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Technisches Gebiet
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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zur Vermittlung von Daten in einem
TETRA Netz und Vorrichtungen (Netzelemente) zur Durchführung
des Verfahrens.
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Stand der Technik
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Die
in Einsatz befindlichen analogen Funknetze von Behörden
und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS Funknetze) werden
durch digitale Funknetze ersetzt. Am häufigsten eingesetzt wird
dabei das sogenannte TETRA-System (Terrestrial Trunked Radio). TETRA
ist ein Standard für digitalen Bündelfunk, der
sich wegen seiner Leistungsmerkmale besonders für Behörden
und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben eignet.
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TETRA
wurde von der ETSI (ETSI: Europäisches Institut für
Telekommunikationsnormen) standardisiert (ETS 300 392), die erste
Version dieses Standards entstand 1995.
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TETRA
ist als Zeitmultiplex-System mit vier unabhängigen Kommunikationskanälen
pro Träger definiert. Der Abstand zwischen den einzelnen
Trägern beträgt 25 kHz. Gegenüber analogem
Bündelfunk bedeutet das eine bessere Frequenznutzung. TETRA-Systeme
bieten gegenüber GSM-Netzen, die bei 200 kHz Kanalabstand
acht Kommunikationskanäle bereitstellen, die vierfache
Frequenznutzung.
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Dennoch
findet auch ein Frequenzmultiplex statt, durch die Paarung jedes
HF-Kanals in eine uplink- und eine downlink-Frequenz womit eine
hohe Kanalkapazität erreicht wird.
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TETRA
Netze bestehen, ähnlich wie zellulare Mobilfunknetze, aus
Basisstationen mit ihnen zugeordneten Antennen, Vermittlungseinrichtung
(Switches), welche die Vermittlung der Verbindungen vornehmen, Kontrollzentralen,
welche Überwachungs- und Steuerungsaufgaben wahrnehmen
und Endgeräten.
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Allerdings
sind in TETRA Netzen, anders als in GSM Netzen die einzelnen Netzwerkelemente (Basisstationen,
Vermittlungseinrichtungen, etc) sowie die Schnittstellen und Datenprotokolle
zwischen diesen Netzelementen nicht standardisiert, sodass jeder
Hersteller eigene Lösungen entwickelt hat.
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Die
Verbindungen der Netzwerkelemente untereinander wird typischerweise
mittels TDM (Time Division Multiplex) Verbindungen zur Übertragung der
Nutzdaten ausgeführt, wobei zusätzlich ein weiteres
(paketorientiertes) Datennetz vorhanden ist und die Netzwerkelemente
ebenfalls untereinander verbindet. Über dieses weitere
Datennetz, welches typischerweise nach dem Internet Protokoll (IP)
arbeitet, werden beispielsweise Informationen zur Administration
des TETRA Netzes oder Signalisierungsdaten übertragen.
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Diese
TDM-Verbindungen werden üblicherweise als sogenannte „E1-Leitungen",
bzw. „PCM30-Leitungen" mit einer Datenübertragungskapazität
von 2 Mbit/s ausgeführt.
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Somit
entstehen bei der Errichtung und beim Betrieb von TETRA Netzen hohe
Kosten aufgrund der doppelten Anbindung (E1 Leitungen und IP-Netz) der
Netzwerkelemente. Es sind Lösungen dieses Problems bekannt,
bei welchen sowohl die Nutzdaten (z. B. Sprachdaten) als auch die
Administrationsdaten über das IP-Netz übertragen
werden und die E1-Leitungen entfallen können. Allerdings
sind dazu Änderungen des gesamten inneren Aufbaus der Netzwerkelemente
erforderlich. Besonders nachteilig ist es, dass Schaltvorgänge
in Netzen aus TDM-Verbindungen nicht auf IP-Netze abbildbar sind.
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Darstellung der Erfindung
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Der
Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde ein Verfahren zur Vermittlung
von Daten in einem TETRA Netz mit ausschließlicher paketorientierter
Datenübertragung (IP-Datenübertragung) zwischen
den einzelnen Netzwerkelementen (Basisstationen, Vermittlungseinrichtungen,
Netzübergangselemente, Kontrollzentralen) anzugeben, wobei
die Steuerung der Vermittlungsschaltvorgänge gegenüber
einem TETRA-Netz mit gemischter E1- und IP-Datenübertragung
an die ausschließliche paketorientierte Datenübertragung
zwischen den einzelnen Netzwerkelementen angepasst ist.
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Die
Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs
1 und Vorrichtungen gemäß der Ansprüche
5, 6 und 7 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand
von abhängigen Ansprüchen.
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Diese
Umsetzung der verbindungsorientierten Vermittlungsschaltvorgänge
auf paketorientierte Datenübertragung wird mittels eines
sogenannten Soft Circuit Modells durchgeführt.
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Dem
Grundgedanken der Erfindung nach wird TETRA-Netz mit ausschließlicher
Anbindung der mindestens einen Basisstation an die mindestens eine
Vermittlungseinrichtung über eine IP-Datenverbindung beschrieben,
wobei die Nutzdaten (typischerweise digitalisierte Sprachdaten)
und die Signalisierungsdaten über eine IP-Verbindung übertragen werden.
Mit der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung
ist es möglich die wesentlichen TETRA-Funktionalitäten „Verbindungssteuerung"
und „Mobility Management" weiterverwenden zu können und
nur die, die eigentlichen Schaltvorgänge ausführenden
Funktionseinheiten ersetzen zu müssen.
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Damit
ist der Vorteil erzielbar, ein TETRA-Netz mit ausschließlicher
IP-Datenverbindung zwischen den Basisstationen und den Vermittlungseinrichtungen
aufbauen zu können und die Netzelemente (Basisstationen
und Vermittlungseinrichtungen) nur in geringem Ausmaß verändern
zu müssen. Somit lassen sich TETRA-Netzelemente (Basisstationen,
Vermittlungseinrichtungen und Netzübergangselemente) preisgünstiger
herstellen da die aufwendigen TDM-Vermittlungseinrichtungen und
TDM-Leitungsansteuerungsvorrichtungen entfallen.
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Weiters
lassen sich durch den Entfall der E1-Leitungen TETRA Netze günstiger
aufbauen und betreiben.
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Der
Hauptaspekt der erfindungsgemäß vorgeschlagenen
Lösung liegt darin, dass die Vorrichtungen zur Ansteuerung
der Schaltvorgänge, welche in konventionellen TETRA-Netzen
die Verschaltungen der E1-Verbindungen (PCM) steuern, in einem erfindungsgemäßen
TETRA-Netz weiterverwendet werden. Dazu ist es erforderlich, die
von diesen Vorrichtungen bestimmten Schaltvorgänge, welche
für eine verbindungsorientierte Datenübertragung
vorgesehen sind, auf eine paketorientierte Datenübertragung
umzusetzen, wobei alle Funktionalitäten des TETRA-Netzes
erhalten bleiben. Diese Abbildung (Modellierung) von verbindungsorientierten
Schaltvorgängen auf die paketorientierte Datenübertragung (bei
welcher statt einer abschnittsweisen Verschaltung von Verbindungen
nur an den Verbindungsendpunkten und an besonders ausgezeichneten
intervenierenden Punkten in der Verbindung die Zieladressen von
Datenpaketen und weitere Attribute eingestellt werden) wird besonders
vorteilhaft mit dem in der Patentschrift
EP1384383B1 (VERFAHREN ZUR STEUERUNG
EINER VERBINDUNG IN EINEM TELEKOMMUNIKATIONSNETZ) beschriebenen
Verfahren, einem sogenannten „Soft Circuit Model" Verfahren,
durchgeführt. Dabei werden die Nutzdaten direkt zwischen
den beteiligten Netzelementen (im Allgemeinen die Basisstationen) übertragen
und nicht, wie in TETRA-Netzen nach dem Stand der Technik über
die Vermittlungseinrichtung geführt.
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Dadurch
ist der Vorteil erzielbar, den Bandbreitenbedarf der IP-Verbindung
zu den Vermittlungseinrichtungen geringer halten zu können,
als wenn jedes Nutzdatenpaket zu der Vermittlungseinrichtung geführt
werden müsste. Weiters reduziert sich die Laufzeit der
IP-Datenpakete durch die direkte Zustellung an das Zielnetzelement.
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Eine
Ausführungsform der Erfindung sieht vor, die Nutzdaten
einer TETRA-Verbindung auch an die Vermittlungseinrichtung zu übertragen.
Damit ist der Vorteil erzielbar, dass TETRA-Verbindungen mitgehört
bzw. aufgezeichnet werden können.
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Die
Daten, welche in konventionellen TETRA-Netzen mittels E1-Verbindungen übertragen
werden, teilen sich in Nutzdaten wie Sprach- oder SDS-Daten (sog. „User
Plane Daten", U-Plane) und Signalisierungsdaten („Control
Plane Daten", C-Plane) auf. Erfindungsgemäß werden
die Nutzdaten bei einem erfindungsgemäßen TETRA-Netz über
die IP-Verbindung mittels des sogenannten RTP-Verfahrens (Real Time
Protokoll, beschrieben in RFC 1889) direkt zwischen den betroffenen
Basisstationen übertragen. Die Übertragung an
die Vermittlungseinrichtung ist nicht mehr erforderlich, kann jedoch,
etwa zum Zweck der Datenaufzeichnung, zusätzlich an die Vermittlungseinrichtung
erfolgen. Zur Kennzeichnung dieser TETRA-Nutzdatenpakete in einem IP-Netz
ist die Anpassung der sogenannten „Payload Type"-Kennzeichung
der Datenpakete vorgesehen. Eine Kodierung dieser TETRA-Nutzdatenpakete
ist nicht erforderlich, da bereits die TETRA-Endgeräte eine
entsprechende Kodierung vornehmen und die Nutzdaten kodiert über
die Funkverbindung zur Basisstation übertragen.
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Erfindungsgemäß wird
ein neues Steuerprotokoll „Soft Circuit Model Protokoll"
zur Steuerung dieser Nutzdatenübertragung direkt zwischen
den beteiligte Netzelementen (im Allgemeinen zwischen Basisstationen)
herangezogen, welches sich in ein „Soft Circuit Model Protokoll
vertikal" und ein „Soft Circuit Model Protokoll horizontal"
gliedert.
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Mittels
des „Soft Circuit Model Protokolls vertikal" steuern die
Vermittlungseinrichtungen die betreffenden Netzelemente (im Allgemeinen
Basisstationen) in solcher Weise an, das diese Netzelemente mit
den von den Vermittlungseinrichtungen erhaltenen Informationen Datenpakte
mit den Zieladressen der Zielendgeräte zusammenstellen
und über das paketorientierte Datennetz absenden. Dazu
werden die IP-Adresse und die sogenannte Port Nummer des Zielendgeräts
für die Adressierung der Nutzdatenpakte verwendet. Diese
Steuerdaten werden über die IP-Verbindung zwischen den
beteiligten Netzelementen beispielsweise mittels eines sogenannten „Stream
Control Transmission Protokoll" (beschrieben in RFC 2960) übertragen.
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Nutzdatenverbindungen
zwischen TETRA-Endgeräten, welche an Basisstationen die
unterschiedlichen Vermittlungs-Einrichtungen zugeordnet sind, werden
mittels des „Soft Circuit Model Protokoll horizontal" gesteuert.
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In
einem erfindungsgemäßen TETRA-Netz werden diese
Steuerdaten zusammen oder getrennt mit der Rufsignalisierung, über
die IP-Verbindung zwischen den beteiligten Netzelementen beispielsweise
mittels eines sogenannten „Stream Control Transmission
Protokoll" übertragen.
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Die
in konventionellen TETRA-Netzen übertragenen Signalisierungsdaten,
welche das gewünschte Zielendgerät, die Art der
gewünschten Verbindung (z. B. Gruppenruf, Einzelruf, Datenübertragung)
angeben, werden in einem erfindungsgemäßen TETRA-Netz über
die IP-Verbindung zwischen den Netzelementen beispielsweise mittels
eines „Stream Control Transmission Protokoll" übertragen. Dazu
wird eine Protokollanpassung zwischen der (auch in TETRA Netzelementen
gemäß dem Stand der Technik vorhandenen) Verbindungssteuerung (LLC
Logical Link Control) und der Stream Control Transmission Protokoll Übertragung
eingefügt, welche die erforderlichen Adaptionen vornimmt.
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Kurzbeschreibung der Zeichnungen
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Es
zeigen beispielhaft:
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1 die
Darstellung des prinzipiellen Aufbaus eines TETRA Netzes gemäß dem
Stand der Technik.
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2 die
Darstellung des prinzipiellen logischen Aufbaus einer TETRA Basisstation
und einer TETRA Vermittlungseinrichtung gemäß dem
Stand der Technik.
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3 die
Darstellung des Aufbaus eines TETRA Netzes und den internen logischen
Aufbau einer Basisstation und einer Vermittlungseinrichtung in einem
erfindungsgemäßen TETRA Netz.
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4 die
Darstellung des Ablaufs der Signalisierungs- und Datenübertragungen
in einem erfindungsgemäßen TETRA Netz
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Ausführung der Erfindung
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1 zeigt
beispielhaft und schematisch ein TETRA Netz gemäß dem
Stand der Technik.
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Es
ist ein TETRA Netz, umfassend zwei Vermittlungseinrichtungen (Switches)
S1, S2, eine Kontrollzentrale K, und mehrere Basisstationen B dargestellt.
An die erste Vermittlungseinrichtung S1 sind mehrere Basisstationen
B11...B1x angeschlossen, an die zweite Vermittlungseinrichtung S2
sind mehrere Basisstationen B21...B2x angeschlossen. Alle Vermittlungseinrichtungen
S1, S2 sind mit den jeweils zugeordneten Basisstationen B11...B1x,
B21...B2x mit jeweils einer E1-Verbindung E1 verbunden. Die erste
Vermittlungseinrichtung S1 ist mit der zweiten Vermittlungseinrichtung
S2 mit einer E1-Verbindung E1 verbunden. Alle Netzelemente (Vermittlungseinrichtungen
S1, S2, Basisstationen B11...B1x, B21...B2x und die Kontrollzentrale
K sind mittels eines Paketdatennetzes PDN verbunden. Gemäß dem Stand
der Technik werden Nutzdaten, welche aus typischerweise Sprachdaten
bestehen von den TETRA-Endgeräten (nicht dargestellt) über
eine Basisstation B und eine E1-Verbindung E1 zu der der Basisstation
zugeordneten Vermittlungseinrichtung S übertragen und in
dieser Vermittlungseinrichtung ein Signalweg (bestehend aus Verbindungsabschnitten) zur
nächsten Vermittlungseinrichtung auf dem Weg zum Zielendgerät
geschaltet. Die dafür notwendigen Signalisierungsdaten
werden ebenfalls zwischen den Basisstationen B und der Vermittlungseinrichtung
S mittels der E1-Verbindung E1 übertragen. Das Paketdatennetz
PDN dient zur Übertragung von Informationen u. a. zur Administration
des TETRA-Netzes.
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2 zeigt
beispielhaft und schematisch den internen logischen Aufbau einer
TETRA Basisstation und einer TETRA Vermittlungseinrichtung gemäß dem
Stand der Technik. Es ist der vereinfachte logische Aufbau einer
Basisstation B11 dargestellt, diese Basisstation B11 umfasst eine
Funkansteuerung FA, eine Verbindungssteuerung LLC (Logical Link
Control), eine E1-Schaltvorrichtung E1S und eine PCM-ansteuerung
PCM. Der Nutzdatenstrom durchläuft die angegebenen logischen
Elemente der Basisstation B11 in der angegebenen Reihenfolge. Eine
Vermittlungseinrichtung empfängt den von der Basisstation
B11 ausgehenden, mittels E1-Verbindung E1 übertragenen
Datenstrom und führt diesen Datenstrom einer PCM-Ansteuerung
PCM zu, welche den Datenstrom einer E1-Schaltvorrichtung E1S zuführt.
Diese E1-Schaltvorrichtung E1S wird von einer Tetra-Anwendung TAW
mittels einer E1-Schaltvorrichtungssteuerung E1SC, einer Verbindungssteuerung
LLC und einer Interconnect Protokoll Steuerung ICPC in einer Weise
angesteuert, dass die E1-Schaltvorrichtung E1S die zur Verbindung
mit dem Zielendgerät erforderlichen Signalwege schaltet.
Im dargestellten Beispiel ist das Zielendgerät im Versorgungsbereich
der ersten Basisstation der zweiten Vermittlungseinrichtung B21
eingebucht und der Signalweg führt deshalb über
die zweite Vermittlungseinrichtung S2, wobei für diese
Verbindung zwischen den beiden Vermittlungseinrichtungen S1 und S2
eine E1-Verbindung E1 vorgesehen ist. Der logische Aufbau der zweiten
Vermittlungseinrichtung S2 entspricht dem der ersten Vermittlungseinrichtung S1,
der logische Aufbau der Basisstation B21 entspricht dem der Basisstation
B11. Die in einem TETRA-Netz erforderlichen weiteren Netzelemente
(Kontrollzentrale K) und das Paketdatennetz PDN sind in dieser Darstellung
nicht enthalten, da sie für die Übertragung des
Nutzdatenstroms nicht erforderlich sind.
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3 zeigt
beispielhaft und schematisch den Aufbau eines TETRA Netzes und den
internen logischen Aufbau einer Basisstation und einer Vermittlungseinrichtung
in einem erfindungsgemäßen TETRA Netz, bestehend
aus zwei Basisstationen B11, B21, zwei Vermittlungseinrichtungen
S1, S2, einem Netzübergangselement NÜE, welche
untereinander mittels IP-Verbindungen IP eines Paketdatennetzes
PDN verbunden sind. Die erfindungsgemäße Basisstation
B11 umfasst eine Funkansteuerung FA zur Verbindung mit TETRA-Endgeräten
und eine Verbindungssteuerung LLC. Weiters umfasst die Basisstation
B11 eine IP-Verbindungssteuerung IPC, mittels welcher die Kommunikation über
das Paketdatennetz PDN mit weiteren Basisstationen B, Vermittlungseinrichtungen
S und weiteren TETRA-Netzelementen (beispielsweise Netzübergangselemente NÜE)
erfolgt. Eine Verbindungssteuerungsanpassung LLC-UA nimmt alle Adaptionen
vor, welche zur Anpassung der, von der (gegenüber TETRA-Basisstationen
gemäß dem Stand der Technik unveränderten)
Verbindungssteuerung LLC abgegebenen Steuerbefehle auf das Stream
Control Transmission Protokoll SCTP erforderlich sind. Diese solcherart
angepassten Steuerbefehle gemäß des Stream Control Transmission
Protokoll SCTP werden mittels der IP-Verbindungssteuerung IPC zu
den jeweiligen Verbindungspartnern über das Paketdatennetz
PDN übertragen. Eine das Soft Circuit Model SCM umsetzende
Funktionseinheit stellt den Strom an zu übertragenden Daten
zu Datenpakten zusammen, welche an den Verbindungspartner (beispielsweise
ein TETRA-Endgerät) übermittelt werden. Dieses
Soft Circuit Model SCM leitet die TETRA-Nutzdaten (z. B. digitalisierte
TETRA codierte Sprachdaten) mittels des Real Time Protokolls RTP
und das User Datagram Protokoll UDP an die IP-Verbindungssteuerung
IPC weiter. Das Soft Circuit Model SCM umfasst die Steuerung für
weitere Protokolle other.
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Die
TETRA-Signalisierungsdaten werden vom Soft Circuit Model SCM mittels
des Soft Circuit Model Protokolls Vertikal SCMPv an die an die IP-Verbindungssteuerung
IPC weitergeleitet und mittels IP-Verbindung IP über das
Paketdatennetz an die der Basisstation B11 zugeordnete Vermittlungseinrichtung
S1 übertragen.
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Die
Vermittlungseinrichtung S1 umfasst eine Tetra Anwendung TAW, eine
IP-Verbindungssteuerung IPC, eine das Soft Circuit Model SCM umsetzende
Funktionseinheit, eine Verbindungssteuerung LLC, eine Verbindungssteuerungsanpassung LLC-UA
und eine Interconnect Protokoll Anpassung ITPC.
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Das
Soft Circuit Model SCM steuert mittels des Protokolls Soft Circuit
Model Protokolls Vertikal SCMPv die Vermittlung von Nutzdaten zwischen
Basisstationen B, welche derselben Vermittlungseinrichtung S zugeordnet
sind und mittels des Protokolls Soft Circuit Model Protokolls Vertikal
SCMPh die Vermittlung von Nutzdaten zwischen Basisstationen B, welche
verschiedenen Vermittlungseinrichtungen S zugeordnet sind, wobei
eine Interconnect Protokoll Anpassung ITPC die Anpassung des Soft
Circuit Model Protokolls Vertikal SCMPh an das Stream Control Transmission
Protokoll vornimmt.
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4 zeigt
beispielhaft und schematisch die Darstellung des Ablaufs der Signalisierungs-
und Datenübertragungen in einem erfindungsgemäßen
TETRA Netz.
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Ein
(in 4 nicht dargestelltes) TETRA-Endgerät
ist mit der TETRA-Basisstation B11 mittels Funkverbindung verbunden
und in die TETRA-Basisstation B11 eingebucht und baut eine Duplexverbindung
zu einem zweiten (in 4 nicht dargestellten weiteren
TETRA-Endgerät mit folgenden Verfahrensschritten auf:
- 1. Übermittlung einer Nachricht von
der Basisstation B11 an die Vermittlungseinrichtung S1, beinhaltend
den Vermittlungswunsch, die Art des Aufzubauenden Rufs (in diesem
Bespiel ein Duplexruf) und die Zielrufnummer.
- 2. Übermittlung einer Nachricht von der Vermittlungseinrichtung
S1 an die Basisstation B1x, beinhaltend eine Abfrage einer Zielpunktadresse und
Portnummer des Zielendgeräts, welche für eine
RTP Übertragung erforderlich sind.
- 3. Übermittlung einer Nachricht von der Basisstation
B1x an die Vermittlungseinrichtung S1, beinhaltend die im Verfahrensschritt
2 abgefragte Zielpunktadresse und Portnummer des Zielendgeräts.
- 4. Übermittlung einer Nachricht von der Vermittlungseinrichtung
S1 an die Basisstation B11, beinhaltend die Zieladresse und Portnummer
des Zielendgeräts.
- 5. Aufbau einer RTP-Verbindung von der Basisstation B11 zur
Basisstation B1x, mittels welcher Nutzdaten vom ersten, die Verbindung
initiierenden Endgerät zum Zielendgerät übertragen
werden.
- 6. Aufbau einer RTP-Verbindung von der Basisstation B1x zur
Basisstation B11, mittels welcher Nutzdaten vom Zielendgerät
zum ersten, die Verbindung initiierenden Endgerät übertragen
werden.
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Alle
Verbindungen werden über das Paketdatennetz PDN hergestellt,
die Verfahrensschritte sind für andere Ruftypen (Semiduplexruf,
Gruppenruf, Datenruf, etc.) geeignet anzupassen.
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Das
dargestellte Verfahren lässt sich auf die Verbindung zu
Endgeräten, welche an eine, einer weiteren Vermittlungseinrichtung
S2 zugeordneten Basisstation angemeldet sind, erweitern. Dazu werden
die Signalisierungsnachrichten mittels des Soft Circuit Model Protokoll
horizontal SCMPh (über das Paketdatennetz PDM an die weitere
Vermittlungseinrichtung S2 übermittelt.
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- S
- Vermittlungseinrichtung
- S1
- Ersten
Vermittlungseinrichtung
- S2
- Zweite
Vermittlungseinrichtung
- B
- Basisstation
- B11
- Erste
Basisstation der ersten Vermittlungseinrichtung
- B1x
- Letzte
Basisstation der ersten Vermittlungseinrichtung
- B21
- Erste
Basisstation der zweiten Vermittlungseinrichtung
- B2x
- Letzte
Basisstation der zweiten Vermittlungseinrichtung
- K
- Kontrollzentrale
- PDN
- Paketdatennetz
- IP
- IP-Verbindung
- NÜE
- Netzübergangselement
- IPC
- IP-Verbindungssteuerung
- E1
- E1-Verbindung
- FA
- Funkansteuerung
- PCM
- PCM
Ansteuerung
- E1S
- E1-Schaltvorrichtung
- E1SC
- E1-Schaltvorrichtungssteuerung
- LLC
- Verbindungssteuerung
- LLC-UA
- Verbindungssteuerungsanpassung
- ICP
- Interconnect
Protokoll
- TAW
- Tetra
Anwendung
- ICPC
- Interconnect
Protokoll Steuerung
- SCTP
- Stream
Control Transmission Protokoll
- UDP
- User
Datagram Protokoll
- SCM
- Soft
Circuit Model
- SCMPh
- Soft
Circuit Model Protokoll horizontal
- SCMPv
- Soft
Circuit Model Protokoll vertikal
- ITPC
- Interconnect
Protokoll Anpassung
- 1...6
- Verfahrensschritte
- RTP
- Real
Time Protokoll
- Other
- weitere
Protokolle
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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