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Die
Erfindung betrifft ein Steuergerät nach dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
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Derartige
Steuergeräte finden vor allem als elektrische Schalter
für ein Elektrohandwerkzeug mit einem Elektromotor, wie
für ein Akku- und/oder Netz-Elektrowerkzeug, Verwendung.
Bei diesen Elektrowerkzeugen kann es sich um Bohrmaschinen, Schleifer,
Sägen, Hobel, Winkelschleifer o. dgl. handeln.
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Aus
der
DE 195 08 925
A1 ist ein elektrischer Schalter für ein Elektrowerkzeug
bekannt, der ein Gehäuse zur Aufnahme einer elektrischen
Schaltungsanordnung zur Steuerung und/oder Regelung des Elektromotors
aufweist. Bei einer solchen Schaltungsanordnung kann es sich um
einen Elektronikbaustein für die Steuerung und/oder Regelung
der Drehzahl des Elektromotors, beispielsweise durch Pulsweitenmodulation,
handeln. Weitere Einsatzfälle für einen solchen
Elektronikbaustein können die Steuerung und/oder Regelung
des Freilaufs, beispielsweise durch Dioden, des Drehmoments, beispielsweise
durch Stromregelung, oder anderer Kenngrößen,
wie automatische Abschaltung, automatische Regelung, elektronische
Bremsung, elektronischer Sanftanlauf des Elektromotors o. dgl., sein.
Die im Gehäuse befindliche Schaltungsanordnung enthält
nun wiederum wenigstens ein Bauteil, wie einen Leistungshalbleiter,
einen Leistungstransistor, einen MOS-FET, einen Triac o. dgl., das
zur entsprechenden Steuerung und/oder Regelung des durch das Bauteil
zum Elektromotor fließenden elektrischen Laststroms dient.
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Das
Bauteil erzeugt aufgrund seiner Funktion als Leistungsbauteil eine
Verlustleistung in Form von Wärme, die aus dem Gehäuse
abzuführen ist. Ebenso können sonstige Teile der
Schaltungsanordnung Verlustwärme erzeugen. Zur Abführung
dieser Wärme dient ein an der Außenseite des Gehäuses befindlicher
Kühlkörper, mit dem das wärmeerzeugende
Bauteil und/oder wenigstens Teile der Schaltungsanordnung in wärmeleitender
Verbindung stehen. Es hat sich nun herausgestellt, daß in
manchen Fällen, insbesondere im Dauerlast- und/oder Blockierfall
des Elektrowerkzeugs bei bisherigen Kühlkörpern
die Wärmeabfuhr nicht genügend ist. Es liegt auf
der Hand, daß in solchen Fällen die Betriebssicherheit
des Schalters und damit des Elektrowerkzeugs leidet.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Kühlkörper
derart weiterzuentwickeln, daß die Abführung der
Wärme aus dem Gehäuse verbessert ist. Insbesondere
soll eine effektive Kühlung des Leistungshalbleiters im
Dauerlast- und/oder Blockierfall unter Ausnutzung des im Gerät
bestehenden Kühlluftstromes und/oder Beachtung der beengten Platzverhältnisse
in der Griffschale und/oder Berücksichtigung der einfachen
Kontaktiermöglichkeit zwischen Schalter sowie Motor gegeben
sein.
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Diese
Aufgabe wird bei einem gattungsgemäßen Steuergerät
durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
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Bei
dem erfindungsgemäßen Steuergerät weist
der Kühlkörper wenigstens zwei Bereiche auf. Der
erste Bereich des Kühlkörpers ist im Gehäuse angeordnet,
derart daß das wärmeerzeugende Bauteil und/oder
wenigstens Teile der Schaltungsanordnung in direkter Verbindung
mit dem ersten Bereich stehen, also am ersten Bereich in wärmeleitender Verbindung
befestigt sind. Der zweite Bereich des Kühlkörpers
ragt aus dem Gehäuse heraus, insbesondere in der Art eines
beidseitig seitlichen Austritts aus dem Gehäuse. Weitere
Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
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In üblicher
Weise ist bei einem Elektrowerkzeug der Schalter im Elektrowerkzeug-Gehäuse,
und zwar bevorzugterweise in dessen Handgriff angeordnet. Um eine
weitere Verbesserung der Wärmeabfuhr zu erzielen, reicht
der zweite Bereich des Kühlkörpers bis in den
Bereich des Kühlluftstromes für das Elektrowerkzeug,
der vor allem zur Kühlung des Elektromotors dient, hinein.
Entgegen bisherigen Ausgestaltungen ist der zweite Bereich somit
bis in den Kühlluftstrom fortgesetzt.
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Der
Kühlkörper kann der abzuführenden Wärme
entsprechend angepaßt sein. Hierfür ist der Kühlkörper
im Hinblick auf dessen Dicke gestuft ausgestaltet. Der erste Bereich
des Kühlkörpers ist vor allem im Bereich des Leistungshalbleiters
und/oder des Leistungsbauteils mit einer höheren Materialstärke
versehen, um so die Wärmeableitung weiter zu verbessern.
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Ein
Teil des in den Kühlluftstrom ragenden zweiten Bereichs
des Kühlkörpers kann flügelartig ausgestaltet
sein. Vor allem ragt dann der flügelartige zweite Bereich
in den Kühlluftstrom für das Elektrowerkzeug hinein.
Weiterhin kann der flügelartige zweite Bereich des Kühlkörpers
mit Schlitzen, Durchbrüchen, Öffnungen o. dgl.
zur Vergrößerung der Oberfläche und/oder
Erleichterung des Luftstroms für den Luftdurchtritt versehen
sein. Eine solche Ausgestaltung ist in besonderer Weise dem Bauraum
im Elektrowerkzeug angepaßt und optimiert die Wärmeabfuhr.
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Die
Montage des Kühlkörpers im Gehäuse läßt
sich in einfacher Weise dadurch bewerkstelligen, daß der
zweite Bereich am Austritt aus dem Gehäuse in Bezug auf
den ersten Bereich abgewinkelt ist. Dabei bietet es sich an, daß die
Abwinkelung in etwa 90° beträgt. Zweckmäßigerweise
liegt der zweite Bereich an der Wandung des Gehäuses an.
Eine einfache Montage des Kühlkörpers ist dann
gegeben, wenn der Kühlkörper beispielsweise mittels
Rast- und/oder Schnappverbindungen für den zweiten Bereich
am Gehäuse befestigt ist.
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In üblicher
Weise kann das Gehäuse einen Sockel sowie einen Deckel
umfassen. Zweckmäßigerweise ist der Kühlkörper
am Sockel befestigt. Der einfachen Montage halber kann der Deckel
mittels Rast- und/oder Schnappverbindungen am Sockel befestigt sein,
wobei dann der zweite Bereich des Kühlkörpers
eine Aussparung für die Rast- und/oder Schanppverbindung
zwischen Deckel und Sockel aufweist.
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In
Anpassung an die Flußrichtung des Kühlluftstromes
kann der flügelartige zweite Bereich winklig vom restlichen
zweiten Bereich abstehend ausgestaltet sein. Bevorzugterweise beträgt
der Winkel zwischen diesen Bereichen zwischen 90° und 160°, insbesondere
in etwa 120°. Um optimal im Kühlluftstrom befindlich
zu sein, überragt der zweite flügelartige Bereich
das Gehäuse. Eine weitere Optimierung der Wärmeabfuhr
läßt sich dadurch erreichen, daß auch
der flügelartige zweite Bereich zumindest teilweise mit
einer höheren Materialstärke versehen ist.
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Für
eine kostengünstige Herstellbarkeit ist der Kühlkörper
weitgehend einstückig ausgebildet. Dabei bietet es sich
an, den Kühlkörper in der Art eines Stanzbiegeteils
aus einem gefrästen und/oder gewalzten Blechband herzustellen.
Desweiteren kann der Bereich höherer Materialstärke
am Kühlkörper durch Aufplattierung, Aufschweißung,
Auflötung o. dgl. hergestellt sein. Als Material für
den Kühlkörper bieten sich gut wärmeleitfähige
Werkstoffe, wie Kupfer, Aluminium, Stahl o. dgl. an.
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Zusammenfassend
läßt sich für eine besonders bevorzugte
Ausgestaltung feststellen, daß der Köhlkörper
gestuft mit einer höheren Materialstärke im Bereich
des Leistungshalbleiters ausgestaltet ist. Die Anordnung des Kühlkörpers
im Schalter erfolgt mit einem beidseitig seitlichen Austritt aus
dem Schaltergehäuse und einer Fortsetzung des Kühlkörpers
bis in den Bereich des Geräte-Kühlluftstromes. Optional
kann die Fortsetzung mit Schlitzen für den Luftdurchtritt
zur Vergrößerung der Oberfläche und/oder
Erleichterung des Luftstroms versehen sein.
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Die
mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin,
daß durch die Aufdickung des Kühlkörpers
im Bereich des Leistungshalbleiters im Blockierfall mehr Wärme
aufgenommen und vom Leistungshalbleiter abgezogen wird. Aufgrund
des größeren Querschnitts kann auch im Dauerlastfall
deutlich mehr Wärme abtransportiert und in den Bereich
des Kühlluftstroms weitergeleitet werden. Hierdurch kann
ein niedriger spezifizierter und deutlich günstigerer Leistungshalbleiter
verwendet werden. Es ergibt sich damit auch eine Kostenersparnis.
Außerdem ist durch die verbesserte Abführung der
Verlustwärme die Betriebssicherheit des Steuergeräts
und/oder des Schalters verbessert.
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Ein
Ausführungsbeispiel der Erfindung mit verschiedenen Weiterbildungen
und Ausgestaltungen ist in den Zeichnungen dargestellt und wird
im folgenden näher beschrieben. Es zeigen
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1 einen
elektrischen Schalter in perspektivischer Gesamtansicht,
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2 den
Kühlkörper des Schalters aus 1 als
Einzelteil in perspektivischer Ansicht,
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3 das
Kontaktsystem des Schalters aus 1,
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4 die
Ausgestaltung der Umlenkung der Betätigungsbewegung für
den Schalter und
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5 eine
Einschaltsperreinrichtung für das Betätigungsorgan
des Schalters.
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In 1 ist
ein elektrischer Schalter 1 gezeigt, der zur Verwendung
für ein Elektrohandwerkzeug mit einem Elektromotor, wie
für ein Akku- und/oder Netz-Elektrowerkzeug, geeignet ist.
Bei den Elektrowerkzeugen kann es sich beispielsweise um Bolumaschinen,
Schleifer, Sägen, Hobel, Winkelschleifer o. dgl. handeln.
Insbesondere ist der Schalter 1 zur Verwendung im Handgriff
eines Zweihandwinkelschleifers geeignet. Der Schalter 1 besitzt
ein Gehäuse 2 zur Aufnahme eines einen beweglichen Schaltkontakt 8 sowie
einen Festkontakt 9 umfassenden Kontaktsystems 7 (siehe 3).
Am Gehäuse 2 ist ein manuell vom Benutzer durch
Verschwenken bewegbares Betätigungsorgan 3 angeordnet.
Das Betätigungsorgan 3 wirkt bei dessen Betätigung
auf den Schaltkontakt 8 zur Umschaltung des Kontaktsystems 7 ein,
so daß das Elektrowerkzeug mittels des Betätigungsorgans 3 ein-
und/oder ausschaltbar ist. Am Gehäuse 2 befinden
sich weiterhin elektrische Anschlüsse 4 zur Verbindung
des Schalters 1 mit einer Energiequelle sowie elektrische
Anschlüsse 5 zur Verbindung des Schalters 1 mit
dem Elektromotor.
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Schließlich
befindet sich im Gehäuse 2 eine elektrische Schaltungsanordnung
zur Steuerung und/oder Regelung des Elektromotors. Die Schaltungsanordnung
dient als Steuerelektronik zur Drehzahlveränderung des
Elektromotors. Hierzu weist die Schaltungsanordnung wenigstens ein
zugehöriges, wärmeerzeugendes Leistungsbauteil 10 (siehe 2),
wie einen Leistungshalbleiter, einen Leistungstransistor, einen
MOS-FET, einen Triac o. dgl., auf, wodurch eine entsprechende Steuerung und/oder
Regelung des durch das Leistungsbauteil 10 zum Elektromotor fließenden
elektrischen Laststroms erfolgt.
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Um
die während des Betriebs des Elektrowerkzeugs entstehende
Verlustwärme aus dem Gehäuse 2 abzuführen,
stehen das wärmeerzeugende Leistungsbauteil 10 und/oder
wenigstens Teile der Schaltungsanordnung mit einem wenigstens teilweise
an der Außenseite des Gehäuses 2 befindlichen Kühlkörper 6 in
wärmeleitender Verbindung. Wie näher aus 2 hervorgeht
weist der Kühlkörper 6 wenigstens zwei
Bereiche 11, 12 auf, die in etwa in der Gestalt
eines U's angeordnet sind. Der erste Bereich 11 des Kühlkörpers 6 ist
derart im Gehäuse 2 angeordnet, daß das
wärmeerzeugende Bauteil 10 und/oder wenigstens
Teile der Schaltungsanordnung am ersten Bereich 11 in wärmeleitender
Verbindung befestigt sind und somit in direkter Verbindung mit dem
ersten Bereich 11 stehen. Der zweite Bereich 12 des
Kühlkörpers 6 ragt aus dem Gehäuse 2 in
der Art eines beidseitig seitlichen Austritts aus dem Gehäuse 2 heraus,
wie man anhand der 1 erkennt.
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Wie
bereits erwähnt, ist der Schalter 1 im Handgriff
des Elektrowerkzeugs, das ein Elektrowerkzeug-Gehäuse besitzt,
angeordnet. Der zweite Bereich 12 des Kühlkörpers 6 reicht
bis in den Bereich des Kühlluftstromes für das
Elektrowerkzeug, der zur Kühlung des Elektromotors dient,
hinein. Aufgrund dieser Fortsetzung 12' des zweiten Bereiches 12 dient
somit der Kühlluftstrom gleichzeitig auch zur Kühlung
des Schalters 1. Wie weiter aus 2 zu entnehmen
ist, ist der Kühlkörper 6 im Hinblick
auf dessen Dicke gestuft ausgestaltet. So ist der erste Bereich 11 des
Kühlkörpers 6 im Bereich des Leistungsbauteils 10 mit
einer höheren Materialstärke d1 versehen. Die
Materialstärke d2 im zweiten Bereich 12, 12' ist
entsprechend geringer. Dadurch wird eine verbesserte Wärmeableitung
gerade im kritischen Bereich des Leistungsbauteils 10,
wo eine große Verlustwärme entsteht, erzielt.
Ein Teil des zweiten Bereich 12' des Kühlkörpers 6 ist
flügelartig ausgestaltet, womit dieser in besserer sowie
angepaßter Weise in den Kühlluftstrom für
das Elektrowerkzeug hineinragt. Wie anhand von 1 erkennbar
ist der flügelartige zweite Bereich 12' an der
Frontseite des Kühlkörpers 6 angeordnet.
Zusätzlich können noch weitere Teile des zweiten
Bereichs 12'' flügelartig ausgestaltet sein, wobei
diese weiteren Flügel 12'' an der vorderen Oberseite
des Kühlkörpers 6 befindlich sind. Dadurch
kann die Ausnutzung des Kühlluftstroms zur Wärmeabfuhr
weiter optimiert werden. Der zweite Bereich 12' des Kühlkörpers 6 ist
mit Schlitzen 13, Durchbrüchen, Öffnungen
o. dgl. zur Vergrößerung der Oberfläche
und/oder Erleichterung des Luftstroms für den Luftdurchtritt
versehen. Mit anderen Worten handeltes sich um einen gestuften Kühlkörper 6,
der im Bereich des Triacs 10 aufgedickt ist und Lüftungsschlitze 13 an
den vorderen Flügeln 12' besitzt.
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Wie
man anhand von 2 sieht, ist der zweite Bereich 12 in
Bezug auf den ersten Bereich 11 an einer Kante 32 abgewinkelt.
Diese Abwinklung 32 befindet sich gemäß 1 am
Austritt des Kühlkörpers 6 aus dem Gehäuse 2.
Die Abwinkelung 32 beträgt in etwa 90°,
so daß der zweite Bereich 12 dann an der jeweiligen
Wandung des Gehäuses 2 anliegt. Wie weiter der 1 zu
entnehmen ist, ist der Kühlkörper 6 mittels
Rast- und/oder Schnappverbindungen 33 für den
zweiten Bereich 12 am Gehäuse 2 befestigt.
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Das
Gehäuse 2 für den Schalter 1 umfaßt
einen Sockel 34 sowie einen Deckel 35. Der Kühlkörper 6 ist
mittel der Rast- und/oder Schnappverbindungen 33 am Sockel 34 befestigt.
Weiter ist auch der Deckel 35 mittels Rast- und/oder Schnappverbindungen 36 am
Sockel 34 befestigt. Der zweite Bereich 12 des
Kühlkörpers 6 weist eine Aussparung 54 für
die Aufnahme der Rast- und/oder Schnappverbindung 36 zwischen
Deckel 35 und Sockel 34 auf.
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Wie
bereits erwähnt ragen die Flügel 12', 12'' in
angepaßter Weise entsprechend den Verhältnissen
im Elektrowerkzeug-Gehäuse in den Kühlluftstrom
hinein. Hierzu ist gemäß 1 der flügelartige zweite
Bereich 12', 12'' winklig vom restlichen zweiten
Bereich 12 abstehend ausgestaltet. Der Winkel zwischen
den Bereichen 12, 12' und/oder den Bereichen 12, 12'' beträgt
zwischen 90° und 170°. Bei einem Zweihandwinkelschleifer-Schalter
hat sich ein Winkel von in etwa 120° als besonders optimal
erwiesen. Besonders günstig ist für die Wärmeabfuhr auch,
wenn der zweite flügelartige Bereich 12', 12'' das
Gehäuse 2 überragt. Eine weitere Optimierung der
Wärmeabfuhr kann schließlich noch dadurch erreicht
werden, indem der flügelartige zweite Bereich 12' zumindest
teilweise mit einer höheren Materialstärke d3
versehen ist, wie in 2 zu sehen ist.
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Der
Kühlkörper 6 ist gemäß 2 weitgehend
einstückig ausgestaltet. Ein solcher Kühlkörper 6 läßt
sich aus einem gefrästen oder gewalzten Blechband aus Kupfer,
Aluminium, Stahl o. dgl. in der Art eines Stanzbiegeteils herstellen.
Die Bereiche mit höherer Materialstärke d1, d3
am Kühlkörper 6 lassen sich durch Aufplattierung,
Aufschweißung, Auflötung o. dgl. des weiteren
Materials herstellen.
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Das
Kontaktsystem 7 für den Schalter 1 ist näher
in 3 zu sehen. Das Betätigungsorgan 3 wirkt
mit einem Betätigungsglied 17 zum Umschalten des
Kontaktsystems 7 zusammen, wie nachfolgend noch näher
erläutert ist. Der mittels des Betätigungsglieds 17 über
einen Ansatz 18 bewegliche Schaltkontakt 8 ist
an einem Kontaktlager 14 schwenkbar gelagert. Das Kontaktlager 14 ist
als ein federndes Lager ausgestaltet, derart daß die Kontaktkraft
von der Federkraft des Kontaktlagers 14 selbst erzeugt wird.
Damit kann die ansonsten übliche, mit dem Schaltkontakt 8 in
Zusammenwirkung stehende Druckfeder oder Blattfeder eliminiert werden.
Zur Erzeugung der Federkraft weist das Kontaktlager 14 einen
in etwa U-förmig ausgestalteten Abschnitt 15 auf.
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Im
Gehäuse 2 befindet sich eine Leiterplatte 16,
die zur Aufnahme von elektrischen und/oder elektronischen Bauteilen
für die Steuer- und/oder Regelelektronik für das
Elektrowerkzeug dient. Der U-förmige Abschnitt 15 ist
in etwa parallel zur Leiterplatte 16 angeordnet und das
Kontaktlager 14 ist mit seinem U-förmigen Abschnitt 15 direkt
auf die Leiterplatte 16 gelötet. Hierzu ist der
eine Schenkel 37 des U-förmigen Abschnitts 15 mittels
wenigstens eines abstehenden Steckfußes 39 auf
die Leiterplatte 16 gesteckt. Der Schenkel 37 ist
dann am Steckfuß 39 mit der Leiterplatte 16 verlötet.
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Ein
weiterer Schenkel 38 des U-förmigen Abschnitts 15,
der dem einen Schenkel 37 gegenüberliegt, weist
eine in etwa senkrecht vom weiteren Schenkel 38 abstehende
Lagerfläche 40 auf. Die Lagerfläche 40 schließt
sich am Ende des weiteren Schenkels 38 des U-förmigen
Abschnitts 15 an und besteht aus einem in etwa um 180° gefalteten
Abschnitt des weiteren Schenkels 38. Der Schaltkontakt 8 ist
als eine schwenkbare Wippe mit zwei Hebelarmen 41, 42 ausgestaltet.
Der Schaltkontakt 8 besitzt eine Ausbauchung 43 zwischen
den Hebelarmen 41, 42 zur Schwenklagerung der
Wippe an der Lagerfläche 40. Das Betätigungsorgan 3 wirkt
dann über das Betätigungsglied 17 mittels
des Ansatzes 18 auf die beiden Hebelarme 41, 42 zum
Verschwenken des Schaltkontakts 8 ein. Dabei wirkt weiterhin
das Betätigungsorgan 3 über eine Schiebefläche 19 am
Betätigungslied 17 derart mit dem Schaltkontakt 8 zusammen,
daß eine Schiebebewegung für den Schaltkontakt 8 quer
zur Öffnungs- und/oder Schließbewegung beim Umschalten
des Kontaktsystems 7 erzeugt wird. Aufgrund dieser Schiebebewegung
ist eine Art von Zwangsabriß für den Schaltkontakt 8 bewirkbar, um
somit einem Verschweißen der Kontakte 8, 9 zu begegnen.
Zusammenfassend ist festzustellen, daß ein Kontaktsystem 7 mit
federndem Lager 14 geschaffen ist, wobei das federnde Lager 14 die
Kraft zum Öffnen und/oder Schließen der Kontakte 8, 9 erzeugt,
und wobei ein Zwangsabriß über die Schiebebewegung
erfolgt.
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Schließlich
ist eine Stromschiene 44 von dem einen Schenkel 37 des
U-förmigen Abschnitts 15 abgehend angeordnet,
die als elektrische Verbindung zu dem aus dem Gehäuse 2 ragenden
elektrischen Anschluß 5 (siehe 1),
zu einem nicht weiter gezeigten Lötanschluß auf
der Leiterplatte 16 o. dgl. dient. Die Stromschiene 44 steht
in etwa senkrecht von dem einen Schenkel 37 des U-förmigen
Abschnitts 15 ab. Zweckmäßigerweise sind
die Stromschiene 44 und/oder der U-förmige Abschnitt 15 und/oder
die Lagerfläche 40 und/oder der Steckfuß 39 einstückig
in der Art eines Stanzbiegeteils ausgestaltet. Das solchermaßen
in der Art eines Multifunktionsteils ausgestaltete Kontaktlager 14 kann
aus Kupfer, Kupfer-Beryllium o. dgl. bestehen.
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In 4 ist
näher die Ausgestaltung zur schaltenden Einwirkung des
Betätigungsorgans 3 auf das Kontaktsystem 7 zu
sehen. Hierzu wirkt das Betätigungsorgan 3 bei
dessen Bedienung durch den Benutzer zunächst auf einen
gemäß Richtungspfeil 30 im wesentlichen
vertikal beweglichen Stößel 20 ein. Der
Stößel 20 ist mittel eines Gelenks 21 an
einen gemäß Richtungspfeil 31 im wesentlichen
horizontal beweglichen Schieber 22 angelenkt. Am Schieber 22 befindet
sich das Betätigungsglied 17, und zwar an dessen
dem Stößel 20 abgewandten Seite, so daß der
Schieber 22 auf das Kontaktsystem 7 zum Umschalten
einwirkt, indem die Bewegung des Betätigungsorgans 3 in
etwa in Querrichtung zur Einwirkung auf das Kontaktsystem 7 umgelenkt
ist.
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Am
Schieber 22 ist eine Feder 23 in der Art einer
horizontalen Druckfeder angeordnet. Dadurch ist eine negative Kraft-Weg-Kennlinie
beim Einschalten des Kontaktsystems 7 erzeugbar. Das bedeutet, daß eine
hohe Anfangskraft und eine niedrige Halte-End-Kraft am Stößel 20 beziehungsweise
am Betätigungsorgan 3 vorliegt. Die Feder 23 ist
in einer kammerartigen Aufnahme 45 am Schieber 22 befindlich
und ist an der dem Kontaktsystem 7 zugeordneten Seite der
Kammer 45 mittels eines feststehenden Anschlags 46 festgehalten.
Dadurch wird dann der Schieber 22 beim Betätigen
des Betätigungsorgans 3 gegen die Kraft der Feder 23 bewegt.
Das Gelenk 21 zwischen dem Stößel 20 und
dem Schieber 22 ist als eine Gabel 47 mit einem
Stiel 48 ausgestaltet. Die Gabel 47 ist mittels
Zapfen 49 drehbar am Stößel 20 gelagert
und der Stiel 48 ist mittels eines Zapfens 50 drehbar
am Schieber 22 gelagert.
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Das
bewegliche Gelenk 21 zwischen dem Stößel 20 und
dem Schieber 22 ist in einfacher Weise durch Montagespritzen
im wesentlichen in einem Arbeitsgang hergestellt. Hierzu bestehen
das Gelenk 21, und zwar insbesondere die Zapfen 49, 50 des Gelenks 21,
aus einem ersten Kunststoff sowie der Stößel 20 und/oder
der Schieber 22 aus einem zweiten Kunststoff, wobei die
beiden Kunststoffe sich nicht miteinander verbinden. Zum Montagespritzen werden
dann die beiden sich miteinander nicht verbindende Kunststoffe in
die Spritzgießform für das Gelenk 21 sowie
für den Stößel 20 und/oder den Schieber 22 gleichzeitig
oder nacheinander eingespritzt.
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Die
Umlenkung der Betätigungsbewegung von einer vertikalen
in eine horizontale Bewegung trägt zusammen mit der horizontalen
Druckfeder 23 zur Erzeugung der hohen Anfangskraft sowie
niedrigen Haltekraft bei. Außerdem wird dadurch ein schlanker
Schalter 1 geschaffen, der insbesondere zum Einsatz im
Handgriff eines Zweihandwinkelschleifers geeignet ist.
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Wie
der 1 entnommen werden kann, ist der Schalter 1 mit
einer Einschaltsperreinrichtung 24 für das Betätigungsorgan 3 ausgerüstet.
Die Einschaltsperreinrichtung 24, die in Detailansicht
näher in 5 zu sehen ist, umfaßt
ein Auflaufglied 25 am Gehäuse 2 sowie
ein Sperrglied 26 am Betätigungsorgan 3.
Die Einschaltsperreinrichtung 24 wirkt derart, daß das
Betätigungsorgan 3 in etwa quer zur Betätigungsrichtung
gemäß Pfeil 27 zur Überwindung der
Einschaltsperreinrichtung 24, und zwar insbesondere des
Auflaufglieds 25, also in Richtung gemäß Pfeil 28 verschiebbar
ist.
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Hierfür
ist das Betätigungsorgan 3 an dem einen Ende 52 (siehe 1)
verschwenk- sowie verschiebbar am Gehäuse 2 angeordnet.
Zur Zusammenwirkung mit der Einschaltsperreinrichtung 24 übergreift
das Betätigungsorgan 3 in der Art einer hohlen
Kappe am anderen Ende 53 die Einschaltsperreinrichtung 24,
wie besonders gut in 5 zu erkennen ist. Außerdem
kann das Sperrglied 26 in betätigter Stellung
des Betätigungsorgans 3 in eine korrespondierende
Arretierung 29, die ebenfalls an der Einschaltsperreinrichtung 24 angeordnet ist,
eingeführt werden, womit das Betätigungsorgan 3 für
den Dauerbetrieb des Elektrowerkzeugs in der Arretierung 29 festgehalten
ist.
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Das
Sperrglied 26 besteht aus einem Kunststoffsteg, womit der
bisher verwendete Metallbolzen ersetzt sowie eine erleichterte Montage
erzielt ist. Der Kunststoffsteg 26 besteht aus demselben
Kunststoff wie das Betätigungsorgan 3 und ist
am Betätigungsorgan 3 angespritzt, und zwar ist
der Kunststoffsteg 26 beidseitig an den Innenwänden 51 des hohlen
Betätigungsorgans 3 angespritzt. Hierfür
ist die Sperrkulisse für die Einschaltsperre 24 und
die Arretierung 29 auch entsprechend angepaßt.
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Die
Erfindung ist nicht auf das beschriebene und dargestellte Ausführungsbeispiel
beschränkt. Sie umfaßt vielmehr auch alle fachmännischen
Weiterbildungen im Rahmen der durch die Patentansprüche
definierten Erfindung. So kann die Erfindung nicht nur bei Elektrowerkzeugschaltern
eingesetzt werden, sondern kann auch an anderen Schaltern, beispielsweise
solchen für Elektrohaushaltsgeräte, Elektrogartengeräte,
Werkzeugmaschinen o. dgl., Verwendung finden. Desgleichen läßt
sich die Erfindung auch an Steuergeräten mit oder ohne
Gehäuse, beispielsweise für die Leistungselektronik
des Elektrowerkzeugs, für Kraftfahrzeuge o. dgl., einsetzen.
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- 1
- elektrischer
Schalter
- 2
- Gehäuse
- 3
- Betätigungsorgan
(von Schalter)
- 4,
5
- elektrischer
Anschluß (am Schalter)
- 6
- Kühlkörper
- 7
- Kontaktsystem
- 8
- Schaltkontakt/Kontakt
- 9
- Festkontakt/Kontakt
- 10
- Leistungsbauteil/Bauteil/Triac
- 11
- (erster)
Bereich (des Kühlkörpers)
- 12
- (zweiter)
Bereich (des Kühlkörpers)
- 12'
- Fortsetzung/zweiter
Bereich/Flügel
- 12''
- zweiter
Bereich/(weiterer) Flügel
- 13
- (Lüftungs)Schlitz
- 14
- Kontaktlager/federndes
Lager
- 15
- U-förmiger
Abschnitt (von Kontaktlager)
- 16
- Leiterplatte
- 17
- Betätigungsglied
- 18
- Ansatz
(an Betätigungsglied)
- 19
- Schiebefläche
- 20
- Stößel
- 21
- Gelenk
- 22
- Schieber
- 23
- (Druck)Feder
- 24
- Einschaltsperreinrichtung/Einschaltsperre
- 25
- Auflaufglied
- 26
- Sperrglied/Kunststoffsteg
- 27,
28
- Pfeil
- 29
- Arretierung
- 30,
31
- Richtungspfeil
- 32
- Kante/Abwinklung
- 33
- Rast-
und/oder Schnappverbindung (für Kühlkörper)
- 34
- Sockel
(von Gehäuse)
- 35
- Deckel
(von Gehäuse)
- 36
- Rast-
und/oder Schnappverbindung (für Deckel)
- 37
- Schenkel
(von U-förmigen Abschnitt)
- 38
- (weiterer)
Schenkel (von U-förmigen Abschnitt)
- 39
- Steckfuß
- 40
- Lagerfläche
(von Kontaktlager)
- 41,
42
- Hebelarm
(von Schaltkontakt)
- 43
- Ausbauchung
- 44
- Stromschiene
- 45
- Aufnahme
(am Schieber)/Kammer
- 46
- Anschlag
- 47
- Gabel
(von Gelenk)
- 48
- Stiel
(von Gelenk)
- 49,
50
- Zapfen
- 51
- Innenwand
(von Betätigungsorgan)
- 52
- Ende
(von Betätigungsorgan)
- 53
- (anderes)
Ende (von Betätigungsorgan)
- 54
- Aussparung
(im Kühlkörper)
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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