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DE102008031861A1 - Optischer Spursensor - Google Patents

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Abstract

Mit bekannten Spursensoren werden Marken in Form von Kontraststreifen auf der Fahrbahn erkannt und zur Spurführung genutzt. Der Kontrast wird durch hell/dunkle Übergänge dargestellt. Insbesondere bei schwachen Kontrasten wirken sich Störungen nachteilig aus. Die Marken sind dann nicht mehr deutlich zu erkennen. Für Marke 2 und Fahrbahn 1 werden unterschiedliche Farbspektren gewählt. Mit dem Spursensor 6 wird diese Szene sowohl mit als auch ohne Farbfilter 7 aufgenommen. Mit einem Vergleicher 9 wird der Einfluss des Filters 7 in der Szenenauswertung festgestellt. Die Erkennung der Marke 2 auf der Fahrbahn 1 wird somit dann lediglich von dem relativen Farbanteil und nicht von der Intensität des Lichtes bestimmt, sodass Störungen 5, die die Lichtintensität betreffen, weitgehend unwirksam sind. Der Spursensor ist auch dann zur Führung eines Fahrzeugs entlang von Marken geeignet, wenn Störungen in der betrachteten Szene auftreten.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Spursensor zur Erkennung von optischen Marken auf einer Bahn gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Zur Spurführung von Fahrzeugen werden linienförmige optische Marken oder nach anderen Bezeichnungen Strichen, Streifen oder auch Kontraststreifen, wie aus der DE 100 13 767 A1 bekannt, genutzt. Eine einzelne Marke auf der Bahn, z. B. ein kurzer Querstrich oder ein Punkt, kann dagegen auch als Referenz- oder Wegmarke zur Entfernungs- oder Positionsbestimmung genutzt werden. Wichtig ist dabei, dass ein Kontrast der Marke zu dem Rest der Bahn bzw. zur Fahrbahnoberfläche entsteht. Ein solcher Kontrast kommt zustande durch zwei aneinandergrenzende Flächen, die sich in ihrer Intensität und/oder in der Wellenlänge des reflektierten Lichtes unterscheiden. Vorzugsweise wird eine Fläche in einer hellen Farbe ausgestaltet, wozu auch Weiß zählt, und die andere Fläche in einer dunklen Farbe, zu der auch Schwarz zählt. Es können aber auch ähnlich oder gleich helle oder dunkle Flächen sein, die sich nur in ihrem Spektrum, mit anderen Worten der Wellenlänge, also der Farbe, unterscheiden.
  • Mittels eines optischen Sensors und einer Auswertung, kann der Kontrast in seiner Position festgestellt werden und somit dann das Fahrzeug diesen Kontraststreifen nachgeführt werden.
  • Bei den Kontraststreifen, Kontrastmustern, Strichen, Linien oder Marken, die nachfolgend optische Marken oder nur Marken genannt werden, haben sich in der Regel möglichst helle bzw. dunkle, also weiße/schwarze Kontraste durchgesetzt. Ein Grund liegt u. a. darin, dass Schwarz-Weiß-Spursensoren, z. B. Schwarz-Weiß-Kameras, verfügbarer und preiswerter sind als Farbkameras. In der Szene, also dem mit dem Spursensor betrachteten Bahnbereich, in dem die Marke gesucht wird, lassen sich Schwarz-Weiß-Kontraste mit großem Helligkeitsunterschied darstellen. Starke Kontraste lassen sich gut erkennen.
  • Der Spursensor besteht aus Sensorelementen, die Licht im sichtbaren oder ggf. auch benachbarten infraroten oder ultravioletten Bereich in ein entsprechendes elektrisches Signal umsetzen. Grundsätzlich funktioniert die Technologie auch im IR- und UV-Bereich auch, wenn nachfolgend von Licht bzw. optischen Sensoren gesprochen wird.
  • Während man für das Verfolgen einer linienförmigen Marke zur Spurführung zwei oder besser mehrere, gern auch über 100 Sensorelemente, z. B. einzeilige Kameras oder auch 2D-Kameras verwendet, kann für eine querliegende Marke, die nur als Wegmarke benutzt wird, ein einzelnes Sensorelement ausreichen. Bei Überfahrt wird die Marke z. B. durch Änderung der Helligkeit festgestellt.
  • Nachteilig bei den bekannten Verfahren ist, dass bei Alterung, Ausbleichung, Verschmutzung sowie insbesondere bei ungünstiger Schattenwirkung oder Feuchtigkeit sowie bei Kombination dieser Störungen, die Marken auf der Fahrbahn nicht mehr deutlich erkannt werden. Störend wirkt sich aus, wenn durch einen starken Schatten ein falscher Bahn-/Markenkontrast erzeugt wird. Des gleichen ist es störend, wenn Fahrzeuge mit ihren Rädern aus einem nassen Bereich auf eine trockene Betonfahrbahn fahren und dann die nasse und deshalb dunkle Spur z. B. mit einem Kontraststreifen verwechselt wird. Auch der Gummiabrieb von den Rädern kann aufgrund des dann gebildeten Hell-/Dunkelkontrastes mit einer Marke verwechselt werden.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, einen Spursensor zur Erkennung von optischen Marken auf einer Bahn zu schaffen, der insbesondere bei Störungen in der Lichtintensität, z. B. durch Schattenwirkung, Feuchtigkeitseinflüsse, Gummiabrieb und andere, insbesondere dunkle Verschmutzungen – nachfolgend allgemein Störungen genannt – auch noch eine zuverlässige Erkennung von optischen Marken ermöglicht.
  • Diese Aufgabe wird von einem Spursensor nach Anspruch 1 gelöst. Die anderen Ansprüche enthalten weitere erfindungsgemäße Ausführungen.
  • Es ist nach Anspruch 1 von Vorteil, die Szene Bahn/Marke auch mit Hilfe eines Farbfilters zu betrachten. Vorausgesetzt ist dabei natürlich, dass sich Marke und Bahn im Farbspektrum unterscheiden. Wenn man bspw. eine helle Betonfahrbahn ohne Filter betrachtet, wird mehr oder weniger das gesamte Farbspektrum vorhanden sein, also rot, orange, gelb, grün und blau. Bei einer reinen gelben Marke wird jedoch nur der Gelbbereich des Spektrums sichtbar. Bei Betrachtung von Marken und Bahn durch ein nur für gelb durchlässiges Filter wird die gelbe Marke dann in ihrer Intensität kaum nachlassen, während von der Bahn jetzt nur noch der gelbe Lichtanteil sichtbar wird. Die Lichtanteile Rot, Orange, Grün und Blau entfallen und somit ist das Ausgangssignal an dem Sensorelement entsprechend kleiner. Die Sensorelemente, die die Bahn betrachten, werden mit Filter eine deutlich kleinere Lichtintensität anzeigen, als ohne Filter.
  • Der Vergleicher oder auch Auswerter wird also feststellen, dass hier die Bahn betrachtet wird. Wenn ein anderes Sensorelement keine deutliche Änderung in der Intensität im Vergleich mit und ohne Filter anzeigt, ist offensichtlich gerade eine Marke bzw. ein Teil einer Marke betrachtet worden.
  • Im Prinzip ist auch mit der Verwendung eines gelb sperrenden Filters bei Betrachtung einer gelben Marke der Nachweis dieser Marke möglich, weil dann kein Licht von der Marke empfangen wird. Allerdings kann die gelbe Marke dann nur von einer schwarzen Marke oder Bahn unterschieden werden, weil sie bei Betrachtung ohne Filter heller erscheint als die schwarze Marke oder Bahn.
  • Das Verfahren bietet sich auch dann an, wenn die Bahn selbst eher dunkel ist, z. B. bei Asphalt oder ein bestimmtes Farbspektrum hat, z. B. Gelb und die Marken weiß oder schwarz sind oder auch ein anderes bestimmtes Farbspektrum haben, z. B. blaue Marken auf roter Bahn usw. Im letzteren Fall bietet sich auch die Verwendung von zwei Farbfiltern, z. B. eines blauen und eines roten Filters an.
  • Wichtig ist, dass die relative Abschwächung der Lichtintensität mit Filter gegenüber der Messung ohne Filter erfasst bzw. ausgewertet wird. Bei Betrachtung einer gelben Marke mit und ohne gelbem Filter wird sich hierbei kaum ein Unterschied einstellen. Dabei sollten natürlich gleiche Szenenausschnitte betrachtet werden.
  • Die Entscheidung, ob das, was das Sensorelement betrachtet zu der Bahn oder zu einer Marke gehört, hängt in diesem Beispiel von dem Gelbanteil im Verhältnis zum Restlichtanteil ab. Die absolute Lichtstärke spielt hierbei keine Rolle. In diesem Farbbeispiel wird der Kontrast durch einen möglichst hohen Gelbanteil in der einen Fläche und durch einen neutralen oder möglichst geringen Gelbanteil in der anderen Fläche gebildet.
  • Unterschiedliche Lichtverhältnisse durch z. B. Abschattungen, nasse Stellen oder schwarzen Reifenabrieb stören dann nicht oder weniger.
  • Der Spursensor wird zur Erkennung der optischen Marken auf der Bahn in der Regel mehrere optische Sensorelemente nutzen, die jedes für sich, auf verschiedene, in der Regel jedoch benachbarte Szenensegmente gerichtet sind. Die Sensorelemente können Teil einer ein- oder vielzeiligen Kamera sein und somit mit jeder Aufnahme die Szene abbilden.
  • Um die Unterschiede in den Farben von Marken und Bahn festzustellen, wird die Szene dann mit einem Filter aufgenommen, dass entweder die Marken- oder Bahnfarbe sperrt. Bei einer weiteren Aufnahme wird dieses Filter weggelassen oder bei Bedarf ein anderes Filter verwendet, das dann ggf. die andere Farbe sperrt, um im Vergleich die Wirkung des ersten Filters zu erhöhen. Nachfolgend wird allgemein von Vergleich mit oder ohne Filter gesprochen, auch wenn zwei unterschiedliche Filter verwendet werden. Dann sperrt ein Filter die Bahnfarbe und das andere Filter die Markenfarbe bzw. ein Filter lässt nur die Markenfarbe durch und das andere Filter nur die Bahnfarbe.
  • Diese Beschreibung verwendet zum besseren Verständnis Beispiele, die von idealisierten Verhältnissen, z. B. purem Rot oder purem Gelb usw. und idealen Filtern ausgehen. Die Erkennung der Marken auf der Bahn funktioniert natürlich auch mit den üblichen Filtern und den üblichen Farben.
  • Nach Anspruch 2 wird der Spursensor zur Führung eines Fahrzeugs verwendet. Der Spursensor ist dazu am Fahrzeug befestigt und auf die Fahrbahn ausgerichtet. Es wird die Position der Marke, z. B. eines Kontraststreifens, in Bezug auf den Spursensor bzw. das Fahrzeug festgestellt. Hiermit kann das Fahrzeug ggf. automatisch geführt werden und/oder auch zur Fahrerassistenz verwendet werden. Der Fahrer kann gewarnt werden, wenn er sich zu weit von der Fahrspur bzw. der linienförmigen Marke entfernt hat.
  • Die linienförmige Marke muss nicht ununterbrochen sein. Es kann sich auch um gestrichelte Linien oder allgemein unterbrochene Linien handeln. Die Marken können sogar auch aus einzelnen Punkten mit großen Abständen dazwischen bestehen. Es ist allerdings von Nachteil, wenn die Unterbrechungen so groß werden, dass die Führungsqualität des Fahrzeugs darunter leidet.
  • Nach Anspruch 3 kann der Spursensor aber auch zur Erkennung von Wegmarken verwendet werden. Derartige Marken können u. a. auch als Striche quer und/oder längs zur Fahrbahn angeordnet sein. Sie dienen im Wesentlichen zur Informationsgabe, quasi als Kilometerstein zur Wegstreckenbestimmung, als Hinweis auf Geschwindigkeitsbeschränkungen, Abbiegungen, Haltestellen usw.. Einfache Wegmarken können über eine zeitliche Veränderung der Farbverteilung festgestellt werden. Wegmarken können aber auch zweidimensional codiert sein, sodass zur Erkennung mehrere Sensorelemente notwendig sind.
  • Auch linienförmige Marken können durch absichtliche Unterbrechungen codiert sein. Die Information liegt ggf. in der Markenlänge, der Länge der Unterbrechung und/oder der Häufigkeit der Unterbrechungen bzw. Kombinationen davon. Der Spursensor kann sowohl zur Erkennung von linienförmigen Marken, als auch zur Erkennung von Wegmarken verwendet werden.
  • Die Marken können unterschiedliche Farbspektren haben, also z. B. klassischerweise rot, orange, gelb, grün oder blau. So kann eine rote Marke auch als Langsam- oder Stoppmarke verstanden werden, während eine grüne Marke als Expressspur ausgewertet wird. Auch Marken mit unterschiedlichen Farben können nebeneinander oder im ständigen Wechsel, z. B. rot/grün/rot/grün aus Sicherheitsgründen verwendet werden.
  • Somit wird durch Erkennung der einen Farbmarke bei gleichzeitigem Erkennen der anderen bzw. bei Erkennen des Farbwechsels die eine Auswertung mit der anderen Auswertung verifiziert werden. Mit der Anzahl der verwendeten Farben steigt auch der Bedarf an Filtern.
  • Nach Anspruch 5 wird die Erkennung der Marke u. a. mit physikalischen Filtern, z. B. einer farbselektiven Scheibe oder Optik, durchgeführt. Bei Verwendung von physikalischen Filtern lassen sich preiswerte Schwarz-Weiß-Kameras einsetzen. Geeignet ist u. a. die Verwendung von zwei Kameras, von denen die eine z. B. ein Filter hat, das nur die gewählte Markenfarbe durchlässt. Die andere Kamera betrachtet im Wesentlichen die gleiche Szene. Diese Kamera benötigt jedoch keinen Filter. In einer anderen Auswertung ist aber auch die Verwendung eines Filters möglich, welches die Markenfarbe sperrt und nur die Bahnfarbe durchlässt. Wichtig ist, dass die Ergebnisse mit Filter mit den Ergebnissen ohne Filter verglichen werden. Selbstverständlich müssen beide Kameras die gleiche Szene betrachten und sich die Sensorelemente der einen Kamera den Sensorelementen der anderen Kamera zuordnen lassen.
  • Grundsätzlich ist auch die Verwendung von nur einer Kamera notwendig. Dann muss die Szene nacheinander einmal mit und einmal ohne Filter betrachtet werden.
  • Selbst die Verwendung einer 2D-Kamera mit einem geteilten Filter ist möglich.
  • Physikalische Filter stehen sowohl als breite oder schmale, als Hoch- oder als Tiefpass oder als Band- oder Sperrfilter zur Verfügung. Somit können bestimmte Farbspektren bevorzugt durchgelassen oder auch herausgefiltert werden. Ggf. sind Kombinationen verschiedener Filter geeignet, um eine gute Filterwirkung zu erzielen. Physikalische Filter lassen sich sehr schmalbandig herstellen, wodurch ebenfalls eine hohe Filterwirkung erzielt wird, wenn auch die Marke bzw. Bahn dazu ein entsprechendes schmalbandiges Spektrum hat.
  • Letztendlich sind alle Kombinationen bzgl. weiß/schwarz bzw. aller Farbvarianten möglich. Wichtig ist lediglich, dass sich Marken und Bahn im Farbspektrum unterscheiden.
  • Nach Anspruch 6 kann man für den Spursensor Sensorelemente mit unterschiedlicher spektraler Empfindlichkeit, z. B. eine Farbkamera einsetzen. Üblicherweise haben Farbkameras sehr viele Sensorelemente, die zu je einem Drittel rot-, grün- bzw. blauempfindlich sind. Bei diesen Farbkameras ist jedoch zu beachten, dass ihre Filterwirkung relativ schwach ist und die Farben zum Teil nicht eindeutig zugeordnet werden können. Da es bei diesen Farbkameras keine echten Gelbfilter gibt, kann man nicht erkennen, ob es sich bei dem Gelb um ein reines Gelb handelt oder ob es sich um eine Mischfarbe aus Rot und Grün handelt. Daher haben die Farbkameras in der Anwendung oft eine schlechtere Qualität als Schwarz-Weiß Kameras, die eine farbselektive Filterscheibe oder Optik verwenden.
  • Farbkameras können dann sinnvoll sein, wenn der Hauptbestandteil der Markenfarbe im Spektrum möglichst weit entfernt ist von dem Hauptbestandteil der Bahnfarbe. Die jeweiligen Hauptbestandteile sollten dann auch den Farben entsprechen für die die unterschiedlichen Sensorelemente empfindlich sind, also bspw. Rot oder Grün oder Blau. Ein geeignetes Beispiel für eine Farbkamera wäre der Einsatz von roten Marken auf blauer Bahn bzw. umgekehrt. Hier wird die Filterwirkung einer Farbkamera evtl. ausreichend sein. Damit auch in dieser Anwendung nicht die Lichtstärke, sondern nur der relative Farbanteil von Rot bzw. Blau gewertet wird, kann dann in dem betrachteten Szenesegment das gesamte Licht der roten, grünen und blauen Sensorelemente zusammen quasi als ungefilteter Referenzwert genutzt werden. In diesem Beispiel ist es aber auch möglich, dass nur das Verhältnis Rot zu Blau benutzt wird, um zu entscheiden, ob es sich um ein Bahn- oder ein Markensegment handelt.
  • Der Vorteil der Farbkameras liegt eher in der schnellen Konfigurierbarkeit bzw. Umstellung auf andere Farbzusammensetzungen.
  • Eine Filterwirkung kann nach Anspruch 7 auch dadurch festgestellt werden, dass die Szene mit künstlichem, gefärbtem Licht beleuchtet wird. Bei hellem Sonnenschein im Außenbereich kann dies schwierig sein. Der Einsatz ist daher sinnvollerweise eher für abgeschattete Bereiche, den Innenbereich oder nachts sinnvoll. Häufig haben Beleuchtungen von Straßen oder Arbeitsflächen einen relativ starken gelblichen Stich. Es wäre dann sinnvoll, mit einem künstlichen Licht, das eher starke Blauanteile hat, die zu betrachtende Szene aus Bahn und Marke zu beleuchten. Das zusätzliche bläuliche Licht sollte abwechselnd an- und ausgeschaltet werden, z. B. als Blitzlicht. Dabei muss dann der Spursensor, z. B. mit einer Kamera, jeweils eine Szene mit dem gelbstichigen Licht und dem blaustichigen Licht getrennt aufnehmen und danach vergleichen. Bei einer gelben Marke auf einer hellen oder auch weißen Betonbahn wird dann bei dem bläulichen Blitzlicht eine stärkere Aufhellung auf der weißen Betonbahn auftreten, als auf den gelben Marken. Bei anderen Marken- und Bahnfarben sind entsprechend andere Blitzlichtfarben zu wählen.
  • Das Filter sitzt in dieser Anwendung nicht direkt vor dem optischen Sensorelement, sonder vor der künstlichen Beleuchtung oder ist Teil der künstlichen Beleuchtung. Vorteilhafterweise liefert die künstliche Beleuchtung, physikalisch bedingt, im Wesentlichen genau das geeignete Farbspektrum. Die künstliche Beleuchtung gehört dann mit zum Spursensor, auch wenn sie etwas beabstandet ist.
  • Es ist auch möglich eine an sich weiße künstliche Beleuchtung derart mit Filtern zu verwenden, dass der eine Teil der Szene mit Filter und der andere Teil der Szene ohne Filter beleuchtet ist. Beim Führen eines Fahrzeugs wird dann der gleiche Szenenteil nacheinander mit und ohne Filter betrachtet und ausgewertet. Insbesondere, wenn die allgemeine Beleuchtung relativ schwach ist, bietet es sich an, zwei unterschiedlich gefärbte Beleuchtungen zu verwenden, z. B. eine rötliche und eine bläuliche. Wenn sich Marken und Bahn in ihren Rot- und Blauwerten unterscheiden, kann dieser Unterschied dann auch mit einer Schwarz-Weiß-Kamera festgestellt werden.
  • Bei Wechsel der allgemeinen Helligkeit, z. B. durch die Beleuchtung mit hellem Sonnenlicht am Tag und relativ schwachem Kunstlicht in der Nacht, treten starke Lichtschwankungen auf. Der Spursensor ist nach Anspruch 8 so ausgelegt, dass er mit oder ohne Sonnenlicht arbeiten kann. Das Fahrzeug wird bei Bedarf eine fahrzeugeigene Beleuchtung nutzen. Des weiteren passt sich der Spursensor in der Empfindlichkeit, z. B. durch Regelung der Blende und/oder Belichtungszeit, an. Um Übersteuerung zu vermeiden ist es vorteilhaft, bei einer hellen Bahn die Empfindlichkeit des Spursensors entsprechend der Helligkeit der Fahrbahn zu regeln.
  • Bei Verwendung von mehreren Kameras bzw. einer Verwendung mit und ohne Filter können verschiedene Empfindlichkeiten bzw. Blendenöffnungen oder Belichtungszeigen gewählt werden, damit geeignete Signale für Vergleich und Auswertung vorliegen.
  • Ausführungsbeispiel:
  • Anhand der beigefügten Zeichnungen soll die Erfindung nachfolgend näher erläutert werden:
  • Es zeigt:
  • 1 das Prinzip einer linienförmigen Markenerkennung mit zwei Sensorelementen.
  • 2 das gleiche Prinzip bei Schwankungen in der Lichtstärke durch eine Abschattung.
  • 3 ein Blockschaltbild des Spursensors mit Filter, Kamera und Auswerter.
  • In 1 ist eine Marke 2 in Form eines Streifens auf einer Fahrbahn 1 zu sehen. An der linken Kante der Marke 2 ist das linke Erfassungssegment 3 eines Sensorelementes und auf der rechten Seite das rechte Erfassungssegment eines zweiten Sensorelementes zu sehen. Ein Erfassungssegment ist der Bereich auf der Fahrbahn 1 oder Marke 2, der von einem bestimmten Sensorelement betrachtet wird. Der Bereich außerhalb dieses Erfassungssegmentes wird von diesem Sensorelement nicht gesehen.
  • Darunter ist der Intensitätsverlauf für ein optisches Sensorelement ohne Filterung zu erkennen. Wenn sich das Sensorelement über der gelben Marke befindet, kommt nur die relativ geringe Lichtintensität des schmalen gelben Spektrums zur Auswertung. Die Marke 2 besteht idealisiert aus reinem gelbem Licht und nicht aus einem rot, orangem oder grünem Farbgemisch. Rechts und links neben der Marke 2 ist die höhere Intensität der hellen Reflektion von der Fahrbahn 1 zu erkennen. Dadurch, dass auf der Fahrbahn 1 auch die roten, orangen, grünen und blauen Lichtanteile hinzukommen, ist hier das Ausgangssignal am Sensorelement natürlich stärker. Wenn man in diesem Beispiel annimmt, dass alle Farben rot, orange, gelb, grün und blau zu je 20% zum Ausgangssignal eines Sensorelementes beitragen und kein Filter 7 verwendet wird, dann liegt das Ausgangssignal für die gelbe Marke 2 bei 20%.
  • Im Übergangsbereich zwischen der Marke zur Fahrbahn 1 ändert sich Ausgangssignal am Sensorelement entsprechend zur Verschiebung.
  • Wenn der Spursensor 6 mit beiden Sensorelementen nach links verschoben wird, erhält das linke Sensorelement mehr Licht, das rechte Sensorelement wird dann schwächer. Somit kann man durch Vergleich der Ausgangssignal an dem linken bzw. rechten Sensorelement die Verschiebung nach links erkennen.
  • In 2 ist in der rechten Hälfte eine Störung 5 zu erkennen. Hierbei kann es sich z. B. um einen Schatten, eine nasse Fahrspur auf einer sonst hellen Fahrbahn 1 oder auch um schwarzen Reifenabrieb handeln. Wenn man nur die Helligkeit auf der gestörten Oberfläche auswertet, könnte ohne Berücksichtigung der Farbe diese Störung 5 mit einer Marke 2 verwechselt werden. Die Szene wird von einer einzeiligen Kamera 10, die eine Vielzahl von Sensorelementen hat, betrachtet. Dargestellt ist quasi die Projektion der einzeiligen Kamera 10 bzw. die benachbarten Szenesegmente, die von den einzelnen Sensorelementen der einzahligen Kamera gesehen werden.
  • Darunter ist in dem Diagramm das zugehörige Signalbild ohne Filter SOF dargestellt. Ohne Filter 7 wird das gesamte Lichtspektrum durchgelassen. In den Bereichen 12 und 13 erfolgt eine Absenkung, weil hier die rot, orangen, grünen und blauen Lichtanteile fehlen und in diesem Beispiel dann nur noch das gelbe Licht mit nur 20% der Gesamtlichtstärke festgestellt wird. Eine weitere Abschwächung erfolgt dadurch, dass in den Bereichen 13 und 14 durch die Störung 5 noch einmal 75% herausgefiltert werden. Als Referenzsignal mit der Vergleichstärke 1 gilt die ungefilterte und nicht gestörte helle Fahrbahn 1.
  • In einer weiteren, darunter liegenden Darstellung wird die gesamte Szene mit dem Signal mit Gelbfiltern SGF dargestellt. Die weiße Fahrbahn 1 und die gelbe Marke 2 sind in den Bereichen 11, 12 und 15 gleich stark. Es zeigt sich jedoch eine Abschwächung aufgrund der Störung 5 in den Bereichen 13 und 14.
  • Die Wirkung des Filters 7 ist im Diagramm Filterwirkung FW zu erkennen. Hier zeigt sich, dass in den Bereichen 12 und 13 die Erfassung der Szene mit Filtern 7 gegenüber der Erfassung ohne Filtern 7 keine Änderung gebracht hat. Das Filter 7 ist in der Filterwirkung FW neutral, d. h. hat den neutralen Faktor 1. Dieser Bereich entspricht der gelben Marke 2. Die Bereiche 11, 14 und 15 zeigen, dass das Filter 7 nur 20% des Lichtes durchgelassen hat. In diesem Bereich handelt es sich also um eine Fahrbahn 1.
  • Ein einfaches Blockschaltbild ist in 3 dargestellt. Spursensor 6 besteht in diesem Beispiel u. a. aus einer Kamera 8, der ein Filter 7 zugeschaltet werden kann. Des weiteren ist ein Vergleicher 9 dargestellt, der die Szene aus Fahrbahn 1 und Marke 2 betrachtet und mit und ohne Filter 7 auswertet.
  • Der Vergleicher 9 kann ein kleiner Rechner, z. B. ein Mikrokontroller, sein. Die Kamera 8 kann analoge oder auch digitale Signale an den Vergleicher 9 liefern. Das physikalische Filter 7 kann eine Scheibe aus Glas oder Kunststoff mit stark selektiver Wirkung sein, z. B. mit einem schmalen Durchlass im Gelbbereich.
  • Der Spursensor 6 kann an einem nicht dargestellten Fahrzeug befestigt sein und zur Spurführung über einer linienförmigen Marke 2 entlanglaufen.
  • Eine Abweichung nach links oder rechts wird dabei von dem Spursensor 6 detektiert und ggf. für eine Lenkkorrektur verwendet.
  • Ebenso ist es möglich, dass es sich bei der Marke 2 um eine Wegmarke handelt und mit dem Spursensor 6 diese Marke 2 zur Referenzpunkt oder auch als Information auf einer Fahrbahn 1 erkannt wird.
  • Mit dem Spursensor 6 ist es entsprechend der Auslegung möglich, Marken 2 zur Spurführung als auch zur Referenzierung oder Information zu erkennen.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 10013767 A1 [0002]

Claims (8)

  1. Spursensor zur Erkennung von optischen Marken auf einer Bahn, dadurch gekennzeichnet, – dass die Marken im wesentlichen ein anderes Farbspektrum haben als die Bahn, – dass mit Hilfe eines Farbfilters, das für das Farbspektrum der Marken oder die Bahn ausgewählt ist und eines Vergleichers, die Szene mit dem Spursensor mit und ohne Filter betrachtet und miteinander verglichen wird und – dass durch die Filterwirkung die Marken von der Bahn unterschieden und in ihrer Position festgestellt werden.
  2. Spursensor, nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, – dass der Spursensor zur Führung eines Fahrzeugs verwendet wird.
  3. Spursensor, nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, – dass hiermit Wegmarken auf der Fahrbahn erkannt werden
  4. Spursensor, nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, – dass je nach Bedeutung der Marken unterschiedliche Farbspektren verwendet werden.
  5. Spursensor, nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, – dass als Filter ein physikalisches Filter verwendet wird.
  6. Spursensor, nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, – dass zum Filtern Sensorelemente mit unterschiedlicher spektraler Empfindlichkeit eingesetzt werden.
  7. Spursensor, nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, – dass die Filterwirkung durch einen Wechsel im Farbspektrum der Beleuchtung erzielt wird.
  8. Spursensor, nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, – dass die Empfindlichkeit angepasst wird und somit auch bei unterschiedlichen Beleuchtungsverhältnissen gearbeitet werden kann.
DE102008031861.2A 2008-07-05 2008-07-05 Spursensor zur Erkennung von optischen Marken auf einer Bahn Active DE102008031861B4 (de)

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