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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Brennkraftmaschine
sowie eine entsprechend einem solchen Verfahren betreibbare Brennkraftmaschine.
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Aus
Gründen der Ressourcenschonung und der Verminderung der
Umweltbelastung liegt ein zunehmend vorrangiges Entwicklungsziel
bei der Entwicklung von Brennkraftmaschinen, wie sie insbesondere
in Personenkraftwagen eingesetzt werden können, in der
Verminderung des Kraftstoffverbrauchs bzw. der Verbesserung des
Wirkungsgrades, wobei unter Wirkungsgrad der Kraftstoffverbrauch,
bezogen auf die an der Kurbelwelle abnehmbare mechanische Energie
verstanden wird.
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Eine
Eigenart herkömmlicher Hubkolbenbrennkraftmaschinen liegt
darin, dass der gesamte thermodynamische Prozess (Ansaugen, Verdichten,
Verbrennen und Ausschieben) in einem einzigen Zylinder abläuft, was
erhebliche Kompromisse bzgl. der Ausnutzbarkeit der Brennstoffenergie
bedeutet. Ansätze, den gesamten thermodynamischen Prozess
auf zwei Zylinder zu verteilen, sind beispielsweise aus der
US-2005/0268609 A1 bekannt.
Bei dieser bekannten Brennkraftmaschine wird Frischladung von einem
Kompressionszylinder in einen Arbeitszylinder unter Zwischenschaltung
eines konstanten Zwischenvolumens übergeschoben. Dieses Überschieben
erfolgt bei hohen Druckunterschieden, wodurch der Wirkungsgrad infolge
thermischer Verluste und Strömungsverlusten unbefriedigend
ist.
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Eine
weitere Eigenart moderner Hubkolbenbrennkraftmaschinen liegt in
deren Einspritztechnik, bei der Otto- oder Dieselkraftstoff direkt
in den Brennraum eingespritzt wird. Bei Otto-Motoren erfordert diese
Technik zwar keine hohen Einspritzdrucke, jedoch ist eine sehr präzise
Steuerung von Einspritzzeitpunkt und -menge, eine im Hinblick auf
optimale und möglichst schadstofffreie Verbrennung ausgelegte
Brennraumgeometrie sowie eine aufwändige Abgasnachbehandlung
erforderlich. Bei dieselmotorischem Betrieb sind aus Gründen der
Russvermeindung sehr hohe Einspritzdrucke (über 2000 bar)
und eine aufwändige Abgasnachbehandlung einschließlich
Dieselpartikelfilter erforderlich.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Betreiben
einer Brennkraftmaschine sowie eine Brennkraftmaschine zu schaffen,
das bzw. die gegenüber herkömmlichen Brennkraftmaschinen
mit verbessertem Wirkungsgrad und hinsichtlich der Einspritztechnik
und/oder der Abgasnachbehandlung vermindertem Aufwand arbeitet.
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Der
Anspruch 1 kennzeichnet ein erstes Verfahren zur Lösung
der Erfindungsaufgabe.
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Dadurch,
dass Frischluft außerhalb des heißen Arbeitszylinders
in einem Verdichterzylinder verdichtet wird, kann die Kompressionsarbeit
bei gleichzeitig guter Füllung herabgesetzt werden, wodurch
der Wirkungsgrad der Brennkraftmaschine gesteigert wird. Wenn der
außerhalb des Arbeitszylinders verdichteten Frischluft bereits
vor deren Einströmen in den Arbeitszylinder Kraftstoff,
insbesondere flüssiger Kraftstoff, zugemischt wird, ist
das im Arbeitszylinder entstehende Gemisch ausgezeichnet homogenisiert
und aufbereitet, wobei die Kompressionsendtemperatur, die im Arbeitszylinder
herrscht, wenn ein im Arbeitszylinder arbeitender Kolben seinen
oberen Totpunkt (OT) erreicht, durch Abstimmung der Verdichtung
der Frischluft bzw. Frischladung, der Menge der in den Arbeitszylinder
einströmenden Frischladung und des Restgases im Arbeitszylinder
derart eingestellt werden kann, dass sich das brennfähige
Gemisch ohne fremde Zündhilfe selbst entzündet.
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Die
Unteransprüche 2 bis 5 sind auf vorteilhafte Durchführungsformen
des ersten erfindungsgemäßen Verfahrens gerichtet.
Gemäß dem Anspruch 3 kann bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren Dieselkraftstoff verwendet werden, der nicht unter Hochdruck
direkt in den Brennraum eingespritzt wird, sondern ähnlich
einer herkömmlichen Saugrohreinspritzung mit externer Gemischbildung
unter geringem Druck in das Saugrohr eingespritzt wird. Auf diese
Weise ist der für das Einspritzsystem erforderliche Systemdruck
deutlich herabgesetzt, was zu erheblichen Kosteneinsparungen führt.
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Der
Anspruch 6 kennzeichnet ein zweites Verfahren zur Lösung
der Erfindungsaufgabe.
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Bei
dem zweiten Verfahren wird der Brennstoff bzw. Kraftstoff in den
Arbeitszylinder während einer Phase zugeführt,
während der in dem Arbeitszylinder enthaltenes Restgas
komprimiert wird, so dass das im Arbeitszylinder komprimierte Brennstoff-Restgasgemisch
nicht zündfähig ist. Während der Kompression
des nicht zündfähigen Brennstoff-Restgasgemisches
wird der Brennstoff, beispielsweise eingespritzter Dieselkraftstoff,
ausgezeichnet homogenisiert, so dass er beim anschließenden
Einleiten von komprimierter Frischluft in die Arbeitskammer homogen
und schadstoffarm vollständig verbrennt.
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Mit
beiden erfindungsgemäßen Verfahren wird wegen
der ausgezeichneten Aufbereitung des Kraft- bzw. Brennstoffes eine
gute Abgasqualität erhalten. Beim Einsatz von Dieselkraftstoffen
wird jegliche Entstehung von Ruß oder sonstigen Partikeln
weitgehend vermieden. Insgesamt wird die Umweltverträglichkeit
nicht nur auf Grund des verbesserten Wirkungsgrades, sondern auch
auf Grund der verbesserten Abgasqualität deutlich verbessert.
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Die
weiteren Unteransprüche 7 bis 17 sind auf vorteilhafte
Durchführungsformen der erfindungsgemäßen
Verfahren gerichtet.
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Der
Anspruch 18 kennzeichnet eine erfindungsgemäße
Brennkraftmaschine zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens.
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Die
erfindungsgemäße Brennkraftmaschine wird mit den
Merkmalen der Ansprüche 19 bis 37 in vorteilhafter Weise
weitergebildet.
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Die
Erfindung wird im Folgenden anhand schematischer Zeichnungen beispielsweise
und mit weiteren Einzelheiten erläutert.
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In
den Figuren stellen dar:
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1 eine
schematische Querschnittsansicht von Teilen einer erfindungsgemäßen
Brennkraftmaschine mit einem Verdichterzylinder, Überströmzylinder
und Arbeitszylinder;
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2 bis 8 der 1 ähnliche
Ansichten in verschiedenen Betriebszuständen;
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9 Volumenverläufe
in Abhängigkeit von der Stellung der Kurbelwelle;
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10 Druckverläufe
sowie Öffnungs- und Schließzeiten der Ventile
in Abhängigkeit von der Stellung der Kurbelwelle;
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11 eine
perspektivische Ansicht eines beispielhaften Ventiltriebs;
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12 einen
Schnitt durch einen Überströmkolben mit darin
angeordnetem Überströmventil;
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13 eine
schematische Aufsicht auf eine erfindungsgemäße
mehrzylindrige Brennkraftmaschine;
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14 eine
schematische perspektivische Ansicht der Kolben einer Zylindereinheit
der Brennkraftmaschine gem. 13 mit
Kurbelwelle; und
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15 eine
Schemazeichnung einer erfindungsgemäßen Brennkraftmaschine
mit Saugrohreinspritzung.
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Gemäß 1 weist
eine erfindungsgemäße Brennkraftmaschine eine
Kurbelwelle 10 mit zwei benachbarten Kurbeln auf, die über
je ein Pleuel 12 bzw. 14 mit einem Verdichterkolben 16 bzw.
einem Arbeitskolben 18 verbunden sind. Der Verdichterkolben 16 ist
innerhalb eines Verdichterzylinders 20 beweglich. Der Arbeitskolben
ist innerhalb eines Arbeitszylinders 22 beweglich, wobei
der Arbeitszylinder 22 vorzugsweise mit einem Zylinderrohr 24 ausgekleidet
ist.
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Nach
oben hin sind die Zylinder, die bevorzugt innerhalb eines gemeinsamen
Zylindergehäuses 28 ausgebildet sind, mittels
eines Zylinderkopfes 30 verschlossen, der in einem die
beiden Zylinder 20 und 22 überlappenden
Bereich eine verhältnismäßig dünne
Stirnwand 32 aufweist, die Teilbereiche der Zylinder 20 und 22 nach
oben abschließt und einen im Zylinderkopf 30 ausgebildeten Überströmzylinder 33 nach
unten abschließt.
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Zwischen
dem Verdichterkolben 16 und dem Zylinderkopf 30 ist
eine Verdichterkammer 34 ausgebildet (siehe 3).
Zwischen dem Arbeitskolben 18 und dem Zylinderkopf 30 ist
eine Arbeitskammer 36 ausgebildet, in die ein Einspritzventil 38 einragt.
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In
dem Überströmzylinder 33 ist ein Überströmkolben 40 bewegbar,
der eine Überströmkammer 42 begrenzt.
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In
dem Zylinderkopf 30 ist ein Frischluft- bzw. Frischladungseinlasskanal 44 ausgebildet,
in dem ein Frischladungseinlassventil 46 arbeitet, das
die Verbindung zwischen dem Frischladungseinlasskanal 44 und der
Verdichterkammer 34 steuert. Der Begriff Frischladung umfasst
die Inhalte reine Frischluft und Frischluft mit zugesetztem Brennstoff
und/oder Restgas.
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In
dem Zylinderkopf 30 ist weiter ein Auslasskanal 48 ausgebildet,
in dem ein Auslassventil 50 arbeitet, das die Verbindung
zwischen der Arbeitskammer 36 und dem Auslasskanal 48 steuert.
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In
der Stirnwand 32 ist eine die Verdichterkammer 34 mit
der Überströmkammer 42 verbindende Überströmöffnung
ausgebildet, in der ein Überströmventil 52 arbeitet,
das bei einer Bewegung weg von der Verdichterkammer öffnet.
Ein Schaft des Überströmventils 52 ist
in dem Überströmkolben 40 unter Abdichtung
beweglich geführt, wobei das Überströmventil 52 gegen
die Kraft einer Feder 53 in den Überströmkolben 40 hinein bewegbar
ist und vorzugsweise mit begrenztem Hub aus dem Überströmkolben 40 heraus
bewegbar ist.
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In
einer weiteren Öffnung der Stirnwand 32, die die Überströmkammer 42 mit
der Arbeitskammer 36 verbindet, arbeitet ein Einlassventil 54,
dessen Schaft durch den Überströmkolben 40 unter
Abdichtung beweglich hindurchgeführt ist.
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Zur
Betätigung der Ventile 46, 50 und 54 dienen
ein Frischladungsnocken 56, ein Auslassnocken 58 und
ein Einlassnocken 60. Der Überströmkolben 40 wird
von einem Überströmnocken 62 betätigt.
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Die
Nocken sind in zweckentsprechender Weise an einer oder mehreren
Nockenwellen ausgebildet, die vorzugsweise von der Kurbelwelle 10 mit
gleicher Drehzahl wie die der Kurbelwelle angetrieben werden.
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Die
Funktion der hinsichtlich ihres grundsätzlichen Aufbaus
beschriebenen Brennkraftmaschine wird im Folgenden anhand der 2 bis 8 erläutert,
wobei der Übersichtlichkeit halber in diesen Figuren nur wenige
Bezugszeichen eingefügt sind.
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2 zeigt
die Brennkraftmaschine in einem Zustand, in dem der Verdichterkolben 16 seinen
oberen Totpunkt erreicht hat und das Volumen der Verdichterkammer
minimal (annähernd Null) ist. Der Überströmkolben 40 befindet
sich kurz vor seinem oberen Totpunkt (als oberer Totpunkt des Überströmkolbens 40 ist
die Stellung definiert, in der die Überströmkammer 42 minimales
Volumen (annähernd Null) hat). Der Arbeitskolben 18 hat
seinen oberen Totpunkt bereits verlassen. Er eilt dem Verdichterkolben 16 in
dieser beispielhaften Ausführungsform um einige Grad voraus,
was durch entsprechenden Versatz der zugehörigen Kurbeln
der Kurbelwelle 10 erreicht wird.
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Das
Frischladungseinlassventil 46 ist geschlossen. Das Überströmventil 52 ist
geschlossen. Das Einlassventil 54 ist offen und das Auslassventil 50 ist
geschlossen.
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Der
Zustand der 2 entspricht etwa dem Zustand,
in dem ein Ansaugen von Frischladung bzw. ein Befüllen
der Verdichterkammer 34 mit Frischladung beginnt und in
der Überström kammer 42 enthaltene verdichtete
Frischladung noch nicht vollständig in die Arbeitskammer 36 übergeströmt
ist.
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In 3 ist
der Zustand dargestellt, in dem das Füllen der Verdichterkammer 34 mit
Frischladung weitgehend beendet ist, wobei der Verdichterkolben 16 sich
annähernd im Bereich seines unteren Totpunktes befindet,
der Überströmkolben 40 sich im oberen
Totpunkt – d. h. bei seinem minimalen Volumen – befindet
und der Arbeitskolben 18 sich am Ende eines Arbeitshubs,
der kurz nach dem Zustand der 2 begonnen
hat, befindet, in dem Frischladung verbrannt ist. Das Frischladungseinlassventil 46 ist
noch geöffnet, das Überströmventil 52 ist
gegen die Kraft der Feder 53 weitgehend in den Überströmkolben 40 hinein
bewegt, das Einlassventil 54 und das Auslassventil 50 sind
geschlossen.
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4 zeigt
den Zustand, in dem die Verdichtung der Frischladung und etwa gleichzeitig
damit der Ausstoß der verbrannten Ladung beginnt. Der Verdichterkolben 16 bewegt
sich nach Durchfahren seines unteren Totpunktes aufwärts,
um die Frischladung in der Verdichterkammer 34 zu verdichten.
Der Überströmkolben 40 befindet sich
weiter im Bereich seines oberen Totpunktes. Das Überströmventil 52 und
das Einlassventil 54 sind geschlossen. Der Arbeitskolben 18 beginnt
seine Aufwärtsbewegung. Das Auslassventil 50 ist
geöffnet.
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5 zeigt
den Zustand, in dem das Überströmen der verdichteten,
in der Verdichterkammer 34 befindlichen Ladung in die Überströmkammer 42 beginnt:
Der
Verdichterkolben 16 nähert sich bei weiterhin
geschlossenem Frischladungseinlassventil 46 seinem oberen
Totpunkt. Der Überströmkolben 40 bewegt
sich von seinem oberen Totpunkt weg, wobei sich das Überströmventil 52 durch
die Kraft der Feder 53 aus dem Überströmkolben 40 herausbewegt
und durch den Druck in der Verdichterkammer 34 geöffnet
wird. Dadurch kann verdichtete Frischladung in die Überströmkammer 42 einströmen,
wobei das Einlassventil 54 geschlossen ist. Der Arbeitskolben 18 hat
seinen oberen Totpunkt annähernd erreicht, wobei das Auslassventil 50 am
Ende des Expansionshubs noch offen ist.
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6 zeigt
die Brennkraftmaschine in einem Zustand etwas nach dem Zustand der 5,
in dem sich der Verdichterkolben 16 bei weiterhin geschlossenem
Frischladungseinlassventil 46 in seinen oberen Totpunkt bewegt
und der Arbeitskolben 18 seinen oberen Totpunkt bereits
erreicht hat. Das Überströmventil 52 ist
bei etwa in seinem unteren Totpunkt befindlichem Überström kolben 40 weitgehend
geöffnet, wobei die Öffnung noch dadurch unterstützt
werden kann, dass das Überströmventil 52 nicht
um den vollen Hub des Überströmkolbens 40 aus
diesem heraus bewegbar ist, so dass es durch die Bewegung des Überströmkolbens
in dessen UT von seinem Sitz abgehoben wird. Die vom Verdichterkolben 16 verdichtete
Frischladung strömt in die Überströmkammer 42 über.
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7 zeigt
den Zustand der Brennkraftmaschine, bei dem der Verdichterkolben
sich noch im Bereich des oberen Totpunktes befindet und der Arbeitskolben 18 seinen
oberen Totpunkt bereits verlassen hat.
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Das
Frischladungseinlassventil 46 ist geschlossen. Der Überströmkolben 40 bewegt
sich unter Verkleinerung des Volumens der Überströmkammer 42 in
Richtung auf seinen oberen Totpunkt, wobei das Überströmventil 52 durch
den fehlenden Druck in der Verdichterkammer 34 geschlossen
ist und das Einlassventil 54 geöffnet ist, so
dass die in der Überströmkammer 42 befindliche,
verdichtete Frischladung in die Arbeitskammer 36 überdrückt
wird, deren Volumen sich durch den sich bereits nach unten bewegenden
Arbeitskolben 18 vergrößert. Das Auslassventil 50 ist
geschlossen.
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8 zeigt
den Zustand geringfügig nach dem Zustand der 7,
wobei sich der Überströmkolben 40 bei
geschlossenem Überströmventil 52 und
wieder geschlossenem Einlassventil 54 in seinem oberen
Totpunkt befindet, die gesamte verdichtete Ladung sich in der Arbeitskammer 36 befindet
und dort bei weiterhin geschlossenem Auslassventil 50 die
Verbrennung beginnt, indem der kurz vorher eingespritzte Dieselkraftstoff sich
selbst entzündet. Bei Ausbildung als Ottomotor mit Direkteinspritzung
setzt kurz vor dem Zustand der 8 die Einspritzung
ein und wird etwa im Zustand der 8 gezündet.
Bei Ausbildung als nicht direkt einspritzender Ottomotor kann die
Gemischbildung vor dem Frischladungseinlassventil 46 erfolgen,
oder beispielsweise im Bereich der Überströmkammer 42.
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Der
Zustand der 8 ist der Zustand, den die Brennkraftmaschine
kurz nach dem Zustand der 2 einnimmt,
so dass der Zyklus geschlossen ist.
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Bezugnehmend
auf den Beginn des Überströmens der in der Überströmkammer 42 befindlichen
verdichteten Frischladung in die Arbeitskammer 36 (Übergang
vom Zustand gemäß 6 zum Zustand
gemäß 7) ist es vorteilhaft, wenn
die Steuerzeiten des Einlassventils 54 und des Auslassventils 50 derart
gewählt sind, dass eine Verbindung der Überströmkammer 42 mit
der Arbeitskammer 36 bei nur geringen Druckunterschieden
von kleiner als 15 bar, bevorzugt kleiner als 10 bar oder noch vorteilhafter
kleiner 5 bar zwischen den Kammern beginnt bzw. vorhanden ist. Diese
Werte sind nur beispielhaft und nicht einschränkend. Besonders vorteilhaft
erfolgt die Verbindung der Überströmkammer 42 mit
der Arbeitskammer 36 zumindest bei näherungsweise
Druckgleichgewicht in beiden Kammern. Das Auslassventil 50 wird
vor dem OT des Arbeitskolbens 18 geschlossen, so dass in
der Arbeitskammer 36 eine gewisse Restgasmenge verbleibt.
Das Einlassventil 54 ist vorteilhafterweise bei Schließen
des Auslassventils 50 noch geschlossen und öffnet
beim Erreichen der oben genannten kleinen Druckunterschiede zwischen
Arbeitskammer 36 und Überströmkammer 42 oder
bei nahezu erreichter Druckgleichheit, so dass die Frischladung
in energetisch bzw. thermodynamisch vorteilhafter Weise von der
sich verkleinernden Überströmkammer 42 in
die Arbeitskammer 36 übergeschoben wird.
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Wie
aus dem Vorstehenden ersichtlich, erfolgt in dem Verdichterzylinder 20 die
Befüllung mit frischer, insbesondere im Volllastbereich
vorzugsweise kalter Ladung und deren Verdichtung. Die verdichtete
Ladung wird unter Volumenzunahme der Überströmkammer 42 in
die Überströmkammer verdrängt, von wo
aus die verdichtete Ladung unter Volumenabnahme der Überströmkammer
in die Arbeitskammer übergeschoben wird, in der sie zur
Leistung mechanischer Arbeit verbrannt wird. Das Überschieben
der in der Verdichterkammer 34 verdichteten Luft in die Überströmkammer 42 und
von dort in die Arbeitskammer 36 geschieht energetisch günstig
bei kleinen Druckunterschieden zwischen den jeweiligen Kammern.
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Aus
thermodynamischen Gründen ist für einen möglichst
guten Wirkungsgrad die Verdichterkammer 34 möglichst
kühl und ist die Arbeitskammer 36 heiß.
Der Verdichterzylinder 20 ist somit vorteilhafterweise
vom Arbeitszylinder 22 thermisch möglichst isoliert
und wird möglichst stark gekühlt, wohingegen der
Arbeitszylinder nur dem jeweiligen Zweck entsprechend soweit gekühlt
wird, dass die Materialien thermisch nicht überbeansprucht
werden. Dies wird durch entsprechenden Verlauf nicht dargestellter
Kühlkanäle bzw. die Aufteilung des Kühlsystems
in ein Kühlsystem zum Kühlen des Arbeitszylinders
und ein Kühlsystem zum Kühlen des Verdichterzylinders
erreicht sowie dadurch, dass der Verdichterzylinder und/oder der
Arbeitszylinder mit thermisch entkoppelnden Auskleidungen versehen
werden.
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Infolge
des erzwungenen Ladungswechsels durch das Überschieben
der verdichteten Frischladung in die Arbeitskammer ist nur eine
geringe Kühlung des Arbeitszylinders erforderlich.
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Durch
die Integration des Überströmventils 52 in
den Überströmkolben 40 wird Bauraum gespart
und dennoch ein Überströmventil mit großem
Durchströmquerschnitt ermöglicht.
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Der Überströmkolben 40 ist
zur thermischen Isolierung vorteilhafterweise an seiner zur Stirnwand 32 weisenden
Seite beispielsweise mittels einer gesonderten Isolationsschicht
thermisch isoliert. Auch der Expansionszylinder ist vorteilhafterweise
beispielsweise mittels eines eingesetzten Rohres thermisch isoliert.
Besonders vorteilhaft ist eine thermisch isolierende Ausbildung
der Oberseite des Arbeitskolbens 18 und des der Oberseite
des Arbeitskolbens zugewandten Bereiches der Unterseite des Zylinderkopfes 30 einschließlich
zumindest des entsprechenden Bereiches der Stirnwand 32.
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Bei
dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel der Erfindung
eilt der Arbeitskolben 18 dem Verdichterkolben 16 voraus,
d. h. der Arbeitskolben 18 erreicht seinen oberen Totpunkt
bevor der Verdichterkolben 16 seinen oberen Totpunkt erreicht.
Dies führt dazu, dass die unter hohem Druck von der Überströmkammer
in die Arbeitskammer ausgeschobene Frischladung vom Arbeitskolben
nicht weiter verdichtet wird. Zum Erreichen hoher Kompressionsendtemperaturen
und hoher Verdichtungen ist es vorteilhaft, wenn der Arbeitskolben
dem Verdichterkolben etwas nacheilt, so dass die aus der Überströmkammer
in die Arbeitskammer ausgeschobene Frischladung vom Arbeitskolben
weiter verdichtet wird, wobei sie zusätzlich durch die
aufgenommene Wandwärme der Arbeitskammer komprimiert wird.
Dies vermindert zusätzlich den Kühlbedarf des Arbeitszylinders.
Ein entsprechendes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Brennkraftmaschine wird im Folgenden anhand der 9 und 10 erläutert. 9 zeigt
die Volumina der Arbeitskammer 36, Verdichterkammer 34 und Überströmkammer 42 jeweils
in Abhängigkeit von der Stellung der Kurbelwelle, wobei der
obere Totpunkt des Arbeitskolbens (minimales Volumen der Arbeitskammer 36)
mit 0° bezeichnet ist. 10 gibt
die Druckverläufe in der Arbeitskammer und der Verdichterkammer
und zusätzlich beispielhafte Öffnungs- und Schließzeitpunkte
der jeweiligen Ventile in Abhängigkeit von der Stellung
der Kurbelwelle an.
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Wie
ersichtlich, schließt bei etwa –150° Kurbelwinkel,
d. h. etwas nach UT des Verdichterkolbens, das Frischladungseinlassventil 44.
Der Druck in der Verdichterkammer nimmt dann mit abnehmenden Volumen
der Verdichterkammer 34 zu. Bei etwa –100°KW
beginnt der Überströmkolben sich aus seinem OT
heraus zu bewegen, so dass das Volumen der Überströmkammer 42 zunimmt.
Bei etwa –95° öffnet das Überströmventil 52, so
dass verdichtete Frischladung unter weiterer Verminderung des Volumens
der Verdichterkammer 34 und Zunahme des Volu mens der Überströmkammer 42 in
die Überströmkammer 42 übergeschoben
wird. Bei etwa –75° schließt das Auslassventil 50,
wodurch das Ausstoßen verbrannter Ladung aus der Arbeitskammer 36 beendet
wird. Bei etwa –65°, d. h. bei etwa maximalem
Volumen der Überströmkammer 42 öffnet
das Einlassventil 54, so dass verdichtete Luft aus der Überströmkammer
in die Arbeitskammer ausgeschoben wird, wobei der Druck in der Überströmkammer
bevorzugt annähernd gleich dem der Arbeitskammer ist oder
Druckunterschiede von kleiner 15 bar, vorteilhafter kleiner 10 bar
oder noch besser kleiner 5 bar herrschen. Das Überschieben
und Ausschieben der verdichteten Frischladung hält an,
bis die Verdichterkammer und die Überströmkammer
ihr geringstes Volumen haben, wobei die Drucke bis etwa –20° zunehmen,
bei welchem Wert der Verdichterkolben und der Überströmkolben
in den OT gelangen und das Überströmventil 52 und
das Einlassventil 54 schließen.
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Die
sich in der Arbeitskammer befindende verdichtete Ladung zündet,
woraus sich der in 10 dargestellte Druckverlauf
in der Arbeitskammer 36 ergibt. Bei etwa 10°KW
wird das Frischladungseinlassventil 44 geöffnet,
so dass die Füllung der Verdichterkammer 34 wieder
beginnt. Bei etwa 140°KW öffnet das Auslassventil 50 für
den Auslass der verbrannten Ladung.
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Mit
der geschilderten Prozessführung ist es aufgrund der kontinuierlich
hohen Wandtemperaturen in der Arbeitskammer 36 sowie aufgrund
der Einspritzung in heißes Restgas möglich, auch
Ottokraftstoff ohne Hilfe einer Zündkerze unter Direkteinspritzung
in die Arbeitskammer, ähnlich wie Dieselkraftstoff unter
Selbstzündung zu verbrennen, so dass nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren sowohl Ottokraftstoffe als auch Dieselkraftstoffe verwendet
werden können.
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Wie
sich aus dem Vorstehenden ergibt, kann das Überströmen
der im Verdichterzylinder 22 verdichteten Frischladung
in die Überströmkammer 42 und von dort
das Überschieben in die Arbeitskammer in unterschiedlichster
Weise gesteuert werden. Unter Strömungsgesichtspunkten
ist energetisch günstig, wenn die in der Verdichterkammer 34 verdichtete
Frischladung bereits während ihrer Verdichtung in die sich
zunächst vergrößernde Überströmkammer überströmt
und von dort bei zumindest annähernder Druckgleichheit
zwischen Überströmkammer und Arbeitskammer in
die Arbeitskammer ausgeschoben wird, wobei die annähernde Druckgleichheit
zwischen Überströmkammer und Arbeitskammer während
des Ausschiebens aufrechterhalten werden kann. Dabei können
sich das Überschieben und Ausschieben überlappen.
Dadurch, dass das Volumen der Verdichterkammer bei Beendigung des Überschiebens
etwa Null ist und das Volumen der Überströmkammer
bei Beendigung des Ausschiebens etwa Null ist, ist gewährleistet,
dass die gesamte, außerhalb der Arbeitskammer verdichtetet
Frischladung in die Arbeitskammer gelangt. Für die Verbrennungsbedingungen
in der Arbeitskammer kann es günstig sein, dass das Überschieben
erst nach Beendigung des Überströmens erfolgt,
wobei sich der Druck in der Überströmkammer durch
Erwärmung der dort kurzzeitig gespeicherten Frischladung
mittels Abgasenergie erhöht und das Ausschieben dann innerhalb
eines verhältnismäßig kurzen Zeitraums
erfolgt.
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Wie
sich aus dem Vorstehenden weiter ergibt, ist die Verdichtung der
Frischladung durch das Verhältnis des maximalen Volumens
der Verdichterkammer zum Kompressionsvolumen, d. h. dem minimalen
Volumen der Arbeitskammer 36 gegeben. Die Expansion ist
durch das Verhältnis des Volumens der Arbeitskammer 36 bei Öffnung
des Auslassventils 50 zum Kompressionsvolumen gegeben und
somit erheblich größer als die Verdichtung. Die
erfindungsgemäße Brennkraftmaschine arbeitet somit
mit verlängerter Expansion, was thermodynamisch vorteilhaft
ist.
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11 zeigt
schematisch beispielhaft einen erfindungsgemäßen
Nockentrieb. Der die Arbeitskammer 36 nach oben abschließende
Teil der Stirnwand des Zylinders ist mit 70 bezeichnet.
Der die Verdichterkammer 34 nach oben abschließende
Teil der Stirnwand des Zylinders ist mit 72 bezeichnet.
Die Ventile und Nocken sind mit den gleichen Bezugszeichen wie in
den bisherigen Figuren bezeichnet.
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Der
Ventiltrieb weist zwei Nockenwellen 74 und 76 auf,
von denen eine ein Rad 78 trägt, das über
eine Kette oder einen Zahnriemen mit einem Rad einer Kurbelwelle
verbunden ist und mit gleicher Drehzahl wie die Kurbelwelle dreht.
Die Nockenwellen sind in nicht dargestellten Lagern maschinenfest
gelagert und weisen miteinander kämmende Zahnräder 80 und 82 auf,
so dass sie mit gleicher Drehzahl gegensinnig drehen. Es sind zwei
Frischladungseinlassventile 46 vorgesehen, von denen jedes
von einem Frischladungsnocken 56 betätigt wird,
der jeweils an einer der Nockenwellen 74 und 76 ausgebildet
ist.
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In
der dargestellten Ausführungsform ist ein Auslassventil 50 vorgesehen,
das von einem nicht dargestellten an einer der Nockenwellen 74 oder 76 ausgebildeten
Auslassnocken betätigt wird. Es versteht sich, dass das
Auslassventil 50 über an beiden Nockenwellen ausgebildete
Nocken betätigt werden kann oder zwei Auslassventile vorgesehen
sein können.
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Das
Einlassventil 54 wird von einem an der Nockenwelle 74 ausgebildeten
Einlassnocken 60 betätigt, wobei ein Schaft des
Einlassventils, wie aus 1 ersichtlich, unter Abdichtung
durch den Überströmkolben 40 hindurch
geführt ist. Der Überströmkolben 40,
der die Verdichterkammer 34 und die Arbeitskammer 36 überlappt,
ist in Aufsicht oval geformt und ist im dargestellten Beispiel einteilig
mit vier Schäften ausgebildet, an deren freien Enden Rollen 84 gelagert
sind, die an jeweils einem Überströmnocken 62 anliegen,
der an jeder der Nockenwellen 74 und 76 ausgebildet
ist. Die Rollen 84 werden von Federn 86, die sich
zwischen dem Maschinengehäuse und den nicht mit Bezugszeichen
versehenen Schäften des Überströmkolbens 40 abstützen,
in Anlage an die Überströmnocken 62 gedrängt,
d. h. die Federn 86 drangen den Überströmkolben 40 gemäß 1 nach
oben in die Stellung, in der die Überströmkammer 42 maximales
Volumen hat. Die Nocken 62 sind derart konturiert, dass
der Überströmkolben 40 bei Anlage am
Nockengrundkreis gegen die Kraft der Federn nach unten in eine Stellung
gedrängt ist, in der das Volumen der Überströmkammer 42 minimal
bzw. annähernd Null ist. Die Kontur der Nocken ist einfallend,
so dass der Überströmkolben einen Hub entsprechend
der doppelpunktierten Linie der 9 ausführt,
wobei der in der Überströmkammer herrschende Druck die
Kraft der Federn 86 unterstützt. Mit der beschriebenen
Konstruktion wird erreicht, dass im Nockentrieb keine höheren
Flächenpressungen auftreten als in konventionellen Nockentrieben.
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12 zeigt
einen Querschnitt durch den Überströmkolben 40 mit
darin aufgenommenem Einlassventil 54 und Überströmventil 52.
Der Überströmkolben 40 ist mittels einer
oder mehrerer Dichtungen 90 unter Abdichtung im Zylinderkopf 30 (1)
auf- und abwärts beweglich. Der Schaft des Einlassventils 54 ist
unter Abdichtung in einer Hülse 92 geführt,
die wiederum unter Abdichtung in dem Überströmkolben 40 geführt
ist.
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Der
Schaft des Überströmventils 52 ist unter
Abdichtung verschiebbar innerhalb des Überströmkolbens 40 geführt
und wird von einer Feder 94, die sich an ihrem oberen Ende
an einem Bund des Überströmkolbens 40 und
an ihrem unteren Ende an einem starr mit dem Überströmventil 52 verbundenen
Bund abstützt, gemäß 12 nach
unten gedrängt. Am oberen Ende des Schaftes ist eine Hülse 96 befestigt,
die einen Bund aufweist, der relativ zum Überströmkolben 40 um
ein Maß h beweglich ist, das deutlich kleiner als der maximale
Hub des Überströmkolbens 40 ist.
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In
der dargestellten Stellung nimmt der Überströmkolben 40 die
Position ein, in der das Volumen der Überströmkammer 42 minimal
ist und der Ventilteller des Überströmventils 52 an
einem Ventilsitz 58 anliegt, der in der Stirnwand 32 (1)
ausgebildet ist.
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Wie
bereits erläutert, ist die Funktion derart, dass das Überströmventil 52 bei
Bewegen des Überströmkolbens 40 aus dessen
OT heraus zunächst während eines Hubs h des Überströmkolbens 40 geschlossen bleiben
kann und dann zwangsweise vom Ventilsitz 98 abhebt. Je
nach Dimensionierung der Feder 94 kann deren Kraft schon
vor Bewegen des Überströmkolbens 40 um
den Hub h vom Druck in der Verdichterkammer 34 überwunden
werden, so dass das Überströmventil 52 bereits
unmittelbar nach Beginn der Bewegung des Überströmkolbens 40 aus
seinem OT öffnet.
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Die
beispielhaft beschriebene erfindungsgemäße Brennkraftmaschine
kann in vielfältiger Weise abgeändert werden:
Das Überströmventil 52 kann
als einfaches Rückschlagventil ausgebildet sein, das lediglich
vom Druck in der Verdichterkammer 34 gegen die Kraft einer
sich am Maschinengehäuse abstützenden Feder geöffnet
wird, wobei die Federkraft zweckentsprechend eingestellt ist.
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Das Überströmventil 52 kann
als getrenntes Bauteil entfallen.
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Der Überströmkolben 40 kann
sich unmittelbar nach dem Überschieben der Frischladung
in die Arbeitskammer 36 und Schließen des Einlassventils 54 unter
Volumenzunahme der Überströmkammer 42 in Richtung
seines unteren Totpunktes bewegen, so dass der Verdichterkolben 16 unmittelbar
nach dem Einsetzen der Aufwärtsbewegung Frischladung in
die Überströmkammer 42 fördert.
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Zur
Anpassung der Öffnungs- und Schließzeitpunkte
der jeweiligen Ventile an die Betriebsbedingungen können
Phasensteller vorgesehen sein. Weiter ist es möglich, die
Ventile nicht unmittelbar durch Drehung der nicht dargestellten
Kurbelwelle der Brennkraftmaschine zu betätigen, sondern
eigene Ventilaktoren vorzusehen, die zweckentsprechend gesteuert
werden. Die effektive Verdichtung und die Zündbedingungen
können durch den Schließzeitpunkt des Auslassventils
beeinflusst werden; dieser Schließzeitpunkt kann durch
eine entsprechende Verstelleinrichtung gegebenenfalls an unterschiedliche
Betriebsbedingungen angepasst werden.
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Die
geometrischen Dimensionierungen der Kolben und Kolbenhübe
werden entsprechend den jeweiligen Anforderungen im Hinblick auf
thermodynamische Gesichtspunkte derart bemessen, dass bei geringer Verdichtungs-
und Überströmarbeit eine möglichst hohe
Füllung der Arbeits kammer 36 erzielt wird und
dass, wenn die Brennkraftmaschine ohne Fremdzündung betrieben
wird, im Bereich des OT des Arbeitskolbens 18 Temperaturen
erzielt werden, bei denen direkt eingespritzter Kraftstoff oder
direkt eingeleitetes Gas zuverlässig selbst zündet.
Bei fremd gezündetem Betrieb mit Ottokraftstoff kann die
Verdichtungsendtemperatur entsprechend niedriger liegen.
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Die
erfindungsgemäße Brennkraftmaschine kann als Saugmotor
oder aufgeladen betrieben werden.
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Es
kann vorteilhaft sein, die Ladungszusammensetzung im Arbeitszylinder
durch Verwendung eines zusätzlichen Spülventils
(ähnlich wie bei einem Kopf gesteuerten Zweitaktmotor mit
Ventilen) zu beeinflussen, d. h. das Ausschieben des Restgases zu
unterstützen, wodurch sich bei „Auslass schließt” mehr
Frischluft im Arbeitszylinder befindet und das Temperaturniveau
abgesenkt wird.
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Bei
einer abgeänderten Ausführungsform kann der Überströmkolben
lediglich gegen Federkraft geöffnet werden, so dass er
von Federn in seinen OT gedrängt wird und vom Druck in
der Verdichterkammer in Richtung zum OT bewegt wird, der durch einen
Anschlag gegeben ist.
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Ein
ausgeführter Motor, auf den sich die Diagramme der
9 und
10,
sowie die Darstellungen der
11 und
12 beziehen,
hat folgende Abmessungen:
| | Verdichterkolben | Überströmkolben | Arbeitskolben |
| Bohrung
(mm) | 86 | 65* | 115 |
| Hub
(mm) | 86 | 7 | 120 |
| OT-Volumen
(cm3) | 0 | –0 | 38 |
- * Der Überströmkolben
hat hier eine elliptische Form, um die Anforderung bezüglich
Volumenverlauf und Strömungsquerschnittsverlauf optimal
zu erfüllen.
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Die Überexpansion
dieses Motors liegt bei etwa 2,5, was für Volllastwirkungsgrade
optimal ist.
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Für
die Optimierung der Wirkungsgrade im Teillastbereich ist eine geringere Überexpansion
von beispielsweise 1,8 vorteilhaft, d. h., der Arbeitskolben wird
dann kleiner.
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Mit
dem erfindungsgemäßen Motor wurden bei Direkteinspritzung
sowohl mit Dieselkraftstoff als auch mit Ottokraftstoff effektive
Mitteldrucke von über 20 bar erzielt und effektive Wirkungsgrade
von über 55%.
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Vorteilhafterweise
sollte das Verhältnis der Volumina der Arbeitskammer zu
der Überströmkammer jeweils im UT des zugehörigen
Kolbens zwischen 25 und 60 liegen. Das Verhältnis der Volumina
der Verdichterkammer zu der Überströmkammer, jeweils
im UT des zugehörigen Kolbens, sollte zwischen 15 und 25
liegen. Das geometrische Verdichtungsverhältnis der Arbeitskammer
liegt vorteilhafterweise zwischen 25 und 40. Das Einlassventil,
das schließt, wenn der Überströmkolben
seinen OT erreicht hat, schließt vorteilhafterweise in
einem Bereich zwischen 20 und 5°KW vor OT des Arbeitskolbens.
Die vorgenannten Werte sind nur beispielhaft und nicht einschränkend.
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Zur
Unterstützung der Kaltstartfähigkeit bei nicht
fremdgezündetem Betrieb kann zusätzlich eine Glühkerze
installiert werden.
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Die
durch die Erfindung erzielte erhebliche Wirkungsgradverbesserung
ist im Wesentlichen auf wenigstens einen der folgenden Faktoren
zurückzuführen:
Ein Teil der Kompression
erfolgt außerhalb des Brennraums bzw. der Arbeitskammer,
wodurch die Kompression bei niederer Temperatur erfolgt und die
Kompressionsarbeit vermindert wird. Ein Teil der Abgasenergie wird
jeweils genutzt, indem die weitgehend oder nur wenig erwärmte
verdichtete Frischladung dem heißen Brennraum bzw. der
heißen Arbeitskammer zugeführt wird und dort thermische
Energie aufnimmt. Zur noch besseren Nutzung der Abgaswärme
kann das aus dem Auslasskanal 48 strömende Abgas
zur Aufheizung der Überströmkammer 42 verwendet
werden, indem es beispielsweise an der Rückseite des Überströmkolbens 40 entlang
oder durch ihn hindurch geführt wird und/oder die Umfangswand
des Überströmzylinders 33 aufheizt. In
diesem Fall ist der Überströmkolben nicht zur Überströmkammer
hin thermisch isoliert. Es kann auch mit zwei Überströmzylindern
gearbeitet werden, deren Überströmkammern abwechselnd
von Abgas und verdichteter Frischladung durchströmt wird.
Es versteht sich, dass die Aufheizung der Überströmkammer
derart ausgeführt wird, dass die Temperatur der Verdichterkammer
dadurch möglichst nicht ansteigt. Bei Aufheizung der in
die Überströmkammer übergeschobenen verdichteten
Frischladung wird diese thermisch weiter verdichtet und der Öffnungszeitpunkt
des Einlassventils entsprechend angepasst.
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Die
Wandwärmeverluste sind vermindert, da die gegenüber
dem Verdichter thermisch isolierte Arbeitskammer nur wenig gekühlt
werden muss oder auf eine externe Kühlung der Arbeitskammer
ganz verzichtet werden kann.
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Die
Prozessführung erfolgt mit verlängerter Expansion.
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Weitere
Vorteile des erfindungsgemäßen Motors sind sein
runder Lauf und seine Vielstofffähigkeit. Der Betrieb kann
mit flüssigen Kraftstoffen, gasförmigen Kraftstoffen
und auch staubförmigen Festbrennstoffen erfolgen.
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13 zeigt
eine schematische Aufsicht auf eine dreizylindrige erfindungsgemäße
Brennkraftmaschine, wobei die einzelnen beschriebenen Zylindereinheiten
aus Verdichterzylinder 20, Überströmzylinder 33 und Arbeitszylinder 22 in
einer Reihe hintereinander angeordnet sind. Die Verdichterkolben 16 und
Arbeitskolben 18 können über Pleuel 100, 102 (14)
mit einer gemeinsamen Kurbelwelle (104) verbunden sein,
deren Drehachse in 13 doppelpunktiert angedeutet
ist. Das Pleuel 100 des Verdichterkolbens 16 und
das Pleuel 102 und der Arbeitskolben 18 jeder
der Einheiten können mit einer gemeinsamen Kurbel zusammen
wirken, die einen Kurbelzapfen mit zwei in Längsrichtung
der Kurbelwelle 104 hintereinander angeordneten und zueinander
versetzten Kurbelzapfenabschnitten aufweist, mit denen der erwünschte
Phasenversatz zwischen der Bewegung des Arbeitskolbens 18 und
des Verdichterkolbens 16 erzielt wird. Der Arbeitskolben 18 und
der Verdichterkolben 16 können auch mit jeweils
eigenen Kröpfungen bzw. Kurbeln zusammen wirken, um den
erwünschten Phasenversatz zwischen Arbeitskolben und Verdichterkolben
zu erreichen, der auch Null sein kann.
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Für
alle Ventile und den Überströmkolben ist ein Nockentrieb,
beispielsweise entsprechend 11, vorgesehen,
der sich längs der gesamten Brennkraftmaschine erstreckt.
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Die
erfindungsgemäßen Zylindereinheiten mit Verdichterkolben, Überströmkolben
und Arbeitskolben können in jedwelcher Anzahl und Anordnung
vorhanden sein, wie sie auch bei herkömmlichen Motoren
bekannt sind.
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Die
Brennkraftmaschine wurde vorstehend mit Direkteinspritzung in den
Arbeitszylinder 22 (Einspritzventil 38) geschildert,
wobei auch mit weitgehend jedem flüssigen oder gasförmigen
Brennstoff ohne Fremdzündung gearbeitet werden kann.
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Im
Vorstehenden wurde der Zeitpunkt der Direkteinspritzung nicht im
Detail erläutert, da der Zeitverlauf der Direkteinspritzung,
wie an sich bekannt, gewählt werden kann, wobei die Einspritzung
auf vor dem OT des Arbeitskolbens liegende Voreinspritzungen und
im Bereich oder nach dem OT liegende Haupteinspritzungen aufgeteilt
werden kann. Erfindungsgemäß kann der Kraftstoff
in die Arbeitskammer eingespritzt (flüssige Kraftstoffe)
oder eingeleitet (gasförmige Kraftstoffe) werden zwischen
den Zeitpunkten B und C (10), d.
h. der Kraftstoff kann der Arbeitskammer zugeführt werden,
während sich in der Arbeitskammer nur Restgas befindet.
Dieses Restgas wird zusammen mit dem zugeführten Kraftstoff
verdichtet, wobei wegen der hohen Temperaturen eine ausgezeichnete
Homogenisierung zwischen Kraftstoff und Restgas erfolgt, so dass
der Kraftstoff, auch wenn es sich um Dieselkraftstoff handelt, zu
dem Zeitpunk C, zu dem das Einlassventil öffnet, vollständig
gasförmig vorliegt und mit der verdichteten Frischluft
unter Selbstzündung vollständig verbrennt. Die
in der Arbeitskammer vorhandene Restgasmenge wird durch den Schließzeitpunkt
B des Auslassventils bestimmt. Der Öffnungszeitpunkt C
des Einlassventils und der Schließzeitpunkt D des Einlassventils
werden zusammen mit den Volumina der Verdichterkammer, der Überströmkammer
und der Arbeitskammer sowie dem Volumen der Arbeitskammer im OT
des Arbeitskolbens derart auf die Zündbedingungen abgestimmt, dass
die Verbrennung des Luft-Kraftstoff-Restgasgemisches im Wesentlichen
nach dem OT des Arbeitskolbens erfolgt. Die Zeitdauer zwischen dem
Zeitpunkt B (Auslassventil schließt) und dem Zeitpunkt
C (Einlassventil öffnet) wird derart gewählt,
dass vor dem Einleiten von verdichteter Frischluft die angesprochene
Homogenisierung des Kraftstoff-Restgasgemisches in ausreichender
Weise erfolgt. Gegenüber der Direkteinspritzung des Kraftstoffes
nahe dem OT des Arbeitskolbens hat die erfindungsgemäße
Einspritzung bzw. Einleitung des Kraftstoffes in das Restgas nicht
nur den Vorteil der ausgezeichneten Kraftstoffhomogenisierung, sondern auch
den Vorteil, dass das Einspritzen bei niedrigerem Druckniveau erfolgt,
wodurch der Aufwand für die Einspritzausrüstung
vermindert ist. Während konventionell Kraftstoff in die
Frischluft enthaltende Arbeitskammer eingespritzt wird, wird erfindungsgemäß verdichtete
Frischluft der Arbeitskammer zugeführt, in der ein nicht brennfähiges
Kraftstoff-Restgasgemisch vorhanden ist.
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Anhand
der 15 wird im Folgenden erläutert, dass
die Brennkraftmaschine auch mit externer Gemischbildung betrieben
werden kann.
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15 zeigt
eine Prinzipansicht einer Einheit aus Verdichterzylinder 20, Überströmzylinder 33 und
Arbeitszylinder 22. In dem in den Verdichterzylinder 20 führenden
Frischladungseinlasska nal 44 ist ein Einspritzventil 106 angeordnet,
die, wie bei herkömmlichen Saugrohreinspritzungen bekannt,
flüssigen Kraftstoff oder Brenngas in den Frischladungseinlasskanal 44 einspritzt,
der Frischluft durch ein Luftfilter hindurch ansaugt oder an den
Verdichter einer Aufladeeinrichtung angeschlossen ist. Bevorzugt
erfolgt, insbesondere wenn eine oder mehrere Einspritzventile 106 bei
mehrzylindrigen Brennkraftmaschinen in jedem in einen Verdichterzylinder 20 führenden
Frischladungseinlasskanal 44 angeordnet sind, die Einspritzung
nicht kontinuierlich, sondern nur während des Zeitraums,
währenddessen die Verdichterkammer 34 durch das
offene Frischladungseinlassventil 46 (in 15 nicht
dargestellt) mit Frischluft befüllt wird.
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Durch
das Einspritzventil 106 kann jedwelcher flüssige
oder gasförmige Kraftstoff zugeführt werden. Auch
schwerflüchtige Dieselkraftstoffe können eingespritzt
werden, wobei das entstehende Gemisch während der Verdichtung
in der Verdichterkammer 34 und dem anschließenden Überschieben
in die Arbeitskammer 36 durch die Überströmkammer 42 hindurch
zumindest weitgehend vollständig verdampft und ausgezeichnet
aufbereitet und homogenisiert wird. Auf diese Weise läuft
die Verbrennung des Diesel-Luftgemisches praktisch rußfrei
ab. Lediglich der Teil des Gemischvolumens, welcher bereits in die
Arbeitskammer übergeschoben ist, erreicht durch die in
der Arbeitskammer vorherrschenden hohen Wandtemperaturen und durch
die Durchmischung mit in der Arbeitskammer vorhandenem heißen
Restgas Zündbedingungen. Dadurch entzündet sich weder
das Dieselkraftstoff-Luftgemisch noch bei Betrieb mit Ottokraftstoff,
das Ottokraftstoff-Luftgemisch oder, bei Gasbetrieb, das Gas-Luftgemisch
spontan insgesamt, sondern es erfolgt durch den zeitlichen Ablauf
des Gemischüberschiebens eine verhältnismäßig
weiche Verbrennung entsprechend der 10, deren
Druckverlauf sowohl bei externer Einspritzung als auch bei Einspritzung
direkt in die Arbeitskammer ohne Druckspitzen erfolgt, wie sie bei
klopfendem Betrieb herkömmlicher Otto-Motoren oder bei
herkömmlichen Dieselmotoren auftreten. In Folge dieser
weichen Verbrennung können belastete Bauteile schwacher
dimensioniert werden und erhöht sich die Lebensdauer des
Motors. Ein weiterer Vorteil, der mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren, insbesondere bei Saugrohreinspritzung von Dieselkraftstoff
erzielt wird, ist, dass ein Rußfilter entfallen kann und
dass konventionelle Abgasnachbehandlungen mit preiswerten Katalysatoren
die Erfüllung schärfster Abgasgesetze ermöglichen.
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Die
Drehmoment- und Leistungscharakteristika, die mit der geschilderten
Brennkraftmaschine erzielt werden, sind weitgehend unabhängig
davon, ob mit Einspritzung direkt in die Arbeitskammer oder mit
externer Einspritzung gearbeitet wird, wobei bei externer Einspritzung
ein Sys temdruck (Kraftstoffdruck stromoberhalb des Einspritzventils)
zwischen 3 und 8 bar durchaus ausreicht.
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Das
Einspritzventil 106 bzw. die Einspritzventile müssen
nicht zwangsläufig stromoberhalb der Verdichterkammer 34 angeordnet
sein. Die Einspritzung kann auch direkt in die Verdichterkammer 34 oder
in die Überströmkammer 42 erfolgen.
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Sowohl
bei Direkteinspritzung als auch bei Saugrohreinspritzung kann die
erfindungsgemäße Brennkraftmaschine mit stöchiometrischem
Luft-Kraftstoff-Verhältnis (λ = 1) oder mit rein
lastabhängiger Kraftstoffmengeneinspritzung betrieben werden.
Im ersteren Fall muss die Luftmenge lastabhängig gesteuert
und gemessen werden, damit die eingespritzte Kraftstoffmenge auf
den Luftdurchsatz abgestimmt werden kann. Je nach Betriebspunkt
der Brennkraftmaschine kann von einer Betriebsweise auf die andere übergegangen
werden. Die jeweilige Betriebsweise bestimmt in an sich bekannter
Weise die für die Abgasnachbehandlung zur verwendenden
Katalysatoren und weitere, für die Abgasnachbehandlung
wichtige Parameter, beispielsweise das Ausmaß der Abgasrückführung.
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Die
erfindungsgemäße Brennkraftmaschine ist vielstofffähig,
d. h. sie kann, wie ausgeführt, mit weitgehend allen Arten
von flüssigen und gasförmigen Kraftstoffen betrieben
werden. Der jeweils verwendete bzw. getankte Kraftstoff kann in
an sich bekannter Weise bestimmt werden und die einzelnen Steuerzeiten
können durch Einsatz entsprechender Ventilbetätigungssysteme
auf den jeweiligen Kraftstoff abgestimmt werden. Insbesondere durch
Veränderung des Öffnungszeitpunkts des Auslassventils
und Veränderung der Phasenlage der Bewegung des Überströmkolbens
relativ zur Kurbelwellendrehung kann die zum Zeitpunkt des OT des
Arbeitskolbens erreichte Temperatur in der Arbeitskammer beeinflusst
werden.
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Zur
Verbesserung des Kaltstartverhaltens kann es zweckmäßig
sein, bei Saugrohreinspritzung gegenüber dem Einspritzventil
ein zeitweilig beheiztes Heizelement anzuordnen, mit dem die Gemischbildung
im Kaltzustand unterstützt wird. Weiter kann es zweckmäßig
sein, in der Arbeitskammer ein zeitweilig beheiztes Element, beispielsweise
eine Glühkerze, anzuordnen.
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Insbesondere
bei Betrieb mit Direkteinspritzung ist es möglich, die
Brennkraftmaschine mit unterschiedlichen Kraftstoffen bei gleichen
Steuerzeiten der Ventile zu betreiben und die Kraft stoffart nur
durch Veränderung des Zeitablaufes der Einspritzung zu
verändern, was bei elektronisch ansteuerbaren Einspritzventilen
in einfacher Weise möglich ist.
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Die
Erfindung kann in vielfältiger Weise abgeändert
werden, solange die wesentlichen Merkmale der Erfindung vorhanden
sind, nämlich Verdichtung von Frischladung in einem Verdichterzylinder, Überschieben der
verdichteten Frischladung in eine Volumen veränderliche Überströmkammer,
Ausschieben der verdichteten Frischladung aus der Überströmkammer
in eine Arbeitskammer, wobei das Volumen der Überströmkammer
zumindest während eines Teils des Ausschiebens abnimmt
und Verbrennen der in die Arbeitskammer ausgeschobenen, verdichteten
Frischladung unter Arbeitsabgabe. Die Arbeitskammer ist vorteilhafterweise
von der Verdichterkammer und möglichst auch von der Überströmkammer
thermisch isoliert. Der aus der Verdichterkammer in die Überströmkammer übergeschobenen
und aus der Überströmkammer in die Arbeitskammer ausgeschobenen
Ladung wird vorteilhafterweise bei einem vorhergehenden Arbeitstakt
frei werdende thermische Energie zugeführt.
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Die
geschilderten Verfahren der direkten Einspritzung bzw. Einleitung
von Kraftstoff in den Arbeitszylinder derart, dass der Kraftstoff
in Frischluft enthaltendes, verdichtetes Gas eingeleitet wird, oder
der Kraftstoff in keine Luft bzw. keinen Sauerstoff enthaltendes
Restgas eingeleitet wird, oder der Kraftstoff strömungsoberhalb
des Arbeitszylinders in urverdichtete oder verdichtete Frischluft
eingeleitet wird, können miteinander kombiniert werden,
so dass Kraftstoffanteile entsprechend den verschiedenen Verfahren
eingeleitet werden. Die Anteile können beispielsweise last-
oder temperaturabhängig verändert werden.
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- 10
- Kurbelwelle
- 12
- Pleuel
- 14
- Pleuel
- 16
- Verdichterkolben
- 18
- Arbeitskolben
- 20
- Verdichterzylinder
- 22
- Arbeitszylinder
- 24
- Zylinderrohr
- 28
- Zylindergehäuse
- 30
- Zylinderkopf
- 32
- Stirnwand
- 33
- Überströmzylinder
- 34
- Verdichterkammer
- 36
- Arbeitskammer
- 38
- Einspritzventil
- 40
- Überströmkolben
- 42
- Überströmkammer
- 44
- Frischladungseinlasskanal
- 46
- Frischladungseinlassventil
- 48
- Auslasskanal
- 50
- Auslassventil
- 52
- Überströmventil
- 53
- Feder
- 54
- Einlassventil
- 56
- Frischladungsnocken
- 58
- Auslassnocken
- 60
- Einlassnocken
- 62
- Überströmnocken
- 70
- Stirnwand
- 72
- Stirnwand
- 74
- Nockenwelle
- 76
- Nockenwelle
- 78
- Rad
- 80
- Zahnrad
- 82
- Zahnrad
- 84
- Rolle
- 86
- Feder
- 90
- Dichtung
- 92
- Hülse
- 94
- Feder
- 98
- Ventilsitz
- 100
- Pleuel
- 102
- Pleuel
- 104
- Kurbelwelle
- 106
- Einspritzventil
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
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Zitierte Patentliteratur
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- - US 2005/0268609
A1 [0003]