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DE102008045871A1 - Turbolader - Google Patents

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DE102008045871A1
DE102008045871A1 DE102008045871A DE102008045871A DE102008045871A1 DE 102008045871 A1 DE102008045871 A1 DE 102008045871A1 DE 102008045871 A DE102008045871 A DE 102008045871A DE 102008045871 A DE102008045871 A DE 102008045871A DE 102008045871 A1 DE102008045871 A1 DE 102008045871A1
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DE
Germany
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turbocharger
valve
actuator
waste gate
diverter valve
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Hanno Jelden
Jens Kühlmeyer
Werner Siebert
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Volkswagen AG
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Volkswagen AG
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Publication date
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    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
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    • F02B37/12Control of the pumps
    • F02B37/16Control of the pumps by bypassing charging air
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B37/00Engines characterised by provision of pumps driven at least for part of the time by exhaust
    • F02B37/12Control of the pumps
    • F02B37/18Control of the pumps by bypassing exhaust from the inlet to the outlet of turbine or to the atmosphere
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Abstract

Die Erfindung betrifft einen Turbolader (1) mit einem Wastegateventil (2) in einem Abgasstrom und einem Schubumluftventil (4) in einem Frischluftstrom, wobei das Wastegateventil (2) und das Schubumluftventil (4) jeweils ein elektromechanisches und/oder ein pneumatisches Stellgerät (6) aufweisen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen Turbolader (1) derart auszuführen, dass die Anzahl der Bauteile und somit die Produktionskosten sowie die Anzahl möglicher Fehlerquellen verringert werden und der Aufbau des Turboladers (1) vereinfacht wird. Die Aufgabe wird gelöst mit einem Turbolader (1), bei dem das Schubumluftventil (4) mittels des Stellgeräts (6) des Wastegateventils (2) bedienbar ist. Hierdurch ist es möglich, dass die Anzahl der Bauteile und somit die Produktionskosten sowie die Anzahl möglicher Fehlerquellen verringert werden. Durch die Bedienung des Schubumluftventils (4) mit dem Stellgerät (6) des Wastegateventils (2) wird der Aufbau des Turboladers (1) vereinfacht. Eine Kopplung der beiden Ventile ist möglich, da in einem Betriebszustand, in dem das Wastegateventil (2) vollständig öffnet, immer auch das Schubumluftventil (4) geöffnet wird. Mittels der Kopplung des insbesondere elektrischen Stellgeräts (6) des Wastegateventils (2) mit dem Schubumluftventil (4) im Überweg (9) des Stellgeräts (6) ist es möglich, das Erreichen der Pumpgrenze des Turboladers (1) bei geschlossener Drosselklappe der Verbrennungsmaschine automatisch zu verhindern. So kann auf ...

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Turbolader mit einem Wastegateventil in einem Abgasstrom und einem Schubumluftventil in einem Frischluftstrom, wobei das Wastegateventil ein Stellgerät aufweist.
  • Ein Turbolader dient der Leistungssteigerung von Verbrennungskraftmaschinen durch Erhöhung des Gemischdurchsatzes pro Arbeitstakt, was durch einen Verdichter im Frischluftstrom erreicht wird. Der Antrieb des Verdichters erfolgt durch die Energie des Abgasstroms, sodass keine Motorleistung für den Antrieb des Verdichters aufgewendet werden muss. Ein Turbolader besteht aus einer Abgasturbine im Abgasstrom, die über eine Welle mit einem Verdichter im Frischluftstrom verbunden ist. Die Turbine wird durch den Abgasstrom des Motors in Rotation versetzt und treibt so den Verdichter an. Der Verdichter erhöht den Druck im Frischluftstrom des Motors so, dass während des Ansaugtaktes der Verbrennungskraftmaschine eine größere Menge Luft in den Zylinder gelangt als bei einer Verbrennungskraftmaschine ohne Turbolader. Damit steht mehr Sauerstoff für die Verbrennung einer entsprechend größeren Kraftstoffmenge zur Verfügung. Dies führt zu einer Steigerung des Motormitteldrucks und des Drehmoments, was die Leistungsabgabe erhöht.
  • Prinzipbedingt dreht sich die Welle des Turboladers durch die antreibenden Abgasmengen mit steigender Motordrehzahl immer schneller. Je schneller sich die Turbine dreht, desto mehr Frischluft fördert der Verdichter, was durch die wachsende Abgasmenge wiederum die Turbine noch mehr antreibt. Letztlich steigt auch die Reibung in den Lagersitzen an und die Verdichterdrehzahl erreicht ein Drehzahlplateau. Auch kann der Verdichter seine Fördergrenze erreichen oder die mechanischen und thermischen Grenzen des Motors werden überschritten. Um die Abgabeleistung in praktikablen Grenzen zu halten, also die Aufladung des Motors zu begrenzen, bedarf es einer Regelung. Die einfachste Regulierung wird durch Abblasen überschüssiger komprimierter Luft im Frischluftstrom durch ein Überdruckventil realisiert. Eine mit weniger Nachteilen behaftete Variante der Regelung ist das Wastegateventil im Abgasstrom. Bei einem eingestellten Druck im Frischluftstrom wird das Wastegateventil durch ein Stellgerät geöffnet, sodass Abgas an der Turbine vorbei direkt in den Auspuff geleitet wird. Ein weiteres Ansteigen der Turbinendrehzahl wird so unterbunden.
  • Die variable Turbinengeometrie eines Turboladers dient dazu, die Leistungsabgabe und das Ansprechverhalten an unterschiedliche Betriebsbedingungen der Verbrennungskraftmaschine, zum Beispiel an Lastwechsel, besser anpassen zu können. Um das zu erreichen, befinden sich verstellbare, nicht rotierende Leitschaufeln im Turbineneintritt oder im Turbinengehäuse. Die Anstellwinkel der Leitschaufeln werden dabei so geregelt, dass bei geringem Abgasdurchsatz, aber hohem Leistungsbedarf das Abgas durch reduzierte Strömungsquerschnitte beschleunigt und auf die Turbinenschaufeln geleitet wird, was die Drehzahl der Turbine und somit die Leistung des Verdichters erhöht. Umgekehrt kann bei hohem Abgasdurchsatz und geringerem Leistungsbedarf durch große Querschnitte die Strömungsgeschwindigkeit verringert werden, was die Leistung des Verdichters vermindert.
  • Wird die Frischluftabnahme von der Verbrennungsmaschine unterbrochen, entsteht zwischen dem Verdichter und der Verbrennungsmaschine eine Drucksäule, die den Verdichter stark abbremst. Bei dauerhaft hohem Ladedruck kann der Turbolader daran Schaden nehmen. Um dieses uneffektive Abbremsen des Verdichters zu verhindern, wird der unter hohem Druck stehende Frischluftstrom von dem Schubumluftventil abgelassen. So kann sich der Lader frei weiterdrehen, ein erneuter Druckaufbau wird verkürzt und ein schnelleres Beschleunigen des Turboladers zugunsten eines besseren Ansprechverhaltens, beispielsweise nach einem Schaltvorgang, erzielt. Beim offenen System wird die überschüssige Frischluft nach außen abgeleitet. Bei einem geschlossenen System wird die überschüssige Luft zurück in den Ansaugkanal abgeleitet.
  • Für das Wastegateventil und das Schubumluftventil werden üblicherweise Membranventile und/oder Kolbenventile eingesetzt. Die Stellgeräte der Ventile sind häufig druckgesteuert, aber auch elektrisch gesteuerte Stellgeräte sind bekannt. Bei einem elektrisch gesteuerten Stellgerät kann das Ventil unabhängig vom Druck beliebig geöffnet oder geschlossen werden. Bisher werden das Wastegateventil von einem pneumatischen Stellgerät und das Schubumluftventil von einem elektrischen Stellgerät angetrieben.
  • Durch die Druckschrift US 4,893,474 ist es bekannt, dass in einem Turbolader mittels eines Verbindungsglieds zwischen den verstellbaren Leitschaufeln im Turbineneintritt oder im Turbinengehäuse eines Turboladers mit variabler Turbinengeometrie und dem Wastegateventil ein pneumatisches Stellgerät beide Einrichtungen bedienen kann.
  • Die Druckschrift US 6,543,228 B2 zeigt, dass zwei Ventile im Abgasstrom zur Regelung der der Turbine und einem Katalysator zugeführten Menge des Abgasstroms von einem Stellgerät, insbesondere mittels eines Verbindungsglieds zwischen den Ventilen, bedienbar sind.
  • Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zu Grunde, einen Turbolader der eingangs genannten Art derart auszuführen, dass die Anzahl der Bauteile und somit die Produktionskosten sowie die Anzahl möglicher Fehlerquellen verringert werden und der Aufbau des Turboladers vereinfacht wird.
  • Diese Aufgabe wird gelöst mit einem Turbolader gemäß den Merkmalen des Patentanspruchs 1. Die Unteransprüche betreffen besonders zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung.
  • Erfindungsgemäß ist also ein Turbolader vorgesehen, bei dem das Schubumluftventil und das Wastegateventil mittels eines einzigen gemeinsamen Stellgeräts bedienbar sind. Hierdurch ist es möglich, dass die Anzahl der Bauteile und somit die Produktionskosten sowie die Anzahl möglicher Fehlerquellen verringert werden. Durch die Bedienung des Schubumluftventils mit dem Stellgerät des Wastegateventils wird der Aufbau des Turboladers vereinfacht. Eine Kopplung der beiden Ventile ist möglich, da in dem Betriebszustand, in dem das Wastegateventil vollständig öffnet, immer auch das Schubumluftventil geöffnet wird. Dabei ist es günstig, dass der Turbolader für die Bedienung des Wastegateventils und des Schubumluftventils ein einziges gemeinsames Stellgerät aufweist. Durch die Nutzung des gemeinsamen Stellgeräts kann auf ein zusätzliches Stellgerät für das Schubumluftventil verzichtet werden. Der Turbolader weist ein mechanisches, elektromechanisches und/oder pneumatisches Stellgerät auf.
  • Vorteilhaft ist es, dass das Wastegateventil und das Schubumluftventil mittels eines Verbindungsgliedes mechanisch koppelbar sind. Hierdurch ist es möglich, dass das Schubumluftventil nur bei bestimmten Betriebszuständen des Wastegateventils geöffnet wird. Günstig ist auch eine Ausführungsform, bei der der Öffnungsgrad des Wastegateventils mittels des Stellgeräts einstellbar ist, wobei das Stellgerät einen Überweg aufweist. Das Stellgerät kann also bei vollständig geöffnetem Wastegateventil einen weiteren Weg, den Überweg, zurücklegen, welcher für die Bedienung des Schubumluftventils nutzbar ist. Dabei ist es günstig, dass das Schubumluftventil mittels des Überwegs des Stellgeräts zum Öffnen bedienbar ist.
  • Das Stellgerät ermöglicht es, dass das Schubumluftventil bei geschlossenem Wastegateventil geschlossen, bei einem Wastegateventil in Regellage geschlossen und bei vollständig geöffnetem Wastegateventil geschlossen, teilweise geöffnet oder vollständig geöffnet ist. Hierdurch ist es möglich, den Ladedruck des Frischluftstroms durch gleichzeitiges Öffnen des Wastegateventils und des Schubumluftventils zu verringern. Für das Schubumluftventil wird kein eigenes Stellgerät benötigt und somit die Anzahl der Bauteile, die Produktionskosten und die Anzahl möglicher Fehlerquellen des Turboladers verringert. Mittels der Kopplung des insbesondere elektrischen Stellgerätes des Wastegateventils mit dem Schubumluftventil im Überweg des Stellgeräts ist es möglich, das Erreichen der Pumpgrenze des Turboladers bei geschlossener Drosselklappe der Verbrennungsmaschine automatisch zu verhindern. So kann auf überraschend einfache Weise der Aufbau des Turboladers vereinfacht und gleichzeitig der Turbolader besser vor Schäden geschützt werden.
  • Die Erfindung lässt zahlreiche Ausführungsformen zu. Zur weiteren Verdeutlichung ihres Grundprinzips ist eine davon in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend beschrieben.
  • Diese zeigt in
  • 1 eine schematische Darstellung eines Turboladers für eine Verbrennungsmaschine;
  • 2 eine schematische Darstellung des Turboladers in einem Lastzustand;
  • 3 eine schematische Darstellung des Turboladers in einem Regelzustand;
  • 4 eine schematische Darstellung des Turboladers in einem Lastzustand bei geschlossener Drosselklappe;
  • 5 ein Verbindungsglied zwischen einem Wastegateventil und einem Schubumluftventil.
  • 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Turboladers 1 für eine hier nicht dargestellte Verbrennungsmaschine. Dabei wird ein Frischluftstrom 5 vom Luftfilter kommend (dargestellt durch Pfeil 12) von einem Verdichter 20 des Turboladers 1 komprimiert und druckbeaufschlagt zu der Verbrennungsmaschine geleitet (angedeutet mittels Pfeil 11). Der Abgasstrom 3 von der Verbrennungsmaschine, dargestellt durch Pfeil 10, treibt eine Turbine 21 des Turboladers 1 an und wird dann zu einem Katalysator geleitet (angedeutet durch Pfeil 13). Der Turbolader 1 weist darüber hinaus noch ein Wastegateventil 2 und ein Schubumluftventil 4 auf. Mittels des Wastegateventils 2 kann die Leistung des Turboladers 1 beeinflusst werden. Die 1 zeigt ein geschlossenes Wastegateventil 2. In dieser Funktionsstellung wird der gesamte Abgasstrom 3 durch die Turbine 21 des Turboladers 1 geführt. Diese Funktionsstellung wird gewählt, wenn die maximale Leistung des Turboladers 1 gefordert wird. Im Regelbetrieb ist das Wastegateventil 2 zu einem Teil geöffnet, sodass nur ein Teil des Abgasstroms 3 zum Antrieb der Turbine 21 genutzt wird. Der andere Teil des Abgasstroms 3 wird an der Turbine 21 vorbeigeleitet. Die Leistung der Turbine 21 und somit des Turboladers 1 ist abhängig von der Menge des zur Turbine 21 geleiteten Abgasstroms 3. Der Verdichter 20 ist mit der Turbine 21 über eine Welle 22 verbunden. Wird, beispielsweise durch Schließen einer Drosselklappe 8 der Verbrennungsmaschine, die Frischluftabnahme unterbrochen, entsteht zwischen dem Verdichter 20 und der Verbrennungsmaschine eine Drucksäule, die den Verdichter 20 stark abbremst. Bei dauerhaft hohem Ladedruck kann der Turbolader 1 daran Schaden nehmen. Um dieses uneffektive Abbremsen des Verdichters 20 zu verhindern, wird der in dem Bereich zwischen Verdichter 20 und der Verbrennungsmaschine unter hohem Druck stehende Frischluftstrom 5 von dem Schubumluftventil 4 in den Bereich zwischen Luftfilter und Verdichter 20 abgelassen. So kann sich der Turbolader 1 frei weiterdrehen, ein erneuter Druckaufbau wird verkürzt und ein schnelleres Beschleunigen des Turboladers 1 zugunsten eines besseren Ansprechverhaltens, beispielsweise nach einem Schaltvorgang, erzielt.
  • Die 2 bis 4 zeigen eine schematische Darstellung des Turboladers 1 in verschiedenen Arbeitszuständen. Das gezeigte Wastegateventil 2 wird von einem Stellgerät 6 betätigt, wobei die Linie 14 die Position des geschlossenen Wastegateventils 2 und die Linie 15 die Position des geöffneten Wastegateventils 2 andeutet. In einer Arbeitsachse mit dem Wastegateventil 2 ist das Schubumluftventil 4 angeordnet. Die Line 16 deutet die Position des geschlossenen Schubumluftventils 4 an, während die Linie 17 die Position des geöffneten Schubumluftventils 4 andeutet. 2 zeigt den Turbolader 1 in einem Lastzustand, wobei das Wastegateventil 2 und das Schubumluftventil 4 geschlossen sind. Der Pfeil 19 deutet die Bewegungsrichtung des Wastegateventils 2 beim Schließen an. 3 zeigt den Turbolader 1 in einem Regelzustand. Das Wastegateventil 2 wird von dem Stellgerät 6 in einer teilweise geöffneten Position gehalten. 4 zeigt den Turbolader 1 in einem Lastzustand bei geschlossener Drosselklappe 8. Durch die in 1 dargestellte geschlossene Drosselklappe 8 ist die Frischluftabnahme unterbrochen und es entsteht zwischen dem in 1 dargestellten Verdichter 20 und der Verbrennungsmaschine eine Drucksäule, die den Verdichter 20 stark abbremst. Da bei geschlossener Drosselklappe 8 vom Turbolader 1 keine Leistung mehr benötigt wird, öffnet das Stellgerät 6 das Wastegateventil 2 mit einer Bewegung in Richtung des Pfeils 18. Die Bewegung des Stellgeräts 6 wird auch bei vollständiger Öffnung des Wastegateventils 2 nicht unterbrochen, sodass der so entstehende Überweg 9 des Stellgeräts 6 das Schubumluftventil 4 öffnet. Durch das geöffnete Schubumluftventil 4 wird der unter hohem Druck stehende Frischluftstrom 5 an dem Verdichter 20 vorbeigeleitet. Somit erfolgt kein uneffektives Abbremsen des Verdichters 20 und der Turbolader 1 kann sich frei weiterdrehen.
  • 5 zeigt eine Ausführungsform des Turboladers 1 mit einem Verbindungsglied 7 zwischen einem Wastegateventil 2 und einem Schubumluftventil 4 in den in den 2 bis 4 beschriebenen Arbeitszuständen Lastzustand A, Regelzustand B und Lastzustand bei geschlossener Drosselklappe C. Die auf das Wastegateventil 2 wirkende Bewegung des Stellgeräts 6 wirkt mittels des Verbindungsgliedes 7 auch auf das Schubumluftventil 4.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - US 4893474 [0007]
    • - US 6543228 B2 [0008]

Claims (9)

  1. Turbolader (1) mit einem Wastegateventil (2) in einem Abgasstrom (3) und einem Schubumluftventil (4) in einem Frischluftstrom (5), wobei das Wastegateventil (2) ein Stellgerät (6) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Schubumluftventil (4) und das Wastegateventil (2) mittels eines einzigen, insbesondere gemeinsamen, Stellgeräts (6) bedienbar sind.
  2. Turbolader (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Turbolader (1) für die Bedienung des Wastegateventils (2) und des Schubumluftventils (4) ein einziges gemeinsames Stellgerät (6) aufweist.
  3. Turbolader (1) nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Wastegateventil (2) und das Schubumluftventil (4) mittels eines Verbindungsglieds (7) mechanisch koppelbar sind.
  4. Turbolader (1) nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Öffnungsgrad des Wastegateventils (2) mittels des Stellgeräts (6) einstellbar ist, wobei das Stellgerät (6) einen Überweg (9) aufweist.
  5. Turbolader (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Schubumluftventil (4) mittels des Überwegs (9) des Stellgeräts (6) zum Öffnen bedienbar ist.
  6. Turbolader (1) nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schubumluftventil (4) bei geschlossenem Wastegateventil (2) geschlossen ist.
  7. Turbolader (1) nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schubumluftventil (4) bei einem Wastegateventil (2) in Regellage geschlossen ist.
  8. Turbolader (1) nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schubumluftventil (4) bei vollständig geöffnetem Wastegateventil (2) geschlossen, teilweise geöffnet oder vollständig geöffnet ist.
  9. Turbolader (1) nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Turbolader (1) ein mechanisches, elektromechanisches und/oder pneumatisches Stellgerät (6) aufweist.
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