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Die
Erfindung betrifft eine Motorsteuerungsvorrichtung eines Fahrzeugs
und ein Verfahren zur Herstellung derselben. Die Motorsteuerungsvorrichtung
weist ein Gehäuse mit einem Gehäuseboden und einem
Gehäusedeckel auf. Eine wenigstens einseitig bestückte
Leiterplatte ist mit ihrer Rückseite mindestens teilweise
auf einer Stützstruktur des Gehäusebodens fixiert.
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Eine
derartige Motorsteuerungsvorrichtung wird mit den 8 und 9 dargestellt.
Die Motorsteuerungsvorrichtung 5 der 8 gemäß dem Stand
der Technik ist in einem Gehäuse 7 angeordnet,
das einen Gehäuseboden 8 und einen Gehäusedeckel 9 aufweist.
Wie 8 zeigt, ist zwischen dem Gehäuseboden 8 und
dem Gehäusedeckel 9 eine Leiterplatte 10 angeordnet,
die auf einer Stützstruktur 13 mit Schrauben als
Befestigungselemente 16 und 17 in der Weise fixiert
ist, dass die Befestigungselemente 16 und 17 die
Leiterplatte 10 in den Randbereichen 28 und 29 derselben
auf ebene, flache Auflageflächen 14 und 15 des
Gehäusebodens 8 pressen.
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In
diesem Auflagebereich bzw. den Randbereichen 28 und 29 der
Leiterplatte 10 sind auf der Oberseite 12 keine
Bauelemente 23 aufgebracht, sondern lediglich zwischen
den Auflageflächen 14 und 15. Die Rückseite 11 der
Leiterplatte 10 wird in dieser Ausführungsform
gemäß dem Stand der Technik als Verdrahtungsseite
eingesetzt, während die Oberseite 12 eine Bestückungsseite
bildet. Um die Leiterplatte 10, die teilweise mit ihrer
Rückseite 11 auf der Stützstruktur 13 angeordnet
ist, vor Kontamination und aggressiven Medien zu schützen,
wird eine umlaufende Fuge 30 zwischen Gehäusedeckel 9 und
Gehäuse boden 8 mit einer Dichtmasse verfüllt. Die
massive Stützung der Leiterplatte auf nahezu ihrer gesamten
Länge reicht jedoch nicht aus, die erhöhten Vibrationsbelastungen,
wie sie im Motorraum eines Fahrzeugs vorherrschen, zu tolerieren.
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9 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch eine verbesserte Motorsteuerungsvorrichtung 6 gemäß dem
Stand der Technik, wobei eine zusätzliche zentrale Auflagefläche 24 auf
einem Sockel des Gehäusebodens 8 angeordnet ist,
die mit zentralen Befestigungselementen 25 auf dieser zentralen
Auflagefläche 24 fixiert ist, so dass der zentrale Bereich
vor Vibrationen geschützt ist. Dieses hat jedoch den Nachteil,
dass zusätzlich zu den Auflageflächen 14 und 15 im
Randbereich nun Auflageflächen und Befestigungselemente
im Zentrum erforderlich werden, was nachteilig die nutzbare Fläche
der Leiterplatte 10 vermindert.
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Damit
wird nachteilig der Bauraum für elektronische Bauelemente
auf der Leiterplatte 10 reduziert, so dass die Leiterplatte 10 nicht
optimal genutzt werden kann. Außerdem hat diese Lösung
den Nachteil, dass weitere zusätzliche Einzelbauteile wie Schrauben,
Gehäusebodensockel und andere die Kosten in der Fertigung
vergrößern. Außerdem ist es nachteilig,
die Motorsteuerungsvorrichtung 6 durch die nicht nutzbare
Leiterplattenfläche im Zentrum größer
auszulegen, als es für die elektrische Funktion erforderlich
wäre.
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Durch
die mechanischen Einwirkungen, insbesondere durch Vibration, auf
die Leiterplatte 10 kommt es vor, dass elektrische Bauelemente
auf der Leiterplatte 10 zerstört oder beschädigt
werden. Im Fall von Vibrations- und Schockeinwirkungen können Zerstörungen
nur durch zusätzliche Fixierungen, wie es 9 zeigt,
vermindert werden. Zwar ist es möglich, Layout-Anpassungen
vorzunehmen und zu optimieren, aber dies erfordert Zeit und zusätzliche
Kosten. Ein weiteres Problem sind Brüche von Lötstellen und
Brüche in den elektrischen Komponenten durch die Vibrationen.
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Um
den Vibrationsschutz zu erhöhen, ist aus der Druckschrift
DE 10 2006 037 159
A1 bekannt, einen kastenförmig gespritzten Kunststoffträger
zur Verfügung zu stellen, in den die zu verdrahtenden Komponenten,
die elektronischen Bauteile, Leistungsschalter, Logikbausteine oder
Sensoren eingegossen werden, wobei lediglich ihre Anschlussbereiche
frei von Kunststoffmasse bleiben. Diese Anschlussbereiche werden
anschließend kreuzungsfrei mit Schaltungsdrähten
verbunden bzw. verschaltet und abschließend wird auf diesen
kastenförmigen Block in einem weiteren Verfahrensschritt
Kunststoff gegossen, der die Schaltungsdrähte einschließlich der
Anschlussbereiche der Komponenten vollständig mit Kunststoff
umhüllt, so dass sich ein kompakter Kunststoffblock mit
Außenkontakten ergibt.
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Ein
Vorteil eines derartigen bekannten kompakten Kunststoffblockes ist
eine hohe Vibrationsbeständigkeit der elektrischen Verbindungen
innerhalb des Blockes. Ein Nachteil liegt jedoch darin, dass die Wärmeabgabe
der Verlustwärme der Komponenten durch den Kunststoffblock
stark behindert ist. Ein Verfahren zum Vergießen von elektronischen
Komponenten in einen Kunststoffblock, in dem auch Leiterplatten
mit einem aushärtbaren elektrisch isolierenden Material
vergossen werden können, ist aus der Druckschrift
DE 10 2006 011 757
A1 bekannt.
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Aufgabe
der Erfindung ist es, die Zuverlässigkeit von Motorsteuerungsvorrichtungen
zu erhöhen und ein Gehäuse zu schaffen, das einen
kompakten Aufbau und eine kostengünstige Herstellung von
Motorsteuerungsvorrichtungen ermöglicht.
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Diese
Aufgabe wird mit dem Gegenstand der unabhängigen Ansprüche
gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den
abhängigen Ansprüchen.
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Erfindungsgemäß wird
eine Motorsteuerungsvorrichtung eines Fahrzeugs und ein Verfahren zur
Herstellung derselben geschaffen. Die Motorsteuerungsvorrichtung
weist ein Gehäuse mit einem Gehäuseboden und einem
Gehäusedeckel auf. Eine wenigstens einseitig bestückte
Leiterplatte ist mit ihrer Rückseite mindestens teilweise
auf einer Stützstruktur des Gehäusebodens fixiert.
Die Stützstruktur weist angeschrägte oder gekrümmte
Auflageflächen und Befestigungselemente auf, die zur Fixierung
der Leiterplatte mit den angeschrägten oder gekrümmten Auflageflächen
zusammenwirken. Im fixierten Zustand weist die Leiterplatte einen
verformten schwingungsdämpfenden Querschnitt auf.
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Diese
Lösung hat den Vorteil, dass keine zusätzlichen
Strukturmaßnahmen beispielsweise für den Gehäuseboden
vorzunehmen sind. Auch sind keinerlei Änderungen der bestückten
Leiterplatte zu veranlassen. Vielmehr werden lediglich im Gehäuseboden
Auflageflächen vorbereitet, die leicht angeschrägt
oder gekrümmt sind.
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Beim
Fixieren einer Leiterplatte auf diesen angeschrägten oder
gekrümmten Auflageflächen wird die dazwischen
angeordnete Leiterplatte leicht verbogen, gewinnt aber durch ihr
neues gekrümmtes Profil eine deutlich erhöhte
Vibrationsfestigkeit. So wird das gesamte Resonanzspektrum der Leiterplatte
positiv verändert, und damit ist eine erhöhte
Vibrationsfestigkeit für die Leiterplatte verbunden.
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Dazu
ist vorzugsweise die Leiterplatte zwischen Auflageflächen
und Befestigungselementen verspannt fixiert und die Leiterplatte
weist im Querschnitt eine gebogene verspannte Kontur auf. Dabei ist
die Oberseite im eingespannten Zustand der Leiterplatte mit Druckspannungen
und die Rückseite mit Zugspannungen beaufschlagt. Die verspannte
Kontur ist so berechnet, dass die Zugspannung der Rückseite
sowohl die Leiterbahnen der Verdrahtung als auch die Lötverbindungen
auf der Verdrahtungsseite nicht gefährden. Die Druckspannungen
sind wiederum so bemessen, dass sie auf der Bestückungsseite keine
der Halbleiterbauelemente beschädigen.
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In
einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist der
Gehäusedeckel einen Vorsprung auf, der auf die Leiterplatte
im montierten Zustand in einem zentralen Bereich drückt.
Dabei ist es nicht erforderlich, dass zusätzlich noch Bohrungen
vorgenommen werden, um mit Hilfe von Schrauben die Leiterplatte
an dem Vorsprung des Gehäusedeckels zu fixieren. Vielmehr
reicht die Verspannung zwischen Leiterplatte und Vorsprung des Gehäusedeckels
sowie angeschrägte oder gekrümmte Auflagefläche
des Gehäusebodens vollständig aus, um den vorgespannten
Zustand der Leiterplatte und damit einen erhöhten Vibrationsschutz
beizubehalten.
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Weiterhin
ist es vorgesehen, dass die Leiterplatte im Querschnitt ein vorgeformtes
V-förmiges Profil aufweist und zwischen Auflageflächen
und Befestigungselementen fixiert ist. Mit einem derartigen vorgeformten
V-förmigen Profil wird die Leiterplatte nicht durch Zug-
und Druckspannungen vorbelastet, so dass dieses eine größere
Schonung der angeschlossenen und verdrahteten elektronischen Bauelemente
ermöglicht.
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Um
eine Verformung der Leiterplatte zu erreichen, wird in einer Ausführungsform
der Erfindung eine gefräste langgestreck te Einkerbung auf
der Oberseite angebracht, die mit einer Klebstoffmasse schließlich
verfüllt wird. Dadurch entsteht ein stabiles V-förmiges
Profil, das in seinen Randbereichen auf den angeschrägten
Auflageflächen des Gehäusebodens fixiert werden
kann. Von Vorteil ist es dabei, wenn die Leiterplatte im Bereich
der langgestreckten Einkerbung frei von Leiterbahnen auf der Oberseite ist.
Auf der Rückseite der Leiterplatte können ungehindert
die Verdrahtungen wie bisher beibehalten bleiben, da darauf geachtet
wird, dass beim Einbringen bzw. Einfräsen der Einkerbung
die Leiterplatte nicht völlig durchtrennt wird.
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Auch
ist es möglich, auf der Leiterplatte gleich mehrere aufgefüllte
Einkerbungen einzubringen, so dass die Leiterplatte im fixierten
Zustand ein Faltenprofil aufweist. Ein derartiges Faltenprofil erhöht
die Vibrationsfestigkeit der eingespannten Leiterplatte um ein Vielfaches.
Dazu können abwechselnd Einkerbungen von der Rückseite
und von der Oberseite aus eingefräst werden, jedoch dürfen
im Bereich der Einkerbungen keinerlei Leiterbahnen beispielsweise
auf der Verdrahtungsseite der Leiterplatte vorgesehen sein. Dieses
schränkt die Variationsbreite und Anordnungsfreiheit von
Bauelementen auf der Leiterplatte deutlich ein.
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In
einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist die Leiterplatte
thermisch vorgeformt, so dass ihre Kontur nach der thermischen Vorformung ein
V-Profil aufweist, das dann zwischen den angeschrägten
Auflageflächen und den Befestigungselementen fixiert ist.
Eine derartige Motorsteuerungsvorrichtung hat den Vorteil, dass
zum einen die Leiterplatte nicht vorgespannt ist, zum anderen dass
das V-Profil nicht mit Hilfe von Einfräsungen erreicht
wird, sondern vielmehr durch einfache thermische Verformung oder
durch thermisches Abbiegen der Leiterplatte. Dabei können
sowohl Verdrahtungsstruk turen auf der Rückseite als auch
Verdrahtungsstrukturen auf der Vorderseite im Bereich der Abbiegung
beibehalten werden.
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Ein
Verfahren zur Herstellung einer Motorsteuerungsvorrichtung eines
Fahrzeugs weist die nachfolgenden Verfahrensschritte auf. Zunächst
wird ein Gehäuse mit Gehäuseboden und Gehäusedeckel hergestellt.
Dann wird eine Stützstruktur mit angeschrägten
oder gekrümmten Auflageflächen an den Gehäuseboden
angebracht. Parallel kann bereits die Leiterplatte mit Bauelementen
bestückt werden. Danach wird die Leiterplatte auf den angeschrägten oder
gekrümmten Auflageflächen des Gehäusebodens
angeordnet und fixiert, indem die Befestigungselemente eingebracht
werden, wobei die Leiterplatte unter Verspannung durchgebogen wird.
Dieses Verfahren hat den Vorteil, dass die unter Spannung durchgebogene
Leiterplatte einen deutlich höheren Widerstand gegenüber
Vibrationen aufweist. Ferner hat es den Vorteil, dass keine weiteren
Stützmaßnahmen in dem Gehäuse vorgesehen
werden müssen.
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Eine
weitere Möglichkeit die Leiterplatte zu versteifen und
gegen Vibrationen zu schützen besteht darin, die Leiterplatte
vor dem Fixieren auf angeschrägten Auflageflächen
thermisch vorzuformen. Bei dieser thermischen Verformung kann die
Leiterplatte erwärmt und ein zentraler Knick in die Leiterplatte
eingebracht werden, so dass die Leiterplatte eine V-förmige
Kontur nach der thermischen Behandlung aufweist. Dieses Verfahren
hat den Vorteil, dass die V-förmige Leiterplatte völlig
spannungsfrei auf den angeschrägten Auflageflächen
mit Hilfe der Befestigungselemente fixiert werden kann.
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Eine
weitere Variante des Verfahrens sieht vor, dass vor dem Fixieren
auf den angeschrägten Auflageflächen in die Leiterplatte
eine langgestreckte Einkerbung eingefräst wird und der
Querschnitt der Leiterplatte V-förmig vorgebogen wird und
an schließend die langgestreckte Einkerbung mit einer Klebstoffmasse
aufgefüllt wird. Auch hier besteht der Vorteil darin, dass
die Leiterplatte selbst nicht Zug- und Druckspannungen ausgesetzt
ist, sondern völlig spannungsfrei auf den angeschrägten
Auflageflächen fixiert werden kann.
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Schließlich
ist es in einer weiteren Modifikation des Verfahrens vorgesehen,
an dem Gehäusedeckel einen zentralen Vorsprung anzuformen,
der beim Montieren des Gehäusedeckels auf dem Gehäuseboden
einen Druck auf die Mitte der Leiterplatte ausübt und diese
beim Aufbringen des Gehäusedeckels durchbiegt. Dieses hat
den Vorteil, dass die erforderlichen Kräfte zum Verformen
und Verspannen der Leiterplatte nicht von den Befestigungselementen
aufzubringen sind, sondern vielmehr von Fixierungselementen des
Deckels aufzubringen sind.
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Die
Erfindung wird nun anhand der beigefügten Figuren näher
erläutert.
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1 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch eine Motorsteuerungsvorrichtung
gemäß einer ersten Ausführungsform der
Erfindung;
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2 zeigt
ein schematisches Diagramm der Wirkungsweise des Gegenstands der
Erfindung gemäß 1;
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3 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch eine Motorsteuerungsvorrichtung
gemäß einer zweiten Ausführungsform der
Erfindung;
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4 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch eine Motorsteuerungsvorrichtung
gemäß einer dritten Ausführungsform der
Erfindung;
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5 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch eine Motorsteuerungsvorrichtung
gemäß einer vierten Ausführungsform der
Erfindung;
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6 zeigt
eine schematische perspektivische Ansicht einer auf gekrümmten
Auflageflächen fixierten Leiterplatte.
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7 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch eine auf gekrümmten
Auflageflächen fixierten Leiterplatte.
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8 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch eine Motorsteuerungsvorrichtung
gemäß dem Stand der Technik;
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9 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch eine weitere Motorsteuerungsvorrichtung
gemäß dem Stand der Technik.
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1 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch eine Motorsteuerungsvorrichtung 1 gemäß einer
ersten Ausführungsform der Erfindung. Die Motorsteuerungsvorrichtung 1 weist
ein Gehäuse 7 mit einem Gehäuseboden 8 und
einem Gehäusedeckel 9 auf, die miteinander gas-
und feuchtigkeitsdicht in ihren Randbereichen verbunden sind. Der Gehäuseboden 8 ist
an zwei Längsseiten mit Auflageflächen 14 und 15 für
eine Leiterplatte 10 versehen, wobei die einander gegenüberliegenden
Auflageflächen 14 und 15 derart angeschrägt
sind, dass beim Fixieren der Leiterplatte 10 auf den angeschrägten
Auflageflächen 14 und 15 diese mit Hilfe von
Befestigungselementen 16 und 17 derart vorgespannt
wird, dass sie eine gekrümmte Kontur aufweist. Dabei wird
der Rückseitenbereich der Leiterplatte 10 Zugspannungen
ausgesetzt und der Oberseitenbereich der Lei terplatte 10 wird
dabei Druckspannungen ausgesetzt. Die Oberseite 12 ist
gleichzeitig in dieser Ausführungsform der Erfindung eine Bestückungsseite,
auf der einzelne Halbleiterbauelemente aufgebracht sind, und die
Rückseite 11 wird üblicherweise als Verdrahtungsseite
ausgeführt, auf der sich auch die Lötverbindungen
zu den Bauelementen 23 auf der Oberseite 12 befinden.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden
als Bauelemente 23 oberflächenmontierbare Bauelemente
eingesetzt, deren Lötverbindungen bereits auf der Oberseite 12 der
Leiterplatte 10 angebracht werden können, wobei
auf der Oberseite 12 auch die Verdrahtung untergebracht
ist, so dass die auf Zugspannungen belastete Rückseite 11 keine
Leiterbahnen aufweist, die auf Zug belastet werden und damit unterbrochen
werden könnten. Eine derartig mit oberflächenmontierbaren
Bauelementen bestückte Leiterplatte hat den Vorteil, dass diese
auf deutlich stärker angeschrägten Auflageflächen
angeordnet und stärker verspannt werden kann. Die Größe
der Durchbiegung ist gleichzeitig ein Maß für
die Erhöhung der Vibrationsfestigkeit einer derartigen
Anordnung.
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Durch
die Vorspannung bzw. die Verformung unter Vorspannung kann eine
höhere Vibrationsfestigkeit für eine derartige
Motorsteuerungsvorrichtung 1 gegenüber herkömmlichen
Motorsteuerungsvorrichtungen 5, wie sie mit 6 gezeigt
werden, erreicht werden. Auch gegenüber der mit 7 gezeigten
Motorsteuerungsvorrichtung 6 aus dem Stand der Technik
ergibt sich ein Vorteil, indem zum einen der Gehäuseboden
der vorliegenden Erfindung deutlich tiefer aufgebaut werden kann
und zum anderen kein Flächenverlust durch zusätzliche
Auflageflächen, wie es 7 zeigt,
bei der erfindungsgemäßen Lösung verursacht
wird.
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2 zeigt
ein schematisches Diagramm der Wirkungsweise des Gegenstands der
Erfindung gemäß 1. Dazu
ist auf der Abszisse die Frequenz in Hertz aufgetragen in einem
Frequenzbereich von 100 bis 400 Hz und auf der Ordinate ist die mittlere
Amplitude von Resonanzschwingungen aufgrund von Vibrationen, die
durch den Motor ausgelöst werden, aufgezeichnet in m/s2. Die Resonanzkurven einer flachen Leiterplatte
und einer gebogenen Leiterplatte werden hier verglichen, wobei die
flache Leiterplatte die gestrichelten Resonanzkurven aufweist und
die gebogene und vorgespannte Leiterplatte die Resonanzkurven gemäß der
durchgezogenen Linien aufweist.
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Deutlich
ist zu sehen, dass schon die erste Resonanzfrequenz zu höheren
Frequenzen verschoben wird und gleichzeitig die Amplitude deutlich
verringert ist. Bei der zweiten Resonanz wird ebenfalls eine Verschiebung
von über 200 Hz erreicht und gleichzeitig die Amplitude
auf ein Viertel des Wertes der vergleichsweise nicht vorgebogenen
Leiterplatte vermindert. Damit ist die Wirkungsweise des Gegenstands
der vorliegenden Erfindung verdeutlicht und zeigt eine deutlich
höhere Vibrationsfestigkeit als die herkömmliche
Motorsteuerungsvorrichtung gemäß 6.
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3 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch eine Motorsteuerungsvorrichtung 2 gemäß einer
zweiten Ausführungsform der Erfindung. Komponenten mit
gleichen Funktionen wie in den vorhergehenden Figuren werden mit
gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet und nicht extra erörtert. Der
Unterschied dieser zweiten Ausführungsform der Erfindung
gegenüber 1 besteht darin, dass der Gehäusedeckel 9 einen
zentralen Vorsprung 19 aufweist, der im Zentrum der Leiterplatte 10 nach
dem Zusammenbau der Motorsteuerungsvorrichtung 2 auf dieses
Zentrum der Leiterplatte 10 einen Druck ausübt
und so mit das Durchbiegen der Leiterplatte 10 stützt
und die Vibrationsfähigkeit der Leiterplatte 10 weiter
einschränkt.
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4 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch eine Motorsteuerungsvorrichtung 3 gemäß einer
dritten Ausführungsform der Erfindung. In dieser Ausführungsform
der Erfindung wird die Leiterplatte 10 nicht durchgebogen,
sondern ist thermisch vorgeformt, indem in dem zentralen Bereich der
Leiterplatte 10 eine Biegekante thermisch eingebracht wird,
die nun ein vorgeformtes V-förmiges Profil der Leiterplatte 10 bewirkt.
Dieses V-förmige Profil der Leiterplatte 10 hat
den Vorteil, dass diese Leiterplatte 10 nun formschlüssig
und kraftschlüssig, ohne zusätzlich induzierte
Zug- oder Druckspannung auf den angeschrägten Auflageflächen 14 und 15 mit
Hilfe der Befestigungselemente 16 und 17 fixiert
werden kann.
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5 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch eine Motorsteuerungsvorrichtung 4 gemäß einer
vierten Ausführungsform der Erfindung. Komponenten mit
gleichen Funktionen wie in den vorhergehenden Figuren werden mit
gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet und nicht extra erörtert. In
dieser Ausführungsform der Erfindung wird ein V-Profil
der Leiterplatte 10 dadurch erreicht, dass im Zentrum der
Leiterplatte 10 eine langgestreckte V-förmige
Einkerbung 21 eingebracht wird, die jedoch nicht so tief
in die Leiterplatte 10 eindringt, dass die Leiterplatte 10 getrennt
wird, sondern lediglich dazu dient, die Leiterplatte 10 zu
einem V-förmigen Profil 20 zu verbiegen. In die
Einkerbung 21 wird anschließend eine Klebstoffmasse 22 eingebracht,
um die beiden Schenkel des V-förmigen Profils 20 miteinander
zu fixieren. Auch diese Ausführungsform der Erfindung hat
den Vorteil, dass die verformte Leiterplatte 10 auf den
angeschrägten Auflageflächen spannungsfrei fixiert
werden kann.
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6 zeigt
eine schematische perspektivische Ansicht einer auf gekrümmten
Auflageflächen 14 und 15 fixierten Leiterplatte 10.
Die Stützstruktur 13 unterstützt mit
den gekrümmten Auflageflächen 14 und 15 zwei
einander gegenüberliegend angeordnete Randbereiche 29 der
Leiterplatte und erhöht damit den Vibrationswiderstand.
Die Auflageflächen 14 und 15 weisen eine
derartige Kontur 18 auf, dass die Leiterplatte 10 mit
der mit Bauelementen 23 bestückten Oberseite 12 zu
einem nicht gezeigten Gehäusedeckel hin vorgespannt und
verformt wird. Dazu sind in den Randbereichen 29 jeweils
zwei Befestigungselemente 16 und 17 in Form von
Schrauben angeordnet.
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7 zeigt
einen schematischen teilweisen Querschnitt durch eine auf einer
gekrümmten Auflageflächen 14 fixierten
Leiterplatte 10. Die Bauelemente 23 sind auf der
zu dem Gehäusedeckel 9 hin gebogenen Oberseite 12 der
Leiterplatte 10 angeordnet. Dabei wird der Oberseitenbereich
unter Zugspannung und der Rückseitenbereich der Leiterplatte unter
Druckspannungen gesetzt. Ein Überdehnung oder eine übermäßige
Komprimierung wird dabei vermieden, um Schäden an den Bauelementen 23 und
an der Verdrahtung auf der Rückseite 11 der Leiterplatte 10 zu
vermeiden. Die in 7 gezeigte Krümmung
ist rein symbolisch und überzeichnet dargestellt. Außerdem
kann die Krümmung auch entgegengesetzt ausgeführt
werden, so dass die Leiterplatte in Richtung auf den Gehäuseboden 8 durchgebogen
ist.
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Die 8 und 9 zeigen
Motorsteuerungsvorrichtungen 5 und 6 gemäß dem
Stand der Technik, wie er bereits einleitend erörtert ist,
so dass sich eine erneute Beschreibung erübrigt.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - DE 102006037159
A1 [0007]
- - DE 102006011757 A1 [0008]