-
Die
Erfindung betrifft Beleuchtungselemente und ein Verfahren zur Herstellung
dieser Beleuchtungselemente. Sie sind für eine großflächige homogene Beleuchtung über die
nutzbare Fläche
geeignet.
-
Die
erfindungsgemäßen Beleuchtungselemente
können ähnlich wie
an sich bekannte lichtemittierende Dioden (LED) oder auch organische
Leuchtdioden (OLED's)
eingesetzt werden. Dabei ist es bekannt flächige für die Beleuchtung nutzbare
Bereiche mit optisch transparenten Elektroden zu versehen. Bevorzugt
werden dabei Indium-Zinn-Oxid (ITO) aber auch andere elektrisch
leitende Oxide eingesetzt. Üblicherweise
werden Kompromisse bezüglich
der optischen Transparenz der für
die Elektroden eingesetzten Stoffe und ihrer jeweiligen elektrischen
Leitfähigkeit
eingegangen. Es kommt daher dazu, dass die für die Beleuchtung nutzbare Fläche elektromagnetische
Strahlung nicht homogen emittiert und Flächenbereiche in Folge des elektrischen
Widerstands der flächigen
Elektroden dunkler und andere dagegen heller erscheinen.
-
Außerdem leidet
die Effizienz, da Emissionsverluste durch reduzierte optische Transparenz
der Elektrodenwerkstoffe in Kauf genommen werden müssen.
-
Häufig treten
auch Wechselwirkungen zwischen Elektroden- und leuchtenden Stoffen
auf, die ebenfalls zu Verlusten führen können.
-
Es
ist daher Aufgabe der Erfindung Beleuchtungselemente zur Verfügung zu
stellen, die kostengünstig
herstellbar sind, eine über
die Fläche
homogene Beleuchtung erreichen und effizient betrieben werden können.
-
Erfindungsgemäß wird diese
Aufgabe mit einem Beleuchtungselement, das die Merkmale des Anspruchs
1 aufweist, gelöst.
Es kann mit einem Verfahren gemäß einem
der Ansprüche
15 oder 16 hergestellt werden.
-
Vorteilhafte
Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung können mit
in untergeordneten Ansprüchen
bezeichneten Merkmalen erreicht werden.
-
Bei
einem erfindungsgemäßen Beleuchtungselement
ist eine leuchtende Schicht, die mit einem für Elektrolumineszenz geeigneten
Stoff gebildet ist, zwischen zwei flächigen Elektroden ausgebildet.
Die Elektroden sind in an sich bekannter Weise an eine elektrische
Wechselspannungsquelle angeschlossen. Zumindest eine der Elektroden
kann dabei auf einem Substrat ausgebildet sein. In jedem Fall ist
mindestens eine der beiden Elektroden mit Kohlenstoff-Nanoröhrchen,
mit Graphen oder mit Kohlenstoff-Nanoröhrchen und Graphen gebildet.
Dabei ist die Schichtdicke für
diese Elektrode so gewählt,
dass optische Transparenz gegeben ist, so dass durch Elektrolumineszenz
hervorgerufene elektromagnetische Strahlung durch diese Elektrode
hindurch emittiert und zu Beleuchtungszwecken genutzt werden kann.
Die Schichtdicke soll dabei aber so groß sein, dass ein spezifischer
elektrischer Widerstand bzw. eine elektrische Leitfähigkeit
vorhanden ist, die Elektrolumineszenz der leuchtenden Schicht hervorrufen kann.
-
Vorteilhaft
kann es dabei auch sein, beide für ein
Beleuchtungselement erforderlichen Elektroden mit Kohlenstoff-Nanoröhrchen und/oder
Graphen zu bilden, so dass elektromagnetische Strahlung an beiden
Oberflächen
des Beleuchtungselements emittiert werden kann.
-
Für die leuchtende
Schicht können
bekannte für
Elektrolumineszenz geeignete Stoffe eingesetzt werden, wie dies
z. B. ZnS:Cu ist. Er kann dabei mit Al3+ oder
Cl– co-dotiert
sein. Als geeignete Stoffe kommen aber auch ZnS:Cu,Al,Cl, ZnS:Cu,Mn,Cl, ZnS:Cu,I,
ZnS:Tb, ZnS:Tm, ZnS:Er, ZnS:Nd, ZnS:Sm, ZnS:Ag, CaS:Ce,Cl, CaS:Eu,Cl
oder SrS:Ce,Cl in Frage.
-
Die
leuchtende Schicht muss nicht vollständig aus einem geeigneten Stoff
gebildet sein. Ein solcher Stoff kann auch in eine Matrix, beispielsweise
einem Polymer eingebettet sein, wobei der Anteil eines für Elektrolumineszenz
geeigneten Stoffs bei mindestens 5 Masse-% in der leuchtenden Schicht
gehalten sein sollte. Für
eine Matrix können
Polymere eingesetzt werden, die einen ausreichend hohen spezifischen
e lektrischen Widerstand aufweisen, um einen Fluss von elektrischem
Strom durch die leuchtende Schicht zu vermeiden. Das durch die elektrische Wechselspannung
angeregte elektrische Wechselfeld kann dadurch homogen ausgebildet
und die Anregung der leuchtenden Schicht über die Fläche homogen erreicht werden.
Der jeweilige für
die Wechselfeldelektrolumineszenzanregung geeignete Stoff sollte
sich im Polymer homogen verteilen oder dispergieren lassen. Als
Polymermatrix eignen sich Acrylate, Silicone, Urethane, Polyamide
oder Polyolefine.
-
Neben
mehrwandigen Kohlenstoff-Nanoröhrchen
(MWCNT) können
bevorzugt aber auch einwandige Kohlenstoff-Nanoröhrchen (SWNT) für die Ausbildung
von Elektroden eingesetzt werden, da mit diesen das Verhältnis der
erreichbaren optischen Transparenz zur elektrischen Leitfähigkeit
besser ist, also dünnere
Schichten für
Elektroden den gleichen spezifischen elektrischen Widerstand aufweisen,
als vergleichbare mit mehrwandigen Kohlenstoff-Nanoröhrchen ausgebildete
Elektroden. Auch die Haftung der einwandigen Kohlenstoff-Nanoröhrchen ist
besser.
-
Die
Schichtdicke von Elektroden, die mit Kohlenstoff-Nanoröhrchen und/oder Graphen gebildet
sind, sollten im Bereich 15 bis 150 nm, bevorzugt im Bereich 20
bis 30 nm gehalten sein. Bei ggf. noch vertretbaren Transmissionsverlusten
kann die Schichtdicke aber auch bis zu 200 nm betragen.
-
Auf
einem Substrat können
natürlich
auch mehrere Beleuchtungselemente vorhanden sein, die dann auch
unterschiedliche für
Elektrolumineszenz geeignete Stoffe aufweisen können, so dass elektromagnetische
Strahlung mit unterschiedlicher Wellenlänge emittiert werden kann.
Allein oder zusätzlich können dabei
auch leuchtende Flächen
mit voneinander abweichenden Anteilen an für Elektrolumenszenz geeigneten
Stoffen enthalten sein. Es können aber
auch variable Schichtdicken von optisch transparenten Elektroden,
die mit Kohlenstoff-Nanoröhrchen
und/oder Graphen gebildet sind oder solche die mit einwandigen und
solche die mit mehrwandigen gebildet sind, vorhanden sein. In Elektroden
können auch
Flächenbereiche
vorhanden sein, die unterschiedliche Anteile an Kohlenstoff-Nanoröhrchen und/oder
Graphen aufweisen. Der Anteil und die Schichtdicken können so
lokal differenziert sein, so dass ein über die gesamte leuchtende
Fläche
uneinheitlicher Eindruck erzeugt werden kann. So können z.
B. Symbole oder Piktogramme dargestellt werden.
-
Für eine elektrische
Kontaktierung ist es vorteilhaft, die Fläche von Elektroden größer zu wählen, als
die den Elektroden zugeordnete leuchtende Schicht. Elektroden sind
dann im äußeren Randbereich
nicht von der leuchtenden Schicht überdeckt und so ist dieser
Bereich der Elektroden für
den Anschluss an eine elektrische Wechselspannungsquelle frei gehalten.
Solche freien Randbereiche können an
sich gegenüberliegenden
Seite der leuchtenden Schicht eines Beleuchtungselementes angeordnet sein.
Bei mehreren Beleuchtungselementen auf einem Substrat können damit
auch elektrische Parallel- oder Reihenschaltungen ausgebildet werden.
-
Mindestens
ein Substrat kann dabei optisch transparent sein, um durch dieses
durch Elektrolumineszenz hervorgerufene elektromagnetische Strahlung
emittieren zu können.
Eine oder mehrere leuchtende Schichten können an beiden Oberflächen mit optisch
transparenten Substraten eingeschlossen sein. Substrate können auch
flexibel verformbar und beispielsweise aus geeigneten Kunststofffolien
hergestellt worden sein.
-
Die
erfindungsgemäßen Beleuchtungselemente
können
so hergestellt werden, indem eine eigentlich beliebige Elektrode,
mit ausreichender elektrischer Leitfähigkeit auf einem Substrat
als Fläche aufgebracht
wird. Metalle können
hierzu beispielsweise in Dünnschichttechnologie
(z. B. PVD, CVD) aufgebracht werden.
-
Auf
dieser Elektrode wird dann die eigentlich leuchtende Schicht mit
dem für
Wechselfeldelektrolumineszenzanregung geeigneten Stoff aufgebracht und
als äußere Elektrode
dann eine Schicht, die mit Kohlenstoff-Nanoröhrchen und/oder Graphen gebildet
ist, aufgetragen. Bevorzugt ist es, beide Elektroden mit Kohlenstoff-Nanoröhrchen und/oder
Graphen auszubilden.
-
Für den Auftrag
wird bevorzugt eine wässrige
Dispersion, in der Kohlenstoff-Nanoröhrchen und/oder Graphen enthalten
sind, eingesetzt. Der Auftrag kann in geeigneter Form, wie z. B.
Airbruschtechnik erfolgen. Es sind aber auch andere Verfahren, wie
z. B. Tauch-, Schleuderbeschichtung, Tintenstrahl-, Sieb, oder Tampondruck
einsetzbar. Dabei sollte die Schichtdicke, den optischen und elektrischen
Anforderungen des Beleuchtungselements Rechnung tragend, gewählt werden.
Dabei sollte auch berücksichtigt
werden, um welche Art von Kohlenstoff-Nanoröhrchen, ein- oder mehrwandige
oder es sich nur um Graphen bzw. ein Gemisch handelt, da unterschiedliche
elektrische Leitfähigkeiten
damit erreicht werden können.
-
Nach
dem Auftrag wird eine solche Schicht für Elektroden getrocknet. Zur
Beschleunigung der Trocknung kann das Substrat vorab erwärmt werden. Die
Erwärmung
von Substraten kann dabei bis in die Nähe der Temperatur erfolgen,
bei der der Substratwerkstoff noch temperaturbeständig ist.
Die Gewählte
Beschichtungstemperatur richtet sich dabei nach dem Siedepunkt des
eingesetzten Dispersionsmittels und sollte mindestesn bei diesem
liegen. Für
die Herstellung optisch transparenter Elektroden mit elektrisch
leitenden Oxiden, wie ITO sind aber deutlich höhere Temperaturen erforderlich,
was die Auswahl einsetzbarer Substrate deutlich einschränkt.
-
Günstig ist
es, eine so ausgebildete Elektrode einer Reinigung zu unterziehen.
Hierfür
kann die Schicht mit Ethanol gewaschen und dadurch gereinigt werden.
-
In
der für
die Ausbildung von optisch transparenten Elektroden einsetzbaren
Dispersion kann zusätzlich
Dodecylbenzolsulfonsäure
mit einem Natriumsalz dieser Säure
enthalten sein. Als Stabilisatoren können aber auch Natriumdodecylsulfat,
Natriumdodecylsulfonat, Dodecyltrimethylammoniumbromid, Cetrimethylammoniumbromid,
Polystyrolsulfonat Natriumsalz, Polyvinylpyrrolodin, Polyoxyethylenstearylether,
Polyoxyethylen(20)stearylether, Polyoxyethylen(100)stearylether,
Polyethylenglycol-para-(1,1,3,3-tetramethylbuthyl)phenylether, Polyoxyethylen-sorbitan-monolaurat
oder Blockpolymere mit in unterschiedlichen Verhältnissen enthaltenen Ethylenoxid
und Propylenoxid enthalten sein. Der in der Dispersion enthaltene
Anteil dieser Zusätze
kann bei ca. 1 Masse-% liegen.
-
An
Stelle von Wasser können
aber auch organische Flüssigkeiten
gewählt
werden. Bei Einsatz von Alkohol können fluorierte Kohlenstoff-Nanoröhrchen und
bei anderen organischen Flüssigkeiten
hydrophobisierte Kohlenstoff-Nanoröhrchen bevorzugt für die Herstellung
der Dispersion eingesetzt werden.
-
Bei
der Herstellung der Dispersion sollte darauf geachtet werden, dass
Kohlenstoff-Nanoröhrchen
homogen verteilt enthalten sind und keine Agglomerate oder Cluster
von Kohlenstoff-Nanoröhrchen
verblieben sind. Hierfür
können
Ultraschallbäder
und allein oder zusätzlich
noch in ein Bad einsetzbare Ultraschall emittierende Elemente, wie
Ultraschallfinger eingeführt
werden.
-
Für den Auftrag
der eigentlich leuchtenden Schicht kann ein Gemisch, in dem neben
einem Polymer, wie z. B. Acrylate, ein für Elektroluminszenzanregung
geeigneter Stoff enthalten sind, eingesetzt werden. Ein solcher
Leuchtstoff kann beispielsweise ZnS:Cu sein, das mit 5 bis ca. 30
Masse-% in der leuchtenden Schicht enthalten ist.
-
Für die Ausbildung
erfindungsgemäßer Beleuchtungselemente
können
optisch transparente Elektroden aber auch so ausgebildet sein, dass
eine Kohlenstoff-Nanoröhrchen und/oder
Graphen enthaltende Paste mit einem Polymer hergestellt und dann auf
ein Substrat oder eine leuchtende Schicht für die Ausbildung der Elektrode
aufgetragen wird. Danach kann diese getrocknet, ausgehärtet bzw.
auspolymersiert werden. Dabei können
optisch transparente Polymere mit für die Verarbeitung und den
Auftrag geeigneter Viskosität,
wie Z. B. PMMA oder Polyaurylacrylat, eingesetzt werden. Die elektrische
Leitfähigkeit
kann durch die Perkolation von Kohlenstoff-Nanoröhrchen, bei ausreichend hohen
Anteilen der Kohlenstoff-Nanoröhrchen
und/oder von Graphen gesichert werden. Dies sind einige Milligram
pro Gramm Polymer. Es können
auch e lektrisch leitende Polymere, wie z. B. PEDOT:PSS eingesetzt
werden. Elektroden mit Polymeren erreichen eine höhere Haftfestigkeit.
-
Erfindungsgemäße Elektroden
können
auch mit Indium-Zinn-Oxid
ausgebildet werden. Dadurch kann die Zuverlässigkeit von Beleuchtungselementen
erhöht
werden. Kommt es zu einem Bruch, kann die elektrische Leitfähigkeit
allein mit den Kohlenstoff-Nanoröhrchen
aufrecht erhalten werden.
-
Die
Transmission zumindest teilweise im Wellenlängenbereich des sichtbaren
Lichts sollte mindestens 80% und die elektrische Leitfhähigkeit
im Bereich 0,001 bis 200 kΩ/sq
liegen.
-
Die
Elektrolumineszenz kann bei elektrischen Spannungen im Bereich 100
bis 350 V und Frequenzen im Bereich 50 bis 1000 Hz angeregt werden.
-
Zwischen
Elektroden und leuchtender Schicht oder Substrat können zusätzliche
dielektrische Schichten ausgebildet sein, um die Lebensdauer und
Leistungsfähigkeit
zu erhöhen.
Auch diese Zwischenschichten sollten optisch transparent sein. Sie
können
beispielsweise mit PMMA oder einem transparenten Nanokomposit (Bariumtitanatnanopartikel
in einer Polymermatrix) ausgebildet werden. Sie müssen nur
einen ausreichend hohen spezifischen elektrischen Widerstand aufweisen.
Ihre Schichtdicke kann im Bereich bis zu 100 μm liegen.
-
Nachfolgend
soll die Erfindung beispielhaft näher erläutert werden.
-
Dabei
zeigen:
-
1a bis
f in schematischer Form Beispiele erfindungsgemäßer Beleuchtungselemente in
einer Drauf- und einer Seitenansicht;
-
2 Transmissionsspektren
für Glassubstrate
mit und ohne aufgetragenem Ruß;
-
3 Transmissionsspektren
für Glassubstrat
mit einwandigen Kohlenstoff-Nanoröhrchen bei unterschiedlichen
Flächenwiderständen;
-
4 Transmissionsspektren
für Glassubstrat
mit mehrwandigen Kohlenstoff-Nanoröhrchen bei unterschiedlichen
Flächenwiderständen;
-
5 die
Transmission bei einer Wellenlänge
von 600 nm für
Schichtdicken von mit einwandigen Kohlenstoff-Nanoröhrchen gebildeten
Elektroden;
-
6 die
Abhängigkeit
des Flächenwiderstandes
von der Schichtdicke von mit einwandigen Kohlenstoff-Nanoröhrchen gebildeten
Elektroden;
-
7 die
Transmission bei der Wellenlänge 600
nm für
mit einwandigen und mehrwandigen Kohlenstoff-Nanoröhrchen gebildeten Elektroden
bei unterschiedlichen Flächenwiderständen;
-
8 Lumineszenzintensitäten von
Beleuchtungselementen, die mit einwandigen Kohlenstoff-Nanoröhrchen gebildet
sind, in Abhängigkeit
der Transmission bei der Wellenlänge
600 nm und des Anteils an für
Elektrolumineszenzanregung geeignetem Stoff in leuchtender Schicht;
-
9 Lumineszenzintensitäten von
Beleuchtungs elementen, die mit Elektroden, die mit mehrwandigen
Kohlenstoff-Nanoröhrchen
gebildet sind, in Abhängigkeit
der Transmission bei der Wellenlänge
von 600 nm und
-
10 Transmissionsspektren
eines mit Elektroden aus Indium-Zinn-Oxid auf Glassubstrat und eines
erfindungsgemäßen Beleuchtungselements
mit flexiblem Substrat.
-
Mit 1a bis
f sollen in schematischer Form Beispiele erfindungsgemäßer Beleuchtungselemente
gezeigt werden. Dabei wird mit der jeweils oben angeordneten Draufsicht
und der unten dargestellten Seitenansicht deutlich, dass die Elektroden 1 und 2 eine
größere Fläche als
die leuchtende Schicht 3 einnehmen können.
-
Bei
Beispiel nach 1a sind an den nach außen weisenden
Oberflächen
der Elektroden 1 und 2 jeweils ein optisch transparentes
Substrat 4 und 5 aus Glas angeordnet. Dabei sind
die Substrate 4 und 5 so angeordnet und gestaltet,
dass eine elektrische Kontaktierung der Elektroden 1 und 2 einfach
möglich
ist. Eine elektrische Kontaktierung kann in nicht dargestellter
Form auch mittels Durchbrechungen, die in den Substraten 4 und 5 ausgebildet
und dann bis zu den Elektroden 1 und 2 geführt sind,
erreicht werden.
-
Bei
dem in 1b gezeigten Beispiel sind im Gegensatz
zum Beispiel nach 1a zusätzlich zwischen Substraten 4 und 5 und
den Elektroden 1 und 2 jeweils eine dielektrische
Schicht aus PMMA ausgebildet.
-
In 1c ist
ein Beispiel, bei dem auf einer Fo lie als flexibles Substrat 8 eine
Elektrode 2, auf der Elektrode 2 eine leuchtende
Schicht 3 und auf dieser eine zweite Elektrode 1 ausgebildet
sind, gezeigt.
-
Bei
dem in 1d gezeigten Beispiel sind im Vergleich
zum Beispiel nach 1c eine dielektrische Schicht 7 zwischen
flexiblem Substrat 8 und Elektrode 2 und eine
weitere dielektrische Schicht 6 zwischen der zweiten Elektrode 1 und
der leuchtenden Schicht 3 ausgebildet worden.
-
Bei
den beiden in den 1e und f gezeigten Beispielen
sind keine Substrate vorhanden. So zeigt 1e ein
Beispiel bei dem die beiden Elektroden 1 und 2 die
leuchtende Schicht 3 überdecken. Beim
Beispiel nach 1f sind zwischen den Elektroden 1 und 2 und
der leuchtenden Schicht 3 jeweils eine dielektrische Zwischenschicht 6 und 7 ausgebildet.
-
Für die Herstellung
von Beleuchtungselementen ohne Substrate können temporäre Substrate (z. B. Gläser, Objektträger) eingesetzt
werden, auf denen eine Schichtausbildung erfolgt, die später wieder
von einem temporären
Substrat entfernt werden kann. Beleuchtungselemente ohne Substrat
sind flexibel verformbar und weisen eine ausreichende Festigkeit
durch die enthaltenen polymeren Bestandteile auf.
-
Für die Untersuchungen
wurden so ausgebildete erfindungsgemäße Beleuchtungselemente und auch
Vergleichsbeispiele, die analog ausgebildet waren, eingesetzt.
-
Mit
dem in 2 gezeigten Diagramm kann erkannt werden, dass
Elektroden aus Russ, der unter der Handelsbezeichnung Printex XE2
erhältlich
ist, bei un terschiedlichen Schichtdicken und demzufolge auch unterschiedlichen
elektrischen Leitfähigkeiten, die
optische Transparenz im Wellenlängenbereich des
sichtbaren Lichts erheblich reduziert ist. Der obere Kurvenverlauf
gibt die Transparenz eines Glassubstrats wieder, auf dem Vergleichselektroden
aufgebracht waren. Der mittlere Kurvenverlauf gilt für aus Russ
ohne bzw. mit zu kleiner elektrischer Leitfähigkeit und der untere Kurvenverlauf
gilt für
Russ mit einem elektrischen Widerstand von 100 kΩ/sq. Solche mit Russ gebildeten
Elektroden weisen eine geringe Haftung und außerdem eine sehr geringe elektrische Leitfähigkeit
bei einer nutzbaren optischen Transparenz im interessierenden Wellenlängenbereich
auf.
-
Die 3 und 4 zeigen
Transmissionsspektren, die die Abhängigkeit der optischen Transparenz
für unterschiedliche
mit Kohlenstoff-Nanoröhrchen
für Elektroden
und einem Substrat bei Wellenlängen
im Wellenlängenbereich
des sichtbaren Lichts wiedergeben. Dabei sind Elektroden, die mit einwandigen
(3) und die mit mehrwandigen (4)
Kohlenstoff-Nanoröhrchen
gebildet sind, berücksichtigt.
Der oberste Kurvenverlauf gibt in beiden Fällen die Transparenz der eingesetzten
Substrate aus Glas wieder. Die darunter verlaufenden Kurven repräsentieren
unterschiedliche Flächenwiderstände, die
von oben nach unten kleiner werden. Der elektrische Widerstand reduziert
sich aber bei den Elektroden mit steigender Schichtdicke. Im Vergleich zu
Referenzrußen
ergibt sich eine deutlich verbesserte Leitfähigkeit.
-
Mit
den in 5 und 6 gezeigten Diagrammen soll
der Zusammenhang der Transmission von Schichtdicken und Flächenwiderständen der Elektroden
verdeutlicht werden. Hier ist dies für die Wellenlänge 600
nm in 5 und in 6 für den Flächenwiderstand
berücksichtigt.
-
Die 7 betrifft
das Verhältnis
der Transmission bei der Wellenlänge
600 nm in Bezug zum Flächenwiderstand
für mit
einwandigen und mehrwandigen Kohlenstoff-Nanoröhrchen gebildeten Elektroden.
-
Das
in 8 gezeigte Diagramm soll den Zusammenhang der
Intensität
emittierter elektromagnetischer Strahlung mit Elektroden, die mit
SWCNT und als Vergleich mit solchen aus ITO gebildet waren, wiedergeben.
In den leuchtenden Schichten waren unterschiedliche Anteile an ZnS:Cu
enthalten. Die Beleuchtungselemente wurden mit einer elektrischen
Wechselspannung von 250 V bei einer Frequenz von 400 Hz betrieben.
Die Verbesserung gegenüber
dem Stand der Technik ist so erheblich.
-
Dieser
analoge Sachverhalt geht aus dem in 9 gezeigten
Diagramm für
MWCNT im Vergleich zu Elektroden aus ITO hervor.
-
Mit
dem in 10 gezeigten Diagramm soll das
Transmissionsverhalten eines mit Indium-Zinn-Oxid beschichteten
Glassubstrats im Vergleich mit einem erfindungsgemäßen Beleuchtungselement,
das mit zwei Elektroden, die mit Kohlenstoff-Nanoröhrchen gebildet
waren, einer leuchtenden Schicht und einer 250 μm Dicken Folie aus Polycarbonat
hergestellt war, vergleichen.
-
Neben
Glassubstraten und solchen aus Polyethylen, die bereits erwähnt worden
sind, kann aber auch Polycarbonat eingesetzt werden. So kann eine solche
Folie mit einer Dicke von 250 μm
bei der Erfindung einge setzt werden. Der Erweichungspunkt dieser
Folie liegt bei 150°C.
Dadurch kann der Auftrag der Kohlenstoff-Nanoröhrchen enthaltenden Dispersion
problemlos bei Temperaturen um 110°C durchgeführt werden, wodurch die Entfernung
der Flüssigkeit
deutlich beschleunigt werden kann.
-
Für die Ausbildung
einer leuchtenden Schicht kann eine Mischung von 30 Masse-% ZnS:Cu
mit Rest Polymermatrix eingesetzt werden. Auf der leuchtenden Schicht
kann dann wieder eine Elektrode mit Kohlenstoff-Nanoröhrchen in bereits beschriebener
Art aufgetragen und getrocknet sowie ggf. gereinigt werden.
-
Ein
solches Beleuchtungselement kann auch in gebogenem Zustand genutzt
werden, ohne dass es beschädigt
wird oder seine Eigenschaften beeinträchtigt werden.