-
Die
Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Überprüfen eines
Abgassensors und insbesondere eines NOx-Sensors für Kraftfahrzeuge
und insbesondere eines NOx-Sensors für Kraftfahrzeuge mit Diesel-Brennkraftmaschine.
-
Immer
strengere gesetzliche Vorschriften bezüglich zulässiger Schadstoffemissionen
in Kraftfahrzeugen, in denen Brennkraftmaschinen angeordnet sind,
machen es erforderlich, die Schadstoffemissionen bei einem Betrieb
der Brennkraftmaschine so gering wie möglich zu halten. Dies kann
zum einen dadurch erfolgen, dass die Schadstoffemissionen verringert
werden, die während
der Verbrennung des Luft-/Kraftstoff-Gemisches in dem jeweiligen
Zylinder der Brennkraftmaschine entstehen. Zum anderen sind in Brennkraftmaschinen
Abgasnachbehandlungssysteme im Einsatz, die die Schadstoffemissionen,
die während
des Verbrennungsprozesses des Luft-/Kraftstoff-Gemisches in dem
jeweiligen Zylinder erzeugt werden, in unschädliche Stoffe umwandeln. Zu
diesem Zweck werden Katalysatoren eingesetzt, die Kohlenmonoxid,
Kohlenwasserstoffe und Stickoxide in unschädliche Stoffe umwandeln. Sowohl
das gezielte Beeinflussen des Erzeugens der Schadstoffemissionen
während
der Verbrennung als auch das Umwandeln der Schadstoffkomponenten
mit einem hohen Wirkungsgrad durch einen Abgaskatalysator setzen
ein sehr präzise
eingestelltes Luft-/Kraftstoff-Verhältnis in dem jeweiligen Zylinder
voraus. Zur Bestimmung des Stickoxidgehalts im Abgas werden NOx-Sensoren
eingesetzt. In diesem Zusammenhang muss sichergestellt werden, dass
die Komponenten des Abgasnachbehandlungssystems auch in der gewünschten
Art und Weise über
eine lange Betriebsdauer funktionieren und Fehler zuverlässig erkannt
werden.
-
Aus
dem Fachbuch „Handbuch
Verbrennungsmotor”,
Herausgeber Richard van Basshuysen/Fred Schäfer, 2. Auflage, Juni 2002, Friedrich Vieweg & Sohn Verlagsgesellschaft
mbH Braunschweig/Wiesbaden, Seiten 589 bis 590, ist ein NOx-Sensor
auf der Basis einer ZrO2-Keramik bekannt,
der zwei Kammern aufweist. In der ersten Kammer wird durch Anlegen
eines Pumpstroms ein konstanter Partialdruck des im Abgas enthaltenen Sauerstoffs
hergestellt. Der Pumpstrom ist umgekehrt proportional zum Luft-/Kraftstoff-Verhältnis. In der
zweiten Kammer wird das im Abgas enthaltene Stickoxid durch Anlegen
eines weiteren Stroms zersetzt. Dieser Strom ist proportional zum
Stickoxidgehalt im Abgas und bildet das Messsignal des NOx-Sensors.
-
In
der
DE 199 07 947
B4 ist eine Schaltung für
einen NOx-Messaufnehmer
offenbart, der eine erste Messzelle und eine zweite Messzelle aufweist, die
mit der ersten Messzelle verbunden ist. Die Messzellen liegen in
einem Festkörperelektrolyten.
Die Schaltung weist eine erste Schaltungsanordnung auf, die unter
Abgriff einer als erste Führungsgröße dienenden
ersten Nernstspannung in der ersten Messzelle eine andere Sauerstoffkonzentration
als im zu messenden Gas einstellt. Eine zweite Schaltungsanordnung
stellt unter Abgriff einer als zweite Führungsgröße dienenden zweiten Nernstspannung in
der zweiten Messzelle eine andere Sauerstoffkonzentration als in
der ersten Messzelle ein. Eine dritte Schaltungsanordnung treibt
unter Abgriff einer als dritte Führungsgröße dienenden
dritten Nernstspannung einen Pump-Strom aus Sauerstoffionen, die aus
NOx stammen, aus der zweiten Messzelle heraus. Die notwendigen Ströme an der
NOx-Messelektrode liegen bei einigen Mikroamper für einen
Messbereich von einigen hundert PPM. Eine elektromagnetisch sichere
Integration in das Motormanagementsystem ist nur mit einer elektronischen
Ansteuerung des Sensors in seiner unmittelbaren Nähe möglich. Es
gibt zwei Möglichkeiten,
dies zu realisieren, entweder einen Standalone NOx-Sensor mit der kompletten
Ansteuerung (Heizungsregelung und Pumpstromregelung) sowie digitaler
Kommunikation zur Motorsteuerung, oder eine Auslagerung der Pumpstromregelung
bei analoger Ansteuerung.
-
Der
in der
DE 10 2006
053 842 A1 offenbarte NOx-Messaufnehmer weist zwei Messzellen
auf, wobei der ersten Messzelle das zu messende Abgas zugeführt wird
und mittels eines ersten Sauerstoffionen-Pumpstromes eine Sauerstoffkonzentration
eingestellt wird, wobei keine Zersetzung von NOX stattfinden soll.
Die zweite Messzelle ist mit der ersten Messzelle verbunden und
mittels eines zweiten Sauerstoffionen-Pumpstromes wird eine zweite
Sauerstoffkonzentration eingestellt und beide Messzellen liegen
in einem Festkörperelektrolyten.
Während
des Betriebes der Brennkraftmaschine wird die NOx-Konzentration mittels
des NOx-Messaufnehmers gemessen und überprüft, ob vorgegebene Diagnosebedingungen
erfüllt
sind.
-
Die
DE 199 56 822 A1 offenbart
ein Verfahren zur Bestimmung der NOx-Konzentration. Zur Messung
der NOx-Konzentration im Abgas einer Brennkraftmaschine wird ein
Dickschichtmessaufnehmer verwendet, der zwei Messzellen aufweist. Aus
einem in der ersten Messzelle fließenden Sauserstoffionen-Pumpstrom
wird der ¹/λ-Wert des
Abgases bestimmt, beispielsweise mittels eines Kennfeldes, und aus
diesem wird mittels einer zuvor in einer Kalibrationsmessung bestimmten
Kennlinie ein Messfeld bestimmt, mit dem die gemessene NOx-Konzentration
korrigiert werden kann.
-
Durch
Komponenten in dem Abgas kann es zu einer Kontamination des Abgassensors
kommen. Dies kann es erforderlich machen, im laufenden Betrieb der
Brennkraftmaschine eine Diagnose des Abgassensors durchzuführen.
-
Die
Aufgabe der Erfindung ist, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Überprüfen eines
Abgassensors zu schaffen, das bzw. die ein zuverlässiges Erkennen
von Fehlern des Abgassensors ermöglicht.
-
Die
Aufgabe wird gelöst
durch die Merkmale der unabhängigen
Patentansprüche.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
-
Die
Erfindung zeichnet sich aus durch ein Verfahren und eine entsprechende
Vorrichtung zum Überprüfen eines
Abgassensors. Der Abgassensor weist eine erste Kammer und eine zweite
Kammer auf, die durch eine Diffusionsbarriere voneinander getrennt
sind. Der Abgassensor weist ferner eine weitere Diffusionsbarriere
auf, die einen Gaseinlass der ersten Kammer bildet. Die erste Kammer
weist eine erste Hauptpumpelektrode auf und die zweite Kammer weist
eine Messelektrode und eine Hilfspumpelektrode auf. Der Abgassensor
weist ferner außerhalb
der ersten und der zweiten Kammer eine zweite Hauptpumpelektrode
und eine Referenzelektrode auf. Eine erste Spannung wird erfasst
zwischen der Hilfspumpelektrode und der Referenzelektrode. Abhängig von
der erfassten ersten Spannung wird ein Soll-Diagnosewert ermittelt.
Ein Messstrom wird erfasst zwischen der Messelektrode und der zweiten Hauptpumpelektrode.
Der Messstrom wird als Pumpstrom eingestellt durch Regelung einer
zweiten Spannung zwischen der Messelektrode und der Referenzelektrode
auf eine vorgegebene Spannung. Abhängig von dem erfassten Messstrom
wird ein Ist-Diagnosewert ermittelt. Abhängig von dem Soll-Diagnosewert
und dem Ist-Diagnosewert
wird auf einen Fehler des Abgassensors erkannt.
-
Der
Vorteil ist, dass Fehler des Abgassensors, insbesondere eine Kontamination
des Abgassensors und/oder eine Ablösung einer Schutzschicht von
der Messelektrode, zuverlässig
erkennbar sind. Die Kontamination des Abgassensors wird auch als Vergiftung
bezeichnet. Ferner kann das Überprüfen des
Abgassensors vorteilhaft auch bei Diesel-Brennkraftmaschinen zuverlässig erfolgen.
-
Der
Abgassensor ist insbesondere als ein NOx-Sensor ausgebildet. Der
Abgassensor kann jedoch ebenso ausgebildet sein zum Erfassen einer oder
mehr als einer anderen Komponente des Ab gases. Die erste und die
zweite Spannung sind insbesondere Nernst-Spannungen. Die erste Spannung
ist insbesondere repräsentativ
für einen
Sauerstoffgehalt in der zweiten Kammer. Insbesondere wird dazu ein
vorgegebener erster Pumpstrom eingestellt zwischen der Hilfspumpelektrode
und der Hauptpumpelektrode und die resultierende erste Spannung
ist dann abhängig
von dem Sauerstoffgehalt in der zweiten Kammer.
-
Die
vorgegebene Spannung ist insbesondere derart vorgegeben, dass durch
das Regeln der zweiten Spannung auf die vorgegebene Spannung sich
im Wesentlichen ein stöchiometrisches
Gasgemisch in einer Umgebung der Messelektrode bildet, das heißt, der
Sauerstoff aus der Umgebung der Messelektrode durch den Messstrom
derart abgepumpt wird, dass die Umgebung der Messelektrode im Wesentlichen
frei ist von Sauerstoff. Die vorgegebene Spannung beträgt beispielsweise
etwa zwischen 400 und 450 Millivolt. Die vorgegebene Spannung kann
jedoch auch einen anderen Betrag aufweisen.
-
Das Überprüfen des
Abgassensors wird insbesondere durchgeführt bei Vorliegen mindestens
einer vorgegebenen Diagnosebedingung. Die mindestens eine vorgegebene
Diagnosebedingung kann insbesondere einen vorgegebenen Betriebszustand, zum
Beispiel einen Schubbetrieb oder allgemein einen Betriebszustand
mit einer im Wesentlichen unveränderlichen
Last und dadurch einen im Wesentlichen unveränderlichen und vorgegebenen
Sauerstoffgehalt im Abgas umfassen. Die mindestens eine vorgegebene
Diagnosebedingung kann ferner insbesondere einen geringen, unterhalb
eines vorgegebenen NOx-Schwellenwerts liegenden NOx-Messwert des
Abgassensors umfassen.
-
In
einer vorteilhaften Ausgestaltung wird eine Vergiftung des Abgassensors
als Fehler erkannt, wenn eine dem Ist-Diagnosewert zugeordnete Sauerstoffkonzentration
in der zweiten Kammer um mindestens einen vorgegebenen ersten Betrag
oder Faktor geringer ist als eine dem Soll-Diagnosewert zugeordnete
Sauerstoffkonzentration in der zweiten Kammer. Insbesondere wird
die Vergiftung des Abgassensors als Fehler erkannt, wenn der Ist-Diagnosewert
um mindestens einen vorgegebenen unteren Schwellenwert kleiner ist
als der Soll-Diagnosewert. Dies hat den Vorteil, dass die Vergiftung
des Abgassensors einfach und zuverlässig erkennbar ist.
-
In
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung wird eine Ablösung einer
Schutzschicht von der Messelektrode als Fehler erkannt, wenn eine
dem Ist-Diagnosewert zugeordnete Sauerstoffkonzentration in der
zweiten Kammer um mindestens einen vorgegebenen zweiten Betrag oder
Faktor größer ist
als eine dem Soll-Diagnosewert zugeordnete Sauerstoffkonzentration
in der zweiten Kammer. Insbesondere wird die Ablösung der Schutzschicht als
Fehler erkannt, wenn der Ist-Diagnosewert um mindestens einen vorgegebenen
oberen Schwellenwert größer ist
als der Soll-Diagnosewert. Dies hat den Vorteil, dass die Ablösung der
Schutzschicht einfach und zuverlässig erkennbar
ist.
-
In
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung wird der Soll-Diagnosewert ermittelt
abhängig
von einer Multiplikation der ersten Spannung mit einem vorgegebenen
Faktor und einer Addition eines vorgegebenen Verschiebungswerts.
Der vorgegebene Faktor und der vorgegebene Verschiebungswert sind
insbesondere individuell für
den Abgassensor oder für
einen Typ oder eine Bauart des Abgassensors vorgegeben und werden
zum Beispiel abhängig
von einer Kalibrierung des Abgassensors ermittelt, die insbesondere
bei einem Hersteller des Abgassensors im Rahmen einer Herstellung
des Abgassensors durchgeführt
wird. Der Vorteil ist, dass dies einfach ist. Ferner ist der Soll-Diagnosewert
so zuverlässig
ermittelbar.
-
In
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung wird ein weiterer Pumpstrom
erfasst zwischen der ersten Hauptpumpelektrode und der zweiten Hauptpumpelektrode.
Der Soll-Diagnosewert wird ermittelt abhängig von dem erfassten weiteren
Pumpstrom. Der Vorteil ist, dass der Soll-Diagnosewert so besonders
zu verlässig
ermittelbar ist. Ferner kann das Überprüfen des Abgassensors auch dann
erfolgen, wenn der aktuelle Sauerstoffgehalt im Abgas unbekannt
ist. Das Überprüfen des
Abgassensors kann daher jeweils bei verschiedenen vorherrschenden Abgaslambdawerten
zuverlässig
erfolgen und kann insbesondere bei allen vorherrschenden Abgaslambdawerten
erfolgen. Dadurch ist das Überprüfen des Abgassensors
besonders geeignet auch für
Diesel-Brennkraftmaschinen, bei denen Abgaslambdawerte deutlich
von Eins abweichen können
und gegebenenfalls stark schwanken. Der weitere Pumpstrom ist vorzugsweise
repräsentativ
für eine
Sauerstoffkonzentration im Abgas und ist insbesondere proportional
zu der Sauerstoffkonzentration im Abgas.
-
In
diesem Zusammenhang ist es vorteilhaft, wenn der Soll-Diagnosewert
ermittelt wird abhängig von
einer Multiplikation der ersten Spannung mit einem vorgegebenen
Faktor und einer Addition eines vorgegebenen Verschiebungswerts.
Der vorgegebene Faktor und/oder der vorgegebene Verschiebungswert
werden gewählt
abhängig
von dem erfassten weiteren Pumpstrom. Der vorgegebene Faktor und der
vorgegebene Verschiebungswert sind insbesondere individuell für den Abgassensor
oder für
einen Typ oder eine Bauart des Abgassensors vorgegeben für einen
jeweils zugehörigen
Wert oder Wertebereich der weiteren Spannung. Der vorgegebene Faktor,
der vorgegebene Verschiebungswert und/oder der jeweils zugehörige Wert
oder Wertebereich des weiteren Pumpstroms werden beispielsweise
abhängig
von einem Kalibrieren des Abgassensors ermittelt. Das Kalibrieren
wird beispielsweise bei einem Hersteller des Abgassensors im Rahmen
einer Herstellung des Abgassensors durchgeführt. Der Vorteil ist, dass
dies sehr einfach ist und die Diagnose des Abgassensors so zuverlässig durchführbar ist.
Der Soll-Diagnosewert ist besonders zuverlässig ermittelbar.
-
Ausführungsbeispiele
der Erfindung sind im Folgenden anhand der schematischen Zeichnungen erläutert. Es
zeigen:
-
1 eine
Brennkraftmaschine mit einer Steuervorrichtung,
-
2 einen
Querschnitt eines Abgassensors und eine Messschaltung,
-
3 ein
Diagramm mit gegen eine erste Spannung aufgetragenen Diagnosewerten
und
-
4 ein
Ablaufdiagramm.
-
Elemente
gleicher Konstruktion oder Funktion sind figurenübergreifend mit den gleichen
Bezugszeichen versehen.
-
In 1 ist
eine Brennkraftmaschine gezeigt, mit einem Ansaugtrakt 10,
einem Motorblock 12, einem Zylinderkopf 13 und
einem Abgastrakt 14. Der Ansaugtrakt 10 umfasst
vorzugsweise eine Drosselklappe 15, einen Sammler 16,
und ein Saugrohr 17. Das Saugrohr 17 ist hin zu
einem Zylinder Z1 beim Einlasskanal in einen Brennraum 26 des
Motorblocks 12 geführt.
Der Motorblock 12 umfasst eine Kurbelwelle 18,
welche über
eine Pleuelstange 20 mit einem Kolben 21 des Zylinders
Z1 gekoppelt ist.
-
Der
Zylinderkopf 13 umfasst einen Ventiltrieb mit einem Gaseinlassventil 22 und
einem Gasauslassventil 24. Der Zylinderkopf 13 umfasst
ferner ein Einspritzventil 28 und, falls die Brennkraftmaschine zum
Beispiel als Benzin-Brennkraftmaschine ausgebildet ist, eine Zündkerze 30.
Alternativ kann das Einspritzventil 28 auch in dem Saugrohr 17 angeordnet sein.
-
In
dem Abgastrakt 14 ist ein Abgaskatalysator 32 angeordnet.
Ferner ist in dem Abgastrakt ein Katalysator 34 zur Reduktion
von NOx angeordnet.
-
Der
Brennkraftmaschine ist ferner eine Steuervorrichtung 35 zugeordnet,
der Sensoren zugeordnet sind, die verschiedene Messgrößen erfassen
und jeweils den Wert der Messgrößen ermitteln.
Die Steuervorrichtung 35 ist dazu ausgebildet, in Abhängigkeit
von mindestens einer der Messgrößen Stellgrößen zu ermitteln,
die dann in ein oder mehrere Stellsignale zum Steuern von Stellgliedern
mittels entsprechender Stellantriebe umgesetzt werden können. Die
Steuervorrichtung 35 kann auch als eine Vorrichtung zum Überprüfen eines
Abgassensors SENS ausgebildet sein oder eine solche umfassen.
-
Die
Stellglieder sind beispielsweise die Drosselklappe 15,
die Gaseinlass- und Gasauslassventile 22, 24,
das Einspritzventil 28 oder die Zündkerze 30.
-
Die
Sensoren umfassen beispielsweise einen Pedalstellungsgeber 36,
der eine Fahrpedalstellung eines Fahrpedals 38 erfasst.
Weiter weist die Brennkraftmaschine einen Luftmassensensor 40 auf, der
stromaufwärts
der Drosselklappe 15 angeordnet ist und dort einen Luftmassenstrom
erfasst. Ein Temperatursensor 42 stromaufwärts der
Drosselklappe 15 erfasst eine Ansauglufttemperatur. Ein
Saugrohrdrucksensor 44 stromabwärts der Drosselklappe 15 ist
in dem Sammler 16 angeordnet und erfasst einen Saugrohrdruck
in dem Sammler 16. Des Weiteren umfasst die Brennkraftmaschine
einen Kurbelwellenwinkelsensor 46, der einen Kurbelwellenwinkel
erfasst, dem eine Drehzahl der Brennkraftmaschine zugeordnet werden
kann.
-
Stromaufwärts des
Abgaskatalysators 32 ist eine Abgassonde 50 angeordnet,
die einen Restsauerstoffgehalt des Abgases erfasst und deren Messsignal
charakteristisch ist für
das Luft-/Kraftstoff-Verhältnis in
dem Brennraum 26 des Zylinders Z1 und stromaufwärts der
Abgassonde 50 vor einer Oxidation des Kraftstoffs. Ferner
ist eine Lambda-Sonde 52 vorgesehen, die stromabwärts des
Abgaskatalysators 32 angeordnet ist und die einen Restsauerstoffgehalt
des Abgases erfasst und deren Messsignal charakteristisch ist für das Luft-/Kraftstoff-Verhältnis in
dem Brennraum 26 des Zylinders Z1 und stromaufwärts der
Lambda-Sonde 52.
-
Die
Abgassonde 50 und die Lambda-Sonde 52 sind bevorzugt
binäre
Lambda-Sonden. Die Abgassonde 50 und/oder die Lambda-Sonde 52 können jedoch
grundsätzlich
einzeln oder zusammen auch als lineare Lambda-Sonden ausgebildet
sein.
-
Stromabwärts des
Abgaskatalysators 32 sind eine Abgassonde 53 und
der Abgassensor SENS angeordnet. Die Abgassonde 53 erfasst
einen Restsauerstoffgehalt des Abgases und deren Messsignal ist
charakteristisch für
das Luft-/Kraftstoff-Verhältnis
stromaufwärts
der Abgassonde 53. Der Abgassensor SENS erfasst insbesondere
eine NOx-Konzentration des Abgases stromaufwärts der Abgassonde 53.
Im Folgenden ist der Abgassensor SENS und ein Diagnoseverfahren
beispielhaft in Bezug auf NOx dargestellt. Entsprechend kann jedoch auch
eine oder mehr als eine andere Komponente des Abgases durch den
Abgassensor erfasst werden und kann der Abgassensor SENS in Bezug
auf diese Komponente oder diese Komponenten diagnostiziert werden.
-
Bevorzugt
umfasst der Abgassensor SENS die Abgassonde 53. Dies hat
den Vorteil, dass nur ein einziger Sensor zur Erfassung der NOx-Konzentration
und des Restsauerstoffgehalt des Abgases bereitgestellt werden muss.
Bevorzugt ist der Abgassensor SENS ausgebildet zum Abgeben eines
binären Lambdasignals.
Dies ist vorteilhaft, da das binäre Lambdasignal
sehr empfindlich bezüglich
des Restsauerstoffgehalts des Abgases ist. Der Abgassensor SENS
kann jedoch grundsätzlich
eine lineare Lambda-Sonde umfassen.
-
Je
nach Ausführungsform
der Erfindung kann eine beliebige Untermenge der genannten Sensoren
vorhanden sein oder es können
auch zusätzliche
Sensoren vorhanden sein.
-
Neben
dem Zylinder Z1 sind bevorzugt noch weitere Zylinder Z2, Z3, Z4
vorgesehen, denen ebenfalls entsprechende Stellglieder und gegebenenfalls Sensoren
zugeordnet sind.
-
Die
Brennkraftmaschine ist vorzugsweise als Diesel-Brennkraftmaschine
ausgebildet. Die Brennkraftmaschine kann jedoch ebenso anders ausgebildet
sein, zum Beispiel als Benzin-Brennkraftmaschine.
-
Bevorzugt
ist die Vorrichtung zum Überprüfen des
Abgassensors SENS in dem Abgassensor SENS selbst angeordnet. Ein
System umfassend den Abgassensor SENS und die Vorrichtung zum Überprüfen des
Abgassensors SENS kann so besonders kompakt ausgebildet sein und
kann insbesondere unabhängig
von der Steuervorrichtung 35 der Brennkraftmaschine sein.
-
2 zeigt
den Abgassensor SENS in einem Querschnitt sowie eine Messschaltung
zum Betreiben des Abgassensors SENS. Der Abgassensor SENS umfasst
einen Festkörperelektrolyten
E, der vorzugsweise aus Zirkondioxid ZrO2 gebildet
ist und in dem eine Heizung H angeordnet ist. In dem Festkörperelektrolyten
E ist ein Luftkanal ausgebildet mit einem Lufteinlass LE für eine Zufuhr
von Umgebungsluft. Ferner sind in dem Festkörperelektrolyten E eine erste
Kammer MK1 und eine zweite Kammer MK2 ausgebildet. Die erste Kammer
MK1 umfasst eine erste Hauptpumpelektrode HP1. Die zweite Kammer
MK2 umfasst eine Hilfspumpelektrode M1 und eine Messelektrode M2.
Außen
an dem Festkörperelektrolyten
E sind ferner eine zweite Hauptpumpelektrode HP2 und in dem Luftkanal
eine Referenzelektrode REF angeordnet. Die erste Kammer MK1 und
die zweite Kammer MK2 sind durch eine Diffusionsbarriere DB2 voneinander
getrennt. Eine weitere Diffusionsbarriere DB1 bildet einen Gaseinlass
für ein
Gas, dessen NOx-Gehalt ermittelt werden soll. Das Gas ist insbesondere
gebildet durch Abgas der Brennkraftmaschine. Die Diffusionsbarriere
DB2 und die weitere Diffusionsbarriere DB1 sind insbesondere durchlässig für Stickoxide
NOx. Im Allgemeinen sind die Diffusionsbarriere DB2 und die weitere
Diffusionsbarriere DB1 auch durchlässig für Sauerstoff und/oder andere
Bestandteile des Gases und sind insbesondere durchlässig für das Abgas
der Brennkraftmaschine.
-
Die
Messschaltung umfasst einen ersten Regler C1, eine erste spannungsgesteuerte
Stromquelle UI1 und vorzugsweise eine erste Konditioniereinrichtung
K1. Die Hilfspumpelektrode M1 und die Referenzelektrode REF des
Abgassensors SENS sind über
die erste Konditioniereinrichtung K1 mit einem Eingang des ersten
Reglers C1 gekoppelt zum Erfassen einer ersten Spannung V1 zwischen
der Hilfspumpelektrode M1 und der Referenzelektrode REF. Ausgangsseitig
ist der erste Regler C1 über
die erste spannungsgesteuerte Stromquelle UI1 gekoppelt mit der
zweiten Hauptpumpelektrode HP2 und der Hilfspumpelektrode M1 zum
Treiben eines ersten Pumpstroms IP1 zwischen der zweiten Hauptpumpelektrode
HP2 und der Hilfspumpelektrode M1. Der erste Regler C1 ist insbesondere
ausgebildet zum Regeln des ersten Pumpstroms IP1 abhängig von der
ersten Spannung V1. Der erste Regler C1 ist ferner bevorzugt derart
ausgebildet, dass während
des Überprüfens des
Abgassensors SENS der erste Pumpstrom IP1 auf einen vorgegebenen
Pumpstrom eingestellt oder geregelt wird, der insbesondere als konstant
vorgegeben ist.
-
Die
Messschaltung umfasst ferner einen zweiten Regler C2, eine zweite
spannungsgesteuerte Stromquelle UI2 und vorzugsweise eine zweite Konditioniereinrichtung
K2. Die Messelektrode M2 und die Referenzelektrode REF des Abgassensors SENS
sind über
die zweite Konditioniereinrichtung K2 mit einem Eingang des zweiten
Reglers C2 gekoppelt zum Erfassen einer zweiten Spannung V2 zwischen
der Messelektrode M2 und der Referenzelektrode REF. Ausgangsseitig
ist der zweite Regler C2 über
die zweite spannungsgesteuerte Stromquelle UI2 gekoppelt mit der
zweiten Hauptpumpelektrode HP2 und der Messelektrode M2 zum Treiben
eines zweiten Pumpstroms, der einen Messstrom Im bildet, zwischen
der zweiten Hauptpumpelektrode HP2 und der Messelektrode M2. Der
zweite Regler C2 ist insbesondere ausgebildet zum Regeln des zweiten
Pumpstroms, das heißt
des Messstroms Im, abhängig
von der zweiten Spannung V2. Der zweite Regler C2 ist insbesondere
ausgebildet, den Messstrom Im derart zu Regeln, dass die zweite
Spannung V2 einer vorge gebenen Spannung entspricht. Die vorgegebene
Spannung ist insbesondere derart vorgegeben, dass sich in einer
Umgebung der Messelektrode M2 ein stöchiometrisches Gasgemisch bildet,
das heißt
die Umgebung der Messelektrode M2 im Wesentlichen frei ist von Sauerstoff.
Die vorgegebene Spannung kann beispielsweise etwa zwischen 400 und
450 Millivolt betragen. Die vorgegebene Spannung kann jedoch auch
größer als
450 Millivolt oder kleiner als 400 Millivolt sein.
-
Ferner
umfasst die Messschaltung einen weiteren Regler C0, eine weitere
spannungsgesteuerte Stromquelle UI0 und vorzugsweise eine weitere Konditioniereinrichtung
K0. Die erste Hauptpumpelektrode HP1 und die Referenzelektrode REF
des Abgassensors SENS sind über
die weitere Konditioniereinrichtung K0 mit einem Eingang des weiteren Reglers
C0 gekoppelt zum Erfassen einer weiteren Spannung V0 zwischen der
ersten Hauptpumpelektrode HP1 und der Referenzelektrode REF. Ausgangsseitig
ist der weitere Regler C0 über
die weitere spannungsgesteuerte Stromquelle UI0 gekoppelt mit der
ersten und der zweiten Hauptpumpelektrode HP1, HP2 zum Treiben eines
weiteren Pumpstroms IP0 zwischen der ersten und der zweiten Hauptpumpelektrode
HP1, HP2. Der weitere Regler C0 ist insbesondere ausgebildet zum
Regeln des weiteren Pumpstroms IP0 abhängig von der weiteren Spannung
V0. Die erste Kammer MK1 bildet zusammen mit der ersten und zweiten
Hauptpumpelektrode HP1, HP2 und der Referenzelektrode REF insbesondere
eine binäre
Lambdasonde und kann insbesondere die Abgassonde 53 repräsentieren.
-
Die
Pumpströme,
also der erste, der zweite und der weitere Pumpstrom IP1, IP0, bewirken
einen Sauerstofftransport durch den Festkörperelektrolyten E, der durch
die Heizung H auf eine dafür
geeignete Temperatur aufgeheizt wird, in die jeweilige Kammer hinein
oder aus der jeweiligen Kammer hinaus. Die Spannungen, also die
erste, die zweite und die weitere Spannung V1, V2, V0, sind insbesondere Nernst-Spannungen
und sind abhängig
von den jeweiligen Sauerstoffkonzentrationen in der ersten Kammer
MK1, der zweiten Kammer MK2 und der Umgebungsluft an der Referenzelektrode
REF. Für das Überprüfen des
Abgassensors SENS werden der erste und der weitere Pumpstrom IP1,
IP0 bevorzugt derart eingestellt oder geregelt, dass in der zweiten
Kammer MK2 eine vorgegebene Sauerstoffkonzentration vorherrscht,
die insbesondere größer als Null
Teile pro eine Million ist. Der in der zweiten Kammer MK2 befindliche
Sauerstoff wirkt sich auf die erste Spannung V1 und, bei einem hinreichend
funktionsfähigen
Abgassensor SENS, auf den zweiten Pumpstrom, also den Messstrom
Im, aus.
-
Beispielsweise
ist die Messelektrode M2 mit einer Schutzschicht versehen, die für Stickoxide
NOx und Sauerstoff durchlässig
ist. Durch Kontamination der Messelektrode M2 und insbesondere der
Schutzschicht kann jedoch die Empfindlichkeit der Messelektrode
M2 für
Sauerstoff oder die Durchlässigkeit der
Schutzschicht für
Sauerstoff beeinträchtigt
sein. Die Kontamination des Abgassensors SENS wird auch als Vergiftung
bezeichnet. Durch die Vergiftung des Abgassensors SENS weicht der
Messstrom Im im Allgemeinen ab von dem für den fehlerfreien Abgassensor
SENS erwarteten Messstrom Im. Der Messstrom Im des vergifteten Abgassensors
SENS ist insbesondere zu gering.
-
Es
kann jedoch auch vorkommen, dass sich beispielsweise die Schutzschicht
von der Messelektrode M2 ablöst.
Dadurch kann im Allgemeinen mehr Sauerstoff an die Messelektrode
M2 gelangen als bei intakter Schutzschicht. Durch die Ablösung der Schutzschicht
von der Messelektrode M2 weicht der Messstrom Im im Allgemeinen
ab von dem für
den fehlerfreien Abgassensor SENS erwarteten Messstrom Im. Der Messstrom
Im ist bei abgelöster Schutzschicht
insbesondere zu groß.
-
Zum
Ausführen
der Diagnose, das heißt
des Überprüfens des
Abgassensors SENS, kann in einem Programmspeicher der Steuervorrichtung 35 ein Programm
gespeichert sein, das während
des Betriebs der Brennkraftmaschine abgearbeitet werden kann. 4 zeigt
ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zum Überprüfen des Abgassensors SENS und des
Programms. 3 zeigt ein Diagramm mit Diagnosewerten
DIAG.
-
Das
Verfahren beginnt in einem Schritt S1. Ein Schritt S2 kann vorgesehen
sein zum Überprüfen, ob
mindestens eine vorgegebene Diagnosebedingung B vorliegt. Die mindestens
eine vorgegebene Diagnosebedingung B kann insbesondere einen vorgegebenen
Betriebszustand der Brennkraftmaschine, zum Beispiel einen Schubbetrieb
oder allgemein einen Betriebszustand mit einer im Wesentlichen unveränderlichen
Last und dadurch einer im Wesentlichen unveränderlichen und vorgegebenen Sauerstoffkonzentration
im Abgas, umfassen. Die mindestens eine vorgegebene Diagnosebedingung kann
ferner insbesondere einen geringen, unterhalb eines vorgegebenen
NOx-Schwellenwerts liegenden NOx-Messwert des Abgassensors SENS
umfassen. Der vorgegebene NOx-Schwellenwert kann beispielsweise
etwa 50 Teile pro eine Million betragen. Der vorgegebene NOx-Schwellenwert
kann jedoch ebenso größer oder
kleiner sein als 50 Teile pro eine Million. Es können auch weitere oder andere
Diagnosebedingungen B vorgesehen sein. Bevorzugt herrscht der vorgegebene
Betriebszustand für
eine Dauer der Diagnose des Abgassensors SENS vor. Die Dauer beträgt beispielsweise
etwa fünf
Sekunden, kann jedoch auch länger
oder kürzer
sein.
-
Ein
Schritt S3 kann vorgesehen sein, in dem der weitere Pumpstrom IP0
erfasst wird. Der weitere Pumpstrom IP0 ist abhängig von der Sauerstoffkonzentration
in der ersten Kammer MK1 und ist vorzugsweise repräsentativ
für die
Sauerstoffkonzentration in der ersten Kammer MK1. Der weitere Pumpstrom
IP0 wird bevorzugt zu Beginn der Diagnose erfasst. Der weitere Pumpstrom
IP0 kann insbesondere auch eine Sauerstoffkonzentration des Abgases
repräsentieren.
Es kann dazu vorgesehen sein, die weitere Spannung V0 auf einen
vorgegebenen Wert zu regeln. Der Schritt S3 kann insbesondere dann
verzichtbar sein, wenn das Überprüfen des Abgassensors
SENS in einem Betriebszustand der Brennkraftmaschine durchgeführt wird,
für den
die Sauerstoffkonzentration im Abgas bekannt ist. Dies kann beispielsweise
bei Schubbetrieb der Fall sein.
-
In
einem Schritt S4 werden der erste Pumpstrom IP1 und der weitere
Pumpstrom IP0 vorgegeben. Vorzugsweise wird der erste Pumpstrom IP1
betragsmäßig verringert
vorgegeben gegenüber einem
normalen Sensorbetrieb des Abgassensors SENS außerhalb der Diagnose. In einem
Schritt S5 wird die sich einstellende erste Spannung V1 erfasst. Die
erste Spannung V1 ist abhängig
von der Sauerstoffkonzentration in der zweiten Kammer MK2 und ist
vorzugsweise repräsentativ
für die
Sauerstoffkonzentration in der zweiten Kammer MK2. Vorzugsweise
ist der erfassten ersten Spannung V1 die zugehörige Sauerstoffkonzentration
in der zweiten Kammer MK2 zugeordnet.
-
Im
Allgemeinen stellt die Sauerstoffkonzentration, die abhängig von
der ersten Spannung V1 ermittelbar ist, im Vergleich zu der abhängig von
dem Messstrom Im prinzipiell ermittelbaren Sauerstoffkonzentration
nur eine grobe Näherung
dar. Diese ist jedoch unempfindlich gegenüber Vergiftung und Ablösung der
Schutzschicht der Messelektrode M2.
-
In
einem Schritt S6 wird ein Soll-Diagnosewert SDIAG ermittelt abhängig von
der ersten Spannung V1. Ist in dem Schritt S3 der weitere Pumpstrom IP0
erfasst worden, dann wird in dem Schritt S6 bevorzugt der Soll-Diagnosewert
SDIAG ermittelt abhängig
von der ersten Spannung V1 und dem in dem Schritt S3 erfassten weiteren
Pumpstrom IP0. Beispielsweise wird in einem Schritt S6a ein vorgegebener
Faktor F und/oder ein vorgegebener Verschiebungswert O gewählt abhängig von
dem weiteren Pumpstrom IP0. Bevorzugt sind für verschiedene Werte oder Wertebereiche
des weiteren Pumpstroms IP0 der jeweils zugehörige vorgegebene Faktor F und/oder
vorgegebene Verschiebungswert O vorgegeben und gespeichert, aus
denen abhängig
von dem in dem Schritt S3 erfassten weiteren Pumpstrom IP0 ausgewählt werden
kann. Ist der weitere Pumpstrom IP0 nicht erfasst worden, dann sind
der vorgegebene Faktor F und der vorgegebene Verschiebungswert bevorzugt
unabhängig
von dem weiteren Pumpstrom IP0 fest vorgegeben, insbesondere als
Konstanten. In einem Schritt S6b wird der Soll-Diagnosewert SDIAG
beispielsweise ermittelt abhängig von
dem vorgegebenen Faktor F, der ersten Spannung V1 und dem vorgegebenen
Verschiebungswert O, zum Beispiel abhängig von einer Multiplikation
des vorgegebenen Faktors F mit der ersten Spannung V1 und einer
Addition des vorgegebenen Verschiebungswerts O: SDIAG = f(F·V1 + O)
und insbesondere: SDIAG = F·V1
+ O.
-
In 3 ist
der Soll-Diagnosewert SDIAG abhängig
von der ersten Spannung V1 als eine Kennlinie dargestellt, die insbesondere
eine Gerade ist. Der vorgegebene Faktor F und der vorgegebene Verschiebungswert
O werden vorzugsweise experimentell ermittelt und insbesondere durch
Kalibrieren. In 3 sind beispielhaft drei Kalibrierwerte
KAL dargestellt, die beispielsweise bei dem Kalibrieren des Abgassensors
SENS erfasst wurden. Das Kalibrieren erfolgt vorzugsweise in einem
Neuzustand des Abgassensors SENS und wird vorzugsweise im Rahmen
der Herstellung des Abgassensors SENS durchgeführt. Die Kennlinie ergibt sich
beispielsweise als eine Regressionsgerade abhängig von den Kalibrierwerten
KAL, aus der der vorgegebene Faktor F abhängig von deren Steigung und
der vorgegebene Verschiebungswert O einfach ermittelbar sind. Die Kalibrierwerte
KAL, die die Basis für
jeweils eine derartige Kennlinie bilden, werden bevorzugt für eine vorgegebene
Sauerstoffkonzentration in einem Gas, das für das Kalibrieren gegebenenfalls
anstatt des Abgases der Brennkraftmaschine genutzt wird, erfasst.
Durch Variation der vorgegebenen Sauerstoffkonzentration in dem
Gas können
verschiedene Kennlinien mit verschiedenen vorgegebenen Faktoren
F und/oder vorgegebenen Verschiebungswerten O gebildet werden, zwischen
denen gemäß Schritt S6a
abhängig
von dem weiteren Pumpstrom IP0 gewählt werden kann. Auf diese
Weise ist eine hohe Genauigkeit des Soll-Diagnosewerts SDIAG möglich.
-
In
einem Schritt S7 wird der Messstrom Im erfasst. In einem Schritt
S8 wird ein dem Messstrom Im zugehöriger Ist-Diagnosewert IDIAG
ermittelt. Dem Messstrom Im beziehungsweise dem Diagnosewert IDIAG
ist vorzugsweise eine zugehörige
Sauerstoffkonzentration an der Messelektrode M2 in der zweiten Kammer
MK2 zugeordnet, die jedoch beispielsweise aufgrund von Vergiftung
oder Ablösung der
Schutzschicht gegebenenfalls nicht der tatsächlichen Sauerstoffkonzentration
entspricht. In einem Schritt S9 wird überprüft, ob eine Abweichung der dem
Ist-Diagnosewert IDIAG zugeordneten Sauerstoffkonzentration von
der dem Soll-Diagnosewert SDIAG zugeordneten Sauerstoffkonzentration
vorliegt, indem beispielsweise überprüft wird,
ob eine Abweichung des Ist-Diagnosewerts IDIAG von dem Soll-Diagnosewert
SDIAG einen vorgegebenen Schwellenwert überschreitet. Ist dies nicht
der Fall, dann wird der Abgassensor SENS in einem Schritt S10 als
fehlerfrei erkannt und das Überprüfen des Abgassensors
SENS wird in einem Schritt S11 beendet.
-
Wird
in dem Schritt S9 jedoch beispielsweise festgestellt, dass der Ist-Diagnosewert
IDIAG um mehr als ein vorgegebener unterer Schwellenwert USW kleiner
ist als der Soll-Diagnosewert SDIAG, das heißt, dass die dem Ist-Diagnosewert
IDIAG zugeordnete Sauerstoffkonzentration im Vergleich zu der dem
Soll-Diagnosewert SDIAG zugeordneten Sauerstoffkonzentration zu
gering ist, dann wird in einem Schritt S12 ein erster Fehler ERR1
als Fehler ERR des Abgassensors SENS erkannt. Der erste Fehler ERR1
entspricht insbesondere der Vergiftung des Abgassensors SENS. Gegebenenfalls
wird ein entsprechender Eintrag in einem Fehlerspeicher vorgenommen
und/oder der Fehler ERR signalisiert. Das Überprüfen des Abgassensors SENS wird
in dem Schritt S11 beendet.
-
Wird
in dem Schritt S9 beispielsweise festgestellt, dass der Ist-Diagnosewert
IDIAG um mehr als ein vorgegebener oberer Schwellenwert OSW größer ist
als der Soll-Diagnosewert SDIAG, das heißt, dass die dem Ist-Diagnosewert
IDIAG zugeordnete Sauerstoffkonzentration im Vergleich zu der dem
Soll-Diagnosewert SDIAG zugeordneten Sauerstoffkonzentration zu
groß ist,
dann wird in einem Schritt S13 ein zweiter Fehler ERR2 als Fehler
ERR des Abgassensors SENS erkannt. Der erste Fehler ERR2 entspricht
insbesondere der Ablösung
der Schutzschicht von der Messelektrode M2 des Abgassensors SENS. Gegebenenfalls
wird ein entsprechender Eintrag in dem Fehlerspeicher vorgenommen
und/oder der Fehler ERR signalisiert. Das Überprüfen des Abgassensors SENS wird
in dem Schritt S11 beendet.
-
Der
Zusammenhang zwischen Diagnosewerten DIAG und zugeordneter Sauerstoffkonzentration
kann alternativ ebenso invers vorgegeben sein, das heißt, dass
beispielsweise der erste Fehler ERR1 erkannt wird, wenn in dem Schritt
S9 festgestellt wird, dass der Ist-Diagnosewert IDIAG um mehr als
der vorgegebene untere Schwellenwert USW größer ist als der Soll-Diagnosewert
SDIAG, was bedeutet, dass die dem Ist-Diagnosewert IDIAG zugeordnete
Sauerstoffkonzentration im Vergleich zu der dem Soll-Diagnosewert
SDIAG zugeordneten Sauerstoffkonzentration zu gering ist, und dass
beispielsweise der zweite Fehler ERR2 erkannt wird, wenn in dem
Schritt S9 festgestellt wird, dass der Ist-Diagnosewert IDIAG um
mehr als der vorgegebene obere Schwellenwert OSW kleiner ist als
der Soll-Diagnosewert SDIAG, was bedeutet, dass die dem Ist-Diagnosewert
IDIAG zugeordnete Sauerstoffkonzentration im Vergleich zu der dem
Soll-Diagnosewert SDIAG zugeordneten Sauerstoffkonzentration zu
groß ist.
-
- 10
- Ansaugtrakt
- 12
- Motorblock
- 13
- Zylinderkopf
- 14
- Abgastrakt
- 15
- Drosselklappe
- 16
- Sammler
- 17
- Saugrohr
- 18
- Kurbelwelle
- 20
- Pleuelstange
- 21
- Kolben
- 22
- Gaseinlassventil
- 24
- Gasauslassventil
- 26
- Brennraum
- 28
- Einspritzventil
- 30
- Zündkerze
- 32
- Abgaskatalysator
- 34
- Katalysator
zur Reduktion von NOx
- 35
- Steuervorrichtung
- 36
- Pedalstellungsgeber
- 38
- Fahrpedal
- 40
- Luftmassensensor
- 42
- Temperatursensor
- 44
- Saugrohrdrucksensor
- 46
- Kurbelwellenwinkelsensor
- 50
- Abgassonde
- 52
- Lambdasonde
- 53
- Abgassonde
- B
- vorgegebene
Diagnosebedingung
- C0
- weiterer
Regler
- C1
- erster
Regler
- C2
- zweiter
Regler
- DB1
- weitere
Diffusionsbarriere
- DB2
- Diffusionsbarriere
- DIAG
- Diagnosewert
- E
- Festkörperelektrolyt
- ERR
- Fehler
- ERR1
- erster
Fehler
- ERR2
- zweiter
Fehler
- F
- Faktor
- H
- Heizung
- HP1
- erste
Hauptpumpelektrode
- HP2
- zweite
Hauptpumpelektrode
- IDIAG
- Ist-Diagnosewert
- Im
- Messstrom
- IP0
- weiterer
Pumpstrom
- IP1
- erster
Pumpstrom
- K0
- weitere
Konditioniereinrichtung
- K1
- erste
Konditioniereinrichtung
- K2
- zweite
Konditioniereinrichtung
- KAL
- Kalibrierwert
- LE
- Lufteinlass
- M1
- Hilfspumpelektrode
- M2
- Messelektrode
- MK1
- erste
Kammer
- MK2
- zweite
Kammer
- O
- Verschiebungswert
- OSW
- vorgegebener
oberer Schwellenwert
- REF
- Referenzelektrode
- S1-S
- Schritt
- SDIAG
- Soll-Diagnosewert
- SENS
- Abgassensor
- UI0
- weitere
spannungsgesteuerte Stromquelle
- UI1
- erste
spannungsgesteuerte Stromquelle
- UI2
- zweite
spannungsgesteuerte Stromquelle
- USW
- vorgegebener
unterer Schwellenwert
- V0
- weitere
Spannung
- V1
- erste
Spannung
- V2
- zweite
Spannung
- Z1–Z4
- Zylinder