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DE102008048871A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Vermittlung von Daten in einem TETRA Netz - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Vermittlung von Daten in einem TETRA Netz Download PDF

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DE102008048871A1
DE102008048871A1 DE102008048871A DE102008048871A DE102008048871A1 DE 102008048871 A1 DE102008048871 A1 DE 102008048871A1 DE 102008048871 A DE102008048871 A DE 102008048871A DE 102008048871 A DE102008048871 A DE 102008048871A DE 102008048871 A1 DE102008048871 A1 DE 102008048871A1
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tetra
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Karl KNÖBL
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Siemens AG Oesterreich
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Siemens AG Oesterreich
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    • H04W84/04Large scale networks; Deep hierarchical networks
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Abstract

Verfahren zur Vermittlung von Daten in einem TETRA Netz mit ausschließlicher paketorientierter Datenübertragung zwischen den Netzelementen, wobei die Umsetzung der verbindungsorientierten Schaltvorgänge auf paketorientierte Datenübertragung mittels eines Soft Circuit Model Protokolls durchgeführt wird.

Description

  • Technisches Gebiet
  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Vermittlung von Daten in einem TETRA Netz und Vorrichtungen (Netzelemente) zur Durchführung des Verfahrens.
  • Stand der Technik
  • Die in Einsatz befindlichen analogen Funknetze von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS Funknetze) werden durch digitale Funknetze ersetzt. Am häufigsten eingesetzt wird dabei das sogenannte TETRA-System (Terrestrial Trunked Radio). TETRA ist ein Standard für digitalen Bündelfunk, der sich wegen seiner Leistungsmerkmale besonders für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben eignet.
  • TETRA wurde von der ETSI (ETSI: Europäisches Institut für Telekommunikationsnormen) standardisiert (ETS 300 392), die erste Version dieses Standards entstand 1995.
  • TETRA ist als Zeitmultiplex-System mit vier unabhängigen Kommunikationskanälen pro Träger definiert. Der Abstand zwischen den einzelnen Trägern beträgt 25 kHz. Gegenüber analogem Bündelfunk bedeutet das eine bessere Frequenznutzung. TETRA-Systeme bieten gegenüber GSM-Netzen, die bei 200 kHz Kanalabstand acht Kommunikationskanäle bereitstellen, die vierfache Frequenznutzung.
  • Dennoch findet auch ein Frequenzmultiplex statt, durch die Paarung jedes HF-Kanals in eine uplink- und eine downlink-Frequenz womit eine hohe Kanalkapazität erreicht wird.
  • TETRA Netze bestehen, ähnlich wie zellulare Mobilfunknetze, aus Basisstationen mit ihnen zugeordneten Antennen, Vermittlungseinrichtung (Switches), welche die Vermittlung der Verbindungen vornehmen, Kontrollzentralen, welche Überwachungs- und Steuerungsaufgaben wahrnehmen und Endgeräten.
  • Allerdings sind in TETRA Netzen, anders als in GSM Netzen die einzelnen Netzwerkelemente (Basisstationen, Vermittlungseinrichtungen, etc) sowie die Schnittstellen und Datenprotokolle zwischen diesen Netzelementen nicht standardisiert, sodass jeder Hersteller eigene Lösungen entwickelt hat.
  • Die Verbindungen der Netzwerkelemente untereinander wird typischerweise mittels TDM (Time Division Multiplex) Verbindungen zur Übertragung der Nutzdaten ausgeführt, wobei zusätzlich ein weiteres (paketorientiertes) Datennetz vorhanden ist und die Netzwerkelemente ebenfalls untereinander verbindet. Über dieses weitere Datennetz, welches typischerweise nach dem Internet Protokoll (IP) arbeitet, werden beispielsweise Informationen zur Administration des TETRA Netzes oder Signalisierungsdaten übertragen.
  • Diese TDM-Verbindungen werden üblicherweise als sogenannte „E1-Leitungen", bzw. „PCM30-Leitungen" mit einer Datenübertragungskapazität von 2 Mbit/s ausgeführt.
  • Somit entstehen bei der Errichtung und beim Betrieb von TETRA Netzen hohe Kosten aufgrund der doppelten Anbindung (E1 Leitungen und IP-Netz) der Netzwerkelemente. Es sind Lösungen dieses Problems bekannt, bei welchen sowohl die Nutzdaten (z. B. Sprachdaten) als auch die Administrationsdaten über das IP-Netz übertragen werden und die E1-Leitungen entfallen können. Allerdings sind dazu Änderungen des gesamten inneren Aufbaus der Netzwerkelemente erforderlich. Besonders nachteilig ist es, dass Schaltvorgänge in Netzen aus TDM-Verbindungen nicht auf IP-Netze abbildbar sind.
  • Darstellung der Erfindung
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde ein Verfahren zur Vermittlung von Daten in einem TETRA Netz mit ausschließlicher paketorientierter Datenübertragung (IP-Datenübertragung) zwischen den einzelnen Netzwerkelementen (Basisstationen, Vermittlungseinrichtungen, Netzübergangselemente, Kontrollzentralen) anzugeben, wobei die Steuerung der Vermittlungsschaltvorgänge gegenüber einem TETRA-Netz mit gemischter E1- und IP-Datenübertragung an die ausschließliche paketorientierte Datenübertragung zwischen den einzelnen Netzwerkelementen angepasst ist.
  • Die Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und Vorrichtungen gemäß der Ansprüche 5, 6 und 7 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand von abhängigen Ansprüchen.
  • Diese Umsetzung der verbindungsorientierten Vermittlungsschaltvorgänge auf paketorientierte Datenübertragung wird mittels eines sogenannten Soft Circuit Modells durchgeführt.
  • Dem Grundgedanken der Erfindung nach wird TETRA-Netz mit ausschließlicher Anbindung der mindestens einen Basisstation an die mindestens eine Vermittlungseinrichtung über eine IP-Datenverbindung beschrieben, wobei die Nutzdaten (typischerweise digitalisierte Sprachdaten) und die Signalisierungsdaten über eine IP-Verbindung übertragen werden. Mit der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung ist es möglich die wesentlichen TETRA-Funktionalitäten „Verbindungssteuerung" und „Mobility Management" weiterverwenden zu können und nur die, die eigentlichen Schaltvorgänge ausführenden Funktionseinheiten ersetzen zu müssen.
  • Damit ist der Vorteil erzielbar, ein TETRA-Netz mit ausschließlicher IP-Datenverbindung zwischen den Basisstationen und den Vermittlungseinrichtungen aufbauen zu können und die Netzelemente (Basisstationen und Vermittlungseinrichtungen) nur in geringem Ausmaß verändern zu müssen. Somit lassen sich TETRA-Netzelemente (Basisstationen, Vermittlungseinrichtungen und Netzübergangselemente) preisgünstiger herstellen da die aufwendigen TDM-Vermittlungseinrichtungen und TDM-Leitungsansteuerungsvorrichtungen entfallen.
  • Weiters lassen sich durch den Entfall der E1-Leitungen TETRA Netze günstiger aufbauen und betreiben.
  • Der Hauptaspekt der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung liegt darin, dass die Vorrichtungen zur Ansteuerung der Schaltvorgänge, welche in konventionellen TETRA-Netzen die Verschaltungen der E1-Verbindungen (PCM) steuern, in einem erfindungsgemäßen TETRA-Netz weiterverwendet werden. Dazu ist es erforderlich, die von diesen Vorrichtungen bestimmten Schaltvorgänge, welche für eine verbindungsorientierte Datenübertragung vorgesehen sind, auf eine paketorientierte Datenübertragung umzusetzen, wobei alle Funktionalitäten des TETRA-Netzes erhalten bleiben. Diese Abbildung (Modellierung) von verbindungsorientierten Schaltvorgängen auf die paketorientierte Datenübertragung (bei welcher statt einer abschnittsweisen Verschaltung von Verbindungen nur an den Verbindungsendpunkten und an besonders ausgezeichneten intervenierenden Punkten in der Verbindung die Zieladressen von Datenpaketen und weitere Attribute eingestellt werden) wird besonders vorteilhaft mit dem in der Patentschrift EP1384383B1 (VERFAHREN ZUR STEUERUNG EINER VERBINDUNG IN EINEM TELEKOMMUNIKATIONSNETZ) beschriebenen Verfahren, einem sogenannten „Soft Circuit Model" Verfahren, durchgeführt. Dabei werden die Nutzdaten direkt zwischen den beteiligten Netzelementen (im Allgemeinen die Basisstationen) übertragen und nicht, wie in TETRA-Netzen nach dem Stand der Technik über die Vermittlungseinrichtung geführt.
  • Dadurch ist der Vorteil erzielbar, den Bandbreitenbedarf der IP-Verbindung zu den Vermittlungseinrichtungen geringer halten zu können, als wenn jedes Nutzdatenpaket zu der Vermittlungseinrichtung geführt werden müsste. Weiters reduziert sich die Laufzeit der IP-Datenpakete durch die direkte Zustellung an das Zielnetzelement.
  • Eine Ausführungsform der Erfindung sieht vor, die Nutzdaten einer TETRA-Verbindung auch an die Vermittlungseinrichtung zu übertragen. Damit ist der Vorteil erzielbar, dass TETRA-Verbindungen mitgehört bzw. aufgezeichnet werden können.
  • Die Daten, welche in konventionellen TETRA-Netzen mittels E1-Verbindungen übertragen werden, teilen sich in Nutzdaten wie Sprach- oder SDS-Daten (sog. „User Plane Daten", U-Plane) und Signalisierungsdaten („Control Plane Daten", C-Plane) auf. Erfindungsgemäß werden die Nutzdaten bei einem erfindungsgemäßen TETRA-Netz über die IP-Verbindung mittels des sogenannten RTP-Verfahrens (Real Time Protokoll, beschrieben in RFC 1889) direkt zwischen den betroffenen Basisstationen übertragen. Die Übertragung an die Vermittlungseinrichtung ist nicht mehr erforderlich, kann jedoch, etwa zum Zweck der Datenaufzeichnung, zusätzlich an die Vermittlungseinrichtung erfolgen. Zur Kennzeichnung dieser TETRA-Nutzdatenpakete in einem IP-Netz ist die Anpassung der sogenannten „Payload Type"-Kennzeichung der Datenpakete vorgesehen. Eine Kodierung dieser TETRA-Nutzdatenpakete ist nicht erforderlich, da bereits die TETRA-Endgeräte eine entsprechende Kodierung vornehmen und die Nutzdaten kodiert über die Funkverbindung zur Basisstation übertragen.
  • Erfindungsgemäß wird ein neues Steuerprotokoll „Soft Circuit Model Protokoll" zur Steuerung dieser Nutzdatenübertragung direkt zwischen den beteiligte Netzelementen (im Allgemeinen zwischen Basisstationen) herangezogen, welches sich in ein „Soft Circuit Model Protokoll vertikal" und ein „Soft Circuit Model Protokoll horizontal" gliedert.
  • Mittels des „Soft Circuit Model Protokolls vertikal" steuern die Vermittlungseinrichtungen die betreffenden Netzelemente (im Allgemeinen Basisstationen) in solcher Weise an, das diese Netzelemente mit den von den Vermittlungseinrichtungen erhaltenen Informationen Datenpakte mit den Zieladressen der Zielendgeräte zusammenstellen und über das paketorientierte Datennetz absenden. Dazu werden die IP-Adresse und die sogenannte Port Nummer des Zielendgeräts für die Adressierung der Nutzdatenpakte verwendet. Diese Steuerdaten werden über die IP-Verbindung zwischen den beteiligten Netzelementen beispielsweise mittels eines sogenannten „Stream Control Transmission Protokoll" (beschrieben in RFC 2960) übertragen.
  • Nutzdatenverbindungen zwischen TETRA-Endgeräten, welche an Basisstationen die unterschiedlichen Vermittlungs-Einrichtungen zugeordnet sind, werden mittels des „Soft Circuit Model Protokoll horizontal" gesteuert.
  • In einem erfindungsgemäßen TETRA-Netz werden diese Steuerdaten zusammen oder getrennt mit der Rufsignalisierung, über die IP-Verbindung zwischen den beteiligten Netzelementen beispielsweise mittels eines sogenannten „Stream Control Transmission Protokoll" übertragen.
  • Die in konventionellen TETRA-Netzen übertragenen Signalisierungsdaten, welche das gewünschte Zielendgerät, die Art der gewünschten Verbindung (z. B. Gruppenruf, Einzelruf, Datenübertragung) angeben, werden in einem erfindungsgemäßen TETRA-Netz über die IP-Verbindung zwischen den Netzelementen beispielsweise mittels eines „Stream Control Transmission Protokoll" übertragen. Dazu wird eine Protokollanpassung zwischen der (auch in TETRA Netzelementen gemäß dem Stand der Technik vorhandenen) Verbindungssteuerung (LLC Logical Link Control) und der Stream Control Transmission Protokoll Übertragung eingefügt, welche die erforderlichen Adaptionen vornimmt.
  • Kurzbeschreibung der Zeichnungen
  • Es zeigen beispielhaft:
  • 1 die Darstellung des prinzipiellen Aufbaus eines TETRA Netzes gemäß dem Stand der Technik.
  • 2 die Darstellung des prinzipiellen logischen Aufbaus einer TETRA Basisstation und einer TETRA Vermittlungseinrichtung gemäß dem Stand der Technik.
  • 3 die Darstellung des Aufbaus eines TETRA Netzes und den internen logischen Aufbau einer Basisstation und einer Vermittlungseinrichtung in einem erfindungsgemäßen TETRA Netz.
  • 4 die Darstellung des Ablaufs der Signalisierungs- und Datenübertragungen in einem erfindungsgemäßen TETRA Netz
  • Ausführung der Erfindung
  • 1 zeigt beispielhaft und schematisch ein TETRA Netz gemäß dem Stand der Technik.
  • Es ist ein TETRA Netz, umfassend zwei Vermittlungseinrichtungen (Switches) S1, S2, eine Kontrollzentrale K, und mehrere Basisstationen B dargestellt. An die erste Vermittlungseinrichtung S1 sind mehrere Basisstationen B11...B1x angeschlossen, an die zweite Vermittlungseinrichtung S2 sind mehrere Basisstationen B21...B2x angeschlossen. Alle Vermittlungseinrichtungen S1, S2 sind mit den jeweils zugeordneten Basisstationen B11...B1x, B21...B2x mit jeweils einer E1-Verbindung E1 verbunden. Die erste Vermittlungseinrichtung S1 ist mit der zweiten Vermittlungseinrichtung S2 mit einer E1-Verbindung E1 verbunden. Alle Netzelemente (Vermittlungseinrichtungen S1, S2, Basisstationen B11...B1x, B21...B2x und die Kontrollzentrale K sind mittels eines Paketdatennetzes PDN verbunden. Gemäß dem Stand der Technik werden Nutzdaten, welche aus typischerweise Sprachdaten bestehen von den TETRA-Endgeräten (nicht dargestellt) über eine Basisstation B und eine E1-Verbindung E1 zu der der Basisstation zugeordneten Vermittlungseinrichtung S übertragen und in dieser Vermittlungseinrichtung ein Signalweg (bestehend aus Verbindungsabschnitten) zur nächsten Vermittlungseinrichtung auf dem Weg zum Zielendgerät geschaltet. Die dafür notwendigen Signalisierungsdaten werden ebenfalls zwischen den Basisstationen B und der Vermittlungseinrichtung S mittels der E1-Verbindung E1 übertragen. Das Paketdatennetz PDN dient zur Übertragung von Informationen u. a. zur Administration des TETRA-Netzes.
  • 2 zeigt beispielhaft und schematisch den internen logischen Aufbau einer TETRA Basisstation und einer TETRA Vermittlungseinrichtung gemäß dem Stand der Technik. Es ist der vereinfachte logische Aufbau einer Basisstation B11 dargestellt, diese Basisstation B11 umfasst eine Funkansteuerung FA, eine Verbindungssteuerung LLC (Logical Link Control), eine E1-Schaltvorrichtung E1S und eine PCM-ansteuerung PCM. Der Nutzdatenstrom durchläuft die angegebenen logischen Elemente der Basisstation B11 in der angegebenen Reihenfolge. Eine Vermittlungseinrichtung empfängt den von der Basisstation B11 ausgehenden, mittels E1-Verbindung E1 übertragenen Datenstrom und führt diesen Datenstrom einer PCM-Ansteuerung PCM zu, welche den Datenstrom einer E1-Schaltvorrichtung E1S zuführt. Diese E1-Schaltvorrichtung E1S wird von einer Tetra-Anwendung TAW mittels einer E1-Schaltvorrichtungssteuerung E1SC, einer Verbindungssteuerung LLC und einer Interconnect Protokoll Steuerung ICPC in einer Weise angesteuert, dass die E1-Schaltvorrichtung E1S die zur Verbindung mit dem Zielendgerät erforderlichen Signalwege schaltet. Im dargestellten Beispiel ist das Zielendgerät im Versorgungsbereich der ersten Basisstation der zweiten Vermittlungseinrichtung B21 eingebucht und der Signalweg führt deshalb über die zweite Vermittlungseinrichtung S2, wobei für diese Verbindung zwischen den beiden Vermittlungseinrichtungen S1 und S2 eine E1-Verbindung E1 vorgesehen ist. Der logische Aufbau der zweiten Vermittlungseinrichtung S2 entspricht dem der ersten Vermittlungseinrichtung S1, der logische Aufbau der Basisstation B21 entspricht dem der Basisstation B11. Die in einem TETRA-Netz erforderlichen weiteren Netzelemente (Kontrollzentrale K) und das Paketdatennetz PDN sind in dieser Darstellung nicht enthalten, da sie für die Übertragung des Nutzdatenstroms nicht erforderlich sind.
  • 3 zeigt beispielhaft und schematisch den Aufbau eines TETRA Netzes und den internen logischen Aufbau einer Basisstation und einer Vermittlungseinrichtung in einem erfindungsgemäßen TETRA Netz, bestehend aus zwei Basisstationen B11, B21, zwei Vermittlungseinrichtungen S1, S2, einem Netzübergangselement NÜE, welche untereinander mittels IP-Verbindungen IP eines Paketdatennetzes PDN verbunden sind. Die erfindungsgemäße Basisstation B11 umfasst eine Funkansteuerung FA zur Verbindung mit TETRA-Endgeräten und eine Verbindungssteuerung LLC. Weiters umfasst die Basisstation B11 eine IP-Verbindungssteuerung IPC, mittels welcher die Kommunikation über das Paketdatennetz PDN mit weiteren Basisstationen B, Vermittlungseinrichtungen S und weiteren TETRA-Netzelementen (beispielsweise Netzübergangselemente NÜE) erfolgt. Eine Verbindungssteuerungsanpassung LLC-UA nimmt alle Adaptionen vor, welche zur Anpassung der, von der (gegenüber TETRA-Basisstationen gemäß dem Stand der Technik unveränderten) Verbindungssteuerung LLC abgegebenen Steuerbefehle auf das Stream Control Transmission Protokoll SCTP erforderlich sind. Diese solcherart angepassten Steuerbefehle gemäß des Stream Control Transmission Protokoll SCTP werden mittels der IP-Verbindungssteuerung IPC zu den jeweiligen Verbindungspartnern über das Paketdatennetz PDN übertragen. Eine das Soft Circuit Model SCM umsetzende Funktionseinheit stellt den Strom an zu übertragenden Daten zu Datenpakten zusammen, welche an den Verbindungspartner (beispielsweise ein TETRA-Endgerät) übermittelt werden. Dieses Soft Circuit Model SCM leitet die TETRA-Nutzdaten (z. B. digitalisierte TETRA codierte Sprachdaten) mittels des Real Time Protokolls RTP und das User Datagram Protokoll UDP an die IP-Verbindungssteuerung IPC weiter. Das Soft Circuit Model SCM umfasst die Steuerung für weitere Protokolle other.
  • Die TETRA-Signalisierungsdaten werden vom Soft Circuit Model SCM mittels des Soft Circuit Model Protokolls Vertikal SCMPv an die an die IP-Verbindungssteuerung IPC weitergeleitet und mittels IP-Verbindung IP über das Paketdatennetz an die der Basisstation B11 zugeordnete Vermittlungseinrichtung S1 übertragen.
  • Die Vermittlungseinrichtung S1 umfasst eine Tetra Anwendung TAW, eine IP-Verbindungssteuerung IPC, eine das Soft Circuit Model SCM umsetzende Funktionseinheit, eine Verbindungssteuerung LLC, eine Verbindungssteuerungsanpassung LLC-UA und eine Interconnect Protokoll Anpassung ITPC.
  • Das Soft Circuit Model SCM steuert mittels des Protokolls Soft Circuit Model Protokolls Vertikal SCMPv die Vermittlung von Nutzdaten zwischen Basisstationen B, welche derselben Vermittlungseinrichtung S zugeordnet sind und mittels des Protokolls Soft Circuit Model Protokolls Vertikal SCMPh die Vermittlung von Nutzdaten zwischen Basisstationen B, welche verschiedenen Vermittlungseinrichtungen S zugeordnet sind, wobei eine Interconnect Protokoll Anpassung ITPC die Anpassung des Soft Circuit Model Protokolls Vertikal SCMPh an das Stream Control Transmission Protokoll vornimmt.
  • 4 zeigt beispielhaft und schematisch die Darstellung des Ablaufs der Signalisierungs- und Datenübertragungen in einem erfindungsgemäßen TETRA Netz.
  • Ein (in 4 nicht dargestelltes) TETRA-Endgerät ist mit der TETRA-Basisstation B11 mittels Funkverbindung verbunden und in die TETRA-Basisstation B11 eingebucht und baut eine Duplexverbindung zu einem zweiten (in 4 nicht dargestellten weiteren TETRA-Endgerät mit folgenden Verfahrensschritten auf:
    • 1. Übermittlung einer Nachricht von der Basisstation B11 an die Vermittlungseinrichtung S1, beinhaltend den Vermittlungswunsch, die Art des Aufzubauenden Rufs (in diesem Bespiel ein Duplexruf) und die Zielrufnummer.
    • 2. Übermittlung einer Nachricht von der Vermittlungseinrichtung S1 an die Basisstation B1x, beinhaltend eine Abfrage einer Zielpunktadresse und Portnummer des Zielendgeräts, welche für eine RTP Übertragung erforderlich sind.
    • 3. Übermittlung einer Nachricht von der Basisstation B1x an die Vermittlungseinrichtung S1, beinhaltend die im Verfahrensschritt 2 abgefragte Zielpunktadresse und Portnummer des Zielendgeräts.
    • 4. Übermittlung einer Nachricht von der Vermittlungseinrichtung S1 an die Basisstation B11, beinhaltend die Zieladresse und Portnummer des Zielendgeräts.
    • 5. Aufbau einer RTP-Verbindung von der Basisstation B11 zur Basisstation B1x, mittels welcher Nutzdaten vom ersten, die Verbindung initiierenden Endgerät zum Zielendgerät übertragen werden.
    • 6. Aufbau einer RTP-Verbindung von der Basisstation B1x zur Basisstation B11, mittels welcher Nutzdaten vom Zielendgerät zum ersten, die Verbindung initiierenden Endgerät übertragen werden.
  • Alle Verbindungen werden über das Paketdatennetz PDN hergestellt, die Verfahrensschritte sind für andere Ruftypen (Semiduplexruf, Gruppenruf, Datenruf, etc.) geeignet anzupassen.
  • Das dargestellte Verfahren lässt sich auf die Verbindung zu Endgeräten, welche an eine, einer weiteren Vermittlungseinrichtung S2 zugeordneten Basisstation angemeldet sind, erweitern. Dazu werden die Signalisierungsnachrichten mittels des Soft Circuit Model Protokoll horizontal SCMPh (über das Paketdatennetz PDM an die weitere Vermittlungseinrichtung S2 übermittelt.
  • S
    Vermittlungseinrichtung
    S1
    Ersten Vermittlungseinrichtung
    S2
    Zweite Vermittlungseinrichtung
    B
    Basisstation
    B11
    Erste Basisstation der ersten Vermittlungseinrichtung
    B1x
    Letzte Basisstation der ersten Vermittlungseinrichtung
    B21
    Erste Basisstation der zweiten Vermittlungseinrichtung
    B2x
    Letzte Basisstation der zweiten Vermittlungseinrichtung
    K
    Kontrollzentrale
    PDN
    Paketdatennetz
    IP
    IP-Verbindung
    NÜE
    Netzübergangselement
    IPC
    IP-Verbindungssteuerung
    E1
    E1-Verbindung
    FA
    Funkansteuerung
    PCM
    PCM Ansteuerung
    E1S
    E1-Schaltvorrichtung
    E1SC
    E1-Schaltvorrichtungssteuerung
    LLC
    Verbindungssteuerung
    LLC-UA
    Verbindungssteuerungsanpassung
    ICP
    Interconnect Protokoll
    TAW
    Tetra Anwendung
    ICPC
    Interconnect Protokoll Steuerung
    SCTP
    Stream Control Transmission Protokoll
    UDP
    User Datagram Protokoll
    SCM
    Soft Circuit Model
    SCMPh
    Soft Circuit Model Protokoll horizontal
    SCMPv
    Soft Circuit Model Protokoll vertikal
    ITPC
    Interconnect Protokoll Anpassung
    1...6
    Verfahrensschritte
    RTP
    Real Time Protokoll
    Other
    weitere Protokolle
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - EP 1384383 B1 [0017]

Claims (7)

  1. Verfahren zur Vermittlung von Daten in einem TETRA Netz mit ausschließlicher paketorientierter Datenübertragung zwischen den Basisstationen (B) und den Vermittlungseinrichtungen (S) dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung der verbindungsorientierten Vermittlungsschaltvorgänge auf paketorientierte Datenübertragung mittels eines sogenannten Soft Circuit Modells (SCM) durchgeführt wird.
  2. Verfahren zur Vermittlung von Daten in einem TETRA Netz gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass digitalisierte Sprachdaten zwischen den Basisstationen (B) mittels RTP übertragen werden.
  3. Verfahren zur Vermittlung von Daten in einem TETRA Netz gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Signalisierungsdaten zwischen den Basisstationen (B) und den Vermittlungseinrichtungen (S) mittels eines Stream Control Transmission Protokolls (SCTP) übertragen werden.
  4. Verfahren zur Vermittlung von Daten in einem TETRA Netz gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zwischen den an einer Verbindung beteiligten Basisstationen (B) übertragenen Nutzdaten auch einem weiteren Netzwerkelement übermittelt werden.
  5. TETRA-Basisstation (B) mit ausschließlicher paketorientierter Datenübertragung der Nutz- und Signalisierungsdaten zu weiteren TETRA-Basisstationen (B) und zu TETRA-Vermittlungseinrichtungen (S) und zu weiteren TETRA-Netzelementen, dadurch gekennzeichnet dass Mittel zur Umsetzung der verbindungsorientierten Vermittlungsschaltvorgänge auf paketorientierte Datenübertragung durch ein Soft Circuit Model Protokoll vorgesehen sind.
  6. TETRA-Vermittlungseinrichtung (S) mit ausschließlicher paketorientierter Datenübertragung der Nutz- und Signalisierungsdaten zu TETRA-Basisstationen (B) und weiteren TETRA-Vermittlungseinrichtungen, dadurch gekennzeichnet dass Mittel zur Umsetzung der verbindungsorientierten Vermittlungsschaltvorgänge auf paketorientierte Datenübertragung durch ein Soft Circuit Model Protokoll vorgesehen sind.
  7. TETRA-Netzübergangselement mit ausschließlicher paketorientierter Datenübertragung der Nutz- und Signalisierungsdaten zu TETRA-Basisstationen und TETRA-Vermittlungseinrichtungen, dadurch gekennzeichnet dass eine NAT-Funktionseinheit und eine Firewall vorgesehen sind.
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ZERBST,Hans-Ulrich: Kommunikations-Architektur auf IP-Basis. Funkschau, Heft 21, 2005, S.26-27 HODES,Edo WEINGÄRTNER,Günter EDELMANN,Manfred: Telefonieren in Next Generation Network. Funkschau, Heft 22, 2003, S.28-31 ZERBST,Max: Future-proof IP-based communications architecture. News from Rohde & Schwarz, No.187 (2005/III), S.9-11 ARTEVEA digital: T-MATRIXTM F-ToIP Network Solution. Firmenschrift TSP 101 EN Issue 2.0, Artevea Digital Limited. Cambridge, UK: Artevea Digital, Aug.2005 DOLANC,Borut JUDEZ,Matjaz: Professional Mobile system - TETRA over IP and IP over TETRA. EUROCON 2003: Computer as a Tool. 22- 24 Sept. 2003. Conference Proceedings, Vol.1, pp.173-177 DURANTINI,Annalisa PETRACCA,Marco VATALARO,Francesco, et.al.: Integration of Broadband Wireless Technologies and PMR Systems for Professional Communications. 4th Internat. Conf. on Networking and Services, ICNS 2008, 16-21 March 2008. Conference Proceedings, pp.84-89 ETSI: EN 300 392-1 V1.4.0 (2008-07): Terrestrial Trunked Rad
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