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Die
Erfindung betrifft ein Steuergerät
eines Kraftfahrzeugs und ein Verfahren zum Austausch von Steuer-
und Regelsignalen. Dazu weist das Steuergerät eine zentrale Steuereinheit
auf. Die zentrale Steuereinheit bildet eine integrierte Halbleiterschaltung.
Dabei ist die zentrale Steuereinheit auf mindestens einer Schaltungsplatine
angeordnet. Als weitere Halbleiterschaltung ist in dem Steuergerät mindestens
eine Treibereinheit zur Überwachung
und Steuerung mindestens einer Applikation angeordnet. Dabei wirkt
die Treibereinheit einerseits mit der zentralen Steuereinheit und
andererseits mit der Applikation zusammen.
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Die
Datenrate eines derartigen Steuergeräts eines Kraftfahrzeugs, die
von einer integrierten Halbleiterschaltung zur nächsten integrierten Halbleiterschaltung
in derartigen Geräten übertragen
werden muss, steigt ständig.
Das bedeutet, dass zunehmend mehr Datenleitungen und mehr Datenverbindungen notwendig
werden, um die Informationen dorthin zu transportieren, wo sie erforderlich
sind. Dabei kann die Datenrate zwischen einigen Megabit und bis
zu einigen Gigabit betragen.
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Gegenwärtig werden
bei den Steuergeräten für Kraftfahrzeuge
die Verbindungen zwischen zwei integrierten Halbleiterschaltungen
durch elektrische Verbindungen und/oder Verdrahtungen auf einer Schaltungsplatine
erreicht. Mit der Zunahme der Datenraten wächst der Bedarf, die elektromagnetischen Verträglichkeits-
und die elektromagnetischen Kompatibilitätsbedingungen für jede der
einzelnen Verbindungen auf der Schaltungsplatine und innerhalb des Steuergeräts zu erfüllen. Dabei
sollen elektromagnetisches Rauschen und elektromagnetische Interferenz
weitestgehend unterdrückt
werden. Dazu müssen
die elektrischen Verbindungen so kurz wie möglich gehalten werden. Das
bedeutet, dass die integrierten Halbleiter schaltungen so nah wie
möglich aneinander
zu positionieren sind. Diese Forderung vermindert jedoch die räumliche
Flexibilität
für die Strukturierung
von Schaltungsplatinen.
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Aufgabe
der Erfindung ist es, ein Steuergerät für ein Kraftfahrzeug zu schaffen,
mit dem die elektrischen Datenleitungen und Datenverbindungen trotz steigender
zu übertragender
Datenmengen verhindert werden kann. Darüber hinaus ist es Aufgabe der Erfindung,
die elektromagnetische Kompatibilität und die elektromagnetische
Verträglichkeit
trotz erhöhter Datenübertragungsrate
des Steuergeräts
zu verbessern.
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Diese
Aufgabe wird mit dem Gegenstand der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
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Erfindungsgemäß wird ein
Steuergerät
eines Kraftfahrzeugs und ein Verfahren zum Austausch von Steuer-
und Regelsignalen geschaffen. Dazu weist das Steuergerät eine zentrale
Steuereinheit auf, die eine integrierte Halbleiterschaltung ist
und auf mindestens einer Schaltungsplatine angeordnet ist. Mindestens
eine Treibereinheit ist zur Überwachung
und Steuerung einer Applikation als weitere integrierte Halbleiterschaltung
in dem Steuergerät
angeordnet, wobei die Treibereinheit mit der zentralen Steuereinheit
zusammenwirkt. Dazu weist die zentrale Steuereinheit einen ersten
optischen Transceiver und die Treibereinheit einen weiteren optischen
Transceiver auf, die zum Datenaustausch optisch gekoppelt sind.
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Dieses
Steuergerät
hat den Vorteil, dass die optische Kopplung eine hohe elektromagnetische Verträglichkeit
aufweist und keinerlei elektromagnetische Emissionen verursacht.
Außerdem
kann der erste Transceiver in einem minimalen Abstand oder sogar
auf der zentralen Steuereinheit, nämlich auf der ersten Halbleiterschaltung
angeordnet werden, während
der weitere optische Transceiver der optischen Kopplung ohne jede
elektromagnetische Beeinflussung in einem größeren Abstand zum ersten optischen
Transceiver angeordnet sein kann.
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Somit
ergibt sich eine hohe Flexibilität
für die räumliche
Anordnung sowohl der beiden Transceiver als auch der zugehörigen integrierten
Halbleiterschaltungen der zentralen Steuereinheit sowie der Treibereinheit
auf einer Schaltungsplatine. Schließlich ist ein weiterer Vorteil,
dass eine optische Kopplung über
Transceiver eine höhere
Datenrate übertragen
kann, als es die elektrischen Verbindungsleitungen ermöglichen.
Die hohe Flexibilität
dieser Lösung ermöglicht es,
dass die optische Kopplung zwischen zentralem Steuerelement und
einer Treibereinheit auf der gleichen Schaltungsplatine und damit
auf gleicher Schaltungsebene ausgeführt sein kann. Andererseits
ist es auch möglich,
eine gefaltete Schaltungsplatine derart vorzusehen, dass sich zwei
Hälften
der Schaltungsplatine einander gegenüberliegen, so dass die beiden
Transceiver gegenüberstehend angeordnet
sind. Außerdem
ist es möglich,
die Flexibilität
dieser Lösung
dahingehend zu nutzen, dass die beiden Schaltungsplatinen in einem
Winkel zueinander angeordnet werden, und unter einem derartigen
Winkel die beiden Transceiver miteinander kommunizieren.
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Darüber hinaus
gibt es unterschiedliche Möglichkeiten,
einen Austausch von Daten durchzuführen, beispielsweise durch
eine unidirektionale Kommunikation, bei der ein erster Halbleiterchip elektrische
Daten zu einem optischen Transmitter sendet. Der Transmitter transformiert
die elektrischen Signale in optische Signale und überträgt diese
zu einem optischen Empfänger
der weiteren integrierten Schaltung, beispielsweise der Treibereinheit.
Dabei transformiert der weitere Transceiver die optischen Signale
in elektrische Signale, die dann von dem zweiten Halbleiterchip
empfangen und beispielsweise zu Schalt- oder Stellsignalen transformiert
werden können.
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Neben
dieser unidirektionalen Kommunikation ist auch eine bidirektionale
Kommunikation, beispielsweise über
zwei optische Kopplungswege möglich,
bei denen auf jeder Seite sowohl ein optischer Sensor als auch ein
optischer Empfänger
angeordnet sind, so dass gleichzeitig Signale in beide Richtungen über tragen
werden können,
wobei für diese
bidirektionale Kommunikation jedem Helbleiterbauelement ein optischer
Empfänger
und ein optischer Sender zugeordnet wird. Schließlich ist es auch möglich, eine
bidirektionale Kommunikation mit nur einer optischen Kopplung zu
erstellen, wobei hierzu die oben erwähnten Transceiver eingesetzt werden,
wobei ein optischer Sensor und ein optischer Empfänger innerhalb
einer einzigen optischen Komponente angeordnet sind und somit auch
nur eine einmalige Ausrichtung eines ersten Transceivers auf einen
weiteren Transceiver erforderlich wird.
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Eine
optische Kopplung kann in unterschiedlichen Medien durchgeführt werden.
In einer Ausführungsform
der Erfindung wird vorzugsweise eine Luftatmosphäre für die optische Kopplung zur
Verfügung
gestellt. Bei dieser Art der Kopplung ist die Flexibilität am höchsten.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wird die optische
Kopplung in einer Inertgasatmosphäre vorgesehen. In diesem Fall
befinden sich der erste Transceiver und der zweite Transceiver in
einem hermetisch abgeschlossenen Gehäuse, das mit Inertgas wie Stickstoff
oder Edelgas gefüllt
ist. Sowohl bei dem Einsatz in Luftatmosphäre als auch bei dem Einsatz
in Inertgasatmosphäre
ist es erforderlich, dass die optischen Achsen der beiden Transceiver
aufeinander ausgerichtet sind oder über entsprechende Reflektionsflächen miteinander
kombiniert werden.
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Eine
sehr hohe Flexibilität
wird durch eine faseroptische Kopplung erreicht, bei der ein Lichtwellenleiter
in Form einer lichtdurchlässigen
und lichtkonzentrierenden Faser vorgesehen wird. Da derartige Fasern
sehr flexibel sind, können
die beiden Transceiver in den unterschiedlichsten Winkeln zueinander
aufgebaut sein. Dieses erhöht
die Flexibilität
der Gestaltung von Schaltungsplatinen deutlich, da eine genaue Justage
zwischen optischem Sender und optischem Empfänger nicht vorausgesetzt werden muss.
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Vorzugsweise
wird das Steuergerät
in dem Kraftfahrzeug als Motorsteuergerät angeordnet. Dabei kann das
Motorsteuergerät jedoch
neben der Überwachung
und Steuerung der unterschiedlichen Betriebszustände und Aggregate des Motors
auch weitere Komponenten des Fahrzeugs steuern, beispielsweise das
Antiblockiersystem des Fahrzeugs, das Heiz- und Klimasystem des
Fahrzeugs, die Abgasanlage des Fahrzeugs mit den unterschiedlichen Lambdasonden
eines Mehrwegekatalysators, die Pedalwertgeber des Fahrzeugs sowie
eine Vielzahl von Druck- und Temperaturinformationen, die auszuwerten
und datentechnisch zu verarbeiten sind.
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Vorzugsweise
wird das Steuergerät
jedoch in dem Kraftfahrzeug als Motorsteuergerät angeordnet, das sowohl die
Hochdruckkraftstoffpumpe als auch die Niederdruckkraftstoffpumpe
steuert, den Ladedruck überwacht,
die Nockenwellenverstellung sowie den Nockenwellenhub oder den Kühlwasserdurchsatz
steuert und vieles mehr regelt.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung ist die zentrale Steuereinheit mit dem ersten optischen
Transceiver auf einer ersten Schaltungsplatine angeordnet und die
mindestens eine Treibereinheit mit dem weiteren optischen Transceiver
auf einer weiteren Schaltungsplatine angeordnet. Dabei sind diese
Schaltungsplatinen derart zueinander ausgerichtet, dass eine optische
Kopplung der Transceiver vorhanden ist.
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Diese
optische Kopplung beispielsweise über Luft oder Inertgas kann
dadurch erreicht werden, dass die beiden Schaltungsplatinen der
zentralen Steuereinheit und der Treibereinheit einander gegenüberliegend
angeordnet sind. Um nicht nur die optische Kopplung zu gewährleisten,
sondern auch zwischen den beiden Schaltungsplatinen elektrische Zuleitungen,
Versorgungsleitungen und ähnliches
zu ermöglichen,
können
die beiden Schaltungsplatinen elektrisch und mechanisch gekoppelt
sein, wobei in einer ersten Ausführungsform
dieser Schaltungsplatinen diese über
einen gedünnten
flexiblen Bereich der Schaltungsplatinen miteinander verbunden sind.
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Ein
derartiger gedünnter
flexibler Bereich wird dadurch erreicht, dass ein Teil des Kernmaterials der
Platine abgetragen wird, um die Steifigkeit der Schaltungsplatine
in diesem Bereich zu vermindern. Eine andere Möglichkeit ist, die beiden gegenüberliegenden
Schaltungsplatinen zusätzlich
zu der optischen Kopplung über
ein flexibles Multileitungsband oder einen Bus elektrisch und/oder
mechanisch miteinander zu verbinden. Jedoch erfordert eine derartige
flexible Verbindung aufwändige
Mehrfachstecker auf den Schaltungsplatinen.
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Eine
derartige flexible elektrische und/oder mechanische Kopplung kann
jeden beliebigen Winkel einnehmen, solange sichergestellt ist, dass
eine optische Kopplung zwischen den beiden Schaltungsplatinen bzw.
den beiden Transceivern gewährleistet ist.
Dieses kann dadurch erreicht werden, dass die beiden Bestückungsseiten
der Schaltungsplatinen einander gegenüberliegend angeordnet sind.
Andererseits ist es möglich,
einen Lichtwellenleiter zwischen den beiden optischen Transceivern
einzusetzen, der aufgrund seiner Flexibilität die beiden optischen Transceiver
optisch miteinander koppelt.
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Neben
einem ersten einzelnen Transceiver kann die zentrale Steuereinheit
auch mehrere erste Transceiver aufweisen, die mit mehreren weiteren Transceivern
von weiteren integrierten Halbleiterschaltungen optisch gekoppelt
sind. Damit ist es möglich,
eine Mehrzahl von Treibereinheiten direkt von der zentralen Steuereinheit
aus anzusteuern, ohne zusätzliche
elektrische Leitungen vorsehen zu müssen.
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Ein
bevorzugtes Verfahren zum Austausch von Steuer- und Regelsignalen
in einem Steuergerät weist
die nachfolgenden Verfahrensschritte auf. Zunächst werden in einer zentralen
Steuereinheit Sensordatenmengen empfangen. Diese Sensordatenmengen
werden in der zentralen Steuereinheit zwischengespeichert und zu
Signaldaten für
nachgeschaltete Treiber verarbeitet. Anschließend werden diese Signaldaten
in optische Signale transformiert und von einem optischen Sender
eines Transceivers emittiert. Die Treibereinheit arbeitet mit einem
opti schen Empfänger
zusammen, so dass die optischen Signale in der mindestens einen
Treibereinheit empfangen werden können. Dort werden die optischen Signale
transformiert in elektrische Steuerimpulse, mit denen die unterschiedlichen
Applikationen angesteuert werden Können. Einzelne Applikationen
wurden bereits oben beispielhaft aufgeführt, so dass an dieser Stelle
auf eine Wiederholung verzichtet wird. Für das Emittieren und Empfangen
optischer Signale kann dazu eine optische Kopplung in einer Luftatmosphäre, in einer
Inertgasatmosphäre
oder über
eine faseroptische Kopplung erfolgen.
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Vorzugsweise
führt das
Steuergerät
Steuerfunktionen eines Kraftfahrzeugs insbesondere Motorsteuerfunktionen
durch. Dazu wird die zentrale Steuereinheit mit dem ersten optischen
Transceiver auf einer ersten Schaltungsplatine aufgebracht, und
die mindestens eine Treibereinheit mit dem weiteren optischen Transceiver
wird auf einer weiteren Schaltungsplatine angeordnet, wobei die
Platinen derart zueinander ausgerichtet werden, dass eine optische Kopplung
der Transceiver erfolgt. Dazu werden beispielsweise die Bestückungsseiten
von zwei Schaltungsplatinen einander gegenüberliegend angeordnet, so dass
die beiden Transceiver optisch gekoppelt werden können. Andererseits
ist es auch möglich,
dass die beiden Platinen in einem Winkel zueinander angeordnet werden
und die optischen Transceiver über
einen flexiblen Lichtwellenleiter miteinander kommunizieren.
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Die
Erfindung wird nun anhand der beigefügten Figuren näher erläutert.
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1 zeigt
eine schematische Seitenansicht eines Fahrzeugs mit Steuergerät gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung;
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2 zeigt
eine schematische Draufsicht auf das Fahrzeug gemäß 1;
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3 zeigt
eine Prinzipskizze eines Steuergeräts gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung in Zusammenwirken mit Applikationen;
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4 zeigt
eine Prinzipskizze einer zentralen Steuereinheit mit mehreren optischen
Kopplungen;
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5 zeigt
eine Prinzipskizze einer Schaltungsplatine mit einem Steuergerät gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung;
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6 zeigt
eine Prinzipskizze einer abgebogenen Schaltungsplatine mit einer
faseroptischen Kopplung von Transceivern gemäß einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung;
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7 zeigt
eine Prinzipskizze einer abgebogenen Schaltungsplatine mit einer
prismatischen optischen Kopplung von Transceivern gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung;
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8 zeigt
eine Prinzipskizze von einander gegenüberliegenden Schaltungsplatinen
mit einer umgebenden Materie.
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1 zeigt
eine schematische Seitenansicht 22 eines Fahrzeugs 2 mit
Steuergerät 1 gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung. In dieser Ausführungsform
der Erfindung ist das Steuergerät 1 im
Motorraum 25 des Fahrzeugs 2 untergebracht. Prinzipiell
kann es jedoch auch im Heckbereich 26 oder im Fahrgastraum 24 des
Fahrzeugs 2 angeordnet werden. Dabei ist ein Steuergerät 1 im
Heckbereich 26 weniger kontaminationsgefährdet als
im Motorbereich 25. Schließlich wird das Steuergerät 1 noch besser
vor Vibrationen geschützt,
wenn es im Fahrgastraum 24 untergebracht ist.
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2 zeigt
eine schematische Draufsicht auf das Fahrzeug 2 gemäß 1.
Komponenten mit gleichen Funktionen wie in 1 werden
mit gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet und nicht extra erörtert. 2 verdeutlicht,
dass das Steuergerät 1 im
Motorraum 25 auf der Fahrerseite 27 angeordnet ist.
Dieses ermöglicht
den Kabelbaum zum Steuergerät 1 zu
optimieren, da auf der Fahrerseite 27 eine deutlich höhere Anzahl
an Applikationen für
das Steuergerät 1 angeordnet
ist als auf der Beifahrerseite oder gar im Heckbereich 26.
Dennoch sind an das Steuergerät 1 im
Motorraum 25 erhöhte
Anforderungen an ein Schutzgehäuse
für das
Steuergerät 1 gestellt,
da sowohl ein Schutz vor Vibrationen, Kontaminationen und vor extremen
Temperaturen im Motorraum 25 vorzusehen ist.
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3 zeigt
eine Prinzipskizze eines Steuergeräts 1 gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung in Zusammenwirken mit Applikationen 201 , 202 , 203 bis 20n .
Derartige Applikationen können
Stellglieder sein, die von entsprechenden Treibereinheiten in dem
Steuergerät 1 angetrieben
werden. Zu den Applikationen gehören
auch alle Komponenten und Aggregate, die mit dem Motor 21 zusammenwirken. Auch
diese werden von dem Steuergerät 1 gesteuert und/oder
geregelt. Die Pfeilrichtungen der Verbindungen B1,
B2, B3 bis Bn zwischen den Applikationen 201 , 202 , 203 bis 20n und
der Steuereinheit 1 sind bidirektional ausgerichtet, da
eine Vielzahl von Stell-, Temperatur- und Druckinformationen dem Steuergerät 1 zugeleitet
werden müssen,
auf die umgekehrt die Treibereinheiten des Steuergeräts 1 reagieren, um
die unterschiedlichen Applikationen zu steuern. Nicht jede der Applikationen 201 , 202 , 203 bis 20n müssen mit
Komponenten des Motors 21 kommunizieren. Dieses wird durch
die Pfeilrichtung A angedeutet.
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4 zeigt
eine Prinzipskizze einer zentralen Steuereinheit 3 mit
mehreren optischen Kopplungen 101 , 102 bis 10n .
Jede dieser optischen Kopplungen 101 , 102 bis 10n ermöglicht einen
Signalaustausch zwischen einer Mehrzahl von Transceivern 81 , 82 bis 8n auf der Seite der zentralen Steuereinheit 3 mit
entsprechenden Transceivern 91 , 92 bis 9n auf
der Seite von unterschiedlichen Treibereinheiten 61 , 62 bis 6n ,
die vorzugsweise aus integrierten Schaltungen 71 , 72 bis 7n bestehen.
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Auch
die zentrale Steuereinheit 3 ist aus einer integrierten
Halbleiterschaltung 4 aufgebaut. Die Ausgänge B1, B2 bis Bn der Treibereinheiten 61 , 62 bis 6n wirken
zusammen mit entsprechenden Applikationen, wie sie in 3 gezeigt
werden.
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5 zeigt
eine Prinzipskizze einer Schaltungsplatine 5 mit einem
Steuergerät 1 gemäß einer weiteren
Ausführungsform
der Erfindung. Dabei ist auf einer Bestückungsseite 16 einer
Schaltungsplatine 5 eine zentrale Steuereinheit 3 mit
einer integrierten Halbleiterschaltung 4 angeordnet, die
mit einem ersten optischen Transceiver 8 zusammengeschaltet ist,
wobei elektrische Signale von der zentralen Steuereinheit 3 zu
dem ersten optischen Transceiver 8 und zurück übertragen
werden. Der optische Transceiver 8 transformiert die elektrischen
Signale in optische Signale und kann bidirektional betrieben werden,
d. h. er kann nicht nur optische Signale senden, sondern über die
optische Kopplung 10 auch optische Signale empfangen.
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Der
Empfänger
des optischen Transceivers 9 wirkt zusammen mit einer weiteren
Halbleiterschaltung 7, die zu einer Treibereinheit 6 gehört. Der
weitere Transceiver 9 kann optische Signale über die
optische Kopplung 10 empfangen, da die beiden Sende- und
Empfangseinheiten der Transceiver 8 und 9 optisch
aufeinander ausgerichtet sind. Der optische Transceiver 9 transformiert
ankommende optische Signale in elektrische Signale, die an die integrierte Schaltung 7 der
Treibereinheit 6 weitergegeben werden, wobei die Treibereinheit 6 mit
einer oder mehreren Applikationen, wie sie in 3 gezeigt
werden, zusammenwirkt und entsprechende Steuer-, Schalt- und/oder Einstellsignale
an diese weitergibt. Bei der Ausführungsform gemäß 5 sind
die zentrale Steuereinheit 3 sowie die Treibereinheit 6 auf
einer einzigen Schaltungsplatine 5 angeordnet, während in den
nachfolgenden Figuren weitere vorteilhafte Anordnungen für die zentrale
Steuereinheit 3 und die Treibereinheit 6 gezeigt
werden.
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6 zeigt
eine Prinzipskizze einer abgebogenen Schaltungsplatine 5,
die gegenüber
einer weiteren Platine 13 in einem Winkel α von nahezu
90° angeordnet
ist. Während
auf der Schaltungsplatine 5 wie in 5 die zentrale
Steuereinheit 3 mit dem zugehörigen ersten optischen Transceiver 8 angeordnet
ist, befindet sich auf der Leitungsplatine 13 die Treibereinheit 6 mit
dem zugehörigen
weiteren Transceiver 9. Die im Winkel α zueinander stehenden Transceiver
werden über
eine flexible faseroptische Kopplung 11 in Form eines flexiblen
Lichtwellenleiters 18 miteinander gekoppelt. Gleichzeitig
sind die Schaltungsplatinen 5 und 13 über eine
elektrische und/oder mechanische Kopplung 14 aus einem
gedünnten
flexiblen Bereich 15 der Schaltungsplatinen 5 und 13 miteinander
verbunden. Das bedeutet, die Schaltungsplatinen 5 und 13 sind
aus einer einzigen gemeinsamen Schaltungsplatine zunächst gefertigt und
für den
flexiblen Bereich 15 gedünnt worden. Dies hat den Vorteil
einer räumlichen
Minimierung, da keine Steckmodule vorzusehen sind, um die Schaltungsplatinen 5 und 13 elektrisch
und mechanisch miteinander zu koppeln.
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Andererseits
ist es auch möglich,
die beiden Schaltungsplatinen 5 und 13 über einen
Leitungsbus oder über
ein flexibles Multileitungsband miteinander zu verbinden. Der Vorteil
der in 6 gezeigten Anordnung ist, dass der Winkel α beliebig
verändert werden
kann, ohne den optischen Übertragungsweg zu
beeinflussen, so dass sich Vibrationen des Fahrzeugs nicht auf die
Qualität
und Zuverlässigkeit
der optischen Kopplung auswirken.
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7 zeigt
eine Prinzipskizze einer abgebogenen Schaltungsplatine 5 mit
einer prismatischen optischen Kopplung gemäß einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung. Komponenten mit gleichen Funktionen wie in 6 werden
mit gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet und nicht extra erörtert. Zwischen
dem Transceiver 8 und dem Transceiver 9 ist ein
Prisma 22 angeordnet, das mit seiner Reflektionsfläche 28 exakt
an den Winkel α zwischen
den beiden Schaltungsplatinen 5 und 13 angepasst
sein muss, um die optischen Achsen der Transceiver 8 und 9 miteinander
zu koppeln.
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8 zeigt
eine Prinzipskizze von einander gegenüberliegenden Schaltungsplatinen 5 und 13, wobei
die optoelektronischen Komponenten, d. h. die Transceiver 8 und 9 derart
aufeinander ausgerichtet sind, dass die optische Kopplung 10 über die
umgebende gasförmige
Materie erfolgen kann. Eine derartige gasförmige Materie kann Luft und/oder
Inertgas aufweisen. Diese Ausführungsform
der Erfindung hat den Vorteil, dass sie sehr kompakt aufgebaut sein kann
und damit ein geringes Volumen in Anspruch nimmt. Darüber hinaus
ist die Störanfälligkeit
einer derartigen Ausführungsform
gering und die Zuverlässigkeit
entsprechend verbessert. Der Zwischenraum zwischen der Bestückungsseite 16 der
Schaltungsplatine 5 und der Bestückungsseite 17 der
Schaltungsplatine 13 kann auch mit einem optisch transparenten
Material aufgefüllt
werden, so dass die optische Kopplung durch dieses Material erfolgt.
Das hat den Vorteil, dass Vibrationen des Fahrzeugs die Qualität der optischen
Kopplung nicht beeinträchtigen können. Ein
weiterer Vorteil ergibt sich daraus, dass ein derartiges Steuergerät als kompakter
gekapselter Steuerblock ausgeführt
werden kann.