-
Die
Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung und ein Verfahren im
Bereich der Laseranwendungen zur Reduzierung von Speckle.
-
Bei
der Verwendung eines Laserstrahls in der Lithographie, der Mikrobearbeitung
und insbesondere der refraktiven Chirurgie ist ein Auftreten von Speckles
in der Bearbeitungsebene unerwünscht. Das Specklemuster
des Laserstrahls bildet sich auf der Bearbeitungsebene ab und führt
zu Ungenauigkeiten. Zur Vermeidung von Speckles und der damit verbundenen
Erzeugung eines glatten Strahlprofils sind folgende Lösungswege
bekannt.
-
„The
Laser Guidbook" (Autor: Jeff Hecht, Copy Rights: McGraw-Hill Ins.,
ISBN: 0071359672) beschreibt einen Einsatz von sphärischen
HR stabilen Resonatoren um die Kohärenz zu verringern,
die Divergenzen zu erhöhen und damit Speckles zu vermeiden.
Viele Moden und schlechte Strahleigenschaften sind die Folge. Ein
weiterer Nachteil ist die fehlende Anpassung der Strahlachsen zueinander und
die damit verbundene verschiedene Divergenz und Kohärenz
in den Achsen. Außerdem können sich Pulsform und
Pulsdauer bei dieser Lösung ändern.
-
In
WO 2004021529 A1 wird
ein Resonator beschrieben, welcher sphärische und asphärische hemisphärische
Spiegel verwendet um die Divergenz und Kohärenz des Strahls
anzugleichen. Weiterhin wird hierin beschrieben, dass Diffusoren,
welche auf oder zwischen den Spiegeln angebracht sind und nur in
der kritischen Achse wirken, das Problem lösen können.
-
In
WO 1996016455 A1 sind
unstabile Resonatoren mit konvexer zylindrischer Spiegelfläche
beschrieben welche die Divergenz und damit Kohärenz achsenabhängig
verändern. Die Kohärenz wird vergrößert
und die Divergenz verringert. Weiterhin wird die Möglichkeit
beschrieben diesen Effekt durch im Resonator liegende zylinderförmige
Linsen zu erreichen.
-
In
US 5946337 ist ein unstabiler
Resonator mit divergierend (konvexer) reflektierender zylindrischer
Spiegelfläche und dispersivem Wellenlängenselektor
beschrieben um einen Strahl mit geringer Bandbreite und dennoch
hoher Energieausbeute zu erlangen. Eine geringe Bandbreite führt
zu einer Erhöhung der zeitlichen Kohärenz.
-
In
DE 4225781 ist ein unstabiler
Resonator mit zylindrischen Spiegeln beschrieben mit welchem eine
Divergenzanpassung erfolgen kann. Die Kohärenz wird vergrößert
und die Divergenz verringert.
-
Die
bekannten Vorrichtungen vermögen es nicht, die auftretenden
Speckle in der Bearbeitungsebene zu reduzieren, ohne dabei Energieverluste, Pulsdaueränderungen
oder Pulsformänderungen hinnehmen zu müssen.
-
Aufgabe
der Erfindung ist es den Speckle-Effekt in der Bearbeitungsebene
zu Reduzieren und ein glattes Strahlprofil bereitzustellen.
-
Die
vorliegende Erfindung löst diese Aufgabe durch die erfindungsgemäße
Vorrichtung sowie dem Verfahren gemäß den unabhängigen
Ansprüchen. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung
sind in den abhängigen Ansprüchen gegeben.
-
Gemäß einem
ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Vorrichtung zur
Verbesserung der Laserstrahlqualität für Laseranwendungen bereitgestellt,
umfassend einen Laser (1) mit einem asymmetrischem Strahlprofil
und einer ersten, kurzen Strahlachse (20) und einer zweiten,
langen Strahlachse (30) und einer Strahlausbreitungsachse (35)
und einem Resonator (60), wobei der Laser (1) mindestens
ein optisches Element (10) und einen Resonatorspiegel (11)
mit zylindrischer Spiegelfläche (13), zur Reduzierung
der räumlichen Kohärenz und/oder Vergrößerung
der Divergenz, insbesondere in der kurzen, d. h. in der Regel kohärenten
Strahlachse umfasst.
-
Als
Laser bezeichnet man bevorzugt Quellen, welche kohärente,
kaum divergente Elektromagnetische Strahlung aussenden.
-
Erfindungsgemäß werden
bevorzugt Gaslaser, besonders bevorzugt Entladungslaser jeglicher Art
verwendet. Als Gaslaser wird am meisten bevorzugt der Excimerlaser
eingesetzt.
-
Laseranwendungen
sind bevorzugt abtragende oder belichtende Laseranwendung. Darunter versteht
man bevorzugt Anwendungen, welche bevorzugt durch gepulste Strahlabgabe
mit Material in einer Bearbeitungsebene Wechselwirken, besonders bevorzugt
Material abtragen. Bevorzugt geschieht dies in einem Punkt (Spot).
Bevorzugt werden neben punktförmig fokussierten Strahlen
(Spots) auch großflächige, homogenisierte Strahlen
in der Bearbeitungsebene verstanden. Das entstandene Profil in der
Bearbeitungsebene nennt man Abtragsprofil.
-
Ein
Abtragsprofil kann bevorzugt durch die bekannten Verfahren des Spotscannings
besonders bevorzugt durch Verfahren mit variablen Blenden, am meisten
bevorzugt auch durch Maskenbelichtungsverfahren erzeugt werden.
-
Als
Entfernen von Material bezeichnet man bevorzugt das Verdampfen oder
Ablatieren von Material in diesem Punkt bzw. Spot. Durch das örtliche nebeneinander
setzen von bevorzugt punktuellen Eingriffen, wird bevorzugt eine
bearbeitete Fläche geschaffen. Bevorzugt bildet sich das
Querschnittsprofil des Spots am Eingriffspunkt aus. Bevorzugt wird
erfindungsgemäß ein gaußförmiges,
glattes Querschnittsprofil des Spots. Es können auch plateauförmige
Querschnittsprofile des Spots, je nach Anwendung, bevorzugt werden.
Laser-Lithografie, besonders bevorzugt die Laser-Mikrobearbeitung, am
meisten bevorzugt die refraktive Chirurgie oder eine andere Laserbehandlungsart
sind Beispiele für abtragende Laseranwendungen.
-
Die
Laserstrahlqualität wird bei dieser Erfindung im Laserspot
definiert. Der Laserspot ist der Punkt, an dem der gebündelte
Laserstrahl auf die Bearbeitungsebene trifft und seine Wirkung entfaltet,
d. h. Material abträgt. Als Bearbeitungsebene wird die Ebene
verstanden, in welcher der Laserstrahl im Rahmen der Laseranwendung
in Wechselwirkung mit Materie tritt. Ist im Profilschnitt durch
den Spot das Profil des Laserstrahls, gleich dem Profil des theoretisch
gewünschten Strahls, ist die Laserstrahlqualität
gut. Erfindungsgemäß wird ein gaußförmiger Profilschnitt
im Spot bevorzugt. Auch Top-Hat oder Andere Verteilungen werden
bevorzugt verwendet.
-
Als
lange Strahlachse wird bevorzugt die Richtung von Elektrode zu Elektrode
bezeichnet. Entlang dieser Achse verläuft bevorzugt die
Entladung bei entladungsgepumpten Gaslasern. Das Strahlprofil in
dieser Richtung ist bevorzugt top-hat-förmig. Die Anzahl
an Transversalmoden in dieser Richtung ist groß, abhängig
vom Elektrodenabstand. Die Kohärenzlänge ist entsprechend
gering und meist unkritisch in Bezug auf die Interferenzwirkung
an mikrooptischen Elementen (z. B. Beamshapern). Die Divergenz ist
entsprechend groß.
-
Die
kurze Strahlachse steht im rechten Winkel auf der langen Strahlachse.
Entsprechend der Ausbreitung der Entladung, bei entladungsgepumpten
Lasern, ist das Strahlprofil in dieser Richtung bevorzugt gaußförmig.
Die Anregung konzentriert sich entsprechend der Gausverteilung der
Entladungsanregung auf das Zentrum der Entladung. Die Ausbildung
von Transversalmoden in dieser Richtung ist entsprechend eingeschränkt
und deren Anzahl geringer. Daraus resultiert eine größere
Kohärenzlänge in dieser Richtung, welche sich kritisch
auf die Interferenzwirkung bei Verwendung von mikrooptischen Elementen
auswirkt. Die Divergenz ist entsprechend geringer in dieser Richtung.
-
Kurze
und lange Strahlachse bilden sich bevorzugt in ihren Eigenschaften
in Zusammenwirkung mit mikrooptischen Bauelementen in die Bearbeitungsebene
ab. Die Interferenzwirkung und damit Speckle-Bildung tritt vorzugsweise
in der kritischen kurzen Strahlachse zu Tage. Die kurze Strahlachse ist
damit beim Vergleich mit der langen Strahlachse in der Regel die
kohärentere Strahlachse.
-
Kurze
und lange Strahlachse werden außerdem bevorzugt zur Orientierung
auf der Bearbeitungsebene verwendet. Besonders bevorzugt spannen
sie als Koordinatenachsen die Bearbeitungsebene auf. Als Bearbeitungsebene
wird beispielsweise auch die konvex gewölbte Cornea bezeichnet.
-
Die
Strahlausbreitungsachse ist bevorzugt die Achse, entlang der sich
der Laserstrahl ausbreitet. Die Strahlausbreitungsachse steht bevorzugt senkrecht
auf der kurzen und langen Strahlachse.
-
Der
Resonator des Lasers ist ein optischer Resonator, welcher dazu dient,
emittiertes Licht möglichst oft hin und her zu reflektieren.
Aufgrund von Interferenz bildet sich im Resonator dann eine stehende
Welle, wenn die optische Weglänge des Resonators ein Vielfaches
der Wellenlänge des eingestrahlten Lichts beträgt.
Erfindungsgemäß werden bevorzugt stabile Resonatoren
verwendet.
-
Besonders
bevorzugt finden in dieser Erfindung Laser mit asymmetrischem Strahlprofil
Anwendung. Das Strahlprofil bildet sich bevorzugt abhängig von
den Materialeigenschaften des bearbeiteten Materials auch im Abtragsprofil
ab. Entsprechend der Definition von langer und kurzer Strahlachse
ist das Strahlprofil als asymmetrisch anzusehen, wenn die Strahlform
(Energie-Leistungsverteilung über die Fläche)
in beide Richtungen unterschiedlich ist. Daraus resultieren bevorzugt
unterschiedliche Eigenschaften des Strahls, wie Kohärenz
und Divergenz, entlang dieser Strahlrichtungen. Ein Strahlprofil
ist asymmetrisch, wenn Strahlform, Kohärenz und die daraus
resultierende Divergenz sich bevorzugt in den Strahlachsen der Bearbeitungsebenen
unterscheiden.
-
Ein
optisches Element ist bevorzugt ein Element, welches mindestens
einen elektromagnetischen Strahl bevorzugt spiegelt, besonders bevorzugt
bricht, am meisten bevorzugt Phase oder Amplitude des Strahls beeinflusst.
-
Unter
Abbildungsoptik wird bevorzugt eine Optik verstanden, mit welcher
der Strahl, bevorzugt im Zuge einer Strahlformung, auf die Bearbeitungsebene
abgebildet wird um bevorzugt eine vorbestimmte Form und Größe
der Intensitätsverteilung zu erhalten.
-
Unter
räumlicher Kohärenz versteht man die Fähigkeit
einer Lichtquelle, an zwei verschiedenen Orten, aber zum jeweils
selben Zeitpunkt stationäre Interferenzerscheinungen hervorzurufen.
Es ist die Aussage der Korrelation der Phase des Signals an räumlich
getrennten Punkten zur gleichen Zeit.
-
Unter
zeitlicher Kohärenz versteht man die Fähigkeit
einer Lichtquelle, an einem festen Ort mit Licht, das zu zwei unterschiedlichen
Zeitpunkten die Lichtquelle verlassen hat, noch stationäre
Interferenzerscheinungen hervorzurufen. Es ist die Aussage der Korrelation
der Phase des Signals zu verschiedenen Zeitpunkten am gleichen Ort.
-
Als
Divergenz bezeichnet man die Eigenschaft eines Strahlenbündels,
welches von ein einem Zentrum, senkrecht zur Ausbreitungsrichtung,
auseinander läuft. Als Divergenzwinkel wird der Winkel bezeichnet,
der durch das Geradenpaar gebildet wird, das asymptotisch die Einhüllende
der zunehmenden Strahlabmessung darstellt.
-
Als
Resonatorspiegel wird bevorzugt einer der beiden äußersten
Spiegel in einem Resonator bezeichnet, welche das aktive Medium
(Verstärkungsmedium) mit zueinander gerichteten Spiegelflächen
umschließen. Dieser Resonatorspiegel ist bevorzugt ein
HR-Spiegel auf der Nichtauskopplungsseite, besonders bevorzugt ein
OC-Spiegel auf der Auskopplungsseite des Resonators. Der hoch reflektierende
Spiegel hat bevorzugt einen möglichst hohen Reflexionsgrad.
-
Bevorzugt
stehen sich die Resonatorspiegel mit den Spiegelflächen
parallel gegenüber. Dabei weist die Erfindung in verschiedenen
Ausführungsformen bevorzugt folgende Konfigurationen auf
(dabei wird die Form des Resonatorspiegels auf der Auskopplungsseite
zuerst genannt und dann die Form des Resonatorspiegels auf der nicht
Auskopplungsseite): konkav-plan, plan-konkav, konkav-konkav.
-
Die
Spiegelfläche des konkaven Resonatorspiegels ist dabei
bevorzugt zylindrisch. Die konkave Spiegelfläche ist bevorzugt
ein Segment eines Zylinders. Der Krümmungsradius der zylindrischen
Innenfläche ist bevorzugt 1 mm bis 1000 m, besonders bevorzugt
50 mm bis 200 m, am meisten bevorzugt 1 m bis 10 m. Bevorzugt ist
der bestmöglichste angepasste Krümmungsradius
abhängig von der Resonatorlänge, der Kohärenz
und der Größe der Einzelelemente eines mikrooptischen
Bauelements.
-
Optische
Elemente sind außerdem bevorzugt beugende Elemente wie
Gitter oder brechend wirkende Elemente wie Linsen, welche die räumliche Kohärenz
beeinflussen können. Besonders bevorzugt können
Stufenstrukturen die Strahlen zeitlich zueinander verschieben und
so die zeitliche Kohärenz verringern. Damit kann bevorzugt
die Interferenzwirkung an mikrooptischen Elementen verringert werden.
-
In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform, ist die zylindrische
Spiegelfläche (13) des konkaven Resonatorspiegels
(11) so angeordnet, dass die gekrümmte Achse des
Spiegels senkrecht zur langen Strahlachse (30) und/oder
senkrecht zur Strahlausbreitungsachse (35) des Lasers (1)
liegt.
-
Als
gekrümmte Achse des Spiegels wird die Mittelpunktsachse
des imaginären Zylinders bezeichnet.
-
Durch
die bevorzugte Anordnung dieser Krümmungsrichtung senkrecht
zur langen Strahlachse, d. h. entlang der kurzen, in der Regel kohärenteren
Strahlachse und senkrecht zur Strahlausbreitungsachse wird die Kohärenz
der kohärenten, kurzen Achse verringert und die Divergenz
in dieser Richtung vergrößert. Die Energieausbeute
bleibt gleich, da trotz Fokussierung durch die gaußförmige Anregungsverteilung
in der kurzen Achse genügend Emission entsteht. Aus dem
gleichen Grund bleibt auch die Pulsdauer und Form erhalten.
-
Bei
einem bevorzugt stabilen Resonator nimmt bevorzugt mit zunehmender
Krümmung des konkaven Spiegels die Divergenz des Strahls
außerhalb des Resonators zu. Das ist besonders bevorzugt bei
zylinderförmigen Spiegeln in Krümmungsrichtung der
Fall. Die Zunahme der Divergenz ist gleich bedeutend mit einer Verringerung
der räumlichen Kohärenz.
-
In
einer bevorzugten Ausführungsform ist der Laser (1)
ein Excimerlaser.
-
Der
Excimerlaser ist ein ultravioletter Gaslaser, dessen Resonator mit
Gas gefüllt ist. Bevorzugt kommt der Excimerlaser erfindungsgemäß zum
Einsatz, da er ein assymetrisches Strahlprofil bereitstellt. Die
verwendeten Gase im Resonator sind bevorzugt Fe2 oder Xe oder ArF
oder KrF oder XeBr oder XeCl oder XeF. Bevorzugt stellt der Excimerlaser
hohe UV Pulsenergien zur Verfügung.
-
In
einer bevorzugten Ausführungsform ist das optische Element
(10) ein Homogenisator (42) und/oder ein Integrator
und/oder ein Beamshaper.
-
Ein
Homogenisator (Beam Homogenisator) ist bevorzugt ein optisches Element,
dass eine einfallende Intensitätsverteilung in eine veränderte
gleichmäßige Intensitätsverteilung überführt.
-
Ein
Strahlformer (Beam Shaper, Beam Integrator) ist bevorzugt ein Homogenisierer,
womit eine einfallenden Intensitätsverteilung in eine Intensitätsverteilung
mit lateral vorbestimmter Form überführt wird.
-
In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das optische
Element (10) eine Abbildungsoptik (44).
-
Eine
Abbildungsoptik ist bevorzugt mindestens eine optische Linse, besonders
bevorzugt parallel in Reihe stehende Linsen, welche den Laserstrahl in
einem Punkt abbilden.
-
Die
Erfindung kann bevorzugt mit einem mikrooptischen Element, besonders
bevorzugt auch mit einer vergrößernd oder verkleinernd
wirkenden Abbildungsoptik verwendet werden. Am meisten bevorzugt
wird ein refraktiv wirksamer Beamshaper und ein Teleskop zur verkleinernden
Abbildung eingesetzt.
-
In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das optische
Element (10) ein mikrooptisches Element (40).
-
Ein
mikrooptisches Element ist ein Element, welches bevorzugt außerhalb
des Laserapparates liegt, besonders bevorzugt hinter der Austrittsöffnung des
Lasers, besonders bevorzugt in der Achse des Laserstrahls. Auf die
Eigenschaften des mikrooptischen Elements ist bevorzugt der austretende
Laserstrahl ausgerichtet. Bevorzugt vermindert die Einstellung des
Laserstrahls den Speckle-Effekt, welcher ohne Anpassung des Laserstrahls
an das mikrooptische Element auftreten würde. Durch die
Anpassung des Laserstrahls an die optischen Eigenschaften der mikrooptischen
Elemente, wird bevorzugt die räumliche Kohärenz
verkleinert und die Divergenz eines bevorzugten Excimerlaserstrahls
in der kurzen Strahlrichtung bei gleich bleibenden Pulseigenschaften
(Pulsenergie, Pulsdauer, Pulsform) vergrößert. Dadurch
wird bevorzugt der störende Speckle-Effekt in der Bearbeitungsebene
vermindert.
-
Mikrooptische
Elemente sind bevorzugt optische Elemente, deren geometrische Dimensionen nur
wenige Größenordnungen über der Wellenlänge des
sie durchstrahlenden Lichts liegen. Aufgrund dieser Größenverhältnisse
tritt die Wellencharakteristik des Lichtes stark in den Vordergrund.
-
In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist mindestens
ein mikrooptisches Element 40 ein Beamshaper 41 oder
ein Beamhomogenisator 42 oder ein Beamintegrator 43 oder
eine Abbildungsoptik 44.
-
Bevorzugt
ist das mikrooptische Element ein Beamshaper, um bevorzugt die Strahlenverteilung
zu formen. Dadurch ist bevorzugt das Einstellen von abtragenden
Laserstrahlen möglich.
-
Das
mikrooptische Element ist bevorzugt ein Beamhomogenisator, mit welchem
Unregelmäßigkeiten im Laserstrahlprofil ausgeglichen
werden und bevorzugt ein gleichmäßiger Strahl
gebildet wird.
-
Bevorzugt
ist das mikrooptische Element ein Beamintegrator, um bevorzugt relativ
flache Intensitätsprofile des Laserstrahls zu erzeugen.
-
Mikrooptische
Bauelement (beispielsweise Beamshaper oder -homogenisator oder -integrator) haben
bevorzugt folgende Spezifikationen.
-
Das
mikrooptische Bauelement ist bevorzugt ein refraktiv wirksames mikrooptisches
Element. Die Mikrolinsen haben einen bevorzugten Durchmesser von
0,1 μm bis 2 mm, besonders bevorzugt einen Durchmesser
von 1 μm bis 1 mm und am meisten bevorzugt einen Durchmesser
im Bereich von 10 μm bis 600 μm.
-
Das
mikrooptische Bauelement ist weiterhin bevorzugt ein diffraktiv
wirksames mikrooptisches Element mit einem Gitterabstand von 0,1 μm
bis 1 mm besonders bevorzugt 1 μm bis 500 μm und
am meisten bevorzugt in einem Bereich von 2 μm bis 200 μm.
-
Vorrichtung
nach Anspruch 1 bis 5, wobei der Resonator (60) ein anamorph
stabiler Resonator ist.
-
Bevorzugt
ist der Resonator ein anamorph stabiler Resonator. Ein „anamorph
stabiler Resonator" ist ein stabiler Resonator mit strahlachsenunterschiedlicher
Wirkung in Bezug auf Kohärenz und Divergenz. D. h. achsenabhängige
Optimierung der Kohärenz und damit Reduzierung der Speckle
in der kritischen, kurzen Strahlachse.
-
Die
Aufgabe der Erfindung wird weiterhin durch ein Verfahren zum Bereitstellen
eines glatten Strahlprofils gelöst, d. h. durch Verminderung
der Speckle in der Bearbeitungsebene, wobei ein Laserstrahl mit
asymmetrischem Strahlprofil umfassend eine erste, kurze Strahlachse
(20) und eine zweite, lange Strahlachse (30) bereitgestellt
wird und die räumliche Kohärenz vermindert wird
und/oder die Divergenz der kurzen Strahlachse des Laserstrahls vergrößert
wird.
-
Bevorzugt
werden Laserstrahlen, durch dieses Verfahren so optimiert, dass
sie ein glattes Strahlprofil ausbilden. Dadurch wird bevorzugt bei der
refraktiven Chirurgie ein präzises Materialabtragen ermöglicht.
-
Ein
glattes Strahlprofil weist bevorzugt keine „Ausreißer"
im Profilschnitt des Laserspots auf, sondern bevorzugt eine geringe
Abweichung in Form und Rauhigkeit bezogen auf das gewünschte
Strahlprofil auf. Besonderst bevorzugt ist der Profilschnitt möglichst
gaußförmig. Bevorzugt werden auch Profilformen,
wie beispielsweise Top-Hat verwendet.
-
Besonders
bevorzugt finden glatte Strahlprofile in der refraktiven Corneachirurgie
Anwendung. Bevorzugt werden in der Lithographie oder Mikromaterialbearbeitung
glatte Stahlprofile verwendet.
-
Bevorzugt
kommen bei dieser Erfindung Laser zum Einsatz, welche bevorzugt
durch zwei gegenüberliegende Elektroden gepumpt werden und/oder
ein asymmetrisches Strahlprofil ausbilden.
-
Es
bildet sich bevorzugt auf der kurzen Strahlachse des Lasers eine
größere Kohärenz und kleinere Divergenz
aus als auf der langen Strahlachse.
-
Die
lange Strahlachse ist die Strecke von Elektrode zu Elektrode, die
kurze Strahlachse steht im rechten Winkel auf der langen Strahlachse.
-
Die
Verkleinerung der räumliche Kohärenz und/oder
Vergrößerung der Divergenz der kurzen Strahlachse
des Laserstrahls wird bevorzugt durch einen konkaven zylinderförmigen
Resonatorspiegel erzeugt. Dadurch werden bevorzugt die Laserstrahlen
der kurzen Strahlachse kollimiert. Durch die bevorzugte gaußförmige
Anregungsverteilung in dieser Achse entsteht genügend Emission
und nur eine geringfügige Verminderung der Energieausbeute.
-
Die
Verringerung der räumlichen Kohärenz und/oder
Vergrößerung der Divergenz entsteht durch die
Vergrößerung der Anzahl an Transversalmoden aufgrund
der veränderten Resonatoranordnung.
-
In
der Bearbeitungsebene treffen die fokussierten Laserstrahlen bevorzugt
auf einen Punkt. Dieser Punkt wird als Spot bezeichnet. Der Spot
ist der Eingriffsort beispielsweise bei einer Operation. Hier wird
bevorzugt Material abgetragen.
-
In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist ein Verfahren
vorgesehen, wobei die Laserstrahlen mit einer Abbildungsoptik (44)
auf einer Bearbeitungsebene (45) abgebildet wird, eine
Prüfung des vorhandenen Speckle-Musters erfolgt, eine Anpassung
der Krümmungsradien der Resonatorspiegel (11)
erfolgt, die räumliche Kohärenz und/oder Vergrößerung
der Divergenz der kurzen Strahlenachse (20) des Laserstrahls
wird des weiteren vermindert, eine erneute Prüfung des
Specklemusters wird durchgeführt.
-
Unter
Abbildungsoptik wird bevorzugt eine Optik verstanden, mit welcher
der Strahl, bevorzugt im Zuge einer Strahlformung, auf die Bearbeitungsebene
abgebildet wird um bevorzugt eine vorbestimmte Form und Größe
der Intensitätsverteilung zu erhalten.
-
Auf
der Bearbeitungsebene wird der Strahl bevorzugt im Fokus abgebildet.
Die Testoberfläche ist eine Fläche, die es ermöglicht
das Strahlprofil zu untersuchen. Bevorzugt kann aus dem erzeugten Spot
auf der Testoberfläche ein Profilschnitt durch den Spot
bevorzugt visuell darstellen, besonders bevorzugt berechnen. Bevorzugt
ist in der Bearbeitungsebene ein Strahlbeobachtungssystem positioniert.
-
Die
Prüfung des auftreffenden Laserstrahls in der Bearbeitungsebene
und damit die Analyse des Specklemusters kann bevorzugt mit bekannten
Methoden und Systemen automatisch bewerkstelligt werden.
-
Bevorzugt
wird die Methode des Moving Slit verwendet. Dabei wird eine Schlitzblende
mit möglichst kleiner Schlitzbreite (in Bezug auf die Strahlgröße)
in der Bearbeitungsebene durch den Laserstrahl Schritt für
Schritt hindurchbewegt, und die Energie nach der Blende mit einem
Energiedetektor gemessen. Die Blendenpositionierung kann bevorzugt über automatische
Verschiebetische mit Schrittmotor gewährleistet werden.
Die Energie wird so in kleine ortsabhängige Teile aufgespaltet,
und man erhält die räumliche Fluence-Verteilung
des Laserstrahls, das Strahlprofil, sowie das Specklemuster. Das
Strahlprofil mit erkennbarem Specklemuster wird bevorzugt in digitaler
Form gespeichert.
-
Besonders
bevorzugt wird die Methode der Strahlprüfung und/oder der
Specklemusterprüfung mittels Strahlkamera verwendet. Bei
dieser Methode wird bevorzugt der Strahl z. B. über einen
Strahlteiler in geeigneter Weise Richtung Strahlkamera ausgekoppelt.
Je nach Laserwellenlänge ist es unter Umständen
nötig eine Frequenzwandlung vorzunehmen um den Strahl für
den Kamerachip sichtbar zu machen. Bevorzugt für einen
193 nm Laserstrahl wird dafür eine Fluoreszenzscheibe verwendet.
Die Abbildung des Laserstrahls muss dabei in der Bearbeitungsebene
liegen. Das Fluoreszenzlicht wird durch ein Objektiv auf den Kamerachip
(meist CCD oder CMOS) abgebildet und kann digital gespeichert werden.
-
Die
digitalisierten Strahlprofile und/oder Specklemuster beider bevorzugten
Messmethoden werden bevorzugt mathematisch analysiert. In dem Strahlprofil
wird bevorzugt die Rauhigkeit als Differenz einer Fitfunktion mit
den Messdaten ermittelt.
-
Die
Rauhigkeit ist dann bevorzugt ein Maß für die
Stärke der Specklewirkung und kann bevorzugt im erfindungsgemäßen
Verfahren iterativ vermindert werden.
-
Bevorzugt
wird damit der Strahl auf Speckle visuell untersucht. Durch das
Strahlbeobachtungssystem, kann bevorzugt auch die Überprüfung
anderer Laserparameter wie Energie, Pulsdauer, Pulsform überwacht
werden. Damit wird bevorzugt sichergestellt, dass bei nur minimaler
Beeinflussung der weiteren Laserparameter die Specklewirkung minimiert wird.
-
Das
Strahlprofil bietet bevorzugt die Möglichkeit, das eventuelle
Speckle-Muster des Strahls darzustellen. Ist das Strahlprofil, bzw.
das Spotprofil nicht glatt, wird ein Speckle-Muster ausgebildet.
-
Durch
Anpassung der Resonatorelemente, bevorzugt durch Änderung
des Krümmungsradius eines oder beider Resonatorspiegel,
ist es möglich, die räumliche Kohärenz
und/oder die Vergrößerung der Divergenz der kurzen
Strahlachse des Laserstrahls zu beeinflussen. Dies wird bevorzugt
iterativ so lange durchgeführt, bis die Speckle nicht mehr
auftreten. Dadurch wird bevorzugt der Strahl, bzw. das Spotprofil
optimiert.
-
Über
eine weitere Prüfung, identisch mit der obig beschriebenen
ersten Prüfung wird die Strahlqualität erneut
geprüft.
-
In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist ein Verfahren
vorgesehen, welches den Laserstrahl mit 193 nm Wellenlänge
auf die Cornea abbildet, den Laserstrahl mit einer Pulsdauer von
4 bis 15 ns über die Cornea scannt, refraktionsverbesserte Profile
mit verminderter Rauhigkeit und optimierter Formtreue abträgt
und mit einer Energie im Bereich 0,5 mJ bis 1,5 mJ abträgt.
-
Bei
diesem Verfahren werden bevorzugt Laser mit einer Wellenlänge
von 193 nm eingesetzt, welche die Cornea des Auges abfahren.
-
Bevorzugt
wird zum scannen der Cornea ein Spotscanningverfahren eingesetzt,
wobei der bevorzugt verwendete Laserstahl in der Bearbeitungsebene
(Cornea) verkleinert abgebildet. Die verkleinerte Strahlabbildung
wird bevorzugt als Spot bezeichnet. Bevorzugt werden mittels lateral
strahlauslenkenden Optiken (bevorzugt Galvoscanner) der Laserstrahl mit
einer bevorzugten Pulsdauer von 4 bis 15 ns über die Cornea
bewegt.
-
Bei
diesem bevorzugten Verfahren ist der Spot bevorzugt der Ort, an
dem der Laserstrahl mit der Materie (dem Corneagewebe) wechselwirkt. Beim
bevorzugten Überschreiten einer minimalen Energieflächendichte
(Schwellfluence) kommt es zur Ablation von Gewebe. Der Energiebereich
ist dabei bevorzugt 0,5 mJ–1,5 mJ.
-
Als
Ablation wird bevorzugt als nichtthermische Molekülzersetzung
bezeichnet, bei der das Material abgetragen wird. Durch die Verteilung
vieler derartiger Spots über die Cornea kann diese durch Abtrag
eine Änderung der Krümmungsform und damit eine Änderung
der Refaktion erfahren.
-
Bei
einem zweiten Verfahren der Abbildung wird bevorzugt über
Blenden und variable Blenden die Strahlgröße während
der Behandlung variiert um einen Abtrag zu erhalten, der die refraktiven
Eigenschaften der Cornea verändert.
-
Diese
Verfahren werden bevorzugt zur Behandlung von refraktiven Fehlsichtigkeiten
wie Myopie, Hyperopie, Astigmatismus und deren Mischformen, sowie
zur patientenangepassten Behandlung höherer Aberrationen
verwendet.
-
Das
erfindungsgemäße Verfahren führt bevorzugt
bei der Anwendung in der refraktiven Corneachirurgie zu glatteren,
formgetreueren Abtragsprofilen. Eine verbesserte Glattheit kann
die Entstehung von Haze (Eintrübungen) infolge der Chirurgie
verringern. Durch die verbesserte Strahlform kann der Abtrag besser
vorhergesagt werden, was die Erzeugung einer Zielrefraktion stabilisiert.
-
In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wird die Erfindung
in einem Verfahren zur Mikromaterialbearbeitung verwendet. Unter
dieses Verfahren zählen besonders bevorzugt Anwendungen
wie Patterning, Schneiden, Bohren und Strukturierung. In dieser
Ausführungsform werden bevorzugt Materialien wie Keramik,
Glas und Polymere bearbeitet. Dabei tritt der Laserstrahl in der
Bearbeitungsebene (Spot) mit diesen Materialien in Wechselwirkung. Überschreitet
der Laser eine minimale Energieflächendichte in der Bearbeitungsebene
kommt es zur nichtthermischen Abtragung (Ablation) der Materialien.
Bevorzugt werden mit diesen Verfahren Tintenstrahlköpfe,
Masken und Faserstrukturen erzeugt. Durch das erfindungsgemäße
Verfahren kann die Rauhigkeit maßgeblich verringert und
die Formtreue der erzeugten Strukturen verbessert werden.
-
In
der Figurenbeschreibung werden weitere bevorzugte Ausführungsformen
dargestellt. Die Figuren zeigen;
-
1 eine
schematische Darstellung eines Lasers;
-
2a, 2b einen
Laserspot mit Profilschnitt ohne Erfindungsgemäße
Vorrichtung; und
-
3a, 3b einen
Laserspot mit Profilschnitt mit erfindungsgemäßer
Vorrichtung.
-
4a, 4b, 4c Dreidimensionale Ansichten
von Ausführungsformen des Erfindungsgemäßen
Resonators.
-
5a, 5b Zweidimensionale
Ansichten von Ausführungsform 4a des Erfindungsgemäßen
Resonators.
-
6a, 6b eine
schematische Darstellung des Pulsverlaufs mit gekrümmten
Resonatorspiegel.
-
In 1 wird
eine schematische Darstellung eines Lasers gezeigt. Der Excimerlaser 1.1 umfasst einen
Resonator 60, gefüllt mit Excimergas. Im Resonator
stehen sich zwei parallele Resonatorspiegel 11.1 und 11.2 gegenüber,
wobei der Resonatorspiegel 11.2 auf der Auskopplungsseite
und Resonatorspiegel 11.1 auf der Nichtauskopplungsseite
liegt. Resonatorspiegel 11.2 ist ein planer Resonatorspiegel.
Resonatorspiegel 11.1 ist ein konkaver hoch reflektierender
Spiegel 12 mit einer zylindrischen Spiegelfläche 13.
Seitlich des Resonators 60 liegen die Elektroden 70.1 und 70.2. 70.1 und 70.2 sind
so angeordnet, dass sie sich parallel gegenüberliegen und senkrecht
zur Krümmungsrichtung des Zylinderspiegels stehen. Außerhalb
des Lasers 1 liegt das mikrooptische Element 41 in
Strahlrichtung vor der Abbildungsoptik 44, vor der Bearbeitungsebene 45. 41, 44 und 45 sind
so angeordnet, dass der austretende Laserstrahl auf die Bearbeitungsebene 45 in
gewünschter Weise abgebildet wird.
-
Für
die Mikromaterialbearbeitung und die Corneachirurgie gelten unterschiedliche
physikalische Größen bezogen auf den Laserstrahl.
-
In
der refraktiven Corneachirurgie werden Ausgangsenergien an der Laserquelle
von nicht größer 500 mJ, besonders bevorzugt 100
mJ und ganz besonders bevorzugt kleiner 20 mJ, und Bearbeitungsenergien
(in der Bearbeitungsebene) von bevorzugt 10 μJ bis 15 mJ,
besonders bevorzugt von 0,1 mJ bis 5 mJ und ganz besonders bevorzugt
von 0,5 mJ bis 1,5 mJ verwendet. Es wird eine Wellenlänge
im UV Bereich verwendet, bevorzugt 150 nm bis 250 nm, besonders
bevorzugt 180 nm bis 200 nm. Es wird besonders bevorzugt ArF als
Excimergas verwendet. Es wird eine Pulsdauer im Bereich von bevorzugt
kleiner 2 μs, besonders bevorzugt 0,1 ns bis 50 ns, ganz
besonders bevorzugt im Bereich von 3 ns bis 8 ns verwendet. Es wird
bevorzugt eine gaußförmige Strahlform verwendet
um den Abtrag aus zusammengesetzten Spots glatter zu gestalten.
Es wird bevorzugt eine Strahlgröße verwendet im
FWHM (Full Width at Half Maximum) Bereich von kleiner 5 mm, besonders
bevorzugt im Bereich von 10 μm bis 2,5 mm, ganz besonders
bevorzugt von 0,5 bis 1,5 mm. Es wird eine Pulsrepetitionsrate im
Bereich von bevorzugt 1 Hz bis 5 kHz, besonders bevorzugt von 5
Hz bis 1 kHz, ganz besonders bevorzugt von 10 Hz bis 500 Hz verwendet.
-
In
der Mikromaterialbearbeitung wird eine Pulsrepetitionsrate im Bereich
von 1 Hz bis 100 kHZ besonders bevorzugt im Bereich von 500 Hz bis
5 kHz, ganz besonders bevorzugt im Bereich von 1 kHz bis 4 kHz.
Es wird eine Wellenlänge im UV Bereich verwendet, bevorzugt
150 nm bis 250 nm, besonders bevorzugt 180 nm bis 200 nm. Und Ganz
besonders bevorzugt im Bereich von 240 nm bis 260 nm. Das Excimer
Lasergas ist bevorzugt ArF und besonders bevorzugt KrF. Es wird
eine Pulsdauer im Bereich von bevorzugt kleiner 2 μs, besonders
bevorzugt 0,1 ns bis 50 ns, ganz besonders bevorzugt im Bereich von
5 ns bis 25 ns verwendet. Es werden Energien von 0.1 mJ/cm bis 10
J/cm, besonders bevorzugt 0,1 J/cm bis 5 J/cm verwendet.
-
Die
Zündspannung für die Gasentladung wird von den
Elektroden 70.1 und 70.2 erzeugt. Durch die Gasentladung,
provoziert von den beiden gegenüberliegenden Elektroden 70.1 und 70.2, kommt
es zu einer Entwicklung eines asymmetrischen Strahlprofils. Die
kurze Strahlachse 20 des Lasers 1 weist eine größere
Kohärenz und eine kleinere Divergenz als die lange Strahlenachse 30 auf.
-
Die
Laserstrahlen entstehen im zylindrisch konkaven Resonator 60.
Die Krümmungsrichtung des Resonatorspiegels 12 liegt
entlang der kurzen Strahlachse 20 des Lasers 1.
Damit wird die Kohärenz der kohärenten kurzen
Achse 20 verringert und die Divergenz in dieser Richtung
vergrößert. Die Energieausbeute und Pulsdauer/-form
bleiben gleich, da trotz Fokussierung durch die gaußförmige
Anregungsverteilung in der kurzen Achse genügend Emission
entsteht.
-
Der
so veränderte Laserstrahl tritt nun durch den OC-Spiegel 11.2 aus
und trifft zuerst auf das mikrooptische Element 41, dann
auf die Abbildungsoptik 44 und dann auf die Bearbeitungsebene 45.
Das mikrooptische Element hat die Aufgabe den Strahl in der Bearbeitungsebene
zu homogenisieren und/oder die gewünschte Strahlform bereitzustellen.
Die Abbildungsoptik hat die Aufgabe den Strahl in der Bearbeitungsebene
auf die gewünschte Größe zu skalieren.
-
In 2a wird
ein Laserspot 2 eines Laserstrahlbündels auf einer
Bearbeitungsebene 45 gemäß des Standes
der Technik gezeigt. Zu sehen ist ein Spot 2 mit einem
nicht homogenen Rand. D. h. in dem fokussierten Laserstrahlbündel
treten Interferenzen auf, welche zu einem Speckle-Effekt im Spot 2 führen.
Diese Struktur würde beim Abtragen auf dem bearbeiteten
Material abgebildet werden.
-
In 2b wird
ein Profilschnitt 3 des „rauen" Laserstrahls im
Spot 2, aus 2a gezeigt. Der Profilschnitt
zeigt deutlich eine inhomogene, nicht gaußförmige
Verteilung. Dieser Effekt stellt sich bei Verwendung von Vorrichtungen
gemäß des Standes der Technik ein.
-
In 3a wird
ein Laserspot 2 eines Laserstrahlbündels gemäß einer
erfindungsgemäßen Vorrichtung auf einer Bearbeitungsebene 45 gezeigt.
Zu sehen ist ein Spot 2 mit einem homogenen Rand. D. h.
in dem Laserstrahlbündel ist kein Speckle-Muster zu sehen.
In dieser Ausführungsform wurde der Laserstrahl mit der
erfindungsgemäßen Vorrichtung erzeugt und abgebildet.
-
In 3b wird
das glatte Strahlprofil 3 des Laserstrahls im Spot 2 gezeigt.
Der Profilschnitt zeigt deutlich eine weitgehend homogene gaußförmige Verteilung.
Dieser Effekt stellt sich durch die Verwendung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ein.
-
In 4a wird
eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Resonators gezeigt. Die Resonatorspiegel 11.1 als hoch
reflektierender Spiegel und 11.2 als Auskoppelspiegel liegen
sich mit den spiegelnden Flächen zueinander gerichtet gegenüber und
schließen das aktive Medium 80 ein. Dabei ist 11.1 ein
konkav gewölbter Spiegel 12 mit einer zylindrischen
Spiegelfläche 13. 11.2 ist eine ebene
Fläche. Die Achse 30 ist die Achse zwischen den
Elektroden also die Richtung der Entladung. Die Achse 30 ist
die lange Strahlachse. Die Achse 20 ist die kurze Strahlachse
und steht senkrecht auf 30. Die Achsen 30 und 20 spannen
eine Ebene auf, auf der die Achse 35 senkrecht steht. Die
Achse 35 ist optische Achse des Strahls.
-
In
Richtung 30 Achse entlädt sich die Entladungsspannung
wobei ein top-hat förmiges Anregungs- und Strahlprofil
entsteht. Senkrecht zur Entladungsrichtung, d. h. in Richtung Achse 20 entsteht ein
Gauß ähnliches Anregungs- und Strahlprofil. In Richtung
Achse 35 breitet sich der Laserstrahl aus.
-
In 4b wird
eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Resonator gezeigt. Die Resonatorspiegel 11.1 als hoch reflektierender
Spiegel und 11.2 als Auskoppelspiegel liegen sich mit den
spiegelnden Flächen zueinander gerichtet gegenüber und
schließen das aktive Medium 80 ein. Dabei ist 11.1 ein
Spiegel mit einer ebenen Fläche. 11.2 ist ein gewölbter
Spiegel mit einer Zylindrischen Spiegelfläche. Die Achse 30 ist
die Achse zwischen den Elektroden also die Richtung der Entladung.
Die Achse 30 ist die lange Strahlachse. Die Achse y ist
die kurze Strahlachse und steht senkrecht auf 30. Die Achsen 30 und 20 spannen
eine Ebene auf, auf der die Achse 35 senkrecht steht. Die
Achse 35 ist optische Achse des Strahls.
-
In
Richtung Achse 30 entlädt sich die Entladungsspannung
wobei ein top-hat förmiges Anregungs- und Strahlprofil
entsteht. Senkrecht zur Entladungsrichtung, d. h. in Richtung Achse 20 entsteht ein
Gauß ähnliches Anregungs- und Strahlprofil. In Richtung
Achse 35 breitet sich der Laserstrahl aus.
-
In 4c wird
eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Resonator gezeigt. Die Resonatorspiegel 11.1 als hoch reflektierender
Spiegel und 11.2 als Auskoppelspiegel liegen sich mit den
spiegelnden Flächen zueinander gerichtet gegenüber und
schließen das aktive Medium 80 ein. Dabei ist 11.1 ein
konkav gewölbter Spiegel 12 mit einer zylindrischen
Innenfläche 13. Spiegel 11.2 ist ebenfalls nach
außen gewölbt und besitzt eine Spiegelfläche 13.
Die Achse 30 ist die Achse zwischen den Elektroden also
die Richtung der Entladung. Die Achse 30 ist die lange
Strahlachse. Die Achse 20 ist die kurze Strahlachse und
steht senkrecht auf 30. Die Achsen 30 und 20 spannen
eine Ebene auf, auf der die Achse 35 senkrecht steht. Die
Achse 35 ist optische Achse des Strahls.
-
In
Richtung Achse 30 entlädt sich die Entladungsspannung
wobei ein top-hat förmiges Anregungs- und Strahlprofil
entsteht. Senkrecht zur Entladungsrichtung, d. h. in Richtung Achse 20 entsteht ein
Gauß ähnliches Anregungs- und Strahlprofil. In Richtung
Achse 35 breitet sich der Laserstrahl aus.
-
In 5a wird
ein Resonator 60, betrachtet aus Richtung der Achse 20,
gezeigt. Des Weiteren zeigt die Figur einen HR Spiegel 11.1 und
einen Auskopplungsspiegel 11.2. Die lange Strahlachse 30 liegt
entlang der Entladungsrichtung zwischen den Elektroden. Der konkave
Zylinderspiegel ist entsprechend der erfindungsgemäßen
Vorrichtung in dieser Richtung nicht gekrümmt.
-
Die
Intensitätsverteilung des Laserstrahls in Richtung Achse 30 ist
entsprechend der Entladungsverteilung top-hat-förmig. Achse 35 ist
die Ausbreitungsrichtung des Laserstrahls, d. h. die optische Achse.
-
In 5b wird
ein Resonator 60, betrachtet aus Richtung der Achse 30,
gezeigt. Des Weiteren zeigt die Figur einen HR Spiegel 11.1 und
einen Auskopplungsspiegel 11.2. Die kurze Strahlachse 20 liegt
senkrecht zur Entladungsrichtung zwischen den Elektroden 70.1 und 70.2.
Der konkave Zylinderspiegel 11.1 ist entsprechend der erfindungsgemäßen Vorrichtung
in dieser Richtung gekrümmt.
-
Die
Intensitätsverteilung des Laserstrahls ist entsprechend
der Entladungsverteilung Gauß ähnlich. Achse 35 ist
die Ausbreitungsrichtung des Laserstrahls, d. h. die optische Achse.
-
In 6a wird
eine Darstellung des Pulsverlaufes 100 bei Verwendung eines
gekrümmten Resonatorspiegels 11.1 in der langen
Strahlachse 30 gezeigt.
-
Zu
sehen sind die möglichen Auswirkungen eines gekrümmten
Spiegels auf die top hat förmige Anregungsverteilung in
der langen Strahlachse 30. Bei Spiegelkrümmung
in dieser Strahlrichtung umfasst der Bereich der Rückkopplung
nur einen Teil des angeregten Volumens. Deshalb kann es zu Pulsdauer
und Pulsformänderungen im Pulsverlauf 100 kommen.
-
In 6b wird
eine Darstellung des Pulsverlaufes 100 bei Verwendung eines
gekrümmten Resonatorspiegels 11.1 in der kurzen
Strahlachse 20 gezeigt.
-
Zu
sehen ist, dass die Begrenzung des Bereiches der Rückkopplung
durch den gekrümmten Spiegel 11.1 bei der gaußähnlichen
Entladungsverteilung weniger Einfluss hat. Da der überwiegende Teil
der Besetzungsinversion genutzt wird, wird in diesem Fall keine
Veränderung von Pulsdauer und -form des Pulsverlaufes 100 induziert.
Dieser Effekt wird in der erfindungsgemäßen Vorrichtung
genutzt.
-
6a und
b zeigen die Auswirkung von gekrümmten Resonatorspiegeln
auf die Strahlachsen. Bei Verwendung von sphärischen Spiegeln
würde eine Pulsänderung entsprechend 6a auftreten. Durch
den zylinderförmigen, konkaven Spiegel der erfindungsgemäßen
Vorrichtung (nur in der kurzen Achse gekrümmt und wirksam)
kann eine Pulsdauerveränderung vermieden werden.
-
- 1
- Laser
- 2
- Laserspot
- 3
- Profilquerschnitt
des Spots
- 10
- Optische
Element
- 11
- Resonatorspiegel
- 11.1
- Hoch
reflektierender Spiegel
- 11.2
- Auskoppelspiegel
- 12
- Konkaver
HR Spiegel
- 13
- Zylindrische
Spiegelfläche
- 20
- Erste,
kurze Strahlachse
- 30
- Zweite,
lange Strahlachse
- 35
- Achse
der Ausbreitungsrichtung
- 40
- Mikrooptisches
Element
- 41
- Beamshaper
- 42
- Beamhomogenisator
- 43
- Beamintegrator
- 44
- Abbildungsoptik
- 45
- Bearbeitungsebene
- 60
- Resonator
- 70
- Elektrode
- 80
- Aktives
Medium
- 100
- Pulsverlauf
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
Diese Liste
der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert
erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information
des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen
Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt
keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
-
Zitierte Patentliteratur
-
- - WO 2004021529
A1 [0004]
- - WO 1996016455 A1 [0005]
- - US 5946337 [0006]
- - DE 4225781 [0007]
-
Zitierte Nicht-Patentliteratur
-
- - „The
Laser Guidbook" (Autor: Jeff Hecht, Copy Rights: McGraw-Hill Ins.,
ISBN: 0071359672) [0003]