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DE102008047818A1 - Kühl-und/oder Gefriergerät sowie Verfahren zum Betreiben eines Kühl-und/oder Gefriergerätes - Google Patents

Kühl-und/oder Gefriergerät sowie Verfahren zum Betreiben eines Kühl-und/oder Gefriergerätes Download PDF

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DE102008047818A1
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Liebherr Hausgeraete Lienz GmbH
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Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kühl- und/oder Gefriergerät mit wenigstens zwei Temperaturzonen, wobei wenigstens eine Temperaturzone sowohl als Kühlzone als auch als Gefrierzone betreibbar ist. Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Betrieb eines Kühl- und/oder Gefriergerätes mit wenigstens zwei Temperaturzonen.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kühl- und/oder Gefriergerät mit wenigstens zwei Temperaturzonen sowie ein Verfahren zum Betreiben eines derartigen Kühl- und/oder Gefriergerätes.
  • Bislang bekannte Kühl- und/oder Gefriergeräte weisen, sofern als Kombigerät ausgeführt, in ihrem Innenbehälter einen Kühlteil bzw. eine Kühlzone und, zumeist darunterliegend, ein Gefrierteil bzw. eine Gefrierzone auf. Dabei ist sowohl dem Gefrierteil als auch dem Kühlteil ein Verdampfer zugeordnet. Als nachteilig bei dieser Anordnung erweist sich dabei jedoch, dass im Kühlteil bislang nur Temperaturen erreichbar waren, die für die Kühlung von z. B. Lebensmitteln geeignet, jedoch nicht für eine Gefrierzone ausreichend sind.
  • Dies bedeutet jedoch eine Einschränkung der Variabilität, da der Nutzer nicht bedarfsgerecht den ihm zur Verfügung stehenden Stauraum im inneren des Kühl- und/oder Gefriergerätes ausnutzen kann. Der Nutzer ist auf die werkseitig vorgegebene Stauraumgröße für Kühlzone und Gefrierzone beschränkt.
  • Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Kühl- und/oder Gefriergerät der eingangs genannten Art in vorteilhafter Weise weiter zu bilden, insbesondere dahingehend, dass es variabler einsetzbar ist.
  • Diese Aufgabe wird durch ein Kühl- und/oder Gefriergerät mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Danach ist vorgesehen, dass ein Kühl- und/oder Gefriergerät wenigstens zwei Temperaturzonen aufweist, wobei wenigstens eine Temperaturzone sowohl als Kühlzone als auch als Gefrierzone betreibbar ist. Eine Temperaturzone kann in diesem Zusammenhang beispielsweise durch den Kühlteil oder den Gefrierteil eines Kühl- und/oder Gefriergerätes gebildet werden, es kann sich dabei genauso gut auch um einen vorzugsweise abgetrennten Bereich innerhalb eines Kühlteils oder Gefrierteils handeln, der für sich genommen eine gesonderte Kühlzone oder Gefrierzone darstellt. Es ergibt sich insbesondere der Vorteil, dass ein Kühl- und/oder Gefriergerät nun wesentlich variabler einsetzbar ist, als dies bislang bekannte Kühlgeräte ermöglicht haben, denn nunmehr steht es dem Benutzer frei, bedarfsgerecht Kühlzonen und Gefrierzonen innerhalb des Kühl- und/oder Gefriergerätes zu disponieren. So ist in diesem Zusammenhang beispielsweise denkbar, dass für die Einlagerung von größeren Mengen an Gefriergut der normal zur Verfügung gestellte Stauraum im Gefrierteil beziehungsweise in der Gefrierzone nicht ausreichend ist, so dass der Nutzer nunmehr in der Lage ist, den Stauraum der Gefrierzone zu erhöhen, indem er den bislang zumindest teilweise als Kühlzone betriebenen Kühlbereich auf Gefrierbetrieb umstellt.
  • Von Vorteil ist es, wenn das Kühl- und/oder Gefriergerät wenigstens einen Kompressor, wenigstens ein Magnetventil und wenigstens zwei Verdampfer aufweist. Dadurch ergibt sich der Vorteil, dass keine Sonderbauteile und/oder Sonderelektroniken verwendet werden müssen. Vorteilhafterweise ist es somit möglich, bereits vorhandene und erprobte Komponenten, wie z. B. Magnetventile und Elektroniksysteme einzusetzen.
  • Es kann vorgesehen sein, dass der Kühlmittelkreislauf stromaufwärts des wenigstens einen Magnetventils einen Trockner und einen Verflüssiger aufweist.
  • Darüber hinaus ist es möglich, dass der Kühlmittelkreislauf wenigstens drei Kapillarrohre aufweist. Mittels dieser Kapillarrohre kann das Kühlmittel zu den Verdampfern geführt werden.
  • Von Vorteil ist es, wenn die Kapillarrohre an dem wenigstens einen Auslauf des Magnetventils angeschlossen sind.
  • Des weiteren kann vorgesehen sein, dass das Magnetventil zwei Magnetventilaus-gänge aufweist, wobei am ersten Magnetventilausgang ein erstes Kapillarrohr angeschlossen ist und am zweiten Magnetventilausgang das zweite und dritte Kapillarroh angeschlossen sind. Dadurch ergibt sich der Vorteil, bedarfsgerecht über die Kapillarrohre Kühlmittel im Kühlkreislauf zu verteilen. So kann beispielsweise erreicht werden, dass je nach Kühlbedarf ein, zwei oder drei Kapillarrohre Kühlmittel führen. Grundsätzlich ist es möglich, mehrere Kapillarrohre an den Magnetventilausgängen anzuschließen, vorzugsweise drei oder mehr Kapillarrohre an dem zweiten Magnetventilausgang.
  • Ferner ist denkbar, dass wenigstens zwei Kapillarrohre die gleiche Länge und den gleichen Durchfluß aufweisen. Hierdurch kann eine gleichmäßige Druck- und Durchflussverteilung erzielt werden.
  • Besonders vorteilhaft ist es, wenn das zweite und das dritte Kapillarrohr, die am zweiten Magnetventilausgang angeschlossen sind, die gleiche Länge und den gleichen Durchfluß aufweisen. Hierdurch ergibt sich der Vorteil, dass beispielsweise bei einem Schaltzustand des Magnetventils, wobei der erste Magnetventilausgang mit angeschlossenem ersten Kapillarrohr geschlossen ist und wobei der zweite Magnetventilausgang geöffnet ist, das zweite und das dritte Kapillarrohr, die somit parallel geschaltet sind, die gleiche Menge an Kühlmittel einspritzen, vorzugsweise in den jeweiligen Verdampfer.
  • Des weiteren kann vorgesehen sein, dass das erste und zweite Kapillarrohr zu einem ersten Verdampfer führen, der einer Gefrierzone zugeordnet ist und das dritte Kapillarrohr zu einem zweiten Verdampfer führt, der der Temperaturzone zugeordnet ist, die sowohl als Kühlzone als auch als Gefrierzone betreibbar ist. Dadurch ergibt sich der Vorteil, dass aufgrund der vorgenannten Anordnung eine parallele Kühlmitteleinspritzung für den ersten und zweiten Verdampfer möglich wird, wobei aber nicht jeder Verdampfer einzeln mit einem Saugrohr am Kompressor angeschlossen ist, sondern der Kühlteilverdampferausgang am Gefrierteilverdampfereingang angeschlossen wird. Ferner wird das Saugrohr am Ausgang des Gefrierteiles angeschlossen. Durch diese Serienschaltung der Verdampfer mit nur einer einzigen Saugrohranbindung kann somit das allgemein bekannte Problem der Kältemittelverlagerung gelöst werden. Darüber hinaus wird durch die Paralleleinspritzung auf das Problem der Erwärmung des Gefrierteils beziehungsweise der Gefrierzone verhindert, die bei einer Serieneinspritzung von Kühlmittel ins Kühlteil auftritt. Somit wird verhindert, wie dies jedoch bei Standardgeräten der Fall ist, dass die im Kühlteil aufgenommene Wärme durch das Gefrierteil transportiert wird, was zur Folge hätte, dass sich das Gefrierteil erwärmen würde. Dies ist jedoch vorteilhafterweise in der vorgenannten Ausführungsform nicht der Fall. Bei der Paralleleinspritzung wird somit Kühlmittel zugleich in den Verdampfer, der einer Kühlzone zugeordnet ist, als auch in den Verdampfer, der einer Gefrierzone zugeordnet ist, parallel eingespritzt und somit eine Erwärmung in der Gefrierzone verhindert.
  • Darüber hinaus ist möglich, dass Eingabemittel vorgesehen sind, mittels derer der zweite Verdampfer zwischen den Betriebsmodi als Kühlzone und Gefrierzone umschaltbar ist und/oder Ausgabemittel, mittels derer der Betriebszustand anzeigbar ist. Die Eingabemittel können hierbei in einer Umschalttaste bestehen. Danach ist denkbar, die Ausgabemittel als LED-Anzeige auszuführen, die den jeweiligen Betriebszustand anzeigt. Genauso gut ist vorteilhaft denkbar, dass die Eingabe- und Ausgabemittel beispielsweise in einem Touch-Screen oder einem Display mit zugeordneten Tasten ausgeführt sind, so dass der Benutzer leicht und intuitiv zwi schen den Betriebsmodi umschalten kann bzw. sich den jeweiligen Betriebszustand der Temperaturzonen anzeigen lassen kann.
  • Weiter ist möglich, dass das Kühl- und/oder Gefriergerät jeweils eine Abtauheizung für die Verdampfer aufweist. Hierdurch läßt sich die Effizienz des Kühl- und/oder Gefriergerätes steigern. Ferner ergibt sich der Vorteil, die Verdampfer z. B. in regelmäßigen Abständen oder bei Bedarf automatisch abtauen zu können, ohne dass der Nutzer hierzu eingreifen muss.
  • Die Erfindung betrifft des weiteren ein Verfahren zum Betrieb eines Kühl- und/oder Gefriergerätes mit den Merkmalen des Anspruchs 12. Danach ist vorgesehen, dass bei einem Kühl- und/oder Gefriergerät mit wenigstens zwei Temperaturzonen wenigstens eine Temperaturzone in einem ersten Betriebsmodus als Kühlzone und in einem zweiten Betriebsmodus als Gefrierzone betrieben wird.
  • Dabei ist es möglich, dass den wenigstens zwei Temperaturzonen jeweils ein Verdampfer zugeordnet ist, wobei das Kühlmittel den Verdampfern zumindest teilweise mittels paralleler Einspritzung zugeführt wird. Hierdurch kann das allgemein bekannte Problem der Kältemittelverlagerung gelöst werden. Die Serienschaltung der Verdampfer zueinander, also dass der eine Verdampferausgang mit dem Verdampfereingang des anderen Verdampfers in Verbindung steht, verhindert, dass sich im Verdampfer, der der Gefrierzone zugeordnet ist, ungewollt Kältemittel ablagert.
  • Des weiteren kann vorgesehen sein, dass der Kühlmittelkreislauf wenigstens ein Magnetventil und wenigstens zwei Kapillarrohre aufweist, die an einem Magnetventilausgang angeschlossen sind und jeweils zu einem Verdampfer führen, wobei das Kühlmittel mit gleichem Druck und gleicher Flussgeschwindigkeit durch die Kapillarrohre strömt. Hierdurch wird der Effekt der Paralleleinspritzung verstärkt, da sich eine gleichmäßige Druck- und Durchflussverteilung des Kühlmittels in den Kapillarrohren einstellen läßt. Die Paralleleinspritzung ermöglicht eine besonders vorteilhafte, weil einfache und effiziente Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens. Beispielsweise kann hierdurch in beiden Zonen die gleiche Kälteleistung erreicht werden, da die jeweiligen Verdampfer parallel mit der gleichen Menge an Kühlmittel versorgt werden.
  • Bevorzugt wird es, wenn es sich bei der Durchführung des Verfahrens zum Betreiben eines Kühl- und/oder Gefriergerätes um ein Kühl- und/oder Gefriergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 11 handelt.
  • Weitere Einzelheiten und Vorteile sollen nun anhand eines in der einzigen Figur dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert werden.
  • Die einzige Figur zeigt ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Kältemittelkreislaufs für ein Kühl- und/oder Gefriergerät, vorzugsweise ein Kombigerät.
  • Der Kühlmittelkreislauf 10 eines nicht näher dargestellten Kühl- und/oder Gefriergerätes weist dabei in seinem unteren Bereich einen Verflüssiger 20 auf, von dem das Kühlmittel über die Verbindungsleitung 22 zum Trockner 30 geführt wird. Das Kühlmittel verläßt den Trockner 30 über die Verbindungsleitung 32, die zum Magnetventil 40 führt.
  • Das Magnetventil 40 weist im hier gezeigten Ausführungsbeispiel zwei Ausgänge 42 und 44 auf, an denen die Kapillarrohre 50, 52 und 54 angeschlossen sind. Dabei ist am ersten Magnetventilausgang 42 ein erstes Kapillarrohr 50 angeschlossen, das mit dem Verdampfereinlauf 72 des Verdampfers 70 in Verbindung steht. Dabei ist der Verdampfer 70 einer Gefrierzone zugeordnet.
  • Am zweiten Magnetventilausgang 44 sind parallel die Kapillarrohre 52 und 54 angeschlossen, die jeweils die gleiche Länge und den gleichen Durchfluß aufweisen. Hierdurch wird sichergestellt, dass durch die Kapillarrohre 52 und 54 die gleiche Menge an Kühlmittel eingespritzt werden kann.
  • Das Kapillarrohr 52 führt ebenfalls wie das Kapillarrohr 50 zum Verdampfereingang 72 des Verdampfers 70, der einer Kühlzone zugeordnet ist. Das dritte Kapillarrohr 54 führt Kühlmittel zum Verdampfereinlauf 62 des Verdampfers 60, der einer Temperaturzone zugeordnet ist, die sowohl als Kühlzone als auch als Gefrierzone betrieben werden kann. Der Verdampfer 60 weist an seinem unteren Ende den Auslauf 64 auf, von dem das den Verdampfer 60 durchströmte Kühlmittel über die Leitung 66 zum Verdampfereinlauf 72 des Verdampfers 70 zugeführt wird.
  • Es ergibt sich somit folgende Anordnung: In dem Fall, in dem der Magnetventilausgang 44 öffnet, wird Kühlmittel parallel und gleichmäßig über die Kapillarrohre 52 und 54 gleichzeitig über die Verdampfereinläufe 62 und 72 den Verdampfern 60 und 70 zugeführt. Über die Leitung 66 wird zudem Kühlmittel vom Verdampfer 60 zum Verdampfer 70 geführt. Zugleich wird jedoch durch die Paralleleinspritzung verhindert, dass sich die Gefrierzone, die dem Verdampfer 70 zugeordnet ist, erwärmt. Durch die Serienschaltung wird jedoch ferner verhindert, dass es zu einer Kältemittelverlagerung kommt. Das Kühlmittel verläßt den Verdampfer 70 über den Verdampferauslauf 74 und die Leitung 76 und wird über die Leitung 76 dem Kompressor 80 zugeführt. Das Kühlmittel wird nach dem Austritt aus dem Kompressor über die Leitung 82 dem Verflüssiger zugeführt, womit der vorgeschriebene Weg des Kühlmittels im Kühlmittelkreislauf 10 erneut beginnt.
  • In dem Fall, in dem der Magnetventilausgang 42 geöffnet ist, wird lediglich der Verdampfer 70 mit Kühlmittel versorgt. Dies ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn die dem Verdampfer 60 zugeordnete Temperaturzone als Kühlzone betrieben wird, die nicht einer ständigen Kühlung bedarf.
  • Als weitere Schaltung ist denkbar, dass sowohl der Magnetventilausgang 42 als auch der Magnetventilausgang 44 geöffnet sind. Hierzu ist ggf. das Magnetventil 40 anzupassen.
  • Der Nutzer kann nun das Kühl- und/oder Gefriergerät folgendermaßen betreiben:
    Das vorzugsweise als Kombigerät ausgeführte Kühl- und/oder Gefriergerät weist zwei Temperaturzonen auf, wobei wenigstens eine Temperaturzone in einem er sten Betriebsmodus als Kühlzone und in einem zweiten Betriebsmodus als Gefrierzone betrieben wird. Je nach Bedarf kann das Kühlteil auch als Gefrierteil betrieben werden.
  • Dies wird dadurch ermöglicht, dass den wenigstens zwei Temperaturzonen, also dem Kühlteil und dem Gefrierteil, jeweils ein Verdampfer 60, 70 zugeordnet ist, wobei das Kühlmittel den Verdampfern 60, 70 mittels paralleler Einspritzung zugeführt wird. In Kombination der parallelen Einspritzung in die Verdampfer 60, 70 und der Serienschaltung der Verdampfer 60, 70 zueinander, also dass der eine Verdampferausgang 66 mit dem Verdampfereingang 72 des anderen Verdampfers 70 in Verbindung steht, wird erreicht, dass die im Verdampfer 60, der der Kühlzone zugeordnet ist, aufgenommene Wärme, die als Wärmestrom durch den Verdampfer 70, der der Gefrierzone zugeordnet ist, transportiert wird, durch die separate bzw. parallele Einspritzung von Kühlmittel in den Verdampfer 70 kompensiert wird. Zugleich wird durch diese Ausgestaltung des Verfahrens das allgemein bekannte Problem der Kältemittelverlagerung gelöst.
  • Im ersten Betriebsmodus, bei dem das vorzugsweise als Kombigerät ausgeführte Kühl- und/oder Gefriergerät mit einem Kühlteil und einem Gefrierteil betrieben wird, kann aus Effizienzgründen zur Aufrechterhaltung der Gefriertemperatur im Gefrierteil über das erste Kapillarrohr 50 Kühlmittel in den dem Kühlteil zugeordneten Verdampfer 70 eingespritzt werden. Das Magnetventil 40, dass die Kapillarrohre 50, 52, 54 des Kühlmittelkreislaufs 10 sperrt bzw. freigibt, ist in diesem Fall derart geschaltet, dass der erste Magnetventileingang 42 geöffnet ist, während der zweite Magnetventilausgang 44 gesperrt ist.
  • Das Magnetventil 40 wird über eine nicht näher dargestellte Gerätesteuerungs- und -regelungseinheit angesteuert. Die Temperatur in den jeweiligen Zonen, also im ersten Betriebsmodus mit Kühlzone und Gefrierzone, wird durch die Gerätesteuerungs- und -regelungseinheit mittels nicht näher dargestellter Sensorelemente überwacht.
  • Im ersten Betriebsmodus wird, soweit zur Aufrechterhaltung der Kühltemperatur im Kühlteil notwendig, seitens Gerätesteuerungs- und -regelungseinheit der Magnetventilausgang 44 geöffnet.
  • Das Umschalten vom ersten auf den zweiten Betriebsmodus und umgekehrt erfolgt vorzugsweise durch Nutzereingabe, wobei die entsprechende Eingabe über z. B. einen Touchscreen oder ein Tastenfeld bzw. eine Eingabetaste eingeben werden kann. Der Betriebsmodus wird durch die Gerätesteuerungs- und -regelungseinheit aufgenommen und in hierfür vorgesehenen Speichermitteln eingespeichert.
  • Im zweiten Betriebsmodus werden sodann, beispielsweise anhand der Regelgrößen Temperatur im unteren Gefrierteil und Temperatur im oberen Gefrierteil, das vormals als Kühlteil betrieben wurde, durch die Gerätesteuerungs- und -regelungseinheit überwacht und beide Temperaturzonen im Gefrierbetrieb betrieben.
  • Hierzu wird durch Öffnung des Magnetventilausgangs 44 parallel und gleichmäßig Kühlmittel in die Verdampfer 60 und 70 eingespritzt, so dass in beiden diese Verdampfer 60 und 70 zugeordneten Temperaturzonen Gefriertemperaturen vorherrschen. Mittels der Leitung 50 kann ggf. Kühlmittel in den Verdampfer 70 zugeführt werden, um einen Wärmeeintrag durch das vom Verdampfer 60 kommende Kühlmittel auszugleichen. Hierzu kann beispielsweise in Abhängigkeit von den ermittelten Isttemperaturen in den jeweiligen Temperaturzonen vorgesehen sein, dass die Gerätesteuerungs- und -regelungseinheit entweder beide Magnetventilausgänge 42, 44 freigibt oder zwischenzeitlich der Magnetventilausgang 44 gesperrt und zugleich der Magnetventilausgang 42 freigegeben wird.

Claims (15)

  1. Kühl- und/oder Gefriergerät mit wenigstens zwei Temperaturzonen, wobei wenigstens eine Temperaturzone sowohl als Kühlzone als auch als Gefrierzone betreibbar ist.
  2. Kühl- und/oder Gefriergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kühl- und/oder Gefriergerät wenigstens einen Kompressor (80), wenigstens ein Magnetventil (40) und wenigstens zwei Verdampfer (60, 70) aufweist.
  3. Kühl- und/oder Gefriergerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kühlmittelkreislauf (10) stromaufwärts des wenigstens einen Magnetventils (40) einen Trockner (30) und einen Verflüssiger (20) aufweist.
  4. Kühl- und/oder Gefriergerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kühlmittelkreislauf (10) wenigstens drei Kapillarrohre (50, 52, 54) aufweist.
  5. Kühl- und/oder Gefriergerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kapillarrohre (50, 52, 54) an den wenigstens einen Auslauf des Magnetventils (40) angeschlossen sind.
  6. Kühl- und/oder Gefriergerät nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Magnetventil (40) zwei Magnetventilausgänge (42, 44) aufweist, wobei am ersten Magnetventilausgang (42) ein erstes Kapillarrohr (50) angeschlossen ist und am zweiten Magnetventilausgang (44) das zweite und dritte Kapillarrohr (52, 54) angeschlossen sind.
  7. Kühl- und/oder Gefriergerät nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei Kapillarrohre (52, 54) die gleiche Länge und den gleichen Durchfluß aufweisen.
  8. Kühl- und/oder Gefriergerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite und das dritte Kapillarrohr (52, 54), die am zweiten Magnetventilausgang (44) angeschlossen sind, die gleiche Länge und den gleichen Durchfluß aufweisen.
  9. Kühl- und/oder Gefriergerät nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und zweite Kapillarrohr (50, 52) zu einem ersten Verdampfer (70) führen, der einer Gefrierzone zugeordnet ist und das dritte Kapillarrohr (54) zu einem zweiten Verdampfer (60) führt, der der Temperaturzone zugeordnet ist, die sowohl als Kühlzone als auch als Gefrierzone betreibbar ist.
  10. Kühl- und/oder Gefriergerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass Eingabemittel vorgesehen sind, mittels derer der zweite Verdampfer (60) zwischen den Betriebsmodi als Kühlzone und Gefrierzone umschaltbar ist und/oder Ausgabemittel, mittels derer der Betriebszustand anzeigbar ist.
  11. Kühl- und/oder Gefriergerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kühl- und/oder Gefriergerät jeweils eine Abtauheizung für die Verdampfer (60, 70) aufweist.
  12. Verfahren zum Betrieb eines Kühl- und/oder Gefriergerätes mit wenigstens zwei Temperaturzonen, wobei wenigstens eine Temperaturzone in einem ersten Betriebsmodus als Kühlzone und in einem zweiten Betriebsmodus als Gefrierzone betrieben wird.
  13. Verfahren zum Betrieb eines Kühl- und/oder Gefriergerätes nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass den wenigstens zwei Temperaturzonen jeweils ein Verdampfer (60, 70) zugeordnet ist, wobei das Kühlmittel den Verdampfern (60, 70) zumindest teilweise mittels paralleler Einspritzung zugeführt wird.
  14. Verfahren zum Betrieb eines Kühl- und/oder Gefriergerätes nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Kühlmittelkreislauf (10) wenigstens ein Magnetventil (40) und wenigstens zwei Kapillarrohre (52, 54) aufweist, die an einem Magnetventilausgang (44) angeschlossen sind und jeweils zu einem Verdampfer (60, 70) führen, wobei das Kühlmittel mit gleichem Druck und gleicher Flussgeschwindigkeit durch die Kapillarrohre (52, 54) strömt.
  15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass es sich um ein Kühl- und/oder Gefriergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 11 handelt.
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