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Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Trennen elektrisch leitender
Bauteile, gemäß den Merkmalen des Patentanspruchs
1, sowie ein Verfahren zum Trennen elektrisch leitender Bauteile,
gemäß den Merkmalen des Patentanspruchs 9.
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Das
Trennen von Bauteilen durch gezieltes Erhitzen mittels Stromfluss
ist bereits durch die
DE 198
15 238 A1 Stand der Technik. Es wird vorgeschlagen, Blechtafeln
aus einem Rahmen herauszutrennen, indem dünne Stege, über
welche die Blechtafeln mit dem Rahmen verbunden sind, durch elektrischen
Strom, der über die Stege geleitet wird, aufgeschmolzen
werden. Die Stege werden zuvor mechanisch aus den Blechtafeln herausgearbeitet.
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In
der
DE AS 11 48 338 ist
ebenfalls das Trennen von Bauteilen durch Anlegen einer elektrischen
Spannung beschrieben. Hierbei geht es um die Auftrennung eines längsnahtgeschweißten
Rohrstrangs in kleinere Rohrsegmente. Vor dem Anlegen der Spannung
wird das Rohr bereits mechanisch in Rohrsegmente unterteilt, welche
danach nur noch über eine Schweißnaht untereinander
verbunden sind. Zum endgültigen Trennen der Rohrsegmente, wird
an den Rohrkörper über Elektroden eine elektrische
Spannung so angelegt, dass der elektrische Strom an der Verbindungsstelle
nur durch die Schweißnaht fließt und diese bis
zum Aufschmelzen erhitzt. Zusätzlich wird die Verbindungsstelle
noch mit einer Zug- und/oder Scherkraft beaufschlagt.
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Die
DE 30 12 095 C2 beschreibt
ein Verfahren zum Trennen von langen Blechhohlprofilen quer zu deren
Längserstreckung. Die Wandstärke der Blechhohlprofile
wird an den vorgesehenen Trennstellen vor dem Anlegen der Spannung
durch mechanische Bearbeitung verdünnt. Der verbleibende
Steg wird dann mit kurzen Hochstromstößen verbrannt. Die
Anordnung besteht hier aus Rollelektroden.
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Die
in den vorstehend genannten Druckschriften beschriebenen Verfahren
haben gemeinsam, dass die Trennkante vor dem Trennen mechanisch
bearbeitet wird. Dadurch entsteht eine so genannte ”Sollbruchstelle”.
Dies geschieht beispielsweise durch eine gezielte Verringerung des
Strom leitenden Querschnitts, um genau an diesen im Querschnitt
reduzierten Stellen die zum Erreichen der Schmelztemperatur notwendige
Stromdichte zu realisieren. Die mechanische Bearbeitung bedingt
einen zusätzlichen Fertigungsschritt, ist aber unvermeidbar,
um den Verlauf der Schnittkante festzulegen. Die mechanische Bearbeitung
führt zu längeren Fertigungszeiten sowie höheren
Fertigungskosten.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung zum Trennen
elektrisch leitender Bauteile aufzuzeigen, mittels welcher ohne
vorherige mechanische Bearbeitung des Trennspaltes ein Trennen mittels
Durchleiten elektrischen Stroms durchführbar ist, bzw.
ein Verfahren aufzuzeigen, mittels welchem der vorbeschriebene Trennvorgang kostengünstig
und schnell durchführbar ist.
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Der
gegenständliche Teil dieser Aufgabe wird durch eine Vorrichtung
mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Weitere
vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche
2 bis 8.
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Die
Vorrichtung zum Trennen elektrisch leitender Bauteile umfasst wenigstens
zwei Elektroden, welche relativ zueinander verlagerbar sind. Die
Elektroden sind durch einen schmalen Trennspalt beabstandet und
mit dem Bauteil in ohmschen Kontakt bringbar und zwar in dem Trennspalt
unmittelbar benachbarten Bereichen. Der Verlauf des Trennspaltes ist
durch die Geometrie der Elektroden vorgegeben. Da ein über
die Elektroden eingeleiteter elektrischer Strom, nach Anlegen der
elektrischen Spannung an die Elektroden, im Bereich des Trennspaltes
ausschließlich über das zu bearbeitenden Bauteil
geleitet wird, werden somit auch nur im Trennspalt die zum Erweichen
oder Aufschmelzen notwendigen Temperaturen erreicht. Eine mechanische
Vorbearbeitung des Bauteils im Bereich des Trennspalts ist somit
nicht mehr erforderlich, da das Material durch den Trennspalt definiert
erweicht oder aufgeschmolzen wird. Dadurch können der Produktionsdurchsatz gesteigert
und die Fertigungskosten gesenkt werden. Obwohl zum Trennen sehr
große Stromdichten notwendig sind, stellt die Einleitung
des Stroms in das Bauteil keine Schwierigkeit dar, da die Kontaktflächen
zwischen den Elektroden und dem Bauteil sehr groß sind.
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Das
Bauteil wird vor dem Trennen zwischen den Teilelektroden justiert
angeordnet und dann von diesen durch eine Klemmkraft in seiner Position
lagefixiert. Anschließend wird an die Elektroden eine Spannung
angelegt, sodass der Strom im Spaltbereich nur über das
Bauteil fließt. Eine Erwärmung des Bauteils in
den Übergangsbereichen von Elektrode zum Spalt wird durch
die Wärmeleitung zwischen dem Bauteil und den Elektroden
begrenzt. Aus diesem Grund wird die zum Trennen notwendige Erwärmung
im Bauteil nur im mittleren Bereich des Trennspaltes erreicht und
der tatsächliche Erwärmungsbereich ist somit geringer
als der theoretische Erwärmungsbereich. Nach dem Hinreichenden
Erweichen des Bauteils im Trennspalt, wird das Bauteil durch eine
Verschiebung der Elektroden getrennt. Eine erste Möglichkeit
besteht darin, das Bauteil bereits während des Stromflusses
mit Zug bzw. Scherspannung zu beaufschlagen. Ebenso ist es möglich
erst nach dem Abschalten des Stromflusses mit Scher- bzw. Zugkräften
auf das Bauteil einzuwirken und es dadurch zu trennen. Eine weitere
Möglichkeit zusätzlich Kräfte in den
Trennspalt einzubringen besteht darin, die Elektroden gegeneinander
in eine schwingende Bewegung zu versetzen. Die maximale Amplitude entspricht
dabei der Dicke des Bauteils.
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Ein
ganz wesentlicher Teil der Erfindung ist, dass neben einer geraden
Schnittkante nahezu beliebige Schnittkantenverläufe realisierbar
sind, indem die Geometrie der Elektroden verändert wird.
Es kann beispielsweise eine der sich gegenüberliegenden
Elektrodenseiten mit einer Aussparung, die andere mit einem Vorsprung
versehen sein, sodass beide Seiten ineinander greifend ausgestaltet
sind und dass der Trennspalt beispielsweise einen bogenförmigen
Verlauf aufweist. Dies bietet die Möglichkeit, die Schnittführung
an bestimmte Anforderungen oder Konturen anzupassen. Die den Spalt
bildenden Flächen der Teilelektroden werden im Folgenden
als Spaltwände bezeichnet.
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Neben
einer solchen Adaption der Spaltwände, können
die mit dem Bauteil in direktem Kontakt stehenden Ober- und Unterseiten
der Teilelektroden räumlich an die Oberfläche
des zu bearbeitenden Bauteils angepasst werden. Es wird ein möglichst gleichmäßiger
Elektrodenkontakt angestrebt, um eine homogene Stromdichteverteilung
zu erreichen. Die mit dem Bauteil in direktem Kontakt stehenden Flächen
werden im Folgenden als Kontaktflächen bezeichnet.
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Eine
3-dimensionale, also räumliche Anpassung ermöglicht
beispielsweise das Schneiden von Rohrprofilen. Hierfür
werden die Kontaktflächen der Teilelektroden mit einer
dem Rohrdurchmesser entsprechenden Aussparung versehen, sodass der Rohrkörper
beim Trennvorgang vollständig von den Teilelektroden umgriffen
wird. Durch eine entsprechende zusätzliche Anpassung der
beiden Spaltwände der Elektroden wird eine mehrdimensionale Schnittführung
beim Trennen eines Rohres ermöglicht. Zum Beispiel kann
ein in Umfangsrichtung wellenförmiger oder gezackter Verlauf
des Trennspalts realisiert werden, indem die Spaltwände
der Elektroden mit gerundeten oder gezackten Vorsprüngen
und gegengleichen Aussparungen versehen sind, in welche die Vorsprünge
passen. Eine solche Vorrichtung ist zum Trennen vieler unterschiedlicher
Profilbauteile denkbar. Vorraussetzung ist ein vollumfänglicher Kontakt
zwischen den Kontaktflächen der Elektroden und dem Bauteil.
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Eine
weitere Vorrichtung sieht eine Anordnung der Elektroden des Elektrodenpaares
ineinander vor. Hierbei umgreift eine Elektrode teilweise oder vollständig
eine andere Elektrode, wobei beide Elektroden relativ zueinander
verschiebbar sind und wobei sie relativ zueinander Rotationsbewegungen
ausführen können. Beide Elektroden können
dabei aus Teilelektroden zusammengesetzt sein. Die Schnittkante
wird von dem Bereich zwischen der Spaltwand der inneren Elektrode
und der Spaltwand der äußeren Elektrode definiert.
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Nach
dem Trennen durch eine relative Verschiebung der Elektroden zueinander,
werden die das Bauteil haltenden Teilelektroden auseinander bewegt
und das Bauteil entnommen.
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Das
Verfahren gemäß Patentanspruch 9 löst den
verfahrensmäßigen Teil der Aufgabe. Maßnahmen
zur Durchführung des Verfahrens sind Gegenstand der Unteransprüche
10–15.
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Das
beanspruchte Verfahren zum Trennen elektrisch leitender Bauteile,
nachfolgend Trennverfahren genannt, beschreibt die Trennung von
Bauteilen über zwei ineinander angeordnete Elektroden zur Herstellung
von Durchgangslöchern. Während des Trennvorgangs
werden durch die Rotation der inneren Elektrode relativ zur äußeren
Elektrode Scherkräfte in den Trennspalt eingeleitet.
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Die
Elektroden des Elektrodenpaares sind bei diesem Verfahren, im folgenden
Trennverfahren genannt, so ineinander angeordnet, dass eine Elektrode
eine zylindrische Durchgangsöffnung aufweist, mit welcher
sie eine zweite zylinderförmige Elektrode umfasst. Der
Durchmesser der inneren Elektrode bestimmt den Durchmesser des herzustellenden Durchgangsloches.
Der Abstand zwischen der Spaltwand der inneren Elektrode und der
Spaltwand der äußeren Elektrode bestimmt die Breite
des Trennspaltes. Beide Elektroden sind senkrecht zur Längsrichtung
des Zylinders bzw. der Durchgangsöffnung in jeweils zwei
Teilelektroden unterteilt. Die Elektroden sowie die Teilelektroden
sind relativ zueinander verschiebbar gelagert. Das heißt,
die innere Elektrode kann entlang der zylindrischen Durchgangsöffnung
bewegt werden. Ebenso können die Elektroden unabhängig
voneinander und gegenläufig gedreht werden.
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Zu
Beginn des Trennverfahrens wird ein Bauteil zwischen den Teilelektroden
positioniert. Dabei ist das Verhältnis der Dicke D des
Bauteils zur Breite S des Trennspaltes (D/S) ein wichtiger und variabler
Verfahrensparameter, welcher entsprechend dem zu trennenden Bauteil
und dem Verlauf der Trennkante optimiert wird. Das Verhältnis
kann dabei einen Wert von 1 annehmen, es kann aber auch durch Anpassungen
an die geforderte Kontur und die Dicke des Bauteils Werte zwischen
0,1 und 2,5 annehmen. Anschließend werden die Teilelektroden
so stark gegen das Bauteil gedrückt, dass dieses während
des Trennvorgangs lagefixiert ist. Nach dem Anlegen der Spannung
an die Elektroden stellt sich der Stromfluss ein und das Bauteil
im Bereich des Trennspaltes wird erhitzt. Durch eine Rotationsbewegung der
inneren Elektrode gegenüber der äußeren
Elektrode werden Scherkräfte in den erwärmten
Trennbereich des Bauteils eingeleitet und der von der inneren Elektrode
gehaltene Teil des Bauteils wird gegenüber dem von der äußeren
Elektrode gehaltenen Teil des Bauteils abgeschert. Durch eine zusätzliche
axiale Bewegung der inneren Elektrode relativ zur äußeren Elektrode
wird der von der inneren Elektrode gehaltene Teil des Bauteils vollständig
von dem Teil getrennt, welcher von der äußeren
Elektrode gehalten wird. Die Scherkräfte wirken dabei einem
Verzug der Bauteilkanten im Trennbereich, wie er bei einer rein axialen
Bewegung der inneren Elektrode entstehen kann, entgegen.
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Anstelle
einer Rotation der Elektroden können diese auch zueinander
in eine schwingende Bewegung parallel zum Trennspalt versetzt werden,
wodurch die Scherkräfte nicht mehr tangential, sondern vertikal
in den erwärmten Trennbereich eingeleitet werden. Die maximale
Amplitude entspricht der Dicke des Bauteils. Die schwingende Bewegung
kann mit konstanter Amplitude oder mit zunehmender Amplitude ausgeführt
werden. Durch eine Verschiebung der Elektroden gegeneinander wird
das Bauteil entlang der Trennkante getrennt. Durch diese Verschiebung
der Elektroden wird das Bauteil mit einer Zugkraft beaufschlagt,
während das Bauteil weiter über eine Klemmkraft
zwischen den Teilelektroden gehalten wird.
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Der
Zeitpunkt der Elektrodenverschiebung ist variabel. So können
beispielsweise die Zugkräfte erst nach dem Abschalten des
elektrischen Stroms eingebracht werden, wenn das Material im Trennspalt
eine entsprechende Erweichungs- oder Schmelztemperatur erreicht
hat. Es ist aber auch möglich, den elektrischen Strom erst
nach der Verschiebung der Elektroden und der vollständigen Trennung
des Bauteils abzuschalten. Weiterhin ist es möglich bei
angelegtem elektrischen Strom bereits während das Material
im Trennspalt seine Erweichungstemperatur erreicht, Zugkräfte
durch Verschiebung der Elektroden in den Trennspalt einzubringen.
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Sowohl
das Verhältnis der Dicke des Bauteils zur Breite des Trennspaltes,
als auch der Zeitpunkt der Elektrodenverschiebung, sowie der Zeitpunkt
der Abschaltung des elektrischen Stromes sind variable Parameter,
welche flexibel an Bauteil und Trennvorrichtung anpassbar sind.
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Nach
dem Trennvorgang befinden sich die Teilelektroden wieder in ihrer
Ausgangsposition und das bearbeitete Bauteil kann aus der Trennvorrichtung
entnommen werden.
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Die
Erfindung wird nachfolgend anhand der in schematischen Zeichnungen
dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Es zeigt:
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1 eine
Anordnung von jeweils in Teilelektroden unterteilten Elektroden
einer Vorrichtung zum Trennen in einer Ausgangsposition;
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2 die
Elektrodenanordnung der 1 mit einem zu trennenden Blechbauteil;
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3 die
Elektrodenanordnung der 2, wobei das Blechbauteil von
den Elektroden gehalten ist;
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4 die
Elektrodenanordnung der 2 direkt im Anschluss an den
Trennvorgang;
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5 die
Elektrodenanordnung der 2 mit getrenntem Blechbauteil;
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6 schematische
Darstellung der 3;
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7 eine
weitere Ausführungsform einer Vorrichtung zum Trennen mit
ihren Elektroden in einer Ausgangsposition;
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8 die
Elektrodenanordnung der 7 mit einem zu trennenden rohrförmigen
Bauteil;
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9 die
Elektrodenanordnung der 7, wobei der Rohrkörper
von den Elektroden gehalten ist;
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10 die
Elektrodenanordnung der 7 unmittelbar nach dem Trennvorgang;
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11 die
Elektrodenanordnung der 7 mit getrenntem Rohrkörper;
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12 bis 12c Darstellung der aufeinander folgenden Fertigungsschritte
zum Trennen eines geformten Bauteils;
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13 eine
weitere Ausführungsform einer Vorrichtung zur Durchführung
des Verfahrens;
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14 bis 14b eine Darstellung der aufeinander folgenden
Fertigungsschritte der Vorrichtung gemäß 13 und
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15 eine
Schnittdarstellung durch einen Trennspalt einer weiteren Ausführungsform
einer Vorrichtung.
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1 bis 5 zeigen
den allgemeinen Aufbau einer Trennvorrichtung 1 und die
allgemeine Funktionsweise der Trennvorrichtung 1 beim Trennen
eines blechförmigen Bauteils einer Dicke D1. In 1 sind
zwei Elektroden 2, 3 jeweils in Teilelektroden 4, 5, 6, 7 unterteilt,
in ihren Ausgangspositionen vor dem Trennvorgang dargestellt. Die
Spaltwände 8, 9, 10, 11 der
Teilelektroden 4, 5, 6, 7 definieren
und begrenzen später den so genannten Trennspalt der Trennvorrichtung 1.
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In 2 sind
die Teilelektroden 4–7 dann auf einen,
die Breite des Trennspaltes S1 bestimmenden Abstand zusammengebracht.
Zwischen den Teilelektroden 5, 7, bzw. 6, 4 ist
das Bauteil 12 angeordnet. Die Teilelektroden 4–7 der
Elektroden 2, 3 werden anschließend gegen
das Bauteil 12 gedrückt, sodass dieses durch eine
Klemmkraft F während des Trennvorgangs lagefixiert ist
(3). Nach oder während dem Erweichen werden
die Teilelektroden 5, 7 bzw. 4, 6 mit
dem Bauteil 12 so gegeneinander verschoben, dass der zwischen
den Teilelektroden 5, 7 einer Elektrode 3 gehaltene
Teil des Bauteils 12 und der durch die Teilelektroden 4, 6 der
zweiten Elektrode 2 gehaltene Teil des Bauteils 12 voneinander
getrennt werden (4).
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5 zeigt
alle Teilelektroden 4, 5, 6, 7 wieder
in ihrer Ausgangsposition, sowie das getrennte Bauteil 12,
welches nun aus der Trennvorrichtung 1 entnommen werden
kann.
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6 zeigt
in vergrößerter Darstellung einen schematischen
Querschnitt durch die Trennvorrichtung 1 im Bereich des
Trennspalts S1. Dargestellt ist hier der tatsächliche Erwärmungsbereich
EI während des Trennvorgangs sowie
der durch den Trennspalt S1 vorgegebene Erwärmungsbereich
ES, welcher auf Grund der Wärmeleitung
bzw. des Wärmeübergangs zwischen dem Bauteil 12 und
den Elektroden 2, 3 nicht realisierbar ist. EI ist kleiner als ES,
dass heißt, die Breite des tatsächlichen Erwärmungsbereichs
EI ist abhängig vom Verhältnis
der Spaltbreite S1 zur Dicke D1 des Bauteils und der Wärmeleitung
zwischen Bauteil 12 und Elektroden 2, 3.
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Die 7 bis 11 zeigen
eine weitere Ausführung einer Trennvorrichtung 1a zum
Trennen von Bauteilen 28 in Form von Rohrprofilen.
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In 7 befinden
sich die Elektroden 13, 14 der Trennvorrichtung 1a in
ihrer Ausgangsposition vor dem Start des Trennvorgangs. Die Elektroden 13, 14 sind
in jeweils zwei Teilelektroden 15, 16, 17, 18 unterteilt.
Die Kontaktflächen 19, 21, 23, 25 der
Teilelektroden 15–18 weisen Aussparungen 19a, 21a, 23a, 25a entsprechend
dem Profil eines Rohrkörpers auf. Für eine 3-dimensionale
Schnittführung sind auch die Spaltwände 20, 22, 24, 26 der
Teilelektroden 15–18 mit einem Profil
versehen. Dabei weisen die Spaltwände 22, 26 einer
Elektrode 14 eine bogenförmige Aussparung 22a, 26a auf.
Die Spaltwände 20, 24 der zweiten Elektrode 13 sind
mit einem der Aussparung 22a, 26a der Spaltwände 22, 26 angepassten
bogenförmigen Vorsprung 20a, 24a versehen.
Dadurch erhält der Trennspalt S2 einen bogenförmigen
Verlauf. Zur exakten Ausrichtung der jeweiligen Teilelektroden 15–18 zueinander
ist eine Führung 27 vorgesehen. Diese setzt sich
aus Führungsschienen der Elektrode 14 und dazu
gehörigen Durchgangsöffnungen in der Elektrode 13 zusammen.
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In 8 sind
die Teilelektroden 15–18 so zueinander
positioniert, dass ihre Spaltwände 20, 22, 24, 26 den
Verlauf des Trennspaltes S2 definieren. Das zu trennende Bauteil 28 mit
einer Wandstärke D2 ist zwischen den Kontaktflächen 19, 21, 23, 25 der
Teilelektroden 15–18 in der Trennvorrichtung 1a angeordnet.
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In 9 sind
die Teilelektroden 15–18 in ihrer Arbeitsposition
gezeigt. Das Bauteil 28 wird dabei von den Aussparungen 19a, 21a, 23a, 25a in
den Kontaktflächen 19, 21, 23, 25 der
Teilelektroden 15–18 vollständig
formschlüssig umgriffen und durch eine Klemmkraft F gehalten.
Die Teilelektroden 16, 18 der Elektrode 14 sind
in nicht näher dargestellter Weise elektrisch miteinander
verbunden. Die Teilelektroden 15, 17 der Elektrode 13 sind
ebenfalls in elektrisch leitend miteinander verbunden. Nach Anlegen
der elektrischen Spannung fließt der elektrische Strom
im Bereich des Trennspalts S2 nur über die Wand des Bauteils 28.
Dieses erwärmt sich und wird während oder nach
dem Aufschmelzen durch ein Auseinanderbewegen der Elektroden 13, 14 getrennt,
siehe 10.
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11 zeigt
die Teilelektroden 15–18 wieder in ihrer
Ausgangsposition sowie das getrennte Bauteil 28, welches
nun aus der Trennvorrichtung 1a entnommen werden kann.
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Die 12 zeigt
eine Trennvorrichtung 1c, bestehend aus zwei Elektroden 41, 44 sowie
deren Teilelektroden 42, 43, 45, 46.
Die Kontaktflächen 51, 55 der Teilelektroden 43, 46 der
Elektroden 41, 44 und die verdeckten Kontaktflächen 49, 53 der
Teilelektroden 42, 45 der Elektroden 41, 44 sind
an die Form des Bauteils 48 angepasst. Die Führungselemente 47, 47a,
ermöglichen eine geführte Bewegung der Teilelektroden 42, 43, 45, 46 zueinander.
Die Teilelektroden 42, 43, 45, 46 sind
im Abstand des Trennspalts S4 zueinander angeordnet. Das Bauteil
hat eine Dicke D4.
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In 12a sind die Teilelektroden 42, 43, 45, 46 in
ihrer Arbeitsposition dargestellt. Das Bauteil 48 ist zwischen
den Teilelektroden 42, 42, 45, 46 unter
Beaufschlagung einer Klemmkraft F angeordnet. Nach dem Anlegen der
Spannung an die Elektroden 41, 44 erwärmt
sich das Bauteil 48 im Bereich des Trennspaltes S4 und
wird durch Verschieben der Teilelektroden 42, 43, 45, 46 gegeneinander
getrennt (siehe 12b). Das Bauteil 48 wird
hierbei noch von den Teilelektroden 42, 43, 45, 46 in
seiner Position gehalten.
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In 12c sind die an eine dreidimensionale Schnittführung
angepassten Spaltwände 50, 52, 56, 54 der
Teilelektroden 42, 43, 45, 46 sichtbar
sowie das entsprechend der Konturen der Spaltwände 50, 52, 56, 54 der
Teilelektroden 42, 43, 45, 46 getrennte Bauteil 48.
Ebenfalls dargestellt sind die bereits erwähnten Kontaktflächen 49, 51, 53, 55, über
welche das Bauteil während des Trennvorgangs elektrisch kontaktiert
und gehalten wird. Die Führung der Teilelektroden 42, 43, 45, 46 gegeneinander
erfolgt über horizontale und vertikale Führungen 47, 47a.
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13 zeigt
eine schematische Darstellung eines Querschnitts einer Trennvorrichtung 1b zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens.
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Eine äußere
Elektrode 32 weist in ihrer Mitte eine zylinderförmige
Durchgangsöffnung auf, in welcher die zylinderförmige
Elektrode 29 angeordnet ist. Bevorzugt die innere Elektrode 29,
insbesondere aber beide Elektroden 29, 32, sind
so gelagert, dass sie gegeneinander bewegbar sind und unabhängig voneinander
rotieren können. Die Spaltwand 36 der inneren
Elektrode 29 und die Spaltwand 35 der äußeren
Elektrode 32 definieren den Trennspalt S3. Beide Elektroden 29, 32 sind
senkrecht zu ihrer Rotationsachse in jeweils zwei Teilelektroden 30, 31, 33, 34 unterteilt,
zwischen denen das zu bearbeitende Bauteil 37 angeordnet
ist. Die Lagefixierung des Bauteils 37 mit einer Dicke
D3 erfolgt durch eine von den Teilelektroden 30, 31, 33, 34 aufgebrachte
Klemmkraft F. Nach Anlegen der Spannung 39, 40 an
die jeweiligen Teilelektroden 30, 31, 33, 34 der
Elektroden 29, 32 fließt der Strom im
Bereich des Trennspaltes S3 nur durch das Bauteil 37. Nach
oder während dem Aufschmelzen des Bauteils 37 im
Bereich des Trennspaltes S3 werden durch eine Rotation R der inneren Elektrode 29 relativ
zur äußeren Elektrode 32 in den Trennspalt
S3 Scherkräfte eingeleitet. Nach dem Abscheren des von
der inneren Elektrode 29 gehaltenen Teils des Bauteils 37 erfolgt
die endgültige Trennung durch eine axiale Bewegung A der
inneren Elektrode 29 gegenüber der äußeren
Elektrode 32. Dabei dient die Rotation R zur Vermeidung
oder Begrenzung von Materialverzug entlang der Trennkante. Es besteht
auch die Möglichkeit, die Scherkräfte durch Rotation
der äußeren Elektrode 32 einbringen.
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Die 14 bis 14b zeigen die wesentlichen Schritte des erfindungsgemäßen
Trennverfahrens, Bezug nehmend auf die Beschreibung der 13.
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14 zeigt
eine Ausführungsform einer Trennvorrichtung 1b analog
zu 13. Eine äußere Elektrode 32 mit
zylinderförmigem Durchgang ist in jeweils Teilelektroden 33, 34 unterteilt.
In ihrer Mitte ist eine zweite Elektrode 29 angeordnet,
welche ebenfalls in Teilelektroden 30, 31 unterteilt
ist. Zwischen den Teilelektroden 30, 31, 33, 34 ist
das Bauteil 37 angeordnet.
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14a zeigt die Elektroden 29, 32 in
ihrer Arbeitsposition. Dabei ist das Bauteil 37 zwischen den
Teilelektroden 30, 31, 33, 34 über
eine Klemmkraft F lagefixiert. Nach Anlegen der Spannung fließt der
Strom im Bereich des Trennspaltes S3 über das Bauteil 37,
welches sich erwärmt. Analog zur Beschreibung von 11 werden
nach oder während dem Erreichen der Schmelztemperatur durch
die Rotation R der inneren Elektrode 29 Scherkräfte
in den im Trennspalt S3 befindlichen Bereich des Bauteils 37 eingeleitet.
Eine zusätzliche axiale Bewegung A der inneren Elektrode 29 trennt
den von der inneren Elektrode gehaltenen Teil des Bauteils 37 endgültig aus
dem Bauteil 37 heraus und es entsteht ein Durchgangsloch 38.
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Befinden
sich die Elektroden 29, 32 mit ihren Teilelektroden 30, 31, 33, 34 wieder
in der Ausgangsposition, 14b,
kann das Bauteil 37 aus der Vorrichtung 1b entnommen
werden.
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Die
Ausführungsform der 15 zeigt
ein rohrförmiges Bauteil 57 mit im wesentlichem
rechteckigem Querschnitt. Die Figur zeigt eine Schnittdarstellung
durch den Trennspalt mit Blickrichtung auf eine Elektrode 58,
die sich in eine äußerer Teilelektrode 59 und
eine innere Teilelektrode 60 gliedert.
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Da
die Gefahr besteht, dass sich beim Andrücken der äußeren
Teilelektrode 59 flache Bereiche des Bauteils 57 wölben,
und dass deswegen kein ausreichender elektrischer Kontakt zu der äußeren Teilelektrode 59 hergestellt
werden kann, soll das Bauteil 57 von innen abgestützt
werden. Hierzu ragt eine ähnlich einem Spreizdorn ausgebildete
innere Teilelektrode 60 in das Bauteil 57 hinein.
Die äußerer Teilelektrode 59 ist ebenso
wie die innere Teilelektrode 60 segmentiert, wobei die
einzelnen Segmente 61, 62 der inneren Teilelektrode 60 in
den geraden Bereichen gegen die Innenwand des Bauteils 57 in Richtung
der äußeren Teilelektrode 59 gedrückt
werden. Die Pfeile verdeutlichen die jeweilige Bewegungsrichtung
der Teilelektroden 59, 60.
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- 1
- Trennvorrichtung
- 1a
- Trennvorrichtung
- 1b
- Trennvorrichtung
- 1c
- Trennvorrichtung
- 2
- Elektrode
- 3
- Elektrode
- 4
- Teilelektrode
- 5
- Teilelektrode
- 6
- Teilelektrode
- 7
- Teilelektrode
- 8
- Spaltwand
- 9
- Spaltwand
- 10
- Spaltwand
- 11
- Spaltwand
- 12
- Bauteil
- 13
- Elektrode
- 14
- Elektrode
- 15
- Teilelektrode
- 16
- Teilelektrode
- 17
- Teilelektrode
- 18
- Teilelektrode
- 19
- Kontaktfläche
- 19a
- Aussparung
in 19
- 20
- Spaltwand
- 20a
- Vorsprung
in 20
- 21
- Kontaktfläche
- 21a
- Aussparung
in 21
- 22
- Spaltwand
- 22a
- Aussparung
in 22
- 23
- Kontaktfläche
- 23a
- Aussparung
in 23
- 24
- Spaltwand
- 24a
- Vorsprung
in 24
- 25
- Kontaktfläche
- 25a
- Aussparung
in 25
- 26
- Spaltwand
- 26a
- Aussparung
in 26
- 27
- Führung
- 28
- Bauteil
- 29
- Teilelektrode
- 30
- Teilelektrode
- 31
- Teilelektrode
- 32
- Elektrode
- 33
- Teilelektrode
- 34
- Teilelektrode
- 35
- Spaltwand
- 36
- Spaltwand
- 37
- Bauteil
- 38
- Durchgangsloch
- 39
- elektrischer
Kontakt
- 40
- elektrischer
Kontakt
- 41
- Elektrode
- 42
- Teilelektrode
- 43
- Teilelektrode
- 44
- Elektrode
- 45
- Teilelektrode
- 46
- Teilelektrode
- 47
- Führung
- 47a
- Führung
- 48
- Bauteil
- 49
- Kontaktfläche
- 50
- Spaltwand
- 51
- Kontaktfläche
- 52
- Spaltwand
- 53
- Kontaktfläche
- 54
- Spaltwand
- 55
- Kontaktfläche
- 56
- Spaltwand
- 57
- Bauteil
- 58
- Elektrode
- 59
- Teilelektrode
- 60
- Teilelektrode
- 61
- Segment
- 62
- Segment
- S1
- Abstand
des Trennspalts
- S2
- Abstand
des Trennspalts
- S3
- Abstand
des Trennspalts
- S4
- Abstand
des Trennspalts
- A
- axiale
Bewegung
- D1
- Dicke
Bauteil
- D2
- Dicke
Bauteil
- D3
- Dicke
Bauteil
- D4
- Dicke
Bauteil
- F
- Klemmkraft
- R
- Rotation
- EI
- tatsächlicher
Erwärmungsbereich
- ES
- theoretischer
Erwärmungsbereich
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
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-
Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 19815238
A1 [0002]
- - DE 1148338 [0003]
- - DE 3012095 C2 [0004]