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DE102008047295A1 - Zwischenspeicher für Wärmepumpen mit zyklischer Entleerung in ein Hauptsystem - Google Patents

Zwischenspeicher für Wärmepumpen mit zyklischer Entleerung in ein Hauptsystem Download PDF

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DE102008047295A1
DE102008047295A1 DE102008047295A DE102008047295A DE102008047295A1 DE 102008047295 A1 DE102008047295 A1 DE 102008047295A1 DE 102008047295 A DE102008047295 A DE 102008047295A DE 102008047295 A DE102008047295 A DE 102008047295A DE 102008047295 A1 DE102008047295 A1 DE 102008047295A1
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    • F24HEATING; RANGES; VENTILATING
    • F24DDOMESTIC- OR SPACE-HEATING SYSTEMS, e.g. CENTRAL HEATING SYSTEMS; DOMESTIC HOT-WATER SUPPLY SYSTEMS; ELEMENTS OR COMPONENTS THEREFOR
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Abstract

Aufbau und Funktion eines Temperiersystems mit einer Wärmepumpe, mit einem Zwischenspeicher und mit einem Restsystem, das mit temperierter Wärmeträgerflüssigkeit versorgt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmepumpe in einem ersten Takt das Wärmeträgermedium im Zwischenspeicher auf ein gewünschtes Temperaturniveau bringt und in einem zweiten Takt das temperierte Wärmeträgermedium aus dem Zwischenspeicher in das Restsystem gepumpt wird.

Description

  • Stand der Technik
  • Wärmepumpen werden zur Zeit teilweise an einen Pufferspeicher angeschlossen [1, 2, 3]. Aus dem Pufferspeicher kann je nach Aufbau Heizungswasser oder (mittels eines Wärmetauschers) Brauchwasser oder beides entnommen werden. Wärmepumpen arbeiten zur Zeit überwiegend mit einer Temperaturspreizung von ca. 5 bis 10 K. Der Pufferspeicher wird bei dieser Spreizung auf eine gewünschte Solltemperatur gebracht. Es ist ersichtlich, dass der gesamte Pufferspeicher am Ende einer Ladungsphase von der Wärmepumpe auf eine hohe Durchschnittstemperatur gebracht ist. Der Speicher wird „durchgeheizt” [4].
  • 1 zeigt den Aufbau einer herkömmlichen Heizanlage mit Wärmepumpe zur Brauchwassererwärmung [5]. Die Wärmepumpe gibt mit dem Wärmeträgermedium und in einem Wärmetauscher, der sich hier in dem Brauchwasserspeicher befindet, Wärme an den Brauchwasserspeicher ab. Dabei wird der gesamte Speicher zyklisch auf das Nutzniveau hochgeheizt. Im oberen Bereich des Speichers kann heißes Brauchwasser entnommen werden. Im Fall der Entnahme strömt im unteren Bereich des Speichers kaltes Wasser nach. Ist die Wärmepumpe gleichzeitig mit der Zapfung in Betrieb, gelangt kaltes Wasser in die Wärmepumpe. Die fortgeschrittene Schichtung im Wasserspeicher wird dabei zerstört.
  • Zu lösende Probleme
  • Diese Verfahrensweise bei der Wärmeübertragung in den Pufferspeicher weist mehrere Probleme auf:
    • 1. Bei der Einschichtung in einen Brauchwasserspeicher vermischen sich die erwärmten Wasserbereiche mit den kälteren Wasserschichten, wodurch eine erhebliche Menge des exergetischen Anteils der Wärme dissipiert.
    • 2. Der Aufheizvorgang, also bis im oberen Teil des Pufferspeichers nach einer Zapfung wieder Wärmespeichermedium mit Nutztemperaturniveau zur Verfügung steht, kann sehr lange dauern.
    • 3. Nach der Beheizung ist im unteren Teil des Pufferspeichers warmes oder heißes Wärmeträgermedium. Beim bivalenten Betrieb des Pufferspeichers im Verbund mit anderen Energieerzeugungsanlagen wie Brennwertkessel oder Solaranlage wirkt sich dieser Zustand nachteilig auf die Systemwirkungsgrade der genannten Teilsysteme aus.
    • 4. Der Pufferspeicher hat eine hohe Mitteltemperatur was zu hohen Wärmeverlusten durch die Wärmedämmung des Pufferspeichers führt.
  • Kernproblematik
  • Die Vermischung von Medien mit verschiedenen Temperaturen oder Wärmetauschprozesse mit differierenden Kapazitätenströmen bedeuten immer eine Vernichtung von Entropie. Bezogen auf Wärmepumpen bedeuten die genannten Mischvorgänge eine beträchtliche Verminderung der theoretisch möglichen Arbeitszahl. 2 zeigt beispielhaft, in erster Näherung, idealisiert und für den Fall der Brauchwassererwärmung, die Entropiekurven des Brauchwassers (gestrichelte Linie), des Mischwassers (gepunktete Linie) und des Kaltdampfprozesses (durchgehende Linie 1-2-3-4-5-6-1). Die Flächen im Diagramm, nach unten abgegrenzt durch die Temperatur, die zur Kurve 6-1 des Kaltdampfprozesses gehört, geben dabei bekanntlich die für einen Temperaturhub erforderlichen mechanischen Leistungen an, die in das System eingebracht werden müssen. Deutlich zu erkennen sind die eigentlich erforderliche mechanische Leistung zur Erwärmung des Brauchwassers (Fläche unterhalb der gestrichelten Linie bis zur Linie 6-1), die zusätzliche, nach dem Mischprozess erforderliche Leistung (Fläche zwischen der gepunkteten und gestrichelten Linie) und die im Kaltdampfprozess zusätzliche erforderliche mechanische Leistung (Fläche zwischen der Linie 3-4-5 und der gepunkteten Linie). Alle zusätzlich erforderlichen Leistungen führen zu einer Verringerung der tatsächlich erreichbaren Arbeitszahl der Wärmepumpe. In der 2 ist deutlich zu sehen, dass im Pufferspeicher im Verbund mit einer Wärmepumpe ein außerordentlich schlechter Wärmetauschprozess stattfindet. Die Ursache für die schlechte Güte des Wärmetauschprozesses liegt in den unterschiedlichen durchschnittlichen Volumenströmen von Brauchwasser und Wärmeträgermedium der Wärmepumpe, welche um einen Faktor 4 bis 10 verschiedene Kapazitätenströme aufweisen. Selbst mit einem idealen Gegenstrom-Wärmetauscher kann die Dissipation von Energie bei so stark abweichenden Kapazitätenströmen nicht verhindert werden.
  • Dass die gestrichelte und gepunktete Linien in der Abbildung geringfügig seitlich über den Kaltdampfprozess hinausragen sei für diese erste Abschätzung vernachlässigt. Um die Entropiekurven mit differierenden Massenströme vergleichen zu können wird die absolute Entropie S (und nicht die spezifische Entropie s) verwendet.
  • Dissipation bei der Wärmeübertragung im Speicher
  • Beim Wärmeübergang im Wasserspeicher treten im wesentlichen zwei örtlich abgrenzbare Dissipationsprozesse auf: Dissipation bei der Wärmeübertragung und Sekundärdissipation bei der Strömung von erwärmtem Wasser im Speicher. In der folgenden Abbildung sind die beiden Dissipationsarten örtlich abgegrenzt.
  • Dissipation im Wärmetauscher
  • Die 3 zeigt den berechneten Wärmetauschprozess in einem realen Brauchwasserspeicher. Die obere Kurvenschar zeigt die Temperaturen der Wärmeträgerflüssigkeit (wird abgekühlt), die untere die Temperaturen des Speicherwassers (wird erwärmt). Der Wärmeübergänge im Rohr und durch die Rohrwand seien unendlich. Der Wärmeübergang an der Rohraußenoberfläche ist schwerkraftbetrieben [6]. Es sind Kurven dargestellt für ein Kapazitätenstromverhältnis R von 1 (identische Kapazitätenströme) bis 0,1 (Kapazitätenstrom der Wärmeträgerflüssigkeit ist 1/10 im Verhältnis zu der des Speicherwassers). Deutlich zu erkennen ist der mittlere Temperaturunterschied der Flüssigkeiten von ca. 7,5 K bei R = 1 und 9 K bei R = 0,1. Das Wärmetauscherrohr hat eine Oberfläche von 1,25 m2 und einen Durchmesser von 4 cm.
  • Die Dissipation im Wärmetauscher ergibt eine Verringerung der theoretisch möglichen Arbeitszahl von 26% (bei R = 1) bis 29% (bei R = 0,1).
  • Sekundärdissipation
  • Die Sekundärdissipation ergibt sich aus der Vermischung des Konvektionsstroms mit kälterem Speicherwasser und wird hier nicht berechnet. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass die Verwendung von Ladelanzen bei Solaranlagen die Sekundärdissipation reduzieren können.
  • Gesamtdissipation im Speicher
  • Die Berechnungen fassen eine erste konservative Schätzung der Verbesserung der Arbeitszahl zu. Wird der Wärmetauschprozess verbessert, kann mit einer Erhöhung der Arbeitszahl von c: 30% bis 40% gerechnet werden. Die tatsächliche Verbesserung hängt von Parametern ab wie z. B. Größe des Pufferspeichers, Leistung der Wärmepumpe, Umgebungstemperatur, Zapfprofile und thermische Trägheiten der Rohre und des Kondensators.
  • Im dargestellten Fall der Brauchwassererwärmung kann die Verminderung der Arbeitszahl anschaulich erklärt werden: Eigentlich müsste das Brauchwasser beispielsweise von 10°C auf 50°C erwärmt werden. Würde dies an einem Massenelement direkt per Kondensation geschehen, müsste ein Kompressor einen gleitenden Druck erzeugen, der beim niedrigen Gleichgewichtsdruck des Arbeitsmediums bei 10°C beginnt und bei dem hohen Gleichgewichtsdruck bei 50°C endet. Bei dem oben genannten und üblichen Fall der Dissipationen muss der Kompressor bereits zu Beginn der Kondensation den hohen Anfangsdruck bei der Mischungstemperatur von ca. 40°C aufbringen, welcher sich im Verlauf der Erwärmung auf den noch höheren Enddruck bei 50°C nähert. Der Kompressor muss also im herkömmlichen letztgenannten Fall bei gleicher thermischer Leistung einen deutlich höheren Mitteldruck aufbringen, was eine höhere erforderliche mechanische Leitung und damit eine niedrigere Arbeitszahl bedeutet.
  • Ergebnis: Im Fall der zur Zeit am Markt befindlichen Wärmepumpen zur Brauchwassererwärmung und Raumheizung bedeutet der Vorgang der Durchheizung und Mischung des Speichers die Zerstörung der Speicherschichtung. Aus diesem Sachverhalt folgt die bereits erwähnte drastische Verringerung der Arbeitszahl und zusätzlich, aufgrund der erhöhten Temperaturen im unteren Bereich des Wärmespeichers, eine Verringerung des Wirkungsgrades eines Brenners im bivalenten Betrieb und eine Verringerung des Ertrags einer Solaranlage, falls eine Solaranlage an den Speicher angeschlossen ist.
  • Zyklischer Zwischenspeicher
  • Zur Lösung der genannten Problemfelder wird die Verwendung eines thermischen Zwischenspeichers in Anlagen mit Wärmepumpen vorgeschlagen. Das Wärmeträgermedium wird zyklisch vom Zwischenspeicher in das Restsystem, z. B. einen Pufferspeicher, gepumpt. Während des Pumpvorgangs wird kaltes Wasser aus dem Pufferspeicher direkt oder über die Wärmepumpe in den Zwischenspeicher gepumpt. Es handelt sich bei dem Zwischenspeicher nicht um einen zweiten Pufferspeicher zur Zwischenspeicherung von Wärme oder Kälte oder zum Ausgleich von Temperaturen oder thermischen Leistungen sondern zum Erreichen einer Solltemperatur.
  • Der Zwischenspeicher ist so angeordnet, dass er das Temperieren des im Zwischenspeicher befindlichen Wärmeträgermediums erlaubt und dieses nach der Temperierung in das restliche System abgeben kann. Die Abgabe an das restliche System, z. B. in einen Brauchwasserspeicher, erfolgt also getaktet. Es sei hier ausdrücklich darauf hingewiesen, dass mit Temperierung auch Kühlung gemeint ist, die Erfindung also auch für den Fall der Kälteerzeugung gilt.
  • Arbeitsweise der Systeme mit Zwischenspeicher
  • Wärmepumpensysteme mit Zwischenspeicher arbeiten getaktet. Im ersten Takt A wird die Wärmeträgerflüssigkeit im Zwischenspeicher auf die gewünschte Temperatur gebracht. Im zweiten Takt B wird das temperierte Wärmeträgermedium in das restliche System eingebracht. Entsprechend dieser Taktung werden erforderliche Ventile angesteuert. Gleichzeitig mit dem Ausstoß der temperierten Wärmeträgerflüssigkeit in Takt B wird im Beispiel der Brauchwassererwärmung kaltes Wärmeträgermedium über die Wärmepumpe in den Zwischenspeicher gebracht. Ist das gesamte temperierte Wasser aus dem Zwischenspeicher in das restliche System gebracht werden die Ventile wieder so geschalten, dass der Zwischenspeicher erneut temperiert werden kann (Takt A). Es muss darauf geachtet werden, dass die beteiligten Speicher so ausgeführt sind, dass eine möglichst vermischungsfreie Beladung, Speicherung (ggf. mit Schichtung) und Entladung möglich ist.
  • Bei der Entladung des Zwischenspeichers in das Restsystem wird Wärmeträgerflüssigkeit mit der gewünschten Temperatur und, im Vergleich zu üblichen Systemen, mit einem deutlich verringerten mittleren Volumenstrom übertragen. Beide Parameter führen dazu:
    • 1. dass die Schichtung im ggf. vorhandenen Hauptspeicher beim Betrieb der Wärmepumpe erhalten bleibt
    • 2. dass heißes Wärmeträgermedium bereits nach kurzer Zeit zur Verfügung steht
    • 3. dass weitere energieerzeugende Anlagen im System wie z. B. Brennwertkessel oder Solaranlage mit einem besseren Wirkungsgrad arbeiten können
    • 4. dass die thermischen Verluste des Speichers reduziert werden.
  • Zur Veranschaulichung der Lage und Funktion Zwischenspeichers und eines nachfolgendes System ist in der 5 ein Heizsystem mit Wärmepumpe und Zwischenspeicher zur Brauchwassererwärmung und Raumheizung dargestellt. Der Zwischenspeicher erreicht gerade die gewünschte Temperatur. In einem nächsten Moment wird das Überströmventil B zur Entladung des Zwischenspeichers in den Brauchwasserspeicher geöffnet und sofort darauf das Ladeventil L zur Ladung des Zwischenspeichers geschlossen. Ist die gesamte heiße Flüssigkeit aus dem Zwischenspeicher in den Brauchwasserspeicher überströmt, wird das Ladeventil L wieder geöffnet, das Ventil B wieder geschlossen und der Zwischenspeicher erneut bis zur gewünschten Temperatur hochgeheizt. Rückschlagventile, Regler und weitere erforderliche Bauteile sind in den Abbildungen nicht eingezeichnet. Je nach Bedarfsfall wird der Zwischenspeicher entweder bis zur gewünschten Brauchwassertemperatur hochgeheizt und dann über das Ventil B in den Hauptspeicher gepumpt, oder der Zwischenspeicher nur bis zur gewünschten Raumheizungstemperatur hochgeheizt und dann über das Ventil R in den Hauptspeicher gepumpt. Eine Regelungseinheit ermittelt zu diesem Zweck den Bedarfsfall Brauchwassererwärmung und Raumheizung und steuert die entsprechenden Ventile.
  • Die vorgeschlagenen Zwischenspeicher können bei Neuanlagen direkt in die Wärmepumpe integriert sein. Es sind jedoch auch Nachrüstsätze für Altanlagen denkbar.
  • Literatur:
    • [1] Schraps, Stella: Kombinierter Einsatz von Elektrowärmepumpe und Solarkollektore in Wohngebäuden, VDI Fortschrittsberichte, Reihe 6, Nr. 452, Seite 97.
    • [2] http://www.geothermie.de/download/WAERMEPU.PDF
    • [3] Karl Ochsner: Wärmepumpen in der Heizungstechnik, 4. Auflage, C. F. Müller Verlag, Heidelberg, 2007
    • [4] bine projekt info 14/01, S. 2f, http://www.bine.info/pdf/Publikation/bi1401.pdf
    • [5] Kiril Popovski, Sanja Popovska Vasilevska, IGD2001, 17.–22.09.2001
    • [6] Recknagel, Sprenger, Hönmann: Taschenbuch für Heizung- und Klimatechnik; 1990; S. 126.
  • Beschreibung der Ansprüche und Abbildungen
  • Anspruch 1 beschreibt die grundsätzliche Verwendung eines Zwischenspeichers in Verbindung mit einer Wärmepumpe zur Temperierung eines Wärmeträgermediums und anschließende Verbringung des temperierten Wärmeträgermediums in ein Restsystem, welches im häufigsten Fall eine Heizungsanlage ist.
  • Anspruch 2 beinhaltet ein Temperiersystem mit Wärmepumpe und Zwischenspeicher, wobei das temperierte Medium nach der Temperierung in einen Pufferspeicher gepumpt wird.
  • Anspruch 3 betrifft ein System mit Wärmepumpe und Zwischenspeicher, wobei das erwärmte Wärmeträgermedium nach der Erwärmung in einen Brauchwasserspeicher, Heizungsspeicher oder einen Kombispeicher gepumpt wird. Dieses System dient zur Wärmeversorgung von Gebäuden und ggf. zur Versorgung mit heißem Brauchwasser.
  • Anspruch 4 betrifft eine mögliche Durchströmungsmethode des Zwischenspeichers. Der Zwischenspeicher wird immer in die gleiche Richtung durchströmt. Bei der Durchströmungsmethode spielen Faktoren wie Vermischung und Fremdenergiebedarf und Kosten wesentliche Rollen.
  • Anspruch 5 betrifft eine weitere mögliche Durchströmungsmethode des Zwischenspeichers. Hierbei kann die Vermischung minimiert werden, es werden aber weitere Ventile benötigt.
  • Anspruch 6 betrifft ein System mit einem zweiten Zwischenspeicher, welcher eine ähnliche Größe aufweist wie der erste Zwischenspeicher. Der zweite Zwischenspeicher dient zur Vergleichmäßigung des Volumenströme. Die warme Wärmeträgerflüssigkeit wird zunächst vom ersten in den zweiten Zwischenspeicher übertagen. Während der erste Zwischenspeicher danach erneut hochgeheizt wird, gibt der zweite Zwischenspeicher seine Wärme mit reduziertem Kapazitätenstrom und dadurch effektiver an das Restsystem ab.
  • Anspruch 7 betrifft ein System mit externem Wärmetauscher. Da der Wärmetauscher getaktet betrieben wird ist eine Verkalkung vermeidbar. Ist der Wärmetauscher im unteren Bereich des Pufferspeichers und im oberen Bereich des Zwischenspeichers 2 angeordnet kann bei angemessener hydraulischer Abstimmung eine hocheffiziente schwerkraftberiebene Wärmeübertragung erfolgen. Siehe 11.
  • 1 zeigt den Aufbau eines herkömmlichen Heizsystems zur Brauchwassererwärmung mit Wärmepumpe. Die Wärmepumpe erwärmt das Wärmeträgermedium. Das Wärmeträgermedium gibt die Wärme in einem Wärmetauscher, der sich hier in dem Brauchwasserspeicher befindet, an den Brauchwasserspeicher ab. Dabei wird der gesamte Speicher auf das Nutzniveau hochgeheizt. Im oberen Bereich des Speichers kann heißes Wasser entnommen werden. Im Fall der Entnahme strömt im unteren Bereich des Speichers kaltes Wasser nach.
  • 2 zeigt die Entropiekurven des Brauchwasser (gestrichelte Linie), des Mischwassers (gepunktete Linie) und des Kaltdampfprozesses (durchgehende Linie). Die Flächen im Diagramm, nach unten abgegrenzt durch die Temperatur, die zur Kurve 6-1 des Kaltdampfprozesses gehört, geben dabei bekanntlich die für einen Temperaturhub erforderlichen Leistungen an, die in das System eingebracht werden müssen. Deutlich zu erkennen sind die zusätzlichen mechanischen Leistungen, die durch die Vermischung erforderlich werden und die zusätzlichen mechanischen Leistungen, die durch die Form des Kaltdampfprozesses erforderlich sind. Alle zusätzlich erforderlichen Leistungen führen zu einer Verringerung der tatsächlich erreichten Leistungszahl der Wärmepumpe. Die Ursache für die schlechte Güte der Wärmetauschprozesses liegt in den unterschiedlichen (durchschnittlichen) Volumenströmen von Brauchwasser und Wärmeträgermedium der Wärmepumpe, wobei der Volumenstrom des Wärmeträgermediums um einen um Faktor 4 bis 10 größer ist als der durchschnittliche Volumenstrom des Brauchwassers. Selbst bei idealen Wärmetauschern kann der Leistungszahlverlust im System nicht verhindert werden.
  • 3 zeigt thermodynamische Systemgrenzen des Wärmetauschers im Pufferspeicher und die Orte, an denen Dissipation im Wärmetauscher und Sekundärdissipation stattfinden.
  • In der 4 zeigt die Anfangs- und Endtemperaturen des Wärmetauschprozesses im Wasserspeicher nach 1. Der Wärmetauscher besteht aus einem üblichen Wärmetauscherrohr mit einem Rohrdurchmesser d = 4 cm und einer Rohroberfläche A von 1,25 m2. Der Wärmeübergangsleitwert im Rohr sei beliebig hoch. Die obere Kurvenschar zeigt die hohe Anfangs- und die geringere Endtemperatur des Wärmeträgermediums im Wärmetauscherrohr. Die untere Kurvenschar zeigt geringere Anfangs- und höhere Endtemperatur des Wassers im Speicher. Die Variable R gibt dabei das Verhältnis von Massenstrom des Speicherwassers zum Massenstrom des Wärmeträgermediums im Rohr an. Beispiele: R = 3 bedeutet, dass der Massenstrom des Speicherwassers, das am Rohr Wärme aufnimmt, 3 mal so groß ist wie der Massenstrom im Rohr; R = 1 bedeutet gleiche Massenströme. Am Abstand der Geraden ist deutlich zu erkennen, dass im Wärmespeicher ein sehr schlechter Wärmetauschprozess stattfindet. Die Fläche zwischen den Kurven ist ein Maß für den Exergieverlust im System.
  • 5 zeigt den Aufbau einer Wärmepumpenheizung mit Zwischenspeicher zur Brauchwassererwärmung und Wärmeübergabe mittels Wärmetauscher WT. Der Zwischenspeicher erreicht beispielhaft gerade die gewünschte Temperatur. In einem nächsten Moment wird das Überströmventil B zur Entladung des Zwischenspeichers in den Brauchwasserspeicher geöffnet und sofort danach das Ladeventil L zur Ladung des Zwischenspeichers geschlossen. Gleichzeitig startet die Pumpe P2, so dass der Wärmetauscher WT die Wärme vom Wärmepumpenkreis an den Brauchwasserspeicher übertragen kann. Ist die gesamte heiße Flüssigkeit aus dem Zwischenspeicher in den Brauchwasserspeicher überströmt, wird das Ladeventil L wieder geöffnet, das Ventil B wieder geschlossen, die Pumpe P2 ausgeschalten und der Zwischenspeicher erneut bis zur gewünschten Temperatur hochgeheizt.
  • 6 zeigt beispielhaft den Aufbau einer Wärmepumpenheizung mit Zwischenspeicher und kombiniertem Brauchwasser – und Heizungsspeicher (Kombispeicher). Je nach Bedarfsfall wird der Zwischenspeicher entweder bis zur gewünschten Brauchwassertemperatur hochgeheizt und dann über das Ventil B in den Hauptspeicher gepumpt oder der Zwischenspeicher wird nur bis zur gewünschten Raumheiztemperatur hochgeheizt und dann über das Ventil R in den Hauptspeicher gepumpt. Eine nicht eingezeichnete Regelungseinheit ermittelt zu diesem Zweck den Bedarfsfall Brauchwassererwärmung und Raumheizung und steuert die entsprechenden Ventile. Im Takt B liegt kurzzeitig der Fall vor, dass im Zwischenspeicher kälteres Wärmeträgermedium aus der Wärmepumpe oberhalb von heißem Speicherwasser liegt. Diese Situation kann zu Konvektion und dadurch zu teilweiser Vermischung im Zwischenspeicher führen. Der Zwischenspeicher kann zur Verringerung der konvektiven Vermischung um 180° gedreht aufgebaut werden, wie es in 7 dargestellt ist.
  • 7 zeigt den Aufbau von Abbildung mit um 180° gedrehtem Zwischenspeicher. Dieser Aufbau verringert für den Fall der Entladung des Speichers die Vermischung im Zwischenspeicher, da das kältere Wasser bei der Entladung von unten in den Zwischenspeicher gepumpt wird.
  • Bei den bisherigen Abbildungen mit Zwischenspeicher ist nachteilig, dass der Volumenstrom während der Entleerung des Zwischenspeichers sehr groß ist. Das hat den Nachteil, dass Wärmetauscher nur kurz aber mit nachteilig großem Volumenstrom arbeiten und dass sich aufgrund der volumenstromstarken Einströmung in den Hauptspeicher Wassermassen mit unterschiedlichen Temperaturen vermischen (Entropievernichtung). Es wird deshalb ein Zwischenspeicher 2 eingeführt.
  • 8 zeigt beispielhaft einen Aufbau einer Wärmepumpenheizung zur Brauchwassererwärmung und Raumheizung mit einem zusätzlichen Zwischenspeicher 2, der eine Vergleichmäßigung des Massenstroms erlaubt. Der Zwischenspeicher 1 wird wie zuvor mittels der Pumpe P1 in den Zwischenspeicher 2 entladen. Eine Pumpe mit wesentlich geringerem Massenstrom P2 sorgt während des Wärmepumpenbetriebs für eine gleichmäßige Wärmezufuhr an den Hauptspeicher. Die Schichtung des Hauptspeichers bleibt dabei besser erhalten und ggf. vorhandene Wärmetauscher arbeiten effizienter.
  • 9 zeigt beispielhaft des Aufbau nach 8, allerdings ist der Zwischenspeicher 1 gedreht ausgeführt und der Massenstrom vom Zwischenspeicher 2 gelangt schwerkraftgetrieben in den Hauptspeicher. Die Schwerkraftzirkulation erfolgt folgendermaßen: Ist der Zwischenspeicher 2 teilweise oder ganz geladen und befindet sich im Hauptspeicher auf gleicher geographischer Höhe durchschnittlich kälteres und dadurch schwereres Wasser. Folglich setzt selbstständig eine Konvektionsströmung ein. Die Pumpe P2 aus 8 kann somit entfallen. Die hydraulischen Widerstände der Rohre zwischen Zwischenspeicher und Hauptspeicher sind so ausgelegt, dass sich durch die Konvektion ein durchschnittlicher Volumenstrom einstellt, der ausreicht, um den Zwischenspeicher 2 während des Aufheiztaktes vollständig in den Hauptspeicher zu entleeren. Nicht eingezeichnete Drosseln und Temperatursensoren im hydraulischen System können dabei die Entleerung steuern.
  • 10 zeigt ein optimales System zur Brauchwassererwärmung mit Wärmepumpe. Die Dissipation im System ist minimiert. Der Wärmetauscher wird gut ausgenutzt, weil er nicht bei Zapf-Massenstrom Wärme übertragen muss, sondern nur bei einem wesentlich geringeren Volumenstrom von ca. 10% des Zapfmassenstroms. Unmittelbare Auswirkung des geringen Volumenstroms ist ein wesentlich geringerer Druckabfall am Wärmetauscher. Geringer Druckabfall ermöglicht einen schwerkraftgetriebenen und hocheffizienten Betrieb des Wärmetauschers. Diese Maßnahme erspart zwei teure Umwälzpumpen, eine davon für Brauchwasser, und die zu deren Betrieb erforderliche elektrische Energie. Die Zwischenspeicher und die Wärmepumpe können unterhalb des Pufferspeichers angeordnet sein, so dass sich ein kompaktes Gesamtgerät ergibt. Beispielhafte Dimensionen: Pufferspeicher: 250 Liter, Pufferspeicher 1 und 2: 20 Liter, Wärmepumpenleistung, thermisch: 5 kW, Die Dauer für die Aufheizung des Zwischenspeichers 1 beträgt dann etwas 11 Minuten. Nach dieser Zeit steht heißes Wasser zur Verfügung. Ohne Zapfung ist der Hauptspeicher in ca. 2,5 Stunden aufgewärmt. Die Ventile L1, L2, E1 und E2 ermöglichen die Erhaltung von Schichtungen in den Zwischenspeichern. Zyklus:
    • • Im Takt A ist L1 und L2 offen und E1 und E2 zu. Der Zwischenspeicher 1 wird hochgeheizt.
    • • Im Takt B ist L1 und L1 zu und E1 und E2 offen. Der Zwischenspeicher 1 wird in den Zwischenspeicher 2 entladen. Dabei setzen sofort schwerkraftgetriebene Strömungen ein, welche eine relativ zur Entladung des Zwischenspeichers 1 kontinuierliche Wärmeübertragung vom Zwischenspeicher 2 in den Hauptspeicher ausführen.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Nicht-Patentliteratur
    • - Schraps, Stella: Kombinierter Einsatz von Elektrowärmepumpe und Solarkollektore in Wohngebäuden, VDI Fortschrittsberichte, Reihe 6, Nr. 452, Seite 97 [0018]
    • - http://www.geothermie.de/download/WAERMEPU.PDF [0018]
    • - Karl Ochsner: Wärmepumpen in der Heizungstechnik, 4. Auflage, C. F. Müller Verlag, Heidelberg, 2007 [0018]
    • - bine projekt info 14/01, S. 2f [0018]
    • - http://www.bine.info/pdf/Publikation/bi1401.pdf [0018]
    • - Kiril Popovski, Sanja Popovska Vasilevska, IGD2001, 17.–22.09.2001 [0018]
    • - Recknagel, Sprenger, Hönmann: Taschenbuch für Heizung- und Klimatechnik; 1990; S. 126 [0018]

Claims (7)

  1. Aufbau und Funktion eines Temperiersystems mit einer Wärmepumpe, mit einem Zwischenspeicher und mit einem Restsystem, das mit temperierter Wärmeträgerflüssigkeit versorgt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmepumpe in einem ersten Takt das Wärmeträgermedium im Zwischenspeicher auf ein gewünschtes Temperaturniveau bringt und in einem zweiten Takt das temperierte Wärmeträgermedium aus dem Zwischenspeicher in das Restsystem gepumpt wird.
  2. Aufbau und Funktion eines Temperiersystems mit einer Wärmepumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Restsystem eine Heizanlage mit Speicher enthält, in den temperierte Wärmeträgermedium aus dem Zwischenspeicher gepumpt wird, wobei der Speicher des Restsystems vorzugsweise eine geschichtete Wärmespeicherung erlaubt.
  3. Aufbau und Funktion eines Temperiersystems mit einer Wärmepumpe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gesamtsystem eine Anlage zur Brauchwassererwärmung und/oder Raumheizung umfasst.
  4. Aufbau und Funktion eines Temperiersystems mit einer Wärmepumpe nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischenspeicher bei der Beladung und der Entladung in gleicher Richtung durchströmt wird.
  5. Aufbau und Funktion eines Temperiersystems mit einer Wärmepumpe nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischenspeicher bei der Beladung und der Entladung in entgegensetzter Richtung durchströmt wird.
  6. Aufbau und Funktion eines Temperiersystems mit einer Wärmepumpe nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Temperiersystem einen Zwischenspeicher 2 enthält, welcher etwa die gleiche Größe wie der Zwischenspeicher 1 aufweist, wobei die Wärmeträgerflüssigkeit nach erreichen der gewünschten Temperatur vom Zwischenspeicher 1 in den Zwischenspeicher 2 gepumpt wird, von wo es danach mit reduziertem Volumenstrom an das Hauptsystem abgegeben wird.
  7. Aufbau und Funktion eines Temperiersystems mit einer Wärmepumpe nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Temperiersystem einen speicherexternen Wärmetauscher enthält und die Speicher und die Wärmetauscher insbesondere so angeordnet sind, dass ein schwerkraftbetriebener Wärmetauschprozess möglich ist.
DE102008047295A 2008-09-16 2008-09-16 Zwischenspeicher für Wärmepumpen mit zyklischer Entleerung in ein Hauptsystem Withdrawn DE102008047295A1 (de)

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