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Die
Erfindung bezieht sich auf eine Anlage zur In-Situ-Gewinnung einer
kohlenstoffhaltigen Substanz aus einer unterirdischen Lagerstätte
unter Herabsetzung von deren Viskosität. Eine solche Vorrichtung
dient insbesondere zur Förderung von Bitumen oder Schwerstöl
aus einem Reservoir unter einem Deckgebirge, wie es bei Ölschiefer
und/oder Ölsandvorkommen beispielsweise in Kanada gegeben
ist.
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Zur
Förderung von Schwerstölen oder Bitumen aus den
bekannten Ölsand- oder Ölschiefervorkommen muss
deren Fließfähigkeit erheblich erhöht
werden. Dies kann durch Temperaturerhöhung des Vorkommens
(Reservoirs) erreicht werden. Wird dazu eine induktive Heizung verwendet,
tritt das Problem auf, dass die elektrischen Hin- und Rückleiter
zur Speisung der in das Reservoir eingebrachten Induktoren, unbeabsichtigt
auch das Deckgebirge heizen. Die damit im Deckgebirge deponierte
Heizleistung stellt Verluste auf Kosten der Reservoir-Heizung dar,
die es zu vermeiden gilt.
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Die
Erhöhung der Fließfähigkeit kann zum
einen durch Einbringen von Lösungs- bzw. Verdünnungsmitteln
und/oder zum anderen durch Aufheizen bzw. Aufschmelzen des Schwerstöl
oder Bitumens erfolgen, wozu mittels Rohrsystemen, welche durch
Bohrungen eingebracht werden, eine Beheizung erfolgt.
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Das
am weitesten verbreitete und angewendete In-Situ-Verfahren zur Förderung
von Bitumen oder Schwerstöl ist das SAGD(Steam Assisted
Gravity Drainage)-Verfahren. Dabei wird Wasserdampf, dem Lösungsmittel
zugesetzt sein können, unter hohem Druck durch ein innerhalb
des Flözes horizontal verlaufendes Rohr eingepresst. Das
aufgeheizte, geschmolzene und vom Sand oder Gestein abgelöste
Bitumen oder Schwerstöl sickert zu einem zweiten etwa 5
m tiefer gelegenem Rohr, durch das die Förderung des verflüssigten
Bitumens oder Schwerstöl erfolgt, wobei der Abstand von
Injektor und Produktionsrohr abhängig von Reservoirgeometrie
ist.
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Der
Wasserdampf hat dabei mehrere Aufgaben gleichzeitig zu erfüllen,
nämlich die Einbringung der Heizenergie zur Verflüssigung,
das Ablösen vom Sand sowie den Druckaufbau im Reservoir,
um einerseits das Reservoir geomechanisch für Bitumentransport
durchlässig zu machen (Permeabilität) und andererseits
die Förderung des Bitumens ohne zusätzliche Pumpen
zu ermöglichen.
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Das
SAGD-Verfahren startet, indem für typischerweise drei Monate
durch beide Rohre Dampf eingebracht wird, um zunächst möglichst
schnell das Bitumen im Raum zwischen den Rohren zu verflüssigen.
Danach erfolgt die Dampfeinbringung nur noch durch das obere Rohr
und die Förderung durch das untere Rohr kann beginnen.
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In
der nichtvorveröffentlichten
deutschen Patentanmeldung AZ. 10 2007
008 292.6 mit älterem Zeitrang wird bereits angegeben,
dass das dazu üblicherweise verwendete SAGD-Verfahren mit
einer induktiven Heizvorrichtung komplettiert werden kann. Des Weiteren
wird in der nichtvorveröffentlichten
deutschen Patentanmeldung AZ. 10 2007
036 832.3 mit älterem Zeitrang eine Vorrichtung
vorbeschrieben, bei der in
5 parallel
verlaufende Induktoren- bzw. Elektroden-Anordnungen vorhanden sind,
die oberirdisch an den Oszillator bzw. Umrichter angeschlossen sind.
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Bei
den älteren, nicht vorveröffentlichten
deutschen Patentanmeldungen
AZ. 10 2007 008 292.6 und AZ.
10 2007 036 832.3 wird also vorgeschlagen,
den Dampfeintrag mit einer induktiven Beheizung der Lagerstätte
zu überlagern. Dabei kann gegebenenfalls weiter zusätzlich
auch noch eine resistive Beheizung zwischen zwei Elektroden erfolgen.
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Bei
den vorbeschriebenen Einrichtungen muss immer die elektrische Energie über
einen elektrischen Hinleiter und einen elektrischen Rückleiter
geführt werden. Dazu ist ein nicht unerheblicher Aufwand
notwendig.
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Bei
den älteren Patentanmeldungen werden einzelne Induktorpaare
aus Hin- und Rückleiter oder Gruppen von Induktorpaaren
in verschiedenen geometrischen Konfigurationen bestromt, um das
Reservoir induktiv zu erhitzen. Dabei wird innerhalb des Reservoirs
von einem konstanten Abstand der Induktoren ausgegangen, was bei
homogener elektrischer Leitfähigkeitsverteilung zu einer
konstanten Heizleistung entlang der Induktoren führt. Beschrieben
sind die räumlich eng beieinander geführten Hin-
und Rückleiter in den Abschnitten, in denen das Deckgebirge
(„Overburden”) durchstoßen wird, um dort
die Verluste zu minimieren.
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Eine
Variation der Heizleistung entlang der Induktoren kann, wie in den älteren
nicht vorveröffentlichten Anmeldungen beschrieben, speziell
durch abschnittsweise Injektion von Elektrolyten erfolgen, womit
die Impedanz verändert wird. Dies setzt entsprechend Elektrolytinjektionsvorrichtungen
voraus, die aufwendig in die Induktoren zu integrieren sind oder
zusätzliche kostspielige Bohrungen erfordern.
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Davon
ausgehend ist es Aufgabe der Erfindung, die vorbeschriebene Einrichtung
für eine induktive Beheizung zu optimieren und hinsichtlich
des Energieeintrages zu vereinfachen. Daneben soll der Leistungsverbrauch
selbst minimiert werden.
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Die
Aufgabe ist erfindungsgemäß durch die Gesamtheit
der Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst. Weiterbildungen
sind in den Unteransprüchen angegeben.
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Gegenstand
der Erfindung ist eine induktionsbeheizte Anlage, bei der die Hin-
und Rückleiter für die Induktorleitungen im Wesentlichen
vertikal geführt sind und einen geringen lateralen Abstand
von höchstens 10 m haben. Vorzugsweise ist der Abstand
aber geringer als 5 m. Dafür können im Deckgefüge
parallele Bohrungen in diesem Abstand vorhanden sein, so dass hierzu
Rückleiter einzeln geführt werden. Vorteilhafterweise
ist es möglich, von einem einzigen Bohrloch auszugehen,
in dem Hin- und Rückleiter gemeinsam geführt werden.
Dies hat den Vorteil, dass im vertikal geführten Bereich
praktisch keine elektrische Leistung verbraucht wird, da sich bei
den nahe zusammengeführten Leitern die elektromagnetischen
Wirkungen kompensieren.
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Bei
der Erfindung können also Hin- und Rückleiter
der Induktionsleiter separate, lateral nebeneinander geführte
Leitungen sein. Sie können auch miteinander verseilte Leitungen
und insbesondere auch Koaxialleitungen bilden. Insbesondere derartige
Koaxialleitungen können in einem eng daran angepassten
Bohrloch geführt werden.
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Insbesondere
bei letzterer Ausbildung ist am Ende der zusammengeführten
Leitungen eine Verzweigung (sog. Y-Junction) vorhanden. Die davon
abgehenden, horizontal geführten Induktorleitungen können
in gleiche, aber auch in entgegengesetzte Richtungen verlaufen.
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In
erfinderischer Weiterbildung können die in der Lagerstätte
horizontal verlaufenden Induktorleitungen bereichsweise unterschiedliche
Abstände haben. Insbesondere können dadurch Verluste
vermieden werden, indem in Bereichen, in denen keine induktive Heizung
notwendig und/oder erwünscht ist, die Leitungen wiederum
eng parallel geführt werden, so dass keine unnötige
Heizleistung verbraucht wird.
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Bei
der Erfindung ergeben sich unterschiedlichste Merkmalskombinationen
bzw. Möglichkeiten einer erfinderischen Weiterbildung.
Die wesentlichen Weiterbildungen sind nachfolgend im Einzelnen aufgeführt:
- 1. Die in einem Leitungspaar zusammengefassten
senkrecht verlaufenden Hin- und Rückleiter lassen sich – wie
bereits erwähnt – vorteilhafterweise in eine einzige
Bohrung, die bis ins Reservoir hinabreicht, einbringen, um erst
im Reservoir zu verzweigen (,Y-Junction'). Dabei kann das Hin-/Rückleiterpaar
verseilt oder koaxial ausgeführt sein und einzeln oder
zusammen – in einer zusammenhängenden Isolation – isoliert sein.
Die Verwendung eines einzigen Bohrlochs, das ins Reservoir hinabreicht,
ist auch für mehrer Hin-/Rückleiterpaare möglich.
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Daneben
ist mit der Erfindung eine spezialisierte, auf den jeweiligen Abschnitt
optimierte Ausführung der Leiteranordnung möglich.
Dabei kann ein erster Abschnitt – vom Oszillator bis zur
Verzweigung – beispielsweise durch HF-Litzenleiter besonders
verlustarm ausgeführt werden, bei evtl. verringerter Anforderung
an die Temperaturbeständigkeit. Ein zweiter Abschnitt wird
durch den als Induktor wirksamen einzeln isolierten Leiter gebildet.
Dabei sind erhöhte mechanische Anforderungen zur Installation
und erhöhte thermische Anforderung zum Betrieb zu berücksichtigen,
während geringe ohmsche Leiterverluste nachrangig sind.
Ein dritter Abschnitt wird durch die Elektrode gebildet, einem nichtisolierten
Leiterende, das aufgrund seiner Länge und z. B. mittels
umgebenden Salzwassers einen geringen Übergangswiderstand
zum Reservoir aufweist. Derartige Maßnahmen (,Saline injected
regions at non-isolated tips') sind bekannt und stellen damit eine
niederohmige Erdung dar.
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Um
die Aufsummierung des induktiven Spannungsabfalls entlang der gesamten
Leiterlänge zu verhindern, wird auch hier vorteilhafterweise
ein kompensierter Leiter mit einem resonanten Leitersystem und einem Serienresonanzkreis – wie
in den oben angegeben älteren Patentanmeldungen beschrieben
ist -verwendet.
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Die
Verwendung kompensierter Leiter ist im Abschnitt der im Reservoir
geführten Induktorenleitungen aufgrund seiner Länge
und des meist großen Abstands (> 5 m) zwischen den Induktoren zwingend
notwendig. In den Abschnitten I und III kann u. U. auf kompensierte
Leiter verzichtet werden, wenn die Abschnitte kurz (< 20 m) sind bzw.
der Abstand zwischen Hin- und Rückleiter sehr gering (< 0,5 m) ist. Sehr
geringer Abstand, und damit verbunden geringe Induktivitätsbelag
des Leitungsabschnitt liegt insbesondere bei verseilten oder koaxialen
Hin- und Rückleitern vor.
- 2. Bei der
Erfindung werden Leistungsgeneratoren benötigt. Eine günstige
Ausführungsform von Leistungsgeneratoren in dem betrachteten
Frequenzbereich sind Stromrichter – wie in oben erwähnten deutschen Patentanmeldung AZ
10 2007 008 292.6 im Einzelnen beschrieben ist. Stromrichter
liefern neben der Leistung bei der Grundfrequenz (Schaltfrequenz)
erhebliche Anteile höhere Harmonischer, d. h. Leistung
bei ganzzahligen Vielfachen der Grundfrequenz. Im Rahmen vorliegender
Erfindung wird in einer spezifischen Weiterbildung vorgeschlagen,
mehre benachbarte Hin-/Rückleiterpaare, die überwiegend
bei der Grundfrequenz resonant sind, und einige, die bei Harmonischen
resonant sind, parallel an einem oder einer Gruppe von Umrichtern
zu betreiben, so dass die Leistung der Umrichter auch bei den höheren
Harmonischen genutzt wird. Wegen der unmittelbaren Nähe
der Einspeisepunkte sind dazu besonders die multi-lateralen Bohrungen
geeignet.
- 3. Wesentlich sind bei der Erfindung die Zuordnung und Ausbildung
der Induktorleitungen. Der einzelne kompensierte Induktor besteht
aus abschnittsweise sich wiederholenden, kapazitiv verkoppelten
Leitergruppen, deren Induktivitäts- und Kapazitätsbeläge
sowie Länge die Resonanzfrequenz festlegt. Im vorliegenden
Zusammenhang werden solche Leiterquerschnittskonfigurationen vorgeschlagen,
deren Stromdichteverteilungen auf beiden Leitern rotationssymmetrisch
oder annähernd rotationssymmetrisch zur Induktorachse sind.
Dies ist bereits Gegenstand der älteren nicht vorveröffentlichten
Patentanmeldung der Anmelderin AZ 10 2008 012895.4.
- 4. Alternativ können die beiden endseitig geerdeten
Induktoren in unterschiedliche, beispielsweise entgegen gesetzte
Richtungen auseinanderstreben. Weiterhin wird vorgeschlagen, die
Induktoranordnung periodisch in x-Richtung und/oder periodisch in
y-Richtung fortzusetzen. In spezifischer Weiterbildung der Erfindung
wird vorgeschlagen, die Stromamplituden und Phasenlage benachbarter
Generatoren einstellbar zu machen, wozu ein Array aus Induktorleitungen
und Generatoren geeignet ist.
- 5. Das Array von Induktoren entsprechend Pkt. 4 ist geeignet,
das Reservoir großräumig zu beheizen. Erfindungsgemäß wird
vorgeschlagen, mehrere Injektions- und Produktionsröhren
senkrecht zur Orientierung (und unterhalb) der Induktoren anzuordnen.
Demzufolge brauchen die Induktoren nicht wie bisher meist beschrieben
parallel zu den Produktions- und Injektionsrohren verlaufen, sondern
unter einem Winkel, im speziellen senkrecht zum Produktionsrohr
orientiert – d. h. in Querrichtung. Dies erlaubt eine Variation
de Heizleistung entlang der Produktionsrohre und insbesondere einen
frühzeitigen Förderbeginn, da an den Kreuzungspunkten
von Induktoren und Produktionsrohren der Abstand zwischen diesen
sehr gering ist. Dabei ist die senkrechte Orientierung nur der Spezialfall.
Dieselben Vorteile ergeben sich bereits auch unter kleineren Winkel
zwischen Induktoren und Produktionsrohren.
- 6. Wenn eine Kühlung der Induktoren mittels z. B. Salzwasser
nicht erforderlich ist, kann Salzwasser alternativ mittels senkrechter
Bohrungen an die zu erdenden Induktorenden, d. h. Elektrodenabschnitte,
eingebracht werden. Weiterhin können Kühlmedium
und Elektrolyt (Salzwasser) unterschiedliche Flüssigkeiten sein.
Das Kühlmedium kann im Induktor zirkulieren (z. B. koaxial
verlaufende Hin- und Rückleitungen für das Kühlmedium)
und in einem geschlossenen Kühlkreis mit Wärmetauscher
umgewälzt werden. Hierzu wird nochmals auf die ältere
Anmeldung AZ 10 2007 008
292.6 verwiesen.
- 7. Die Salzwasserinjektion zur besseren Erdung einer Zeile eines
Induktor-Arrays entsprechend Pkt. 6 kann alternativ mittels eines
stellenweise geschlitzten Rohres, das durch eine Horizontalbohrung
eingebracht wird und senkrecht zu den Induktoren orientiert ist,
für mehrere Induktoren gemeinsam erfolgen.
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Alternativ
können im Rahmen der Erfindung die Elektroden-Abschnitte
auch in wasserführende Schichten außerhalb des
Reservoirs (oberhalb oder unterhalb) geführt werden, um
eine elektrisch gut leitenden Verbindung zum umliegenden Erdreich
zu realisieren, was mit geringerem apparativen Aufwand möglich ist.
Vielfach sind wasserführende Schichten in Over- und/oder
Underburden enthalten.
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In
erfinderischer Weiterbildung wird weiterhin vorgeschlagen, den Abstand
von Hin- und Rückleiter eines kapazitiv kompensierten Induktors
innerhalb des Reservoirs abschnittsweise zu variieren. Die Abstandsänderung
verursacht abschnittsweise unterschiedliche Induktivitätsbeläge
der Doppelleitung. Es wird vorgeschlagen, die Variation des Induktivitätsbelages
durch angepasste Resonanzlängen und/oder durch angepasste
Kapazitätsbeläge, beispielweise durch unterschiedliche
Dielektrikumsdicken, bei konstanten Resonanzlängen auszugleichen.
Es ist auch möglich, die Variation des Induktivitätsbelages
durch eine Kombination aus Kapazitätsbelagsänderung
und Anpassung der Resonanzlängen auszugleichen.
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Die
Verlegung von abstandoptimierten Induktoren im Reservoir kann nunmehr
angepasst an die geologischen Gegebenheiten im Reservoir bereits
zu Beginn der Förderung erfolgen. Sie kann gegebenenfalls
als Nachrüstung für bestehende bereits fördernde
Produktions- und Dampfinjektionsrohrpaare erfolgen.
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Die
Verlegung eines abstandsoptimierten Induktors kann auch zusätzlich
zu bereits vorhandenen Induktoren erfolgen. Dabei kann eine elektrische
Verschaltung mit Hin- oder Rückleitern früher
verlegter Induktoren erfolgen, wobei der Betrieb bei der Serienresonanz
durch Frequenzanpassung am Generator/Umrichter erfolgen kann. Die
Abstandsvariation kann in vertikaler und/oder horizontaler Richtung
erfolgen, womit eine Anpassung der Heizleistungsverteilung an die
Reservoirgeometrie möglich ist.
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Mit
letzterer erfinderischer Weiterbildung ergibt sich vorteilhafterweise
eine Homogenisierung der Heizleistung entlang der Induktoren für
abschnittsweise unterschiedliche elektrische Leitfähigkeiten
durch Abstandsanpassung. Dabei kann eine Induktorverlegung derart
erfolgen, dass groß ausgebildeten Dampfkammern horizontal
und/oder vertikal ausgewichen wird.
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Durch
die angegebene erfinderische Weiterbildung ist eine Vermeidung der
Durchdringung der vielfach am Anfang des Injektionsrohres ausgebildeten
Dampfkammer durch nach vorne verlagertem bzw. und/oder unter einem
stumpferen Winkel als 90° nach unten verlaufenden Induktors
möglich. Gegebenenfalls kann dabei die Installation des
Oszillators im Endbereich des Injektions- und Produktionsrohrpaares
erfolgen.
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Die
neue Anlage hat gegenüber den vom Stand der Technik vorbekannten
und auch gegenüber den in den ältern, nicht vorveröffentlichten
Patentanmeldungen vorbeschriebenen Anlagen bzw. Vorrichtungen erhebliche
Vorteile. Diese sind im Einzelnen:
- Zu 1: Die Magnetfelder
der in geringem Abstand geführten entgegensetzt bestromten
Hin- und Rückleiter kompensieren sich nahezu vollständig,
so dass bereits in unmittelbarer Umgebung im Deckgebirge (,Overburden') nur
noch kleine Wirbelströme induziert werden und damit die
Verlustleistung drastisch reduziert wird. Dabei ist die koaxiale
Ausführung von Hin- und Rückleiter aus Verlustleistungssicht
ideal, erfordert jedoch erhöhten Aufwand an der Verzweigung.
Bei der koaxialen Anordnung ist die Umgebung vollständig
feldfrei. Dies erlaubt insbesondere auch die Verwendung von elektrisch
leitfähigen und magnetischen Werkstoffen (Stahl) für
eine Umhüllung des Hin-/Rückleiterpaares bzw.
einer Auskleidung der Bohrung mit Stahlrohren im Abschnitt des Leiterpaares.
Weiterhin wird eine Bohrung eingespart. Weiterhin wird die Abstrahlung
elektromagnetische Wellen erheblich reduziert und die Schirmung
des Oszillators am Einspeisepunkt kompakter bzw. erleichtert, was
den Expositionsbereich, in dem sich kein Betriebspersonal aufhalten
darf, verkleinert.
- Zu 2: Es ergibt sich eine beachtliche Einsparung an Bohrungen
unter Beibehaltung des unter Pkt. 1 angegebenen Vorteils. Die dazu
benötigte Bohrtechnik ist zwischenzeitlich entwickelt und
als ,multi-lateral drilling' bekannt. Weiterhin kann ein Oszillator
aufgrund der räumlichen Nähe wechselweise an verschiedenen
Induktoren betrieben werden, bzw. mehrere Oszillatoren zeitweise,
z. B. in während der Vorheizphase, auf einen Induktor zusammengeschaltet
werden. Wiederum verringert sich der Schirmungsaufwand, wenn mehrer
Oszillatoren in einer Schirmkabine betreiben werden können.
- Zu 3: Die Erdung der Leiterenden führt zum elektrischen
Schließen der Leiterschleife, ohne dass eine direkte elektrische
Verbindung der Leiterenden notwendig wird. Damit erfordert die Leiterkonfiguration
keine besonderen Bohrtechniken, sondern kommt mit den vorhandenen
Standardbohrtechniken aus. Der isolierte Induktor-Abschnitt hält
den Strom im Leiter und verhindert den vorzeitigen Kurzschluss über
das Reservoir, was eine gleichmäßige Verlustverteilung
entlang des Induktors ermöglicht. Man kann die Verlustverteilung,
die mittels 3d-EM Simulation ermittelbar ist, in der Ebene auf Tiefe
des Induktors darstellen. In einem konkreten Beispiel (10 kHz, 707
A rms) verteilen sich die ins Erdreich eingebrachten Verluste wie
folgt: 0,3% beim Hin-/Rückleiterpaar (Abschnitt A), 96,5%
beim Induktor (Abschnitt B) und 3,2% um die Leiterenden (Abschnitt
C).
- Zu 4: Damit werden Wellenlängeneffekte vermieden, die
sonst zu Stromvariationen entlang der Leiter und damit zu entsprechender
Variation der Verlustleistungsdichte führen würden.
- Zu 5: Die Leistung in den höheren Harmonischen der
Umrichtergeneratoren kann zur Reservoirheizung genutzt werden, die
anderenfalls als Verluste im Umrichter anfallen würden
und diesen sogar zerstören könnten.
- Zu 6: Die rotationssymmetrische Stromverteilung liefert, für
den Fall, dass in einem gewissen Radius um die Induktorachse kein
Stromdichte vorliegt, ein feldfreies Induktorinneres, das zur Hindurchleitung
des Salzwassers oder zur mechanischen Verstärkung des Induktors
durch z. B. ein Stahlseil genutzt werden kann, ohne dass dabei im
Salzwasser bzw. Stahlseil Wirbelstromverluste auftreten, d. h. ohne
dass eine weitere Erwärmung des Induktors auftritt.
- Zu 7: Bei auseinander strebenden Induktoren wie auch bei Fortsetzung
in x-Richtung und parallel verlaufenden Injektions- und Produktionsröhren
braucht die Induktorlänge nur einen Bruchteil der Länge
der Röhren zu haben, was bei Herstellung, Installation
(max. Einbringlänge ist von Steifigkeit des Induktors abhängig
und evtl. geringer als von Röhren) und Betrieb (Herabsetzung
der Spannungsanforderungen an die Generatoren und Herabsetzung der
Druckanforderungen zur Salzwasserinjektion) vorteilhaft ist. Die
Einstellbarkeit der Pha Senlage der Generatoren relativ zueinander
erlaubt die Beeinflussung der Rückströme durch
das Reservoir und damit der Verlustleistungsdichteverteilung im
Reservoir.
- Zu 8: Die von den Induktoren induzierten elektrischen Felder
verlaufen parallel zu diesen und damit bei der vorgeschlagenen Orientierung
senkrecht zu den Injektions- und Produktionsröhren. Damit
kann eine weitgehende induktive Entkopplung von Induktoren und Röhren
erreicht werden, womit Spannungen auf den Röhren, Wirbelstromheizung
in der unmittelbaren Umgebung der Röhren sowie die Beeinflussung
bzw. Störung von elektrischer Ausstattung (wie Sensoren)
in/an den Röhren verhindert oder zumindest stark vermindert
werden.
- Zu 9: Die Herstellung und die Betriebssicherheit der Induktoren
werden vereinfacht, wenn keine Vorrichtung zur Salzwasserleitung
vorgesehen werden muss. Andererseits verringert sich die Zahl der
zusätzlichen (senkrechten) Bohrungen, die zur Injektion
des Salzwassers benötigt wird, wenn die Elektrodenabschnitte
dicht zusammengeführt werden.
- Zu 10: Die vorzugsweise erfolgende Zusammenfassung von elektrischem
Hin- und Rückleiter und Einbringen in eine Bohrung spart
in der Praxis erhebliche Bohrkosten.
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Es
kann eine abschnittsweise angepasste Heizleistungsstärke
erzeugen werden. In den vorwiegend vertikalen Abschnitten sind Hin-
und Rückleiter eng beieinander geführt. Damit
können sehr geringe induktive Heizleistungen in der umgebenden
Deckschicht (,Overburden') von beispielsweise nur 2,5 W/m (5:
Tabelle Zeile 1, Distance 0,25 m) erhalten werden, was wünschenswert
ist, da Heizung des Deckschicht nicht beabsichtigt ist. In den Abschnitten
2 bis 7 werden die Hin- und Rückleiter mit verschiedenen
Abständen geführt, womit die Heizleistungsstärke
an den jeweiligen Abschnitt angepasst werden kann. Je größer
der Abstand desto höher der Heizleistung pro Länge.
In Tabelle (5) sind Heizleistungen für ein
typisches Reservoir für unterschiedliche Abstände
von Hin- und Rückleiter gelistet, die sich bei Bestromung
mit 825 A (peak) @ 20 kHz ergeben. Die heutige Bohrtechnik erlaubt
die Abstände bis auf 5 m zu reduzieren, womit sich eine
Variation der Heizleistung in dem betrachteten Reservoir um den
Faktor 80 erzielen lässt (111 W/m mit 5 m Abstand, 8874 W/m
mit 100 m Abstand) bei gleicher Bestromung der Abschnitte, was aufgrund
der Reihenschaltung zwingend ist. Damit ist eine auf geologischen
und fördertechnischen Gegebenheiten des Reservoirs abschnittsweise
angepasste Heizleistungseinbringung möglich.
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In
der Tabelle weiter unten sind die Induktivitätsbeläge
einer Doppelleitung aus Hin- und Rückleiter des Induktors
angegeben. Diese variieren in Abhängigkeit vom Abstand.
Dabei ist der Einfluss unterschiedlicher Reservoir-Leitfähigkeiten
sehr gering. Der Induktor als ganzes stellt eine Serienschaltung
von Serienresonanzkreisen dar. Ein Serienkreis wird durch den Leitungsabschnitt
mit der Resonanzlänge gebildet. Idealerweise sind alle
Serienkreise bei derselben Frequenz resonant. Damit werden die geringsten
Spannungen entlang des Induktors erhalten. Abschnittsweise variierte
Abstände führen bei Induktoren konstanter Resonanzlänge zu
abschnittsweise unvollständiger Kompensation, was mit erhöhte
Anforderungen an die Spannungsfestigkeit des Dielektrikum zwischen
Filamentgruppen führt, was schlimmstenfalls zu Durchschlägen
und Zerstörung des Induktors führen kann. Abhilfe
ist zu schaffen, indem die Resonanzlänge und damit die
Kapazität dieses Abschnittes an den dort vorliegenden Induktivitätsbelag
angepasst werden.
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Bei
der Erfindung kann der Kapazitätsbelag vorteilhafterweise
leicht an den jeweiligen Induktivitätsbelag angepasst werden,
womit ohne Änderung der Resonanzlänge wiederum
abschnittsweise dieselbe Resonanzfrequenz eingestellt werden kann.
Auch mit einer Kombination von letzterer Maßnahme kann
das Ziel minimaler Spannungsanforderung abschnittsweise erreicht
werden.
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Wenn
die geologischen Gegebenheiten im Reservoir gut bekannt sind, kann
darauf abgestimmt die Induktorverlegung mit abschnittsweise an den
Heizleistungsbedarf angepassten Abständen erfolgen. Dies kann
praktisch zeitgleich mit der Einbringung der Dampfinjektions- und
Produktions-Rohre für SAGD erfolgen, so dass die induktive
Heizung bereits für die Vorheizphase zur Verfügung
steht.
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Vorteilhaft
kann auch folgende Vorgehensweise sein: Der SAGD-Prozess wird zunächst
einige Monate bis Jahre ohne EM-Unterstützung gefahren.
Die Dampfkammern sind bereits ausgebildet. Variationen der Dampfkammerausdehnung
entlang der Dampfinjektions- und Produktions-Rohre sind im Allgemeinen
unerwünscht, da sie zu einem vorzeigen Dampfdurchbruch
in einzelnen Abschnitten führen können („Steam
breakthrough region”). Ist ein solcher Dampfdurchbruch
erfolgt, kann und Umständen das in den übrigen
Abschnitten des Reservoirs noch befindliche Bitumen nicht mehr wirtschaftlich
(Steam to Oil Ratio (SOR) < 3) gefördert
werden, womit große finanzielle Verluste verbunden sein
können. Solche Verluste können vermieden werden,
wenn lange bevor ein Dampfdurchbruch erfolgt, die induktive Heizung
zur Regulation der Dampfkammerausdehnung genutzt wird. Dazu kann
angepasst auf die abschnittsweise erforderliche induktive Zusatzheizleistung
die abstandsoptimierte Induktorverlegung erfolgen. Mit dieser Nachrüstlösung
kann die Ausbeute bestehender SAGD-Felder erfolgen.
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Bei
den konkreten Ausführungsbeispielen mit den zugehörigen
Figuren weiter unten sind die Induktoren innerhalb des Reservoirs
in derselben Tiefe dargestellt und die Abstandsänderung
wird ausschließlich in horizontaler Richtung bewerkstelligt.
Eine Verlegung von Hin- und Rückleiter eines Induktors
kann auch in unterschiedlichen Tiefen erfolgen, wenn die damit erzielte
Heizleistungsverteilung und/oder die Verlegung der Induktorleitungen
damit günstiger werden, beispielsweise aufgrund geringerer
Bohrkosten, die sich wegen weicheren Gesteinsformationen oder anderer
geologischer Randbedingungen ergeben können.
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Liegen
abschnittsweise unterschiedliche elektrische Leitfähigkeiten
im Reservoir vor, so kann die Heizleistungsdichte homogenisiert
werden, indem der Induktorabstand angepasst wird. In Tabelle ist
dazu ein Beispiel angegeben. Sollen 4 kW/m in einem Reservoir-Abschnitt
mit spezifischem Widerstand von 555 Ohm·m eingebracht werden,
hat bei dieser Beispielgeometrie der Induktorabstand 50 m zu betragen.
Beträgt die elektrische Leitfähigkeit in einem
anderen Abschnitt des Reservoirs nur die Hälfte, so ist
der Induktorabstand auf 67 m zu erhöhen, um wiederum 4
kW/m Heizleistung einzubringen.
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In
bestimmten Sektionen können Hin- und Rückleiter
vorteilhafterweise eng beieinander geführt werden, wenn
dort nur geringer Heizleistungsdichten erforderlich sind. Damit
verlaufen Hin- und Rückleiter eventuell durch die Dampfkammer
und sind den dort herrschenden hohen Temperaturen (beispielsweise
200°C) ausgesetzt, was zu vorzeitigen Alterung des Induktors
und damit zur Verringerung der Lebensdauer führen kann.
Dies kann vermieden werden, wenn wie in Sektion VI dargestellt,
der Bereich der Dampfkammer horizontal und/oder vertikal umgangen
wird.
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Vielfach
wächst beim SAGD-Verfahren am Begin des horizontalen Abschnitts
die Dampfkammer schneller als in den weiter vorne liegenden Abschnitten,
da die Dampftemperatur nahe des Einleitungspunkts, am heißesten
ist und der Dampfdruck am höchsten ist. Das führt
vielfach zur Ausbildung einer großen Dampfkammer. Daher
kann es sinnvoll sein dort auf eine zusätzliche induktive
Heizung zu verzichten, auch um vorzeitige Dampfdurchbrüche
zu vermeiden. Dazu kann der Oszillator nach vorne verlagert werden,
so dass der Induktor die Dampfkammer am Beginn nicht zu durchlaufen
braucht.
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Gleiches
kann erreicht werden, wenn der Induktor unter einem stumpferen Winkel
nach unten geführt wird, wenn der Oszillator weiterhin
nahe der Injektions- und Produktionsrohre installiert werden soll.
Vorteilhaft ist, dass Induktorlänge und damit verbundene
Bohrkosten eingespart werden können. Weiterhin wird die
vorzeitige Alterung des Induktors im Bereich der ersten Dampfkammer
vermieden.
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Bei
der Erfindung sind Induktoranordnungen möglich, bei der
die Schleife unterirdisch geschlossen ist, was mit weiterentwickelten
Bohrtechniken erfolgen kann. Der Oszillator kann dabei wie dargestellt
im Endbereich des Rohrpaares installiert werden oder wie in den
vorigen Figuren in der Nähe des Anfang der Rohrpaare (sog.
Well-Heads). Die unterirdisch geschlossen Leiterschleife mit Aussparung
der Dampfkammer spart Induktorlänge und damit Kosten.
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Weitere
Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Figurenbeschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der
Zeichnung in Verbindung mit den Patentansprüchen.
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Es
zeigen jeweils in schematischer und teilweise perspektivischer Darstellung
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1 eine Ölsand-Lagerstätte
aus mehreren Elementarbereichen mit mehreren Leiteranordnungen zur
induktiven Reservoir-Heizung und einem Förderrohr,
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2 eine
Leiteranordnung zur induktiven Reservoir-Heizung mit geerdeten Induktoren,
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3 eine
Anordnung entsprechend 2 mit abschnittsweise verschiedenen
Abständen der Induktorleitungen,
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4 die
Aufsicht einer Induktoranordnung gemäß 3 mit
acht Sektionen unterschiedlicher Leiterabstände,
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5 den
schematischen Aufbau eines kompensierten Induktors mit verteilten
Kapazitäten,
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6 den
Querschnitt eines Multifilamentleiters mit zwei Filamentgruppen,
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7 eine
Aufsicht auf eine Anordnung mit einer groß ausgebildeten
Dampfkammer am Anfangsabschnitt des Injektionsrohres und einer davon
verlagerten Oszillatorposition,
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8 eine
von 7 abgewandelte Aufsicht mit Oszillatorposition
im Endbereich des Rohrpaares und unterirdisch geschlossener Leiterschleife,
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9 eine
Anordnung zur induktiven Reservoir-Heizung mit in entgegen gesetzten
Richtungen verlaufenden und geerdeten Induktoren und
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10 einen
Ausschnitt aus einem zweidimensionalen Induktor-Oszillator-Array
mit abschnittsweise zusammengeführten Elektrodenabschnitten
zwecks Erdung.
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Bei
den einzelnen Figuren haben gleiche Elemente gleiche bzw. sich entsprechende
Bezugszeichen. Die Figuren werden teilweise gemeinsam beschrieben.
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In
den dreidimensionalen Darstellungen eines Flözes mit Ölreservoir
entsprechend den 1 bis 3 sowie 6, 9 und 10 bedeutet 100 jeweils
eine Elementareinheit des Reservoirs, das jeweils für die
Einzelbeschreibungen der weiteren Figuren betrachtet wird. Eine
solche Elementareinheit ist in beide horizontale Richtungen des
Flözes beliebig wiederholbar.
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Letzteres
geht beispielsweise aus der 1 hervor:
Ein unter Tage liegendes Ölsand-Vorkommen (Flöz)
bildet das Reservoir, wobei sich hintereinander bzw. nebeneinander
sich Elementareinheiten 100 einer Länge l, Höhe
h und Dicke w ergeben. Über dem Reservoir 100 befindet
sich eine Deckgebirgsschicht 105 („Overburden”)
mit Dicke s. Entsprechende Schichten („Underburden”)
befinden sich unter dem Reservoir 100, sind aber in 1 nicht
im Einzelnen gekennzeichnet.
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Beim
bekannten SAGD-Verfahren sind auf dem Grund des Reservoirs 100 im
Wesentlichen übereinander ein Injektionsrohr zum Einbringen
von Dampf, durch den die Viskosität des Bitumens oder Schwerstöls erniedrigt
wird, und ein Förder- bzw. Pro duktionsrohr vorhanden. Das
Produktionsrohr ist in 1 mit 102 bezeichnet,
während ein Injektionsrohr hier nicht dargestellt und gegebenenfalls
auch überflüssig ist. Bereits vorgeschlagen wurde,
zur elektrischen Beheizung des Reservoirs 100 Leitungen
und/oder Elektroden vorzusehen. Speziell zur induktiven Beheizung
sind in 1 die Leitungen als Induktorleitungen 10, 20 ausgeführt. Die
Induktorleitungen 10, 20 sind im Reservoir 100 im
vorgegebenen Abstand a1 im Wesentlichen
parallel und horizontal geführt.
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Wesentlich
ist in 1 dass Produktionsrohr 102 und Induktorleitungen 10, 20 nicht
in gleiche Richtung verlaufen, sondern insbesondere einen rechten
Winkel bilden. Es können auch andere Winkel, d. h. Orientierungen
von Induktorleitungen und Produktionsrohren, vorliegen. Damit lässt
den geologischen Randbedingungen Rechnung tragen.
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Den
sich wiederholenden Einheiten 100 ist jeweils ein Oszillatoreinheit 60, 60',
... als HF-Leistungsgenerator über Tage zugeordnet, von
denen die elektrische Leistung erzeugt wird und über Hin-
und Rückleiter in die Induktoren eingespeist wird. Dazu
müssen Hin- und Rückleiter durch das Deckgebirge
senkrecht in das Reservoir geführt werden. Sofern der Abstand
a2 von Hin- und Rückleiter im vertikalen
Bereich möglichst gering ist und a1 > a2 gilt, erfolgt keine Beheizung und
es wird Energie eingespart.
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In 1 sind
dafür zwei Bohrungen 12, 12' vorhanden,
die einen Abstand von weniger als 10 m haben. Dies ist gering im
Vergleich zu den Dimensionen des Reservoirs und insbesondere der
Länge der Induktorleitungen 10, 20. In
der einen Bohrung wird der Hinleiter und in der anderen Bohrung
der Rückleiter geführt, wobei im Reservoir beim Übergang
zu den Induktorleitungen eine Aufweitung auf einen mehrfachen Abstand
vorgenommen wird.
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Statt
in separaten parallelen Bohrungen können Hin- und Rückleiter
auch in einer einzigen Bohrung geführt werden, womit sich
die Möglichkeit eines noch geringeren Abstandes ergibt.
In einem einzigen Bohrloch können die Hin- und Rückleiter
miteinander verseilt werden oder auch ein Koaxialkabel bilden, das
im Reservoir verzweigt wird.
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In
den 1, 2 sowie 6 bis 8 ist
jeweils ein Koordinatensystem mit den Koordinaten x, y und z eingezeichnet,
das die bergmännische Orientierung erleichtert. Das Koordinatensystem
kann auch eine andere Orientierung haben.
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Speziell
anhand 2 ist verdeutlicht, dass unterhalb des Erdbodens
zunächst ein Bereich 105 mit Deckgebirge, anschließend
eine Lagerstätte mit einem Reservoir 100 an Bitumen
und/oder Schwerstöl und darunter ein für Öl
undurchlässiger Bereich 106, das so genannte Grundgebirge,
folgen. Solche Boden- bzw. Gesteinsformationen sind für Ölschiefer-
bzw. Ölsandlagerstätten typisch.
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Gemäß 2 wird
von einem Oszillator 60 als Hochfrequenzgenerator, der über
Tage steht, elektrische Energie in die Lagerstätte 100 hineingebracht.
Dafür ist in diesem Fall eine einzige Vertikalbohrung 12 vorhanden,
die bis in den Bereich des Reservoirs 100 verläuft
und dort in zwei horizontale Bohrungen übergeht, die nicht
im Einzelnen gekennzeichnet sind. Von außerhalb des Deckgebirges
sind weiterhin Mittel zum Einbringen von in Wasser gelöstem
Salz (so genannte Saline) vorgesehen, welche geeignete Leitfähigkeitseigenschaften
haben.
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In
die Vertikalbohrung 12 ist ein Leiterpaar mit einem gemeinsamen
elektrischen Hin- und Rückleiter 5 eingebracht,
wobei die endseitigen Enden von Hin- und Rückleiter mit
dem Oszillator 60 als Energiewandler verbunden sind. Die
anderen Enden verlaufen bis zum Reservoir 100.
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Beim
Erreichen des Reservoirs 100 verzweigt sich das Hin-/Rückleiterpaar 5.
Dafür ist eine so genannte Y-Verzweigung 25 vorhanden.
Von der Y-Verzweigung 25 ausgehend verlaufen im Reservoir 100 die
Induktorleitungen 10 und 20 horizontal und parallel
im Reservoir 100 und bis in den Bereich der salzinjizierten
Region, in welchem die Leitungen 10 und 20 nicht
isoliert sind und als elektrische Induktoren wirken. Insbesondere
im Bereich der Induktorleitungen 10, 20 soll sich
also die Induktionsheizung ausbilden.
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Mit
einer solchen Einrichtung wird die Verlustleistung erheblich reduziert,
da sich die Magnetfelder der in geringem Abstand geführten
entgegengesetzt bestromten Hin- und Rückleiter sich im
Bereich A nahezu vollständig kompensieren. Das zusammengefasste
Hin- und Rückleiterpaar kann beispielsweise als Koaxialleitung 5 ausgebildet
sein. Insbesondere bei der koaxialen Anordnung ist die Umgebung
eines solchen Leiterpaares vollständig feldfrei. Dies erlaubt
dann die Verwendung von elektrisch leitfähigen und magnetischen Werkstoffen
für eine Umhüllung des Hin-/Rückleiterpaares
bzw. einer Einfassung der vertikalen Bohrung 12 mit Stahlrohren.
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Die
Ausbildung der Y-Verzweigung 25 erfolgt in elektrotechnisch
bekannter Art und Weise, auf die im vorliegenden Zusammenhang nicht
näher eingegangen wird.
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Da
die Abstrahlung elektromagnetischer Wellen im Bereich des senkrechten
Bohrloches 12 erheblich reduziert ist, kann die Schirmung
des Oszillators 60 am Einspeisepunkt kompakter ausgebildet
sein. Dies erweist sich als vorteilhaft für den so genannten
Expositionsbereich, in dem sich kein Betriebspersonal aufhalten darf.
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In
den Figuren ist das eigentliche Produktionsrohr mit 102 angedeutet.
Dies ist in üblicher Weise gemäß dem
Stand der Technik so ausgebildet, dass sich darin das verflüssigte
Bitumen sammelt, wonach es in bekannter Weise abgesaugt wird.
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Am
Ende der beiden Leiter 10 und 20 ergibt sich gemäß 1 jeweils
ein in etwa zylindrischer salzbeeinflusster Bereich 11/12,
der für die elektrische Leitfähigkeit und damit
die induktive Heizwirkung von besonderer Bedeutung ist. Es wird damit
die Wirkung einer niederohmigen Erdung der Induktoren erreicht,
ohne dass diese über eine separate Leiterschleife unter-
oder über Tage miteinander verbunden sein müssen.
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Insgesamt
bilden sich in 2 also drei Bereiche aus:
Die
Leitungen 10/20 vom Oszillator 60 bis
zur Verzweigung 25 bilden einen ersten Abschnitt A, im
Reservoir 100 einen zweiten Abschnitt B und im Endbereich
einen dritten Abschnitt C. In den einzelnen Abschnitten A, B und
C können vorteilhafterweise unterschiedliche Leiteranordnungen
gewählt werden. Beispielsweise sind im ersten Abschnitt
A Litzenleiter verwendet. Im zweiten Abschnitt B werden dagegen
für die Induktorleitungen wirksame isolierte Leiter („isolated
single conductor”) verwendet, während im dritten
Abschnitt C nicht isolierte Leiterenden vorhanden sind, die Elektroden
bilden.
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In 3 ist
gezeigt, dass bei einer Anordnung entsprechend 1 in
diesem Fall geführten Induktionsleitungen 10 und 20 nicht
parallel verlaufen brauchen. Vielmehr haben sie abschnittsweise
unterschiedliche Abstände ai, was
den Gegebenheiten der Lagerstätte angepasst werden kann.
Sie können je nach den geologischen Bedingungen untereinander
Abschnitte für eine induktive Wechselwirkung haben und
dort sehr eng geführt sein, so dass sich deren Felder kompensieren.
Insbesondere für den Fall, dass in der Lagerstätte 100 eine
Gasblase 30 durch den Dampfeintrag mittels SAGD-Verfahren
vorhanden ist, die einen so genannte „tauben” Bereich
darstellt und/oder die bereits ausgebeutet ist, kann dort die parallele
Anordnung der Leitungen 1/20 um diesen Dampfblasen-Bereich
eng herumgeführt werden und sich hinter der Dampfblase 30 wieder erweitern,
um die induktive Heizwirkung zu generieren. Am Ende ergibt sich
wiederum in bekannter Weise eine Leiterschleife, die insbesondere überirdisch
geschlossen wird, was fertigungstechnisch einfach zu erreichen ist.
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Eine
entsprechende Aufsicht einer solchen Induktoranordnung ergibt sich
aus 4. Es sind hier insgesamt acht Sektionen I, II,
..., VIII mit unterschiedlichen Abständen ai der
Induktorleitungen 10/20 eingetragen. Zu beachten
ist, dass für die Sektionen I, II, ..., VIII jeweils separat
einzelne Kompensationsmaßnahmen der Leitungen unter Berücksichtigung
der veränderten Resonanzlängen durchgeführt
werden.
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In
der nachfolgenden Tabelle sind die Induktivitätsbeläge
einer Doppelleitung, d. h. Hin- und Rückleiter des Induktors,
angegeben. Wie erwähnt variieren diese in Abhängigkeit
vom Abstand ai zwischen etwa 0,46 und 1,61 μH/m.
Dabei ist der Einfluss unterschiedlicher Reservoir-Leitfähigkeiten
sehr gering. Der Induktor als ganzes stellt eine Serienschaltung
von Serienresonanzkreisen dar.
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Ein
Serienkreis wird durch den Leitungsabschnitt mit der Resonanzlänge
LR gebildet. Idealerweise wären
daher alle Serienkreise bei derselben Frequenz resonant. Damit würden
die geringst möglichen Spannungen entlang des Induktors
erhalten. Abschnittsweise variierende Abstände führen
aber bei Induktoren konstanter Resonanzlänge zu einer abschnittsweise
unvollständigen Kompensation, was zu erhöhten
Anforderungen an die Spannungsfestigkeit des Dielektrikums zwischen
Filamentgruppen führt. Unter Umständen kann es
ansonsten zu Durchschlägen oder gar zur Zerstörung
des Induktors kommen.
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Abhilfe
kann dadurch geschaffen werden, indem in den einzelnen Abschnitten
die Resonanzlänge und damit die Kapazität dieses
Abschnittes an den dort vorliegenden Induktivitätsbelag
angepasst werden. Tabelle:
| Entfernung
der Leiter [m] | Reservoir-Widerstand
[Ωm] | Heizleistungsrate
[W/m] | Induktivität (analytisch) [μH/m] | Induktivität (FEM)
[μH/m] | Resonanzlänge
@ 20 kHz [m] |
| 0.25 | 555 | 2.5 | 0.456 | 0.456 | 37.1 |
| 5 | 555 | 111 | 1.055 | 1.055 | 24.4 |
| 10 | 555 | 356 | 1.194 | 1.193 | 22.9 |
| 15 | 555 | 688 | 1.275 | 1.273 | 22.2 |
| 50 | 555 | 4059 | 1.516 | 1.490 | 20.5 |
| 100 | 555 | 8874 | 1.564 | 1.569* | 20.0 |
| 100 | 2*555 | 6859 | 1.564 | 1.608* | 19.8 |
| 67 | 2*555 | 4067 | 1.574 | 1.552 | 20.1 |
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In
Spalte 1 der Tabelle ist der Abstand der Induktionsleitungen in
m, in Spalte 2 die Resistivität der des Reservoirs in m,
in Spalte 3 die eingebrachte elektrische Leistung in W/m, n Spalte
4 und die Induktivität in μH/m (analytisch und
mittels FEM berechnet) und in Spalte 6 die Resonanzlänge
i m für eine Oszillatorfrequenz von 20 kHz aufgetragen.
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Es
ist ersichtlich, dass mit größer werdendem Abstand
der Induktorleitungen die Heizleistungsrate als elektrische Verlustleistung
ansteigt. In Umkehrung ergibt sich daraus, dass bei vergleichsweise
geringem Abstand der Induktorleitungen nur eine geringe Verlustleistung
anfällt, da sich bei nahe nebeneinander liegenden Leitungen
die elektromagnetischen Felder – wie bei dem vertikal geführten
Hin- und Rückleiterpaar 5 – weitestgehend
kompensieren und damit keine induktive Heizungswirkung entsteht.
Dieser Effekt kann bedarfsweise ausgenutzt werden. Gleichermaßen ändert
sich dabei die Resonanzlänge LR der
Leitung, die entsprechend angepasst werden muss wie es im Einzelnen
in der älteren Anmeldung AZ 10 2007 008 282.6 dargestellt
ist.
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In
der Tabelle sind also die für den jeweiligen Abstand von
Hin- und Rückleiter angepassten Resonanzlängen
gelistet, um abschnittsweise dieselbe Resonanzfrequenz, beispielsweise
20 kHz, zu erhalten. Die relative Änderung der Resonanzlänge
ist proportional zu l/sqrt (Induktivitätsbelag). Dies bedeutet,
dass die Resonanzlänge in den vertikalen Abschnitten Induktorabstand
von z. B. 0,25 m etwa doppelt so groß ist, wie bei einem
nominellen Induktorabstand von 100 m. Entsprechende Änderungen
ergeben sich beispielsweise bei einer Resonanzfrequenz von 100 kHz.
Im Einzelnen werden Resonanzfrequenzen zwischen 1 und 500 kHz als
geeignet angesehen, wobei bei den Berechnungen einerseits 10 kHz
und andererseits 100 kHz gewählt wurden.
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Wie
einleitend bereits erwähnt, ist die Kompensation der Induktorleitungen
Gegenstand der älteren Patentanmeldung AZ 10 2007 008 282.6
und dort bereits im Einzelnen beschrieben, worauf hier ausdrücklich Bezug
genommen wird. Insbesondere können dazu so genannte Multifilamentleiter
entsprechend 5 verwendet werden, wozu wiederum
auf die ältere Patentanmeldung AZ 10 2008 036 832.3 verwiesen
wird.
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In
letzterem Zusammenhang wird auf die 5 und verwiesen: 5 zeigt
den schematischen Aufbau der kompensierten Leiter für die
Induktorleitungen mit verteilten Kapazitäten und 6 den
Querschnitt längs der Linie VI-VI. Die Leitungen werden
aus Leitern 51 und 52 gebildet, die entsprechend 6 Multifilament-Leitungen
innerhalb einer Isolation 53 bilden. Die Resonanzlänge
LR kann dabei an den sich sektionsweise ändernden
Abstand der Induktorleitungen angepasst werden.
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Anhand 7 wird
verdeutlicht, dass bei einer Anordnung entsprechend 2 eine
beispielsweise besonders groß ausgebildete Dampfkammer 30 am
Anfangsabschnitt des Injektionsrohres vorhanden sein kann. In diesem
Fall empfiehlt es sich, die Oszillatorposition, d. h. den Generator 60, über
Tage zu verschieben oder auch im Endbereich des Leiterpaares 10/20 anzuordnen.
Die Leitungen werden in diesem Fall mit einer unterirdischen Leiterschleife 15 geschlossen,
die auch direkt hinter der Dampfblase angeordnet sein kann.
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In 7 und 8 sind
entsprechende Schemata als Aufsicht dargestellt. Aus diesen beiden
Figuren wird insbesondere deutlich, dass das erfindungsgemäße
Konzept auch zur Nachrüstung bestehender Bitumen oder Schwerstöl-Förderanlagen
geeignet ist. In der Praxis können bestimmte Gebiete von Ölsandlagerstätten bereits
mit dem bekannten SAGD-Verfahren ausgebeutet worden sein, wobei
sich in den bereits ausgebeuteten Bereichen üblicherweise
große Dampfblasen ausbilden. Durch eine Vorrichtung mit „mobilem” Hochfrequenzgenerator 60 ist
es möglich, die Induktoranordnung vom Anfangsabschnitt
der Injektions-/Förderrohr-Vorrichtung zu verschieben und
nach vorne zu verlagern. Genauso gut ist es möglich, die
Oszillatorposition im Endbereich des Rohrpaares vorzusehen. In diesem
Fall wird dann die Induktor-Leiterschleife vorteilhafterweise immer
unterirdisch geschlossen
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In 9 ist
eine Anordnung dargestellt, bei der entsprechend 1 eine
Vertikalbohrung 12 etwa in der Mitte des gezeigten Reservoirs 100 vorhanden
ist. An einem dort befindlichen Oszillator 60 ist wiederum ein
Leiterpaar 5 in die Vertikalbohrung 12 eingebracht.
Beim Erreichen der Lagerstätte 100 ist nunmehr
eine solche Verzweigung 25 vorhanden, bei der die Horizontalleiter 110, 120 diametral
in entgegengesetzte Richtungen – also mit größer
werdenden Abstand – verlaufen und jeweils dort abschließend über
Elektroden 111 und 121 geerdet sind.
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Die
zugehörige Verteilung der Heizleistung bei dieser Geometrie
wurde auch für diesen Fall mittels FEM (Finite Elemente
Methoden) berechnet werden und ergab befriedigende Randbedingungen.
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Es
ist bei einer solchen Verlegung der Induktorleitungen auch möglich,
die nicht isolierten Leiterenden aus dem Reservoir heraus in Bereiche
höherer elektrischer Leitfähigkeit zuführen.
Beispielsweise bieten sich dafür wasserführende
Schichten außerhalb des Reservoirs, beispielsweise im Overburden
oder Underburden an.
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In
der 10 ist schließlich eine Modifikation
einer Anlage gemäß 1b mit
Anordnungen gemäß 9 dargestellt,
bei der ein zweidimensionales 200 aus einzelnen Induktoren
gebildet ist. Die Induktoren sind mit auseinanderlaufenden Leitungen
hintereinander und in zwei Reihen nebeneinander dargestellt. Über
der Lagerstätte 100 sind dabei ganz entsprechend
zwei jeweils zwei Reihen von Oszillatoren 60, 60', 60'',
... vorhanden, von denen jeweils Leiterpaare 5, 5', 5'',
... senkrecht durch das Deckgebirge zur Lagerstätte 100 verlaufen
und sich über entsprechende Reihen von Verzweigungen 25, 25', 25'',
... in entgegengesetzte Richtungen abzweigen.
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Durch
Gegeneinanderschaltungen solcher Anordnungen lässt sich
die Verlustleistung minimieren und damit die umgesetzte Heizleistung
optimieren.
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Spezifisch
für das in 10 dargestellte zweidimensionale
Array ist, dass es aus einer Vielzahl von Antennen besteht, die
in 10 konkret durch die einzelnen Induktorpaare 110ij /120ij ,
gebildet sind, welche individuell nach Stromamplitude und Phase
angesteuert werden können. Dazu ist jedem Induktorpaar
ein eigener Generator aus der Gruppe der in 10 dargestellten
arraymäßig verteilten Generatoren 60ij zugeordnet.
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Insgesamt
ist festzuhalten, dass nunmehr die Hin- und Rückleiter
der Induktorleitungen im Deckgebirge bis zur Tiefe der Lagerstätte
im Wesentlichen vertikal geführt sind und im Vergleich
zur Längenausdehnung der Leitungen einen geringem lateralen
Abstand a von höchstens 10 m, insbesondere aber weniger
als 5 m haben. Vorzugsweise sind die Induktorleitungen in der Lagerstätte
horizontal geführt und bereichsweise unterschiedliche Abstände
haben, womit die Leistungsverteilung veränderbar ist. Werden
die im Deckgebirge senkrecht verlaufenden elektrischen Hin- und
Rückleiter zu einem Leitungspaar zusammengefasst, kann
das Leitungspaar in einer einzigen Bohrung, die bis in das Reservoir
hinabreicht, eingebracht und erst im Reservoir verzweigt werden.
Im Deckgebirge entstehen dann keine Leistungsverluste.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 102007008292 [0007, 0008, 0021, 0021]
- - DE 102007036832 [0007, 0008]