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DE102008035307A1 - Schaltungsanordnung zur Oberschwingungskompensation für nichtlineare Verbraucher - Google Patents

Schaltungsanordnung zur Oberschwingungskompensation für nichtlineare Verbraucher Download PDF

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DE102008035307A1
DE102008035307A1 DE102008035307A DE102008035307A DE102008035307A1 DE 102008035307 A1 DE102008035307 A1 DE 102008035307A1 DE 102008035307 A DE102008035307 A DE 102008035307A DE 102008035307 A DE102008035307 A DE 102008035307A DE 102008035307 A1 DE102008035307 A1 DE 102008035307A1
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Dennis Kampen
Stefan Schmitt
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Block Transformatoren Elektronik GmbH
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Block Transformatoren Elektronik GmbH
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    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02MAPPARATUS FOR CONVERSION BETWEEN AC AND AC, BETWEEN AC AND DC, OR BETWEEN DC AND DC, AND FOR USE WITH MAINS OR SIMILAR POWER SUPPLY SYSTEMS; CONVERSION OF DC OR AC INPUT POWER INTO SURGE OUTPUT POWER; CONTROL OR REGULATION THEREOF
    • H02M1/00Details of apparatus for conversion
    • H02M1/42Circuits or arrangements for compensating for or adjusting power factor in converters or inverters
    • H02M1/4208Arrangements for improving power factor of AC input
    • H02M1/4266Arrangements for improving power factor of AC input using passive elements
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur Oberschwingungskompensation für nichtlineare Verbraucher (12), insbesondere Gleichrichter oder Wechselrichter, an wenigstens zweiphasigen, insbesondere dreiphasigen Versorgungsnetzen (18) mit sinusförmiger Netzspannung. Eine solche Schaltungsanordnung lässt sich kostengünstiger und/oder mit verbesserter Filter- und Kompensationswirkung realisieren, indem jede Phase (20, 22, 24) mit einem separaten Filterzweig (30) verbunden ist, bei der jeder Filterzweig (30) eine Parallelschaltung aus einer ersten Induktivität (32) und einer ersten Kapazität (34) aufweist, wobei in jedem Filterzweig (30) in Serie zu der ersten Kapazität (34) oder zu der Parallelschaltung eine zweite Induktivität (36) geschaltet ist, und bei der die Filterzweige (30) an ihrem jeweiligen, von der jeweiligen Phase (20, 22, 24) abgewandten Ende (38) jeweils mindestens eine zweite Kapazität (40) aufweisen.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur Oberschwingungskompensation für nichtlineare Verbraucher, insbesondere Gleichrichter oder Wechselrichter, an wenigstens zweiphasigen, insbesondere dreiphasigen Versorgungsnetzen mit sinusförmiger Netzspannung.
  • Nichtlineare Verbraucher beziehen aus einem Versorgungsnetz mit sinusförmigen Versorgungsspannungen bzw. -strömen nicht-sinusförmige Verbraucherspannungen bzw. -ströme. Diese Abweichungen des Stromes von der Sinusform führen in Versorgungsnetzen zu Verzerrungen der Netzspannung. Die Verzerrungen der Netzspannung verursachen zusätzliche Verluste und Funktionsstörungen bei anderen Verbrauchern, die an diesem Versorgungsnetz betrieben werden. Einen hohen Anteil an nichtlinearen Verbrauchern in den Versorgungsnetzen stellen dreiphasige Gleichrichter- und Wechselrichterschaltungen dar.
  • Die durch die Oberschwingungen der Verbraucherspannung bzw. des Verbraucherstroms verursachten Auswirkungen auf das speisende Netz werden als Netzrückwirkungen bezeichnet. Typische Netzrückwirkungen sind: Erhöhung der Verlustleistung im Versorgungsnetz und bei anderen Verbrauchern; Spannungsabfälle und Kommutierungseinbrüche; Verformung der Netzspannung; Resonanzerscheinungen im Netz; Störungen bei benachbarten Baugruppen und Verbrauchern, gegebenenfalls durch die vorgenannten Resonanzerscheinungen.
  • Zu den nichtlinearen Verbrauchern zählen z. B. Drosseln, Transformatoren und leistungselektronische Baugruppen, wie Gleichrichter, Wechselrichter, Drehstromsteller usw. Der vermehrte Einsatz und die immer größeren Leistungen von leistungselektronischen Baugruppen haben dazu geführt, dass Normen erarbeitet wurden und in Vorbereitung sind, die die zulässigen Stromoberschwingungen in Bezug auf bestimmte Versorgungsnetze spezifizieren, mit dem Ziel, die Netzrückwirkungen zu begrenzen.
  • Eine Schaltungsanordnung zur Oberschwingungskompensation für nichtlineare Verbraucher ist beispielsweise aus der EP 1 248 344 A2 bekannt. Dort ist vorgesehen, dass jede Phase mit nur einem der Enden einer ersten Induktivität verbunden ist, wobei jede erste Induktivität mit ihrem von der jeweiligen Phase abgewandten Ende wiederum mit einer ersten Kapazität verbunden ist und wobei alle ersten Kapazitäten an ihren jeweiligen von den ersten Induktivitäten abgewandten Enden miteinander verbunden sind. Die ersten Induktivitäten weisen jeweils in Reihe geschaltete Drosselspulen auf, und zwischen den beiden Drosselspulen jeder Phase ist jeweils eine zweite Kapazität angeschlossen, wobei die jeweiligen von den Drosselspulen abgewandten Enden der zweiten Kapazitäten miteinander verbunden sind.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schaltungsanordnung zur Oberschwingungskompensation für mehrphasige Versorgungsnetze mit sinusförmiger Netzspannung anzugeben, die in Bezug auf ihre elektrischen Eigenschaften sowie ihre Filter- und Kompensationswirkung der bekannten Schaltungsanordnung mindestens gleichwertig ist und/oder sich mit geringeren Kosten ausführen lässt.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine in Anspruch 1 angegebene Schaltungsanordnung vollständig gelöst.
  • Erfindungsgemäß ist jede Phase des wenigstens zweiphasigen Versorgungsnetzes mit einem separaten Filterzweig verbunden, wobei jeder Filterzweig eine Parallelschaltung aus einer ersten Induktivität und einer ersten Kapazität aufweist, wobei in jedem Filterzweig in Serie zu der ersten Kapazität oder zu der Parallelschaltung eine zweite Induktivität geschaltet ist, und wobei die Filterzweige an ihrem jeweiligen, von der jeweiligen Phase abgewandten Ende jeweils mindestens eine zweite Kapazität aufweisen.
  • Grundsätzlich gibt es eine unbegrenzte Vielzahl von Schaltungsvariationen der bekannten Schaltungsanordnung, die sich grundsätzlich zur Oberschwingungskompensation für nichtlineare Verbraucher an wenigstens zweiphasigen Versorgungsnetzen mit sinusförmiger Netzspannung eignen. Es wurde jedoch festgestellt, dass eine Vielzahl von Schaltungsvariationen nicht die gewünschten Effekte zeigen, also entweder nicht die gewünschte Filter- und Kompensationswirkung und/oder nicht die gewünschte Kosteneinsparung. Erst die erfindungsgemäße vorgeschlagene Schaltungsvariation, insbesondere der Einsatz einer Parallelschaltung aus einer ersten Induktivität und einer ersten Kapazität in jedem Filterzweig hat dazu geführt, dass die gleichen Filter- und Kompensationseigenschaften erzielt werden konnten wie mit der bekannten Schaltungsanordnung. Die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung kann aber, verglichen mit der bekannten Schaltungsanordnung, mit Kapazitäten ausgeführt werden, die deutlich niedrigere Kapazitätswerte aufweisen, da eine deutlich niedrigere Kondensatorenergie benötigt wird.
  • Mit den erfindungsgemäß vorgesehenen Filterzweigen kann exakt derselbe Impedanzfrequenzgang wie mit den in der genannten EP 1 248 344 A2 beschriebenen Filterzweigen erzielt werden, jedoch mit anderen Bauteilwerten. Der Impedanzfrequenzgang resultiert aus der komplexen Impedanz, die mit der komplexen Wechselstromrechnung bestimmt werden kann. Die Pol- und Nullstellen liegen bei allen Schaltungsanordnungen an derselben Stelle. Diese werden mit der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung mit reduzierten Bauteilenergien aufgrund der teilweise niedrigeren Bauteilwerte oder Bauteilspannungen- und Ströme erzielt.
  • Insgesamt lässt sich somit die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung mit geringeren Kosten realisieren bei gleicher Filterwirkung. Andererseits lassen sich – bei gleichen Kosten wie bei der bekannten Schaltungsanordnung – die Filter- und Kompensationseigenschaften sogar verbessern.
  • In einer bevorzugten Ausgestaltung ist vorgesehen, dass jeder Filterzweig eine in Serie zu der Parallelschaltung geschaltete zweite Kapazität aufweist, deren von der jeweiligen Parallelschaltung abgewandten Enden miteinander verbunden sind. Bei dieser Ausgestaltung sind also die zweiten Kapazitäten entweder in Stern- oder in Dreieckschaltung miteinander verbunden. Diese Ausgestaltung führt dazu, dass sehr viel günstigere Kapazitäten als bei der bekannten Schaltungsanordnung eingesetzt werden können.
  • Alternativ ist in einer weiteren Ausgestaltung vorgesehen, dass jeweils eine zweite Kapazität zwischen den von der jeweiligen Phase abgewandten Enden zweier Filterzweige geschaltet ist. Bei dieser alternativen Ausgestaltung ist vorgesehen, dass jeder Filterzweig eine in Serie zu der Parallelschaltung geschaltete zweite Kapazität aufweist, deren von der jeweiligen Parallelschaltung abgewandten Enden miteinander verbunden sind. Auch bei dieser Ausgestaltung können günstigere Kapazitäten als bei der bekannten Schaltungsanordnung eingesetzt werden.
  • Bevorzugt ist weiter vorgesehen, dass in jeder Phase eine Drosselspule vor dem Verbraucher eingeschleift ist, wobei die Filterzweige jeweils zwischen der Drosselspule und dem Verbraucher mit der jeweiligen Phase verbunden sind. Die Drosselspule dient zur Erhöhung der Netzimpedanz, so dass Oberschwingungen noch eher durch den Filterzweig anstatt durch das Netz gehen.
  • Es sei an dieser Stelle angemerkt, das es nicht unbedingt die Kapazitätswerte, die bei der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung kleiner sind als bei der bekannten Schaltungsanordnung, sondern teilweise sind die Spannungen bei sehr großen Kapazitätswerten kleiner. Insgesamt führt dies jedoch trotz ggf. größerer Kapazitätswerte durch die erfindungsgemäß extrem niedrigen Spannungen zu viel kleineren und damit kostengünstigeren Kapazitäten. Insgesamt ist nämlich die Energie niedriger als bei der bekannten Schaltungsanordnung.
  • Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen beispielhaft näher erläutert. Es zeigen:
  • 1 eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung,
  • 2 ein einphasiges Ersatzschaltbild der in 1 gezeigten Ausführungsform,
  • 3 den Frequenzgang der in 1 gezeigten Ausführungsform im Vergleich zu dem Frequenzgang bei einer bekannten Schaltungsanordnung,
  • 4 Diagramme der aufgenommenen Energie bei der bekannten Schaltungsanordnung und bei Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung,
  • 5 eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung,
  • 6 eine dritte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung,
  • 7 eine vierte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung,
  • 8 ein einphasiges Ersatzschaltbild der in 5 bis 7 gezeigten Ausführungsformen und
  • 9 den Frequenzgang der in 5 bis 7 gezeigten Ausführungsformen im Vergleich zu dem Frequenzgang bei einer bekannten Schaltungsanordnung.
  • 1 zeigt eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung 10, die zur Oberschwingungskompensation zwischen einen nichtlinearen Verbraucher 12 und ein Versorgungsnetz 18 geschaltet ist. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist das Versorgungsnetz 18 dreiphasig mit drei Phasen 20, 22, 24 ausgeführt. Die Erfindung lässt sich aber auch bei Versorgungsnetzen mit einer anderen Anzahl von Phasen einsetzen. Der Verbraucher 12 weist in dem gezeigten Beispiel einen Gleichrichter 14 und eine Last 16 auf. Ein solcher nichtlinearer Verbraucher kann beispielsweise ein Transformator, leistungselektronische Baugruppen wie Drehstromsteller oder dergleichen sein.
  • Derartige nichtlineare Verbraucher 12 beziehen aus dem Versorgungsnetz 18 nicht-sinusförmige Verbraucherspannungen bzw. -ströme, was in dem Versorgungsnetz 18 grundsätzlich zu Verzerrungen der Netzspannung führt. Derartige Verzerrungen verursachen Verluste und Funktionsstörungen bei anderen Verbrauchern, die mit demselben Versorgungsnetz 18 betrieben werden. Um derartige Netzrückwirkungen zu verringern, werden Schaltungsanordnungen zur Oberschwingungskompensation eingesetzt. Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind besonders kostengünstige und/oder leistungsfähige Schaltungsanordnungen zur Oberschwingungskompensation.
  • Bei dem in 1 gezeigten Ausführungsbeispiel der Schaltungsanordnung 10 ist zunächst in jeder der drei Phasen 20, 22, 24 eine Drosselspule 26 eingeschleift. An hinter den Drosselspulen 26 liegenden Anschlusspunkten 28 ist an jeder der drei Phasen 20, 22, 24 jeweils ein Filterzweig 30 angeschlossen, der in dem gezeigten Ausführungsbeispiel eine Parallelschaltung aus einer ersten Induktivität 32 und einer Serienschaltung aus einer ersten Kapazität 34 und einer zweiten Induktivität 36 aufweist. Die von den Anschlusspunkten 28 abgewandten Enden 38 der Filterzweige 30 sind über zweite Kapazitäten 40 miteinander verbunden, die in Dreiecksschaltung miteinander verkoppelt sind, alternativ aber auch in Sternschaltung miteinander verkoppelt sein können.
  • Aus dem Versorgungsnetz fließt der Netzstrom I0 und an den Verbraucher 12 fließt der Verbraucherstrom IV. Die Schaltungsanordnung 10 bewirkt, dass den oberschwingungsbehafteten Strömen IV des nichtlinearen Verbrauchers 12 je Phase ein Kompensationsstrom I1 addiert und subtrahiert wird. Dies führt dazu, dass die dem Versorgungsnetz 18 entnommenen Ströme IV nur noch einen geringen Oberschwingungsanteil aufweisen.
  • Die Filterzweige bilden somit eine komplexe Impedanz für die Oberschwingungen, die so formbar ist, dass die Pol- und Nullstellen der komplexen Impedanz für eine optimale Filterung der fünften, siebten, elften, dreizehnten und höheren Oberschwingungen sorgt.
  • Ein einphasiges Ersatzschaltbild der in 1 gezeigten Ausführungsform der Schaltungsanordnung 10 ist in 2 gezeigt. 3 zeigt den Frequenzgang F1 der in 1 gezeigten Ausführungsform der Schaltungsanordnung 10 verglichen mit dem Frequenzgang F0 der aus der EP 1 248 344 A2 bekannten Schaltungsanordnung. Wie daraus erkennbar ist, ergeben sich kaum Abweichungen in den Frequenzgängen.
  • Weitere Simulationen und Messungen mit der in 1 gezeigten Ausführungsform sowie der bekannten Schaltungsanordnung haben auch hinsichtlich des Zwischen kreisspannungsabfalls im Gleichrichter, einzelner Oberschwingungen im Netzstrom, des THD (Total Harmonic Distortion) des Netzstroms (der ein Bewertungskriterium für die Abweichungen einer verzerrten Stromform von der Sinusform darstellt und somit ein Gesamt-Oberschwingungsverhältnis beschreibt) und der aufgenommenen Scheinleistung keinerlei signifikante Abweichungen ergeben.
  • Wesentliche Unterschiede haben sich jedoch bei der aufgenommenen Bauteilenergie gezeigt. 4A zeigt in einem Diagramm die Verlaufskurve CE0 der Kondensatorenergie und die Verlaufskurve IE0 der induktiven Energie bei der aus der EP 1 248 344 A2 bekannten Schaltungsanordnung, 4B zeigt die entsprechenden Verlaufskurven CE1 und IE1 bei der in 1 gezeigten Schaltungsanordnung. Die Bauteilenergien wurden dabei entsprechend W = 1/2 × L × I2 bzw. W = 1/2 × C × U2 bestimmt. Während sich bei den Verlaufskurven IE0, IE1 der aufgenommenen induktiven Energien kaum Unterschiede zeigen, zeigt sich ein deutlicher Unterschied der Verlaufskurven CE0, CE1. Bei der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung ist also die von den Kapazitäten aufgenommene Energie deutlich geringer.
  • Insgesamt bedeutet dies, dass die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung hinsichtlich ihrer elektrischen Eigenschaften und ihrer Filterwirkung identisch ist mit der bekannten Schaltungsanordnung. Die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung kann jedoch mit deutlich günstigeren Kondensatoren ausgeführt werden, da die Spannungs- und Kapazitätswerte deutlich reduziert werden können verglichen mit den entsprechenden Werten bei der bekannten Schaltungsanordnung. Alternativ ist es möglich, bei etwa gleicher Bauteildimensionierung eine bessere Filter- und Kompensationswirkung bei gleichen Kosten zu erzielen.
  • 5 zeigt eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung 10. In den Filterzweigen 30 umfasst bei der vorliegenden Ausführungsform die Parallelschaltung nur die erste Induktivität 32 parallel zu der ersten Kapazität 34. Zwischen dieser Parallelschaltung und dem jeweiligen Anschlusspunkt 28 an die drei Phasen 20, 22, 24 ist zudem eine Serienschaltung aus der zweiten Induktivität 36 und der zweiten Kapazität 40 geschaltet. Die von dieser Serienschaltung abgewandten Anschlusspunkte 38 sind bei dieser Ausführungsform direkt miteinander verbunden.
  • 6 zeigt eine dritte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung, die der in 5 gezeigten zweiten Ausführungsform sehr ähnlich ist. Auch bei dieser Ausführungsform weist die Parallelschaltung in den jeweiligen Filterzweigen 30 nur jeweils die erste Induktivität 32 parallel zu der ersten Kapazität 34 auf. An dem von den Anschlusspunkten 28 abgewandten Enden der Parallelschaltungen ist dann jeweils die zweite Induktivität 36 geschaltet. Die von der Parallelschaltung abgewandten Enden 38 sind, wie bei der in 1 gezeigten Ausführungsform, über die zweiten Kapazitäten 40 miteinander gekoppelt, wobei die zweiten Kapazitäten 40 hier wieder in Dreiecksschaltung miteinander verschaltet sind.
  • In weiteren Abwandlungen der in den 5 und 6 gezeigten Ausführungsformen sind die Kapazitäten 40 (anders als in 6) in Sternschaltung ausgeführt. Darüber hinaus können, anders als bei der in 5 gezeigten Ausführungsform, bei der die Kapazitäten 34 in Sternschaltung verkoppelt sind, in Dreieckschaltung ausgeführt werden, wie in 7 gezeigt ist.
  • Ein einphasiges Ersatzschaltbild der in den 5 bis 7 gezeigten Ausführungsformen ist in 8 gezeigt. 9 zeigt den Frequenzgang F2 der in den 5 und 6 gezeigten Schaltungsanordnung im Vergleich zu dem Frequenzgang F0 der bekannten Schaltungsanordnung. Diagramme der aufgenommenen Kondensatorenergie CE2 und der aufgenommenen induktiven Energie IE2 für die in den 5 bis 7 gezeigten Ausführungsformen sind in 4C gezeigt. Auch hier lässt sich erkennen, dass die aufgenommene Kondensatorenergie bei den erfindungsgemäßen Ausführungsformen deutlich geringer ist als bei der bekannten Schaltungsanordnung. Es ergibt sich sogar nochmals eine Verringerung gegenüber der in 1 gezeigten Ausführungsform bei ggf. leicht vergrößerten Induktivitäten.
  • Insgesamt lässt sich auch mit den in den 5 bis 7 gezeigten Ausführungsformen die gleiche Filter- und Kompensationswirkung erreichen wie mit der bekannten Schaltungsanordnung. Die erfindungsgemäßen Ausführungsformen lassen sich jedoch deutlich kostengünstiger realisieren, bzw. bei gleicher Dimensionierung lässt sich eine Verbesserung der Filter- und Kompensationswirkung erreichen.
  • Da, wie sich 4C entnehmen lässt, die kapazitive Energie durch die extrem niedrige Spannung an den Kondensatoren in etwa halbieren lässt (bei geringfügiger erhöhter induktiver Energie) ist es erfindungsgemäß sogar möglich, günstige SMD-Kapazitäten zu nutzen, wodurch der Preis für die Realisierung der Schaltungsanordnung nochmals weiter gesenkt werden kann.
  • Nur beispielhaft und die Erfindung nicht einschränkend sollen die nachfolgenden Dimensionierungsangaben für die gezeigten Ausführungsbeispiele verstanden werden. In der Tabelle sind neben den Bereichsangaben für die Induktivitäts- bzw.
  • Kapazitätswerte der Induktivitäten bzw. Kapazitäten auch die Strom- bzw. Spannungsbereiche angegeben.
    Fig. 1 Fig. 5 Fig. 6
    Drosselspule 26 2–4 mH (30–40 A) 2–4 mH (30–40 A) 2–4 mH (30–40 A)
    1. Induktivität 32 2–5 mH (10–20 A) 200–400 μH (10–20 A) 200–400 μH (10–20 A)
    1. Kapazität 34 3–6 μF (90–130 V) 200–400 μF (10–20 V) 200–400 μF (10–20 V)
    2. Induktivität 36 10–30 mH (0,5–2 A) 2–4 mH (10–30 A) 2–4 mH (10–30 A)
    2. Kapazität 40 30–50 μF (350–500 V) 100–200 μF (200–300 V) 30–60 μF (350–500 V)
  • Wie sich der Tabelle entnehmen lässt, sind insbesondere die Spannungswerte deutlich niedriger als bei der bekannten Schaltungsanordnung, was dazu führt, dass deutlich günstigere Kondensatoren verwendet werden können, da ja die Spannung über einem Kondensator über seine Größe quadratisch im Vergleich zur Kapazität, die linear in die entsprechende Berechnungsformel eingeht, entscheidet.
  • Es versteht sich, dass die Erfindung nicht auf die vorstehenden Ausführungsbeispiele beschränkt ist. Diverse Variationen sind denkbar, und es können der Schaltungsanordnung auch weitere Elemente hinzugefügt werden.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - EP 1248344 A2 [0005, 0010, 0031, 0033]

Claims (5)

  1. Schaltungsanordnung (10) zur Oberschwingungskompensation für nichtlineare Verbraucher (12), insbesondere Gleichrichter oder Wechselrichter, an wenigstens zweiphasigen, insbesondere dreiphasigen Versorgungsnetzen (18) mit sinusförmiger Netzspannung, wobei jede Phase (20, 22, 24) mit einem separaten Filterzweig (30) verbunden ist, wobei jeder Filterzweig (30) eine Parallelschaltung aus einer ersten Induktivität (32) und einer ersten Kapazität (34) aufweist, wobei in jedem Filterzweig (30) in Serie zu der ersten Kapazität (34) oder zu der Parallelschaltung eine zweite Induktivität (36) geschaltet ist, und wobei die Filterzweige (30) an ihrem jeweiligen, von der jeweiligen Phase (20, 22, 24) abgewandten Ende (38) jeweils mindestens eine zweite Kapazität (40) aufweisen.
  2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Filterzweig (30) eine in Serie zu der Parallelschaltung geschaltete zweite Kapazität (40) aufweist, deren von der jeweiligen Parallelschaltung abgewandten Enden (28) mit der jeweiligen Phase (20, 22, 24) verbunden sind.
  3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils eine zweite Kapazität (40) zwischen den von der jeweiligen Phase (20, 22, 24) abgewandten Enden zweier Filterzweige (30) geschaltet ist.
  4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Filterzweig (30) eine in Serie zu der Parallelschaltung geschaltete zweite Kapazität (40) aufweist, deren von der jeweiligen Parallelschaltung abgewandten Enden miteinander verbunden sind.
  5. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in jeder Phase (20, 22, 24) eine Drosselspule (38) vor dem Verbraucher (12) eingeschleift ist, wobei die Filterzweige (30) jeweils zwischen der Drosselspule (38) und dem Verbraucher (12) mit der jeweiligen Phase (20, 22, 24) verbunden sind.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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