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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zum Senden und ein Verfahren zum
Auswerten einer Verkehrsmeldung, eine Sendeeinheit und eine Empfangseinheit.
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Um
Verkehrsinformationen auszutauschen und beispielsweise die Sicherheit
im Straßenverkehr zu erhöhen, kommunizieren Fahrzeuge
untereinander und mit Datenübertragungssystemen. Verkehrsmeldungen
können in einem definierten Standard erzeugt und ausgesendet
werden, beispielsweise entsprechend des Standards des Traffic Message
Channels für Verkehrsinformationsübertragung,
des sogenannten TMC-Standards. Beispielsweise ist das ALERT-C-Protokoll
zur Kodierung von Verkehrsmeldungen standardisiert, welches auf
der Lokalisation von Verkehrsstörungen auf vordefinierten
Punkten des Straßennetzes basiert. Dabei sind nur ausgewählte,
verkehrsrelevante Punkte definiert, welchen jeweils ein Kode zugewiesen
wird. In einer Datenbank für die definierten Punkte sind
in der Regel nur Anschlussstellen von Autobahnen und Kreuzungspunkte
von Bundesstraßen untereinander und mit Autobahnen kodiert.
Eine Störungsstelle muss daher oftmals sehr weiträumig
umfahren werden.
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Die
Aufgabe, die der Erfindung zugrunde liegt, ist, ein Verfahren und
eine Vorrichtung zu schaffen, das beziehungsweise die eine zuverlässige
Lokalisierung von Verkehrsinformationen ermöglichen.
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Die
Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale der unabhängigen
Patentansprüche. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung
sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
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Gemäß eines
ersten Aspekts zeichnet sich die Erfindung aus durch ein Verfahren
zum Senden zumindest einer Verkehrsmeldung, wobei für vorgegebene
Punkte in einem Straßennetz vorgegebene Kodierungen festgelegt
sind. Zum Eingrenzen eines die Verkehrsmeldung betreffenden Bereichs
werden zumindest ein vorgegebener erster Punkt und weitere Angaben
ermittelt, die einen vorgegebenen zweiten Punkt oder eine Richtung
ausgehend von dem ersten Punkt und eine Längenausdehnung
des Bereichs umfassen. Die Kodierung zumindest des vorgegebenen
ersten Punkts wird ermittelt. Ein Abstand des Bereichs zu dem vorgegebenen
ersten Punkt wird ermittelt. Die Verkehrsmeldung wird ausgesendet,
wobei die Verkehrsmeldung zumindest die Kodierung des vorgegebenen
ersten Punkts, den Abstand und die weiteren Angaben umfasst.
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Auf
diese Weise wird eine kontinuierliche Angabe des die Verkehrsmeldung
betreffenden Bereichs ermöglicht. Somit kann der die Verkehrsmeldung
betreffende Bereich präzise angegeben werden. Die Genauigkeit
hängt lediglich von einer Genauigkeit der übertragenen
Parameter ab und einer eventuellen zeitlichen Verzögerung
zwischen Erfassung und Übermittlung der Information. Eine
zuverlässige Lokalisierung der Verkehrsmeldung und somit
eine zuverlässige Verkehrslenkung werden ermöglicht.
Bevorzugt werden nach einem Zuordnen einer zu übermittelnden
Verkehrsinformation zu entsprechenden Koordinaten einer digitalen
Karte der vorgegebene erste Punkt, die weiteren Angaben und der
Abstand ermittelt. Auch kann erst der Abstand des Bereichs zu dem
vorgegebenen ersten Punkt ermittelt werden und in einem darauf folgenden
Schritt die Kodierung zumindest des vorgegebenen ersten Punkts ermittelt
werden.
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In
einer vorteilhaften Ausgestaltung umfasst die Verkehrsmeldung eine
Verkehrsinformation.
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Dies
ermöglicht ein verkehrssicheres und vorausschauendes Befahren
von Straßen, beispielsweise ein Umfahren von Verkehrsstörungen
oder drohenden Gefahrensituationen. Die Verkehrsin formation kann
zum Beispiel auf Stau, Nebel, Glatteis oder wandernde Hindernisse,
wie beispielsweise einen Schwertransport, hinweisen. Beispielsweise
umfasst die Verkehrsmeldung eine Kodierung eines Typs einer Verkehrsstörung.
Falls beispielsweise nur Staumeldungen ausgegeben werden sollen,
so kann die Angabe der Verkehrsinformation auch entfallen.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung wird die Verkehrsmeldung
kodiert ausgesendet.
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Auf
diese Weise kann beim Senden der Verkehrsmeldung eine zu übertragende
Datenmenge der Verkehrsmeldung und/oder eine benötigte
Datenübertragungsrate eines Datenübertragungssystems gering
gehalten werden. Dies hat auch den Vorteil, dass einheitliche Verkehrsmeldungen
erzeugt werden können. Bevorzugt werden nach einem Zuordnen
der zu übermittelnden Verkehrsinformation zu entsprechenden
Koordinaten einer digitalen Karte zumindest die Kodierung des vorgegebenen
ersten Punkts und der weiteren Angaben ermittelt und in der Verkehrsmeldung
ausgesendet.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung wird die Verkehrsmeldung
entsprechend eines vorgegebenen Protokolls für Verkehrsinformationsübertragung
ausgesendet.
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Dies
hat den Vorteil, dass einheitliche Verkehrsmeldungen erzeugt und über
ein Datenübertragungssystem ausgesendet werden können.
Auch können beim Senden der Verkehrsmeldung eine zu übertragende
Datenmenge der Verkehrsmeldung und/oder eine benötigte
Datenübertragungsrate gering gehalten werden. Beispielsweise
können Verkehrsmeldungen mittels eines Radiodatensystems, dem
sogenannten Radio Data System (RDS), über Radio oder Rundfunk übermittelt
werden.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung wird die Verkehrsmeldung
entsprechend des TMC-Standards ausgesendet.
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Dies
hat den Vorteil, dass einheitliche Verkehrsmeldungen erzeugt und über
TMC ausgesendet werden können. Auf diese Weise können TMC-Verkehrsmeldungen
an einen Straßennutzer mittels RDS über Radio
oder Rundfunk übertragen werden. Die Verkehrsmeldung kann
entsprechend des TMC-Standards EN ISO 14819 ausgesendet werden.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung erfolgt das Aussenden
der Verkehrsmeldung nach dem ALERT-C-Protokoll.
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Durch
Verwenden des ALERT-C-Protokolls kann die zu übertragende
Datenmenge der Verkehrsmeldung und/oder die benötigte Datenübertragungsrate
des Datenübertragungssystems gering gehalten werden. Beispielsweise
wird eine Übertragung über bandbreitenlimitierte
Rundfunkkanäle ermöglicht. Vorzugsweise werden
Verkehrsmeldungen des Traffic Message Channels (TMC) nach dem ALERT-C-Protokoll
generiert und kodiert.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung wird die Verkehrsmeldung
ausgesendet, wobei der Abstand als Zusatzinformation gekennzeichnet
ist.
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Auf
diese Weise ist eine Auswertung des Abstandes nicht obligatorisch.
Eine Abwärtskompatibilität zu bestehenden Systemen
wird ermöglicht, da die Verkehrsmeldung lediglich erweitert
wird. Die Kennzeichnung als Zusatzinformation kann beispielsweise dadurch
erfolgen, dass die Information zu dem Abstand an einer vorgegebenen
Stelle im Verlauf der Verkehrsmeldung ausgesendet wird. Zum Beispiel kann
die Information zu dem Abstand innerhalb einer zusätzlichen
Datengruppe der Verkehrsmeldung ausgesendet werden. Die Kennzeichnung
als Zusatzinformation kann zum Beispiel durch einen Zusatzinformations-Bezeichner
erfolgen.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung wird der Abstand innerhalb
der Verkehrsmeldung entsprechend eines Stan dards für Verkehrsinformationsübertragung über
einen in dem Standard vorgegebenen, freien Identifikator ausgesendet.
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Dadurch
wird die Kennzeichnung des Abstandes innerhalb der Verkehrsmeldung
als Zusatzinformation ermöglicht. Auf diese Weise ist eine
Auswertung des Abstandes nicht obligatorisch. Eine Abwärtskompatibilität
zu bestehenden Systemen wird ermöglicht, da das Protokoll
des Standards lediglich erweitert und nicht modifiziert wird. Beispielsweise kann
der Abstand innerhalb der Verkehrsmeldung entsprechend des Standards
für Verkehrsinformationsübertragung über
ein in dem Standard vorgegebenes, ungenutztes Label ausgesendet
werden. Beispielsweise werden entsprechend des ALERT-C-Protokolls
vorhandene, aber nicht belegte Datengruppen durch die sogenannten
freien Label gekennzeichnet. Das freie Label kann als eine Informations-Kennung
verwendet werden, um eine Art der übermittelten Information
anzuzeigen, wobei ein freies Label eine Kennzeichnung als Zusatzinformation
ermöglicht.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung wird der Abstand innerhalb
der Verkehrsmeldung entsprechend des TMC Standards über
den in dem TMC Standard definierten, freien Identifikator Label 15 ausgesendet.
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Dies
ermöglicht die Kennzeichnung des Abstandes innerhalb der
Verkehrsmeldung als Zusatzinformation. Auf diese Weise ist die Auswertung
des Abstandes nicht obligatorisch. Die Abwärtskompatibilität
zu bestehenden Systemen wird ermöglicht, da das Protokoll
des Standards lediglich erweitert und nicht modifiziert wird. Derzeit
ist das Label 15 ein freies Label und für zukünftige
Nutzung reserviert und steht somit zur Verwendung zur Verfügung.
Zum Beispiel wird der Abstand innerhalb der Verkehrsmeldung entsprechend
des TMC Standards EN ISO 14819 über das
in dem TMC Standard definierte Label 15 ausgesendet.
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Gemäß eines
zweiten Aspekts zeichnet sich die Erfindung aus durch ein Verfahren
zum Auswerten zumindest einer Verkehrsmeldung, die nach dem Verfahren
des ersten Aspekts der Erfindung ausgesendet wurde. Die Verkehrsmeldung
wird empfangen. Zumindest eine Kodierung eines vorgegebenen ersten
Punkts wird ausgewertet. Ein Beginn und ein Ende eines die Verkehrsmeldung
betreffenden Bereichs werden ermittelt. Zu dem Beginn und dem Ende
des Bereichs werden jeweils nächstgelegene Verkehrsknotenpunkte
ermittelt, die außerhalb des Bereichs liegen.
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Auf
diese Weise kann der die Verkehrsmeldung betreffende Bereich präzise
ermittelt werden. Mit dem Beginn und dem Ende des die Verkehrsmeldung
betreffenden Bereichs können die nächstgelegenen
Verkehrsknotenpunkte zu dem Bereich präzise ermittelt werden.
Dies ermöglicht eine zuverlässige Lokalisierung
der Verkehrsmeldung und somit auch eine zuverlässige Verkehrslenkung.
Vorzugsweise wird die Information der Verkehrsmeldung nach dem Empfangen
entsprechenden Koordinaten einer digitalen Karte zugeordnet. Auf
diese Weise können der Beginn, das Ende des Bereichs und
eine Verkehrsinformation der Verkehrsmeldung an einen Straßennutzer
ausgegeben und/oder für eine Navigation verwertet werden.
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In
einer vorteilhaften Ausgestaltung wird eine Umgehungsroute zum Umgehen
des Bereichs anhand der nächstgelegenen Verkehrsknotenpunkte ermittelt
und ausgeben.
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Dies
ermöglicht eine verkehrssichere und vorausschauende Verkehrslenkung
und eine zuverlässige Navigation, beispielsweise ein Umfahren
von Verkehrsstörungen oder Ausweichen von drohenden Gefahrensituationen.
Vorzugsweise wird die Umgehungsroute für eine Gesamtroutenberechnung
eines Navigationssystems verwendet.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung werden anhand der nächstgelegenen
Verkehrsknotenpunkte und/oder der Umge hungsroute weitere Informationen
zur Navigation ermittelt und ausgegeben, die eine Entfernung zu
dem Bereich und/oder eine Routenlänge und/oder eine Fahrzeit
umfassen.
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Dies
ermöglicht eine verkehrssichere Verkehrslenkung und eine
zuverlässige Navigation. Das Ausgeben kann optisch auf
einer Anzeigeeinheit und/oder akustisch erfolgen. Insbesondere können zumindest
die Routenlänge und die Fahrzeit mittels eines Navigationssystems
nach Auswerten der Verkehrsmeldung neu berechnet werden. Die weiteren Informationen
zur Navigation können beispielsweise auch Auffahrten auf
einen Stau, Entfernung zu Stau, letzte Abfahrtsmöglichkeit
vor Stau, nächstgelegene Abfahrtsmöglichkeit vom
Stau oder eine Entfernung zu Stau oder einem Hindernis hinter einer
Kuppe umfassen.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung wird zumindest ein Warnsignal
bei einer Annäherung an den Bereich erzeugt.
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Dies
ermöglicht eine verkehrssichere und zuverlässige
Navigation. Das Warnsignal kann optisch auf einer Anzeigeeinheit
und/oder akustisch erzeugt werden. Das Warnsignal kann zum Beispiel
bei Auffahrt auf den Stau, Annäherung an Stau, letzte Abfahrtsmöglichkeit
vor dem Stau, nächstgelegene Abfahrtsmöglichkeit
vom Stau, Annäherung an Stau oder Hindernis hinter einer
Kuppe erfolgen. Das Warnsignal kann beispielsweise auch erfolgen,
falls der die Verkehrsmeldung betreffende Bereich innerhalb einer
geplanten Route liegt.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung wird der Bereich in einer
digitalen Karte auf einer Anzeigeeinheit dargestellt.
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Dies
ermöglicht eine verkehrssichere Straßennutzung.
Beispielsweise wird eine Stauverfolgung in einer Kartendarstellung
ermöglicht.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung werden mindestens zwei
Verkehrsmeldungen ausgewertet und anhand der Verkehrsmeldungen wird
eine Änderung des Bereichs vorausberechnet.
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Auf
diese Weise kann eine dynamische Entwicklung, zum Beispiel eines
Staus, verfolgt werden, da eine präzise und kontinuierliche
Lokalisierung der Verkehrsmeldung möglich ist. Diese kann
für weitere Prognosen verwendet werden, zum Beispiel für
eine Vorhersage des Stauverlaufs, und ermöglicht somit eine
zuverlässige Navigation. Auch können wandernde
Hindernisse erkannt und angezeigt werden, zum Beispiel ein Wartungsfahrzeug
auf einer Autobahn oder ein Schwertransport mit eingeschränkter Überholmöglichkeit.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung werden eine Verkehrsinformation,
der die Verkehrsinformation betreffende Bereich und die Änderung
des Bereichs abgespeichert.
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Auf
diese Weise kann eine dynamische Entwicklung, zum Beispiel eines
Staus, verfolgt werden und in einer Datenbank abgespeichert werden.
Somit können Statistikdaten für weitere Prognosen,
zum Beispiel eines Stauverlaufs, verwertet werden, insbesondere
für Langzeitprognosen von Stauverhalten und Trendermittlungen.
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Gemäß eines
dritten Aspekts zeichnet sich die Erfindung aus durch eine Sendeeinheit
zum Senden zumindest einer Verkehrsmeldung, wobei für vorgegebene
Punkte in einem Straßennetz vorgegebene Kodierungen festgelegt
sind. Die Sendeeinheit ist ausgebildet zum Ermitteln zumindest eines
vorgegebenen ersten Punktes und weiterer Angaben zum Eingrenzen
eines die Verkehrsmeldung betreffenden Bereichs, wobei die weiteren
Angaben einen vorgegebenen zweiten Punkt oder eine Richtung ausgehend
von dem vorgegebenen ersten Punkt und eine Längenausdehnung
des Bereichs umfassen. Ferner ist die Sendeeinheit ausgebildet zum
Ermitteln einer Kodierung zumindest des vor gegebenen ersten Punkts,
zum Ermitteln eines Abstands des Bereichs zu dem vorgegebenen ersten
Punkt und zum Senden der Verkehrsmeldung, die zumindest die Kodierung des
vorgegebenen ersten Punkts, den Abstand und die weiteren Angaben
umfasst.
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Auf
diese Weise wird eine kontinuierliche Angabe des die Verkehrsmeldung
betreffenden Bereichs ermöglicht. Somit kann der die Verkehrsmeldung
betreffende Bereich präzise angegeben werden. Eine zuverlässige
Lokalisierung der Verkehrsmeldung und somit eine zuverlässige
Verkehrslenkung werden ermöglicht. Zum Beispiel kann die
Sendeeinheit Teil einer Verkehrszentrale sein, die beispielsweise
eine TMC-Verkehrsmeldung aussenden kann.
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Gemäß eines
vierten Aspekts zeichnet sich die Erfindung aus durch eine Empfangseinheit
zum Auswerten zumindest einer Verkehrsmeldung, die nach dem Verfahren
des ersten Aspekts der Erfindung ausgesendet wurde. Die Empfangseinheit
ist ausgebildet zum Empfangen der Verkehrsmeldung, zum Auswerten
zumindest der Kodierung des vorgegebenen ersten Punkts, zum Ermitteln
eines Beginns und eines Endes des die Verkehrsmeldung betreffenden
Bereichs und zum Ermitteln von zu dem Beginn und dem Ende des Bereichs
jeweils nächstgelegenen Verkehrsknotenpunkten, die außerhalb
des Bereichs liegen.
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Auf
diese Weise kann der die Verkehrsmeldung betreffende Bereich präzise
ermittelt werden. Mit dem Beginn und dem Ende des die Verkehrsmeldung
betreffenden Bereichs können die nächstgelegenen
Verkehrsknotenpunkte zu dem Bereich präzise ermittelt werden.
Dies ermöglicht eine zuverlässige Lokalisierung
der Verkehrsmeldung und somit auch eine zuverlässige Verkehrslenkung.
Bevorzugt umfasst die Empfangseinheit eine Recheneinheit und eine
Speichereinheit. Auch kann die Empfangseinheit mit einer Anzeigeeinheit
und einer Fahrzeugsteuerung gekoppelt sein. Zum Beispiel kann ein
Radio in einem Fahrzeug mit RDS Funktionalität die Empfangseinheit
umfassen. Beispielsweise kann auch ein Navigationssystem die Empfangseinheit umfassen.
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In
einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die Empfangseinheit ausgebildet
zum Ermitteln und Ausgeben einer Umgehungsroute zum Umgehen des Bereichs
anhand der nächstgelegenen Verkehrsknotenpunkte.
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Dies
ermöglicht eine verkehrssichere und vorausschauende Verkehrslenkung
und eine zuverlässige Navigation. Vorzugsweise wird die
Umgehungsroute für eine Gesamtroutenberechnung eines Navigationssystems
verwendet.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist die Empfangseinheit
ausgebildet zum Ermitteln und Ausgeben weiterer Informationen zur
Navigation, die eine Entfernung zu dem Bereich und/oder eine Routenlänge
und/oder eine Fahrzeit umfassen.
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Dies
ermöglicht eine verkehrssichere Verkehrslenkung und eine
zuverlässige Navigation. Das Ausgeben kann optisch auf
einer Anzeigeeinheit und/oder akustisch erfolgen.
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Ausführungsbeispiele
der Erfindung sind im Folgenden anhand der schematischen Zeichnungen erläutert.
Es zeigen:
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1 eine
Sendeeinheit und eine Empfangseinheit,
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2 ein
schematischer Aufbau einer Verkehrsmeldung,
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3 ein
Ablaufdiagramm eines Verfahrens zum Senden von Verkehrsmeldungen,
und
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4 ein
Ablaufdiagramm eines Verfahrens zum Auswerten von Verkehrsmeldungen.
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Elemente
gleicher Konstruktion oder Funktion sind figurenübergreifend
mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
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1 zeigt
eine Sendeeinheit SE zum Senden von Verkehrsmeldungen M und eine
Empfangseinheit EE zum Auswerten der Verkehrsmeldungen M.
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Zum
Beispiel kann die Sendeeinheit SE Teil einer Verkehrszentrale sein,
die ausgebildet ist zum Senden von Verkehrsmeldungen M. In dem in 1 gezeigten
Beispiel umfasst die Empfangseinheit EE eine Recheneinheit RE und
eine Speichereinheit SP. Wahlweise kann die Empfangseinheit EE mit
einer Fahrzeugsteuerung ES und einer Anzeigeeinheit AZ, auf der
Informationen ausgegeben werden können, gekoppelt sein,
beispielsweise ein Display eines Navigationssystems. Zum Beispiel
kann ein Radio in einem Fahrzeug mit RDS Funktionalität
die Empfangseinheit EE umfassen. Beispielsweise kann auch ein Navigationssystem
die Empfangseinheit EE umfassen.
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2 zeigt
einen schematischen Aufbau der Verkehrsmeldung M. Die Verkehrsmeldung
M ist beispielsweise eine TMC-Verkehrsmeldung und weist Felder unterschiedlicher
Elemente auf. Für vorgegebene Punkte P, P' sind in einem
Straßennetz vorgegebene Kodierungen K festgelegt. Die Verkehrsmeldung
M umfasst zumindest die Kodierung K eines vorgegebenen ersten Punktes
P, einen Abstand A eines die Verkehrsmeldung M betreffenden Bereichs
B zu dem vorgegebenen ersten Punkt P, weitere Angaben G, die einen
vorgegebenen zweiten Punkt P' oder eine Richtung R ausgehend von
dem ersten Punkt P und eine Längenausdehnung des Bereichs
B umfassen, und eine Verkehrsinformation I. Auf diese Weise wird
eine kontinuierliche und somit präzise Angabe des die Verkehrsmeldung
M betreffenden Bereichs B ermöglicht. Die Verkehrsinformation
I kann beispielsweise Verkehrsflussinformationen, Glatteis- oder
Unfallwarnungen umfassen oder auf wandernde Hindernisse, wie beispielsweise
einen Schwertransport, hinweisen. Beispielsweise kann die Verkehrsmeldung
M eine Kodierung K eines Typs einer Verkehrsstörung umfassen.
Falls beispielsweise nur Staumeldungen ausgegeben werden, so kann
die Angabe der Verkehrsinformation I auch entfallen.
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Auch
kann die Verkehrsmeldung M weitere Elemente umfassen. Ferner kann
auch eine Reihenfolge der Elemente in der Verkehrsmeldung M eine andere
sein als in der 2 dargestellt. Beispielsweise
werden Verkehrsmeldungen M des Traffic Message Channels (TMC) nach
dem ALERT-C-Protokoll generiert und kodiert.
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3 zeigt
ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zum Senden von Verkehrsmeldungen
M, das in der Sendeeinheit SE während deren Betrieb abgearbeitet
werden kann.
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Das
Programm beginnt in einem Schritt S1. In einem Schritt S2 wird überprüft,
ob zu dem Bereich B eine Verkehrsinformation I vorliegt und ob für
vorgegebene Punkte P, P' in einem Straßennetz vorgegebene
Kodierungen K festgelegt sind.
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Ist
die Bedingung des Schritts S2 nicht erfüllt, so wird erneut
der Schritt S2 abgearbeitet. Ist die Bedingung des Schritts S2 erfüllt,
so wird das Verfahren in einem Schritt S3 fortgesetzt. In dem Schritt
S3 werden zum Eingrenzen des Bereichs B zumindest der vorgegebene
erste Punkt P und die weiteren Angaben G ermittelt, die den vorgegebenen
zweiten Punkt P' oder die Richtung R ausgehend von dem ersten Punkt
P und die Längenausdehnung des Bereichs B umfassen.
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In
einem Schritt S4 wird die Kodierung K zumindest des vorgegebenen
ersten Punkts P ermittelt.
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In
einem Schritt S5 wird der Abstand A des Bereichs B zu dem vorgegebenen
ersten Punkt P ermittelt.
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In
einem Schritt S6 wird die Verkehrsmeldung M ausgesendet, wobei die
Verkehrsmeldung M zumindest die Kodierung K des vorgegebenen ersten Punkts
P, den Abstand A, die weiteren Angaben G und die Verkehrsinformation
I umfasst. Vorzugsweise wird die Verkehrsmeldung M kodiert ausgesendet. Beispielsweise
werden nach einem Zuordnen der zu übermittelnden Verkehrsinformation
I zu entsprechenden Koordinaten einer digitalen Karte zumindest die
Kodierung K des vorgegebenen ersten Punkts P und der weiteren Angaben
G ermittelt und in der Verkehrsmeldung M ausgesendet.
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Bevorzugt
wird die Verkehrsmeldung M entsprechend eines vorgegebenen Protokolls
für Verkehrsinformationsübertragung ausgesendet.
Die Verkehrsmeldung M kann entsprechend des TMC Standards
EN ISO 14819 ausgesendet werden. Vorzugsweise werden Verkehrsmeldungen
M des Traffic Message Channels (TMC) nach dem ALERT-C-Protokoll
generiert. Dies hat den Vorteil, dass einheitliche Verkehrsmeldungen
M erzeugt werden können. Durch Verwenden des ALERT-C-Protokolls
kann eine zu übertragende Datenmenge der Verkehrsmeldung
M und/oder eine benötigte Datenübertragungsrate
des Datenübertragungssystems gering gehalten werden. Beispielsweise
können Verkehrsmeldungen M über das Radio Data
System (RDS) über Radio oder Rundfunk ausgesendet werden.
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Vorzugsweise
wird die Verkehrsmeldung M ausgesendet, wobei der Abstand A als
Zusatzinformation gekennzeichnet ist, um eine Abwärtskompatibilität
zu bestehenden Systemen zu ermöglichen. Beispielsweise
wird der Abstand A innerhalb der Verkehrsmeldung M entsprechend
des Standards S für Verkehrsinformationsübertragung über
einen in dem Standard S vorgegebenen, freien Identifikator ausgesendet,
zum Beispiel über ein in dem Standard S vorgegebenes, ungenutztes
Label. Beispielsweise wird der in dem TMC Standard definierte, freie
Identifikator Label 15 verwendet.
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In
einem Schritt S7 kann das Verfahren beendet werden. Vorzugsweise
wird das Verfahren wiederholt abgearbeitet.
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4 zeigt
ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zum Auswerten von Verkehrsmeldungen
M, das in der Empfangseinheit EE während deren Betrieb
abgearbeitet werden kann.
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Das
Programm beginnt in einem Schritt S8. In einem Schritt S9 wird überprüft,
ob eine Verkehrsmeldung M empfangen wird.
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Ist
die Bedingung des Schritts S9 nicht erfüllt, so wird erneut
der Schritt S9 abgearbeitet. Ist die Bedingung des Schritts S9 erfüllt,
so wird das Verfahren in einem Schritt S10 fortgesetzt. In dem Schritt
S10 wird zumindest die Kodierung K des vorgegebenen ersten Punkts
P ausgewertet. Vorzugsweise wird die Verkehrsmeldung M, beispielsweise
die Kodierung K des vorgegebenen ersten Punkts P, nach dem Empfangen
entsprechenden Koordinaten einer digitalen Karte zugeordnet.
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In
einem Schritt S11 wird anhand des vorgegebenen ersten Punkts P,
dem Abstand A und den weiteren Angaben G ein Beginn BG und ein Ende
EN des die Verkehrsmeldung M betreffenden Bereichs B ermittelt.
Auf diese Weise wird eine kontinuierliche und somit präzise
Angabe des die Verkehrsmeldung M betreffenden Bereichs B ermöglicht.
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In
einem Schritt S12 werden anhand des Beginns BG und des Endes EN
des die Verkehrsmeldung M betreffenden Bereichs B zu dem Beginn
BG und dem Ende EN des Bereichs B jeweils nächstgelegene
Verkehrsknotenpunkte VK ermittelt, die außerhalb des Bereichs
B liegen.
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In
einem Schritt S13 wird eine Umgehungsroute UR zum Umgehen des Bereichs
B anhand der nächstgelegenen Verkehrsknotenpunkte VK ermittelt und
ausgeben. Beispielsweise wird die Umgehungsroute mittels eines Navigationssystems
ermittelt und auf einem Display des Navigationssystems dargestellt.
Vorzugsweise wird die Umgehungsroute UR für eine Gesamtroutenberechnung
eines Navigationssystems verwendet.
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In
einem Schritt S14 werden anhand der nächstgelegenen Verkehrsknotenpunkte
VK und/oder der Umgehungsroute UR weitere Informationen zur Navigation
I_N ermittelt und ausgeben, die eine Entfernung ET zu dem Bereich
B und/oder eine Routenlänge RL und/oder eine Fahrzeit FT
umfassen. Die weiteren Informationen zur Navigation I_N können
beispielsweise auch Auffahrten auf einen Stau, Entfernung zu Stau,
letzte Abfahrtsmöglichkeit vor Stau, nächstgelegene
Abfahrtsmöglichkeit vom Stau oder eine Entfernung zu Stau
oder einem Hindernis hinter einer Kuppe umfassen.
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In
einem optionalen Schritt S15 wird überprüft, ob
eine Annäherung an den die Verkehrsmeldung M betreffenden
Bereich B vorliegt.
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Ist
die Bedingung des Schritts S15 nicht erfüllt, so wird das
Verfahren in einem Schritt S17 fortgesetzt. Ist die Bedingung des
Schritts S15 erfüllt, so wird das Verfahren in einem Schritt
S16 fortgesetzt. In dem Schritt S16 wird ein Warnsignal WS erzeugt. Das
Warnsignal WS kann zum Beispiel optisch auf der Anzeigeeinheit AZ
und/oder akustisch erzeugt werden. Das Warnsignal WS kann zum Beispiel
bei Auffahrt auf Stau, Annäherung an Stau, letzte Abfahrtsmöglichkeit
vor dem Stau, nächstgelegene Abfahrtsmöglichkeit
vom Stau, Annäherung an Stau oder Hindernis hinter einer
Kuppe erfolgen. Das Warnsignal WS kann beispielsweise auch erfolgen, falls
der die Verkehrsmeldung M betreffende Bereich B innerhalb einer
geplanten Route liegt.
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In
dem Schritt S17 kann das Verfahren beendet werden. Vorzugsweise
wird das Verfahren wiederholt abgearbeitet, bevorzugt während
einer Fahrt eines Fahrzeuges.
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Wahlweise
werden mindestens zwei Verkehrsmeldungen M ausgewertet und anhand
der Verkehrsmeldungen M wird eine Änderung des Bereichs B
vorausberechnet. Zum Beispiel können die Verkehrsinformation
I, der die Verkehrsinformation I betreffende Bereich B und die Änderung
des Bereichs B abgespeichert werden. Auf diese Weise kann eine dynamische
Entwicklung, zum Beispiel eines Staus, verfolgt werden und in einer
Datenbank abgespeichert werden. Somit können Statistikdaten
für weitere Prognosen, zum Beispiel eines Stauverlaufs,
verwertet werden, beispielsweise für Langzeitprognosen von
Stauverhalten.
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Die
Schritte S1 bis S14 und S17 und die optionalen Schritte S15 und
S16 des Verfahrens sind vorzugsweise in computerlesbare Programmanweisungen übersetzt
und auf einem Medium, beispielsweise einem Speichermedium der Sendeeinheit
SE oder der Speichereinheit SP der Empfangseinheit EE und/oder einem
tragbaren Speichermedium, ausgebildet und somit darauf abgespeichert.
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- A
- Abstand
- AZ
- Anzeigeeinheit
- B
- Bereich
- BG
- Beginn
des Bereichs
- EE
- Empfangseinheit
- EN
- Ende
des Bereichs
- ET
- Entfernung
- FT
- Fahrzeit
- G
- Weitere
Angaben
- I
- Verkehrsinformation
- I_N
- Weitere
Informationen zur Navigation
- K
- Kodierungen
- M
- Verkehrsmeldung
- P
- Erster
Punkt
- P'
- Zweiter
Punkt
- RL
- Routenlänge
- S
- Standard
- SE
- Sendeeinheit
- S1–S17
- Schritt
- UR
- Umgehungsroute
- VK
- Verkehrsknotenpunkte
- WS
- Warnsignal
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Diese Liste
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erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information
des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen
Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt
keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
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Zitierte Nicht-Patentliteratur
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- - EN ISO 14819 [0014]
- - TMC Standards EN ISO 14819 [0022]
- - TMC Standards EN ISO 14819 [0061]