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Die Erfindung betrifft eine Staubsaugerdüse mit einer Saugkanaleinheit, die einen Saugkanal aufweist, der sich in einem Verzweigungsbereich in mindestens einen Hauptkanal und mindestens einen Nebenkanal aufzweigt, und mit einer Betätigungseinheit zum Schalten der Saugkanaleinheit.
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Aus der
DE 26 10 866 A1 ist eine gattungsgemäße Staubsaugerdüse für einen Bodenstaubsauger bekannt. Die Staubsaugerdüse umfasst eine Saugkanaleinheit, die einen Saugkanal aufweist. Der Saugkanal zweigt sich in einem Verzweigungsbereich in einen Hauptkanal und zwei Nebenkanäle auf. Zum Schalten der Saugkanaleinheit ist eine Betätigungseinheit vorgesehen. Die Betätigungseinheit umfasst Schaltelemente, über welche die Kanäle manuell vom Benutzer des Bodenstaubsaugers geschlossen und geöffnet werden können.
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Aus den Druckschriften
WO 02/11595 A1 ,
DE 10 2004 031 415 A1 und
DE 101 44 129 A1 sind Staubsaugerdüsen bekannt, bei welchen Teile der Staubsaugerdüsen bei Auffahren auf ein Hindernis automatisch verschwenken, wodurch Saugkanäle zumindest teilweise verschlossen oder geöffnet werden.
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Aufgabe der Erfindung ist es, eine Staubsaugerdüse bereitzustellen, die bei benutzerfreundlicher und bequemer Handhabung der Staubsaugerdüse eine effektive Reinigung von Oberflächen gewährleistet.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
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Bei einer erfindungsgemäßen Staubsaugerdüse ist die Betätigungseinheit automatisch durch Auffahren der Staubsaugerdüse auf ein Hindernis auslösbar. Günstigerweise entfällt hierdurch ein manuelles Umschalten der Saugkanaleinheit durch den Benutzer, wodurch sich bei bequemer Handhabung der Staubsaugerdüse eine Entlastung des Benutzers ergibt. In vorteilhafter Weise erfolgt eine an die jeweiligen Anforderungen angepasste Schaltung der Saugkanaleinheit, wodurch eine effektive Reinigung von Oberflächen erzielt wird. Außerdem ist ein Gelenk vorgesehen, das erfindungsgemäß derart ausgestaltet ist, dass es bei geschlossenem Hauptkanal und geöffnetem Nebenkanal bewegbar und bei geöffnetem Hauptkanal und geschlossenem Nebenkanal unbewegbar ist; und das als ein von einem Unterdruck beaufschlagbarer Faltenbalg ausgeführt ist. Hierdurch ergibt sich eine einfache und wirkungsvolle Handhabung der Staubsaugerdüse, da die Staubsaugerdüse bei Kontakt mit einem Hindernis automatisch ohne Einflussnahme des Benutzers des Staubsaugers eine Auslenkbewegung vollführen kann, wodurch der Benutzer eine Erleichterung bzw. Entlastung bei der Handhabung des Staubsaugers erfährt. Zudem können hiermit auch unzugängliche, für den Benutzer nicht sichtbare Stellen optimal gereinigt werden. Weiter begünstigt diese Ausgestaltung in vorteilhafter Weise eine sehr kostengünstige Ausgestaltung eines Gelenks, welches auf Grund von Druckänderungen die Auslenkung und die Bewegungsrichtung der Staubsaugerdüse steuert.
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Im Übrigen sind vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
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Vorzugsweise ist die Betätigungseinheit zum Hin- und Herschalten der Saugkanaleinheit zwischen Hauptkanal und Nebenkanal vorgesehen. Hierdurch ist in vorteilhafter Weise die Saugleistung wählbar, indem abhängig von der anfallenden Saugfläche zwischen dem leistungsschwächeren, für große Flächen geeigneten Hauptkanal und dem leistungsstärkeren, für Ränder geeigneten Nebenkanal automatisch umgeschaltet wird.
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Bevorzugt weist die Betätigungseinheit eine Schiebeelementeinheit und eine mit der Schiebeelementeinheit in Wirkverbindung stehende Stelleinheit auf. Hierdurch ist die Betätigungseinheit mit einfachen und kostengünstigen Bauteilen realisiert.
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In vorteilhafter Weise ist die Schiebeelementeinheit durch Auffahren der Staubsaugerdüse auf ein Hindernis betätigbar bzw. zu betätigen. Somit ergibt sich bei Bedarf ein sofortiges Abrufen der Umschaltfunktion. Sobald die Staubsaugerdüse Kontakt mit einem Hindernis erfährt, wird durch Umschalten der Saugkanaleinheit die Saugfunktion an die neue Gegebenheit angepasst.
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In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die Schiebeelementeinheit in eine erste Position zum Öffnen des Hauptkanals und Schließen des Nebenkanals und eine zweite Position zum Schließen des Hauptkanals und Öffnen des Nebenkanals verschiebbar. Diese einfache und kostengünstige Ausgestaltung ermöglicht eine sichere Betätigung der Schiebeelementeinheit, indem die Schiebeelementeinheit beim Auffahren auf ein Hindernis automatisch von der ersten Position in die gewünschte zweite Position verschoben wird.
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Bevorzugt ist die Schiebeelementeinheit als Schiebetaste ausgebildet, welche an einer auf einer Achse einer bestimmungsgemäßen Bewegung vorne liegenden Kante angeordnet ist. Bei der bestimmungsgemäßen Bewegung der Staubsaugerdüse handelt es sich in der Regel um sich abwechselnde Vor- und Rückwärtsbewegungen der Staubsaugerdüse. Die Anordnung der Schiebetaste an der in der bestimmungsgemäßen Bewegungsrichtung vorne liegenden Kante der Staubsaugerdüse ermöglicht eine sichere Erkennung von Hindernissen und gewährleistet somit ein sofortiges Umschalten der Saugkanaleinheit.
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Vorzugsweise ist die Stelleinheit als Stellklappe ausgebildet, welche in dem Verzweigungsbereich des Saugkanals angeordnet ist. Diese konstruktiv einfache und kostengünstige Lösung der Stelleinheit umfasst eine auf Druckänderungen schnell reagierende Stellklappe, die ein sofortiges Umschalten der Saugkanaleinheit bewirkt.
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Vorzugsweise mündet der Hauptkanal in mindestens eine in einer Sohle der Staubsaugerdüse angeordnete Ansaugöffnung und der Nebenkanal in mindestens eine in der Kante der Staubsaugerdüse angeordnete Nebenansaugöffnung. Vorteilhafterweise wird durch gezielte Steuerung des Saugkanals eine Steigerung der Saugleistung des Staubsaugers erzielt.
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In vorteilhafter Weise läuft die Nebenansaugöffnung mindestens teilweise an der Kante der Staubsaugerdüse um. Hierdurch ist ein optimales Kantensaugen in kürzester Zeit möglich. Aufgrund der hohen Saugleistung im Nebenkanal ist eine besonders gute Reinigung in den kritischen, schwer zugänglichen Kantenbereichen möglich.
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Schließlich kann der von einem Unterdruck beaufschlagbare Faltenbalg mittels einer Feder verstärkt sein.
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Anhand der einzigen Figur wird die Erfindung anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels nachfolgend näher beschrieben.
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Die einzige Figur zeigt in einer schematischen Darstellung den erfindungsgemäßen Aufbau einer Staubsaugerdüse 10 eines hier nicht weiter dargestellten Staubsaugers, insbesondere eines Bodenstaubsaugers. Die Staubsaugerdüse 10 weist ein an einem Boden bzw. einer Oberfläche 44 entlang bewegbares Gehäuse 46 auf. Das Gehäuse 46 umfasst eine Gehäuseunterschale 46a mit der Funktionalität einer Gleitsohle und eine Gehäuseoberschale 46b. Ferner umfasst die Staubsaugerdüse 10 einen Anschlussstutzen 48, der an einem ersten Ende mit einer Saugkanaleinheit 12 in Verbindung steht. Der Anschlussstutzen 48 ist mit einem zweiten Ende mit einem Saugstutzen des Staubsaugers verbindbar. Die Saugkanaleinheit 12 der Staubsaugerdüse 10 steht über den Anschlussstutzen 48 des Gehäuses 46 in Strömungsverbindung mit dem Saugstutzen des Staubsaugers.
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Die Saugkanaleinheit 12 weist einen Saugkanal 14 auf, der an seinem unteren Ende zwischen Gehäuseoberschale 46b und Gehäuseunterschale 46a verläuft. Der Saugkanal 14 zweigt sich in einem Verzweigungsbereich 16 in einen Hauptkanal 18 und einen Nebenkanal 20 auf, wobei der Hauptkanal 18 über seine Länge einen im Wesentlichen größeren Querschnitt als der Nebenkanal 20 aufweist. Selbstverständlich können auch weitere Kanäle im Gehäuse 46 vorgesehen werden.
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An dem Gehäuse 46 bzw. an der als Sohle 46a ausgebildeten Gehäuseunterschale ist bodenseitig eine Ansaugöffnung 40 vorgesehen, die in den Hauptkanal 18 mündet. D. h. der Hauptkanal 18 mündet in die in der Sohle 46a der Staubsaugerdüse 10 angeordnete Ansaugöffnung 40. Um eine größere Ansaugfläche im Bereich der Ansaugöffnung 40 zu erzielen, vergrößert sich der Querschnitt des Hauptkanals 18 in Richtung zur Ansaugöffnung 40 hin. Ebenfalls ist an der als Sohle 46a ausgebildeten Gehäuseunterschale im Bereich einer Kante 34 der Staubsaugerdüse 10 eine Nebenansaugöffnung 42 vorgesehen, die in den im Gehäuse 46 ausgebildeten Nebenkanal 20 mündet. D. h. der Nebenkanal 20 mündet in mindestens eine in der Kante 34 der Staubsaugerdüse 10 angeordnete Nebenansaugöffnung 42. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind die Ansaugöffnungen 40, 42 und die Kanäle 18, 20 jeweils dem Boden 44 zugewandt. Alternativ hierzu können die Ansaugöffnungen 40, 42 auch an weiteren, einem Fachmann als sinnvoll erscheinenden Stellen am Gehäuse 44 ausgebildet sein. Ferner kann die Nebenansaugöffnung 42 derart ausgeführt sein, dass diese mindestens teilweise an der Kante 34 der Staubsaugerdüse 10 umläuft.
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Zum Schalten der Saugkanaleinheit 12 weist die Staubsaugerdüse 10 eine Betätigungseinheit 22 auf. Um bei bequemer Handhabung der Staubsaugerdüse 10 eine effektive Reinigung von Oberflächen 44 zu gewährleisten, ist die Betätigungseinheit 22 automatisch durch Auffahren der Staubsaugerdüse 10 auf ein Hindernis auslösbar. Die Betätigungseinheit 22 ist zum Hin- und Herschalten der Saugkanaleinheit 12 zwischen Hauptkanal 18 und Nebenkanal 20 vorgesehen.
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Die Betätigungseinheit 22 umfasst eine Schiebeelementeinheit 24 und eine mit der Schiebeelementeinheit 24 in Wirkverbindung stehende Stelleinheit 26. Vorzugsweise ist die Schiebeelementeinheit 24 durch Auffahren der Staubsaugerdüse 10 auf ein Hindernis betätigbar und wirkt dadurch auf die Stelleinheit 26. Im Betrieb des Staubsaugers ist die Schiebeelementeinheit 24 abhängig von der Anforderung sowohl in eine erste Position zum Öffnen des Hauptkanals 18 und Schließen des Nebenkanals 20 bzw. in eine erste Position mit geöffnetem Hauptkanal 18 und geschlossenem Nebenkanal 20 als auch in eine zweite Position mit geschlossenem Hauptkanal 18 und geöffnetem Nebenkanal 20 verschiebbar.
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Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die Schiebeelementeinheit 24 als Schiebetaste ausgebildet, welche an einer auf einer Achse 32 einer bestimmungsgemäßen Bewegung vorne liegenden Kante 34 der Staubsaugerdüse 10 angeordnet ist, wobei es sich bei der bestimmungsgemäßen Bewegung der Staubsaugerdüse 10 in der Regel um sich abwechselnde Vorwärtsbewegungen 32a und Rückwärtsbewegungen 32b der Staubsaugerdüse 10 handelt. Die Stelleinheit 26 ist als Stellklappe ausgebildet, welche in dem Verzweigungsbereich 16 des Saugkanals 14 angeordnet ist. Im Betrieb des Staubsaugers ist die Stellklappe 26 in eine erste Position 28 zum Öffnen des Hauptkanals 18 und Schließen des Nebenkanals 20 bzw. in eine erste Position 28 mit geöffnetem Hauptkanal 18 und geschlossenem Nebenkanal 20 und eine zweite Position 30 zum Schließen des Hauptkanals 18 und Öffnen des Nebenkanals 20 bzw. in eine zweite Position 30 mit geschlossenem Hauptkanal 18 und geöffnetem Nebenkanal 20 verschwenkbar.
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Im Betrieb des Staubsaugers übt der Benutzer mit der Staubsaugerdüse 10 eine bestimmungsgemäße Bewegung aus, bei der es sich in der Regel um sich abwechselnde Vorwärtsbewegungen 32a und Rückwärtsbewegungen 32b handelt. Fährt die Staubsaugerdüse 10 auf ein Hindernis auf, so wird die Schiebetaste 24 von der ersten Position in die zweite Position verschoben, indem die Schiebetaste 24 in die Staubsaugerdüse 10 eingeschoben wird. Hierdurch wird der Hauptkanal 18 geschlossen und der Nebenkanal 20 geöffnet, indem die Stellklappe 26 von der ersten Position 28 in die zweite Position 30 verschwenkt wird, d. h. der Unterdruck wird durch den Nebenkanal 20 geleitet. Dieser Betriebszustand der Staubsaugerdüse 10 erlaubt ein optimales Reinigen von Rändern bzw. Kanten des Bodens 44, da die Nebenansaugöffnung 42 des Nebenkanals 20 in der Kante 34 der Staubsaugerdüse 10 angeordnet ist. Verlässt die Staubsaugerdüse 10 das Hindernis, so kehrt die Schiebetaste 24 bevorzugt automatisch in ihre erste Position zurück. Hierdurch wird die Stellklappe 26 aus der zweiten Position 30 in die erste Position 28 verschwenkt, so dass der Hauptkanal 18 geöffnet und der Nebenkanal 20 geschlossen wird, d. h. der Unterdruck wird durch den Hauptkanal 18 geleitet. Dieser Betriebszustand der Staubsaugerdüse 10 erlaubt ein optimales Reinigen von großen Flächen des Bodens 44, da die Ansaugöffnung 40 des Hauptkanals 18 bevorzugt zentral und großflächig an der Sohle 46a des Gehäuses 46 der Staubsaugerdüse 10 ausgebildet ist.
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Am Gehäuse 44 ist der Anschlussstutzen 48 vorgesehen, der über ein Gelenk 36 mit dem Gehäuse 44 verbunden ist. Vorzugsweise ist das Gelenk 36 derart ausgestaltet, dass es bei geschlossenem Hauptkanal 18 und geöffnetem Nebenkanal 20 bewegbar und bei geöffnetem Hauptkanal 18 und geschlossenem Nebenkanal 20 unbewegbar ist. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist das Gelenk 36 als ein von dem Unterdruck des Staubsaugers beaufschlagbarer Faltenbalg ausgeführt, welcher mittels einer Feder 50 verstärkt ist.
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Bezugszeichenliste
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- 10
- Staubsaugerdüse
- 12
- Saugkanaleinheit
- 14
- Saugkanal
- 16
- Verzweigungsbereich
- 18
- Hauptkanal
- 20
- Nebenkanal
- 22
- Betätigungseinheit
- 24
- Schiebeelementeinheit
- 26
- Stelleinheit
- 28
- erste Position (Stelleinheit)
- 30
- zweite Position (Stelleinheit)
- 32
- bestimmungsgemäße Bewegungsrichtung
- 34
- Kante
- 36
- Gelenk
- 40
- Ansaugöffnung
- 42
- Nebenansaugöffnung
- 44
- Oberfläche (Boden)
- 46
- Gehäuse
- 46a
- Gehäuseunterschale (Sohle)
- 46b
- Gehäuseoberschale
- 48
- Ansaugstutzen
- 50
- Feder