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Querverweis auf verwandte Anmeldungen
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Die
vorliegende Anmeldung beansprucht Priorität zu der US-Patentanmeldung mit der Seriennummer
11/770,051 vom 28. Juni 2007, deren gesamter Inhalt hier unter Bezugnahme
eingeschlossen ist.
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Stand der Technik
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Abgassystem für einen Motorradmotor. Insbesondere
betrifft die Erfindung eine Schalldämpferanordnung mit einer besonderen
Anordnung der Teile und einer besonderen Form.
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Zusammenfassung
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In
einer Ausführungsform
gibt die Erfindung eine Schalldämpferanordnung
für einen
Motorradmotor an. Die Schalldämpferanordnung
umfasst einen nachgeordneten Dämpfungsteil,
der ausgebildet ist, um im wesentlichen hinter dem Motorradmotor
angeordnet zu werden, und eine erste Höhe aufweist, einen vorgeordneten
Teil, der ausgebildet ist, um im wesentlichen vor dem Motorradmotor
angeordnet zu werden, und eine zweite Höhe aufweist, und einen mittleren
Dämpfungsteil
zwischen dem vorgeordneten Teil und dem nachgeordneten Dämpfungsteil. Der
mittlere Dämpfungsteil
ist ausgebildet, um im wesentlichen unter dem Motorradmotor angeordnet
zu werden, und weist eine dritte Höhe auf, die kleiner als die
Hälfte
der ersten Höhe
ist.
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In
einer anderen Ausführungsform
gibt die Erfindung ein Motorrad an, das einen Motor, ein Getriebe,
das mit dem Motor verbunden ist und konfiguriert ist, um Leistung
von dem Motor zu empfangen, ein Hinterrad, das mit dem Getriebe
verbunden ist und konfiguriert ist, um Motorleistung über das
Getriebe zu empfangen, und eine Schalldämpferanordnung, die kommunizierend
mit dem Motor verbunden ist, um Abgase aus dem Motor zu empfangen.
Die Schalldämpferanordnung
umfasst einen nachgeordneten Dämpfungsteil,
der zwischen dem Getriebe und dem Hinterrad angeordnet ist, und
einen mittleren Dämpfungsteil,
der vor dem nachgeordneten Dämpfungsteil
angeordnet ist. Der mittlere Dämpfungsteil
erstreckt sich entlang einer Unterseite des Motors.
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In
einer weiteren Ausführungsform
gibt die Erfindung ein Motorrad an, das einen Motor, zwei Räder, die
eine zentrale Achse des Motorrads definieren, und eine Schalldämpferanordnung
umfasst, die kommunizierend mit dem Motor verbunden ist, um Abgase
aus dem Motor zu empfangen, wobei die Schalldämpferanordnung im wesentlichen
entlang der zentralen Achse angeordnet ist. Die Schalldämpferanordnung
umfasst einen nachgeordneten Dämpfungsteil,
einen vorgeordneten Teil, einen mittleren Dämpfungsteil, der im wesentlichen
unter dem Motor angeordnet ist, und eine Vertiefung, die wenigstens teilweise
durch den nachgeordneten Dämpfungsteil und
den mittleren Dämpfungsteil
definiert wird. Die Vertiefung weist eine Tiefe auf, die größer als
die Höhe des
mittleren Dämpfungsteils
ist, und der Motor ist im wesentlichen in der Vertiefung angeordnet.
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Andere
Aspekte der Erfindung werden durch die folgende ausführliche
Beschreibung mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen verdeutlicht.
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Kurzbeschreibung der Zeichnungen
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1 ist
eine Seitenansicht eines Motors mit einem Abgassystem gemäß der vorliegenden
Erfindung.
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2 ist
eine teilweise ausgeschnittene, perspektivische Ansicht des Abgassystems
von 1.
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3 ist
eine teilweise ausgeschnittene Ansicht von oben auf die Schalldämpferanordnung
des Abgassystems von 1.
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4 ist
eine teilweise ausgeschnittene Seitenansicht der Dämpferanordnung
von 1.
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5 ist
ein Kurvendiagramm des Abgasdrucks in Bezug auf den Kurbelwinkel
und zeigt die Wirkung des Abgassystems von 1.
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6 ist
ein Kurvendiagramm der Motorausgabe in Bezug auf die Motorgeschwindigkeit
und zeigt die Wirkung des Abgassystems.
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7 ist
eine vergrößerte Seitenansicht
der Schalldämpferanordnung,
des Motors und des Getriebes von 1.
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Bevor
im Folgenden verschiedene Ausführungsformen
der Erfindung im Detail erläutert
werden, soll darauf hingewiesen werden, dass die Erfindung in ihrer
Anwendung nicht auf die Details des Aufbaus und die Anordnung der
Komponenten beschränkt
ist, die in der folgenden Beschreibung beschrieben oder in den beigefügten Zeichnungen
gezeigt werden. Die Erfindung kann auch durch andere Ausführungsformen
realisiert werden. Weiterhin ist zu beachten, dass die hier verwendete
Terminologie beispielhaft erläuternd
und nicht einschränkend
aufzufassen ist. Wenn die Wörter „enthalten", „umfassen" oder „aufweisen" verwendet werden,
können
zusätzlich
zu den in diesem Zusammenhang genannten Komponenten auch andere äquivalente
oder zusätzliche
Komponenten vorhanden sein. Soweit nicht anders spezifiziert, kann
es sich bei Montagen, Verbindungen, Halterungen und Kopplungen um
direkte oder indirekte Montagen, Verbindungen, Halterungen und Kopplungen
handeln, wobei es sich auch um andere als physikalische oder mechanische
Verbindungen oder Kopplungen handeln kann.
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Ausführliche Beschreibung
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1 zeigt
ein Motorrad 10 mit einem Zweizylindermotor 14.
Das Motorrad 10 umfasst ein Vorderrad 15, ein
Hinterrad 16 und ein Getriebe 17, das mit dem
Motor 14 verbunden ist, um Leistung von dem Motor zu empfangen.
Das Hinterrad 16 wird durch die Leistung des Motors 14 über das
Getriebe 17 (und ein Antriebsglied wie etwa einen Riemen)
angetrieben. Eine Luft-Kraftstoff-Mischung
wird in einer Zündungskammer
(nicht gezeigt) für
jeden Zylinder des Motors 14 gezündet. Nach der Verbrennung
in einer Verbrennungskammer werden die Abgase (einschließlich der
gemischten Produkte der Verbrennungsreaktion und einigen restlichen
nicht-reagierten Komponenten) über
eine Abgasöffnung
in ein Abgassystem 18 des Motorrads ausgestoßen.
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Das
Abgassystem 18 umfasst wie in 1-4 und 7 gezeigt
Klammern 20 für
die Montage an dem Motorrad 10. Das Abgassystem 18 umfasst
ein Paar von Krümmerrohren
(nachfolgend als „Krümmer" bezeichnet) 22,
einen Sammelabschnitt 26, einen katalytischen Wandler 30 und
einen Schalldämpfungsabschnitt 34.
Die Krümmer 22 sind Abgasleitungen,
die direkt aus dem Motor 14 geführt sind. Der Schalldämpfungsabschnitt 34 umfasst
einen ersten Schalldämpfungsteil
(Dämpfungsteil) 34A und
einen zweiten Schalldämpfungsteil
(Dämpfungsteil) 34B.
Der Sammelabschnitt 26, der katalytische Wandler 30,
der erste Schalldämpfungsteil
(Dämpfungsteil) 34A und
der zweite Schalldämpfungsteil (Dämpfungsteil) 34B definieren
gemeinsam eine Schalldämpferanordnung 35.
In der gezeigten Ausführungsform
ist die Schalldämpferanordnung 35 im wesentlichen
entlang einer zentralen Achse des Motorrads 10 angeordnet,
die durch das Vorderrad 15 und das Hinterrad 16 definiert
wird. Der erste Dämpfungsteil 34A und
der zweite Dämpfungsteil 34B machen
wenigstens ein Fünftel,
d. h. 20 Prozent, der Länge
der Schalldämpferanordnung 35 entlang
einer einzigen Achse (d. h. der zentralen Achse) oder entlang von
einzelnen, der allgemeinen Kontur der Schalldämpferanordnung 35 folgenden
Achsensegmenten aus. Vorzugsweise machen der erste Dämpfungsteil 34A und
der zweite Dämpfungsteil 34B jeweils
ungefähr
ein Drittel der Länge
der Schalldämpferanordnung 35 aus.
Der Teil der Schalldämpferanordnung 35 vor
dem zweiten Dämpfungsteil 34B macht
wenigstens 20 Prozent der Länge der Schalldämpferanordnung 35 und
vorzugsweise ungefähr ein
Drittel der Länge
der Schalldämpferanordnung 35 aus.
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Ein
vorgeordnetes Ende 36A jedes Krümmers 22 ist mit dem
Motor 14 verbunden, um Abgase aus einer entsprechenden
Abgasöffnung
des Motors 14 zu empfangen. Die Krümmer 22 definieren
Abgasflüsse,
die voneinander getrennt sind, wobei jeder Krümmer 22 die Abgase
direkt von einer Abgasöffnung
des Motors 14 zu einer nachgeordneten Abgaskomponente führt. Ein
nachgeordnetes Ende 36B jedes Leiters 22 führt in ein
vorgeordnetes Ende 35A der Schalldämpferanordnung 35 und
insbesondere in den Sammelabschnitt 26. Das vorgeordnete
Ende 35A der Schalldämpferanordnung 35 ist
allgemein vor dem Motor 14 angeordnet. Der gezeigte Sammelabschnitt 26 ist
eine Abgasleitung, die einen 2-zu-1-Abgasfluss definiert, der die
zwei separaten Abgasflüsse
der Krümmer 22 zu
einem einzelnen, größeren Abgasfluss
in Nachbarschaft zu dem katalytischen Wandler 30 vereint.
Deshalb werden die Abgase aus beiden Verbrennungskammern durch den
katalytischen Wandler 30 behandelt.
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Der
zweite Dämpfungsteil 34B definiert
einen mittleren Teil 35C der Schalldämpferanordnung 35 zwischen
dem vorgeordneten Ende 35A und dem nachgeordneten Ende 35B der
Schalldämpferanordnung 35 entlang
der Unterseite des Motors 14. Der erste Dämpfungsteil 34A,
der allgemein an dem nachgeordneten Ende 35B angeordnet
ist, ist allgemein hinter dem Motor 14 angeordnet. Eine
Dämpferschale
bzw. ein Dämpfergehäuse 35D (aus
einem oder mehreren Teilen) erstreckt sich von dem vorgeordneten
Ende 35A zu dem nachgeordneten Ende 35B und definiert
eine Außenfläche der
Schalldämpferanordnung 35.
Obwohl das Gehäuse 35D in
einigen Ausführungsformen
aus mehreren Teilen montiert sein kann, definiert es eine allgemein
kontinuierliche Außenfläche ohne
abrupte Übergänge von
einem Teil der Schalldämpferanordnung 35 zu
einem folgenden Teil.
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Nach
dem katalytischen Wandler 30 fließen die Abgase durch den mittleren
Teil 35C zu dem ersten Dämpfungsteil 34A an
dem nachgeordneten Ende 35B. Wie oben beschrieben, erstreckt
sich der mittlere Teil 35C in der Längsrichtung unter dem Motor 14,
wobei aber auch andere Formen und Anordnungen der Abgaskomponenten
an dem Motorrad 10 möglich
sind. Wie weiter unten ausführlicher
beschrieben, werden die Abgase aus dem katalytischen Wandler 30 im
wesentlichen gerade durch den mittleren Teil 35C zu dem
ersten Dämpfungsteil 34A geleitet,
wobei wenigstens ein Teil der Abgase von dem ersten Dämpfungsteil 34A in
den zweiten Dämpfungsteil 34B zurückfließt, bevor
sie die Schalldämpferanordnung 35 über ein
Paar von Auslässen 35E verlassen.
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Was
die Behandlung der Abgase an dem vorgeordneten Ende 35A betrifft,
verbessert der katalytische Wandler die Emissionsqualität der aus
dem Motor 14 ausgestoßenen
Abgase unter Verwendung von einem oder mehreren bekanten katalytischen Materialien
(nachfolgend einfach als Katalysator 38) bezeichnet, die
in dem katalytischen Wandler 30 enthalten sind. Der Katalysator 38 reagiert
mit unerwünschten
Abgaskomponenten, um unschädlichere Produkte
zu erzeugen, die dann über
die Auslässe 35E in
die Atmosphäre
ausgestoßen
werden. Insbesondere können
Stickstoffoxide (NOx) zu Stickstoff (N2) und Sauerstoff (O2)
gewandelt werden und kann Kohlenmonoxid (CO) zu Kohlendioxid (CO2) gewandelt werden.
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Die
Temperatur des Katalysators 38 hat Auswirkungen auf die
Leistung. Der Katalysator 38 muss über eine minimale Schwellwerttemperatur
erwärmt werden,
um eine gewünschte
Leistung des katalytischen Wandlers 30 zu erhalten, mit
der die unerwünschten
Abgaskomponenten wie oben beschrieben effektiv gewandelt werden
können.
Nach einem Kaltstart des Motors 14 ist die Temperatur des
Katalysators 38 allgemein unter der minimalen Schwellwerttemperatur,
sodass es wünschenswert
ist, den Katalysator möglichst
schnell zu erhitzen, um eine ausreichende oder optimale Leistung
zu erhalten. Eine Möglichkeit
für eine
schnellere Erwärmung
des Katalysators 38 besteht darin, den katalytischen Wandler 30 nahe
an dem Motor 14 anzuordnen, da der Motor 14 eine
Wärmequelle über die
durch die Krümmer 22 zu
dem katalytischen Wandler 30 fließenden heißen Abgase darstellt.
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Die
Anordnung des katalytischen Wandlers 30 an den nachgeordneten
Enden 36 der Krümmer 22 kann
im Gegensatz zu einer weiter unten vorgesehenen Anordnung eine unerwünschte Auswirkung auf
die Abgasdruckdynamik haben. Diese unerwünschte Auswirkung kann etwas
reduziert werden, indem mehrere katalytische Wandler 30 parallel
zueinander verwendet werden. Die Verwendung von mehreren katalytischen
Wandlern 30 verursacht jedoch eine unerwünschte Verlängerung
der Katalysatorerwärmungszeit
(zusätzlich
zu höheren
Kosten, einer größeren Größe und einem
höheren
Gewicht). Unabhängig
von der Position in dem Abgassystem 18 stellt der Katalysator 38 ein
wesentliches Hindernis für
den Fluss dar und verursacht damit eine plötzliche Erhöhung des Flusswiderstands an
dem vorgeordneten Ende. Dadurch wird eine Abgaswelle oder ein Abgaspuls
mit einem positiven Druck erzeugt, die bzw. der über die Krümmer 22 zu dem Motor 14 zurück reflektiert
wird. Die Dynamik der aus dem Motor 14 kommenden Abgase
und der sich zu dem Motor bewegenden reflektierten Wellen hat eine
Auswirkung auf die Motorleistung (d. h. auf die Drehmomentausgabe).
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Unter
bestimmten Betriebsbedingungen behindert ein reflektierter Abgaspuls
die Abgasausführung
und die Ladung des Zylinders mit frischer Einlassluft (wodurch auch
die Kraftstoffeinführung
in den Zylinder beeinflusst werden kann). Wenn die durch den Katalysator 38 reflektierte
Abgaswelle während der
Ventilüberlappung
(zum dem Zeitpunkt, zu dem die Einlass- und Abgasventile geöffnet sind)
an der Verbrennungskammer ankommt, tritt aufgrund der verminderten
volumetrischen Effizienz ein beträchtlicher Leistungsverlust
auf. Bei einem hohen Abgasdruck hinter der Verbrennungskammer wird
die Nettodruckdifferenz reduziert, die Frischluft in den Zylinder
zieht. Deshalb werden weniger Luft und Kraftstoff in den Zylinder
gefüllt
und wird die volumetrische Effizienz vermindert, was ein Lücke in der
Drehmomentausgabe zur Folge hat. Die reduzierte Ausgabe in dem Bereich
der Motorgeschwindigkeiten auf, in welchem die positive Abgaswelle
während
einer Ventilüberlappung
zurückkehrt.
Allgemein hat eine größere Distanz
zwischen den Zylindern und dem Katalysator 38 einen Leistungsverlust
bei niedrigeren Motorgeschwindigkeiten zur Folge, während eine
kürzere Distanz
zwischen den Zylindern und dem Katalysator 38 eine Leistungsverlust
bei höheren
Motorgeschwindigkeiten zur Folge hat.
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In
dem gezeigten Abgassystem 18 ist der katalytische Wandler 30 in
der ersten Hälfte
der gesamten Abgasflusslänge zwischen
dem Motor 14 und den Auslässen 35E angeordnet.
Weiterhin ist wie in 2–4 gezeigt
wenigstens ein Teil des Sammlerabschnitts 26 in einer Resonatorkammer 42 angeordnet,
die den katalytischen Wandler 30 im wesentlichen umgibt
oder einschließt.
In der gezeigten Ausführungsform
ist der Umfang des katalytische Wandlers 30 entlang der
vollen Länge
des katalytischen Wandlers 30 in der Resonatorkammer 42 eingeschlossen.
In einigen Ausführungsformen
umgibt die Resonatorkammer 42 den katalytischen Wandler 30 nicht
vollständig,
sondern ist dem katalytischen Wandler 30 benachbart oder
umgibt nur einen Teil desselben. Eine oder mehrere Öffnungen 46 definieren
einen perforierten Abschnitt 50, der den Abgasfluss des
Sammelabschnitts 26 mit der Resonatorkammer 42 verbindet,
um eine Erweiterung des Flusses an dem perforierten Abschnitt 50 vorzusehen. Wie
in 2–4 gezeigt,
sind die Öffnungen 46 kreisförmig und
mit gleichen Abständen
entlang des Umfangs des Sammelabschnitts 26 angeordnet.
Die Öffnungen 46 können in
anderen Ausführungsformen
auch andere Formen und/oder Ausrichtungen aufweisen.
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Die
Resonatorkammer 42 dient als Sackgassenerweiterungsvolumen,
wobei die Öffnungen 46 die
einzigen Zugänge
in und aus der Resonatorkammer 42 bilden. Alle Abgase,
die durch die Öffnungen 46 in
die Resonatorkammer 42 eintreten, fließen also wieder durch die Öffnungen 46 aus
der Resonatorkammer 42 heraus und gehen schließlich durch
den katalytischen Wandler 30. Andererseits können die Abgase,
die nicht in die Resonatorkammer 42 eintreten, direkt in
und durch den katalytischen Wandler 30 hindurchgehen. Der
Fluss in den katalytischen Wandler wird nicht behindert, weil keine physikalischen
Hindernisse vorhanden sind, die einen Abgasfluss direkt aus den
Krümmern 22 und
durch den katalytischen Wandler 30 verhindern, wobei der
Fluss lediglich durch die einschränkende Beschaffenheit des katalytischen
Wandlers 30 selbst beschränkt wird.
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In
der gezeigten Ausführungsform
macht der Sammelabschnitt 26 keine wesentliche Länge des Abgassystems 18 aus.
Dadurch unterscheidet sich die vorliegende Ausführungsform von einem Abgassystem
mit einem langen Sammelabschnitt, der gewöhnlich von vorne oder entlang
des Motors zu einer Position hinter dem Motor verläuft. Der
Sammelabschnitt 26 des gezeigten Abgassystems 18 dient
dazu, die Abgasflüsse
der Krümmer 22 über eine
kurze Länge
zu konsolidieren, sodass der perforierte Abschnitt 50 und
der katalytische Wandler 30 an oder im wesentlichen neben
den nachgeordneten Enden 36 der Krümmer 22 und innerhalb
der ersten 40% der gesamten Flusslänge zwischen den Motorabgasöffnungen
und den Auslässen 35E angeordnet
sind. Zum Beispiel beträgt
die Länge
von der hinteren Zylinderabgasöffnung
zu dem perforierten Abschnitt 50 ungefähr 612 Millimeter, während die
Länge von
dem perforierten Abschnitt 50 zu den Auslässen 35E ungefähr 950 Millimeter
beträgt.
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Aus
der vorstehenden Beschreibung werden einige der Schwierigkeiten
deutlich, die sich stellen, wenn einfach ein katalytischer Wandler
von einer nachgeordneten Position zu einer weit vorgeordneten Position
versetzt wird, um eine schnellere Erwärmung zu bewerkstelligen. Die
Resonatorkammer 42 und der perforierte Abschnitt 50 der
vorliegenden Erfindung ermöglichen
eine schnelle Erwärmung
des katalytischen Wandlers und eine zufriedenstellende Leistungsausgabe
des Motors 14.
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Wenn
sich das Abgasventil (nicht gezeigt) eines Zylinders öffnet, pflanzt
sich eine Hochdruckwelle in dem assoziierten Krümmerrohr 22 nach unten fort.
Wenn diese Welle an dem perforierten Abschnitt 50 ankommt,
wird der Druck durch die Erweiterung der Resonatorkammer 42 abgebaut.
Eine sekundäre Welle
(die restliche Komponente der ursprünglichen Hochdruckwelle) trifft
auf den Katalysator 38. Ein Teil der sekundären Welle
der Abgase geht durch den katalytischen Wandler 30 hindurch
zu dem ersten Dämpfungsteil 34A.
Der Teil der sekundären
Welle, der nicht durch den katalytischen Wandler 30 hindurchgeht,
wird von dem Katalysator 38 zurück zu dem Motor 14 reflektiert.
Bevor er sich zu den vorgeordneten Enden 36A der Krümmer 22 fortpflanzt, wird
der Druck der reflektierten Welle weiter durch die Expansion vermindert,
die vollzogen wird, wenn die reflektierte Welle auf den perforierten
Abschnitt 50 trifft. Deshalb wird die schließlich wieder
an dem Motor 14 ankommende reflektierte Welle durch die
Erweiterungen an dem perforierten Abschnitt 50 abgebaut
(wobei ein Teil des Flusses ohnehin durch den katalytischen Wandler 30 hindurchgegangen
ist). Zusätzlich
zu dem Abbau tritt unter bestimmten Betriebsbedingungen ein Wellenaufhebungseffekt
auf, der wenigstens teilweise durch die Anzahl von Öffnungen 46 und
die Größe des Volumens
in der Resonatorkammer 42 bestimmt wird. Bei einer Wellenaufhebung
treffen zwei Wellen in entgegen gesetzten Richtungen aufeinander,
wobei wenigstens eine der Wellen aufgehoben wird. Zum Beispiel kann
eine Welle der frischen Abgase aus dem Motor 14 den Effekt
einer reflektierten Welle aufheben, die von dem Sammelabschnitt 26 zu
dem Motor 14 geht.
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In
dem Zweizylindermotor 14 der gezeigten Ausführungsform,
in dem die Ausgaben beider Zylinder zu dem einzelnen katalytischen
Wandler 30 geführt
werden, wird die durch den Katalysator 38 reflektierte
Welle in dem Sammelabschnitt 26 geteilt und über beide
Krümmerrohre 22 nach
oben geführt. Bei
einer Abgaskonfiguration mit mehreren Krümmerrohren und einem einzelnen
katalytischen Wandler wird die durch den Katalysator 38 reflektierte
Welle an dem Sammelabschnitt auf die Krümmerrohre aufgeteilt. Deshalb
kann eine Kombination aus dem perforierten Abschnitt 50 und
der Resonatorkammer 42 eine besonders gute Leistung in
Zweizylindermotoren mit einem gemeinsamen Abgasaufbau wie etwa in
dem Motorrad 10 von 1 vorsehen.
Das Abgassystem 18 ist primär für den Betrieb mit einem 2-zu-1-Aufbau
gezeigt und beschrieben, wobei es jedoch auch für Einzylindermotoren und Mehrzylindermotoren
mit geteilten oder gemeinsamen Abgassystemen nützlich ist.
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5 und 6 zeigen
die Leistungssteigerung, die durch die Merkmale des Abgassystems 18 ermöglicht wird. 5 ist
ein Computersimulations-Kurvendiagramm zu dem Abgasdruck (an der Öffnung)
in Bezug auf den Kurbelwellenwinkel des Motors 14 bei einem
Betrieb mit einer relativ hohen Motorgeschwindigkeit von etwa 8000
U/min. Eine Druckkurve in 5 zeigt
die grundlegende Konfiguration mit einem katalytischen Wandler,
der ähnlich wie
der katalytische Wandler 30 in der Schalldämpferanordnung 35 des
gezeigten Abgassystems 18 angeordnet ist. Die grundlegende
Konfiguration, die durch eine durchgezogene Linie wiedergegeben wird,
umfasst keinen perforierten Abschnitt 50 und keine Resonatorkammer 42,
wobei sie aber ansonsten identisch mit dem gezeigten Abgassystem 18 ist. Eine
zweite Druckkurve in 5, die durch eine Strichlinie
wiedergegeben wird, gibt den Motor 14 mit dem Abgassystem 18 an,
das den perforierten Abschnitt 50 und die Resonatorkammer 42 umfasst.
Die Kurven in dem Kurvendiagramm von 5 zeigen die
Auswirkung auf eine reflektierte Abgaswelle, die während einer
Ventilüberlappung
an der Abgasöffnung
ankommt, allgemein um einen oberen Totpunkt (OTP) bei 360 Grad herum
wie in 5 gezeigt. Das Abgassystem 18 mit dem
perforierten Abschnitt 50 und der Resonatorkammer 42 erfährt einen
viel geringeren Abgasdruck während
der Ventilüberlappung.
Der vergleichsweise hohe Abgasdruck während der Ventilüberlappung
in der grundlegenden Konfiguration führt wie oben beschrieben zu
einer verminderten volumetrischen Effizienz und einer verminderten
Motorausgabe. Aufgrund der Anordnung des katalytischen Wandlers 30 neben
den nachgeordneten Enden 36 der Krümmer 22 (d. h. wegen
der kurzen Distanz zwischen dem Motor 14 und dem Katalysator 38)
befindet sich die reflektierte Abgaswelle während einer Ventilüberlappung
bei diesen relativ hohen Motorgeschwindigkeiten an der Abgasöffnung.
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6 ist
ein Computersimulations-Kurvendiagramm, das den resultierenden Leistungsverlust
für einen
Motor zeigt, der mit Geschwindigkeiten betrieben wird, bei denen
eine reflektierte Abgaswelle während
einer Ventilüberlappung
an der Abgasöffnung ankommt.
Die durchgezogene Linie auf dem Kurvendiagramm von 6 gibt
den Motor 14 mit der oben beschriebenen grundlegenden Konfiguration
wieder, die hier theoretisch zu Vergleichszwecken herangezogen ist.
Die Strichlinie gibt den Motor 14 mit dem gezeigten Abgassystem 18 einschließlich des
perforierten Abschnitts 50 und der Resonatorkammer 42 wieder.
Zwischen 5000 U/min und 9000 U/min gestatten der perforierte Abschnitt 50 und
die Resonatorkammer 42 des Abgassystems 18, dass
der Motor zwischen 2 und 4 PS mehr erzeugt. Das ist eine Leistungssteigerung
von ungefähr
5 Prozent (gemessen bei 6000 U/min).
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Im
Folgenden werden der Aufbau und der Abgasfluss nach dem katalytischen
Wandler 30 beschrieben. Eine in 2-4 gezeigte
erste Leitung (z. B. ein Rohr) empfängt die Abgase aus dem katalytischen
Wandler 30. Die erste Leitung 60 ist in einer
Kammer 62 des zweiten Dämpfungsteils 34B angeordnet.
Die Abgase in der ersten Leitung 60 können jedoch direkt nicht mit
der Kammer 62 des zweiten Dämpfungsteils 60 kommunizieren.
Die erste Leitung 60 erstreckt sich durch eine erste und
eine zweite Kammer 64, 68 des ersten Dämpfungsteils 34A und öffnet sich
in eine dritte Kammer 72 des ersten Dämpfungsteils 34A.
Eine erste, eine zweite und eine dritte Wand 74A, 74B, 74B definieren
zusammen mit dem Außengehäuse 35D eine
erste, eine zweite und eine dritte separate Kammer 64, 68, 72 des
ersten Dämpfungsteils 34A.
Die erste Leitung ist an Abschnitten in der ersten und in der zweiten
Kammer 64, 68 des ersten Dämpfungsteils 34A perforiert,
um eine Kommunikation der Abgase aus der ersten Leitung 60 in
die erste und in die zweite Kammer 64, 68 und
umgekehrt zu gestatten.
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Der
Fluss der Abgase ändert
in der dritten Kammer 72 des ersten Dämpfungsteils 34A seine Richtung
und tritt in eine zweite Leitung 76 (z. B. ein Rohr) ein.
Die zweite Leitung 76 geht durch die erste und die zweite
Kammer 64, 68 des ersten Dämpfungsteils 34A hindurch
und öffnet
sich in die Kammer 62 des zweiten Dämpfungsteils 34B.
Die zweite Leitung 76 ist an Abschnitten in der ersten
und in der zweiten Kammer 64, 68 des ersten Dämpfungsteils 34A perforiert,
um eine Kommunikation der Abgase aus der ersten Leitung 60 in
die erste und in die zweite Kammer und umgekehrt zu gestatten. Die
zweite Leitung 76 weist eine Querschnittgröße auf,
die ungefähr
gleich derjenigen der ersten Leitung 60 ist.
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Abgase
treten in die Kammer 62 des zweiten Dämpfungsteils 34B ein,
der mit einer Öffnungsplatte 80 (2 und 4)
versehen ist, die die Kammer 62 in Teilkammern unterteilt,
die miteinander über
die Öffnungsplatte 80 kommunizieren.
Die Kammer 62 des zweiten Dämpfungsteils 34B und
die Öffnungsplatte 80 funktionieren
als Viertelwellentuner, um einen bestimmten Bereich von in dem Motor 14 erzeugten
Schallwellen aufzuheben. Ein Teil des Flusses der Abgase aus der
zweiten Leitung 76 geht durch die Öffnungsplatte 80 zu
einer Endplatte 84, die die Kammer 62 des zweiten
Dämpfungsteils 34B von
der Resonatorkammer 42 trennt. Dieser Teil des Flusses
der Abgase wird dann von der Endplatte 84 reflektiert und
kann gegen einen Puls der in der entgegen gesetzten Richtung fließenden Abgase
wirken, um die gesamte Schallenergie oder einen Teil derselben aufzuheben.
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Aus
der Kammer 62 des zweiten Dämpfungsteils 34B treten
die Abgase über
ein in 2–4 gezeigtes
Paar von Auslassleitungen 88 (z. B. Rohre), die sich jeweils
durch die erste und die zweite Kammer 64, 68 des
ersten Dämpfungsteils 34A erstrecken,
aus der Schalldämpferanordnung 35 aus.
Die Auslassleitungen 88 sind an Abschnitten in der ersten
und zweiten Kammer 64, 68 des ersten Dämpfungsteils 34A perforiert,
um eine Kommunikation der Abgase aus den Auslassleitungen 88 in
die erste und zweite Kammer 64, 68 und umgekehrt
zu gestatten.
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Die
Schalldämpferanordnung 35 ist
konfiguriert, um den Motor 14 im wesentlichen entlang einer zentralen
Achse in der Längsrichtung
des Motorrads 10 zu umgeben, die durch das Vorderrad 15 und
das Hinterrad 16 definiert wird. Der katalytische Wandler 30 und
die Resonatorkammer 42 erstrecken sich im wesentlichen
aufrecht vor dem Motor 14, wobei der erste Dämpfungsteil 34A zwischen
den Motor 14 und das Hinterrad 16 des Motorrads 10 (1)
passt. Die Schalldämpferanordnung 35 weist
eine im wesentlichen flache untere Fläche 96 auf, die durch
das Außengehäuse 35D definiert
wird. Der erste Dämpfungsteil 34A weist
eine Höhe
H1 auf, die von der unteren Fläche 96 zu
dem höchsten
Punkt gemessen wird. Die Resonatorkammer 42 weist eine
Höhe H2 auf, die von der unteren Fläche 96 zu
dem höchsten Punkt
gemessen wird. Der zweite Dämpfungsteil 34B weist
eine minimale Höhe
H3 auf, die kleiner als die Hälfte der
entsprechenden Höhen
H1, H2 des ersten Dämpfungsteils 34A und
der Resonatorkammer 42 ist. In einigen Ausführungsformen
beträgt
die Höhe H3 des zweiten Dämpfungsteils ungefähr ein Drittel (ungefähr 33%)
der Höhe
H1 des ersten Dämpfungsteils 34A und
ungefähr
40% der Höhe
H2 der Resonatorkammer 42.
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Auch
wenn der vorhandene Raum (unter dem Motor 14) klein ist,
kann die Schalldämpferanordnung 35 den
Raum nutzen, indem sie den mittleren Teil 35C als zweiten
Dämpfungsteil 34B nutzt. Wenn
ein entsprechend größerer Raum
an dem Motorrad 10 (unmittelbar vor und hinter dem Motor 14) vorhanden
ist, kann die Schalldämpferanordnung 35 den
Raum mit dem katalytischen Wandler 30, der Resonatorkammer 42 und
dem ersten Dämpfungsteil 34A nutzen.
Der erste Dämpfungsteil 34A erstreckt sich
nicht nur hinter dem Motor 14, sondern auch nach oben über eine
untere Kante 17A des Getriebes 17 (7),
sodass der erste Dämpfungsteil 34A im wesentlichen
zwischen dem Getriebe 17 und dem Hinterrad 16 angeordnet
ist. In einigen Ausführungsformen
sind der Motor 14 und das Getriebe 17 teilweise
oder vollständig
in einem gemeinsamen Gehäuse
untergebracht (z. B. in einem gemeinsamen Gehäuse, das wenigstens einen Motorkurbelwellenteil
und einen Getriebegehäuseteil
umfasst).
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Die
Schalldämpferanordnung 35 definiert eine
Vertiefung 100, die konturiert ist, um den unteren Teil
des Motors 14 aufzunehmen (wobei die Vertiefung im wesentlichen
der Kontur der unteren Kante 14A des Motors 14 folgt).
Die Tiefe der Vertiefung 100 ist gleich der Höhe H1 des ersten Dämpfungsteils 34A minus
die Höhe
H3 des zweiten Dämpfungsteils 34B.
Der Motor 14 ist also in der Vertiefung 100 mit einer
Tiefe aufgenommen, die ungefähr
dem Zweifachen der Höhe
H3 des zweiten Dämpfungsteils 34B entspricht.
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Die
Erfindung gibt also unter anderem eine kompakte Schalldämpferanordnung 35 mit
einem Dämpfungsteil 34B unter
dem Motor 14 und einer Vertiefung zum Aufnehmen eines wesentlichen
Teils des Motors 14 an. Verschiedene Merkmale und Vorteile
der Erfindung werden durch die folgenden Ansprüche angegeben.