von Zündkreisen kombiniert werden, wie sie in 3 gezeigt sind.
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Der
erfindungsgemäße Ansatz kann als Multiplex von
integrierten Zündstufen auf mehrere Zündkreise
für Airbagsysteme eingesetzt werden. Alternativ kann der
erfindungsgemäße Ansatz im Bereich von Antiblockiersystemen
(ABS) oder elektronischen Stabilitätsprogrammen (ESP) bei
der Ventilansteuerung eingesetzt werden.
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Die
beschriebenen Ausführungsbeispiele sind nur beispielhaft
gewählt und können miteinander kombiniert werden.
Die gezeigten Schaltungselemente können durch andere Schaltungselemente gleicher
oder ähnlicher Funktionalität ersetzt werden. Auch
ist die Anzahl der Schaltungselemente nicht auf die in den Figuren
gezeigte Anzahl von Elementen beschränkt.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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