DE102008037486B4 - Entfernungsmessgerät - Google Patents
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Abstract
Entfernungsmessgerät (10), wie Laserentfernungsmessgerät, umfassend ein flachquaderförmiges Gehäuse (12) mit in diesem vorhandener Strahlungssende- und - empfangseinrichtung, einen Auslöser (28) zum Aussenden der Strahlung, wobei eine erste Wandung des Gehäuses eine Strahlenaustritts- und -eintrittsöffnung (24) aufweist und gegenüberliegende Wandung bzw. deren Außenfläche (13) eine Anschlagfläche bzw. Anschlagkante bildet, wobei senkrecht zu der ersten Wandung Flachseiten (20, 22) und Querseiten (16, 18) verlaufen und wobei beispielsweise in einem der Flachseiten ein Bedienfeld (26) vorhanden ist, dadurch gekennzeichnet, dass von dem Gehäuse (12) eine zu diesem verstellbare und seitlich von dem Gehäuse erfassbare Handhabe (32) ausgeht, dass die Handhabe (32) um eine senkrecht die Flachseiten (20, 22) durchsetzende Achse (34) schwenkbar ist, wobei die Handhabe (32) in Längsrichtung des Gehäuses verschiebbar und sodann verschwenkbar ist.
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf ein Entfernungsmessgerät, wie Laserentfernungsmessgerät, umfassend ein Gehäuse mit in diesem vorhandener Strahlungssende- und -empfangseinrichtung, einen Auslöser zum Aussenden der Strahlung und ein Bedienfeld, wobei eine erste Wandung des Gehäuses eine Strahlenaustritts- und -eintrittsöffnung aufweist und gegenüberliegende Wandung bzw. deren Außenfläche eine Anschlagfläche bzw. Anschlagkante bildet, und senkrecht zu der ersten Wandung Flachseiten und Querseiten verlaufen.
- Entsprechende Entfernungsmessgeräte werden zum Messen von Entfernungen benutzt. Hierzu dient üblicherweise die der Strahlenaustritts- bzw. -eintrittsöffnung gegenüberliegende Begrenzungswandung des Gehäuses als Gehäuseabstützung, um eine Messung durchzuführen.
- Häufig werden Messungen von Wand zu Wand vorgenommen, bei denen der Benutzer seitlich zum Gerät steht und das Geräteende an die Wand hält. Aufgrund dieser Positionierung ist der Benutzer gezwungen, das Gerät in einer ergonomisch schwierigen Stellung zwischen Handfläche und Daumen zu bedienen.
- Aus der
ist ein Entfernungsmessgerät bekannt, mit dem die Möglichkeit besteht, einen gewünschten Schwenkwinkel zwischen zwei oder mehreren gemessenen Strecken zu erfassen. Hierzu wird das Gehäuse auf ein Stativ befestigt. Das Gehäuse ist sodann um eine durch das Stativ vorgegebene Achse schwenkbar.WO 01/75396 A1 - Der
ist ein Entfernungsmessgerät zu entnehmen, das einen zu dem Gehäuse des Messgerätes verstellbaren Messanschlagskörper aufweist, um unterschiedliche Messarten der Entfernungsmessung durchführen zu können.WO 2005/038406 A1 - Ein Laserentfernungsmessgerät nach der
DE 100 63 483 A1 sieht einen entlang einer Längsseite des Gehäuses verstellbaren Justierstab vor, um eine exakte Ausrichtung des Gehäuses zu ermöglichen. - Der
US 5 949 529 A ist ein laserbasiertes Überwachungssystem mit Kompass zu entnehmen. - Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Entfernungsmessgerät der eingangs genannten Art so weiterzubilden, dass eine einfache Handhabbarkeit möglich ist, insbesondere das Gerät ergonomisch einfach und sicher zu handhaben ist.
- Zur Lösung der Aufgabe sieht die Erfindung im Wesentlichen vor, dass von dem Gehäuse eine zu diesem verstellbare und seitlich von dem Gehäuse erfassbare Handhabe ausgeht, dass die Handhabe um eine senkrecht die Flachseiten durchsetzende Achse schwenkbar ist, wobei die Handhabe in Längsrichtung des Gehäuses verschiebbar und sodann verschwenkbar ist.
- Es besteht auch die Möglichkeit, dass die Handhabe von dem Gehäuse abziehbar und in unterschiedlichen Positionen auf das Gehäuse aufsteckbar ist.
- Vorzugsweise weist die Handhabe eine U-Geometrie mit entlang den Flachseiten sich erstreckenden Flachschenkeln und einen diese verbindenden und sich in unverschwenkter Stellung der Handhabe entlang einer der Wandungen erstreckenden Querschenkel auf. Dabei sollte die Handhabe in unverschwenkter bzw. unumgesteckter Position mit ihrem Querschenkel sich entlang der die Anschlagfläche bzw. -kante bildenden Wandung erstrecken.
- Eine hervorzuhebende Ausführungsform sieht vor, dass die die Anschlagfläche bzw. -kante bildende Wandung vorzugsweise rippenartige Vorsprünge aufweist, deren freien Außenflächen eine die Anschlagfläche bzw. -kante bildende Ebene aufspannt.
- Ferner kann der Querschenkel der Handhabe den Vorsprüngen angepasste Aussparungen wie Schlitze aufweisen. Diese sollten von den Vorsprüngen bei sich in Grundstellung befindlicher Handhabe derart durchsetzt werden, dass deren freien Außenflächen die Anschlagfläche bzw. -kante bilden.
- Durch die erfindungsgemäße Konstruktion wird durch die Handhabe das Gehäuse merklich nicht vergrößert. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, die Handhabe zu beiden Seiten der Querseiten zu verschwenken bzw. umzustecken, also im und entgegen dem Uhrzeigersinn.
- Dabei sollte der Querschenkel insbesondere parallel zu den Flachschenkeln eine U-Geometrie mit zwischen den Längsrändern der Flachschenkel verlaufenden Abschnitten aufweisen, die sich in Grundstellung der Handhabe entlang der Querseiten des Gehäuses erstrecken. Ferner sollten die Abschnitte in geometrisch angepasste zurückversetzte Bereiche, quasi also Ausklinkungen des Gehäuses eingreifen. Hierdurch ist eine Unverrückbarkeit gegeben, die dann aufgehoben wird, wenn die Handhabe in Längsrichtung des Gehäuses verstellt wird, so dass anschließend ein Verschwenken ermöglicht wird. Gleichzeitig ergibt sich der Vorteil, dass ein zusätzlicher Schutz der Strahlungsaustritts- und Eintrittsöffnung erfolgt, ohne dass diese optisch abgedeckt wird.
- In besonders hervorzuhebender Ausgestaltung ist vorgesehen, dass von der Handhabe der Auslöser ausgeht. Somit wird die Bedienbarkeit zusätzlich erhöht. Auch besteht die Möglichkeit, das Bedienfeld selbst in der Handhabe zu integrieren. Der Auslöser kann auch ein Bereich des Bedienfeldes sein.
- Ferner besteht die Möglichkeit, die Handhabe derart auf das Gehäuse auszurichten, dass die Strahleintritts- bzw. -austrittsöffnung abgedeckt ist, um diese also zu schützen.
- Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich nicht nur aus den Ansprüchen, den diesen zu entnehmenden Merkmalen -für sich und/oder in Kombination-, sondern auch aus der nachfolgenden Beschreibung von der Zeichnung zu entnehmenden bevorzugten Ausführungsbeispielen.
- Es zeigen:
-
1 ein Entfernungsmessgerät in einer ersten perspektivischen Darstellung, -
2 das Entfernungsmessgerät nach1 in einer zweiten perspektivischen Darstellung, -
3 das Entfernungsmessgerät nach den1 und2 mit einer teilweise verschwenkten Handhabe und -
4 das Entfernungsmessgerät nach den1 bis3 mit der um 90° verschwenkten Handhabe. - In den Figuren ist rein prinzipiell ein Entfernungsmessgerät 10 insbesondere in Form eines Laserentfernungsmessgerätes dargestellt, das ein quaderförmiges Gehäuse 12 mit einer ersten Stirnfläche 13 als Anschlagfläche oder -kante, eine gegenüberliegende Stirnfläche 14, Querseitenflächen 16, 18 sowie Längsseitenflächen 20, 22 aufweist. Die Stirnfläche 14 bzw. die von dieser außenseitig begrenzte Wandung wird von einer Laserstrahlaustritts- und -eintrittsöffnung 24 durchsetzt, über die der Messstrahl emittiert und nach Reflexion empfangen wird. Die gegenüberliegende Stirnfläche 13 weist im Ausführungsbeispiel rippenförmige Vorsprünge 15, 17, 19 auf, die eine Fläche aufspannen, die die Anschlagfläche bzw. -kante bildet.
- Von der oberen Seitenfläche 20 geht ein Bedienfeld 26 aus, um mittels einer in dem Gehäuse vorhandenen Recheneinheit Messsignale auszuwerten und numerisch darzustellen. Hierzu befindet sich auf der Vorderseitenfläche 20 ein Display 30, auf dem die Messwerte angezeigt werden.
- Des Weiteren befinden sich in dem Gehäuse eine Laserdiode und eine Optik, um die von der Laserdiode emittierte Strahlung im gewünschten Umfang zu bündeln. Ferner ist ein Empfänger wie opto-elektronischer Wandler vorhanden, der die reflektierte Strahlung empfängt. Insoweit wird jedoch auf übliche Konstruktionen von Entfernungsmessgeräten verwiesen, die nicht zwingend mit Laserstrahlung, sondern auch mit Infrarotstrahlung oder Ultraschall arbeiten können.
- Abweichend von bekannten Entfernungsmessgeräten weist das erfindungsgemäße Messgerät 10 eine Handhabe 32 auf, die sowohl in Längsrichtung des Gehäuses 12 verschiebbar als auch um eine senkrecht die Seitenflächen 20, 22 durchsetzende Achse 34 schwenkbar ist. Auch besteht die Möglichkeit, die Handhabe 32 abzuziehen, d. h. vom Messgerät 10 zu lösen und in einer anderen Position aufzustecken, z. B. in einer um 90° zur Längsachse des Gerätegehäuses 12 abweichenden Stellung.
- Die im Längsschnitt eine U-förmige Geometrie aufweisende Handhabe 32 weist zwei Flachschenkel 36, 38 auf, die in ihrer jeweiligen Breitenerstreckung der Breite der Flachseiten 20, 22 entsprechen sollte.
- Der die Flachschenkel 36, 38 verbindende Querschenkel 40 weist in einer parallel zu den Flachschenkeln 36, 38 verlaufenden Ebene gleichfalls eine U-Geometrie auf, umfasst folglich die Längsränder der die Seitenschenkel 36, 38 verbindenden Abschnitte 42, 44, die in der Grundstellung der Handhabe 32, wie diese in der
1 dargestellt ist, in entsprechende Ausklinkungen 46, 48 der die Querseiten 16, 18 bildenden Wandungen eingreifen. - Somit stellt die Handhabe 32 in der Grundposition quasi einen integralen Bestandteil des Gehäuses 12 dar, ohne dass dieses volumenmäßig merklich vergrößert wird.
- Der Querschenkel 40 weist des Weiteren streifenförmige Durchbrechungen 41, 43, 45 auf, die in der Grundposition der Handhabe 32 von den rippenförmigen Vorsprüngen 15, 17, 19 derart durchsetzt werden, dass die Außenfläche des Querschenkels 40 entweder fluchtend zu den die Anschlagfläche bzw. -kante bildenden freien äußeren Flächen der Vorsprünge 15, 17, 19 verläuft oder gegenüber diesen zurückversetzt sind.
- Um das in Längsrichtung des Gehäuses 12 erfolgende Verschieben und sodann Verschwenken der Handhabe 32 zu ermöglichen, verlaufen entlang der Längsseitenflächen 20, 22 des Gehäuses 12 langgestreckte flache Halterungen 48, die miteinander verbunden und um die Achse 34 schwenkbar sind. Von den Halterungen 48 gehen sodann die Flachschenkel 36, 38 aus. Hierzu weisen die Flachschenkel 36, 38 an die Halterungen 48 angepasste Aussparungen 50 auf, deren Innenränder in entsprechende Längsnuten der Halterungen 48 eingreifen. Die Halterungen 48 bilden somit eine Führung für die Handhabe 32 zu dessen Längsverschiebung. So ist in
1 die Handhabe 32 in ihrer Grundposition dargestellt, wohingegen in der2 die Handhabe 32 axial derart verschoben ist, dass die Abschnitte 42, 44 in Ausgriff mit den Ausklinkungen bzw. Aussparungen 46, 48 des Gehäuses 12 gelangen und die Handhabe 32 freigeben, damit diese verschwenkt werden kann (3 und4 ). - Von der bedienfeldseitigen und in den Figuren dargestellten Halterung 48 der Handhabe 32 geht ferner ein Druckschalter 28 oder ein sonstiger Schalter zum An- und Ausschalten des Gerätes 10 bzw. zum Auslösen der Messung aus, so dass ein Mitschwenken mit der Handhabe 32 erfolgt. Selbstverständlich kann der Schalter 28 auch von der Gehäuseoberfläche ausgehen bzw. im Bedienerfeld 26 integriert sein.
- Des Weiteren ergibt sich aus der zeichnerischen Darstellung, dass der entlang der Frontseite 20 verlaufende Flachschenkel 36 der Handhabe 32 eine Aussparung für das Bedienfeld 26 aufweist.
Claims (12)
- Entfernungsmessgerät (10), wie Laserentfernungsmessgerät, umfassend ein flachquaderförmiges Gehäuse (12) mit in diesem vorhandener Strahlungssende- und - empfangseinrichtung, einen Auslöser (28) zum Aussenden der Strahlung, wobei eine erste Wandung des Gehäuses eine Strahlenaustritts- und -eintrittsöffnung (24) aufweist und gegenüberliegende Wandung bzw. deren Außenfläche (13) eine Anschlagfläche bzw. Anschlagkante bildet, wobei senkrecht zu der ersten Wandung Flachseiten (20, 22) und Querseiten (16, 18) verlaufen und wobei beispielsweise in einem der Flachseiten ein Bedienfeld (26) vorhanden ist, dadurch gekennzeichnet, dass von dem Gehäuse (12) eine zu diesem verstellbare und seitlich von dem Gehäuse erfassbare Handhabe (32) ausgeht, dass die Handhabe (32) um eine senkrecht die Flachseiten (20, 22) durchsetzende Achse (34) schwenkbar ist, wobei die Handhabe (32) in Längsrichtung des Gehäuses verschiebbar und sodann verschwenkbar ist.
- Entfernungsmessgerät nach
Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Handhabe (32) von dem Gehäuse (12) abziehbar und in unterschiedlichen Positionen auf das Gehäuse aufsteckbar ist. - Entfernungsmessgerät nach
Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Handhabe (32) eine U-Geometrie mit entlang den Flachseiten (20, 22) sich erstreckenden Flachschenkeln (36, 38) und einem diese verbindenden und sich in unverschwenkter Stellung der Handhabe entlang einer der Wandungen erstreckenden Querschenkel (40) aufweist. - Entfernungsmessgerät nach
Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Handhabe in unverschwenkter bzw. unumgesteckter Position mit ihrem Querschenkel (40) sich entlang der die Anschlagfläche bzw. -kante bildenden Wandung erstreckt. - Entfernungsmessgerät nach
Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagfläche bzw. -kante bildende Wandung vorzugsweise rippenartige Vorsprünge (15, 17, 19) aufweist, deren freien Außenflächen eine die Anschlagfläche bzw. -kante bildende Ebene aufspannen. - Entfernungsmessgerät nach
Anspruch 5 , dadurch gekennzeichnet, dass der Querschenkel (40) der Handhabe (32) den Vorsprüngen (15, 17, 19) angepasste Aussparungen (41, 43, 45), wie Schlitze, aufweist. - Entfernungsmessgerät nach
Anspruch 6 , dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge (15, 17, 19) bei sich in Grundstellung befindlicher Handhabe (32) die Aussparungen (41, 43, 45) derart durchsetzen, dass deren freien Außenflächen die Anschlagfläche bzw. -kante bilden. - Entfernungsmessgerät nach
Anspruch 3 , dadurch gekennzeichnet, dass Breitenerstreckung des Flachschenkels (36, 38) der Handhabe (32) gleich oder in etwa gleich Breite der Flachseite (20, 22) des Gehäuses (12) ist. - Entfernungsmessgerät nach
Anspruch 3 , dadurch gekennzeichnet, dass der Querschenkel (40) parallel zu den Flachschenkeln (36, 38) eine U-Geometrie mit zwischen den Längsrändern der Flachschenkel verlaufenden Abschnitten (42, 44) aufweist, die sich in Grundstellung der Handhabe (32) entlang der Querseiten (16, 18) des Gehäuses (12) erstrecken. - Entfernungsmessgerät nach
Anspruch 9 , dadurch gekennzeichnet, dass die Abschnitte in geometrisch angepasste Bereiche (46, 48) des Gehäuses (12) eingreifen. - Entfernungsmessgerät nach
Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass von der Handhabe der Auslöser (28) wie Druckschalter ausgeht. - Entfernungsmessgerät nach
Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass von der Handhabe das Bedienfeld (26) ausgeht.
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