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DE102008037428A1 - Quecksilber-Ionengas-Standarderzeuger für ein kontinuierliches Emissionsüberwachungssystem - Google Patents

Quecksilber-Ionengas-Standarderzeuger für ein kontinuierliches Emissionsüberwachungssystem Download PDF

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DE102008037428A1
DE102008037428A1 DE102008037428A DE102008037428A DE102008037428A1 DE 102008037428 A1 DE102008037428 A1 DE 102008037428A1 DE 102008037428 A DE102008037428 A DE 102008037428A DE 102008037428 A DE102008037428 A DE 102008037428A DE 102008037428 A1 DE102008037428 A1 DE 102008037428A1
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gas
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aqueous
standard generator
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Application number
DE102008037428A
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English (en)
Inventor
Mark Holt
William Eberhardt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
General Electric Co
Original Assignee
General Electric Co
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Publication date
Application filed by General Electric Co filed Critical General Electric Co
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Ceased legal-status Critical Current

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    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D53/00Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols
    • B01D53/34Chemical or biological purification of waste gases
    • B01D53/46Removing components of defined structure
    • B01D53/64Heavy metals or compounds thereof, e.g. mercury
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
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Abstract

silbergases zur Verwendung bei der kontinuierlichen Emissionsüberwachung von Rauchgas- und Abgasströmen beschrieben. Der Quecksilber-Ionengas-Standarderzeuger nutzt insbesondere einen Behälter (110), der mit einer inerten siliziumbasierten Beschichtung (120) beschichtet ist, um eine Menge einer wässrigen ionischen Quecksilberlösung (130) zu einem Flüssigkeitsmengenflussregler (210) und einem Verdampfer (310) zu befördern.

Description

  • HINTERGRUND ZU DER ERFINDUNG
  • Diese Erfindung betrifft allgemein einen Quecksilber-Ionengas-Standarderzeuger zur Verwendung bei der kontinuierlichen Emissionsüberwachung von Rauchgas-Abgasströmen. Insbesondere betrifft die vorliegende Offenbarung die Verwendung eines Behälters, der mit einer inerten siliziumbasierten Beschichtung überzogen ist, zur Überführung einer Menge einer wässrigen ionischen Quecksilberlösung zu einem Flüssigkeitsmengendurchflussregler und Verdampfer zur Erzeugung eines ionischen Standard-Quecksilbergases (kurz: Quecksilber-Ionengas-Standard).
  • Die United States Environmental Protection Agency (EPA, Organisation der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika zum Schutz der Umwelt) identifiziert als Quellen für Emissionen von Quecksilber (Hg) in den USA Kraftwerkkessel, Müllverbrennungsanlagen, die quecksilberhaltige (komunale und medizinische) Abfälle verbrennen, Kohle befeuerte industrielle Boiler bzw. Kessel und Zementöfen, die Kohle basierte Brennstoffe verbrennen. Eine besonders erhebliche Quelle für Quecksilberemissionen stellen Kohle befeuerte Kraftwerksanlagen dar.
  • Um die Emissionen aus einer bestimmten Quelle zu quantifizieren, wird für Quecksilber ein kontinuierliches Emissionsüberwachungssystem (CEMS, Continuous Emissions Monitoring System) eingesetzt. Es gibt drei Formen von Quecksilber in Rauchgas-Abgasströmen einer Kohle befeuerten Kraftwerksanlage, die durch ein CEMS überwacht werden können. Diese Formen sind gasförmiges elementares Quecksilber, gasförmiges oxidiertes Quecksilber und teilchengebundenes Quecksilber, das entweder elementarisch oder oxidiert ist, bei Schornsteinrauchgastemperaturen oberhalb von 200°F.
  • Derzeitige kontinuierliche Emissionsüberwachungssysteme für Quecksilber, die eine flüssige Quecksilberchlorid-Standardlösung verwenden, setzen eine auch als Schlauchradpumpe bezeichnete Peristaltikpumpe ein, um das Quecksilberchlorid zu einem Flüssigkeitsmassendurchflussregler und einem Verdampfer zu befördern. Diese Systeme sind schwierig einzusetzen, da bei den peristaltischen Pumpen zahlreiche Probleme, wie beispielsweise ein Defekt oder Ausfall des Schlauchs, auftreten können. In vielen Fällen kann beispielsweise der Schlauch der Peristaltikpumpe verstopft oder blockiert werden, was zu Ungleichmäßigkeit bei der Zuführung der Quecksilberchlorid-Flüssigkeitsstandardlösung zu dem Flüssigkeitsmassendurchflussregler führen kann. Dies kann Ungenauigkeiten bei den Messungen herbeiführen, da die effiziente Vermischung von Quecksilberchlorid mit dem Trägergas (z. B. Luft oder Stickstoff) bedenklich sein kann.
  • Zusätzlich kann das Schlauchmaterial der Peristaltikpumpe reißen, was eine teure Instandsetzung erfordert. Darüber hinaus kann ein gerissener Schlauch einen Verschleiß und ein Reißen an dem Pumpenmotor selbst hervorrufen, was eine zusätzliche Instandsetzung erfordert.
  • An sich besteht in der Technik ein Bedarf an der Entwicklung einer zuverlässigen und genauen Technologie, die in der Lage ist, den in einem Rauchgas-Abgasstrom emittierten Quecksilberanteil zu messen. Insbesondere besteht ein Bedarf nach einer alternativen Einrichtung zur Beförderung der Quecksil berchlorid-Standardflüssigkeitslösung zu dem Flüssigkeitsmassendurchflussregler und Verdampfer ohne Verwendung der Peristaltikpumpe. Es wäre vorteilhaft, wenn die Einrichtung eine verbesserte Genauigkeit bei der Messung von Quecksilberanteilen ergeben könnte und keine aufwendigen Wartungsmaßnahmen, wie diejenigen für Systeme, die Peristaltikpumpen verwenden, erfordern würde.
  • KURZBESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
  • Die vorliegende Offenbarung betrifft einen Quecksilber-Ionengas-Standarderzeuger, der einen Behälter, der mit einer inerten siliziumbasierten Beschichtung überzogen ist, zur Beförderung einer Menge einer wässrigen ionischen Quecksilberlösung zu einem Flüssigkeitsmengendurchflussregler und Verdampfer enthält. Nachdem die wässrige ionische Quecksilberlösung erhitzt und mit einem unter Druck gesetzten Trägergas (z. B. Luft oder Stickstoff) zerstäubt worden ist, kann die zerstäubte Standardmaterie in eine erhitzte Leitung, die mit einem Abgasschornstein in Strömungsverbindung steht, zur Analyse hinein getrieben werden. Der mit der inerten siliziumbasierten Beschichtung beschichtete Behälter des Quecksilber-Ionengas-Standarderzeugers gemäß der vorliegenden Erfindung kann den Bedarf nach der Peristaltikpumpe verdrängen, wie sie herkömmlich in Vorrichtungen dieser Erzeugerart verwendet wird und bei der man festgestellt hat, dass sie zahlreiche Betriebs- und Instandhaltungsprobleme hervorruft.
  • An sich ist die vorliegende Offenbarung auf einen verbesserten Standard-Quecksilber-Ionengas-Erzeuger zur Verwendung in einem kontinuierlichen Emissionsüberwachungssystem gerichtet. Der Quecksilber-Ionengas-Standarderzeuger weist einen mit einer inerten siliziumbasierten Beschichtung beschichteten Behälter, einen Flüssigkeitsdurchflussregler und einen Verdamp fer auf. Zusätzlich zu der inerten siliziumbasierten Beschichtung weist der Behälter ferner eine wässrige ionische Quecksilberlösung auf. Der Flüssigkeitsmengendurchflussregler weist einen wässrigen Stabilisator auf.
  • Die vorliegende Offenbarung ist ferner auf einen Quecksilber-Ionengas-Standarderzeuger gerichtet, der aufweist: einen Behälter, der eine an diesem aufgebrachte inerte siliziumbasierte Beschichtung aufweist, wobei der Behälter ferner darin eine wässrige Quecksilberchloridlösung und ein erstes unter Druck gesetztes Gas aufweist; einen Flüssigkeitsmengendurchflussregler, der ein wässriges Stabilisierungsmittel und ein zweites unter Druck stehendes Gas aufweist; und einen Verdampfer.
  • Die vorliegende Offenbarung ist außerdem auf ein Verfahren zur Verwendung des Quecksilber-Ionengas-Standarderzeugers zur Erzeugung eines Standard-Quecksilber-Ionengases zur Verwendung mit einem kontinuierlichen Emissionsüberwachungssystem gerichtet. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung in einer Ausführungsform ein Verfahren zur Erzeugung eines Standard-Quecksilber-Ionengases, wobei das Verfahren aufweist: Einleiten eines ersten unter Druck gesetzten Gases in einen Behälter, wobei der Behälter eine inerte siliziumbasierte Beschichtung und eine wässrige ionische Quecksilberlösung aufweist, um die wässrige ionische Quecksilberlösung in einen Flüssigkeitsmengendurchflussregler zu drängen; Einleiten eines zweiten unter Druck gesetzten Gases in den Flüssigkeitsmengendurchflussregler, der die wässrige ionische Quecksilberlösung aufweist, um das zweite unter Druck gesetzte Gas und die wässrige ionische Quecksilberlösung in einen Verdampfer zu treiben; und Erhitzung und Zerstäubung des zweiten unter Druck gesetzten Gases und der wässrigen ionischen Quecksilberlösung in dem Ver dampfer, um erhitzte zerstäubte Flüssigkeitströpfchen zu erzeugen.
  • Weitere Aufgaben und Merkmale erschließen sich anschließend und sind zum Teil hier nachfolgend explizit angegeben.
  • KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • 1 zeigt eine schematisierte Darstellung eines Quecksilber-Ionengas-Standarderzeugers gemäß der vorliegenden Erfindung zur Erzeugung eines ionischen Standard-Quecksilbergases.
  • DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
  • Die vorliegende Offenbarung betrifft allgemein die Verwendung eines verbesserten Quecksilber-Ionengas-Standarderzeugers zur Verwendung mit der kontinuierlichen Emissionsüberwachung von Quecksilber in Rauchgas-Abgasströmen. Insbesondere betrifft die vorliegende Offenbarung die Verwendung eines Behälters, der mit einer inerten siliziumbasierten Beschichtung überzogen ist, zur Beförderung einer Menge einer wässrigen ionischen Quecksilberlösung zu einem Flüssigkeitsmengendurchflussregler und einem Verdampfer. Wenn die wässrige ionische Quecksilberlösung erhitzt und mit einem unter Druck gesetzten Trägergas (z. B. Luft oder Stickstoff) zerstäubt worden ist, kann die zerstäubte Standardsubstanz in eine erhitzte Leitung, die mit einem Rauchgasschornstein in Strömungsverbindung steht, zur Analyse getrieben werden. Gewöhnlich wird die zerstäubte wässrige ionische Quecksilberlösung unter Verwendung eines unter Druck stehenden Gases (z. B. Luft oder Stickstoff) in die erhitzte Leitung hinein getrieben.
  • Ein kontinuierliches Emissionsüberwachungssystem (CEMS, Continuous Emissions Monitoring System) für Quecksilber umfasst normalerweise eine rohrförmige Sondenanordnung, die zur Erfassung einer gasförmigen Abgasprobe an einen Rauchgasschornstein bzw. -kamin angeschlossen ist. Das CEMS enthält ferner eine Ausstattung, d. h. den Quecksilber-Ionengas-Standarderzeuger, der in einem gewissen Abstand von der Sondenanordnung entfernt angeordnet ist, um einen Quecksilber-Ionengas-Standard zu erzeugen, um die erfasste Probe hinsichtlich des Vorhandenseins von Quecksilber zu analysieren. Die verhältnismäßig kleine Konzentration von Quecksilber, das in dem Abgasstrom vorhanden ist, wird kontinuierlich gemessen und aufgezeichnet. Im Laufe der Zeit wird die Gesamtmenge des emittierten Quecksilbers ermittelt. An sich ist eine Genauig keit und Präzision des kontinuierlichen Emissionsüberwachungssystems und insbesondere des Quecksilber-Ionengas-Standarderzeugers wichtig.
  • Der Quecksilber-Ionengas-Standarderzeuger gemäß der vorliegenden Offenbarung enthält: einen mit einer inerten siliziumbasierten Beschichtung beschichteten Vorratsbehälter; einen Flüssigkeitsmengendurchflussregler; und einen Verdampfer. Gewöhnlich ist der Behälter ein auffüllbares Druckgefäß, das aus Edelstahl hergestellt ist. Gewöhnlich weist das nachfüllbare Druckgefäß eine Größe von etwa 500 bis etwa 1000 mm auf.
  • Wie oben erwähnt, ist die innere Oberfläche des Behälters unter Verwendung irgendeines in der Technik bekannten Verfahrens (z. B. Spritzen, Anstreichen oder dergleichen) mit einer siliziumbasierten Inertbeschichtung beschichtet. Die Beschichtung verhindert eine chemische Wechselwirkung der wässrigen ionischen Quecksilberlösung, wie sie in größeren Einzelheiten nachstehend beschrieben ist, mit irgendeiner der Innenseiten des Behälters. Zu besonders bevorzugten inerten siliziumbasierten Beschichtungen gehören Silcosteel-CR® und Siltek®, die beide von Restek Corporation, Bellefonte, Pennsylvania kommerziell erhältliche Inertbeschichtungen sind. Die Silcosteel-CR® hat außerdem einen besonders starken Korrosionswiderstand gezeigt.
  • Die Menge der Beschichtung an der Innenfläche des Behälters kann eine beliebige geeignete Menge sein, wie sie in der Technik der Beschichtungen bekannt ist, und wird gewöhnlich in Abhängigkeit von der Größe des Behälters und der Menge der wässrigen ionischen Quecksilberlösung, die in den Behälter eingeführt werden soll, variieren. Gewöhnlich wird die Innenfläche des Behälters mit einer Beschichtung einer Dicke von etwa 1 mm bis etwa 3 mm, mehr geeignet von etwa 1 mm bis etwa 2 mm, beschichtet sein.
  • Der mit der inerten siliziumbasierten Beschichtung versehene Behälter des Quecksilber-Ionengas-Standarderzeugers gemäß der vorliegenden Erfindung kann den Bedarf an der in diesen Erzeugervorrichtungen konventionell eingesetzten Peristaltikpumpe ersetzen. Wie oben erwähnt, weisen herkömmliche Vorrichtungen zahlreiche Betriebs- und Instandhaltungsprobleme auf, die auf ein Verstopfen und Reißen verschiedener bewegter Teile der Peristaltikpumpe zurückzuführen sind. Diese Probleme sind nun durch Verwendung des mit der inerten siliziumbasierten Beschichtung beschichteten Behälters in Verbindung mit einem Druckgas zum Eintreiben einer wässrigen ionischen Quecksilberlösung in einen Flüssigkeitsmengendurchflussregler beseitigt, wie dies in größeren Einzelheiten nachstehend beschrieben ist. Insbesondere kann das Druckgas alleine die wässrige ionische Quecksilberlösung durch den Quecksilber-Ionengas-Standarderzeuger treiben, wodurch der Bedarf an bewegten Teilen und Teilen, die sich abnutzen, was die Zuverlässigkeit und Genauigkeit der Vorrichtung beeinträchtigen kann, beseitigt wird.
  • Die wässrige ionische Quecksilberlösung kann eine beliebige wässrige ionische Quecksilberlösung sein, wie sie in der Technik für einen Fachmann bekannt ist. Gewöhnlich wird die wässrige ionische Quecksilberlösung in einer Konzentration von zwischen etwa 10–6 Mol pro Liter und etwa 10–10 Mol pro Liter verwendet. Insbesondere kann die wässrige ionische Quecksilberlösung in einer Konzentration von etwa 10–6 Mol pro Liter bis etwa 10–9 Mol pro Liter verwendet werden. Eine besonders bevorzugte wässrige ionische Quecksilberlösung ist wässriges Quecksilberchlorid.
  • Der Quecksilber-Ionengas-Standarderzeuger enthält ferner einen Flüssigkeitsmengendurchflussregler. Der Flüssigkeitsmengendurchflussregler treibt die von dem Behälter empfangene wässrige ionische Quecksilberlösung zu dem Verdampfer. Außerdem treibt der Flüssigkeitsmengendurchflussregler ein unter Druck stehendes Gas in den Verdampfer ein, damit dieses sich mit der wässrigen Quecksilberlösung vermischt. Ein besonders bevorzugter Flüssigkeitsmengendurchflussregler ist der Quantim® Coriolis Mengendurchflusscontroller bzw. -regler mit Hastelloy-Coriolis-Rohr, wie er von Brooks Instrument, einem Unternehmensbereich von Emerson Process Management, Hatfield, Pennsylvania, kommerziell erhältlich ist. Der Quantim Coriolis Massendurchflusscontroller arbeitet gewöhnlich bei einer maximalen Temperatur von ungefähr 65°C. Die elektrische Durchflussmengeneingangsgröße beträgt zwischen etwa 4 mA und etwa 20 mA, während die elektrische Durchflussmengenausgangsgröße zwischen etwa 4 mA und etwa 20 mA beträgt.
  • Im Allgemeinen weist der Flüssigkeitsmengenflussregler einen wässrigen Stabilisator für die wässrige ionische Quecksilberlösung auf. Ein beliebiges Stabilisierungsmittel für die wässrige ionische Quecksilberlösung, wie es in der Technik bekannt ist, ist zur Verwendung als der wässrige Stabilisator geeignet. Ein besonders bevorzugter wässriger Stabilisator ist Salzsäure. Insbesondere ist eine 1-molare (M) Salzsäurelösung zur Verwendung in dem Flüssigkeitsmengenflussregler, der in dem Quecksilber-Ionengas-Standarderzeuger gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet wird, besonders geeignet. Ein weiterer geeigneter Stabilisator ist Salpetersäure.
  • Zusammen mit dem auf Siliziumbasis inert beschichteten Behälter und dem Flüssigkeitsmengenflussregler enthält der Quecksilber-Ionengas-Standarderzeuger gemäß der vorliegenden Offenbarung ferner einen Verdampfer zur Erhitzung und Zerstäu bung der wässrigen ionischen Quecksilberlösung mit einem Trägergas auf, wie dies hier nachstehend beschrieben ist. Es kann ein beliebiger Verdampfer, wie er in der Technik der kontinuierlichen Emissionsüberwachung (CEM) bekannt ist, in dem Quecksilber-Ionengas-Standarderzeuger gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet werden. Ein besonders bevorzugter Verdampfer ist ein MSP TurboVaporizer®, wie er von Brooks Instrument, einem Unternehmensbereich von Emerson Process Management, Hatfield, Pennsylvania, kommerziell erhältlich ist. Der MSP TurboVaporizer® enthält eine Heizvorrichtung mit 200 Watt Leistung, 120 Volt Wechselspannung und ist in der Lage, mehr als 5 Gramm einer wässrigen ionischen Quecksilberlösung pro Minute aufzuheizen und zu zerstäuben. Der MSP TurboVaporizer® bietet somit eine viel höhere Durchsatzrate, als sie von dem Quecksilber-Ionengas-Standarderzeuger gemäß der vorliegenden Erfindung benötigt wird. An sich sollte es in der Technik verständlich sein, dass ein kleinerer, günstigerer Verdampfer eingesetzt werden könnte, ohne dass von dem Rahmen der vorliegenden Offenbarung abgewichten wird.
  • Indem nun auf 1 Bezug genommen wird, wird der Quecksilber-Ionengas-Standarderzeuger, wie vorstehend beschrieben, zur Erzeugung eines Quecksilber-Ionengas-Standards(-Anteils) für ein kontinuierliches Emissionsüberwachungssystem verwendet. Insbesondere wird zunächst ein erstes unter Druck gesetztes Gas 100 in einen Vorratsbehälter 110 eingebracht. Der Behälter 110 enthält eine inerte siliziumbasierte Beschichtung 120 an seinen Innenwänden sowie eine wässrige ionische Quecksilberlösung 130. Gewöhnlich wird das erste Druckgas 100 unter Verwendung eines Luftverdichters oder eines Druckgaszylinders (nicht veranschaulicht) unter Druck gesetzt und in den Behälter 110 gedrückt. Das erste Druckgas 100 steht unter einem Druck von zwischen etwa 0,5 psi und 4,0 psi. Mehr geeigneter weise steht das erste Druckgas unter einem Druck von etwa 1,0 psi bis etwa 2,0 psi.
  • Ein geeignetes Gas zur Verwendung als das erste Druckgas kann Luft, Argon und Stickstoff enthalten. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist das Gas Luft. Luft, die gewöhnlich als Reinluft bevorzugt wird, ist im Einsatz deutlich günstiger im Vergleich zu anderen Gasen.
  • Wenn es in den Behälter 110 eingeleitet worden ist, treibt das erste Druckgas 100 die wässrige ionische Quecksilberlösung 130 aus dem Behälter 110 heraus in einen Flüssigkeitsmengenflussregler 210 hinein. Gewöhnlich wird die wässrige ionische Quecksilberlösung 130 in den Flüssigkeitsmengendurchflussregler 210 mit einer Durchflussrate von zwischen etwa 0,1 Gramm pro Minute (g/Min) und etwa 4,0 g/Min hinein getrieben. Geeigneterweise wird die wässrige ionische Quecksilberlösung 130 in den Flüssigkeitsmengendurchflussregler 210 mit einer Durchflussrate von etwa 1,5 g/Min hinein getrieben.
  • Gemeinsam mit der wässrigen ionischen Quecksilberlösung 130 wird ein zweites Druckgas (das hier auch als ein unter Druck gesetztes Trägergas bezeichnet wird) 200 in den Flüssigkeitsmengendurchflussregler 210 eingeleitet. Wie bei dem vorstehend beschriebenen ersten Druckgas 100, wird das zweite Druckgas 200 unter Verwendung eines (nicht veranschaulichten) Luftkompressors oder Druckgaszylinders unter Druck gesetzt und in den Flüssigkeitsmengendurchflussregler 210 gedrückt. Das zweite Druckgas 200 steht gewöhnlich unter einem Druck von etwa 20 psi bis etwa 90 psi. Geeigneterweise steht das zweite Druckgas 200 unter einem Druck von etwa 45 psi.
  • Ein geeignetes Gas zur Verwendung als das zweite Druckgas kann beispielsweise Luft und Stickstoff enthalten. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist das Gas Luft. Luft wird gewöhnlich als Reinluft bevorzugt und ist im Vergleich zu anderen Gasen deutlich kostengünstiger zu verwenden.
  • Wie oben erwähnt, enthält der Flüssigkeitsmengendurchflussregler 210 gewöhnlich ein (nicht veranschaulichtes) wässriges Stabilisierungsmittel, wie beispielsweise Salzsäure oder Salpetersäure, um die wässrige ionische Quecksilberlösung 130 daran zu hindern, mit den Seiten des Flüssigkeitsmengendurchflussreglers 210 wechselzuwirken.
  • Von dem Flüssigkeitsmengendurchflussregler 210 werden das zweite Druckgas (d. h. das unter Druck stehende Trägergas) 200 und die wässrige ionische Quecksilberlösung 130 zu dem Verdampfer 310 getrieben, in dem das zweite Druckgas 200 und die wässrige ionische Quecksilberlösung 130 erhitzt und zerstäubt werden. Gewöhnlich wird der Verdampfer ungefähr 10 Minuten bis etwa 45 Minuten lang erhitzt, bevor das Druckgas 200 und die wässrige ionische Quecksilberlösung 130 eingebracht werden.
  • Geeigneterweise wird das zweite Druckgas 200 in den Verdampfer 310 mit einem Durchsatz von etwa 0,1 Liter pro Minute (L/Min) bis etwa 20 L/Min getrieben. Die wässrige ionische Quecksilberlösung 130 wird geeigneterweise mit einem Durchsatz von zwischen etwa 0,1 g/Min bis etwa 4,0 g/Min in den Verdampfer 310 hinein getrieben.
  • Das zweite Druckgas 200 und die wässrige ionische Quecksilberlösung 130 werden in dem Verdampfer 310 auf eine Temperatur von wenigstens 180°C erhitzt. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform werden das zweite Druckgas 200 und die wässrige ionische Quecksilberlösung 130 auf eine Temperatur von 180°C bis etwa 200°C erhitzt. Die Temperatur des Verdampfers 310 kann unter Verwendung wenigstens eines Temperatur grenzwertreglers geregelt werden. In einer Ausführungsform, wie sie in 1 veranschaulicht ist, sind zwei Temperaturgrenzwertregler 320 und 322 vorhanden. Gewöhnlich überwacht ein erster Temperaturgrenzwertregler 320 die Temperatur innerhalb des Verdampfers 310, während ein zweiter Temperaturgrenzwertregler 322 die (nicht veranschaulichte) Heizvorrichtung steuert bzw. regelt, um die Temperatur des Verdampfers 310 aufrechtzuerhalten.
  • Gewöhnlich werden das zweite Druckgas und die wässrige ionische Quecksilberlösung in dem Verdampfer über eine Verweilzeitdauer von etwa 0,1 Sekunden bis etwa 3 Sekunden hinweg kontinuierlich erwärmt.
  • Unter diesen Bedingungen erhitzt der Verdampfer 310 das zweite Druckgas 200 und die wässrige ionische Quecksilberlösung 130 und zerstäubt diese nahezu sofort, unverzögert, um erhitzte zerstäube Flüssigkeitströpfchen zu bilden. Die Flüssigkeitströpfchen sind geeignete aerosolartige Tröpfchen (nicht veranschaulicht), die eine Größe von etwa 2 Mikron bis etwa 5 Mikron aufweisen.
  • Nachdem die Flüssigkeitströpfchen erzeugt worden sind, werden die Tröpfchen aus dem Verdampfer heraus in eine (nicht veranschaulichte) erwärmte Leitung hinein getrieben. Gewöhnlich werden die Flüssigkeitströpfchen aus dem Verdampfer mit einer Rate von etwa 20 psig bis etwa 100 psig, mehr geeignet mit einer Rate von etwa 20 psig bis etwa 30 psig, herausgetrieben. In einer Ausführungsform, wie sie in 1 veranschaulicht ist, verbraucht der Verdampfer 310 Energie in einer derartigen Menge, dass er eine Be- und Entlüftung erfordert. An sich ist eine Be- und Entlüftungseinrichtung 340 mit dem Verdampfer 310 gekoppelt. Es sollte für einen Fachmann verständlich sein, dass der Verdampfer 310, obwohl er gemeinsam mit einer Lüftungseinrichtung 340 veranschaulicht ist, keine Be- und Entlüftung erfordern kann, ohne dass von dem Rahmen der vorliegenden Erfindung abgewichen wird.
  • Die erhitzte Leitung steht für Analysezwecke mit einem (nicht veranschaulichten) Rauchgasschornstein bzw. -kamin in Strömungsverbindung. Insbesondere ist die erhitzte Leitung gewöhnlich Teil einer rohrförmigen Sondenanordnung, die in Strömungsverbindung mit einem Rauchgasschornstein angeordnet ist, um eine gasförmige Abgasprobe zu akquirieren. Die erhitzte Leitung verläuft gewöhnlich über eine Strecke von etwa 5 Fuß bis etwa 1000 Fuß, und geeigneterweise von 50 Fuß bis etwa 600 Fuß, um den Quecksilber-Ionengas-Standarderzeuger für Analysezwecke an den Rauchgasschornstein anzuschließen.
  • Bei der Einführung von Elementen der vorliegenden Erfindung oder deren bevorzugter Ausführungsformen sollen die Artikel „ein", „eine", „der", „die" und „das" bedeuten, dass ein oder mehrere derartige Elemente vorhanden sind. Die Ausdrücke „aufweisen", „enthalten" und „umfassen" sollen im inklusiven Sinne verstanden werden und bedeuten, dass außer den angegebenen Elementen weitere Elemente vorhanden sein können.
  • Da an den oben angegebenen Konstruktionen und Verfahren verschiedene Veränderungen vorgenommen werden können, ohne den Rahmen der Offenbarung zu verlassen, soll alles, was in der obigen Beschreibung enthalten und in den beigefügten Zeichnungen veranschaulicht ist, in einem veranschaulichenden und nicht in einem beschränkenden Sinne interpretiert werden.
  • Es ist ein Erzeuger eines ionischen Standard-Quecksilbergases zur Verwendung bei der kontinuierlichen Emissionsüberwachung von Rauchgas- und Abgasströmen beschrieben. Der Quecksilber-Ionengas-Standarderzeuger nutzt insbesondere einen Behälter 110, der mit einer inerten siliziumbasierten Beschichtung 120 beschichtet ist, um eine Menge einer wässrigen ionischen Quecksilberlösung 130 zu einem Flüssigkeitsmengenflussregler 210 und einem Verdampfer 310 zu befördern.
  • 100
    Erstes Druckgas
    110
    Behälter
    120
    Siliziumbasierte Beschichtung
    130
    Wässrige ionische Quecksilberlösung
    200
    Zweites Druckgas
    210
    Flüssigkeitsmengenflussregler
    310
    Verdampfer
    320
    Erster Temperaturgrenzwertregler
    322
    Zweiter Temperaturgrenzwertregler
    340
    Be- und Entlüftungseinrichtung

Claims (9)

  1. Quecksilber-Ionengas-Standarderzeuger, der aufweist: einen Behälter (110) mit einer daran aufgetragenen inerten siliziumbasierten Beschichtung (120), wobei der Behälter ferner darin eine wässrige ionische Quecksilberlösung (130) aufweist; einen Flüssigkeitsmengendurchflussregler (210), der einen wässrigen Stabilisator aufweist; und einen Verdampfer (310).
  2. Quecksilber-Ionengas-Standarderzeuger nach Anspruch 1, wobei der Behälter (110) die inerte siliziumbasierte Beschichtung (120) in einer Dicke von etwa 1 mm bis etwa 3 mm aufweist.
  3. Quecksilber-Ionengas-Standarderzeuger nach Anspruch 1, wobei die wässrige ionische Quecksilberlösung (130) eine wässrige Quecksilberchloridlösung ist.
  4. Quecksilber-Ionengas-Standarderzeuger nach Anspruch 1, wobei der wässrige Stabilisator aus der Gruppe ausgewählt ist, zu der Salzsäure und Salpetersäure gehören.
  5. Quecksilber-Ionengas-Standarderzeuger nach Anspruch 1, wobei der Behälter (110) ein erstes Druckgas (100) aufweist, wobei das Druckgas aus der Gruppe ausgewählt ist, zu der Luft, Argon und Stickstoff gehören.
  6. Quecksilber-Ionengas-Standarderzeuger nach Anspruch 5, wobei der Flüssigkeitsmengendurchflussregler (210) ferner ein zweites Druckgas (200) aufweist, wobei das Druckgas aus der Gruppe ausgewählt ist, die Luft und Stickstoff aufweist.
  7. Quecksilber-Ionengas-Standarderzeuger der aufweist: einen Behälter (110) an dem eine inerte siliziumbasierte Beschichtung (120) aufgebracht ist, wobei der Behälter ferner darin eine wässrige Quecksilberchloridlösung (130) und ein erstes Druckgas (100) aufweist; einen Flüssigkeitsmengendurchflussregler (210), der einen wässrigen Stabilisator und ein zweites Druckgas (200) aufweist; und einen Verdampfer (310).
  8. Quecksilber-Ionengas-Standarderzeuger nach Anspruch 7, wobei der Behälter (110) die inerte siliziumbasierte Beschichtung (120) in einer Dicke von etwa 1 mm bis etwa 3 mm aufweist.
  9. Quecksilber-Ionengas-Standarderzeuger nach Anspruch 7, wobei der wässrige Stabilisator aus der Gruppe ausgewählt ist, zu der Salzsäure und Salpetersäure gehören.
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