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DE102008047186A1 - Brennkraftmaschine mit unterschiedlichem Lagerspiel in den Lagern der Kurbelwelle - Google Patents

Brennkraftmaschine mit unterschiedlichem Lagerspiel in den Lagern der Kurbelwelle Download PDF

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DE102008047186A1
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bearings
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    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16CSHAFTS; FLEXIBLE SHAFTS; ELEMENTS OR CRANKSHAFT MECHANISMS; ROTARY BODIES OTHER THAN GEARING ELEMENTS; BEARINGS
    • F16C9/00Bearings for crankshafts or connecting-rods; Attachment of connecting-rods
    • F16C9/02Crankshaft bearings
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Brennkraftmaschine mitsch (8) versehenen, mit Lagerspiel in Gleitlagern (17, 18, 19, 20, 21) gelagerten Kurbelwelle (1). Um ohne eine maßgebliche Verschlechterung der Akustik eine erhebliche Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs bzw. ohne eine merkliche Steigerung des Kraftstoffverbrauchs eine Verbesserung der Akustik zu erzielen, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass das Lagerspiel in dem zum Schwungradflansch (8) benachbarten Gleitlager (17) kleiner als in den übrigen Gleitlagern (18, 19, 20, 21) ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Brennkraftmaschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Bei der Entwicklung von Brennkraftmaschinen gibt es bereits seit langem die beiden Zielvorgaben, einerseits einen geringen Kraftstoffverbrauch und andererseits eine gute Akustik mit einer geringen Geräuschentwicklung zu erreichen. Sowohl der Kraftstoffverbrauch als auch die Geräuschentwicklung der Brennkraftmaschine werden durch die Auslegung der Kurbelwelle und der Kurbelwellenlager wesentlich mitbestimmt, da eine Vergrößerung des Lagerspiels in den Gleitlagern infolge der Verringerung der Lagerreibung aufgrund einer geringeren Scherwirkung im Lagerspalt zu einer geringeren mechanischen Verlustleistung und damit zu einem geringeren Kraftstoffverbrauch führt, während umgekehrt durch eine Verkleinerung des Lagerspiels infolge einer genaueren Führung der rotierenden Massen der Kurbelwelle und infolge einer Reduzierung der Impulshaftigkeit in den Gleitlagern aufgrund einer kleineren Verlagerungsgeschwindigkeit und eines dadurch bedingten geringeren Impulses beim Aufprall die Geräuschentwicklung geringer ist. In der Vergangenheit wurde der Zielkonflikt zwischen den beiden Zielvorgaben ”geringer Kraftstoffverbrauch” und ”gute Akustik” in der Regel so gelöst, dass in sämtlichen Gleitlagern dasselbe einheitliche Lagerspiel vorgesehen wurde, wobei durch ein großes Lagerspiel eine verbrauchsoptimierte Lösung, durch ein kleines Lagerspiel eine akustikoptimierte Lösung bzw. durch ein mittleres Lagerspiel ein Kompromiss zwischen verbrauchs- und akustikoptimierter Lösung möglich war.
  • Aus dem Stand der Technik ist es jedoch auch bereits bekannt, in den Gleitlagern einer Kurbelwelle einer Brennkraftmaschine unterschiedliche Lagerspiele vorzusehen.
  • Zum Beispiel offenbart die DE 29 40 644 A1 eine in mehreren Gleitlagern gelagerte mehrfach gekröpfte Kurbelwelle einer Brennkraftmaschine, bei der ein Teil der Lager gegenüber den übrigen Lagern ein vergrößertes Lagerspiel aufweist. Die Lager mit dem vergrößerten Lagerspiel sind an solchen Lagerstellen angeordnet, die ohne diese Maßnahme eine gegenüber den übrigen Lagern deutlich geringere kleinste örtliche Schmierfilmdicke aufweisen. Es findet sich jedoch kein Hinweis darauf, um welche Lager es sich dabei handelt.
  • Weiter wurde in der DE 28 49 790 C2 auch bereits vorgeschlagen, zwischen der Kurbelwelle und denjenigen Gleitlagern, die große Stoßkräfte empfangen, ein kleines Lagerspiel und zwischen der Kurbelwelle und denjenigen Gleitlagern, die kleine Stoßkräfte empfangen, ein großes Lagerspiel vorzusehen. Da bei einer 4-Zylinder-Brennkraftmaschine in Reihenbauweise mit einer in fünf Gleitlagern gelagerten Kurbelwelle die größten Stoßkräfte oder Stoßbelastungen am zweiten und am vierten Gleitlager auftreten, wurde bei diesem Brennkraftmaschinentyp dementsprechend am zweiten und vierten Gleitlager jeweils ein kleines Lagerspiel und am ersten, dritten und fünften Gleitlager jeweils ein großes Lagerspiel vorgesehen. Neuere Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass der in der DE 28 49 790 C2 postulierte Zusammenhang, nämlich dass Gleitlager, die große Stoßkräfte empfangen, starke Geräusche erzeugen, während Gleitlager, die kleine Stoßkräfte empfangen, schwache Geräusche erzeugen, so nicht zutreffend ist.
  • Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Brennkraftmaschine der eingangs genannten Art dahingehend zu verbessern, dass im Vergleich zu einer in sämtlichen Gleitlagern mit gleichem Lagerspiel gelagerten Kurbelwelle bei verbrauchsoptimierten Lösungen ohne eine wesentliche Änderung des Verbrauchs die Akustik verbessert bzw. bei akustikoptimierten Lösungen ohne eine maßgebliche Verschlechterung der Akustik der Kraftstoffverbrauch erheblich verringert werden kann.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Lagerspiel in dem zum Schwungradflansch benachbarten Gleitlager kleiner als in den übrigen Gleitlagern ist.
  • Durch eine rechnerische Akustik- und Reibleistungssimulation und durch anschließende verifizierende Messungen an einem entsprechend ausgelegten Kurbeltrieb konnte gezeigt werden, dass im Vergleich zu einem verbrauchsoptimierten Kurbeltrieb mit einer in sämtlichen Gleitlagern mit großem Lagerspiel gelagerten Kurbelwelle die Geräuschentwicklung bereits dann maßgeblich verringert werden kann, wenn nur das zum Schwungradflansch benachbarte Gleitlager mit einem kleinen Lagerspiel ausgestattet wird, während in den übrigen Gleitlagern das reibungs- und verbrauchsoptimale große Lagerspiel erhalten bleibt. Umgekehrt kann im Vergleich zu einem akustikoptimierten Kurbeltrieb mit einer in sämtlichen Gleitlagern mit kleinem Lagerspiel gelagerten Kurbelwelle eine erhebliche Verminderung der Lagerreibung und des Kraftstoffverbrauchs beobachtet werden, während eine nur um wenige Prozente stärkere Geräuschentwicklung zu verzeichnen ist, wenn die Gleitlager abgesehen von dem zum Schwungradflansch benachbarten Gleitlager mit einem großen Lagerspiel ausgestattet werden.
  • Bei der rechnerischen Simulation wurde festgestellt, dass im Hinblick auf die Geräuschentwicklung vor allem dasjenige oder diejenigen Gleitlager von besonderer Bedeutung sind, deren Strukturübertragungsverhalten besonders auffällig ist, wie dies bei dem zum Schwungradflansch benachbarten Gleitlager der Fall ist.
  • Während es grundsätzlich möglich wäre, in sämtlichen, nicht zum Schwungradflansch benachbarten Gleitlagern dasselbe Lagerspiel vorzusehen, werden gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung in diesen übrigen Gleitlagern unterschiedliche Lagerspiele vorgesehen, die den Kompromiss zwischen Lagerreibung und Geräuschentwicklung bestmöglich lösen.
  • Beispielsweise kann in diesem Zusammenhang der Vorschlag aus der DE 28 49 790 C2 insoweit berücksichtigt werden, dass man in den stark belasteten Gleitlagern ein kleineres Lagerspiel als in den weniger stark belasteten Gleitlagern vorsieht.
  • Die Umsetzung des erfindungsgemäßen Konzepts erfolgt bevorzugt dadurch, dass man der Kurbelwelle in dem zum Schwungradflansch benachbarten Gleitlager einen größeren Durchmesser als in den übrigen Gleitlagern verleiht, während der Innendurchmesser der Gleitlager bei sämtlichen Gleitlagern derselbe ist.
  • Im folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:
  • 1 eine perspektivische Ansicht einer Kurbelwelle einer Brennkraftmaschine;
  • 2 eine schematische Seitenansicht der in Gleitlagern gelagerten Kurbelwelle.
  • Die in der Zeichnung dargestellte Kurbelwelle 1 einer Reihen-Brennkraftmaschine mit vier Zylindern umfasst fünf zur Lagerung der Kurbelwelle 1 dienende, in Längsrichtung der Kurbelwelle 1 im Abstand voneinander angeordnete zylindrische Wellenzapfen 2, 3, 4, 5, 6, acht paarweise zwischen benachbarten Wellenzapfen 2, 3; 3, 4; 4, 5; 5, 6 angeordnete Wangen 7, einen an einem Stirnende der Kurbelwelle 1 angeordneten Schwungradflansch 8 sowie vier Hubzapfen 9, 10, 11, 12, die jeweils zwischen zwei benachbarten Wellenzapfen 2, 3; 3, 4; 4, 5; 5, 6 angeordnet sind.
  • Wie am besten in 2 dargestellt, ist an jedem der Hubzapfen 9, 10, 11, 12 ein Pleuel 13 befestigt, das die Kurbelwelle 1 mit einem der Kolben 14 der Brennkraftmaschine verbindet, die jeweils in einem der vier Zylinder 15 auf und ab beweglich sind und zusammen mit den Pleueln 13 und der Kurbelwelle 1 einen Kurbeltrieb bilden.
  • Während die Pleuel 13 auf den Hubzapfen 9, 10, 11, 12 jeweils in einem Pleuellager 16 gelagert sind, sind die Wellenzapfen 2, 3, 4, 5, 6 in zugehörigen Wellenlagern 17, 18, 19, 20, 21 eines Zylinderkurbelgehäuses (nicht dargestellt) der Brennkraftmaschine gelagert.
  • Die fünf Wellenlager 17, 18, 19, 20, 21 sind ebenso wie die vier Pleuellager 16 als Gleitlager ausgebildet und umfassen in an sich bekannter Weise jeweils eine aus zwei Lagerhalbschalen bestehende Lagerschale (nicht dargestellt), deren zylindrische innere Umfangsfläche eine zylindrische äußere Umfangsfläche des Lagerzapfens 2, 3, 4, 5, 6 mit einem vorbestimmten Lagerspiel umgibt, so dass sich zwischen der Lagerschale und dem Lagerzapfen 2, 3, 4, 5, 6 ein Schmierfilm ausbilden kann.
  • Um den Kraftstoffverbrauch der Brennkraftmaschine durch Minimierung der durch Lagerreibung verursachten mechanischen Verlustleistung in den Wellenlagern 17, 18, 19, 20, 21 zu verringern, ohne dass dies zu einer merklichen Beeinträchtigung der Akustik in Form einer spürbaren Zunahme der Geräuschentwicklung führt, ist bei dem in der Zeichnung dargestellten Kurbeltrieb in sämtlichen Wellenlagern 18, 19, 20, 21, mit Ausnahme des zum Schwungradflansch benachbarten Wellenlagers 17, ein verhältnismäßig großes verbrauchsoptimiertes Lagerspiel vorgesehen, während in dem zum Schwungradflansch benachbarten Wellenlager 17 ein verhältnismäßig kleines akustikoptimiertes Lagerspiel vorgesehen ist.
  • Mit anderen Worten ist das Lagerspiel zwischen dem Wellenlager 17 und dem zugehörigen Wellenzapfen 2 erheblich kleiner als das Lagerspiel zwischen den Wellenlagern 18, 19, 20, 21 und den zugehörigen Wellenzapfen 3, 4, 5, 6. Das Lagerspiel in den zuletzt genannten Wellenlagern 18, 19, 20, 21 ist unterschiedlich groß, um einen bestmöglichen Kompromiss zwischen Lagerreibung und Geräuschentwicklung zu erzielen, wobei zum Beispiel das Lagerspiel in den beiden durch Kolbenkräfte weniger stark belasteten Wellenlagern 19 und 21 größer als in den beiden durch Kolbenkräfte stärker belasteten Wellenlagern 18 und 20 sein kann.
  • Das jeweils gewünschte Lagerspiel wird eingestellt, indem man für sämtliche Wellenlager 17, 18, 19, 20, 21 Lagerschalen mit demselben Innendurchmesser verwendet und den zugehörigen Wellenzapfen 2, 3, 4, 5, 6 im Zuge ihrer spanabhebenden bzw. schleifenden Bearbeitung entsprechend dem gewünschten Lagerspiel unterschiedliche Außendurchmesser verleiht.
  • 1
    Kurbelwelle
    2
    Wellenzapfen
    3
    Wellenzapfen
    4
    Wellenzapfen
    5
    Wellenzapfen
    6
    Wellenzapfen
    7
    Wangen
    8
    Schwungradflansch
    9
    Hubzapfen
    10
    Hubzapfen
    11
    Hubzapfen
    12
    Hubzapfen
    13
    Pleuel
    14
    Kolben
    15
    Zylinder
    16
    Pleuellager
    17
    Wellenlager
    18
    Wellenlager
    19
    Wellenlager
    20
    Wellenlager
    21
    Wellenlager
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 2940644 A1 [0004]
    • - DE 2849790 C2 [0005, 0005, 0011]

Claims (7)

  1. Brennkraftmaschine mit einer an einem Stirnende mit einem Schwungradflansch versehenen, mit Lagerspiel in Gleitlagern gelagerten Kurbelwelle, dadurch gekennzeichnet, dass das Lagerspiel in dem zum Schwungradflansch (8) benachbarten Gleitlager (17) kleiner als in den übrigen Gleitlagern (18, 19, 20, 21) ist.
  2. Brennkraftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Lagerspiel in den übrigen Gleitlagern (18, 19, 20, 21) dasselbe ist.
  3. Brennkraftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Lagerspiel in den übrigen Gleitlagern (18, 19, 20, 21) unterschiedlich ist.
  4. Brennkraftmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Lagerspiel in einem Gleitlager (21) an dem zum Schwungradflansch (8) entgegengesetzten Stirnende der Kurbelwelle (1) und in einem mittleren Gleitlager (19) am größten ist.
  5. Brennkraftmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kurbelwelle (1) in dem zum Schwungradflansch (8) benachbarten Gleitlager (17) einen größeren Durchmesser als in den übrigen Gleitlagern (18, 19, 20, 21) besitzt.
  6. Brennkraftmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Gleitlager (17, 18, 19, 20, 21) denselben Innendurchmesser besitzen.
  7. Brennkraftmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie vier Zylinder in Reihenbauweise und eine in fünf Gleitlagern (17, 18, 19, 20, 21) gelagerte Kurbelwelle aufweist.
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