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DE102008044746A1 - Vorrichtung zur Erfassung von Bewegungen eines Unterkiefers - Google Patents

Vorrichtung zur Erfassung von Bewegungen eines Unterkiefers Download PDF

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DE102008044746A1
DE102008044746A1 DE200810044746 DE102008044746A DE102008044746A1 DE 102008044746 A1 DE102008044746 A1 DE 102008044746A1 DE 200810044746 DE200810044746 DE 200810044746 DE 102008044746 A DE102008044746 A DE 102008044746A DE 102008044746 A1 DE102008044746 A1 DE 102008044746A1
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Wolfgang Brunner
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Zebris Medical GmbH
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Zebris Medical GmbH
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61CDENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
    • A61C19/00Dental auxiliary appliances
    • A61C19/04Measuring instruments specially adapted for dentistry
    • A61C19/045Measuring instruments specially adapted for dentistry for recording mandibular movement, e.g. face bows

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
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  • Public Health (AREA)
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Abstract

Vorrichtung zur Erfassung von Bewegungen eines Unterkiefers relativ zum Oberkiefer eines Wirbeltiers, mit einer am Kopf des Wirbeltiers in fester Zuordnung zum Oberkiefer zu befestigenden ersten Halterung (30) zur Aufnahme von Sende- oder Empfangseinheiten eines Messsystems zur Bewegungserfassung,
einer am Unterkiefer zu befestigenden zweiten Halterung (40) zur Aufnahme von korrespondierenden Empfangs- bzw. Sendeeinheiten des Messsystems und
einem Ultraschallmesssystem (10), das eine Ultraschallsendeeinheit (11) zum Aussenden von Ultraschallsignalen, eine Ultraschallempfangseinheit (12) zum Empfangen der ausgesendeten Ultraschallsignale und eine erste Auswerteeinheit (13) zum Verarbeiten der empfangenen Ultraschallsignale aufweist, um aus dem den Bewegungen des Unterkiefers verbundenen und durch die Ultraschallempfangseinheit erfassten Positionsänderungen der Ultraschallsendeeinheiten (11) ein erstes Messergebnis einer ersten Bewegungskomponente zu generieren.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Erfassung von Bewegungen eines Unterkiefers relativ zum Oberkiefer eines Wirbeltiers gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Derartige Vorrichtungen sind aus dem Stand der Technik bekannt. So wird beispielsweise in der Druckschrift DE 10 2004 002 953 A1 eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Bestimmung aller Bewegungsfreiheitsgrade und Positionen des Unterkiefers bezüglich des Oberkiefers beschrieben, welches auf der Laufzeitmessung von Ultraschallimpulsen zwischen Sendern und Empfängern eines Ultraschallsystems beruht. Dabei ist es das Ziel, die Messgenauigkeit an entscheidenden virtuellen Punkten insbesondere im Bereich des Kiefergelenks bezüglich der gemessenen Bewegungsbahnen und Raumpositionen zu verbessern.
  • Auch die Druckschrift DE 35 00 305 A1 beschreibt eine Vorrichtung zur Messung der Positionen und Bewegungen des Unterkiefers relativ zum Oberkiefer. Dabei ist am Kopf eines Patienten ortsfest ein erster Halter und am Unterkiefer ein zweiter Halter angebracht. Der erste Halter weist mehrere Empfänger für Ultraschallimpulse auf, und der zweite Halter besitzt mehrere verteilt angeordnete Ultraschallsender. Ein ausgesandter Ultraschallimpuls wird von den Empfängern des ersten Halters nacheinander empfangen. Die Laufzeiten der ausgesandten Ultraschallimpulse geben Aufschluss über die Abstände eines Ultraschallempfängers von einem Ultraschallsender, so dass damit die exakte Erfassung und Analyse der Bewegungen des Unterkiefers relativ zum Oberkiefer ermöglicht wird und sämtliche Freiheitsgrade des Systems eindeutig erfasst werden.
  • Diese Messsysteme sind insbesondere in der Zahnheilkunde von Bedeutung. Zur Herstellung von Zahnersatz werden die Zähne des Ober- und Unterkiefers als Modelle in Artikulatoren (mechanische Bewegungssimulatoren) eingebracht. Hierbei können dann die Kiefer- bzw. Zahnbewegungen des Patienten nachvollzogen und die prothetischen Maßnahmen überprüft und optimiert werden. Diese Bewegungen sind bei jedem Menschen individuell verschieden und maßgeblich von der Anatomie des Kiefergelenks abhängig. Die genaue Erfassung der individuellen Bewegungsabläufe des Kiefergelenks beispielsweise durch Kaubewegungen ist wichtig, um aufwändige und kostenintensive Nachbehandlungen nach dem Einsatz des Zahnersatzes oder Implantates bei dem Patienten zu minimieren bzw. zu vermeiden.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art derart weiterzuentwickeln, dass die Messgenauigkeit erhöht wird, so dass ein exakteres Erfassen der Bewegungen des Unterkiefers relativ zum Oberkiefers ermöglicht wird.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
  • Zweckmäßige Fortbildungen des Erfindungsgedankens sind Gegenstand der jeweiligen abhängigen Ansprüche.
  • Ein wesentlicher Punkt der Erfindung liegt darin, dass zwei unterschiedliche Messsysteme eingesetzt werden, um eine erste und eine zweite Bewegungskomponente, die in Summe einen Gesamtbewegungsablauf bilden, messtechnisch exakt zu erfassen.
  • Ein Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist darin zu sehen, dass dessen Messgenauigkeit bei der vollständigen Erfassung von Bewegungen in verschiedenen Bewegungsrichtungen gegenüber Systemen, bei denen ausschließlich Ultraschallmesssysteme zur Bewegungs- und Positionserfassung eingesetzt werden, nicht mehr ausschließlich von möglichen Änderungen von Signallaufzeiten in den Signalübertragungsleitungen und im elektronischen Ultraschallmessgerät abhängt. Zudem minimiert die erfindungsgemäße Vorrichtung Einschränkungen bezüglich der Genauigkeit der Messwertaufnahme in einer bestimmten Bewegungsrichtung. Ult raschallmesssysteme sind zwar in der Lage, Messwerte von hoher Genauigkeit für Bewegungen in einer bestimmten, das heißt einer bevorzugten Tiefenkoordinate zu liefern. Sollen jedoch mit dem Ultraschallmesssystem gleichzeitig auch Bewegungen in einer anderen als der bevorzugten Tiefenkoordinate erfasst werden, erhöht sich der Messfehler.
  • Eine Kamera liefert jedoch eine gute Messgenauigkeit in der Messebene und eine schlechte Messgenauigkeit in der Tiefe.
  • Die Kombination der beiden durch jeweils ein eigenständiges Messsystem aufgenommenen Teilbewegungsabläufe zu einem resultierenden Gesamtmessergebnis stellt sicher, dass von dem jeweiligen Messsystem im wesentlichen nur diejenigen Messwerte für eine bestimmte Bewegungskomponente als Beitrag zum Gesamtmessergebnis geliefert werden, die eine hohe Messgenauigkeit aufweisen. Das Zusammensetzen der von den beiden Messsystemsystemen gelieferten Teilergebnisse zu einem Gesamtmessergebnis trägt somit zu einer verbesserten Messgenauigkeit des Gesamtergebnisses bei.
  • Die Funktionsweise und insbesondere die Messwertaufnahme beider Messsysteme ist derart aufeinander abzustimmen, dass die generierten Messergebnisse für die erste und zweite Bewegungskomponente in ein gemeinsames Koordinatensystem umgerechnet werden können, um darin ein resultierendes Endergebnis abzubilden, das den vollständigen Bewegungsablauf umfasst, der sich aus der ersten und zweiten Bewegungskomponente zusammensetzt.
  • Eine Ausführung der optischen Empfangseinheit des optischen Messsystems sieht vor, ein elektronisches Kamerasystem mit mindestens einer Kamera einzusetzen. Die Kamera wird dabei vorzugsweise am Gesichtsbogen in fester Relation zum Oberkiefer befestigt. Dies kann auf der ersten Halterung erfolgen, die am Kopf des Patienten angebracht ist. Die Kamera kann als Infrarotkamera ausgebildet sein. Auf diese Weise lassen sich Infrarotsignale, die beispielweise von Infrarot-Leuchtdioden ausgesendet werden, aufnehmen.
  • In einer Weiterbildung der vorgeschlagenen Vorrichtung kann an einer der Halterungen mindestens ein optisches aktives oder passives Markierungselement vorgesehen sein.
  • Als passives Markierungselement, also ein Markierungselement, das selbst keine optischen Signale ausstrahlt, ist beispielsweise eine Fläche denkbar, auf deren Oberflächen geometrischer Muster abgebildet ist, welcher von dem optischen Messsystem aufgezeichnet werden kann. Bei der Verwendung von passiven optischen Markierungselementen kann es sinnvoll sein, diese mit einer eingebauten Beleuchtungseinheit zu bestrahlen. Dies kann etwa eine Infrarotbeleuchtung sein, wenn infrarotempfindliche Kameras als optische Empfangseinheiten eingesetzt werden. Als aktives Markierungselement, also ein Markierungselement, das Signale aussendet, können (Infrarot-)Leuchtdioden eingesetzt werden, die mit einer Infrarotkamera aufgezeichnet werden können. Wenn außerdem die Muster oder Lichtpunkte auf der Fläche des optischen Markierungselements in einem bestimmten Abstand angeordnet sind, dann kann auf sehr einfache Weise die Kalibrierung des Kamerasystems und die Analyse der Bewegungen erfolgen.
  • Damit die von den beiden Messsystemen gelieferten Messwerte in ein gemeinsames Koordinatensystem umgerechnet werden können, ist es erforderlich, dass die Arbeits- und Funktionsweise, und hier insbesondere die Messwertaufnahme während der Bewegungserfassung, des Ultraschallmesssystems mit dem optischen Messsystem zeitlich synchronisiert wird. Ein weiterer Aspekt für die Notwendigkeit der zeitsynchronen Übertragung der aufgenommenen Messwerte an eine Auswerteinheit einer Verarbeitungseinheit ist darin zu sehen, dass durch die in den verschiedenen Messsystemen verwendete Hard- und Software aufgrund von unterschiedlichen Verarbeitungszeiten nicht definierte Verzögerungszeiten entstehen können. Die Folge davon wäre, dass sich die von den jeweiligen Messsystemen generierten Messergebnisse bei der Verarbeitung zu einem resultierenden Messergebnis, das den gesamten Bewegungsablauf für eine erste und zweite Bewegungskomponente abbildet, nicht mehr eindeutig zuordnen ließe.
  • Eine bevorzugte Ausführung der Synchronisationseinheit sieht deshalb vor, dass die Synchronisationseinheit als Synchronisations-Signalgeber wirkt, die über eine kabelgebundene oder drahtlose Synchronisationssignal-Übertragungsstrecke zwischen dem Ultraschallmesssystem oder optischen Messsystem und der Auswerteeinheit des jeweiligen Messsystems die notwendigen Synchronisationssignale generiert und übermittelt, so dass beide Messsysteme synchron arbeiten.
  • Eine andere Möglichkeit der Synchronisation der Funktionsweise beider Messsysteme würde darin bestehen, dass zumindest zu einem Zeitpunkt der Messung von dem Ultraschallmesssystem zu dem optischen Messsystem oder umgekehrt ein Synchronisationssignal (beispielsweise ein Infrarotlichtimpuls) gesendet wird, dass dieses Synchronisationssignal mit Codierungsmerkmalen versehen ist und dass diese Codierung den Messsignalen der beiden Messsysteme überlagert (aufgeprägt) wird. Dabei muss sichergestellt werden, dass die das Synchronisationssignal empfangende Empfangs- und Auswerteeinheit des jeweiligen Messsystems entsprechende Mittel aufweist, die das empfangene Synchronisationssignal vom empfangenen Messsignal, insbesondere als Dekodierung, abkoppeln.
  • Ebenso wäre es jedoch denkbar, dass ein ähnliches Synchronisationssignal nicht während der Messwertaufnahme, sondern als Startsignal, beispielsweise als Infrarotsignal, von dem jeweiligen Messsystem oder der Synchronisationseinheit übertragen wird. Gegebenenfalls kann dann auf eine Codierung des Signals verzichtet werden. Wird die Synchronisation nur kurzzeitig während der Messwertaufnahme durchgeführt, so müssen beide Messsysteme intern eine stabile Zeitbasis, beispielsweise eine Quarz-Zeitbasis) aufweisen, damit die Zeitabläufe miteinander synchron rekonstruiert werden können.
  • Eine besonders einfache Möglichkeit zur zeitlichen Synchronisierung beider Messsysteme besteht darin, eine zusätzliche Beleuchtungseinheit zu verwenden, die vorzugsweise auf einem der Ultraschallempfangseinheiten installiert ist. Die Beleuchtungseinheit kann dabei als Leuchtdiode oder auch als Blitzlampe ausgebildet sein. Die Leuchtdiode sendet beispielsweise ein gepulstes Licht aus, dass heißt, die Leuchtdiode ist derart eingestellt, dass sie immer genau dann einen Lichtimpuls aussendet, wenn einer oder nur der erste der sequentiell arbeitenden Ultraschallsendeeinheiten einen entsprechenden Impuls abgibt. Auf diese Weise ist es möglich, die Funktionsweise beider Messsysteme derart miteinander zu synchronisieren, dass die Messergebnisse der jeweiligen Bewegungskomponenten zeitgleich an die Verarbeitungseinheit zu weiteren Verarbeitung übermittelt werden.
  • Vorteile und Zweckmäßigkeiten der Erfindung ergeben sich im übrigen aus der nachfolgenden skizzenartigen Beschreibung von Ausführungsbeispielen, die in den begleitenden Figuren schematisch dargestellt sind. Von diesen zeigen:
  • 1 eine skizzenartige Teilansicht einer Anordnung zur Erfassung von Bewegungen des Unterkiefers relativ zum Oberkiefer eines Menschen; und
  • 2 ein systemorientiertes Blockschaltbild des erfindungsgemäßen Systems.
  • 1 zeigt am Kopf eines Patienten befestigten Teile einer Vorrichtung, bei der ein Ultraschallmesssystem 10 mit dem optischen Messsystem 20 kombiniert ist. Wesentliche Komponenten der beiden Messsysteme werden von einer ersten Halterung 30 und einer zweiten Halterung 40 gehalten.
  • An der ersten Halterung 30, die mit einem elastischen Kopfband 31 im Wesentlichen (d. h. für die relevanten Messungen hinreichend) ortsfest an der Stirn des Patienten gehalten wird, sind in der gezeigten Ausführungsform Ultraschallempfangseinheiten 12 angebracht. Des Weiteren ist an der ersten Halterung 30 eine optische Empfangseinheit 21 angebracht, die eine hochauflösende Kamera 23 und zwei LED-Lampen 26 als Beleuchtungseinheiten aufweist. Ein Verbindungskabel 32 dient in der dargestellten Ausführung zur Stromversorgung der Kamera 23 und der Lampen 26 und außerdem zur Übertragung von durch die Kamera gewonnenen Bildsignalen und weiteren Messsignalen (siehe weiter unten) zu entfernt angeordneten Auswertungseinheiten. Anstelle einer externen, leitungsgebundenen Stromversorgung können, im Hinblick auf den geringen Stromverbrauch einer modernen Digitalkamera und von LED-Lampen, in die erste Halterung 30 auch Akkus eingebaut sein, und die leitungsgebundene Signalübermittlung kann durch eine drahtlose Signalübermittlung (etwa mittels einer Bluetooth Strecke) ersetzt sein, sodass das Kabel 23 auch entfallen könnte.
  • An der zweiten Halterung 40, die temporär starr am Unterkiefer des Patienten fixiert ist, sind Ultraschallsendeeinheiten 11 ausgebildet, die die entsprechenden Ultraschallsignale erzeugen. Ein Kabel 41 dient zur Stromversorgung und ggf. zur Synchronisation der Ultraschallsender 11. Auch dieses Kabel kann in einer alternativen Ausführung entfallen, wenn in der zweiten Halterung 40 eine Batterie- bzw. Akkustromversorgung vorgesehen ist. Die erzeugten Ultraschallsignale werden von den Ultraschallempfangseinheiten 12 an der ersten Halterung 30 aufgenommen und an eine (hier nicht dargestellte) Auswerteeinheit des Ultraschallmesssystems 10 gesendet. Die Auswerteeinheit des Ultraschallmesssystems berechnet aus den empfangenen Messwerten ein erstes Messergebnis für eine erste Bewegungskomponente.
  • Auf der zweiten Halterung 40 ist darüber hinaus als optisches passives Markierungselement 24 eine Fläche mit einem Muster platziert. Die Anordnung des Musters auf der Fläche, mit definierten Abstandsbereichen, ermöglicht eine Kalibrierung der einzelnen Kameras 23. Das auf der Fläche abgebildete Muster wird von den Kameras 23 der optischen Empfangseinheit 21 aufgezeichnet und liefert bei einer Bewegung der zweiten Halterung 40 relativ zur ersten Halterung 30, entsprechende Signale an eine nicht dargestellte Auswerteeinheit des optischen Messsystems 20. Die Auswerteeinheit des optischen Messsystems 20 generiert daraus ein Messergebnis für eine zweite Bewegungskomponente, das anschließend an eine hier ebenfalls nicht dargestellte Verarbeitungseinheit (s. 2) übermittelt wird.
  • Darüber hinaus zeigt 1, dass auf der zweiten Halterung 40 eine Leuchtdiode 25 platziert ist. Die Leuchtdiode 25 kann beispielsweise derart angesteuert werden, dass sie nur dann einen Lichtimpuls abgibt, wenn einer der Ultraschallsendeeinheiten 11 einen Impuls abgibt. Auf diese einfache Weise lässt sich das Ultraschallmesssystem 10 mit dem optischen Messsystem 20 zeitlich synchronisieren.
  • 2 zeigt schematisch eine Vorrichtung 1 mit dem Ultraschallmesssystem 10, dem optischen Messsystem 20, einer Synchronisationseinheit 50, einer Verarbeitungseinheit 60 und einer Anzeigeeinheit 70.
  • Das Ultraschallmesssystem 10 weist die Ultraschallsendeeinheiten 11, die Ultraschallempfangseinheiten 12 und eine Auswerteeinheit 13 auf. Die Ultraschallempfangseinheiten 12 empfangen die von den Ultraschallsendeeinheiten 11 nacheinander ausgesandten Signale. Die empfangenen Signale werden in der Auswerteeinheit 13 des Ultraschallmesssystems 10 zu einem ersten Signal verarbeitet, das ein erstes Messergebnis für eine erste Bewegungskomponente darstellt. Dieses erste Messergebnis wird der Verarbeitungseinheit 60 über eine Schnittstellen 61 zugeführt.
  • Das optische Messsystem 20 weist die optische Empfangseinheit 21 mit der Kamera 23 und eine Auswerteeinheit 22 auf. Die von der Kamera 23 aufgenommenen Bilder werden in der Auswerteeinheit 22 zu einem zweiten Signal verarbeitet, das ein zweites Messergebnis für eine zweite Bewegungskomponente darstellt. Auch dieses zweite Messergebnis wird der Verarbeitungseinheit 60 über eine zweite Schnittstelle 62 zugeführt.
  • Die Synchronisationseinheit 50, die in der Ausführungsform der 2 zwischen den beiden Messsystemen angeordnet ist, hat die Aufgabe, das Ultraschallmesssystem 10 mit dem optischen Messsystem 20 zeitlich zu synchronisieren. Die Synchronisationseinheit 50 umfasst dabei einen Synchronisations-Signalgeber und ein mit diesem verbundenes IR-Sendeelement, welches als Synchronisationssignal-Sender für Synchronisationssignale über Synchronisationssignal-Übertragungsstrecken 51, 52 als Schnittstellen zum ersten und zweiten Messsystem 10, 20 dient. Das Synchronisationssignal stellt dabei sicher, dass die Messwertaufnahme und -verarbeitung beider Messsysteme zeitsynchron erfolgt, so dass die Messergebnisse für die erste und zweite Bewegungskomponente, die von den jeweiligen Auswerteeinheiten 13 und 22 der beiden Messsysteme 10 und 20 generiert werden, zeitsynchron an die Verarbeitungseinheit 60 übertragen werden, um die Messergebnisse in einem gemeinsamen Koordinatensystem abbilden zu können.
  • Die Verarbeitungseinheit 60 verarbeitet die von den beiden Messsystemen gelieferten Messergebnisse für die jeweiligen Bewegungskomponenten zu einem resultierenden Gesamtmessergebnis, das in ein einem gemeinsamen Koordinatensystem auf der Anzeigeeinheit 70 dargestellt wird.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 102004002953 A1 [0002]
    • - DE 3500305 A1 [0003]

Claims (7)

  1. Vorrichtung zur Erfassung von Bewegungen eines Unterkiefers relativ zum Oberkiefer eines Wirbeltiers, mit einer am Kopf des Wirbeltiers in fester Zuordnung zum Oberkiefer zu befestigenden ersten Halterung (30) zur Aufnahme von Sende- oder Empfangseinheiten eines Messsystems zur Bewegungserfassung, einer am Unterkiefer zu befestigenden zweiten Halterung (40) zur Aufnahme von korrespondierenden Empfangs- bzw. Sendeeinheiten des Messsystems, einem Ultraschallmesssystem (10), das eine Ultraschallsendeeinheit (11) zum Aussenden von Ultraschallsignalen, eine Ultraschallempfangseinheit (12) zum Empfangen der ausgesendeten Ultraschallsignale und eine erste Auswerteeinheit (13) zum Verarbeiten der empfangenen Ultraschallsignale aufweist, um aus mit den Bewegungen des Unterkiefers verbundenen und durch die Ultraschallempfangseinheit erfassten Positionsänderungen der Ultraschallesendeeinheiten (11) ein erstes Messergebnis einer ersten Bewegungskomponente zu generieren, weiter aufweisend ein optisches Messsystem (20), das eine an der ersten oder zweiten Halterung angebrachte optische Markierung (24) oder aktive Signalquelle (25) und eine an der jeweils anderen der ersten und zweiten Halterung angebrachte optische Empfangseinheit (21) zum Empfangen von durch die Markierung oder Signalquelle (24, 25) gelieferten optischen Signalen und eine zweite Auswerteeinheit (22) aufweist, um aus durch die optische Empfangseinheit (21) erfassten Positionsänderungen der Markierung oder optischen Signalquelle, die aus den Bewegungen des Unterkiefers resultiert, ein zweites Messergebnis einer zweiten Bewegungskomponente zu generieren, eine Synchronisationseinheit (50), die das Ultraschallmesssystem (10) mit dem optischen Messsystem (20) mit Synchronisationssignalen synchronisiert, und eine Verarbeitungseinheit (60), die die von den beiden Messsystemen zeitsynchron gelieferten ersten und zweiten Messergebnisse zu einem resultierenden Messergebnis zusammensetzt, das den Bewegungsablauf des Unterkiefers relativ zum Oberkiefer insgesamt abbildet.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die optische Empfangseinheit (21) des optischen Messsystems (20) mindestens eine Kamera (23) aufweist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei an der ersten (30) oder zweiten Halterung (40) mindestens ein optisches aktives oder passives Markierungselement (24, 25) zur Kalibrierung der optischen Empfangseinheit (21) vorgesehen ist.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 3, wobei als optisches passives Markierungselement (70) eine Fläche mit einem Muster vorgesehen ist, die von der optischen Empfangseinheit (21) erfassbar ist.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 4, wobei eine Beleuchtungseinheit (26) zur Beleuchtung der Fläche des optischen Markierungselements (24) vorgesehen ist.
  6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, wobei eine steuersignalmässig mit der Synchronisationseinheit (50) verbundene Beleuchtungseinheit (26) für das Markierungselement (24) oder ein steuersignalmässig mit der Synchronisationseinheit (50) verbundener aktiver optischer Signalgeber (25) vorgesehen ist, die/der zu einem Zeitpunkt das Markierungselement beleuchtet bzw. ein optisches Signal aussendet, zu welchem auch die Ultraschallsendeeinheit (11) ein Signal abgibt, um damit eine Synchronisierung des Ultraschallmesssystems (10) mit dem optischen Messsystem (20) sicherzustellen.
  7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei das Ultraschallmesssystem (10) und das optische Messsystem (20) Mittel zur Aussendung eines Synchronisationssignals an das jeweils andere Messsystem aufweisen, wobei das Synchronisationssignal dem von dem jeweiligen Messsystem genutzten Messsignal aufgeprägt ist.
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