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DE102008039813A1 - Hochspannungs-Leistungsschalter mit einer Schaltstrecke - Google Patents

Hochspannungs-Leistungsschalter mit einer Schaltstrecke Download PDF

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DE102008039813A1
DE102008039813A1 DE102008039813A DE102008039813A DE102008039813A1 DE 102008039813 A1 DE102008039813 A1 DE 102008039813A1 DE 102008039813 A DE102008039813 A DE 102008039813A DE 102008039813 A DE102008039813 A DE 102008039813A DE 102008039813 A1 DE102008039813 A1 DE 102008039813A1
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DE
Germany
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switching gas
channel
switching
circuit breaker
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Ceased
Application number
DE102008039813A
Other languages
English (en)
Inventor
Shibani Dr. Bose
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Energy Global GmbH and Co KG
Original Assignee
Siemens AG
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens AG, Siemens Corp filed Critical Siemens AG
Priority to DE102008039813A priority Critical patent/DE102008039813A1/de
Priority to CN200980133215.8A priority patent/CN102132371B/zh
Priority to EP09781679.7A priority patent/EP2316122B1/de
Priority to PCT/EP2009/060353 priority patent/WO2010023095A1/de
Priority to US13/060,757 priority patent/US8664558B2/en
Publication of DE102008039813A1 publication Critical patent/DE102008039813A1/de
Priority to EG2011020291A priority patent/EG26272A/en
Ceased legal-status Critical Current

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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H33/00High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
    • H01H33/70Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid
    • H01H33/88Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid the flow of arc-extinguishing fluid being produced or increased by movement of pistons or other pressure-producing parts
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
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    • H01H2033/888Deflection of hot gasses and arcing products

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Abstract

Ein Hochspannungs-Leistungsschalter weist eine Schaltstrecke auf. Die Schaltstrecke ist von einer Isolierstoffdüse (6) umgeben. Die Isolierstoffdüse (6) weist einen Schaltgaskanal (7) auf. Der Schaltgaskanal (7) mündet in einem Speichervolumen (8). Innerhalb des Speichervolumens (8) ist eine Strömungslenkeinrichtung (11a, 11b, 11c, 11d) angeordnet, welche einen Schaltgaseintrittskanal (12a, 12b, 12c, 12d) aufweist. Zwischen der Wandung, in welcher der Schaltgaskanal (7) mündet und einer den Schaltgaskanal (12a, 12b, 12c, 12d) begrenzenden Schaltgaseintrittskanalwandung ist ein Ringspalt (13) angeordnet.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Hochspannungs-Leistungsschalter mit einer Schaltstrecke, welche von einer einen in einem Speichervolumen mündenden Schaltgaskanal aufweisenden Isolierstoffdüse zumindest teilweise umgeben ist, sowie mit einer zumindest teilweise innerhalb des Speichervolumens angeordneten Strömungslenkeinrichtung.
  • Ein derartiger Hochspannungs-Leistungsschalter ist beispielsweise aus der europäischen Patentanmeldung EP 0 783 173 A1 bekannt. Dort ist ein Hochspannungs-Leistungsschalter beschrieben, der eine Schaltstrecke aufweist, die von einer Isolierstoffdüse umgeben ist. Die Isolierstoffdüse weist einen Schaltgaskanal auf, welcher in einem Speichervolumen mündet. Innerhalb des Speichervolumens ist eine Strömungslenkeinrichtung angeordnet. Die Strömungslenkeinrichtung weist ein Ventil auf, welches ein bedarfsweises Öffnen bzw. Schließen einer Ausnehmung vornimmt. Dabei ist die Anordnung der Strömungslenkeinrichtung derart ausgeführt, dass ein Zwischenspeichern von Schaltgas in dem Speichervolumen über die Stellung des dortigen Ventils gesteuert wird.
  • Das bekannte Ventil weist einen bewegbaren Ventilkörper auf, welcher federbelastet vor die Ausnehmung gepresst werden kann. Bei einem häufigen Betätigen des Leistungsschalters erfolgt auch eine häufige Betätigung des Ventils. Bewegbare Teile innerhalb des Speichervolumens unterliegen einem Verschleiß. Aufgrund der konstruktiven Ausgestaltung des Speichervolumens ist ein unmittelbarer Zugang beispielsweise um Reparaturen durchzuführen nicht ohne Weiteres möglich.
  • Daher liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Leistungsschalter der eingangs genannten Art anzugeben, welcher eine robuste Ausgestaltung aufweist und möglichst verschleißarm eine Schaltgasströmung lenken kann.
  • Erfindungsgemäß wird dies bei einem Hochspannungs-Leistungsschalter der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass die Strömungslenkeinrichtung einen von einer Schaltgaseintrittskanalwandung begrenzten Schaltgaseintrittskanal aufweist, in welchen der Schaltgaskanal Schaltgas in Abstrahlrichtung einstrahlt und eine Wandung, in welcher der Schaltgaskanal mündet und die Schaltgaseintrittskanalwandung einen Ringspalt begrenzen.
  • Durch die Verwendung eines Schaltgaseintrittskanales in der Strömungslenkeinrichtung wird innerhalb des Speichervolumens eine günstige Strömung bei einem Befüllen oder einem Entleeren desselben hervorgerufen. Dabei kann auf bewegte Teile im Innern des Speichervolumens verzichtet werden. Über die Anordnung eines Ringspaltes zwischen der Wandung, in welcher der Schaltgaskanal mündet, und der Schaltgaseintrittskanalwandung ist eine Möglichkeit geschaffen, im Falle von besonders großen sprunghaft auftretenden Volumina an Schaltgas einen Bypass zu dem Schaltgaseintrittskanal zur Schaltgaslenkung zu nutzen. Unter regulären Bedingungen wird ein Großteil des Schaltgases durch den Schaltgaseintrittkanal in einem von dem Mündungsbereich des Schaltgaskanals der Isolierstoffdüse abgewandten Abschnitt des Speichervolumens fortgeleitet. Dadurch ist eine Möglichkeit gegeben, innerhalb des Speichervolumens Abschnitte bereitzustellen, welche unterschiedliche Gastemperaturen aufweisen. Typischerweise weist in das Speichervolumen eingestrahltes Schaltgas eine höhere Temperatur auf, als an einem Schaltvorgang nicht unmittelbar beteiligtes in dem Speichervolumen vorgehaltenes kaltes Isoliergas. Be grenzt man nunmehr ein Verwirbeln des kalten Isoliergases und des heißen Schaltgases, kann bedarfsweise entweder vorzugsweise kühles Isoliergas oder heißes Schaltgas aus dem Speichervolumen herausgepresst werden.
  • Bei einem Entstehen von großen Schaltgasmengen während kurzer Zeiträume kann es jedoch notwendig sein, dass die großen Schaltgasmengen möglichst rasch in das Speichervolumen eingeleitet werden müssen. Dabei verzichtet man auf eine ursprünglich erwünschte Separierung von kaltem Isoliergas und heißem Schaltgas und nutzt beispielsweise auch den Ringspalt zwischen Schaltgaskanaleintrittswandung und der Wandung, in welcher der Schaltgaskanal mündet, um das Schaltgas über alle zur Verfügung stehenden Wege so rasch wie möglich aus der Schaltstrecke herauszuleiten. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, in der Schaltstrecke expandiertes und erhitztes Schaltgas möglichst rasch fortzuleiten und so einen unerwünschten Überdruck im Bereich der Schaltstrecke zu verhindern.
  • Aufgrund der Wahl eines Ringspaltes ist es möglich, zum einen die Strömung im Innern des Speichervolumens zu beeinflussen, um Abschnitte zur Verfügung zu stellen, in welchen kaltes Isoliergas in nur geringem Maße mit heißem Schaltgas verwirbelt wird. Andererseits kann über den Ringspalt eine Gefahr des Auftretens von unerwünschten Überdrücken im Bereich der Schaltstelle reduziert werden.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass der Schaltgaseintrittskanal ein Ringkanal ist.
  • Hochspannungs-Leistungsschalter erprobter Bauart weisen typischerweise einander koaxial gegenüberliegende Lichtbogenkontaktstücke sowie einander koaxial gegenüberliegende Nenn stromkontaktstücke auf. Dabei sind die Lichtbogen- und Nennstromkontaktstücke, ebenfalls koaxial zueinander angeordnet, so dass zwischen einem Lichtbogenkontaktstück und einem Nennstromkontaktstück Bauraum zur Verfügung gestellt wird, in welchem beispielsweise ein Speichervolumen befindlich ist. Das Speichervolumen weist vorzugsweise eine Form eines Hohlzylinders auf, wobei Befüll- und Entnahmeöffnungen des Speichervolumens vorzugsweise in stirnseitigen Bereichen angeordnet sein können. Der Schaltgaskanal der Isolierstoffdüse kann beispielsweise im Bereich seiner Mündung als Ringkanal mit im Wesentlichen hohlzylindrischem Querschnitt ausgestaltet sein, wobei er zumindest in einem Abschnitt von einem der Lichtbogenkontaktstücke durchsetzt ist. Dazu kann vorgesehen sein, dass ein in den Schaltgaskanal hineinragendes Lichtbogenkontaktstück von einer elektrisch isolierenden Hilfsdüse abgeschirmt ist, so dass der Schaltgaskanal als Ringkanal ausgebildet ist, dessen mantelseitig begrenzende Flächen aus Isolierwerkstoff gebildet sind. Eine Mündungsöffnung des Schaltgaskanals in dem Speichervolumen weist dabei einen kreisringförmigen Querschnitt auf. Da sich durch den Schaltgaskanal flutendes Schaltgas aufgrund der entstehenden Druckverhältnisse nahezu allseitig und gleichmäßig innerhalb des Schaltgaskanals erstreckt, ist es vorteilhaft, zur Erzielung eines möglichst widerstandsarmen Weg für das Schaltgas den Schaltgaseintrittskanal ebenfalls als Ringkanal auszugestalten. Dabei sollte der Ringkanal an seinem Eingang, d. h. an der Seite, an welchem das Schaltgas aus dem Schaltgaskanal in dem Schaltgaseintrittskanal überströmt, eine korrespondierende Querschnittsfläche zu der Mündungsöffnung des Schaltgaskanals aufweisen. So kann das aus dem Schaltgaskanal in das Speichervolumen einströmende Schaltgas unter geringen Verwirbelungen in die Strömungslenkeinrichtung einströmen und dort weitergeführt und weitergeleitet werden.
  • Vorteilhafterweise kann dabei vorgesehen sein, dass der Schaltgaseintrittskanal einen in Abstrahlrichtung vor einem Ausgang liegenden Eingang aufweist, wobei der Eingang einen geringeren Querschnitt aufweist als der Ausgang.
  • Durch einen möglichst kontinuierlichen Übergang von einem geringeren Querschnitt des Einganges zu einem vergrößerten Querschnitt des Ausganges des Schaltgaseintrittskanals wird im Verlauf des Schaltgaseintrittskanals der Strömungswiderstand vermindert. Dadurch ist es möglich, dass zum einen die Strömungsgeschwindigkeit des Schaltgases bereits beim Passieren des Schaltgaseintrittskanals aufgrund der Querschnittsvergrößerung reduziert wird. Weiterhin wird der Druck des heißen Schaltgases während des Durchströmens der Schaltgaslenkeinrichtung reduziert. Somit kann zum einen ein kontinuierliches Durchströmen des Schaltgaseintrittskanals mit Schaltgas bewirkt werden, zum anderen wird eine Beruhigung des von der Schaltstelle fortgeleiteten erhitzten Schaltgases zu einem relativ frühen Zeitpunkt ermöglicht.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass zumindest ein, insbesondere mehrere Rückströmkanal(e) in der Schaltgaseintrittskanalwandung angeordnet ist/sind.
  • Über Rückströmkanäle in der Schaltgaseintrittskanalwandung ist eine Möglichkeit gegeben, dass zunächst von der Mündungsöffnung des Schaltgaskanals fortgeleitete heiße Schaltgas wieder in den Bereich der Mündungsöffnung umzulenken und zurückzuführen. Damit ist die Möglichkeit gegeben, nach einem Befüllen des Speichervolumens mit heißem Schaltgasen dort befindliches kaltes Isoliergas gezielt aus dem Speichervolumen herauszutreiben, wobei der von dem heißen Schaltgas hervorgerufene Überdruck genutzt wird. Das kalte Isoliergas sollte einem Propfen gleich vor dem zwischengespeicherten und nun mehr über die Rückströmöffnungen wieder herausdrängenden heiße Schaltgas hergetrieben werden. Dabei soll durch die Lage und Anordnung der Rückströmkanäle ein möglichst geringes Durchmischen von kaltem Isoliergas und heißen Schaltgas verursacht. Aufgrund der Nutzung eines Ringkanals zwischen der Schaltgaseintrittskanalwandung und der Wandung, in welchem der Schaltgaskanal mündet, ist es möglich, für das Herausströmen und Herausdrücken des kalten Isoliergases und darauffolgend auch des heißen Schaltgases denselben Schaltgaskanal in der Isolierstoffdüse zu verwenden, wie für eine Befüllung des Speichervolumens mit heißen Schaltgasen. Somit wird eine Lenkung des innerhalb des Speichervolumens befindlichen kalten Isoliergases und heißen Schaltgases innerhalb des Speichervolumens organisiert, so dass eine vereinfacht konstruierte Isolierstoffdüse Verwendung finden kann, die lediglich einen Kanal aufweist, welcher zu einem Befüllen und zu einem Entleeren des Speichervolumens mit Schaltgas nutzbar ist. Somit kann die Geometrie der Isolierstoffdüse vereinfacht werden.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass zumindest ein Rückströmkanal eine Schaltgaseintrittskanalwandung in Abstrahlrichtung durchsetzt.
  • Durch eine im Wesentlichen parallele Anordnung zumindest eines der Rückströmkanäle bezüglich der Abstrahlrichtung ist die Möglichkeit geschaffen, innerhalb der Strömungslenkeinrichtung eine Umkehr des Richtungssinnes einer Gasströmung um 180° zu bewirken. Damit können auf relativ kompaktem Bauraum Verlängerungen des Strömungsweges des Schaltgases innerhalb des Speichervolumens bewirkt werden. Somit ist es möglich, das Volumen des Speichervolumens in Gänze zu reduzieren und in dem reduzierten Bauraum einen ausreichend langen Weg zur Verfügung zu stellen, längs welchem das heiße Schaltgas bzw. von diesem getrieben innerhalb des Speichervolumens vorgehaltenes kühles Isoliergas entlangströmen kann.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass zumindest ein Rückströmkanal eine Schaltgaseintrittskanalwandung radial zur Abstrahlrichtung durchsetzt.
  • Durch eine Anordnung von radial ausgerichteten Rückströmkanälen ist es möglich, nicht nur den Schaltgaskanal zum Be- und Entfüllen des Speichervolumens zu nutzen, sondern auch den Schaltgaseintrittskanal nach einem erfolgten Befüllen des Speichervolumens mit heißem Schaltgas, dieses heiße Schaltgas zumindest abschnittsweise auch über den Schaltgaseintrittskanal in Richtung der Mündungsöffnung des Schaltgaskanals zu leiten. Dabei können über die Rückströmkanäle das heiße Schaltgas bzw. auch kaltes Isoliergas in den Schaltgaseintrittskanal eingeleitet werden und dort entgegengesetzt zur Abstrahlrichtung des Schaltgaskanals gelenkt und in diesen eingeleitet werden. Durch eine Nutzung des Schaltgaseintrittskanals zu einer Gaslenkung sowohl zum Befüllen als auch zum Entleeren des Speichervolumens kann eine weitere Reduzierung des benötigten Bauraumes für das Speichervolumen erzielt werden.
  • Weiterhin kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass die Schaltgaseintrittskanalwandung eine um den Schaltgaseintrittskanal umlaufende vorspringende Schulter aufweist.
  • Eine vorspringende Schulter ermöglicht es, innerhalb des Speichervolumens eine zusätzliche Barriere vorzusehen, welche ein unerwünschtes Übertreten bzw. starkes Vermischen von Schaltgas bzw. kaltem Isoliergas hemmt. Dabei ist es vorteilhaft, wenn die vorspringende Schulter um den Schaltgaseintrittskanal umläuft. Ein Umlauf kann derart vorgesehen sein, dass die Schulter sich in radialer Richtung erstreckt und eine Barriere in axialer Richtung ausbildet. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass die vorspringende Schulter sich auch in axialer Richtung erstreckt und eine in radialer Richtung wirkende Barriere ausbildet.
  • Dabei kann vorteilhaft vorgesehen sein, das zumindest ein Rückströmkanal die vorspringende Schulter durchsetzt.
  • Bei einem Vorsehen entsprechender Rückströmkanäle auch innerhalb der vorspringenden Schulter ist es möglich, einen zum Rückströmen zur Verfügung stehenden Querschnitt zu vergrößern. Durch eine günstige Positionierung der Rückströmkanäle kann zusätzlich eine unterstützende Lenkung des Schaltgases bzw. kühlen Isoliergases erfolgen. Dabei kann sowohl vorgesehen sein, dass die Schulter in radialer oder axialer Richtung von Rückströmkanälen durchsetzt ist. Dabei ist es vorteilhaft, wenn bei einer radialen Erstreckung der vorspringenden Schulter die Rückströmkanäle in axialer Richtung die vorspringende Schulter durchsetzen. Bei einer axialen Ausrichtung der vorspringenden Schulter ist es vorteilhaft, wenn die Rückströmkanäle eine derart angeformte Schulter in radialer Richtung durchsetzen. Natürlich kann auch vorgesehen sein, dass die Schulter sich sowohl in axialer als auch in radialer Richtung erstreckende Komponenten aufweist und dass je nach Bedarf sowohl Rückströmöffnungen in axialer als auch in radialer Richtung in der Schulter angeordnet sind.
  • Vorteilhafterweise kann weiter vorgesehen sein, dass in den Schaltgaskanal ein Schaltkontaktstück hineinragt.
  • Der Schaltgaskanal der Isolierstoffdüse kann vorzugsweise zumindest von einem Schaltkontaktstück durchsetzt sein. Dabei kann vorgesehen sein, dass der Schaltgaskanal zumindest zeit weise von einem der Schaltkontaktstücke verdämmt ist. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass eines der Schaltkontaktstücke dauerhaft in den Schaltgaskanal hineinragt. So ist es beispielsweise möglich, dass ein dauerhaft in den Schaltgaskanal hineinragendes Kontaktstück von einer sogenannten Hilfsdüse umgeben ist, um das in den Schaltgaskanal hineinragende Kontaktstück vor heißem Schaltgas zu schützten. Vorzugsweise ist der Schaltgaskanal rotationssymmetrisch ausgeformt, wobei dieser unterschiedliche Querschnitte im Verlauf eines Weges aufweisen kann. Ist innerhalb des Schaltgaskanales ein Schaltkontaktstück, beispielsweise ein Lichtbogenkontaktstück, angeordnet, so wird der Querschnitt des Schaltgaskanals in diesem Bereich reduziert und der Schaltgaskanal weist die Form eines Ringkanals auf.
  • Durch das Hineinragen eines Schaltkontaktstückes, insbesondere durch ein Verdämmen des Schaltkanals, ist es möglich, in der Schaltstrecke erhitztes und expandiertes Schaltgas vorzugsweise in eine Richtung abströmen zu lassen.
  • So ist es beispielsweise möglich, durch ein zumindest teilweises Verdämmen des Schaltgaskanals ein ausreichendes Volumen von heißem Schaltgas in das Speichervolumen hineinzutreiben und dort durch die Strömungslenkeinrichtung strömen zu lassen, um dabei in dem Speichervolumen vorgehaltenes kaltes Isoliergas wiederum in den Schaltgaskanal zurückpressen zu können.
  • Vorteilhafterweise kann weiter vorgesehen sein, dass zwischen einer Außenmantelfläche der Schaltgaskanaleintrittswandung und einer Innenmantelfläche des Speichervolumens ein Ringspalt ausgebildet ist.
  • Ein Vorsehen eines Ringspaltes zwischen einer Innenmantelfläche des Speichervolumens und einer Außenmantelfläche der Schaltgaskanaleintrittswandung ermöglicht, zusätzlich zu dem Ringspalt zwischen der Wandung, in welcher der Schaltgaskanal mündet und der Schaltgaskanaleintrittswandung einen Überströmweg zur Verfügung zu stellen. So kann bei erhöhten Drücken bzw. erhöhten Volumina von heißem Schaltgas dieses auch neben dem Schaltgaseintrittskanal über den Ringspalt über- und durchströmen. Im regulären Betriebsfall ist das Verhältnis der Strömungswiderstände der Ringkanäle zu dem Strömungswiderstand des Strömungseintrittskanals jedoch in einem derartigen Verhältnis liegend, dass eine bevorzugte Strömung und Lenkung der heißen Schaltgase durch den Schaltgaseintrittskanal hindurch erfolgt. Bei Störfällen oder besonders großen Volumina von Schaltgase können Ringspalte jedoch zusätzliche Strömungswege zur Verfügung stellen, um Schaltgase zu führen, zu lenken und zu leiten.
  • Nach einem erfolgten Befüllen des Speichervolumens mit heißem Schaltgas kann dieses auch über einen Ringspalt abströmen. Über den zwischen einer Außenmantelfläche der Schaltgaskanaleintrittswandung und einer Innenmantelfläche des Speichervolumens gebildeten Ringspalt kann das Schaltgas in den Abschnitt des Speichervolumens strömen, in welchem kaltes Isoliergas vorgehalten wird. Dadurch ist ein Verwirbeln von heißem Schaltgas und kaltem Isoliergas reduziert. Das kalte Schaltgas kann dann über den Schaltkanal in die Schaltstrecke strömen.
  • Vorteilhafterweise kann vorgesehen sein, dass die Schaltgaseintrittskanalwandung einen hohlkegelstumpfförmigen Abschnitt aufweist und ein Rückströmkanal den Abschnitt durchsetzt.
  • Ein hohlkegelstumpfförmiger Abschnitt der Schaltgaseintrittskanalwandung kann korrespondierend zu einem sich erwei ternden Schaltgaseintrittskanal ausgeformt sein. Zum einen wird im Inneren des Schaltgaseintrittskanals ein sich reduzierender Strömungswiderstand längs des Weges des Strömungseintrittskanals zur Verfügung gestellt. Über die Positionierung des Rückströmkanals kann eine Verwendung des Strömungseintrittskanals zumindest abschnittsweise auch für ein Entleeren des Speichervolumens genutzt werden. Dadurch kann auf einem geringen Bauraum ein strömungsgünstiges Um- und Fortlenken von heißen Schaltgasen innerhalb eines kompakten Speichervolumens erfolgen.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass die Strömungslenkeinrichtung über zumindest einen in Strömungsrichtung verlaufende Spannkräfte erzeugenden Stehbolzen zu Wandungen des Speichervolumens beabstandet gehalten ist.
  • Mittels zumindest eines Stehbolzens kann die Strömungslenkeinrichtung an einer das Speichervolumen begrenzenden Wandung fixiert werden. Als derartige Wandung bietet sich beispielsweise eine stirnseitige Wandung des Speichervolumens an. Als Stehbolzen eignen sich dabei langgestreckte Bolzen, beispielsweise Gewindebolzen, über welche die Strömungslenkeinrichtung mit einer Wandung des Speichervolumens verschraubt werden kann. Dabei sollte vorteilhaft vorgesehen sein, dass eine Berührung der Strömungslenkeinrichtung mit einer Wandung des Speichervolumens ausschließlich über den bzw. die Stehbolzen erfolgt, so dass die Strömungslenkeinrichtung im Weiteren frei von Kontaktierungspunkten mit das Speichervolumen begrenzenden Wandungen ist.
  • Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch in einer Zeichnung gezeigt und nachfolgend näher beschrieben.
  • Dabei zeigt die
  • 1 einen Ausschnitt einer Unterbrechereinheit eines Hochspannungs-Leistungsschalters im Schnitt, die
  • 2, 3, 4, 5 jeweils einen Ausschnitt der 1 ergänzt um verschiedene Ausführungsvarianten einer Strömungslenkeinrichtung und die
  • 6 eine Draufsicht und einen Schnitt durch eine Strömungslenkeinrichtung.
  • In der 1 ist ein Ausschnitt einer Unterbrechereinheit eines Hochspannungs-Leistungsschalters im Schnitt dargestellt. Die Unterbrechereinheit des Hochspannungs-Leistungsschalters ist im Wesentlichen koaxial zu einer Längsachse 1 aufgebaut. Die Unterbrechereinheit des Hochspannungs-Leistungsschalters weist ein erstes Lichtbogenkontaktstück 2 sowie ein zweites Lichtbogenkontaktstück 3 auf. Die beiden Lichtbogenkontaktstücke 2, 3 sind koaxial zu der Längsachse 1 ausgerichtet und einander gegenüberstehend angeordnet. Dabei ist das erste Lichtbogenkontaktstück 2 an seinem dem zweiten Lichtbogenkontaktstück 3 zugewandten Ende mit einem mehrere Kontaktfinger aufweisenden buchsenförmigen Kontaktelement ausgestattet. Das zweite Lichtbogenkontaktstück 3 ist bolzenförmig ausgestaltet und zum Einschieben in das buchsenförmige Kontaktelement des ersten Lichtbogenkontaktstückes 3 dimensioniert.
  • Koaxial zu dem ersten Lichtbogenkontaktstück 2 ist ein erstes Nennstromkontaktstück 4 angeordnet. Koaxial zu dem zweiten Lichtbogenkontaktstück 3 ist ein zweites Nennstromkontaktstück 5 angeordnet. Die beiden Nennstromkontaktstücke 4, 5 weisen jeweils eine im Wesentlichen hohlzylindrische Grund struktur auf, wobei das erste Lichtbogenkontaktstück 2 und das erste Nennstromkontaktstück 4 das gleich Potential auch im geöffnetem Zustand des Hochspannungs-Leistungsschalters aufweisen und das zweite Lichtbogenkontaktstück 3 und das zweite Nennstromkontaktstück 5 ebenfalls das gleiche elektrische Potential auch bei geöffnetem Hochspannungs-Leistungsschalter führen. Das zweite Nennstromkontaktstück 5 ist an seinem dem ersten Nennstromkontaktstück 4 zugewandten Ende mit Kontaktfingern versehen, welche auf eine Außenmantelfläche des ersten Nennstromkontaktstückes 4 auffahren und so eine galvanische Kontaktierung der beiden Nennstromkontaktstücke 4, 5 hervorrufen können. Die Lichtbogenkontaktstücke 2, 3 sowie die Nennstromkontaktstücke 4, 5 sind dabei derart zueinander angeordnet, dass bei einer Relativbewegung von dem ersten Lichtbogenkontaktstück 2 und dem ersten Nennstromkontaktstück 4 sowie von dem zweiten Lichtbogenkontaktstück 3 und dem zweiten Nennstromkontaktstück 5 bei einem Einschaltvorgang zunächst eine Kontaktierung der Lichtbogenkontaktstücke 2, 3 und darauf folgend eine Kontaktierung der Nennstromkontaktstücke 4, 5 erfolgt. Bei einem Ausschaltvorgang, d. h. bei einer Relativbewegung, welche eine Entfernung der Kontaktstücke 2, 3, 4, 5 voneinander hervorruft, wird zuerst eine galvanische Trennung der beiden Nennstromkontaktstücke 4, 5 und anschließend eine galvanische Trennung der beiden Lichtbogenkontaktstücke 2, 3 vorgenommen. Dadurch ist sichergestellt, dass entstehende Lichtbögen bei einem Einschaltvorgang bzw. bei einem Ausschaltvorgang aufgrund des Voreilens bzw. Nacheilens der Lichtbogenkontaktstücke 2, 3 vorzugsweise zwischen den beiden Lichtbogenkontaktstücken 2, 3 auftreten. Damit ist eine Möglichkeit gegeben, die Nennstromkontaktstücke 4,5 aus einem Material zu fertigen, welches eine geringere thermische Widerstandsfähigkeit aufweist als das Material, welches zur Ausbildung der Kontaktbereiche der beiden Lichtbogenkontaktstücke 2, 3 eingesetzt wird.
  • Zur Lenkung und Leitung eines zwischen den Lichtbogenkontaktstücken 2, 3 brennenden Lichtbogens ist koaxial zur Längsachse 1 eine Isolierstoffdüse 6 angeordnet. Die Isolierstoffdüse 6 ist dabei derart angeordnet, dass eine Schaltstrecke zwischen den beiden Lichtbogenkontaktstücken 3 zumindest teilweise innerhalb eines von der Isolierstoffdüse 6 begrenzten Schaltgaskanals 7 angeordnet ist. Der Schaltgaskanal 7 weist eine Engstelle auf, welche zumindest zeitweise während eines Schaltvorganges von dem zweiten Lichtbogenkontaktstück 3 verdämmt ist. Dadurch ist das von einem zwischen den beiden Lichtbogenkontaktstücken 2, 3 brennenden Lichtbogen erhitzte und expandierte Schaltgas, vorzugsweise in Richtung eines Speichervolumens 8 getrieben. Das Speichervolumen 8 erstreckt sich koaxial zu der Längsachse 1 und weist eine im Wesentlichen hohlzylindrisches Formgebung auf. In einer Stirnseite des Speichervolumens 8 ist die Isolierstoffdüse 6 mittels eines Verspannringes 9 festgelegt. Die Isolierstoffdüse 6 begrenzt mit seinen an das Speichervolumen 6 grenzenden Wandungen bzw. in das Speichervolumen 8 hineinragenden Wandungen das Speichervolumen 8 teilweise. Das Speichervolumen 8 ist von dem ersten Lichtbogenkontaktstück 2 durchsetzt, wobei das erste Lichtbogenkontaktstück 2 in den Schaltgaskanal 7 bis in die Nähe der Engstelle hineinragt. Das erste Lichtbogenkontaktstück 2 ist mantelseitig von einer sogenannten Hilfsdüse 10 geschützt. Durch das Hineinragen des ersten Lichtbogenkontaktstückes 2 und der Hilfsdüse 10 ist der Schaltgaskanal 7 an seinem in Richtung des Speichervolumens ragenden Ende in Form eines Ringkanals ausgestaltet.
  • Bei einem Ausschaltvorgang entfernen sich die Kontaktstücke 2, 4, 3, 5 voneinander. Dabei treten zunächst die Nennstromkontaktstücke 4, 5 außer Kontakt. Kurz darauffolgend erfolgt eine galvanische Trennung der beiden Lichtbogenkontaktstücke 2, 3. Zwischen den beiden Lichtbogenkontaktstücken 2, 3 kommt es zum Zünden eines Lichtbogens. Die Engstelle ist durch das zweite Lichtbogenkontaktstück 3 verdämmt. Ein von der thermischen Energie des Lichtbogens erhitztes und expandiertes Schaltgas kann aufgrund der Verdämmung der Engstelle vorzugsweise durch den Schaltgaskanal 7 in Richtung des Speichervolumens 8 abströmen und wird dort zwischengespeichert. Eine Abstrahlrichtung des Schaltgaskanals 7 ist im Wesentlichen parallel zu der Längsachse 1 ausgerichtet. In dem Speichervolumen 8 ist ein Isoliergas befindlich, welches im Vergleich zu dem expandierten Schaltgas kühler ist. Bei einem Voranschreiten der Ausschaltbewegung wird zu einem darauffolgenden Zeitpunkt die Engstelle von dem zweiten Lichtbogenkontaktstück 3 freigegeben und damit der in der Schaltstrecke befindliche Druck reduziert. Das zunächst in das Speichervolumen 8 eingetragene Schaltgas wird gemeinsam mit dem dort vorher befindlichen kühleren Isoliergas aufgrund des in dem Speichervolumen 8 während des Heizens durch den Lichtbogen erzeugten Überdruckes über den Schaltgaskanal 7 herausgepresst. Dabei wird der weiterhin zwischen den Lichtbogenkontaktstücken 2, 3 brennende Lichtbogen von den aus dem Speichervolumen 8 kommenden Gas gekühlt und bei einem Stromnulldurchgang kann ein Erlöschen desselben erfolgen. Aufgrund einer Kühlung und Beblasung des Lichtbogens und der damit folgenden Beräumung der Schaltstrecke von einem durch den Lichtbogen erzeugten Plasmas mittels des aus dem Speichervolumen 8 austretenden Gase kann ein Wiederzünden des Lichtbogens oftmals verhindert werden.
  • Um auch größere Lichtbögen beherrschen zu können, ist es notwendig, ein gezieltes Lenken und Beeinflussen der Strömung im Innern des Speichervolumens 8 vorzusehen. In den 2, 3, 4 und 5 sind verschiede Ausgestaltungsvarianten einer Strömungslenkeinrichtung dargestellt, welche im Innern des Speichervolumens 8 angeordnet sind. Die 2, 3, 4 und 5 zeigen jeweils Ausschnitte aus der in der 1 prinzipiell dargestellten Unterbrechereinheit eines Hochspannungs-Leistungsschalters.
  • Die 2 zeigte eine erste Ausgestaltungsvariante einer Strömungslenkeinrichtung 11a. Die erste Ausgestaltungvariante einer Strömungslenkeinrichtung 11a weist einen rotationssymmetrisch zu der Längsachse 1 ausgeformten Grundkörper auf. Die Strömungslenkeinrichtung 11a ist beabstandet zu der Wandung angeordnet, in welcher der Schaltgaskanal 7 mündet. Vorliegend ist diese Wandung durch eine stirnseitige Front der Isolierstoffdüse 6 gebildet. Die erste Ausgestaltungsvariante der Strömungslenkeinrichtung 11a weist einen Schaltgaseintrittskanal 12a auf. Der Schaltgaseintrittskanal 12a verläuft dabei in Richtung der Längsachse 1 und ist von der das erste Lichtbogenkontaktstück 2 umgebenden Hilfsdüse 10 ebenso wie von dem ersten Lichtbogenkontaktstück 2 durchsetzt. Der Schaltgaseintrittskanal 12a der ersten Variante der Strömungslenkeinrichtung 11a weist somit eine ringkanalförmige Struktur auf. Zwischen der Mündungsöffnung des Schaltgaskanals 7 in dem Speichervolumen 8 und einer Schaltgaseintrittskanalwandung der ersten Variante der Strömungslenkeinrichtung 11a ist ein Ringspalt 13 gebildet.
  • Die erste Variante der Strömungslenkeinrichtung 11a weist einen Abschnitt 14 auf, in welchem die Strömungseintrittskanalwandung eine im Wesentlichen kegelstumpfartige hohlzylindrische Ausgestaltung aufweist, so dass eine Vergrößerung des Querschnittes des Schaltgaseintrittskanals 12a in Abstrahlrichtung erfolgt. In dem Abschnitt 14 sind mehrere Rückströmkanäle 15a, 15b angeordnet. Die Rückströmkanäle 15a, 15b sind dabei im Wesentlichen radial zu der Längsachse 1 ausgerichtet und auf zwei umlaufenden Kreisbahnen angeordnet, so dass der Abschnitt 14 gleichmäßig an seinem Umfang verteilte Rückströmkanäle 15a, 15b aufweist. Die den Schaltgaseintrittskanal 12a begrenzende Schaltgaseintrittskanalwandung weist innerhalb des Abschnittes 14 eine im Wesentlichen konstante Wandstärke auf, wobei im Bereich der Grundfläche des hohlkegelstumpfförmigen Abschnittes 14 eine vorspringende Schulter 16a angeformt ist. Die vorspringende Schulter 16 weist die Form einer radial umlaufenden Ringscheibe auf. Die radial umlaufende Ringscheibe ist dabei derart dimensioniert, dass an einer Außenmantelfläche der Ringscheibe und damit an einer Außenmantelfläche der Schaltgaseintrittskanalwandung ein Ringspalt 17 gebildet ist. Weiter ist die vorspringende Schulter 16a von einem Rückströmkanal 15c durchsetzt, welcher im Wesentlichen in Richtung der Abstrahlrichtung des Schaltgaskanals 7 die Strömungslenkeinrichtung durchsetzt. Die Abstrahlrichtung entspricht im Wesentlichen der Richtung der Längsachse 1. In der vorspringenden Schulter 16a sind dabei auf einer Kreisbahn verteilt mehrere Rückströmkanäle 15c angeordnet, so dass ein ausreichender Querschnitt der Rückströmkanäle gegeben ist. Sowohl die radialen als auch die axial angeordneten Rückströmkanäle 15a, 15b, 15c können beispielsweise kreisförmige Querschnitte aufweisen. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass davon abweichend beispielsweise schlitzförmige, gebogene Gestaltungen der Querschnitte der Rückströmkanäle vorgesehen sind.
  • Bei einem Einströmen von heißem Schaltgas aus dem Schaltgaskanal 7 in das Speichervolumen 8 wird das Schaltgas in Abstrahlrichtung des Schaltgaskanals 7 in den Schaltgaseintrittskanal 12a hineingelenkt. Aufgrund des Korrespondierens der Fläche der Mündungsöffnung des Schaltgaskanals 7 und der Öffnung des Eingangs des Schaltgaseintrittskanals 12 tritt das Schaltgas unter geringen Verwirbelungen durch den Ringspalt 13 hindurch. Von dem Schaltgaseintrittskanal 12a wird das Schaltgas in einem Abschnitt des Speichervolumens 8, welcher von dem Bereich der Mündung des Schaltgaskanals 7 abgewandt ist, fortgeleitet. Geschützt von der Schaltgaslenkeinrichtung 11a wird kaltes Isoliergas von dem in den abgewandten Abschnitt des Speichervolumens 8 einströmenden heißen Schaltgas zunächst separiert. Mit einem zunehmenden Druck innerhalb des Speichervolumens 8 bzw. einem abnehmenden Druck in dem Schaltgaskanal 7 erfolgt ein Ausströmen bzw. Überströmen der heißen Schaltgas beispielsweise über die Rückströmkanäle 15a, 15b, 15c in den Schaltgaseintrittskanal 12a hinein, und zumindest teilweise über diesen zurück in den Schaltgaskanal 7. Der Schaltgaskanal 7 leitet die im Speichervolumen 8 zwischengespeicherten Gase in die Schaltstrecke zwischen den beiden Lichtbogenkontaktstücken 2, 3 zurück. Neben einem Nutzen der Rückströmkanäle 15a, 15b, 15c zum Rückführen der Gase können auch die Ringspalte 17, 13 genutzt werden, um Schaltgas bzw. kühles Isoliergas aus dem Speichervolumen 8 herauszubefördern und über den Schaltgaskanal 7 abströmen zu lassen.
  • Zur Halterung der Schaltgaslenkeinrichtung 11a sind ein oder mehrere Stehbolzen 18 in einer stirnseitigen Wand des Speichervolumens 8 befestigt. Auf den Stehbolzen 18 können entsprechende Verschraubungen der ersten Variante der Schaltgaslenkeinrichtung 11a vorgenommen werden. Durch die Schaltgaslenkeinrichtung 11a ist von dem Gesamtvolumen des Speichervolumens 8 ein Abschnitt abgeteilt, welcher sich radial hinter einer Schaltgaseintrittskanalwandung erstreckt. Nach einem Einstrahlen der heißen Schaltgase über den Schaltgaskanal 7 sowie den Schaltgaseintrittskanal 12a kann in dem Abschnitt vorgehaltenes kaltes Isoliergas vor einer starken Durchmischung mit eintretenden heißen Schaltgasen geschützt werden. Bei einem Rückströmen des heißen Schaltgases beispielsweise über die Rückströmkanäle 15a, 15b, 15c bzw. die Ringspalte 13, 17 wird das kalte Isoliergas vor dem heißen Schaltgas hergetrieben und vor dem heißen Schaltgas aus dem Speichervolumen 8 ausgestoßen.
  • Die 3 zeigt eine zweite Ausgestaltungsvariante einer Schaltgaslenkeinrichtung 11b, welche dem Konstruktionsprinzip der ersten Variante der Schaltgaslenkeinrichtung 11a folgt. Bei der zweiten Variante der Schaltgaslenkeinrichtung 11b schließt sich an einen hohlkegelstumpfförmigen Abschnitt 14 ein hohlzylinderförmiger Abschnitt 20 an. Durch den hohlzylinderförmigen Abschnitt 20 ist der von der zweiten Variante der Strömungslenkeinrichtung 11b separierte Abschnitt zur Vorhaltung von kühlem Isoliergas innerhalb des Speichervolumens 8 vergrößert. Dadurch kann in dem Speichervolumen 8 eine größere Menge von kaltem Isoliergas vorgehalten werden. Weiter wurde bei der zweiten Variante der Strömungslenkeinrichtung 11b auf eine Anordnung von radial innerhalb der vorspringenden Schulter 16a verlaufenden Rückströmkanälen verzichtet. Somit ist ein Rückströmen vor allem über den Ringspalt 17, welcher zwischen einer Außenmantelfläche der vorspringenden Schulter 16a und einer Innenmantelfläche des Speichervolumens 8 gebildet ist vorgesehen. Dadurch ist ein gezielteres Trennen von kaltem Isoliergas und heißem Schaltgas innerhalb des Speichervolumens möglich. Bedarfsweise kann jedoch auch eine Ausstattung mit Rückströmkanälen erfolgen.
  • Die 4 zeigt eine reduzierte dritte Variante einer Strömungslenkeinrichtung 11c. Die Strömungslenkeinrichtung 11c weist eine hohlzylindrische Struktur in Form einer Scheibe auf. Die hohlzylindrische Scheibe ist von einem Schaltgaseintrittskanal 12c durchsetzt, welcher in Form von mehreren in Strömungsrichtung des Schaltgaskanals 7 in die Strömungseintrittskanalwandung der dritten Variante der Strömungslenkeinrichtung 11c eingebrachte Ausnehmungen gebildet ist.
  • Neben mehreren radial umlaufend verteilten Öffnungen 12c zur Ausbildung eines Schaltgaseintrittskanals ist ein Ringspalt 21 zwischen der Schaltgaseintrittskanalwandung der dritten Variante der Strömungslenkeinrichtung 11c und der Hilfsdüse 10 gebildet, welcher ebenfalls zur Ausbildung des Schaltgaseintrittskanals 12c beiträgt. In radialer Richtung ist die dritte Ausgestaltungsvariante der Strömungslenkeinrichtung 11c von mehreren auf einer Kreisbahn verteilten Rückströmkanälen 5c umgeben. Zwischen einer äußeren Mantelfläche der dritten Variante der Strömungslenkeinrichtung 11c und einer Innenmantelfläche des Speichervolumens 8 ist ein Ringspalt 17 gebildet. Eine derartige ringscheibenartige Ausgestaltung einer Strömungslenkeinrichtung 11c weist den Vorteil auf, dass eine kostengünstige Fertigung einer derartigen Strömungsbarriere ermöglicht ist.
  • In der 5 ist eine vierte Variante einer Strömungslenkeinrichtung 11d gezeigt. Die vierte Variante einer Strömungslenkeinrichtung 11d baut auf der Konstruktion der in der 4 gezeigten dritten Variante einer Strömungslenkeinrichtung 11c auf. Dabei ist jedoch vorgesehen, dass am äußeren Umfang eine vorspringende Schulter 22 angeordnet ist, wobei die vorspringende Schulter 22 sich bezogen auf die Längsachse 1 bzw. die Abstrahlrichtung des Schaltgaskanals 7 im Wesentlichen in axialer Richtung erstreckt. In der vorspringenden Schulter 22 sind mehrere Rückströmkanäle 15a, 15b eingebracht, welche gleichmäßig am Umfang verteilt angeordnet sind und an der vierten Variante der Strömungslenkeinrichtung 11d in der vorspringenden Schulter im Wesentlichen in radialer Richtung ein Überströmen von Gasen ermöglicht.
  • Die 6 zeigt die erste Variante der Strömungslenkeinrichtung 11a in einem Schnitt sowie in einer Draufsicht. Zu erkennen sind in dem Schnitt insbesondere der hohlkegel stumpfförmige Abschnitt 14 der Schaltgaskanaleintrittswandung, an welchen sich an der Grundfläche die vorspringende Schulter 16a anschließt. In der vorspringenden Schulter 16a sind mehrere Befestigungslöcher 23a, b, c, d vorgesehen, welche der Aufnahme von Stehbolzen 18 dienen. Auf zwei radial um die Längsachse 1 umlaufenden Kreisbahnen sind mehrere radial ausgerichtete Rückströmkanäle 15a, 15b angeordnet. Weiterhin ist die vorspringende Schulter 16 von mehreren in Abstrahlrichtung verlaufenden Rückströmkanälen 15c durchsetzt. Dabei weisen die in Abstrahlrichtung verlaufenden Rückströmkanäle 15c jeweils einen sektorförmig gebogenen Querschnitt nach Art eines Schlitzes auf.
  • Aufgrund der hohlkegelstumpfartigen Ausgestaltung des Abschnittes 14 ist der Querschnitt des Einganges des Schaltgaseintrittskanals 12a geringer als der Ausgang des Schaltgaseintrittskanals 12a.
  • Neben verschiedenen Formen und Ausgestaltungen der Schaltgaseintrittskanäle 12a, 12b, 12c, 12d und verschiedenen Formgebungen der Strömungslenkeinrichtung 11a, 11b, 11c, 11d ist jedoch vorteilhaft vorzusehen, dass Rückströmkanäle 15a, 15b, 15c zusätzlich zu einem Schaltgaseintrittskanal 12a, 12b, 12c, 12d die Strömungslenkeinrichtung 11a, 11b, 11c, 11d durchsetzen, wobei zwischen einer Wandung, in welcher der Schaltgaskanal 7 mündet, und der Schaltgaseintrittskanalwandung ein Ringspalte 13 gebildet ist.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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  • Zitierte Patentliteratur
    • - EP 0783173 A1 [0002]

Claims (12)

  1. Hochspannungs-Leistungsschalter mit einer Schaltstrecke, welche von einer einen in einem Speichervolumen (8) mündenden Schaltgaskanal (7) aufweisenden Isolierstoffdüse (6) zumindest teilweise umgeben ist, sowie mit einer zumindest teilweise innerhalb des Speichervolumens (8) angeordneten Strömungslenkeinrichtung (11a, 11b, 11c, 11d), dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungslenkeinrichtung (11a, 11b, 11c, 11d) einen von einer Schaltgaseintrittskanalwandung begrenzten Schaltgaseintrittskanal (12a, 12b, 12c, 12d) aufweist, in welchen der Schaltgaskanal (7) Schaltgas in Abstrahlrichtung (1) einstrahlt und eine Wandung, in welcher der Schaltgaskanal (7) mündet und die Schaltgaseintrittskanalwandung einen Ringspalt (13) begrenzen.
  2. Hochspannungs-Leistungsschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaltgaseintrittskanal (7) ein Ringkanal ist.
  3. Hochspannungs-Leistungsschalter nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaltgaseintrittskanal (7) einen in Abstrahlrichtung (1( vor einem Ausgang liegenden Eingang aufweist, wobei der Eingang einen geringeren Querschnitt aufweist als der Ausgang.
  4. Hochspannungs-Leistungsschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein, insbesondere mehrere Rückströmkanal(e) (15a, 15b, 15c) in der Schaltgaseintrittskanalwandung angeordnet ist/sind.
  5. Hochspannungs-Leistungsschalter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Rückströmkanal (15a, 15b, 15c) eine Schaltgaseintrittskanalwandung in Abstrahlrichtung (1) durchsetzt.
  6. Hochspannungs-Leistungsschalter nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Rückströmkanal (15a, 15b, 15c) eine Schaltgaseintrittskanalwandung radial zur Abstrahlrichtung (1) durchsetzt.
  7. Hochspannungs-Leistungsschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltgaseintrittskanalwandung eine um den Schaltgaseintrittskanal (12a, 12b, 12c, 12d) umlaufende vorspringende Schulter (16a, 22) aufweist.
  8. Hochspannungs-Leistungsschalter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Rückströmkanal (15a, 15b, 15c) die vorspringende Schulter (16a, 22) durchsetzt.
  9. Hochspannungs-Leistungsschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass in den Schaltgaskanal (12a, 12b, 12c, 12d) ein Schaltkontaktstück hineinragt.
  10. Hochspannungs-Leistungsschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen einer Außenmantelfläche der Schaltgaskanaleintrittswandung und einer Innenmantelfläche des Speichervolumens (8) ein Ringspalt (17) ausgebildet ist.
  11. Hochspannungs-Leistungsschalter nach einem der Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltgaseintrittskanalwandung einen hohlkegelstumpfförmigen Abschnitt (14) aufweist und ein Rückströmkanal (15a, 15b, 15c) den Abschnitt (14) durchsetzt.
  12. Hochspannungs-Leistungsschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungslenkeinrichtung (11a, 11b, 11c, 11d) über zumindest einen in Strömungsrichtung (1) verlaufende Spannkräfte erzeugenden Stehbolzen (18) zu Wandungen des Speichervolumens (8) beabstandet gehalten ist.
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