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DE102008035075A1 - Schalteinrichtung und Schaltungsanordnungen zum Schalten bei einer hohen Betriebsspannung - Google Patents

Schalteinrichtung und Schaltungsanordnungen zum Schalten bei einer hohen Betriebsspannung Download PDF

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DE102008035075A1
DE102008035075A1 DE102008035075A DE102008035075A DE102008035075A1 DE 102008035075 A1 DE102008035075 A1 DE 102008035075A1 DE 102008035075 A DE102008035075 A DE 102008035075A DE 102008035075 A DE102008035075 A DE 102008035075A DE 102008035075 A1 DE102008035075 A1 DE 102008035075A1
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switching
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resistor
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Withdrawn
Application number
DE102008035075A
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English (en)
Inventor
Thomas Dr. Komma
Norbert Dr. Seliger
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Siemens Healthcare GmbH
Original Assignee
Siemens AG
Siemens Corp
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Abstract

Es wird eine Schalteinrichtung (SE) zum Schalten einer hohen Betriebsspannung beschrieben. Diese umfasst eine erste Schaltanordnung (SA1) mit einem ersten selbst leitenden Schaltelement (T1), das einen Stueranschluss und einen ersten und einen zweiten Hauptanschluss zur Ausbildung einer Schaltstrecke aufweist. Sie umfasst ferner eine zweite Schaltanordnung (SA2), welche einen ersten und einen zweiten Anschluss (KL1, KL2) zur Ausbildung einer Schaltstrecke aufweist, die seriell zu der Schaltstrecke der ersten Schaltanordnung (SA1) verschaltet ist. Die zweite Schaltanordnung (SA2) umfasst ein optisch triggerbares Schaltelement (PD) zum Leitendschalten der Schaltstrecke der zweiten Schaltanordnung (SA2). Der zweite Anschluss (KL2) der zweiten Schaltanordnung (SA2) ist mit dem Steueranschluss der ersten selbst leitenden Schaltelements (T1) verbunden.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Schalteinrichtung zum Schalten einer hohen Betriebsspannung. Diese umfasst eine erste Schaltanordnung mit einem ersten selbstleitenden Schaltelement, das einen Steueranschluss und einen ersten und einen zweiten Hauptanschluss zur Ausbildung einer Schaltstrecke aufweist. Die Schalteinrichtung umfasst ferner eine zweite Schaltanordnung, welche einen ersten und einen zweiten Anschluss zur Ausbildung einer Schaltstrecke aufweist, die seriell zu der Schaltstrecke der ersten Schaltanordnung verschaltet ist.
  • Eine Schalteinrichtung zum Schalten bei einer hohen Betriebsspannung ist aus der DE 101 35 835 C1 bekannt. Die dort offenbarte Schalteinrichtung basiert auf einer Zusammenschaltung eines Niedervolt(NV)- und zumindest eines Hochvolt(HV)-Schaltelements. Die spezielle Art der Zusammenschaltung wird als Kaskoden-Schaltung bezeichnet. Die Schalteinrichtung dient zum Schalten eines hohen elektrischen Stroms und ist auch in der Lage, eine hohe Betriebsspannung sicher zu sperren. Das Niedervolt-Schaltelement ist in Form eines selbstsperrenden MOSFETs ausgebildet. Eine Anzahl an seriell miteinander verschalteten Hochvolt-Schaltelementen (sog. Kaskaden-Schaltung) ist in Form von selbstleitenden Sperrschicht-Feldeffekttransistoren (JFET) realisiert.
  • Die Spannungsfestigkeit der Schalteinrichtung wird durch das serielle Verschalten der Anzahl an Hochvolt-Schaltelementen erreicht. Hierbei ist zwischen jeweiligen Steueranschlüssen der Hochvolt-Schaltelemente ein Schutzelement vorgesehen, welches einen automatischen Mitnahmeeffekt bewirkt. Das Schutzelement ist so zwischen die beiden Hochvolt-Steueranchlüsse geschaltet, dass es in Richtung vom ersten zum zweiten Steueranschluss ein Durchlassverhalten und in umgekehrter Richtung ein Sperrverhalten aufweist. Sobald das erste Hochvolt-Schaltelement über das extern angesteuerte Niedervolt-Schaltelement in seinen sperrenden Zustand versetzt wird, geht auch das weitere Hochvolt-Schaltelement in den Sperrzustand über.
  • Wird eine Schalteinrichtung für eine höhere Sperrspannung im Bereich von mehr als 50 kV benötigt, so kann diese mit der eingangs beschriebenen Schalteinrichtung geschaltet werden. Allerdings weist die in der DE 101 35 835 C1 beschriebene Schalteinrichtung den Nachteil auf, dass das Einschalten der seriell miteinander verschalteten Hochvolt-Schaltelemente schrittweise durch den Durchbruch der in Serie geschalteten Schutzelemente erfolgt. Damit kann diese Schalteinrichtung nicht in solchen Anwendungen zum Einsatz gelangen, bei denen eine gleichzeitige Öffnung der Schaltelemente notwendig ist.
  • Das Erfordernis, dass alle in Serie verschalteten Hochvolt-Schaltelemente gleichzeitig oder zumindest nahezu gleichzeitig synchron zueinander sich öffnen oder schließen, besteht beispielsweise beim Betrieb von Röntgenröhren in Computertomographen. Bei diesen wird mittels eines Hochspannungsnetzteiles eine Gleichspannung von ca. 55 kV erzeugt. Zur Reduzierung der Strahlenbelastung wird die Spannungsquelle gepulst betrieben, wobei eine schnelle Entladung der vorhandenen Kapazitäten erfolgen muss. Die vollständige Entladung der (Hochvolt-)Kapazitäten (Kondensatoren und Leitungen, wie z. B. Kabel) mittels der Schalteinrichtung sollte innerhalb von 100 bis 200 μs erfolgen.
  • Schalteinrichtungen für eine derartige Anwendung umfassen die Serienschaltung einer Anzahl von Thyristoren oder IGBTs (Insulated Gate Bipolartransistor), welche jeweils mit einer eigenen Ansteuerschaltung gekoppelt sind. Problematisch ist hierbei, dass diese aktiven Ansteuerungen auf unterschiedlichem elektrischem Potenzial liegen. Hierdurch ergibt sich ein nicht unerheblicher schaltungstechnischer Aufwand, der auch zu höheren Kosten führt.
  • Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Schalteinrichtung sowie eine Schaltungsanordnung der eingangs bezeichneten Art anzugeben, die eine hohe Sperrspannung aufweisen und gleichzeitig mit geringem schaltungstechnischen Aufwand realisiert werden können.
  • Diese Aufgabe wird durch eine Schalteinrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruches 1 sowie eine Schaltungsanordnung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 10 oder 11 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich jeweils aus den abhängigen Ansprüchen.
  • Die Erfindung schafft eine Schalteinrichtung zum Schalten einer hohen Betriebsspannung, welche eine erste Schaltanordnung mit einem ersten selbstleitenden Schaltelement aufweist, das einen Steueranschluss und einen ersten und einen zweiten Hauptanschluss zur Ausbildung einer Schaltstrecke umfasst. Die Schalteinrichtung umfasst ferner eine zweite Schaltanordnung, welche einen ersten und einen zweiten Anschluss zur Ausbildung einer Schaltstrecke aufweist, die seriell zu der Schaltstrecke der ersten Schaltanordnung verschaltet ist. Hierbei umfasst die zweite Schaltanordnung ein optisch triggerbares Schaltelement zum Leitendschalten der Schaltstrecke der zweiten Schaltanordnung. Ferner ist der zweite Anschluss der zweiten Schaltanordnung mit dem Steueranschluss des ersten selbstleitenden Schaltelements verbunden.
  • Die Erfindung basiert damit auf der in der DE 101 35 835 C1 bekannten Kaskode mit einem Niedervolt-MOSFET und einem oder mehreren seriell verschalteten Hochvolt-MOSFETs. Entsprechend der lediglich für den Niedervolt-MOSFET benötigten Ansteuerung, braucht bei der erfindungsgemäßen Schalteinrichtung lediglich eine Ansteuerung der zweiten Schaltanordnung erfolgen. Die Ansteuerung erfolgt auf einfache Weise mittels des optisch triggerbaren Schaltelements potenzialgetrennt. Insbesondere entfällt eine Energieversorgung für eine hierzu notwendige Triggerschaltung. Von besonderem Vorteil ist hierbei, dass sich die zweite Schaltanordnung mit minimalem Bauelementeaufwand realisieren lässt.
  • Gemäß einer Ausgestaltungsvariante umfasst die erste Schaltanordnung zumindest ein zweites Schaltelement, das einen Steueranschluss und einen ersten und einen zweiten Hauptanschluss zur Ausbildung einer Schaltstrecke aufweist, wobei zur Ausbildung einer Schaltstrecke der ersten Schaltanordnung die Schaltstrecke des ersten Schaltelements und die Schaltstrecke des zumindest einen zweiten Schaltelements seriell miteinander verschaltet sind und wobei zwischen die Steueranschlüsse des ersten und des zweiten selbstleitenden Schaltelements ein Schutzelement geschaltet ist.
  • Durch die Serienschaltung einer prinzipiell beliebigen Anzahl an zweiten Schaltelementen kann über die Anzahl der in Serie geschalteten zweiten Schaltelemente eine Schalteinrichtung realisiert werden, die sich zum Betrieb einer hohen Betriebsspannung eignet und die insbesondere auch eine hohe Sperrspannung aufweist. Unter einer hohen Spannung wird im Rahmen der vorliegenden Beschreibung insbesondere eine Spannung von mehr als 50 kV, insbesondere 55 kV, verstanden. Durch die kaskadierte Verschaltung der Anzahl an zweiten, selbstleitenden Schaltelementen erfolgt ein schrittweises Ein- und Ausschalten des ersten und der zweiten Schaltelemente der ersten Schaltanordnung. Ein Vorteil der Kaskadierung der Schaltelemente der ersten Schaltanordnung besteht darin, dass der erforderliche Schaltungsaufwand gegenüber einer Serienschaltung bipolarer Schaltelemente inklusive deren Ansteuerschaltungen deutlich reduziert ist. Hierdurch reduziert sich ebenfalls der Platzbedarf für die Schalteinrichtung.
  • Die Beschaltung mit dem Schutzelement bewirkt einen automatischen Mitnahmeeffekt, so dass eine gesonderte Ansteuerung des zweiten Schaltelements nicht notwendig ist. Das zweite Schaltlement geht in einen Sperrzustand über, sobald das erste Schaltelement der ersten Schaltanordnung über die zweite Schaltanordnung in seinen sperrenden Zustand versetzt wird und über dem Schutzelement eine ausreichend hohe Sperrspannung anliegt. Das Schutzelement ist dabei insbesondere so zwischen die beiden Steueranschlüsse des ersten und zweiten Schaltelements der ersten Schaltanordnung geschaltet, dass es in Richtung vom ersten zum zweiten Steueranschluss ein Durchlassverhalten und in umgekehrter Richtung ein Sperrverhalten aufweist.
  • Das Schutzelement weist in Sperrrichtung ab einer bestimmten, am Schutzelement anliegenden Spannung ein Durchbruchverhalten auf. Ab dieser sog. Schutzelement-Durchbruchspannung wird der Strom nicht mehr gesperrt, sondern es kommt auch in Sperrrichtung zu einem Stromfluss über das Schutzelement. Dieses Durchbruchverhalten ist insbesondere deshalb vorteilhaft, da gerade der ab dieser Schutzelement-Durchbruchspannung fließende Sperrstrom das oder die zweiten Schaltelemente der ersten Schaltanordnung dazu veranlasst, vom leitenden in den sperrenden Zustand umzuschalten. Eine besonders einfache Ausführungsform des Schutzelements ergibt sich in Form einer Diode. Möglich ist hierbei der Einsatz einer Zener-Diode aus Silizium. Insbesondere eine Avalanche-Diode aus Silizium weist das beschriebene vorteilhafte Durchbruchverhalten auf. Derartige Avalanche-Dioden sind für verschiedene Schutzelement-Durchbruchspannungen erhältlich.
  • In der einfachsten Ausgestaltungsvariante umfasst die zweite Schaltanordnung ausschließlich das optisch triggerbare Schaltelement. Dies bedeutet, dass dieses Teil der Schaltstrecke der Schalteinrichtung ist und dann dazu in der Lage sein muss, den Laststrom zu tragen.
  • Ist das optisch triggerbare Schaltelement nicht in der Lage, den über die Schaltstrecke fließenden Strom zerstörungsfrei zu tragen, so ist gemäß einer alternativen Ausgestaltung in der Schaltstrecke der zweiten Schaltanordnung ein steuerbares Schaltelement, insbesondere ein Bipolartransistor, angeordnet, welches durch das optisch triggerbare Schaltelement leitend oder sperrend schaltbar ist. Jedoch bleibt die einfache, insbesondere potenzialgetrennt mögliche Ansteuerung bestehen. Zum anderen ist in der Schaltstrecke ein Schaltelement interiert, welches problemlos darin fließende, hohe Ströme tragen kann.
  • Insbesondere ist ein erster Widerstand mit dem steuerbaren Schaltelement seriell verschaltet und das optisch triggerbare Schaltelement ist mit einem zweiten Widerstand seriell verschaltet, wobei diese Serienschaltung der Serienschaltung aus dem ersten Widerstand und dem steuerbaren Schaltelement parallel geschaltet ist. Ein Knotenpunkt der Serienschaltung aus dem optisch triggerbaren Schaltelement und dem ersten Widerstand ist mit einem Steueranschluss des steuerbaren Schaltlements verbunden. Der erste Widerstand dient dazu,, das steuerbare Schaltelement in einem leitenden Zustand zu halten, wodurch ein Basisstrom in den Steueranschluss des steuerbaren Schaltelements fließen kann. Der zweite Widerstand dient zum Einstellen des Arbeitspunktes des steuerbaren Schaltelements.
  • Alternativ zu dieser Ausgestaltungsvariante sind ein Kondensator und eine Serienschaltung aus dem zweiten Widerstand mit dem optisch triggerbaren Schaltelement einander parallel geschaltet und diese Parallelschaltung ist mit dem zweiten Hauptanschluss des steuerbaren Schaltelements sowie über ein Entkoppelungselement mit dem ersten Hauptanschluss des steuerbaren Schaltelements verbunden. Ein Knotenpunkt der Serienschaltung aus dem optisch triggerbaren Schaltelement und dem zweiten Widerstand ist mit einem Steueranschluss des steuerbaren Schaltelements verbunden. Hierdurch wird ein Zwischenkreiskondensator bereitgestellt, aus welchem die zum Leitendschalten des steuerbaren Schaltelements notwendige Energie bereitgestellt werden kann. Hierdurch kann auf den in der Schaltstrecke befindlichen Widerstand verzichtet werden, wodurch Durchleitungsverluste verringert sind.
  • Das erste selbstleitende Schaltelement und/oder das zumindest eine zweite selbstleitende Schaltelement können durch einen JFET (Junction Field Effect Transistor) gebildet sein. Ebenso können das erste selbstleitende Schaltelement und/oder das zumindest eine zweite selbstleitende Schaltelement ein MOSFET sein, dessen Gate-Anschluss über eine jeweilige Diode mit dessen Source-Anschluss verbunden ist. Durch das Vorsehen der Diode wird eine Überspannung im Sperrfall verhindert.
  • Es wird ferner eine Schaltungsanordnung mit einer Mehrzahl an seriell miteinander verschalteten Schalteinrichtungen vorgeschlagen, die jeweils gemäß der oben beschriebenen Art ausgebildet sind. Die Schaltungsanordnung umfasst damit eine Mehrzahl an seriell miteinander verschalteten Schalteinrichtungen, welche jeweils eine erste und eine zweite Schaltanordnung der oben beschriebenen Art aufweisen. Damit ist in jeder der zweiten Schaltanordnungen ein optisch triggerbares Schaltelement zum Leitendschalten der Schaltstrecke der zweiten Schaltanordnung vorgesehen. Die jeweilige erste Schaltanordnung kann jeweils lediglich das erste selbstleitende Schaltelement umfassen. Ebenso kann die Schaltanordnung derart ausgestaltet sein, dass eine jeweilige erste Schaltanordnung neben dem ersten selbstleitenden Schaltelement eine (beliebige) Anzahl an zweiten selbstleitenden Schaltelementen aufweist. Hierdurch ergibt sich der Vorteil, dass die Zeit für das Einschalten der gesamten Schaltanordnung verkürzt werden kann, da aufgrund der Mehrzahl an zweiten Schaltanordnungen mit jeweiligen optisch triggerbaren Schaltelementen eine Parallelität bereitgestellt werden kann.
  • Die Erfindung schafft ferner eine Schaltungsanordnung mit einem Hochvolt (HV)-Schaltelement und einer Schalteinrichtung zur Ansteuerung des HV-Schaltelements, wobei die Schalteinrichtung entsprechend der oben beschriebenen Art und Weise ausgebildet ist. Bei dem HV-Schaltelement handelt es sich insbesondere um ein spannungsgesteuertes, selbstsperrendes Bauelement, wie z. B. einen Leistungs-MOSFET zum Leiten großer Ströme.
  • In einer Ausgestaltungsvariante der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung weist das HV-Schaltelement einen Steueranschluss und einen ersten und einen zweiten Hauptanschluss zur Ausbildung einer Schaltstrecke auf. Die Schalteinrichtung und ein zu dieser seriell verschalteter Widerstand sind parallel zu einem Kondensator verschaltet. Ein Knotenpunkt zwischen der Schalteinrichtung und dem Widerstand ist mit dem Steueranschluss des HV-Schaltelements verbunden. Die Parallelschaltung aus dem Kondensator und der Serienschaltung aus der Schalteinrichtung und dem Widerstand ist über ein Entkoppelungselement mit dem ersten Hauptanschluss des HV-Schaltlements verbunden. Die zum Ansteuern des HV-Schaltelements notwendige Energie, die von der Schalteinrichtung benötigt wird, wird dem Kondensator entnommen, welcher einen Hilfs-Zwischenkreis ausbildet.
  • Zweckmäßigerweise ist zwischen dem Steueranschluss und dem zweiten Hauptanschluss des HV-Schaltelements ein Überspannungsschutzelement geschaltet. Dieses ermöglicht es, die zwischen dem Steueranschluss und dem zweiten Hauptanschluss des HV-Schaltelements anliegende Spannung während des Leitendschaltens auf einen vorgegebenen Wert zu begrenzen, so dass eine Beschädigung des HV-Schaltelements ausgeschlossen werden kann.
  • Das HV-Schaltelement ist ein spannungsgesteuertes, selbstsperrendes Halbleiterbauelement, insbesondere ein MOSFET oder ein IGBT.
  • Die Erfindung wird nachfolgend näher anhand von Ausführungsbeispielen in der Zeichnung erläutert. Es zeigen:
  • 1A, 1B eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Schalteinrichtung,
  • 2A, 2B eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Schalteinrichtung, bei der eine erste Schaltanordnung ein erstes und ein zweites Schaltelement umfasst,
  • 3A eine schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Schalteinrichtung mit einer ersten Variante einer zweiten Schaltanordnung,
  • 3B eine schematische Darstellung einer Anordnung zum optischen Triggern der zweiten Schaltanordnung,
  • 4 eine Darstellung der erfindungsgemäßen Schalteinrichtung mit einer zweiten Variante der zweiten Schaltanordnung,
  • 5 eine Darstellung der erfindungsgemäßen Schalteinrichtung mit einer dritten Variante der zweiten Schaltanordnung,
  • 6 eine erste Ausgestaltungsvariante einer Schaltungsanordnung mit einer erfindungsgemäßen Schalteinrichtung zur Ansteuerung eines Hochvolt-Schaltelements,
  • 7 eine zweite Ausgestaltungsvariante einer Schaltungsanordnung mit einer erfindungsgemäßen Schalteinrichtung zur Ansteuerung des Hochvolt-Schaltelements,
  • 8 eine dritte Ausgestaltungsvariante einer Schaltungsanordnung mit einer erfindungsgemäßen Schalteinrichtung zur Ansteuerung des Hochvolt-Schaltelements, und
  • 9 eine Schaltungsanordnung einer Reihenschaltung einer Anzahl an erfindungsgemäßen Schalteinrichtungen.
  • In den 1A und 1B ist der prinzipielle Aufbau einer erfindungsgemäßen Schalteinrichtung SE dargestellt. Die Schalteinrichtung SE umfasst eine erste Schaltanordnung SA1, welche seriell mit einer zweiten Schaltanordnung SA2 verschaltet ist.
  • Die Schalteinrichtung SA1 weist in ihrer einfachsten Ausgestaltung ein einziges selbstleitendes Schaltelement T1 auf, welches in 1A als JFET ausgebildet ist. Der JFET weist einen Steueranschluss (Gate-Anschluss), einen ersten Hauptanschluss (Drain-Anschluss D) und einen zweiten Hauptanschluss (Source-Anschluss S) auf. Der Gate-Anschluss G des JFETs T1 bildet gleichzeitig den Steueranschluss der ersten Schaltanordnung. Der Source-Anschluss S des JFETs T1 bildet den zweiten Hauptanschluss der Schaltanordnung. Weist die erste Schaltanordnung SA1, wie in dem Ausführungsbeispiel der 1A lediglich ein erstes Schaltelement auf, so bildet der Drain-Anschluss D des JFETs den ersten Hauptanschluss der ersten Schaltanordnung SA1.
  • Die Schalteinrichtung in 1B unterscheidet sich von der Schalteinrichtung in 1A dadurch, dass der JFET durch einen MOSFET ersetzt ist. In entsprechender Weise weist das als MOSFET ausgebildete Schaltelement T1 einen Steueranschluss (Gate-Anschluss G), einen ersten Hauptanschluss (Drain-Anschluss D) und einen zweiten Hauptanschluss (Source-Anschluss S) auf. Der als selbstleitendes Schaltelement in 1B gezeigte MOSFET weist zwischen seinem Gate-Anschluss G und seinem Source-Anschluss S eine Diode D1 auf, deren Anodenanschluss mit dem Gate-Anschluss verbunden ist. Der Kathodenanschluss ist mit dem Source-Anschluss S verbunden.
  • Die Schaltanordnung SA2, die auf unterschiedliche Weise realisiert werden kann, stellt einen Schalter mit einer Klemme KL1 als ersten Anschluss und einer Klemme KL2 als zweiten Anschluss dar.
  • Die erste Schaltanordnung SA1 und die zweite Schaltanordnung SA2 sind nach Art einer Kaskode miteinander verschaltet. Dies bedeutet, die Klemme KL1 ist mit dem Source-Anschluss des JFETs T1 bzw. MOSFETs T1 verbunden. Die Klemme KL2 ist mit dem Gate-Anschluss G des JFETs T1 bzw. MOSFETs T1 verbunden.
  • Im Ausführungsbeispiel gemäß 2A weist die erste Schaltanordnung SA1 neben dem ersten Schaltelement T1 ein ebenfalls als JFET ausgebildetes zweites Schaltelement T2 auf. Hierbei ist der Source-Anschluss S des zweiten JFETs T2 mit dem Drain-Anschluss des ersten JFETs T1 verbunden, so dass deren Schaltstrecken seriell zueinander verschaltet sind. Der Drain-Anschluss D des zweiten JFETs T2 bildet den ersten Hauptanschluss der ersten Schaltanordnung SA1 aus. Die Gate-Anschlüsse G des ersten und des zweiten JFETs sind über ein Schutzelement PE miteinander verbunden.
  • Das Schutzelement PE ist als Z-Diode ausgebildet. Deren Anodenanschluss ist mit dem Gate-Anschluss G des ersten JFETs T1 verbunden, während der Kathodenanschluss mit dem Gate-Anchluss G des zweiten JFETs T2 verbunden ist. Das Schutzelement PE ist damit so zwischen die Gate-Anschlüsse G des ersten und zweiten JFETs geschaltet, dass es in Richtung vom ersten zum zweiten JFET ein Durchlassverhalten und in umgekehrter Richtung ein Sperrverhalten aufweist. Das Schutzelement PE bewirkt den in der DE 101 35 835 C1 beschriebenen automatischen Mitnahmeeffekt, gemäß dem der zweite JFET in den Sperrzustand übergeht, sobald der erste JFET über die zweite Schaltanordnung in seinen sperrenden Zustand versetzt wird.
  • Der erste und der zweite JFET T1, T2 sind in einer Kaskadenschaltung miteinander verschaltet. Je nach geforderter Sperrspannung kann die erste Schaltanordnung auf eine höhere Anzahl an zweiten Schaltelementen T2 aufweisen, wobei diese in der in 2A gezeigten Weise miteinander verschaltet sind. Genaue Einzelheiten hinsichtlich der Verschaltung und der Funktionsweise können der DE 101 35 835 C1 der Anmelderin entnommen werden.
  • Die Ausführungsvariante gemäß 2B unterscheidet sich von der in 2A gezeigten lediglich dadurch, dass anstatt der JFETs als erstes und zweites Schaltelement T1, T2 MOSFETs T1, T2 vorgesehen sind. Bei jedem der MOSFETs T1, T2 ist jeweils zwischen dem Gate-Anschluss G und dem Source-Anschluss S die Diode D1 bzw. eine Diode D2 verschaltet. Zwischen den Gate-Anschlüssen G der MOSFETs T1, T2 ist wiederum das Schutzelement PE verschaltet.
  • Der erfindungsgemäßen Schalteinrichtung, wie diese in einer der 1A, 1B, 2A oder 2B gezeigt ist, liegt das Prinzip zugrunde, die erste und die zweite Schaltanordnung nach Art einer Kaskode miteinander zu verschalten. Wie aus der vorangegangenen Beschreibung ersichtlich wurde, ist es hierbei unerheblich wie viele Schaltelemente T1, T2 die erste Schaltanordnung SA1 umfasst. Kennzeichnend für die erfindungsgemäße Schalteinrichtung ist, dass die zweite Schaltanordnung SA2 ein optisch triggerbares Schaltelement zum Leitendschalten der Schaltstrecke zwischen den Klemmen KL1 und KL2 der zweiten Schaltanordnung umfasst, um somit das erste Schaltelement T1 der ersten Schaltanordnung leitend schalten zu können.
  • In der einfachsten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Schalteinrichtung umfasst die zweite Schaltanordnung lediglich das optisch triggerbare Schaltelement PD (vgl. 3). Das optisch triggerbare Schaltelement PD kann beispielsweise als Photodiode ausgebildet sein, deren Kathodenanschluss mit der Klemme KL1 und deren Anodenanschluss mit der Klemme KL2 verbunden ist. Durch Bestrahlung der Photodiode PD mit Licht wird diese leitend, so dass eine niederohmige Verbindung wischen dem Gate-Anschluss G und Source-Anschluss S des ersten Schaltelements T1 der ersten Schaltanordnung SA1 hergestellt wird, so dass die erste Schaltanordnung SA1 in den leitenden Zustand übergeht. In der in 3 gezeigten Ausführungsvariante muss das optisch triggerbare Schaltelement PD jedoch dazu in der Lage sein, den über die Schaltstrecke fließenden Strom zu tragen.
  • 3B zeigt eine schematische Darstellung einer Anordnung zum optischen Triggern der Photodiode PD. Diese Anordnung umfasst ein Sendeelement PS, einen Widerstand R30 sowie einen Signalgenerator SG. Der Anodenanschluss des Sendeelements PS ist mit dem zur Strombegrenzung vorgesehenen Widerstand R30 verbunden. Der Kathodenanschluss des Sendeelements PS ist mit einem Bezugspotential gekoppelt. Durch entsprechende Ansteuerung des Signalgenerators SG wird durch den Widerstand R30 und das Sendeelement PS ein Strom erzeugt, so dass das Sendeelement zur Abgabe elektromagnetischer Strahlung angeregt wird. Beim Empfang dieser elektromagnetischen Strahlung durch die Photodiode PD wird diese leitend, so dass die niederohmige Verbindung zwischen dem Gate-Anschluss G und dem Source-Anschluss S des ersten Schaltelements T1 der ersten Schaltanordnung SA hergestellt wird und diese in den leitenden Zustand übergeht.
  • 4 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Schaltanordnung SA2. Bei dieser ist zwischen den Klemmen KL1 und KL2 ein Widerstand R21 mit einem dazu seriell verschalteten Bipolartransistor T21 angeordnet. Parallel hierzu ist eine Serienschaltung aus dem optisch triggerbaren Bauelement PD und einem Widerstand R22 vorgesehen. Ein Knotenpunkt KP21 dieser Serienschaltung ist mit dem Basisanschluss des Bipolartransistors T21 verschaltet. Ist das optisch triggerbare Schaltelement PD als Phototransistor ausgebildet, so kann ein weiterer Widerstand zur Stromeinstellung vorgesehen sein (nicht dargestellt). Durch das Leitendschalten der Photodiode PD kann ein Basisstrom in den Transistor T21 fließen, wodurch dieser leitend wird. Hierdurch kann die Ansteuerung des ersten Schaltelements T1 der ersten Schaltanordnung SA1 (hier nicht gezeigt) erfolgen. Der Widerstand R21 dient dazu, den Bipolartransistor T21 im leitenden Zustand zu halten, damit dieser trotz Ansteuerung der Photodiode PD nicht in den sperrenden Zustand übergeht. Der Widerstand R22 dient zum Einstellen des Arbeitspunkts des Bipolartransistors T21.
  • Eine weiter verbesserte Ausgestaltung der zweiten Schaltanordnung SA2 ist in 5 gezeigt. Zwischen den Klemmen KL1 und KL2 der Schaltanordnung SA2 ist lediglich der Bipolarransistor T21 verschaltet. Parallel zu der Photodiode PD und dem seriell dazu verschalteten zweiten Widerstand R22 ist ein Kondensator C21 verschaltet. Eine Entkoppelungsdiode EE21 ist zwischen der Klemme KL1 und dem Kathodenanschluss der Photodiode PD bzw. dem Kondensator C21 verschaltet. Über den durch den Kondensator C21 gebildeten Spannungszwischenkreis kann der Bipolartransistor T21 bei Bestrahlung der Photodiode RD leitend gehalten werden. Hierbei können die über die Schaltstrecke der zweiten Schaltanordnung SA2 auftretenden Verluste minimiert werden, da der in dem Ausführungsbeispiel der 4 vorgesehene Widerstand R21 entfallen kann. Die Entkoppelungsdiode EE21 dient dazu, eine Entladung des Kondensators C21 zu verhindern.
  • In den in den 4 und 5 gezeigten Ausführungsbeispielen dient das optisch triggerbare Schaltelement PD als Steuerelement für den Bipolartransistor T21. Auf diese Weise ist eine einfache, potenzialgetrennte Ansteuerung des zweiten Schaltelements SA2 zur Ansteuerung der ersten Schaltanordnung SA1 möglich.
  • Die erfindungsgemäße Schalteinrichtung SE kann weiterhin als Steuerelement für einen Leistungshalbleiterschalter eingesetzt werden. Die Energieversorgung des Schaltelements erfolgt in diesem Fall aus einem Spannungszwischenkreis. Ausführungsbeispiele zu dieser Variante sind in den 6 bis 8 dargestellt.
  • In 6 ist eine Schalteinrichtung, beispielsweise gemäß einer der Ausgestaltungsvarianten der 3, 4 oder 5, seriell mit einem Widerstand R61 verschaltet. Parallel zu der Schalteinrichtung und dem Widerstand R61 ist ein Kondensator C61 zur Bereitstellung eines Spannungszwischenkreises verschaltet. Die Parallelschaltung ist über eine Entkoppelungs diode EE61 mit dem Drain-Anschluss D eines Leistungs-Halbeiterschaltelements T61 in Gestalt eines MOSFETs verbunden. Bei dem Leistungs-MOSFET T61 handelt es sich um ein selbstsperrendes Hochvolt-Bauelement zum Führen großer Ströme. Der andere Anschluss des Widerstandes R61 ist mit dem Source-Anschluss S des MOSFETs T61 verbunden. Ein Knotenpunkt KP61, welcher zwischen der Schalteinrichtung SE und dem Widerstand R61 gebildet ist, ist mit dem Gate-Anschluss G des MOSFETs T61 verbunden. Zur Begrenzung der zwischen dem Gate-Anschluss G und dem Source-Anschluss S anliegenden Spannung im Betrieb ist ferner ein Überspannungsschutzelement US61 in Gestalt einer Z-Diode vorgesehen. Hierbei sind der Kathodenanschluss mit dem Gate-Anschluss G und der Anodenanschluss mit dem Source-Anschluss S des MOSFETs T61 verbunden.
  • Wird die Schalteinrichtung SE leitend geschaltet (durch Bestrahlen des optisch triggerbaren Bauelements), so kann durch Entladung des Kondensators C61 ein Strom über den Widerstand R61 fließen, wodurch sich aufgrund der zwischen dem Gate-Anschluss G und Source-Anschluss S einstellenden Spannung ein Aufsteuern des MOSFETs ergibt.
  • In 7 und 8 ist jeweils eine Ausgestaltungsvariante der Schalteinrichtung dargestellt. 7 zeigt eine Ausführungsform, bei der die Schalteinrichtung p-Kanal MOSFETs als Schaltelemente der ersten Schaltanordnung umfasst. Im Gegensatz dazu zeigt die in 8 gezeigte Variante der Schalteinrichtung n-Depletion MOSFETs der ersten Schaltanordnung zur Ansteuerung des Leistungs-MOSFETs T61.
  • In 9 ist eine Schaltungsanordnung einer Reihenschaltung einer Anzahl an erfindungsgemäßen Schalteinrichtungen SE1, ..., SEn-1, SEn dargestellt, welche über einen Widerstand R90 mit einem Hochvolt-Kondensator C90 verbunden sind. Jede der' Schalteinrichtungen SE1, ..., SEn kann gemäß einer der in den 1 bis 5 dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele ausgebildet sein. Da jede der Schalteinrichtungen SE1, ..., SEn eine zweite Schaltanordnung SA2 mit einem optisch triggerbaren Bauelement umfasst, ist jeder der Schalteinrichtungen SE1, ..., SEn ein entsprechendes Sendeelement PS1, ..., PSn zugeordnet. Die Sendeelemente PS1, ..., PSn sind seriell miteinander verschaltet, wobei der Anodenanschluss des Sendeelements PSn über einen Widerstand R30 mit dem Signalgenerator SG verbunden ist. Ein jeweiliger Kathodenanschluss eines der Sendeelemente ist mit einem Anodenanschluss eines darauffolgenden Sendeelements verbunden. Der Kathodenanschluss des Sendeelements PS1 ist mit Bezugspotential gekoppelt.
  • Wird durch den Signalgenerator SG ein Strom durch die Reihenschaltung der Sendeelemente PS1, ..., PSn erzeugt, so werden gleichzeitig alle optisch triggerbaren Bauelemente der zweiten Schaltanordnungen SA2 der Schalteinrichtungen SE1, ..., SEn leitend geschaltet, wodurch das Leitendschalten der jeweiligen Schalteinrichtung SE1, ..., SEn initiiert wird. Aufgrund des parallelen Leitendschaltens jeweiliger Schaltelemente der ersten Schaltanordnung SA1 der Schalteinrichtungen SE1, ..., SEn kann die Zeit für das Einschalten der gesamten Schaltungsanordnung verkürzt werden. Ein quasi gleichzeitiges Einschalten der Schalteinrichtungen SE1, ..., SEn ist dann möglich, wenn die erste Schaltanordnung SA1 einer jeweiligen Schalteinrichtung SE1, ..., SEn lediglich das erste selbstleitende Schaltelement T1 umfasst.
  • Die erfindungsgemäße Schalteinrichtung weist eine Reihe von Vorteilen auf. Die Möglichkeit, die Schalteinrichtung optisch triggern zu können, zieht einen minimalen Bauelementaufwand nach sich. Insbesondere kann eine Energieversorgung für die Triggerschaltung entfallen.
  • Es können optische Bauelemente mit geringer Sperrfähigkeit, z. B. im Bereich von 30–40 Volt, eingesetzt werden.
  • Bei einer Ausführungsvariante gemäß den 3 oder 4 kann der Strom durch die Kaskade über den Bipolartransistor T21 in einem weiten Bereich eingestellt werden.
  • Die Schaltelemente der ersten Schaltanordnung der Schalteinrichtung können mit jedem selbstleitenden Bauelement, insbesondere auch mit kostengünstigem depletion-n-Kanal oder -p-Kanal MOSFETs realisiert werden.
  • Sofern das optisch triggerbare Schaltelement in der Lage ist, den Laststrom selbst zu tragen, kann die zweite Schaltanordnung ausschließlich das optisch triggerbare Schaltelement umfassen. Hierdurch ergibt sich eine einfache Schalteinrichtung.
  • Die Schalteinrichtung kann wiederum als Steuerelement für einen Leistungs-Halbleiterschalter eingesetzt werden, wobei deren Energieversorgung aus einem Hilfs-Zwischenkreis erfolgen kann. Besteht die Forderung nach einem rückwärtsleitenden Bauelement, dann kann dem in den 3 und 4 dargestellten Bipolartransistor D21 eine Freilaufdiode parallel geschaltet werden.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 10135835 C1 [0002, 0004, 0010, 0042, 0043]

Claims (14)

  1. Schalteinrichtung (SE) zum Schalten einer hohen Betriebsspannung, umfassend: – eine erste Schaltanordnung (SA1) mit einem ersten selbst leitenden Schaltelement (T1), das einen Steueranschluss und einen ersten und einen zweiten Hauptanschluss zur Ausbildung einer Schaltstrecke aufweist, und – eine zweite Schaltanordnung (SA2), welche einen ersten und einen zweiten Anschluss (KL1, Kl2) zur Ausbildung einer Schaltstrecke aufweist, die seriell zu der Schaltstrecke der ersten Schaltanordnung (SA1) verschaltet ist, – wobei die zweite Schaltanordnung (SA2) ein optisch triggerbares Schaltelement (PD) zum Leitendschalten der Schaltstrecke der zweiten Schaltanordnung (SA2) umfasst, und – wobei der zweite Anschluss (KL2) der zweiten Schaltanordnung (SA2) mit dem Steueranschluss des ersten selbst leitenden Schaltelements (T1) verbunden ist.
  2. Schalteinrichtung nach Anspruch 1, bei der die erste Schaltanordnung (SA1) zumindest ein zweites selbst leitendes Schaltelement (T2) umfasst, das einen Steueranschluss und einen ersten und einen zweiten Hauptanschluss zur Ausbildung einer Schaltstrecke aufweist, wobei zur Ausbildung einer Schaltstrecke der ersten Schaltanordnung (SA1) die Schaltstrecke des ersten Schaltelements (T1) und die Schaltstrecke des zumindest einen zweiten Schaltelements (T2) seriell miteinander verschaltet sind und wobei zwischen die Steueranschlüsse des ersten und des zweiten selbst leitenden Schaltelements (T1, T2) ein Schutzelement (PE) geschaltet ist.
  3. Schalteinrichtung nach Anspruch 2, bei der das Schutzelement (PE) als Diode, insbesondere als Avalanche-Diode, ausgebildet ist.
  4. Schalteinrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, bei der die zweite Schaltanordnung (SA2) ausschließlich das optisch triggerbare Schaltelement (PD) umfasst.
  5. Schalteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei der in der Schaltstrecke der zweiten Schaltanordnung (SA2) ein steuerbares Schaltelement (T21), insbesondere ein Bipolartransistor, angeordnet ist, welches durch das optisch triggerbare Schaltelement (PD) leitend oder sperrend schaltbar ist.
  6. Schalteinrichtung nach Anspruch 5, bei der ein erster Widerstand (R21) mit dem steuerbaren Schaltelement (T21) seriell verschaltet und das optisch triggerbare Schaltelement (PD) mit einem zweiten Widerstand (R22) seriell verschaltet ist, die der Serienschaltung aus dem ersten Widerstand (21) und dem steuerbaren Schaltelement (T21) parallel geschaltet ist, wobei ein Knotenpunkt (KP21) der Serienschaltung aus dem optisch triggerbaren Schaltelement (PD9) und dem ersten Widerstand (R21) mit einem Steueranschluss des steuerbaren Schaltelements (T21) verbunden ist.
  7. Schalteinrichtung nach Anspruch 5, bei der ein Kondensator (C21) und eine Serienschaltung aus dem zweiten Widerstand (R22) mit dem optisch triggerbaren Schaltelement (PD) einander parallel geschaltet und diese Parallelschaltung mit dem zweiten Hauptanschluss des steuerbaren Schaltelements (T21) sowie über ein Entkoppelungselement (EE21) mit dem ersten Hauptanschluss des steuerbaren Schaltelements (T21) verbunden sind, wobei ein Knotenpunkt (KP21) der Serienschaltung aus dem optisch triggerbaren Schaltelement (PD) und dem zweiten Widerstand (R22) mit einem Steueranschluss des steuerbaren Schaltelements (T21) verbunden ist.
  8. Schalteinrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, bei der das erste selbst leitende Schaltelement (T1) und/oder das zumindest eine zweite selbst leitende Schaltelement (T2) ein JFET ist.
  9. Schalteinrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, bei der das erste selbst leitende Schaltelement (T1) und/oder das zumindest eine zweite selbst leitende Schaltelement (T2) ein MOSFET ist, dessen Gate-Anschluss (G) über eine jeweilige Diode (D1, D2) mit dessen Source-Anschluss (S) verbunden ist.
  10. Schaltungsanordnung mit einer Mehrzahl an seriell miteinander verschalteten Schalteinrichtungen (SE), die jeweils gemäß einem der vorherigen Ansprüche ausgebildet sind.
  11. Schaltungsanordnung mit einem HV-Schaltelement (T61) und einer Schalteinrichtung (SE) gemäß einem der vorherigen Ansprüche zur Ansteuerung des HV-Schaltelements (T61).
  12. Schaltungsanordnung nach Anspruch 11, bei der – das HV-Schaltelement (T61) einen Steueranschluss und einen ersten und einen zweiten Hauptanschluss zur Ausbildung einer Schaltstrecke aufweist, – wobei die Schalteinrichtung (SE) und ein zu dieser seriell verschalteter Widerstand (R61) parallel zu einem Kondensator (C61) verschaltet sind, – wobei ein Knotenpunkt (KP61) zwischen der Schalteinrichtung (SE) und dem Widerstand (R61) mit dem Steueranschluss des HV-Schaltelements (T61) verbunden ist, – wobei die Parallelschaltung aus dem Kondensator (C61) und der Serienschaltung aus der Schalteinrichtung (SE) und dem Widerstand (R61) über ein Entkopplungselement (EE61) mit dem ersten Hauptanschluss des HV-Schaltelements (T61) verbunden ist.
  13. Schaltungsanordnung nach Anspruch 12, bei der zwischen den Steueranschluss und den zweiten Hauptanschluss des HV-Schaltelements (T61) ein Überspannungsschutzelement (US61) geschaltet ist.
  14. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 11 bis 13, bei der das HV-Schaltelement (T61) ein spannungsgesteuertes, selbstsperrendes Halbleiterbauelement, insbesondere ein MOSFET oder ein IGBT, ist.
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