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DE102008038914A1 - Einrichtung und Verfahren zur Reduktion der Funkdistanz für ITS-Sensoren - Google Patents

Einrichtung und Verfahren zur Reduktion der Funkdistanz für ITS-Sensoren Download PDF

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DE102008038914A1
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sensor
unit
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tire
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DE102008038914A
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Peter Dr. Rieth
Ulrich STÄHLIN
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Continental Teves AG and Co OHG
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Continental Teves AG and Co OHG
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    • B60C23/0408Signalling devices actuated by tyre pressure mounted on the wheel or tyre transmitting the signals by non-mechanical means from the wheel or tyre to a vehicle body mounted receiver
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  • Mechanical Engineering (AREA)
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Abstract

Einrichtung und Verfahren zur Reduktion der Funkdistanz bei einem ITS-Sensor (3), welcher zur Erfassung von fahrdynamischen Daten in einem Reifen (1) eines Kraftfahrzeuges (2) integriert ist, und mit einer seitens des Kraftfahrzeuges (2) installierten drahtlosen Kommunikationseinheit (4) in Verbindung steht, welche die vom ITS-Sensor (3) empfangenen fahrdynamischen Daten an eine Auswerteeinheit (9) zur Signalverarbeitung weiterleitet, wobei die Kommunikationseinheit (4) Bestandteil einer ortsnah zum Reifen (1) montierten elektromechanischen Bremseinheit (5) ist.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung sowie ein Verfahren zur Reduktion der Funkdistanz bei einem ITS-Sensor (Intelligent Tire Sensor), welcher zur Erfassung von fahrdynamischen Daten in einem Reifen eines Kraftfahrzeuges integriert ist, und mit einer seitens des Kraftfahrzeuges installierten drahtlosen Kommunikationseinheit in Verbindung steht, welche die vom ITS-Sensor empfangenen fahrdynamischen Daten an eine Auswerteeinheit zur Signalverarbeitung weiterleitet.
  • Das Einsatzgebiet der vorliegenden Erfindung erstreckt sich vornehmlich auf die Kraftfahrzeugtechnik, insbesondere Personenkraftfahrzeugtechnik. Ein Fahrdynamiksystem eines Kraftfahrzeuges benötigt zur Steuerung der fahrdynamischen Eigenschaften des Fahrzeuges sensortechnisch ermittelte Eingangsdaten, die Auskunft über den aktuellen Fahrzeugzustand geben. Solche Daten kommen unter anderem auch von ITS(intelligient tire sensor)-Sensoren, welche in einem Reifen des Kraftfahrzeuges integriert sind und dort vornehmlich den Reifendruck oder auch andere fahrdynamische Daten messen, um diese dem Fahrdynamiksystem, beispielsweise zur Umsetzung einer ESP-Funktion, zur Verfügung zu stellen. Auch andere Kenngrößen, wie beispielsweise die Verformung des Reifens können mit mittels moderner ITS-Sensoren ermittelt werden.
  • Da die Auswertung und weitere Verwendung der so gemessenen fahrdynamischen Daten meist im Inneren des Kraftfahrzeuges erfolgt, muss eine Übertragung der Messdaten von dem schnell rotierenden Reifen zu der relativ dazu unbeweglichen Auswerteeinheit erfolgen. Da eine Datenübertragung mittels elektrischer Verbindungsleitungen nur mit einem hohen Konstruktionsaufwand möglich und äußerst anfällig gegenüber Abnutzungserscheinungen und äußeren Einflüssen ist, findet in der Regel eine drahtlose Kommunikation statt.
  • Aus der EP 1 227 944 B1 geht eine gattungsgemäße Einrichtung zur drahtlosen Kommunikation zwischen einem in einem Reifen angeordneten ITS-Sensor mit einer seitens des Fahrzeugs montierten Auswerteeinheit hervor. Die Auswerteeinheit wertet die vom ITS-Sensor erfassten Verschiebungswerte des Reifens aus und errechnet hieraus fahrdynamische Daten, wie die auf den Reifen wirkende Kräfte, den Reifendruck, die Umdrehungsgeschwindigkeit oder die Geschwindigkeit des Messpunkts sowie seine Beschleunigung. Daneben wird vorgeschlagen, die Auswerteeinheit direkt neben dem ITS-Sensor zwischen Felgenhörnern des Reifens auf der Felge im Reifeninneren anzuordnen. In diesem Falle werden die Ausgangssignale des ITS-Sensors oder der Auswerteeinrichtung in an sich bekannter Weise berührungslos in eine zugeordnete drahtlose Kommunikationseinheit im Fahrzeug eingekoppelt. Die fahrzeugseitige Kommunikationseinheit ist mit einer Reglereinheit verbunden, welche aufgrund der Ausgangssignale der Auswerteeinheit die auf den Reifen wirkenden Kräfte durch Eingriff in das Motor- oder Bremsensystem beeinflusst.
  • Aus der EP 1 681 660 A1 geht eine andere bekannte Einrichtung zur drahtlosen Kommunikation eines ITS-Sensors mit einer fahrzeugseitigen Kommunikationseinheit hervor. Bei dieser Lösung sind entlang des Reifenumfangs mehrere ITS-Sensoren äquidistant zueinander beabstandet angeordnet. Jeder ITS-Sensor ist mit einer drahtlosen Kommunikationsschnittstelle ausgestattet, welche mit einer ebenfalls innerhalb des Reifens, vorzugsweise hier jedoch felgenseitig angeordneten Basisstation kommunizieren. Die Basisstation sammelt die Daten aller im Reifen integrierten ITS-Sensoren, signalverarbeitet diese und sendet die aufbereiteten fahrdynamischen Daten ebenfalls drahtlos an ein in der Fahrzeug-Chassis integriertes Fahrzeugsteuerungsgerät weiter.
  • Nachteilhaft bei den vorstehend diskutierten Lösungen des Standes der Technik für die drahtlose Kommunikation von ITS-Sensoren sind die meist langen Funkstrecken zwischen dem Reifen und dem seitens der Fahrzeug-Chassis installierten Kommunikationseinheit. Aufgrund der langen Funkstrecke kann es bei ungünstigen Empfangsbedingungen, die insbesondere bei schlechten Wetterverhältnissen bestehen, zu Störungen der Kommunikation kommen. Dem kam bislang nur dadurch entgegengewirkt werden, dass die Funkleistung der drahtlosen Kommunikation gesteigert wird, was wiederum einen erhöhten Energiebedarf zur Folge hat, der seitens der ITS-Sensoren nur durch eine Batterie größerer Kapazität oder entsprechend starke Transponderelektronik zur Verfügung gestellt werden kann.
  • Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Einrichtung zur Reduktion der Funkdistanz bei einem ITS-Sensor zu schaffen, mit welcher eine zuverlässige Übertragung der sensortechnisch erfassten Daten ohne Erhöhung des Energieverbrauchs möglich ist.
  • Die Aufgabe wird ausgehend von einer Einrichtung gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 in Verbindung mit dessen kennzeichnenden Merkmalen gelöst. Verfahrenstechnisch wird die Aufgabe durch Anspruch 9 gelöst. Die jeweils rückbezogenen abhängigen Ansprüche geben vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung wieder.
  • Die Erfindung schließt die technische Lehre ein, dass die kraftfahrzeugseitige Kommunikationseinheit Bestandteil einer ortsnah zum Reifen montierten elektromechanischen Bremseinheit ist.
  • Mit anderen Worten ist erfindungsgemäß die den Empfänger für den ITS-Sensor darstellende Kommunikationseinheit in einer elektromechanischen Bremseinheit (EMB) integriert, welcher aufgrund der zwecks Bremsung vorhandenen Ortsnähe zum Reifen eine zuverlässige Kommunikationsverbindung zu dem mindestens einen ITS-Sensor aufzubauen in der Lage ist.
  • Da sich die elektromechanische Bremseinheit bei den hiermit ausgerüsteten Kraftfahrzeugen bereits sehr nah am Rad befindet und eine Datenverbindung zum Kraftfahrzeug benötigt, kann diese Datenverbindung gemäß einer die Erfindung weiter verbessernden Maßnahme auch zur Weiterleitung der vom ITS-Sensor erfassten Daten genutzt werden. Eine weitere signaltechnische Verarbeitung kann dann durch eine zentral im Kraftfahrzeug angeordnete elektronische Auswerteeinheit erfolgen, welche gemäß einer anderen die Erfindung verbessernden Maßnahme auch Bestandteil einer elektronischen Bremssteuerung des Kraftfahrzeuges sein kann. Der Vorteil durch diese Ausgestaltung besteht darin, dass eine moderne elektronische Bremssteuerung beispielsweise zur Umsetzung einer ESP(elektronisches Stabilitätsprogramm)-Funktion als Eingangsdaten die von einem ITS-Sensor ermittelten fahrdynamischen Daten benötigt.
  • Eine elektromechanische Bremse (EMB), in welche die erfindungsgemäße Lösung implementiert ist, erzeugt entsprechend ihrer Hauptfunktion den zur Bremsung des Kraftfahrzeugs erforderlichen Bremsdruck mittels eines Elektromotors, der einen Bremssattel betätigt, welcher mit einer Bremsscheibe des Rades zwecks Bremsung zusammenwirkt. Diese auch als Radbremsmodul bezeichnete elektromechanische Bremseinheit besteht hauptsächlich aus einer elektronischen Steuereinheit, einem Elektromotor und einem Getriebe. Elektromotor und Getriebe bilden den so genannten Aktuator, der im Bremssattel die Zugspannkräfte erzeugt. Gewöhnlich sind vier Aktuatoren eines Kraftfahrzeuges in der Lage, innerhalb von Millisekunden jeweils Kräfte bis zu mehreren Tonnen bereitzustellen. Der Strombedarf für die EMB ist recht hoch und würde die heute üblichen 12 Volt Stromnetze von Kraftfahrzeugen überfordern. Deshalb wird eine EMB auf eine höhere Betriebsspannung ausgelegt. Diese Spannung wird die EMB aber nicht direkt aus der Fahrzeugbatterie erhalten. Zusätzliche Akkumulatoren Puffern gewöhnlich Stromspitzen ab. Die geteilte Energieversorgung im Fahrzeug kann somit den Leistungsbedarf der Aktuatoren befriedigen, ohne das eigentliche Bordstromnetz zu belasten. Auch im Notfall ist der Autofahrer mit zusätzlichen Akkumulatoren ausgestattet, denn die hohe Speicherkapazität erlaubt selbst dann noch die Weiterfahrt, wenn der Generator des Kraftfahrzeuges wegen eines Defekts keinen Ladestrom mehr an die Akkumulatoren liefern kann. Zudem entspricht eine derartige Auslegung der EMB auch der heutigen Aufteilung eines hydraulischen Bremssystems in zwei separate Kreise.
  • Eine EMB, welche sich weiterhin ohne großen Aufwand zu einer elektrischen Parkbremse (EPB) erweitern lässt, verspricht durch das schnelle Ansprechen der Bremsen verkürzte Anhaltewege. Es wurde festgestellt, dass durch das elektronische Bremspedal, seine günstige, ergonomische Anordnung und die geringen möglichen Bedienkräfte ein Zeitgewinn von einer halben Sekunde realisierbar ist, der den Anhalteweg signifikant verkürzt. Bei einem Defekt in der elektrischen Signalübertragung zwischen Fahrer und Radbremse wird der Pedalweg nicht länger, auch die Pedalkraft bleibt unverändert. Dadurch kann das Pedalmodul im Gegensatz zur rein mechanisch-hydraulischen oder einer elektrohydraulischen Bremse näher an die Spritzwand der Fahrzeug-Chassis rücken. Mehr Platz im Innenraum und Reduzierung der Verletzungsgefahr im Fußraum sind vorteilhafte Begleiterscheinungen. EMB's ermöglichen Bremsfunktionen, wie Teilbremsung (EBV, ESBS), Vollbremsung (ABS), Bremseneingriff (BASR), Giermomentregelung (GMR) oder Bremsassistenz (BA).
  • Vorteilhafterweise sollte die Verbindung zwischen dem mindestens einen im Reifen integrierten ITS-Sensor und der drahtlosen fahrzeugseitigen Kommunikationseinheit als eine Nahbereichskommunikationsverbindung ausgestaltet sein. Insbesondere eignet sich hierfür der Bluetooth-Standard. Es ist jedoch auch denkbar, eine Verbindung per WLAN-Standard oder ZigBee-Standard herzustellen. Sollte der ITS-Sensor als passiver Transponder ausgebildet sein, so bietet sich eine Kommunikation per RFID (radio frequency identification) an.
  • Vorzugsweise ist der im Rahmen der vorliegenden Erfindung zum Einsatz kommende ITS-Sensor jedoch als ein aktives, z. B. batteriebetriebenes oder mit einem Mikrogenerator ausgestattetes Funkmodul ausgebildet. Die Kapazität der im ITS-Sensor integrierten Batterie reicht für die Nahbereichskommunikation gewöhnlich weit über die normale Lebensdauer eines Reifens hinaus. Durch die insoweit eigene Betriebsspannungsversorgung für den ITS-Sensor kann eine kontinuierliche Nahbereichskommunikation durchgeführt werden.
  • Im Rahmen der vorliegenden Erfindung ist es auch denkbar, im Reifen zusätzlich zu dem vorstehend erläuterten ITS-Sensor mindestens einen Verschleißerkennungssensor zu integrieren, der vorzugsweise nach Art eines vorstehend erläuterten passiven Transponders ausgebildet ist. Denn zum Zweck einer Verschleißerkennung eines Reifens ist die gewöhnlich diskontinuierlich betriebene Transpondertechnik ausreichend. Ein derartiger Verschleißerkennungssensor wird bei der Herstellung in das Material des Reifen eingebracht. Sobald der Verschleißerkennungssensor freigefahren ist und schließlich durchtrennt wird, ist dieser nicht mehr in der Lage Daten an einen zugeordneten Transponderempfänger zu senden, wodurch zu erkennen ist, dass der Reifen heruntergefahren ist. Werden derartige Transponderempfänger auf verschiedenen Höhenniveaus im Reifen verbaut, die nacheinander abgefahren werden, kann sogar eine abgestufte Verschleißerkennung erfolgen.
  • Der dem Verschleißerkennungssensor fahrzeugseitig zugeordnete Transponderempfänger ist ebenfalls vorzugsweise Bestandteil der elektromechanischen Bremseinheit, um auch für diesen Zweck eine kurze Funkdistanz zu ermöglichen. Hierdurch lässt sich der als passiver Transponder ausgebildet Verschleißerkennungssensor mit relativ geringer elektrischer Energie aktivieren und auslesen.
  • Gemäß einer anderen die Erfindung verbessernden Maßnahme wird vorgeschlagen, dass sowohl die von der drahtlosen Kommunikationseinheit empfangenen fahrdynamischen Daten des mindestens einen ITS-Sensors als auch ggf. die vom Transponder empfangenen Verschleißzustandsdaten innerhalb der radnahen elektromechanischen Bremseinheit in serielle Daten umgewandelt werden. Diese serielle Daten lassen sich per Datenbus an die zentrale Auswerteeinheit im Kraftfahrzeug übertragen, welche vorzugsweise in der EBS (elektronische Bremssteuerung) mit integriert ist. Durch diese signalverarbeitungstechnische Maßnahme kann die meist ohnehin in einem Kraftfahrzeug vorgesehene Datenbuskommunikation zwischen den Komponenten eines elektronische Bremssystems zu dem erfindungsgegenständlichen Zweck mit benutzt werden, ohne dass zusätzliche Verbindungsleitungen hierfür erforderlich sind.
  • Weitere, die Erfindung verbessernde Maßnahmen werden nachstehend gemeinsam mit der Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der einzigen Figur näher dargestellt.
  • Die Figur zeigt eine schematische Darstellung einer Einrichtung zur Reduktion der Funkdistanz bei einem ITS-Sensor.
  • Die Darstellung in der Figur ist schematisch und nicht maßstäblich.
  • Gemäß Figur ist in einem Reifen 1 eines Kraftfahrzeuges 2 ein ITS-Sensor 3 integriert. Der ITS-Sensor 3 detektiert den Reifendruck sowie die auf den Reifen 1 wirkenden äußeren Kräfte und übermittelt diese fahrdynamischen Daten per Funk an eine seitens des Kraftfahrzeuges 2 fest installierten drahtlosen Kommunikationseinheit 4.
  • Die drahtlose Kommunikationseinheit 4 seitens des Kraftfahrzeuges 2 ist hier integraler Bestandteil einer elektromechanischen Bremseinheit 5 des Kraftfahrzeuges 2. Hierdurch wird eine sehr geringe Funkdistanz zwischen dem ITS-Sensor 3 und der Kommunikationseinheit 4 erreicht. Denn die elektromechanische Bremseinheit 5 ist im Bereich der Radnabe 6 des Kraftfahrzeuges 2 angeordnet und erzeugt ausgehend von elektrischer Energie per Bremssattel für eine Bremsscheibe 8 die zur Abbremsung erforderliche Bremskraft.
  • Die drahtlose Kommunikationseinheit 4 leitet die vom ITS-Sensor 3 empfangenen fahrdynamischen Daten einer zentral im Kraftfahrzeug installierten Auswerteeinheit 9 zur Signalverarbeitung weiter. Hierbei nutzt die Kommunikationseinheit 4 eine elektrische Verbindungsleitung 10, die üblicherweise zur Ansteuerung der elektromechanischen Bremseinheit 5 per Datenbus vorgesehen ist. Die Auswerteeinheit 9 ist bei diesem Ausführungsbeispiel Bestandteil einer elektronischen Bremssteuerung des Kraftfahrzeuges 2 und ermittelt ausgehend von Bremswunsch des Fahrers sowie eingangsseitig zugeführten Sensorsignalen, die auch die fahrdynamischen Daten des ITS-Sensors 3 beinhalten, das Stellsignal für die elektromechanische Bremseinheit 5. Hierbei werden Fahrdynamikfunktionen, wie ESP, ABS (Antiblockiersystem) mit berücksichtigt.
  • In dem auf der Felge 7 montierten Reifen 1 ist neben dem ITS-Sensor 3 auch ein Verschleißerkennungssensor 11 integriert, der nach Art eines passiven Transponders ausgebildet ist und insoweit von außen her über elektromagnetische Strahlung mit der erforderlichen Betriebsenergie versorgt wird. Der Verschleißerkennungssensor 11 ist unterhalb der Lauffläche des Reifens 1 integriert und wird zerstört, sobald dieser freigefahren ist. Ein Ausfall des Verschleißerkennungssensors 11 wird steuerungstechnisch als Erreichen der Verschleißgrenze des Reifens 1 interpretiert. Der nach Art eines passiven Transponders ausgebildete Verschleißerkennungssensor 11 wird von einem ebenfalls seitens der elektromechanischen Bremseinheit 5 integrierten Transponderempfänger 12 aktiviert und ausgelesen.
  • Bei dem ITS-Sensor 3 handelt es sich in diesem Ausführungsbeispiel dagegen um ein batteriebetriebenes Funkmodul. Die im ITS-Sensor 3 integrierte Batterie ist mit ihrer Kapazität so bemessen, dass ein kontinuierlich langer Betrieb über die normale Lebensdauer des Reifens 1 sichergestellt ist. Dank der sehr geringen Funkdistanz zur Kommunikationseinheit 4 benötigt der erfindungsgemäße ITS-Sensor 3 eine recht geringe Betriebsenergie. Die Funkdistanz wird über eine Nahbereichskommunikationsverbindung sichergestellt, hier nach dem Bluetooth-Standard.
  • Die Erfindung ist nicht beschränkt auf das vorstehend beschriebene Ausführungsbeispiel. Insbesonders können auch andere geeignete Mittel zur drahtlosen Nahbereichskommunikation zwischen ITS-Sensor 3 und fahrzeugseitiger Kommunikationseinheit 4 verwendet werden.
  • 1
    Reifen
    2
    Kraftfahrzeug
    3
    ITS-Sensor
    4
    Kommunikationseinheit
    5
    Bremseinheit
    6
    Radnabe
    7
    Felge
    8
    Bremsscheibe
    9
    Auswerteeinheit
    10
    Verbindungsleitung
    11
    Verschleißerkennungssensor
    12
    Transponderempfänger
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - EP 1227944 B1 [0004]
    • - EP 1681660 A1 [0005]

Claims (10)

  1. Einrichtung zur Reduktion der Funkdistanz bei einem ITS-Sensor (3), welcher zur Erfassung von fahrdynamischen Daten in einem Reifen (1) eines Kraftfahrzeuges (2) integriert ist, und mit einer seitens des Kraftfahrzeuges (2) installierten drahtlosen Kommunikationseinheit (4) in Verbindung steht, welche die vom ITS-Sensor (3) empfangenen fahrdynamischen Daten an eine Auswerteeinheit (9) zur Signalverarbeitung weiterleitet, dadurch gekennzeichnet, dass die Kommunikationseinheit (4) Bestandteil einer ortsnah zum Reifen (1) montierten elektromechanischen Bremseinheit (5) ist.
  2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die von der Kommunikationseinheit (4) empfangenen fahrdynamischen Daten über die elektrische Verbindungsleitung (10) der elektromechanischen Bremseinheit (5) an die zentral angeordnete Auswerteeinheit (9) gelangen.
  3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung zwischen dem ITS-Sensor (3) und der drahtlosen Kommunikationseinheit (4) als eine Nahbereichskommunikationsverbindung ausgestaltet ist.
  4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Nahbereichskommunikationsverbindung ausgewählt ist aus einer Gruppe, umfassend: Bluetooth-Standard, RFID, WLAN, ZigBee.
  5. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der ITS-Sensor (3) als ein batteriebetriebenes oder mikrogeneratorbetriebenes Funkmodul ausgebildet ist.
  6. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinheit (9) Bestandteil einer elektronischen Bremssteuerung (3) des Kraftfahrzeuges (2) ist, deren ESP-Funktion die fahrdynamischen Daten des ITS-Sensors (3) als Eingangssignal nutzt.
  7. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Reifen (1) zusätzlich mindestens ein Verschleißerkennungssensor (11) integriert ist, der nach Art eines passiven Transponders ausgebildet ist.
  8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die elektromechanische Bremseinheit (5) einen Transponderempfänger (12) zum Aktivieren und Auslesen des mindestens einen Verschleißerkennungssensors (11) umfasst.
  9. Verfahren zur Reduktion der Funkdistanz bei einem ITS-Sensor (3), welcher zur Erfassung von fahrdynamischen Daten in einem Reifen (1) eines Kraftfahrzeuges (2) integriert wird, und mit einer seitens des Kraftfahrzeuges (2) installierten drahtlosen Kommunikationseinheit (4) verbunden wird, von wo aus die vom ITS-Sensor (3) empfangenen fahrdynamischen Daten an eine Auswerteeinheit (9) zur Signalverarbeitung weitergeleitet werden, dadurch gekennzeichnet, dass die fahrdynamischen Daten durch eine drahtlose Kommunikationseinheit (4) einer ortsnah zum Reifen (1) montierten elektromechanischen Bremseinheit (5) empfangen werden.
  10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die von der drahtlosen Kommunikationseinheit (4) empfangenen fahrdynamischen Daten des mindestens einen ITS-Sensors (3) in der radnahen elektromechanischen Bremseinheit (5) in serielle Daten umgewandelt werden, und über die Verbindungsleitung (10) per Datenbus an die zentrale Auswerteeinheit (9) übertragen werden.
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