DE102008036979B3 - Einfüllstutzen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Einfüllstutzen (1) für einen Kraftstoffbehälter eines Kraftfahrzeuges mit wenigstens einem im Bereich der Einfüllöffnung vorgesehenen Rohrabschnitt (3) zur Aufnahme des Auflaufstutzens (4) eines Kraftstoff-Zapfventils. Der Einfüllstutzen (1) gemäß der Erfindung zeichnet sich durch wenigstens einen eine Einschnürung bildenden Einsatz als Flammensperre aus, welche den Auslaufstutzen (4) unter Bildung wenigstens eines Gasdurchtrittsspalts (7) umschließt, wobei das Spaltmaß so gewählt ist, dass ein Flammendurchschlag verhindert wird (Figur 1).
Description
- Die Erfindung betrifft einen Einfüllstutzen für einen Kraftstoffbehälter eines Kraftfahrzeuges mit wenigstens einem im Bereich der Einfüllöffnung vorgesehenen Rohrabschnitt zur Aufnahme des Auslaufstutzens eines Kraftstoff-Zapfventils, wobei wenigstens ein eine Einschnürung bildender Einsatz als Flammensperre vorgesehen ist, welcher den Auslaufstutzen unter Bildung wenigstens eines Gasdurchtrittsspalts umschließt, wobei das Spaltmaß so gewählt ist, dass ein Flammendurchschlag verhindert wird.
- Grundsätzlich ist es wünschenswert, den Einfüllstutzen des Kraftstoffbehälters eines Kraftfahrzeuges in Bezug auf den Auslaufstutzen des Kraftstoff-Zapfventils bei der Betankung des Kraftfahrzeuges abzudichten. Hiermit soll ein Rückschwall (spit-back) des Kraftstoffs bei der Abschaltung des Zapfventils bei erreichtem maximalen Füllstand im Kraftstoffbehälter verhindert werden. Darüber hinaus müssen aber auch begrenzte Winkeländerungen des Auslaufstutzen der Zapfpistole bzw. des Zapfventils möglich sein. Hierzu ist beispielsweise aus den Druckschriften
EP 0 248 673 B1 oderDE 38 29 948 A1 bekannt, Dichtungen aus gummielastischem Material vorzusehen, die den eingeschobenen Auslaufstutzen des Kraftstoff-Zapfventils dichtend umschließen. Diese Dichtungen sind mit dem Nachteil behaftet, dass sie einem gewissen Verschleiß unterliegen, sodass deren Wirksamkeit verhältnismäßig schnell nachlässt. - Aus der
DE 195 33 306 C1 ist beispielsweise bekannt, als Ringdichtung eine Bürstendichtung mit radial nach innen gerichteten Borsten vorzusehen. Diese Bürstendichtung hat den Vorzug, dass sie verhältnismäßig toleranzunabhängig und auch verschleißunanfällig ist. Ein Heraussprühen des Kraftstoffs bei der Betankung wird zuverlässig verhindert. Um eine ggf. erforderliche hohe Gasdichtigkeit zu erzielen, ist allerdings eine entsprechend dichte Anordnung der Borsten erforderlich, wodurch die Bürstendichtung verhältnismäßig teuer und aufwendig wird. - Ein gasdichtes Umschließen des Auslaufstutzens des Kraftstoffzapfventils ist darüber hinaus nicht immer wünschenswert.
- Insbesondere moderne ethanolhaltige Kraftstoffe besitzen einen niedrigeren Dampfdruck als konventionelle Kraftstoffe, sodass insbesondere bei der Betankung mit ethanolhaltigen Kraftstoffen die Gefahr besteht, dass sich zündfähige Kraftstoffdampf-Luft-Gemische im Bereich der Einfüllöffnung des Kraftfahrzeuges und im Ausgleichsvolumen des Kraftstoffbehälters bei der Betankung bilden. Der Einfüllstutzen des Kraftstoffbehälters sollte daher hinsichtlich der Abdichtung in Bezug auf den Auslaufstutzen des Kraftstoff-Zapfventils so beschaffen sein, dass ein Flammendurchschlag in den Kraftstoffbehälter zuverlässig vermieden wird.
- Ein Einfüllstutzen der eingangs genannten Art ist beispielsweise aus der
DE 195 11 073 A1 bekannt. Dort ist im Einfüllstutzen ein Einsatz vorgesehen, der eine Einschnürung des Einfüllstutzens bildet und der umfänglich mit fensterartigen Durchbrüchen als Gasableitbereiche versehen ist, welche jeweils mit einem sogenannten Flammendurchschlagssicherungsgitter verschlossen sind. Der in derDE 195 11 073 A1 beschriebene Reduziereinsatz dient allerdings in erster Linie dazu, den Wirkungsgrad bei der Gasrückführung und der Betankungssicherheit bei der emissionsfreien Betankung mit Gasrückführsystem zu verbessern. Dementsprechend ist die Geometrie des Reduziereinsatzes gewählt. - Mittel zur Verhinderung eines Flammendurchschlages beider Betankung sind beispielsweise auch in der
US 2,379,735 und derUS 5 246 130 A beschrieben. - Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Einfüllstutzen der eingangs genannten Art bereitzustellen, mit welchem ein Flammendurchschlag in den Kraftstoffbehälter zuverlässig vermieden wird und der insbesondere konstruktiv mit verhältnismäßig geringem Aufwand zu realisieren ist.
- Die Aufgabe wird gelöst durch einen Einfüllstutzen nach Oberbegriff von Anspruch 1, der sich dadurch auszeichnet, dass als Einsatz wenigstens ein Spiralring vorgesehen ist, der eine Vielzahl von sich in Längsrichtung des Einfüllstutzens erstreckenden Gasdurchtrittsspalten bildet.
- Die Erfindung kann dahingehend zusammengefasst werden, dass ein als Flammensperre ausgebildeter Einsatz den Auslaufstutzen des Kraftstoff-Zapfventils bei der Betankung so umschließt, dass ein Gasdurchtritt zwar möglich ist, ein Flammendurchschlag aber aufgrund des verhältnismäßig geringen Spaltmaßes nicht möglich ist. Die Wirkungsweise entspricht dabei derjenigen eines Flammensiebs. Der Gasdurchtrittsspalt ist von seiner Weite so bemessen, dass das hindurchtretende Gas bis zum Absterben der Flamme abkühlt.
- Unter Spiralring im Sinne der Erfindung ist ein geschlossenes ringförmiges Element aus einer sich in Umfangsrichtung erstreckenden und umlaufenden Wendel zu verstehen. Diese Wendel kann beispielsweise aus einem Draht bestehen. Der Spiralring gemäß der Erfindung kann beispielsweise federelastisch sein und einen Innendurchmesser aufweisen, der geringfügig kleiner ist als der Außendurchmesser des Auslaufstutzens des Zapfventils, sodass die einzelnen Windungen der Wendel durch das Einführen des Auslaufstutzens der Zapfpistole aufgeweitet werden und eine entsprechende Anzahl von Gasdurchtrittsspalten bildet.
- Bei einer alternativen Variante des Einfüllstutzens gemäß der Erfindung ist vorgesehen, dass der Einsatz eine Vielzahl von umfänglich mit Abstand zueinander angeordneten, sich in Längsrichtung des Einfüllrohrs erstreckenden Federzungen aufweist, zwischen welchen jeweils sich in Längsrichtung des Einfüllrohrs erstreckende Gasaustrittsspalten gebildet werden.
- Bei einer anderen Variante des Einfüllstutzens gemäß der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Einsatz als Hülse mit der Kontur eines einschaligen Hyperboloids ausgebildet ist, welche eine Vielzahl von Gasdurchtrittsspalten aufweist.
- Die Gasdurchtrittspalten können sich in etwa in Längsrichtung des Einfüllrohrs erstrecken.
- Alternativ kann vorgesehen sein, dass sich die Gasdurchtrittsspalten im Wesentlichen in einem spitzen Winkel bezogen auf die Längsachse des Einfüllrohrs erstrecken.
- Beispielsweise kann der Einsatz durch eine um ihre Längsachse tordierte, in Längsrichtung geschlitzte Hülse gebildet sein.
- Die Erfindung wird nachstehend anhand mehrerer in den Zeichnungen dargestellter Ausführungsbeispiele erläutert.
- Es zeigen:
-
1 eine schematische, stark vereinfachte Schnittansicht des Einfüllstutzens gemäß der Erfindung, -
2 eine Schnittansicht des im Bereich der Einfüllöffnung des Einfüllrohrs vorgesehenen Rohrabschnitts zur Aufnahme des Auslaufstutzens eines Kraftstoff-Zapfventils, -
3 eine schematische Darstellung des Spiralrings gemäß der Erfindung, -
4 eine schematische Darstellung des zweiten Ausführungsbeispiels der Erfindung, bei welchem der Rohransatz einen Federzungen aufweisenden Einsatz aufnimmt, -
5 und6 ein drittes Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung, bei welchem der Einsatz als Hülse mit der Kontur eines einschaligen Hyperboloids ausgebildet ist und -
7 und8 ein viertes Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung. - Es wird zunächst Bezug genommen auf die
1 . Dort ist schematisch ein Einfüllstutzen1 eines Kunststoff-Kraftstoffbehälters im Bereich seiner Einfüllöffnung2 dargestellt. In diesem Bereich nimmt der Einfüllstutzen einen Rohrabschnitt3 auf, der einen gegenüber dem Einfüllstutzen1 reduzierten Durchmesser aufweist und zur Aufnahme und Umschließung eines Auslaufstutzens4 eines Kraftstoff-Zapfventils ausgebildet ist. - Sowohl der Kraftstoffbehälter als auch das Kraftstoff-Zapfventil (landläufig als Zapfpistole bezeichnet) sind aus Vereinfachungsgründen nicht dargestellt.
- Wie aus dem in den
1 bis3 dargestellten ersten Ausführungsbeispiel ersichtlich ist, ist der Rohrabschnitt3 mit einer nach innen geöffneten Nut5 versehen, die einen Einsatz in Form eines Spiralrings6 aufnimmt. - Der Spiralring
6 ist als torusförmiges Element mit einer in Umfangrichtung aufgewickelten Drahtwendel ausgebildet. Der Innendurchmesser des Spiralrings6 ist im unbelasteten Zustand geringfügig kleiner als der Innendurchmesser des Rohrabschnittes3 und als der Außendurchmesser des Auslaufstutzens4 . Wird der Auslaufstutzen4 des Zapfventils1 in den Rohrabschnitt3 und in den Spiralring6 eingeführt, so wird dieser aufgeweitet, sodass zwischen den einzelnen Windungen des Spiralrings6 umfänglich angeordnete Gasdurchtrittsspalten7 entstehen, deren Spaltmaß so groß ist, dass diese wie ein Flammensieb gegen Flammendurchschlag wirken. Etwa durch die Gasdurchtrittsspalte7 hindurchtretendes Gas wird aufgrund der verhältnismäßig geringen Spaltweite so abgekühlt, dass ein Absterben einer etwa entstehenden Flamme bewirkt wird. - Der Spiralring
6 besteht zweckmäßigerweise aus Metall, es ist allerdings durchaus denkbar, diesen auch aus anderen Materialien zu fertigen. - In
4 ist eine alternative Variante des Einfüllstutzens1 gemäß der Erfindung dargestellt. Aus Vereinfachungsgründen sind nur der Rohrabschnitt3 und ein Teil des Auslaufstutzens4 dargestellt. In den Rohrabschnitt3 ist als Einsatz ein Haltering8 mit daran angeordneten, sich in Längsrichtung des Einfüllstutzens1 erstreckenden Federzungen10 vorgesehen, wobei die Federzungen10 in den Querschnitt des Rohrabschnitts3 hineinragen, derart, dass der Durchtrittsquerschnitt kleiner als der Außendurchmesser des Auslaufstutzens4 ist. Die Federzungen9 sind mit Abstand zueinander über den Umfang des Halterings8 verteilt angeordnet, sodass zwischen den Federzungen9 wiederum Gasdurchtrittspalte7 gebildet werden, wenn der Auslaufstutzen4 in den Rohrabschnitt3 eingeführt wird. Die Federzungen9 sind so gebogen, dass die gesamte Anordnung die Kontur eines einschaligen Hyperboloids aufweist. - Die in
5 und6 dargestellte Variante des Einfüllstutzens1 gemäß der Erfindung unterscheidet sich von der in4 gezeigten Variante dadurch, dass der Einsatz die Form einer Hülse10 aufweist, die ebenfalls die Gestalt eines einschaligen Hyperboloids aufweist. Die Hülse10 ist zwischen zwei umlaufenden Absätzen11 des Rohrabschnitts3 eingespannt. - Es wird schließlich Bezug genommen auf das in den
7 und8 dargestellte Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Einfüllstutzens. Der dort dargestellte Einsatz ist als zylindrische Hülse10 ausgebildet, die sich in Richtung der Rotationsachse erstreckende Gasdurchtrittsspalte7 aufweist. Die Hülse10 umfasst zwei Halteringe8 , zwischen denen sich Federstäbe12 erstrecken. Durch Tordierung der Halteringe8 gegeneinander nehmen die Federstäbe12 die in8 eingezeichnete Lage ein, derart, dass sich die Gasdurchtrittsspalte7 in einem spitzen Winkel zur Längsachse des Einfüllstutzens1 erstrecken. -
- 1
- Einfüllstutzen
- 2
- Kunststoff-Kraftstoffbehälter
- 3
- Rohrabschnitt
- 4
- Auslaufstutzen
- 5
- Nut
- 6
- Spiralring
- 7
- Gasdurchtrittsspalte
- 8
- Haltering
- 9
- Federzungen
- 10
- Hülse
- 11
- Absätze
- 12
- Federstäbe
Claims (8)
- Einfüllstutzen (
1 ) für einen Kraftstoffbehälter eines Kraftfahrzeuges mit wenigstens einem im Bereich der Einfüllöffnung vorgesehenen Rohrabschnitt (3 ) zur Aufnahme des Auslaufstutzens (4 ) eines Kraftstoff-Zapfventils, wobei wenigstens ein eine Einschnürung bildender Einsatz als Flammensperre vorgesehen ist, welcher den Auslaufstutzen (4 ) unter Bildung wenigstens eines Gasdurchtrittsspalts (7 ) umschließt, wobei das Spaltmaß so gewählt ist, dass ein Flammendurchschlag verhindert wird, dadurch gekennzeichnet, dass als Einsatz wenigstens ein Spiralring (6 ) vorgesehen ist, der eine Vielzahl von sich etwa in Längsrichtung des Einfüllstutzens (1 ) erstreckenden Gasdurchtrittsspalte (7 ) bildet. - Einfüllstutzen nach Oberbegriff von Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz eine Vielzahl von umfänglich mit Abstand zueinander angeordneten, sich in Längsrichtung des Einfüllstutzens (
1 ) erstreckenden Federzungen (9 ) aufweist, zwischen welchen jeweils sich in Längsrichtung des Einfüllstutzens (1 ) erstreckende Durchtrittsspalte (7 ) vorgesehen sind. - Einfüllstutzen nach Oberbegriff von Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz als Hülse (
10 ) mit der Kontur eines einschaligen Hyperboloids ausgebildet ist, die eine Vielzahl von Gasdurchtrittspalten (7 ) aufweist. - Einfüllstutzen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Gasdurchtrittsspalte (
7 ) in etwa in Längsrichtung des Einfüllstutzens (1 ) erstrecken. - Einfüllstutzen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Gasdurchtrittspalte (
7 ) im Wesentlichen in einem spitzen Winkel bezogen auf die Längsachse des Einfüllstutzens erstrecken. - Einfüllstutzen nach einem der Ansprüche 3 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz durch eine um ihre Längsachse tordierte, in Längsrichtung geschlitzte zylindrische Hülse (
10 ) gebildet wird. - Einfüllstutzen nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz aus einer Vielzahl von Stäben gebildet wird, die sich zwischen wenigstens zwei mit Abstand zueinander angeordneten Halteringen erstrecken und die zwischen sich jeweils eine Gasdurchtrittsspalte bilden.
- Einfüllstutzen nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteringe so gegeneinander verdreht sind, dass der Einsatz eine Mantelfläche in Form eines einschaligen Hyperboloids definiert.
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Representative=s name: KIERDORF RITSCHEL RICHLY PATENTANWAELTE PARTG , DE Representative=s name: KIERDORF RITSCHEL PATENTANWAELTE PARTG MBB, DE Representative=s name: RICHLY & RITSCHEL PATENTANWAELTE PARTG MBB, DE |
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