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DE102008030448A1 - Scharniereinrichtung für eine Frontklappe eines Kraftfahrzeugs mit Aufschlagschutzeinrichtung - Google Patents

Scharniereinrichtung für eine Frontklappe eines Kraftfahrzeugs mit Aufschlagschutzeinrichtung Download PDF

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DE102008030448A1
DE102008030448A1 DE102008030448A DE102008030448A DE102008030448A1 DE 102008030448 A1 DE102008030448 A1 DE 102008030448A1 DE 102008030448 A DE102008030448 A DE 102008030448A DE 102008030448 A DE102008030448 A DE 102008030448A DE 102008030448 A1 DE102008030448 A1 DE 102008030448A1
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DE
Germany
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lock
locking
hinge
actuator
hinge device
Prior art date
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Ceased
Application number
DE102008030448A
Other languages
English (en)
Inventor
Ronald Müller
Thomas Drexl
Walter Meierhofer
Martin Dr. Sautter
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayerische Motoren Werke AG
Original Assignee
Bayerische Motoren Werke AG
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Publication date
Application filed by Bayerische Motoren Werke AG filed Critical Bayerische Motoren Werke AG
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60RVEHICLES, VEHICLE FITTINGS, OR VEHICLE PARTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B60R21/00Arrangements or fittings on vehicles for protecting or preventing injuries to occupants or pedestrians in case of accidents or other traffic risks
    • B60R21/34Protecting non-occupants of a vehicle, e.g. pedestrians
    • B60R21/38Protecting non-occupants of a vehicle, e.g. pedestrians using means for lifting bonnets

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Lock And Its Accessories (AREA)

Abstract

Scharniereinrichtung für eine Frontklappe eines Kraftfahrzeugs mit Aufschlagschutzeinrichtung, mit einem Aktuator (3), der bei einem eingetretenen oder bevorstehenden Aufprall auf die Frontklappe einen Schlossträger (2) oder ein Scharnierteil aus einer Normallage in Richtung einer hochgestellten Schutzlage verstellt. Der Schlossträger (2) oder gegebenenfalls das Scharnierteil ist etwa in der Normallage über eine manuell oder mechanisch ver- und entriegelbare Verriegelungseinrichtung (12) gegenüber der Karosserie (1) des Kraftfahrzeugs oder einem daran befestigten oder abgestützten Stützelement verriegelbar und manuell oder mechanisch entriegelt von dem Aktuator (3) in Richtung der Schutzlage verstellbar.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Scharniereinrichtung für eine Frontklappe eines Kraftfahrzeugs mit Aufschlagschutzeinrichtung, mit den im Oberbegriff des Patentanspruches 1 angegebenen Merkmalen.
  • Eine derartige Scharniereinrichtung weist in der DE 10 2006 010 801 A1 einen Aktuator auf, der bei einem eingetretenen oder bevorstehenden unfallbedingten Aufprall auf die Frontklappe eines Kraftfahrzeugs einen Bereich der Frontklappe in eine Schutzlage anheben kann, in der eine Federungs- und/oder Dämpfungseinrichtung den Aufprall abfedern und/oder dämpfen kann. Hierzu ist der Aktuator einerseits karosserieseitig und andererseits über ein Stellelement des Aktuators an einem Zwischenhebel angelenkt. Der Zwischenhebel ist über zwei ein Viergelenk bildende Schwenkhebel gegenüber der Karosserie verstellbar und um eine Verbindungsachse schwenkbar mit einem oberen Scharnierteil verbunden, das an der Frontklappe befestigt ist. Bei geschlossener und von einem Schloss verriegelter Frontklappe befinden sich die Schwenkhebel in ihrer Normallage, in der ein in eine Schwenkrichtung federbelasteter Fanghebel, der in der Schutzlage mit der Frontklappe zusammen wirkend die Schutzlage der Frontklappe begrenzt, von einer Verriegelungsnase eines Schwenkhebels verriegelt ist. Diese Verriegelung wird bei einem eingetretenen oder bevorstehenden unfallbedingten Aufprall auf die Frontklappe bei im vorderen Bereich von dem Schloss weiter verriegelter Frontklappe von dem Aktuator gelöst, wenn der Aktuator ein Auslösesignal erhält und einen hinteren Bereich der Frontklappe in die Schutzlage verstellt. Falls der Aktuator beispielsweise bei einem Werkstattaufenthalt des Kraftfahrzeugs, bei dem die Frontklappe von dem Schloss gelöst und beispielsweise in eine Offenlage verstellt ist, auf Grund einer Fehlfunktion oder versehentlich ein Auslösesignal erhält, wird der hintere Bereich der nun ge öffneten Frontklappe ungewollt in eine der Schutzlage entsprechende Hochlage nach oben verstellt. Dabei werden die beiden Schwenkhebel und der Zwischenhebel sowie der dann frei gegebene Fanghebel mit verstellt. Dabei besteht eine Verletzungsgefahr, die auch beispielsweise bei der Montage oder Demontage eines Fahrzeugteiles, beispielsweise der Scharniereinrichtung, im Bereich der vom Schloss entriegelten und teilweise oder vollständig geöffneten Frontklappe gegeben ist, bei der ein unbeabsichtigtes Auslösen des Aktuators erfolgt.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Scharniereinrichtung für eine Frontklappe eines Kraftfahrzeugs mit den Merkmalen im Oberbegriff des Patentanspruches 1 anzugeben, die eine Verletzungsgefahr bei einem unbeabsichtigten Auslösen des Aktuators insbesondere bei der Montage der Scharniereinrichtung und/oder bei einem Werkstattaufenthalt zumindest wesentlich vermindert.
  • Diese Aufgabe ist durch die im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den Unteransprüchen entnehmbar.
  • Die erfindungsgemäße Scharniereinrichtung für eine Frontklappe eines Kraftfahrzeugs mit Aufschlagschutzeinrichtung weist einen Aktuator auf, der bei einem eingetretenen oder bevorstehenden Aufprall auf die Frontklappe einen Schlossträger oder ein Scharnierteil aus einer Normallage in Richtung einer hochgestellten Schutzlage verstellt. Der Schlossträger oder gegebenenfalls das Scharnierteil ist etwa in der Normallage über eine manuell oder mechanisch ver- und entriegelbare Verriegelungseinrichtung gegenüber der Karosserie des Kraftfahrzeugs oder einem daran befestigten oder abgestützten Stützelement verriegelbar. Nach einer manuellen oder mechanischen Entriegelung ist der Schlossträger oder gegebenenfalls das Scharnierteil von dem Aktuator in Richtung der Schutzlage verstellbar. Ist der Schlossträger oder gegebenenfalls das Scharnierteil etwa in der Normallage über die manuell oder mechanisch ver- und entriegelbare Verriegelungseinrichtung gegenüber der Karosserie des Kraftfahrzeugs oder einem daran befestigten oder abgestützten Stützelement beispielsweise bei der Montage oder Demontage der Scharniereinrichtung oder bei einem Werkstattaufenthalt verriegelt, so kann insbesondere bei geöffneter Frontklappe ein unbeabsichtigtes Auslösen des Aktuators keine wesentliche Verstellbewegung eines Bauteiles der Scharniereinrichtung bzw. der Frontklappe bewirken, so dass bei der Fehlauslösung des Aktuators keine wesentliche Verletzungsgefahr besteht.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand einer Zeichnung näher erläutert. Es zeigen
  • 1 einen vereinfachten Querschnitt durch eine Scharniereinrichtung für eine Frontklappe eines Kraftfahrzeugs mit Aufschlagschutzeinrichtung, die ein Schloss zur Verriegelung der Frontklappe aufweist, in einer die Frontklappe frei gebenden Offenlage des Schlosses,
  • 2 die in 1 dargestellte Scharniereinrichtung von der anderen Seite betrachtet,
  • 3 eine 1 entsprechende Ansicht bei geschlossener und von dem Schloss verriegelter Frontklappe,
  • 4 die in 3 dargestellte Scharniereinrichtung von der anderen Seite betrachtet,
  • 5 eine 1 entsprechende Ansicht, in der sich die von dem Schloss verriegelte Frontklappe in ihrer mit einem hinteren Bereich hochgestellten Schutzlage befindet und
  • 6 die in 5 dargestellte Scharniereinrichtung von der anderen Seite betrachtet.
  • In 1 ist eine erfindungsgemäße Scharniereinrichtung für eine in den Figuren nicht abgebildete Frontklappe eines Kraftfahrzeugs mit Aufschlagschutzeinrichtung in einem vereinfachten Querschnitt dargestellt, die wenigstens ein beispielsweise seitliches Schloss zur Verriegelung eines vorderen Bereiches der geschlossenen Frontklappe gegenüber der Karosserie 1 des Kraftfahrzeugs aufweist.
  • Die in den 1 bis 6 erkennbaren Teile der Scharniereinrichtung sind durch jeweils eine zugeordnete, in allen Figuren einheitlich verwendete Schraffur markiert.
  • Die Scharniereinrichtung sieht einen Schlossträger 2 vor, der bei einem eingetretenen oder bevorstehenden unfallbedingten Aufprall auf die Frontklappe von einem Aktuator 3 oder unter Mitwirkung des Aktuators 3 um eine karosseriefeste Schwenkachse 4 zwischen der dargestellten Normallage und der in den 5 und 6 dargestellten hochgestellten Schutzlage schwenkbar ist. Bei der Verstellbewegung der Frontklappe bzw. eines Bereiches der Frontklappe von der Schließlage in die hochgestellte Schutzlage ist die Frontklappe von dem Schloss bzw. von der mit dem Schließbolzen 7 zusammen wirkenden und von der Sperrklinke 8 festgehaltenen Drehfalle 6 verriegelt. In der Schutzlage der Frontklappe kann eine in den Figuren nicht abgebildete Aufschlagschutzeinrichtung beispielsweise über eine Federungs- und/oder Dämpfungseinrichtung den unfallbedingten Aufprall abfangen und/oder dämpfen.
  • Der Schlossträger 2 ist in der den 1 bis 4 entsprechenden Normallage von einer nicht dargestellten, lösbaren Arretiereinrichtung an der Karosserie 1 des Kraftfahrzeugs oder an einem daran befestigten Bauteil festgehalten, die von dem Aktuator 3 eventuell unter Zwischenschaltung von wenigstens einem Übertragungselement selbsttätig gelöst wird, wenn der Aktuator ausgelöst bzw. aktiviert wird.
  • Die nicht dargestellte, von dem Schloss manuell oder motorisch entriegelte Frontklappe ist um eine hintere reelle oder virtuelle ortsfeste oder ortsveränderliche Schwenkachse schwenkbar an der Karosserie des Kraftfahrzeugs angeordnet.
  • Das zumindest einen Bereich der geschlossenen Frontklappe gegenüber dem Schlossträger 2 verriegelnde Schloss weist eine um eine Achse 5 an dem Schlossträger 2 schwenkbare Drehfalle 6 auf, die beim Schließen der geöffneten Frontklappe von einem von der Frontklappe nach unten abstehenden Schließbolzen 7 aus einer Offenlage in die in den 3 bis 6 dargestellte, den Schließbolzen 7 hintergreifende Schließlage geschwenkt wird. In der Schließlage der Drehfalle 6 fällt eine federbelastete Sperrklinke 8 selbsttätig vor eine Raste 9 an der Drehfalle 6 ein und verhindert dadurch eine Verlagerung der Drehfalle 6 in Richtung der in den 1 und 2 dargestellten, den Schließbolzen 7 frei gebenden Offenlage. Die Sperrklinke 8 ist um eine an dem Schlossträger 2 ausgebildete Sperrklinkenachse 10 schwenkbar und liegt bei entriegelter Drehfalle 6, wie in 1 dargestellt, federbelastet an einem Umfangsbereich 11 der Drehfalle 6 an.
  • Der Schlossträger 2 ist in seiner Normallage über die von dem Aktuator lösbare Arretiereinrichtung und etwa in seiner Normallage über eine zusätzliche, manuell oder mechanisch ver- und entriegelbare Verriegelungseinrichtung gegenüber der Karosserie 1 des Kraftfahrzeugs oder einem daran befestigten oder abgestützten Stützelement verriegelbar, die für die Erfindung wesentlich ist.
  • Die zusätzliche Verriegelung soll verhindern, dass bei einem irrtümlich oder versehentlich oder auf Grund eines Störfalles und damit nichtunfallbedingt ausgelöstem Aktuator, beispielsweise bei einem Werkstattaufenthalt, bei dem die von dem Schloss entriegelte Frontklappe geöffnet ist, durch das Auslösen bzw. Aktivieren des Aktuators 3 der Schlossträger 2 in eine Hochlage hochgestellt bzw. verschwenkt wird, die bei im Wesentlichen geschlossener und von dem Schloss bereichsweise verriegelter Frontklappe der hochgestellten Schutzlage der Frontklappe entspricht, da dabei Verletzungen erfolgen könnten.
  • Der irrtümlich oder versehentlich oder auf Grund eines Störfalles beispielsweise bei einem Werkstattaufenthalt ausgelöste bzw. aktivierte Aktuator 3 kann zwar die den Schlossträger 2 an der Karosserie des Kraftfahrzeugs arretierende, nicht dargestellte Arretiereinrichtung lösen, der Aktuator 3 kann jedoch bei geöffnetem Schloss die den Schlossträger 2 zusätzlich an der Karosserie 1 arretierende Verriegelungseinrichtung nicht lösen bzw. entriegeln.
  • Der aktivierte bzw. ausgelöste Aktuator 3 kann den Schlossträger 2 nur dann in Richtung einer der Schutzlage der Frontklappe entsprechenden Hochlage anheben bzw. hochschwenken, wenn die den Schlossträger 2 zusätzlich gegenüber der Karosserie 1 verriegelnde Verriegelungseinrichtung zuvor manuell oder motorisch entriegelt wurde oder dabei entriegelt wird.
  • Hierzu weist die Verriegelungseinrichtung an dem Schlossträger 2 ein zwischen einer Verriegelungslage und einer Entriegelungslage manuell oder mechanisch um seine Längsachse verdrehbares, in den 2, 4 und 6 erkennbares Verriegelungselement 12 auf, das in der 2 entsprechenden Verriegelungslage gegenüber der den 4 und 6 entsprechenden Entriegelungslage relativ gegenüber dem Schlossträger 2 um seine Längsachse verdreht ist. In der den 1 und 2 entsprechenden Verriegelungslage hintergreift das Verriegelungselement 12 zumindest bereichsweise einen Stützbereich der Karosserie 1. Eine wesentliche Verlagerung des Schlossträgers 2 aus der den 1 bis 4 entsprechenden Normallage in Richtung der den 5 und 6 entsprechenden hochgestellten Schutzlage der Frontklappe ist dadurch verhindert.
  • In der Schließlage der von dem Schloss verriegelten Frontklappe bewirkt eine mechanische Verstelleinrichtung beim Öffnen des Schlosses eine selbsttätige Verlagerung des Verriegelungselements 12 in seine Verriegelungslage, in der das Verriegelungselement 12 einen Stützbereich der Karosserie 1 hintergreift. Dadurch kann zwar die Frontklappe geöffnet werden, der beispielsweise bei einem Werkstattaufenthalt irrtümlich oder versehentlich oder auf Grund eines Störfalles ausgelöste bzw. aktivierte Aktuator 3 kann jedoch keine wesentliche Verstellbewegung des Schlossträgers 2 nach oben in Richtung einer der Schutzlage der Frontklappe entsprechenden Hochlage bewirken, so dass bei der Fehlauslösung des Aktuators keine wesentliche Verletzungsgefahr besteht.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel ist die mechanische Verstelleinrichtung dadurch gebildet, dass die Drehfalle 6 beispielsweise über einen die Achse 5 der Drehfalle 6 bildenden Bolzen mit dem ebenfalls um die Achse 5 drehbaren Verriegelungselement 12 drehfest verbunden ist. Auf diese Weise wird beim Schließen der geöffneten Frontklappe das Verriegelungselement 12 bei dem durch den Schließbolzen 7 bewirkten Verdrehen der Drehfalle 6 in die den 3 bis 6 entsprechende Schließlage das Verriegelungselement 12 in seine den 3 bis 6 entsprechende Entriegelungslage relativ gegenüber dem Schlossträger 2 verdreht, wobei das Verriegelungselement 12 erst in der Schließlage der Drehfalle 6 seine Entriegelungslage erreicht. Beim Öffnen des Schlosses in der Schließlage der Frontklappe bzw. Normallage des Schlossträgers 2 gelangt dagegen das Verriegelungselement 12 selbsttätig in seine Verriegelungslage, in der das Verriegelungselement 12 eine Verlagerung des Schlossträgers 2 in eine der Schutzlage der Frontklappe entsprechende Hochlage verhindert.
  • Ein Öffnen des Schlosses in der Schutzlage der Frontklappe oder in einem Verstellbereich des Schlossträgers 2 zwischen seiner Normallage und einer der Schutzlage der Frontklappe entsprechenden Hochlage ist bei dem Ausführungsbeispiel auf eine andere, nicht dargestellte Weise verhindert.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel ist der Aktuator ein mechanischer oder pneumatischer oder hydraulischer oder pyrotechnischer Aktuator oder ein Federspeicher oder Druckspeicher mit einem verstellbaren Stellelement, das den Schlossträger aus der Normallage in die Schutzlage oder zumindest in Richtung der hochgestellten Schutzlage der Frontklappe verstellen kann. Der Aktuator kann auch ein anderes Kraft übertragendes und/oder Kraft speicherndes Bauteil sein.
  • Die Erfindung kann von dem Ausführungsbeispiel abweichend realisiert werden. Der Aktuator kann allein oder in Verbindung mit einem anderen Kraft übertragenden Bauteil ein Hochstellen zumindest eines Bereiches der Frontklappe in die Schutzlage bewirken, wobei der Aktuator eventuell nur anfänglich wirkt. Die Scharniereinrichtung kann in einem Bereich der Frontklappe angeordnet sein, der wenigstens ein die geschlossene Frontklappe verriegelndes Schloss aufweist. Ebenso kann die Scharniereinrichtung in einem anderen Bereich, beispielsweise in einem hinteren Bereich der Frontklappe angeordnet sein, in dem sich kein die geschlossene Frontklappe verriegelndes Schloss befindet. In diesem Fall ist an Stelle des Schlossträgers ein Scharnierteil zu verwenden, das bei einem unfallbedingt eingetretenen oder bevorstehenden Aufprall auf die Frontklappe von dem Aktuator aus einer Normallage in Richtung einer hochgestellten Schutzlage verstellt wird. Dieses Scharnierteil ist dann etwa in der Normallage über eine manuell oder mechanisch ver- und entriegelbare Verriegelungseinrichtung gegenüber der Karosserie des Kraftfahrzeugs oder einem daran befestigten oder abgestützten Stützelement verriegelbar und manuell oder mechanisch entriegelt von dem Aktuator in Richtung der Schutzlage verstellbar. Das Verriegelungselement kann an einer beliebigen Stelle angeordnet sein und auf sehr unterschiedliche Weise in der Verriegelungslage einen Stützbereich der Karosserie oder des Schlossträgers oder gegebenenfalls Scharnierteiles oder eines daran befestigten oder abgestützten Bauteiles hintergreifen und dadurch eine wesentliche Verlagerung des Schlossträgers oder gegebenenfalls des Scharnierteiles aus der Normallage in Richtung der hochgestellten Schutzlage verhindern. Hierzu kann das Verriegelungselement manuell oder beim Öffnen wenigstens eines Schlosses oder beim Anheben der von dem Schloss entriegelten Frontklappe in Richtung der Offenlage der Frontklappe von einem Teil des Schlosses oder von einem zum Entriegeln des Schlosses vorgesehenen Übertragungsteil oder von der Frontklappe oder von einem zum kinematischen Verstellen der Frontklappe vorgesehenen Bauteil automatisch in die Verriegelungslage drehbar oder längsverstellbar oder dreh- und längsverstellbar sein. Zusätzlich kann das Verriegelungselement manuell oder automatisch beispielsweise von einem zum Verstellen des Verriegelungselements in die Verriegelungslage vorgesehenen Teil oder von einem hierzu alternativ verwendbaren Bauteil in die Entriegelungslage zurück verstellbar sein. Das Verriegelungselement der manuell ver- und entriegelbaren Verriegelungseinrichtung kann von einer Übertotpunktfeder wechselweise entweder in die Verriegelungslage oder in die Entriegelungslage belastet sein. Das die geschlossene Frontklappe verriegelnde Schloss kann von dem Ausführungsbeispiel abweichend sehr unterschiedlich ausgebildet sein. Ein an der Karosserie oder an der Frontklappe angeordnetes Bauteil kann auch an dem jeweils anderen Bauteil, an der Frontklappe bzw. an der Karosserie des Kraftfahrzeugs angeordnet sein.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 102006010801 A1 [0002]

Claims (10)

  1. Scharniereinrichtung für eine Frontklappe eines Kraftfahrzeugs mit Aufschlagschutzeinrichtung, mit einem Aktuator (3), der bei einem eingetretenen oder bevorstehenden Aufprall auf die Frontklappe einen Schlossträger (2) oder ein Scharnierteil aus einer Normallage in Richtung einer hochgestellten Schutzlage verstellt, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlossträger (2) oder gegebenenfalls das Scharnierteil etwa in der Normallage über eine manuell oder mechanisch ver- und entriegelbare Verriegelungseinrichtung (12) gegenüber der Karosserie (1) des Kraftfahrzeugs oder einem daran befestigten oder abgestützten Stützelement verriegelbar und manuell oder mechanisch entriegelt von dem Aktuator (3) in Richtung der Schutzlage verstellbar ist.
  2. Scharniereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungseinrichtung an dem Schlossträger (2) oder gegebenenfalls an dem Scharnierteil oder an der Karosserie des Kraftfahrzeugs oder an einem an dem Schlossträger oder Scharnierteil oder an der Karosserie befestigten oder abgestützten Stützelement ein zwischen einer Verriegelungslage und einer Entriegelungslage manuell und/oder mechanisch verstellbares Verriegelungselement (12) aufweist, das in der Verriegelungslage einen Stützbereich eines anderen Bauteiles, des Schlossträgers oder gegebenenfalls Scharnierteiles oder der Karosserie (1) bzw. des Stützelements hintergreift und dadurch eine wesentliche Verlagerung des Schlossträgers (2) oder gegebenenfalls des Scharnierteiles aus der Normallage in Richtung der hochgestellten Schutzlage verhindert und in der Entriegelungslage eine Verlagerung des Schlossträgers (2) oder gegebenenfalls des Scharnierteiles aus der Normallage in Richtung der hochgestellten Schutzlage zulässt.
  3. Scharniereinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement der manuell ver- und entriegelbaren Verriegelungseinrichtung von einer Übertotpunktfeder wechselweise entweder in die Verriegelungslage oder in die Entriegelungslage belastet ist.
  4. Scharniereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass beim Öffnen wenigstens eines Schlosses oder beim Anheben der von dem Schloss entriegelten Frontklappe in Richtung der Offenlage der Frontklappe entweder ein Teil (6) des Schlosses oder ein zum Entriegeln des Schlosses vorgesehenes Übertragungsteil oder die Frontklappe oder ein zum kinematischen Verstellen der Frontklappe vorgesehenes Bauteil das in der Schließlage der Frontklappe einen Bereich der Frontklappe gegenüber der Karosserie verriegelnde Verriegelungselement (12) der mechanisch ver- und entriegelbaren Verriegelungseinrichtung selbsttätig in die Verriegelungslage verstellt oder zusätzlich beim Schließen des Schlosses bzw. der Frontklappe zurück in die Entriegelungslage verstellt.
  5. Scharniereinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement (12) um die Achse (5) der Drehfalle (6) schwenkbar ist und direkt oder über wenigstens ein Verbindungselement drehfest mit der Drehfalle (6) verbunden ist.
  6. Scharniereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Scharniereinrichtung im hinteren Bereich der Frontklappe des Kraftfahrzeugs vorgesehen ist und die geschlossene Frontklappe an ihrem vorderen Bereich von wenigstens einem Schloss gegenüber der Karosserie (1) verriegelbar ist.
  7. Scharniereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Scharniereinrichtung im vorderen Bereich der Frontklappe des Kraftfahrzeugs vorgesehen ist und die geschlossene Frontklappe an ihrem vorderen Bereich von wenigstens einem Schloss gegenüber der Karosserie (1) verriegelbar ist, das an dem Schlossträger (2) eine schwenkbare Drehfalle (6) aufweist, die beim Schließen der geöffneten Frontklappe von einem Schließbolzen (7) an der Frontklappe aus einer Offenlage in eine den Schließbolzen (7) hintergreifende Schließlage geschwenkt wird, in der eine an dem Schlossträger (2) schwenkbare Sperrklinke (8) vor eine Raste (9) an der Drehfalle (6) einfällt und dadurch eine Verlagerung der Drehfalle (6) in Richtung ihrer Offenlage verhindert.
  8. Scharniereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement (12) in seiner Verriegelungslage einen Stützbereich an der Karosserie (1) oder jeweils gegebenenfalls der Drehfalle oder Sperrklinke oder des Schlossträgers oder Schließbügels oder Fanghakens oder eines mit der Frontklappe verbundenen Teiles hintergreift und dadurch eine wesentliche Verlagerung des Schlossträgers (2) aus seiner Normallage in Richtung einer der hochgestellten Schutzlage der Frontklappe entsprechenden Hochlage verhindert.
  9. Scharniereinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement (12) drehbar oder längsverstellbar oder über eine Verstellmechanik dreh- und längsverstellbar ist.
  10. Scharniereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktuator (3) ein mechanischer oder pneumatischer oder hydraulischer oder pyrotechnischer Aktuator (3) oder ein Federspeicher oder Druckspeicher mit einem verstellbaren Stellelement ist, das den Schlossträger (2) oder gegebenenfalls das Scharnierteil aus der Normallage in die Schutzlage oder zumindest in Richtung der hochgestellten Schutzlage der Frontklappe verstellen kann.
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