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DE102008033704A1 - Elektronisches Bauelement - Google Patents

Elektronisches Bauelement Download PDF

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    • H03H9/125Driving means, e.g. electrodes, coils
    • H03H9/145Driving means, e.g. electrodes, coils for networks using surface acoustic waves
    • H03H9/14538Formation
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Abstract

Elektronisches Bauelement, umfassend ein piezoelektrisches Substrat und eine metallische Schicht auf zumindest einer Oberfläche des piezoelektrischen Substrates, die zumindest in Teilbereichen zu einer Struktur ausgebildet ist, die beim Betrieb des Bauelements akustische Wellen emittiert oder reflektiert, wobei die metallische Schicht mehr als ein Metall umfasst, wobei eines der Metalle Au oder Ag ist.

Description

  • Es wird ein elektronisches Bauelement nach Anspruch 1 angegeben.
  • Ein weit verbreitetes Problem von elektronischen Bauelementen, welche mit akustischen Wellen arbeiten, ist die geringe akustische Güte von Resonanzstrukturen. Die Güte ist durch den relativen Energieverlust in dem Bauelement definiert. Ein solcher Energieverlust kann entweder auf dem Austreten unerwünschter akustischer Signale basieren, was auch als akustische Leckage bezeichnet wird, oder kann seine Ursache in viskosen Verlusten haben.
  • Unter Bauelementen, die mit akustischen Wellen arbeiten, sind insbesondere die folgenden Bauelemente zu verstehen: GBAW (guided bulk acoustic wave), SAW (surface acoustic wave), FBAR (thin film bulk acoustic resonator).
  • Für beispielsweise Filteranwendungen mit hohen Leistungsübertragungen und geringen Einfügdämpfungen müssen die Verluste innerhalb des Resonators begrenzt werden. Dies kann dadurch geschehen, dass die Energie, welche bei den im Resonator gefangenen akustischen Wellen durch sich nicht ideal elastisch verhaltende Materialien verloren geht.
  • Eine Aufgabe von Ausführungsformen der Erfindung besteht darin, die akustische Güte von elektronischen Bauelementen, welche mit akustischen Wellen arbeiten, zu steigern.
  • Die Aufgabe wird durch ein elektronisches Bauelement nach dem Anspruch 1 gelöst. Weitere Ausführungsformen des elektronischen Bauelements sowie Verfahren zur Herstellung des elektronischen Bauelements sind Gegenstand weiterer Patentansprüche.
  • Eine Ausführungsform des elektronischen Bauelements umfasst ein piezoelektrisches Substrat und eine metallische Schicht auf zumindest einer Oberfläche des piezoelektrischen Substrates, die zumindest in Teilbereichen zu einer Struktur ausgebildet ist, die beim Betrieb des Bauelements akustische Wellen emittiert oder reflektiert, wobei die metallische Schicht mehr als ein Metall umfasst, wobei eines der Metalle Au oder Ag ist.
  • Durch den Einsatz von Au oder Ag in Kombination mit einem weiteren Metall können die Eigenschaften der metallischen Schicht wie beispielsweise Steifigkeit, Oberflächenhärte oder elektrischer Widerstand verbessert werden. Über die physikalischen Eigenschaften dieser metallischen Schicht kann der viskose Verlust im Bauelement reduziert werden, was zu einer Steigerung der akustischen Güte führt. Die beiden genannten metallischen Elemente können sowohl einzeln als auch beide gemeinsam in der metallischen Schicht vorkommen.
  • In einem weiteren Ausführungsbeispiel umfasst die metallische Schicht eine Legierung aus mindestens zwei Metallen, wobei eines der Metalle Au oder Ag ist.
  • Die Legierung der metallischen Schicht kann hierbei neben anderen Legierungsbestandteilen entweder nur Au oder nur Ag sowie auch Au und Ag umfassen. Umfasst die Legierung Au und Ag so ist kein weiteres Metall mehr notwendig, es können aber weitere Metalle in der Legierung vorhanden sein.
  • In einer weiteren Ausführungsform des elektronischen Bauelements weist die Legierung eine inhomogene Verteilung von Au oder Ag in der metallischen Schicht auf.
  • Unter inhomogener Verteilung ist im Zusammenhang mit dieser Erfindung insbesondere zu verstehen, dass zumindest eines der Metalle Au oder Ag in der metallischen Schicht einen Konzentrationsgradienten aufweist. In einer bevorzugten Ausführungsform weist das elektronische Bauelement bei einem Querschnitt durch die metallische Schicht in der Horizontalen, also parallel zum Schichtverlauf, einen geringen Konzentrationsgradienten auf, wohingegen entlang eines Schnitts senkrecht zur Schichtenfolge ein deutlicher Konzentrationsgradient ausgebildet ist. Der Konzentrationsgradient bezieht sich insbesondere auf das Verhältnis von Au oder Ag zu dem weiteren Metall beziehungsweise zu den weiteren Metallen.
  • Eine weitere Ausführungsform des elektronischen Bauelements umfasst eine metallische Schicht, welche zwei Teilsschichten aus unterschiedlichen Metallen, Metallen und Legierungen oder unterschiedlichen Legierungen umfasst.
  • Die metallische Schicht ist in dieser Ausführungsform aus mindestens zwei Teilschichten aufgebaut, die beispielsweise jeweils ein anderes Metall umfassen oder jeweils eine andere Legierung umfassen. Es ist auch eine Ausführungsform möglich in der die eine Teilschicht ein Metall und die zweite Teilschicht eine Legierung umfasst. Unter Teilschichten ist insbesondere eine Schichtenfolge zu verstehen, bei der Schichten horizontal übereinander gelagert sind. Die Schichten verlaufen hierbei parallel oder fast parallel zum Substrat. Die Teilschichten weisen hierbei über die Schichtfläche gesehen vorzugsweise eine konstante Schichtdicke auf.
  • In einer weiteren Ausführungsform des elektronischen Bauelements weist die metallische Schicht eine Schichtenfolge auf, in der alternierend Teilschichten aus unterschiedlichen Metallen und Legierungen folgen. Unter der alternierenden Abfolge ist eine Abfolge zu verstehen, welche sich in Bezug auf die Materialien, aus welchen die Teilschichten gefertigt wurden, wiederholt. Umfasst die metallische Schicht Teilschichten aus zwei unterschiedlichen Materialien, so folgen diese in dieser Ausführungsform in abwechselnder Reihenfolge aufeinander. Entsprechendes gilt auch für metallische Schichten mit mehr als zwei Materialien. Umfasst die metallische Schicht drei unterschiedliche Materialien, so ist auch ein Materialmuster in der Form denkbar, dass jede zweite Schicht aus dem ersten Material gefertigt ist und die dazwischen liegenden Schichten abwechselnd aus dem zweiten und dritten Material gefertigt sind.
  • In einer weiteren Ausführungsform umfasst die metallische Schicht eine Schichtenfolge von alternierenden Teilschichten einer ungeraden Anzahl. Das bedeutet für eine Ausführungsform, bei der die metallische Schicht Teilschichten aus zwei unterschiedlichen Materialien umfasst, dass sowohl die unterste wie auch die oberste Teilschicht aus dem gleichen Material gefertigt sind.
  • In einer weiteren Ausführungsform des elektronischen Bauelements weisen alle Teilschichten, die aus dem gleichen Metall oder der gleichen Legierung bestehen, ausgenommen die beiden Außenschichten, die gleiche Schichtdicke auf.
  • In einer weiteren Ausführungsform des elektronischen Bauelements weisen bei einer Schichtenfolge von mindestens fünf Teilschichten die Außenschichten die halbe Schichtdicke der übernächsten weiter innen liegenden Teilschicht auf. Das bedeutet, dass die Außenschichten die halbe Schichtdicke der Schichten aufweisen, welche im Inneren der Schichtenfolgen liegen und aus dem gleichen Material gefertigt sind.
  • In einer weiteren Ausführungsform des elektronischen Bauelements ist Au oder Ag in der metallischen Schicht zu einem Anteil von mindestens 50-mol% enthalten. Das bedeutet, dass entweder Au oder Ag in Bezug auf die gesamte Zusammensetzung der metallischen Schicht einen Anteil von mindestens 50-mol% einnehmen. Sind sowohl Au als auch Ag in der metallischen Schicht vorhanden, so ist in dieser Ausführungsform mindestens eines der beiden Metalle in der metallischen Schicht zu einem Anteil von mindestens 50-mol% enthalten.
  • In einer weiteren Ausführungsform des elektronischen Bauelements ist eines der Metalle Cu. Das bedeutet, dass neben einem der beiden Metalle Au oder Ag oder zusätzlich zu den beiden Metallen in der metallischen Schicht auch noch Cu enthalten ist.
  • In einer Ausführungsform des elektronischen Bauelements handelt es sich bei dem Bauelement um ein Bauelement, welches mit geführten akustischen Volumenwellen arbeitet. Hierbei kann es sich beispielsweise um ein GBAW-Bauelement (guided bulk acoustic wave) handeln.
  • Neben dem elektronischen Bauelement selbst werden auch Verfahren zu dessen Herstellung beansprucht.
  • Eine Verfahrensvariante zur Herstellung des elektronischen Bauelements umfasst die Verfahrensschritte: Bereitstellen eines piezoelektrischen Substrates, Aufbringen einer metallischen Schicht auf zumindest einer Oberfläche des piezoelektrischen Substrates, Strukturieren der metallischen Schicht, so dass eine Struktur ausgebildet wird, die beim Betrieb des Bauelements akustische Wellen emittiert oder reflektiert, wobei für die metallische Schicht ein Material verwendet wird, welches mehr als ein Metall umfasst, wobei eines der Metalle Au oder Ag ist.
  • Bei einem solchen Verfahren kann beispielsweise ein elektronisches Bauelement gefertigt werden, wie es in Anspruch 1 beansprucht wird. Bei dem Material für die metallische Schicht kann es sich auch um ein Gemisch von mehreren Materialien handeln. Diese Materialien können vor dem Auftragen gemischt werden, sie können aber auch in einzelnen Teilschichten unterschiedlicher Zusammensetzung aufgebracht werden. Die unterschiedlichen Metalle können somit in der metallischen Schicht in unterschiedlichen Bereichen wie beispielsweise in Teilschichten vorliegen. Die metallische Schicht insgesamt umfasst mehr als ein Metall, wobei eines der Metalle Au oder Ag ist, wobei auch diese beiden Metalle gleichzeitig in der metallischen Schicht vorliegen können.
  • In einer weiteren Verfahrensvariante wird für die metallische Schicht eine Legierung verwendet, welche mindestens zwei Metalle umfasst und eines der Metalle Au oder Ag ist. Es kann auch eine Legierung verwendet werden, in der Au und Ag gleichzeitig nebeneinander vorliegen. Für diesen Fall ist kein weiteres anderes Metall mehr notwendig. Bei dem Einsatz einer Legierung weist die metallische Schicht somit auch schon dann mindestens zwei Metalle auf, wenn die metallische Schicht aus nur einer Schicht besteht.
  • In einer weiteren Verfahrensvariante wird für die metallische Schicht oder deren Teilschichten unterschiedliche metallische Materialien so verwendet, dass der Anteil an Au oder Ag in der metallischen Schicht bei mindestens 50-mol% liegt. Der Anteil des Elements in der metallischen Schicht errechnet sich aus der Summe an Anteilen in allen Teilschichten in denen das Metall als solches oder auch als Legierung vorliegt.
  • In einer weiteren Verfahrensvariante zur Herstellung eines elektronischen Bauelements umfasst das Verfahren die Verfahrensschritte: Bereitstellen eines piezoelektrischen Substrates, Aufbringen einer metallischen Schicht auf zumindest einer Oberfläche des piezoelektrischen Substrates, Strukturieren der metallischen Schicht, so dass eine Struktur ausgebildet ist, die beim Betrieb des Bauelements akustische Wellen emittiert oder reflektiert, wobei das Aufbringen der metallischen Schicht durch Aufbringen zumindest zweier unterschiedlicher Teilschichten erfolgt, welche unabhängig voneinander ausgewählt sind aus Metall und Legierung, wobei in zumindest einem nachträglichen Temperschritt eine zumindest teilweise Legierung der beiden unterschiedlichen Teilschichten erzeugt wird.
  • Mit diesem Verfahren kann beispielsweise ein elektronisches Bauelement hergestellt werden, wie es in Anspruch 1 beansprucht wird. Bei dieser Verfahrensvariante wird eine zumindest teilweise Legierung erst während des Temperschrittes im Verfahren gebildet. Diese zumindest teilweise Legierung kann durch die zumindest teilweise Durchmischung von zwei aufeinander folgenden Teilschichten erfolgen. Diese Teilschichten können beispielsweise aus zwei unterschiedlichen Metallen oder auch aus zwei unterschiedlichen Legierungen bestehen. Ebenso ist es möglich, dass eine Teilschicht aus einem Metall und die andere Teilschicht aus einer Legierung besteht. Unter dem Begriff ”zumindest teilweise Legierung” ist in Zusammenhang mit dieser Erfindung zu verstehen, dass es zumindest im Grenzbereich der beiden Teilschichten, also in dem Bereich, wo die Teilschichten Kontakt zueinander haben, es zu einer Durchmischung der Materialien der beiden Teilschichten kommt. Dabei wandert das Material mindestens einer der Teilschichten in die angrenzende Teilschicht, welche aus einem anderen Material gefertigt ist. Das diffundierende Material kann sich im Kontaktbereich der beiden Schichten sammeln, aber auch weiter durch die gesamte angrenzende Schicht diffundieren und sich gegebenenfalls homogen darin verteilen.
  • In einer Verfahrensvariante umfasst die zumindest teilweise ausgebildete Legierung Au oder Ag. Vorzugsweise gehören die Au oder Ag Atome/Ionen zu den Atomen/Ionen, welche an der Diffusion beteiligt sind.
  • In einer weiteren Verfahrensvariante beträgt der Anteil an Au oder Ag in der zumindest teilweise ausgebildeten Legierung mindestens 50-mol%.
  • In einer Verfahrensvariante umfasst die zumindest teilweise ausgebildete Legierung Cu. Vorzugsweise gehören die Cu Atome/Ionen zu den Atomen/Ionen, welche an der Diffusion beteiligt sind.
  • Im Folgenden sollen Varianten der Erfindung anhand von Figuren und Ausführungsbeispielen näher erläutert werden.
  • 1 zeigt eine schematische Aufsicht eines elektronischen Bauelements.
  • 2 zeigt eine schematische Seitenansicht eines Ausschnitts aus einem elektronischen Bauelement.
  • 3 zeigt ausschnittsweise einen schematischen Querschnitt durch eine metallische Schicht.
  • 4 zeigt einen schematischen Querschnitt durch eine weitere metallische Schicht.
  • 5 zeigt die graphische Darstellung von 9 Messwerten der Antiresonanzgüte Qa.
  • In 1 ist ein Resonator als mögliche Ausführungsform für die Struktur der metallischen Schicht S bzw. für das Bauelement in schematischer Zeichnung dargestellt. Der Resonator weist ein piezoelektrisches Substrat P auf, auf dem einen Interdigitalwandler W zwischen zwei akustischen Reflektoren R1, R2 angeordnet ist. Sowohl Interdigitalwandler W wie auch die zwei akustischen Reflektoren R1, R2 sind aus der metallischen Schicht S durch Strukturierung derselben entstanden. Die Entfernung A vom Wandler zum Reflektor ist so ausgelegt, dass sich durch konstruktive Interferenz eine stehende Welle zwischen den beiden Reflektoren R1, R2 ausbilden kann. Der Resonator kann in weiteren Ausführungsformen darüber hinaus weitere Wandler und Reflektoren umfassen.
  • Die 2 zeigt eine schematische Seitenansicht eines Ausschnittes aus einem elektronischen Bauelement. Der Ausschnitt zeigt ein piezoelektrisches Substrat P auf dem eine metallische Schicht S angeordnet ist. Die metallische Schicht S umfasst fünf Teilschichten T1 bis T5. Hierbei sind die Teilschichten T1, T3 und T5 aus einem ersten Material gefertigt und die Teilschichten T2 und T4 aus einem zweiten Material, welches nicht dem ersten Material entspricht. Die Teilschichten T1 und T5 weisen die gleiche Schichtdicke auf, ebenso weisen die Teilschichten T2 und T4 die gleiche Schichtdicke auf. Die metallische Schicht S kann durch ein nacheinander folgendes Auftragen der unterschiedlichen Teilschichten T gefertigt werden. Die Teilschichten T können beispielsweise aufgedampft werden.
  • Die 3 zeigt eine schematische Querschnittsdarstellung eines Ausschnittes aus einer metallischen Schicht S. Es ist der Grenzbereich einer Teilschicht T2 zu dem jeweils benachbarten Teilschichten T1 und T3 dargestellt. Die Teilschichten T1 bis T3 sind teilweise legiert. Wie in der Abbildung zu sehen ist, ist ein Teil des Materials, aus dem die Teilschicht T2 gefertigt wurde, in die angrenzenden Teilschichten T1 und T3 diffundiert. Des Weiteren ist ein Teil des Materials, aus dem die Teilschichten T1 und T3 gefertigt wurden, in die Teilschicht T2 diffundiert. Diese teilweise Legierung kann durch einen Temperschritt der metallischen Schicht S erzielt werden.
  • Die 4 zeigt eine schematische Seitenansicht einer weiteren metallischen Schicht S. Die metallische Schicht S umfasst hier sieben Teilschichten T1 bis T7. Hierbei sind die Teilschichten T1, T3, T5 und T7 aus einem ersten Material gefertigt. Die Teilschichten T2, T4 und T6 sind aus einem zweiten Material gefertigt, welches nicht dem ersten Material entspricht. Somit ist die metallische Schicht S aus einer alternierenden Abfolge von Schichten gefertigt, welche zwei unterschiedliche Materialien umfasst. Die Teilschichten T2, T4 und T6 weisen hierbei die gleiche Schichtdicke auf. Die beiden Außenschichten, die Teilschichten T1 und T7, weisen eine Schichtdicke von d0,5 auf, welche der halben Schichtdicke der Teilschichten T3 und T5 d1 entspricht.
  • Wird nun die metallische Schicht S beispielsweise durch einen Temperschritt erwärmt, so kann das Material der Teilschichten T2, T4 und T6 in die angrenzenden Teilschichten diffundieren. Die Schichtdicken der Teilschichten T1, T3, T5, T7 wie aber auch der Teilschichten T2, T4 oder T6, aus denen die Atome oder Ionen heraus diffundieren, sind so gewählt, dass die Atome oder Ionen dieser Teilschichten möglichst gleichmäßig in den angrenzenden Teilschichten verteilt werden können, bzw. sich durch Diffusion gleichmäßig über die Schichtdicken dieser Schichten verteilen. So entspricht die bei der Diffusion zurückzulegende Weglänge in einer der beiden Außenschichten T1 oder T7 der Weglänge, bis zur Mitte einer der innen liegenden Teilschichten T3 und T5. In die andere Hälfte der Teilschichten T3 oder T5 wird dementsprechend von der auf der anderen Seite der jeweiligen Teilschicht liegenden, als Diffusionsquelle dienenden Teilschicht T2, T4 oder T6 heraus diffundiert. So wird beispielsweise in die Teilschicht T3 von oben her durch die abgegebenen Atome oder Ionen aus der Teilschicht T2 diffundiert, wohingegen der untere Teilbereich von den Atomen oder Ionen, welche aus der Teilschicht T4 abgegeben werden diffundiert wird. Die obere Teilschicht T1 hingegen, welche nur an eine weitere Teilschicht T2 angrenzt, weist hingegen nur die halbe Schichtdicke auf wie die Teilschicht T3, so dass sie in der gleichen Zeit von den Atomen/Ionen durchlaufen werden kann, wie die innen liegende Schicht T3, in welche von zwei Seiten aus diffundiert wird.
  • 5 zeigt die graphische Darstellung von 9 Messwerten der Antiresonanzgüte Qa. Hierbei wurden in drei Messreihen drei verschiedene Zusammensetzungen für die metallische Schicht S jeweils bei drei verschiedenen Aperturen (Ap) vermessen. Die Apertur wurde hierbei von dem auf eine gegebene Apertur normierten Wert 1 über 1,5 auf 2 gesteigert. Für diese Messungen wurde ein GBAW-Bauelement verwendet. Die erste Messreihe, welche durch das Symbol ♦ dargestellt ist, wurde mit einer metallischen Schicht S aus reinem Au von einer Schichtdicke von 240 nm durchgeführt. Die zweite Messreihe, welche durch das Symbol ∎ dargestellt ist, wurde mit einer Schichtenfolge für die metallische Schicht S aus folgenden Teilschichten durchgeführt: 60 nm Au, 1 nm Cu, 120 nm Au, 1 nm Cu, 60 nm Au. Die dritte Messreihe, welche durch das Symbol
    Figure 00120001
    dargestellt ist, wurde mit einer metallischen Schicht S durchgeführt, welche zwei Teilschichten T umfasst: eine 150 nm Cu-Schicht und auf dieser angeordnet eine 185 nm Au-Schicht. Die Cu-Schicht ist im Bauelement näher am piezoelektrischen Substrat P angeordnet als die Au-Schicht. Alle drei metallischen Schichten S wurden vor der Messung dem gleichen Temperschritt unterworfen.
  • Aus den in 5 dargestellten Messwerten lässt sich deutlich erkennen, dass in der dritten Messreihe
    Figure 00120002
    für alle drei Aperturen die besten Werte für die Antiresonanzgüte Qa erzielt wurden. In der zweiten Messreihe (∎) wurden für die drei Aperturen jeweils Werte erzielt, die zwischen der ersten und dritten Messreihe liegen. Die schlechtesten Werte für die Antiresonanzgüte Qa wurden in der ersten Messreihe (♦) mit der reinen Au-Schicht erzielt. Die Messergebnisse der Güte der Antiresonanz lassen sich entsprechend auch auf die Güte der Resonanz übertragen. Eine Direktmessung der Güte der Resonanz kann aber von anderen Effekten überlagert sein und besitzt daher nicht die Aussagekraft wie die beispielhaft bestimmte Antiresonanzgüte.
  • Somit wird klar, dass ein erfindungsgemäßes Bauelement mit der besonderen metallischen Schicht in seinen Eigenschaften wesentlich verbessert werden kann, wobei insbesondere die im Bauelement produzierten elektrischen Verluste reduziert werden.
  • Die Erfindung ist nicht durch die Beschreibung anhand der Ausführungsbeispiele beschränkt. Vielmehr umfasst die Erfindung jedes neue Merkmal sowie jede Kombination von Merkmalen, was insbesondere jede Kombination von Merkmalen in den Patentansprüchen beinhaltet, auch wenn dieses Merkmal oder diese Kombination selbst nicht explizit in den Patentansprüchen oder Ausführungsbeispielen angegeben ist. Insbesondere ist das Bauelement nicht auf mit akustischen Wellen arbeitende Resonatoren beschränkt, sondern kann auch andere nicht-resonierende Bauelementtypen umfassen.
  • P
    piezoelektrisches Substrat
    S
    metallische Schicht
    T
    Teilschichten
    W
    Interdigitalwandler
    R
    akustischen Reflektor
    A
    Entfernung vom Wandler
    d
    Schichtdicke

Claims (18)

  1. Elektronisches Bauelement, umfassend – ein piezoelektrisches Substrat (P), – eine metallische Schicht (S) auf zumindest einer Oberfläche des piezoelektrischen Substrates (P), die zumindest in Teilbereichen zu einer Struktur ausgebildet ist, die beim Betrieb des Bauelements akustische Wellen emittiert oder reflektiert, wobei die metallische Schicht (S) mehr als ein Metall umfasst, wobei eines der Metalle Au oder Ag ist.
  2. Elektronisches Bauelement nach Anspruch 1, wobei die metallische Schicht (S) eine Legierung aus mindestens zwei Metallen umfasst und eines der Metalle Au oder Ag ist.
  3. Elektronisches Bauelement nach Anspruch 2, wobei die Legierung eine inhomogene Verteilung von Au oder Ag in der metallischen Schicht (S) aufweist.
  4. Elektronisches Bauelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die metallische Schicht (S) zwei Teilschichten (T) aus unterschiedlichen Metallen, Metall und Legierung oder unterschiedlichen Legierungen umfasst.
  5. Elektronisches Bauelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die metallische Schicht (S) eine Schichtenfolge aufweist, in der alternierend Teilschichten (T) aus unterschiedlichen Metallen und/oder Legierungen folgen.
  6. Elektronisches Bauelement nach Anspruch 5, wobei die Anzahl der Teilschichten (T) ungerade ist.
  7. Elektronisches Bauelement nach einem der Ansprüche 5 oder 6, wobei alle Teilschichten (T), die aus dem gleichen Metall/der gleichen Legierung bestehen, ausgenommen die beiden Außenschichten, die gleiche Schichtdicke (d) aufweisen.
  8. Elektronisches Bauelement nach Anspruch 7, wobei bei einer Schichtenfolge von mindestens 5 Teilschichten (T) die Außenschichten die halbe Schichtdicke (d) der übernächsten weiter innen liegenden Teilschicht (T) aufweisen.
  9. Elektronisches Bauelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei Au oder Ag in der metallischen Schicht (S) zu einem Anteil von mindestens 50-mol% enthalten ist.
  10. Elektronisches Bauelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eines der Metalle Cu ist.
  11. Elektronisches Bauelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei es sich bei dem Bauelement um ein Bauelement handelt, welches mit geführten akustischen Volumenwellen arbeitet.
  12. Verfahren zur Herstellung eines elektronischen Bauelements, umfassend die Verfahrensschritte: – Bereitstellen eines piezoelektrischen Substrates (P), – Aufbringen einer metallischen Schicht (S) auf zumindest einer Oberfläche des piezoelektrischen Substrates (P), – Strukturieren der metallischen Schicht (S), so dass eine Struktur ausgebildet wird, die beim Betrieb des Bauelements akustische Wellen emittiert oder reflektiert, wobei für die metallische Schicht (S) ein Material verwendet wird, welches mehr als ein Metall umfasst, wobei eines der Metalle Au oder Ag ist.
  13. Verfahren nach Anspruch 12, wobei für die metallische Schicht (S) eine Legierung verwendet wird, welche mindestens zwei Metallen umfasst und eines der Metalle Au oder Ag ist.
  14. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 oder 13, wobei für die metallische Schicht (S) Materialien verwendet werden, so dass der Anteil an Au oder Ag in der metallischen Schicht (S) bei mindestens 50 mol-% liegt.
  15. Verfahren zur Herstellung eines elektronischen Bauelements, umfassend die Verfahrensschritte: – Bereitstellen eines piezoelektrischen Substrates (P), – Aufbringen einer metallischen Schicht (S) auf zumindest einer Oberfläche des piezoelektrischen Substrates (P), – Strukturieren der metallischen Schicht (S), so dass eine Struktur ausgebildet ist, die beim Betrieb des Bauelements akustische Wellen emittiert oder reflektiert, wobei das Aufbringen der metallischen Schicht (S) durch Aufbringen zumindest zweier unterschiedlicher Teilschichten (T) erfolgt, welche unabhängig voneinander ausgewählt sind aus Metallen und Legierungen, und wobei in zumindest einem nachträglichen Temperschritt eine zumindest teilweise Legierung der beiden unterschiedlichen Teilschichten (T) erzeugt wird.
  16. Verfahren nach Anspruch 15, wobei die zumindest teilweise ausgebildete Legierung Au oder Ag umfasst.
  17. Verfahren nach Anspruch 16, wobei der Anteil an Au oder Ag in der zumindest teilweise ausgebildeten Legierung mindestens 50 mol-% beträgt.
  18. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 17, wobei die zumindest teilweise ausgebildete Legierung Cu umfasst.
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