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DE102008040074A1 - Magnetventil zur Steuerung eines Einspritzventils eines Kraftstoff-Injektors - Google Patents

Magnetventil zur Steuerung eines Einspritzventils eines Kraftstoff-Injektors Download PDF

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DE102008040074A1
DE102008040074A1 DE200810040074 DE102008040074A DE102008040074A1 DE 102008040074 A1 DE102008040074 A1 DE 102008040074A1 DE 200810040074 DE200810040074 DE 200810040074 DE 102008040074 A DE102008040074 A DE 102008040074A DE 102008040074 A1 DE102008040074 A1 DE 102008040074A1
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Holger Rapp
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Robert Bosch GmbH
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Robert Bosch GmbH
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Magnetventil (1) zur Steuerung eines Einspritzventils eines Kraftstoff-Injektors, mit einem mittels eines, einen Magnetkern (4) umfassenden Elektromagneten (5) bewegbaren Magnetanker (2) zum Betätigen eines Ventilelementes und mit einer axial zwischen dem Magnetkern (4) unErfindungsgemäß ist vorgesehen, dass zwischen dem Magnetkern (4) und der Scheibe (12) oder zwischen dem Magnetanker (2) und der Scheibe (12) eine, zumindest näherungsweise, linienförmige Kontaktfläche (16) realisiert ist.

Description

  • Stand der Technik
  • Die Erfindung betrifft ein Magnetventil zur Steuerung eines Einspritzventils eines Kraftstoff-Injektors gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Aus der DE 10 2004 013 239 A1 ist ein als Servoventil (Steuerventil) ausgebildetes Magnetventil für einen Kraftstoff-Injektor bekannt. Mit Hilfe des Magnetventils wird der Kraftstoffdruck in einem Steuerraum des Kraftstoff-Injektors gesteuert. Über den Kraftstoffdruck im Steuerraum wird eine Hubbewegung eines Einspritzventilelementes gesteuert, mit dem eine Einspritzöffnung des Kraftstoff-Injektors geöffnet oder geschlossen wird. Das Magnetventil umfasst einen Elektromagneten, einen beweglichen Anker und ein mit dem Anker bewegtes und von einer Ventilschließfeder in Schließrichtung beaufschlagtes Steuerventilelement, das mit dem Ventilsitz des Magnetventils zusammenwirkt und so den Kraftstoffabfluss aus dem Steuerraum steuert. Die Krafterzeugung erfolgt über das Luftspaltfeld eines Topfmagneten, dessen Magnetfeld sich über einen Innenpol, ein Joch, einen Außenpol, die zusammen einen Magnetkern bilden, weiter über einen außenpolseitigen Luftspalt, eine bewegliche Ankerplatte und einen innenpolseitigen Luftspalt um die stromdurchflossene Wicklung schließt.
  • Um Magnetventile für Common-Rail-Injektoren möglichst kostengünstig herzustellen, ist es bekannt, den Hubanschlag des Magnetankers am Magnetkern auszubilden. Um den Effekt eines hydraulischen Klebens des Magnetankers am Magnetkern zu reduzieren, ist es bekannt, in die Innenpolfläche des Magnetkerns oder in die Polfläche des Ankers einen stufenförmigen Absatz einzubringen, um die Kontaktfläche zwischen dem Magnetanker und dem Magnetkern und damit den hydraulischen Klebeeffekt zu reduzieren. Dabei ist die Dimensionierung der Kontaktfläche schwierig, da zwar einerseits zur Minimierung des magnetischen und hydraulischen Klebens eine kleine Kontaktfläche verlangt wird, dies jedoch zu Prellern des Ventilelementes bei Erreichen seines Hubanschlages führen kann. Ein weiteres Problem besteht darin, die Haltbarkeit der Polflächen zu garantieren, insbesondere dann, wenn der Magnetkern aus einem vergleichsweise weichen Material gefertigt ist. Hier sind oftmals kostenintensive Zusatzmaßnahmen zur Verbesserung der Haltbarkeit der Anschlagflächen notwendig.
  • Eine weitere Möglichkeit, einen geringen Restluftspalt zu gewährleisten, ist das Einlegen einer amagnetischen Scheibe zwischen dem Magnetkern und dem Magnetanker. Ein derartiges, bekanntes Magnetventil ist in 3 gezeigt. Zu erkennen ist ein Ausschnitt des topfförmigen Magnetkerns 100 mit seinem radial inneren Innenpol 101, seinem radial äußeren Außenpol 102 und der zwischen Innenpol und Außenpol aufgenommen Magnetspule 103. Zwischen dem Innenpol 101 und einer Ankerplatte 104 eines Magnetankers 105 ist eine Scheibe 106 aus amagnetischem Material aufgenommen, die einen mit S gekennzeichneten Restluftspalt zwischen einer Polfläche 107 des Außenpols 102 des Magnetkerns 100 und ei ner gegenüberliegenden, parallel zur Polfläche 107 angeordneten Polfläche 108 gewährleistet.
  • Bei der gezeigten Lösung kann es bei einem Schließvorgang des Magnetventils zum Haften der Scheibe 106 am Magnetanker 105 und/oder am Magnetkern 100 kommen, wobei die Ausprägung des Haftens die Wiederbefüllung des Spaltes zwischen der Ankerplatte 104 und dem Magnetkern 100 und damit den Schließvorgang des Magnetventils beeinflusst. Die Folge ist eine veränderliche Ventildynamik beim Schließvorgang von Ansteuerung zu Ansteuerung und/oder von Kraftstoff-Injektor zu Kraftstoff-Injektor und/oder über die Lebensdauer des Kraftstoff-Injektors.
  • Offenbarung der Erfindung
  • Technische Aufgabe
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein im Hinblick auf die Dynamik der Schaltvorgänge verbessertes, als Steuerventil für einen Kraftstoff-Injektor ausgebildetes Magnetventil vorzuschlagen, bei dem zwischen seinem Magnetkern und seinem Magnetanker eine Scheibe zur Gewährleistung eines Restluftspaltes vorgesehen ist. Ferner besteht die Aufgabe darin, einen Kraftstoff-Injektor mit einem entsprechend verbesserten Magnetventil vorzuschlagen.
  • Technische Lösung
  • Diese Aufgabe wird hinsichtlich des Magnetventils mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und hinsichtlich des Kraftstoff-Injektors mit den Merkmalen des Anspruchs 11 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben. In den Rahmen der Erfindung fallen sämtliche Kombinationen aus zumindest zwei von in der Beschreibung, den Ansprüchen und/oder den Figuren offenbarten Merkmalen.
  • Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, entweder die Kontaktfläche zwischen Magnetanker und Scheibe oder die Kontaktfläche zwischen Scheibe und Magnetkern linienförmig auszuformen, um somit zu verhindern, dass die Scheibe gleichzeitig an dem Magnetkern als auch an dem Magnetanker vollflächig anliegt. Hierdurch wird die Haftfähigkeit der Scheibe am Magnetanker oder am Magnetkern erheblich reduziert, wodurch ein definiertes, stabiles dynamisches Schaltverhalten des Magnetventils erhalten wird. Als eine linienförmige Kontaktfläche wird dabei bevorzugt eine Kontaktfläche verstanden, deren Breiten-, d. h. Radialerstreckung weniger als 1 mm, vorzugsweise weniger als 0,5 mm, vorzugsweise weniger als 0,4 mm, besonders bevorzugt weniger als 0,3 mm, ganz besonders bevorzugt weniger als 0,2 mm beträgt. Von besonderem Vorteil ist eine Ausführungsform, bei der die Radialerstreckung der linienförmigen Kontaktfläche weniger als 0,1 mm, vorzugsweise weniger als 0,07 mm, besonders bevorzugt weniger als 0,05 mm beträgt. Ganz besonders bevorzugt liegt die Breitenerstreckung der Kontaktfläche in einem Bereich zwischen 0,01 mm und 0,05 mm. Um den negativen Effekt von Steuerventilelementprellern zu minimieren, sollte die Ausformung der die Kontaktfläche ausbildenden Bauteile so gewählt werden, dass kurz vor Erreichen des Anschlags, also kurz vor der Herstellung eines Kontaktes zwischen der Scheibe und dem Magnetkern oder der Scheibe und dem Magnetanker ein sehr enger Spalt zwischen den entsprechenden beiden Bauteilen ausgebildet ist, aus dem der Kraftstoff verdrängt werden muss, was zu einer Reduzierung der Aufschlaggeschwindigkeit und damit zu einer Minimierung von Prellern führt.
  • Zur Realisierung einer linienförmigen Kontaktfläche zwischen dem Magnetkern und der dem Magnetkern zugewandten Scheibenoberfläche ist es bevorzugt, die Polfläche des Magnetkerns konvex, insbesondere als Außenkonus auszuführen. Hierdurch kann erreicht werden, dass der Magnetkern mit einem radial inneren Bereich an der, insbesondere flachen Scheibe anliegt. Bevorzugt erstreckt sich dabei die konvexe Ausbildung der Polfläche sowohl über eine Innenpolfläche als auch über eine Außenpolfläche. Da bei einer derartigen Konstruktion der Abstand zwischen dem Magnetkern und dem Magnetanker im Bereich des Außenpols im Vergleich zu einer ebenen Polflächengeometrie etwas ansteigt, wird ein geringfügig erhöhter Strom benötigt, um das Magnetventil gegen eine Schließfederkraft im geöffneten Zustand zu halten. Ein erhöhter Stromverbrauch kann vermieden werden, wenn die Polfläche des Magnetkerns nicht konvex, sondern konkav, vorzugsweise als Innenkonus, ausgebildet ist, also der Magnetkern vorzugsweise im radial äußeren Scheibenbereich an der Scheibe anliegt.
  • In analoger Weise kann eine linienförmige Kontaktfläche zwischen der Polfläche des Magnetankers, insbesondre zwischen der Ankerplatte des Magnetankers, und der dem Magnetanker zugewandten Oberfläche der Scheibe realisiert werden. Entweder wird die Polfläche des Magnetankers hierzu konvex, insbesondere als Außenkonus, oder konkav, insbesondere als Innenkonus ausgeformt, wobei sowohl die Geometrie der Polfläche des Magnetkerns als auch die Geometrie der Polfläche des Magnetankers durch Schleifen, insbesondere als letzter Prozessschritt realisiert werden kann.
  • Bei den beiden zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen mit konvexer oder konkaver Magnetkernpolfläche bzw. konvexer oder konkaver Magnetankerpolfläche ist es bevorzugt, wenn die axiale Scheibendicke der Scheibe über ihren Radius konstant ist.
  • Zur Realisierung eines ausreichend engen hydraulischen Quetschspaltes, aus dem Kraftstoff kurz vor Ende der Öffnungsbewegung des Magnetankers durch die Verstellbewegung des Magnetankers verdrängt wird, ist es bevorzugt, im Falle der Ausbildung einer der Polflächen als Außenkonus oder Innenkonus den Konuswinkel aus einem Bereich zwischen etwa 177° bis etwa 179,8° zu wählen.
  • Ein konvexes oder konkaves Anschleifen der Polfläche des Magnetkerns oder der Polfläche des Magnetankers kann alternativ dadurch vermieden werden, dass die axiale Scheibendicke in radialer Richtung betrachtet von radial innen nach radial außen zu- oder abnimmt. Dabei ist es besonders bevorzugt, wenn nur eine der Flachseitenoberflächen konvex oder konkav geneigt oder gebogen ist und die jeweils andere Flachseitenoberfläche eben ausgeformt ist. Bei einer Ausführungsform mit sich ändernder axialer Scheibendicke über den Radius der Scheibe kann sowohl die Polfläche des Magnetkerns als auch die Polfläche des Magnetankers eben ausgeformt werden.
  • Besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform des Magnetventils, bei der die Polfläche des Magnetkerns und die Polfläche des Magnetankers abschließend durch Schleifen bearbeitet sind. Anders ausgedrückt, wird bevorzugt auf alternati ve, aufwendige Bearbeitungsschritte zur Optimierung der Polflächen verzichtet.
  • In Weiterbildung der Erfindung ist mit Vorteil vorgesehen, dass die Kontaktfläche ringförmig, insbesondere kreisringförmig konturiert ist.
  • Bevorzugt wird die Ausformung des Magnetkerns, des Magnetankers oder der Scheibe so gewählt, dass der maximal bei geöffnetem Magnetventil verbleibende Restluftspalt zwischen dem Magnetanker und dem Magnetkern etwa die 1,05-fache bis etwa 3-fache Axialerstreckung der maximalen axialen Scheibendicke aufweist. Hierdurch wird sichergestellt, dass der erhaltene Quetschspalt ausreichend eng ist, um eine erhebliche Geschwindigkeitsminimierung vor dem Anschlagen zweier Magnetbauteile am Ende der Öffnungsbewegung zu gewährleisten.
  • Insbesondere dann, wenn der Magnetanker nicht rotationssymmetrisch ist, sondern mit Aussparungen am Außenrand ausgeführt ist, kann sich eine in Umfangsrichtung betrachtet unterbrochene linienförmige Kontaktfläche ergeben, wodurch die Haftfähigkeit der Scheibe am Magnetanker bzw. der Scheibe am Magnetkern zusätzlich herabgesetzt wird. Wird die Ebenheitsabweichung der Polfläche des Magnetankers bzw. der Polfläche des Magnetkerns gering gehalten, besteht kurz vor Erreichen des Anschlags trotzdem ein sehr enger Spalt zwischen dem Magnetkern und der Scheibe bzw. dem Magnetanker und der Scheibe, aus dem der Kraftstoff verdrängt werden muss, um Steuerventilelementpreller zu vermeiden.
  • Bevorzugt ist die Scheibe aus einem amagnetischen Material ausgebildet. Grundsätzlich kann zu Verringerung des Strom bedarfs die Scheibe bei erfindungsgemäßer Ausführung des Magnetkreises auch aus magnetischem Material ausgeführt sein. Grund hierfür ist, dass nun eine flächige Anlage der Scheibe sowohl am Magnetkern als auch an der Ankerplatte ausgeschlossen ist.
  • Die Erfindung führt auch auf einen Kraftstoff-Injektor, insbesondere einen Common-Rail-Injektor, zum Einspritzen von Kraftstoff in einen Brennraum einer Brennkraftmaschine. Erfindungsgemäß weist der Kraftstoff-Injektor ein nach dem Konzept der Erfindung ausgebildetes Magnetventil als Steuerventil zur Steuerung des Kraftstoffdrucks in einer Steuerkammer auf. Durch die Variation des Kraftstoffdrucks in der Steuerkammer kann ein einteiliges oder mehrteiliges, beispielsweise aus einer Steuerstange und einer Düsennadel bestehendes Einspritzventilelement, zwischen einer Schließstellung und einer den Kraftstofffluss aus einer Düsenlochanordnung freigebenden Öffnungsstellung verstellt werden.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnungen. Diese zeigen in:
  • 1: in einer unvollständigen, schematischen Darstellung den grundsätzlichen Aufbau einer möglichen Ausführungsform eines Magnetventils, bei der der Magnetanker eine außenkonische Oberfläche aufweist,
  • 2: eine alternative Ausführungsform eines Magnetventils, bei der die Polfläche des Magnetankers konkav und gekrümmt ausgeformt ist und
  • 3: ein Magnetventil nach dem Stand der Technik.
  • Ausführungsformen der Erfindung
  • In den Figuren sind gleiche Bauteile und Bauteile mit der gleichen Funktion mit den gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet.
  • In 1 ist ein erstes Ausführungsbeispiel eines als Steuerventil ausgebildeten Magnetventils 1 für einen ansonsten nicht dargestellten, an sich bekannten Kraftstoff-Injektor gezeigt, der grundsätzliche Aufbau eines derartigen Kraftstoff-Injektors ergibt sich beispielsweise aus der DE 10 2004 013 239 A1 die hiermit im Bezug auf eine mögliche Ausbildung des Kraftstoff-Injektors als zum Offenbarungsgehalt der vorliegenden Anmeldung gehörig offenbart sein soll.
  • Das Magnetventil 1 umfasst einen axial verstellbaren Magnetanker 2 mit einer sich radial erstreckenden Ankerplatte 3. Zentrisch an dem Magnetanker 2 ist ein nicht gezeigtes, insbesondere bolzenförmiges oder hülsenförmiges Steuerventilelement festlegbar. Alternativ ist eine Ausführungsform realisierbar, bei der der Magnetanker 2 einstückig mit einem Steuerventilelement verbunden ist. Durch axiales Verstellen des Magnetankers 2 relativ zu einem Magnetkern 4 kann das nicht gezeigte Steuerventilelement zwischen einer Öffnungsstellung und an einer an einem nicht gezeigten Steuerventilsitz anliegenden Schließstellung verstellt werden.
  • Zum Verstellen des Magnetankers 2 ist ein als Topfmagnet ausgebildeter Elektromagnet 5 vorgesehen, umfassend einen radial inneren Innenpol 6 sowie einen radial beabstandeten, radial äußeren Außenpol 7, wobei Innenpol 6 und Außenpol 7 über einen Jochabschnitt 8 in radialer Richtung miteinander verbunden sind. Innenpol 6, Jochabschnitt 8 und Außenpol 7 bilden zusammen den Magnetkern 4 des Magnetventils 1. In einer umlaufenden, nutförmigen Aussparung 10 im Magnetkern 4 ist eine elektrische Magnetspule 11 aufgenommen. Bei Bestromung der Magnetspule 11 wird ein magnetisches Feld erzeugt, welches über den Innenpol 6, den Jochabschnitt 8, den Außenpol 7 über einen außenpolseitigen Restluftspalt S, den axial verstellbaren Magnetanker 2, eine zwischen Innenpol 6 und Magnetanker 2 angeordnete Scheibe 12 aus einem amagnetischen Material, um die stromdurchflossene Magnetspule 11 (Wicklung) schließt. Bei Bestromung der Magnetspule 11 wird der Magnetanker 2 in die gezeigte, in der Zeichnungsebene obere, Öffnungsstellung verstellt. In dieser liegt die Scheibe 12 mit einer ersten, in der Zeichnungsebene oberen, ringförmigen Oberfläche 13 am ebenfalls ebenen Innenpol 6 des Magnetkerns 4 an. Zwischen einer zweiten, in der Zeichnungsebene unteren Oberfläche 14, die parallel zur ersten Oberfläche 13 sowie dem Magnetanker 2, genauer einer dem Magnetkern 4 zugewandten Polfläche 15 der Ankerplatte 3 verläuft und der Scheibe 2 ist eine ringförmige Kontaktfläche 16 ausgebildet. Diese wird zum Einen gebildet von einem ringförmigen, linienförmigen Abschnitt der zweiten, in der Zeichnungsebene unteren, ebenen Oberfläche 14 der Scheibe 12 und einer radial inneren Kante 17 (linienförmige Anlagefläche) des Magnetankers 2. Aus 1 ergibt sich, dass die Polfläche 15 der Ankerplatte 3 des Magnetankers 2 konvex ausgeformt ist. Hier ist aufgrund der einfachen Herstellbarkeit, eine außenkonische Form realisiert. Die außenkonische Konturierung der Ankerplatte 3 bzw. der Polfläche 15 wurde durch einen abschließenden Schleifprozess bei der Herstellung des Magnetankers 2 realisiert. Zu erkennen ist, dass die Kontaktfläche 16 mit Radialabstand nach radial innen zur radial inneren Kante des Innenpols 6 versetzt angeordnet ist. Der nicht mit einem Bezugszeichen gekennzeichnete Konuswinkel der außenkonusförmigen Polfläche beträgt in dem gezeigten Ausführungsbeispiel etwa 179,5° und ist so gewählt, dass der sich beim Schließen zwischen der Polfläche 15 und der Scheibe 12 ausbildende Quetschspalt eng genug ist, um eine ausreichende Geschwindigkeitsreduzierung des Magnetankers 2 vor dem Anschlagen durch Verdrängen von Kraftstoff zu erzielen.
  • Bei einer alternativen, nicht gezeigten Ausführungsform kann die Polfläche 15 der Ankerplatte 3 des Magnetankers 2 eben und nicht konvex ausgeformt werden, wobei sich in diesem Fall die axiale Dickenerstreckung D der Scheibe 12 von radial außen nach radial innen betrachtet verändert, nämlich abnimmt. Auch bei einer derartigen Ausführungsform bildet sich eine linienförmige Kontaktfläche aus. Ebenfalls sind Ausführungen realisierbar, bei denen nicht die Polfläche 15, sondern eine Innenpolfläche 18 und/oder eine Außenpolfläche 19 konvex oder konkav ausgeformt sind, um eine linienförmige Anlagefläche zwischen dem Magnetkern 4 und der Scheibe 12 zu realisieren. Zur erleichterten Herstellbarkeit ist es von Vorteil, wenn die gesamte von der Innenpolfläche 18 und der Außenpolfläche 19 gebildete Polfläche 9 in radialer Richtung durchgehend konvex oder konkav ausgeformt ist.
  • Bei einer weiteren alternativen, ebenfalls nicht gezeigten Ausführungsform kann die Polfläche 15 der Ankerplatte 3 des Magnetankers 2 eben und nicht konvex ausgeformt werden, und stattdessen die Polfläche 9 des Magnetkerns 4 konvex und nicht eben ausgeformt werden, wobei sich auch in diesem Fall die axiale Luftspalterstreckung S von radial außen nach radial innen betrachtet verändert, nämlich abnimmt. Auch bei einer derartigen Ausführungsform bildet sich eine linienförmige Kontaktfläche aus. Ebenfalls sind Ausführungen realisierbar, bei denen nicht die Polfläche 15, sondern eine Innenpolfläche 18 und/oder eine Außenpolfläche 19 konvex oder konkav ausgeformt sind, um eine linienförmige Anlagefläche zwischen dem Magnetkern 4 und der Scheibe 12 zu realisieren. Zur erleichterten Herstellbarkeit ist es von Vorteil, wenn die gesamte von der Innenpolfläche 18 und der Außenpolfläche 19 gebildete Polfläche 9 in radialer Richtung durchgehend konvex oder konkav ausgeformt ist.
  • Zum Schließen des Magnetventils wird die Bestromung der Magnetspule 11 unterbrochen, woraufhin der Magnetanker 2 von der Schließfederkraft FVFK, einer nicht gezeigten Schließfeder in der Zeichnungsebene, nach unten auf den nicht gezeigten Ventilsitz verstellt wird, wodurch ein nicht gezeigter Ablaufkanal aus einer Steuerkammer geschlossen wird.
  • In 2 ist ein alternatives Ausführungsbeispiel eines Magnetventils 1 gezeigt. Die Funktionsweise entspricht dem in 1 gezeigten und zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen, so dass zur Vermeidung von Wiederholungen im Hin blick auf Gemeinsamkeiten auf die zuvor beschriebene Ausführungsform verwiesen wird. Der einzige Unterschied zu dem zuvor beschriebenen Magnetventil 1 besteht darin, dass die Polfläche 15 des Magnetankers 2 nicht konvex, sondern konkav ausgeformt ist, so dass sich zwischen einem radial äußeren Rand der Scheibe 12 und der Polfläche 15 eine linienförmige Kontaktfläche 16 ausbildet. Zu erkennen ist, dass die Polfläche 15 eine gebogene Geometrie aufweist. Alternativ ist es möglich die konkave Polfläche 15 mit Hilfe einer Innenkonusform zu realisieren. Ein ähnlicher Effekt wie bei dem Ausführungsbeispiel gemäß 2 kann erzielt werden, wenn die Polfläche 15 eben ausgeführt ist, jedoch die axiale Scheibendicke D von radial innen nach radial außen zunimmt.
  • Ebenso kann ein ähnlicher Effekt wie bei dem Ausführungsbeispiel gemäß 2 erzielt werden, wenn die Polfläche 15 eben ausgeführt ist, die Scheibe 12 mit konstanter Dicke D ausgeführt ist und stattdessen die gesamte Polfläche 9 oder mindestens eine der Polflächen 18, 19 des Magnetkerns 4 konkav ausgeführt ist.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 102004013239 A1 [0002, 0025]

Claims (12)

  1. Magnetventil zur Steuerung eines Einspritzventils eines Kraftstoff-Injektors, mit einem mittels eines, einen Magnetkern (4) umfassenden Elektromagneten (5) bewegbaren Magnetanker (2) zum Betätigen eines Ventilelementes und mit einer axial zwischen dem Magnetkern (4) und dem Magnetanker (2) angeordneten, Scheibe (12), dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Magnetkern (4) und der Scheibe (12) oder zwischen dem Magnetanker (2) und der Scheibe (12) eine, zumindest näherungsweise, linienförmige Kontaktfläche (16) realisiert ist.
  2. Magnetventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Polfläche (9) des Magnetkerns (4) zur Realisierung einer linienförmigen Anlagefläche an der Scheibe (12) konvex, insbesondere als Außenkonus, oder konkav, insbesondere als Innenkonus, ausgeformt ist.
  3. Magnetventil nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Polfläche (15) des Magnetankers (2) zur Realisierung einer linienförmigen Anlagefläche an der Scheibe (12) konvex, insbesondere als Außenkonus, oder konkav, insbesondere als Innenkonus, ausgeformt ist.
  4. Magnetventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die axiale Scheibendicke (D) über ihren Radius konstant ist.
  5. Magnetventil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die axiale Scheibendicke (D) von radial innen nach radial außen oder von radial außen nach radial innen abnimmt.
  6. Magnetventil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Polfläche (9) des Magnetkerns (4) und die Polfläche (15) des Magnetankers (2) eben sind.
  7. Magnetventil nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Polfläche (9) des Magnetkerns (4) und die Polfläche (15) des Magnetankers (2) abschließend durch Schleifen bearbeitet sind.
  8. Magnetventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktfläche (16) ringförmig, insbesondere kreisringförmig ist.
  9. Magnetventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der maximale Restluftspalt (S) zwischen der Ankerplatte (3) und dem Magnetkern (4) etwa die 1,05-fache bis etwa 3-fache Axialerstreckung der maximalen axialen Scheibendicke (D) aufweist.
  10. Magnetventil nach einem der vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass die linienförmige Kontaktfläche (16) von voneinander in Umfangsrichtung beabstandeten linienförmigen Teilkontaktflächen gebildet ist.
  11. Magnetventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibe 12 aus einem nicht ferromagnetischen Material hergestellt ist.
  12. Kraftstoff-Injektor mit einem Magnetventil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche zur Druckentlastung eines zwischen einer Schließstellung und einer den Kraftstofffluss in einen Brennraum einer Brennkraftmaschine freigebenden Öffnungsstellung verstellbaren Einspritzventilelementes.
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