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Die
Erfindung betrifft einen Wärmetauscher für ein
Kraftfahrzeug, mit einer Mehrzahl von thermoelektrischen Bauelementen
zum Erzeugen elektrischer Energie, welche im Wärmeübertragungsbereich
zwischen einem zu kühlenden Medium und einem Kühlmedium
des Wärmetauschers angeordnet sind.
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Die
WO 2007/026432 A1 beschreibt
einen als Abgasrückführungs-Kühler ausgebildeten
Wärmetauscher, in welchen thermoelektrische Bauelemente
zum Erzeugen elektrischer Energie integriert sind. Die thermoelektrischen
Bauelemente sind hierbei in einem Zwischenraum angeordnet, an welchen ein
das heiße Abgas als zu kühlendes Medium führendes
Flachrohr einerseits und ein ebenfalls flach ausgebildeter Kühlwasserkanal
andererseits angrenzen.
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Als
nachteilig bei einem derartigen Wärmetauscher ist der Umstand
anzusehen, dass eine Energieausbeute, welche mittels der thermoelektrischen
Bauelemente erzielbar ist, vergleichsweise gering ist.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es daher, einen Wärmetauscher
der eingangs genannten Art zu schaffen, welcher eine verbesserte
Energieausbeute der thermoelektrischen Bauelemente ermöglicht.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Wärmetauscher
mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen mit zweckmäßigen Weiterbildungen
der Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen
angegeben.
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Bei
dem erfindungsgemäßen Wärmetauscher für
ein Kraftfahrzeug, mit einer Mehrzahl von thermoelektrischen Bauelementen
zum Erzeugen elektrischer Energie, welche im Wärmeübertragungsbereich
zwischen einem zu kühlenden Medium und einem Kühlmedium
des Wärmetauschers angeordnet sind, sind wenigstens zwei
Gruppen der thermoelektrischen Bauelemente vorgesehen, welche in unterschiedlichen
Temperaturbereichen jeweils eine unterschiedlich hohe Effizienz
aufweisen. Mittels der je nach Temperaturbereich unterschiedlich
hohe Effizienzen aufweisenden Gruppen der thermoelektrischen Bauelemente
ist eine verbesserte Energieausbeute ermöglicht.
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Beispielsweise
kann beim Integrieren der wenigstens zwei Gruppen der thermoelektrischen Bauelemente
in einen einer Abgasrückführeinrichtung zugeordneten
Wärmetauscher für hohe Lastbereiche einer Verbrennungskraftmaschine
und mit diesen einhergehenden hohen Abgastemperaturen eine erste
Gruppe thermoelektrischer Bauelemente bereit gestellt sein. Eine
zweite Gruppe kann für niedrigere Lastbereiche der Verbrennungskraftmaschine
mit entsprechend niedrigeren Abgastemperaturen zur Verfügung
stehen und Energie mit hoher Effizienz erzeugen.
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In
einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die wenigstens
zwei Gruppen der thermoelektrischen Bauelemente in Abhängigkeit
von einem beim Betreiben des Wärmetauschers sich einstellenden
Temperaturgradienten in dem Wärmetauscher angeordnet. So
stehen auch bei im Wesentlichen konstanten Lastbedingungen entsprechend
des sich in dem Wärmetauscher einstellenden Temperaturgradienten
jeweils eine hohe Effizienz aufweisende Gruppen an thermoelektrischen
Bauelementen zur Verfügung.
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Als
weiter vorteilhaft hat es sich gezeigt, wenn die thermoelektrischen
Bauelemente zwischen einer ersten Wand eines das zu kühlende
Medium führenden Bauteils des Wärmetauschers und
einer zweiten Wand eines das Kühlmedium führenden Bauteils
des Wärmetauschers angeordnet sind. Bei dieser Art der
Unterbringung der thermoelektrischen Bauelemente behindern die thermoelektrischen
Bauelemente weder einen Massenstrom des zu kühlenden Mediums
noch des Kühlmediums. Des Weiteren ist die für
die Wärmeaufnahme und Wärmeabgabe der thermoelektrischen
Bauelemente vorzusehende Infrastruktur in dem Wärmetauscher
bereits bereitgestellt.
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Beispielsweise
steht bei einem einer Abgasrückführeinrichtung
zugeordneten Wärmetauscher bereits das Kühlwasser,
eine entsprechende Verrohrung, eine Steuerungseinrichtung und der
benötigte Bauraum zur Verfügung. Das Erzeugen
der elektrischen Energie mittels der thermoelektrischen Bauelemente
erhöht hierbei sogar die Kühlleistung des der Abgasrückführeinrichtung
zugeordneten Wärmetauschers. Des Weiteren ist durch die
flache Bauform der thermoelektrischen Bauelemente und durch deren
geringes Gewicht ein Bauraumbedarf und ein Gewicht des Wärmetauschers
im Wesentlichen gleich mit dem eines konventionellen Wärmetauschers, welcher
keine thermoelektrischen Bauelemente aufweist.
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Darüber
hinaus erhöht ein Einbauen der thermoelektrischen Bauelemente
zwischen der ersten Wand und der zweiten Wand nicht einen Abgasgegendruck
in dem der Abgasrückführeinrichtung zugeordneten
Wärmetauscher. Des Weiteren weisen die für Abgasrückführungs-Wärmetauscher
bekannten Bauformen, etwa Platten oder Rohrbündel, eine besonders
günstige Geometrie zum Integrieren der üblicherweise
flachen thermoelektrischen Bauelemente auf. Somit ist ein Fertigen
des die thermoelektrischen Bauelemente aufweisenden Wärmetauschers
vergleichsweise einfach und kostengünstig zu bewerkstelligen.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die
wenigstens zwei jeweils eine unterschiedlich hohe Effizienz aufweisenden
Gruppen der thermoelektrischen Bauelemente in Strömungsrichtung
des zu kühlenden Mediums nebeneinander angeordnet, wobei
die für den höheren Temperaturbereich die höhere
Effizienz aufweisende Gruppe näher an einer Einströmseite
eines das zu kühlende Medium führenden Bauteils
angeordnet ist.
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Ergänzend
oder alternativ kann vorgesehen sein, dass die wenigstens zwei jeweils
eine unterschiedlich hohe Effizienz aufweisenden Gruppen der thermoelektrischen
Bauelemente in Richtung eines Temperaturgradienten zwischen dem
zu kühlenden Medium und dem Kühlmedium übereinander
angeordnet sind, wobei die für den höheren Temperaturbereich
die höhere Effizienz aufweisende Gruppe näher
an dem zu kühlenden Medium angeordnet ist. Dadurch ist
für eine Vielzahl von Lastzuständen und Temperaturbereichen
eine besonders hohe Energieausbeute mittels der thermoelektrischen
Bauelemente erreichbar.
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Der
wenigstens eine Wärmetauscher, welcher die thermoelektrischen
Bauelemente aufweist, kann auch als Ladeluftkühler und/oder
als Ölkühler ausgebildet sein. Bei den beispielhaft
genannten Ausführungsformen des Wärmetauschers
ist bereits ohne dass die thermoelektrischen Bauelemente in diesen
integriert sind, also systemseitig, für eine sehr gute
Wärmeübertragung von dem zu kühlenden
Medium auf das Kühlmedium gesorgt. Beispielsweise zeichnet
sich der Wärmeübergang des Abgases auf die Kühlerwand
des das Kühlmedium führenden Bauteils des Wärmetauschers
durch eine sehr hohe Nußelt-Zahl aus. Darüber
hinaus ist auf Seiten des das Kühlmedium führenden
Bauteils bereits systemseitig ein Kühlwasseranschluss bereitgestellt.
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Weitere
Vorteile, Merkmale und Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels sowie
anhand der Zeichnungen.
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Dabei
zeigen:
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1 eine
perspektivische Ansicht eines Abgasrückführungskühlers,
welcher thermoelektrische Bauelemente zum Erzeugen elektrischer
Energie aufweist;
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2 einen
stark schematisierten Querschnitt durch den Abgasrückführungskühler
gemäß 1; und
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3 einen
stark schematisierten Längsschnitt durch den Abgasrückführungskühler
gemäß 1.
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1 zeigt
perspektivisch einen Abgasrückführungskühler 10,
welcher im Folgenden mit AGR-Kühler abgekürzt
wird, als Beispiel für einen Wärmetauscher eines
Kraftfahrzeugs. Der AGR-Kühler 10 weist einen
im Wesentlichen quaderförmigen Kühlabschnitt 12 auf,
an dessen Einströmseite eine Eintrittsleitung 14 und
an dessen Austrittsseite eine Austrittsleitung 16 angeschlossen
ist. Die Eintrittsleitung 14 und die Austrittsleitung 16 weisen jeweils
einen Flansch 18 auf, über welchen der AGR-Kühler 10 in
einen Abgasrückführungstrakt einzubinden ist.
Der Kühlabschnitt 12 weist zudem Anschlussleitungen 20 zum
Zuführen bzw. Abführen von Kühlwasser
als Kühlmedium auf.
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Das
Rückführen des mittels des AGR-Kühlers 10 gekühlten
Abgases in einen Verbrennungsraum einer vorliegend nicht gezeigten
Verbrennungskraftmaschine des Kraftfahrzeugs senkt die Verbrennungstemperatur
in dem Verbrennungsraum und führt zu einer Verringerung
an Emissionen an Stickoxiden, unverbrannten Kohlenwasserstoffen
und Ruß der Verbrennungskraftmaschine. Ein derartiger AGR-Kühler 10 ist
insbesondere für selbstzündende, mit Diesel betriebene
Verbrennungskraftmaschinen geeignet, wobei Rückführraten
von über 60% bei Direkteinspritzungssystemen möglich
sind. Demgegenüber können bei einer als Kammermotor
ausgebildeten Verbrennungskraftmaschine bis zu 40% des Abgases rückgeführt
werden. Eine homogene Dieselverbrennung ermöglicht noch
höhere Abgasrückführungsraten.
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Jedoch
auch bei Ottomotoren sind Abgasrückführungsraten
von 5 bis 10% verbreitet, je nach Gemischbildung können
auch Rückführraten von über 20% erreicht
werden, wodurch eine Verringerung des Verbrauchs von bis zu 7% und
eine Absenkung der Schadstoffemissionen von unverbrannten Kohlenwasserstoffen
und Stickoxiden von ca. 35% ermöglicht ist.
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2 zeigt
einen stark schematisierten Querschnitt durch den Kühlabschnitt 12 des AGR-Kühlers 10 gemäß 1.
Aus 2 ist erkennbar, dass der AGR-Kühler 10 ein
Gehäuse 22 mit einer Mehrzahl von darin parallel
zueinander angeordneten Abgasschächten 24 umfasst.
Die Abgasschächte 24 sind als Flachrohre ausgebildet,
welche beim Betreiben des AGR-Kühlers 10 von Kühlwasser umströmt
sind. In jedem der Abgasschächte 24 ist eine Mehrzahl
von Vortexgeneratoren 26 zum Erzeugen bzw. Aufrechterhalten
einer turbulenten Strömung des Abgases angeordnet.
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In
einem Wärmeübertragungsbereich zwischen dem Abgas
als zu kühlendem Medium und dem Kühlwasser sind
gemäß 2 eine Mehrzahl von elektrisch
leitend miteinander verbundenen thermoelektrischen Bauelementen 28 angeordnet.
Die thermoelektrischen Bauelemente 28 sind vorliegend als
flache Module ausgebildet, welche zwischen einer ersten Wand des
das Abgas führenden Bauteils, nämlich des Abgasschachts 24 und
einer zweiten Wand des das Kühlwasser führenden
Bauteils des AGR-Kühlers 10, angeordnet sind.
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Infolge
dieser Anordnung der thermoelektrischen Bauelemente 28 ist
ein Abgasgegendruck des AGR-Kühlers 10 gleich
dem eines keine thermoelektrischen Bauelemente 28 aufweisenden
AGR-Kühlers. Im Gegensatz zu einem nicht mit den thermoelektrischen
Bauelementen 28 bestückten AGR-Kühler
ist vorliegend der Zwischenraum zwischen der ersten Wand und der
zweiten Wand lediglich um bis zu 3 mm verbreitert, um die thermoelektrischen
Bauelemente 28 in dem AGR-Kühler 10 unterzubringen. Die
ebene Bauweise des als Plattenkühler ausgebildeten AGR-Kühlers 10 erlaubt
auf besonders einfache Art und Weise das Integrieren der thermoelektrischen
Bauelemente 28 in den AGR-Kühler 10.
In 2 sind des Weiteren elektrische Anschlussleitungen 30 zum
Kontaktieren der thermoelektrischen Bauelemente 28 dargestellt.
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Vorliegend
sind zwei Gruppen thermoelektrischer Bauelemente 28 vorgesehen,
welche in unterschiedlichen Temperaturbereichen jeweils eine unterschiedlich
hohe Effizienz aufweisen.
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So
haben thermoelektrische Bauelemente 28 mit der Elementpaarung
BiTe eine besonders hohe Effizienz in einem Temperaturbereich von
300 bis 350 Kelvin. Die die Elementpaarung BiTe vertretende Gruppe
kann Bi2Te3 und/oder
Mischkristalle eines BiTe, BiSe und SbTe umfassenden Systems aufweisen,
etwa der Mischkristallreihe Bi2Te3 – Bi2Se3 – Sb2Te3. Diese erste, die Elemetepaarung BiTe umfassende
Gruppe ist vorzugsweise näher an einer Austrittsseite des
AGR-Kühlers 10 angeordnet, an welcher eine Wärme
des Abgases durch das Kühlwasser vergleichsweise weit abgesenkt
ist.
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Demgegenüber
ist eine zweite Gruppe der thermoelektrischen Bauelemente 28,
welche die Elementpaarung PbTe umfasst, näher an der Einströmseite
des AGR-Kühlers 10 angeordnet. Eine PbTe-Legierung
sowie insbesondere die Elementpaarung PbTe aufweisende Mischkristalle,
welche Ag, Sb und/oder Ge enthalten können, weisen eines
besonders hohe Effizienz in einem Temperaturbereich von 550 bis
800 Kelvin auf. Diese zweite Gruppe ist vorliegend entsprechend
näher an der Einströmseite des AGR-Kühlers 10 angeordnet
als die erste, BiTe umfassende Gruppe.
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Eine
dritte Gruppe der thermoelektrischen Bauelemente 28, welche
die Elementpaarung CoSb, insbesondere die Verbindung CoSb3, umfasst, weist eine besonders hohe Effizienz
in einem Temperaturbereich von 700 bis 950 Kelvin auf. Diese dritte
Gruppe ist wiederum näher an der Einströmseite
des AGR-Kühlers 10 angeordnet als die zweite Gruppe.
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Eine
vierte Gruppe der thermoelektrischen Bauelemente 28, welche
die Elementpaarung SiGe und/oder LaTe umfasst, weist eine besonders
hohe Effizienz in einem Temperaturbereich von 800 bis über
1000 Kelvin auf. Diese vierte Gruppe kann insbesondere bei AGR-Kühlern 10 zum
Einsatz kommen, welche zum Kühlen von rückgeführtem
Abgas von Ottomotoren dienen.
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3 zeigt
schematisch den AGR-Kühler 10 im Längsschnitt
sowie ein Diagramm zum Veranschaulichen der unterschiedlichen Effizienzen
unterschiedlicher Gruppen der thermoelektrischen Bauelemente 28 in
unterschiedlichen Temperaturbereichen. Die Gruppen der thermoelektrischen
Bauelemente 28 sind in Strömungsrichtung des zu
kühlenden Mediums nebeneinander an dem AGR-Kühler 10 angeordnet.
An der Einströmseite 32 des AGR-Kühlers 10 kann
zu kühlendes Abgas eine Temperatur von rund 1.000°C
aufweisen. Hier sind die thermoelektrischen Bauelemente 28 der
vierten Gruppe angeordnet. In Richtung auf eine Ausströmseite 34 des AGR-Kühlers 10 hin
sind zunächst die thermoelektrischen Bauelemente 28 der
dritten Gruppe, dann der zweiten Gruppe angeordnet. Im Bereich der
Ausströmseite 34 sind demgegenüber bevorzugt
die thermoelektrischen Bauelemente 28 der ersten Gruppe
angeordnet, da hier der abgekühlte Abgasstrom eine Temperatur
von rund 100°C aufweist.
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Ergänzend
oder alternativ zu einem Anordnen der thermoelektrischen Bauelemente 28 in
Strömungsrichtung des zu kühlenden Mediums kann
vorgesehen sein, die für einen höheren Temperaturbereich
die höhere Effizienz aufweisende Gruppe der thermoelektrischen
Bauelemente 28 in Richtung eines Temperaturgradienten zwischen
dem Abgas und dem Kühlwasser abgasnäher anzuordnen
als thermoelektrische Bauelemente 28 der zweiten, für
den niedrigeren Temperaturbereich die höhere Effizienz aufweisenden
Gruppe.
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Eine
solche zweistufige Anordnung der thermoelektrischen Bauelemente 28,
welche schematisch eine Schichtung ”heißes Abgas/Hochtemperatur-Bauelement 28/Niedrigtemperatur-Bauelement 28/Kühlwasser” aufweist,
zeichnet sich durch einen besonders hohen Wirkungsgrad aus.
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Eine
elektrische Leistung, welche mittels der entsprechend des Temperaturgradienten
angeordneten Gruppen der thermoelektrischen Bauelemente erzeugbar
ist, ist vorliegend regelbar, indem ein Massenstrom des den AGR-Kühler 10 durchströmenden Abgases,
beispielsweise mittels einer Klappe oder dergleichen, verändert
wird. Die Gewinnung elektrischer Energie mittels der Gruppen thermoelektrischer
Bauelemente 28 entlastet infolge deren zusätzlicher
Kühlwirkung in vorteilhafter Weise den Kühlwasserkreislauf.
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Um
eine Kühlwirkung weiter zu erhöhen, kann in vorliegend
nicht näher gezeigter Art und Weise wenigstens ein Peltierelement
vorgesehen sein, welches zum Kühlen eines zu kühlenden
Mediums die von den thermoelektrischen Bauelementen 28 erzeugte
elektrische Energie nutzen kann. Beispielsweise kann das Peltierelement
zum Kühlen von Ladeluft mittels eines Ladeluftkühlers
eingesetzt werden. Hierbei wird durch aktives Beaufschlagen des Peltierelements
mit elektrischem Strom die Ladeluft zusätzlich gekühlt.
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Die
vorliegend am Beispiel des AGR-Kühlers beschriebene Anordnung
der in unterschiedlichen Temperaturbereichen jeweils unterschiedlich
hohe Effizienzen aufweisenden Gruppen der thermoelektrischen Bauelemente 28 kann
ergänzend oder alternativ zum zusätzlichen Kühlen
von Ladeluft und/oder Öl in einem entsprechenden Ladeluftkühler
und/oder Ölkühler zum Einsatz kommen.
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Da
sowohl bei Niedriglast, insbesondere jedoch bei Volllast der Verbrennungskraftmaschine
ein Massenstrom des durch den AGR-Kühler 10 geführten
Abgases mit zunehmender Drehzahl der Verbrennungskraftmaschine zunimmt,
ist das Erzeugen elektrischer Energie mittels der Gruppen thermoelektrischer
Bauelemente 28 in einer Vielzahl von Lastbereichen der
Verbrennungskraftmaschine des Kraftfahrzeugs ermöglicht.
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Eine
elektrische Leistung eines wie vorliegend beschrieben ausgebildeten
AGR-Kühlers 10 kann für einen Personenkraftwagen
im Bereich von 290 Watt liegen. Hierbei stellt sich bei einer Drehzahl von
2400 U/min und einer Last von 50% ein Massenstrom des Abgases durch
den AGR-Kühler 10 von 92 kg/h ein. Bei Eintrittstemperaturen
des Abgases an dem AGR-Kühler 10 von 550°C
und Austrittstemperaturen von 270°C und einer Wärmekapazität
des Abgases von 1,0 kJ/kg/K ergibt sich eine Wärmeleistung
als Produkt von Masse Wärmekapazität und Temperaturunterschied
von 7,2 kW. Bei einer Umwandlungseffizienz der thermoelektrischen
Bauelemente 28 von 4% führt dies zu einer mittels
der thermoelektrischen Bauelemente 28 erzeugten elektrischen
Energie von 290 W.
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Bei
einem als Nutzkraftwagen liegen bei einer Drehzahl von 1240 U/min
und einer Last von 1126 Nm entsprechend ein Abgasmassenstrom von 0,185
kg/s, Eintrittstemperaturen des Abgases am AGR-Kühler 10 von
470°C und Austrittstemperaturen von 103°C vor.
Die Temperaturdifferenz von 367 Kelvin führt hier zu einer
Wärmeleistung von 68 kW.
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Somit
ist bei dem Nutzkraftwagen mittels der thermoelektrischen Bauelemente 28 eine
elektrische Energie von 2,7 kW erzeugbar.
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Bei
einer höheren Last der Verbrennungskraftmaschine des Nutzfahrzeugs
stellen sich entsprechend höhere Eintrittstemperaturen
des Abgases ein, welche beispielsweise bei 3000 Nm an die 700°C
heranreichen können. Mittels des mit den thermoelektrischen
Bauelementen 28 bestückten AGR-Kühlers 10 sind
Austrittstemperaturen des Abgases auch für diese Last von
3000 Nm um die 100°C erreichbar. Auch die an einem Ladeluftkühler des
Nutzfahrzeugs in Abhängigkeit von der Last der Verbrennungskraftmaschine
auftretenden Temperaturen erlauben ein zusätzliches Kühlen
mittels thermoelektrischer Bauelemente 28, wodurch neben dem
Kühleffekt in vorteilhafter Weise elektrische Energie erzeugbar
ist.
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Im
Hinblick auf zunehmend höhere Anforderungen an eine Verringerung
von Schadstoffen im Abgas ist das Rückführen von
Abgas, welches mittels des AGR-Kühlers 10 kühlbar
ist, besonders vielversprechend.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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