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DE102008040068A1 - Konkave Luftspaltbegrenzung bei Magnetventil - Google Patents

Konkave Luftspaltbegrenzung bei Magnetventil Download PDF

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DE102008040068A1
DE102008040068A1 DE200810040068 DE102008040068A DE102008040068A1 DE 102008040068 A1 DE102008040068 A1 DE 102008040068A1 DE 200810040068 DE200810040068 DE 200810040068 DE 102008040068 A DE102008040068 A DE 102008040068A DE 102008040068 A1 DE102008040068 A1 DE 102008040068A1
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Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf ein Magnetventil (10) mit einer Magnetgruppe (12), die eine Magnetspule (14) und einen Magnetkern (15) umfasst. Ferner weist das Magnetventil (10) einen Anker (18) und ein Ventilelement (22) auf sowie einen Anschlag (36) im Bereich einer Stirnseite des Magnetkerns (15). Entweder die Stirnseite des Magnetkerns (15) oder eine Ankerpolfläche (46) des Ankers (18) sind mit einer im Wesentlichen konkav verlaufenden Oberflächenausbildung (48) ausgeführt.

Description

  • Stand der Technik
  • DE 196 50 865 A1 bezieht sich auf ein Magnetventil zur Steuerung des Kraftstoffdruckes in einem Steuerraum eines Einspritzventils, wie z. B. eines Common-Rail-Hochdruckspeichereinspritzsystems. Über den Kraftstoffdruck im Steuerraum wird eine Hubbewegung eines Ventilkolbens gesteuert, mit dem eine Einspritzöffnung des Einspritzventils geöffnet oder geschlossen wird. Das Magnetventil umfasst einen Elektromagneten, einen beweglichen Anker und ein mit dem Anker bewegtes und von einer Ventilschließfeder in Schließrichtung beaufschlagtes Ventilglied. Dieses wirkt mit dem Ventilsitz des Magnetventils zusammen und steuert den Kraftstoffabfluss aus dem Steuerraum.
  • Bei bekannten Magnetventilen wirkt sich nachteilig das im Betrieb vorkommende Schwingen des Ankers und/oder Prellen des Ventilgliedes aus. Durch ein Nachschwingen der auf dem Ventilsitz auftreffenden Ankerplatte nimmt diese eine undefinierte Lage ein. So kommt es bei nachfolgenden Einspritzungen bei gleicher Ansteuerung jedoch zu unterschiedlichen Öffnungszeiten des Magnetventils und somit zu einer Streuung des Einspritzbeginns und der Einspritzmenge. Gemäß DE 196 50 865 A1 sowie der Lösung nach DE 197 08 104 A1 ist der Anker des Magnetventils als zweiteiliger Magnetanker ausgebildet, um so die bewegte Masse der Einheit Anker/Ventilglied und damit die das Prellen verursachende kinetische Energie zu verringern. Der zweiteilig ausgeführte Anker umfasst einen Ankerbolzen und eine auf dem Ankerbolzen gegen die Kraft einer Rückstellfeder in Schließrichtung des Ventilgliedes unter Einwirkung ihrer trägen Masse verschiebbar aufgenommene Ankerplatte, welche mittels einer Sicherungsscheibe und einer diese umgebenden Sicherungshülse am Ankerbolzen gesichert ist. Die Sicherungshülse und die Sicherungsscheibe sind vom Magnetkern umschlossen, wodurch sich jedoch ein erhöhter Platzbedarf ergibt und was zu einem höheren Durchmesser im Magnetkern führt. Aufgrund des höheren Durchmessers des Magnetkerns wiederum ergibt sich eine Begrenzung des magnetischen Flusses.
  • Bei Magnetventilen zum Einsatz an Hochdruckspeichereinspritzsystemen (Common-Rail) ist es besonders kostengünstig, den oberen Hubanschlag des Ventilelementes, d. h. des Ankers einer Ankerbaugruppe, am Magnetkern auszubilden. Um ein magnetisch oder hydraulisch bedingtes Kleben zu vermeiden, soll andererseits im aktiven Zustand noch ein geringfügiger Abstand zwischen dem Ventilelement und dem Magnetkern bestehen. Zwischen diesen beiden Anforderungen gilt es einen tragfähigen Kompromiss zu finden. Eine Möglichkeit besteht darin, die Kontaktfläche zwischen dem Ventilelement und dem Magnetkern auf einen Bruchteil der gesamten Polfläche an der Stirnseite des Magnetkerns zu beschränken. Dies wird dadurch erreicht, dass entweder in die Polfläche des Magnetkerns oder in eine Polfläche des Ankers ein Absatz eingeschliffen ist, so dass der verbleibende Luftspalt nur an einem kleinen Teil der Polfläche tatsächlich gleich Null ist und ansonsten durch die Höhe des Absatzes vorgegeben ist.
  • Dabei ist zum einen die Dimensionierung der Anschlagfläche schwierig, da wegen des magnetischen/hydraulischen Kleben eine sehr kleine Anschlagfläche verlangt wird, die jedoch wieder zum Prellen des Ventilelementes bei Erreichen seines oberen Hubanschlages führen kann. Ein weiteres Problem besteht darin, die Haltbarkeit der Anschlagflächen zu garantieren, insbesondere dann, wenn der Magnetkern aus einem sehr weichen Material gefertigt ist. Hier sind oftmals wiederum kostenintensive Zusatzmaßnahmen zur Verbesserung der Standfestigkeit der Anschlagflächen notwendig.
  • Eine weitere Möglichkeit, einen geringstmöglichen Restabstand zu gewährleisten und dauerhaft beizubehalten, liegt im Einlegen einer dünnen, aus amagnetischem Material gefertigten Scheibe zwischen dem Ventilelement und dem Magnetkern. Diese Scheibe weist üblicherweise eine Dicke von weniger als 0,1 mm auf. Die Form dieser Scheibe ist so ausgelegt, dass ein Prellen des Ventilelementes beim Anschlagen am Magnetkern durch hydraulische Dämpfung vermieden wird. Bei dieser Lösung kann es beim Schließvorgang des Magnetventils zum Haften der Scheibe am Ventilelement, d. h. am Anker und/oder am Magnetkern kommen, wobei die Ausprägung des sich einstellenden Haftens die Wiederbefüllung des Spaltes zwischen dem Ventilelement und dem Kern (Quetschspalt) und damit den Schließvorgang des Ventilelementes beeinflusst. Die Folge ist eine veränderliche, nicht reproduzierbare Ventildynamik beim Schließvorgang von Ansteuerung zu Ansteuerung und/oder von Injektor zu Injektor und/oder über dessen Lebensdauer.
  • Offenbarung der Erfindung
  • Durch die erfindungsgemäß vorgeschlagene Lösung kann eine erhebliche Stabilisierung, d. h. eine erhebliche Verbesserung der Reproduzierbarkeit der Schaltvorgänge eines Magnetven tils zur Betätigung eines Kraftstoffinjektors erreicht werden, ohne dass hierzu zusätzliche Prozessschritte erforderlich wären und ohne zusätzliche Kosten zu bewirken. Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung liegt in der Absenkung des Strombedarfes des Magnetventils bzw. von dessen Magnetgruppe zur Betätigung eines Kraftstoffinjektors. Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, den Anker einer Ankerbaugruppe des Magnetventils an seiner Polfläche im Wesentlichen konkav auszubilden. Dadurch wird erreicht, dass ein Kontakt zwischen dem Anker bzw. von dessen Planseite und der einen Abstand zwischen der Stirnseite des Magnetkerns, in den die Magnetspule eingebettet ist, und der Planseite des Ankers bewirkenden Scheibe nur noch entlang einer kreisförmigen Linie am Außenrand der Scheibe und nicht mehr auf der kompletten Oberfläche der Scheibe herbeigeführt wird. Für den Fall, dass die den Abstand zwischen der Stirnseite des Magnetkerns und der Planseite des Ankers definierende Scheibe nicht rotationssymmetrisch, sondern mit Aussparungen entlang des Außenrandes ausgeführt ist, beschränkt sich der Kontakt nur auf eine unterbrochene Linie oder gar auf einzelne Kontaktpunkte. Je kleiner die Kontaktfläche ist, die sich zwischen dem bewegten Anker und der den Abstand zwischen der Planseite des Ankers und der Stirnseite des Magnetkerns definierenden Scheibe einstellt, desto geringer ist die Gefahr des hydraulischen Klebens, was das Schließen eines Ventilelementes negativ beeinflusst.
  • Durch die erfindungsgemäß vorgeschlagene Lösung wird in jedem Falle die Haftfähigkeit der Scheibe mit ihrer dem Anker bzw. dessen Planseite zuweisenden Seite erheblich herabgesetzt. Kann eine Ebenheitsabweichung des Ankers bzw. von dessen Planseite klein gehalten werden, so besteht kurz vor Erreichen des Anschlages ein sehr geringer Spalt zwischen der Planseite des Ankers und der Scheibe, aus welchem der Kraftstoff verdrängt werden muss und der gemeinhin als Quetschspalt bezeichnet wird. Dieser dient der hydraulischen Dämpfung zur Vermeidung eines Prellens des Ventilelementes beim Erreichen seines oberen Hubanschlages. Unter Prellen wird nachfolgend ein ungewolltes Wiederverlassen eines einmal erreichten Anschlages durch ein Ventilelement verstanden, was durch ein Nachschwingen bewegter Komponenten ausgelöst wird.
  • Die erfindungsgemäß vorgeschlagene, im Wesentlichen konkav verlaufende Oberflächenausbildung des Ankers kann zum Beispiel durch Schleifen der Polfläche direkt hergestellt werden und erfordert keinen zusätzlichen Prozessschritt. Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung ist darin zu erblicken, dass der Abstand zwischen dem Magnetkern und dem Ventilelement im Bereich des Außenpoles im Vergleich zu einer eben ausgebildeten Polflächengeometrie an der Stirnseite des Magnetkerns automatisch abnimmt. Damit sinkt auch der Strom, der benötigt wird, um das Ventilelement gegen die Wirkung einer Federkraft, die durch eine Schließfeder erzeugt wird, im geöffneten Zustand zu halten, und die Anforderungen an das das Magnetventil des Kraftstoffinjektors steuernde Steuergerät vereinfachen sich erheblich.
  • In vorteilhaften Ausführungsvarianten kann eine vergleichbare Form des Spaltes zwischen dem Magnetkern und dem Ventilelement dadurch erreicht werden, wenn anstelle des Ankers der Magnetkern der Magnetgruppe eine im Wesentlichen konkav verlaufende Oberflächenausbildung aufweist.
  • Ein identischer Effekt kann theoretisch dadurch erreicht werden, die Oberflächen von Anker und Kern eben auszuführen und stattdessen die Dicke der Scheibe, die den Abstand zwischen der Stirnseite des Magnetkerns und der Planseite des Ankers definiert, so zu konfigurieren, dass deren Dicke in radiale Richtung nach außen hin zunimmt. Dies ist für die Herstellbarkeit der Scheibe jedoch von Nachteil und hat darüber hinaus negative Einflüsse auf den ansonsten positiv zu bewertenden Effekt des Strombedarfs des Magnetventils. Da die Scheibe nunmehr nicht mehr flächig, sowohl am Anker als auch am Magnetkern anliegen kann, ist es nunmehr nicht mehr zwingend erforderlich, die Scheibe aus nicht-magnetischem Material auszubilden. Die Ausbildung der Scheibe aus einem nicht-magnetischen Material bleibt jedoch die bevorzugte Ausführungsform.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • Anhand der Zeichnung wird die Erfindung nachstehend eingehender beschrieben.
  • Es zeigt:
  • 1 eine Magnetgruppe eines Magnetventils gemäß des Standes der Technik, bei welchem ein Anker einen Absatz aufweist,
  • 2 eine weitere Ausführungsform einer Magnetgruppe mit einer einen Restluftspalt definierenden Restluftspaltscheibe zwischen Stirnseite des Magnetkerns und Ankerpolfläche des Ankers und
  • 3 die erfindungsgemäß vorgeschlagene, im Wesentlichen konkav verlaufende Oberflächenausbildung an der Ankerpolfläche des Ankers, welche der Stirnseite des Magnetkerns der Magnetgruppe zuweist.
  • Ausführungsformen
  • Der Darstellung gemäß 1 ist zu entnehmen, dass ein Magnetventil 10, mit dem insbesondere ein Kraftstoffinjektor eines Hochdruckspeichereinspritzsystems (Common-Rail) betätigt werden kann, eine Magnetgruppe 12 aufweist. Die Magnetgruppe 12 ihrerseits umfasst eine in einen Magnetkern 15 eingebettete Magnetspule 14.
  • Der Stirnseite des Magnetkerns 15 gegenüberliegend befindet sich eine Ankergruppe 16, die eine Ankerplatte 18 aufweist. Deren Planseite 20 ist in der Darstellung gemäß 1 eben ausgeführt und weist einem Anschlag 36 an der Stirnseite des Magnetkerns 15 zu. Die Ankerplatte 18 weist darüber hinaus ein in der Darstellung gemäß 1 nur angedeutetes Ventilelement 22 auf, welches z. B. hülsenförmig ausgebildet ist. Das Ventilelement 22 verschließt oder öffnet einen Ventilsitz, der in der Darstellung gemäß 1 nicht dargestellt ist, über den ein mit unter Systemdruck stehendem Kraftstoff beaufschlagter Steuerraum druckentlastet oder druckbeaufschlagt wird. Die Ankerplatte 18 der Ankergruppe 16 ist mit einer Schließkraft 24 beaufschlagt, die über eine in 1 nicht dargestellte Schließfeder erzeugt wird. Die Magnetgruppe 12 erzeugt eine der Schließkraft 24 entgegengerichtete Magnetkraft, mit welcher die Ankerplatte 18 der Ankergruppe 16 mit daran aufgenommenem Ventilelement 22 entgegen der Wirkung der Schließkraft 24 geöffnet wird, so dass aus dem erwähnten Steuerraum Kraftstoff abströmt.
  • Die in 1 dargestellte Magnetgruppe 12 ist symmetrisch zur Achse 26 aufgebaut, wobei sich die Ankergruppe 16 ebenso wie die Magnetgruppe 12 in einem mit Kraftstoff 28 befüllten Niederdruckraum befindet. In diesen Niederdruckraum wird der beim Öffnen eines Ventilsitzes durch das Ventilelement 22 abgesteuerte Kraftstoff geleitet, der demzufolge die Magnetgruppe 12 sowie die Ankergruppe 16 umgibt. Aus der Darstellung gemäß 1 geht darüber hinaus hervor, dass die der Planseite 20 der Ankerplatte 18 zuweisende Stirnseite der Magnetgruppe 12 die zurückspringend angeordnete Magnetspule 14 aufweist, die einen Innenpol 30 des Magnetkerns 15 von dessen Außenpol 32 trennt. Die sich durch die zurückspringende Anordnung der Magnetspule 14 ergebende Stufe ist durch Bezugszeichen 34 kenntlich gemacht. 1 ist des Weiteren zu entnehmen, dass sich am Innenpol 30 ein Anschlag 36 befindet, der z. B. als separater Ring oder dergleichen ausgebildet sein kann. Die Planseite 20 der in 1 dargestellten Ankerplatte 18 weist darüber hinaus einen eingeschliffenen Absatz 38 auf, welcher das Pendant zum ringförmig konfigurierten Anschlag 36 am Innenpol 30 des Magnetkerns 15 bildet.
  • 2 zeigt ein Magnetventil gemäß des Standes der Technik, bei dem zur Einstellung eines Restluftspaltes zwischen der Stirnseite des Magnetkerns 15 und der eben ausgebilde ten Planseite 20 der Ankerplatte 18 eine Restluftspaltscheibe 44 verwendet wird. Die Restluftspaltscheibe 44 wird in der Regel aus einem amagnetischen Material gefertigt und weist eine Dicke von etwa 0,1 mm oder weniger auf. Aufgrund der Dicke der Restluftspaltscheibe 44 wird ein Luftspalt 40 erzeugt, dessen Spalthöhe 42 der Dicke der Restluftspaltscheibe 44 entspricht. Die Restluftspaltscheibe 44 aus amagnetischem Material liegt sowohl am Anschlag 36 des Innenpols 30, der plan verläuft, an, als auch auf der plan ausgebildeten Planseite 20 der Ankerplatte 18, an der das hülsenförmig ausgebildete Ventilelement 22 verläuft. Auch die Ankerplatte 18 sowie die Magnetgruppe 12 gemäß der Konfiguration in 2 befindet sich im Niederdruckraum eines Kraftstoffinjektors und ist von Kraftstoff 28 umgeben. Sowohl die Magnetgruppe 13 als auch das Ventilelement 22 sowie die einstückig mit dieser ausgebildete Ankerplatte 18 sind symmetrisch zur Achse 26 ausgeführt.
  • Der Darstellung gemäß 3 ist die erfindungsgemäß vorgeschlagene Lösung eines Magnetventils zu entnehmen.
  • Wie 3 zeigt, umfasst das Magnetventil 10 ebenfalls die Magnetgruppe 12, in der die Magnetspule 14 eingebettet ist. Durch die Magnetspule 14 wird die der Ankerplatte 18 zuweisende Stirnseite des Magnetkerns 15 in den Innenpol 30 und den Außenpol 32 geteilt. In Bezug auf den Innenpol 30 und den Außenpol 32 ist die Magnetspule 14 durch die Stufe 34 zurückspringend angeordnet. Der Innenpol 30 stellt einen Anschlag 36 für eine erste Oberfläche 52 der aus vorzugsweise amagnetischem Material gefertigten Restluftspaltscheibe 44 dar.
  • Wie 3 des Weiteren zeigt, weist die Ankerplatte 18 eine Ankerpolfläche 46 auf, die eine im Wesentlichen konkav verlaufende Oberflächenausbildung 48 aufweist. Die im Wesentlichen konkav verlaufende Oberflächenausbildung 48 an der Ankerpolfläche 46 der Ankerplatte 18 bewirkt, dass sich bei Annäherung der Ankerpolfläche 46 an eine zweite Planseite 54 der Restluftspaltscheibe 44 lediglich in dessen Außenbereich ein Kontaktring 50 ausbildet. Dadurch ist die Kontaktfläche zwischen der Ankerpolfläche 46 und der zweiten Planseite 54 der Restluftspaltscheibe 44 im Vergleich zu den Lösungen gemäß des Standes der Technik um ein Vielfaches geringer, so dass hydraulisches Kleben signifikant reduziert, im Idealfall vollständig vermieden werden kann. Anstelle des in 3 angedeuteten ringförmigen Kontaktbereiches 50 zwischen der im Wesentlichen konkav verlaufenden Oberflächenausbildung 48 der Ankerpolfläche 46 der zweiten Planseite 54 der Restluftspaltscheibe 44 aus vorzugsweise amagnetischem Material, können auch einzelne Kontaktpunkte zwischen der im Wesentlichen konkav verlaufenden Oberflächenausbildung 48 der Ankerpolfläche 46 und der zweiten Oberfläche 54 der Restluftspaltscheibe 44 geschaffen werden. Zu diesem Zwecke ist die Restluftspaltscheibe 44, die bevorzugt aus amagnetischem Material gefertigt wird, an ihrem Außenrand mit einzelnen Schlitzen zu versehen. In diesem Falle ergeben sich einzelne Kontaktpunkte zwischen der im Wesentlichen konkav verlaufenden Oberflächenausbildung 48 der Ankerpolfläche 46 und den durch die Schlitze voneinander getrennten Zungen im verbleibenden Material der Restluftspaltscheibe 44 aus vorzugsweise amagnetischem Werkstoff.
  • Durch die erfindungsgemäß vorgeschlagene im Wesentlichen konkav verlaufende Oberflächenausbildung 48 wird die Haftfähigkeit der Restluftspaltscheibe 44 in Bezug auf die Ankerpolfläche 46 des Ankers 18 erheblich herabgesetzt. Kann die Ebenheitsabweichung der Ankerpolfläche 46 des Ankers 18 klein gehalten werden, so besteht kurz vor dem Erreichen des Anschlages 36, d. h. des Kontaktrings 50 bzw. der sich ausbildenden Kontaktpunkte, trotzdem ein sehr enger keilförmiger Quetschspalt 58, in dem ein Volumen von Kraftstoff 28 komprimiert werden kann. Der keilförmig ausgebildete Quetschspalt 58, der sich aufgrund der im Wesentlich konkav verlaufenden Oberflächenausbildung 48 zwischen der zweiten Planseite 54 der Restluftspaltscheibe 44 und der Ankerpolfläche 46 einstellt, läuft ausgehend vom Kontaktring 50 bzw. den sich einstellenden Kontaktpunkten in radiale Richtung nach innen. Der keilförmige Quetschspalt 58 öffnet sich demnach in radiale Richtung nach innen in Richtung auf die Achse 26. Aufgrund des im Quetschspalt 58 eingeschlossenen Kraftstoffvolumens, welches bei der Annäherung der Ankerpolfläche 46 an die Restluftspaltscheibe 44 komprimiert wird, kann somit nach wie vor das Auftreten von Prellerscheinungen des Ventilelementes 18, 22 beim Erreichen des oberen Hubanschlages, d. h. der Restluftspaltscheibe 44, vermieden werden.
  • Die im Wesentlichen konkav verlaufende Oberflächenausbildung 48 der Ankerpolfläche 42 wird zum Beispiel beim Schleifen der Ankerpolfläche 46 direkt hergestellt und erfordert keinen zusätzlichen Prozessschritt. Ein zusätzlicher mit der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung zu erreichender Vorteil liegt darin, dass ein Abstand 56 zwischen dem Magnetkern 15, insbesondere dessen Außenpol 32, und der Ankerpolfläche 46 mit im Wesentlichen konkav verlaufender Oberflächenausbildung 48 im Vergleich zur ebenen Polflächengeometrie abnimmt. Damit sinkt auch der Strom, der benötigt wird, um die Ankergruppe 16, d. h. die Ankerplatte 18 mitsamt daran ausgebildetem Ventilelement gegen die Wirkung der Schließkraft 24 der nicht dargestellten Schließfeder im geöffneten Zustand zu halten. Damit können sich auch die an das Steuergerät zu stellenden Anforderungen zur Betätigung des Kraftstoffinjektors 10 bzw. von dessen Magnetgruppe erheblich vereinfachen.
  • Die in 3 dargestellte erfindungsgemäß vorgeschlagene Lösung führt zu einer erheblichen Stabilisierung der Schaltvorgänge des Magnetventils 10, ohne dass hierzu zusätzliche Prozessschritte erforderlich sind und ohne dass zusätzliche Kosten entstehen. Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung ist darin zu erblicken, dass der Strombedarf des erfindungsgemäß vorgeschlagenen Magnetventils 10 gegenüber aus dem Stand der Technik bekannten Lösungen reduziert ist. Dies setzt die Temperaturbelastung der eingesetzten Bauteile, aufgrund der geringeren Bestromung, herab. Wenngleich in Zusammenhang mit der 3 der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung anhand einer die im Wesentlichen konkav verlaufende Oberflächenausbildung 48 aufweisenden Ankerpolfläche 46 beschrieben wurde, so kann die im Wesentlichen konkav verlaufende Oberflächenausbildung 48 ebenso gut nach dem Prinzip der kinematischen Umkehr an der Stirnseite der Magnetgruppe 12, insbesondere an der Stirnseite des Magnetkerns 15, ausgeführt sein. Des Weiteren ist durchaus denkbar, die Ankerpolfläche 46 und die Stirnseite des Magnetkerns 15 eben auszubilden und stattdessen die Dicke der Restluftspaltscheibe 44 nach außen hin zunehmend zu gestalten. Damit lässt sich derselbe Effekt erreichen wie mit dem Ausbilden einer im Wesentlichen konkav verlaufenden Oberflächenausbildung 48 im Bereich der Ankerpolfläche 46 oder alternativ in der Stirnseite des Magnetkerns 15, die der Ankergruppe 16 zuweist.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 19650865 A1 [0001, 0002]
    • - DE 19708104 A1 [0002]

Claims (11)

  1. Magnetventil (10) mit einer Magnetgruppe (12), eine Magnetspule (14) und einen Magnetkern (15) umfassend, und mit einem Anker (18) sowie einem Ventilelement (22), ferner einem Anschlag (36) im Bereich einer Stirnseite des Magnetkerns (15), dadurch gekennzeichnet, dass entweder die Stirnseite des Magnetkerns (15) oder eine Ankerpolfläche (46) des Ankers (18) eine im Wesentlichen konkav verlaufende Oberflächenausbildung (48) aufweist.
  2. Magnetventil (10) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Stirnseite des Magnetkerns (15) und der Ankerpolfläche (46) eine Restluftspaltscheibe (44) aufgenommen ist.
  3. Magnetventil (10) gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Restluftspaltscheibe (44) rotationssymmetrisch oder mit Aussparungen am Umfang ausgeführt ist.
  4. Magnetventil (10) gemäß der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich zwischen einer zweiten Planseite (54) der Restluftspaltscheibe (44) und der im Wesentlichen konkav verlaufenden Oberflächenausbildung (48) aufweisenden Ankerpolfläche (46) ein Kontaktring (50) oder punktförmige Kontaktstellen bilden.
  5. Magnetventil (10) gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich zwischen der zweiten Planseite (54) der Restluftspaltscheibe (44) und der Ankerpolfläche (46) ein Quetschspalt (58) bei Annäherung der Ankerpolfläche (46) an die Restluftspaltscheibe (44) bildet.
  6. Magnetventil (10) gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Quetschspalt (58) keilförmig ausgeführt ist und sich ausgehend vom Kontaktring (50) zwischen der Ankerpolfläche (46) und der Planseite (54) in radiale Richtung nach innen erstreckt.
  7. Magnetventil (10) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abstand (56) zwischen einem Außenpol (32) des Magnetkerns (15) und der Ankerpolfläche (46) verringert ist.
  8. Magnetventil (10) gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Restluftspaltscheibe (44) mit einer ersten Planfläche (52) am Anschlag (36) des Innenpoles (30) des Magnetkerns (15) der Magnetgruppe (12) anliegt.
  9. Magnetventil (10) gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Restluftspaltscheibe (44) aus amagnetischem Material gefertigt ist.
  10. Magnetventil (10) gemäß einem oder mehrerer der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ankergruppe (16) neben der Ankerplatte (18) ein hülsenförmig ausgebildetes Schließelement (22) umfasst, welches in einem Niederdruckbereich eines Kraftstoffinjektors (10) druckausgeglichen ist.
  11. Magnetventil (10) gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Polfläche (46) des Ankers (18) und die des Magnetkerns (15) plan ausgeführt sind und die Restluftspaltscheibe (44) eine radial nach außen zunehmende Dicke aufweist.
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