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Die
Erfindung betrifft ein Reifenmodul gemäß Oberbegriff
von Anspruch 1 sowie dessen Verwendung in einem Reifendrucküberwachungssystem.
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In
modernen Kraftfahrzeugen werden vermehrt Vorrichtungen eingesetzt,
die Defekte und Fehlfunktionen verschiedener Bereiche im Kraftfahrzeug
frühzeitig erkennen und dem Fahrer melden. Dazu gehört
beispielsweise die Erfassung des Reifenluftdrucks, um Defekte oder
Unfälle, welche auf einen zu niedrigen Reifenluftdruck
zurückzuführen sind, zu vermeiden. Bei vielen
der bereits für diesen Zweck eingesetzten Systeme ist jeweils
ein Reifenmodul an jedem Rad, insbesondere im Inneren des Reifens,
angeordnet. Das Reifenmodul umfasst meist zumindest einen Sensor
zur Erfassung des Reifenluftdrucks, gegebenenfalls eine zugeordnete Auswerteelektronik
sowie eine Sendeeinheit zur Übertragung des Reifenluftdrucks
an eine Zentraleinheit am Fahrzeug.
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Im
Inneren des Reifens im Bereich der Lauffläche angeordnete
Reifenmodule sollten möglichst leicht sein, da sie sonst
durch die im Reifen auftretenden Kräfte zerstört
werden oder eine Unwucht des Reifens erzeugen. Daher werden in solche
Reifenmodule so wenig als nötig Elemente integriert. Es
ist daher bekannt, in einem im Inneren des Reifens angeordneten
Reifenmodul ein piezoelektrisches Element anzuordnen, welches sowohl
zur Erkennung der Reifenumdrehung als auch zur Energieversorgung
des Reifenmoduls benutzt wird.
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So
offenbart die
DE 44
02 136 A1 ein System zur Bestimmung der Betriebsparameter
von Fahrzeugreifen, bei dem im Fahrzeugreifen integriert eine Trägereinheit
angeordnet ist, welche eine Sensoreinheit mit mindestens einem Detektor
und eine Auswerteelektronik trägt. Auf dem Trägerkörper
ist ein zur Energieversorgung der Systemkomponenten dienendes piezoelektrisches
Element angeordnet, das zugleich als Sensor für die Reifenumdrehung
dient. Das System ist in den Reifengummi integriert, so dass aufgrund
des piezoelektrischen Effektes aufgrund der sich im Reifengummi
zyklisch ändernden hydrostatischen Druckspannungen elektrische
Energie gewonnen wird.
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Die
DE 10 2004 031 810
A1 beschreibt einen Sensortransponder mit einem piezoelektrischen
Element, welcher in einem Fahrzeugluftreifen angeordnet ist, wobei
das piezoelektrische Element an der Reifeninnenseite dem Laufstreifen
gegenüberliegend angeordnet ist. Das Signal des piezoelektrischen Elements
wird dabei zur Bestimmung der Raddrehzahl verwendet und das piezoelektrische
Element liefert die gesamte Energie zur Versorgung der elektronischen
Komponenten des Sensortransponders sowie zur Datenübertragung.
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Ausgehend
von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
ein alternatives Reifenmodul mit einem piezoelektrischen Element
zur Anbringung im Inneren eines Reifens im Bereich der Lauffläche
bereitzustellen, welches nicht auf die Energieversorgung durch das
piezoelektrischen Element angewiesen ist.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch das Reifenmodul
gemäß Anspruch 1 gelöst.
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Der
Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, in einem Reifenmodul, welches
an einer Innenseite eines Reifens im Bereich der Lauffläche
befestigt ist und mindestens ein piezosensitives Element, welches
bei einer Verformung des Reifens bei einem Latschdurchlauf ebenfalls
verformt wird, wobei diese Verformung zur Bestimmung einer Latschkenngröße ausgewertet
wird, und ein Trägermittel, auf welchem mindestens ein
elektronisches Bauelement angeordnet ist, umfasst, mindestens eine
Batterie zur zumindest teilweisen Energieversorgung des Reifenmoduls
anzuordnen.
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Unter
dem Begriff „piezosensitives Element" oder „piezosensitiver
Sensor" soll erfindungsgemäß ein Element/Sensor
verstanden werden, welches/welcher empfindlich auf Druck bzw. Verformung ist
und piezoelektrische oder piezoresistive Eigenschaften besitzt.
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Der
Begriff „Latschkenngröße" beschreibt
erfindungsgemäß eine Kenngröße,
welche für den Latsch charakteristisch ist. Darunter kann
z. B. eine Kenngröße, welche die Größe
oder die Form des Latschs charakterisiert, z. B. die Latschlänge
oder die Latschzeit.
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Bevorzugt
wird das piezosensitive Element ausschließlich als Sensorelement
zur Bestimmung der Latschkenngröße verwendet.
Entsprechend sind ein oder mehrere Batterien bevorzugt die einzige
Energieversorgungsquelle des Reifenmoduls. Wird der piezosensitive
Sensor, insbesondere ein piezoelektrischer Sensor, ausschließlich
als Sensorelement, und nicht zur Energieversorgung, eingesetzt,
so ist die Positionierung des Reifenmoduls im Reifen weniger kritisch,
da nicht darauf geachtet werden muss, dass die Einbauposition eine
geeignete Verformung des Elementes zur kontinuierli chen und ausreichenden Energieversorgung
des Reifenmoduls gewährleistet.
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Bei
dem Trägermittel handelt es sich bevorzugt um eine Leiterplatte,
auf welcher besonders bevorzugt alle elektronischen Bauelemente
des Reifenmoduls angeordnet und/oder mit welcher alle elektronischen
Bauelemente des Reifenmoduls verbunden sind. So muss keine weitere
Leiterplatte im Reifenmodul angeordnet sein.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform der Erfindung handelt es sich
bei dem piezosensitiven Sensor um einen piezoresistiven Sensor.
Dieser umfasst eine Spannungsversorgung oder ist mit einer Spannungsversorgung
verbunden. Besonders bevorzugt umfasst der piezoresistive Sensor
eine piezoresistive Messbrücke mit zumindest einem Piezo-Widerstand.
Derartige Messbrücken sind an sich aus dem Stand der Technik
bekannt. Aus einem Ausgangsspannungssignal des piezoresistiven Sensors wird
dann die Latschkenngröße bestimmt. Piezoresistive
Elemente bzw. Sensoren (Messbrücken) bieten den Vorteil,
dass sie klein und kostengünstig hergestellt werden können.
Ganz besonders bevorzugt ist der Piezo-Widerstand oder der piezoresistive
Sensor (Messbrücke) direkt auf der Leiterplatte als Micro-Electro-Mechanical
System (MEMS) ausgeführt. Hierdurch werden eine Verkleinerung
des Reifenmoduls sowie eine Reduktion der Herstellungskosten erreicht.
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Im
Falle eines piezoresistiven Sensors versorgt die Batterie des Reifenmoduls
bevorzugt auch den piezoresistiven Sensor mit elektrischer Energie. So
ist keine weitere Batterie notwendig.
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Gemäß einer
Weiterbildung der Erfindung umfasst der piezoresistive Sensor eine
piezoresistive Messbrücke in Form einer Wheatstoneschen
Brücke, wobei mindestens ein Widerstand als piezoresistives Element
ausgeführt ist, dessen Widerstand sich bei Latschdurchlauf
auf Grund einer Verformung verändert (Messwiderstand).
Die Wheatstoneschen Brücke umfasst besonders bevorzugt
insgesamt vier Widerstände, wobei mindestens ein Widerstand
als piezoresistives Element ausgeführt ist.
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Bevorzugt
wird das Ausgangssignal des piezoresistiven Sensors durch einen
Verstärker verstärkt und durch einen A/D-Wandler
digitalisiert. Das digitale Signal kann dann einfach in einem Mikrocontroller
oder einem Rechenwerk ausgewertet werden, um z. B. die Latschkenngröße
zu bestimmen.
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Alternativ
ist es bevorzugt, das Ausgangssignal des piezoresistiven Sensors
durch einen Komparator mit nachgeschaltetem Mikrocontroller oder Rechenwerk
auszuwerten. Bei der Auswertung mit Hilfe eines Komparators ist
kein A/D-Wandler notwendig.
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Gemäß einer
anderen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung handelt
es sich bei dem piezosensitiven Sensor um einen piezoelektrischen Sensor,
wobei aus einem Ausgangsspannungssignal des piezoelektrischen Sensors
die Latschkenngröße bestimmt wird. Bei der Ausbildung
des Latsch-Sensors als piezoelektrischem Sensor ist es, im Unterschied
zur Ausbildung als piezoresistivem Sensor, vorteilhaft, dass keine
Spannungsversorgung des Sensors notwendig ist. So entfallen entsprechende Kontaktierungen
und der Stromverbrauch des Reifenmoduls wird minimiert. Auch ist
mit einem piezoelektrischen Sensor einfach eine Aktivierung des Reifenmoduls
bei Anfahren des Fahrzeugs (sogenannte „Wake-up"-Funktion)
realisierbar, da mit Latschein- oder austritt eine Piezospannung
erzeugt wird.
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Bevorzugt
wird aus einem Ausgangssignal des piezosensitiven Sensors erkannt,
wenn das Reifenmodul in den Latsch eintritt und/oder austritt. Somit
kann dann neben der Latschlänge bzw. Latschzeit auch die
Radumlaufszeit bzw. Raddrehzahl bestimmt werden. Außerdem
kann zur Schonung der Batterie des Reifenmoduls das Reifenmodul
bei Stillstand des Fahrzeuges deaktiviert werden (z. B. keine Erfassung
von Druckdaten oder Sendung von Daten) und dann das Ausgangssignal
des piezosensitiven Latschsensors zur Aktivierung des Reifenmoduls
bei Anfahren des Fahrzeugs nach dem Stillstand herangezogen werden
(sogenannte „Wake-up"-Funktion).
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Bevorzugt
ist in dem Reifenmodul eine elektronische Auswerteschaltung angeordnet,
in welcher aus dem Ausgangssignal des piezosensitiven Sensors eine
Kenngröße ermittelt wird, welche ein Maß für
die Latschlänge und/oder Latschform des Reifens ist. So
können aus den Informationen eines oder mehrerer Latschsensoren
am Fahrzeug Rückschlüsse auf die Beladung des
Fahrzeugs gezogen werden oder zusätzliche Informationen
zur Reifenüberwachung gewonnen werden. Hierzu werden die
bestimmten Latschlängen der einzelnen Reifen untereinander
oder jeweils mit zuvor eingelernten Vergleichsgrößen
oder mit jeweils vorgegebenen Vergleichsgrößen
verglichen.
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Um
den im Reifen auftretenden Belastungen standzuhalten, ist es vor
allem für ein Reifenmodul, welches im Reifeninneren im
Bereich der Lauffläche angebracht ist, notwendig, dass
es möglichst kompakt ist. Daher sind gemäß einer
be vorzugten Ausführungsform des Reifenmoduls das Trägermittel
und die Batterie bezüglich einer Ausdehnungsrichtung des
Reifenmoduls übereinander angeordnet, wobei das Trägermittel
und die Batterie senkrecht zu der Ausdehnungsrichtung zumindest
teilweise überlappend angeordnet sind, und der piezosensitive
Sensor ist bezüglich der Ausdehnungsrichtung über
oder unter oder zwischen dem Trägermittel und der Batterie angeordnet,
wobei der piezosensitive Sensor jeweils zu dem Trägermittel
und zu der Batterie senkrecht zu der Ausdehnungsrichtung zumindest
teilweise überlappend angeordnet ist. Bei der Ausdehnungsrichtung
handelt es sich besonders bevorzugt um die Höhe des Reifenmoduls.
Vereinfacht ausgedrückt, die drei Komponenten Trägermittel,
Batterie und piezosensitiver Sensor werden in dem Reifenmodul übereinander
und zumindest teilweise einander überlappend angeordnet
(„gestapelt"), um die Ausdehnung des Reifenmoduls bezüglich
seiner Grundfläche möglichst gering zu halten.
So werden die auf das Reifenmodul bei Latschdurchlauf wirkenden
Verformungskräfte möglichst gering gehalten, wodurch der
piezosensitive Sensor vor übermäßiger
Verformung geschützt wird, welche zur Beschädigung
des Sensors, z. B. zum Bruch des piezoelektrischen Materials, führen
kann. Es sind somit keine zusätzlichen Auslenkungsbegrenzungsmittel
für das piezosensitive Element notwendig, welche wieder
zu einer Erhöhung des Gewichts des Reifenmoduls führen
würden.
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Um
einen weiteren Schutz des piezosensitiven Sensors gegen Beschädigung
zu erzielen, sind das Trägermittel, die Batterie und der
piezosensitive Sensor bevorzugt zumindest teilweise in eine Vergussmasse
eingebettet. Besonders bevorzugt sind die drei Komponenten vollständig
in die Vergussmasse eingebettet, um einen Schutz vor Umgebungseinflüssen
von allen Seiten zu erreichen. Durch die durch das Vergussmate rial
erzielte Versteifung des piezosensitiven Sensors wird die Bruchgefahr
weiter minimiert. Aufgrund der kompakten Bauweise des Reifenmoduls
(„Stapelung" der Komponenten) wird weniger Vergussmasse
zur Einbettung von Trägermittel, Batterie und piezosensitivem
Sensor benötigt als bei einer Anordnung nebeneinander,
so dass hierdurch ein Vorteil in Bezug auf ein möglichst
geringes Gewicht des Reifenmoduls erreicht wird.
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Gemäß einer
vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist der piezosensitive
Sensor direkt an der Batterie oder an dem Trägermittel
angebracht. Hierdurch wird der piezosensitive Sensor noch zusätzlich durch
die Batterie oder das Trägermittel vor übermäßiger
Verformung geschützt. Besonders einfach und kostengünstig
ist die Anbringung als eine Klebung ausgeführt. Im Fall
eines piezoresistiven Sensors ist dieser vorteilhafterweise als
Micro-Electro-Mechanical System (MEMS) direkt in Silizium ausgeführt. Dies
reduziert die Herstellungskosten des Reifenmoduls.
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Ebenso
ist es bevorzugt, den piezosensitiven Sensor mit einem Abstand zu
dem Trägermittel und zu der Batterie anzuordnen, wobei
der piezosensitive Sensor durch die Vergussmasse kraftschlüssig mit
dem Trägermittel und/oder der Batterie verbunden ist. So
wird gegenüber einer Anordnung des piezosensitiven Sensors
auf dem Trägermittel Bauraum für weitere elektronische
Bauelemente auf dem Trägermittel geschaffen.
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Der
piezosensitive Sensor wird bevorzugt zwischen der Batterie und dem
Trägermittel angeordnet („Sandwich-Anordnung"),
um eine Versteifung und Schutz von beiden Seiten zu erreichen.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform des Reifenmoduls sind das Trägermittel,
die Batterie und der piezosensitive Sensor jeweils im Wesentlichen
flächig ausgebildet und die Grundflächen von Trägermittel,
Batterie und piezosensitivem Sensor im Wesentlichen parallel und übereinander
angeordnet, wobei sich die Grundflächen jeweils paarweise
zumindest teilweise überlappen. Hierdurch wird eine kompakte
Bauweise bezüglich Höhe und Grundfläche
erreicht, was im Falle einer Einbettung in eine Vergussmasse zu
einem geringen Gewicht führt.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besteht der piezoelektrische
Sensor einfach aus piezoelektrischem Material, besonders bevorzugt
aus piezoelektrischer Keramik (z. B. PZT: Blei-Zirkonat-Titanat).
Da PZT nicht auf eine Biegung, sondern nur auf eine Dehnung bzw.
Stauchung piezoelektrisch reagiert, ist das piezoelektrische Material
auf ein Trägermaterial (enthält „neutrale
Phase") aufgebracht. Das Trägermaterial dient somit zum Einen
zum Schutz des piezoelektrischen Materials vor übermäßiger
Verformung und zum Anderen als „Hilfsmittel" zur Dehnung/Stauchung
des piezoelektrischen Materials. Als Trägermaterial dient
bevorzugt das Trägermittel des Reifenmoduls (Leiterplatte) oder
die Batterie.
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Alternativ
umfasst der piezoelektrische Sensor bevorzugt ein Trägerelement
aus Metall und piezoelektrisches Material, wobei das piezoelektrische Material
auf dem Trägerelement aufgebracht ist. So dient das Trägerelement
durch seine Steifigkeit direkt als Verformungsbegrenzungsmittel
für das piezoelektrische Material. Das Trägerelement
ist besonders bevorzugt eine Messingscheibe oder eine Messingplatte.
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Bei
dem piezoelektrischen Material handelt es sich besonders bevorzugt
um eine piezoelektrische Keramik. Besonders bevorzugt wird der piezoelektrische
Sensor mit seinem Trägerelement direkt an der Batterie
oder an dem Trägermittel angebracht, ganz besonders bevorzugt
durch Klebung.
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Das
Reifenmodul umfasst gemäß einer vorteilhaften
Weiterbildung der Erfindung zwei oder mehr Batterie, welche übereinander
angeordnet sind, wobei der piezosensitive Sensor über oder
unter oder zwischen den Batterien angeordnet ist. Bei einer Anordnung
des piezosensitiven Sensors zwischen den Batterien wird dieser von
beiden Seiten durch die Batterien gegen übermäßige
Verformung geschützt.
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Bevorzugt
ist zur Versorgung der elektronischen Bauelemente der Trägerschicht
die Batterie über einen Batteriekontakt elektrisch leitend
mit der Trägerschicht verbunden, wobei der piezoelektrische Sensor
einseitig elektrisch leitend mit dem Batteriekontakt verbunden ist.
Hierdurch wird eine Kontaktierung zwischen Trägerschicht
und piezoelektrischem Sensor eingespart.
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Der
piezoelektrische Sensor wird gemäß einer bevorzugten
Ausführungsform des Reifenmoduls auch zur Energieversorgung
des Reifenmoduls genutzt. Hierzu umfasst das Reifenmodul, insbesondere
auf dem Trägermittel, eine elektronische Schaltung, welche
derart ausgeführt ist, dass die bei Verformung des piezoelektrischen
Sensors erzeugte elektrische Spannung auch zur Energieversorgung des
Reifenmoduls genutzt wird. So umfasst die elektronische Schaltung
besonders bevorzugt Mittel zur Gleichrichtung der Piezospannung
des piezoelektrischen Elements und zur Speicherung der erzeugten elektrischen
Energie. Durch die zusätzliche Ener gieversorgung des Reifenmoduls
mit Hilfe des piezoelektrischen Elements wird die Lebensdauer der
Batterie verlängert.
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Für
eine Auswertung des Spannungssignals des piezosensitiven Sensors
ist dieses bevorzugt elektrisch leitend mit dem Trägermittel
verbunden.
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Bevorzugt
umfasst das Reifenmodul eine Auswerteschaltung, in welcher die positiven
und negativen Anteile des Spannungssignals des piezosensitiven Sensors
getrennt werden. Diese Auswerteschaltung des Reifenmoduls umfasst
besonders bevorzugt vier Dioden.
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Bevorzugt
wird jedes der beiden entstehenden Teilsignale ausgewertet. So kann
durch Auswertung des Spannungssignals des piezosensitiven Sensors
zwischen Latscheintritt und Latschaustritt unterschieden werden.
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Ebenso
ist es bevorzugt, dass in der Auswerteschaltung das eine Teilsignal
zur Erkennung eines Latscheintrittes und das andere Teilsignal zur
Erkennung eines Latscheaustrittes ausgewertet werden.
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In
der Auswerteschaltung werden gemäß einer Weiterbildung
der Erfindung die beiden Teilsignale zur Bestimmung einer Kenngröße
ausgewertet, welche ein Maß für die Latschlänge
oder Latschform des Reifens ist. Hieraus werden, auch in Kombination mit
den Kenngrößen von Reifenmodulen der anderen Reifen,
Informationen über die Beladung des Fahrzeugs und/oder
zur Reifenüberwachung gewonnen.
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Bevorzugt
umfasst das Reifenmodul eine Schaltung, mit welcher eines oder beide
der Teilsignale zur Energieversorgung mindestens einer elektronischen
Komponente genutzt wird/werden. Besonders bevorzugt wird ein Sensor,
z. B. ein Druck- und/oder ein Temperatursensor, und/oder eine Auswerteschaltung
mit elektrischer Energie versorgt.
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Ein
Vorteil der Erfindung ist es, dass durch die Batterie die Versorgung
des Reifenmoduls auch bei Stillstand des Fahrzeuges gewährleistet
ist. So können auch bei Stillstand des Fahrzeuges z. B.
Datenübertragungen oder Druckmessungen von dem Reifenmodul
durchgeführt werden.
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Die
Erfindung betrifft auch die Verwendung des Reifenmoduls in einem
Reifendrucküberwachungssystem.
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Weitere
bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich
aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung
anhand von Figuren.
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Es
zeigen schematisch
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1 einen
auf einem Untergrund abrollenden Reifen,
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2 eine Anordnung von Komponenten in einem
erfindungsgemäßen Reifenmodul gemäß eines
ersten Ausführungsbeispiels,
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3 eine
Anordnung von Komponenten in einem erfindungsgemäßen
Reifenmodul gemäß eines zweiten Ausführungsbeispiels,
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4 ein
erfindungsgemäßes Reifenmodul gemäß eines
dritten Ausführungsbeispiels,
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5 einen beispielsgemäßen
piezoelektrischen Sensor,
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6 eine
Anordnung von Komponenten in einem erfindungsgemäßen
Reifenmodul gemäß eines vierten Ausführungsbeispiels,
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7 einen
beispielsgemäßen Verlauf einer Ausgangsspannung
eines piezoelektrischen Sensors in einem Reifen,
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8 beispielsgemäße
Auswertungssignale einer Ausgangsspannung eines piezoelektrischen Sensors
in einem Reifen,
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9 eine
beispielsgemäße elektronische Schaltung zur Auswertung
einer Ausgangsspannung eines piezoelektrischen Sensors,
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10 einen
beispielsgemäßen piezoresistiven Sensor, und
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11 zwei beispielsgemäße
Prinzipschaltbilder zur Auswertung einer Ausgangsspannung eines
piezoresistiven Sensors.
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1 zeigt
das Abrollverhalten eines Reifens 1 mit einer Rotationsrichtung 2.
Das Abrollverhalten ist hier in idealisierter Form auf einem ebenen Untergrund 3 dargestellt.
Es entsteht eine abgeplattete Aufstandsfläche, der so genannte
Latsch 4. Die Größe, also die Länge
L und Breite, wobei die Länge L vom Latscheintritt 6 bis
zum Latschaustritt 5 gemessen wird, sowie die Form des
Latschs 4 ist u. a. abhängig von Reifenkenndaten,
der Radlast, dem Reifendruck, dem Fahrzustand (Längs- und
Querkräfte) und der Geschwindigkeit.
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Befindet
sich ein Reifenmodul 7 in Reifen 1, so wirken
auf dieses bei Latscheintritt 6 und Latschaustritt 5 aufgrund
der Verformung des Reifens 1 Kräfte, welche zu
Verformung von zumindest Teilen des Reifenmoduls 7 führen.
Die Verformung des Reifens 1 bei Latschdurchlauf, speziell
der Knick beim Latscheintritt 6 und Latschaustritt 5,
kann mit einem piezosensitiven Element vermessen werden. Das Reifenmodul 7 ist
derartig im Reifen befestigt, dass das piezosensitive Element in
Reifenmodul 7 durch die Walkbewegungen verformt wird.
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Ein
beispielsgemäßes Reifenmodul 7 umfasst
eine Batterie 10 sowie ein piezosensitives (Mess)Element,
z. B. ein piezoelektrisches oder ein piezoresistives (Mess)Element.
Die Batterie 10 dient dabei bevorzugt zur Versorgung der
elektronischen Komponenten des Reifenmoduls 7. Das piezosensitive
(Mess)Element dient zur Bestimmung oder Messung einer Kenngröße
des Latsches 4, insbesondere zur Bestimmung oder Messung
der Latschlänge L oder einer damit zusammenhängenden
Größe, wie z. B. der Latschzeit. Zusätzlich
kann das piezoelektrische Element auch als Wandlerelement, d. h.
zur Erzeugung elektrischer Energie, herangezogen werden.
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In 2 sind schematisch einige relevanten Teile
eines erfindungsgemäßen Reifenmoduls 7 gemäß eines
ersten Ausführungsbeispiels dargestellt. In 2a)
ist eine Seitenansicht, in 2b) eine
Ansicht von unten nach oben (ent lang der z-Richtung, siehe 2a))
dargestellt. Batterie 10 ist über eine elektrisch
leitende Verbindung 11 (in 2b) nicht dargestellt)
mit Leiterplatte 12 verbunden. Batterie 10 ist
unterhalb von Leiterplatte 12 angeordnet. Die beispielsgemäß runde
Grundfläche von Batterie 10 überlappt
vollständig mit der beispielsgemäß rechteckigen
Grundfläche der Leiterplatte 12. Gemäß dem dargestellten
Ausführungsbeispiel sind Batterie 10 und Leiterplatte 12 in
z-Richtung in einem gewissen Abstand angeordnet, es ist jedoch auch
möglich, dass Batterie 10 direkt an Leiterplatte 12 angebracht ist.
Auf Leiterplatte 12 sind weitere elektronische Bauelemente 13 angebracht.
Beispielsgemäß ist ein piezoelektrisches Sensorelement 14 unterhalb
von Batterie 10 an Batterie 10 angebracht. Die
beispielsgemäß runde Grundfläche des
Piezo-Sensors 14 überlappt vollständig
mit der beispielsgemäß runden Grundfläche
von Batterie 10. Piezo-Element 14 ist über
eine elektrische Verbindung 20 mit der Leiterplatte 12 verbunden
(in 2b) nicht dargestellt).
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In 3 ist
schematisch eine Anordnung von relevanten Komponenten in einem erfindungsgemäßen
Reifenmodul 7 gemäß eines zweiten Ausführungsbeispiels
in Seitenansicht dargestellt. Batterie 10 ist über
eine elektrisch leitende Verbindung 11 mit Leiterplatte 12 verbunden.
Batterie 10 ist wie im ersten Ausführungsbeispiel
unterhalb von Leiterplatte 12, in einem gewissen Abstand
angeordnet. Dabei überlappen sich die Grundflächen
von Batterie 10 und Leiterplatte 12 zumindest
teilweise (nicht zu sehen in der Ansicht von 3). Das
piezoelektrische Element 14 ist zwischen Batterie 10 und
Leiterplatte 12 angeordnet, wobei sich die Grundfläche
des Piezo-Elements 14 zum einen mit der Grundfläche
von Batterie 10 und zum anderen mit der Grundfläche von
Leiterplatte 12 überlappt. Auf Leiterplatte 12 sind weitere
elektronische Bauelemente 13 angebracht.
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Bei
den elektronischen Bauelementen 13 kann es sich z. B. um
eine oder mehrere der folgenden Bauelemente handeln: Drucksensor,
Temperatursensor, Sendeeinrichtung (z. B. HF-Sender), Empfängereinrichtung
(z. B. HF-Empfänger), elektronische Auswerteschaltung,
Gleichrichter, Speicherelement.
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In 4 ist
ein drittes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Reifenmoduls 7 schematisch dargestellt. Die Anordnung von
Batterie 10, Leiterplatte 12 und piezoelektrischem
Element 14 entspricht dem in 3 dargestellten
zweiten Ausführungsbeispiel. Zusätzlich sind Batterie 10,
Leiterplatte 12, piezoelektrisches Element 14 und
elektronische Bauelemente 13 von einem geeigneten Verguss 15 umgeben.
In dem dargestellten dritten Ausführungsbeispiel sind die
Komponenten vollständig von der Vergussmasse 15 umschlossen,
es können jedoch auch nur einige Komponenten oder die Komponenten
nur teilweise von der Vergussmasse 15 umschlossen sein.
Durch die Vergussmasse 15 sind die Komponenten gegen äußere
Einflüsse geschützt. Auch wenn Teile des Reifenmoduls 7 umgossen
ist, werden die Bewegungen (Verformungen) des Reifens 1 bei
Latschdurchlauf auf die einzelnen Bauteile, insbesondere auf das
piezoelektrische Element 14, übertragen.
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Anstelle
des in den oben beschriebenen drei Ausführungsbeispielen
(1 bis 4) vorhandenen piezoelektrischen
Sensors 14 kann das Reifenmodul auch einen piezoresistiven
Sensor umfassen.
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Gemäß dem
dritten Ausführungsbeispiel ist das Reifenmodul 7 durch
einen Container 16, welcher z. B. aus Gummi besteht, an
Reifen 1 befestigt. Hierzu ist Container 16 am
Innerliner des Reifens 1 befestigt, z. B. eingeklebt oder
einvulkanisiert. Container 16 kann z. B. eine Öffnung
enthalten (nicht dargestellt in 4), durch
welche Reifenmodul 7 aus Container 16 entnommen
oder in Container 16 eingeführt werden kann. So
kann bei einem Defekt des Reifenmoduls 7 ein Austausch
stattfinden.
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In
Piezo-Element 14 erfolgt bei Dehnung/Stauchung bzw. bei
Biegung, z. B. bei Latschein- und Latschaustritt, eine Ladungstrennung. Nutzt
man das Piezo-Element 14 ausschließlich als (Latschdeformations)Sensor – nicht
als Energiewandler – so ist die exakte Anordnung in Reifenmodul 7 nicht
von entscheidender Bedeutung für eine ordnungsgemäße
Funktionsweise. Somit ist eine Bauraum-minimierende Anordnung von
Batterie 10, Leiterplatte 12 und piezoelektrischem
Element 14 möglich. Hierdurch wird auch die Montage
des Reifenmoduls 7 vereinfacht, was zu geringeren Produktionskosten
führt.
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Beispielgemäß handelt
es sich bei dem piezoelektrischen Sensor 14 einfach um
piezoelektrisches Material mit entsprechenden elektrischen Kontakten,
wobei das piezoelektrisches Material z. B. auf der Batterie 10 und
auf der Platine 12 angebracht ist.
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Bei
Piezo-Element 14 handelt es sich gemäß eines
anderen Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Reifenmoduls 7 um einen an sich bekannten Piezo-Buzzer.
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In 5 ist ein beispielgemäßes
piezoelektrisches Element 32 schematisch dargestellt, dabei zeigt 5a)
dieses in Aufsicht und 5b) in Seitenansicht. Das beispielgemäße
Element 32 besteht aus einer Messingscheibe 30,
auf welcher piezoelektrisches Material 31, insbesondere
Piezokeramik, angebracht ist.
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Der
piezosensitive Sensor kann z. B. unter der Batterie 10 (z.
B. 2), zwischen Platine 12 und Batterie 10 (z.
B. 3 oder 5) oder direkt
an Platine 12 (ohne Darstellung) angebracht sein. Er kann
fest mit Platine 12 bzw. Batterie 10 verbunden
sein (z. B. 2) oder auch ohne direkte
Verbindung zu diesen Bauteilen 12, 10 umgossen
werden (z. B. 5), da die Krafteinwirkung
durch die Vergussmasse 15 gewährleistet wird.
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Gemäß weiterer
Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen
Reifenmoduls 7 umfasst dieses zwei Batterien 10.
Die beiden Batterien 10 sind übereinander angeordnet
und der piezosensitive Sensor ist zwischen den Batterien 10 oder
oberhalb oder unterhalb der Batterien 10 angeordnet. Eine
beispielsgemäße Anordnung eines Piezo-Elements 14 zwischen
zwei Batterien 10 ist in 6 schematisch
dargestellt (viertes Ausführungsbeispiel). Die übrigen dargestellten
Komponenten entsprechen den in 2 abgebildeten
Komponenten.
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Gemäß eines
anderen Ausführungsbeispiels ist das Piezo-Element 14 galvanisch
direkt mit einem Batteriekontakt verbunden – so entfällt
eine Kontaktierung.
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Das
in Reifenmodul 7 angeordnete Piezo-Element 14 kann
sowohl als Signalgeber (z. B. zur Latschvermessung) als auch als
Mikrogenerator (Energiewandler) verwendet werden. Durch die Variation der
Größe des Elements 14 kann die abgegebene Leistung
bzw. Spannung skaliert werden.
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10 zeigt
schematisch einen beispielsgemäßen piezoresistiven
Sensor eines weiteren Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Reifenmoduls 7. Anstelle eines piezoelektrischen Elements 14 wird
hier mindestens ein piezoresistives Messelement (R1, R2, R3, R4)
verwendet. Der piezoresistive Sensor 44 besteht im wesentlichen
aus einer piezoresistiven Messbrücke, welche beispielsgemäß als eine
Wheatstonesche Brücke mit vier Widerständen R1,
R2, R3 und R4 ausgeführt ist. Hierbei sind beispielhaft
alle vier Widerstände R1, R2, R3 und R4 veränderlich.
Es ist jedoch auch möglich, dass weniger Widerstände
veränderlich sind (z. B. die Widerstandwerte von R1 und
R2 sind bei Verformung veränderlich, während die
Widerstandswerte von R3 und R4 bei Verformung gleich bleiben). Außerdem
ist auch eine Sensor-Anordnung mit mehr oder weniger Widerständen
(als den vier Widerständen einer Wheatstonesche Brücke)
möglich.
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Der
piezoresistive Sensor 44 wird durch eine Spannung VCC versorgt
und liefert ein Ausgangsspannungssignal 45.
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Die
Anordnung der Fläche des piezoresistiven Sensors 44 im
Reifen ist beispielsweise parallel zur Reifenaufstandsfläche,
so dass sich jeweils mindestens zwei Widerstände bei einer
Verformung bei Latschdurchlauf 5, 6 verändern.
Die Orientierung der Sensorbrücke relativ zur Reifenabrollrichtung
ist dabei für die Funktionstüchtigkeit des Sensors
nicht von Bedeutung.
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Ein
Vorteil von piezoresistiven Messelementen ist es, dass eine extrem
kleine und somit kostengünstige Bauweise in MEMS-Struktur
möglich ist. Hierbei können die einzelnen Messwiderstände
bzw. die Messbrücke direkt in Silizium ausgeführt
sein. Das MEMS kann dann als „bare die" (ohne Gehäuse) angeordnet
werden, oder gehäust und dann aufgelötet werden.
Vorteilhafterweise wird das piezoresistive MEMS direkt mit anderen
Komponenten (z. B. Drucksensor, Mikrocontroller, RF-Stufe etc.)
in einem integrierten Schaltkreis (IC, ASIC) integriert.
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In 11 sind zwei beispielsgemäße
Prinzipschaltbilder zur Auswertung einer Ausgangsspannung eines
piezoresistiven Sensors 46 schematisch dargestellt.
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Gemäß dem
in 11a) dargestellten Beispiel wird das Ausgangssignal
des Sensors 46 durch Verstärker 47 verstärkt
und A/D-Wandler 48 des Reifenmoduls 7 zugeführt.
Nach der A/D-Wandlung 48 wird das Signal in Mikrocontroller 49 analysiert.
Je nach Auslegung der Widerstandsveränderung ist es auch
möglich, dass keine Verstärkung notwendig ist.
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Gemäß dem
in 11b) dargestellten Beispiel wird das Ausgangssignal
von Sensor 46 mittels Komparator 50 und Mikrocontroller 49 ausgewertet. Z.
B. liefert der Komparator während des Latschdurchlaufs
eine Ausgangsspannung (entsprechend einer logischen „1")
und außerhalb des Latsches keine Ausgangsspannung (entsprechend
einer logischen „0"). So kann ohne Verwendung eines A/D-Wandlers
auf einfache Art und Weise die zeitliche Abfolge zwischen Latschdurchlauf
und Umlauf festgestellt werden.
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Mikrocontroller 49 kann
auch durch ein Rechenwerk („State Machine") ersetzt werden.
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Die
Signale des piezosensitiven Sensors werden bevorzugt zur Bestimmung
der Latschlänge L ausgewertet.
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Im
Folgenden wird ein weiteres Verfahren zur Auswertung des Ausgangsspannungssignals 40 eines
piezosensitiven Sensors beschrieben, beispielhaft anhand eines piezoelektrischen
Sensors 14. Eine analoge Auswertung ist für das
Ausgangsspannungssignal 40 eines piezoresistiven Sensors
möglich.
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Ein
aus der Reifenverformung resultierendes Ausgangssignal 20 eines
Piezo-Elementes 14 hat beispielsgemäß den
in 7 schematisch dargestellten Verlauf. Auf der x-Achse
ist die Zeit t und auf der y-Achse die Piezospannung U oder eine
ihr entsprechende Größe aufgetragen. Bei Latscheintritt
T6 und Latschaustritt T5 erscheinen
Spannungsspitzen in Signal 20. Im dargestellten Beispiel
ergibt sich bei Latscheintritt T6 eine negative
Spannungsspitze (Peak), bei Latschaustritt T5 eine
positive Spannungsspitze (Peak).
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Gemäß eines
weiteren Ausführungsbeispiels umfasst Reifenmodul 7 eine
Schaltung zur störungsfreien Auswertung des Signals 20.
Dabei wird der negative Teil des Signals 20 getrennt vom
positiven Teil des Signals 20 bewertet (sog. selektive
Gleichrichtung).
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8 zeigt
mit den beiden unteren Signalen 21, 22 beispielsgemäße
Verläufe der beiden selektiv gleichgerichteten Signale.
Kurve 21 stellt den Betrag des negativen Signals (den negativen
Signalanteil) und Kurve 22 das positive Signal (den positiven
Signalanteil) bei zwei Latschdurchläufen dar. Kurve 23 gibt
das Latschsignal an. Bei Latscheintritt T6,
welcher durch die steil ansteigende Flanke im negativen Signalanteil 21 angezeigt
wird, steigt das Latschsignal 23 an, bei Latschaustritt
T5, welcher durch die steil ansteigende
Flanke im positiven Signalanteil 22 angezeigt wird, fällt
das Latschsignal 23 wieder ab. Anhand des Latschsignals 23 kann
somit die Latschlänge L oder die Latschzeit oder das Verhältnis von
Latschzeit zu Radumlaufzeit (Zeit zwischen zwei aufeinanderfolgenden
Latscheintritten T6 oder Latschaustritten
T5) bestimmt werden.
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Durch
die selektive Gleichrichtung lässt sich ein störendes
Rauschen beim Latscheintritt 6 bzw. beim Latschaustritt 5 sehr
wirkungsvoll ausblenden. Wie aus 8 deutlich
ersichtlich ist, lässt sich bei einer Trennung von positivem
Signal 22 und negativem Signal 21 der Latsch 4 leicht
auswerten. Dies wäre bei einem komplett gleichgerichteten
Signal nur mit größerem Aufwand möglich.
Es wird also eine deutliche Vereinfachung bzw. Verbesserung der Latschvermessung
erreicht.
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Bei
der aus dem Stand der Technik bekannten Auswertung des Signals 20 eines
Piezo-Elementes 14 wird das Signal 20 abgetastet
und digitalisiert um eine genaue Auswertung des Signalverlaufs durchführen
zu können. Dies ist aufwendiger als das oben beschriebene
Verfahren der selektiven Gleichrichtung des Piezoelement-Signals 20.
Des Weiteren verbraucht die bekannte Auswertung im Gegensatz zum
hier beschriebenen Auswerteverfahren mehr Strom.
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In 9 ist
eine beispielsgemäße elektronische Schaltung zur
selektiven Gleichrichtung dargestellt. Die Spannung 40 von
Piezo-Element 14 wird mittels vier Dioden 41 selektiv
gleichgerichtet. Der positive und der negative Signalanteil werden über die
Kontakte K1 und K2 abgegriffen.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - DE 4402136
A1 [0004]
- - DE 102004031810 A1 [0005]