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Die
Erfindung betrifft einen Antennenhalter für eine Satellitenschüssel,
bestehend aus einem Rundrohr-Träger, welcher längenveränderlich,
in der gewählten Länge arretierbar und mit seinen
Enden über Anschlussprofile an benachbarten Dachsparren anschraubbar
ist, sowie einem die Dachfläche durchdringenden Antennenmast
mit einem Verbindungs- und Feststellelement am Mastfuß,
welches den Rundrohr-Träger umschließt.
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Ein
Antennenhalter dieser Gattung ist vielseitig einsetzbar, weil sich
sein Antennenmast sowohl in Längsrichtung als auch quer
dazu leicht ausrichten, d. h. verschieben und verdrehen lässt.
Allerdings erweist sich die Verdrehsicherheit des Antennenmastes
am Rundrohr-Träger mitunter als problematisch. Hierfür
ist bereits vorgeschlagen worden (vgl.
EP 1 770 823 A1 ), für
das Verbindungs- und Feststellelement ein härteres Material
als für den Träger zu wählen, um damit
den – aus zwei ineinander greifenden Rohren gebildeten – Träger
von außen her mindestens partiell zu verformen und das äußere Rohr
mit dem inneren Rohr zu verklemmen.
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Abgesehen
davon, dass für eine derartige Verformung ein relativ hoher
Kraftaufwand erforderlich ist, welcher für die solche Kraft übertragenden Mittel
(insbesondere Schrauben) leicht bis an die Grenzen der Belastbarkeit
reicht und nicht selten zu Beschädigung oder gar Zerstörung
führt, bleibt die Wirkung vielfach unbefriedigend, weil
es sich zum einen nur um eine stellenweise Deformation (Maßabweichung)
handelt und keine umlaufende Verengung, Einschnürung o. Ä.,
wie es beispielsweise für ein Schrumpfen charakteristisch
wäre. Bei der bekannten Deformation wird also lediglich
eine gleichmäßige Bewegungsfreiheit in eine ungleichmäßige abgewandelt.
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Zum
anderen kommt es für die Standfestigkeit des Antennenmastes
nicht allein darauf an, wie weit sein Träger in sich stabil
ist, sondern mindestens ebenso wichtig ist es, wie weit der Antennenmast
in Bezug zum Träger gesichert ist. Damit ist die eigentliche
Verdrehsicherheit gemeint, welche nicht schon dadurch erreicht werden
kann, dass mit einem Feststellelement, wie einer Schelle aus härterem
Material von außen auf ein Rundrohr aus weicherem Material bis
hin zu einer partiellen Deformation eingewirkt wird, weil es insoweit
praktisch bei einem Kraftschluss zwischen Feststellelement und Träger
verbleibt.
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Hier
setzt nun die Erfindung an. Sie möchte die Verdrehsicherheit
des Verbindungs- und Feststellelementes dadurch erhöhen,
dass es entlang des Umfanges des Rundrohr-Trägers zu einem
wirksameren Formschluss kommt. Dabei soll der neue Antennenhalter
einfach aufgebaut und leicht zu montieren sein.
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Gelöst
wird diese Aufgabe bei einem gattungsgemäßen Antennenhalter
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 (Hauptanspruch). Zweckmäßige Weiterbildungen
geben die nachgeordneten Ansprüche (Unteransprüche)
an.
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Für
die Erfindung sind also folgende Merkmale wesentlich. Das Verbindungs-
und Feststellelement soll aus zwei Formstücken bestehen,
welche über ein biegsames und zugfestes Verbindungsstück miteinander
verbunden sind, auf ihrer Innenseite eine gegen die Oberfläche
des Rundrohr-Trägers gerichtete Zahnung aufweisen und so
an den Umfang des Rundrohr-Trägers angepasst sind, dass
bei einem drucklosen Anliegen der Formstücke an der Oberfläche
des Rundrohr-Trägers ein Spalt an ihrem freien Ende verbleibt.
An dieser Stelle soll dann mindestens ein Spannteil vorgesehen sein,
welches zum Festsetzen des Verbindungs- und Feststellelementes dient und
im Ergebnis zu der gewünschten Verdrehsicherheit führt.
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Ein
solcher Antennenhalter ist verhältnismäßig
einfach aufgebaut, leicht und schnell zu montieren, wobei im einfachsten
Falle nur ein Spannteil (Spannschraube, Spannbolzen o. Ä.)
betätigt zu werden braucht. Bereits ein einzelnes Spannteil
ist nämlich in der Lage, einen beträchtlichen
Formschluss durch ein gleichmäßiges umfängliches
Eindringen der Zahnung in den Rundrohr-Träger zu bewirken. Das
wiederum macht es überflüssig, für eine
ausreichende Verdrehsicherheit einen besonders hohen Kraftschluss
zu suchen und u. U. eine Beschädigung oder Zerstörung
des Spannteils oder des Verbindungselementes zu riskieren.
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Vorteilhaft
ist das Verbindungs- und Feststellelement über ein Formstück
dauerhaft mit dem Mastfuß des Antennenmastes verbunden.
Insbesondere kann ein Formstück des Verbindungs- und Feststellelementes
an den Mastfuß des Antennenmastes angeschweißt
sein.
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Zweckmäßigerweise
ist das Spannteil eine lose Spannschraube, ein feststehender Spannbolzen o.
dgl.
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Vorteilhaft
ist die Zahnung der Formstücke radial auf die Oberfläche
des Rundrohr-Trägers ausgerichtet.
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Nach
einem weiteren Vorschlag liegt das Verbindungs- und Feststellelement
an vier gleichmäßig über den Umfang verteilten
Stellen annähernd flach am Rundrohr-Träger an
und ist dazwischen die Innenfläche getreppt ausgebildet,
wobei sie mit ihren Vorderkanten Zähne bildet.
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Besonders
in fertigungstechnischer Hinsicht ist es vorteilhaft, wenn das Verbindungs-
und Feststellelement als Stanz- und Biegeteil ausgebildet ist, bei
dem einerseits jedes Formstück aus einem flachen Zentralstück
mit seitlichen Lappen zu einem Teilkörper mit U-förmigem
Querschnitt und andererseits die beiden Formstücke mit
ihrem Verbindungsstück zu einem Gesamtkörper mit
U-förmigem Längsschnitt gebogen sind.
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Der
Formschluss und damit die Verdrehsicherheit lassen sich noch weiter
verbessern, wenn das Verbindungs- und Feststellelement im Bereich der
Zahnung thermisch gehärtet ist. Dabei können das
Verbindungs- und Feststellelement sowie der Rundrohr-Träger,
also der gesamte Antennenhalter, aus demselben Material bestehen,
beispielsweise einem Stahl mit der Bezeichnung St 37-2.
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Zweckmäßigerweise
ist der Rundrohr-Träger teleskopartig aus einem äußeren
Rohrteil und einem darin geführten inneren Rohrteil ausgebildet,
wobei zu seiner Arretierung eine Klemmverbindung bzw. Klemmvorrichtung
zwischen äußerem Rohrteil und innerem Rohrteil
vorgesehen ist.
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Schließlich
kommt es der allgemeinen Standsicherheit zugute, wenn ausreichende
Wahlmöglichkeiten für ein Anschrauben an den Dachsparren
bestehen. Dies ist insbesondere der Fall, wenn die Anschlussprofile
an den Enden des Rundrohr-Trägers Winkelprofile mit jeweils
einer flachen Auflagefläche sind und jede Auflagefläche
mehrere voneinander beabstandete Langlöcher aufweist. Letztere
können gleichmäßig voneinander beabstandet
sein, in Längsrichtung ausgerichtet sein oder aber schräg
verlaufen und parallel zueinander versetzt sein bzw. insgesamt so
verteilt sein, dass möglichst viele und auch entlegene
Punkte der Auflagefläche für ein Anschrauben in
Betracht kommen.
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Weitere
Einzelheiten und Vorteile werden nachstehend in Verbindung mit der
Zeichnung für zwei bevorzugte Ausführungsbeispiele
beschrieben. Darin zeigen:
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1 das
untere Ende eines Antennenmastes mit daran befestigtem Verbindungs-
und Feststellelement, welches auf einen Rundrohr-Träger
aufgeschoben ist, vor dem Anziehen des Spannteils in Seitenansicht,
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2 den
Gegenstand von 1 nach dem Anziehen des Spannteils,
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3 einen
Antennenhalter mit einem kompletten Rundrohr-Träger von
teleskopartiger Bauart in Draufsicht,
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4 den
Gegenstand von 3, auf zwei Dachsparren aufgesetzt,
in Rückansicht,
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5 den
Abschnitt eines ebenfalls teleskopartigen Rundrohr-Trägers
mit anderer Klemmverbindung bzw. -vorrichtung zwischen äußerem
und innerem Rohrteil in Seitenansicht und Draufsicht und
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6 ein
erfindungsgemäßes Verbindungs- und Feststellelement
in der Ausführung als Stanz- und Biegeteil nach dem Stanzen
aus einem flachen Blech (vor dem Biegen zu zwei Formstücken
bzw. einem Verbindungs- und Feststellelement).
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Nach 1 ist
am Ende eines Antennenmastes 1, d. h. am Mastfuß 2 ein
Verbindungs- und Feststellelement 3 angeordnet. Letzteres
besteht aus zwei Formstücken 4, welche über
ein biegsames und zugfestes Verbindungsstück 5 einseitig
miteinander verbunden sind. Zur anderen Seite hin weisen beide Formstücke 4 freie
Enden auf, welche zunächst einen offenen Spalt 6 bilden.
Ein Spannteil 7 (hier in Form von zwei losen Schrauben
mit Muttern) ermöglicht es, die freien Enden der Formstücke 4 einander anzunähern
und den Spalt 6 zu schließen (2).
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Während
das Verbindungs- und Feststellelement 3 mit dem Antennenmast 1 in
dem in 1 gezeigten Zustand auf einem Rundrohr-Träger 8 leicht in
Längsrichtung verschoben und um den Rundrohr-Träger 8 gedreht
werden kann, nimmt der Antennenmast 1 in dem in 2 gezeigten
Zustand eine feste Position in Bezug auf den Rundrohr-Träger 8 ein,
und zwar auf Dauer.
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Wie
aus den 1 und 2 ersichtlich, umschließt
das Verbindungs- und Feststellelement 3 mit seinen Formstücken 4 den
Rundrohr-Träger 8. Die Formstücke 4 weisen
dabei an ihrer Innenseite eine gegen die Oberfläche des
Rundrohr-Trägers 8 gerichtete Zahnung 9 auf,
welche im geöffneten Zustand des Verbindungs- und Feststellelementes 3 nach 1 noch
unwirksam ist, im angezogenen Zustand des Verbindungs- und Feststellelementes 3 nach 2 jedoch
bereits in vielfachem Eingriff mit dem Rundrohr-Träger 8 steht
und so die Verdrehsicherheit des Antennenmastes 1 auf dem
Rundrohr-Träger 8 sichert.
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Dabei
wird die Wirkung von dem Umstand unterstützt, dass hier
im Abstand voneinander angeordnete flache Bereiche an der Innenseite
der Formstücke 4 den Rundrohr-Träge 8 sozusagen
in symmetrischer Form halten, so dass die dazwischen liegenden Bereiche
mit der Zahnung 9 ebenfalls symmetrisch angreifen und wirksam
werden können.
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Der
hier gesuchte und ausgelöste Effekt liegt also nicht in
einer Deformation des Rundrohr-Trägers 8, was
seinen Querschnitt anbelangt, sondern in einer möglichst
gleichmäßigen und häufigen Verzahnung über
den Umfang des Rundrohr-Trägers 8. Dieser Effekt
wird im Übrigen noch dadurch verstärkt, dass das
Verbindungs- und Feststellelement 3 im Bereich der Zahnung 9 thermisch
gehärtet ist. Der gesamte Antennenhalter besteht im beschriebenen Ausführungsbeispiel
aus demselben Werkstoff, nämlich einem Stahl mit der Bezeichnung
St 37-2.
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Nach
den 2 und 3 ist der Rundrohr-Träger 8 aus
einem äußeren Rohrteil 8a und einem darin
geführten inneren Rohrteil 8b nach Art eines Teleskops
gebildet, wodurch er längenveränderlich ist. Zwischen
den beiden Rohrteilen 8a und 8b ist eine Klemmverbindung
oder Klemmvorrichtung 10 vorgesehen, nämlich in
Form einer auf das äußere Rohrteil 8a über
einer Bohrung angeschweißten Mutter 10a, in die
eine Schraube 10b fest gegen das innere Rohrteil 8b angedreht
werden kann und dieses arretiert. Diese Klemmvorrichtung 10 kann
beim Aufschieben des Verbindungs- und Feststellelementes 3 auf
den Rundrohr-Träger 8 hinderlich sein, so dass versucht
werden muss, die Klemmvorrichtung 10 durch den offenen
Spalt 6 hindurchzuführen. Alternativ kann auch
eine andere Klemmvorrichtung Verwendung finden, wie sie beispielsweise
in 5 dargestellt und nachfolgend noch beschrieben
ist.
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Doch
sei zunächst noch an den 3 und 4 erläutert,
wie die Enden des Rundrohr-Trägers 8 ausgebildet
sind. Diese verfügen über Anschlussprofile 8c in
Form von Winkelprofilen mit jeweils einer flachen Auflagefläche
für benachbarte Dachsparren 11. Zum wahlweisen
Anschrauben besitzen die Anschlussprofile 8c mehrere voneinander
beabstandete Langlöcher 12.
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Wie
bereits erwähnt, kann nach 5 das äußere
Rohrteil 8a mit dem inneren Rohrteil 8b auch mittels
einer anderen, beispielsweise einer kapsel- oder schalenförmigen
Klemmvorrichtung 13 zu einem starren Träger verbunden
werden. Im Einzelnen besteht die Klemmvorrichtung 13 aus
zwei Halbschalen 13a, welche über abgestufte Vertiefungen,
entsprechend den unterschiedlichen Durchmessern der aufeinander
folgenden Rohrteile 8a und 8b, verfügen und
nachträglich angebracht und mittels Schrauben 13b miteinander
verspannt werden können.
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Schließlich
lässt 6 noch erkennen, dass das hier
interessierende Verbindungs- und Feststellelement 3 aus
einem flachen Blech als Stanz- und Biegeteil gewonnen werden kann.
Das dargestellte Stanzteil verfügt über das spätere
Verbindungsstück 5, an das sich zu beiden Seiten
ein ebenso breites Zentralstück 14 anschließt.
Und auf jedes Zentralstück 14 folgt zu jeder Seite
ein Lappen 15. Während die Lappen 15 um
90° gegenüber dem Zentralstück 14 umgebogen
werden müssen, um jeweils ein Formstück 4 mit
U-förmigem Querschnitt zu ergeben, werden die Formstücke 4 gegenüber
dem Verbindungsstück 5 um 90° aufgerichtet,
was dann zu dem Gesamtkörper des Verbindungs- und Feststellelementes 3 mit
U-förmigem Längsschnitt führt.
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Die
vorliegende Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele
beschränkt, sondern kann noch in zahlreichen anderen Varianten verwirklicht
werden.
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- 1
- Antennenmast
- 2
- Mastfuß
- 3
- Verbindung-
und Feststellelement
- 4
- Formstück
- 5
- Verbindungsstück
- 6
- Spalt
- 7
- Spannteil
- 8
- Rundrohr-Träger
- 8a
- äußeres
Rohrteil
- 8b
- inneres
Rohrteil
- 8c
- Anschlussprofil
- 9
- Zahnung
- 10
- Klemmvorrichtung
- 10a
- Mutter
- 10b
- Schraube
- 11
- Dachsparren
- 12
- Langloch
- 13
- Klemmvorrichtung
- 13a
- Halbschale
- 13b
- Schraube
- 14
- Zentralstück
- 15
- Lappen
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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