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DE102008039691A1 - Bremssystem der Bahnfahrzeuge - Google Patents

Bremssystem der Bahnfahrzeuge Download PDF

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    • B61RAILWAYS
    • B61HBRAKES OR OTHER RETARDING DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR RAIL VEHICLES; ARRANGEMENT OR DISPOSITION THEREOF IN RAIL VEHICLES
    • B61H13/00Actuating rail vehicle brakes
    • B61H13/34Details
    • B61H13/36Beams; Suspension thereof

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf den Bahnbetrieb und betrifft die Bremsausrüstung von Bahnfahrzeugen. Das Bremssystem mit einem Bremsvorgang jedes Fahrgestells weist Subsysteme mit einem Druckluftsteuerventil, einem Hilfsluftbehälter, einem automatischen Bremskraftregler und Bremszylinder für jedes Fahrgestell eines Fahrzeuges auf und sichert eine unabhängige Bremskraftübertrqagung auf den Steuermechanismus des Fahrgestells gemäß den Betriebsbedingungen ab. Als technisches Ergebnis gilt das Erhöhen der Bremswirkung, die Gewinnung von festen Bremskennlinien und der Einsatzzuverlässigkeit sowie das Erzielen einer optimierten Anordnung von druckluftgesteuerten Einheiten am Fahrgestell unter Aufrechterhaltung der bestehenden Baugrößen.

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf den Bahnbetrieb und betrifft eine optimierte Anordnung von druckluftgesteuerten Einheiten im Bremssystem der Bahnfahrzeuge.
  • Mit der Entwicklung der Bahntechnik werden die Betriebsbedingungen für Güterzüge immer härter, und deshalb wird ein hoher Maßstab daran angelegt, bereits bekannte Bremssysteme wirksamer zu steuern. Doch jedes verwendete Bremssystem hat viele Nachteile, die der in der Bremstechnik bewanderten Fachkraft bekannt sind. Zu den angeführten Bremssystemen gehört eine Bremsausrüstung, die sich nicht nur an einem Wagen, sondern auch am Fahrgestell des Wagens einbauen lässt. Als Fahrgestell werden die zu selbständigen Gruppen gekuppelten Radsätze bezeichnet, die mehr als zwei Achsen in einem Fahrgestell haben können. Das Fahrgestell gewährleistet eine gute Kurveneinstellung und wenige Tauchschwingungen des Güterwagens, wenn eine Gleisunebenheit besteht. Außerdem werden am Fahrgestell Federungselemente, Schwingungsdämpfer, Stabilisierungseinrichtungen und Steuerme chanismen der Bremsausrüstung rationell angeordnet. Zu den angeführten Steuermechanismen gehört ein mechanischer Teil des Bremssystems des Bahnfahrzeugs. Dieser Steuermechanismus weist ein Bremsgestänge auf, über das Bremszylinder Bremsklötze an die Räder des Radsatzes drücken. Die Nutzwirkung des Bremsgestänges hängt von der die Bremskraft übertragenden Gestängeanzahl ab. Auf den mechanischen Teil wirken druckluftgesteuerte Einheiten des Bremssystems des Fahrzeugs ein. Das Letzte nun besteht aus einem Druckluftsteuerventil, einem Hilfsluftbehälter, einem automatisch lastabhängigen Bremskraftregler (ALB) und einem Bremszylinder. Dabei kann abhängig vom Typ des Eisenbahnfahrzeugs die Bremskraft von mehreren Bremszylindern durch das Bremsgestänge übertragen werden. Der Bremskraftregler regelt die Klotzkraft je nach der Wagenbeladung, und zwar stellt sich automatisch der erforderliche Zylinderdruck und somit die Anpresskraft auf die Bremsklötze je nach der Wagenbeladung ein. Der automatisch lastabhängige Bremskraftregler ersetzt völlig einen manuellen Lastwechsel und verbessert die Zugbremswirkung bei voll beladenen Wagen.
  • Mit der Entwicklung dieses Fachgebiets wurde ein ziemlich reiches Angebot in Bezug auf die Anordnung der Bremsausrüstung gegenüber anderen Fahrgestelleinheiten gemacht. Gemäß dem geltenden Funktionsprinzip kann der automatisch lastabhängige Bremskraftregler nur zwischen den federgelagerten und ungefederten Fahrgestelleinheiten eingebaut werden. Die Dimensionierung des Druckluftsteuerventils und Bremszylinders wurde so streng nicht bestimmt und wurde deshalb im Prozess der Bremssystementwicklung modifiziert. Gleichzeitig wurde das Hauptgewicht auf eine optimierte Anordnung der oben genannten Einheiten gelegt.
  • Es ist eine technische Lösung bekannt, gemäß der Bremszylinder über dem Bremsträger, dem mechanischen Element, auf der Fahrzeugfederung liegt. Der Bremszylinder ist geneigt an einem Federbalken befestigt (Patent US 815092 , B61H013-24, B61H013-00, vom 03.12.1957 ). Die Zylinderkolbenstange wirkt durch das Bremsgestänge auf die Bremsklötze ein. Obwohl der Bremszylinder auf dem Fahrgestell vorhanden ist, gibt es verschieden geneigte Gestänge, und es werden Ketten angewendet. Dabei wird an Druckkraft auf die Bremsklötze verloren.
  • Eine weitere technische Lösung ist bekannt, gemäß der die Bremszylinder an der Außenseite des Fahrgestellrahmens neben der oberen Radfläche befestigt sind. Die sich zu beiden Seiten bewegenden Kolbenstangen drücken durch das Bremsgestänge die Bremsklötze an die Lauffläche des Rads (Patent US 2848071 , B61H013-22, vom 19.08.1958). Dabei wird die Wirkung einer Vollbremsung jedes Radsatzes erzielt. Ein mehrgliedriges Bremsgestänge senkt den Wirkungsgrad des Bremszylinders. Eine Anordnung anderer Bremseinheiten ist nicht angegeben.
  • Ferner ist eine technische Lösung bekannt, gemäß der die Bremszylinder an einem Federbalken in der Radsatzzone befestigt sind. Die sich zu beiden Seiten bewegenden Kolbenstangen drücken durch das Bremsgestänge die Bremsklötze an die Radflanke ( US 885034 , B61H005-00, vom 05.05.1959). Abhängig von der Wagenbeladung kann die auf die Bremsklötze ausgeübte Druckkraft manuell durch eine Änderung der Gestängelänge verändert werden. Ein mehrgliedriges Bremsgestänge senkt den Wirkungsgrad des Bremszylinders.
  • Es ist eine weitere technische Lösung bekannt, gemäß der die Bremszylinder an einem beweglichen Querträger mit den Bremsklötzen befestigt sind ( US 958398 , B61H013-24, B61H013-00, vom 01.11.1960). Eine lange Kolbenstange wirkt auf einen gegenüberliegenden Querträger ein und liegt unter einem Federbalken. Dabei befindet sich das Zylindergehäuse in der Radsatzzone des Fahrgestells unter dem Federbalken. Eine Druckkraft wird gleichmäßig auf die Querträger ausgeübt, weil sich die Kolbenstange und der Zylinder auf dem Querträger simultan bewegen. Eine derartige Anordnung aus Bremseinheiten kompliziert den Querträger, weil die Druckluftleitung zu den Bremszylindern auch auf diesem Querträger liegt. Als Alternative wird noch Folgendes angeboten: die Bremszylinder werden auf den gegenüberliegenden Querträgern nahe der Federbalkenmitte angeordnet. Außerdem wird mit der Zylindermasse der Querträger belastet, wodurch ein Trägerumlauf erfolgen kann. Dies kann auch auf die Bremsklotzlage einwirken. Die gegenseitige Zylinderlage behebt diesen Faktor nicht. Die Anordnung anderer Bremseinheiten ist in diesem Patent nicht angegeben.
  • Das im Patent US 177984 , B60T017-08D, B61H013-00, B61H013-24, vom 13.04.1965 beschriebene Fahrgestell weist einen Bremszylinder auf, der oben auf einem Federbalken befestigt ist. Infolgedessen wird, um die Bremskraft auf einen zweiten Querträger zu übertragen, ein Verbund-Bremsgestänge verwendet. Dies führt wiederum zur Verringerung der auf die Bremsklötze ausgeübten Bremskraft.
  • Weiterhin ist eine Bremsausrüstung für Güterwagen bekannt, die aus einem Druckluftsteuerventil, einem Bremszylinder und einem Hilfsluftbehälter besteht. Diese Elemente sind miteinander durch Luftführungskanäle verbunden. Dazu gehört noch ein Steuermechanismus, und zwar ein Bremsgestänge, ein Horizontalgestänge, Streckbalken und Bremsstangen, die die Bremskraft auf das Bremsgestänge des Fahrgestells übertragen. Das Druckluftsteuerventil weist einen Hebel auf, mit dessen Hilfe die Lastarten „beladen”, „halbbeladen” und „leer” gewechselt werden. Die Bremsart hängt von der Wagenbeladung ab (Inozemtsew W. G., Abaschkin I. W., „Die Bremsausrüstung und Druckluftsysteme für Bahnfahrzeuge", Moskau, Verlag „Transport", 1984, Bild 119, Seite 169).
  • Die vom Zylinder im Bremsvorgang ausgeübte Bremskraft wird beim Vorhandensein eines automatisch lastabhängigen Bremskraftreglers an beide Fahrgestelle übertragen, die nicht simultan in Gang gesetzt werden. Dabei drückt ein Bremszylinder wegen einer größeren Länge des Bremsgestänges die Bremsklötze ungleichmäßig. Außerdem wird die Bremsung der zwei Fahrgestelle nur durch ein Druckluftsteuerventil gesteuert. Das schränkt die Bremsmöglichkeiten des Fahrzeuges ein, wenn dieses Druckluftsteuerventil ausfällt.
  • Es ist auch ein automatisches Druckluftbremssystem bekannt, das ein Druckluftsteuerventil, zwei Bremszylinder, die durch ein Bremsgestänge die Bremskraft auf den Steuermechanismus eines von zwei Fahrgestellen übertragen, einen am Wagengestell befestigten Hilfsluftbehälter und zwei automatisch lastabhängige Bremskraftregler auf, die am Wagengestell in den Fahrgestellzonen befestigt und miteinander durch Luftführungskanäle verbunden sind (Patent RU 2253584 , B61H011-02, B61H013-30, vom 17.06.2004).
  • Diese technische Lösung weist folgenden Nachteil auf. An der Bremskraft, die durch das Bremsgestänge vom Bremszylinder auf die Bremsklötze übertragen wird, wird am meisten verloren. Der Wirkungsgrad des Bremsgestänges im Betrieb schwankt zwischen 0,6 und 0,9. Das heißt, dass der Übertragungsverlust zwischen 10–40% liegt. Wegen der Bremsgestängeeinheiten kann die Anpresskraft der Bremsklötze an beiden Fahrgestellen für alle Radsätze nicht gleich sein (der Bremszylinder befindet sich vor dem Fahrgestell). Dies kann die Bremswirkung des Bahnfahrzeugs beeinflussen und in insgesamt zur Sicherheitsminderung führen.
  • Das Druckluftbremssystem des Güterwagens mit einem automatisch lastabhängigen Bremskraftregler und einem Bremszylinder sowie das Druckluftbremssystem des Reisezugwagens mit zwei Bremszylindern, die mehr oder weniger als die besten, technischen Lösungen gelten, sind weit bekannt (Inozemtsew W. G., Abaschkin I. W., „Die Bremsausrüstung und Druckluftsysteme für Bahnfahrzeuge", Moskau, Verlag „Transport", 1984, Bild 119–120, Seite 169–170). Die Nachteile sind ähnlich den oben beschriebenen.
  • Damit gewährleisten alle bekannten Systeme nicht, dass die Bremskräfte für beide Fahrgestelle gegenüberliegender Wagenteile ungeteilt ausgeübt werden. Ein Druckluftsteuerventilausfall führt zu einer Verletzung der Bremsart des Bahnfahrzeugs. Eine optimierte Anordnung von Drucklufteinheiten im Bremssystem ist erforderlich für beispielsweise eine höhere Reaktionsfähigkeit der Bremsklötze mittels einer Verkürzung der Leitungslänge zwischen dem Bremskraftregler und dem Druckluftsteuerventil. Dementsprechend entsteht ein Bedürfnis, weiter an der Modernisierung von Bremssystemen zu arbeiten.
  • Offenbarung der vorliegenden Erfindung
  • In Verbindung mit dem anfangs schon Erwähnten besteht die Aufgabe, auf deren Lösung diese Erfindung gerichtet ist, darin, die Bremswirkung des Bahnfahrzeugs zu erhöhen, wobei die Bremsung jedes Fahrgestells verwirklicht und die Anordnung der an das Fahrgestell befestigten Bestandteile des Bremssystems, nämlich der druckluftgesteuerten Einheiten und der Steuermechanismen, optimiert wird. Ein Fahrgestell besteht mindestens aus zwei Radsätzen, die miteinander durch einen Fahrgestellrahmen und einen Federbalken verbunden sind.
  • Die gestellte Aufgabe kann folgendermaßen gelöst werden. Das Bremsausrüstungssystem des Bahnfahrzeugs, dass das Druckluftsteuerventil, den Hilfsluftbehälter, den automatisch lastabhängigen Bremskraftregler und mindestens einen auf den Steuermechanismus des Fahrgestells die Bremskraft übertragenden Bremszylinder (Pneumatik) aufweist, muss mit einem zusätzlichen Hilfsluftbehälter so ausgerüstet werden, dass auf jedes Fahrgestell ein oder zwei im Federbalkenkörper befestigte Luftbehälter kommen, entweder zwei Doppelkolben-(Dreikolben-) oder Zweifachbremszylinder, die durch den Querträger auf die Bremsklötze der Radsätze drücken. Die Bremszylinder befinden sich in einer passenden Federbalkenlücke und liegen beiderseits auf dem Gehänge des Fahrgestellrahmens derart, dass die Fahrgestellabmessungen bei voller Wagenbeladung nicht die zulässige Grenze überschreiten. Dabei gewährleisten das auf dem Federbalken befestigte Druckluftsteuerventil, der automatisch lastabhängige Bremskraftregler und die am Fahrgestell befestigten Bremszylinder und Hilfsluftbehälter eine Bremskraftübertragung der Bremsklötze auf die Räder jedes Fahrgestells offline gemäß den Betriebsbedingungen.
  • Der Querträger liegt auf der Seite des Bremskraftreglers, um seine bewegliche Senkrechtstellung aufzuheben, weil sich die Bremsklotzlage wegen der Klotzabnutzung und einer möglichen Durchmesserabweichung des Rads verändern kann. Der Querträger hat eine Schieffläche mit einer nach oben gehobenen, weit vom Querträger liegenden Kante, auf die sich der Lenkhebel des Bremskraftreglers stützt.
  • Die Zweifachbremszylinder weisen Mehrkolben auf, und das Druckluftsteuerventil ist mit dem Bremskraftregler verbunden.
  • Das technische Phänomen der angebotenen Lösung besteht darin, die Bremswirkung des Bahnfahrzeugs zu erhöhen, wobei die Anordnung der druckluftgesteuerten Einheiten für die Bremsung jedes Fahrgestells optimiert wird.
  • Die Möglichkeit, eine vorteilhafte Bremswirkung durch das Anwenden dieser technischen Lösung zu erzielen, kann folgendermaßen erklärt werden: der Bahnfahrzeugkörper führt keine Hilfsfunktionen dank dem Einbau der oben genannten, druckluftgesteuerten Einheiten am Fahrgestell aus. Der Einsatz von zusätzlichen Druckluftgeräten im Bremssystem ermöglicht, zwei Subsysteme zu bilden, die selbständig, d. h. autonom, den Steuermechanismus der Fahrgestelle gemäß den Betriebsbedingungen bewegen. Die beiden Subsysteme sind an die Hauptluftleitung angeschlossen. Deshalb verhalten sich die Bremskräfte jedes Fahrgestells gemäß den Betriebsbedingungen gleich, weil sich der Druck der in beide Subsysteme strömenden Luft in gleicher Weise ändert (beispielsweise bei der Wagenbeladung). Die Optimalsteuerung der Zugbremsung ermöglicht, die Bremskraft jedes Fahrgestells des Bahnfahrzeugs wirksam anzuwenden. Die Schieffläche des mit dem Fahrgestellrahmen verbundenen Querträgers hebt die mögliche Rad- und Klotzabnutzung auf. Die Ausübung der Funktionen des Druckluftsteuerventils und des Bremskraftreglers in einem Modul vereinfacht die Bauart des Bremssystems und vermindert den Arbeitsaufwand für die Montage und den Einsatz.
  • Die neuen Unterscheidungsmerkmale dieser Erfindung sind im Patentanspruch 1 genannt.
  • Diese Erfindung kann anhand eines Ausführungsbeispiels und den beigefügten Zeichnungen besser verstanden werden, wobei gleiche Positionen gleichen Elementen entsprechen. Es zeigen:
  • 1 eine schematische Ansicht von druckluftgesteuerten Einheiten für die Bremsung jedes Fahrgestells eines Bahnfahrzeugs,
  • 2 eine Vorderansicht des dem Fahrgestell angeordnete Bremssystem und
  • 3 eine perspektivische Ansicht des auf dem Fahrgestell angeordneten Bremssystems auf der Seite des Fahrgestellrahmens mit Zylinder.
  • Die Pneumatik ist am Fahrgestell des Fahrzeugs befestigt und weist ein auf dem Federbalken 1 angeordnetes Druckluftsteuerventil 2, einen Bremskraftregler 3 (ALB), einen Hilfsluftbehälter 4, entweder in zwei Fassungsräume geteilt oder im Federbalkenkörper 1 befestigt. Ein Luftführungskanal 5 verbindet die oben genannten Einheiten gemäß einem Anschlussplan. Auf einem Vorsatz des Fahrgestellrahmens 6, und zwar an einer Federung 7, sind Stuhlplatten 8 mit Bremsklötzen 9 angeordnet. Querträger 10 verbinden die gegenüberliegenden Stuhlplatten des Radsatzes 11 fest. Bremszylinder 12 liegen zwischen den Querträgern 10 der Radsätze unter den passenden Lücken des Federbalkens 1 in der Umgebung einer Federeinheit 13 des Fahrgestellrahmens 6 (1). Zu den Querträgern geneigt befindet sich ein Verbindungselement 14 des Zylindergehäuses (3) und eine Kolbenstange 15 des Bremszylinders. Ein zweiter Zylinder liegt symmetrisch zu dem auf in 1 dargestellten Zylinder. Eine andere Befestigungsart des Bremszylinders, die von der oben genannten etwas abweicht, ist in 2 dargestellt. Hier hat der Fahrgestellrahmen 6 formgemäße, zusätzliche Warzen 16, um den Bremszylinder befestigen zu können, beispielsweise mittels eines Befestigungsbügels 17. In diesem Fall ist der Bremszylinder gekoppelt, d. h., die auf die Querträger wirkenden Kolbenstangen bewegen sich gegenseitig. Da an der Bremsenlösung die Bremszylinderfeder teilnimmt, lässt die abgefederte Kolbenstange die Querträger mit den Bremsklötzen beim Aufhängen nicht flattern. Um das Flattern während des Zuglaufs zu vermeiden, können im ersten Fall die Querträger mit Kompressionselasthülsen eingesetzt werden. Sie dämpfen die Schwingungen der tragenden Bauteile während des Zuglaufs. Die Bedingung, das Wagenprofil bei der vollen Wagenbeladung aufrecht zu erhalten, bestimmt den Einbaugrad des Bremszylinders in den Federbalkenkörper. Es ist wichtig, bei jeder Art der Querneigung und Drehung des Wagens die Berührung des Federbalkens mit dem Bremszylindergehäuse beim Zuglauf zu vermeiden, d. h., es muss dazwischen ein genügender Abstand bei der maximalen Wagenbeladung bestehen. Diese Bedingung kann auch durch das Anwenden eines Mehrkolbenzylinders erfüllt werden. Der Zylinder kann mit einem geringen Durchmesser verwendet werden, wenn die erforderliche Kolbenstangenkraft beim Solldruck aufrechterhalten wird. Die Kolbenzahl hängt vom Abstand zwischen den Radsätzen und der Hublänge der Kolbenstange ab. Demgemäß können die gekoppelten Zylinder auch mehr als einen Kolben aufweisen. In der Seitenansicht (3) ist ein Zylinder dargestellt, der zwei Kolben 18 und 19 aufweist, die durch eine Innenwand 20 getrennt sind. Durch diese Innenwand schlägt eine mit dem zweiten Kolben gemeinsame Stange 21 durch. Die letzte kann einen Bremskraft-Selbstkompensator aufweisen. Um die Zylinderkammer an den Bremskraftregler anzuschließen, sind biegsame Luftführungskanäle zu verwenden. Gewöhnlich wird das Druckluftsteuerventil an den Hilfsluftbehälter angeschlossen, der im Federbalkenkörper liegt. Die Hohlräume zum Anbringen der Behälter können entweder durch den Anguss von zusätzlichen Vollwänden 22 (2) oder nach der Reinigung des Gussteils durch Verschweißen erzeugt werden. Der Stutzen dient dabei zum Anschließen an das Druckluftsteuerventil 2. Der Balken kann stabil gehalten werden, wenn zusätzliche Verstärkungsrippen oder Versteifungsbereiche verwendet werden. Zu diesem Zweck sind streckbare Behälter zulässig, die die Betriebsvorschriften erfüllen.
  • Der automatisch lastabhängige Bremskraftregler 3 dient dazu, die Druckkraft der Bremsklötze an den Radsatz des Fahrgestells unabhängig zu steuern. Der Bremskraftregler steuert die Luft, der in die Bremszylinder 12 strömt. Der Bremskraftregler ist an den Vorsätzen des Drehzapfenbalkens neben dem Druckluftsteuerventil befestigt (ein Beispiel der Befestigung ist in 1 dargestellt) und steht mit dem ungefederten Fahrgestellteil dadurch in Verbindung, dass sein Schwenkhebel 24 sich auf die Schieffläche des Querträgers stützt. Der Steigungswinkel der Schieffläche 25 wird derart bestimmt, dass die mögliche Klotz- und Radabnutzung berücksicktigt werden kann. In unserem Fall ist die weit vom Federbalken liegende Kante der Schieffläche bezüglich der nächsten angehoben.
  • Das Druckluftsteuerventil 2, der Hilfsluftbehälter 4, der Bremszylinder 12 und der Bremskraftregler 3 bilden ein Subbremssystem. Die Anordnung des Druckluftsteuerventils mit dem Bremskraftregler gemäß der Erfindung ermöglicht, beide in einem einheitlichen Gehäuse auszuführen und das Druckluftsteuerventil mit einer Automatikbetriebfunktion auszuführen. Als Grundbedingung beim Einbau des Druckluftsteuerventils in diesem Fall bleibt die nähere Lage seines Stutzens zur Hauptluftleitung. Deswegen ist es vorteilhafter, die Aufnahmestelle dieses Moduls nicht weit vom Fahrgestellrahmen anzuordnen. Dieses Modul lässt sich leicht ersetzen. Das Druckluftsteuerventil wird an die Hauptluftleitung (nicht gezeigt) durch einen Luftführungskanal 26 angeschlossen, vom Druckluftsteuerventil 2 durch einen Absperrhahn oder eine T-Kopplung (nicht gezeigt). Der Absperrhahn kann direkt in das Druckluftsteuerventil eingebaut werden. Am zweiten Fahrgestell sind dieselben druckluftgesteuerten Einheiten befestigt; der Druckluftsteuerventilstutzen zum Anschließen an die Hauptluftleitung befindet sich auch in unmittelbarer Nähe des Fahrgestells.
  • Das Bremssystem gemäß der Erfindung mit der Bremsung jedes Fahrgestells wird beispielsweise bei Güterwagen angewendet und arbeitet folgendermaßen.
  • Nach einer Betriebs-, Schnell- oder Notbremsung, bei der der Druck in der Hauptluftleitung abgesenkt wird, leitet das Druckluftsteuerventil 2 die Druckluft aus dem Hilfsluftbehälter 4 durch die Luftführungskanäle in den Bremskraftregler 3 und weiter in die Bremszylinder 12. Der Bremskraftregler lässt die Druckluft in die Bremszylinder unter einem der Hebellage entsprechenden Druck strömen. Er steuert das unabhängige Drücken der Bremsklötze an die Räder. Dies hängt aber vom Federsenkungsniveau ab, das dem Ladegewicht und anderen Betriebsbedingungen des Fahrgestells entspricht. Unter dem Luftdruck in den Bremszylindern 12 übertragen die Kolbenstangen eine entsprechende Bremskraft auf den Radsatz mittels des Steuermechanismus (Querträgers 10) und des Aufhängungsteils 7 des Bremsschuhs mit dem Bremsklotz.
  • Ein aus wenigen Gliedern bestehendes Bremsgestänge erhöht den Wirkungsgrad des Bremszylinders.
  • Wenn ein Zwei- oder Dreikolbenzylinder eingebaut wird, besteht die Möglichkeit, den Gehäusedurchmesser des Zylinders zu verringern und die Federbalkenkonstruktion nur wenig zu verändern. Aufgrund der in einem Modul kombinierten Funktionen werden die druckluftgesteuerten Einheiten an einem Fahrgestell raumsparend angeordnet.
  • Bei der Anwendung der Erfindung kann die Bremswirkung des Bahnfahrzeugs beim Bremsvorgang jedes Fahrgestells aufgrund einer optimierten Anordnung aller Bremsgeräte des Wagens erhöht werden. Außerdem kann bei den Reparaturarbeiten das Fahrgestell mitsamt den Bremsgeräten ersetzt werden. Als Folge verkürzt dieser Vorteil die Fahrzeugstillstandszeit, was sehr wichtig sein kann.
  • Zu dieser Erfindung wird die erforderliche Entwicklungsdokumentation beigelegt, um Prüfstücke der Fahrgestelle anzufertigen und sie in Wirklichkeit testen zu können. Um die Funktion des automatischen Bremskraftreglers ausüben zu können, wurde für diese Ausführung ein bereits entworfener Bremskraftregler ARD6 und ein breit anwendbares Druckluftsteuerventil, Typ 483, angewendet.
  • Die oben angeführte Beschreibung ist nicht auf das beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt und kann als Variante des Bremssystems betrachtet werden. Dabei kann dieses System im Rahmen der beigefügten Ansprüche weiter abgeändert werden.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - US 815092 [0004]
    • - US 03121957 [0004]
    • - US 2848071 [0005]
    • - US 885034 [0006]
    • - US 958398 [0007]
    • - US 177984 [0008]
    • - RU 2253584 [0011]
  • Zitierte Nicht-Patentliteratur
    • - Inozemtsew W. G., Abaschkin I. W., „Die Bremsausrüstung und Druckluftsysteme für Bahnfahrzeuge”, Moskau, Verlag „Transport”, 1984, Bild 119, Seite 169 [0009]
    • - Inozemtsew W. G., Abaschkin I. W., „Die Bremsausrüstung und Druckluftsysteme für Bahnfahrzeuge”, Moskau, Verlag „Transport”, 1984, Bild 119–120, Seite 169–170 [0013]

Claims (3)

  1. Bremssystem für Bahnfahrzeuge, das ein Druckluftsteuerventil, einen Hilfsluftbehälter, einen Bremskraftregler und mindestens einen die Bremskraft auf den Steuermechanismus übertragenden Bremszylinder aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass es mit einem zusätzlichen Hilfsluftbehälter derart ausgerüstet ist, dass auf jedes Fahrgestell ein oder zwei im Federbalkenkörper befestigte Luftbehälter und zwei Doppelkolben-(Dreikolben-) oder Zweifachbremszylinder kommen, die durch einen Querbalken auf Bremsklötze drücken, wobei die Bremszylinder sich in einer passenden Federbalkenlücke befinden und beiderseits auf dem Gehänge des Fahrgestellrahmens derart liegen, dass die Fahrgestellabmessungen bei voller Wagenbeladung die zulässige Grenze nicht überschreiten, und wobei das auf dem Federbalken befestigte Druckluftsteuerventil, der automatisch lastabhängige Bremskraftregler und die am Fahrgestell befestigten Bremszylinder und Hilfsluftbehälter eine Bremskraftübertragung von den Bremsklötzen auf die Räder jedes Fahrgestells gemäß den Betriebsbedingungen offline gewährleisten.
  2. Bremssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der auf der Seite des Bremskraftreglers liegende Querträger eine Schieffläche mit einer nach oben angehobenen, weit vom Querträger liegenden Kante aufweist, auf die sich der Lenkhebel des Bremskraftreglers stützt, und dass diese Schieffläche dafür vorgesehen ist, die bewegliche Senkrechtstellung aufzuheben, weil sich die Bremsklotzlage wegen der Klotzabnutzung und der möglichen Durchmesserabweichung des Rads verändern kann.
  3. Bremssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zweifachbremszylinder Mehrkolben sind und das Druckluftsteuerventil die eingebaute Funktion eines Bremskraftreglers aufweist.
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