[go: up one dir, main page]

DE102008046111A1 - Bestimmung der akustischen Qualität von Straßen - Google Patents

Bestimmung der akustischen Qualität von Straßen Download PDF

Info

Publication number
DE102008046111A1
DE102008046111A1 DE200810046111 DE102008046111A DE102008046111A1 DE 102008046111 A1 DE102008046111 A1 DE 102008046111A1 DE 200810046111 DE200810046111 DE 200810046111 DE 102008046111 A DE102008046111 A DE 102008046111A DE 102008046111 A1 DE102008046111 A1 DE 102008046111A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
resonators
digital
noise
resonator
road
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE200810046111
Other languages
English (en)
Inventor
Oskar Dr. Bschorr
Kuni Richter
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE200810046111 priority Critical patent/DE102008046111A1/de
Publication of DE102008046111A1 publication Critical patent/DE102008046111A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N29/00Investigating or analysing materials by the use of ultrasonic, sonic or infrasonic waves; Visualisation of the interior of objects by transmitting ultrasonic or sonic waves through the object
    • G01N29/14Investigating or analysing materials by the use of ultrasonic, sonic or infrasonic waves; Visualisation of the interior of objects by transmitting ultrasonic or sonic waves through the object using acoustic emission techniques

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Immunology (AREA)
  • Pathology (AREA)
  • Measurement Of Mechanical Vibrations Or Ultrasonic Waves (AREA)

Abstract

Aufgabe ist die Bestimmung der akustischen Qualität von Straßen, durchführbar im fließenden Verkehr und auch in Wohngebieten mit Störreflexionen. Dazu wird das Geräusch im Torusraum eines profillosen Reifen gemessen. Beim Abrollen prägen sich Straßenunebenheiten in den Reifen ein und erzeugen im Reifentorus Schallpegel über 130 dB. Aus dem Torus-Spektrum in einem Glatt-Reifen werden mittels Übertragungsfunktionen der zugeordnete 7,5 m-Vorbeifahrtpegel und der Texturpegel mit einer Wiederholbarkeit von 0,2 dB(A) bestimmt. Mit diesem Verfahren kann pro Stunde eine Straßenlänge von ca. 80 km vermessen werden. Dies ermöglicht eine rationelle akustische Qualitätskontrolle sowohl nach dem Einbau als auch nach längerer Liegezeit einer Straßendecke. Speziell geht es um die exakte, kontinuierliche Zuordnung von Schallmessung zum Messort und um die Erfassung der zeitlichen Pegelschwankungen. Dazu wird die konventionelle, getaktete FFT-Frequenzanalyse durch eine kontinuierliche Analyse mittels digitaler Resonatoren ersetzt.

Description

  • Aufgabe ist die Bestimmung der akustischen Qualität von Straßen. Das Verfahren soll im fließenden Verkehr und auch in Wohngebieten anwendbar sein und die ISO-Norm 11819 „Acoustics: Method for measuring of road surface an traffic noise” erfüllen. Speziell geht es um die fortlaufende, kontinuierliche Bestimmung des 7,5m-Vorbeifahrtpegels und des dB(A)-gewichteten Texturpegels mit einer exakten Zuordnung von Messwert und Messort und um die Schwankungen dieser Bestimmungsgrößen. Damit soll die Lärmwirkung schwankender und impulshaltiger Geräusche mit erfasst werden.
  • Zur Bewertung des Rollgeräusches wird der international genormte 7,5m-Vorbeifahrt-Pegel benützt. Eine solche Messung ist vergleichsweise umständlich und zeitaufwendig, liefert nur punktuelle Werte und ist bei Straßen in Wohngebieten wegen reflektierender Häuserwände nicht anwendbar. Messanhänger nach der ISO-Norm 11819 (2) mit mehreren Mikrofonen in Reifennähe liefern zwar kontinuierliche Werte, problematisch sind hier die Umweltgeräusche, insbesondere durch Fahrtwind und Gegenverkehr. Trotz Normung sind die Ergebnisse der Messungen mit verschiedenen Messanhängern nur bedingt vergleichbar. Die Vermessung von Straßentexturen mit dem Laser-Profilometer liefert nur ein geometrisches, linienförmiges Abbild. Auch hat ein Reifen beim Abrollen lediglich einen Kontaktflächenanteil von nur 20–60% zur Straße, so dass die Lasermessung die akustisch wirksame Textur nur unvollständig wiedergibt.
  • In DE 197 26 608 wurde ein Messverfahren vorgeschlagen, das Geräusch im Torusraum eines profillosen Reifens zur Bestimmung der akustischen Qualität einer Straße heranzuziehen. Beim Abrollen prägen sich Straßenunebenheiten in den Reifen ein und erzeugen im Reifentorus Schallpegel über 130 dB. Das Torusgeräusch kann kontinuierlich, auch im fließenden Verkehr störungsfrei und mit einer Wiederholbarkeit besser als 0,2 db(A) gemessen werden. Aus dem Torus-Spektrum in einem profillosen Reifen werden mittels linearer Übertragungsfunktionen direkt der zugeordnete 7,5m-Vorbeifahrtpegel und der Texturpegel bestimmt. Mit diesem Verfahren kann pro Stunde eine Straßenlänge von ca. 80 km vermessen werden. Dies ermöglicht eine einfache akustische Qualitätskontrolle sowohl nach dem Einbau als auch nach längerer Liegezeit einer Straßendecke. Ein solches Verfahren dient letztendlich dazu, das große, über 5 db(A) betragende Lärmminderungspotential bei Straßen auszuschöpfen.
  • Ungelöst ist hier das Problem der (i) exakten Zuordnung einer Schallmessung zum Messort. Extrem sensibel sind Sol/Ist-Ablagen der Spur. Bei eingefahrenen Spurrillen macht eine Reifenbreite bis zu 3 db(A) aus. In Weiteren geht es (ii) um die Erfassung auch der zeitlichen Änderungen. Problem ist die natürliche, statistische Schwankung von Schmalbandspektren und die verfahrensbedingte Einebnung von realen Schwankungen durch den Taktbetrieb bei der FFT-Analyse.
    • (i) Die Ungenauigkeit der herkömmlichen satellitengestützen GPS-Navigation resultiert aus der bis heute ungeklärten sog. Pioneer-Anomalie. Dieses Phänomen ist offensichtlich entfernungsabhängig und wurde erst bei den extrasolaren, den Anziehungsbereich der Sonne verlassenden Pioneer-Sonden bemerkt. Innerhalb deren 15-jährigen Missionszeit und bei einem Abstand von 1010 km wuchs die Fehlerdifferenz von gemessener und gerechneter Position auf 1 Mill. km an. Andere Satellitenmissionen, insbesondere Flyby-Manöver zeigten ebenfalls Diskrepanzen. Bei den Navigations-Satelliten mit einer mittleren Entfernung von 20 000 km ist die Pioneer-Anomalie entsprechend geringer, beeinträchtigt aber die Triangulation.
  • Die Pioneer-Anomalie wird hier auf eine Doppler-Disposition zurückgeführt. So kann beim Doppler-Effekt im allgemeinen Fall nicht mit einem konstanten Wellenträger gerechnet werden. Bei Luftschall ist vorrangig die Windgeschwindigkeit zu beachten. Eine zeitlich wechselnde Luftbewegung induziert neben der normalen, zusätzlich eine anomale Doppler-Verschiebung; insbesondere besteht bei einer Expansion der Luft ein ähnlicher Anomalie-Verlauf wie bei den Pioneer-Messungen. Zur Nachbildung einer solchen Anomalie wurde nach DE 10 2008 036 812.2 in die optische Doppler-Messung die kosmologische Expansion des Weltraumes eingeführt. Deren Kinematik ist durch den einzahligen Hubble-Parameter H gekennzeichnet, wonach im Abstand r eine Expansionsgeschwindigkeit u = Hr induziert wird. Die aus den Pioneer-Messungen ermittelte Hubble-Konstante H = 1,2·10–14 [1/s] bezieht sich auf die Dunkelmaterie als Träger der Doppler-Wellen und ist 104-mal größer als der für die sichtbaren Massen geltende, astronomische Hubble-Faktor H0. Eine Doppler-Messung bei einer Fluggeschwindigkeit v und mit der Frequenz f liefert in diesem Modell die Frequenzverschiebung ΔfMess = (–v/c + u/c)f. (c = Lichtgeschwindigkeit). Neben der regulären Doppler-Verschiebung ΔfNorm = –fv/c tritt zusätzlich eine anomale Frequenzverschiebung ΔfAnom = fu/c = fHr/c in Erscheinung. Mit der Korrekturvorschrift ΔfNorm = ΔfMess – ΔfAnom wird aus dem Rohwert ΔfMess der wahre Doppler-Wert ΔfNorm gebildet. Die einfachste Korrektur ΔfAnom = fH<r>/c besteht darin, für den Abstand von Satellit zur Erdoberfläche pauschal mit einer mittlere Entfernung <r> zu rechnen. In nächst bester Näherung ist im Mittelwert <r> die geografische Breite des Navigationsgerätes mit berücksichtigt. Bei der exakten Korrektur schließlich sind die Bahnen der Satelliten im Navigationsgerät gespeichert, so dass zusammen mit dem Messort die tatsächlichen Entfernungen r bekannt sind und gemäß ΔfAnom = fHr/c berücksichtigt werden können.
    • (ii) Um aus der aktuellen Messung des Torus-Geräusches die maßgebenden, gewichteten Kennwerte einer Straße, z. B. den Vorbeifahrt- oder den Texturpegel zu bestimmen, sind jeweils Spektralanalysen notwendig. Mit der Fast-Fourier-Analyse steht zwar ein ausreichend schnelles Verfahren zur Verfügung, dieses arbeitet aber nicht unmittelbar zeitgleich, sondern im Taktbetrieb. Gerade beim Fourier-Verfahren ist ein Signalimpuls innerhalb eines Taktes nicht lokalisiert. Einer Verkleinerung der Taktlänge zur besseren Ortsauflösung steht aber eine höhere Streuung gegenüber. In der Quantenphysik wird diese Abwägung als grundsätzliches physikalisches Phänomen, als Unschärferelation behandelt. – Auch der Übergang zur Wavelet-Analyse erscheint wenig Erfolg versprechend, so verhält sich das gebräuchliche Haar-Wavelet komplementär zu Fourier, es ist zwar ausreichend ortsgenau, ist dafür aber im Frequenzbereich schlecht lokalisiert.
  • Die analoge Datenverarbeitung dagegen bietet einfache Lösungen zur zeitgleichen Wiedergabe von frequenzgewichteten Kennwerten. Wird z. B. ein Resonator mit der Resonanzfrequenz f0 und einem Verlustfaktor η mit dem zu analysierenden Signal beaufschlagt, registriert dieser synchron die im Frequenzbereich Δf = ηf0 liegenden Signalenergie. Vorteilig ist weiterhin, dass der Resonator gegenüber der arithmetischen Frequenzstufung bei Fourier direkt eine geometrische Stufung entsprechend der in der Praxis benützten Terz- oder Oktavanalyse liefert. Um trotzdem Vorteil und Vielseitigkeit der digitalen Datenverarbeitung beibehalten zu können, werden hier digitale Resonatoren eingeführt. Diese Resonatoren können sehr engmaschig f0 = {foi} und mit verschiedenen Verlustfaktoren η = {ηk} realisiert werden, so dass bei der Bildung eines stabilen Mittelwertes nicht nur über Zeit, sondern auch über die benachbarten Frequenzen {foi}, Verlustfaktoren {ηk}, verschiedene Resonatortypen und verschiedene Anregungsarten gemittelt werden kann.
  • Der Modell-Resonator in 1 stellt einen Zusammenhang zwischen Analyse- und Resonator-Signal her und vermag aus einem als Streckenzug gegebenen Signal ein geometrisch gestuftes, kontinuierliches Frequenzspektrum zu liefern. In 2 liegt das zu analysierende Signal als Treppenkurve – als stückweise konstante Funktion – vor. In beiden Fällen wurde der Anschaulichkeit wegen das Signal s = s(t) als Wegerregung abgebildet. In beiden Fällen erfolgt die Eichung über definiertes Rauschen.
  • 1: Vorgegeben ist ein Resonator mit der Masse M, der Feder C und der Dämpfung D und habe die komplexe Eigenfrequenz f0(1 + iη). Dieser Resonator erfährt eine Wegerregung s(t) = (sn} gegeben durch eine Zeitreihe mit den Signalwerten sn im zeitlichen Abstand Δt. Die Berechnung des zeitlichen Schwingungsverlaufes y(t) = {yn} der Resonatormasse M bei vorgegebenem Wegverlauf s(t) ist eine klassische Grundaufgabe, für die es eine Reihe von Programmen gibt. Bei einer zeitverzögerten Berechnung sind zum aktuellen Zeitpunkt tn = nΔt mit dem Ausschlag yn nicht nur die Wegstörung sn sondern bereits die folgenden Störungen sn+1, sn+2 ... bekannt. Damit sind schneller konvergierende Algorithmen einsetzbar mit denen sich der hier interessierende Verlauf der Schwingungsenergie A = A(t) des Resonators in Abhängigkeit der Wegerregung s im Zeitbereich t berechnet werden kann.
  • In Frequenzbereich f hat der Resonator die Resistanz R = R(f) und nimmt die Leistung W auf R(f) = 2πηMf0f2/[(1 + f0/f)2(f – f0)2 + η2f2 dW = w(f)R(f)df
  • Die Schnelleintensität w = w(f) lässt sich auf das Fourier-Spektrum s(f) des Signals s(t) zurückführen, w = [2πfs(f)]2. Zur Integration wird die Variable z = f – f0 eingeführt, die bei z = 0, d. h. im Resonanzfall f = f0 ein ausgeprägtes, eng begrenztes Maximum hat. Mit guter Näherung können in diesem Bereich die Intensität w(f) → w(f0) und die Frequenz f → f0 als langsam veränderliche Größen als konstant angenommen werden. Damit erhält man die Leistung W und die gespeicherte Energie A des Resonators. W → π2w(f0)f0 2M[W] A → W/2πf0η[Ws]
  • Das hier mit der Resonanzfrequenz f0 exemplifizierte Verfahren kann mit f0 – f0m auf andere Resonanzfrequenzen f0m erweitert werden. Eine geometrische Frequenzstufung f0m = f0qm liefert mit q = 2 eine Oktav- und mit q = 21/3 eine Terzanalyse. (m = 1, 2, 3 ...). Stufung q und Verlustfaktor η sind unabhängig voneinander frei wählbar.
  • Der zeitliche Mittelwert A = <An>T aus den An-Werten steht wie oben gezeigt, in direktem Zusammenhang mit der spektralen Intensität w(f0) bei der Resonanzfrequenz f0 und kann mit einem definierten Rauschen geeicht werden. Eine Mittelungszeit T = 25 μs liefert die Impuls- und T = 125 μs eine Fast-Bewertung
  • 2: Wieder ist ein Resonator der Masse M, der Feder C und der Dämpfung D vorgegeben und wird hier durch eine als Treppenfunktion s = {sn} mit den Stufen Δsn+1 = {sn+1 – sn} angeregt. Mit Ausnahme der Sprungstellen führt der Resonator eine kräftefreie Schwingung mit der komplexen Resonanzfrequenz ω0 = ω' + iω'' und der reellen Amplitude a = a(t) aus. Es ist zweckmäßig die Amplitude a durch die gesamte Schwingungsenergie A = Akin + Apot = 2Apot des Resonator zu ersetzen. Mit Apot = ½a2 C wird die Amplitude a = √(A/C) und man erhält für den Ausschlag y = y(t) und die Schnelle y° = y°(t) y = √(A/C)sin(ω0t + φ) y° = ω0√(A/C)cos(ω0t + φ)
  • Ohne Einschränkung der Allgemeinheit erfolge zum Zeitpunkt t = 0 auf Grund der treppenförmigen Wegerregung Δs ein Sprung des Ausschlages y um Δy = Δs. Die Schnelle bleibt mit Δy° = 0 erhal ten, deshalb ebenso die kinetische Energie, ΔAkin = 0. Damit erfährt in linearer Näherung die gesamte Schwingungsenergie A eine Änderung ΔA und die Phase φ eine Änderung Δφ ΔA = 2√(AC)sinφΔs Δφ = √(C/A)cosφΔs
  • Nach der Sprungstelle n habe der Resonator die Schwingungsenergie An und die Phase φn. Während der Zeit Δtn führt der Resonator eine gedämpfte Schwingung aus wobei die Energie An entsprechend der Dämpfung ω'' exponentiell abnimmt und die Phase um Δφn anwächst. Der neue Zustand vor dem nächsten Sprung ist An' und φn'. An' = Anexp(–ω''Δtn) φn' = φn + ω'Δtn
  • Nach dem Sprung Δyn+1 = Δsn+1 = sn+1 – sn ist der Zustand An+1 und φn+1 An+1 = An' + 2√(An'C)sinφn'Δsn+1 φn+1 = φn' + √(C/An')cosφn'Δsn+1
  • Die sprunghafte Energieänderung ΔAn auf das Zeitintervall Δtn umgelegt ergibt die zu 1 analoge, vom Einmassen-Resonator aufgenommene Schwingungsleistung Wn = ΔAn/Δtn und steht im Gleichgewicht mit dem Dämpfungsverlust (An – An')/Δtn.
  • Damit ist ein Zyklus geschlossen und das Verfahren wiederholt sich. Die Sprungwerte ΔA und Δφ lassen ohne zeitaufwendige Iterations-Rechnung direkt aus einer zweidimensionalen Tabelle mit den Parametern Δs/a und φ ablesen. Da während einer Analyse die Resonanzfrequenz ω0 und der Zeitschritt Δt konstant bleibt, kann auch die Änderung während der ungestörten Schwingung im Zeitintervall Δtn mit in die Tabelle integriert werden. Der Hauptvorteil ist jedoch, dass anstelle der linearen Rechnung die Tabelle mit den exakten Werten belegt und so Rechenzeit gespart wird.
  • In den 1 und 2 war das zu analysierende Signal s = {sn} als Weg interpretiert. In derselben Weise kann s als Kraft bei einem digitalen Resonator mit Kraftanregung an der Masse M realisiert werden. Ebenso sind auch Schwinger mit komplexer Masse M = M' + iM'' und/oder komplexer Feder C = C' + iC'' als Frequenzanalysator einsetzbar. Um gewichtete Frequenzgänge nachzubilden kann anstelle eines Einmassen-Resonators auf Zwei- und Mehrmassen-Schwinger erweitert werden. Die Eigenschaft eines Bandpassfilters haben die sog. Tuned-mass-damper mit zusammenfallenden Resonanzfrequenzen. Hoch- und Tiefpass-Charakteristik haben aus Dämpfern D und Federn C bestehende Aggregate und Schwingungsabsorber mit Cut-off-Frequenzen. Da jeweils ein kausaler Zusammenhang zwischen Resonatorenergie A und dem spektralen Erregersignal s = s(f) besteht, können auch diese Anordnungen zur Frequenzanalyse eingesetzt werden.
  • Im Beispiel der 1 wurden die zeitdiskreten An- bzw. Wn-Werte den genormten Impuls-, Fast- bzw. Slow-Bewertungen entsprechend gemittelt. Je kleiner die Mittelungszeit ist desto störender sind die statistischen Pegelschwankungen und je größer desto mehr werden kurzzeitige Schallereignisse eingeebnet. Die schnelle Tabellenablesung nach 2 erlaubt Mittelungsverfahren, um auch kurzzeitige Signale mit beliebiger Genauigkeit und Zeitauflösung zu detektieren. Dazu werden parallel zum Resonator mit der Resonanzfrequenz ω0 = ω' + iω'' zusätzliche Resonatoren im – kleinen – Abstand Δω0 = Δωi' + iΔωk'' betrieben. Je größer die Zahl der verwendeten Parallel-Resonatoren desto genauer und unverrauschter ist deren Mittelwert.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 19726608 [0003]
    • - DE 102008036812 [0005]
  • Zitierte Nicht-Patentliteratur
    • - ISO-Norm 11819 [0001]
    • - ISO-Norm 11819 [0002]

Claims (13)

  1. Verfahren zur kontinuierlichen Bestimmung der akustischen Qualität von Straßen aus dem Geräusch im Torusraumes eines Glattreifen dadurch gekennzeichnet, dass mit einer Reihe von m digitalen Einmassen-Resonatoren mit Resonanzfrequenzen f0m = f0·qm und dem Stufenverhältnis q als, parallele Spektralanalysatoren für das Torus-Geräusch und mit spektralen Übertragungsfunktionen der 7,5m-Vorbeifahrtpegel und der Texturpegel als akustische Qualitätsmerkmale eines Straßenbelages ermittelt werden.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das als Streckenzug gegebene zeitdiskrete Torus-Signal s = {sn} als Wegerregung an der Feder eines Einmassen-Resonators der Resonanzfrequenz fm wirkt, daraus die Auslenkung und die momentane Resonatorenergie A = {An} und die momentan umgesetzte Leistung W = {Wn} mittels digitaler Integration bestimmt und der spektralen Leistungsdichte des Torus-Signals zugeordnet wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das als Treppenkurve gegebene digitale Torus-Signal s = {sn} als Wegerregung an der Feder eines Einmassen-Resonators der Resonanzfrequenz fm wirkt, daraus die Auslenkung und die momentane Resonatorenergie A = {An} aus den Wegsprüngen Δsn+1 = {sn+1 – sn} bestimmt nach der Vorschrift A'n = Anexp – (ω''Δtn) φ'n+1 = φn + ω'Δtn An+1 = A'n + 2√(AnC)sinφ'nΔsn+1 φn+1 = φ'n + √(C/A'n)sinφ'nΔsn+1 und die an der n.-ten Sprungstelle umgesetzte Leistung W = {Wn} Wn = 2√(An-1C)sinφn-1/Δtist der spektralen Leistungsdichte des Analyse-Signals zugeordnet.
  4. Verfahren nach Anspruch 3 dadurch gekennzeichnet, dass aus einer zweidimensionalen Tabelle mit den Parametern Δs/a und φ der Zustand ΔA, Δφ nach einer Sprungstelle Δs abgelesen wird.
  5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet, dass zur Verbesserung der Zeitauflösung parallel zu einem Resonator mit der Frequenz ω0 = ω' + iω'' weitere Resonatoren im Abstand Δω0m = Δωi' + iΔωk'' betrieben werden und deren Signale über i, k, m = 1, 2, 3 ... gemittelt werden.
  6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5 dadurch gekennzeichnet, dass zur Verbesserung der Zeitauflösung parallel zu wegerregten Resonatoren mit den Frequenzen ω0m = ωi' + iωk'' krafterregte Resonatoren mit dem Abstand Δω0m* = Δωi*' + iΔωk*'' betrieben und über i*, k*, m* = 1, 2, 3 ... gemittelt werden.
  7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zur Nachbildung von Frequenzgängen digitale Zwei- und Mehrmassen-Resonatoren eingesetzt werden.
  8. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zur Realisierung von Bandpassfiltern digitale Tuned mass damper mit zusammenfallenden Eigenfrequenzen eingesetzt werden.
  9. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zur Nachbildung von Hoch- und/oder Tiefpassfiltern digitale Aggregate bestehend aus Federn C und Dämpfern D eingesetzt werden.
  10. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zur Nachbildung von Hoch- und/oder Tiefpassfiltern digitale Schwingungsabsorber mit Cut-off-Frequenzen eingesetzt werden.
  11. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die digitalen Resonatoren, Aggregate und Schwingungsabsorber mit definierten Ton- und/der Rauschsignalen geeicht werden.
  12. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5 dadurch gekennzeichnet, dass zur Verbesserung der GPS-Ortung die wahre Doppler-Frequenzverschiebung ΔfNorm aus der gemessenen Doppler-Frequenzverschiebung ΔfMess bestimmt wird nach ΔfNorm = ΔfMess – ΔfAnom wobei der Korrekturbetrag ΔfAnom = fu/c = fHr/c die von der Doppler-Frequenz f, vom Abstand r zwischen Satellit und Navigationsgerät, der Lichtgeschwindigkeit c und dem Hubble-Expansionsfaktor H = 1,2·10–14 [1/s] abhängig ist.
  13. Verfahren nach dem Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass bei dem Korrekturbetrag ΔfAnom = fHr/c näherungsweise der Mittelwert <r> der Satellitenabstände verwendet wird.
DE200810046111 2008-09-05 2008-09-05 Bestimmung der akustischen Qualität von Straßen Withdrawn DE102008046111A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE200810046111 DE102008046111A1 (de) 2008-09-05 2008-09-05 Bestimmung der akustischen Qualität von Straßen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE200810046111 DE102008046111A1 (de) 2008-09-05 2008-09-05 Bestimmung der akustischen Qualität von Straßen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE102008046111A1 true DE102008046111A1 (de) 2010-03-11

Family

ID=41650739

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE200810046111 Withdrawn DE102008046111A1 (de) 2008-09-05 2008-09-05 Bestimmung der akustischen Qualität von Straßen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE102008046111A1 (de)

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19726608A1 (de) 1997-06-23 1998-12-24 Oskar Dr Bschorr Bestimmung des lärm- und fahrzeugtechnischen Zustandes von Fahrwegen
DE102008036812A1 (de) 2008-08-07 2010-02-11 Siemens Aktiengesellschaft Verfahren und Vorrichtung zur Segmentierung eines Objekts aus einem Bilddatensatz

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19726608A1 (de) 1997-06-23 1998-12-24 Oskar Dr Bschorr Bestimmung des lärm- und fahrzeugtechnischen Zustandes von Fahrwegen
DE102008036812A1 (de) 2008-08-07 2010-02-11 Siemens Aktiengesellschaft Verfahren und Vorrichtung zur Segmentierung eines Objekts aus einem Bilddatensatz

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
ISO-Norm 11819

Similar Documents

Publication Publication Date Title
Livingston et al. Spectral characteristics of medium‐scale equatorial F region irregularities
Owen et al. The application of auto–regressive time series modelling for the time–frequency analysis of civil engineering structures
Bridgelall Connected vehicle approach for pavement roughness evaluation
DE69002233T2 (de) Vorrichtung und verfahren zur eichung eines fühlersystems.
Klees et al. A comparison of global and regional GRACE models for land hydrology
Niu et al. Dynamic monitoring and data analysis of a long-span arch bridge based on high-rate GNSS-RTK measurement combining CF-CEEMD method
Kumar et al. Space weather effects on the low latitude D-region ionosphere during solar minimum
WO2019063379A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum bereitstellen von korrekturdaten zur satellitennavigation
DE19653020A1 (de) Vorrichtung zur Ermittlung einer Drehrate
DE102017110994A1 (de) Verfahren zur Bestimmung von Schneeparametern
Al-Hunaidi Analysis of dispersed multi-mode signals of the SASW method using the multiple filter/crosscorrelation technique
Al-Hunaidi et al. Analysis of multi-mode signals of the SASW method
DE69630816T2 (de) Doppler-radarhöhenmesser mit kompensierter verzögerung
DE102008057281A1 (de) Simulationsverfahren für das Betriebsverhalten eines Corioliskreisels
DE102015120596A1 (de) Messsystem mit resonanten Sensoren und Verfahren zum Betrieb eines Resonators
DE102008046111A1 (de) Bestimmung der akustischen Qualität von Straßen
CN105699971A (zh) 一种sar雷达运动目标成像方法
Kulkarni et al. Spatial variability of intra‐seasonal oscillations during extreme Indian monsoons
WO2018153553A1 (de) Verfahren zur bestimmung einer elektronendichteverteilung in der erdatmosphäre
Coward et al. Vehicle-induced seismic effects at a gravitational wave observatory
Stankov et al. GPS TEC forecasting based on auto-correlation analysis
DE102008024248B4 (de) Verfahren zur Erstellung von Feldstärkeprofilen zur Empfangserprobung von mobilen Funkempfängern
Oubrich et al. Reconstruction of axle load signal, measurement basis of static load of vehicle axles through the high speed weigh in motion system
Duda Earthquakes: magnitude, energy, and intensity
Herrmann et al. Interpretation of high frequency ground motion from regional seismic network observations

Legal Events

Date Code Title Description
8122 Nonbinding interest in granting licenses declared
R119 Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee

Effective date: 20110401